AB Energy Deutschland GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kathrin Zollner seit 10.10.2025 | Prokura |
Torsten Spörl seit 16.10.2024 | Vorstandsmitglied |
Jörg Erdmenger seit 11.5.2018 | Prokura |
Gerald Dr. Gaßner seit 25.11.2004 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
knowis AGRegensburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Unternehmen und Geschäftsmodell Die knowis AG ist ein spezialisierter Softwareanbieter mit Sitz in Regensburg, Deutschland. Seit der Gründung im Jahr 2004 ist die Mission unseres Unternehmens, Entwicklungsteams bei der Fertigung maßgeschneiderter Software-Lösungen für geschäftskritische Business-Anwendungen zu unterstützen. Die knowis Software startete ursprünglich als Spezialsoftware für das Kreditgeschäft und wurde aus den Kundenanforderungen heraus in eine offene Lösungsplattform mit vorkonfigurierten Funktionalitäten weiterentwickelt. Wir stellen die Technologie heute als Entwicklungswerkzeug bereit, welche Design und Implementierung cloud-nativer Applikationen stark vereinfacht und beschleunigt. Während der Vertriebsfokus in der Vergangenheit auf der Finanzindustrie in D-A-CH lag, richtet sich das Entwicklungswerkzeug heute an Software-Entwicklungsteams in allen Industrien. Im Eigengeschäft adressieren wir Kunden in Europa, über unsere Partnerkanäle erreichen wir Zielkunden auch weltweit. Für unsere Bestandskunden in der Finanzindustrie sind wir über unser Service-Geschäft weiter zuverlässiger Dienstleister für die Entwicklung, Weiterentwicklung und Modernisierung bestehender Lösungen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen [Quelle: www.sachverständigenrat-wirtschaft.de; Auszüge und inhaltliche Wiedergabe aus Jahresgutachten 2023/24; WACHSSTUMSSCHWÄCHE ÜBERWINDEN - IN DIE ZUKUNFT INVESTIEREN - Kurzfassung] Für 2023 wurde eine fortgesetzte wirtschaftliche Herausforderung vorhergesagt. Die Wirtschaftsleistung ist durch die anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Energiekrise beeinträchtigt. Die Energiepreise sind deutlich gestiegen, was zu erhöhten Produktionskosten und sinkender Kaufkraft führt. Die Energieversorgung bleibt unsicher, insbesondere im Hinblick auf Gaslieferungen aus Russland. Ein signifikanter Anstieg der Inflationsrate ist zu beobachten, getrieben durch höhere Energie- und Rohstoffpreise sowie durch Lieferkettenstörungen. Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen bleibt der Arbeitsmarkt relativ stabil, mit einer geringen Arbeitslosenquote. Allerdings gibt es Anzeichen für einen Rückgang der Beschäftigung in bestimmten Sektoren. Die globale Wirtschaftserholung ist schwach, was die deutsche Exportwirtschaft beeinträchtigt. Handelskonflikte und geopolitische Spannungen tragen zur Unsicherheit bei. Die öffentlichen Finanzen sind durch hohe Ausgaben zur Bewältigung der Pandemie und zur Unterstützung der Wirtschaft belastet. Es besteht ein erhöhter Bedarf an fiskalpolitischer Konsolidierung. Investitionen in Digitalisierung und Infrastruktur sind entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Es besteht jedoch ein Investitionsrückstand, insbesondere in den Bereichen Digitalisierung und Energieinfrastruktur. Diese Zusammenfassung gibt einen Überblick über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland für das Jahr 2023, die von Unsicherheit und Herausforderungen, aber auch von Chancen durch Investitionen und Digitalisierung geprägt sind. 2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen [Quellen: Gartner Forecasts Worldwide IT Spending to Grow 6.8% in 2024, veröffentlicht am 17.01.2024; bitkom: Digitalbranche zeit sich von Krisen unbeeindruckt, veröffentlicht am 10.01.2024; bitkom Jahres-Pressekonferenz 2024, veröffentlicht am 10.01.2024] Die Wachstumsrate der Ausgaben im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnik für das Geschäftsjahr 2023 betrug weltweit 3,3 % und entspricht einem Anstieg von 0,3 % auf 4,68 Billionen US-Dollar. Insbesondere im Bereich Software konnte im Jahr 2023 eine Steigerung um immerhin 12,4 % auf 913 Millionen US-Dollar verzeichnet werden. Das Geschäftsklima in Deutschland in der Digitalwirtschaft entwickelt sich gegen den Trend der Gesamtwirtschaft positiv, wie der von Bitkom und ifo Institut erstellte Digitalindex zeigt. Während der ifo Index für die Gesamtwirtschaft zum Jahreswechsel zurückging, legte der Digitalindex von 6,3 (Nov. 2023) auf 9,8 Punkte (Dez. 2023) zu. Im Jahr 2023 hatten die ITK-Umsätze um 2,0 % auf 215 Milliarden Euro zugelegt. Das Umsatzwachstum hat auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, denn dadurch sind 28.000 neue Arbeitsplätze entstanden. "Die meisten Unternehmen der Bitkom-Branche präsentieren sich krisenfest. Auch unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen, geprägt von geopolitischen Krisen und Haushaltskürzungen, legen Umsätze und Beschäftigung zu. Insbesondere das Arbeitsplatzwachstum könnte noch deutlich größer ausfallen, der Fachkräftemangel erweist sich hier als Hemmschuh", sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. 2.3 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war weiterhin geprägt durch die Planung und Umsetzung der Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung des Geschäftsmodells. Wesentliche Meilensteine im Geschäftsjahr waren i) die Gewinnung von Leuchtturmkunden in unserem strategischen Partnergeschäft, ii) die Repositionierung der Software im Eigengeschäft als Entwicklungswerkzeug sowie iii) die Weiterentwicklung unseres Service-Geschäftes im Sinne der technologischeren Gesamtausrichtung. Vor dem Hintergrund der herausfordernden strategischen Aufgaben und damit einhergehenden Zukunftsinvestitionen ist der Geschäftsverlauf als zufriedenstellend einzuschätzen.
Das Betriebsergebnis hat sich um T€ 1.019 (73,7 %) vermindert und ist in Folge einer Korrektur der Vorjahresbewertung durch eine außerplanmäßige Abschreibung auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 650 belastet. Darüber hinaus ist das Jahresergebnis im Wesentlichen durch die Ertragsteuern in Höhe von T€ 606 (Vj. T€ -416) sowie das periodenfremde und neutrale Ergebnis in Höhe von T€ 24 (Vj. T€ -5) beeinflusst. Bezüglich weiterer Erläuterungen verweisen wir auf unsere nachstehenden Ausführungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. 2.4 Lage 2.4.1 Ertragslage Im Berichtsjahr 2023 konnte eine Gesamtleistung in Höhe von T€ 5.679 (Vj. T€ 6.567) erzielt werden. Die in der Gesamtleistung enthaltenen Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Infolge einer Korrektur der Bewertungsansätze fallen die aktivierten Eigenleistungen im Vergleich zum Vorjahr mit T€ 898 (Vj. T€ 1.765) deutlich niedriger aus. Der Gesamtleistung stehen Personalaufwendungen mit T€ 4.256 (Vj. T€ 4.474) entgegen. Abschreibungen sind in Höhe von T€ 1.750 (Vj. T€ 982) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 1.089 (Vj. T€ 1.351) angefallen. Das Zinsergebnis weist einen Saldo von T€ -8 (Vj. T€ -110) aus. Nach einem negativen Jahresergebnis von T€ -1.913 im Jahr 2022 wird für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 1.779 ausgewiesen. 2.4.2 Finanzlage Die Eigenkapitalquote des Unternehmens liegt zum Stichtag bei 53,7 % (Vj. 60,2 %). Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrags des Geschäftsjahres verminderte sich das bilanzielle Eigenkapital absolut um T€ 1.779 von T€ 5.648 auf T€ 3.869. Als finanzieller Leistungsindikator, betreffend die Finanzlage, wird nachfolgend die Entwicklung des Finanzmittelfonds bzw. der Kapitalflussrechnung dargestellt:
Für die Finanzierung des Geschäfts standen im Berichtsjahr ausreichend Mittel zur Verfügung. Der Finanzmittelfonds weist einen Wert von T€ 2.975 (Vj. T€ 5.096) aus. Im Berichtsjahr wurden Zugänge in das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von T€ 898 (Vj. T€ 1.765) sowie in das Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 36 (Vj. T€ 58) getätigt. Die Zugänge in das immaterielle Anlagevermögen entfallen ausschließlich auf die selbst geschaffene Software. Der Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt T€ -453 (Vj. T€ 3.828). Dieser resultiert im Wesentlichen aus Auszahlungen für die Tilgung des Kredits und Zinsen. 2.4.3 Vermögenslage Nachfolgend werden wesentliche Veränderungen von Vermögenskomponenten dargestellt: Die Bilanzsumme hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 23,2 % bzw. T€ 2.178 von T€ 9.387 auf T€ 7.209 verringert. Das Anlagevermögen zeigt eine Veränderung von T€ -816 auf T€ 1.503. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von T€ 650 auf die immateriellen Vermögensgegenstände zurückzuführen. Die Abnahme des Umlaufvermögens ist im Wesentlichen auf den Rückgang der liquiden Mittel um T€ 2.121 zurückzuführen. Dem steht eine Erhöhung der aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 606 entgegen. Das Eigenkapital verminderte sich aufgrund des Jahresfehlbetrags des Geschäftsjahres um T€ 1.779 auf T€ 3.870. Das mittel- und kurzfristige Fremdkapital hat sich um T€ 399 bzw. 10,7 % vermindert. Dies ist im Wesentlichen auf die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 375 zurückzuführen. Eine Überschuldung im Sinne der Insolvenzordnung liegt aufgrund der positiven Fortführungsprognose nicht vor. Diese Einschätzung seitens des Vorstands basiert auf der Finanzplanung für die Jahre 2024 bis 2026. 2.4.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Unter Berücksichtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann festgestellt werden, dass, zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens vor dem Hintergrund der Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung und damit einhergehenden Zukunftsinitiativen als zufriedenstellend anzusehen ist. Maßgebliche finanzielle Leistungsindikatoren für das Unternehmen stellen Gesamtleistung (T€ 5.679, Vj. T€ 6.567) und das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (T€ -626, Vj. T€ -405) dar. Im Bereich der Lizenzumsätze konnte im Geschäftsjahr erneut eine Steigerung (+4,3%) erzielt werden. Die im Eigengeschäft vermarkteten Produkte der bisherigen Generation (Banking Plattform) weisen deutlich positive Ergebnisbeiträge auf. In der neuesten Produktgeneration war das Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr noch durch Investitionen in Produktkomponenten sowie Go-to-Market Aufwendungen in der Positionierung im Direktgeschäft wie auch den Partner-Channel beeinflusst. Im internationalen Vertrieb über einen weltweit agierenden strategischen Partner konnten im Geschäftsjahr weitere Kunden gewonnen werden. Erwartungsgemäß erwirtschaftet die Produktsparte noch keine kostendeckenden Umsätze. Mit den Vertriebserfolgen und dem Fokus auf die Positionierung unseres Produktangebotes im Vertriebskanal des strategischen Partners, wurden im Bereich der nicht finanziellen Leistungsindikatoren die Grundlagen für ein weiteres Umsatzwachstum geschaffen. Rückläufig gegenüber dem Vorjahr ist das Service-Geschäft. Maßgeblich sind hier Transformationserfordernisse über die Neuausrichtung im Geschäftsmodell, welche nicht in der geplanten Geschwindigkeit umgesetzt werden konnten. 3. Prognose-, Chancen-, Risikobericht 3.1 Prognosebericht Wir weisen darauf hin, dass es sich um zukunftsbezogene Aussagen handelt, mit der Konsequenz, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Hinsichtlich der im Rahmen des Prognoseberichts darzustellenden Risiken verweisen wir auf den Risikobericht. Dem nachfolgenden Prognosebericht liegt ein Prognosezeitraum von einem Jahr zugrunde. Über diesen Prognosehorizont hinaus sind Sondereinflüsse zu berücksichtigen. 3.1.1 Prognose der Rahmenbedingungen [Quelle: www.sachverständigenrat-wirtschaft.de; Auszüge und inhaltliche Wiedergabe aus Jahresgutachten 2023/24; WACHSSTUMSSCHWÄCHE ÜBERWINDEN - IN DIE ZUKUNFT INVESTIEREN - Kurzfassung] Die Prognose weist auf ein anhaltend niedriges Potenzialwachstum hin, bedingt durch demografische Herausforderungen und einen rückläufigen Modernitätsgrad des Kapitalstocks. Das Wachstum des Produktionspotenzials wird in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich auf einem niedrigen Niveau verbleiben, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die demografische Alterung wird das Arbeitsvolumen und das Wirtschaftswachstum weiterhin dämpfen. Ein Rückgang des Arbeitsvolumens und eine Verknappung des Arbeitskräfteangebots sind zu erwarten, was sich negativ auf das Produktivitätswachstum auswirken könnte. Um den Rückgang des Arbeitsvolumens zu kompensieren, werden Verbesserungen der Erwerbsanreize und eine erleichterte Erwerbszuwanderung empfohlen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Anzahl der inländischen Erwerbspersonen auszuweiten. Zur Stärkung des Kapitalstocks sind gut entwickelte und liquide Kapitalmärkte essenziell. Die Finanzierung der digitalen und grünen Transformation sowie die Stärkung von Start-ups erfordern verbesserte Kapitalmarktbedingungen und eine erhöhte Bereitstellung von Wagniskapital. Es wird eine Zunahme der Armutsgefährdung und stagnierende untere Einkommen prognostiziert. Reformen im Steuer-Transfer-System sind notwendig, um Armutsgefährdung zu reduzieren und Erwerbsanreize zu stärken. Angesichts der demografischen Alterung wird eine Reform der gesetzlichen Rentenversicherung empfohlen, um deren Finanzierung langfristig zu sichern und Altersarmut zu reduzieren. Vorgeschlagen wird unter anderem die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung und die Einführung einer kapitalgedeckten Altersvorsorge. Die Verbesserung der Dateninfrastruktur wird als wichtig für fundierte politische Entscheidungen und effiziente Verwaltung angesehen. Es wird eine Modernisierung der amtlichen Statistik empfohlen, um flexiblere und datengestützte Politikentscheidungen zu ermöglichen. 3.1.2 Prognose der Branchenentwicklung [Quellen: Forrester's (Nasdaq: FORR) Global Tech Market Forecast, 2023 to 2027, veröffentlicht am 18.01.2024; IDC Predictions IT expenditures, veröffentlicht am 18.01.2024; Gartner Forecasts Worldwide IT Spending to Grow, veröffentlicht am 17.01.2024; McKinsey, Technology and telecommunications B2B customer buying trends: Bright horizons with some warning signs, veröffentlicht am 26.02.2024; Digitalwirtschaft wieder optimistischer, veröffentlicht am 01.04.2024; Top 10 Worldwide IT Industry 2024 Predictions: Mastering AI Everywhere | IDC Blog, veröffentlicht am 01.11.2023] Alle wesentlichen Analysten-Reports gehen für das Jahr 2024 von einem Wachstum der IT-Ausgaben aus. Dies gilt für die Prognosen von Gartner gleichermaßen wie für Forrester und IDC. Auch die Wachstumsrate ist zwischen den Prognosen sehr vergleichbar mit etwa 6%. Für die knowis AG noch wichtiger sind die prognostizierten Wachstumsraten innerhalb des IT-Gesamtsegmentes. So prognostiziert Gartner ein Wachstum im Bereich Software von knapp 14% und etwa 10% bei IT Services. Auch die Berater von McKinsey gehen in ihrem Marktausblick für 2024 von einem signifikanten Wachstum von etwa 8% im Bereich von Geschäftsanwendungen (Business Applications) sowie 8% allgemein im Bereich Cloud-Computing aus. Für die knowis als Anbieter einer Entwicklungsplattform zur cloud-nativen Anwendungsentwicklung sind dies wichtige Indikatoren. Mit Blick auf den Wirtschaftsstandort der knowis AG zeigt der Bitkom-Ifo-Digitalindex für März 2024, dass die Digitalbranche deutlich zuversichtlicher ist als die Gesamtwirtschaft. Der Digitalindex repräsentiert das Geschäftsklima in der Digitalbranche und basiert auf monatlichen Ifo-Konjunkturumfragen. Speziell für den deutschen Markt erwartet der Digitalverband Bitkom, trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds, für Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) in 2024 ein Umsatzplus von 4,4 Prozent auf 224,3 Milliarden Euro. Der IT-Markt erfährt weiter (und zusätzlich gegenüber den Vorjahren) Dynamik durch die Technologie- sprünge im Bereich Generativer-AI. IDC prognostiziert eine starke Umverteilung von IT-Ausgaben in Richtung AI mit Auswirkungen auf faktisch alle Industrien und Applikationen. Dieser Effekt wird nach Auffassung der knowis AG nicht nur unmittelbar auf AI-Produkte und -Komponenten wirken, sondern mittelbar auf den Modernisierungsdruck in Kernanwendungen und Applikationen im Allgemeinen. 3.1.3 Prognose der Unternehmensentwicklung Im aktuellen Ausblick geht der Vorstand von einer fragilen Erholung der gesamtwirtschaftlichen Lage aus. Insbesondere steigende Zinsen in Verbindung mit einer weiterhin anhaltend hohen Inflation haben weiterhin das Potential, Kundenverhalten stark zu beeinflussen und entsprechend auch die Investitionsschwerpunkte unserer Kunden zu verändern. Unbenommen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung werden die Geschäftsmodelle von Unternehmen jedoch auch in Zukunft durch einen weiterhin steigenden Veränderungsdruck, auf Grund zunehmendem technologischen Veränderungsdruck, geprägt sein. Im Konkreten werden Unternehmen aller Branchen Software vermehrt neu entwickeln, modernisieren oder integrieren, um neue Technologien in ihrem Business-Kontext anwendbar zu machen. Zu diesem Zweck wird in moderne IT-Werkzeuge gleichermaßen zu investieren sein, wie das Enablement oder Augmentieren bestehender IT-Ressourcen. Das Leistungsversprechen der knowis AG ist die Reduktion der Komplexität im Design und Coding maßgeschneiderter Business-Applikationen durch Software und Service. Das Unternehmen sieht daher einen hohen "Fit" zwischen den knowis Offerings und den Bedürfnissen von Entwicklungsteams branchenübergreifend. Für das kommende Geschäftsjahr gehen wir von einer Steigerung der Gesamtleistung von ca. 25 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 aus. Durch den Ausbau bestehender Leuchtturmkunden mit unserem strategischen Partner, Neukundenzuwachs in diesem Geschäftsbereich sowie dem Aufbau des Eigengeschäftes in neuer Positionierung, erwarten wir dabei bei weiter stabilen Softwareerlösen aus dem bisherigen Bestandsgeschäft (Banking-Plattform) eine deutliche Steigerung der Softwareerlöse in der neuen Produktgeneration. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen wird im kommenden Geschäftsjahr immer noch durch die Investitionen in die neue Produktgeneration auf dem Niveau des Geschäftsjahres belastet sein und nach Amortisation ab 2025 zu deutlich positiven Ergebnissen führen. Die Neugeschäftsplanung für die Folgejahre ist ambitioniert und mit den typischen Zeit- und Realisierungsrisiken verbunden. 3.2 Chancen- und Risikobericht Chancen und Risiken sind die häufig auf Berechnungen beruhenden Vorhersagen eines möglichen Nutzens im positiven Fall bzw. eines Schadens im negativen Fall. Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund ist ein wirksames Chancen- und Risikomanagement ein Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung und Steigerung des Unternehmenswertes. Die knowis AG agiert als spezialisiertes Softwarehaus in einem umkämpften Zielmarkt. Aufgrund der Unternehmensgröße und der eingeschlagenen Wachstumsstrategie ist die Gesellschaft mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. In der Unternehmensstrategie wurden der technologische und der wirtschaftliche Entwicklungspfad der Gesellschaft festgelegt. Aus der ambitionierten Wachstumsstrategie ist ersichtlich, dass Risiken eingegangen werden müssen, um die gesetzten Ziele erreichen zu können. Unter dieser Prämisse ist die Risikobereitschaft der Gesellschaft als risikoneutral einzustufen. Das bedeutet, dass Risiken, die zum Erreichen der Unternehmensziele eingegangen werden müssen, zum einen so weit wie möglich eingegrenzt werden und zum anderen durch ein systematisches Risikocontrolling überwacht werden. Wir haben die Risiken, denen wir gegenüberstehen, verschiedenen Erhebungskategorien zugeordnet und beurteilen diese regelmäßig in jeweils vier Ausprägungen hinsichtlich ihrer Eintrittshäufigkeit und ihrem Schadensausmaß.
In der aus 25 Feldern bestehenden Risikomatrix bewerten wir Risiken in Abhängigkeit von ihrer Einstufung als niedriges, mittleres oder hohes Risiko. Wir beleuchten im Folgenden die Risiken mit mindestens mittlerer Einstufung,
Das Management von Chancen ist eine fortwährende Aufgabe, um eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu gewährleisten. Durch die intensive Zusammenarbeit mit Kunden, das Expertenwissen unserer Mitarbeiter und durch Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft werden frühzeitig Trends, Chancen und Anforderungen des Marktes erkannt, analysiert und umgesetzt. Darüber hinaus ermöglicht die Markt- und Wettbewerbsbeobachtung das Identifizieren von Chancen hinsichtlich weiterer Geschäftspotentiale. Die erwarteten Markt- und Umfeldentwicklungen werden im Lagebericht unter "Prognose der Unternehmensentwicklung" dargestellt. Diese Faktoren sind wesentliche Bestimmungsgrößen für die strategische Positionierung und die daraus resultierenden Chancen im Geschäftsjahr 2024. 4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Risikobereitschaft der Gesellschaft ist als risikoneutral einzustufen. In diesem Zusammenhang wird die Erfassung von Risiken betreffend Finanzinstrumenten ab einer Wesentlichkeitsgrenze durchgeführt. Generell wird auf den Einsatz von risikobehafteten Finanzinstrumenten verzichtet.
Regensburg, den 19. Juni 2024 knowis AG, Regensburg Der Vorstand Dr. Gerald Gaßner BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023- zulässig verkürzte GuV der mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 276 HGB -
AnhangOffenzulegende Fassung gem. § 327 Abs. 1 Nr. 2 HGB 1. Allgemeine Angaben und Erläuterungen 1.1 Gesellschaftsrechtliche Angaben Die knowis AG, Regensburg, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB und unterliegt damit der gesetzlichen Prüfungspflicht gem. § 316 Abs. 1 Satz 1 HGB. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Regensburg im Register B unter der Nummer 9570 eingetragen. 1.2 Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde wie in den Vorjahren nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches, der weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften sowie der Satzung erstellt. 1.3 Maßgeblichkeit des Grundsatzes der Unternehmensfortführung Die Gesellschaft weist im Berichtsjahr einen Jahresfehlbetrag von T€ 1.779 gegenüber von T€ 1.913 im Vorjahr aus. Im Rahmen der Marktbearbeitung konnten in den vergangenen Jahren wichtige Referenzkunden gewonnen und belastbare Kooperationen aufgebaut werden. Aufgrund der geplanten Unternehmensentwicklung geht der Vorstand bei Fortsetzung der eingeschlagenen Strategie von einer positiven Fortführungsprognose aus, da mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die Einzahlungen mittelfristig die Auszahlungen decken, und damit unverändert vom Grundsatz der Unternehmensfortführung (going-concern) aus. Die Gesellschafterdarlehen wurden bis zum 30. September 2026 verlängert, was der Vorstand in seine Annahme der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit hat einfließen lassen. Ferner wurde unter Einbindung einer auf Technologie-Unternehmen spezialisierte M&A- / Corporate-Finance-Beratungsgesellschaft im Frühjahr 2022 eine Series B-Finanzierungsrunde umgesetzt, welche ausreichenden finanziellen Spielraum für die Umsetzung der ambitionierten Wachstumsziele einräumt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Den planmäßigen Abschreibungen liegt eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 Jahren zugrunde. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Abschreibungen auf abnutzbare Anlagegegenstände werden linear vorgenommen. Bei beweglichen Anlagegütern erfolgt die Abschreibung im Jahr des Zugangs pro rata temporis. Den planmäßigen Abschreibungen liegen betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von 3 bis 13 Jahren zugrunde Zugänge an geringwertigen Anlagegütern mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 250,00 werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst. Für geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von € 250,00 bis € 1.000,00 wird ein sogenannter Sammelposten gebildet, der auf fünf Jahre verteilt linear abgeschrieben wird. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Von dem Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen wird Gebrauch gemacht. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet 3. Angaben zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Beilage zu diesem Anhang dargestellt. Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 S. 1 HGB wird in Anspruch genommen. Der Betrag der direkt zuzuordnenden Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beträgt T€ 898 (Gesamtbetrag: T€ 935). Der Buchwert der selbst geschaffenen Software bzw. der selbst geschaffenen Software in Entwicklung beträgt zum Stichtag T€ 1.416. 3.2 Eigenkapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum Stichtag € 300.878,00 (Vj. € 300.878,00). Es ist eingeteilt in 63.238 Stammaktien und 237.640 Vorzugsaktien jeweils mit einem Nennwert von € 1,00. Im Bilanzverlust ist ein vorhandener Jahresfehlbetrag in Höhe von € 1.778.544,82 enthalten. 3.3 Ausschüttungssperre Ein Gesamtbetrag in Höhe von T€ 3.575 unterliegt der Ausschüttungssperre des § 268 Abs. 8 HGB. Dieser Gesamtbetrag gliedert sich wie folgt:
3.4 Verbindlichkeiten
Keine der o.g. Verbindlichkeiten ist durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Abschreibungen Im Geschäftsjahr 2023 wurde infolge einer Korrektur der Bewertungsansätze eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von T€ 650 auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgenstände für das Geschäftsjahr 2022 vorgenommen. 5. Ergänzende Angaben 5.1 Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen, entsprechend der Ermittlung nach § 267 Abs. 5 HGB, 55 Arbeitnehmer (Vj. 64) beschäftigt, davon im Jahresdurchschnitt 4,5 leitende Angestellte. Die gesetzlichen Vertreter der knowis AG, Regensburg, sind nicht den Arbeitnehmern i.S.d. § 267 Abs. 5 HGB zuzuordnen. 5.2 Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden am Stichtag nicht. 5.3 sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Stichtag 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von netto T€ 1.234. Diese ergeben sich im Wesentlichen aus dem abgeschlossenen Mietvertrag für die neuen Büroräume. Der Mietvertrag hat eine Restlaufzeit von 84 Monaten. Des Weiteren liegen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen mit einer Restlaufzeit von 18 bzw. 17 Monaten vor. Dies trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. 5.4 Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. 5.5 ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresfehlbetrag von € 1.778.544,82 und der Vortrag des Bilanzverlustes ergeben zusammen einen Betrag von € 9.674.284,93. Es wird vorgeschlagen, diesen auf neue Rechnung vorzutragen. 5.6 Vorstand Dr. Gerald Gaßner, Dipl.-Informatiker Stefan Engl, Dipl.-Kaufmann (bis 30. April 2024) In Anlehnung an § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands verzichtet. 5.7 Aufsichtsrat Richard Seibt, Diplomkaufmann (Vorsitzender des Aufsichtsrats) Johannes Rabini, Geschäftsführer (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) Wolf-Peter Reimann-Dubbers, Geschäftsführer Tim Sievers, Geschäftsführer Bernhard Köhler, Investment Director Die Gesamtbezüge der Aufsichtsräte belaufen sich im Geschäftsjahr auf T€ 18.
Regensburg, den 19. Juni 2024 knowis AG, Regensburg Der Vorstand Dr. Gerald Gaßner Datum der Feststellung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 4. Juli 2024 festgestellt.
Bericht des Aufsichtsrats über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Ergebnisverwendungsvorschlags zum 31. Dezember 2023der knowis AG, Regensburg1. Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen und in enger, vertrauensvoller sowie konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Vorstand diesen umfassend beraten und dessen Geschäftsführung überwacht. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für die knowis AG waren, eingebunden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in mündlichen und schriftlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Aspekte der Strategie, der Planung und Geschäftsentwicklung, der Risikolage und Risikoentwicklung sowie der Personalsituation und Aufbauorganisation und stand dem Aufsichtsrat in den Sitzungen für Fragen zur Verfügung. Soweit für Entscheidungen oder Maßnahmen des Vorstands im Berichtszeitraum aufgrund von Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, prüften und berieten die Mitglieder des Aufsichtsrats jeweils gründlich die Beschlussvorlagen in den Sitzungen. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat stets unmittelbar eingebunden. 2. Sitzungen des Aufsichtsrats und Prüfung der Unternehmenspolitik Im Überwachungszeitraum wurden sechs Aufsichtsratssitzungen abgehalten. Die Anzahl der Sitzungen orientiert sich an § 110 Abs. 3 AktG. Der Umfang der Überwachungstätigkeit leitet sich im Wesentlichen aus den Berichtspflichten des Vorstandes gem. § 90 AktG ab. Der Aufsichtsrat hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben ein HR- und ein Audit Committee eingerichtet. Die Ausschüsse bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die im Rahmen der Sitzung zu behandelnden Themen vor. Der Ausschuss berichtet im Aufsichtsrat über das Ergebnis der jeweiligen Ausschusssitzung. 3. Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrats Gemäß den nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben befasste sich der Aufsichtsrat im vergangenen Berichtsjahr ausführlich mit der operativen und wirtschaftlichen Entwicklung der knowis AG. Neben Updates zur Geschäftsentwicklung und den sich daraus ergebenen Auswirkungen für die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage des Unternehmens war Schwerpunkt der Diskussionen die Begleitung der Umsetzung der strategischen Maßnahmen zur Anpassung im Geschäftsmodell. Des Weiteren erfolgte die Begleitung der Definition des Go-To Markets sowie die Zusammenarbeit im Bereich Partner Sales und IBM. Insgesamt haben sich aus der Tätigkeit des Vorstands keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat wird in der Hauptversammlung die Entlastung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2023 vorschlagen. 4. Jahresabschlussprüfung Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2023 ordnungsgemäß an die zuvor von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewälte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilt. KPMG hat die knowis AG 2023 zum zweiten Mal geprüft. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft worden und es wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss mit Lagebericht wurde dem Audit Committee durch die für die Durchführung der Prüfung verantwortlichen Wirtschaftsprüfer erläutert und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Die Abschlussprüfer berichteten über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung, gingen dabei auf die wichtigen Prüfungssachverhalte und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein und standen dem Committee für Fragen zur Verfügung. 5. Prüfung der Ordnungsmäßigkeit von Jahresabschluss und ErgebnisverwendungsvorschlagIm Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses wurde als Grundlage im Wesentlichen der Prüfungsbericht der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft herangezogen. Eine ausreichende Prüfungssicherheit ist gegeben. Die nicht durch den Prüfungsauftrag abgedeckten Bereiche ließen keine wesentlichen Auffälligkeiten erkennen. Ein Gewinnverwendungsvorschlag unterlag, bedingt durch den Ausweis eines Jahresfehlbetrages im Wirtschaftsjahr, nicht der Prüfung. Bei der knowis AG handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Eine Prüfung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften von Ziffer 15.1. der Satzung aufgrund gesetzlicher Vorschriften. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. 6. Dank Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von knowis AG für ihren hohen persönlichen Einsatz, ihre Leistungen sowie für das fortwährende Engagement und die gute Zusammenarbeit. Der Aufsichtsrat
Regensburg, 04.07.2024 Richard Seibt, Vorsitzender des Aufsichtsrates BestätigungsvermerkFür den vorstehenden zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden gesetzlich zulässige Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat zum vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht der knowis AG, Regensburg, mit einer Bilanzsumme von € 7.209.396,88 und einem Jahresfehlbetrag von € 1.778.544,82 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der knowis AG, Regensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der knowis AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Um und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Regensburg, den 19. Juni 2024 KPMG
AG
Zimmermann, Wirtschaftsprüferin Straßberger, Wirtschaftsprüfer |
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