Jochims Transport GmbH

Möhlendyck, 47647 Kerken, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 10
Eingetragen
18.2.2004
Branche
Deponierung oder Dauerlagerung von sonstigen AbfällenBeseitigung von anderen Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der AbfallbewirtschaftungSammlung gefährlicher Abfälle
Gegenstand
die Erfassung und die Entsorgung von Boden und sonstigen vornehmlich mineralischen Baureststoffen sowie der damit verbundene Transport. Die Gesellschaft leistet einen Beitrag zur Erfüllung gemeinwohlorientierter Abfallentsorgungsaufgaben nicht wirtschaftlicher Natur gemäß § 107 Abs. 2, Ziffer 4 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen. Sie unternimmt dazu die Erfassung und Zuführung von Böden, Baustoffen und Baureststoffen aller Art zwecks Aufbereitung und zur Wiederverwendung, Verwertung oder Entsorgung, dies einschließlich der Lagerung und Maklertätigkeit. Ferner vermietet und veräußert das Unternehmen Behälter und Systeme für Abfall und Transport.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc-Andre Groterhorst
seit 10.10.2016
Geschäftsführer
Bernd Kirches
seit 1.10.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jochims Transport GmbH

Kerken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
Anhang EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.075,83 2.333,33
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 91.626,39
8.075,83 93.959,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 187.688,42 236.811,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.332,49 7.052,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.516.827,31 3.629.668,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 663.080,26 507.968,07
5.370.928,48 4.381.501,66
4 5.379.004,31 4.475.461,38
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 566.368,89 553.748,53
566.368,89 553.748,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 827.028,38 1.159.583,69
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.715.166,69 2.933.692,37
- davon gegen Gesellschafter: EUR 1.604.449,80 (Vorjahr: EUR 2.837.584,18)
- davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 602.349,60 (Vorjahr: EUR 554.530,43)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 20.427,14 11.454,44
5 2.562.622,21 4.104.730,50
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 40.579,55 64.729,55
3.169.570,65 4.723.208,58
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 16.755,78 20.136,23
8.565.330,74 9.218.806,19

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
Anhang EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 4.942.555,72 4.942.555,72
6 4.967.555,72 4.967.555,72
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 491.352,98 507.180,11
7 491.352,98 507.180,11
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.144.466,40 1.174.052,81
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.911.450,55 2.413.114,23
3. Sonstige Verbindlichkeiten 50.505,09 156.903,32
- davon aus Steuern: EUR 43.852,38 (Vorjahr: EUR 154.406,74)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 3.812,59 (Vorjahr: EUR 1.795,71)
8 3.106.422,04 3.744.070,36
8.565.330,74 9.218.806,19

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
Anhang EUR EUR
1. Umsatzerlöse 11 26.720.397,87 24.839.485,71
2. Sonstige betriebliche Erträge 12 927.842,44 508.979,43
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.662.966,69 6.616.073,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.349.870,05 7.452.259,12
16.012.836,74 14.068.332,99
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.798.168,21 4.495.411,18
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.034.863,67 1.029.156,91
- davon für Altersversorgung: EUR 17.011,39 (Vorjahr: EUR 16.652,78)
5.833.031,88 5.524.568,09
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.805.094,11 1.561.517,24
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13 2.092.217,84 1.701.428,02
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 38.723,37 5.846,95
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 37.718,49 (Vorjahr: EUR 5.697,40)
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 624,50 (Vorjahr: EUR 26,05)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 479,62
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 2.503,01
10. Ergebnis nach Steuern 1.943.783,11 2.495.483,12
11. Sonstige Steuern 73.213,00 93.680,83
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 15 1.870.570,11 2.401.802,29
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

(1) Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Jochims Transport GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kleve unter der Nummer HR B 10 eingetragen.

Der Sitz der Gesellschaft ist Kerken.

Die Jochims Transport GmbH, Kerken, ist seit dem Erwerb am 11. April 2019 durch die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH (EGN), Viersen, ein verbundenes Unternehmen der SWK AG, Krefeld, und in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind bei der SWK AG, St. Töniser Str. 124, 47804 Krefeld, einsehbar und werden im Unternehmensregister bekannt gemacht.

(2) Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Jochims Transport GmbH ist gemäß § 267 Abs. 2 und 4 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Es gelten nach § 10 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Der Jahresabschluss wurde daher nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften unter Beachtung des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Alle Beträge werden in EURO (EUR) angegeben.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

(3) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs-kosten erfasst und werden über ihre voraussichtliche betriebsbedingte Nutzungsdauer von 3 Jahren linear abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden bis 2007 - soweit steuerlich zulässig - degressiv vorgenommen. Die Anlagenzugänge werden linear in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen abgeschrieben. Soweit erforderlich, sind außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend im Jahr der Anschaffung und in den folgenden 4 Jahren zu je 1/5 abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschläge Rechnung getragen.

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zu Nominalwerten ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe angesetzt, die sich nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung des notwendigen Erfüllungsbetrags ergeben und beinhalten auch eine Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Sätze 4 und 5 HGB abgezinst. Dabei werden die von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze verwendet, die den jeweiligen Restlaufzeiten der Rückstellungen zum Stichtag 31. Dezember 2023 entsprechen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Erfassung latenter Steuern erfolgte beim Organträger EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein GmbH.

Bilanzerläuterungen

(4) Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr sind im Anlagenspiegel auf Seite 8 dargestellt.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 1.604 enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 602 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit TEUR 1.100 das Cash-Pool-Management mit der EGN und mit TEUR 13 die Zinsen aus dem Cash-Pool-Management mit der EGN.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 0) Steuererstattungsansprüche.

(6) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Nominalkapital) beträgt EUR 25.000,00.

(7) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Laufende Personalverpflichtungen und Berufsgenossenschaft 233 262
Ausstehende Lieferantenrechnungen 227 202
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 19 17
Aufbewahrungskosten 12 12
Übrige 0 14
491 507

(8) Verbindlichkeiten

Sicherheiten für Verbindlichkeiten wurden, bis auf die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte, nicht gestellt. Ein Verbindlichkeitsspiegel ist auf Seite 9 dieses Anhangs dargestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 40 Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 1.871 die Verpflichtung aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der EGN.

(9) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen:

31.12.2023
< 1 Jahr 2-5 Jahre > 5Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Mieten und Pachten 263 526 0 789
Leasing 48 71 0 119
Bestellobligo 1.254 0 0 1.254
1.565 597 0 2.162

In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind TEUR 789 gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

In 2021 haben Außenprüfungen durch die Finanzverwaltung begonnen, die bis zum Bilanzstichtag nicht abgeschlossen waren. Dies kann zukünftig zu finanziellen Belastungen führen. Für Zeiträume bis zum 11. April 2019 stehen der Alleingesellschafterin hierauf Freistellungs- und gegebenenfalls Ersatzansprüche gegenüber dem Verkäufer der Gesellschaft zu. Die Alleingesellschafterin wird diese Ansprüche voraussichtlich zur Begleichung entsprechender finanzieller Belastungen zu Gunsten der Gesellschaft verwenden, so dass die Gesellschaft insoweit nicht belastet sein sollte.

(10) Derivative Finanzinstrumente

Die Jochims Transport GmbH ist über die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH in die Absicherung eines Rohwarenswaps (Dieselpreisabsicherungen bis 2024) eingebunden. Das anteilige Nominalvolumen am Rohwarenswap für das Jahr 2024 beträgt TEUR 417.

Zum 31. Dezember 2023 beträgt der auf die Jochims Transport GmbH entfallende Marktwert TEUR 239 (Bewertungsmethode: Mark to Market). Das Rohstoffpreissicherungsgeschäft wurde unter Anwendung der Einfrierungsmethode mit zukünftigen hochwahrscheinlichen Transaktionen zu einer Mikro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Bei den zukünftigen Transaktionen handelt es sich um geplante Käufe für 2024 von 1,2 Mio. Liter LKW-Dieselkraftstoff entsprechend der internen Tourenplanung. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten wird mit Hilfe einer Regressionsanalyse gemessen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(11) Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR TEUR
Entsorgungsleistungen 26.720 24.829
Sonstige Umsatzerlöse 0 10
26.720 24.839

Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von TEUR 26.571 (Vorjahr TEUR 24.839) im Inland und in Höhe von TEUR 149 im Gemeinschaftsgebiet der Europäischen Union erzielt. Die Umsätze entfallen auf die Entsorgung von Boden und sonstigen vornehmlich mineralischen Baureststoffen sowie damit verbundene Transportleistungen.

(12) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten:

2023 2022
TEUR TEUR
Versicherungsentschädigungen 385 73
Gewinne aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens 276 256
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 58 36
Sachbezüge 51 48
Übrige betriebliche Erträge 158 96
928 509

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 677 (Vorjahr: TEUR 359) enthalten. Sie entfallen im Wesentlichen auf Gewinne aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagenvermögens von TEUR 276 und periodenfremde Versicherungserstattungen von TEUR 217 aus dem kommunalen Schadensausgleich.

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten:

2023 2022
TEUR TEUR
Sonstige Verwaltungskosten 631 314
Sonstige personenbezogene Kosten 448 463
Mieten und Leasing 443 529
Beiträge und Gebühren 221 195
Dienstleistungen 169 146
Verluste aus Anlagenabgängen 98 3
Vertriebsaufwand 64 50
Übrige betriebliche Aufwendungen 18 0
2.092 1.700

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 4) enthalten. Sie entfallen im Wesentlichen auf Verluste aus Anlagenabgängen (TEUR 98).

(14) Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern umfassen die Kfz-Steuer in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr TEUR 94).

(15) Ergebnisverwendung/Abführung

Mit Datum vom 29.10.2021 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH, Viersen, geschlossen, der mit Eintragung ins Handelsregister am 05.11.2021 rückwirkend zum 01.01.2021 in Kraft trat.

(16) Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl betrug im Jahresdurchschnitt 112,5 (Vorjahr 111,5) und entfällt mit 99,50 (Vorjahr 99,75) auf gewerbliche und mit 13 (Vorjahr 11,75) auf angestellte Mitarbeiter.

Es waren im Jahresdurchschnitt 2,5 (Vorjahr 3,5) Auszubildende beschäftigt.

(17) Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres im Hinblick auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben nicht stattgefunden.

(18 )Sonstige Angaben

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 14 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüferleistungen. Andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie sonstige Leistungen wurden vom Abschlussprüfer nicht erbracht.

Alleinige Gesellschafterin der Jochims Transport GmbH, Kerken, ist die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH, Viersen.

Für das Geschäftsjahr 2023 hat Herr Holtmann eine Festvergütung von TEUR 98 sowie Sach- und sonstige Bezüge von TEUR 10,4 erhalten. Für variable Bezüge wurde eine Tantieme-Rückstellung von TEUR 10,0 gebildet. Vergütungskomponenten mit langfristigen Anreizwirkungen wurden nicht vereinbart.

Für das Geschäftsjahr 2023 hat Herr Kirches eine Festvergütung von TEUR 122 sowie Sach- und sonstige Bezüge von TEUR 11,8 erhalten. Für variable Bezüge wurde eine Tantieme-Rückstellung von TEUR 10,0 gebildet. Vergütungskomponenten mit langfristigen Anreizwirkungen wurden nicht vereinbart.

Der Geschäftsführung gehören an:

 

Bernd Kirches, Kempen, Disponent

 

Marc-Andre Holtmann, Sonsbeck, Disponent

 

Kerken, den 20. Februar 2024

Die Geschäftsführung

Bernd Kirches

Marc-Andre Holtmann

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.000,00 8.370,00 0,00 0,00 11.370,00
2. Geleistete Anzahlungen 91.626,39 6.063,89 97.690,28 0,00 0,00
94.626,39 14.433,89 97.690,28 0,00 11.370,00
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.144.065,30 0,00 0,00 0,00 1.144.065,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 195.185,98 0,00 5.032,30 0,00 190.153,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.139.577,95 2.132.894,54 1.368.456,04 504.578,75 10.408.595,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 507.968,07 659.690,94 0,00 -504.578,75 663.080,26
10.986.797,30 2.792.585,48 1.373.488,34 0,00 12.405.894,44
11.081.423,69 2.807.019,37 1.471.178,62 0,00 12.417.264,44
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 666,67 2.627,50 0,00 3.294,17
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
666,67 2.627,50 0,00 3.294,17
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 907.253,46 49.123,42 0,00 956.376,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 188.133,14 3.478,10 4.790,05 186.821,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.509.909,04 1.749.865,09 1.368.006,24 5.891.767,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.605.295,64 1.802.466,61 1.372.796,29 7.034.965,96
6.605.962,31 1.805.094,11 1.372.796,29 7.038.260,13
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.075,83 2.333,33
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 91.626,39
8.075,83 93.959,72
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 187.688,42 236.811,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.332,49 7.052,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.516.827,31 3.629.668,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 663.080,26 507.968,07
5.370.928,48 4.381.501,66
5.379.004,31 4.475.461,38

Verbindlichkeitenspiegel der Jochims Transport GmbH zum 31.12.2023

Restlaufzeiten
Gesamt bis 1 Jahr von 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.144.466,40 1.144.466,40 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.174.052,81) (1.174.052,81) (0,00) (0,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.911.450,55 1.911.450,55 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.413.114,23) (2.413.114,23) (0,00) (0,00)
davon aus Lieferungen und Leistungen 40.880,44 40.880,44 0,00 0,00
(Vorjahr) (11.311,94) (11.311,94) (0,00) (0,00)
davon gegenüber Gesellschafter 1.870.570,11 1.870.570,11 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.401.802,29) (2.401.802,29) (0,00) (0,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 50.505,09 50.505,09 0,00 0,00
(Vorjahr) (156.903,32) (156.903,32) (0,00) (0,00)
Summe Verbindlichkeiten 3.106.422,04 3.106.422,04 0,00 0,00
(Vorjahr) (3.744.070,36) (3.744.070,36) (0,00) (0,00)

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.12.2023 in den Geschäftsbereichen Baustofflieferungen und Entsorgung von nicht gefährlichen und gefährlichen Abfällen sowie Baustellentransporten tätig.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung der Jochims Transport GmbH ist von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland sowie der Euro-Zone abhängig. Gemäß dem Statistischen Bundesamt ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,3 Prozent geschrumpft. Der Rückgang des Bruttoinlandsproduktes ist auf die steigenden Zinsen und Energiepreise, die schwache globale Nachfrage und die hohe Inflation zurückzuführen.

Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung wird für das Jahr 2024 ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes i. H. v. 0,6 Prozent prognostiziert.

Des Weiteren hat die Branche mit steigenden Ersatzteil-, Energie- und Anschaffungskosten sowie einer Erhöhung der Straßennutzungsgebühr (LKW-Maut) seit Dezember 2023 zu kämpfen. Infrastrukturelle Einschränkungen im Bereich der Schwerlastverkehrswege verschärfen sich durch weitere Sperrungen und Gewichtsbeschränkungen auf Straßen und Brücken.

2. Geschäftsverlauf

Die Auftragslage im zurückliegenden Geschäftsjahr war gut. Es konnten alle angebotenen Aufträge umgesetzt werden. Durch gute Dispositionsabläufe konnten viele sehr gute Kombinationstouren gebildet und Leerfahrten vermieden werden.

Steigende Kosten in der Baubranche sowie steigende Zinsen beeinträchtigten die Auftragslage im letzten Quartal 2023. Diese Entwicklungen im Bausektor werden den Geschäftsverlauf in Zukunft stark beeinträchtigen.

a. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Jochims Transport GmbH betrugen im Geschäftsjahr TEUR 26.720. Im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 24.839) ist der Umsatz um TEUR 1.881 gestiegen. Der Umsatzanstieg ist hauptsächlich auf einen höheren Auftragseingang, der zum Teil durch den Einsatz von Fremdspediteuren bedient worden ist, sowie höhere Frachtsätze aufgrund der Weitergabe gestiegener Energiekosten zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 928 und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 509 um TEUR 419. Diese Erhöhung ist hauptsächlich durch gestiegene Schadensersatzleistungen begründet.

Der Materialaufwand ist im gleichen Zeitraum um TEUR 1.945 auf TEUR 16.013 gestiegen. Gründe hierfür sind höhere Aufwendungen für Fremdspediteure und für den Ankauf von Wertstoffen sowie gestiegene Fuhrparkaufwendungen.

Damit erhöht sich das Rohergebnis um TEUR 355 auf TEUR 11.635 (Vorjahr: TEUR 11.280).

Der Personalaufwand ist um TEUR 308 zum Vorjahr auf TEUR 5.833 (Vorjahr: TEUR 5.525) gestiegen. Dies begründet sich durch die Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie sowie einem höheren Personalbestand im Jahr 2023.

Die Abschreibungen stiegen investitionsbedingt auf TEUR 1.805 (Vorjahr: TEUR 1.562).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf TEUR 2.092 (Vorjahr: TEUR 1.700).

Nach Abzug der sonstigen Steuern beträgt das Ergebnis vor Ergebnisabführung im Geschäftsjahr TEUR 1.871 und verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 2.402) um TEUR 531.

b. Finanzlage

Das Eigenkapital der Gesellschaft stellt sich zum 31.12.2023 wie folgt dar:

Gezeichnetes Kapital TEUR 25
Gewinnvortrag TEUR 4.943
Eigenkapital TEUR 4.968

Die Eigenkapitalquote beträgt 58 %.

Die liquiden Mittel entwickelten sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:

Liquide Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres +2.438 TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit +3.598 TEUR
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.493 TEUR
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.402 TEUR
Liquide Mittel am Ende des Geschäftsjahres +1.141 TEUR

Die Liquidität der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 ausreichend, so dass den Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachgekommen werden konnte. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2021 ist die Jochims Transport GmbH in das Cash-Pool-Management der EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH eingebunden, so dass die Liquidität der Gesellschaft jederzeit gesichert ist.

c. Vermögenslage

Das Anlagevermögen stieg gegenüber dem vorherigen Bilanzstichtag um TEUR 904 und betrug zum Bilanzstichtag TEUR 5.379.

Die Investitionen im Geschäftsjahr im Bereich des Anlagevermögens beliefen sich auf insgesamt TEUR 2.807.

Abschreibungen erfolgten im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 1.805.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Unternehmenssteuerung werden die monatlichen Controlling-Berichte, in denen die Plan-/Ist-Abweichungen der Kennzahlen Außenumsatz, Materialaufwand, Rohertrag, betrieblicher Cash-Flow und EBIT betrachtet werden, genutzt. Die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen ist ebenfalls im Controlling-Bericht enthalten.

Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2023 um 6 % über dem Planansatz. Nach Abzug der sonstigen Steuern betrug das Ergebnis vor Ergebnisabführung TEUR 1.871 und lag damit um TEUR 241 über dem geplanten Ergebnis. Gründe hierfür waren u. a. gute Kombinationsmöglichkeiten von Transporttouren und Einzelaufträge mit hohen Margen.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a. Mitarbeitende

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023 beschäftigte die Gesellschaft 112,5 Mitarbeiter.

Aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels und des demografischen Wandels gewinnt die Qualifikation und Ausbildung der eigenen Mitarbeiter für die Jochims Transport GmbH immer mehr an Bedeutung. Die Ausbildungsaktivitäten werden daher auf einem hohen Niveau gehalten. Auch wird ein besonderes Augenmerk auf die Weiterqualifizierung des Bestandpersonals gelegt. Des Weiteren werden verschiedenste Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeitermotivation umgesetzt, sei es die Beteiligung von Mitarbeitenden an unterschiedlichen Entscheidungsprozessen oder auch deren Beteiligung an - z.T. auch bereichsübergreifenden - Projekten. Darüber hinaus bildet der Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz einen besonderen Schwerpunkt. Es werden alle Beschäftigten regelmäßig hinsichtlich der Gefahren am Arbeitsplatz sensibilisiert und es werden ihnen entsprechende Verhaltensregeln an die Hand gegeben. Ziel ist, die Anzahl der Arbeitsunfälle so gering wie möglich zu halten. Es wird jeder Arbeitsunfall analysiert und bewertet. Falls nötig, werden daraufhin ergänzende Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet.

b. Umweltbelange

Dienstleistungen des Unternehmens unterliegen vielfältigen umweltrelevanten Auflagen. Deren Einhaltung wird u. a. durch regelmäßige Schulungen und Unterweisungen des Personals gesichert.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der SWK AG eingebunden. Dieses Risikomanagementsystem besteht im Wesentlichen aus den folgenden Bausteinen: Der Mittelfristplanung mit fünfjährigem Planungshorizont, dem monatlichen Berichtswesen, institutionalisierte Gesprächsrunden und der Prüfung durch die interne Revision. Ergänzt werden diese Bausteine durch die quartalsweise Aktualisierung der Risikolandschaft (Risikoatlas).

Branchenspezifische Risiken

Ein wesentlicher Teil des Gesamtumsatzes wird mit den zehn größten Kunden generiert. Damit besteht grundsätzlich das Risiko eines erheblichen Umsatzrückgangs, falls einer bzw. ein Teil dieser Kunden wegfallen würde.

Ein weiteres Risiko für die gesamte deutsche Logistik- und Transportbranche ist die Konkurrenz durch Transportunternehmer aus benachbarten EU-Ländern und die damit verbundene Beeinflussung der Kosten und des Umsatzes.

Ein regionales Risiko stellen temporäre Sperrungen und langfristige Baumaßnahmen auf Autobahnen und Brücken dar. Es stehen damit weniger Schwerlastverkehrswege zur Verfügung, so dass die ertragsorientierte Auftragsdurchführung erschwert wird.

Ein weiteres Risiko birgt der Fahrermangel aufgrund der Knappheit von qualifiziertem Fahrpersonal. Dies führt zu Schwierigkeiten bei der Besetzung von Fahrzeugkapazitäten und gegebenenfalls höheren Personalkosten.

Durch den allgemeinen Fachkräftemangel auf dem deutschen Arbeitsmarkt sowie in Kfz-Werkstätten besteht auch in den kommenden Jahren zunehmend das Risiko für längere Warte- und Standzeiten bei Wartungen und Instandsetzungen von Fahrzeugen. Diese Ausfallzeiten könnten zusätzlich aufgrund der aktuell angespannten Situation auf dem Ersatzteilmarkt für Fahrzeugteile weiter zunehmen.

Ertragsorientierte Risiken

Für die zukünftige Entwicklung ergeben sich ertragsorientierte Risiken, wenn es der Gesellschaft nicht weiter gelingen sollte, eintretende Kostensteigerungen auf die Preise für Transportdienstleistungen umzulegen.

Gründe für Kostensteigerungen können eine hohe Inflation, weiter zu fahrende Strecken durch Sperrungen bzw. Gewichtsbeschränkungen mehrerer Straßen und Brücken, ein Anstieg der Kraftstoffkosten, u. a. bedingt durch die Erhöhung der CO 2 -Steuer, höhere Mauttarife und weitere kurzfristige fiskalische Änderungen sein. Zudem tragen höhere Personalkosten, begründet in einer höheren Lohnstruktur aufgrund des Fahrermangels, zu Kostensteigerungen bei.

Des Weiteren beeinträchtigen die steigenden Zinsen und höhere Kosten die Auftragslage in der Baubranche, was wiederum zu möglichen Auftragsrückgängen sowie Forderungsverlusten aufgrund von Insolvenzen in der Baubranche führen kann.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken sieht die Gesellschaft aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation sowie der bestehenden Cash-Pool Vereinbarung mit EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH nicht.

2. Chancenbericht

Für die Gesellschaft sind die Chancen, ihre Marktposition im Schüttgüter-Transport zu stärken, gut. Es wird stetig geprüft, ob das bestehende Dienstleistungsangebot weiter ausgebaut oder durch ergänzende Dienstleistungen sinnvoll erweitert werden kann. Die Gesellschaft hat aufgrund des umfangreichen Auftragsbestandes weiterhin gute Chancen, eine für die Branche solide Umsatzrendite zu erwirtschaften. Die Kundenstruktur, die Qualität der Dienstleistung, die Fuhrparkgröße und die prozessorientierte Ablauforganisation sind die Grundlagen für die gute Marktstellung.

Aufgrund der Einbindung der Jochims Transport GmbH in die SWK / EGN-Gruppe können Synergien im Bereich Transporte, Entsorgung sowie Tief- und Deponiebau gehoben werden. Für die Jochims Transport GmbH können sich bessere Kombinationstouren sowie eine verbesserte Auslastung des Fuhrparks ergeben.

Die nachhaltige Senkung der direkten und indirekten Kosten durch Fahrzeug- und Transportschäden stellt eine weitere Chance dar. Sie wird durch modernste Fahrzeugtechnik und den quantitativen und qualifizierten Ausbau des internen Schadenmanagements (detaillierte Schadensanalysen, Maßnahmen zur Schadensvermeidung, Qualifizierung und Prävention) realisiert.

3. Gesamtaussage

Der Schwerlastverkehr über Land im Lastkraftwagenbereich ist derzeit und in Zukunft durch eine sanierungsbedürftige Verkehrswege-Infrastruktur stark beeinträchtigt. Marode Straßen und Brückenbauwerke führen vermehrt zu zeitlich begrenzten und auch zu langfristigen Sperrungen, welche die Kalkulation und die Abwicklung der durchzuführenden Transporte zunehmend erschweren. Des Weiteren ist die Baustellenversorgung mit Natursteinprodukten aufgrund gestiegener Energiekosten und einer Produktionsminimierung gefährdet. Hier gilt es vermehrt auf Recyclingprodukte zurückzugreifen, wobei die Entwicklung der Recyclingbranche zu langsam voranschreitet und dadurch Engpässe in der Baustellenversorgung entstehen werden.

Die größte Herausforderung der Gesellschaft wird sein, den sowohl nationalen als auch internationalen Kraftfahrermangel zu bewältigen. Um diesen Kraftfahrermangel kurzfristig aufzufangen, wird über diverse Portale und Einrichtungen geworben. Langfristig setzt die Gesellschaft auf die Berufsausbildung zum Berufskraftfahrer und zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen.

Durch die stabile Finanzlage und die Einbindung in den SWK-Konzernverbund stellt sich die Gesellschaft zuversichtlich den zukünftigen Herausforderungen. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft setzt Finanzinstrumente ein, um beim Prozess der Leistungserbringung sowie der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen finanzielle Risiken für die Gesellschaft zu vermeiden bzw. mindestens zu verringern. Bei Neukunden werden Bonitätsprüfungen durchgeführt und bei Bedarf erfolgt die Dienstleistungserbringung erst gegen Entrichtung einer Vorauszahlung. Wöchentlich wird der Forderungsbestand überwacht und Kontakt zu den Kunden aufgenommen. Über die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH ist die Jochims Transport GmbH anteilig in einen Rohwarenswap (Dieselpreisabsicherung) einbezogen. Dieser Swap dient ausschließlich der Absicherung gegen Dieselpreisschwankungen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurz- und langfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 neben Lieferantenkrediten überwiegend über das Cash-Pool-Management mit der EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

V. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Ergebnis in der Größenordnung des Jahresergebnisses 2023 erwartet. Aufgrund der aktuell hohen Kosten in der Baubranche und der gleichzeitig steigenden Zinsen ist mit einem Rückgang von Bauprojekten zu rechnen. Dies wird zu einem Rückgang der Aufträge führen. Durch Sperrungen bzw. Gewichtbeschränkungen mehrerer Straßen und Brücken werden die Transportwege durch das Umfahren immer weiter und die Kosten immer höher. Die Jochims Transport GmbH muss aufgrund des Einbruchs in der Baubranche vermehrt auf Transporte von Industrieabfällen ausweichen, hat hier aber kaum die Möglichkeit die gewohnten Verbindungstouren zu kombinieren.

 

Kerken, den 20. Februar 2024

Jochims Transport GmbH

Die Geschäftsführung

Bernd Kirches

Marc-Andre Holtmann

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Jochims Transport GmbH, Kerken:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Jochims Transport GmbH, Kerken, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jochims Transport GmbH, Kerken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir Gesamtdarstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 20. Februar 2024

WIKOM AG
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