NBS Invest GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Dr. Ummerle seit 26.2.2019 | Prokura |
Frédéric Naujokat seit 26.2.2019 | Geschäftsführer |
Daniel Baron seit 26.2.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 70.00% | |
| 25.00% | |
| 25.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
eHealth Experts GmbHDortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Lagebericht zum 30.09.2023eHealth Experts GmbHInhaltsverzeichnis 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell 1.2. Ziele und Strategie 1.3. Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.3. Marktentwicklung und Geschäftsverlauf 2.4. Darstellung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Unternehmens 3. Prognosebericht 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Politische Risiken 4.2. Marktrisiken 4.3. Operationelle Risiken 4.4. Sicherheitstechnische Risiken 4.5. Chancen 5. Sonstige Angaben 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell Die 2011 gegründete eHealth Experts GmbH [ehex] treibt an den drei Standorten in Dortmund, Berlin und München mit mehr als 50 Mitarbeitern die Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens voran. Der Jahresumsatz lag im Geschäftsjahr 2022/23 bei ca. 10,8 Millionen Euro. Seit dem ersten Tag steht unser Team für neue Wege und einzigartige Lösungen im eHealth-Universum. Unter dem Begriff eHealth werden Anwendungen zusammengefasst, die zur Unterstützung der Behandlung und Betreuung von Patientinnen und Patienten die Möglichkeiten nutzen, die moderne Informations- und Kommunikationstechnologien bieten. Das Unternehmen ist einer der führenden Anbieter von Spezialsoftware für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur [TI] des deutschen Gesundheitswesens. Die Telematikinfrastruktur vernetzt alle Akteure und Institutionen des Gesundheitswesens miteinander und ermöglicht dadurch einen organisationsübergreifenden Datenaustausch innerhalb des Gesundheitswesens. Rund 90.000 Praxen, Krankenhäuser und Apotheken sind mit Software von ehex an die TI angeschlossen. Zu den Entwicklungen des Unternehmens zählt die Software für den secunet Konnektor. Der Konnektor dient der sicheren Anbindung der Leistungserbringerinstitution an die Telematikinfrastruktur. Der secunet Konnektor zählt mit über 80.000 Installationen zu den populärsten seiner Art. Mit unserer Entwicklung des Highspeed-Konnektors und des TI-Gateways sind wir Teil der technischen Innovation, die die Digitalisierung des Gesundheitswesens in den kommenden Jahren maßgeblich vorantreiben wird. Mehr als 20.000 Leistungserbringer können über unsere Software easyTI das E-Rezept, die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU), die elektronische Patientenakte (ePA) und andere TI-Fachanwendungen nutzen. Die Software ergänzt damit das Primärsystem der Praxis. Über 1.200 klinische Einrichtungen in Deutschland organisieren mit unserem konnektor manager ihre TI-Anbindung. Der konnektor manager erleichtert die Administration vieler Zugänge zur gleichen Zeit durch Funktionen wie eine konnektorübergreifende Übersicht und aktuelle Zustände für die angebundenen Konnektoren. Mit unseren Software-Lösungen machen wir die Telematikinfrastruktur für alle Akteure der digitalen Gesundheitsbranche nutzbar. 1.2. Ziele und StrategieZiel der eHealth Experts GmbH ist es, innovative Lösungen im eHealth-Bereich zu entwickeln, die dabei helfen, die Gesundheitsversorgung in Deutschland zu verbessern. Aktuell entwickeln wir dabei Lösungen zur sicheren Anbindung der Leistungserbringerorganisationen an die Telematikinfrastruktur, Lösungen zur einfachen Nutzung der TI in den Anwendungsprozessen der Leistungserbringer und Lösungen zum einfachen Betrieb der Komponenten. Die weitere Strategie sieht zum einen funktionale Weiterentwicklungen unserer bestehenden Anwendungen vor, zum anderen die Entwicklung von neuen Lösungen im Umfeld der Telematikinfrastruktur. In der Zukunft wird sich die Anbindung der Leistungserbringer an die Telematikinfrastruktur von hardwarebasierten Lösungen hin zu virtuellen Lösungen entwickeln. Dabei werden die hardwarebasierten Konnektoren durch einen virtuellen Konnektor (High-Speed-Konnektor) als cloudbasierte Lösung ersetzt, der den TI-Anschluss unabhängiger, leistungsfähiger und einfacher im Handling macht. Das TI-Gateway ist ein Dienst, der es ermöglicht, den TI-Anschluss über Highspeed-Konnektoren in geprüften Rechenzentren für die Leistungserbringer als Service anzubieten ("TI as a Service", TIaaS). Der High-Speed-Konnektor und das TI-Gateway sind dabei ein erster Schritt Richtung Telematikinfrastruktur 2.0, einer grundlegenden Weiterentwicklung des bisherigen Gesundheitsnetzes. 1.3. Forschung und EntwicklungDie Entwicklung von kreativen Lösungen für das Gesundheitswesen ist unser Kerngeschäft. Wir haben den Anspruch, durch unsere Forschungs- und Entwicklungsprojekte die fortschreitende Digitalisierung der Gesundheitsversorgung und den Aufbau der TI 2.0 federführend zu gestalten und zu prägen. Aktuell arbeiten wir an der Entwicklung eines High-Speed-Konnektors und eines TI-Gateways, dem ehex "infinity konnektor" und dem, ehex "infinity gate" als neue Produktgeneration. Der zukünftige infinity konnektor wird nach aktuellem Stand der Entwicklung extrem leistungsfähig sein. Maximale Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit machen ihn perfekt für den Betrieb großer TIaaS Umgebungen im Zusammenspiel mit dem TI-Gateway. Der infinity konnektor soll dabei im 2. Quartal 2024 für den produktiven Einsatz zugelassen werden, das infinity gate bis Mitte des Jahres 2024. Um diese selbstgesetzten Fristen zu halten, wurde das Forschungsteam im abgelaufenen Geschäftsjahr um weitere Mitarbeitende verstärkt. Ein weiteres Modul, das im kommenden Geschäftsjahr die Zulassung erhalten soll, ist "cardlink". Diese Technologie stellt eine sichere Verbindung zwischen persönlicher Gesundheitskarte und NFC-fähigen Smartphone her und ermöglicht so eine rein digitale E-Rezept-Einlösung. Bei der Weiterentwicklung des secunet Konnektors steht im nächsten Geschäftsjahr die Funktionalität der Laufzeitverlängerung an. Für unser Produkt easyTI steht die Entwicklung der Funktionalitäten der elektronischen Patientenakte in der Version 3.0 ("ePA für alle") im Mittelpunkt. Daneben werden wir easyTI u.a. mit zusätzlichen Medizinischen Informationsobjekten (MIOs), mit den Funktionalitäten zu KIM 1.5+ und zusätzlichen Funktionen für den Einsatz bei den sonstigen Leistungserbringern erweitern. Daneben entwickeln wir weitere Lösungen im Bereich der eHealth-Anwendungen. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Geschäftsmodell der eHealth Experts GmbH ist von den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen unabhängig und ist durch die besonderen Rahmenbedingungen der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen geprägt. 2.2. Branchenbezogene RahmenbedingungenDurch die Covid19-Pandemie wurden die Defizite in der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen klar aufgezeigt. Die Pandemie hat dabei zu einer Beschleunigung der Digitalisierung beigetragen. Mit den digitalen Impfzertifikaten und der CovPass-App sowie der Corona-Warn-App hat die breite Bevölkerung das erste Mal digitale Anwendungen im Gesundheitswesen im täglichen Ablauf genutzt. Von allen Experten wird die weitere Digitalisierung des Gesundheitswesens als notwendiger Schritt angesehen, um die Effizienz und Qualität in der Gesundheitsversorgung in Deutschland zu verbessern. So wurden im Jahr 2022 mit der Pilotierung des E-Rezepts, der Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung [eAU] sowie der elektronischen Patientenakte [ePA] in der Version 2.0 weitere wichtige Anwendungen der Telematikinfrastruktur etabliert. Die verpflichtende Einführung des eRezepts zum 01.01.2024 und die Weiterentwicklungen der elektronischen Patientenakte zur Version 3.0 ("ePA für alle") stellen weitere wichtige Meilensteine in der Verbreitung und Nutzung der Telematikinfrastruktur an: Mit dem Gesetz zur Beschleunigung der Digitalisierung des Gesundheitswesens (Digital-Gesetz - DigiG), das im Dezember 2023 vom deutschen Bundestag verabschiedet wurde, hat die Bundesregierung eine weitere Grundlage für den Ausbau der Digitalisierung und der Telematikinfrastruktur in Deutschland gelegt. Das Gesetz hat insbesondere zum Ziel, die Potenziale der elektronischen Patientenakte (ePA) zur Steigerung der Patientensicherheit und der medizinisch-pflegerischen Versorgungsqualität besser auszuschöpfen. Zentrale Ansatzpunkte sind die Umstellung auf eine Widerspruchslösung zur flächendeckenden Verbreitung der elektronischen Patientenakte ("ePA für alle"), die Weiterentwicklung des E-Rezepts sowie eine Verbesserung des Zugangs zu Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA). Nach Vorgaben der gematik soll die bestehende Infrastruktur in einem fortlaufenden Prozess in Richtung TI 2.0 weiterentwickelt werden. Ein wesentliches Element dieser Transition ist die sukzessive Umstellung von hardware- auf cloudbasierte, virtuelle Konnektoren und der Betrieb von TI-Gateways durch geprüfte Anbieter. 2.3. Marktentwicklung und GeschäftsverlaufIm vergangenen Geschäftsjahr konnte die eHealth Experts GmbH ihre gute Marktposition im Bereich der TI-Anwendungen weiter ausbauen. So sind über 80.000 Ärzten, Apotheken und Krankenhäusern mit dem secunet Konnektor ausgestattet und über 20.000 Leistungserbringern setzen unsere Anwendung easyTI ein. Daneben hat auch die Ausstattung der sonstigen Leistungserbringer (Pflegeeinrichtungen, Hebammen, Physiotherapeuten etc.) mit der Telematikinfrastruktur begonnen. Die Basis für unseren Umsatzerlöse bildeten auch im vergangenen Geschäftsjahr die Wartungseinnahmen für unsere Produkte Konnektor, easyTI und konnektor manager durch unsere Bestandskunden. Neben den Wartungseinnahmen bilden die Software-Lizenzerlöse für easyTI, konnektor manager und weitere Konnektor-Versionen den zweiten großen Umsatzblock. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten ca. 36.000 Leistungserbringer mit den Konnektor-Lizenzen für die elektronische Patientenakte 2.0 (PTV5) ausgestattet werden. Aufgrund der veränderten Priorisierung der Einführung der elektronischen Patientenakte durch den Gesetzgeber ("ePA für alle") und durch den Paradigmenwechsel der gematik mit Verschiebung der Funktionalitäten vom Einbox-Konnektor zu den Primärsystemen und zentralen Systemen konnten insgesamt weniger Lizenzen für den Einbox-Konnektor verkauft werden als geplant. Mit der Erweiterung der Installationsbasis für unsere Anwendung easyTI auf über 20.000 Kunden konnte dieser Geschäftsbereich weiter gestärkt werden. Durch unsere Investitionen in die Entwicklung der neuen Produktgeneration für den Highspeed-Konnektor und das TI-Gateway arbeiten wir an der Grundlage für unseren zukünftigen Geschäftserfolg. Die sonstigen Umsatzerlöse verteilen sich auf weitere Dienstleistungen und Entwicklungsleistungen. 2.4. Darstellung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des UnternehmensDie Vermögenslage ist durch einen Rückgang der Bilanzsumme um TEUR 871 (6,5 %) auf TEUR 12.624 gekennzeichnet. Auf der Vermögensseite erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen aus Leistungen um TEUR 113 und die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen um TEUR 785, während sich die Forderungen unter den sonstigen Vermögensgegenständen gegenläufig reduzierten. Das Anlagevermögen stieg um TEUR 630. Die flüssigen Mittel sanken um TEUR 2.317. Auf der Kapitalseite sinkt das Eigenkapital bei einem Jahresüberschuss von TEUR 2.265 infolge der Ausschüttung an Gesellschafter um TEUR 456 auf TEUR 11.472. Die Eigenkapitalquote liegt damit bei 90,9 % (Vorjahr 88,4 %). Die Rückstellungen, insbesondere die Steuerrückstellungen, sowie die sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern entwickelten sich insgesamt rückläufig. Die Ertragslage ist vor allem durch den Rückgang der Umsatzerlöse um TEUR 2.550 auf TEUR 10.767 und die Erhöhung des Personalaufwandes von TEUR 2.997 auf TEUR 4.045 geprägt. Ursächlich für den Rückgang der Umsatzerlöse waren geringere Lizenzerlöse aus neuen Konnektor-Releases aufgrund von reduzierten Anforderungen und Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Infolgedessen sinkt das Betriebsergebnis um TEUR 4.777 auf TEUR 3.113. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag reduzierten sich daher um TEUR 1.452 auf TEUR 1.041. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 2.265 und liegt um TEUR 3.177 unter dem Vorjahr. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer stieg von 39 Arbeitnehmern im Vorjahr auf 52 Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2022/23. Die Umsatzrentabilität betrug 21,0 %. Im Vorjahr 2021/2022 lag dieser Wert bei 40,9 %. Trotz der überdurchschnittlichen Eigenkapitalquote erzielte die Gesellschaft eine Eigenkapitalrendite von 19,7 %. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt Mio. EUR 1,1. Aus der Investitionstätigkeit ergaben sich Mittelabflüsse in Höhe von TEUR 652. Aus der Finanzierungstätigkeit flossen Mio. EUR 2,7 ab; diese betreffen mit Mio. EUR 2,7 nahezu ausschließlich die Ausschüttung an Gesellschafter. Das Ergebnis vor Steuern und die Umsatzerlöse sind die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für ehex. Insgesamt sind wir mit der Entwicklung der Lage der Gesellschaft sehr zufrieden. 3. PrognoseberichtVon allen Experten wird die weitere Digitalisierung des Gesundheitswesens als notwendiger Schritt angesehen, um die Effizienz und Qualität in der Gesundheitsversorgung in Deutschland zu verbessern. Die eHealth-Branche und speziell der Bereich der Telematik-Infrastruktur bleibt weiterhin ein dynamisches Umfeld, das die ehex mit zu gestalten und positiv zu prägen versucht. Ausgehend von den geschilderten Rahmenbedingungen sowie der bisherige Markt- und Geschäftsentwicklung kann folgende Prognose abgeleitet werden: Durch die große Anzahl an Bestandskunden werden die Wartungseinnahmen auch in der Zukunft eine wichtige Grundlage für unseren Umsatz bilden. Dabei lassen sich zwei gegenläufige Tendenzen antizipieren: Die Wartungserlöse für den Einbox-Konnektor werden durch die schrittweise Umstellung der Leistungserbringer auf zentrale TIaaS-Lösungen langsam sinken. Ebenso werden die Erlöse durch neue Konnektor-Lizenzen aufgrund des Paradigmenwechsels der gematik - Verschiebung der Funktionalitäten vom Einbox-Konnektor zu den Primärsystemen und zentralen Systemen - nicht mehr in der Größenordnung der Vorjahre liegen. Im Bereich der Anwendung easyTI werden wir durch den Ausbau unserer Kundenbasis insbesondere auch bei den sonstigen Leistungserbringern die Lizenz- und Wartungserlöse steigern können. Die Einführung der "ePA für alle" bietet für easyTI weitere Umsatzpotentiale, da damit die komplexe Integration der ePA in die Primärsysteme deutlich erleichtert werden kann. Die Entwicklung des High-Speed-Konnektors und des TI-Gateways wird uns in den nächsten Jahren zusätzliche Erlöspotentiale eröffnen. Wir erwarten die Zulassung des infinity gates bis Mitte des Jahres 2024 und stehen bereits im Austausch mit einigen großen potenziellen Anbietern von TIaaS-Dienstleistungen. Bis Anfang 2025 sollen unsererseits sämtliche Voraussetzungen erfüllt sein, dass unsere potentiellen Partner entsprechende Anbieterzulassungen von der gematik erhalten können. Wir gehen zudem davon aus, dass unsere Neuentwicklung "cardlink" bis zum zweiten Quartal des Jahres 2024 ebenfalls die Zulassung erhält und anschließend von mindestens einer Versandapotheke implementiert wird. Im weiteren Verlauf des Jahres soll das Modul auch für lokale Apotheken verfügbar sein. Vor diesem Hintergrund befinden wir uns im Geschäftsjahr 2023/24 in einer Übergangsphase. Wir erwarten eine leichte Reduktion der Umsatzerlöse. Ebenfalls werden die Kosten aufgrund von geplanten zusätzlichen Mitarbeitern für die Entwicklung unserer neuen Lösungen deutlich steigen. Wir erwarten daher eine deutlich geringere Umsatzrentabilität als im vergangenen Geschäftsjahr. Die Zukunftsfähigkeit unseres Geschäftsmodells sehen wir insbesondere aufgrund der notwendigen weiteren Digitalisierung im Gesundheitswesen als gesichert an. 4. Chancen- und RisikoberichtDie Risikobetrachtung der eHealth Experts GmbH richtet sich zunächst auf die Unsicherheit der zukünftigen Entwicklungen im Gesundheitswesen. Hier besteht unsere Aufgabe darin, politische Veränderungen und deshalb wechselnde Marktgegebenheiten schnell zu erkennen, um flexibel darauf reagieren zu können. Im Einzelnen ist die eHealth Experts GmbH folgenden Risiken ausgesetzt. • Politische Risiken • Marktpreisrisiken • Operationelle Risiken • Sicherheitstechnische Risiken Diese Risiken gilt es zu identifizieren, zu bewerten, zu beobachten, mit ihnen verantwortungsvoll umzugehen, um sich bietende Marktchancen erschließen zu können. Steuerung und Reporting dieser Risiken sind Grundvoraussetzung für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Unter Risikomanagement versteht die eHealth Experts GmbH den systematischen und transparenten Umgang mit Risiken im Rahmen der durch die Geschäftsführung festgelegten Geschäfts- und Risikostrategien. Dazu gehören insbesondere eine angemessene Aufbau- und Ablauforganisation sowie Risikosteuerungs- und Controlling-Prozesse. 4.1. Politische RisikenDie Strategien zur Digitalisierung des Gesundheitswesens waren in der Vergangenheit häufig politischen Strömungen ausgesetzt. Die Wellen haben sich in den letzten Jahren allerdings deutlich geglättet. Im Rahmen der aktuellen Legislaturperiode sehen wir keine kritischen politischen Risiken. Die Bundesregierung hat ihr Bekenntnis zur Digitalisierung im Gesundheitswesen und zur Telematikinfrastruktur klar bekräftigt und den Rahmen für die Weiterentwicklung abgesteckt. Mit dem Gesetz zur Beschleunigung der Digitalisierung des Gesundheitswesens (Digital-Gesetz - DigiG), hat die Bundesregierung eine weitere Grundlage für den Ausbau der Digitalisierung und der Telematikinfrastruktur in Deutschland gelegt. 4.2. MarktrisikenMit der Ablösung des Einbox-Konnektors und der Entwicklung des Highspeed-Konnektors und des TI-Gateways wird der Markt für die Anbindung der Leistungserbringer an die Telematikinfrastruktur neu sortiert. Dabei ist der Preis für die TI-Anbindung, die Betreibbarkeit der Lösung sowie der Zeitraum bis zur Markteinführung für den Vertriebserfolg entscheidend. Derzeit sehen wir ca. 3 Wettbewerber, die ebenfalls an einem Highspeed-Konnektor und einem TI-Gateway arbeiten. Als Marktführer im Bereich der Einbox-Konnektoren sehen wir uns hier mit unseren innovativen Entwicklungen gut positioniert. Unsere Entwicklungen sind hier schon sehr weit fortgeschritten und wir haben bereits mit einigen großen potentiellen Anbietern Absichtserklärungen für den Einsatz unseres TI-Gateway abschließen können. Insbesondere im Bereich der sonstigen Leistungserbringer haben wir mit unserem Gesellschafter opta data einen sehr guten Marktzugang. 4.3. Operationelle RisikenOperationelle Risiken können durch das Versagen unserer internen Verfahren, durch den Ausfall unserer IT-Systeme, durch menschliche Fehler oder durch externe Ereignisse ausgelöst werden. Für die weitere Entwicklung von ehex besteht ein besonderes Risiko in der Team-Entwicklung. Wir sind darauf angewiesen, hochqualifizierte und hochmotivierte Mitarbeitende zu halten und zu gewinnen. Ein Mangel an qualifizierten Teammitgliedern könnte zu einem erheblichen Verlust an Fachwissen, Kompetenz und Umsetzungsstärke führen. Wir investieren deshalb erhebliche Ressourcen in das Teammanagement und in die Zufriedenheit unserer Beschäftigten. Beispiele für Maßnahmen, die wir umsetzen, sind flexible Arbeitsmodelle, gemeinsame Team-Aktivitäten, eine überdurchschnittliche Vergütung, kostenfreie Massageangebote und vieles mehr. Damit möchten wir bestehende Teammitglieder binden und attraktiv für potenzielle Neuzugänge sein. 4.4. Sicherheitstechnische RisikenCyberangriffe stellen ein seit Jahren steigendes sicherheitstechnisches Risiko für Unternehmen fast aller Branchen dar, wie es auch der aktuelle BSI-Lagebericht bestätigt und können den operativen Betrieb empfindlich schädigen. Dies zeigen bekanntgewordene Ransomware-Angriffe der letzten Zeit. Um diese sicherheitstechnischen Risiken zu managen, beobachten und bewerten wir die Bedrohungslage kontinuierlich, um geeignete Sicherheitsmaßnahmen abzuleiten und umzusetzen. Darunter u.a. die kontinuierliche Sensibilisierung der Mitarbeiter, die Absicherung unserer IT-Infrastruktur nach Security Best Practices durch qualifiziertes Personal und die Aktualisierung entsprechender Sicherheitsrichtlinien sowie deren stichprobenhafte Überprüfung. 4.5. ChancenAus der notwendigen weiteren Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens ergeben sich eine Vielzahl von Chancen für unser Unternehmen. Die Telematikinfrastruktur ist seit dem Jahr 2005 in der Entwicklung. Vor dem Hintergrund der heutigen technischen Möglichkeiten sowie der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ist eine technologische Weiterentwicklung zur Telematikinfrastruktur 2.0 erforderlich, um die Zukunftsfähigkeit der TI zu sichern. Dabei sollen u.a. die hardwarebasierten Konnektoren durch virtuelle Konnektoren als cloudbasierte Lösung ersetzt werden. Mithilfe digitaler Identitäten soll die TI noch schneller, flexibler und auch mobil nutzbar sein. Die Migration der bestehenden Infrastruktur in Richtung TI 2.0 bietet für uns Chancen im Hinblick auf die Weiterentwicklung unserer bestehenden Produkte an die zukünftigen Anforderungen sowie die Entwicklung neuer Lösungen und Serviceangebote. Mit unserem infinity konnektor und unserem infinity gate arbeiten wir dabei schon jetzt an den wesentlichen Bausteinen in Richtung TI 2.0. Die Öffnung der Telematikinfrastruktur für sonstige Leistungserbringer (z.B. Pflegeeinrichtungen, Hebammen, Physiotherapeuten) erweitert den bestehenden Markt um neue Benutzergruppen. Gerade für die kleineren Einrichtungen sind dabei flexible Serviceangebote und einfache Lösungen zur Anbindung an die TI notwendig. Durch diese Markterweiterung ergeben sich zusätzliche Vertriebschance für unsere bestehenden Lösungen wie easyTI. Die Einführung der "ePA für alle" bietet für easyTI weitere Umsatzpotentiale, da damit die komplexe Integration der ePA in die Primärsysteme deutlich erleichtert werden kann. Ebenso bedeutet der Paradigmenwechsel der gematik mit Verlagerung von mehr Funktionalitäten in die Primärsyteme zusätzliche Chancen für easyTI im Markt. Insgesamt sehen wir für unsere Geschäftsentwicklung aktuell deutlich mehr Chancen als Risiken. 5. Sonstige AngabenUnser Dank gilt unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die durch ihren Einsatz und auch ihr Engagement zur Weiterentwicklung das Ergebnis des Wirtschaftsjahres 2022/23 ermöglicht haben.
Dortmund, den 14.05.2024 Frédéric Naujokat BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, über eine Nutzungsdauer von drei bzw. zehn Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt jeweils zwischen 3 und 15 Jahren. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens wird nachfolgend dargestellt. Finanzanlagen Die mit einem Buchwert von EUR 250.000,00 unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Wertpapiere werden gemäß dem Wahlrecht des § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB über dem beizulegenden Zeitwert von EUR 247.157,50 bilanziert, da von einer künftig positiven Kursentwicklung ausgegangen wird. Forderungen Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben in Höhe von EUR 2.308.774,34 (Vorjahr: EUR 1.618.227,12) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände Der Betrag der unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 1.334.153,86 (Vorjahr: EUR 1.654.372,92). Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 1.008.584,50 (Vorjahr: EUR 1.015.294,49). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen. Angaben zu Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben zum Stichtag wie im Vorjahr insgesamt eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr: 230.247,93 EUR). Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 354.741,12 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Daneben besteht eine Verpflichtung in Höhe von jährlich EUR 10.000,00 aus einer Mietbürgschaft. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von EUR 1.157,80 (Vorjahr: EUR 62.664,45) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung von EUR 42,46 (Vorjahr: EUR 1,30). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren periodenfremde Aufwendungen von EUR 35.293,66 (Vorjahr: EUR 37.131,06). Latente Steuern Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 32,0304 %. Die in der Bilanz ausgewiesenen passiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Abschreibungsdauern in Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr 2023 um EUR 6.674,59 verringert. In gleichem Umfang verringerte sich der Steueraufwand. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmnes durch folgende Person geführt:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Angaben über Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile
Die Angaben zu Jahresergebnissen und Eigenkapital sind den Jahresabschlüssen der Beteiligungsgesellschaften zum 31. Dezember 2022 entnommen. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt EUR 2.265.259,15. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von EUR 11.447.119,26, der auf neue Rechnung vorgetragen wird. Unterschrift der Geschäftsführung
Dortmund, den 14. Mai 2024 gezeichnet Frederik Naujokat sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 12.09.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die eHealth Experts GmbH, Dortmund Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der eHealth Experts GmbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der eHealth Experts GmbH, Dortmund, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 14. Mai 2024 RLT
Ruhrmann Tieben & Partner mbB
Oliver Graß, Wirtschaftsprüfer Ralf Tibbe, Wirtschaftsprüfer |
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