Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 220217
Eingetragen
13.8.2015
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörSonstige Instandhaltung und Reparatur von Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Erbringung von Dienstleistungen für die Automobilindustrie bzw. für deren Niederlassungen sowie Händlerbetriebe oder artverwandte Betriebe. Insbesondere Aufbereitung von Werks-, Neu-, Gebrauchtund Vorführwagen, Pflege und Management von Ausstellungsfahrzeugen, Preisauszeichnung, Räder- und Reifenservice, Professionelle Fotoaufnahmen, Einstellen in Internetbörsen, Betrieb von Lackieranlagen, Durchführung hochwertiger Lackierarbeiten, Betrieb von Waschanlagen und Tankstellen, Demontage und Montage von Anbauteilen, Bestückung und Einbau von Ausstattungsund Sonderzubehör, Lagermanagement, Ersatzteillogistik, Teiledienste, Alternative Reparatursysteme wie Smart- / Spot-Repair oder Dellendrücken, Transport und Logistikdienstleistungen (Fahrzeugtransfer) auf eigener und fremder Achse, Hol- und Bringdienste für Werkstatt, Service und Kundendienst, Werkstatt- und Lackierdienstleistungen sowie alle damit direkt oder indirekt in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen und Beratungsleistungen.

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Luxempart German Investments S.A.LUX
50.00%
Coquelicots Holdings S.á r.l.LUX
50.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ARWE Holding GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

ARWE Holding GmbH

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Konzernbilanz zum 31. DEZEMBER 2016

Aktiva

31.12.2016 31.12.2015
  EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 330.078,06 373.811,43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 28.198.675,13 35.534.957,02
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
  28.528.753,19 35.908.768,45
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.157.494,44 1.564.610,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.519.908,46 1.884.651,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.379.484,42 1.228.106,94
4. Geleistete Anzahlungen 147.079,00 0,00
  4.203.966,32 4.677.368,90
  32.732.719,51 40.586.137,35
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.967,95 2.510,55
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 692.854,08 734.397,01
  699.822,03 736.907,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.146.244,61 12.822.074,10
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.487.416,84 2.782.418,55
  15.633.661,45 15.604.492,65
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.044.462,32 3.285.218,77
  20.377.945,80 19.626.618,98
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 557.481,63 2.507.106,08
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 2.556,25 159.095,96
E. NICHT DURCH KONZERNEIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 29.452.518,12 16.998.037,02
  83.123.221,31 79.876.995,39

Passiva

   
  31.12.2016 31.12.2015
  EUR EUR
A. EIGENKAPITAL    
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 21.061.863,21 21.061.863,21
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 1.268.296,50 298.245,89
IV. Verlustvortrag -38.383.146,12 -29.569.946,41
V. Konzernjahresfehlbetrag -13.424.531,71 -8.813.199,71
VI. Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag 29.452.518,12 16.998.037,02
  0,00 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN    
1. Steuerrückstellungen 147.269,32 20.291,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.786.049,68 2.394.623,04
  3.933.319,00 2.414.914,04
C. VERBINDLICHKEITEN    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.178.666,80 2.136.578,58
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.858.779,34 8.356.301,11
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 252.096,47
4. Sonstige Verbindlichkeiten 67.132.824,17 66.717.105,19
davon aus Steuern: EUR 2.828.991,54 (Vorjahr: EUR 2.467.602,49)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.649.849,76 (Vorjahr: EUR 2.014.751,79)    
  79.170.270,31 77.462.081,35
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 19.632,00 0,00
  83.123.221,31 79.876.995,39

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.1. BIS ZUM 31.12.2016

1.1. - 31.12.2016 1.1. - 31.12.2015
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 142.965.228,49 117.904.276,22
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.772.575,20 1.773.328,53
  144.737.803,69 119.677.604,75
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren -17.569.833,09 -18.306.863,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -30.863.504,31 -15.270.307,22
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -57.641.609,92 -49.234.951,62
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -14.594.458,14 -12.796.048,62
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -9.230.733,63 -7.091.310,48
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -20.294.910,77 -20.394.816,05
  -150.195.049,86 -123.094.297,51
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 138.600,47 15.828,61
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.623.049,91 -5.068.583,23
  -7.484.449,44 -5.052.754,62
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -449.005,18 -26.460,83
10. Konzernergebnis nach Steuern -13.390.700,79 -8.495.908,21
11. Sonstige Steuern -33.830,91 -43.218,20
12. Konzernjahresfehlbetrag -13.424.531,70 -8.539.126,41
13. Anteil nicht beherrschender Anteile am Konzernergebnis 0,00 -274.073,30
14. Konzernjahresfehlbetrag -13.424.531,70 -8.813.199,71

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016

I. Vorbemerkung

Der Konzernabschluss der arwe Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2016 wurde unter Anwendung der Vorschriften des HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in München und ist beim Amtsgericht München im Handelsregister Abteilung B unter Nummer 196781 eingetragen.

Der in den Konzernabschluss einbezogene Jahresabschluss der Muttergesellschaft umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016. Die Tochtergesellschaften wurden voll einbezogen. Die Geschäftsjahre der Tochtergesellschaften entsprechen dem der Muttergesellschaft.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Im vorliegenden Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wurden erstmals die Anforderungen des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes, wie vom Bundestag am 18. Juni 2015 verabschiedet, umgesetzt. Da die Vorjahreszahlen nicht angepasst wurden, sind die Zahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht direkt vergleichbar. Bei Anwendung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes bereits zum 31. Dezember 2015 hätten sich im Vorjahr um TEUR 562 höhere Umsatzerlöse ergeben.

II. Konzernverhältnisse

In den Konzernabschluss werden neben der Muttergesellschaft arwe Holding GmbH, München, die folgenden Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:

Firma Beteiligung in %
arwe Car Rental Service GmbH (ehemals arwe Service GmbH), München 100%
arwe Automotive Service GmbH, München 100%
arwe Mobility Service GmbH, München 100%
arwe International GmbH, München 100%
arwe Personal & Invest GmbH, Augsburg 100%
arwe Service France SAS, Paris, Frankreich ("arwe France" 100%
arwe Service Iberia S.L., Madrid, Spanien ("arwe Iberia") 100%
Fleet Care Services S.L., Madrid, Spanien ("FCS") 100%
CAR 24 GmbH, Kassel ("Car24") 100%
arwe Service Austria GmbH, Wien, Österreich ("arwe Austria") 100%
arwe Service UK Limited, London, Großbritannien ("arwe UK") 100%
Knight Valeting Limited, Newcaste-upon-Lymne, Großbritannien (KV) 100%
Direct Valeting Limited, Newcaste-upon-Lymne, Großbritannien (DV) 100%
Gesellschaft für automobile Dienstleistungen GmbH, Düsseldorf (GADD) 100%
Gesellschaft für automobile Dienstleistungen NL Nord GmbH, Hamburg (GADH) 100%
Car King GmbH, Dreieich (CK) 100%
arwe Service Belgium BVBA, Antwerpen (arwe Belgium) 100%

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Konzernabschluss sind die Jahresabschlüsse der Muttergesellschaft sowie der übrigen einbezogenen Konzernunternehmen nach den Grundsätzen der §§ 297 ff. HGB zusammengefasst. Die Jahresabschlüsse sind nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften einheitlich nach den bei der arwe Holding GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

IV. Konsolidierungs- und Bewertungsmethoden

Die Anteile aller Tochtergesellschaften wurden vollkonsolidiert. Die Konsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode.

Die Firmenwerte entwickelten sich wie folgt:

Erstkonsolidierung Nutzungsdauer in Jahren 1.1.2016 Zugang 31.12.2016 Abschreibung 31.12.2016
arwe Car Rental/Automotive/Mobility Service GmbH 1.1.2007 15 21.860 184 22.044 3.644 18.400
arwe France SAS 1.1.2009 15 58   58 8 50
arwe Iberia SL 1.8.2013 5 2.287   2.287 664 1.623
Car 24 GmbH 1.4.2014 5 3.903   3.903 1.294 2.609
Car King GmbH 1.1.2015 5 451   451 451 0
arwe Austria GmbH 1.8.2015 5 0   0 0 0
Knight Valeting Ltd/Direct Valeting Ltd 1.9.2015 5 6.708 0 6.708 1.571 5.137
      35.267 184 35.451 7.632 27.819

Die Firmenwerte der arwe Car Rental Service GmbH werden über 15 Jahre abgeschrieben, da die Gesellschaften eine starke Marktposition haben und eine Nutzung über diesen Zeitraum als wahrscheinlich eingeschätzt wird.

Die Positionen des auf Fremdwährung lautenden Jahresabschlusses der in den Konzern einbezogenen arwe UK, sowie der Knight Valeting Ltd. und deren Tochterunternehmung Direct Valeting Ltd. wurden nach § 308a HGB in Euro umgerechnet. Dies bedeutet, dass die Umrechnung des anteiligen Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zum historischen Devisenkurs, die übrigen Positionen der Bilanz zum Devisenstichtagskurs und die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs erfolgte.

Die Kurse sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

Stichtag Durchschnitt
Großbritannien 1.1.2016 31.12.2016 31.12.2016
  1,3559 1.1729 1.224815

Die sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals und der Gewinn- und Verlustrechnung zu einem vom Devisenstichtagskurs abweichenden Kurs ergebenden Umrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral in einen Ausgleichsposten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" im Eigenkapital des Konzerns eingestellt

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen wurden eliminiert. Konzerninterne Umsatzerlöse und andere konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Im Berichtszeitraum entstanden keine Zwischengewinne.

V. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Geschäftswerte werden zum Teil über einen Zeitraum von 15 Jahren linear abgeschrieben, da es sich um Werte handelt, die eine starke Marktposition beinhalten und eine Nutzung über diesen Zeitraum erfolgt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände liegt zwischen 3 und 5 Jahren. Es wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte in Höhe von TEUR 452 vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 15 Jahren.

Die Vorräte wurden zu den durchschnittlichen Einstandspreisen bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Notwendige Wertberichtigungen werden vorgenommen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen den zeitanteilig vorgeleisteten Beträgen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

VI. Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Blatt 9) dargestellt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: 76 TEUR) aus noch nicht vereinnahmten Körperschaft-steuerrückforderungen sowie in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: 34 TEUR) aus Kautionen enthalten. Darüber hinaus sind Forderungen aus Ertragssteuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 973) enthalten.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im Vorjahr waren in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten Bearbeitungsentgelte an den jeweils finanzierenden Gläubiger in Höhe von TEUR 1.008 enthalten. Durch die Umfinanzierung (Vertrag vom 23. November 2016) mit Wirkung zum 31. Januar 2017 wurden diese Bearbeitungsentgelte Ende 2016 vollständig aufgelöst.

Aktive/ Passive latente Steuerabgrenzung

Die aktive latente Steuerabgrenzung resultiert im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in der Position Sachanlagevermögen und sonstige Verbindlichkeiten in England. Es wurde hierfür ein Steuersatz von 20 % zugrunde gelegt.

Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
Ausstehende Rechnungen 776 529
Personalrückstellungen 1.542 833
Schadensfälle 619 497
Konzern-und Jahresabschlussprüfung 185 185
Übrige 664 584
  3.786 2.628

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten (§ 285 Nr. 2 HGB):

Unter 1 Jahr 1 - 5 Jahre Über 5 Jahre 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR
Gegenüber Kreditinstituten 923.681,39 2.254.985,41 0 3.178.666,80
Vorjahr 117.803,96 2.018.774,62 0 2.136.578,58
Aus Lieferungen und Leistungen 8.858.779,34 0 0 8.858.779,34
Vorjahr 8.066.179,57 290.121,53 0 8.356.301,10
Gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0
Vorjahr 252.096,47 0 0 252.096,47
Sonstige Verbindlichkeiten 67.132.824,17 0 0 67.132.824,17
Vorjahr 8.780.582,93 4.922.588,94 53.013.933,32 66.717.105,19
Gesamt 76.915.284,90 2.254.985,41 0 79.170.270,31
Vorjahr 17.216.662,93 7.231.485,09 53.013.933,32 77.462.081,34

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus einem Darlehen in Höhe von TEUR 45.000 und einem weiteren über TGBP 5.000, die durch Verpfändungen sämtlicher bestehender und künftiger Anteile an wesentlichen Tochterunternehmen, Verpfändungen aller Konten und aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber Gesellschaftern, sowie Abtretung aller Zahlungs-und Rückzahlungsansprüche aus Gewährleistungen und dem Unternehmenskaufvertrag gesichert sind. Zusätzlich wurde die Sicherungsübereignung der technischen Anlagen, Inventar, Waren und Vorräte vereinbart.

Mit Vertrag vom 24. November 2016 wurde der Darlehensvertrag über TEUR 45.000 und GBP 5.000 aufgehoben und neue Darlehen in Höhe von TEUR 47.500 und GBP 7.500 herausgelegt. Der Stichtag dieser Umfinanzierung ist der 31. Januar 2017, daher sind die zum 31. Dezember 2016 bestehenden Darlehen als kurzfristig ausgewiesen.

Außerdem enthalten die sonstigen Verbindlichkeiten Ansprüche der verschiedenen Verkäufer der erworbenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.218.

Ein Teil der Darlehen gegenüber Kreditinstituten TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 331) ist durch die finanzierten Anlagegüter besichert (Waschstraßensysteme, Wasserrückgewinnungsanlage sowie Fahrzeugförderanlagen und Fahrzeuge).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen nicht mehr.

VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt:

2016 2015
TEUR TEUR
Deutschland 90.201 82.629
EU-Deutschland 52.764 35.275
Nicht-EU-Ausland 0 0
  142.965 117.904
Car Rental Services 90.929 82.159
Automotive Services 46.089 31.395
Mobility Services 5.848 4.279
Sonstiges 99 71
  142.965 117.904

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind im Geschäftsjahr TEUR 566 (Vorjahr: TEUR 550) für Altersversorgung enthalten.

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte in Höhe von TEUR 452 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 970 (Vorjahr: 0) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 968 (Vorjahr: 0) enthalten.

Es sind TEUR 62 (UK) aus Aufzinsung in den Zinserträgen enthalten.

Im Steueraufwand sind latente Steuern in Höhe von TEUR 136 enthalten.

VIII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde nach DRS 21 erstellt.

Das Ausgangsergebnis der Kapitalflussrechnung ergibt sich aus dem Periodenergebnis (TEUR -13.425) durch Addition des Zinsaufwandes (TEUR 7.485) und durch Addition des Steueraufwandes (TEUR 449). Der Finanzmittelfonds ergibt sich aus den liquiden Mitteln des Konzerns. Dabei enthalten die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2016 einen Betrag von TEUR 2.042, die überwiegend als Barhinterlegungskonto und der Besicherung des Kaufes der FCS dienen und nicht frei verfügbar sind.

Wesentliche zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge sowie Geschäftsvorfälle sind keine erwähnenswert.

Die Bankverbindlichkeiten haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von mehr als 3 Monaten und wurden daher nicht in den Finanzmittelfond integriert.

IX. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen nach dem Bilanzstichtag in Höhe von EUR 13.735 (Vorjahr: TEUR 8.928), die sich wie folgt zusammensetzen:

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

TEUR
Miet und Pachtverträge 11.782
Leasingverträge 1.062
Mieten für Einrichtung 890
  13.735

Die Verpflichtungen haben eine Laufzeit bis längstens 31. Dezember 2021.

Bei dem Erwerb der Anteile an der FCS, der Car24 und der KV wurden jeweils neben den bereits bilanzierten, festen Kaufpreisen zusätzliche zum Teil variable Kaufpreise vereinbart, die in 2017 und 2018 fällig werden. Diese bemessen sich nach den jeweiligen Jahresergebnissen ab Anschaffungsdatum. Die in Abhängigkeit vom jeweiligen Jahresergebnis abhängigen Kaufpreise wurden anhand der Planungsdaten errechnet und eingestellt.

Außerbilanzielle Geschäfte

Aufgrund von Unwesentlichkeit erfolgt keine Angabe über außerbilanzielle Geschäfte nach § 285 Nr. 3 HGB.

Mitarbeiter

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

2016
Arbeitnehmergruppen  
Vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 1.548
Teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 2.857
  4.405

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 431 und gliedert sich wie folgt:

2016
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 290
Steuerberatungsleistungen 58
Sonstige Leistungen 83
  431

Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Geschäftsführer: Herr Dr. David Gabrysch, Ingenieur, Düsseldorf

Ab dem 12. Juni 2017 wurde Herr Ulrich Feißt, Kaufmann, Berlin zum weiteren Geschäftsführer bestellt.

Auf die Angabe der Bezüge von Herrn Dr. Gabrysch wird unter analoger Anwendung der Befreiungsvorschrift des § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

Der Jahresfehlbetrag der arwe Holding GmbH in Höhe von TEUR 5.925 des Geschäftsjahres 2016 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Mit Vertrag vom 23. November 2016 wurde die bisherige Finanzierung mit Wirkung zum 31. Januar 2017 abgelöst und durch zwei Darlehen in Höhe von 45 Mio. Euro und 7,5 Mio. GBP ersetzt. Die Darlehen haben eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2024.

Inanspruchnahme von § 264 Absatz 3 HGB

Folgende Unternehmen der arwe Gruppe in Deutschland machen von den Befreiungsvorschriften des § 264 Absatz 3 HGB teilweise Gebrauch:

arwe Car Rental Service GmbH, München

arwe Mobility Service GmbH, München

arwe Automotive Service GmbH, München

arwe International GmbH, München

Car 24 GmbH, Kassel.

Offenlegung

Der Abschluss der arwe Holding GmbH wird in den befreienden Konzernabschluss der arwe Mobility Holding GmbH, München, einbezogen. Die Konzernabschlüsse der arwe Holding GmbH und der arwe Mobility Holding GmbH werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

München, 27. Juli 2017

Die Geschäftsführung

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2016

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01. Jan 16 Zugänge Abgänge Fremdwährungsumrechnung 31. Dez. 2016
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.058.506,02 63.234,24 0,00 -1.564,15 1.120.176,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 71.194.337,03 339.254,40 0,00 0,00 71.533.591,43
  72.252.843,05 402.488,64 0,00 -1.564,15 72.653.767,54
II. SACHANLAGEN          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.835.063,65 0,00 0,00 0,00 4.835.063,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.366.334,10 219.998,26 33.503,88 -14.452,15 4.538.376,33
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.718.259,56 676.438,55 34.837,35 -16.081,43 4.343.779,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 147.079,00 0,00 0,00 147.079,00
  12.919.657,31 1.043.515,81 68.341,23 -30.533,58 13.864.298,31
  85.172.500,36 1.446.004,45 68.341,23 -32.097,73 86.518.065,85
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01. Jan 16 Zuführungen Auflösungen 31. Dez. 2016
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 684.694,59 105.403,46 0,00 790.098,05
2. Geschäfts- oder Firmenwert 35.659.379,93 7.675.536,37 0,00 43.334.916,30
  36.344.074,52 7.780.939,83 0,00 44.125.014,35
II. SACHANLAGEN        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.270.453,04 407.116,17 0,00 3.677.569,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.481.682,75 542.576,00 5.790,88 3.018.467,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.490.152,62 500.090,64 25.948,35 2.964.294,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  8.242.288,41 1.449.782,81 31.739,23 9.660.331,99
  44.586.362,93 9.230.722,64 31.739,23 53.785.346,34
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2016 31. Dez. 2015
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 330.078,06 373.811,43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 28.198.675,13 35.534.957,10
  28.528.753,19 35.908.768,53
II. SACHANLAGEN    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.157.494,44 1.564.610,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.519.908,46 1.884.651,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.379.484,42 1.228.106,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 147.079,00 0,00
  4.203.966,32 4.677.368,90
  32.732.719,51 40.586.137,43

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG ZUM 31. DEZEMBER 2016

2016 2015
TEUR TEUR TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit      
Jahresergebnis vor Zinsaufwendungen und Steuern -5.491   -3.444
+ / - Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 9.231   7.091
+ / - sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/ Erträge -257   117
+ / - Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 1.391   -292
-/ + Zunahme/ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -7   3.789
+ / - Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 667   -668
- / + Gewinn/Verlust aus dem Abgang des Anlagevermögens -5   146
- Ertragsteuerzahlungen -459   -26
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit   5.070 6.713
2. Cashflow aus Investitionstätigkeit      
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen / immaterielle Anlagevermögen -1.446   -1.390
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 27   23
- Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen nach Abzug erworbener Zahlungsmittel 0   -8.516
= Cashflow aus Investitionstätigkeit   -1.419 -9.883
3. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit      
- Auszahlungen an Minderheiten 0   -550
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten -1.342    
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen (Finanz-) Krediten 2.384   6.832
- Zinszahlungen -3.934   -3.884
+ / - Zunahme/Abnahme Bankverbindlichkeiten 0   549
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit   -2.892 2.947
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode      
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands   759 -223
+ Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres   3.285 3.508
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres   4.044 3.285
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds      
+ Zahlungsmittel   4.044 *) 3.285
+ sonstige Wertpapiere   0 0
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode   4.044 3.285

*) davon verfügungsbeschränkt TEUR 2.042

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Währungsumrechnung
EUR EUR EUR
Stand 31. Dezember 2014 25.000,00 21.061.863,21 -393,98
Abgang Minderheitenanteil 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 298.639,87
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2015 25.000,00 21.061.863,21 298.245,89
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 970.050,61
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2016 25.000,00 21.061.863,21 1.268.296,50
Konzern-Eigenkapital
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Minderheitenkapital Konzerneigenkapital
EUR EUR
Stand 31. Dezember 2014 -29.713.195,92 431.725,53 0,00
Abgang Minderheitenanteil 0,00 -705.798,83 -705.798,83
Konzernjahresfehlbetrag -8.813.199,71 274.073,30 -8.539.126,41
Übrige Veränderungen 143.249,51 0,00 441.889,38
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 0,00 8.803.035,86
Stand 31. Dezember 2015 -38.383.146,12 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag -13.424.531,71 0,00 -13.424.531,71
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 970.050,61
Umgliederung in den Aktivposten "Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" 0,00 0,00 12.454.481,10
Stand 31. Dezember 2016 -51.807.677,83 0,00 0,00

Konzernlagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Rechtliche Verhältnisse

Die Muttergesellschaft des Konzerns ("arwe"), die arwe Holding GmbH ("arwe Holding"), hat ihren Sitz in München und ist dort beim Amtsgericht im Handelsregister, Abteilung B, unter Nr. 196871 eingetragen. Das folgende Schaubild zeigt die Organisationsstruktur des Konzerns zum 31. Dezember 2016.

1.2. Grundlagen des Konzerns

arwe ist seit über 45 Jahren erfolgreich als Dienstleistungsunternehmen in der Fahrzeugaufbereitung, pflege und -logistik tätig. Wir bieten individuell konzipierte Systemlösungen für Automobilhersteller, Automobilhändler, Autovermietungsgesellschaften, Leasingunternehmen und CarSharing Anbieter an.

In unseren Geschäftsfeldern Automotive Services, Car Rental Services und Mobility Services erbringen wir personalintensive, technische und logistische Prozesse zum Wettbewerbsvorteil unserer Kunden. Unser Haus gilt als Innovationsführer der Branche und ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008. Mit unseren über 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und über 500 Standorten sind wir europaweit an allen wirtschaftlichen Zentren vertreten.

Wir verstehen die an uns beauftragten Dienstleistungen nicht als isolierten Einzelprozess sondern sehen uns in der Verantwortung, diese mit Systemlösungen sinnvoll zu ergänzen. Diese Systemlösungen generieren dem Kunden einen nachhaltigen Mehrwert innerhalb der Wertschöpfungskette.

In den Konsolidierungskreis wird seit 2016 die neu gegründete arwe Service Belgium BVBA einbezogen.

a) Geschäftsfeld CarRental

Im Geschäftsfeld CarRental wird als Hauptdienstleistung der Turnaround (TA) von Fahrzeugen der Auto-vermietungsgesellschaften verstanden. Der Turnaround umfasst im Einzelnen die:

Entgegennahme der Fahrzeuge vom Kunden;

Überprüfung der Fahrzeuge auf Beschädigung und Vollständigkeit von Fahrzeugzubehör;

Außenwäsche und Innenreinigung;

Betankung und Nachfüllen von Betriebsstoffen der Fahrzeuge;

Bereitstellung der gereinigten und betankten Fahrzeuge zur weiteren Vermietung.

Mit unserem Geschäftsmodell des Mietwagenzentrums besitzen wir eine marktführende Stellung in Europa. Alle großen deutschen Flughäfen und der touristisch sehr wichtige Flughafen in Nizza werden von uns bedient. Auch im neuen Flughafen Berlin-Brandenburg ist das Mietwagenzentrum final erstellt und wird aus heutiger Sicht Ende 2018/Anfang 2019 in Betrieb gehen. Im Sommer 2017 ist eine Teileröffnung dieses Mietwagenzentrums geplant. Wir sehen das Wachstumspotenzial für CarRental in der europäischen Expansion. Mit der Inbetriebnahme des ersten Mietwagenzentrums Frankreichs in Nizza haben wir gezeigt, dass sich unser Geschäftsmodell auch ins Ausland übertragen lässt.

b) Geschäftsfeld Automotive

Das Geschäftsfeld Automotive beinhaltet hauptsächlich nachfolgende Dienstleistungen, welche für die Automobilindustrie bzw. für deren Niederlassungen und große Händlerbetriebe erbracht werden:

· Aufbereitung von Werks-, Neu-, Gebraucht- und Vorführwagen;

· Pflege und Management von Ausstellungsfahrzeugen, Preisauszeichnung;

· Räder- und Reifenservice;

· Professionelle Fotoaufnahmen, Einstellen in Internetbörsen;

· Betrieb von Lackieranlagen, Durchführung hochwertiger Lackierarbeiten;

· Betrieb von Waschanlagen und Tankstellen;

· Demontage und Montage von Anbauteilen, Bestückung und Einbau von Ausstattungs- und Sonderzubehör;

· Lagermanagement, Ersatzteillogistik, Teiledienste;

· Alternative Reparatursysteme wie Smart- / Spot-Repair oder Dellendrücken;

· Transport und Logistikdienstleistungen (Fahrzeugtransfer) auf eigener und fremder Achse;

· Hol- und Bringdienste für Werkstatt, Service und Kundendienst;

· Werkstatt- und Lackierdienstleistungen.

arwe verfolgt konsequent die Strategie, sich als Full-Line-Servicepartnerschaft zu präsentieren. Bei Automotive legen wir den Fokus auf Premiummarken, für deren Standorte und komplexe Aufgabenstellungen wir mit unserer regionalen und personellen Struktur sehr gut aufgestellt sind. Im Rahmen ihrer Expansionspolitik realisieren nahezu alle namhaften Automobilhersteller komplette Neubauten ihrer Verkaufsrepräsentanzen. Hier bringen wir uns nicht nur in der frühen Phase der Planung mit ein, wir treffen mit unseren speziellen Starter-Teams auch das ausgeprägte Interesse der Autohäuser für eine reibungslose Inbetriebnahme des Dienstleistungsbetriebes.

Da unser Marktdurchdringungsgrad bei o. g. Zielgruppe bereits sehr ausgeprägt ist, wendet sich arwe gezielt auch an Endkunden. Hierfür haben wir erstmals ein speziell dafür konzipiertes Servicecenter in Betrieb genommen, in welchem wir hochqualitative Fahrzeugaufbereitung und -lackierung im B2C-Geschäft anbieten.

Der Eintritt in den englischen Markt in 2015 hat gezeigt, dass wir im Geschäftsfeld Automotive auch in Europa ein wichtiger Partner für renommierte mittlere und große Autohäuser sind.

c) Geschäftsfeld Mobility

Im Geschäftsfeld Mobility steigt die Nachfrage auf Privat- und Industrieseite nach mobilen Verkehrskonzepten und hat dem Markt der CarSharing und Corporate CarSharing Anbieter in Folge zu einem deutlichen Wachstum verholfen. Als Dienstleister der ersten Stunde partizipieren wir seit 2011 von dieser positiven Entwicklung an unseren Mobility Standorten. Bei der Ausweitung ihrer Standortangebote setzen unsere Kunden auf unser Haus, wodurch wir unmittelbar von der Expansion profitieren. Unsere Reputation im Markt empfiehlt uns darüber hinaus als direkten Ansprechpartner für CarSharing Anbieter, welche den Markteintritt anstreben. CarSharing ist kein deutsches Phänomen, sondern findet auch im europäischen Ausland starke Resonanz. Metropolen wie Wien oder auch Brüssel gehen hier mit Schrittmacher-funktion voraus, begleitet und unterstützt von arwe. Unabhängig von länderspezifischen und standortabhängigen Besonderheiten, umfassen unsere Dienstleistungen im Geschäftsfeld Mobility:

Reinigung der Flottenfahrzeuge vor Ort mit mobilem Einsatzteam;

Durchführung kleinerer Reparaturen am Flottenfahrzeug;

Rückführung abgestellter Flottenfahrzeuge aus Randgebieten in hochfrequentiertere Bereiche;

Einsteuerung der Flottenfahrzeuge in Werkstätten;

Schadenshandling;

Fahrzeug- und Leistungsdokumentation.

Unsere erfolgreiche Marktpenetration bei Mobility eröffnet weitere Wachstumschancen einerseits durch die Ausweitung der Standorte unserer Kunden sowie andererseits durch die Ausweitung des CarSharing Angebote für Firmenkunden. Ein aktiveres Vorgehen der CarSharing Anbieter im Markt und ein begünstigendes Umfeld bescheren diesem Markt ein dynamisches Wachstum, von dem wir als nachgeschalteter Dienstleister profitieren.

Mit den in 2014 und 2016 gegründeten Tochtergesellschaften in Österreich und Belgien folgt arwe ihren Kunden aus dem Geschäftsfeld Mobility ins Ausland.

d) Sonstige Geschäftsfelder

Die arwe Personal & Invest unterstützt die Hauptgesellschaften bei ihrer Tätigkeit insbesondere bei Großinvestitionen, erbringt aber auch Personaldienstleistungen für Dritte.

Auf Grund des Geschäftsmodelles der arwe wird keine Forschung und Entwicklung betrieben.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2016 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9 % höher als im Vorjahr. In den vorangegangenen Jahren war das BIP in ähnlicher Größenordnung gewachsen (+ 1,7 0/0), 2014 um 1,6 %. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 wieder über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,4 % lag. Dieses Wachstum spiegelt sich auch in unseren anderen Kernmärkten in Europa wieder. So betrug das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Frankreich rund 1,1 % gegenüber dem Vorjahr, in Spanien rund 3,2 % und in Großbritannien rund 1,8 %.

Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts trugen alle Wirtschaftsbereiche zur wirtschaftlichen Belebung im Jahr 2016 bei. Das Produzierende Gewerbe, das ohne das Baugewerbe gut ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung erwirtschaftet, konnte um 1,6 % zulegen. Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 1,8 %.

Automotive

Die fünf größten Automobilländer in Westeuropa sind durchweg im Plus: in Deutschland wächst das Automobilgeschäft um 2 % und Frankreich um 8 %. Spanien erreicht mit einem Zuwachs von 12 % ein neues Rekordniveau, ebenso wächst Italien zweistellig. Auch die kleineren westeuropäischen Märkte setzen ihren Erholungskurs fort, wie etwa Portugal (+26 %) oder Irland (+25 %) zeigen. Damit setzt sich das leichte Wachstum des vergangenen Jahres fort. Der Anteil der alternativen Antriebe steigerte sich von 1,7 % auf 2 0/0, wobei der Absatz reiner Elektroautos stärker gestiegen ist als Hybrid-Antriebe. Die Pkw-Inlandsproduktion erhöhte sich um etwa 1 % auf 5,74 Mio. Einheiten, das ist der vierte Zuwachs in Folge. Die Auslandsproduktion stieg 2015 leicht auf 9,45 Mio. Pkw (+1 %). Die deutsche Automobilindustrie blickt auf eineinhalb wirtschaftlich erfolgreiche Jahre zurück. Im vergangenen Jahr steigerten die deutschen Automobilhersteller ihre globale Pkw-Fertigung auf den neuen Rekord von 15,1 Millionen Einheiten. Dabei ist die Inlandsfertigung erstmals seit zehn Jahren wieder stärker gewachsen als die Auslandsproduktion, nämlich um 2 % auf 5,7 Millionen Einheiten.

Car Rental

Mit über 223 Mio. Passagieren (ggü. 216 Mio. Passagieren 2015) schauen die deutschen Flughäfen auf eine erfolgreiche Verkehrsentwicklung im Jahr 2016 zurück. An allen deutschen Flughäfen wurden in 2016 ca. 3,4 % mehr Passagiere (an+ab) gezählt als im Vorjahr. Im Vergleich lag die Steigerungsrate weltweit an den Flughäfen bei +6,3 %. Die Flughäfen in Europa erzielten in 2016 eine Wachstumsrate von +6,7 %. Besonders hervorzuheben sind hierbei Spanien mit 11 % und UK mit 5,1 %. Der Flughafen Nizza wuchs stärker als die anderen französischen Flughäfen mit 3,4 %.

Die deutschen Airlines setzten in ihrem Kerngeschäft die eingeleiteten Konsolidierungsprozesse fort. Weiterhin hielt der Trend an, dass Airlines aus dem sog. Low Cost Bereich zunehmend an größeren Flughäfen in Europa neue Strecken aufnahmen, hierzu gehören Easyjet und Ryanair an den von uns bedienten Flughäfen wie z.B. Paris-Orly, Nizza oder Berlin-Schönefeld. Im touristischen Segment setzte sich die in 2015 eingesetzte Verschiebung der Fluggäste zu Lasten der Länder in Nordafrika und der Türkei zugunsten von Spanien und Italien fort. So wuchsen dort z.B. die Flughäfen Barcelona um 11,2 0/0, Alicante 16,7 0/0, Malaga 15,7 % und Palma de Mallorca 14,9 %. Insgesamt weist Spanien in 2016 mit 76 Millionen Touristen einen neuen Rekord, dies war eine Steigerung um 11,8 % gegenüber Vorjahr.

Mobility

Das derzeitige weltweite Marktvolumen im Bereich Mobility wird mit EUR 650 Mio. beziffert. Derzeit sind in Deutschland 1.715.000 Nutzer und 50 % aller Carsharing-Autos in Europa unterwegs. Bei stationsbasierten Angeboten waren 455.000 Teilnehmer angemeldet (plus 20.000), bei stationsunabhängigen ("free-floating") Angeboten 1.266.000 Nutzer (plus 430.000) oder 52 % zum Vorjahr.

Diesen Nutzern standen 9.400 Fahrzeuge an 4.650 Stationen im stationsbasierten CarSharing und 7.800 free-floatende Pkw in stationsunabhängigen und kombinierten stationsbasiert/free-floating Angeboten zur Verfügung.

Die Zahl der Städte und Gemeinden, in denen CarSharing verfügbar war, kletterte auf 597 Orte (plus 60 Orte). Diese Expansion in der Fläche wurde ausschließlich von den mittelständischen, stationsbasierten Anbietern getragen. Die großen free-floating Systeme expandierten derzeit in andere Orte.

Bei den stationsbasierten Anbietern teilten sich durchschnittlich 48 Kunden ein Fahrzeug. Bei der Free-Floating-Variante kommen auf ein Fahrzeug im Mittel 173 Fahrberechtigte.

In Europa ist dieses Geschäftsmodell in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Während Deutschland im CarSharing Markt der Vorreiter ist, so hat Frankreich (außerhalb von Paris) und vor allem Spanien noch hohes Wachstumspotenzial. England ist im CarSharing sehr auf London zentralisiert, in anderen Städten in kein großes CarSharing Unternehmen präsent.

b) Geschäftsverlauf

Das Geschäftsfeld CarRental übertraf den Trend der europäischen Flughäfen und erzielte eine Steigerung der Turnarounds von 22,5 % gegenüber Vorjahr. Darin enthalten ist ein Neuauftrag, welcher mit 8,3 0/0 zu dieser Steigerung beitrug. Der beschriebene Anstieg der Fluggastzahlen wirkte sich auch auf die französischen und spanischen Touristendestinationen positiv aus. Die positive Entwicklung der französischen Tochtergesellschaft setzte sich in 2016 fort.

Insgesamt steigerte das Geschäftsfeld CarRental das Umsatzvolumen um 9,2 % (Vorjahr: 18,4 %) und erreichte TEUR 90.201 (Vorjahr: TEUR 82.159).

Die Aufträge in den Mietwagenzentren an Flughäfen sind weiterhin langfristig durch Verträge mit den Flughäfen und den Autovermietern abgesichert. Durch sich stetig erhöhende Fluggastzahlen kann von einem Umsatzwachstum aufgrund steigender Turnaroundzahlen ausgegangen werden.

In Spanien profitierten wir von den Neukunden als auch von der wirtschaftlichen Erholung des Landes und im Besonderen der Entwicklung des Tourismus. Diese Gesellschaft verzeichnete einen Umsatzzuwachs auf TEUR 14.088 (59,1 %).

In Frankreich verloren die Touristenziele trotz den Anschlägen nicht die Anziehungskraft. Diese verzeichneten nur temporär einen Besucherrückgang, und somit verzeichnete die Gesellschaft einer Volumensteigerung von 5,7 %. Gleichzeitig erhöhten sich die Umsatzerlöse um 7,9 % auf TEUR 9.044. Ende 2016 wurden die Vorbereitungen getroffen um an drei weiteren Standorten mit den zwei wichtigsten Autovermietern im französischen Markt zu starten.

In Deutschland konnte eine Steigerung der Turnarounds um 6,4 % gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Sowohl mit einer Effizienzsteigerung als auch einer Qualitätssteigerung wurde die Kundenzufriedenheit gesteigert, wodurch mit unserem Geschäftsmodell der AVIS Standort am Flughafen Wien gewonnen wurde, der Betrieb wurde zum 1. Januar 2017 aufgenommen. Die Umsatzerlöse im Bereich Turnaround stiegen hier auf TEUR 38.212 (+6,8 %).

Insgesamt ist die arwe im Geschäftsfeld CarRental an 10 Flughäfen in Deutschland und an über 15 Flughäfen in Spanien, in Nizza, Paris und in Wien tätig.

Im Geschäftsjahr 2016 steigerte sich im Geschäftsfeld Automotive der Bereich Gebrauchtwagen um 1 %. Innerhalb Deutschlands konnten Automotive zudem bei bestehenden Kunden weiter wachsen und das Netz an betreuten Niederlassungsbetrieben der deutschen Premiummarken in Heilbronn und München ausgebauen.

In Großbritannien konnten Aufträge mit zwei überregionalen Premium Händler hauptsächlich im Nordosten von England abgeschlossen werden.

Die Ausweitung der Marktabdeckung spiegelt sich im Umsatz des Geschäftsfelds Automotive wieder. Dieser erhöhte sich um 46,8 % auf TEUR 46.089.

Der Geschäftsbereich Mobility konnte seinen Wachstumskurs 2016 weiter fortsetzen. Die Umsatzerlöse summieren sich nun auf TEUR 5.848 (Vorjahr: TEUR 4.279). In Wien erhielten wir den Auftrag für einen weiteren internationalen Mobility-Kunden.

Aus den Bereichen CarSharing, Corporate CarSharing und Fuhrparkmanagement wurden weitere neue Kunden hinzugewonnen. Mit Brüssel ist in 2016 ein weiterer wichtiger Standort für den Ausbau des Auslandgeschäftes hinzugekommen.

c) Ertragslage

Der Konzern erzielt in 2016 ein EBITDA von TEUR 3.774 (Vorjahr: TEUR 3.674). Unter Abzug der Abschreibungen, die sich insbesondere aus der Abschreibung des Firmenwertes TEUR 7.634 (TEUR 5.654) ergeben, sowie der Zinsbelastung von TEUR 7.484 (Vorjahr: TEUR 5.053), ergibt sich ein negatives Ergebnis nach Steuern von TEUR 13.425 (Vorjahr: TEUR 8.813).

Im Geschäftsjahr 2016 beliefen sich die Umsatzerlöse der arwe Gruppe auf TEUR 142.965 (Vorjahr: TEUR 117.904). Diese Steigerung ergibt sich aus der erstmaligen ganzjährigen Einbeziehung der Umsatzerlöse der englischen Tochtergesellschaft sowie der Tochtergesellschaften Car King GmbH und GAD. Die Umsatzerlöse in der bereits in der Gruppe vorhandenen Gesellschaften erhöhten sich um 11,8 0/0 (TEUR 11.977).

Der im Geschäftsjahr erwirtschaftete Rohertrag der Gruppe (definiert als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand und Personalaufwand) ist mit TEUR 22.295 gegenüber TEUR 22.296 im Vorjahr konstant geblieben. Die Rohertragsquote sank um 3,3 0/0-Punkte auf 15,6 %.

Der Materialaufwand ist im Konzern von TEUR 33.577 auf TEUR 48.433 gestiegen. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen durch die ganzjährige Einbeziehung der englischen Tochtergesellschaft bedingt.

Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 62.031) um TEUR 10.205 bzw. 16,5 0/0 und erreichte TEUR 72.236. Der Anstieg ergibt sich vor allen aus dem Effekt der Einführung des Mindestlohns in Deutschland und die dadurch bedingte Erhöhung der Anzahl der festangestellten Mitarbeiter.

d) Finanzlage

dl) Kapitalstruktur

Der arwe Konzern weist zum 31. Dezember 2016 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Konzernverlust in Höhe von TEUR 29.453 (Vorjahr: TEUR 16.998) aus. Bereinigt um die bisher aufgelaufene Fir-menwertabschreibung in Höhe von TEUR 43.335, beträgt das Eigenkapital des arwe Konzerns TEUR 13.902. Diese Firmenwerte spiegeln weiterhin diverse Marktchancen in die wachsenden neuen Geschäftsbereiche und ausländische Märkte wieder.

Mit Vertrag vom 23. November 2016 wurde der bisherige Darlehensvertrag über TEUR 45.000 und GBP 5.000 aufgehoben und neue Darlehen in Höhe von TEUR 47.500 und GBP 7.500 aufgenommen. Der Stichtag dieser Umfinanzierung ist der 31. Januar 2017, daher sind die zum 31. Dezember 2016 bestehenden Darlehen als kurzfristig ausgewiesen. Die bisherige Euribor plus Marge Verzinsung wurde durch einen Festzinssatz abgelöst. Die Darlehen haben eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2024.

Zur Förderung des Wachstums soll die derzeit bestehende Betriebsmittellinie erhöht werden, die Verhandlungen hierüber sind noch nicht abgeschlossen. Wir erwarten den Abschluss im September 2017.

Das Fremdkapital in Höhe von TEUR 83.104 (Vorjahr: TEUR 79.877) besteht somit zum Jahresende im Wesentlichen gegenüber den genannten Bonds mit TEUR 54.405.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich am 31. Dezember 2016 auf TEUR 8.859 (Vorjahr: TEUR 8.356) erhöht. Die Erhöhung resultierte im Wesentlichen aus den Umsatzsteigerungen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Bereinigt man die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 67.033 um den Sondereffekt der darin enthaltenen Finanzierung, sind die Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2016 mit TEUR 12.278 (Vorjahr: TEUR 13.703) leicht gesunken.

d2) Investitionen

Die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten beruht im Wesentlichen auf der Erhöhung der Firmenwerte infolge nachträglicher Anschaffungskosten (TEUR 339).

Sachinvestitionen erfolgten in Höhe von TEUR 1.043. Dies waren im Wesentlichen die Folgenden:

Die notwendigen Erneuerungen bzw. Erweiterungen der IT-Hardware und -Software sowie der Büro- und Geschäftsausstattung wurden auch im Jahr 2016 weiter verfolgt und ausgeweitet. Insgesamt wurden TEUR 676 investiert.

Im Geschäftsfeld Automotive wurden Investitionen in Höhe von TEUR 220 für Waschstraßen und eine Lackieranlage getätigt

d3) Liquidität

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist in 2016 mit TEUR 5.070 weiterhin stark positiv, allerdings zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang (TEUR 6.713).

Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit (TEUR 1.446) ergibt sich im Wesentlichen aus den Sachinvestitionen von TEUR 1.043.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit ist in 2016 durch die Zinszahlungen in Höhe von -3.934 mit 2.892 negativ, im Vorjahr war er mit TEUR 2.947 infolge der Finanzierung der Direct Valeting positiv.

Unterjährig konnte der Konzern seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Auf Grund der Saisonalität des Geschäfts wurden temporär Zahlungsziele angepasst.

e) Vermögenslage

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen (ohne Firmenwert) haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 517 verringert. Die Firmenwerte haben sich um TEUR 7.336 gegenüber dem Vorjahr verringert. In den Abschreibungen ist die Regelabschreibung des Firmenwerts mit TEUR 7.634 enthalten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 10,3 % auf TEUR 14.146 gestiegen. Der Forderungsumschlag ist mit rd. 40 Tagen insgesamt konstant geblieben (39,7 Tage im Vorjahr).

f) Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

- Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur internen Steuerung stützt sich die arwe Gruppe auf ein detailliertes Planungs- und Reportingsystem. Dieses System ermöglicht eine tägliche standortbezogene Bewertung der Deckungsbeiträge. Eine Steuerung der Standorte in der arwe Gruppe erfolgt über den sogenannten Deckungsbeitrag 1 (Umsatzerlöse abzüglich der direkt zuordenbaren Aufwendungen) und das EBITDA (Earnings before Interests, Taxes and Depreciation).

- Nicht finanzielle Leistungsindikatoren (Kundenbelange, Kundenzufriedenheit, Umwelt)

Die betriebenen Anlagen und Geräte, entsprechen den gesetzlichen Anforderungen und werden regelmäßig entsprechend den behördlichen Auflagen durch entsprechendes Fachpersonal gewartet und geprüft. Darüber hinaus werden ausgewählte Mitarbeiter auf gezielten Fachschulungen mit den neuesten Kenntnissen im Bereich der Arbeitssicherheit fortgebildet. Alle technischen Anlagen verfügen über entsprechende Betriebstage- und Wartungsbücher. Das Personal wird regelmäßig vor Ort gemäß den geltenden Sicherheitsvorschriften unterwiesen.

Die arwe achtet strikt auf die Einhaltung der geltenden Umweltrichtlinien und deren Umsetzung an allen Standorten. Bei Waschanlagen investiert die arwe in moderne Wasseraufbereitungstechnik und sparsame Wasserverbrauchssteuerung. Die Arbeitsplätze in der Fahrzeugaufbereitung und -pflege sind mit energiesparenden Ausleuchtungssystemen ausgestattet. Sämtliche von der arwe eingesetzten Produktionsmaterialien (Chemie, Lacke, Polituren) sind zertifiziert und entsprechen geltenden Umweltnormen. Mit elektronischen Datenerfassungs- und Dokumentationssystemen hilft die arwe, den Papierverbrauch nachhaltig zu reduzieren.

Neben der Überprüfung durch eigenes Personal werden die Mitarbeiter der arwe von einer externen Fachkraft für Arbeitssicherheit geschult. Im Jahr 2016 gab es keine Beanstandungen im Rahmen der internen und externen Audits.

Im Oktober 2015 wurde die arwe erfolgreich nach der DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Entsprechende QM-Tools stehen unternehmensweit zur Verfügung.

Das Personal wird in der arwe Gruppe regelmäßig, auch entsprechend den gesetzlichen Vorschriften gefordert, geschult.

- Arbeitnehmerbelange

Im Bereich der Personalbeschaffung kam es auch im Berichtsjahr zu Engpässen in Deutschland und vor allem Spanien. Die Situation umfasste alle Bereiche, von geringfügig Beschäftigten, Studenten bis zu Vollzeitkräften und es bedurfte ständiger Präsenz in den einschlägigen Medien und Internetplattformen, um ausreichend Personal zur Verfügung zu haben.

Die Organisation folgt im Geschäftsbereich CarRental einer Regionalleiterstruktur, die in ihrer jeweiligen Region die Verantwortung für das CarRental Geschäft sowie komplementäre Dienstleistungen für Transfer und B2C Geschäft. Im Geschäftsbereich Automotive und Mobility sind ähnliche Strukturen in allen Gesellschafter der arwe Gruppe umgesetzt.

Im Bereich der Mitarbeitermotivation haben sich mehrere Tools bewährt, um das Personal an der Entwicklung des Unternehmens partizipieren zu lassen. Hierzu zählen z.B. ein differenziertes Bonussystem für die Führungsebenen sowie das Verbesserungsvorschlagswesen. Das begonnene Motivationsprogramm für potenzielle Leistungsträger wurde weiterentwickelt, erste Teilnehmer haben bereits verantwortungsvolle Projekte, auch im länderübergreifenden Kontext, übernommen und umgesetzt.

Die einzelnen Arbeitsstätten entsprechen den Anforderungen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes, darüber hinaus wird die arwe von einem qualifizierten Fachunternehmen bezüglich Arbeitssicherheit sowie Arbeitsmedizin beraten und betreut. Die Einhaltung aller relevanten Maßnahmen und gesetzeskonformen Auflagen werden jährlich in einem unabhängigen Audit geprüft und dokumentiert.

- Gesellschaftliche Reputation/Kundenzufriedenheit

Die arwe unterzieht sich an allen CarRental Standorten wöchentlichen Quality-Checks, um damit eine zeitnahe Bewertung der Kundenzufriedenheit zu erhalten. Die Quality Checks fließen automatisch in ein Bonus-/Malussystem ein, welches Bestandteil der Verträge mit den Autovermietern ist. Im Automotive finden halbjährlich Qualitätsbewertungen statt, welche innerhalb einer Rankingskala die Zuverlässigkeit des Dienstleisters dokumentiert.

3. Prognose, Chancen und Risikobericht

a) Prognosebericht

Auch in 2016 wurde unser Geschäftsmodell mit einem hohen Qualitätsstandard stabilisiert und sicherte damit eine ausgeprägte Kundenzufriedenheit bei allen Autovermietern, Premium-Autoherstellern und -händlern. arwe hat sich damit als anerkannter und richtungsweisender Dienstleister bei den Kunden etabliert. Diese Marktposition spiegelt sich in den Planungen der folgenden Geschäftsjahre wieder. Zudem gehen die Flughäfen von steigendem Passagieraufkommen und die Autovermieter von erhöhten Vermietungszahlen aus.

Die in 2016 vorbereiteten Preiserhöhungen, insbesondere aufgrund Mindestlohn, für CarRental und Transfer Dienstleistungen werden darüber hinaus das Ergebnis leicht positiv beeinflussen Die sich fortsetzende wirtschaftliche Belebung wird ihren Niederschlag in den Absatzzahlen bei den Neu- und Gebrauchtwagen finden, wobei der Anteil im deutschen Markt weiterhin konservativ anzusetzen ist.

Die Nachfrage nach CarSharing Angeboten wächst weiter sehr dynamisch, dem deutschen Markt kommt hierbei eine Schlüsselfunktion zu. Die Anbieter erweitern ihre Flotten und ihr Standortnetz und haben dabei auch internationale Metropolen im Fokus. Somit erschließt sich der arwe ein beachtliches Wachstumspotenzial für das Geschäftsfeld Mobility.

Diesen Prognosen folgend und durch spätzyklische Auswirkungen beeinflusst geht der Planungsansatz der arwe im bestehenden Kundenstamm von einem moderaten Wachstum aus. Hinzu kommt die Expansion in allen Geschäftsfeldern, die sich neben dem Bereich Mobility auf die Erschließung von wichtigen europäischen Großflughäfen konzentriert.

Die bereits vollzogenen Markteintritte in diversen europäischen Ländern entwickeln sich wie erwartet. Zusammen mit den bestehenden Geschäftsfeldern zeigt sich das erste Geschäftshalbjahr 2017 weiterhin positiv, die einzelnen Bereiche sind weiterhin erfolgreich.

Durch die Diversifikation der arwe auf insgesamt vier Geschäftsbereiche, flankiert durch die wirtschaftliche Solidität der Tochterunternehmungen, erwartet die Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2017 ein um 10 % höheres EBITDA als im Berichtsjahr. Die aktuelle Planungen und die Zwischenabschlüsse bestätigen dies.

Für das Geschäftsjahr 2016 hatten wir das im Lagebericht prognostizierte bessere Ergebnis nicht erreicht, bedingt durch die nicht geplanten Finanzierungsaufwendungen dem deutlichen Aufbau der Personaldecke.

Die Aussichten der arwe bewerten wir sehr positiv. Nach Abschluss aller Maßnahmen und mit der Erweiterung des Produktportfolios lassen sich die vorhandenen Wachstumspotentiale in unseren Bereichen optimal nutzen. Die Ausrichtung und Flexibilität verleihen unserem Geschäftsmodell zudem die Robustheit, womit sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die notwendige Ertragskraft erzielen lässt.

b) Chancen- und Risikobericht

Chancen:

Die anhaltend stabile Konjunktur untermauert weiterhin die Prognosen der Flughäfen auf steigende Passagierzahlen. Von diesen Rahmenfaktoren werden wir durch den Modalsplit an allen unseren Flughafenstandorten profitieren. Wir gehen auch davon aus, dass wir uns durch die Akquisition weiterer Kunden an bestehenden Flughafenstandorten breiter aufstellen und unsere Produktivität dadurch weiter steigern werden.

Zusätzliche Übernahmen von Mitbewerbern können uns die Tür zu bislang nicht betreuten Standorten und Kunden öffnen. Unsere existierende personelle und technische Infrastruktur an den Flughäfen macht uns darüber hinaus zu einem interessanten Anbieter für personalintensive Dienstleistungen für Fluggesellschaften und andere am Flughafen tätige Dienstleistungsunternehmen.

Die Konsolidierung im Autohandel führt verstärkt zur geografisch-regionalen Konzentration der Verkaufsniederlassungen mit hohem Fahrzeugvolumen. Das arwe Geschäftsmodell der Full-Line-Service-partnerschaft im Automotivsektor ist exakt auf solche Handelsstrukturen zugeschnitten, so dass das Interesse an Angeboten unseres Hauses auf gute Resonanz stoßen wird.

Die ungebrochen hohe Nachfrage bei Mobilitätskonzepten im CarSharing setzt die starke Wachstumsphase in diesem Markt fort. arwe hat sich innerhalb kürzester Zeit zum Marktführer für Dienstleistungen in diesem Segment positioniert, was unser Wachstum in diesem dynamischen Markt europaweit begünstigt und sichern wird.

Über den Marktführer im Bereich Fahrzeugüberführungen und Fahrzeugdienstleistungen stehen dem Geschäftsbereich Logistik weitere Optionen in zusätzliche Expansionsfelder zur Verfügung.

Die Stabilisierung und das organische Wachstum des Stammgeschäftes hat Priorität. Neben dieser Konzentration auf das Kerngeschäft werden potenzielle Zukäufe von Unternehmen im erweiterten Wettbewerbsumfeld geprüft.

Risiken:

Die Risiken, denen die arwe ausgesetzt war, haben sich gegenüber Vorjahr nicht verändert.

Die bestehende Finanzierungsstruktur wurde in 2017 neu aufgesetzt. Zusätzlich besteht eine Linie., die zum Erwerb von Tochtergesellschaften aufgesetzt ist. Sie, basiert auf der Einhaltung von einer bestimmten Kapitalstruktur sowie eines Liquiditätsgrads. Dies kann bei veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Gruppe zu erhöhten Zinszahlungen führen.

Die bestehende Betriebsmittellinie soll erhöht werden. Wir erwarten den Abschluss im September 2017. Sollten die Verhandlungen nicht zu einem positiven Ergebnis kommen, besteht die Gefahr der Verlangsamung des weiteren Wachstums. Nach den aktuellen Planungen können die bestehenden Verbindlichkeiten aus dem operativen Cashflow bedient werden.

Die arwe Gesellschaften arbeiten mit namhaften und im Markt führenden Kunden zusammen. Insofern besteht zwar nur ein geringes Zahlungsausfallrisiko, dennoch sind wesentliche Kunden entsprechend kreditversichert oder leisten Vorkasse. Insofern kann das Liquiditätsrisiko vermindert werden.

Gleichwohl kann es durch die Saisonalität des Geschäfts des operativen Geschäftsbetriebes zu Liquiditätsengpässen kommen. Diesem Risiko wirken wir durch verschiedene Finanzierungsmaßnahmen und Finanzierungsmodelle entgegen.

In Bezug auf den Einsatz von Finanzinstrumenten verfolgt die Geschäftsleitung der arwe eine risikoneutrale Geschäftspolitik. Das heißt, dass auf spekulative und riskante Vertragsabschlüsse verzichtet wird.

Bedingt durch das personalintensive Geschäftsmodell der arwe besteht das Risiko, dass zu wenige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Mit Outsourcing einzelner Arbeitsbereiche und Schulungsmaßnahmen wird dieses Risiko minimiert.

Durch eine Diversifikationsstrategie in den Tätigkeiten der arwe Gesellschaften soll einer unangemessenen Risikokonzentration entgegengewirkt werden. In Bereichen wie Daten- und Arbeitssicherheit wird auf die Leistungen von Drittfirmen zurückgegriffen, um Risiken in diesen Bereichen neutral zu erfassen, zu vermeiden und abzutreten.

Lange Vertragslaufzeiten und getätigte Investitionen sollen die Marktposition der arwe festigen und die Risiken minimieren. Die Preise in den Angeboten an unsere Kunden sind nicht allein an der Konkurrenz orientiert, sondern basieren auf fundierten Kalkulationen, in denen bestimmte Eventualitäten bereits berücksichtigt werden. Dies stellt eine gesunde Struktur unseres operativen Geschäfts sicher.

Durch die in 2017 angekündigte Erhöhung des Mindestlohns können sich die Personalkosten der arwe Group in Deutschland erhöhen. Wir gehen allerdings davon aus, dass diese Erhöhungen im Rahmen von Preiserhöhungen weitergeben werden.

Durch den BREXIT und die dadurch verursachte Abwertung des Kurses des britischen Pfundes können sich verringerte Beteiligungserträge aus unserer englischen Tochtergesellschaft und das Ergebnis der Gruppe ergeben.

Infolge der manipulierten Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen ("Dieselgate") hat sich im ersten Halbjahr 2017 ein deutlicher Rückgang bei Dieselfahrzeugen gezeigt. Die Auswirkungen auf die Ertragssituation im Bereich Automotive lassen sich derzeit noch nicht prognostizieren.

Bestandsgefährdende Risiken sind momentan nicht erkennbar.

 

München, den 27. Juli 2017

Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die arwe Holding GmbH, München

Wir haben den von der arwe Holding GmbH, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gestzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, 28. Juli 2017

DR. KLEEBERG & PARTNER GMBH, WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Petersen, Wirtschaftsprüfer

Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Billigung Konzernabschluss

Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 19. Dezember 2017 gebilligt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
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