Polyforma UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseEinzelhandel mit Bekleidung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Kellner seit 1.3.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
U***** J****** | 0.84% |
| 0.72% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
4 von 5 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
kollex GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BESTÄTIGUNGSVERMERK Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die kollex GmbH, Berlin: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der kollex GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der kollex GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe unter den "Allgemeinen Angaben" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "Bestandsgefährdendes Risiko" des Lageberichts, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass die bisherige Verlustsituation auf die Markteintrittsphase und das Wachstum der Gesellschaft zurückführen ist sowie der weitere Fortbestand des Unternehmens von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes, der Generierung entsprechender Umsatzerlöse und der Bereitstellung externer liquider Mittel durch Investoren oder Gesellschafter abhängig ist. Wie in der Angabe unter den "Allgemeinen Angaben" im Anhang und im Abschnitt "Bestandsgefährdendes Risiko" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 24. Mai 2024 Rödl
& Partner GmbH
Stramitzer, Wirtschaftsprüfer Ahlering, Wirtschaftsprüferin BILANZ zum 31. Dezember 2023kollex GmbH, BerlinAmtsgericht Berlin (Charlottenburg), HRB 201247BAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023kollex GmbH, Berlin
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Die allgemeinen Vorschriften der §§ 238 bis 263 HGB für alle Kaufleute sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB wurden beachtet. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie die steuerlichen Vorschriften zu beachten. Die Vorjahreszahlen wurden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zum Vergleich in Euro angegeben. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 266, 274 a, 276, 288 HGB und dem Unterlassen von Angaben gem. § 286 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden ist von einer positiven Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen worden. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Gesellschaft in der Vergangenheit keine nachhaltigen Gewinne erzielt hat. Es handelt sich hierbei um planmäßige Verluste, die sich durch Produktentwicklung und die Markteinführung des jungen Unternehmens ergeben. Der Bestand der Gesellschaft ist von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der weiteren Generierung geplanter Umsatzerlöse abhängig. Für den Fall, dass die zugrunde gelegten Planannahmen nicht eintreten und somit Liquiditätsengpässe entstehen, liegt eine Bestandsgefährdung vor, sofern keine Zuführung weiterer externer, liquider Mittel durch Gesellschafter oder Investoren erfolgt. Der Jahresabschluss ist unter teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt worden. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden - soweit nicht abweichend berichtet - gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Aktiva Der Ansatz der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden planmäßig abgeschrieben. Der Ansatz der Sachanlagen erfolgt zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Diese werden planmäßig abgeschrieben. Es kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. lm Geschäftsjahr angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Das ausgewiesene Bankguthaben wird zum Nominalbetrag angesetzt. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Passiva Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und es wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Gewinn- und Verlustrechnung Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Aktiva Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens ist im angefügten Anlagespiegel dargestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände betragen zum 31. Dezember 2023 6.629,81 T€ (Vj. 5.185,53 T€). Sie umfassen die entgeltlich erworbene Software in Höhe von 14,16 T€ (Vj. 15,21 T€) sowie die selbstgeschaffene Entwicklung einer neuen Internetplattform in Höhe von 6.615,65 T€ (Vj. 5.170,32 T€). Das Sachanlagevermögen beträgt zum 31. Dezember 2023 105,25 T€ (Vj. 137,42 T€) und umfasst Geschäftsausstattungen sowie die Einrichtung in fremden Geschäftsbauten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 1.596,92 T€ (Vj. 2.360,99 T€) beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen Gesellschafter aus Lieferungen und Leistungen (191,71 T€) (Vj. 1.737,16 T€), geleistete Kautionen (92,93 T€) (Vj. 91,93 T€) sowie Forderungen gegen das Finanzamt im Wesentlichen aus dem Anspruch auf Forschungszulage (1.276,27 T€) (Vj. 0,00 T€). Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 92,93 T€ (Vj. 91,93 T€) ausgewiesen. Es handelt sich um Kautionen. Die liquiden Mittel betragen zum 31. Dezember 2023 798,45 T€ (Vj. 1.858,46 T€). Die Höhe der liquiden Mittel wurde bestimmt durch Guthaben bei den Geschäftsbanken. Der Rechnungsabgrenzungsposten beträgt zum 31. Dezember 2023 35,89 T€ (Vj. 28,51 T€) und beinhaltet hauptsächlich Kosten für Lizenzen und Softwarenutzung. Passiva Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 6.271,70 T€ (Vj. 8.501,87 T€) und setzt sich zusammen aus dem "gezeichneten Kapital", der "Kapitalrücklage" und dem "Bilanzverlust". Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen beträgt zum 31. Dezember 2023 952,61 T€ (Vj. 0,00 €T) und beinhaltet den Sonderposten für Forschungszulagen, in dem Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag abgebildet werden. Die Rückstellungen betragen zum 31. Dezember 2023 520,89 T€ (Vj. 521,39 T€) und enthalten im Wesentlichen Beträge für Personalkosten (251,54 T€) (Vj. 189,18 T€), Rückstellungen für die Erstellung des Jahresabschlusses und die Wirtschaftsprüfung (43,57 T€) (Vj. 32,50 T€) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (195,17 T€) (Vj. 22,07 T€). Die Verbindlichkeiten von insgesamt 300,38 T€ (Vj. 549,09 T€) setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1,38 T€ (Vj. 16,88 T€), aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 99,01 T€ (Vj. 407,44 T€) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 199,99 T€ (Vj. 124,78 T€). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 179,95 T€ (Vj.98,48 T€) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 16,23 T€ (Vj. 26,29 T€). Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Der Rechnungsabgrenzungsposten beträgt zum Jahresende 1.120,73 T€ (Vj. 0,00 T€) und beinhaltet abgegrenzte Erlöse. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 6.615,65 T€. Haftungsverhältnisse und Sicherheiten Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechseln und Scheckbürgschaften, Gewährleistungsverträgen, Bestellung von Grundschulden, Pfandrechten sowie sonstigen Sicherheiten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzanlage von Bedeutung sind:
Gewinn- und Verlustrechnung Das Rohergebnis (7.178,64 T€) (Vj. 2.787,82 T€) beinhaltet im Wesentlichen Umsatzerlöse gemäß dem Unternehmensgegenstand sowie aktivierte Eigenleistungen für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1.903,69 T€ (Vj. 1.205,78 T€). Es sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,41 T€ (Vj. 1,37 T€) enthalten. Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 5.945,01 T€ (Vj. 4.781,21 T€) und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.163,80 T€ (Vj. 1.470,59 T€) aufgrund von Neuanstellungen erhöht. Die Abschreibungen des Anlagevermögens setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1.323,82 T€ (Vj. 1.007,23 T€), Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 51,05 T€ (Vj. 42,51 T€) und Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von 4,57 T€ (Vj. 59,30T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich insgesamt um 235,54 T€ (Vj. 503,61 T€). Diese bestehen im Wesentlichen aus Mietkosten, Recruiting-Kosten und Aufwendungen für Software. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Währungsumrechnungen in Höhe von 0,70 T€ (Vj. 1,19 T€). ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023kollex GmbH, 10967 Berlin
IV. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 74 Arbeitnehmer beschäftigt. Namen der Geschäftsführung Zum 31. Dezember 2023 gehört der Geschäftsführung der Gesellschaft folgende Person an:
Namen der Mitglieder des Beirats Zum 31. Dezember 2023 gehören dem Beirat der Gesellschaft folgende Personen an:
Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem Jahresfehlbetrag von 2.230.165,20 € (Vj. 4.971.563,82 €) ab, zzgl. Verlustvortrag des Jahres 2022 ergibt sich somit ein Bilanzverlust von 20.478.295,02 € (Vj. 18.248.129,82 €). Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 30. Juli 2024 gez. Stefan Kellner, Geschäftsführer Lagebericht 2023A. Grundlagen des Unternehmens Allgemeines Die kollex GmbH (im folgenden "kollex") ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) nach deutschem Recht. Der Geschäftsführer führt die Geschäfte von kollex nach den Weisungen der Gesellschafterversammlung und im Rahmen von Gesetz und Gesellschaftsvertrag. kollex ist ein Joint-Venture der Gesellschafter Bitburger Braugruppe GmbH, Coca-Cola Europacific Partners Deutschland GmbH, Diversum Holding GmbH & Co. KG, Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH und CHEFS CULINAR Bev-Pool GmbH und Co. KG, die zu je 20% an der kollex beteiligt sind. kollex befasst sich mit der Entwicklung, Implementierung und Akquisition von Geschäftskonzepten in den Bereichen digitale Applikationen (Apps), Online-Dienste und E-Commerce für den Bereich Getränke und Lebensmittel; dem Betrieb und der Bereitstellung von internetspezifischen Dienstleistungen für den Handel mit Waren, insbesondere Getränken und Lebensmitteln über das Internet. Konkret bietet kollex eine Bestellplattform an, mit der Gastronomiekunden (HoReCa = Hotellerie-, Gastronomie- und Cateringunternehmen) bei Größhändlern (Getränkefachgroßhändler, Lebensmittelgroßhändler und Händler für Gastromiebedarf) ihre Ware bestellen können. Dabei wird das Sortiment der Großhändler auf einem kollex-Shop angeboten und Bestellungen zum Großhändler übermittelt. Forschung und Entwicklung Im Jahr 2023 investierte kollex für eigene Zwecke weiterhin in die Optimierung und Erweiterung bestehender und neu entwickelter Software zum Betrieb der kollex Plattform. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben betrugen im Geschäftsjahr 2023 3.238 T€ (2022: 3.858 T€). Neuentwicklungen wurden i.H.v. 2.768 T€ aktiviert (2022: 3.447 T€). Die Abschreibungen für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr 2023 1.323 T€ (2022: 406T€). B. Wirtschaftliches Umfeld Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen In der Gastronomie sank der reale Umsatz im Jahr 2023 um 0,9 % gegenüber 2022, damit lag er 12,9 % niedriger als im Jahr 2019. Nominal waren die Umsätze 2023 um 7,2 % höher als 2022 und 9,0 % höher als 2019 (Quelle: destatis.de). Insgesamt wurde im Jahr 2023 in der Gastronomie ein Umsatz in Höhe von 1.095 Milliarden € (i.V. 1.097 Milliarden €) in der Bundesrepublik Deutschland erwirtschaftet (Quelle: dashboard-deutschland.de). Zum Dezember 2023 waren rund 97,7 (i.V. 94,5) Tausend Menschen in der Gastronomie in der Bundesrepublik Deutschland beschäftigt (Quelle: Statista ) . Die Gastronomie musste im September 2023 preis-, kalender- und saisonbereinigt einen Umsatzrückgang von 0,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat und von 12,6 % gegenüber September 2019 hinnehmen. Hier war der Rückgang im Bereich der Schankwirtschaft mit 6,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat und 34,5 % gegenüber September 2019 deutlich. Auch die Caterer setzten im September 2023 mit -2,7 % real weniger um als im Vorjahresmonat und deutlich weniger als vier Jahre zuvor mit -15,6 %. Restaurants, Gaststätten und Cafés konnten sich bei den Umsätzen am ehesten dem Vorkrisenniveau annähern. Diese lagen im September 2023 bereits 1,0 % über dem Vorjahresmonat, aber noch 8,1 % unter dem September 2019 (Quelle: (destatis.de)). Die Zahl der Beschäftigten in der Gastronomie im September 2023 lag noch um 6,7 % unter dem Niveau von September 2019. Besonders stark war der Rückgang der Beschäftigten in der Schankwirtschaft mit 12,0 % gegenüber September 2019, trotz eines Zuwachses von +4,6 % gegenüber September 2022. Die Caterer hatten im September 2023 mit +1,7 % mehr Personal als im Vorjahresmonat, aber immer noch deutlich weniger als vier Jahre zuvor -8,6 %. Restaurants, Gaststätten und Cafés konnten sich beim Personal am ehesten wieder dem Vorkrisenniveau annähern: Die Beschäftigtenzahl lag im September 2023 um 4,7 % höher als im Vorjahresmonat, aber noch um 4,1 % niedriger als im September 2019 (Quelle: (destatis.de)). Geschäftsverlauf und Geschäftslage Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 mit 4.805 T€ erste Umsätze aus der Vermarktung von Daten, Customizing von Shops, Betrieb und Werbeeinnahmen erzielt. Die Plattform ist auf der Seite der angebundenen Großhändler von 155 in 2022 auf 210 in 2023 gewachsen. Auf der Kundenseite konnte kollex Stand Dezember 2023 8.815 aktiv bestellende Kunden (Dezember 2022: 4.451) verzeichnen. Die Bestellplattform wurde auch 2023 weiter ausgebaut, besonders hervorzuheben sind dabei die Einführung eines Kunden/Großhändler-Chatssystems, Listenpreise und die Entwicklung eines Werbemittelshops. Mit dem Shop von CHEFS CULINAR konnte der erste Lebensmittelgroßhändler in kollex eingebunden werden. I. Ertragslage Die Ertragslage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die wesentlichen Ertragskomponenten sind die Umsatzerlöse aus der Vermarktung von Daten in Höhe von 2.574 T€, dem Customizing in Höhe von 1.276 T€, Werbeeinnahmen in Höhe von 955 T€ und die in den sonstigen betrieblichen Erträgen gebucht Forschungszulage in Höhe von 324 T€. Im Geschäftsjahr 2023 hat kollex erstmals signifikanten Umsätze erwirtschaftet. Dies ist darauf zurückzuführen, dass nach der Entwicklung und dem Aufbau der Plattform 2023 erstmalig Leistungen verkauft werden konnten. Der Anstieg der aktivierten Eigenleistung in Höhe von 698 T€ ist auf die fortgesetzte Entwicklung der Online-Plattform zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamtleistung um 4.391 T€ erhöht, bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Aufwendungen um 1.378 T€ ergibt sich eine Verbesserung des Jahresergebnisses von 2.741 T€. Die Gesamtleistung konnte durch die Vermarktung von Werbung, Daten und Entwicklungsleistungen an die Gesellschafter erhöht werden. Die Erhöhung der Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Personalaufwendungen um 1.164 T€, die ihrerseits aus dem Personalwachstum in den Bereichen Sales und Tech resultiert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2.072 T€ (i.V. 1.837 T€) resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen für Hardware und Software 1.031 T€ (i.V. 847 T€), Miete einschließlich Nebenkosten 316 T€ (i.V. 161 T€) und Werbekosten 131 T€ (i.V. 75 T€). Die Kosten sind im Berichtsjahr zum Vorjahr fast konstant geblieben, da kollex die Verträge mit den Dienstleistern langfristig geplant und geschlossen hat. Das Unternehmensergebnis (EBIT) stieg im Berichtsjahr um 2.720 T€ auf -2.231 T€ (i.V. -4.951 T€). Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen. II. Finanzlage Die Finanzlage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Im vorliegenden Geschäftsjahr hat die Gesellschaft einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.758 T€ erzielt. Dies war aufgrund der erstmals erzielten Umsätze aus der Vermarktung von Daten, Customizing von Shops, Betrieb und Werbeeinnahmen sowie der Aktivierung der Forschungszulage und des korrelierenden Sonderpostens für die Forschungszulage möglich. Neben den Umsatzerlösen konnten bereits Einnahmen generiert werden, welche im Folgejahr als Erträge ausgewiesen werden im passiven Rechnungsabgrenzungsposten 1.121 T€ (i.V. 0), sowie durch ein optimiertes Management konnte es zu einem Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände kommen 1.597 T€ (i.V. 2.361 T€). Aufgrund der hohen Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen ergibt sich ein negativer Cashflow in Höhe von - 2.804 T€ (i.V. -3.557 T€) aus der Investitionstätigkeit. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 14 T€ (i.V. 3.480 T€) ist in 2023 gesunken, da keine Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern stattgefunden haben. Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag 798 T€ (i.V. 1.858 T€). In Höhe von 1.597 T€ (i.V. 2.361 T€) liegen Forderungsbestände und sonstige Vermögensgegenstände vor, die entsprechend den Erfahrungswerten der Vergangenheit einzelwert- und pauschalwertberichtigt sind. Der Rückgang der Forderungsbestände ist aufgrund eines Stichtagseffekt zurückzuführen. Im Jahr 2022 erfolgte die Rechnungsstellung erst zum Jahresende wohingegen in 2023 die Rechnungserstellung bereits unterjährig erfolgte. Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses existieren ausreichend liquide Mittel, um die Zahlungen der Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu gewährleisten. Liquiditätsengpässe waren auch bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht zu verzeichnen. III. Vermögenslage Die Vermögenslage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: Aktiva
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Im Wesentlichen ergab sich die Erhöhung der immateriellen Vermögensgegenständen 6.630 T€ (i.V. 5.186 T€) durch Zugänge in Höhe von 2.768 T€. Diese Zugänge resultieren aus der stetigen Optimierung und Weiterentwicklung der Bestellplattform. Der Rückgang der liquiden Mittel um 1.060 T€ auf einen Bestand von 798 T€ (i.V. 1.858 T€) steht im Zusammenhang mit dem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit. Das Eigenkapital ist durch Erzielung eines negativen Jahresergebnisses um 2.230 T€ auf 6.272 T€ (i.V. 8.502 T€) gesunken. Erstmals wird ein Sonderposten in Höhe von 952 T€ (i.V. 0 T€) ausgewiesen. Dies wurde aufgrund der Beantragung der Forschungszulage für die Jahre 2020 bis 2022 notwendig. Die Verbindlichkeiten stammen aus der operativen Tätigkeit und betreffen im Wesentlichen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 99 T€ (i.V. 407 T€), Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 105 T€ (i.V. 0 T€) sowie Lohnabgaben in Höhe von 92 T€ (i.V. 118 T€). Die Laufzeit beträgt weniger als ein Jahr. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnte durch ein besseres Zahlungsmanagement erreicht werden. Die Umsatzsteuerverbindlichkeiten resultieren durch die gestiegenen Umsätze aus der Vermarktung von Daten, Customizing von Shops, Betrieb und Werbeeinnahmen. Die wesentlichen Änderungen bei den Rückstellungen ergeben sich bei den Steuerrückstellungen 31 T€ (i.V. 278 T€) und den Rückstellungen für Personalkosten 138 T€ (i.V. 67 T€) sowie den Sonstigen Rückstellungen 195 T€ (i.V. 22 T€). Die Höhe der Urlaubsrückstellungen konnte durch ein optimiertes Urlaubsmanagement auf 113 T€ reduziert werden (i.V. 122 T€). Die Änderungen resultieren durch den Ausbau des operativen Betriebs. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten setzt sich im Wesentlichen aus 922T€ für die Bereitstellung von Daten und 196 T€ Werbepaketen zusammen. IV. Leistungsindikatoren Die Gesamtleistung von kollex bemisst sich nach der Anzahl der aktiv bestellenden Kunden. Von diesem Indikator leiten sich alle wesentlichen finanziellen Indikatoren ab, z.B. die erzielbaren Umsätze durch Händlergebühren, die Vermarktung der Werbeplätze und Daten. Diese Indikatoren basieren alle auf den Interaktionen von Kunden mit den kollex-Shops der Großhändler. Als einen aktiven, bestellenden Kunden von kollex ("aktiven Kunden") verstehen wir jede Kunden-/Lieferantenbeziehung, über die in den vergangenen 90 Tagen eine Bestellung an einen Großhändler ausgelöst wurde. V. Gesamtaussage Die Entwicklung im Geschäftsjahr verlief aus Sicht der Geschäftsführung vor dem Hintergrund des Auf- und Ausbaus des Geschäftsbetriebs im Wesentlichen zufriedenstellend. Die Anzahl der bestellenden Kunden konnte 2023 gesteigert werden (siehe oben). Auch wenn die zuvor gesetzten Ziele durch die makro-ökonomischen Herausforderungen wie Inflation und sinkender Konsumentennachfrage nicht vollumfänglich erreicht werden konnten, spiegelt die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage eine positive Entwicklung der wirtschaftlichen Gesamtlage des Unternehmens wider. Das Unternehmen konnte den Umsatz und das Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr steigern. Im Vorjahr gab es noch Einzahlungen in die Kapitalrücklage, sodass nunmehr der Finanzmittelbestand am Ende der Periode aufgrund der anhaltenden Investitionstätigkeit unter dem Vorjahreswert liegt. C. Prognosebericht Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Die Gesellschaft wird sich weiter auf den Ausbau der Vertriebsstruktur fokussieren als auch auf die Weiterentwicklung der Bestellplattform, um das Wachstum des Berichtsjahres fortzusetzen. Geplant sind dabei eine Erweiterung der ERP-Schnittstellen (API), die Unterstützung kundenindividueller Preise, die Anbindung zusätzlicher ERP-Systeme und die Einführung von Self-Service-Funktionen für Großhändler sowie weitere Features, die es Großhändlern erlauben, ihr Sortiment besser bei den Kunden zu bewerben. Durch die gesteigerten Vertriebsaktivitäten und die verbesserte Adaption von kollex bei den Großhändlern aufgrund der Produktverbesserungen erwarten wir für das Jahr 2024 ein Wachstum der aktiv bestellenden Kunden im mittleren zweistelligen Prozentbereich. Durch das Wachstum an bestellenden Kunden ergeben sich auch verbesserte Umsatzperspektiven, daher erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 eine moderate Steigerung des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. D. Chancen- und Risikobericht Chancen Mit dem erfolgreichen Relaunch der Plattform 2022 ist es kollex gelungen, 60 neue Getränkefachgroßhändler und mehr als 4.000 neue Kunden zu akquirieren und damit die Marktposition weiter auszubauen. Eine starke Marktposition ist notwendig, um langfristig weiter zu wachsen und die Erlösmodelle weiter zu skalieren. Durch die Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern entstehen Synergieeffekte, die sich positiv auf das Wachstum von Kunden und Großhändlern auswirken. Das Wachstum hat sich bereits 2023 gesteigert und wird sich durch die engere Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern 2024 noch weiter verbessern, da die Vertriebsmannschaften der Gesellschafter aktiv am Vertrieb von kollex bei Großhändlern und Kunden beteiligt sind. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Software wird kollex 2024 seinen Funktionsumfang noch einmal deutlich steigern und sich dadurch vom Wettbewerb absetzen. Dadurch kann kollex weitere Großhändler gewinnen und den Marktanteil steigern. Immer mehr Großhändler und Kunden erkennen die Möglichkeit, mit Hilfe digitaler Lösungen wie kollex Kosten zu sparen und Umsätze zu steigern. Durch den Einsatz digitaler Bestelllösungen werden Kosten im Telefonverkauf eingespart, durch die geringere Fehlerraten verringern sich Prozesskosten im Unternehmen. Durch den Zugriff der Kunden auf das Gesamtsortiment werden mehr Bestellungen und damit höhere Umsätze möglich. Dazu kommen neue Möglichkeiten für Promotions und Werbung. kollex bietet die ideale Plattform für Großhändler und Kunden und hat daher sehr gute Chancen in der Digitalisierung der Gastronomiebranche. Die dargestellten Chancen können sich positiv auf die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis der Gesellschaft auswirken. Eine Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeiten lässt sich aufgrund der bestehenden Unsicherheiten nicht vornehmen. Risiken Konjunkturelle und volkswirtschaftliche Risiken Aufgrund des Überfalls der Russischen Föderation auf die Ukraine ist weiterhin mit einer wirtschaftlichen Beeinträchtigung wie beispielsweise einer überdurchschnittlichen Inflation zu rechnen. Markt- und Branchenrisiken Die wirtschaftliche Lage belastet viele Haushalte. Verbunden mit der Anhebung des Mehrwertsteuersatz von 7 % auf 19 % auf Speisen in der Gastronomie seien laut einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes 12.000 Restaurants, Imbissstuben und Cafés von der Schließung bedroht. Viele dieser Betriebe sind aktuelle oder potentielle Kunden von kollex und gehen bei einer Betriebsschließung verloren. Als weitere Risikofaktoren nennt der Verband folgende Punkte (Quelle: DEHOGA):
Diese Risiken für HoReCa-Betriebe betreffen auch kollex: schließende Betriebe oder auch Pächterwechsel in der Gastronomie haben einen negativen Einfluß auf die Anzahl aktiver Kunden auf kollex. Betriebe fallen als Kunden aus oder müssen bei einem Pächterwechsel neu akquiriert und aktiviert werden. Potenzielle Risiken wurden unter den Aspekten der möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet, wobei als Gesamtergebnis festzuhalten ist, dass mehrere signifikante Gefahren für die Zukunft der Gesellschaft erkennbar sind:
Organisatorische Risiken In der Organisation ergeben sich folgende Risiken:
Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko ergibt sich hauptsächlich aus den Zahlungszielen von Kunden und Lieferanten sowie der Zahlungsmoral der Kunden. Durch die intern vorgenommenen Maßnahmen ist das Zahlungsausfallrisiko gering. Zur Abmilderung etwaiger Schwankungen oder Liquiditätsrisiken besteht die Möglichkeit des Forderungs-Factorings über einen Dienstleister. Im Geschäftsjahr wurde dieses Instrument nicht in Anspruch genommen. Bestandsgefährdendes Risiko Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit sowie im aktuellen Geschäftsjahr keine nachhaltigen Gewinne erzielt. Es handelt sich dabei um planmäßige Verluste, die sich durch den Markteintritt und das Wachstum des jungen Unternehmens ergeben. Der hierfür erforderliche Liquiditätsbedarf wurde bisher durch die Gesellschafter sowie Investoren gedeckt. Die Gesellschaft ist im Prognosezeitraum von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der Generierung entsprechender Umsatzerlöse sowie der Bereitstellung externer liquider Mittel durch Investoren oder Gesellschafter abhängig. Sofern diese Ereignisse nicht wie geplant eintreten sollten, wäre der Bestand der Gesellschaft gefährdet. Die dargestellten Risiken können sich negativ auf die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis der Gesellschaft auswirken. Eine Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeiten lässt sich aufgrund der bestehenden Unsicherheiten nicht vornehmen.
Berlin, 21. Mai 2024 Stefan Kellner |
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