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Adecco Germany Holding SA & Co. KGDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Adecco Germany Holding SA & Co. KGPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Adecco Germany Holding SA & Co. KG, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Adecco Germany Holding SA & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 23. April 2020 Ernst
& Young GmbH
Klinkosch, Wirtschaftsprüfer Kamann, Wirtschaftsprüferin Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2019
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2019
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20191. Allgemeine HinweiseDie Adecco Germany Holding SA & Co. KG mit Sitz in Düsseldorf ist unter der Nummer HRA 20821 im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz entspricht dem in § 266 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert. Bezeichnungen in Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden - um den Besonderheiten des Unternehmens bzw. der Branche gerecht zu werden - aus Klarheitsgründen angepasst. Davon-Vermerke zu Fristigkeiten und zur Mitzugehörigkeit werden im Anhang gemacht. 2. Konsolidierungskreis und Angaben zum AnteilsbesitzDer Kreis der vollkonsolidierten Konzernunternehmen wird gemäß § 290 HGB nach dem Merkmal des beherrschenden Einflusses abgegrenzt. Neben der Muttergesellschaft waren somit 19 inländische und ein ausländisches Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen, die sämtlich vollkonsolidiert wurden. Minderheitenanteile an der ProServ Produktionsservice und Personaldienste GmbH, Karlsruhe, und an der LOGworks GmbH, Böblingen, wurden ausgewiesen. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2019:
Die ABS Logistik Service GmbH, Düsseldorf, wurde im Berichtsjahr auf die Adecco Business Solutions GmbH, Düsseldorf, verschmolzen. Die TFZ GmbH, Düsseldorf, wurde im Berichtsjahr auf die Adecco Personaldienstleistungen GmbH, Düsseldorf, verschmolzen. 3. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Konzernabschlusses waren - im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr - die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die starken gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Restriktionen, die sich aus der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland seit Ende Februar 2020 ergeben haben (z. B. Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, Geschäftsschließungen, Transportschwierigkeiten etc.), haben unmittelbar und mittelbar auch Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit unseres Konzerns. Bei der Einschätzung über die Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit haben wir unterstellt, dass die durch staatliche Institutionen initiierten Maßnahmenpakete zur Eindämmung des Coronavirus sowie zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen hinreichend schnell und umfassend die beabsichtigten Erfolge zeigen werden und somit unser Konzern seine Geschäftstätigkeit fortführen kann. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Markenname "DIS AG" wird nunmehr über eine Restlaufzeit von 3 Jahren linear abgeschrieben. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte, die sich aus der Erstkonsolidierung der Adecco Personaldienstleistungen GmbH, Düsseldorf, und der DIS AG, Düsseldorf (jeweils samt Tochtergesellschaften) zum 1. Januar 2010 ergeben haben, wurde zum damaligen Zeitpunkt eine Nutzungsdauer von 18 Jahren (lineare Abschreibung) zugrunde gelegt. Maßgeblich für diese Einschätzungen waren - in Anlehnung an den DRS 4.33 - insbesondere die nachfolgenden Aspekte: Die genannten operativen Tochtergesellschaften existieren bereits seit vielen Jahren bzw. teilweise seit mehreren Jahrzehnten und sind seit ihrer Gründung bzw. seit ihrem Erwerb kontinuierlich gewachsen. Es wurden jeweils erfolgreiche Geschäftsmodelle etabliert. Auch die aktuelle 5-Jahres-Planung der Tochtergesellschaften geht wiederum von einer positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus, auch wenn sich die Wachstumsraten gegenüber den Vorjahren abschwächen werden. Der Markt für Zeitarbeit in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten kontinuierlich und positiv entwickelt. Es sind keine Anzeichen zu erkennen, dass die Stabilität und voraussichtliche Bestandsdauer der Branche in den verbleibenden Jahren nicht weiterhin nachhaltig gegeben wäre. Die anhaltende Konsolidierung des Marktes für Zeitarbeit ist für die deutsche Adecco-Gruppe u. a. aufgrund der Zugehörigkeit zu einem internationalen Konzern mit Vorteilen und weiteren Chancen verbunden. Die klassischen Dienstleistungen der Adecco-Gruppe im Bereich "Arbeitnehmerüberlassung und Personaldienstleistungen" haben bereits einen langen Lebenszyklus und es ist nicht absehbar, dass dieser zu Ende gehen könnte. Vielmehr hat sich das Dienstleistungsspektrum in den letzten Jahren erweitert, in dem vor allem die Vermittlung qualifizierter Zeitarbeiter weiter zugenommen hat und voraussichtlich auch in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird. Für den Geschäfts- oder Firmenwert, der sich aus der Erstkonsolidierung der LOGworks GmbH, Böblingen zum 1. Januar 2019 ergeben hat, wurde zum damaligen Zeitpunkt eine Nutzungsdauer von 10 Jahren (lineare Abschreibung) gemäß § 253 Abs. 3 HGB zugrunde gelegt. Obwohl die Zeitarbeitsbranche aufgrund der Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen einem höheren Margendruck ausgesetzt ist, gibt es derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dass die Gesellschaften innerhalb der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte veräußert oder liquidiert werden sollen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Abschreibung erfolgt je nach Art der Vermögengegenstände innerhalb von drei bis fünf Jahren linear - mit Ausnahme eines Gebäudes, welches über 50 Jahre abgeschrieben wird. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 1.000,00 werden als Sammelposten erfasst und einheitlich über eine Dauer von fünf Jahren abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Risiken im Forderungsbestand sind durch ausreichende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der modifizierten Teilwertmethode unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte, durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre in Höhe von 2,71 Prozent (Vorjahr: 3,21 Prozent) verwendet, der sich bei einer angenommenen restlichen Laufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Verpflichtungsumfang nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2019 insgesamt TEUR 8.350. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 691. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,3 Prozent (Vorjahr: 1,5 bzw. 1,75 Prozent) berücksichtigt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,1 Prozent (Vorjahr: 2,1 Prozent) für aktive Anwärter berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung des notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen oder aus steuerlichen Verlustvorträgen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. 4. Grundlagen der WährungsumrechnungAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Aktiv- und Passivposten des in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlusses wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. 5. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen im Erstkonsolidierungszeitpunkt erfolgte nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 Absatz 1 Satz 2 HGB. Die Erstkonsolidierung wurde gem. § 301 Abs. 2 Satz 3 HGB auf den Zeitpunkt, an dem das Mutterunternehmen erstmalig zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet war, vorgenommen. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs nach dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Lediglich die im Rahmen der Erstkonsolidierung ermittelten negativen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden, da sie im Wesentlichen auf Gewinnthesaurierungen nach Anteilserwerb und vor Erstkonsolidierung beruhten, zum Erstkonsolidierungszeitpunkt in den Konzernbilanzverlust eingestellt. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden nicht erzielt. 6. Erläuterungen zur KonzernbilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagenspiegel (als letzte Seite des Anhangs) dargestellt. Auf die sich im Rahmen der Kapitalkonsolidierung zum Erstkonsolidierungszeitpunkt am 1. Januar 2010 ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 1.482.982 wurden in 2010 aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung bzw. für Tochtergesellschaften ohne operative Geschäftstätigkeit oder mit negativer Zukunftsprognose außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 431.164 vorgenommen. Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von insgesamt TEUR 6.813, die im Wesentlichen auf Gewinnthesaurierungen nach Anteilserwerb und vor Erstkonsolidierung beruhten, wurden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt in den Konzernbilanzverlust eingestellt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden auf die Geschäfts- oder Firmenwerte außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 376,9 Mio. vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde auf Geschäfts- oder Firmenwerte eine weitere außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR 91,7 Mio. vorgenommen. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2017 eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Markennamen "TUJA" in Höhe von EUR 35,9 Mio. vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2018 wurde auf Geschäfts- oder Firmenwerte eine weitere außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR 73,7 Mio. vorgenommen. Für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die von den einbezogenen Unternehmen bereits vor der Konzernzugehörigkeit angeschafft oder hergestellt wurden, werden die Konzernanschaffungs- und -herstellungskosten im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung entgegen § 301 HGB nicht neu bestimmt, sondern es werden die höheren tatsächlichen ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die entsprechenden kumulierten Abschreibungen angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - unverändert zum Vorjahr - generell eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten fast ausschließlich den Verrechnungs- und Finanzverkehr betreffende Forderungen gegen die Kommanditistin Adecco Beteiligungs GmbH, Düsseldorf, in Höhe von TEUR 354.887 (Vorjahr: TEUR 343.387). Aktive latente Steuern Auf Ebene der Einzelabschlüsse der Muttergesellschaft und der Tochtergesellschaften wurde nicht von dem Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht, eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz anzusetzen. Steuerentlastungen ergeben sich im Wesentlichen aus Zinsvorträgen der Kommanditistin Adecco Beteiligungs GmbH, Düsseldorf, die steuerlich der Adecco Germany Holding SA & Co. KG zugerechnet werden, sowie aus bestehenden Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuer-Verlustvorträgen in diversen Tochtergesellschaften. Eigenkapital Das Festkapital von TEUR 15.662 und die Rücklagen von TEUR 482.521 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Der Konzernbilanzverlust enthält ergebnisneutral vereinnahmte negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung im Erstkonsolidierungszeitpunkt in Höhe von TEUR 6.813. Gegenüber dem Konzernbilanzverlust aus dem Vorjahr von TEUR 54.957 hat sich im Berichtsjahr ein Konzernbilanzverlust von TEUR 67.584 ergeben. Ursächlich hierfür ist der Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 41.494 sowie die gesellschaftsvertraglich vorgesehene Entnahme aus den Rücklagen der Muttergesellschaft Adecco Germany Holding SA & Co. KG mit anschließender Verrechnung mit dem Konzernbilanzverlust in Höhe von TEUR 28.867. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Angaben zur Verrechnung nach § 298 Abs. 1 i.V.m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Verrechnungen von Zinsaufwendungen und Zinserträgen wurden aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen nicht vorgenommen. Das Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB dient der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen und ist dem Zugriff aller Gläubiger entzogen. Dieses Deckungsvermögen wurde als Planvermögen mit den Schulden verrechnet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Rückstellungen für Berufsgenossenschaftsbeiträge, Überstunden, Urlaubsentgelte, Kundenboni, Schwerbehindertenausgleichsabgabe, Mitarbeiterbeteiligungen, ausstehende Rechnungen und Restrukturierung. Die in 2019 neu gebildeten Rückstellungen für weitere Restrukturierungsmaßnahmen belaufen sich zum 31. Dezember 2019 auf TEUR 9.921. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben - unverändert zum Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus kurzfristigen Ausleihungen (Kontokorrent) aus der geschlossenen Cash-Pooling Vereinbarung mit der Schwestergesellschaft Adecco Coordination Center N.V., Groot Bijgaarden, Belgien, in Höhe von TEUR 127.016 (im Vorjahr TEUR 109.359 aus der Cash-Pooling Vereinbarung), aus Leistungen in Höhe von TEUR 2.885 (Vorjahr: TEUR 2.697) und Zinsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 35). Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 3.040 (Vorjahr: TEUR 4.134) resultieren im Wesentlichen aus den im Konzernabschluss aktivierten Markennamen unter Berücksichtigung eines Gewerbesteuersatzes von 15,08 Prozent (Vorjahr: 15,03 Prozent). Die Veränderung im Geschäftsjahr 2019 beträgt TEUR 1.094 und resultiert im Wesentlichen aus der laufenden Abschreibung des Markennamens DIS. 7. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungAufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen:
Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich im Inland erzielt. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen / Außergewöhnliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 4.502 (Vorjahr: TEUR 5.514) periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 7) an periodenfremden Aufwendungen enthalten. Darüber hinaus beinhalten die Zinserträge periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 23), die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 64). In den übrigen Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind keine weiteren wesentlichen periodenfremden Erträge und Aufwendungen enthalten. Darüber hinaus gab es im Geschäftsjahr 2019 außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von EUR 16,5 Mio. (Vorjahr: EUR 16,4 Mio.) aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen. 8. Erläuterungen zur Konzern-KapitalflussrechnungIn den Finanzmittelfonds werden Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, Cash-Pooling-Verbindlichkeiten bzw. -Forderungen sowie jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten einbezogen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Auszahlungen an die Kommanditistin Adecco Beteiligungs GmbH, Düsseldorf, in Höhe von EUR 14,1 Mio. 9. Sonstige PflichtangabenInanspruchnahme der Befreiung gemäß § 264b HGB Für den Jahresabschluss und den Lagebericht der Adecco Germany Holding SA & Co. KG, Düsseldorf, nimmt die Gesellschaft die Befreiungen von der Aufstellung, Prüfung und Veröffentlichung eines Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019 und des Lageberichts für 2019 gemäß § 264b HGB in Anspruch. Inanspruchnahme der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Die nachfolgend aufgeführten und in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen nehmen die Befreiungen von der Aufstellung, Prüfung und Veröffentlichung eines Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019 und des Lageberichts für 2019 gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen DIS AG, Düsseldorf, und Modis GmbH, Düsseldorf, nehmen die Befreiung von der Aufstellung, Prüfung und Veröffentlichung eines Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019 und des Lageberichts für 2019 gemäß § 264 Abs. 3 HGB teilweise in Anspruch. Geschäftsführung und Geschäftsführerbezüge Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch Peter Blersch, Mittelbiberach, Elly Piccart, Brütten (Schweiz) und Thomas Rinne, Düsseldorf in ihrer Eigenschaft als gesamtvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Komplementärin geführt. Herr Thomas Rinne hat seine Geschäftsführeraktivität in der Adecco Germany Holding Management S.A., Luzern, Schweiz, zum 18. Mai 2019 niedergelegt. Gemäß Organisationsreglement sind Peter Blersch und Elly Piccart vom Verwaltungsrat der Adecco Germany Holding Management S.A., Luzern, Schweiz, mit der Geschäftsführung und Vertretung der Komplementärin in Bezug auf ihre Stellung als Geschäftsführerin der Adecco Germany Holding SA & Co. KG beauftragt. Für das Geschäftsjahr 2019 wurden der Geschäftsführung Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 1.441 (Vorjahr: TEUR 2.371) gewährt. Die Angabe zu den Bezügen ehemaliger Geschäftsführer in 2019 unterbleibt. Die Gesellschaft macht Gebrauch von der Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB. Persönlich haftender Gesellschafter Persönlich haftender Gesellschafter (Komplementär) ist die Adecco Germany Holding Management S.A., Luzern (Schweiz), mit einem gezeichneten Stammkapital von CHF 100.000. Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich beschäftigt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Der Konzern hat diverse Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Die finanzielle Belastung aus Mietverträgen für die Anmietung von Geschäftsräumen beträgt TEU 31.797. Die finanzielle Belastung aus Verträgen für das Leasing von Kraftfahrzeugen beträgt TEUR 8.580. Die Leasinggeschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Eigenkapitalquote. Ein Vorteil besteht u.a. in dem geringeren administrativen Aufwand für diese Fahrzeuge. Risiken bestehen in den unkündbaren Grundmietzeiten. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2020 und 2024. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Neben den Cash-Pooling-Verbindlichkeiten gegen die Adecco Coordination Center N.V., Groot Bijgaarden, Belgien, die nicht verzinst werden, bestehen im Geschäftsjahr keine nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Name und Sitz des Mutterunternehmens Die Gesellschaft gehört zur internationalen Adecco-Gruppe. Die Adecco Group AG, Zürich, Schweiz, stellt einen Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird unter https://www.adeccogroup.com/investors/ veröffentlicht. Nachtragsbericht Nach dem Ende des Berichtsjahres 2019 hat sich seit etwa Ende Februar 2020 auch in Deutschland die Pandemie des Coronavirus ausgebreitet, die aktuell zu starken gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Restriktionen führt (z. B. Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, Geschäftsschließungen, Transportschwierigkeiten etc.). Die Folgen der Pandemie haben unmittelbar und mittelbar auch Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft. Die finanziellen Auswirkungen, die nach dem Stichtagsprinzip im Zahlenwerk des Konzernjahresabschlusses 2019 noch nicht zu berücksichtigen waren, werden aller Voraussicht nach, die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft beeinträchtigen. Die finanziellen Auswirkungen die insbesondere Umsatzeinbußen betreffen werden, sind derzeit jedoch kaum bezifferbar, weil der weitere Verlauf und die Dauer der Pandemie ebenso wie die Wirksamkeit der landesweit und global getroffenen Maßnahmen momentan nicht abschließend beurteilt werden können. Bei der Einschätzung über die Fähigkeit unserer Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit haben wir unterstellt, dass die durch staatliche Institutionen initiierten Maßnahmenpakete zur Eindämmung des Coronavirus sowie zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen hinreichend schnell und umfassend die beabsichtigten Erfolge zeigen werden und somit unsere Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit fortführen kann. Wir verweisen auch auf die weiter gehenden Ausführungen im Konzernlagebericht. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 310 (Vorjahr: TEUR 320). Weitere Leistungen wurden nicht erbracht. ErgebnisverwendungsvorschlagGemäß Gesellschaftsvertrag sind Verluste in Höhe von TEUR 28.867 aus dem Einzelabschluss der Adecco Germany Holding SA & Co. KG durch Entnahmen aus den Rücklagen in Höhe von TEUR 28.867 ausgeglichen worden. Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
Düsseldorf, 17. April 2020 Die Geschäftsführung der Adecco Germany Holding Management S.A. Peter Blersch Elly Piccart Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019Inhaltsverzeichnis 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1. Gegenstand des Unternehmens 1.2. Organisationsstruktur 1.3. Rechtliche Unternehmensstruktur 1.4. Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) 1.5. Forschung & Entwicklung 2. Mitarbeiter 3. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche 3.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 3.2. Branchensituation 4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 4.1. Vermögenslage 4.2. Finanzlage 4.3. Ertragslage 4.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 5. Chancen- und Risikobericht 5.1. Risikomanagement-System 5.2. Gegenüberstellung der Chancen und Risiken 5.3. Gesamtrisiko 6. Prognosebericht 6.1. Künftige gesamtwirtschaftliche Situation 6.2. Künftige Branchensituation 6.3. Künftige Unternehmenssituation 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen1.1. Gegenstand des Unternehmens Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG, Düsseldorf, ist die deutsche Tochtergesellschaft der Adecco Group AG, Zürich, Schweiz, und bietet mit ihren drei Kernmarken Adecco, DIS und Modis als Adecco Group Germany (im Folgenden: "Adecco Germany Holding SA & Co. KG") umfangreiche Personaldienstleistungen in Deutschland an. Die Geschäftstätigkeit der Adecco Personaldienstleistungen GmbH und ihrer Tochtergesellschaften konzentriert sich auf Dienstleistungen im Bereich der Zeitarbeit. In ihren Geschäftsbereichen Industrial und Office konzentriert sie sich auf die spezifische Personalentwicklung für ihre Kunden - vom Mittelständler bis zum internationalen Konzern. Kerndienstleistungen sind Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung, Inhouse Outsourcing, Consulting, On-Site-Management, Interim Management sowie Arbeitsschutz und Prävention. Durch das hauseigene Personalentwicklungsprogramm "Adecco Career Up" verfügt das Unternehmen über eine Expertise in der Mitarbeiterqualifizierung. Die DIS AG und ihre Tochtergesellschaften haben sich auf die Überlassung und Vermittlung von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften spezialisiert. Sie erbringen Beratungsleistungen für Unternehmen, die für ihre Projekte oder ihre Flexibilitätserfordernisse befristet oder unbefristet die geeigneten Mitarbeiter suchen und unterstützt mit individuellen Aus- und Weiterbildungskonzepten und Coachings solche Bewerber, die sich beruflich weiterentwickeln möchten. Die Flexibilisierungsinstrumente, welche die DIS AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften ihren Kunden zur Verfügung stellt, reichen vom Aufbau von Personal (Personalvermittlung, Arbeitnehmerüberlassung, Interim Management, Freelancing und Bewerbermanagement) über die Prozessoptimierung (Leistungsorientierte Bezahlung, Zeiterfassung und On-Site-Management) bis hin zur Personalentwicklung (HR-Dienstleistungen, Aus- und Weiterbildungen sowie Zielqualifizierungen). Die Modis GmbH konzentriert sich auf Engineering-, IT- und Life Science-Dienstleistungen entlang der Prozesskette der Produktentwicklung für Unternehmen verschiedenster Branchen. Die Erbringung der Leistung erfolgt durch qualifizierte Ingenieure und Techniker, die überwiegend vor Ort beim Kunden agieren. Je nach Bedarf werden die Projekte im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung oder im Rahmen von Werkverträgen abgewickelt. Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG hat die Dienstleistungen ihrer operativen Einheiten in acht Geschäftsfelder aufgeteilt: Industrie, Office & Management, Engineering, Finance, Information & Technology, Medical & Science, Managed Service Programmes (MSP) sowie Recruitment Process Outsourcing (RPO). Die Umsätze werden grundsätzlich nach der Tätigkeit der eingesetzten Mitarbeiter beim Kundenunternehmen den jeweiligen Geschäftsbereichen zugeordnet. Mit diesem Service-Angebot ist die Adecco Germany Holding SA & Co. KG ein strategischer Partner für ihre Kunden. 1.2. Organisationsstruktur Die Abteilungen der Hauptverwaltung der Adecco Germany Holding SA & Co. KG dienen den operativen Einheiten als Servicebereiche. Es werden kaufmännische und administrative Dienstleistungen der Abteilungen Einkauf, Finanzbuchhaltung, Controlling, Group Reporting, Treasury, IT, Human Resources, Debitorenmanagement, Lohnbuchhaltung, Steuer- und Gesellschaftsrecht sowie Compliance & Revision, Arbeitssicherheit und Qualitätsmanagement zentral von der Hauptverwaltung in Düsseldorf, sowie aus den Standorten Duisburg (Shared Service Center), Fulda (IT) und Gera (Debitorenmanagement) erbracht. Diese Organisationsstruktur entlastet den Vertrieb von administrativen Aufgaben. Die Dienstleistungen werden für alle Tochtergesellschaften im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages durch die Adecco Germany Holding SA & Co. KG erbracht und die Kosten entsprechend weiterbelastet. Mit durchschnittlich 319 Niederlassungen in 2019 verfügt die Adecco Germany Holding SA & Co. KG über ein flächendeckendes Netz in Deutschland. Davon betreibt Adecco 197 Niederlassungen, die DIS 88 Niederlassungen und die Modis 34 Niederlassungen. Somit ist der Konzern bundesweit - mit einer erhöhten Standortdichte im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland - vertreten. 1.3. Rechtliche Unternehmensstruktur Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG ist per 31. Dezember 2019 an den folgenden Gesellschaften direkt oder indirekt beteiligt:
Im Berichtsjahr ergaben sich nachfolgende wesentliche Veränderungen: Mit notariell beurkundetem Verschmelzungsvertrag vom 18.03.2019 wurden die ABS Logistik Service GmbH im Wege der Aufnahme - wirtschaftlich per 01.04.2019 - auf die Adecco Business Solution GmbH verschmolzen. Mit notariell beurkundetem Verschmelzungsvertrag vom 22.11.2019 wurde die TfZ Treuhandgesellschaft für Zeitarbeit mbH im Wege der Aufnahme - wirtschaftlich per 01.12.2019 - auf die Adecco Personaldienstleistungen GmbH verschmolzen. Folgende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge bzw. Ergebnisabführungsverträge bestanden im Berichtsjahr:
1.4. Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) Der Deutsche Bundestag hat am 21. Oktober 2016 das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) verabschiedet, das zum 1. April 2017 in Kraft getreten ist. Die Kernpunkte des reformierten AÜGs sind die Einführung einer Höchstüberlassungsdauer, eines gesetzlichen Equal Pay sowie neue Regelungen zur Verhinderung rechtsmissbräuchlichen Verhaltens durch den nicht rechtskonformen Abschluss von Dienst- oder Werkverträgen. Höchstüberlassungsdauer Es wurde eine Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten eingeführt, beginnend ab dem Stichtag 1. April 2017. Diese Frist gilt personenbezogenen, d.h. der Zeitarbeitnehmer kann für die Dauer von 18 Monaten von dem Entleiher an den Kunden überlassen werden. Vorangegangene Einsatzzeiten ab dem 1. April 2017, bei denen eine Unterbrechung von weniger als 3 Monaten vorliegt, werden bei der Berechnung der Überlassungsdauer mitgerechnet. Von der gesetzlichen Regelung kann durch Tarifvertrag der Einsatzbranche oder durch eine auf Grund eines Tarifvertrages geschlossene Betriebs- oder Dienstvereinbarung abgewichen werden. In tarifgebundenen Unternehmen können damit längere Einsätze über 18 Monate hinaus möglich sein. Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrages können in nichttarifgebundenen Unternehmen die tarifvertraglichen Regelungen zur Überlassungshöchstdauer durch Betriebs- oder Dienstvereinbarungen inhaltsgleich übernommen werden. Sofern der Tarifvertrag eine Öffnungsklausel für Betriebs- oder Dienstvereinbarungen enthält, können auch nichttarifgebundene Entleiher davon Gebrauch machen; allerdings nur bis zu einer Überlassungshöchstdauer von längstens 24 Monaten, wenn der Tarifvertrag keine abweichende Überlassungshöchstdauer für Betriebs- und Dienstvereinbarungen festlegt. Einen solchen abweichenden Tarifvertrag stellt insbesondere der Tarifvertrag zur Leih-/Zeitarbeit für die Metall- und Elektroindustrie ("TV LeiZ") dar. Verstöße gegen die Regelungen zur Höchstüberlassungsdauer sind bußgeldbewehrt und für den überlassenen Zeitarbeitnehmer wird ein Arbeitsverhältnis mit dem Entleiher fingiert. Einführung des gesetzlichen "equal pay"-Anspruchs nach dem 9. Einsatzmonat Zeitarbeitnehmer sollen spätestens nach neun Monaten hinsichtlich des Arbeitsentgelts mit den Stammbeschäftigten gleichgestellt werden. Längere Abweichungen sind allerdings auch künftig möglich, wenn durch Tarifverträge sichergestellt wird, dass Zeitarbeitnehmer stufenweise an ein Arbeitsentgelt herangeführt werden, das von den Tarifvertragsparteien der Zeitarbeitsbranche als gleichwertig mit dem tarifvertraglichen Arbeitsentgelt vergleichbarer Arbeitnehmer in der Einsatzbranche festgelegt wird. Dieses gleichwertige Arbeitsentgelt muss nach spätestens 15 Monaten Einsatzdauer erreicht werden. Dabei muss die stufenweise Heranführung an dieses Arbeitsentgelt spätestens nach einer Einarbeitungszeit von längstens sechs Wochen beginnen. Solche Tarifverträge wurden zwischen BAP/iGZ und den jeweils zuständigen Fachgewerkschaften für folgende Brachen abgeschlossen:
Verstöße gegen die Regelungen zur Equal-Pay-Zahlung sind bußgeldbewehrt. Regelungen zur Verhinderung rechtsmissbräuchlichen Verhaltens durch den nicht rechtskonformen Abschluss von Dienst- oder Werkverträgen Mit Inkrafttreten der Neuregelungen sollen ein vermeintlicher Werkvertragsunternehmer und sein Auftraggeber in diesen Fallkonstellationen auch bei Vorlage einer Verleiherlaubnis nicht bessergestellt sein als derjenige, der unerlaubt Arbeitnehmerüberlassung betreibt. Hierzu wird vorgesehen, dass die Überlassung des Arbeitnehmers ausdrücklich als Arbeitnehmerüberlassung zu bezeichnen ist. Bei einer gleichwohl erfolgten verdeckten Arbeitnehmerüberlassung wird ebenso wie bei der illegalen Arbeitnehmerüberlassung ein Arbeitsverhältnis zwischen Leiharbeitnehmer und Entleiher fingiert. Es wird gesetzlich klargestellt, dass der Weiterverleih von Zeitarbeitnehmern verboten ist. Wenn bei einem derartigen Fremdpersonaleinsatz weitere Unternehmen ohne arbeitsvertragliche Beziehung zum Zeitarbeitnehmer zwischengeschaltet werden und die Überlassungshöchstdauer überschritten ist, keine Verleiherlaubnis besteht oder eine verdeckte Arbeitnehmerüberlassung vorliegt, wird das Arbeitsverhältnis des Zeitarbeitnehmers zum Einsatzarbeitgeber fingiert, bei dem die Arbeitsleistung tatsächlich erbracht wird. Neuer Tarifabschluss für die Zeitarbeit Am 18. Dezember 2019 einigte sich die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ), die aus dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) und dem Interessenverband deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) besteht, und die Tarifgemeinschaft Leiharbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) auf einen neuen Tarifabschluss für den Entgelt-, Entgeltrahmen- und Manteltarifvertrag mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022. Im Einzelnen einigte man sich auf folgende Punkte: a) Entgelttarifvertrag ab 01. April 2020:
ab 01. Oktober 2020:
ab 01. April 2021:
ab 01. April 2022:
b) Entgeltrahmentarifvertrag
c) Manteltarifvertrag Die Jahressonderzahlung wird schrittweise ab 2021 bis 2023 erhöht. Gewerkschaftsmitglieder erhalten auf Antrag einen Mitgliedervorteil. Anspruchsberechtigt sind Mitarbeiter, die mindestens 12 Monate Mitglied einer DGB Gewerkschaft sind und ihre Mitgliedschaft dem Arbeitgeber nachweisen. Ab 01. Januar 2021 gilt eine neue tarifliche Urlaubsstaffelung:
Die Tarifparteien haben sich außerdem darauf geeinigt, dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) vorzuschlagen, die in diesem Tarifabschluss vereinbarten Stundenentgelte der Entgeltgruppe 1 West und Ost als Lohnuntergrenze im Sinne des § 3a Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) in einer Rechtsverordnung verbindlich festzusetzen. 1.5. Forschung & Entwicklung Das Unternehmen betreibt keine Forschung und Entwicklung, da es als Personaldienstleister tätig ist. 2. MitarbeiterEntwicklung der Mitarbeiter Bedingt durch die wirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr verringerte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in 2019 im Jahresverlauf. So beschäftigt das Unternehmen im Jahresdurchschnitt insgesamt 32.300 (Vorjahr: 37.808) Arbeitnehmer. Die durchschnittliche Anzahl der Projektmitarbeiter beträgt 29.801 (Vorjahr: 35.082), die der internen Mitarbeiter in den Niederlassungen und der Zentrale in Düsseldorf 2.499 (Vorjahr: 2.726). Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote für alle Mitarbeiter Wer als Personaldienstleister auch bei Fachkräftemangel federführend im Wettbewerb sein möchte, muss umfassend und mit Weitblick in die Personalentwicklung investieren. Für alle internen Mitarbeiter sowie die Mitarbeiter im Kundeneinsatz bestehen umfangreiche und fachspezifische Fortbildungsmöglichkeiten. Jeder interne Mitarbeiter nimmt an einer mehrtätigen Startschulung teil, in der er über Grundsätze der unternehmensspezifischen Gegebenheiten informiert wird. Weiterhin werden weiterführende und sehr praxisorientierte Seminare in den Kompetenzfeldern Fachkompetenz, Führungskompetenz, Vertriebskompetenz, Rekrutierungskompetenz, Persönliche Kompetenz & Methodenkompetenz sowie Sprachschulungen angeboten. Für die einzelnen Geschäftsbereiche gibt es spezifische Angebote, wie zum Beispiel Verfahrens- oder Schweißtechnik im Bereich Industrie. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern eine e-Learning-Plattform mit verschiedenen, virtuellen Weiterbildungsprogrammen an, welche eine Vielzahl von spezifischen Kursen für IT-Endanwender, Kurse für IT-Professionals, Management- und Führungskurse umfasst. Weitere Fortbildungen stehen im Bereich emotionale Intelligenz, Soft-Skills etc. zur Verfügung. Sollte ein spezieller Weiterbildungswunsch mit den bestehenden Kursangeboten nicht abgedeckt werden, kooperiert das Unternehmen bundesweit mit namhaften Beratungs- und Weiterbildungsunternehmen, um Fortbildungen zu ermöglichen. Umfangreiches Ausbildungsangebot Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG als Personaldienstleister bietet intern hauptsächlich kaufmännische Berufe wie Personaldienstleistungskauffrau/-mann sowie Kauffrau/-mann für Büromanagement an. Konzernweit absolvieren insgesamt 90 Auszubildende ihre Ausbildung bei uns. Bei einem überbetrieblichen Ausbildungsmodell werden u.a. auch Auszubildende beim Kunden zum Zerspanungsmechaniker ausgebildet. Weiterhin bietet das Unternehmen verschiedene duale Studiengänge wie zum Beispiel BWL mit der Fachrichtung Personalmanagement bzw. Dienstleistungsmarketing an. Mitarbeiterbindung Um Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, stellt die Adecco Germany Holding SA & Co. KG entsprechende Strukturen bereit. Hierbei spielt auch die richtige Unternehmenskultur eine wichtige Rolle. Ein familienbewusstes Führungsleitbild ist in unseren strategischen Unternehmenszielen integriert. Das Unternehmen bietet flexible Arbeitszeit- und Arbeitsplatzgestaltung, unterstützt beim erfolgreichen Wiedereinstieg und bei der Möglichkeit, Elternzeit oder die flexible Teilzeitarbeit zu nutzen. Es werden Veranstaltungen zur Teambildung durchgeführt und Beratung in einem präventiven Gesundheitsprogramm angeboten. In verschiedenen Wettbewerben erhielten die Geschäftseinheiten der Adecco Germany Holding SA & Co. KG im Geschäftsjahr 2019 Auszeichnungen für die Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber: Die DIS AG erhielt 2019 bereits zum 14. Mal die Auszeichnung: "Great Place to work - Deutschlands Beste Arbeitgeber 2019" und erreichte in 2019 Platz 1 im deutschlandweiten Ranking. 1 Lange Beschäftigungsdauern der Mitarbeiter sind eines der wichtigsten strategischen Ziele des Unternehmens und werden quartalsweise innerhalb der Adecco Germany Holding SA & Co. KG beurteilt. Rund 43,87 % der Mitarbeiter sind bereits seit über 5 Jahren im Unternehmen tätig, was für die Zufriedenheit der Mitarbeiter spricht. Vergütungssystem der Projektmitarbeiter Die Projektmitarbeiter der Adecco Germany Holding SA & Co. KG erhalten ihre Vergütung nach dem seit 2004 gültigen Tarifvertrag des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister - BAP. Nachdem bereits mit der Einführung der Branchenzuschläge, welche sicherstellen, dass der Mitarbeiter den Lohn erhält, den ein vergleichbarer Mitarbeiter innerhalb des Kundenunternehmens bekommt, eine deutliche Verbesserung der Vergütung eingetreten ist, konnte mit dem Abschluss eines neuen Tarifvertrags von BAP/iGZ und DGB für die Branche (siehe Abschnitt 1.4), die Vergütung der Projektmitarbeiter weiter verbessert werden. Dadurch wurde die Attraktivität der Branche für Arbeitnehmer weiter erheblich verbessert. Gleichstellung und Diversifizierung In der Adecco Unternehmenskultur fördern wir Chancengleichheit, gute Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen unabhängig von Geschlecht, Alter, Behinderung oder ethischem Hintergrund. Wir sehen Diversifizierung der Mitarbeiterstruktur als einen großen Wettbewerbsvorteil. Im Code of Conduct unseres Unternehmens ist die Gleichbehandlung festgeschrieben. Der Kodex umschreibt unter anderem die Unterstützung aller Mitarbeiter beim Erreichen beruflicher, aber auch persönlicher Ziele. Eine wichtige Rolle spielen dabei Respekt und Chancengleichheit. Unsere Mitarbeiter sind und werden unsere wichtigste Ressource bleiben. Nur durch stetige Entwicklung unserer Mitarbeiter und der Unterstützung deren Persönlichkeitsentwicklung sichern wir den künftigen Erfolg unseres Unternehmens. Die Frauenquote ist im Vergleich zum Vorjahr (62 %) mit 62 % konstant geblieben. 3. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche3.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die konjunkturelle Lage ist in Deutschland im Jahr 2019 weiterhin leicht ins Stocken geraten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2019 um 0,6 % höher als im Vorjahr. 2 Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde nach Angaben des statistischen Bundesamtes im Dezember 2019 von 45,4 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. 3 Der Anstieg von um 0,3 Mio. gegenüber Vorjahr resultiert hauptsächlich aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.
2 Vgl.
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/wirtschaftliche-entwicklung.html
3.2. Branchensituation Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG wendet mit ihren drei Kernmarken bei allen im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung bei Kundenbetrieben eingesetzten Mitarbeitern die zwischen dem BAP und der DGB Tarifgemeinschaft abgeschlossenen Tarifverträge für die Zeitarbeit aufgrund einzelvertraglicher Vereinbarungen mit den Mitarbeitern vollumfänglich an. Der Einführung der Branchenzuschläge am 1. November 2012 folgte eine erstmalige Erhöhung der Entgelttarife zum 1. Januar 2014. Der Branchenzuschlag ist ein nach der Einsatzdauer gestaffelter Prozentsatz, der auf das jeweilige Stundenentgelt aufgeschlagen wird. Zeitarbeitnehmer erhalten demnach je nach Einsatzbetrieb, Einsatzdauer und ihrer Qualifikation einen Zuschlag, den sogenannten "Branchenzuschlag", auf den aktuell laut Tarifvertrag vereinbarten Lohn. Durch die Branchenzuschläge hat sich die Zeitarbeit deutlich verteuert. Gleichzeitig tragen die Branchenzuschläge aber auch zu einer Imageverbesserung der Branche bei und erleichtern somit auch die Rekrutierung von qualifiziertem Fachpersonal. Zum 1. Januar 2015 wurde ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von EUR 8,50 in Deutschland eingeführt, der mit Wirkung zum 1. Januar 2017 auf EUR 8,84 erhöht wurde. Zum 1. Januar 2019 wurde der gesetzliche Mindestlohn auf EUR 9,19 erhöht. Aufgrund der Anbindung an den Tarifvertrag Zeitarbeit der BAP / DGB Tarifgemeinschaft hat der Mindestlohn aktuell eine untergeordnete Relevanz. Darüber hinaus hat wie unter Punkt 1.4. bereits aufgeführt der Deutsche Bundestag am 21. Oktober 2016 das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) verabschiedet, das zum 1. April 2017 in Kraft getreten ist. Die Kernpunkte des reformierten AÜGs sind die Einführung einer Höchstüberlassungsdauer, eines gesetzlichen Equal Pay sowie neue Regelungen zur Verhinderung rechtsmissbräuchlichen Verhaltens durch den nicht rechtskonformen Abschluss von Dienst- oder Werkverträgen. Im Geschäftsjahr 2019 führte dies u.a. zu einer Neubewertung von personenbezogenen Rückstellungen (z.B. Urlaub, Arbeitszeitkonten) zum 31. Dezember 2019. Die AÜG-bedingten Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre sind nach wie vor schwer bestimmbar, es wird aber mit erhöhtem Margendruck und höheren Herausforderungen hinsichtlich der Flexibilität, sowohl kundenseitig als auch dienstleistungsseitig, innerhalb der Branche gerechnet. Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG liegt nach wie vor auf Position 2 hinter Randstad in der Rangordnung der deutschen Zeitarbeitsfirmen. 4
4 Vgl. Lünendonk-Studie zur Zeitarbeit
2019, S. 15
4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage4.1. Vermögenslage Das Anlagevermögen der Adecco Germany Holding SA & Co. KG reduzierte sich im Berichtsjahr um EUR 18,9 Mio. auf EUR 122,6 Mio. Die Abschreibungen betrugen für die Geschäfts- oder Firmenwerte planmäßig EUR 11,3 Mio. sowie für den aktivierten Markennamen planmäßig EUR 7,3 Mio. Für das Sachanlagevermögen erfolgten in 2019 planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 3,8 Mio. Den Investitionen in Höhe EUR 3,0 Mio. standen Abgänge in Höhe von netto EUR 0,9 Mio. gegenüber. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen um EUR 38,7 Mio. (-13,6 %) auf EUR 246,3 Mio. zurück. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich im Berichtsjahr um EUR 11,3 Mio. auf EUR 355,6 Mio. Davon betreffen Forderungen in Höhe EUR 354,9 Mio. das Verrechnungskonto mit der Kommanditistin Adecco Beteiligungs GmbH, Düsseldorf (Vorjahr: EUR 343,4 Mio.). Dieser Anstieg resultiert u.a. aus dem Cash Pooling zwischen der Adecco Beteiligungs GmbH und den untergeordneten Gesellschaften. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich im Berichtsjahr um EUR 0,4 Mio. auf EUR 8,1 Mio. Die Umlaufintensität, also das Verhältnis von Umlaufvermögen zum Gesamtvermögen, erhöhte sich im Geschäftsjahr von 81,8 % auf 83,3 %. Bereinigt um die Forderungen an die Kommanditistin ergibt sich eine Umlaufintensität von 68,0 % (Vorjahr: 67,6 %). 4.2. Finanzlage Das Geschäft der Adecco Germany Holding SA & Co. KG ist wenig kapitalintensiv. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von EUR 4,4 Mio. getätigt. Dies bedeutet eine Investitionsquote (als Verhältnis zu den Buchwerten des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2018) in Höhe von 3,1%. Für Sachanlagen wurden EUR 3,0 Mio. aufgewendet, weitere EUR 1,3 Mio. der Ausgaben entfielen auf den Erwerb von Lizenzen und die Weiterentwicklung von Software. Im Bereich der Passiva sind die Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um EUR 8,1 Mio. auf EUR 98,5 Mio. gesunken. Dies ist im Wesentlichen durch den Rückgang der sonstigen Rückstellungen um EUR 7,7 Mio. aufgrund der in 2019 abgeschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen aus 2018 begründet. Die in 2019 neu gebildeten Rückstellungen für weitere Restrukturierungsmaßnahmen belaufen sich zum 31. Dezember 2019 auf EUR 9,9 Mio. Diese betreffen im Wesentlichen Maßnahmen zu weiteren Kosteneinsparungen und Zentralisierung von Arbeitsabläufen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmern erhöhten sich um EUR 18,4 Mio. auf EUR 130,5 Mio. Die Verbindlichkeit aus dem mit der Adecco Coordination Center N.V., Groot Bijgaarden, Belgien, durchgeführten Cash-Pooling Verfahren ist mit EUR 127,0 Mio. hierin enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 7,0 Mio. auf EUR 64,1 Mio. gesunken. Die passiven latenten Steuern sind mit EUR 3,0 Mio. gegenüber EUR 4,1 Mio. im Vorjahr leicht gesunken. Als Finanzierungsquellen dienen der Adecco Germany Holding SA & Co. KG vornehmlich die Zahlungsmittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus ist die Gesellschaft an das Cash-Pooling der Adecco Gruppe angebunden. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug dabei im Geschäftsjahr EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR -32,1 Mio.) und war maßgeblich durch den Rückgang der Rückstellungen aus dem Vorjahr sowie dem Rückgang der Verbindlichkeiten beeinflusst. Aus der Investitionstätigkeit resultierte wie im Vorjahr ein negativer Cash Flow in Höhe von EUR 4,3 Mio. (Vorjahr: 6,2 Mio.). Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr EUR -8,9 Mio. nach EUR -40,7 Mio. im Vorjahr und resultiert im Wesentlichen aus Auszahlungen an die Kommanditistin Adecco Beteiligungs GmbH, Düsseldorf, in Höhe von EUR 14,1 Mio. Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG weist zum 31. Dezember 2019 einen negativen Finanzmittelfonds in Höhe EUR -122,3 Mio. (Vorjahr: EUR -110,3 Mio.) aus. 4.3. Ertragslage Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG erzielte in 2019 einen Umsatz in Höhe von EUR 1.340,5 Mio. nach EUR 1.564,8 Mio. im Vorjahr. Dies entspricht einem Umsatzrückgang um 14,3 %. Ein wesentlicher Grund für die Abweichung gegenüber dem geplanten Umsatz von EUR 1.505,9 Mio. ist die geringere Anzahl an Projektmitarbeitern - 5.281 / -15,1% (29.801 vs. 35.082) im Schwerpunkt in den Branchen "Automotive/Transport/Aerospace" EUR -108,5 Mio. / -25,8% und "Manufacturing" EUR -32.6 Mio. / -29,9%, teilweise kompensierend durch den Sektor"Retail/Wholesales" EUR +23.8 Mio. / +43,4%, insbesondere im Bereich Industrie. Die Umsatzentwicklung pro Geschäftsbereich stellt sich wie folgt dar:
Im Personaldienstleistungsgeschäft gibt es keinen wesentlichen Auftragsbestand, da die Aufträge relativ kurzfristig abgeschlossen werden. Der Rückgang des Umsatzes um 14,3 % resultiert im Wesentlichen aus der Verringerung der Absatzmengen bzw. Stunden. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 3,6 Mio. auf EUR 29,3 Mio. erhöht. Durch die Auflösung von nicht benötigten Rückstellungen konnten im laufenden Geschäftsjahr EUR 4,5 Mio. (Vorjahr: EUR 5,5 Mio.) als Erträge bilanziert werden. Die Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen erhöhten sich im Berichtsjahr um EUR 3,6 Mio. auf EUR 59,4 Mio., was 4,4 % vom Umsatz ausmacht (Vorjahr: 3,6 % vom Umsatz). Dieser Anstieg ist u.a. auf das erhöhte Freelance-Geschäft innerhalb der Gruppe zurück zu führen. Die Personalaufwendungen verringerten sich proportional zum Rückgang der Umsatzerlöse um 14,7 % auf EUR 1.189,9 Mio. (Vorjahr: EUR 1.395,7 Mio.). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr EUR 23,2 Mio. nach EUR 100,5 Mio. im Vorjahr und beinhalten planmäßige Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 11,3 Mio. (Vorjahr: EUR 19,4 Mio.) und planmäßige Abschreibungen auf die Markennamen (EUR 7,3 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr EUR 142,5 Mio. und liegen somit leicht unter Vorjahresniveau (Vorjahr: EUR 145,0 Mio.). Das Ergebnis nach Steuern betrug im Geschäftsjahr EUR -41,3 Mio. und liegt somit deutlich über Vorjahresniveau (EUR -104,5 Mio.). Die im Vorjahr durchgeführte außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 73,7 Mio. sowie die rückläufige Geschäftsentwicklung im aktuellen Geschäftsjahr sind ursächlich für dieses Ergebnis. Ohne Berücksichtigung des Ertrags aus der Veränderung bilanzierter passiver latenter Steuern ergibt sich ein Steueraufwand in Höhe von EUR 0,5 Mio. (Vorjahr EUR 4,4 Mio.). Nach Zuteilung eines Gewinns in Höhe von EUR 0,4 Mio. an die Michelin Finanz Gesellschaft für Beteiligungen AG & Co. OHG, Karlsruhe, als Minderheitsgesellschafter der ProServ Produktionsservice und Personaldienste GmbH, Karlsruhe, und eines Verlustausgleichs in Höhe von EUR 0,3 Mio. an die LGI Logistics Group International GmbH, als Minderheitsgesellschafter der LOGworks GmbH, Böblingen ergibt sich im Berichtsjahr ein Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von EUR 41,5 Mio. nach einem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von EUR 105,2 Mio. im Vorjahr. Gemäß Gesellschaftsvertrag sind Verluste aus dem Einzelabschluss der Adecco Germany Holding SA & Co. KG durch eine Entnahme aus den Rücklagen auszugleichen. Die entnahmefähigen Teile eines etwaigen Gewinns werden dem Privatkonto der Kommanditistin gutgeschrieben. Der Verlust aus dem Einzelabschluss der Adecco Germany Holding SA & Co. KG betrug im Berichtsjahr EUR 28,9 Mio. Im Vorjahr wurde auf Ebene des Einzelabschlusses ein Verlust in Höhe EUR 92,2 Mio. erwirtschaftet. 4.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Der Umsatz als ein wichtiger finanzieller Leistungsindikator des Konzerns ist im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Das im Vorjahr prognostizierte Umsatzziel in Höhe von EUR 1.505,9 Mio. konnte nicht erreicht werden. Dies ist u.a. auf die nach wie vor anhaltenden Effekte aus dem Inkrafttreten der Höchstüberlassungsdauer sowie der Equal-Pay-Regelung mit deutlich höheren Übernahmeeffekten seitens der Kunden zurückzuführen. Die rückläufige Entwicklung im Automotive/Aviation Sektor (-25,8%) bzw. Manufacturing (-29,9%) konnte durch ein deutliches Wachstum im Sektor Retail/Wholesales (+43,4%) nicht kompensiert werden. Das im Vorjahr gesteckte Ergebnisziel vor Steuern und vor Abschreibungen auf die Markennamen und die Geschäfts- oder Firmenwerte als weiterer wichtiger finanzieller Leistungsindikator des Konzerns in Höhe von EUR 41,0 Mio. konnte nicht erzielt werden. Im laufenden Geschäftsjahr wurde ein negatives Ergebnis in Höhe von EUR 9,5 Mio. erzielt. Die Hauptgründe liegen in den o.g. Punkten, begleitend mit einer deutlich erhöhten Unproduktivität (maßgeblich Krankheit und Garantie), getrieben durch die Thematik der Höchstüberlassungsdauer/Equal Pay als auch der gesamtwirtschaftlich extrem niedrigen Arbeitslosenquote. Insbesondere die Auswertung und Analyse des Net Promoter Scores ("NPS") als wesentlicher Nichtfinanzieller Leistungsindikator wurde in 2019 intensiviert. Hier werden zur Unternehmenssteuerung der NPS für Kunden, Mitarbeiter und für Kandidaten ausgewertet. Je höher der NPS, desto höher die jeweilige Bindung, was sich positiv und nachhaltig insbesondere auf die Umsätze aber auch die Marge auswirkt. Das gesetzte Target für 2019 konnte bei den Kunden überschritten werden. Für 2020 wird mit einem weiteren Anstieg des NPS für Kunden gerechnet. 5. Chancen- und Risikobericht5.1. Risikomanagement-System Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG ist in das internationale Risikomanagement-System der Adecco Konzernmutter in Zürich, Schweiz, integriert. Es zielt darauf ab, wesentliche und bestandsgefährdende Risiken der jeweiligen Geschäftseinheit systematisch zu identifizieren, zu beurteilen, zu kontrollieren und zu dokumentieren. Es sind verschiedene Risikokategorien festgelegt worden, innerhalb dieser jedes Land seine jeweiligen Risiken identifizieren muss. Die Risikoanalyse beinhaltet auch eine Einschätzung bezüglich der Auswirkungen auf lokaler und globaler Ebene. Diese können finanzieller Natur sein, sich u.a. aber auch Reputation, Business Continuity oder den Einfluss auf die Marke beziehen. Für die Risiken, die vom Management beeinflusst werden können, werden Gegenmaßnahmen festgelegt und eingeleitet sowie mit Aktionsplänen versehen. Zur Überwachung der Risiken beschäftigt die Adecco Germany Holding SA & Co. KG einen konzernweiten Risikomanager im Bereich Audit & Compliance, der für die Koordination und Steuerung der Risikomanagementaktivitäten des Konzerns verantwortlich ist. In diesem Bereich wird darüber hinaus konzernweit stichprobenartig die Einhaltung der konzerninternen Richtlinien, IKS-Kontrollen sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen überwacht. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für eine Selbsteinschätzung, ob die Kontrollen angemessen ausgestaltet und wirksam sind. Halbjährlich werden die Risiken an den internationalen Risikomanager der Adecco Group AG, Zürich, Schweiz, berichtet. Diese Berichterstattung wird dem Verwaltungsrat und dem Prüfungsausschuss der Adecco Group AG, Zürich, Schweiz, vorgelegt, welche den Risikomanagementprozess prüfen und genehmigen. 5.2. Gegenüberstellung der Chancen und Risiken Die von der Adecco Germany Holding SA & Co. KG identifizierten Chancen und Risiken stellen Abweichungen von der geplanten Entwicklung des Geschäfts dar. Unternehmerische Chancen werden nicht innerhalb unseres Risikomanagementsystems berichtet, sondern im Rahmen der strategischen und der mittelfristigen Planungen in Management Meetings erfasst und unterjährig im Rahmen der periodischen Berichterstattung verfolgt. Da es sich bei der Zeitarbeit um ein kurzfristiges Geschäft handelt, beschränkt sich der Chancen- und Risikobericht auf das Jahr 2020. Für die bestehenden rechtlichen Risiken hat das Management im Jahr 2019 Rückstellungen in entsprechendem Umfang gebildet. Für die verbleibenden Risiken sind keine bilanziellen Vorsorgen notwendig. Nachfolgend sind die Hauptrisiken und die daraus resultierenden Chancen der Adecco Germany Holding SA & Co. KG zusammengefasst: Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Die deutsche Wirtschaft ist 2019 nicht stark gewachsen im Vergleich zum Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt ist um 0,6 % im Vergleich zu 2018 angestiegen. 5 Aufgrund der geschwächten Weltkonjunktur gab es einen starken Rückgang der Exporte und Investitionen. Dies hatte unter anderem einen maßgeblichen Einfluss auf die Automobilindustrie, was sich bereits in der Zeitarbeitsbranche bemerkbar macht. Weiterhin besteht ein erhöhtes Risiko aufgrund von Zahlungsausfällen. Um diesem entgegenzuwirken, arbeitet das Unternehmen mit dem GUARDEAN DebiTEX Bonitätsindex. Bei Interessenten oder Neukunden ist immer vor der ersten Auftragsbesetzung eine Bonitätsprüfung durchzuführen. Der Bonitätsindex berücksichtigt bei dem Bonitätsinformationen aus verschiedenen Wirtschaftsauskünften. Dementsprechend werden die Kunden in Risikoklassen eingeteilt. Teilweise werden Forderungsausfälle über eine Versicherung abgesichert. Der technische Überwachungsverein bestätigte weiterhin dem Debitorenmanagement des Unternehmens einen erhöhten Sicherheitsstandard nach der Prüfungsnorm "Credit Management Certification". Risiken der Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. der Finanzanlagen der Muttergesellschaft Adecco Germany Holding SA & Co. KG Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. die Finanzanlagen der Muttergesellschaft Adecco Germany Holding SA & Co. KG werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unter Anwendung eines Discounted-Cashflow Verfahrens unterzogen. Die Ergebnisse dieses Verfahrens sind im Wesentlichen abhängig vom verwendeten Diskontierungszins sowie von der Unternehmensplanung in Bezug auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Die Ermittlung der Komponenten ist mit Beurteilungsspielräumen und Unsicherheiten behaftet. Insbesondere die Erfüllung der Umsatz- und Ergebnisziele ist vom Eintreten diverser Umweltkomponenten abhängig, die seitens der Adecco Germany Holding SA & Co. KG nur in beschränktem Maße beeinflusst werden können. Branchenspezifische Chancen und Risiken Auf dem deutschen Arbeitsmarkt war der vermehrte Einsatz der Zeitarbeit als strategisches Instrument der Personalrekrutierung in den letzten Jahren deutlich zu erkennen. Die anhaltende Fokussierung der Großkunden auf einen Hauptlieferanten erhöhte den Preisdruck im Berichtsjahr erneut. Bedingt durch die wirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr werden Mitarbeiter von den Kundenunternehmen oftmals für sehr kurzfristige Einsätze angefragt. Die Folge konjunktureller Einbrüche und auch der Elektromobilität ist, das große Automobilhersteller (Original Equipment Manufacturer, OEM) und Zulieferer Zeitarbeitskräfte abbauen. Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG hat erste Maßnahmen eingeleitet, sich aus der Abhängigkeit der Automobilindustrie zu lösen. Aufgrund der Zugehörigkeit zu einem internationalen Konzern ist das Unternehmen am Markt etabliert. Dies sieht die Gesellschaft als Chance für die kommenden Jahre, da das Management der Adecco Germany Holding SA & Co. KG in einem sich konsolidierenden Markt grundsätzlich gute Geschäftsaussichten erwartet. Aus den unter Punkt 1.4. aufgeführten neuen Regelungen des AÜG, ergeben sich weiterhin dahingehend Risiken für das Unternehmen, als dass Kunden hinsichtlich der maximalen Überlassungsdauer bzw. der Equal Pay Regularien den Einsatz von Mitarbeitern im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung überdenken. Dieser Neureglung begegnet das Unternehmen u.a. mit möglichen Preisanpassungen und dem Ausbau bestehender bzw. neuer Geschäftsfelder wie z.B. der Digitalisierung, dem Freelance und der Personalvermittlung. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften des AÜG wird durch ein konzernweites Compliance Management System sichergestellt. Die Attraktivität der Zeitarbeitsbranche ist in den letzten Jahren aufgrund der veränderten Erwartungshaltung der jüngeren Generation an die Arbeitgeber der jüngeren Generation gestiegen. Der Nachwuchs setzt Prioritäten auf die Flexibilität und "das Ausprobieren potenzieller Arbeitgeber. 6
6 Vgl. Lünendonk-Studie zur Zeitarbeit
2019, S. 6.
Chancen und Risiken der Kundenbindung Das Geschäftspotential und die langfristigen Perspektiven der Adecco Germany Holding SA & Co. KG hängen davon ab, ob es uns gelingt, Kunden zu akquirieren und an uns zu binden. Kundenzufriedenheit - als Resultat unserer erbrachten Dienstleistungen - ist ein Schlüsselindikator für Kundenbindung und muss daher regelmäßig von uns überprüft werden. Die Kundenbindung kann weiterhin von der wirtschaftlichen Entwicklung und vom Wettbewerbsdruck abhängig sein. Weiterhin können Lieferprobleme zu Umsatz- und Ergebnisverlusten führen. Fortlaufende Betreuung unserer Großkunden durch das Key Account Management und monatliche Management-Meetings ermöglichen uns, mit strategischen Veränderungen die Kundenbindung und -attraktivität auszubauen. Chancen und Risiken der Bindung der Projektmitarbeiter Wir sind darauf angewiesen, Projektmitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen und an uns zu binden, welche den Anforderungen des Kunden entsprechen. Mit zunehmendem Fachkräftemangel in bestimmten Branchen und stärkerem Wettbewerb um die Fachkräfte ist es eine immer größere Herausforderung, passende qualifizierte Projektmitarbeiter anzubieten. Damit die steigende Nachfrage auch künftig bedient und ihre Bedeutung für den Arbeitsmarkt ausgebaut werden kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden: Dazu gehören die kontinuierliche Fortbildung der Mitarbeiter, die Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber, die Verbesserung des Images der Zeitarbeit, die Einhaltung der Tarifverträge und der Ausbau der Dienstleistungen. Chancen und Risiken der Bindung der internen Mitarbeiter Die Effektivität und Performance unserer operativen Einheiten hängt stark vom Engagement und der Loyalität des Managements zum Unternehmen, von den Führungskräften in den Niederlassungen und deren Vertriebsmitarbeitern ab. Stark vernetzte und lokale Beziehungen vor Ort sowie die Qualität der Dienstleistungen sind entscheidend für die Entwicklung des Geschäfts. Der Verlust von Top-Personal mit wertvoller operativer Erfahrung in der Personaldienstleistungsbranche oder mit starken Kundenbeziehungen führt dazu, dass das Geschäft signifikant einbrechen könnte. Durch Einleitung entsprechender Personalentwicklungsmöglichkeiten und eine gerechte Vergütung bestehen Chancen, Top-Personal zu halten und zu akquirieren. IT-Risiken Die Adecco Germany Holding SA & Co. KG weist eine zentrale IT-Struktur auf. Daraus könnte das Risiko der Abhängigkeit von einem Data Center entstehen. Nachfolgend sind alle Risiken aufgeführt, die durch entsprechende Gegenmaßnahmen aktiv minimiert werden und einer permanenten Überwachung unterliegen: Ausfall der Energieversorgung, Ausfall des Internets, Hacker-Angriffe, Schäden durch Viren und Trojaner sowie Schäden an Datenleitungen. 5.3. Gesamtrisiko Die Gesamtrisikosituation des Konzerns setzt sich aus den Einzelrisiken aller Risikokategorien der Geschäftseinheiten Adecco Personaldienstleistungen GmbH, DIS AG und Modis GmbH zusammen. Dort sind Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, nicht erkennbar. Vor dem Hintergrund, dass weiterhin beträchtliche gesamtwirtschaftliche und branchenbedingte Risiken bestehen, können Rückschläge auf dem Weg zur nachhaltigen Realisierung unserer angestrebten Wachstums- und Renditeziele nicht völlig ausgeschlossen werden. 6. PrognoseberichtDie Zeitarbeit kann insoweit als Frühindikator für die konjunkturellen Rahmenbedingungen bezeichnet werden. In Zeiten eines beginnenden konjunkturellen Aufschwungs wird vermehrt das Instrument der Leiharbeit genutzt. Ein anhaltender Aufschwung führt bei den Unternehmen zur Erweiterung des Stammpersonals, während sich Folgen eines wirtschaftlichen Abschwungs frühzeitig auf die Arbeitnehmerüberlassung bemerkbar machen. Grundsätzlich werden vor der Entlassung der Stammbelegschaft in Unternehmen in der Regel die Inanspruchnahme von Zeitarbeit reduziert. Das Wirtschaftswachstum in 2019 betrug 0,6 %. 7 Trotz dieses Wirtschaftswachstums, führten vor allem die Thematik rund um das WLTP (=Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure) als Folge der Diesel-Abgas Affäre und der relativ starken Automotive Ausrichtung der Adecco Germany Holding SA & Co. KG und die neuen regulatorischen Rahmenbedingungen (Höchstüberlassungsdauer + Equal Pay) zu einem reduzierten Umsatzverlauf. Diese Entwicklung konnte auch mit anderen Umsatzarten wie z.B. Personalvermittlung und Freelance-Geschäft nicht kompensiert werden.
7 Vgl.
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/wirtschaftliche-entwicklung.html
6.1. Künftige gesamtwirtschaftliche Situation Am 11. März 2020 hat die WHO (Weltgesundheitsorganisation) den Ausbruch des Coronavirus "Covid-19" als weltweite Pandemie eingestuft. Diese weltweite Entwicklung hat deutliche wirtschaftliche Auswirkungen auf deutsche Unternehmen, bspw. aufgrund von Einschränkungen in Produktion und Handel oder aufgrund von Reisebeschränkungen. Die deutsche Regierung und Regierungen weltweit haben dazu Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, die aktuell zu starken gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Restriktionen führt (z.B. Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, Kontaktsperren bzw. in Teilen des Bundesgebietes Ausgangssperren, Schließen von öffentlichen Einrichtungen, Einzelhandel, Produktion, etc. und Einkauf nur noch in lebensnotwendigen Geschäften). Diese Maßnahmen führen weltweit weitestgehend zum "Shutdown" der Wirtschaft. Die Folgen der Pandemie und der staatlichen Maßnahmen zu ihrer Eindämmung haben unmittelbar und mittelbar auch Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise ist die Prognose zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung für das kommende Geschäftsjahr 2020 insbesondere für die weitere Entwicklung und die derzeit bestehenden Beschränkungen durch den in Deutschland und auch weltweit bestehenden "Shutdown" der u.a. wirtschaftlichen Aktivitäten mit hoher Unsicherheit verbunden. Deutschland ist von den gegenwärtigen Entwicklungen in besonderem Maße betroffen. Denn als offene Volkswirtschaft, die intensiv in die globalen Wertschöpfungsketten eingebunden ist, ist es stärker als andere Länder von den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus gefährdet. Das Ifo-Institut geht in seiner letzten Prognose von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 4,2 % aus. 8 Das Ifo-Institut prognostiziert, dass jede zusätzliche Woche Shutdown ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) kosten würde, also rund 35 Milliarden Euro. Im schlimmsten Fall sinkt die Wirtschaftsleistung um 20 Prozent. 9
8 Vgl.
https://www.pressebox.de/inaktiv/ifo-institut-fuer-wirtschaftsforschung-ev/Wirtschaft-unter-Schock-Finanzpolitik-haelt-dagegen/boxid/1000907
6.2. Künftige Branchensituation Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation und deren direkte Auswirkungen auf die Branche, erwartet das Management rückläufige Umsätze in der Zeitarbeitsbranche in 2020. Eine abschließende Prognose kann aufgrund der noch nicht hinreichend sicher bestimmbaren Auswirkungen der Corona-Krise zum jetzigen Zeitpunkt nicht erfolgen. 6.3. Künftige Unternehmenssituation Die Absatzsituation wird für die Adecco Germany Holding SA & Co. KG aufgrund der aktuell vorherrschenden Corona-Krise und der damit in Zusammenhang stehenden konjunkturellen Entwicklung in 2020 angespannt bleiben. Das Management rechnet vor diesem Hintergrund mit einem stärkeren rückläufigen Umsatz, der in 2020 ca. EUR 1,0 Mrd. betragen wird. Durch die Auswirkungen der Corona-Krise, den unter Punkt 1.4. erwähnten Regelungen des AÜG und dem neu verhandelten Tarifvertrag für 2020 wird die Rohertragsmarge (Bruttoergebnis geteilt durch Umsatzerlöse) weiterhin unter Druck sein. Insgesamt erwartet das Management ein negatives Ergebnis vor Steuern und vor der Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte und des Markennamens in zwei verschiedenen Szenarien zwischen EUR 20,0 Mio. und EUR 35,0 Mio. in 2020. Die notwendigen Liquiden Mittel werden der Adecco Germany Holding SA & Co. KG durch den Konzern der Adecco Group AG garantiert. Für das Jahr 2020 rechnet das Unternehmen mit Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in der gleichen Größenordnung wie in den Vorjahren. Es handelt sich dabei um reine Ersatzinvestitionen. Die Investitionen werden im Jahre 2020 aus dem laufenden Cash Flow finanziert.
Düsseldorf, 17. April 2020 Die Geschäftsführung der Adecco Germany Holding Management S.A. Peter Blersch Elly Piccart |
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