Arnold Kock Textil GmbHLiquidiert

48565 Steinfurt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 3498
Vorher
Arnold Kock Textil-Beteiligungs GmbH
Eingetragen
17.2.2003
Branche
Herstellung von technischen TextilienHerstellung von sonstigen Textilwaren a. n. g.Herstellung von Arbeits- und Berufsbekleidung
Gegenstand
Herstellung, Verarbeitung und der Vertrieb von Textilien und Kunststofferzeugnissen.

Historie

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Management

NameRolle
Bernd Geene
seit 7.7.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
25.00%
25.00%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Mech. Baumwoll-Spinnerei & Weberei Bayreuth AG
42.50%
7.50%

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Mech. Baumwoll-Spinnerei & Weberei Bayreuth AG
Germany
850.000 €
42.50%
Greven
500.000 €
25.00%
26939 Stadland Olympiastr. 18
500.000 €
25.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Arnold Kock Textil GmbH

Steinfurt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009

1. Geschäftsverlauf 2009

Allgemeine Lage

Die im Jahre 2008 beschlossene Liquidierung der Tochtergesellschaft Ardeleana Home Textiles S.R.L. in Satu Mare / Rumänien wurde durchgeführt. Es befand sich lediglich noch eine Konfektion mit ca. 80 Mitarbeitern am Standort RO-Satu Mare.

Nach Abschreibung der Beteiligung an der Ardeleana Home Textiles sowie auch der nicht werthaltigen Forderungen wurde ein Großteil der Restrukturierung abgeschlossen.

Für das Kalenderjahr 2009, welches noch als Restrukturierungsjahr für die Arnold Kock Textil GmbH gilt, wurden die Sanierungsmaßnahmen nahezu vollständig abgeschlossen. Korrekturen müssen noch - insbesondere in den Bereichen Personal, Gesellschaftsrecht und Kapital - vorgenommen werden.

Es bestanden Überlegungen, nach Abschluss des Kalenderjahres 2009 für das Unternehmen Arnold Kock Textil GmbH eine neue Bilanzstruktur zu entwickeln, die das entstandene Negativkapital ausgleicht.

Die für das Jahr 2009 prognostizierte positive Entwicklung trat für die Firma Arnold Kock Textil nicht ein. Insbesondere die anhaltende Wirtschaftskrise und die Insolvenzen von Großkunden im Handelsbereich haben dem Unternehmen erhebliche Umsatzverluste zugefügt.

Ein positiver Effekt war allerdings die Erschließung neuer Geschäftsfelder, insbesondere die Konzentration auf hochwertige Damaste und Objekttextilien, welche schrittweise umgesetzt wurde.

Konjunktur

Die Wirtschaftskrise, die bereits zum 2. Halbjahr 2008 eingesetzt hat, hat sich weiterhin negativ auf das Heimtextiliengeschäft ausgewirkt.

Insbesondere das Geschäft mit Kaufhäusern, Versendern und Fachhandelsmärkten hat sich sehr unbefriedigend entwickelt.

Entsprechende Umsatzeinbußen mussten hingenommen werden.

Umsatz und Auftragsbestand

Gegenüber dem Jahr 2008 sank der Umsatz auf € 26.356.774,40.

Der Rohertrag sank auf EUR 4.477.100,76.

Der Auftragsbestand zum 31.12.09 betrug € 7.820.311.

Produktion und Beschaffung

Die Arnold Kock Textil GmbH konzentrierte sich bei der Beschaffung von Heimtextilien, insbesondere für das Aktionsgeschäft, auf kostengünstige Länder wie Pakistan, Indien, Türkei, Ägypten usw.

Am Standort Steinfurt-Borghorst wurden ausschließlich hochwertige Damastartikel in der eigenen Jacquard-Weberei produziert. Die Jacquard-Weberei konnte jedoch nur teilweise ausgelastet werden.

Für alle anderen Artikel ergab sich ein 100 %iger, weltweiter Zukauf von Heimtextilien unter Einbeziehung unserer Qualitätssicherung und Reisetechniker, so dass die geforderten, hohen Qualitätsstandards sichergestellt werden.

Der Import bezog sich in erster Linie auf Bettwäsche, Frottierwäsche, Frottierbekleidung, Operationstextilien und Bettwäsche für Anstalten.

Darüber hinaus wurde das Artikelsortiment durch Hygiene- und Inkontinenzartikel erweitert.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2009 wurden Investitionen für die Weberei getätigt. Sie ist auf dem neuesten Stand der Technik.

Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Neben der Hausbank (Commerzbank AG) wurden Auftragsfinanzierungen auch mit der Sparkasse in Bremerhaven durchgeführt.

Zinssicherungs- und Devisentermingeschäfte wurden für den notwendigen Finanzierungsbedarf langfristig abgeschlossen.

2. Darstellung der Lage

Vermögenslage

Aufgrund der Abschreibungen des Jahres 2008 und des Jahresfehlbetrages des Jahres 2009 in Höhe von € 4.861.527,56 wies die Kapitalseite der Passiva eine Unterdeckung von € 11.410.375,29 aus.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag wird über einen Rangrücktritt der Daun & Cie. zugunsten aller Gläubiger in Höhe von 7 Mio. € nicht mehr ausgeglichen.

Ertragslage

Die negative Ertragslage des Jahres 2009 musste durch Umsatzausfälle sowie Nichtanpassung der Personalkosten und Abschreibungen auf Lagerbewertungen hingenommen werden.

3. Hinweise auf Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Risiken bestehen im Finanzbereich aufgrund von Zinssicherungsgeschäften auf €-Basis sowie Auftragsfinanzierungsgeschäften auf CHF-Basis.

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Für das Kalenderjahr 2010 war erneut mit einem schwierigen Marktumfeld zu rechnen.

Die Verknappung der Baumwolle auf dem Weltmarkt hat zu enormen Preissteigerungen des Rohstoffes geführt. Es war davon auszugehen, dass die steigenden Rohstoffpreise nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden können. Die daraus resultierenden sinkenden Roherträge können voraussichtlich auch nicht durch Kosteneinsparungen kompensiert werden.

Anfang April 2010 wurde von der Sparkasse in Bremerhaven die dortige Kreditlinie des Unternehmens, die zur Finanzierung des Umlaufvermögens diente, gekündigt. Da es nicht gelungen ist, in dem vorgegebenen Zeitraum das Unternehmen neu zu finanzieren, hat der Geschäftsführer der Arnold Kock Textil GmbH, Herr Hans-Bernd Geene aus Stadtland, unter dem 28.04.2010 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Arnold Kock Textil GmbH gestellt. Diesen hat er mit drohender Zahlungsunfähigkeit begründet. Mit Beschluss vom gleichen Tage hat das Amtsgericht Münster - Insolvenzgericht - den Unterzeichner unter anderem unter Anordnung eines Zustimmungsvorbehaltes zum vorläufigen Insolvenzverwalter über das Vermögen der Arnold Kock Textil GmbH bestellt. Unter dem 01.07.2010 wurde der Unterzeichner im Rahmen der Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum Insolvenzverwalter der Arnold Kock Textil GmbH ernannt.

Das Unternehmen der Schuldnerin wird seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt im Insolvenzverfahren fortgeführt, um es nach erfolgter Sanierung an einen Investor verkaufen.

 

Coesfeld, 21.06.2011

Rechtsanwalt Ralph Schmid, als Insolvenzverwalter

Bilanz zum 31. Dezember 2009

AKTIVSEITE

EUR EUR 31.12.2009
EUR
31.12.2008
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 87.127,00 106
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 461.338,00 498
2. Technische Anlagen und Maschinen 557.516,00 466
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 248.033,33 295
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 70.790,00 1.337.677,33 0
III. Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 3,00 1.424.807,33 7
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 454.105,26 640
2. Unfertige Erzeugnisse 1.763.724,89 3.081
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.676.496,94 4.894.327,09 4.623
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.756.840,17 765
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 66
3. Forderungen gegen Gesellschafter 137.020,52 144
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 85.429,26 1
5. Sonstige Vermögensgegenstände 258.600,84 3.237.890,79 944
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 97.379,74 8.229.597,62 1.642
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.290,00 152
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 11.410.375,29 6.549
21.093.070,24 19.979

PASSIVSEITE

EUR 31.12.2009
EUR
31.12.2008
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000
II. Kapitalrücklage 2.000.000,00 2.000
III. Verlustvortrag (Vj.: Gewinnvortrag) 10.548.847,73 251
IV. Jahresfehlbetrag 4.861.527,56 10.800
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 11.410.375,29 0,00 6.549
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 35.854,80 50
C. Rückstellungen
- Sonstige Rückstellungen 1.851.000,00 252
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.068.519,69 8.884
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.715.551,26 515
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 389
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 9.173.593,59 9.101
5. Sonstige Verbindlichkeiten 248.550,90 19.206.215,44 788
21.093.070,24 19.979

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009

EUR 2009
EUR
2008
TEUR
1. Umsatzerlöse 26.356.774,40 44.265
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.059.921,73 24.296.852,67 748
3. Sonstige betriebliche Erträge 196.645,48 531
24.493.498,15 44.048
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.917.880,10 36.879
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.098.517,29 20.016.397,39 427
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.069.736,26 3.553
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 590.319,97 3.660.056,23 658
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 421.355,60 378
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.988.595,82 3.484
- 3.592.906,89 - 1.331
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.925,34 384
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 7.458,00 3.159
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.218.608,08 1.220.140,74 1.214
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 4.813.047,63 - 5.320
12. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 5.173
- 4.813.047,63 - 10.493
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.798,47 276
14. Sonstige Steuern 38.681,46 48.479,93 31
15. Jahresfehlbetrag 4.861.527,56 10.800

Anhang für das Geschäftsjahr 2009

Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 wurde nach den Vorschriften in §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften in §§ 264 ff. HGB erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang anstatt in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wurde Gebrauch gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertungen erfolgten unter der Going-Concern-Annahme.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und um lineare Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer gekürzt.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet, dabei wurde die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Entsprechend der steuerlichen Regelung (§ 7 Absatz 1 Satz 4 EStG) wurde die Abschreibung für die angeschafften oder hergestellten beweglichen Anlagegüter beginnend vom Monat der Anschaffung oder Herstellung ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter sind im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben worden.

Die Finanzanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Einstandspreisen oder einem niedrigeren Wert, sofern dieser geboten oder zulässig ist, angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der zugehörigen Gemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs wurden nicht berücksichtigt. Die Bewertung entspricht grundsätzlich den Grundsätzen der §§ 255 Abs. 2 und 253 Abs. 3 HGB.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel sind mit dem Nominalwert aktiviert. Wertberichtigungen zu den Forderungen sind gebildet, soweit sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

Das gezeichnete Kapital wurde nach § 283 HGB (i.d.F. vor BilMoG) mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der Sonderposten mit Rücklageanteil wird entsprechend der Nutzungsdauer der angeschafften Anlagegüter aufgelöst.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken Rechnung getragen. Sie wurden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung haben wir mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag sind berücksichtigt.

Erläuterungen zur Bilanz

Es werden folgende Anteile an verbundenen Unternehmen gehalten:

S.C. Ardeleana Home Textiles S.R.L., Satu Mare, Rumänien

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 3.005 und wird zu 100 % von uns gehalten. Der Jahresabschluss 2009 weist einen Jahresfehlbetrag von TEUR 3.145 und ein Eigenkapital von TEUR -7.214 aus.

Arnold Kock Textil s.r.o., Bratislava, Slowakei

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) in Höhe von TEUR 5 wird unverändert zu 100 % von uns gehalten. Der Jahresabschluss 2009 weist einen Jahresüberschuss von TEUR 1 und ein Eigenkapital von TEUR -1 aus.

Texicom a.S., Ruzomberok, Slowakei

Die Beteiligung an dieser Gesellschaft umfasst 51 % der Anteile, diese wurden uns für EUR 1 übertragen. Im Dezember 2005 hat die Texicom a.S. den Antrag auf Eröffnung der Insolvenz gestellt.

Die Position sonstige Vermögensgegenstände beinhaltet im Wesentlichen Forderungen aufgrund eines Erstattungsanspruchs an Mineralölsteuer in Höhe von TEUR 16, ein Körperschaft- steuererstattungsanspruch für 2008 in Höhe von TEUR 24 und debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 132.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In der aktiven Rechnungsabgrenzung ist die Abgrenzung der Versicherungsprämie für zwei Zinssicherungsgeschäfte in Höhe von TEUR 28 enthalten.

Das Eigenkapital der Gesellschaft besteht aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von TEUR 2.000, der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 2.000 und dem Bilanzverlust.

Die sonstigen Rückstellungen wurden unter anderem gebildet für drohende Verluste (TEUR 1.605), Urlaubsverpflichtungen (TEUR 26), für Garantierückstellungen und Reklamationen (TEUR 52), für Abfindungen (TEUR 70) und für Boni, Skonti (TEUR 51).

Die Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeiten gehen aus nachstehender Übersicht hervor:

unter 1 Jahr
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
insgesamt
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.068.519,69 0,00 8.068.519,69
(Vorjahr: 8.884.321,55 0,00 8.884.321,55)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.715.551,26 0,00 1.715.551,26
(Vorjahr: 515.445,37 0,00 515.445,37)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 9.173.593,59 0,00 9.173.593,59
(Vorjahr: 0,00 9.100.917,58 9.100.917,58)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr: 388.525,76 0,00 388.525,76)
Sonstige Verbindlichkeiten 248.550,90 0,00 248.550,90
(Vorjahr: 788.350,39 0,00 788.350,39)
-davon aus Steuern 32.343,78 0,00 32.343,78
(Vorjahr: 563.260,86 0,00 563.260,86)
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr: 97,90 0,00 97,90)
Gesamt 19.206.215,44 0,00 19.206.215,44
(Vorjahr: 10.576.643,07 9.100.917,58 9.677.560,65)

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Daun & Cie. AG in Höhe von TEUR 9.115 enthalten.

Der Posten sonstige Verbindlichkeiten beinhaltet unter anderem zu entrichtende Lizenzgebühren in Höhe von TEUR 50.

Die Verbindlichkeiten aus Steuern bestehen in Höhe von TEUR 32 aus der Lohnsteuer für den Monat Dezember 2009.

Haftungsverhältnisse

Der Ausweis betrifft die Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Bürgschaften in Höhe von TEUR 10 für unser Aufschubkonto beim Zollamt Münster.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die im Berichtsjahr erzielten Umsatzerlöse verminderten sich um TEUR 17.908 auf TEUR 26.357.

Die Umsatzerlöse wurden mit Kunden in den folgenden Ländern erzielt:

TEUR
Deutschland 24.672
Österreich 882
Schweiz 242
Großbritannien 143
Dänemark 123
Niederlande 71
Griechenland 43
Slowenien 42
Ungarn 42
Schweden 35
Spanien 24
Irland 19
Portugal 9
Italien 4
Luxemburg 3
Belgien 2
Polen 1

Dies entspricht einer Exportquote von 6,39 %.

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Weiterberechnungen in Höhe von TEUR 47 an Ardeleana, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 18 sowie Mieteinnahmen in Höhe von TEUR 53.

Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde im Berichtsjahr mit TEUR 13 aufgelöst.

Derivative Finanzinstrumente

Als derivative Finanzinstrumente werden Zinsswaps, Zinscaps und Devisentermingeschäfte zur Steuerung des Zinsänderungs- und Währungsrisikos - im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Finanzierung des Liefer- und Leistungsverkehr mit ausländischen Lieferanten - eingesetzt. Die Kontrakte werden nur über Banken abgewickelt, die über höchste Bonität verfügen. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen:

Nominalbetrag 31.12.2009
in TEUR
Marktwerte 31.12.2009
in TEUR
Zinsswaps 15.000 - 1.156
Devisentermingeschäfte 128 - 2

Der aufgrund des Swapgeschäftes drohende Verlust wurde zum 31. Dezember 2009 in Höhe von TEUR 1.605 bilanziell berücksichtigt.

Sonstige Angaben

Organe der Gesellschaft

Zum Geschäftsführer ist Herr Bernd Geene bestellt.

Auf die Angabe der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Arbeitnehmer

Auf Basis Ganztagsbeschäftigung betrug die durchschnittliche Mitarbeiterzahl:

2009 2008
gewerbliche Mitarbeiter 38 45
Angestellte 39 46
Auszubildende 5 5

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Grundstücke und Fabrikgebäude sind von der Daun & Cie. Aktiengesellschaft gemäß Mietvertrag vom 07.01.2004 gemietet. 2009 wurde ein Mietzins von TEUR 288 gezahlt, der Mietvertrag läuft bis 2013.

Aus Leasingverträgen ergeben sich Verpflichtungen in Höhe von TEUR 109.

Muttergesellschaft

An der Arnold Kock Textil GmbH i.I. ist die Mechanische Baumwollspinnerei & Weberei Bayreuth AG, Bayreuth mit 42,5 % und die ATLAS Textil Verwaltungs GmbH, Rastede, mit 7,5 % beteiligt.

Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, erstellt die Daun & Cie. Aktiengesellschaft, Rastede. Der Konzernabschluss wird beim Amtsgericht Westerstede unter HRB 6074 hinterlegt.

 

Coesfeld, 21. Juni 2011

Rechtsanwalt Ralph Schmid, als Insolvenzverwalter

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögengegenstände
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 220.228,33 6.392,25 0,00 226.620,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 605.287,85 16.267,05 0,00 621.554,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.030.883,21 349.386,92 0,00 1.380.270,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 603.854,63 47.437,39 31.767,24 619.524,78
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 70.790,00 0,00 70.790,00
2.240.025,69 483.881,36 31.767,24 2.692.139,81
III. Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 3.166.550,00 0,00 0,00 3.166.550,00
5.626.804,02 490.273,61 31.767,24 6.085.310,39
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögengegenstände
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 114.626,33 24.867,25 0,00 139.493,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 107.685,85 52.531,05 0,00 160.216,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 564.656,89 258.097,24 0,00 822.754,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 308.615,31 85.860,06 22.983,92 371.491,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
980.958,05 396.488,35 22.983,92 1.354.462,48
III. Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 3.159.089,00 7.458,00 0,00 3.166.547,00
4.254.673,38 428.813,60 22.983,92 4.660.503,06
Buchwerte
Stand 31.12.2009
EUR
Stand 31.12.2008
EUR
I. Immaterielle Vermögengegenstände
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 87.127,00 105.602,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 461.338,00 497.602,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 557.516,00 466.226,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 248.033,33 295.239,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 70.790,00 0,00
1.337.677,33 1.259.067,64
III. Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 3,00 7.461,00
1.424.807,33 1.372.130,64

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Arnold Kock Textil GmbH i.I. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einschränken zu wollen weisen wir darauf hin, dass die Gesellschaft am 28. April 2010 einen Insolvenzantrag gestellt hat. Mit Beschluss des Amtsgerichts Steinfurt vom 1. Juli 2010 wurde daraufhin das Insolvenzverfahren eröffnet. Der vom Amtsgericht bestellte Insolvenzverwalter geht von der Fortführung des Unternehmens aus und wurde in der Gläubigerversammlung am 3. September 2010 beauftragt, das Vermögen der Gesellschaft zu erhalten und das Unternehmen zu sanieren.

 

Oldenburg, 30. Juni 2011

PKF UNITESTA
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