Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 201247
Eingetragen
12.11.2018
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenGroßhandel mit GetränkenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Die Entwicklung, Implementierung und Akquisition von Geschäftskonzepten in den Bereichen digitale Applikationen (Apps), Online-Dienste und E-Commerce für den Bereich Getränke und Lebensmittel; der Betrieb und die Bereitstellung von internetspezifischen Dienstleistungen für den Handel mit Waren, insbesondere Getränke und Lebensmittel sowie der Handel mit Waren, insbesondere Getränke und Lebensmittel über das Internet.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Kellner
seit 1.3.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
U***** J******
0.84%
0.72%

Ungelöste Beteiligungen (7)

Gesellschafter
Beta

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Bitburger Brau-gruppe GmbH
Germany
350.000 €
20.00%
Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH
Germany
350.000 €
20.00%
Diversum Holding GmbH & Co. KG
Germany
350.000 €
20.00%
Rotkäppchen – Mumm Sektkellereien GmbH
Germany
350.000 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

kollex GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die kollex GmbH, Berlin:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der kollex GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der kollex GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe unter den "Allgemeinen Angaben" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "Bestandsgefährdendes Risiko" des Lageberichts, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass die bisherige Verlustsituation auf die Markteintrittsphase und das Wachstum der Gesellschaft zurückführen ist sowie der weitere Fortbestand des Unternehmens von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes, der Generierung entsprechender Umsatzerlöse und der Bereitstellung externer liquider Mittel durch Investoren oder Gesellschafter abhängig ist. Wie in der Angabe unter den "Allgemeinen Angaben" im Anhang und im Abschnitt "Bestandsgefährdendes Risiko" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 24. Mai 2024

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stramitzer, Wirtschaftsprüfer

Ahlering, Wirtschaftsprüferin

BILANZ zum 31. Dezember 2023

kollex GmbH, Berlin

Amtsgericht Berlin (Charlottenburg), HRB 201247B

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.007.865,00 3.653.871,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 607.785,85 1.516.451,05
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.160,00 15.209,00
6.629.810,85 5.185.531,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.000,00 46.909,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.252,17 90.509,00
105.252,17 137.418,00
Summe Anlagevermögen 6.735.063,02 5.322.949,05
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 1.450,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 1.725,50
2. Forderungen gegen Gesellschafter 191.709,00 1.737.162,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.405.214,09 622.098,07
1.596.923,09 2.360.985,57
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 798.452,56 1.858.461,79
Summe Umlaufvermögen 2.395.375,65 4.220.897,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.888,71 28.509,85
9.166.327,38 9.572.356,26

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.750.000,00 1.750.000,00
II. Kapitalrücklage 25.000.000,00 25.000.000,00
III. Bilanzverlust 20.478.295,02 18.248.129,82
Summe Eigenkapital 6.271.704,98 8.501.870,18
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 952.614,47 0,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 30.609,00 277.637,50
2. sonstige Rückstellungen 490.283,80 243.755,44
520.892,80 521.392,94
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.384,48 16.875,99
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 99.012,04 407.438,53
3. sonstige Verbindlichkeiten 199.985,25 124.778,62
300.381,77 549.093,14
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.120.733,36 0,00
9.166.327,38 9.572.356,26

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

kollex GmbH, Berlin

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Rohergebnis 7.178.643,91 2.787.823,68
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.959.476,29- 3.994.278,74-
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 985.532,32- 786.933,69-
5.945.008,61- 4.781.212,43-
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.392.067,43- 1.120.713,39-
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.072.095,69- 1.836.553,40-
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.188,89 908,67
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2,33- 20.950,42-
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 313,56- 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 2.229.654,82- 4.970.697,29-
9. sonstige Steuern 510,38- 866,53-
10. Jahresfehlbetrag 2.230.165,20- 4.971.563,82-
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 18.248.129,82- 13.276.566,00-
12. Bilanzverlust 20.478.295,02- 18.248.129,82-

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmennamen laut Registergericht: kollex GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Berlin Charlottenburg
Register-Nr.: HRB 201247 B

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Die allgemeinen Vorschriften der §§ 238 bis 263 HGB für alle Kaufleute sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB wurden beachtet.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie die steuerlichen Vorschriften zu beachten.

Die Vorjahreszahlen wurden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zum Vergleich in Euro angegeben.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 266, 274 a, 276, 288 HGB und dem Unterlassen von Angaben gem. § 286 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden ist von einer positiven Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen worden. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Gesellschaft in der Vergangenheit keine nachhaltigen Gewinne erzielt hat. Es handelt sich hierbei um planmäßige Verluste, die sich durch Produktentwicklung und die Markteinführung des jungen Unternehmens ergeben. Der Bestand der Gesellschaft ist von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der weiteren Generierung geplanter Umsatzerlöse abhängig. Für den Fall, dass die zugrunde gelegten Planannahmen nicht eintreten und somit Liquiditätsengpässe entstehen, liegt eine Bestandsgefährdung vor, sofern keine Zuführung weiterer externer, liquider Mittel durch Gesellschafter oder Investoren erfolgt.

Der Jahresabschluss ist unter teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt worden.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden - soweit nicht abweichend berichtet - gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Aktiva

Der Ansatz der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden planmäßig abgeschrieben.

Der Ansatz der Sachanlagen erfolgt zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Diese werden planmäßig abgeschrieben.

Es kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.

lm Geschäftsjahr angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Das ausgewiesene Bankguthaben wird zum Nominalbetrag angesetzt.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Passiva

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und es wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Aktiva

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens ist im angefügten Anlagespiegel dargestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände betragen zum 31. Dezember 2023 6.629,81 T€ (Vj. 5.185,53 T€). Sie umfassen die entgeltlich erworbene Software in Höhe von 14,16 T€ (Vj. 15,21 T€) sowie die selbstgeschaffene Entwicklung einer neuen Internetplattform in Höhe von 6.615,65 T€ (Vj. 5.170,32 T€).

Das Sachanlagevermögen beträgt zum 31. Dezember 2023 105,25 T€ (Vj. 137,42 T€) und umfasst Geschäftsausstattungen sowie die Einrichtung in fremden Geschäftsbauten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 1.596,92 T€ (Vj. 2.360,99 T€) beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen Gesellschafter aus Lieferungen und Leistungen (191,71 T€) (Vj. 1.737,16 T€), geleistete Kautionen (92,93 T€) (Vj. 91,93 T€) sowie Forderungen gegen das Finanzamt im Wesentlichen aus dem Anspruch auf Forschungszulage (1.276,27 T€) (Vj. 0,00 T€).

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 92,93 T€

(Vj. 91,93 T€) ausgewiesen. Es handelt sich um Kautionen.

Die liquiden Mittel betragen zum 31. Dezember 2023 798,45 T€ (Vj. 1.858,46 T€). Die Höhe der liquiden Mittel wurde bestimmt durch Guthaben bei den Geschäftsbanken.

Der Rechnungsabgrenzungsposten beträgt zum 31. Dezember 2023 35,89 T€ (Vj. 28,51 T€) und beinhaltet hauptsächlich Kosten für Lizenzen und Softwarenutzung.

Passiva

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 6.271,70 T€ (Vj. 8.501,87 T€) und setzt sich zusammen aus dem "gezeichneten Kapital", der "Kapitalrücklage" und dem "Bilanzverlust".

Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen beträgt zum 31. Dezember 2023 952,61 T€ (Vj. 0,00 €T) und beinhaltet den Sonderposten für Forschungszulagen, in dem Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag abgebildet werden.

Die Rückstellungen betragen zum 31. Dezember 2023 520,89 T€ (Vj. 521,39 T€) und enthalten im Wesentlichen Beträge für Personalkosten (251,54 T€) (Vj. 189,18 T€), Rückstellungen für die Erstellung des Jahresabschlusses und die Wirtschaftsprüfung (43,57 T€) (Vj. 32,50 T€) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (195,17 T€) (Vj. 22,07 T€).

Die Verbindlichkeiten von insgesamt 300,38 T€ (Vj. 549,09 T€) setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1,38 T€ (Vj. 16,88 T€), aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 99,01 T€ (Vj. 407,44 T€) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 199,99 T€ (Vj. 124,78 T€).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 179,95 T€ (Vj.98,48 T€) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 16,23 T€ (Vj. 26,29 T€).

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Der Rechnungsabgrenzungsposten beträgt zum Jahresende 1.120,73 T€ (Vj. 0,00 T€) und beinhaltet abgegrenzte Erlöse.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 6.615,65 T€.

Haftungsverhältnisse und Sicherheiten

Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechseln und Scheckbürgschaften, Gewährleistungsverträgen, Bestellung von Grundschulden, Pfandrechten sowie sonstigen Sicherheiten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzanlage von Bedeutung sind:

Davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verpflichtung Gesamt bis 1 Jahr über 1 Jahr
aus Leasingverträgen 9.900,21 € 6.464,44 € 3.435,77 €
aus Mietvertrag 939.371,04 € 313.123,68 € 626.247,36 €

Gewinn- und Verlustrechnung

Das Rohergebnis (7.178,64 T€) (Vj. 2.787,82 T€) beinhaltet im Wesentlichen Umsatzerlöse gemäß dem Unternehmensgegenstand sowie aktivierte Eigenleistungen für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1.903,69 T€ (Vj. 1.205,78 T€). Es sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,41 T€ (Vj. 1,37 T€) enthalten.

Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 5.945,01 T€ (Vj. 4.781,21 T€) und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.163,80 T€ (Vj. 1.470,59 T€) aufgrund von Neuanstellungen erhöht.

Die Abschreibungen des Anlagevermögens setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1.323,82 T€ (Vj. 1.007,23 T€), Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 51,05 T€ (Vj. 42,51 T€) und Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von 4,57 T€ (Vj. 59,30T€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich insgesamt um 235,54 T€ (Vj. 503,61 T€). Diese bestehen im Wesentlichen aus Mietkosten, Recruiting-Kosten und Aufwendungen für Software. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Währungsumrechnungen in Höhe von 0,70 T€ (Vj. 1,19 T€).

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

kollex GmbH, 10967 Berlin

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge- Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2023 Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.059.857,42 3.676.766,68 1.728.759,10 1.322.772,68
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 1.516.451,05 2.768.101,48 3.676.766,68- 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.041.895,17 1.027.735,17 1.049,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 6.618.203,64 2.768.101,48 0,00 2.756.494,27 1.323.821,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 59.545,83 24.545,83 11.909,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 309.839,68 36.079,92 275.667,43 56.336,75
Summe Sachanlagen 369.385,51 36.079,92 300.213,26 68.245,75
Summe Anlagevermögen 6.987.589,15 2.804.181,40 0,00 3.056.707,53 1.392.067,43
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.007.865,00 3.653.871,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 607.785,85 1.516.451,05
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.160,00 15.209,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 6.629.810,85 5.185.531,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.000,00 46.909,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.252,17 90.509,00
Summe Sachanlagen 105.252,17 137.418,00
Summe Anlagevermögen 6.735.063,02 5.322.949,05

IV. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 74 Arbeitnehmer beschäftigt.

Namen der Geschäftsführung

Zum 31. Dezember 2023 gehört der Geschäftsführung der Gesellschaft folgende Person an:

 

Frau Susanne Burger, Berlin, Geschäftsführerin bis zum 03. Juli 2023

 

Herr Stefan Kellner, Berlin, Geschäftsführer ab 01. März 2023

Namen der Mitglieder des Beirats

Zum 31. Dezember 2023 gehören dem Beirat der Gesellschaft folgende Personen an:

 

Herr Stephan Berens, CFO/ kaufm. Geschäftsführer Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG, Aachen, Beiratsvorsitzender

 

Herr Jens Gardthausen, Geschäftsführer Eggers & Franke Holding GmbH, Wentorf bei Hamburg

 

Herr Rainer Noll, Leiter Vertrieb Außer-Haus-Markt BITBURGER BRAUGRUPPE GmbH, Lich, Stellvertretender Beiratsvorsitzender

 

Herr Marcus Rohde, Geschäftsführer Finanzen/ CFO Coca-Cola Europacific Partners Deutschland, Bremen

 

Herr Dr. Frank Scholz, Group CIO, CITTI Unternehmensgruppe, Molfsee

Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem Jahresfehlbetrag von 2.230.165,20 € (Vj. 4.971.563,82 €) ab, zzgl. Verlustvortrag des Jahres 2022 ergibt sich somit ein Bilanzverlust von 20.478.295,02 € (Vj. 18.248.129,82 €).

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, 30. Juli 2024

gez. Stefan Kellner, Geschäftsführer

Lagebericht 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Allgemeines

Die kollex GmbH (im folgenden "kollex") ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) nach deutschem Recht. Der Geschäftsführer führt die Geschäfte von kollex nach den Weisungen der Gesellschafterversammlung und im Rahmen von Gesetz und Gesellschaftsvertrag.

kollex ist ein Joint-Venture der Gesellschafter Bitburger Braugruppe GmbH, Coca-Cola Europacific Partners Deutschland GmbH, Diversum Holding GmbH & Co. KG, Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH und CHEFS CULINAR Bev-Pool GmbH und Co. KG, die zu je 20% an der kollex beteiligt sind.

kollex befasst sich mit der Entwicklung, Implementierung und Akquisition von Geschäftskonzepten in den Bereichen digitale Applikationen (Apps), Online-Dienste und E-Commerce für den Bereich Getränke und Lebensmittel; dem Betrieb und der Bereitstellung von internetspezifischen Dienstleistungen für den Handel mit Waren, insbesondere Getränken und Lebensmitteln über das Internet.

Konkret bietet kollex eine Bestellplattform an, mit der Gastronomiekunden (HoReCa = Hotellerie-, Gastronomie- und Cateringunternehmen) bei Größhändlern (Getränkefachgroßhändler, Lebensmittelgroßhändler und Händler für Gastromiebedarf) ihre Ware bestellen können. Dabei wird das Sortiment der Großhändler auf einem kollex-Shop angeboten und Bestellungen zum Großhändler übermittelt.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2023 investierte kollex für eigene Zwecke weiterhin in die Optimierung und Erweiterung bestehender und neu entwickelter Software zum Betrieb der kollex Plattform.

Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben betrugen im Geschäftsjahr 2023 3.238 T€ (2022: 3.858 T€). Neuentwicklungen wurden i.H.v. 2.768 T€ aktiviert (2022: 3.447 T€). Die Abschreibungen für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr 2023 1.323 T€ (2022: 406T€).

B. Wirtschaftliches Umfeld

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In der Gastronomie sank der reale Umsatz im Jahr 2023 um 0,9 % gegenüber 2022, damit lag er 12,9 % niedriger als im Jahr 2019. Nominal waren die Umsätze 2023 um 7,2 % höher als 2022 und 9,0 % höher als 2019 (Quelle: destatis.de).

Insgesamt wurde im Jahr 2023 in der Gastronomie ein Umsatz in Höhe von 1.095 Milliarden € (i.V. 1.097 Milliarden €) in der Bundesrepublik Deutschland erwirtschaftet (Quelle: dashboard-deutschland.de). Zum Dezember 2023 waren rund 97,7 (i.V. 94,5) Tausend Menschen in der Gastronomie in der Bundesrepublik Deutschland beschäftigt (Quelle: Statista ) .

Die Gastronomie musste im September 2023 preis-, kalender- und saisonbereinigt einen Umsatzrückgang von 0,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat und von 12,6 % gegenüber September 2019 hinnehmen. Hier war der Rückgang im Bereich der Schankwirtschaft mit 6,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat und 34,5 % gegenüber September 2019 deutlich. Auch die Caterer setzten im September 2023 mit -2,7 % real weniger um als im Vorjahresmonat und deutlich weniger als vier Jahre zuvor mit -15,6 %. Restaurants, Gaststätten und Cafés konnten sich bei den Umsätzen am ehesten dem Vorkrisenniveau annähern. Diese lagen im September 2023 bereits 1,0 % über dem Vorjahresmonat, aber noch 8,1 % unter dem September 2019 (Quelle: (destatis.de)).

Die Zahl der Beschäftigten in der Gastronomie im September 2023 lag noch um 6,7 % unter dem Niveau von September 2019. Besonders stark war der Rückgang der Beschäftigten in der Schankwirtschaft mit 12,0 % gegenüber September 2019, trotz eines Zuwachses von +4,6 % gegenüber September 2022. Die Caterer hatten im September 2023 mit +1,7 % mehr Personal als im Vorjahresmonat, aber immer noch deutlich weniger als vier Jahre zuvor -8,6 %. Restaurants, Gaststätten und Cafés konnten sich beim Personal am ehesten wieder dem Vorkrisenniveau annähern: Die Beschäftigtenzahl lag im September 2023 um 4,7 % höher als im Vorjahresmonat, aber noch um 4,1 % niedriger als im September 2019 (Quelle: (destatis.de)).

Geschäftsverlauf und Geschäftslage

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 mit 4.805 T€ erste Umsätze aus der Vermarktung von Daten, Customizing von Shops, Betrieb und Werbeeinnahmen erzielt.

Die Plattform ist auf der Seite der angebundenen Großhändler von 155 in 2022 auf 210 in 2023 gewachsen. Auf der Kundenseite konnte kollex Stand Dezember 2023 8.815 aktiv bestellende Kunden (Dezember 2022: 4.451) verzeichnen.

Die Bestellplattform wurde auch 2023 weiter ausgebaut, besonders hervorzuheben sind dabei die Einführung eines Kunden/Großhändler-Chatssystems, Listenpreise und die Entwicklung eines Werbemittelshops. Mit dem Shop von CHEFS CULINAR konnte der erste Lebensmittelgroßhändler in kollex eingebunden werden.

I. Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2023 2022 Differenz
T€ % T€ % T€
Umsatzerlöse 4.952 68,98 1.581 56,71 3.371
Bestandsveränderung -1 -0,01 1 0,04 -2
Forschungszulage 324 4,51 0 0,00 324
Aktivierte Eigenleistung 1.904 26,52 1.206 43,26 698
Gesamtleistung 7.179 100,00 2.788 100,00 4.391
Personalaufwand 5.945 82,81 4.781 171,48 1.164
Abschreibungen 1.392 19,39 1.120 40,17 272
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.072 28,86 1.836 65,85 236
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1 0,01 1 0,01 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 0,00 21 0,75 -21
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0,00 0 0,00 0
Ergebnis nach Steuern -2.229 -31,05 -4.971 -178,30 2.742
Sonstige Steuern 1 0,01 1 0,01 0
Jahresfehlbetrag 2.230 31,06 4.972 178,34 -2.742

Die wesentlichen Ertragskomponenten sind die Umsatzerlöse aus der Vermarktung von Daten in Höhe von 2.574 T€, dem Customizing in Höhe von 1.276 T€, Werbeeinnahmen in Höhe von 955 T€ und die in den sonstigen betrieblichen Erträgen gebucht Forschungszulage in Höhe von 324 T€.

Im Geschäftsjahr 2023 hat kollex erstmals signifikanten Umsätze erwirtschaftet. Dies ist darauf zurückzuführen, dass nach der Entwicklung und dem Aufbau der Plattform 2023 erstmalig Leistungen verkauft werden konnten.

Der Anstieg der aktivierten Eigenleistung in Höhe von 698 T€ ist auf die fortgesetzte Entwicklung der Online-Plattform zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamtleistung um 4.391 T€ erhöht, bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Aufwendungen um 1.378 T€ ergibt sich eine Verbesserung des Jahresergebnisses von 2.741 T€. Die Gesamtleistung konnte durch die Vermarktung von Werbung, Daten und Entwicklungsleistungen an die Gesellschafter erhöht werden. Die Erhöhung der Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Personalaufwendungen um 1.164 T€, die ihrerseits aus dem Personalwachstum in den Bereichen Sales und Tech resultiert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2.072 T€ (i.V. 1.837 T€) resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen für Hardware und Software 1.031 T€ (i.V. 847 T€), Miete einschließlich Nebenkosten 316 T€ (i.V. 161 T€) und Werbekosten 131 T€ (i.V. 75 T€). Die Kosten sind im Berichtsjahr zum Vorjahr fast konstant geblieben, da kollex die Verträge mit den Dienstleistern langfristig geplant und geschlossen hat.

Das Unternehmensergebnis (EBIT) stieg im Berichtsjahr um 2.720 T€ auf -2.231 T€ (i.V. -4.951 T€). Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen.

II. Finanzlage

Die Finanzlage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2023 2022
Kapitalzufluss in T€ in T€
1 Periodenergebnis -2.230 -4.972
2 Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 1.758 -552
3 Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -2.804 -3.557
4 Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit -14 3.480
5 Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -1.060 -5.599
6 Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 1.858 7.457
7 Finanzmittelbestand am Ende der Periode 798 1.858

Im vorliegenden Geschäftsjahr hat die Gesellschaft einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.758 T€ erzielt. Dies war aufgrund der erstmals erzielten Umsätze aus der Vermarktung von Daten, Customizing von Shops, Betrieb und Werbeeinnahmen sowie der Aktivierung der Forschungszulage und des korrelierenden Sonderpostens für die Forschungszulage möglich.

Neben den Umsatzerlösen konnten bereits Einnahmen generiert werden, welche im Folgejahr als Erträge ausgewiesen werden im passiven Rechnungsabgrenzungsposten 1.121 T€ (i.V. 0), sowie durch ein optimiertes Management konnte es zu einem Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände kommen 1.597 T€ (i.V. 2.361 T€).

Aufgrund der hohen Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen ergibt sich ein negativer Cashflow in Höhe von - 2.804 T€ (i.V. -3.557 T€) aus der Investitionstätigkeit.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 14 T€ (i.V. 3.480 T€) ist in 2023 gesunken, da keine Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern stattgefunden haben.

Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag 798 T€ (i.V. 1.858 T€). In Höhe von 1.597 T€ (i.V. 2.361 T€) liegen Forderungsbestände und sonstige Vermögensgegenstände vor, die entsprechend den Erfahrungswerten der Vergangenheit einzelwert- und pauschalwertberichtigt sind. Der Rückgang der Forderungsbestände ist aufgrund eines Stichtagseffekt zurückzuführen. Im Jahr 2022 erfolgte die Rechnungsstellung erst zum Jahresende wohingegen in 2023 die Rechnungserstellung bereits unterjährig erfolgte.

Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses existieren ausreichend liquide Mittel, um die Zahlungen der Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu gewährleisten. Liquiditätsengpässe waren auch bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht zu verzeichnen.

III. Vermögenslage

Die Vermögenslage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022 Differenz
Aktiva T€ % T€ % T€
Anlagevermögen 6.735 73,48 5.323 55,61 1.412
Vorräte 0 0,00 1 0,01 -1
Forderungen u. sonstige Verm. 1.597 17,42 2.361 24,67 -764
Flüssige Mittel 798 8,71 1.858 19,41 -1.060
Rechnungsabgrenzungsposten 36 0,39 29 0,30 7
Summe 9.166 100,00 9.572 100,00 -406
Passiva
Eigenkapital 6.272 68,43 8.502 88,82 -2.230
Sonderposten 952 10,39 0 0,00 952
Rückstellungen 521 5,68 521 5,44 0
Verbindlichkeiten 300 3,27 549 5,74 -249
Rechnungsabgrenzungsposten 1.121 12,23 0 0,00 1.121
Summe 9.166 100,00 9.572 100,00 -406

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Im Wesentlichen ergab sich die Erhöhung der immateriellen Vermögensgegenständen 6.630 T€ (i.V. 5.186 T€) durch Zugänge in Höhe von 2.768 T€. Diese Zugänge resultieren aus der stetigen Optimierung und Weiterentwicklung der Bestellplattform.

Der Rückgang der liquiden Mittel um 1.060 T€ auf einen Bestand von 798 T€ (i.V. 1.858 T€) steht im Zusammenhang mit dem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit. Das Eigenkapital ist durch Erzielung eines negativen Jahresergebnisses um 2.230 T€ auf 6.272 T€ (i.V. 8.502 T€) gesunken. Erstmals wird ein Sonderposten in Höhe von 952 T€ (i.V. 0 T€) ausgewiesen. Dies wurde aufgrund der Beantragung der Forschungszulage für die Jahre 2020 bis 2022 notwendig.

Die Verbindlichkeiten stammen aus der operativen Tätigkeit und betreffen im Wesentlichen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 99 T€ (i.V. 407 T€), Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 105 T€ (i.V. 0 T€) sowie Lohnabgaben in Höhe von 92 T€ (i.V. 118 T€). Die Laufzeit beträgt weniger als ein Jahr. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnte durch ein besseres Zahlungsmanagement erreicht werden. Die Umsatzsteuerverbindlichkeiten resultieren durch die gestiegenen Umsätze aus der Vermarktung von Daten, Customizing von Shops, Betrieb und Werbeeinnahmen.

Die wesentlichen Änderungen bei den Rückstellungen ergeben sich bei den Steuerrückstellungen 31 T€ (i.V. 278 T€) und den Rückstellungen für Personalkosten 138 T€ (i.V. 67 T€) sowie den Sonstigen Rückstellungen 195 T€ (i.V. 22 T€). Die Höhe der Urlaubsrückstellungen konnte durch ein optimiertes Urlaubsmanagement auf 113 T€ reduziert werden (i.V. 122 T€). Die Änderungen resultieren durch den Ausbau des operativen Betriebs.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten setzt sich im Wesentlichen aus 922T€ für die Bereitstellung von Daten und 196 T€ Werbepaketen zusammen.

IV. Leistungsindikatoren

Die Gesamtleistung von kollex bemisst sich nach der Anzahl der aktiv bestellenden Kunden. Von diesem Indikator leiten sich alle wesentlichen finanziellen Indikatoren ab, z.B. die erzielbaren Umsätze durch Händlergebühren, die Vermarktung der Werbeplätze und Daten. Diese Indikatoren basieren alle auf den Interaktionen von Kunden mit den kollex-Shops der Großhändler. Als einen aktiven, bestellenden Kunden von kollex ("aktiven Kunden") verstehen wir jede Kunden-/Lieferantenbeziehung, über die in den vergangenen 90 Tagen eine Bestellung an einen Großhändler ausgelöst wurde.

V. Gesamtaussage

Die Entwicklung im Geschäftsjahr verlief aus Sicht der Geschäftsführung vor dem Hintergrund des Auf- und Ausbaus des Geschäftsbetriebs im Wesentlichen zufriedenstellend. Die Anzahl der bestellenden Kunden konnte 2023 gesteigert werden (siehe oben).

Auch wenn die zuvor gesetzten Ziele durch die makro-ökonomischen Herausforderungen wie Inflation und sinkender Konsumentennachfrage nicht vollumfänglich erreicht werden konnten, spiegelt die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage eine positive Entwicklung der wirtschaftlichen Gesamtlage des Unternehmens wider.

Das Unternehmen konnte den Umsatz und das Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr steigern. Im Vorjahr gab es noch Einzahlungen in die Kapitalrücklage, sodass nunmehr der Finanzmittelbestand am Ende der Periode aufgrund der anhaltenden Investitionstätigkeit unter dem Vorjahreswert liegt.

C. Prognosebericht

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Die Gesellschaft wird sich weiter auf den Ausbau der Vertriebsstruktur fokussieren als auch auf die Weiterentwicklung der Bestellplattform, um das Wachstum des Berichtsjahres fortzusetzen. Geplant sind dabei eine Erweiterung der ERP-Schnittstellen (API), die Unterstützung kundenindividueller Preise, die Anbindung zusätzlicher ERP-Systeme und die Einführung von Self-Service-Funktionen für Großhändler sowie weitere Features, die es Großhändlern erlauben, ihr Sortiment besser bei den Kunden zu bewerben.

Durch die gesteigerten Vertriebsaktivitäten und die verbesserte Adaption von kollex bei den Großhändlern aufgrund der Produktverbesserungen erwarten wir für das Jahr 2024 ein Wachstum der aktiv bestellenden Kunden im mittleren zweistelligen Prozentbereich.

Durch das Wachstum an bestellenden Kunden ergeben sich auch verbesserte Umsatzperspektiven, daher erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 eine moderate Steigerung des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

D. Chancen- und Risikobericht Chancen

Mit dem erfolgreichen Relaunch der Plattform 2022 ist es kollex gelungen, 60 neue Getränkefachgroßhändler und mehr als 4.000 neue Kunden zu akquirieren und damit die Marktposition weiter auszubauen. Eine starke Marktposition ist notwendig, um langfristig weiter zu wachsen und die Erlösmodelle weiter zu skalieren.

Durch die Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern entstehen Synergieeffekte, die sich positiv auf das Wachstum von Kunden und Großhändlern auswirken. Das Wachstum hat sich bereits 2023 gesteigert und wird sich durch die engere Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern 2024 noch weiter verbessern, da die Vertriebsmannschaften der Gesellschafter aktiv am Vertrieb von kollex bei Großhändlern und Kunden beteiligt sind.

Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Software wird kollex 2024 seinen Funktionsumfang noch einmal deutlich steigern und sich dadurch vom Wettbewerb absetzen. Dadurch kann kollex weitere Großhändler gewinnen und den Marktanteil steigern.

Immer mehr Großhändler und Kunden erkennen die Möglichkeit, mit Hilfe digitaler Lösungen wie kollex Kosten zu sparen und Umsätze zu steigern. Durch den Einsatz digitaler Bestelllösungen werden Kosten im Telefonverkauf eingespart, durch die geringere Fehlerraten verringern sich Prozesskosten im Unternehmen. Durch den Zugriff der Kunden auf das Gesamtsortiment werden mehr Bestellungen und damit höhere Umsätze möglich. Dazu kommen neue Möglichkeiten für Promotions und Werbung.

kollex bietet die ideale Plattform für Großhändler und Kunden und hat daher sehr gute Chancen in der Digitalisierung der Gastronomiebranche.

Die dargestellten Chancen können sich positiv auf die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis der Gesellschaft auswirken. Eine Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeiten lässt sich aufgrund der bestehenden Unsicherheiten nicht vornehmen.

Risiken

Konjunkturelle und volkswirtschaftliche Risiken

Aufgrund des Überfalls der Russischen Föderation auf die Ukraine ist weiterhin mit einer wirtschaftlichen Beeinträchtigung wie beispielsweise einer überdurchschnittlichen Inflation zu rechnen.

Markt- und Branchenrisiken

Die wirtschaftliche Lage belastet viele Haushalte. Verbunden mit der Anhebung des Mehrwertsteuersatz von 7 % auf 19 % auf Speisen in der Gastronomie seien laut einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes 12.000 Restaurants, Imbissstuben und Cafés von der Schließung bedroht. Viele dieser Betriebe sind aktuelle oder potentielle Kunden von kollex und gehen bei einer Betriebsschließung verloren.

Als weitere Risikofaktoren nennt der Verband folgende Punkte (Quelle: DEHOGA):

Ab 01.01.24 steigt der gesetzliche Mindestlohn. Außerdem können Löhne und Gehälter aus anderen Gründen steigen

Die weitere Inflationsentwicklung ist unsicher. Trotz der vorübergehenden Stabilisierung der Kosten bei Lebensmitteln und Energie, werden sich aller Voraussicht nach weitere Faktoren, beispielsweise die Erhöhung und Ausweitung der Maut-Gebühren, negativ auf die Einkaufspreise auswirken

Ein weiterer nicht unwesentlicher Punkt ist das Auslaufen der Energiepreisbremse zu Ende 2023, was ebenfalls eine Erhöhung der Einkaufspreise zur Folge haben wird.

Diese Risiken für HoReCa-Betriebe betreffen auch kollex: schließende Betriebe oder auch Pächterwechsel in der Gastronomie haben einen negativen Einfluß auf die Anzahl aktiver Kunden auf kollex. Betriebe fallen als Kunden aus oder müssen bei einem Pächterwechsel neu akquiriert und aktiviert werden.

Potenzielle Risiken wurden unter den Aspekten der möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet, wobei als Gesamtergebnis festzuhalten ist, dass mehrere signifikante Gefahren für die Zukunft der Gesellschaft erkennbar sind:

Keine/zu geringe Akzeptanz des Produktes bei den Großhändlern und Gastronomen

Zu langsames Wachstum bei Großhändlern und Kunden, bedingt durch starken Wettbewerb, technische Hindernisse, Abhängigkeiten von Drittanbietern und eine durch das gesamtwirtschaftliche Umfeld bedingte Investitionszurückhaltung

Zu geringe Erlöse bei der Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle durch zu geringe Skalierung und mangelnde Investitionsbereitschaft potenzieller Kunden

Organisatorische Risiken

In der Organisation ergeben sich folgende Risiken:

Cyberangriffe: es besteht das Risiko von Industriespionage oder Cyberangriffen, bei denen Daten von kollex abfliessen könnten, was zur Abwanderung von Kunden oder Schadenersatzforderungen führen könnte. Durch das Hosting der Infrastruktur bei etablierten und geprüften Dienstleistern, dedizierten Mitarbeitern sowie durch regelmäßige externe Security-Audits wird das Risiko minimiert

IT-Risiken: durch Systemausfälle könnte die Verfügbarkeit von kollex eingeschränkt werden, was zur Abwanderung von Kunden oder Schadenersatzforderungen führen könnte. Durch das Hosting der Infrastruktur bei etablierten und geprüften Dienstleistern, die redundante Auslegung von Systemdiensten, dedizierten Mitarbeitern sowie durch permanentes externes Monitoring und Testing können diese Risiken minimiert werden

Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern: es besteht ein Risiko, qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu halten. Durch unser internes Recruiting, das internationale Arbeitsumfeld und die Expertise beim Hiring können wir das Risiko minimieren

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko ergibt sich hauptsächlich aus den Zahlungszielen von Kunden und Lieferanten sowie der Zahlungsmoral der Kunden. Durch die intern vorgenommenen Maßnahmen ist das Zahlungsausfallrisiko gering.

Zur Abmilderung etwaiger Schwankungen oder Liquiditätsrisiken besteht die Möglichkeit des Forderungs-Factorings über einen Dienstleister. Im Geschäftsjahr wurde dieses Instrument nicht in Anspruch genommen.

Bestandsgefährdendes Risiko

Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit sowie im aktuellen Geschäftsjahr keine nachhaltigen Gewinne erzielt. Es handelt sich dabei um planmäßige Verluste, die sich durch den Markteintritt und das Wachstum des jungen Unternehmens ergeben. Der hierfür erforderliche Liquiditätsbedarf wurde bisher durch die Gesellschafter sowie Investoren gedeckt. Die Gesellschaft ist im Prognosezeitraum von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der Generierung entsprechender Umsatzerlöse sowie der Bereitstellung externer liquider Mittel durch Investoren oder Gesellschafter abhängig. Sofern diese Ereignisse nicht wie geplant eintreten sollten, wäre der Bestand der Gesellschaft gefährdet.

Die dargestellten Risiken können sich negativ auf die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis der Gesellschaft auswirken. Eine Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeiten lässt sich aufgrund der bestehenden Unsicherheiten nicht vornehmen.

 

Berlin, 21. Mai 2024

Stefan Kellner

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