Microgenics B.V. & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lars Vehmeyer seit 26.3.2018 | Prokura |
LL.M., Ralf Oliver Dr. Schlegel seit 2.10.2017 | Geschäftsführer |
Bernhard Dr. Ciommer seit 2.10.2017 | Prokura |
Henry Johe seit 2.10.2017 | Geschäftsführer |
Christopher Hill seit 2.10.2017 | Prokura |
Petrus Thomas Adrianus (Piet) van der Zande seit 2.10.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 99.99% | |
| 0.01% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Microgenics GmbHHennigsdorf (vormals: Passau)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017A) Grundlagen der Gesellschaft1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Gesellschaft gehört zum US-amerikanischen Konzern der Thermo Fisher Scientific Inc., einem weltweit führenden Anbieter und Lieferant für wissenschaftliche Anwendungen mit Börsennotierung in den USA (New York Stock Exchange: "TMO"). Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2017 Umsätze von rund 20 Mrd. USD erzielt und beschäftigt weltweit ca. 70.000 Mitarbeiter. Die Microgenics GmbH, Hennigsdorf ist Bestandteil des Konzernhauptsegments SDG (Special Diagnostics Group) und wird in die Untersparte CDD (Clinical Diagnostics Division) eingeordnet. Die Gesellschaft ist eine reine Handelsfirma und hat weder eigene Produktionsstätten noch eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Microgenics beschafft ihre Ware überwiegend von der Microgenics Corp. in Fremont, USA und Richard-Allan Scientific Co., USA. Als reine Handelsfirma und Zwischenhändler werden alle Vorräte bei dem Kooperationspartner Arvato gelagert. Von diesem Lagerort heraus werden alle Kunden in In- und Ausland beliefert. Das Produktportfolio der Microgenics GmbH umfasst Drogen- und Medikamentenspiegeltests, Klinische Chemie/ Immunologie, anatomische Pathologie sowie Qualitätskontrollen. Dabei verkauft Microgenics Tests sowie die entsprechenden Geräte zum Testen. Die Aufteilung in Sparten erfolgt im Wesentlichen nach Niche, APD, CCR, CCA. Der wesentliche Bereich Niche vertreibt Reagenzien, Kalibratoren und Kontrollen für die Bereiche Drogenanalytik und Medikamentenspiegelüberwachung sowie die MAS-Qualitätskontrollen. Auch hier bietet die Microgenics GmbH den Kunden individuelle Lösungen aus Tests und Instrumenten. Das Reagenzien-Menü beinhaltet über 80 sorgfältig validierte Verfahren für die Untersuchung von Enzymen, Substraten, Elektrolyten und spezifischen Proteinen. Der Bereich APD beinhaltet die pathologische Diagnostik, also in erster Linie die Beurteilung von Geweben anhand makroskopischen und lichtmikroskopischen Aspekten. In dem Bereich CCA, "Klinische Chemie" werden die klinisch-chemischen Systemlösungen Indiko und Indiko Plus vertrieben, welche effektive und präzise Analysen in der medizinischen Diagnostik garantieren. Der Bereich CCR vertreibt In-Vitro Diagnostik Reagenzien, Kalibratoren sowie Kontrollen. Die breit gefächerte Produktpalette sorgt für eine große Zielgruppe. Krankenhäuser, Universitätskliniken, Tierkliniken, Laboratorien, Pharmaunternehmen sowie Kriminaltechniker zählen zum Kundenstamm der Microgenics GmbH. Die Gesellschaft hat neben dem Stammhaus in Hennigsdorf Betriebsstätten in den Niederlanden (operativ tätig bis 31. März 2017), Schweden und Norwegen (operativ tätig bis 30. April 2017) und der Schweiz (operativ tätig bis 3. August 2017). In Deutschland gibt es neben dem Stammhaus in Hennigsdorf weitere Büroräume an dem ThermoFisher-Standort in Dreieich. An diesem Standort werden Service -und Wartungsdienstleistungen, die Aufbereitung von gebrauchten Geräten sowie Tätigkeiten der allgemeinen Verwaltung angeboten. Die Microgenics GmbH hat neben dem Hauptabsatzmarkt Deutschland im Wesentlichen Umsätze in den Ländern der Betriebsstätten, sowie mit Handelspartner in EMEA erzielt. Ferner wurden Umsätze mit verbundenen Unternehmen weltweit erzielt. Im Zuge eines europaweiten Reorganisationsprozesses des Konzernbereiches, zu dem die Microgenics GmbH zählt, wurden wesentliche vertriebliche Tätigkeiten der bisherigen Betriebsstätten einschließlich des Geschäfts in Deutschland an andere Konzerngesellschaften bis 3. August 2017 übertragen. Diese Reorganisation wurde bereits in 2015 begonnen und in 2017 abgeschlossen. Die Mircogenics GmbH wird zukünftig Umsätze mit Handelspartner in EEMEA und einige wenige Key-Account Kunden in Europa tätigen. Der wesentliche Teil der Umsätze wird dementsprechend aus Umsätzen mit verbundenen Unternehmen resultieren. 2. Steuerungssysteme Die Geschäftsführung verwendet zur Steuerung und Überwachung der Geschäftstätigkeit unterschiedliche Leistungsindikatoren, von denen die bedeutendsten die Entwicklung der Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (EBITA) sind. Anhand dieser Indikatoren, die nach US - Rechnungslegungsvorschriften ermittelt werden, wird die strategische bzw. operative Zielerreichung in regelmäßigen Abständen überprüft. B) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Jahres 2017 positiv entwickelt. In den Vereinigten Staaten hatte die Steuerreform offensichtlich eine stimulierende Wirkung auf die Wirtschaft. Der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in den USA, einem bedeutenden Markt für den Thermo Fisher Konzern, liegt im Geschäftsjahr 2017 bei 2,3 % und ist somit höher als im vorangegangenen Jahr (1,6%). Den Prognosen zur Folge wird im laufenden (2018) und nächsten Jahr eine Erhöhung um 2,9% bzw. 2,3% erwartet. In den Schwellenländern hat sich die Wirtschaftssituation im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar verbessert, ein nachhaltig kräftiger globaler Aufschwung angesichts nach wie vor bestehender, vielfältiger struktureller Hemmnisse ist allerdings nicht zu erwarten. Das Wirtschaftswachstum in China, einem ebenfalls bedeutenden Markt für Thermo Fisher, lag in 2017 bei 6,9% (2016: 6,7%) bei leicht rückläufiger Prognose. Der Anstieg der Weltproduktion - gerechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten - liegt bei 3,9 % im abgelaufenen Jahr 2017 und ist somit deutlich höher als im Vorjahr (3,1%). Den Prognosen zur Folge wird ein Anstieg des Weltwirtschaftswachstums auf 4,0 % in 2018 und 3,8 % im Jahr 2019 erwartet, hauptsächlich bedingt durch die konjunkturelle Erholung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften sowie positiven Tendenzen für Indien und Ostasien (Quelle: ifw Kiel, Institut für Weltwirtschaft). Die Konjunktur im Euroraum ist nach wie vor stabil. Das Expansionstempo des Bruttoinlandsprodukts lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 bei 2,5% und ist somit höher als im vorangegangenen Jahr (1,6%), wobei ein leicht schwächerer Anstieg für das laufende Jahr 2018 prognostiziert wird. Die demographische Entwicklung und die Tatsache, dass aufgrund der bereits bestehenden Kapazitätsauslastungen das Wachstumspotential sich nur noch eingeschränkt steigern lassen könnte, beeinträchtigen längerfristige Wachstumsprognosen. (Quelle: ifw Kiel, Institut für Weltwirtschaft). Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahr (1,9% Wachstum des BIP) konnte das Tempo nochmals erhöht werden. (Quelle: statistisches Bundesamt). Der Bereich der Diagnostics, in dem die Gesellschaft tätig ist, konnte im Geschäftsjahr 2017 in Deutschland um 1,1% wachsen. Für 2018 wird in diesem Bereich mit einem Wachstum von 1,0% gerechnet. Somit sind die wirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen in diesem wesentlichen Absatzmarkt als positiv zu bezeichnen mit entsprechender Wirkung auf den Umsatz. Für das Geschäftsjahr 2018 rechnet die Gesellschaft mit einem Absatzwachstum im einstelligen Prozentbereich. In 2018 ist die flächendeckende Markteinführung einer neuen Geräteserie geplant, die bis 2017 in Finnland entwickelt wurde. Von dieser Geräteserie mit dem Namen "Cascadion" verspricht sich die Gesellschaft ein enormes Umsatzpotential und eine weitere Abgrenzung vom Wettbewerb. Neben diesem Wachstum ist es Ziel der Gesellschaft durch die weitere Eingliederung von Geschäftsprozessen in die Konzernstrukturen von ThermoFisher, die Kosten weiter zu senken. Im Zuge eines europaweiten Reorganisationsrozesses des Konzernbereiches, zu dem die Microgenics GmbH zählt, wurden wesentliche vertriebliche Tätigkeiten der bisherigen Betriebsstätten einschließlich des Geschäfts in Deutschland an andere Konzerngesellschaften übertragen. Durch diesen Transfer erzielt die Gesellschaft zukünftig im Wesentlichen Umsätze mit verbundenen Unternehmen mit entsprechend niedrigeren Margen. 2. Geschäftsverlauf 2.1 Wesentliche Ereignisse während des Geschäftsjahres Während des Geschäftsjahres 2017 wurde der Transfer der vertrieblichen Tätigkeiten in den bisherigen Betriebsstätten an andere Konzerngesellschaften abgeschlossen. Die Mircogenics GmbH wird zukünftig Drittumsätze mit Handelspartner in EEMEA und einigen wenigen Key-Account Kunden in Europa tätigen. Der wesentliche Teil der Umsätze wird dementsprechend aus Umsätzen mit verbundenen Unternehmen resultieren. Im August 2017 wurde damit begonnen, einen neuen Geschäftsbereich von anderen Konzerngesellschaften im In- und Ausland zu übernehmen. Der Bereich APD beinhaltet die pathologische Diagnostik, also in erster Linie die Beurteilung von Geweben anhand makroskopischen und lichtmikroskopischen Aspekten. Mit der Übernahme von wesentlichen Funktionen dieses Geschäftsbereiches wurden auch die Bestände für diesen Geschäftsbereich in das Zentrallager in Harsewinkel übernommen. Weitere Lagerbestände im Ausland werden in 2018 in das Zentrallager der Gesellschaft übernommen. Im Geschäftsjahr 2017 resultierten bereits ca. 10% der Umsätze aus diesem neuen Geschäftsbereich. Für 2018 wird hier mit einem deutlichen Anstieg dieses Umsatzanteils gerechnet. Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr 2017 die Sitzverlegung der Gesellschaft von Passau nach Hennigsdorf abgeschlossen. Die getroffenen Entscheidungen dienen der Neuorganisation der Gesellschaft als wesentliche Intercompany - Handelsgesellschaft sowie der Erzielung von Einsparungen und Effizienzsteigerungen durch den Know-how-Austausch mit anderen Konzerngesellschaften am Standort. Im Zuge eines europaweiten Projektes wurde im Geschäftsjahr 2017 bei der Gesellschaft die Unternehmenssoftware SAP eingeführt. Wesentliche Arbeiten wie Einkauf, Auftragsmanagement, Lagermanagement sowie Buchhaltung und Controlling erfolgen seit August 2017 mittels dieser Software. 2.2 Geschäftsentwicklung Im Geschäftsjahr 2017 wurden die Reorganisation und die Sitzverlegung nach Hennigsdorf abgeschlossen. Die Gesellschaft agiert zukünftig hauptsächlich als Intercompany-Handelsgesellschaft innerhalb der Thermo-Group und beliefert nur für einen kleinen verbleibenden Teil externe Endkunden. Bis August 2017 wurden alle operativen Tätigkeiten der Betriebsstätten der Gesellschaft an Konzerngesellschaften transferiert. Die Gesellschaft erzielt mit diesen Intercompany-Umsätze mit einer wesentlich geringeren Verkaufsmarge. Aufgrund dieser neuen Struktur sank der Umsatz von TEUR 41.282 in 2016 auf TEUR 36.353. Das EBITA verringerte sich von TEUR 19.331 in 2016 auf TEUR 1.204 im Geschäftsjahr 2017. Im Geschäftsjahr 2017 ist darin ein Gewinn aus dem Verkauf des Kundenstamms und Firmenwert an Konzerngesellschaften in den Ländern der Betriebsstätten von TEUR 3.908 sowie ein Kursverlust aus der Umrechnung von Gewinnvorträgen in den ausländischen Betriebsstätten in Höhe von 3.786 TEUR enthalten. Im Geschäftsjahr 2016 entstand aus dem Verkauf der Beteiligung in Frankreich ein Gewinn in Höhe von TEUR 15.283. Bereinigt um diese Effekte liegt das EBITA im abgelaufenen Geschäftsjahr bei TEUR 1.081 und damit unter dem des Vorjahres. Die wesentlichen Gründe hierfür sind die Umstellung der Gesellschaft auf eine reine Intercompany-Handelsgesellschaft mit deutlich niedrigerer Marge sowie zusätzliche Aufwendungen im Rahmen der Neuorganisation bzw. Umstrukturierung der Microgenics GmbH zum Rückgang des EBITA bei. Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2017 auch ohne Betrachtung der organisatorischen Umstrukturierungsmaßnahmen hinter den Erwartungen zurück geblieben, was sich am Umsatzrückgang wiederspiegelt. Die erreichten Ergebnisse (EBITA) liegen bereinigt ebenfalls unter den prognostizierten Erwartungen. 3. Lage der Gesellschaft Zur Darstellung der Lage der Gesellschaft werden im Folgenden Ausführungen zur Ertragslage und hier insbesondere zur Umsatzentwicklung sowie zur Finanz- und Vermögenslage des Geschäftsjahres 2017 gemacht. Die Vorjahreszahlen werden zu Vergleichszwecken herangezogen. 3.1 Ertragslage Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen sind nachfolgend dargestellt. Durch die in 2017 abgeschlossene Umstellung auf ein im Wesentlichen auf Umsätzen mit verbundenen Unternehmen ausgerichtetes Geschäft, sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.824 zurückgegangen. Gegenläufig hierzu sind die Umsätze auf Grund der Übernahme des Geschäftsbereichs APD um TEUR 3.531 angestiegen. Ferner sind in 2017 Aufwendungen durch Neustrukturierung/ Ausrichtung der Microgenics GmbH entstanden und die Nachfrage ist allgemein hinter den Erwartungen zurück geblieben.
Insgesamt wurden die Gewinn- und Verlustrechnung und somit auch die Leistungsindikatoren in folgenden Bereichen durch Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung wesentlich beeinflusst. Durch den Verkauf des Kundenstamms und der Firmenwerte von allen Betriebsstätten an andere Konzerngesellschaften hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017 einen Ertrag in Höhe von TEUR 3.908 erzielt, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen ist. Ferner wurden aus der Umrechnung von Gewinnvorträgen in den ausländischen Betriebsstätten im Rahmen der Konsolidierung Aufwendungen aus Kursverlusten in Höhe von 3.786 TEUR erzielt. Nach Bereinigung dieser Effekte liegt das EBITA bei TEUR 1.204 und damit unter den Erwartungen. Im EBITA des Vorjahres sind TEUR 15.283 resultierend aus dem Verkauf der Beteiligung an der BRAHMS Frankreich enthalten. Die finanziellen Leistungsindikatoren entsprechen insgesamt nicht vollends den prognostizierten Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden im Wesentlichen Qualitätsstandards bei unseren Produkttests herangezogen. Die Kennzahlen werden regelmäßig anhand von Laboranalysen gemessen und weisen einen positiv zufriedenstellenden Verlauf im Vergleich zum Vorjahr auf. Umsatzentwicklung Microgenics erzielt Umsätze in den jeweiligen Betriebsstätten. Aus der Betriebsstätte in Deutschland heraus werden Umsätze an verbundene Unternehmen weiterer Länder erzielt. Die Umsätze teilen sich wie folgt auf:
Im Geschäftsjahr 2017 wurde der Verkauf der geschäftlichen Aktivitäten in den Betriebsstätten abgeschlossen. Hieraus resultiert auch im Wesentlichen der Rückgang der Umsätze. Die Länder, in denen die ausländischen Niederlassungen bisher tätig waren, werden nun aus der Betriebsstätte Deutschland mittels verbundener Unternehmen bedient. Diese Umsätze liegen jedoch aufgrund der geringeren Marge im Intercompany-Bereich unter dem des Vorjahres. Insgesamt ist der Umsatz rückläufig. Für die wesentliche Betriebsstätte Deutschland gliedern sich die Umsätze wie folgt:
Durch den Wechsel auf ein im Wesentlichen auf Umsätze mit verbundenen Unternehmen ausgerichtetes Geschäft, sind diese Umsätze im Geschäftsjahr 2017 stark angestiegen. Die Betriebsstätten erzielen ausschließlich in Ihren Ländern Umsätze. Lediglich die Betriebsstätte Deutschland erzielt sowohl durch Umsätze mit verbundenen Unternehmen als auch mit Handelspartnern in EEMEA in weiteren Ländern Umsätze. Die in der Betriebsstätte Deutschland erzielten Endkundenumsätze teilen sich nach folgenden Produktgruppen auf:
Die Endkundenumsätze der deutschen Betriebsstätte liegen mit -7.842 TEUR deutlich unter dem Vorjahr. Der wesentliche Grund hierfür ist, dass im Zuge des Transfers der Kundenbeziehungen auf andere Konzerngesellschaften, auch nahezu alle Endkunden in Deutschland, Österreich und Dänemark transferiert wurden. Die Umsätze im Bereich CCA liegen deutlich unter Vorjahresniveau, da Ende 2016 der Verkauf einer Maschinenserie eingestellt wurde, mit der in 2016 noch nennenswerte Umsätze erzielt wurden. Im Bereich CCR wurden wesentliche Kunden auf das OEM Geschäft umgestellt und dementsprechend werden diese Kunden nun aus den USA direkt beliefert. Die Intercompanyumsätze der deutschen Betriebsstätte sind durch die Umstellung auf ein Intercompany-Handelsgeschäft deutlich angestiegen. Jedoch kann dies den Umsatzwegfall in den anderen Betriebsstätten bedingt durch diese Umstellung nicht kompensieren. Entwicklung Materialaufwand Der Materialaufwand ist um TEUR 548 auf TEUR 23.586 gestiegen. Die Materialaufwandsquote beträgt 64,9 % und liegt damit deutlich über der des Vorjahres in Höhe von 55,8%. Wesentlicher Grund hierfür ist der oben genannte Verkauf der geschäftlichen Aktivitäten in den Betriebsstätten abgeschlossen mit dem damit Rückgang der Umsätze. Die Länder, in denen die ausländischen Niederlassungen bisher tätig waren, werden nun aus der Betriebsstätte Deutschland mittels verbundener Unternehmen bedient und die betreffenden Umsätze haben eine deutlich niedrigere Marge. Es gab keine wesentlichen Preisänderungen für von den Hauptlieferanten aus Fremont (Kalifornien, USA) und Vantaa (Finnland) bezogene Produkte. Entwicklung Personalaufwand und Mitarbeiter Die Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende und Geschäftsführer betrug im Jahresdurchschnitt 60 Mitarbeiter (VJ: 61). Zum Abschlussstichtag sind in der Microgenics GmbH 48 Mitarbeiter (VJ: 50) beschäftigt. Das bisher in den ausländischen Niederlassungen beschäftigte Personal wurde im Geschäftsjahr 2017 vollständig auf andere Konzerngesellschaften, in denen das operative Geschäft stattfindet, transferiert. Der Personalaufwand je Mitarbeiter liegt bei TEUR 89 und ist damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahrs (TEUR 106). Die wesentlichen Gründe für die geringeren durchschnittlichen Personalaufwendungen resultieren aus dem unterjährig stattgefunden Transfer des Personals in den ausländischen Betriebsstätten, in denen generell auf Grund der vertrieblichen Tätigkeit ein höheres Lohnniveau vorlag. Außerdem wurden im Geschäftsjahr 2016 in der Betriebsstätte Deutschland Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von TEUR 250 berücksichtigt. Durch permanente Qualifizierungsprogramme sowie Förderungsmaßnahmen ist ein hoher Qualitätsstandard der Mitarbeiter gewährleistet. Die Vergütung der Mitarbeiter orientiert sich an den Tarifverträgen von ThermoFisher Deutschland. Die Tarifsteigerung befindet sich im Rahmen der normalen ThermoFisher Gehaltssteigerungen von 2-3 %. Für die Betriebsstätte Deutschland bewegt sich die Fluktuation in einem geschäftsüblichen Rahmen. EBIT / Jahresergebnis vor Ergebnisabführung Das Ergebnis vor Ergebnisabführung beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 595 (VJ: TEUR 19.132). Die Veränderung des Ergebnisses resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung des Rohertrages verursacht durch den Transfer der Außenumsätze in Gesellschaften im Verbundbereich. Ferner wurden in 2016 Erträge aus dem Verkauf der Beteiligung in Frankreich in Höhe von TEUR 15.283 erzielt. Laut Ergebnisabführungsvertrag sind alle Ergebnisse der Geschäftsjahre, soweit keine gesonderte Gesellschaftervereinbarung getroffen wurde, abzuführen. 3.2 Finanzlage Finanzierung Die Versorgung mit Liquidität wird durch den Thermo Fisher Konzern sichergestellt. Die Gesellschaft ist in das konzernweite Cash Pool System einbezogen. Die Forderungen ggü. verb. Unternehmen aus Cash-Pooling belaufen sich auf TEUR 106.749 (Vj: TEUR 72.098) als auch TEUR 1.321 (Vj: TEUR 34.225) aus Bank- bzw. Kassenbeständen. Außerbilanzielle Verpflichtungen bestehen in Form von Miet- und Leasingverträgen, die in den nächsten Jahren zu finanziellen Belastungen in einer Größenordnung von TEUR 710 führen werden. Investitionen Die Gesellschaft betreibt ausschließlich Handel. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens gab es im laufenden Geschäftsjahr keine wesentlichen Investitionen. Wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus bereits begonnenen oder geplanten Investitionen und damit verbundene Finanzierungsvorhaben bestehen nicht. Die Finanzlage der Microgenics GmbH ist geprägt durch einen soliden Liquiditätsstatus in Folge nachhaltig positiver Ergebnisse sowie durch eine gesunde Vermögens- und Kapitalstruktur. Nach Ansicht der Geschäftsleitung ist die Gesellschaft in der Lage, jederzeit fristgerecht ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 3.3 Vermögenslage Vermögensentwicklung Das Anlagevermögen der Microgenics GmbH war im Vergleich zu 2016 (TEUR 3.128) um TEUR 1.315 rückläufig und beläuft sich demnach im laufenden Geschäftsjahr auf TEUR 1.813. Grund dafür ist der Transfer des operativen Geschäfts von den Betriebsstätten in andere Konzerngesellschaften und dem damit verbundenen Transfer des Anlagevermögens. Die Vorräte sind von TEUR 7.496 auf TEUR 6.481 in 2017 zurückgegangen. Der Rückgang um TEUR 1.015 resultiert im Wesentlichen aus der genaueren Beschaffungsplanung im Zuge der Einführung von SAP im Geschäftsjahr 2017. Die Umschlagshäufigkeit als Quotient aus Umsatz und Vorräte ist mit 5,6 gegenüber 5,5 in 2016 nahezu konstant geblieben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 3.317 auf TEUR 1.561 im Geschäftsjahr 2017 zurückgegangen. Der Grund hierfür liegt in dem Transfer des operativen Geschäfts in den ausländischen Betriebsstätten in andere Konzerngesellschaften. Der wesentliche Posten bei den Forderungen betrifft mit TEUR 116.288 Forderungen ggü. verb. Unternehmen. Diese resultieren überwiegend aus Cash-Pooling-Forderungen in Höhe von TEUR 106.749. Der Rückgang der liquiden Mittel um TEUR 32.905 auf TEUR 1.321 resultiert im Wesentlichen aus der Schliessung von zwei Bankkonten in der deutschen Betriebsstätte und dem damit verbundenen Transfer auf das Cash-Pool-Konto, das unter den Forderungen ggü. verb. Unternehmen ausgewiesen wird. Zur Sicherung von Verbindlichkeiten sind Bankbürgschaften in Höhe von insgesamt TEUR 149 gestellt. Aufgrund der finanziellen Verhältnisse der Schuldner liegen keine Anhaltspunkte für eine Inanspruchnahme der Gesellschaft vor. Kapitalstruktur Die Eigenkapitalquote ist in 2017 durch eine in Höhe von TEUR 48.128 erfolgte Erhöhung der Kapitalrücklage von 58,3% auf 94,8% im abgelaufenen Geschäftsjahr gestiegen. Die Verschuldungsquote ist von 71,1% in 2016 auf 5,5% im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückgegangen. Grund hierfür ist die oben genannte Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 48.128, der Betrag wurde im Vorjahr unter den Verbindlichkeiten ggü. Gesellschafter ausgewiesen. Umwelt- und Arbeitsschutz Die Gesellschaft erfüllt sämtliche gesetzliche Anforderungen des Umweltschutzes und alle in diesem Zusammenhang relevanten Belange. Als international tätiges Unternehmen erfüllen die weltweit verkauften Thermo Fisher Scientific Produkte sowohl länderspezifische Sicherheitsbestimmungen als auch die internationalen Sicherheitsstandards. Insgesamt sieht die Geschäftsleitung die Geschäftsentwicklung und Lage der Microgenics GmbH als durchweg positiv. Die Gesellschaft sieht sich mit der Neuausrichtung als Intercompany-Handelsgesellschaft gut gerüstet um den wirtschaftlichen Herausforderungen auch künftig erfolgreich zu begegnen. Die Einbeziehung in den weltweiten Thermo Fisher Scientific Konzern spielt dabei die wesentliche Grundlage. C) Chancen und RisikenNeben allgemeinen Chancen und Risiken, die sich aus dem schwankenden Konjunkturverlauf, der Marktsituation und der Materialpreissituation ergeben können, sind zur Zeit keine konkreten, wesentlichen Risiken für den weiteren Geschäftsverlauf erkennbar. Insbesondere gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass der Fortbestand des Unternehmens der Microgenics GmbH gefährdet ist. 1. Risikomanagement Der intensiven Marktbeobachtung folgend, nutzt die Gesellschaft sich anbietende Geschäftsgelegenheiten, geht aber nur Risiken ein, die im Rahmen der Werteschaffung nicht vermeidbar sind. Die Gesamtpalette von operativen Risiken in den Geschäftssegmenten Ein- und Verkauf, Personal, Produktion & Qualität, Finanzen, Währung und Informationstechnologie sind konkreter Bestandteil im Rahmen des Konzerncontrollings. 1.1 Risikoberichterstattung Absatz- und Ausfallrisiko Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit wird das Produktsortiment kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt. Das Ausfallrisiko aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der positiven Zeitwerte der Forderungen gegen den jeweiligen Kontrahenten. Die Gesellschaft geht davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist und sieht hier insgesamt aufgrund der Kundenstruktur ein geringes Risiko. Durch die zukünftige neue Ausrichtung als Intercompany-Handelsgesellschaft wird das Forderungsausfallrisiko weiter minimiert, da das Ausfallrisiko bei Verbundgesellschaften der Thermogruppe durch den Cashpool minimiert wird. Insgesamt wird durch die Wandlung hin zu einem Händler für Verbundgesellschaften neben dem Risiko des Forderungsausfalls das Risiko für den Umsatzausfall auch minimiert, da die Microgenics aufgrund des zentralen/ alleinigen Lagers zukünftig als alleiniger Handelspartner für Verbundgesellschaften gilt. Darüber hinaus besteht daher das Risiko, dass das Absatzrisiko der Verbundgesellschaften sich auf die Microgenics GmbH auswirkt. Dieses Risiko wird jedoch derzeit als gering eingestuft. Beschaffungsmarktrisiko Die Gesellschaft sieht das Risiko von Beschaffungsengpässen bei einzelnen Produkten. Dagegen soll mit einem qualifizierten Mitarbeiteraufbau und -schulung im Einkauf entgegen gewirkt werden. Daneben wird die Abhängigkeit vom externen Dienstleister als Lagerbetreiber gesehen. Dieses Risiko wird durch langfristige Verträge und enge Verzahnung der Prozesse versucht vorzubeugen. Die Gesellschaft versucht Kostensteigerungen an ihre Kunden weiterzugeben. Derzeit sind jedoch keine Kostensteigerungen in Sicht. Neben diesem Risiko besteht das weitere Risiko, dass die Hersteller als Einkaufspartner (Thermogroup Unternehmen) ihr Direktgeschäft mit großen Firmen weiter ausweiten und diese damit die Lieferkette mit der Microgenics GmbH als Handelspartner umgehen können. Dieses Risiko wird derzeit als sehr gering eingeschätzt. Währungsrisiko Ein Risiko ergibt sich, wenn Preisänderungen an den Finanzmärkten den Wert von Forderungen und Verbindlichkeiten negativ beeinflussen. Für die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie für die Verbindlichkeiten besteht ein Preisrisiko im Wesentlichen aus Wechselkursschwankungen, da diese Bilanzpositionen teilweise auch in Fremdwährungen denominiert sind. Währungsrisiken sind durch Käufe im Ausland gegeben, insbesondere die erheblichen US-Dollar Schwankungen können Einfluss auf das Ergebnis nehmen. Es erfolgen derzeit keine Absicherungen dieser Geschäfte, was zu einer mittleren Risikoeinschätzung führt. Liquiditätsrisiko In Folge der soliden Finanzlage und der Einbeziehung in das Cash Pool des Konzerns wird das Liquiditätsrisiko als gering eingestuft. Rechtliche Risiken Es bestehen derzeit keine nennenswerten Rechtsstreitigkeiten, die einer Risikovorsorge bedürfen. Die Geschäftsleitung sieht derzeit keine Risiken, die über das übliche Maß bei vergleichbaren Unternehmen hinausgehen oder die das zukünftige Fortbestehen des Unternehmens gefährden könnten. 2. Wesentliche Chancen In der Vergangenheit ist die Microgenics als wesentlicher Händler von Produkten für Endkunden aufgetreten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Umstellung auf eine überwiegend als Intercompany-Händler auftretende Gesellschaft abgeschlossen. Dazu wurden im deutschen Markt sowie ausländischen Märkten jeweils eigene Gesellschaften der Thermogroup gegründet, die sich am zentralen/ alleinigen Lager der Microgenics GmbH bedienen werden. Hierbei wird für die Zukunft eine wesentliche Chance für die Microgenics GmbH im Bereich Umsatz gesehen, um als alleiniger Verbundhändler für Europa sowie den Nahen Osten und Afrika aufzutreten. Langjährige Erfahrungen mit bisherigen Verbundpartnern werden zu weiteren Synergien mit neuen sowie bisherigen Verbundpartnern führen. Aus der engen Verzahnung mit der SDG Gruppe resultierte im Geschäftsjahr 2017 die Übernahme der Geschäftsbereichs APD. Durch das zentrale Lager für den wesentlichen europäischen Markt besteht die Möglichkeit, dass weitere Produktgruppen der Thermogroup übernommen werden. Daneben ergibt sich eine weitere Chance durch die geplante Neueinführung von Geräten für 2018. Insgesamt ist die Geschäftsführung positiv gestimmt die sich ergebenden Chancen zu nutzen. D) Prognose und AusblickAktuelle Wirtschaftsprognosen (Ifo Institut) gehen auch weiterhin von einer moderaten Erholung der Weltwirtschaft aus. Das ifo Wirtschaftsklima im ersten Quartal 2018 verbesserte sich entsprechend und lässt durchaus positive Tendenzen erkennen. Den Prognosen zur Folge wird ein Anstieg des Weltwirtschaftswachstums auf 4,0 % in 2018 und 3,8 % im Jahr 2019 erwartet, hauptsächlich bedingt durch die konjunkturelle Erholung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Das Wirtschaftsklima in den Schwellen- und Entwicklungsländern hat sich deutlich verbessert. Im Euroraum geht man von der Fortsetzung des moderaten Wachstums für den Zeitraum 2018 und 2019 aus. Vor diesem Hintergrund geht die Microgenics GmbH von überwiegend positiven Impulsen für ihre Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2018 sowie einer positiven Tendenz für 2019 aus. Wegen allgemein positiver Rahmenbedingungen und vor dem Hintergrund der Entwicklung hin zu einer Intercompany Handelsgesellschaft sowie Erwartung der Übernahme neuer Geschäftsbereiche innerhalb des ThermoFisher Konzerns erwartet die Gesellschaft für die Berichtsperiode 2018 eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung. Im Bereich Umsatz wird für das Jahr 2018 aufgrund der unterjährig in 2017 stattgefundenen Verlagerung der Umsätze mit Drittkunden in andere Konzerngesellschaften und der Entwicklung zum reinen Intercompany-Handelspartner mit niedrigeren Umsätzen und einem niedrigeren Rohertrag gerechnet. Im Bereich des um Sondereffekte bereinigten EBITA wird aufgrund konsolidierten Material- und Personalaufwendungen sogar mit einer leichten Verbesserung gerechnet. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend im Bereich EBITA im Geschäftsjahr 2018 leicht moderat steigend fortsetzen wird.
Hennigsdorf, 26. September 2018 Die Geschäftsführung Henry Johe Petrus van der Zande Dr. Ralf Schlegel Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2017I. Allgemeine AngabenAngaben zum Unternehmen:
Die Microgenics GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 HGB aufgestellt. Der Abschluss ist in EURO aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAnlagevermögen Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 Jahren linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten. Fremdkapitalkosten werden nicht einbezogen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Nicht mehr genutzte Anlagegüter werden außerplanmäßig abgeschrieben. Im laufenden Geschäftsjahr sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen angefallen. Wirtschaftsgüter mit einem Wert von 150 - 410 Euro werden als geringwertige Wirtschaftsgüter im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter bis zu 150 Euro werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand erfasst. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Vorräte Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB. Die Herstellkosten werden gemäß § 255 Abs. 2 HGB unter Berücksichtigung von angemessenen Teilen der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten ermittelt. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und / oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang gemäß der Konzernrichtlinie vorgenommen. Forderungen und übrige Aktiva Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Die Forderungen der Betriebsstätte in Deutschland sind mit dem Nominalwert abzüglich Wertberichtigungen bewertet. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nennwerten bilanziert. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Leistungsansprüche für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag mit dem anteiligen Nennwert der vor dem Bilanzstichtag geleisteten Vorauszahlungen aktiviert. Die aktive Steuerabgrenzung berücksichtigt Ergebnisunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz. In Folge der bestehenden Organschaft werden latente Steuern beim Organträger gebildet. Eigenkapital Das gezeichnete Kapitalwird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck mit einem Zinssatz von 3,68 % bewertet. Es wurde nach Maßgabe der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Rechnungszins ergibt sich dabei aus der von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2017 veröffentlichten 10-Jahres-Zinssätze. Der sich aus der unterschiedlichen Bewertung der Altersvorsorgeverpflichtungen auf Basis eines 7-Jahres- bzw. 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergebende Unterschiedsbetrag zum 31. 12. 2017 beträgt 6 TEUR (Pensionsrückstellung). Die Pensionsverpflichtungen werden mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert und entspricht dem versicherungsmathematisch ermittelten Aktivwert. Für die Vermögensverzinsung wurde ein Zinssatz von 3,5 % (im Vorjahr: 3,5%) verwendet. Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten und übrige Passiva Der Ausweis der Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Leistungsverpflichtungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag mit dem anteiligen Nennwert der vor dem Bilanzstichtag erhaltenen Vorauszahlungen passiviert. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte gem. § 256 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Die Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Buchhaltungen der Betriebsstätten, die sich nicht in der Eurozone (Schweden, Schweiz, Großbritannien und Norwegen) befinden, werden in der Primärwährung erstellt. Bei der Umrechnung der Betriebsstätten Abschlüsse in Euro wurden alle Posten der Bilanz zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zu Durchschnittskursen umgerechnet. Die sich ergebenden Währungsdifferenzen wurden erfolgswirksam verbucht. Latente Steuern Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Thermo Fisher Scientific Germany B.V. & Co. KG, Braunschweig. In Folge der bestehenden steuerlichen Organschaft mit der Thermo Fisher Scientific BV & Co. KG werden latente Steuern beim Organträger gebildet. Erläuterungen zur Bilanz 1. Aktiva Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist. Anteilsbesitz:
Vorräte
Die Reduzierung der Vorräte resultiert im Wesentlichen aus der genaueren Bestandsplanung auf Basis der Verbräuche für den Endkundenmarkt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum 31. Dezember 2017 1.561 TEUR (Vorjahr 4.878 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 116.288 TEUR (Vorjahr 74.268 TEUR) betreffen mit 106.749 TEUR Cash Pool Forderungen (Vorjahr 72.098 TEUR) und mit 9.539 TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr 2.170 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag von 246 TEUR auf, der sich im Wesentlichen aus einer Forderung in Zusammenhang mit einer Sicherheitsleistung für eine Kundenausschreibung in Höhe von TEUR 100 sowie einer Steuerüberzahlung mit 45 TEUR zusammensetzt. Ferner bestehen sonstige personalbezogenen Forderungen in Höhe von 101 TEUR. 2. Passiva Eigenkapital Das Stammkapital beträgt 1.147 TEUR. Der Jahresüberschuss in Höhe von 595 TEUR wurde aufgrund bestehender Ergebnisabführungen unter Verbindlichkeiten ggü. Gesellschafter ausgewiesen. Daraus ergibt sich ein Bilanzgewinn von 0 TEUR. Rückstellungen Der Berechnung der Pensionsrückstellungen und der Verpflichtungen aufgrund Altersteilzeitregelungen liegen versicherungsmathematische Gutachten der Firma Zürich Service GmbH zugrunde. Der Erfüllungsbetrag mit dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz (2,80%) würde sich auf 105 TEUR belaufen. Die nach den neuen Vorschriften ermittelte Pensionsrückstellung der Gesellschaft beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 9 TEUR (Saldiert: 15 TEUR). Der ermittelte Unterschiedsbetrag zwischen der Rückstellung nach altem (siebenjähriger Durchschnittszins) und neuem Recht (zehnjähriger Durchschnittszins) beträgt sodann zum Bilanzstichtag insgesamt 6 TEUR. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen mit 595 TEUR Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungen (Vorjahr 48.128 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 290 TEUR betreffen hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Steuern mit 280 TEUR, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit mit 4 TEUR sowie übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 2 TEUR. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beinhalten Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen, vermindert um die Erlösschmälerungen. Gliederung nach Betriebsstätten:
Die Betriebsstätten erzielen ausschließlich in Ihren Ländern Umsätze. Lediglich die Betriebsstätte Deutschland erzielt durch Umsätze mit verbundenen Unternehmen in weiteren Ländern Umsätze. Die in der Betriebsstätte Deutschland erzielten Umsätze teilen sich nach folgenden Produktgruppen auf:
Die verbleibenden Umsätze der Betriebsstätte Deutschland mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 17.166 TEUR (Vorjahr 6.074 TEUR) teilen sich nach Ländern wie folgt auf:
4. Sonstige betriebliche Erträge Im Geschäftsjahr 2017 wurden in weiteren Ländern die Kundenbeziehungen an verbundene Unternehmen veräußert. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus dem Verkauf der Kundenbeziehungen in Höhe von 3.908 TEUR ausgewiesen. Realisierte Kursgewinne aus Währungsgeschäften belaufen sich aufgrund von Verrechnung mit Fremdwährungsverlusten auf 1.115 TEUR. Ferner sind in den Sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 94 TEUR ausgewiesen. 5. Materialaufwand Der im Berichtsjahr entstandene Materialaufwand lag bei 23.586 TEUR (Vj: 23.038 TEUR) und erreichte einen Anteil von 65% gemessen an der Gesamtleistung. 6. Personalaufwand Die Gesellschaft zeigt Lohn- und Gehaltsaufwendungen in Höhe von 4.586 TEUR (Vj: 5.562 TEUR). Die Ausgaben für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung belaufen sich auf 741 TEUR (Vj: 924 TEUR). 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen insbesondere Raumkosten (TEUR 252), Fahrzeugkosten (TEUR 403), Werbe- und Reisekosten (TEUR 829), Kursverluste (TEUR 4.175), Fremdarbeiten im Vertrieb (TEUR 568), Intercompany-Verrechnungen (TEUR 679), externe Laborleistungen (TEUR 385), Fracht & Verpackungskosten (TEUR 1.995) sowie Servicegebühren für Analyzer (TEUR 254). 8. Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung Im Geschäftsjahr 2017 ist darin ein Gewinn aus dem Verkauf des Kundenstamms und Firmenwert an Konzerngesellschaften in den Ländern der Betriebsstätten von TEUR 3.908 sowie ein Kursverlust aus der Umrechnung von Gewinnvorträgen in den ausländischen Betriebsstätten in Höhe von 3.786 TEUR enthalten. 9. Zinsaufwendungen und - erträge Unter den Zinsen und ähnlichen Erträge entfallen 74 TEUR (VJ: 237 TEUR) auf Cash-Pool Zinsen sowie 9 TEUR (VJ: 53 TEUR) auf laufende externe Bankzinserträge. 10. Ertragsteuern Aufgrund der bestehenden Organschaft werden Ertragsteuern nicht im Abschluss der Organgesellschaft sondern auf Ebene des Organträgers ausgewiesen. III. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zur Sicherung von Verbindlichkeiten sind Bankbürgschaften in Höhe von insgesamt TEUR 149 gestellt. Aufgrund der finanziellen Verhältnisse der Schuldner liegen keine Anhaltspunkte für eine Inanspruchnahme der Gesellschaft vor. Zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes werden KFZ-Leasingverträge mit i.d.R. bis zu 5 jährigen Laufzeiten eingegangen. Darüber hinaus werden Mietverträge mit i.d.R. bis zu 5 jährigen Laufzeiten abgeschlossen. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge in der Regel für längere Laufzeiten abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben, verbesserter Liquidität sowie Entfall des Verwertungsrisikos. Aus den bestehenden Miet- und Leasingverträgen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 489 TEUR. Hiervon werden 383 TEUR innerhalb eines Jahres fällig. Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden grundsätzlich mit den zwischen fremden Dritten geltenden Konditionen abgeschlossen. Wesentliche nicht zu marktüblichen Konditionen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen lagen im Geschäftsjahr 2017 nicht vor. Jahresabschlusserstellung- und Abschlussprüfungshonorare Die im Geschäftsjahr entstandenen Honorare ergeben sich wie folgt:
Mitarbeiterzahl Die Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende und Geschäftsführer betrug im Jahresdurchschnitt 60 (Vorjahr: 61 Mitarbeiter).
Geschäftsführung: Die Geschäftsführung im Berichtszeitraum wurde durch folgende Personen ausgeübt:
Alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsleitung wird von der Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. IV. KonzernbeziehungenDie Gesellschaftsanteile der Microgenics GmbH werden von der Thermo Fisher Scientific Germany B.V. & Co. KG, Braunschweig gehalten. Diese ist wiederum ein Tochterunternehmen der Thermo Fisher Scientific Inc., Waltham/MA, USA, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Jahresabschluss der Thermo Fisher Scientific Germany B.V. & Co. KG für das Geschäftsjahr 2017 wird ebenso wie der Konzernabschluss der Thermo Fisher Scientific Inc. in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. V. Ereignisse nach dem BilanzstichtagZwischen dem Bilanzstichtag und der Erstellung sind keine wesentlichen Geschäftsvorfälle aufgetreten. Geschäfte mit nahestehende Personen sind nicht angefallen. VI. ErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss 2017 vor Ergebnisabführung in Höhe von 595.378,44 EUR wird aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags an die Thermo Fisher Scientific B.V. & Co. KG, Braunschweig, abgeführt.
Hennigsdorf, 26. September 2018 Die Geschäftsführung Henry Johe Petrus van der Zande Dr. Ralf Schlegel Anlagenspiegel zum 31.12.2017
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Microgenics GmbH, Hennigsdorf (vormals: Passau) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Microgenics GmbH, Hennigsdorf (vormals: Passau), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Microgenics GmbH, Hennigsdorf (vormals: Passau), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 26. September 2018 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Annegret Glöckner, Wirtschaftsprüfer ppa. Susanne Patommel, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde durch die Gesellschafterversammlung am 6. November 2018 festgestellt. Der Gewinnvortrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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