Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 193938
Eingetragen
5.9.2011
Branche
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieSonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Anlageberatung, Anlage- und die Abschlussvermittlung und die Finanzportfolioverwaltung. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Betriebswirtschaftliche, strategische und sonstige Beratung von Unternehmen sowie Übernahme der Geschäftsführungsfunktion anderer Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Lappöhn
seit 1.8.2013
Geschäftsführer
André Werner
seit 5.9.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
37.60%
37.40%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
LAPLACE GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LaRoute GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

1. Konjunkturelles Umfeld

2. Einstufung der Gesellschaft

3. Provisions- und Fondsentwicklung

4. Vertrieb

5. Investitionen und Beteiligungen

6. Personalbereich

7. Forschung und Entwicklung

8. Vermögens- und Finanzlage

9. Ertragslage

10. Gesamtbeurteilung der Geschäftsführung

11. Chancen und Risiken

12. Prognosebericht

Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens

Die LaRoute GmbH (auch Gesellschaft genannt) wurde am 27.04.2011 gegründet und am 05.09.2011 im Handelsregister eingetragen. Sie hat die Erlaubnis nach § 32 KWG erhalten. Gemäß Übergangsregelung des § 86 Abs. 1 WpIG, nach dem Unternehmen, denen bis zum 26. Juni 2021 eine Erlaubnis nach § 32 KWG für gewisse Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen erteilt wurde, gilt die Erlaubnis nach § 15 WpIG für diese Geschäfte ebenfalls als erteilt.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Anlageberatung, Anlage- und Abschlussvermittlung, sowie die Finanzportfolioverwaltung. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Zusätzlich können betriebswirtschaftliche, strategische und sonstige Beratung von Unternehmen sowie die Übernahme der Geschäftsführungsfunktion anderer Gesellschaften betrieben werden. Tatsächlich betreibt die Gesellschaft aktuell nur die Finanzportfolio- und Vermögensverwaltung. Zum 31.12.2023 verwaltet die Gesellschaft ausschließlich für institutionelle Anleger ein Vermögen von € 224 Mio. aufgeteilt in 3 Publikumsfonds, 1 Spezialfonds und zwei Vermögensverwaltungsmandate

1. Konjunkturelles Umfeld

Das deutsche BIP ist im Jahr 2023 real um 0,1 % (kalenderbereinigt) bzw. 0,3 % (unbereinigt) gesunken. Die immer noch erhebliche Teuerung sowie die verschlechterten Finanzierungsbedingungen wegen höherer Zinsen waren wesentliche Gründe. Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus dem In- und Ausland war schwach. Auch die wirtschaftspolitische Unsicherheit spielt eine Rolle. Die konjunkturelle Dynamik dürfte sogar noch schwächer sein, als es die -0,3 % BIP-Wachstum signalisieren. Aufgrund der noch immer hohen Nettozuwanderung leben mehr Menschen in Deutschland, die hier konsumieren und zum Teil arbeiten und damit das BIP erhöhen.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) lag im Februar um 2,5 % höher als ein Jahr zuvor. Damit ließ die Inflationsrate weiter nach, nachdem sie im Dezember wegen Basiseffekten auf 3,7 % gesprungen war. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) legte um 2,7 % zu.

Aufgrund von Steuererhöhungen und dem Ende von staatlichen Krisenhilfen fällt die Inflation weniger schnell, als dies sonst der Fall wäre. Für das Gesamtjahr 2023 hat das Statistische Bundesamt eine Inflationsrate von 5,9 % gemeldet. Im Jahr 2022 hatte die Inflation im Durchschnitt noch bei 6,9 % gelegen.

2. Einstufung der Gesellschaft

Die Gesellschaft hat sich als "Kleines Wertpapierinstitut" gemäß § 2 Abs. 16 WpIG eingestuft, da sie die in Artikel 12 der Verordnung (EU) 2019/2033 (IFR) aufgeführten Bedingungen erfüllt.

3. Provisions- und Fondsentwicklung

In diesem weiterhin herausfordernden Kapitalmarktumfeld konnte LaRoute mit seiner Tätigkeit als Finanzportfolioverwalter von drei Publikumsfonds, einem Spezialfonds und zwei Vermögensverwaltungsmandaten operative Umsätze von T€ 425 (Vorjahr: T€ 508) erzielen. Der Rückgang der operativen Umsätze ist auf die Fondsrückflüsse basierend auf den jährlichen Rentenauszahlungen zurückzuführen. Im Geschäftsjahr wurde keine Performancefee generiert.

Die Strategie eines Mischproduktes, bei dem die Ertragschancen der Anlagesegmente Geldmarkt, Anleihen Euroland und Aktien genutzt werden, scheint besonders für die Anlage von Pensionsgeldern geeignet zu sein. Dies resultiert aus einem besonders risikoaversen Ansatz mit kürzerer Duration und einer insgesamt geringeren Aktienquote.

Die einzelnen Performanceentwicklungen Aktien-Fonds (13,6%), Basis-Fonds (3,6%), Balanced-Fonds (5,6%) und Managed Opportunities-Fonds (6,6%) zeigten einen positiven Verlauf.

4. Vertrieb

Die Betreuung unserer institutionellen Kunden erfolgt individuell und mit großer Aufmerksamkeit auf die branchenmäßigen Erfordernisse. Die Pensionsgelder werden in auf Euro lautende Investmentgrade Anleihen investiert. Die Gelder unterliegen einem sicherheitsorientierten Ansatz mit einer Grundallokation, die sich an den Rentenindizes mit kurzer bis mittlerer Duration orientiert.

Für die Pensionsgelder bedeutet dies eine kürzere bis mittlerer Duration mit auf Euro lautende Emittenten, welche ein hohes Rating aufweisen.

5. Investitionen und Beteiligungen

Im Geschäftsjahr investierten wir weiter in unsere IT-Systeme und unsere Portfolio Management-Software. Durch unternehmensweite Sicherungsmaßnahmen werden Daten und IT-Systeme vor Fremdzugriff sowie vor schädlicher Software geschützt.

LaRoute besitzt keine Beteiligungen.

6. Personalbereich

Zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigte die Gesellschaft 4 Mitarbeiter.

7. Forschung und Entwicklung

Wir haben im Geschäftsjahr Forschung und Entwicklung betrieben und hierfür erneut wesentliche Beträge investiert. Dies erfolgte vornehmlich für unsere Portfolio Management- Software, die Aufwendungen hierfür wurden nicht aktiviert.

8. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage ist bestimmt durch täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von T€ 191 (Vorjahr: T€ 202) sowie Forderungen an Kunden in Höhe von T€ 94 (Vorjahr: T€ 97). Sämtliche Forderungen an Kunden wurden im Januar 2024 beglichen. Zudem besteht zum 31.12.2023 ein Anlagevermögen in Höhe von T€ 14 (Vorjahr: T€ 20).

Die Bilanzsumme beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 310 (Vorjahr: T€ 343).

LaRoute weist mit T€ 253 eine gute Kapitalausstattung auf; die bilanzielle Eigenkapitalquote beläuft sich zum 31.12.2023 auf 81,7%. Sämtliche regulatorische Kapitalanforderungen wurden im Berichtsjahr eingehalten. Die Rückstellungen haben sich aufgrund gestiegener Prüfungskosten geringfügig auf T€ 27 erhöht.

Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über ein liquides Vermögen von T€ 191 oder 61% der Bilanzsumme. Sämtliche regulatorische Liquiditätsanforderungen wurden im Berichtsjahr eingehalten.

9. Ertragslage

Die Ertragslage ist im Wesentlichen bestimmt durch das Provisionsergebnis. Dieses lag im aktuellen Geschäftsjahr bei T€ 381 (Vorjahr: T€ 444). Das Provisionsergebnis war rückläufig aufgrund der jährlichen Rentenauszahlungen. Im Geschäftsjahr wurde keine Performancefee generiert. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 24 (Vorjahr: T€ 26).

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen von T€ 421 (Vorjahr: T€ 456) setzen sich zusammen aus Personalaufwendungen in Höhe von T€ 200 (Vorjahr: T€ 213) sowie anderen Verwaltungsaufwendungen von T€ 221 (Vorjahr: T€ 243). Die Personalaufwendungen konnten durch eine Gehaltsreduzierung und die anderen Verwaltungsaufwendungen durch Neustrukturierung von vertraglichen Beziehungen verringert werden.

LaRoute erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag von T€ 26 (Vorjahr: Jahresüberschuss T€ 1).

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von T€ 29 ergibt sich somit ein Bilanzgewinn von T€ 3.

10. Gesamtbeurteilung der Geschäftsführung

Insgesamt ist die Geschäftsführung mit dem Provisionsergebnis und dem Gesamtergebnis des abgeschlossenen Geschäftsjahres zufrieden. LaRoute konnte sich in einem weiter schwierigen Marktumfeld behaupten.

11. Chancen und Risiken

Das Erzielen von Erträgen in der Branche der Finanzdienstleister ist in der Regel nicht ohne das Eingehen des Risikos schwankender Märkte und damit auch unterschiedlicher wirtschaftlicher Ergebnisse möglich. Insofern sind der bewusste Umgang, das aktive Management und die laufende Überwachung von Risiken, Kernelemente erfolgsorientierter Geschäftssteuerung der LaRoute GmbH. Die darauf aufbauende konsequente Überwachung von Rentabilitäts- und Risikokriterien unserer Gesellschaft betrachten wir daher als eine unserer Kernaufgaben in allen Geschäftsbereichen. Die weitere Entwicklung des Ukraine- Russland Konflikts ist schwer vorhersehbar. Die Kursrückgänge an den Rentenmärkten haben sich deutlich verringert. Weitere Rentenauszahlungen könnten je nach Marktentwicklung weitere Provisionsrückgänge in dem verwalteten Vermögen mit sich bringen. Die Gesellschaft ist daher weiterhin bestrebt die Verwaltungskosten zu senken.

Im Rahmen unseres Risikomanagements unterscheiden wir das Adressenausfallrisiko, das Liquiditätsrisiko, das Marktrisiko (in Form von Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken und Risiken aus sonstigen Eigenkapitalpositionen) sowie das operationelle Risiko in Form von betrieblichen und rechtlichen Risiken.

Die Gesamtrisiken setzen sich zusammen aus den Geschäftsbetriebsrisiken und strategischen Risiken.

Geschäftsbetriebsrisiken werden zudem in folgende Einzelrisiken unterteilt:

Marktpreisrisiken

Adressenausfallrisiken (Emittenten/Kontrahenten)

Liquiditätsrisiken

Operationelle Risiken

Unter Marktpreisrisiken sind potenzielle Vermögensverluste zu verstehen, die aufgrund von nachteiligen Veränderungen der Marktpreise (vor allem Zinsen, Aktienkurse, Wechselkurse) entstehen.

Diese haben Auswirkungen auf die Struktur und die Höhe des verwalteten und gemanagten Fondsbestandes sowie den Absatz. Da die Managementvergütungen auf dem Fondsvermögen basieren, beeinflussen die Marktpreisrisiken somit auch den Unternehmenserfolg der Gesellschaft. Bei einer signifikanten Verringerung des Fondsvolumens würde die LaRoute GmbH mit einer deutlichen Reduzierung der Verwaltungskosten zeitnah reagieren. Hier wären vor allem die Personalkosten zu überprüfen.

Adressenausfallrisiken können sich daraus ergeben, dass aufgrund von Bonitätsverschlechterungen oder Ausfall eines Emittenten/Kontrahenten das Fondsvolumen eines Sondervermögens und in der Folge der Ertrag für die Gesellschaft nachhaltig beeinflusst werden. Die Gesellschaft sieht ein sehr geringes Ausfallrisiko; es beschränkt sich im Wesentlichen auf Forderungen gegenüber einem Kreditinstitut.

Das Emittentenrisiko entsteht durch den Kauf von Wertpapieren. Der Anrechnungsbetrag für das Emittentenrisiko ist bei der Berechnung der Auslastung der Anlagegrenzen zu berücksichtigen.

Unter Kontrahentenrisiko wird der Ausfall eines professionellen Marktteilnehmers verstanden. Dies umfasst neben dem klassischen Kreditrisiko auch Ausfallrisiken, die sich aus Derivatepositionen oder bei der Abwicklung von Finanztransaktionen ergeben können.

LaRoute ist nicht befugt sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum und Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Zudem ist die Gesellschaft nicht befugt auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten zu handeln. Adressenausfallrisiken resultieren deshalb im Wesentlichen aus nicht bezahlten Provisionsforderungen von Kunden und Partnerunternehmen. Die Provisionsforderungen werden bei sämtlichen Kunden über Rechnungsstellung eingefordert und gehen per Überweisung auf den Konten der LaRoute ein. Die Überwachung des Geldeingangs erfolgt direkt durch die Geschäftsführung.

Liquiditätsrisiken bezeichnen allgemein das Risiko, Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen bzw. die benötigten Mittel nicht beschaffen zu können.

Die Gesellschaft unterteilt die Liquiditätsrisiken in Liquiditätsrisiken der Sondervermögen und Liquiditätsrisiken der Gesellschaft.

Liquiditätsrisiken der Sondervermögen

Liquiditätsrisiken aus den Sondervermögen können sich daraus ergeben, dass die Veräußerung von Wertpapieren aufgrund unzureichender Marktliquidität zu ungünstigen Kursen führen (sogenannte Marktliquiditätsrisiken). Mittelbar kann sich dies auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken, weil bei sinkendem Fondsvolumen die volumenabhängigen Provisionserträge zurückgehen bzw. die Liquidität des Sondervermögens nicht ausreicht, um die Anleger zu bedienen. Aufgrund der moderaten Größe der LaRoute Fonds und der Marktliquiditätsprüfung vor dem Erwerb sind Liquiditätsrisiken der Sondervermögen sehr gering.

Liquiditätsrisiken der Gesellschaft

Bei der Liquidität handelt es sich hauptsächlich um das laufende Konto und die Termingeldanlagen der Gesellschaft. Grundsätzlich erfolgen Investitionen nur bei ausreichender Liquidität. Alle Zahlungsströme werden auf Basis der geplanten Investitionen, Aufwendungen und Erträgen regelmäßig überwacht. Eine Umschichtung vom laufenden Konto zur Tagesgeldanlage erfolgt auf Basis einer Liquiditätshochrechnung. Die Gesellschaft verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven.

Operationelle Risiken (inkl. Rechts- und Reputationsrisiken)

Operationelle Risiken werden als Gefahr von Verlusten definiert, die in Folge von Unangemessenheit oder Versagen von internen Kontrollen und Systemen, Menschen oder aufgrund externer Ereignisse eintreten können. Rechts- und Reputationsrisiken zählen hier ebenfalls dazu.

Für die Gesellschaft können sich operationelle Risiken aus den Kerngeschäftsfeldern, betriebenen Nebendienstleistungen sowie aus allen sonstigen betrieblichen Tätigkeiten der Gesellschaft ergeben. Derzeit sind keine besonderen operationellen Risiken erkennbar.

Strategische Risiken können durch die Auswirkungen der folgenden Aspekte auf die Gesellschaft entstehen:

Politische/rechtliche Rahmenbedingungen

Unternehmenszweck und Geschäftsfelder

Unternehmensgröße

Personalstruktur

Produkte (z.B. Marktverhalten)

Anlegerstruktur (z.B. anlegerspezifische Effekte, wie etwa begrenztes Risikokapital)

Die Erhebung strategischer Risiken erfolgt in qualitativer Form durch die Geschäftsführung.

Resume:

Unsere Chancen liegen in unserer konservativen und liquiditätsorientierten Anlagestrategie. Darüber hinaus beobachten wir täglich die Märkte und erkennen somit Veränderungen in unserer Risikostruktur zeitnah. Schließlich gewährleistet der relativ hohe Eigenkapitalanteil ein hohes Risikodeckungspotential.

Unsere Chancen liegen außerdem insbesondere in der Gewinnung neuer Kunden und der Erschließung neuer Märkte in Zusammenhang mit unserer erfolgsorientierten, professionellen und kundennahen Beratung erstklassiger Kundenadressen. In den aufgeführten Risikokategorien sind keine Risiken, weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit zu verzeichnen, die den Fortbestand der LaRoute GmbH gefährden.

12. Prognosebericht

Konjunktur und Wachstum: Wirtschaft und Finanzmärkte haben das Jahr 2023 trotz vieler Probleme besser gemeistert als erwartet. Im Jahr 2024 stehen sie erneut vor großen Herausforderungen. Dennoch überwiegt beim Blick auf das laufende Jahr insgesamt die Zuversicht. Das US-BIP dürfte im Quartalsverlauf mit soliden Raten weiter expandieren. In Europa mehren sich die Anzeichen, dass die Lagerkorrektur im Verarbeitenden Gewerbe Anfang 2024 auslaufen wird. Auch das chinesische Wachstum scheint sich zu stabilisieren - wenngleich auf einem für chinesische Verhältnisse schwachen Niveau. In Europa steigen die Einkommen der Verbraucher seit dem Frühjahr 2023 bereits wieder schneller als die Preise. Angesichts der schwachen Industriekonjunktur Im Verarbeitenden Gewerbe haben die Verbraucher den Zuwachs bisher weitgehend gespart. Sollte sich die Lage im Verarbeitenden Gewerbe nach dem Ende der Lagerkorrektur wieder bessern, kann dies die Verbraucher ermutigen, wieder mehr Geld auszugeben. Wir erwarten deshalb einen neuen Aufschwung in Europa ab dem Frühjahr 2024.

Inflation: Auf beiden Seiten des Atlantiks hat sich die Lage im Laufe des Jahres 2023 spürbar entspannt. Auch bei der sogenannten Kernrate der Inflation, also dem Preisauftrieb ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel, hat sich die Lage gebessert. Der größte Teil des Disinflationsprozesses ist nun aber vorüber. Die Inflationsrate dürfte auf Dauer nicht auf das niedrige Niveau aus der Zeit vor der Pandemie zurückkehren. Strukturelle Gründe wie die grüne Wirtschaftspolitik und die Demografie werden die Inflation auf einem erhöhten Niveau halten oder nach einem kurzen Rückgang auf etwa 2% in Europa im Jahr 2025 wieder auf über 2% ansteigen lassen.

Geldpolitik: In den USA, in Großbritannien und in der Eurozone hat die Inflation so weit nachgelassen, dass die großen Notenbanken in diesem Jahr beginnen dürften, ihre Geldpolitik wieder etwas zu lockern. Zusammen mit den nicht mehr ganz so hohen Energiepreisen kann dies die Weltkonjunktur im zweiten Halbjahr 2024 antreiben.

Zinsen: Die Leitzinsen haben aller Wahrscheinlichkeit nach, den Gipfel erreicht und die Notenbanken dürften die Geldpolitik dieses Jahr wieder etwas lockern. Die Zinsen auf zehnjährige Staatsanleihen dürften aber angesichts der langfristig etwas erhöhten Inflation sowohl für Deutschland als auch die USA im Jahresverlauf leicht ansteigen.

Die Entwicklung der Kapitalmärkte ist für das verwaltete Vermögen der LaRoute GmbH wesentlich. Ein Rückgang der Märkte könnte daher das Provisionsergebnis senken.

Unter der Voraussetzung, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowohl weltweit als auch in Deutschland im weiteren Jahresverlauf günstig entwickeln und sich kein einschneidender wirtschaftlicher Einbruch ergibt, erwarten wir für das Jahr 2024 abgeleitet aus der Mehrjahresplanung ein leicht positives Ergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022. Sollten die Aktienmärkten und Rentenmärkte in einem Best Case Szenario im weiteren Jahresverlauf ansteigen, ist mit leicht steigenden Provisionserträgen von bis zu 5% zu rechnen. Im Worst Case Szenario einer weiteren Kurskorrektur von Aktien- und Rentenmärkte erwarten wir einen Provisionsrückgang von bis zu 10%. Provisionsrückgänge durch Anteilsverkäufe der Investoren sind als zusätzliches Risiko zu bewerten.

Das Fortbestehen unserer Gesellschaft ist auf Basis guter Liquiditätslage und konservativer Geschäftspolitik gesichert.

 

München, 20.03.2024

André Werner

Jörg Lappöhn

JAHRESBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

Stand 31.12.2022
Euro Euro
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 191.093,30 201.941,25
2. Forderungen an Kunden 94.495,88 97.049,06
3. Immaterielle Anlagewerte 2.500,00 2.500,00
4. Sachanlagen 11.273,00 17.595,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 39,19 8.372,62
6. Rechnungsabgrenzungsposten 10.213,92 15.554,38
SUMME AKTIVA 309.615,29 343.012,31

PASSIVA

Stand 31.12.2022
Euro Euro Euro
1. Sonstige Verbindlichkeiten 29.515,72 38.068,40
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 1.038,49 1.127,76
b) andere Rückstellungen 26.000,00 24.900,00
27.038,49
3. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
b) Kapitalrücklage 150.000,00 150.000,00
c) Bilanzgewinn 3.061,08 28.916,15
253.061,08
SUMME PASSIVA 309.615,29 343.012,31

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

2022
Euro Euro Euro Euro
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 0,02 0,00
2. Zinsaufwendungen 85,00 0,00
3. Provisionserträge 425.294,66 507.987,03
4. Provisionsaufwendungen -44.780,50 380.514,16 -63.540,45
5. Sonstige betriebliche Erträge 24.498,01 26.058,96
- davon aus Währungsumrechnung € 864,76 (Vj.: € 0,00)
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -164.023,54 -178.943,28
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen -36.164,42 -200.187,96 -34.378,15
- davon für Altersversorgung € 2,592,00 (Vj.: € 2.592,00)
b) Andere Verwaltungsaufwendungen -221.052,11 -421.240,07 -242.520,80
- davon aus Währungsumrechnung € 653,97 (Vj.: € 1.590,41)
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -6.322,00 -13.398,00
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -22.634,88 1.265,31
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,01 0,00
10. Sonstige Steuern -3.220,18 0,00
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -25.855,07 1.265,31
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 28.916,15 48.224,84
13. Entnahmen aus Gewinnrücklagen
d) aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 -20.000,00
14. Bilanzgewinn 3.061,08 29.490,15

ANHANG zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die La Route GmbH mit Sitz in München ist beim Handelsregister München unter B 193938 eingetragen.

Der Jahresabschluss der La Route GmbH für das Wirtschaftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt. Zudem waren die ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute zu beachten.

Die Gesellschaft gilt gem. § 340 Abs. 4a i. V. m. § 340a Abs. 1 HGB als große Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Darstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) nach dem Formblatt 1 (Bilanz) bzw. nach dem Formblatt 3 (Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform).

B. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten stehen dem nicht entgegen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden. Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB wurden nicht gebildet.

Die Umrechnung von Vermögensgegenständen, Verbindlichkeiten und Anhangangaben in fremder Währung erfolgte zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Auf fremde Währung lautende Aufwendungen und Erträge wurden unterjährig zum jeweiligen Tageskurs bewertet.

C. Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

1.) Forderungen

Der Ausweis der Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden erfolgt zum Nennwert. Aufgrund der Werthaltigkeit der Forderungen wurde keine Einzelwertberichtigung oder Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Die Forderungen gegenüber Kreditinstituten sind täglich fällig, die Forderungen gegen über Kunden haben eine Restlaufzeit von unter drei Monaten.

2.) Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige sowie gegebenenfalls erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über Euro 250,00 bis Euro 800,00 werden gem. § 8 KStG in Verbindung mit § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben.

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Einzelnen ist dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

BRUTTOANLAGENSPIEGEL ZUM 31.12.2023

Gegenstand Anschaffungs- und Herstellungskosten
Bestand 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchung Bestand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
0130 entgeltlich erworbene Kozessionen, gewerbliche Schutzrechte ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechen 2.500,00 0.00 0,00 0,00 2.500.,00
Sachanlagen
0520 PKW 161.450,00 0,00 0,00 0,00 161.450,00
0670 GWG 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0690 Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 51.482,26 0,00 0,00 0,00 51.482,26
212.932,26 0.00 0,00 0.00 212.932,26
215.432,26 0,00 0,00 0.00 215.432,26
Gegenstand Kumulierte Abschreibungen
Bestand 01.01.2023 Abschreibung Zuschreibung
Euro Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
0130 entgeltlich erworbene Kozessionen, gewerbliche Schutzrechte ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechen 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
0520 PKW 158.081,00 3.367,00 0,00
0670 GWG 0,00 0,00 0,00
0690 Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.256,26 2.955,00 0,00
195.337,26 6.322,00 0,00
195.337,26 6.322,00 0,00
Gegenstand Kumulierte Abschreibungen
Umbuchung Abgang Bestand 31.12.2023
Euro Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
0130 entgeltlich erworbene Kozessionen, gewerbliche Schutzrechte ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechen 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
0520 PKW 0,00 0,00 161.448,00
0670 GWG 0,00 0,00 0,00
0690 Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 40.211.26
0,00 0,00 201.659,26
0.00 0,00 201.659,26
Gegenstand Buchwerte
Bestand 31.12.2023 Bestand 31.12.2022
Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
0130 entgeltlich erworbene Kozessionen, gewerbliche Schutzrechte ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechen 2.500,00 2.500,00
Sachanlagen
0520 PKW 2,00 3.369,00
0670 GWG 0,00 0,00
0690 Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.271,00 14.226,00
11.273.00 17.595,00
13.773.00 20.095.00

3.) Sonstige Vermögensgegenstände

Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind zum Nennwert ausgewiesen.

4.) Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, abgegrenzt. Der Ansatz erfolgt mit dem zeitanteiligen Ausgabebetrag.

5.) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet und sind spätestens innerhalb eines Jahres ab Bilanzstichtag zur Zahlung fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Euro
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.515,70
Verbindlichkeiten Lohn und Gehalt 20,75
Verbindlichkeiten Lohnsteuer 3.225,30
Verbindlichkeiten Umsatzsteuer 1.044,97
Sonstiges 709,00
29.515,72

6.) Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden restlaufzeitkongruent auf Basis der durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichten Zinssätze diskontiert.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

EUR
Prüfung Jahresabschluss 18.000,00
Offenlegung Jahresabschlüsse 1.150,00
Erstellung Jahresabschluss 3.000,00
Aufbewahrung 3.850,00
26.000,00

7.) Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt EUR 100.000,00 und ist in voller Höhe einbezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert EUR 150.000,00

8.) Provisionserträge

Die Provisionserträge resultieren aus Provisionseinnahmen aus der Portfolioverwaltung und Beratungsleistungen.

9.) Provisionsaufwendungen

Die Summe der Provisionsaufwendungen ergibt sich aus zu leistenden Bestandsprovisionen mit EUR 39.022,00 und sonstigen Fremdarbeiten von EUR 5.758,50.

9.) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten die Erträge aus der KFZ-Gestellung und der Auflösung von Rückstellungen und Untervermietung eines Stellplatzes.

10.) Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt EUR 18.000,00. Weitere Honorare an den Abschlussprüfer fielen nicht an.

12.) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht getätigt.

D. Sonstige Angaben

1.) Geschäftsführer

Herr Dipl.-Kfm. Andre Werner, Geschäftsführer

Herr Dipl.-Kfm. Jörg Lappöhn, Geschäftsführer

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die einzige sonstige finanzielle Verpflichtung am Bilanzstichtag besteht gegenüber der Muttergesellschaft, der Laplace GmbH. Der jährliche Mietzins beträgt EUR 27.000,00.

3.) Beschäftigte

Neben den beiden Geschäftsführer wurde ein Mitarbeiter beschäftigt. Auf die Angabe der Geschäftsführergehälter wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4.) Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag wird mit dem bestehenden Bilanzgewinn verrechnet

5.) Nachtragsbericht

Vorgänge mit Auswirkungen auf den Jahresabschluss sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Aus heutiger Sicht hat der Ukraine-Russland Konflikt keine unmittelbaren Auswirkungen auf die LaRoute GmbH. Kurskorrekturen am Aktien- und Rentenmarkt könnten das verwaltete Vermögen und damit die Provisionserträge jedoch mittelbar beeinflussen.

 

München, 20.03.2024

André Werner, Geschäftsführer

Jörg Lappöhr, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die LaRoute GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LaRoute GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LaRoute GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, 16. Mai 2024

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