Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 128701
Eingetragen
14.12.1999
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Aufbau und Betrieb eines Datennetzwerkes zur Zusammenführung von Angebot und Nachfrage im Kraftfahrzeugmarkt einschliesslich vewandter Bereiche (wie z.B. der Erbringung von Informationsdienstleistungen zum Kraftfahrzeugmarkt oder der Kraftfahrzeugfinanzierung und versicherung) und alle damit zusammenhängende Aktivitäten (insb. Autohandel), die Beteiligung an Unternehmen, insb. der Computer-, Software-, Internet- und Online-Dienstleistungsbranche, im In- und Ausland, die Erbringung von Dienstleistungen im Managementbereich sowie die Vermittlung von solchen Dienstleistungen und Hilfsgeschäften aller Art.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Stefan Vogel
seit 24.2.2026
Prokura
Coram Williams
seit 24.2.2026
Geschäftsführer
Prokura
Thomas Krause
seit 23.10.2024
Prokura
Geschäftsführer
Justin Nicholas Re
seit 12.10.2021
Prokura
Frederik Mathias Kraus
seit 23.11.2020
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
H&F Speedster Lux S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Speedster Bidco GmbH
Germany
1.269.950 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

AutoScout24 GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2007

Lagebericht

I) Wirtschaftliches Umfeld

Die deutsche Wirtschaft ist auch im Jahr 2007 kräftig gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent. Damit setzte sich der wirtschaftliche Aufschwung fort, obwohl sich ab Mitte des Jahres die Rahmenbedingungen sukzessive verschlechterten. Belastend wirkten dabei der steigende Ölpreis, der im Vergleich zum Euro sinkende Dollarkurs sowie die Krise am US-Hypothekenmarkt.

Wie in den Vorjahren kamen die Wachstumsimpulse in 2007 sowohl aus dem In- als auch dem Ausland. Anderes als im Ausnahmejahr 2006 lagen die Impulse aus dem Ausland mit einem Beitrag von 1,4 Prozentpunkten aber wieder über denen aus dem Inland mit 1,0 Prozentpunkten. Letztere resultierten aus einer deutlichen Steigerung der Ausrüstungsinvestitionen sowie einem Anstieg der Bauinvestitionen und der staatlichen Konsumausgaben. Die privaten Konsumausgaben waren dagegen mit -0,3 Prozent rückläufig.

II) Branchen- und Wettbewerbsumfeld

Mit 7,11 Mio. Kraftfahrzeugen verbuchte die Statistik der Besitzumschreibungen 2007 nach Angaben des Kraftfahrzeug Bundesamtes (KBA) das niedrigste Ergebnis seit der Wiedervereinigung. Der Gebrauchtwagenmarkt, dessen PKW Anteil an den Umschreibungen bei 88 Prozent liegt, entwickelte sich im Berichtsjahr rückläufig. In 2007 wechselten 6,26 Mio. PKW Gebrauchtwagen den Halter, ca. 7 Prozent weniger als in 2006 in dem es 6,73 Mio. Besitzumschreibungen gab.

Der Bereich Classifieds (Online Anzeigen für Gebrauchtwagen) gewann 2007 sowohl im Hinblick auf Verkaufs- als auch auf Kaufabsichten weiter an Bedeutung hinzu, wie eine Untersuchung der TNS Infratest Automotive ergab 1 . So nannten 65 (i.V. 62) Prozent der Befragten das Internet als relevante Informationsquelle für den Kauf eines Wagens, beim Verkauf würden 57 (i.V. 53) Prozent das Auto online anbieten. An Bedeutung verloren - sowohl für Kauf als auch für Verkauf - hat dagegen der Anzeigenmarkt der regionalen Tageszeitung.

Dominiert wird der Bereich Classifieds weiterhin von der AutoScout.24 GmbH (im Folgenden "AutoScout.24") und mobile.de (im Folgenden "mobile"). Damit nimmt die AutoScout.24 in 2007, wie im Vorjahr, eine marktführende Position in Deutschland ein. Dies ist unter anderem auf folgende Erfolgsfaktoren zurückzuführen:

a) Fahrzeuganzahl:

Neben der Bekanntheit des Marktplatzes ist die Zahl der angebotenen Fahrzeuge das wichtigste Erfolgskriterium für Börsen im Netz. Nur mit einem durchgängig hohen Bestand an Fahrzeugen kann ein Anbieter dauerhaft die Erwartungen der Fahrzeugsuchenden erfüllen. Mit rund 1,6 Mio. Fahrzeugen auf europäischer Basis hatte AutoScout24 einen klaren Vorsprung vor mobile mit dem zweitgrößten Angebot von rund 1,2 Mio. Fahrzeuge (Stand August 2007).

b) Markenbekanntheit:

Laut dem Icon Haushaltspanel vom 21. September 2007, kennen unverändert zum Vorjahr ca. 69 Prozent aller Internetnutzer AutoScout24, dahingegen aber nur 33 (i.V. 31) Prozent die Seite von mobile. AutoScout 24 verfügt somit auch im Geschäftsjahr 2007 über einen deutlich höheren Markenbekanntheitsgrad als der direkte Wettbewerber mobile.

c) Nutzungsbereitschaft:

Auch hinsichtlich der wichtigen Kenngröße "Nutzungsbereitschaft" liegt AutoScout24 in der Studie von TNS Infratest mit 78 Prozent bei potenziellen Online-Autokäufern bzw. 76 Prozent bei potenziellen Online-Autoverkäufern vor mobile mit 52 Prozent bzw. 53 Prozent 2

Nutzerzahlen:

Die marktführende Position bei Onlinemarktplätzen ist aber nicht nur vom Angebot, Markenbekanntheit und Nutzungsbereitschaft abhängig, sondern letztlich von der Anzahl der tatsächlichen Nutzer. Nach einer Allensbach-Studie (ACTA) sicherte sich AutoScout24 in 2007 mit 4,65 Millionen Nutzern im Monat (mobile 4,23 Millionen) erneut die führende Position als reichweitenstärkstes Portal. Gegenüber dem Vorjahr konnte AutoScout24 bei den monatlichen Nutzerzahlen eine Steigerung um 8,4 Prozent verzeichnen.

III) Umsatz und Ertragslage

Der Jahresabschluss der AutoScout24 GmbH wurde wie im Vorjahr unter den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Für das Geschäftsjahr 2007 erzielte die AutoScout24 GmbH einen Jahresüberschuss in Höhe von 16,0 Mio. €. Damit sank der Jahresüberschuss um 19 % gegenüber dem Vorjahr (19,7 Mio. €) .Die Umsatzrendite vor Steuern beträgt 39 % (i.Vj. 47 %), die Umsatzrendite nach Steuern 29 % (i.Vj. 40 %).

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Umsatzerlöse von 48,9 Mio. € um 5,5 Mio. € (11 %) auf 54,4 Mio. €, was im Wesentlichen aus dem Anstieg der Umsatzerlöse in den Bereichen Classifieds & Advertising resultierte.

Die Umsatzkosten der Gesellschaft sind gegenüber dem Vorjahr um 21 % gestiegen.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Mio. € oder 9 % auf 54,4 Mio. €, was sich wiederum aus dem Umsatzanstieg in den margenstarken Bereichen Classifieds & Advertising ergibt.

Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten sind mit der Ausweitung des Geschäftes um 3,2 Mio. € (17 %) deutlich unterproportional angestiegen.

Der EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) des abgelaufenen Geschäftsjahres konnte um 2,2 Mio. € bzw. 11 % auf 19,9 Mio. € gesteigert werden.

Das Beteiligungsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Mio. € gesunken. Der Vorjahresertrag resultierte überwiegend aus der Veräußerung der Anteile an der AutoScout24 Schweiz AG an die Scout24 Holding GmbH, München.

Das Zinsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von - 0,4 Mio. € auf 0,9 Mio. € verbessert. Dies beruht auf der Aufrechnung des von der Scout24 Holding GmbH gewährten Darlehens mit Cashpool-Forderungen im abgelaufenen Geschäftsjahr, sowie aus gestiegen Zinserträgen auf Forderungen aus Cash-Pooling gegenüber der Scout24 Holding GmbH.

Auf den im Rahmen der Verschmelzung entstandenen Geschäfts- / Firmenwert wurde im Berichtsjahr die planmäßige Abschreibung in Höhe von 1,2 Mio. € verbucht.

Ein gegenüber AutoScout24 Frankreich ausgesprochene Forderungsverzicht mit Besserungsschein in Höhe von 1,8 Mio. € wurde im Vorjahr in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfaßt.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um 10 % gesunken. Der Jahresüberschuss der Gesellschaft ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 19 % niedriger ausgefallen.

IV) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 56,1 Mio. € um 15 % auf 64,7 Mio. € erhöht.

Ausschlaggebend für den Anstieg der Bilanzsumme war der Anstieg des Anlagevermögens und der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund der im laufenden Geschäftsjahr erfolgten Einzahlungen in das Cash-Pooling der Scout24 Holding GmbH.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr um 4 % gesunken. Der Rückgang der immateriellen Vermögensgegenstände resultiert in erster Linie aus der planmäßigen Abschreibung des im Rahmen der Verschmelzung aktivierten Geschäfts- und Firmenwertes.

Das Sachanlagevermögen nahm um 55 % im Geschäftsjahr 2007 zu. Der Anstieg des Anlagevermögens resultiert hauptsächlich aus den mit der Erweiterung der IT Infrastruktur der AutoScout24 GmbH in Beziehung stehenden Investitionen, sowie aufgrund der räumlichen Erweiterung im I und II OG am Standort Rosenheimerstrasse 143.

Das Finanzanlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 28 % gestiegen. Die Zunahme des Finanzanlagevermögens resultiert aus dem Kauf der Anteile an der AutoScout24 Nederland B.V. und an der TruckScout24 GmbH. Die Beteiligungsquote wurde in beiden Fällen auf 100 % aufgestockt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 46 % im Stichtagsvergleich gestiegen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ergibt sich aus dem umsatzstarken Dezember. 68 % der Forderungen sind innerhalb von 90 Tagen fällig. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung in der Autohändlerbranche könnten sich Risiken aus zukünftig steigenden Forderungsausfällen auf Ebene der AutoScout24 ergeben. Das Management sieht jedoch aufgrund der steigenden Lastschriftquote das Risiko als gering an.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Mio. € angestiegen. Diese Veränderung ergibt sich vor allem aus dem Anstieg der Forderungen aus Cash-Pooling gegenüber der Scout24 Holding GmbH.

Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 4,8 Mio. € erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Steuerrückstellungen für das abgelaufene Geschäftsjahr und höheren Rückstellungen für nachlaufende Rechnungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. € gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Stichtagsvergleich des Vorjahres um 11,3 Mio. € gesunken. Die Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ergibt sich aus der Aufrechnung der Verbindlichkeiten mit Cashpool-Forderungen gegenüber der Scout24 Holding GmbH.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten liegen 18 % unter dem Vorjahreswert.

Die Gesellschaft ist seit Ende 2006 vollständig eigenfinanziert.

Im Berichtsjahr beläuft sich der Cashflow gemäß Berechnungsmethode der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) und der Schmalenbach-Gesellschaft (SG) auf 19,3 Mio. €.

Die Geschäftsführung geht für das Geschäftsjahr 2008 von einer weiteren Steigerung des Cash Flows aus laufender Geschäftstätigkeit aus.

V) Personal

Zum 31.12.2007 betrug der Personalbestand der AutoScout24 GmbH (ohne Teilzeitbeschäftigte) insgesamt 169 Mitarbeiter. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 161 Mitarbeiter.

VI) Investitionen

Die auf Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände entfallenden Investitionen des Jahres 2007 betrugen 4.530 T€ (im Vorjahr 3.437 T€). Die Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Erweiterung der IT-Infrastruktur und der Neuentwicklung der AutoScout24 Website der AutoScout24 GmbH sowie mit neu bezogenen Räumlichkeiten am Standort in der Rosenheimerstrasse 143 im I und II Obergeschoss.

VII) Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die AutoScout24 GmbH bewertet die für die Unternehmensentwicklung maßgeblichen Chancen und Risiken im Rahmen des jährlich im April / Mai stattfindenden Budgetplanungsprozesses. Der Planungsprozess erstreckt sich sowohl auf das aktuelle Jahr sowie auf die darauf folgenden drei Jahre. Dabei werden zur Ableitung der integrierten Finanzplanung sowohl das Branchen- und Wettbewerbsumfeld als auch die allgemeine Marktentwicklung analysiert und entsprechend die sich für das Unternehmen ergebenden Chancen und Risiken bewertet. Die zum Zeitpunkt der Budgeterstellung punktuelle Einschätzung der Chancen und Risiken für AutoScout24 wird jeweils unterjährig in drei zusätzlichen Planungsupdates des laufenden Jahres erneut verifiziert, so dass eine quartalsweise Beurteilung der Chancen und Risiken für die AutoScout24 GmbH erfolgt.

Allgemeine externe Faktoren

Aus heutiger Sicht besteht nach unserer Einschätzung für die AutoScout24 GmbH hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung keine maßgebliche Gefahr. Für das Geschäftsjahr 2008 gehen wir für Deutschland von einer moderat wachsenden Konjunktur aus, wobei eine rezessive Entwicklung der Gesamtwirtschaft aus heutiger Sicht nicht erkennbar ist. Trotz einer allgemeinen Stagnation des GW-Absatzes in Deutschland ergeben sich Chancen für AutoScout24 als Internetmarktplatz für Gebrauchtwagen aus einer allgemeinen Erhöhung der Internetnutzung in Deutschland und in Europa. Durch den aktuellen Ausbau der Infrastruktur in Deutschland erhält ein immer größerer Anteil der dt. Bevölkerung die Möglichkeit auf die Services des World Wide Web zuzugreifen und damit auch die Möglichkeit das Angebot von AutoScout24 in Anspruch zu nehmen. Hinzu kommt das marktbezogene Wachstum des Anteils von Online Werbung in der Automobilbranche.

Marktorientierte Faktoren

Von wesentlicher Bedeutung für die AutoScout24 GmbH sind Risiken, die im Zusammenhang mit der Veränderung der Marktbedingungen im Gebrauchtwagenmarkt stehen. Die Entwicklung des Gebrauchtwagenmarktes ist an die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur geknüpft. Unverändert ist die Branche national durch einen starken Verdrängungswettbewerb geprägt. Von wesentlicher Bedeutung für die AutoScout24 GmbH sieht die Geschäftsführung die nach wie vor stark ansteigende Anzahl von Autohausinsolvenzen, die einen wesentlichen Einfluss auf die bestehende Kundenbasis sowie auf die geplante Neuakquisitionsrate im Bereich Classifieds-Dealer im Geschäftsjahr 2008 haben kann.

Dieser Entwicklung steht als Chance entgegen, dass in dem sich konsolidierenden Markt für Gebrauchtwagen der Anteil der Autohändler, die Internetmarktplätze als zusätzliches Verkaufsinstrument nutzen, steigen wird und damit die Anzahl möglicher Kunden für AutoScout24 in den nächsten Jahren trotz des sich abzeichnenden Konsolidierungseffektes zunehmen wird. Diese Chance sehen wir als sehr wahrscheinlich an. Sie ist ein bestimmender Parameter des künftigen Wachstums von AutoScout24 und damit als ein wesentlicher Bestandteil in die aktuellen Geschäftsplanungen eingeflossen.

Auch der mit mobile.de bestehende Wettbewerb um die deutsche Marktführerschaft wird im Jahr 2008 erneut anhalten. Risiken ergeben sich für AutoScout24 zum einen aufgrund eines weiterhin zunehmend kompetitiven Wettbewerbs um die führende Position hinsichtlich der Reichweite in Deutschland sowie der weiteren Ausdehnung der Kundenbasis.

Die Bestätigung der eigenen Strategie mit Kostenfreiheit für Private hat nun auch der Wettbewerber mobile.de übernommen. Somit hat mobile den Anschluss im Privantanzeigenbereich gefunden und die Anzahl der Gesamtfahrzeuge um ca. 50.000 auf insegesamt ca. 1 Mio Fahrzeuge steigern können. Allerdings ist der Abstand zu AutoScout24 mit ca. 1,6 Mio Fahrzeugen immer noch gross genug und der Vorteil von AutoScout24 deutlich.

Weiterhin können für AutoScout24 Risiken entstehen, die in einem stark forcierten Eintritt von Unternehmen wie u.a. Google oder Yahoo in den Markt mit Kleinanzeigen liegen könnten. Der Eintritt der genannten Wettbewerber kann zu einer mittel- bis langfristigen Veränderung des Marktes für Kleinanzeigen in Deutschland führen und damit die Geschäftsgrundlage für die Gesellschaft mittel- bis langfristig verändern. Dieses Risiko wird von der Geschäftsführung aus heutiger Sicht aufgrund der dominierenden Marktposition von AutoScout24 im deutschen Markt als relativ gering angesehen. Auch die mögliche Übernahme von Yahoo durch Microsoft sollte an dieser Einschätzung nichts ändern. Auch vom Markteintritt der von der Sparkassen-Finanzportal GmbH im Auftrag des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes und der Deutschen Leasing AG initiierten Autoportals Gebrauchtwagen.de werden keine Auswirkungen auf das eigene Geschäft erwartet.

Dem Ausfallrisiko bei Forderungspositionen und Finanzanlagen, wird durch ein zeitnahes Controlling, eine kontinuierliche Liquiditätsüberwachung und Liquiditätssteuerung, sowie durch ein Debitorenmanagement entgegengewirkt.

Interne Faktoren

Sonstige Risiken wie z.B. im Bereich unserer IT-Systeme oder im Personalmarketing aufgrund des intensiven Wettbewerbs um Fach- und Führungskräfte stufen wir als nicht wesentlich ein. Trotzdem wird es auch in Zukunft eine Herausforderung darstellen, qualifizierte Mitarbeiter zu finden und für eine dauerhafte Mitarbeit in der Gesellschaft zu gewinnen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Steuerungsgrößen:

Die Steuerung des Geschäfts der AutoScout24 GmbH erfolgt über finanzielle und nicht finanzielle Steuerungsgrößen. Als wesentliche finanzielle Steuerungsgrößen verwendet die Geschäftsführung die Kennzahlen Umsatz, Bruttoergebnis vom Umsatz, EBIT, Ergebnis nach Steuern und Cash Flow. Die Entwicklung dieser Kennzahlen wurde im Rahmen der Darstellung der Umsatz und Ertragslage erläutert.

Als nicht finanzielle Steuerungsgrößen die die Geschäftsführung zur Steuerung des operativen Geschäfts heranzieht sind im wesentlichen zu nennen: Anzahl der Händlerstandorte die bei AutoScout24 unter Vertrag sind, Visits & Page Impressions pro Tag/Monat, Nutzungsbereitschaft und tatsächliche Nutzer von AutoScout24, Fahrzeugbestand (Händler, Private) in der Datenbank von AutoScout24, Neuverträge und Kündigungsquoten pro Monat, Verfügbarkeit und Auslastung der Serversysteme. Die Entwicklung der für die Ableitung der Marktführerschaft relevanten nichtfinanziellen Steuerungsgrößen wurde im Rahmen der Darstellung des Branchen- und Wettbewerbsumfeldes erläutert.

VIII) Ausblick

Die Gesellschaft geht davon aus, im Geschäftsjahr 2008 sowohl die Umsatzerlöse als auch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit deutlich verbessern zu können.

Die Steigerung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird im Geschäftsjahr 2008 aus einem weiteren Wachstum im Kerngeschäft Classifieds Dealer sowie dem Bereich Advertising resultieren.

Das angestrebte Wachstum im Bereich Classifieds Dealer soll durch eine konsequente Kundengewinnung in dem Kundensegment der "kleineren, freien" Händler erfolgen und damit die derzeit noch bestehende Lücke zum heute noch höheren Kundenbestand von mobile schließen.

Der Bereich Advertising wird wie im vergangenen Jahr von der Verlagerung der durch die Automobilindustrie getätigten Marketinginvestitionen von den "klassischen Werbeformen" in das Medium Internet profitieren. Von der vertrieblichen Seite werden im Bereich Advertising in 2008 vor allem der weitere Ausbau der Kundenbeziehungen zu Agenturen und Automobilherstellern, sowie eine verstärkte Akquisition von Kunden im Automotive- und Financial Institutions-Bereich auch auf europäischer Ebene stehen.

Die Ziele des Bereiches Marketing bestehen für AutoScout24 GmbH in 2008 weiterhin in der konsequenten Fortsetzung der bestehenden Marketingstrategie von AutoScout24 GmbH mit den übergeordneten Zielen der konsequenten Gewinnung neuer Nutzer und Kunden, der Kundenbindung bestehender Kunden und in der Platzierung von AutoScout24 GmbH als bedeutendster Marktplatz im Relevant-Set. Hier wird das 10 Jährige Firmenjubiläum zum Anlass genommen sowohl die Marketing als auch die Vertriebsaktivitäten effizient zu verknüpfen.

Ebenso wird neben der Ausweitung und Optimierung der vertrieblichen Aktivitäten eine ständige Optimierung der Kostenstruktur zu der Verbesserung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in 2008 führen.

Für das Geschäftsjahr 2009 rechnet die Gesellschaft mit einer ähnlichen Entwicklung wie im Geschäftsjahr 2008.

IX) Vorgänge nach dem Bilanzstichtag (Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB)

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2008 haben sich keine wesentlichen Änderungen in unserem Branchenumfeld sowie hinsichtlich unserer Unternehmenssituation ergeben.

Auch sind derzeit keine größeren Veränderungen in der Struktur, Verwaltung oder Rechtsform des Unternehmens oder im Personalbereich vorgesehen.

Sonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

München, den 4. April 2008

AutoScout24 GmbH

Dr. Nicola Carbonari

Dr. Nikola Deskovic

1 TNS Infratest Automotive, Bielefeld: Nutzungsbereitschaft 2007 (September 2007)
2 TNS Infratest Automotive: Nutzungsbereitschaft 2007, gestützt, 17-59 jährige Deutsche, die das Internet beim Autoverkauf (n=696) oder Autokauf (n=810) nutzen würden.

Bilanz

Aktiva

  31.12.2007 31.12.2006
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und    
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.825.040 986.611
2. Geschäfts- oder Firmenwert 15.702.040 16.909.889
3. Geleistete Anzahlungen 38.502 374.532
  17.565.582 18.271.032
II. Sachanlagen    
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.822.504 3.124.432
2. Geleistete Anzahlungen 1.537.603 330.563
  5.360.107 3.454.995
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.196.952 7.993.197
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.505.925 3.466.188
  14.702.877 11.459.385
  37.628.566 33.185.412
B. Umlaufvermögen    
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.317.339 1.583.754
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 23.715.260 20.344.615
3. Sonstige Vermögensgegenstände 864.220 884.447
  26.896.819 22.812.816
II. Kassenbestand 486 2.064
  26.897.305 22.814.880
C. Rechnungsabgrenzungsposten 188.980 70.427
  64.714.851 56.070.719

Passiva

  31.12.2007 31.12.2006
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.269.950 1.269.950
II. Kapitalrücklage 26.615.828 26.615.828
III. Gewinnvortrag (Vorjahr Verlustvortrag) 4.305.216 -15.351.845
IV. Jahresüberschuss 15.977.722 19.657.061
  48.168.716 32.190.994
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 5.532.096 2.238.140
2. Sonstige Rückstellungen 4.020.387 2.520.573
  9.552.483 4.758.713
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.207.297 1.461.044
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.991.403 16.313.829
3. Sonstige Verbindlichkeiten 428.604 899.656
(davon aus Steuern € 267.585; Vorjahr € 243.423)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0;    
Vorjahr € 0)    
  6.627.304 18.674.529
D. Rechnungsabgrenzungsposten 366.348 446.483
  64.714.851 56.070.719

Gewinn- und Verlustrechnung

  2007 2006
 
1. Umsatzerlöse 54.413.613 48.862.261
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der    
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -12.350.052 -10.207.512
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 42.063.561 38.654.749
4. Vertriebskosten -15.060.720 -12.896.921
5. Allgemeine Verwaltungskosten -6.377.403 -5.372.730
6. Sonstige betriebliche Erträge 438.046 330.331
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.209.008 -3.014.719
8. Erträge aus Beteiligungen 240.025 5.867.868
(davon aus verbundenen Unternehmen € 240.025; Vorjahr € 5.867.868)    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.021.110 1.011.727
(davon aus verbundenen Unternehmen € 1.020.088; Vorjahr € 1.011.191)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -150.209 -1.410.189
(davon an verbundene Unternehmen € 150.209; Vorjahr € 1.409.593)    
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 20.965.402 23.170.116
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.985.373 -3.511.342
13. Sonstige Steuern -2.307 -1.713
14. Jahresüberschuss 15.977.722 19.657.061

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2007 Zu-
gänge
Umbu-
chung
Ab-
gänge
31.12.2007
 
I. Immaterielle Vermögens-          
gegenstände          
1. Gewerbliche Schutzrechte          
und ähnliche Rechte          
und Werte sowie Lizenzen          
an solchen          
Rechten und Werten 2.867.821 834.981 374.532 0 4.077.334
2. Geschäfts- oder Firmenwert 18.117.738 0 0 0 18.117.738
3. Geleistete Anzahlungen          
und Anlagen im Bau 374.532 38.502 -374.532 0 38.502
  21.360.091 873.483 0 0 22.233.574
II. Sachanlagen          
1. Betriebs- und Geschäfts-          
ausstattung 6.585.243 1.989.416 330.563 -4.575 8.900.647
2. Geringwertige          
Wirtschaftsgüter 0 129.953 0 -129.953 0
3. Geleistete Anzahlungen          
und Anlagen im Bau 330.563 1.537.603 -330.563 0 1.537.603
  6.915.806 3.656.972 0 -134.528 10.438.250
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen          
Unternehmen 7.993.197 5.203.755 0 0 13.196.952
2. Ausleihungen an          
verbundene Unternehmen 3.466.188 398.564 0 -2.358.827 1.505.925
  7.993.197 5.203.755 0 0 13.196.952
  36.269.094 9.734.210 0 -134.528 45.868.776
  Abschreibungen
  01.01.2007 Zu-
gänge
Ab-
gänge
31.12.2007
 
I. Immaterielle Vermögens-        
gegenstände        
1. Gewerbliche Schutzrechte        
und ähnliche Rechte        
und Werte sowie Lizenzen        
an solchen        
Rechten und Werten 1.881.210 371.084 0 2.252.294
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.207.849 1.207.849 0 2.415.698
3. Geleistete Anzahlungen        
und Anlagen im Bau 0 0 0 0
  3.089.059 1.578.933 0 4.667.992
II. Sachanlagen        
1. Betriebs- und Geschäfts-        
ausstattung 3.460.811 1.621.655 -4.323 5.078.143
2. Geringwertige        
Wirtschaftsgüter 0 129.953 -129.953 0
3. Geleistete Anzahlungen        
und Anlagen im Bau 0 0 0 0
  3.460.811 1.751.608 -134.276 5.078.143
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen        
Unternehmen 0 0 0 0
2. Ausleihungen an        
verbundene Unternehmen 0 0 0 0
  0 0 0 0
  6.549.870 3.330.541 -134.276 9.746.135
  Restbuchwerte
  31.12.2007 31.12.2006
 
I. Immaterielle Vermögens-    
gegenstände    
1. Gewerbliche Schutzrechte    
und ähnliche Rechte    
und Werte sowie Lizenzen    
an solchen    
Rechten und Werten 1.825.040 986.611
2. Geschäfts- oder Firmenwert 15.702.040 16.909.889
3. Geleistete Anzahlungen    
und Anlagen im Bau 38.502 374.532
  17.565.582 18.271.032
II. Sachanlagen    
1. Betriebs- und Geschäfts-    
ausstattung 3.822.504 3.124.432
2. Geringwertige    
Wirtschaftsgüter 0 0
3. Geleistete Anzahlungen    
und Anlagen im Bau 1.537.603 330.563
  5.360.107 3.454.995
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen    
Unternehmen 13.196.952 7.993.197
2. Ausleihungen an    
verbundene Unternehmen 1.505.925 3.466.188
  13.196.952 7.993.197
  36.122.641 29.719.224

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die AutoScout24 GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses der AutoScout24 GmbH sind die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften des HGB und des GmbHG über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung beachtet worden.

Im Geschäftsjahr 2007 wurden die Beteiligungen der AutoScout24 GmbH an den Gesellschaften TruckScout24 GmbH und AutoScout24 Nederland B.V. auf 100 % aufgestockt. Bei dem Erwerb der Anteile der TruckScout24 GmbH (40 %) ergaben sich Anschaffungskosten in Höhe von 2.624 T €. Durch den Kauf der Anteile an der AutoScout24 Nederland B.V. (49 %) erhöhte sich der Beteiligungsbuchwert dieser Beteiligung um 2.580 T €.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben.

Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer der Betriebs- und Geschäftsausstattung entspricht der vorsichtig geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und liegt zwischen 3 bis 10 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang gezeigt.

Die Finanzanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert abzüglich angemessener Abschläge für erkennbare Einzelrisiken bewertet. Für das allgemeine Ausfallrisiko wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung angesetzt.

Beim Kassenbestand handelt es sich um inländisches Bargeld, das mit dem Nennbetrag bewertet wird. Bei Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt der Ansatz zum Nominalbetrag. Es handelt sich ebenfalls um inländische Guthaben.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag bilanziert.

Beim Passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Einahmen aus Kundenvorauszahlungen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt mit der Abrechnung der zugrunde liegenden Leistungen. Abonnentenerlöse (Classified Sales) werden zu Beginn des Leistungszeitraums abgerechnet sowie als Umsatzerlöse erfasst. Bei einer Laufzeit über einen Monat werden die Umsatzerlöse entsprechend der Leistungserbringung abgegrenzt. Erlöse aus Werbung und sonstige Erlöse werden mit Leistungserbringung realisiert.

Die Werbeerlöse (Ad Sales) enthalten Bartergeschäfte, bei denen es sich um branchenübliche Tauschgeschäfte mit Werbemitteln, wie z.B. Banner, Anzeigen und TV-Spots handelt. Bei diesen Bartergeschäften fließt kein Geld und wird keine Marge realisiert.

Seit diesem Geschäftsjahr mindern Provisionen, die von Agenturen für die Vermittlung von Werbeerlösen einbehalten werden, nicht mehr direkt die entsprechenden Umsätze, sondern erhöhen die Vertriebskosten. Zu Vergleichszwecken wurde der Vorjahresausweis entsprechend angepasst.

Fremdwährungsumrechnungen waren für die Erstellung des Jahresabschlusses nicht notwendig, da entsprechende Positionen in Fremdwährung nicht vorlagen.

II.1. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagenpositionen und ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind im Anlagespiegel dargestellt.

Bei den Zugängen im Anlagevermögen handelt es sich im Wesentlichen um EDV-Hardware und die dafür benötigte Anwendersoftware sowie Mietereinbauten.

Bei der Verschmelzung entstand in Höhe der Differenz zwischen Beteiligungsbuchwert und Eigenkapital der aufgenommenen Gesellschaft ein Firmenwert in Höhe von TEUR 18.118 der in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften über 15 Jahre abgeschrieben wird. Der Buchwert zum 31.12.2007 betrug TEUR 15.702.

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

  Beteiligung Beteiligung Eigenkapital Ergebnis 2007
  in TEUR in % in Mio. EUR in Mio. EUR
Inland        
TruckScout24 GmbH, München 2.642 100,0 2,5 0,6
         
Ausland        
AutoScout24 Italia, S.r.l., Padua, Italien 4.908 100,0 1,6 0,1
AutoScout24 Espana S.A., Madrid, Spanien 148 90,0 ./. 0,7 0,2
AutoScout24 Belgium S.A, Brüssel, Belgien 481 90,0 0,7 0,7
AutoScout24 d.o.o., Zagreb, Kroatien 0 75,0 0,0 0,0
AutoScout24 Skandinavia A.B., Stockholm, Schweden 0 100,0 0,0 0,0
AutoScout24 France SAS, Paris, Frankreich 0 100,0 ./. 3,5 ./. 3,6
AutoScout24 AS GmbH, Wien, Österreich 0 100,0 ./. 0,2 0,1
AutoScout24 Nederland B.V., Amsterdam, Niederlande 5.019 100,0 1,7 0,6

Im Geschäftsjahr 2007 wurden die Beteiligungen der AutoScout24 GmbH an den Gesellschaften TruckScout24 GmbH und AutoScout24 Nederland B.V. auf 100 % aufgestockt. Bei dem Erwerb von 40 % der Anteile der TruckScout24 GmbH ergaben sich Anschaffungskosten in Höhe von 2.624 T €. Durch den Kauf der noch nicht im Besitz der Auto-Scout24 GmbH befindlichen Anteile an der AutoScout24 Nederland B.V. (49 %) erhöhte sich der Beteiligungsbuchwert dieser Beteiligung um 2.580 T €.

Bei den Ausleihungen handelt es sich um Ausleihungen an verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Bilanzposition setzt sich wie folgt zusammen:

  TEUR
Ausleihungen  
AutoScout24 Espana S.A., Madrid, Spanien 1.002
AutoScout24 Belgium S.A, Brüssel, Belgien 397
AutoScout24 AS GmbH, Wien, Österreich 107

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bis auf sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 309 T€ haben die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag mit 23,7 Mio. € (Vorjahr: 20,3 Mio. €) zum überwiegenden Teil gegenüber der Scout24 Holding GmbH und setzen sich aus Forderungen aus Lieferung und Leistung (8,7 Mio. €), Cash Pooling - Forderungen (5,9 Mio. €), Darlehensforderungen (8,1 Mio. €) und Zinsforderungen (1,0 Mio. €) zusammen.

Forderungen gegen Gesellschafter

Gegenüber dem Gesellschafter Scout24 AG bestehen keine Forderungen.

Steuerrückstellungen

Bei den Steuerrückstellungen handelt es sich um Rückstellungen für Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag für die Geschäftsjahre 2006 und 2007. Der errechnete Steueraufwand für diese Jahre wurde um die Vorauszahlungen gekürzt.

Sonstige Rückstellungen

Folgende wesentliche Posten wurden in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen:

  TEUR
Nachlaufende Marketing-Rechnungen 1.020
Nachlaufende Rechnungen aus den Bereichen Produkt Management / PM 655
Bonusauszahlungen an Mitarbeiter 356
Treuebonus-Zahlungen an Kunden 406
Ausstehende Urlaubsansprüche 211
Ausstehende Herstellerprovisionsansprüche 120
Nachlaufende Barter-Gegenrechnungen 167
Feststellungen aus Lohnsteuerprüfung 100
Jahresabschlusskosten 48

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzten sich im Wesentlichen aus Cash Pooling - Verbindlichkeiten (2,9 Mio.), aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (1,9 Mio.) und Zinsverbindlichkeiten (0,2 Mio.) zusammen.

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter

Gegenüber dem Gesellschafter Scout24 AG bestehen keine Verbindlichkeiten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen bei der AutoScout24 GmbH TEUR 2.093; sie entfallen insbesondere auf Miet- und Leasingverträge:

  2008 2009 2010 2011
  TEUR TEUR TEUR TEUR
Verpflichtungen 1.050 631 329 83

II.2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die fast vollständig im Inland erwirtschafteten Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen auf (in TEUR):

Classified Sales 27.377
Ad Sales 10.766
Content & Application Services 1.183
Sonstige Umsatzerlöse - Gruppe 15.088
Summe Umsatzerlöse 54.414

Materialaufwand

Im Geschäftsjahr sind für bezogene Leistungen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.257 angefallen.

Personalaufwand

Im Geschäftsjahr entstanden Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von TEUR 9.353 sowie für Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung in Höhe von TEUR 1.528.

Erträge aus Beteiligungen

Der Beteiligungsertrag ergibt sich aus einer Ausschüttung der AutoScout24 Nederland B.V..

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 332 mit periodenfremden Charakter enthalten. Es handelt sich um Erträge aus der Auflösung von Vorjahresrückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergeben sich fast ausschließlich aus der Abschreibung des aus der Verschmelzung entstandenen Firmenwerts.

III. Sonstige Angaben

Mutterunternehmen und Konsolidierung

Mutterunternehmen der AutoScout24 GmbH ist die Scout24 AG, Baar, Schweiz. Beide Unternehmen werden in den Konzernabschluss der Deutsche Telekom AG, Bonn, einbezogen. Zu Erläuterungen der im befreienden Konzernabschluss vom deutschen Recht abweichend angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses der Deutschen Telekom AG.

Die AutoScout24-Gruppe mit der Muttergesellschaft AutoScout24 GmbH ist nach §291 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit.

Mitglieder der Geschäftsführung

Zu Mitgliedern der Geschäftsführung sind bestellt:

 

Dr. Nicola Carbonari, Dipl.-Ingenieur, München, Sprecher der Geschäftsführung zuständig für Vertrieb und Marketing (ab 1. Juli 2007 auch zuständig für Personal)

 

Dr. Nikola Deskovic, Dipl.-Ingenieur, München, zuständig für IT, Produktmanagement und Business Development (ab 1. Juli 2007 auch zuständig für Finanzen und Recht)

 

Matthias Orlopp, Dipl.-Kaufmann, München, zuständig für Finanzen, Personal und Recht (bis 30. Juni 2007)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung und Organe

Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen für 2007 EUR 728.174.

Sonstige Bezüge, Vorschüsse oder Kredite liegen im Verhältnis zu Geschäftsführern und Beiräten (auch früheren Mitgliedern dieser Organe) nicht vor.

Beirat

Gemäß Gesellschaftsvertrag hat die Gesellschaft einen Beirat, diesem gehören an:

 

Dr. Martin Enderle, geschäftsansässig in München, CEO der Scout24 Holding GmbH, Vorsitzender

 

Daniel Seibert, geschäftsansässig in München, CFO der Scout24 Holding GmbH, stellvertretender Vorsitzender (bis 31.07.2007)

 

Marc Sevray, geschäftsansässig in München, CFO der Scout24 Holding GmbH, stellvertretender Vorsitzender (ab 17.10.2007)

 

Dr. Nicola Sennewald, geschäftsansässig in München, Senior Corporate Projects Manager Scout24 Holding GmbH (bis 21.03.2007)

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt 161 Angestellte, darin enthalten sind 22 Teilzeitbeschäftigte.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung der AutoScout24 GmbH schlägt vor, den Jahresüberschuss der AutoScout24 GmbH in Höhe von TEUR 15.978 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 4. April 2008

Dr. Carbonari

Dr. Deskovic

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der AutoScout24 GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt einzutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 4. April 2008

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Fell, Wirtschaftsprüfer

ppa. Alexander Fiedler, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

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99 nahegelegene Organisationen

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