Agfa Alterssicherungs-AG
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Böning seit 24.8.2020 | Geschäftsführer |
Annette Kunze seit 3.1.2019 | Prokura |
Rudi Goedeweeck seit 3.1.2019 | Prokura |
Guido Müller seit 3.1.2019 | Prokura |
Andre Raudies seit 3.1.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Agfa-Gevaert NV | 89.00% |
Agfa NV | 11.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Agfa-Gevaert HealthCare GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur Unternehmensstruktur Die Anteile der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH, Düsseldorf werden zum 31. Dezember 2023 zu 89 % von der Agfa GmbH, Düsseldorf und zu 11 % von der Agfa NV, Mortsel/Belgien, gehalten. Die Jahresabschlüsse der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH Düsseldorf, der Agfa GmbH, Düsseldorf und der Agfa NV, Mortsel/Belgien sind Bestandteil des Konzernabschlusses der Agfa-Gevaert NV, Mortsel/Belgien, der nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen (IAS/IFRS) aufgestellt wird. Der Konzernabschluss der Agfa- Gevaert NV, Mortsel/Belgien ist am Sitz der Gesellschaft oder im Internet unter www.agfa.com erhältlich. Im Unternehmensregister ist der befreiende Konzernabschluss für die deutschen Tochtergesellschaften bei der Agfa-Gevaert GmbH veröffentlicht. Produktsortiment Die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH ist auf dem Gebiet analoger und digitaler medizinischer Bildgebungssysteme für Krankenhäuser tätig. Innerhalb der Gesellschaft werden Geräte für digitale Röntgensysteme am Standort München entwickelt und im Zweigwerk Peißenberg gefertigt. Ein Teil der zugehörigen Verbrauchsmaterialien wird im Zweigwerk Schrobenhausen produziert. Der Betrieb am Standort Peiting wurde zum 31. Dezember 2022 aufgegeben. Wesentliche Einzelbauteile und Baugruppen, als auch Halbzeuge sowie Roh- und Betriebsstoffe zur Produktion, werden sowohl von lokalen als auch weltweiten Herstellern und Lieferanten bezogen. Ggf. erforderliche Arbeitskräfte werden vorrangig standortnah gesucht. Die Beschaffung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt vorrangig just in time, so dass die Vermögensgegenstände keine längere Zeit gelagert und damit zeitnah in der Produktion eingesetzt werden. Hierzu haben wir langfristige Beziehungen zu unseren Lieferanten, bei denen wir kurzfristige Bestellabrufe vornehmen können. Die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Produkte im Wesentlichen nicht eigenständig vertrieben, sondern hat diese überwiegend von Vertriebsgesellschaften innerhalb der Agfa-Gruppe vertreiben lassen. Sie verkaufte ihre Produkte überwiegend an die Agfa NV, Mortsel/Belgien. In einem zweiten Schritt wurden die Produkte der Gesellschaft von der Agfa NV und deren regionalen Vertriebseinheiten veräußert. Grundlage für den Verkauf der Produkte der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH an die Agfa NV ist ein Contract Manufacturing Agreement vom 1. Januar 2019. 1.2 Forschung und Entwicklung Etwa 4,8 % (Vorjahr: 5,5 %) der Kapazitätsaufwendungen für Entwicklungsprojekte dienten der Produktentwicklung neuer Geräte bzw. Systeme, deren Zubehör sowie erweiterter Funktionalitäten. Die für das eigene Unternehmen bestimmten Aktivitäten bewegten sich dabei fast ausschließlich im Bereich der DR-Technologie. Die DR-Entwicklungstätigkeiten konzentrierten sich in 2023 auf die Erweiterung des Portfolios an System-Komponenten, die Entwicklung einer eigenen DR-Komponente, der mittelfristigen Modularisierung von Komponenten als auch der Erweiterung an Funktionalitäten für bereits zugelassene DR-Systemlösungen. Der mit etwa 88,7 % (Vorjahr: 89,5 %) größte Anteil der Entwicklungskapazität adressierte die Instandhaltung, Zuverlässigkeitssteigerung und Kostenoptimierung des bereits in Serienproduktion befindlichen Produktportfolios sowie die Sicherstellung der Serienfertigung, getrieben durch die erforderliche Unterstützung des Partners nach der Verlagerung. Sowie durch Knappheit elektronischer Bauteile und folglich Produktänderungen, auch zur Verbesserung der Produzierbarkeit, den Ersatz abgekündigter Kaufteile als auch durch Lieferantenwechsel. Die restlichen 6,5 % (Vorjahr: 5 %) der Entwicklungskapazität verteilten sich auf die Unterstützung des Einkaufs bei der Akquisition und nachfolgenden technischen Qualifizierung von neuen Bezugsquellen für Zukaufteile für das gesamte in Serienproduktion befindliche Produktportfolio, Aktivitäten zur Machbarkeit neuer Technologien und neuer Produktfeatures sowie die Instandhaltung und Einführung neuer Software für die Funktionserhaltung und Verbesserung der diversen IT-basierten Entwicklungssysteme. Alle Forschungs- und Entwicklungsvorhaben werden regelmäßig durch Erarbeitung von mittel- und langfristigen Planungen, sowohl für die Produktentwicklungs- als auch für die Instandhaltungsaktivitäten, mit den zuständigen Abteilungen der Konzernmutter abgestimmt. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtsjahr Mio. € 2,1(Vorjahr: Mio. € 5,1). 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Wirtschaftliches Umfeld Seit über 100 Jahren gehört Agfa-Gevaert zu den weltweit führenden Anbietern von Bildtechnik. Seit der Jahrtausendwende unterliegt der Markt einem tiefgreifenden Wandel, in dem die digitale Bildgebung den Analogfilm als Kerntechnologie weitgehend ablöst. Zwischenzeitlich werden auch die ersten digitalen Technologien (Computer Radiographie) durch neue Technologien (Direkte Radiographie) abgelöst. Die Dynamik dieses Wandels ist je nach Branche und Region unterschiedlich. Dem rückläufigen Computer-Radiographie-Geschäft (CR) wurde durch Aufgabe des Betriebes in Peiting und der Verlagerung von CR-Aktivitäten nach China Rechnung getragen. Die Direkte Radiographie (DR) ist im Bereich digitaler Röntgen-Lösungen das Geschäftsfeld. Ein wesentlicher Grund für die Automatisierung im Gesundheitswesen ist das Wachstum der Weltbevölkerung. Prognosen der Vereinten Nationen zufolge könnte es im Jahr 2050 bereits 9,7 Milliarden Menschen geben. Zudem könnte der Anteil jener, die 60 Jahre oder älter sind, in den Industrienationen von derzeit ca. 23 % auf dann ca. 32 % und in weniger entwickelten Ländern von derzeit ca. 9 % auf dann ca. 19,5 % zunehmen. Da Ältere jedoch häufiger erkranken als Jüngere, wird diese Entwicklung weltweit große Belastungen für die Gesundheitssysteme nach sich ziehen. Zur kosteneffizienten Bewältigung der wachsenden Patientenströme werden Produktivitätssteigerungen unerlässlich sein. Im Zusammenhang mit dem Altern der Bevölkerung und dem tiefgreifenden Wandel der Lebensgewohnheiten kommt es zu einer raschen Zunahme chronischer Erkrankungen. Der daraus resultierende Paradigmenwechsel von der Heilung zur Prävention hat wiederum zur Folge, dass die bildgebende Diagnostik an Bedeutung gewinnt. Der Absatz von Röntgenfilmen auf dem Gesundheitsmarkt ist wegen des Vordringens der digitalen Radiographie stark rückläufig. In den letzten Jahren hat sich diese Entwicklung infolge steigender Materialkosten und sinkender Stückzahlen weiter beschleunigt. Zur Sicherung seiner Wettbewerbsfähigkeit auf dem schrumpfenden Filmmarkt ergreift der Geschäftsbereich Agfa Radiology Solutions, zu dem die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH gehört, alle Maßnahmen, die zur Beibehaltung und Steigerung seiner Effizienz notwendig sind. Gleichzeitig ist er bestrebt, die Digitalisierung in dieser Sparte maßgeblich voranzutreiben. In diesem Zusammenhang will Agfa Radiology Solutions seine günstige Ausgangsposition durch die vorhandene Präsenz in den Radiologieabteilungen der Krankenhäuser dazu nutzen, Alt- und Neukunden die Umstellung von der analogen auf die digitale Radiographie zu erleichtern. Für die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH werden sich diese globalen Trends in einer kontinuierlichen Verschiebung der Produktpalette hin zu kompletten DR-Modalitäten auswirken. Bei den in unserer Gesellschaft produzierten Verbrauchsmaterialien werden sich sowohl durch den Rückgang der analogen Anwendungen als auch durch die Verschiebung von CRzur DR-Technologie mittel- und langfristig entsprechend geringere Produktionsmengen ergeben, die zum Teil durch den Ausbau der Aktivitäten im CR- Dentalbereich kompensiert werden könnten. 2.2 Geschäftsverlauf Finanzielle Leistungsindikatoren sind die produzierten Mengen und die damit einhergehenden Umsatzerlöse sowie das operative Ergebnis. In der Prognose für das Geschäftsjahr 2023 wurde davon ausgegangen, dass bei einem sinkenden Produktionsvolumen und erfolgender Restrukturierung mit deutlich sinkenden Umsätzen gegenüber dem Vorjahr zu rechnen ist. Aktuell belaufen sich die Umsatzerlöse der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 57,3 Mio. und liegen somit um EUR 14,5 Mio. (-20,2 %) unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (EUR 71,8 Mio.). Die in 2022 bekanntgegebene Restrukturierungsmaßnahme "Northstar" wurde im Geschäftsjahr 2023 planmäßig umgesetzt und der Betrieb in München an der Tegernseer Landstr. entsprechend aufgegeben. Die markt- und verteilungsbedingten Mengenbudgets für 2023 wurden dabei bei den Digitizern um 100 % überschritten, weil die Digitizer für den Kunden Waygate nicht budgetiert waren (Vorjahr: -50,0 %). Bei den Printern wurden die Mengenbudgets mit -29,0 % unterschritten (Vorjahr: -14,6 %). Bei den DR-Modalitäten lagen die Produktionsmengen -27,6 % (Vorjahr: +10,6 %) unter Vorjahresniveau und blieben mit -31,5 % (Vorjahr: -5,0 %) hinter den ambitionierten Budgeterwartungen zurück. Bei den Verbrauchsmaterialien lagen die Produktionsmengen für Folien und Bildplatten auf m 2 -Basis -29,7 % unter und bei Kassetten (überwiegend Sets aus Kassette und Bildplatte) -39,2 % unter Vorjahresniveau. Hier wurden die ursprünglich geplanten Budgets bei den Folien und Bildplatten um -36,5 % und bei den Kassetten um -19,9 % unterschritten. Die Abnahme des Printerabsatzes wird größtenteils durch die nachfragebedingte und geplante Mengenverlagerung bestimmt. Die Produktion der im eigenen Haus entwickelten DR-Modalitäten lag in 2023 deutlich unter dem Vorjahr. Für die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH wirkten sich neben den bekannten Trends die Verlagerungsaktivitäten im Jahr 2023 in deutlich gesunkenen Umsätzen aus. Bei den CR-Verbrauchsmaterialien, zu denen auch Produkte im Dental- und NDT-Bereich gehören, waren stärkere Umsatzrückgänge als zunächst geplant zu verzeichnen. Das Beteiligungsergebnis betrifft den ausgeglichenen Gewinn der Agfa Healthcare Germany GmbH. Das Operative Ergebnis ist mit Mio. € 3,9 deutlich unter dem Vorjahr mit EUR 5,1 Mio. Grund hierfür sind zum einen ein signifikanter Rückgang der Umsatzerlöse von EUR 57,3 Mio. (Vorjahr: EUR 71,8 Mio.). Zum anderen sind mit dem Rückgang der Umsatzerlöse in Höhe von EUR 14,5 Mio. im Vergleich auch die Materialaufwendungen um EUR 4,3 Mio. von EUR 25,5 Mio. auf EUR 21,2 Mio. gesunken als auch die Personalaufwendungen um EUR 11,2 Mio. von EUR 35,8 Mio. auf EUR 24,6 Mio. bedingt durch den Personalrückgang. Das Operative Ergebnis wurde im Berichtsjahr 2023 durch die Umsetzung der beschlossenen Restrukturierungsmaßnahme in den Vorjahren beeinflusst. 2.3 Mitarbeiter Am 31. Dezember 2023 waren in unserem Unternehmen 238 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Im Vergleich zum 31. Dezember 2022 ist die Mitarbeiterzahl um 114 Mitarbeiter gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf das im Jahr 2021 angekündigte Restrukturierungsprogramm zurückzuführen mit dem Ziel, die Computer Radiographie Produktion an bis 2025 am Standort Peißenberg einzustellen. Zeitgleich erfolgte auch eine Anpassung der Verwaltungsstrukturen (IT-Abteilung, Rechnungswesen) an das insgesamt gesunkene Geschäftsvolumen sowie die Ausgliederung operativer Tätigkeiten an Dritte. Insbesondere in Zeiten, in denen Restrukturierungsmaßnahmen getroffen werden, ist eine der Grundvoraussetzungen für den Erfolg der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH, geschulte und motivierte Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Ein Mittel, die Verbundenheit der Belegschaft zu erhalten, ist sicherlich eine angemessene Bezahlung und entsprechende Sozialleistungen. Die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH gewährleistet durch die bestehenden Tarifverträge der chemischen Industrie und ergänzende Betriebsvereinbarungen ein angemessenes Gehalts- und Lohnniveau sowie gute Sozialleistungen. Weiterhin hat die Unternehmensleitung mit Gesamtbetriebsvereinbarung vom 20. November 2013 den Arbeitnehmern die Möglichkeit eingeräumt, Langzeitkonten zu führen. Das Langzeitkonto gibt den Mitarbeitern die Möglichkeit, den Zeitpunkt der Vergütung der geleisteten Arbeit zu verschieben und somit ihre Lebensarbeitszeit flexibel zu gestalten. 2.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.4.1 Vermögens- und Finanzlage Die Veränderung der Vermögens- und Finanzlage ist größtenteils im Bereich der verbundenen Unternehmen, im Rückstellungsbereich sowie im Bereich der Verbindlichkeiten zu sehen. Die Erhöhung insgesamt im Anlagevermögen ist im Wesentlichen auf Vergabe von Darlehen in Höhe von EUR 220 Mio. an die Muttergesellschaft zurückzuführen. Der Anteil der Sachanlagen am Gesamtvermögen beträgt 2,9 % (Vorjahr 2,9 %). Die Vorräte verminderten sich um insgesamt EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: 0,6 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf niedrigere Bestände an Roh-, Hilfs,- und Betriebsstoffen in Höhe von EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.), an unfertigen Erzeugnissen in Höhe von EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.) und an fertigen Erzeugnissen in Höhe von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: Anstieg um EUR 0,1 Mio.) zurückzuführen. Der Grund für den Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 213 Mio. liegt hauptsächlich an einer Laufzeitanpassung einer Intercompany Forderung, die nun unter den Ausleihungen gegen verbundenen Unternehmen ausgewiesen wird. Zusätzlich hierzu wirkten sich die Reduzierungen der Transferpreisanpassungen in Höhe von EUR 4,8 Mio. negativ auf den Bestand der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände aus. Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert und die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 beträgt 65,49 % (Vorjahr: 66,6%). Die Rückstellungen verringern sich insgesamt von EUR 72,6 Mio. auf EUR 83,2 Mio. Die Verminderung von insgesamt EUR 11 Mio. resultiert wesentlich aus der Kombination der erhöhten Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen von EUR 2 Mio. und verminderten Sonstigen Rückstellungen von EUR 13 Mio, die im Wesentlichen aus Restrukturierungen sowie aus dem Personalbereich bestehen. Der Erhöhung der Verbindlichkeiten liegt im Wesentlichen im Bereich der verbundenen Unternehmen um EUR 16,2 Mio., resultierend aus der Ergebnisabführung. Gegenläufig wirkte sich die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 0,2 Mio. aus. Die Finanzlage hat sich überwiegend verändert aus der Laufzeitanpassung der Intercompany Forderung i.H.v. 220.000 TEUR, die nun als Ausleihung gegen verbundene Unternehmen klassifiziert wird sowie aus der Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahme und der damit verbundenen Auszahlungen. Die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH betreibt kein eigenes Finanzmanagement, sondern ist in das Cash-Pooling des Konzerns eingebunden, so dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen stets nachkommen kann. Die Finanzierung der Gesellschaft wird über die Muttergesellschaft sichergestellt, so dass Abhängigkeiten von Dritten diesbezüglich nicht bestehen. 2.4.2 Ertragslage Ergebnissituation Die Gesellschaft weist im abgelaufenen Geschäftsjahr ein gegenüber dem Vorjahr verschlechtertes operatives Ergebnis von EUR 3,9 Mio. (i.Vj. EUR 5,1 Mio.) aus. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr von EUR 71,8 Mio. um 20 % auf EUR 57,3 Mio. gesunken. Grund hierfür sind die gesunkenen Produktionsmengen der CR-Digitizer als auch die Printer. Ferner sind auch die Produktionsmengen bei den DR-Modalitäten im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Darüber hinaus haben sich auch die Verbrauchsmaterialien wie Folien und Bildplatten im Gegensatz zum Vorjahr reduziert. Da die Gesellschaften hauptsächlich für die Gesellschaft AGFA NV, Mortsel, Belgien produziert, ist durch die verringerte Nachfrage auch der gesamte Umsatz im Berichtsjahr reduziert. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 15,9 Mio. um EUR 8,7 Mio. auf 7,2 Mio. gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf fehlende Erstattungen von Restrukturierungsaufwendungen im Vorjahr zurückzuführen sowie aus Auflösung von Rückstellungen. Der Rückgang des Materialaufwandes in Höhe von EUR 4,3 Mio. von EUR 25,5 Mio. auf nunmehr EUR 21,2 Mio. ergibt sich hauptsächlich aufgrund der ebenfalls gesunkenen Umsatzerlöse. Der Rückgang der Personalkosten in Höhe von EUR 11,3 Mio. von EUR 35,8 Mio. auf EUR 24,6 Mio. resultiert aus dem bereits in Vorjahren durchgeführten Restrukturierungsaktivitäten an den Standorten Schrobenhausen und Peißenberg und dem damit verbundenen Rückgang an Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr. Die Abschreibungen betreffen planmäßige Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 1.145. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 8,5 Mio. von EUR 19,7 Mio. auf EUR 11,2 Mio. gesunken. Der Rückgang der betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen beinhalten im Berichtsjahr den Gewinn der Agfa HealthCare Germany GmbH, Düsseldorf, in Höhe von EUR 0,7 Mio. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind um EUR 0,7 Mio. gesunken. Diese betreffen im Wesentlichen die Zinsaufwendungen aus kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Aufgrund des im Berichtsjahr 2022 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags mit rückwirkender Geltung ab dem Beginn des Geschäftsjahres 2022 zwischen der Agfa GmbH und der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH, welcher am 23. November 2022 unterzeichnet wurde, erfolgte eine Gewinnabführung in Höhe von EUR 16,2 Mio. an die Agfa GmbH, die in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wurde (Vorjahr: EUR 5,4 Mio.). 2.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Qualität und Zertifizierungen Agfa-Gevaert HealthCare GmbH folgt den geltenden Ansprüchen in Entwicklung, Produktion und Service von Medizinprodukten. Um dies sicherzustellen und weiterzuentwickeln, bestehen Zertifizierungen nach "ISO 9001 - Qualitätsmanagement Systeme" und "ISO 13485 - Medizin-Produkte - Qualitätsmanagement System". Die Konformität zu weltweiten Standards (z.B. FDA) ist durch die Zertifizierung nach "MDSAP - Medical Device Single Audit Programm" gewährleistet. Zudem unterstützt die Zertifizierung nach "ISO 27001 - Information Security Management System" die Anwendung von Datenschutz und Datensicherheit. Die Kontrolle von internen und externen Qualitätskennzahlen sowie die Einhaltung der weltweiten gesetzlichen Vorgaben speziell im Gesundheitsbereich erfolgt auf regelmäßigen Qualitätsbesprechungen im Managementkreis, sowohl innerhalb der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH als auch auf der Ebene der Konzernmutter. Arbeitssicherheit Die Arbeitssicherheit und die Einhaltung aller einschlägigen gesetzlichen Vorschriften an den Standorten der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH wird durch Erstellung, Pflege und Überprüfung entsprechender Prozeduren und Arbeitsanweisungen sowie durch jährliche Schulungen der Belegschaft in allen Aspekten der Arbeitssicherheit sichergestellt. Dar- über hinaus finden regelmäßig Arbeitssicherheitsbesprechungen sowohl auf Standortebene als auch auf der Ebene des Gesamtunternehmens statt. Kennzahlen in diesem Bereich sind die durch Arbeitsunfälle verursachten Ausfallquoten, die sich seit einigen Jahren aufgrund kontinuierlicher interner Auditierungen und Verbesserungen auf insgesamt niedrigem Niveau bewegen. 2.6 Gesamtaussage Den durch konzerninterne Verlagerungen von Produktionsanteilen nach China sinkenden Mengen und Umsätzen wirkte die Markterholung bei DR nur leicht entgegen. Da die Restrukturierung und die daraus resultierenden Effekte geplant waren, kann die wirtschaftliche Lage des Unternehmens als zufriedenstellend bezeichnet werden. Die Notwendigkeit struktureller Änderungen bleibt unverändert bestehen und erfordert die Fortsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen, deren Planungsinhalt und -umfang im Jahresabschluss berücksichtigt wurden. 3 Prognosebericht, Chancen- und Risikobericht Das geänderte wirtschaftliche Umfeld, welches von Technologiewandel, zunehmender Wettbewerbsintensität, sprunghaft gestiegener Inflation mit entsprechend lohnsteigenden Tarifabschlüssen sowie von Globalisierung geprägt ist, macht einen verantwortungsbewussten Umgang mit Chancen und Risiken unumgänglich. Daher ist bei Agfa das Chancen- und Risikomanagement integraler Bestandteil der Führungsinformationssysteme. Regelmäßige Management- und Werkskonferenzen sowie Planungsbesprechungen sorgen dafür, dass das Management rechtzeitig alle relevanten Informationen erhält, um eventuelle Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen. 3.1 Prognosebericht Die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH rechnet bei weiterhin sinkenden Produktionsvolumen im zweistelligen Bereich für das Geschäftsjahr 2024 mit ebenfalls im zweistelligen Bereich sinkenden Umsätzen gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der aktuellen Transferpreisvereinbarung wird bei sinkenden Umsätzen mit einem ebenfalls deutlich sinkenden, um Sondereffekte bereinigten operativen Ergebnis gerechnet. Grund dafür ist, dass bei den Printern (Bereich DS) aktuell von einer um 25 % geringeren Produktionsmenge im Vergleich zur Vorjahresmenge 2023 auszugehen ist. Die Teileversorgung des Produktionswerkes Wuxi, China ist nicht mehr von wesentlicher Bedeutung. Im Bereich der DR-Modalitäten wird eine im Vergleich zum Vorjahr um 12 % höhere Produktionsmenge erwartet. Auch bei geringfügiger Entspannung der Teileversorgungsanlage (insbesondere Elektronik), der Reduzierung von Transportproblemen wird kein sprunghafter Anstieg des Geschäftes erwartet. Unsere Gesellschaft gehört zum Geschäftsbereich Agfa Radiology Solutions. Der Lagebericht des Geschäftsbereiches der Konzernmutter gilt damit auch für unsere Gesellschaft im Umfang des hier produzierten Produktsortiments. Auf Grund der einhergehenden Unsicherheit am Absatzmarkt ist die Auswirkung des Ergebnisabführungsvertrages zwischen der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH und der Agfa Healthcare Germany GmbH auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 kaum abzuschätzen. Infolge der absatzbedingten Veränderungen in den Geschäftsbereichen werden auch Anpassungen in allen Nichtproduktionsabteilungen notwendig werden. Wir haben das Ziel, die unter 2.5 genannten ISO-Zertifizierungen im Berichtsjahr 2024 fortzuführen. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass die prozentuale Meldequote von Arbeitsunfällen mit einem Ausfall von mehr als 3 Arbeitstagen weiterhin auf niedrigem einstelligem Niveau bleibt. 3.2 Risikobericht Einkaufs- und Produktionsrisiken Die überwiegenden Risiken in der Wertschöpfungskette werden im möglichen Ausfall wesentlicher Produktionsanlagen gesehen sowie in der Abhängigkeit von strategisch wichtigen Lieferanten. Dem Produktionsausfallrisiko wird durch Versicherung dieser Risiken sowie durch vorbeugende organisatorische und technische Maßnahmen, wie z.B. Brandschutz, Instandhaltung und rechtzeitige Beschaffung von Ersatzinvestitionen, begegnet. Einer zu großen Abhängigkeit von einzelnen, strategisch wichtigen Lieferanten wird durch enge und kontinuierliche Kontakte mit den Zulieferern und - wo technologisch möglich - durch die weitgehende Vermeidung von "Single Sources" entgegengewirkt. Wiederkehrend wird der Beschaffungsprozess für Produktionsmaterialien durch die zuständigen Einkaufsabteilungen überwacht und aktualisiert sowie versucht, etwaige Verknappungen oder Ausfälle frühzeitig durch Ausweichen auf alternative Lieferanten und Beschaffungsregionen verhindern oder abmildern zu können. Eine weltweite Knappheit von Elektronikbauteilen und anderen Einsatzstoffen führt zu Preisanstiegen und auch Lieferverzögerungen. Es besteht weiterhin ein verstärktes Insolvenzrisiko von energiereichen Produktionsbetrieben bzw. speziellen Industriezweigen durch aktuelle politische sowie wirtschaftliche Entwicklungen. Dem wird durch ein kontinuierliches Monitoring Rechnung getragen. Konjunktur- und Absatzmarkt Bei einem unvorhergesehenen Absatzeinbruch in einer Produktkategorie können erhebliche Aufwendungen bezüglich der Vernichtung von Materialbeständen, notwendiger Personalmaßnahmen und teilweiser Stilllegung von Produktionsstätten entstehen. Teile dieser Aufwendungen können im Rahmen des bereits erwähnten Contract Manufacturing Agreements an die Agfa NV weiterbelastet werden. Dem Risiko wird durch kontinuierliche Kommunikation mit der Vertriebs- und Marketingabteilung sowie mittels einer monatlich aktualisierten Bedarfs- und Produktionsplanung entgegengewirkt. Außerdem wird dem Konjunktur- und Marktrisiko durch eine kontinuierliche Verbesserung der Kostenstruktur und einer ständigen Optimierung des Produktportfolios begegnet. Konzernabhängigkeit Die Gesellschaft veräußert ihre Produkte nahezu ausschließlich konzernintern. Der Vertrieb an Drittkunden erfolgt über Schwestergesellschaften. Die durch das laufende Geschäft erwirtschafteten finanziellen Mittel werden über das konzernweite Cash-Pooling innerhalb des Konzerns angelegt. Zur Sicherung ihres zukünftigen Erfolges ist die Gesellschaft daher auf eine nachhaltige Finanzkraft des Agfa-Konzerns angewiesen. Dem Risiko wird durch regelmäßige Management-Sitzungen als auch durch Sichtung von Ad-hoc Berichtserstattungen der Konzernmutter bei jeglichen bestandsgefährdenden Anzeichen Rechnung getragen. Ferner erfolgt ein regelmäßiger Austausch mit den strategischen Abteilungen der Konzernmutter hinsichtlich der langfristigen Ziele. Rechtliche Risiken a) Allgemeine Rechtsrisiken Insbesondere der Bereich des Gesundheitswesens ist von strengen gesetzlichen Auflagen im In- und Ausland geprägt. Hierbei besteht vor allem die Gefahr von Sanktionen, beispielsweise durch Exportverbote auf bestimmten Absatzmärkten, falls die Produktspezifikationen und Entwicklungs- und Produktionsdokumentationen nicht den jeweiligen gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Insgesamt ist hier eine ständig steigende Auditierungsdichte durch die staatlichen Überwachungsbehörden unterschiedlichster Länder zu verzeichnen. Die zwischenzeitlich auch per Remote durchgeführten Audits erfordern eine Anpassung der Strukturen und Abläufe. Vor diesem Hintergrund werden kontinuierlich die gesetzlichen Entwicklungen verfolgt und bei Bedarf Projekte eingeleitet, um Dokumentationen und Produktspezifikationen auf dem aktuellen und geforderten Stand zu halten. Ergänzend werden durch lokale Arbeitsgruppen vorhandene Prozesse überprüft und kontinuierlich verbessert, damit eine Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben gewährleistet wird. b) AgfaPhoto In 2005 hat die damalige Agfa-Gevaert Aktiengesellschaft, Leverkusen (die spätere Agfa-Gevaert NV & Co. KG, Köln, und dann die heutige Agfa-Gevaert GmbH, Düsseldorf), die operativen Geschäftsbereiche HealthCare, Graphische Systeme sowie die Restbereiche NDT und DTP umwandlungsrechtlich in die neu gegründete Agfa-Gevaert HealthCare GmbH ausgegliedert. Der Geschäftsbereich "Graphische Systeme" und der Restbereich DTP wurden zum Jahreswechsel 2005 - 2006 von der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH abgespalten und auf die Agfa-Gevaert Graphic Systems GmbH übertragen. Vor dieser Ausgliederung hatte die damalige Agfa-Gevaert Aktiengesellschaft, Leverkusen, im November 2004 ihren Geschäftsbereich Consumer Imaging (CI) in die AgfaPhoto GmbH eingebracht, diese dann in einem nachfolgenden Schritt in die AgfaPhoto Holding GmbH eingebracht und letztere in einem Management buy out/in an eine Investorengruppe veräußert. Ende Mai 2005 hat die AgfaPhoto GmbH, die wesentliche operative Einheit innerhalb der AgfaPhoto-Gruppe, einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft gestellt. Infolgedessen wurden auch Insolvenzverfahren über das Vermögen einiger ihrer Tochtergesellschaften eröffnet. Im Oktober 2005 wurde die Liquidation der AgfaPhoto GmbH beschlossen. Im Zusammenhang mit der Insolvenz und Liquidation wurden rechtliche Schritte in Form von Gerichts- und Schiedsverfahren gegen die Agfa-Gevaert GmbH, die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH und andere Gesellschaften der Agfa-Gruppe eingeleitet. Die Rechtsstreitigkeiten betrafen arbeits- und zivilrechtliche Sachverhalte, in denen Schadenersatz- oder anderweitige Ansprüche eingefordert wurden. Diese Verfahren sind abgeschlossen. In Bezug auf die Veräußerung des Geschäftsbereichs Cl hatte der Insolvenzverwalter der AgfaPhoto GmbH ein Schiedsgerichtsverfahren vor dem Internationalen Schiedsgerichtshof der Internationalen Handelskammer (ICC) in Paris gegen die Agfa-Gevaert GmbH, die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH und andere Gesellschaften der Agfa- Gruppe eingeleitet und forderte im Schiedsverfahren ICC Nr. 15362 Schadenersatz für angebliche Schäden, welche durch eine angebliche Unterkapitalisierung der AgfaPhoto GmbH ("Differenzhaftung" und "Insolvenzschaden") und durch das angebliche Verursachen der Insolvenz der AgfaPhoto GmbH entstanden sein sollen. Die Schiedsklage wurde durch Endschiedsspruch vom 31. Mai 2018 vollständig abgewiesen. Der Schiedskläger hat im Oktober 2018 einen Aufhebungsantrag gegen den Endschiedsspruch vor dem Oberlandesgericht Frankfurt/Main gestellt. Mit Beschluss vom 16. Januar 2020 hat das OLG Frankfurt/Main den Endschiedsspruch vom 31. Mai 2018 aufgehoben. Nach erfolgloser Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof (BGH) galt der Endschiedsspruch vom 31. Mai 2018 als definitiv aufgehoben. Nach einem erfolglosen Schlichtungsversuch hat der Insolvenzverwalter der AgfaPhoto GmbH im April 2021 ein neues Schiedsverfahren beim Internationalen Schiedsgerichtshof der IHK (ICC) angestrengt (Schiedsverfahren ICC Nr. 26175). Er fordert Schadensersatz für angebliche Schäden als Konsequenz der angeblichen Unterkapitalisierung der AgfaPhoto GmbH sowie die Erstattung der im ersten Schiedsverfahren ICC Nr. 15362 durch ihn ausgelegten Kosten. Ein ICC Schiedsgericht mit 3 Schiedsrichtern wurde im Laufe des Jahres 2021 konstituiert. Im Laufe des Jahres 2022 hat der Insolvenzverwalter seine Klagebegründung und hat Agfa die Klageerwiderung eingereicht. 2023 reichten beide Parteien weitere Schriftsätze ein. Eine mündliche Verhandlung fand Ende November 2023/Anfang Dezember 2023 statt und wurden Anfang 2024 weitere Schriftsätze eingereicht. Ein Schiedsspruch wird in der ersten Jahreshälfte 2025 erwartet. Die rechtlichen Schritte gegen die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH basieren im Wesentlichen auf der vermeintlichen gesamtschuldnerischen Haftung gemäß § 133 Abs. 1 UmwG für die Altverbindlichkeiten der Agfa-Gevaert GmbH, die vor der Ausgliederung der Geschäftsbereiche HealthCare und Graphische Systeme begründet worden sein sollen. Obschon die neue Schiedsklage auch gegen die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH direkt erhoben wurde, besteht im Falle einer Inanspruchnahme der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH aus Verbindlichkeiten aus dem (und bezüglich des) ehemaligen Cl-Geschäftsbereich(s) im Innenverhältnis ein Freistellungsanspruch gegen die Agfa- Gevaert GmbH. 3.3 Chancenbericht Produktportfolio Die Chancen des Unternehmens bestehen in der kontinuierlichen Optimierung des Produktportfolios, der Anpassung der Strukturen an die reduzierte Bedarfssituation zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit sowie in der Aufrechterhaltung der bestehenden bzw. dem Gewinn von zusätzlichen Marktanteilen. Wettbewerbsfähige Kostenstruktur Die erfolgreiche Umsetzung der beschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen sowie die Nutzung von weiteren Restrukturierungspotenzialen sind essenziell für die Gesellschaft, um in einem Umfeld mit hohem Kostendruck wettbewerbsfähig zu bleiben. Es wurden durch in der Vergangenheit umgesetzte Restrukturierungsmaßnahmen erhebliche Kosteneinsparungen realisiert, die sich auch weiterhin positiv auf das Ergebnis der Gesellschaft auswirken werden. Darüber hinaus wird durch Verbesserung der Entwicklungs- und Produktionsprozesse zur Steigerung der Effizienz und somit zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit beigetragen. Erschließung neuer Märkte Agfa hat durch langjährige Forschungs- und Entwicklungsarbeit ein umfangreiches Produktions- und Entwicklungs-Know-how aufgebaut. Insbesondere durch die Nutzung des bestehenden Know-hows im Bereich der CR-Technologie wird die Chance gesehen, in anderen medizinischen Bereichen Marktanteile zu gewinnen sowie in veterinärmedizinische und ggf. auch in nicht-medizinische Märkte eintreten zu können. Um der Verschiebung des digitalen Gerätebereichs in der Medizintechnik von CR zu DR begegnen zu können, werden auch weiterhin erhebliche Anstrengungen zum Aufbau von erforderlichem technologischem Know-how in Entwicklung und Produktion in diesem Bereich unternommen. Außerdem wird fortlaufend versucht, das bei der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH vorhandene Know-how zusätzlich in anderen Gerätetechnik- und Servicebereichen zu nutzen. Dank an die Mitarbeiter Wir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement und ihren Einsatz für unser Unternehmen. Nur so kann eine erfolgreiche Zukunft für das Unternehmen gestaltet werden.
Düsseldorf, den 12. Mai 2025 Agfa-Gevaert HealthCare GmbH Die Geschäftsführung T. Böning Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemein Die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH ist eine zum 31. Dezember 2023 beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Registernummer HRB 85425 eingetragene Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz Paul-Thomas-Str. 58 in 40599 Düsseldorf, Deutschland. Der Jahresabschluss der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH entspricht in Ansatz und Bewertung den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den §§ 266 und 275 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt. Die Bewertung erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern). Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern nach der linearen Methode. Geringwertige Anlagegüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Herstellungskosten der aktivierten Eigenleistungen enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene aktivierbare Gemeinkostenanteile. Anteile an verbundenen Unternehmen und übrige Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert. Unter den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren grundsätzlich mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten und die Erzeugnisse mit ihren jeweiligen Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten der Vorräte enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens. Niedrigere Börsen- oder Marktpreise bzw. niedrigere beizulegende Werte werden durch Abschreibungen berücksichtigt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Zahlungsmittel sind mit dem Nennbetrag bzw. dem Stichtagskurs angesetzt. Erkennbare Risiken und spätere Fälligkeiten sind durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für Bewertungsdetails verweisen wir auf "8. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen." Bei den Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wird erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Der Ansatz erfolgt in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, und berücksichtigt Erfahrungen aus der Vergangenheit. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem für die Restlaufzeit maßgebenden von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Stichtagskurs bewertet. Verluste und Gewinne aus Kursänderungen sind berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Verkauf von Produkten ausgewiesen. Die Erfassung erfolgt entsprechend dem Realisationsprinzip bei Gefahrenübergang. Erlösschmälerungen werden von den Umsatzerlösen abgezogen. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Zur besseren Übersichtlichkeit ist die Entwicklung des Anlagevermögens in einem gesonderten Anlagenspiegel ausgewiesen. (2) Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten die 100 % Beteiligung an der Agfa Healthcare Germany GmbH, Bonn. Die Beteiligungen beinhalten 0,1 % der Anteile an der Gesellschaft zur Entsorgung von Sondermüll in Bayern mbH, München. Die Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ein gewährtes Darlehen in Höhe von 220.000 TEUR an die Agfa-Gevaert N.V. (BE). (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (4) Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 4.328. (5) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 30.000 wurde zum 31. Dezember 2023 zu 89 % von der Agfa GmbH, Düsseldorf (vormals Agfa-Gevaert Aktiengesellschaft für Altersversorgung) und zu 11 % von der Agfa NV, Mortsel/Belgien gehalten. (6) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2023 unverändert TEUR 19.928. (7) Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 138.666 (Vorjahr TEUR 138.666) resultiert aus dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 138.666 (Vorjahr TEUR 138.666). Im Berichtsjahr 2023 wurde der Ergebnisabführungsvertrag mit der AGFA GmbH, Düsseldorf angewendet. Gemäß § 285 Nr. 34 HGB wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. (8) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Renten sowie Anwartschaften. Als versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren wurde die Projected Unit Credit Methode angewandt. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Basis der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind grundsätzlich auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82 % (i.Vj. 1,78 %) bilanziert. Der verwendete Abzinsungszinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Mit Änderung des § 253 Abs. 2 HGB, anwendbar ab dem Geschäftsjahr 2016, erfolgte die Umstellung des Durchschnittszinssatzes von bisher sieben auf zehn Jahre. Der hieraus resultierende Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 4.604. Die Einkommensdynamik wurde mit 2,85 % (i.Vj. 2,85 %) für Tarifmitarbeiter und 2,35 % (i.Vj. 2,35 %) für außertarifliche Mitarbeiter kalkuliert. Die Annahmen zum Rententrend für Pensionszusagen bis 31. Dezember 1999 wurden im Berichtsjahr und den folgenden zehn (i.Vj. zehn) Jahren für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung mit 1,0 % (i.Vj. 1,0 %), danach mit 2,1 % (i.Vj. 1,8 %), angesetzt. Für Zusagen ab 1. Januar 2000 wurde weiterhin ein Rententrend in Höhe von 1 % p. a. zugrunde gelegt. (9) Andere Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Beträge für:
Die Rückstellung für Restrukturierung deckt im Wesentlichen die erwarteten Kosten des Sozialplans für die von der Einstellung der Produktion des Geschäftsbereichs "Computer Radiographie" betroffenen Mitarbeiter am Standort München. Des Weiteren sind sonstige in diesem Zusammenhang anfallende Kosten enthalten. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (Planvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), wurden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und diese werden mit den dazugehörigen Schulden verrechnet. Durch die Verrechnung von Planvermögen in Höhe von TEUR 1.472 verringerte sich der Gesamtausweis der sonstigen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten in Höhe von TEUR 1.472 entsprechend. Die Anschaffungskosten des Planvermögens betrugen EUR 64.608,13 aus dem Berichtsjahr 2014 (April 2014). Die Bewertung erfolgt in Form einer verzinslichen Anlage des Planvermögens abzüglich von Verwaltungskosten. (10) Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Die erhaltenen Anzahlungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (11) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen insgesamt TEUR 3.532 (im Vj. TEUR 3.726). (12) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (13) Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern betragen TEUR 784 (Vorjahr TEUR 0). Die sonstigen Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit betragen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0). (14) Latente Steuern Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 ausschließlich aktive Latente Steuern ermittelt. In Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurden diese nicht aktiviert. Die Latenten Steuern beruhen auf der unterschiedlichen Bewertung der Pensionsverpflichtungen sowie der differenzierten Bewertung des Sachanlagevermögens. Die Bewertung erfolgte mit dem Steuersatz von 31,58 %. (15) Haftungsverhältnisse Im Rahmen von Umstrukturierungsaktivitäten haftet die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH gemäß §§ 133 ff. UmwG für die zum 1. Januar 2013 ausgegliederten Pensionsverpflichtungen an die Agfa GmbH (ehemals Agfa-Gevaert Aktiengesellschaft für Altersvorsorge) zum 31. Dezember 2023 mit einem Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 36.549 (im Vj. TEUR 36.549). Die Agfa GmbH hat seinerseits die ausgegliederten Pensionsverpflichtungen an die Agfa Alterssicherungs-AG im Berichtsjahr 2021 übertragen. Bei der Agfa Alterssicherungs-AG handelt es sich um ein verbundenes Unternehmen. Des Weiteren haftet die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH im Rahmen von Umstrukturierungsaktivitäten gemäß §§ 133 ff. UmwG für die zum 30. Juni 2018 ausgegliederten Rückstellungen und Verbindlichkeiten an die Dedalus HealthCare GmbH (vormals: Agfa HealthCare GmbH) zum 31. Dezember 2023 mit einem Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 163. Bei der Dedalus HealthCare GmbH handelt es sich um ein konzernfremdes Drittunternehmen. Das Risiko bei den ausgegliederten Pensionsverpflichtungen an die Agfa GmbH besteht darin, dass die Gesellschaft die Verpflichtungen nicht bedienen kann. Der Grund für die geringe Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos ist, dass die Agfa Alterssicherungs- AG finanziell sehr gut aufgestellt ist, sodass die Agfa Alterssicherungs-AG jederzeit in der Lage ist, ihren eigenen Verpflichtungen nachzukommen. Bei den ausgegliederten Rückstellungen und Verbindlichkeiten an die Dedalus HealthCare GmbH (vormals: Agfa HealthCare GmbH) besteht das Risiko, dass die Gesellschaften den Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Auch in diesem Fall ist zu konstatieren, dass die Gesellschaften wirtschaftlich gut aufgestellt sind, sodass die Dedalus HealthCare GmbH jederzeit ihre Verpflichtungen begleichen kann. Damit wird die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos in beiden Fällen als niedrig angesehen. (16) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 2.939 (im Vj. TEUR 896). Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse Die Zusammenstellung zeigt die nach Geschäftstätigkeiten gegliederte Umsatzentwicklung:
Der Gesamtumsatz wurde mit 0,9 % im Inland und mit 99,1 % im Ausland erzielt. Die Zusammenstellung zeigt die nach Geschäftsregionen gegliederte Umsatzentwicklung:
(2) Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge Außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 4.212 (im Vj. TEUR 11.740) entfielen im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. Außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.325 (Vorjahr: TEUR 14.536) entfielen im Wesentlichen auf das Programm Northstar sowie auf CR Recovery. (3) Sonstige Angaben Konzernzugehörigkeit Die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH wird mit ihren Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der Agfa-Gevaert NV, Mortsel/Belgien einbezogen, die zum 31. Dezember eines Kalenderjahres einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Dadurch entfällt gemäß § 291 HGB die Verpflichtung, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Der Konzernabschluss der Agfa- Gevaert NV wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die wesentlichen Abweichungen vom deutschen Recht betreffen die Behandlung von immateriellen Vermögensgegenständen, Vorräten und die Bewertung von Pensionsrückstellungen. Der Konzernabschluss der Agfa-Gevaert NV ist am Sitz der Gesellschaft oder im Internet unter www.agfa.com oder www.bundesanzeiger.de erhältlich. Ergebnisabführungsverträge Mit Datum vom 15. Dezember 2008 hat die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH, Düsseldorf (vormals Köln), mit der Agfa Healthcare Germany GmbH, Düsseldorf (vormals Bonn), einen Ergebnisabführungsvertrag mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2012 geschlossen, der erstmals mit einer Frist von sechs Monaten zum Laufzeitende von den Vertragsparteien gekündigt werden kann. Danach kann er von beiden Vertragsparteien mit einer Frist von sechs Monaten zum Geschäftsjahresende gekündigt werden. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 29. Dezember 2008 rückwirkend für 2008 wirksam. Mit Vereinbarung vom 20. November 2014 wurde der Vertrag bis zum 31. Dezember 2022 verlängert und kann erstmals zum Ende der Vertragslaufzeit von beiden Vertragsparteien gekündigt werden. Danach kann er von beiden Vertragsparteien mit einer Frist von drei Monaten zum Geschäftsjahresende gekündigt werden. Mit Datum vom 22./26. November 2013 hat die Agfa-Gevaert GmbH (ehemals Agfa-Gevaert NV & Co. KG), Düsseldorf, mit der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH, Düsseldorf, einen Ergebnisabführungsvertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen, der erstmals zum 31. Dezember 2017 mit einer Frist von drei Monaten von den Vertragsparteien gekündigt werden kann. Danach kann er von beiden Vertragsparteien mit einer Frist von drei Monaten zum Geschäftsjahresende gekündigt werden. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 11. Dezember 2013 rückwirkend ab 2013 wirksam. Mit Schreiben vom 01. März 2021 hat die Agfa-Gevaert GmbH den Ergebnisabführungsvertrag vom 22./26. November 2013 mit Wirkung zum 01. März 2021 aus wichtigem Grund gekündigt. Mit Schreiben vom 23. November 2022 hat die Agfa GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, der mit einer Frist von einem Monat durch schriftliche Erklärung jeder Vertragspartei gekündigt werden kann, erstmals jedoch mit Wirkung auf den Zeitpunkt, der mindestens zehn Jahre nach dem Beginn des Geschäftsjahres der Organgesellschaft liegt, in welchem dieser Vertrag wirksam geworden ist. Im Berichtsjahr 2022 wurde am 23. November 2022 ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Agfa GmbH und der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH abgeschlossen. Der Vertrag ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, welcher unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von einem Monat jeweils zum Schluss eines Geschäftsjahres der Organgesellschaft durch schriftliche Erklärung von jeder Vertragspartei gekündigt werden, erstmals jedoch mit Wirkung auf einen Zeitpunkt, der mindestens zehn volle Zeitjahre nach dem Beginn des Geschäftsjahres der Organgesellschaft liegt, in welchem dieser Vertrag wirksam geworden ist. Mitarbeiter Der gemäß § 285 Satz 1 Nr. 7 HGB anzugebende Mitarbeiterdurchschnitt ergibt sich wie folgt:
Anteilsbesitz Der gemäß § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB anzugebende Anteilsbesitz stellt sich wie folgt dar:
Honorar des Abschlussprüfers Das gemäß § 285 Nr. 17 HGB für das Geschäftsjahr anzugebende Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 41 (im Vj. TEUR 39) und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. Geschäftsführung Tobias Böning, Head of Operations Equipment Die Gesellschaft hat von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. (4) Nachtragsbericht Im Berichtsjahr haben sich keine Ereignisse nach dem Stichtag ergeben.
Düsseldorf, den 12.05.2025 Agfa-Gevaert HealthCare GmbH Die Geschäftsführung Tobias Böning BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Agfa-Gevaert HealthCare GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der Agfa-Gevaert HealthCare GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 12. Mai 2025 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Stephan Martens, Wirtschaftsprüfer Markus Miklis, Wirtschaftsprüfer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
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