Volksbank Lindenberg eG

Lindenberg im Allgäu

Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten GnR 1053
Eingetragen
3.4.1906
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; Gewährung von Krediten aller Art; Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie Durchführung von Treuhandgeschäften; Durchführung des Zahlungsverkehrs; Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; Erwerb und Veräußerung sowie Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; Vermittlung oder Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Immobilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Prinz
seit 5.2.2019
Vorstandsmitglied
Peter Hiss
seit 23.2.2015
Prokura
Georg Straub
seit 7.7.2014
Vorstandsmitglied
Thomas Bernhard
seit 5.2.2009
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Lindenberg eG

Lindenberg im Allgäu

Jahresabschluss zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die Volksbank Lindenberg eG ist eine eingetragene Genossenschaft, die der amtlich anerkannten BVR Institutssicherung GmbH und der zusätzlichen freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen ist.

Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. Wir betreiben grundsätzlich alle banküblichen Geschäfte.

Unser Geschäftsgebiet umfasst die Standorte Lindenberg, Scheidegg, Opfenbach, Wohmbrechts und Hergensweiler.

Organe sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung.

II. Wirtschaftsbericht

II. 1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften

1. Konjunktur in Deutschland

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch.

Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen.

Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Vor allem in Bereichen, in denen die Preise auf dem hohen Stand des Vorjahres verharrten oder sogar weiter zulegten, kam es zu rückläufigen Ausgaben. Die Privathaushalte gaben insbesondere für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,3 %) sowie Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-4,5 %) erheblich weniger aus, trotz der vielfach deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen und der insgesamt robusten Arbeitsmarktlage. Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich mit dem Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben ebenfalls. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,5 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,7 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei.

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um gut 300.000 auf einen neuen Rekordwert von rund 45,9 Millionen Menschen.

Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. So ist die Inflationsrate ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7 % markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefstände von 3,2 % und 3,7 % gefallen. Generell haben sich die Triebkräfte der Inflation verschoben, weg von den Importpreisen hin zur Binnenteuerung. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Angesichts staatlicher Entlastungsmaßnahmen und rückläufiger Notierungen für Energieträger verteuerten sich Energieprodukte 2023 um unterdurchschnittliche 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Vorjahr. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an. Sie verteuerten sich um 12,4 %, nach einer Erhöhung um 13,4 % im Vorjahr.

2. Finanzmärkte

Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahre 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Die größten westlichen Notenbanken, die Europäische Zentralbank (EZB) und die Federal Reserve der USA (Fed), erreichten damit 2023 und binnen unter achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Auch die Entwicklung in China trug zur einsetzenden Konjunkturbremsung bei, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik geschwächt wurde. Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls.

Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als zu Jahresbeginn erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. So fiel die Verbraucherpreisinflation in den USA zum Jahresende auf 3,4 %, nachdem sie im Januar 2023 noch bei fast doppelt so hohen 6,4 % gelegen hatte. Im Euroraum war sie im selben Zeitraum von 8,6 % auf 2,9 % gefallen. Zwar entwickelte sich die für die Geldpolitik maßgebliche Kernrate, die um die schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrung bereinigt ist, weniger dynamisch. Sie fiel in den USA von 5,6 auf 3,9 % und im Euroraum von 7,1 auf ebenfalls 3,9 %. Doch die Finanzmärkte reagierten stark auf die Rückgänge, wodurch Aktien- und Anleihekurse vor allem zum Jahresende deutlich zulegten.

Die europäische Gemeinschaftswährung wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Dabei profitierte die Gemeinschaftswährung von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen um 200 Basispunkte erhöhte, während die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen um niedrigere 100 Basispunkte anhob. Dies verringerte den Zinsabstand der großen Währungsräume und ließ den Euro als Devise nach einem schwachen 2022 attraktiver werden. Weiterhin profitierte die Gemeinschaftswährung von der insgesamt erfolgreichen Selbstverteidigung der Ukraine gegen Russlands Invasion. Diese ließ Sorgen um ein Übergreifen der russischen Aggression auf andere europäische Staaten stärker in den Hintergrund treten. Der geopolitische Risikoabschlag des Euro gegenüber dem Dollar sank auf das Gesamtjahr gesehen.

Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX stieg vom 01. Januar bis zum 09. März 2023 um 12,3 % auf 15.633,21 Punkte. Anschließend erschütterte jedoch die Krise der US-Regionalbanken die Finanzmärkte, insbesondere die plötzliche Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank. Dies löste einen Schock auf den Aktienmärkten aus. Der DAX etwa verlor bis zum 17. März 5,5 % seines Kurswertes. Die Verluste konzentrierten sich dabei auf Finanzwerte. Zugleich führte die Unsicherheit in den USA, aber auch global zu größeren Bewegungen von Bankeinlagen, insbesondere von solchen oberhalb der Einlagensicherungsgrenzen. Die Krise kulminierte mit der Fusion der Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS am 19. März, die die Schweizer Behörden zur Abwicklung der erstgenannten Bank organisiert hatte. Dieser Akt konnte die Märkte beruhigen und ermöglichte die Erholung der Aktien- und Finanzmärkte von dem kurzzeitigen Einbruch.

Zum Jahresende verstärkte sich die Erholung aufgrund sinkender Inflationszahlen und damit verbundener Hoffnungen auf Leitzinssenkungen der Notenbanken, womit eine Belebung der Konjunktur im Jahr 2024 verbunden wurde. Der DAX legte von Anfang November bis Jahresende um 13,1 % zu. Dadurch schloss er das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab. Im globalen Vergleich entwickelte sich der deutsche Leitindex damit ähnlich zum Euro Stoxx 50, der 19,2 % zulegen konnte, aber schwächer als der S&P 500 und der Nasdaq Composite. Letztere konnten 24,2 beziehungsweise 43,4 % zulegen.

3. Geschäftsentwicklung 2023 - Zinswende bringt bankwirtschaftliche Normalität

In einem herausfordernden Umfeld haben die 184 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Bayern das Jahr 2023 mit einem soliden Ergebnis abgeschlossen. Die Genossenschaftsinstitute erzielten im vergangenen Jahr ein Gesamtbetriebsergebnis in Höhe von rund 2,1 Milliarden Euro und übertrafen damit das Vorjahresergebnis um 14,9 Prozent. Die Bilanzsumme der Institute sank aufgrund der durch die EZB gekürzten Refinanzierungsgeschäfte um -0,5 Prozent auf jetzt 207,6 Milliarden Euro.

Bei der Kreditvergabe legten die Volks- und Raiffeisenbanken um 2,7 Prozent, beziehungsweise 3,7 Milliarden Euro auf einen Bestand von nun 140,5 Milliarden Euro zu. Kredite an Firmenkunden stiegen um 2,5 Milliarden Euro (plus 3,4 Prozent) auf 75,3 Milliarden Euro. Kredite an Privatkunden umfassen 61,3 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 1,0 Milliarden Euro (plus 1,7 Prozent) entspricht. Das private Wohnbaukreditgeschäft nahm im ersten vollen Jahr seit der Zinswende mit einem Plus von 1,6 Prozent auf 56 Milliarden Euro nur leicht zu. Das Neugeschäft im Wohnbausegment lag mit 11,3 Mrd. Euro deutlich unter den 19,6 Mrd. Euro des Vorjahres. Folglich diversifizierten die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken ihr Kreditportfolio weiter. Die zweitstärkste Gruppe bei der Darlehensausgabe ist der Bereich IT und Datenverarbeitung mit einem Kreditbestand in Höhe von 8,2 Milliarden Euro. Das entspricht einer Zunahme von fast 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die bilanziellen Einlagen wuchsen um 0,6 Milliarden Euro auf nun 158,5 Milliarden Euro - ein leichtes Plus von 0,4 Prozent. Dabei stiegen vor allem die von Firmenkunden bei den bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken angelegten Gelder auf 44,8 Milliarden Euro im abgelaufenen Jahr. Das entspricht einem Zuwachs von 1,1 Prozent, beziehungsweise 0,5 Milliarden Euro. Die Einlagen privater Haushalte blieben mit knapp 102 Milliarden Euro fast unverändert. Die Kunden der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken nahmen tendenziell längerfristige Anlagemöglichkeiten wahr und schichteten stark in Termineinlagen und Anlagen an den Kapitalmärkten um. So vergrößerte sich die Summe der in Termineinlagen angelegten Gelder auf 29,6 Milliarden Euro, mehr als das Dreifache im Vergleich zum Vorjahr.

Auch die Wertpapiere blieben wie schon in den vergangenen Jahren eine attraktive Anlageform. Das außerbilanzielle Kundenanlagevolumen stieg im Jahr 2023 kräftig an auf 116,1 Milliarden Euro. Absolut nahm das Volumen um 10,7 Milliarden Euro zu - ein Wachstum von über 10 Prozent. Das ist neben Wertzuwächsen in den Bestandsdepots im Wertpapier- und Fondsgeschäft auch auf reines Neugeschäft zurückzuführen. So stieg der Nettoabsatz um 2,8 Mrd. Euro auf insgesamt 8,2 Mrd. Euro. Im Rahmen dessen wurden im vergangenen Jahr fast 110.000 neue Depots bei einem genossenschaftlichen Verbundpartner im Wertpapier- und Fondsgeschäft eröffnet. Auch die Zahl der Ansparpläne blieb auf hohem Niveau. Mit 848.582 Stück hat sich der Bestand seit 2020 um 16 Prozent erhöht.

Das operative Ergebnis kletterte 2023 auf 2,1 Milliarden Euro und entspricht damit 1,01 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme. Zu dem Plus trug insbesondere die Zinswende bei, durch die der Zinsüberschuss der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken um insgesamt 14,0 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro gestiegen ist. Das Provisionsgeschäft blieb konstant bei 1,4 Milliarden Euro. Zudem konnten die Abschreibungen auf Wertpapiere aus dem Jahr 2022 durch gegenläufige Effekte im Geschäftsjahr vollständig revidiert werden. Das Bewertungsergebnis für Wertpapiere war im vergangenen Jahr positiv mit einem Plus von 330 Millionen Euro. Im Kreditbereich müssen die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken allerdings der allgemein schlechteren Wirtschaftslage sowie den eingetrübten Konjunkturaussichten Rechnung tragen. Daher erhöhten sie ihre Risikovorsorge um 247 Millionen Euro, nach 82 Millionen Euro im Vorjahr.

Kostenseitig ist es den Instituten gelungen, die Aufwendungen nahezu konstant zu halten: Die Betriebskosten stiegen nur leicht um 152 Mio. Euro auf 2,9 Milliarden Euro. Ursachen sind vor allem die Aufwendungen für die Digitalisierung sowie ein leichter Anstieg der Personalkosten. Zusammengenommen verbesserte sich die Aufwand-Ertrags-Relation (CIR) um 1,4 Prozentpunkte auf 59,8 Prozent.

Das harte Kernkapital betrug zum 31.12.2023 19,9 Mrd. Euro und ist damit im Vergleich zum Vorjahr spürbar gestiegen. Die Zunahme gegenüber dem Jahr 2022 beträgt 0,5 Milliarden Euro bzw. 2,6 Prozent. Die harte Kernkapitalquote lag zuletzt bei 16,3 Prozent und konnte damit ebenfalls sichtlich gesteigert werden.

II. 2 Leistungsindikatoren

Definition unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit, Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis (inkl. laufender Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren) sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar; betriebswirtschaftlich neutrale Erfolgsfaktoren bleiben unberücksichtigt.

Das Wachstum der bilanziellen Kundenkredite definieren wir als Indikator für die Generierung von Erträgen.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamer Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR. In unserer Zielquote sind alle harten und weichen Anforderungen (SREP-Zuschlag, Eigenmittelzielkennziffer, aufsichtsrechtliche und bankindividuellen Puffer) berücksichtigt.

Liquidity Coverage Ratio (LCR) als Liquiditätskennzahl (Bestand an liquiden Aktiva / Nettoabflüsse in den nächsten 30 Tagen).

Entwicklung unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Wesentliche Abweichungen zu den im Vorjahr getroffenen Prognosen ergaben sich beim Zinsüberschuss sowie beim Provisionsergebnis. Das Ergebnis hat sich dadurch insgesamt besser als geplant entwickelt.

Die CIR hat sich im Geschäftsjahr auf 53,9 % (Vorjahr: 62,0 %) verbessert und lag somit deutlich unter unserem Planwert von 66 %.

Die Steigerung des bilanziellen Kundenkreditgeschäftes liegt mit 1,4 % unter unserer Planvorstellung von 3 %.

Die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote verbesserte sich auf 20,26 % und übertraf unsere Erwartungen.

Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) lag zwischen 146 % und 166 % und somit deutlich über den internen Mindestwert von 115%.

Bei der Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage sowie im Rahmen des Prognoseberichts wird auf deren Entwicklung eingegangen. Im Einzelnen stellt sich der Geschäftsverlauf wie folgt dar:

II. 3 Geschäftsverlauf der Volksbank Lindenberg eG

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Bilanzsumme 430.284 416.383 + 13.901 3,3
Außerbilanzielle Geschäfte 18.665 27.990 - 9.325 33,3

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 3,3 % auf 430.284 TEUR. Maßgeblich hierfür waren Zuwächse bei den Einlagen von Kunden.

Nennenswerte Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ergaben sich bei den außerbilanziellen Geschäften. Diese verringerten sich um 33,3 %. Die außerbilanziellen Geschäfte setzen sich aus Eventualverbindlichkeiten (Bürgschaften und Gewährleistungsverträge) in Höhe von 3.126 TEUR und aus anderen Verpflichtungen in Höhe von 15.459 TEUR zusammen.

Aktivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Kundenforderungen 289.217 285.108 + 4.109 1,4
Wertpapiere 104.160 90.983 + 13.177 14,5
Forderungen an Kreditinstitute 20.833 24.974 - 4.141 16,6

Im Berichtsjahr konnte das Kreditvolumen um 4.109 TEUR (+1,4 %) auf 289.217 TEUR gesteigert werden. Dennoch blieb es unter dem in der Vorperiode prognostiziertem Wert von 3 %. Die Gründe liegen insbesondere an niedrigeren Ausreichungen von wohnwirtschaftlichen und gewerblichen Finanzierungen bedingt durch die Veränderungen im Zins- und Kostenniveau sowie dem Rückgang der Schuldscheindarlehen.

Die Wertpapieranlagen haben sich infolge von Zuschreibungen, der Anlage hereingenommener Kundengelder und Umschichtungen aus den Forderungen an Kreditinstituten deutlich erhöht.

Die Forderungen an Kreditinstitute reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr, wie vorstehend dargestellt, um 4.141 TEUR auf 20.833 TEUR.

Passivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 42.326 50.713 - 8.387 16,5
Spareinlagen von Kunden 50.690 64.983 - 14.293 22,0
andere Einlagen von Kunden 287.407 256.506 + 30.901 12,0

In der Struktur der Passivseite sind aufgrund des veränderten Zinsniveaus am Geld- und Kapitalmarkt im Berichtsjahr wesentliche Veränderungen zu verzeichnen, die insbesondere auf die Zunahme von Termin- und Kündigungsgeldern zurückzuführen sind. Der Anteil an der Bilanzsumme ist zu Gunsten von anderen Einlagen von Kunden gestiegen. Die Zuwachsraten bei den Kundengeldern haben unsere Prognosen deutlich übertroffen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten primär Förderkredite und haben sich aufgrund der geringen Zuwachsraten von wohnwirtschaftlichen Krediten verringert.

Die Kundengelder setzen sich im Wesentlichen aus Spareinlagen, täglich fällige Einlagen, Termin- sowie Kündigungsgelder zusammen und erhöhten sich im Berichtsjahr deutlich um 16.607 TEUR. Die positive Zinsentwicklung war hierfür ausschlaggebend und führte vor allem zu einer Steigerung der Nachfrage nach kurz- und mittelfristigen Bankanlagen.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 1.746 1.518 + 228 15,0
andere Vermittlungserträge 745 812 - 67 8,3
Erträge aus Zahlungsverkehr 1.953 1.557 + 396 25,4

Die Entwicklung des Dienstleistungsgeschäftes konnte gegenüber der in der Vorperiode berichteten Prognose übertroffen werden.

Neben dem hohen Anstieg von Erträgen aus dem Zahlungsverkehr, trugen vor allem die Entgelte des Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäfts, sowie die Erträge aus der Vermittlung von Versicherungsverträgen, zur Steigerung des Dienstleistungsgeschäftes bei.

Ebenso hat die Gewinnabführung unserer Tochtergesellschaft "Immobilien- u. Beteiligungsgesellschaft der Volksbank Lindenberg mbH" (nicht in o.a. Übersicht enthalten) zum überdurchschnittlich guten Ergebnis des zinsunabhängigen Geschäftes beigetragen.

Investitionen

Im Verlauf des Berichtsjahres wurden Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen an Gebäuden durchgeführt. Darüber hinaus wurden Erneuerungen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgenommen.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr war durch keine außergewöhnlichen Vorgänge gekennzeichnet.

II. 4 Lage der Volksbank Lindenberg eG

II. 4.1 Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Bank haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Gewinn- und Verlustrechnung Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Zinsüberschuss 1) 7.490 5.456 + 2.034 37,3
Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 246 232 + 14 6,0
Provisionsüberschuss 2) 4.225 3.704 + 521 14,1
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3) 16 163 - 147 90,2
Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwendungen 4.465 4.140 + 325 7,9
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.168 1.898 + 270 14,2
Bewertungsergebnis 4) 642 -3.413 + 4.055 118,8
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 6.588 530 + 6.058 1143,0
Steueraufwand 1.593 225 + 1.368 608,0
Jahresüberschuss 496 305 + 191 62,6

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV - Posten 2.
2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV - Posten 6.
3) GuV - Posten 8 abzüglich GuV - Posten 12.
4) GuV-Posten 13 - 16

Im Berichtsjahr war ein deutlicher Anstieg des Zinsüberschusses in Höhe von 2.034 TEUR zu verzeichnen. Die Veränderung begründet sich hauptsächlich durch das veränderte Zinsniveau. Insbesondere konnten im Bereich der Eigenanlagen und Kundeneinlagen deutlich höhere Margen erzielt werden.

Die Veränderungen des Provisionsüberschusses sind, wie schon im vorherigen Abschnitt beschrieben, im Wesentlichen auf die Ausweitung des Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäfts sowie auf die Steigerung von Erträgen aus dem Zahlungsverkehr zurückzuführen.

Im sonstigen betrieblichen Ergebnis war bedingt durch Einmaleffekte in Form von Nachschusspflichten im Zusammenhang mit der Auslagerung von Pensionsrückstellungen ein Rückgang zu verzeichnen.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 325 TEUR auf 4.465 TEUR. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf eine deutlich höhere Rückstellung für außertarifliche Sonderzahlungen zurückzuführen.

Die Erhöhung der anderen Verwaltungskosten ist auf allgemeine Preis- und Kostensteigerungen sowie Instandhaltungsmaßnahmen der Geschäftsstelle Lindenberg zurückzuführen. Die Verwaltungskostenquote liegt mit 0,50 % der durchschnittlichen Jahresbilanzsumme weiterhin über dem Verbandsdurchschnitt.

Die Aufwands-/Ertragsrelation (Cost-Income-Ratio - CIR) reduzierte sich von 62,0 % auf 53,9 %. Damit bleibt die Volksbank Lindenberg eG deutlich unter dem in der Vorperiode prognostizierten Wert von 66,0 %.

Das Bewertungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4.055 TEUR deutlich verbessert. Dies ist insbesondere auf den Wegfall von zinsinduzierten Abschreibungen sowie aus zeitanteiligen Zuschreibungen bei den Wertpapieren der Liquiditätsreserve zurückzuführen. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens sind wie im Vorjahr aufgrund der Bewertung zum gemilderten Niederstwertprinzip Abschreibungen in Höhe von 1.373 TEUR unterblieben.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich im Vorjahresvergleich deutlich erhöht. Ursachen hierfür sind im Wesentlichen die oben dargestellten Faktoren.

Der Jahresüberschuss ist insgesamt angestiegen. Vom Jahresüberschuss wurden 100 TEUR den Rücklagen zugeführt. Der Vorstand schlägt vor, von dem Bilanzgewinn in Höhe von 397 TEUR, 237 TEUR den Rücklagen zuzuweisen.

II. 4.2 Finanz- und Liquiditätslage

Die vorhandenen liquiden Mittel reichten im Geschäftsjahr aus, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Mindestreservebestimmungen und Bestimmungen der CRR) zu erfüllen. Den Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit konnte im Berichtsjahr stets nachgekommen werden. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ration (LCR) wiesen im Berichtszeitraum 2023 einen Wert von mindestens 146 % aus.

Unsere Refinanzierungsstruktur ist weitgehend unabhängig von den Interbanken- und Kapitalmärkten und überwiegend durch Geschäftsbeziehungen mit den Privat- und Firmenkunden geprägt.

Als liquide Mittel stehen uns kurzfristig verfügbare Kreditlinien bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank (DZ BANK AG) und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB zur Verfügung. Das Angebot der Deutschen Bundesbank, Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften (Hauptrefinanzierungsgeschäfte) abzuschließen, wurde nicht genutzt. Die eingeräumten Kreditlinien der DZ BANK AG haben wir im Jahresverlauf nur dispositionsbedingt in Anspruch genommen.

Bis zur Erstellung des Lageberichts liegen keine Anhaltspunkte für Umstände vor, die die Liquiditätslage der Bank nachteilig verändern könnten.

Weitere Ausführungen finden sich unter III.4 Liquiditätsrisiken.

II. 4.3 Vermögenslage

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Eigenkapital Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Gezeichnetes Kapital 3.164 3.189 - 25 0,8
Rücklagen 13.246 13.036 + 210 1,6

Die Bank verfügt über eine gute Eigenkapitalausstattung. Durch Gewinnthesaurierung konnte das Eigenkapital weiter gestärkt werden. Daneben besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 29.850 TEUR (Vorjahr: 25.350 TEUR).

Der Anteil der bilanziellen Eigenmittel an der Bilanzsumme hat sich von 9,99 % auf 10,79 % erhöht. Die harte Kernkapitalquote beläuft sich auf 19,33 % (Vorjahr: 19,02 %) und konnte erhöht werden.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Nettogewinn (Nettogewinn = Jahresüberschuss nach Steuern) und Bilanzsumme) beläuft sich auf 0,12 %. Unter Berücksichtigung der Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken würde sich eine Kapitalrendite von 1,16 % ergeben.

Kundenforderungen

Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt 67 %. Darin enthalten sind auch Schuldscheindarlehen.

Branchenschwerpunkte im Kreditbestand bei den Firmenkunden liegen in den Bereichen Baugewerbe, verarbeitendes Gewerbe sowie Dienstleistungsgewerbe.

Akute Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen abgeschirmt. Latente Risiken sind durch ausreichende Vorsorgereserven und Pauschalwertberichtigungen abgedeckt.

Die aufsichtsrechtlichen Kreditgrenzen sowie die festgelegten Kreditbeschränkungen nach § 49 GenG wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten.

Wertpapiere

Die Wertpapieranlagen unserer Bank setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapiere Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Anlagevermögen 10.144 10.144 0 0,0
Liquiditätsreserve 94.016 80.839 + 13.177 16,3

Die eigenen Wertpapieranlagen haben insgesamt einen Anteil von 24 % an der Bilanzsumme. Hiervon entfällt ein Anteil von 90,55 % auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5). Unsere sicherheits- und bonitätsorientierte Anlagestrategie haben wir beibehalten. Die gegebene Emittentenstruktur ist ausgewogen.

Bei den festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich um ausschließlich um EUR-Anleihen. Anleihen von ausländischen Emittenten sind in Höhe von 47.217 TEUR enthalten.

Vom gesamten Wertpapierbestand wurde wie im Vorjahr ein Teilbetrag in Höhe von 10.144 TEUR wie Anlagevermögen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB in Höhe von 1.373 TEUR für zinsinduzierte Wertänderungen sind unterblieben.

Derivategeschäfte

Es wurden keine derivativen Instrumente getätigt.

II. 5 Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage

Die Geschäftsentwicklung der Volksbank Lindenberg eG verlief trotz schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen insgesamt günstig. Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, dem Geschäft mit Kunden überwiegend aus der Region, setzte sich fort. Bis auf die Volumensentwicklung im Kundenkreditgeschäft wurden nahezu alle Erwartungen aus der Eckwertplanung übertroffen.

Die Ertragslage der Bank ist gut und hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die in der Vorperiode berichteten Prognosen wurden nahezu vollständig übertroffen. Gründe hierfür waren insbesondere die verbesserte Zins- und Provisionsspanne.

Die Vermögenslage ist gut, weil die Bank durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr eingehalten hat.

Finanzlage und Liquiditätsausstattung sind gut, da sie den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen entsprechen.

III. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)

III. 1 Risikomanagementsystem

Die Ausgestaltung unseres Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategie, die hieraus abgeleiteten operativen Zielgrößen/Plandaten sowie die Risikotragfähigkeit der Bank. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken. Wir legen die für uns wesentlichen Risiken fest und entwickeln entsprechende Risikostrategien.

Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Im Rahmen einer regelmäßigen Risikoberichterstattung bzw. Ad-hoc-Berichterstattung werden Vorstand und Aufsichtsrat informiert.

Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagement-Aktivitäten werden durch die Interne Revision geprüft.

Die Steuerung unserer Risiken erfolgt insbesondere im Rahmen der ökonomischen Risikotragfähigkeit. Aus dem Risikodeckungspotenzial leiten wir unser Gesamtbankrisikolimit ab, welches wir in festgelegte Teilrisikolimite für die wesentlichen Risiken untergliedern.

III. 2 Marktpreisrisiken

Zinsänderungsrisiken

Die Zinsrisiken messen wir monatlich mit dem Software Modul VR Control Zinsmanagement, wobei ein Konfidenzniveau von 99,9 % zur Anwendung kommt. Die gemessenen Risiken werden in einem Limitsystem dem entsprechenden Teilrisikolimit gegenübergestellt, dessen Überschreiten die Anwendung bestimmter Maßnahmen auslöst. Im Geschäftsjahr bewegte sich das Zinsrisiko innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Teilrisikolimits.

Zur Ermittlung der Auswirkungen von Zinsänderungen hat die Bank für die wesentlichen variablen Positionen Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte und Elastizitäten ermittelt. Neben der Risikoermittlung im Rahmen der Risikotragfähigkeit werden die Zinsrisiken auch im Kontext des Zinsrisikokoeffizienten sowie des barwertigen und periodischen Ausreißertests ermittelt.

Aufgrund des von uns eingegangenen Zinsänderungsrisikos ist ein Rückgang des Zinsbuchbarwertes bei steigenden Zinssätzen zu erwarten. Die Bank setzt bei ihrer Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene keine Zinssicherungsinstrumente ein. Mittelfristig führt die Versteilerung der Zinsstrukturkurve zu einem höheren Zinsergebnis.

Sonstige Marktpreisrisiken

Daneben bestehen Risiken in Aktienfonds, die von untergeordneter Bedeutung sind. Für Aktienfondsrisiken verwenden wir VaR-exante-Kennzahlen der Kapitalanlagegesellschaft.

III. 3 Adressenausfallrisiken

Forderungen an Kunden

Das Adressenausfallrisiko im Kundengeschäft messen wir mittels des Kreditportfoliomodells Kundengeschäft aus dem Software-Modul VR-Control KRM mit einem Konfidenzniveau von 99,9 %.

Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertiger Credit Value at Risk (CVaR) ermittelt wird.

Die Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäfts erfolgt auf der Basis von Limitierungen sowie Steuerungsvorgaben für das Neugeschäft. Unsere Auswertungen geben Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen, Sicherheiten und Risikoklassen. Risikokonzentrationen bestehen in der Summe der 10 größten Blankovolumina in Relation zum Kundenkreditvolumen.

Risikovorsorge wird auf Basis der handelsrechtlichen Vorschriften gebildet.

Das Adressenausfallrisiko bewegte sich im Geschäftsjahr innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage.

Eigenanlagen

Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken greifen wir auf die Ratingergebnisse von Ratingagenturen, eigene Analysen von Berichten, Veröffentlichungen und Beobachtungen der Spreadentwicklungen der Emittenten zurück.

Die Messung der Adressrisiken bei den Eigenanlagen erfolgt durch das Kreditportfoliomodell für Eigengeschäfte, indem das zukünftige Verhalten definierter Risikoparameter auf Basis von Zufallszahlen in einer Monte-Carlo-Simulation abgebildet wird (Konfidenzniveau 99,9 %).

Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertiger Credit Value at Risk (CVaR) ermittelt wird.

Diesen Risiken begegnen wir dadurch, dass wir keine Wertpapiere von Emittenten bzw. aus Emissionen gekauft haben, deren Rating von einer anerkannten Ratingagentur mit schlechter als "Investment Grade" beurteilt wurde. Das Ausfallrisiko inländischer und ausländischer Emittenten begrenzen wir durch ein System interner Strukturlimite, die eine hinreichende Streuung des Depotbestandes gewährleisten.

Risikokonzentrationen besteht im Portfolio der Nachranganleihen.

Das Adressenausfallrisiko bewegte sich im Geschäftsjahr innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems. Für weitere Ausführungen zu den Wertpapieren verweisen wir auf unsere Informationen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage.

Länderrisiken sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

III. 4 Liquiditätsrisiken

Da das Zahlungsunfähigkeitsrisiko aufgrund seiner Eigenart nicht sinnvoll mit Risikodeckungspotential begrenzt und somit nicht in die klassische Risikotragfähigkeit integriert werden kann, haben wir diesbezüglich einen weiteren Prozess (Liquiditätstragfähigkeit) in die Risikosteuerungs- und Controllingprozesse aufgenommen.

Die Überwachung der Liquiditätstragfähigkeit bzw. die Steuerung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos erfolgt mit Hilfe entsprechender Liquiditätsablaufbilanzen (LAB), in welchen wir die szenariospezifischen Zahlungsmittelabflüsse den szenariospezifischen Zahlungsmittelzuflüssen an den jeweiligen Zahlungsmittelzeitpunkten gegenüberstellen. Sofern sich hieraus im Zeitverlauf ein kumulierter Zahlungsmittelbedarf entwickelt, prüfen wir, ob dieser mit dem jeweilig definierten Liquiditätsdeckungspotential (LDP) für einen zuvor definierten Zeitraum (Liquiditätshorizont bzw. Überlebenshorizont) im jeweiligen betrachteten Szenario abgedeckt werden kann. Der Überlebenshorizont von 3 Monaten wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Zum frühzeitigen Erkennen eines Liquiditätsengpasses wird von der Bank die LCR-Kennziffer gemessen und gesteuert. Zum Bilanzstichtag belief sich die Kennziffer auf 161 %. Im Geschäftsjahr bewegte sie sich zwischen 146 % und 166 % und lag stets über dem geforderten Mindestwert von 100 %. Zusätzlich haben wir eine minimale Zielgröße in Höhe von 115 % definiert.

Zur Sicherstellung der mittel- bis langfristigen strukturellen Liquidität beobachten wir regelmäßig die NSFR (Net Stable Funding Ratio). Damit beurteilen wir insbesondere die Abhängigkeit von kurzfristigen Refinanzierungen sowie unsere Stressresistenz insgesamt. Zum Bilanzstichtag lag die NSFR bei 131 % und damit über unserer Beobachtungsgrenze und über der Mindestanforderung von 100 %.

Das Refinanzierungskostenrisiko berechnen wir regelmäßig auf Basis einer historischen Analyse der Veränderungen des Liquiditätsspreads unseres maßgeblichen Refinanzierungssatzes. Dabei kommt das 99,9 % Quantil der Stützstelle der Refinanzierungskurve zur Anwendung, welches der Duration unseres Zinsbuchs entspricht. Das ermittelte Refinanzierungskostenrisiko wird auf das Teilrisikolimit angerechnet berücksichtigt.

Im Zuge der Eckwertplanung erstellt die Bank einen Refinanzierungsplan für den jeweiligen Planungshorizont. Darüber hinaus wird die Liquidität durch Fälligkeitslisten überwacht.

In Hinblick auf unsere Refinanzierungsquellen verweisen wir auf Abschnitt II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage. Das Refinanzierungskostenrisiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich eingestuft.

In liquiditätsmäßig engen Märkten sind wir nicht engagiert. Die Gefahr, dass mangels ausreichender Marktliquidität Verkäufe erschwert werden, schätzen wir als gering ein.

Eine Liquiditätsmanagementfunktion wurde mit dem Ziel der Liquiditätssteuerung eingerichtet, um in Phasen eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses einschließlich eines Stressfalls die Zahlungsfähigkeit zu sichern und eine Unterschreitung der bankaufsichtlichen LCR-Mindestquote zu verhindern. Zudem wurde für den Fall eines Liquiditätsengpasses ein Notfallplan festgelegt. Im Rahmen der Eigenanlagen- und Liquiditätsstrategie streuten wir die Positionen der Liquiditätsreserve über Laufzeiten und Emittenten, um ein hohes Maß an Liquidierbarkeit zu erreichen, damit wir jederzeit kurzfristig auf unerwartete Zahlungsstromschwankungen reagieren können.

III. 5 Operationelle Risiken

Wesentliche identifizierte operationelle Risiken werden in einer Schadensfalldatenbank erfasst, analysiert und überwacht.

Die operationellen Risiken werden auf Basis eines Self-Assessments abgeleitet und einem definierten Limit gegenübergestellt. Zudem werden auch Worst-Case-Annahmen im Rahmen von regelmäßigen Stresstests berücksichtigt.

Den operationellen Risiken begegnen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu zählen insbesondere Arbeitsanweisungen, die Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung, die laufende Optimierung der Arbeitsabläufe, Mitarbeiterschulungen, der Einsatz von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten, laufende Investitionen in neue DV-Systeme über die von uns beauftragte Rechenzentrale, Backup-Einrichtungen, Prüfung der Verfahren und Systeme durch die Interne Revision und Versicherungen (z.B. Diebstahl- und Betrugsrisiken). Zusätzlich hat unser Haus eine Notfallplanung erstellt.

Dem Rechtsrisiko begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare. Bei Rechtsstreitigkeiten nehmen wir juristische Hilfe / Rechtsberatung in Anspruch.

Im Geschäftsjahr sind keine operationellen Risiken mit spürbarer Ertragsauswirkung eingetreten.

III. 6 Weitere Risiken

Wir führen derzeit im Wesentlichen Verbundbeteiligungen. Wir beurteilen Beteiligungsrisiken als wesentliche Risikoart. Die Risikomessung erfolgt mittels eines pauschalen Risikobetrags von 15 % des Marktwertes.

Das ermittelte Beteiligungsrisiko wird auf das Teilrisikolimit angerechnet.

Die Risiken aus unserem Immobilienportfolio messen wir eines Pauschalbetrags von 15 % des Marktwertes. Das ermittelte Immobilienrisiko wird auf das Teilrisikolimit angerechnet.

III. 7 Gesamtbild der Risikolage

Zusammenfassend ist die Risikolage insgesamt als günstig einzustufen, da die Risikotragfähigkeit im Geschäftsjahr 2023 unter den definierten Risikoberechnungen jederzeit gegeben war.

Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen haben wir im Jahr 2023 jederzeit eingehalten. Die zu ihrer Deckung vorhandenen Eigenmittel belaufen sich zum 31.12.2023 auf 43,6 Mio. EUR. Wir verweisen hierzu ergänzend auf unsere Ausführungen bei der Vermögenslage.

Nach derzeitigem Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit im Berichtszeitraum 2024 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation der Bank gegeben.

Bestandsgefährdende Risiken sind aufgrund der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar.

IV. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)

Die Prognosen, die sich auf die voraussichtliche Entwicklung der Volksbank Lindenberg eG für das nächste Geschäftsjahr 2024 beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen und Planungsrechnungen getroffen haben.

Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können.

Die Darstellung erwarteter Veränderungen unserer prognostizierten Leistungsindikatoren gegenüber dem entsprechenden Istwert des Berichtsjahres erfolgt auf Basis von qualifiziert-komparativen Prognosen (Richtung und Intensität der Veränderung). Nachfolgend werden folgende Begriffe zur Darstellung der Entwicklungen unserer prognostizierten Leistungsindikatoren genutzt. Unsere Einstufungen sind wie folgt zu interpretieren:

deutlich sinken bzw. steigen: Abweichung größer - 15 % bzw. größer + 15 %
leicht sinken bzw. steigen: Abweichung zwischen - /+ 5 % und - /+ 15 %
konstant bleiben: Abweichung zwischen - 5 % und + 5 %

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir auf Basis der Prognose von Konjunkturexperten ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von ca. 0,2 %. Als Gründe für die gedämpften Erwartungen werden insbesondere inflationsbedingte Kaufkraftverluste der privaten Haushalte, die nur schrittweise überwunden werden, und geringere Bauinvestitionen prognostiziert (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie).

Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der bayerischen Kreditgenossenschaften werden nach unseren Einschätzungen auch im kommenden Geschäftsjahr von dem verstärkten Wettbewerb, der sich weiter entwickelnden Kundenansprüchen, dem steigendem Margendruck und dem wachsenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen geprägt sein.

Voraussichtlicher Geschäftsverlauf und voraussichtliche Lage

In Erwartung einer stabilen regionalen Wirtschaftsentwicklung gehen wir für das nächste Geschäftsjahr von einem Wachstum in Höhe von rund 1,5 % im bilanziellen Kundenkreditgeschäft aus. Diese Prognose berücksichtigt die erwartete Kreditnachfrage beim, im Vergleich zu den Vorjahren, erhöhten Zinsniveau. Im bilanziellen Einlagengeschäft gehen wir von einer um ca. 1 % steigenden Geschäftsentwicklung aus.

Nach unseren Planungen ist auch im kommenden Jahr die Entwicklung der Zinsspanne von entscheidender Bedeutung. Ausgehend von einem nahezu unveränderten Zinsniveau rechnen wir im kommenden Jahr mit einem nahezu konstanten Zinsüberschuss.

Im Dienstleistungsgeschäft und bei der Vermittlung von Immobilien durch unsere Tochtergesellschaft Immobilien- u. Beteiligungsgesellschaft der Volksbank Lindenberg mbH erwarten wir aufgrund des unsicheren Marktumfeldes deutlich rückläufige Erträge.

Die Personalaufwendungen werden sich nach unserer Planung im nächsten Geschäftsjahr konstant entwickeln. Die Sachaufwendungen erwarten wir inflationsbedingt leicht steigend.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird neben der weiteren konjunkturellen Entwicklung auch erheblich durch die regionale Wirtschaftsentwicklung beeinflusst. Das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft haben wir im Rahmen unserer Eckwertplanung aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Fachkräftemangel, Preisdruck und inflationsbedingter Kostensteigerungen) mit einem vorsichtigen Ansatz von - 0,13 % dBS geplant.

Das Bewertungsergebnis bei Wertpapieren hängt entscheidend von der Entwicklung der Zinsen am Rentenmarkt sowie der Entwicklung der Bonität der Emittenten ab. Wir gehen gegenüber dem Vorjahr von deutlich geringeren Zuschreibungen aus.

Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir eine Aufwands / Ertragsrelation (Cost-Income-Ratio CIR) von 59 %.

Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist aufgrund einer planvollen Liquiditätsvorsorge und ausreichend zur Verfügung stehenden Refinanzierungsmöglichkeiten sowie der vom Interbankenmarkt weitgehend unabhängigen Refinanzierungsstruktur aus den Kundeneinlagen auch im Jahr 2024 nicht zu rechnen. Die bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Mindestreservebestimmung sowie die Bestimmungen der CRR werden wir auch im folgenden Jahr einhalten.

Nach unseren Planungsrechnungen erwarten wir eine Stärkung unserer Eigenmittel. Wir erwarten für das nächste Geschäftsjahr eine leicht verbesserte Gesamtkapitalquote, die weiterhin deutlich über dem ausichtsrechtlich geforderten Mindestwert liegen wird.

Erwartete Auswirkungen auf unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren

Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen und Annahmen erwarten wir für das nächste Geschäftsjahr die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf unsere bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Definition Abschnitt II.2):

Die Cost Income Ratio CIR planen wir auf knapp 59 %. Sofern operationelle Risiken abweichend von unserer Prognose eintreten, würde sich abgeleitet aus den Stressszenarien eine leicht schlechtere CIR ergeben.

Das Wachstum des bilanziellen Kundenkreditgeschäfts planen wir mit 1,5 %.

Die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote wird geringfügig auf knapp 22 % steigen. Auch wenn sich Kredit- und Spreadrisiken anders als prognostiziert entwickeln, würde sich die Gesamtkapitalquote basierend auf unseren adversen Szenarioberechnungen konstant entwickeln.

Für die Liquidity Coverage Ratio (LCR) planen wir keine Unterschreitung des internen Mindestwertes von 115 %.

Gesamtaussage

Insgesamt erwarten wir unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, dass sich Geschäftsverlauf und Lage der Volksbank Lindenberg eG günstig entwickeln werden und die jederzeitige Einhaltung der Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität gewährleistet ist.

Die Risikotragfähigkeit der Bank wird voraussichtlich gegeben sein.

Insgesamt erwarten wir für das nächste Geschäftsjahr ein leicht rückläufiges Ergebnis.

Risiken

Wesentliche Risiken für die Ertragslage bestehen im kommenden Jahr bei einer zum Plan deutlich abweichenden Entwicklung der Konjunktur und Märkte (v. a. Zinsen). Weiterhin kann die geopolitische Lage zu Planabweichungen führen. In der Folge können die Kreditnachfrage niedriger ausfallen, die Kapitaldienstfähigkeit bei den Kreditnehmern gefährdet werden (erhöhte Ausfallrisiken), Eigenanlagen Kursverluste erleiden (negatives Bewertungsergebnis) und/oder der Zinsaufwand über das geplante Maß hinweg höher ausfallen (Ergebnisrückgang).

Chancen

Wesentliche Chancen für die Ertragslage und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf bestehen im nächsten Geschäftsjahr insbesondere, wenn entgegen unserer Annahmen eine deutlich bessere Konjunkturentwicklung als prognostiziert eintritt, was zu einer positiveren Geschäftsentwicklung führen könnte.

Weitere wesentliche Chancen können sich zudem aus einer unerwartet guten Börsenentwicklung ergeben, die zu höheren Wertpapierumsätzen und Fondsvermittlungen als prognostiziert führen könnte.

V. Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

 

Lindenberg, 28.03.2024

Volksbank Lindenberg eG

Der Vorstand

gez. Georg Straub

gez. Markus Prinz

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse.

Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband Bayern e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

 

Lindenberg, 18.06.2024

Vorsitzender des Aufsichtsrats

gez. Nikolaus Boll, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Jahresabschluss der Kreditinstitute in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft

Bestandteile Jahresabschluss

1. Jahresabschluss (Formblatt 1)

2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform)

3. Anhang

1. Jahresbilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

EUR EUR EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 2.475.647,81 2.495
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 3.941.090,89 3.060
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 3.941.090,89 (3.060)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 6.416.738,70 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 12.720.503,16 14.207
b) andere Forderungen 8.112.015,00 20.832.518,16 10.767
4. Forderungen an Kunden 289.216.765,01 285.108
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 147.470.025,90 (139.365)
Kommunalkredite 15.821.934,02 (19.632)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 14.205.823,64 13.456
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 14.205.823,64 (13.456)
bb) von anderen Emittenten 80.106.951,74 94.312.775,38 68.320
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 28.818.430,74 (33.226)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 94.312.775,38 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 9.847.162,68 9.207
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 2.236.771,38 2.231
darunter: an Kreditinstituten 71.772,05 (66)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.045.650,00 4.282.421,38 2.046
darunter: bei Kreditgenossenschaften 2.036.300,00 (2.036)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 230.516,75 231
darunter: an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 489.146,01 568
darunter: Treuhandkredite 489.146,01 (568)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand
einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.888,00 4
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) Geleistete Anzahlungen 0,00 1.888,00 0
12. Sachanlagen 2.744.545,91 2.892
13. Sonstige Vermögensgegenstände 1.906.481,22 1.776
14. Rechnungsabgrenzungsposten 2.932,35 15
Summe der Aktiva 430.283.891,55 416.383

Passivseite

EUR EUR EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 8.217,23 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 42.317.884,88 42.326.102,11 50.713
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 50.679.891,23 64.973
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 9.888,48 50.689.779,71 11
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 228.382.474,04 246.289
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 59.024.537,30 287.407.011,34 338.096.791,05 10.217
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter: Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
4. Treuhandverbindlichkeiten 489.146,01 568
darunter: Treuhandkredite 489.146,01 (568)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 358.472,80 238
6. Rechnungsabgrenzungsposten 22.005,89 22
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 121.723,00 113
b) Steuerrückstellungen 467.911,98 51
c) andere Rückstellungen 1.745.230,08 2.334.865,06 1.408
8. 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 29.850.000,00 25.350
darunter: Sonderposten n. § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 3.163.540,90 3.189
b) Kapitalrücklage 1.459,81 1
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 3.012.000,00 2.962
cb) andere Ergebnisrücklagen 10.233.000,00 10.073
cc) 0,00 13.245.000,00 0
d) Bilanzgewinn 396.507,92 16.806.508,63 205
Summe der Passiva 430.283.891,55 416.383
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 3.126.465,32 2.191
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 3.126.465,32 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 15.458.508,93 15.458.508,93 25.776
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

EUR EUR EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 6.654.274,24 4.756
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1.668.551,92 8.322.826,16 920
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 0,82 (2)
2. Zinsaufwendungen -833.028,27 7.489.797,89 -220
darunter: erhaltene negative Zinsen 1.579,40 (92)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 246.300,84 232
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 130.952,71 186
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 377.253,55 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 682.307,73 488
5. Provisionserträge 4.562.764,73 4.031
6. Provisionsaufwendungen -337.702,83 4.225.061,90 -327
7. Nettoertrag des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 333.564,73 239
darunter: aus der Abzinsung von Rückstellungen 7.761,64 (5)
9. 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -3.657.160,31 -3.373
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -807.457,66 -4.464.617,97 -767
darunter: für Altersversorgung -188.385,70 (-178)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -2.168.231,59 -6.632.849,56 -1.899
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -211.005,54 -247
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen -317.414,74 -75
darunter: aus der Aufzinsung von Rückstellungen -3.252,00 (-5)
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -3.415
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 636.476,28 636.476,28 0
15. Abschreibungen u. Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 5.296,93 5.296,93 1
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 6.588.489,17 530
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.586.370,28 -219
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen -6.342,57 -1.592.712,85 -6
24a. Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken -4.500.000,00 0
25. Jahresüberschuss 495.776,32 305
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 731,60 0
496.507,92 305
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
496.507,92 305
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage -50.000,00 -50
b) in andere Ergebnisrücklagen -50.000,00 -100.000,00 -50
29. Bilanzgewinn 396.507,92 205

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Volksbank Lindenberg eG, Lindenberg, ist beim Amtsgericht Kempten (Allgäu) unter der Genossenschaftsregister-Nummer 1053 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Einzelnen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurden mit dem Nennwert ausgewiesen. Unterschiedsbeträge zwischen höherem Auszahlungsbetrag und dem Nennwert wurden - soweit Zinscharakter vorliegt - in dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und zeitanteilig aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigem Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die in den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken haben wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe abgedeckt.

Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft werden Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Dies betrifft alle nicht akut ausfallgefährdeten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie die nach §§ 26, 27 RechkredV unter der Bilanz auszuweisenden Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen). Die ermittelten Teilbeträge für die Pauschalwertberichtigung werden von den Aktivposten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden abgesetzt. Die Teilbeträge für das außerbilanzielle Geschäft werden unter den anderen Rückstellungen passiviert und entsprechend von den Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften sowie den unwiderruflichen Kreditzusagen abgesetzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung erfolgt auf Grundlage des im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlusts über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (Bewertungsvereinfachungsverfahren). Der erwartete Verlust wird unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt ermittelt.

Ferner bestehen weitere Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB, die der weiteren Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges dienen.

Wertpapiere

Die dem Umlaufvermögen zugeordneten Wertpapiere (Liquiditätsreserve) wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Wertpapiere im Anlagevermögen wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bewertet bzw. bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs haben wir ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB gebildet.

Der Ansatz der Wertpapiere erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Als Wertmaßstab im Rahmen der Folgebewertung wird auf den Börsenpreis oder einen ggf. bestehenden Marktpreis zurückgegriffen. Besteht kein aktiver (liquider) Markt oder kann ein Börsen- oder Marktpreis aus anderen Gründen nicht festgestellt werden, wird der beizulegende Zeitwert mittels Barwertberechnung (Discounted Cashflow-Verfahren) ermittelt.

Strukturierte Finanzinstrumente

Strukturierte Finanzinstrumente liegen bei der Bank nicht vor.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen bilanziert.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren. Die Sachanlagen wurden im Anschaffungsjahr bei linearer Abschreibung pro rata temporis abgeschrieben. Soweit hierbei Bandbreiten bestehen, wählen wir in der Regel die kürzest zulässige Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 EUR wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über 250 EUR, aber nicht über 800 EUR lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Passive Steuerlatenzen bestehen insbesondere in den Positionen Anteile an verbundenen Unternehmen und Sachanlagen, denen aktive Steuerlatenzen in den Positionen Forderungen an Kunden, Wertpapiere, Aktien und Rückstellungen gegenüberstehen.

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt.

Stand 01.01.
EUR
Veränderung
EUR
Stand am Bilanzstichtag
EUR

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Die Rückstellung für Altersteilzeiten wurde unter Zugrundelegung versicherungsmathematischer Annahmen ermittelt.

Es wurden langfristige Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,00 % und zusätzlich eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt.

Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) mit 1,82 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per Dezember 2023 ermittelten Zinssatzes). Im Vergleich zu einer Abzinsung mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 1.030 EUR.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden analog zum Ab-/Aufzinsungseffekt im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

Im übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebene, positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren und Kartenentgelte (Bestandteil des Kontomodells) angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Vermerke unter dem Bilanzstrich

Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit übernehmen wir regelmäßig Bürgschaften.

Dabei ist es für uns erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen nicht vertragsgemäß erfüllt. Der Umfang der übernommenen Verpflichtungen ist aus den Angaben unter dem Bilanzstrich ersichtlich.

Die dargestellten Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da die Mehrzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme ausläuft.

Die unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 15.459 TEUR betreffen ausschließlich Zusagen von Buchkrediten an Nichtbanken.

Wir gewähren unwiderrufliche Kreditzusagen, um den Finanzierungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Anteile der gewährten Zusagen, welche nicht durch uns widerrufen werden können. Die Kreditzusagen werden mit dem Nominalbetrag gezeigt. Im Falle der Passivierung einer Rückstellung für noch nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusagen oder Eventualverbindlichkeiten wird der jeweilige Posten unter dem Strich in Höhe des zurückgestellten Betrags gekürzt.

Die widerruflichen und unwiderruflichen Kreditzusagen werden bei der Überwachung der Kreditrisiken berücksichtigt.

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses wird vor dem verbindlichen Eingehen sowie während der Laufzeit einer Verpflichtung das Risiko aus der Inanspruchnahme für Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen eingeschätzt. Dabei ist im Wesentlichen die Bonität des Auftraggebers ausschlaggebend. Im Falle der Verschlechterung der Bonität, die den Ausgleich der Inanspruchnahme ganz oder teilweise nicht mehr erwarten lässt, werden Rückstellungen gebildet. Die Bildung von Rückstellungen war aufgrund der guten Bonität der Kreditnehmer und der Sicherheitenstellung nicht erforderlich. Den latenten Risiken der Positionen unter dem Bilanzstrich wurde durch die Bildung von Pauschalrückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen.

Zinserträge/Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften werden im Zinsertrag erfasst (Reduktion des Zinsertrags). Negative Zinsen aus Passivgeschäften werden im Zinsaufwand erfasst (Reduktion des Zinsaufwands).

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung wurden bei dem GuV-Posten berücksichtigt, bei dem die sonstigen Bewertungsergebnisse des umgerechneten Bilanzpostens oder Geschäfts ausgewiesen werden.

C. Entwicklung des Anlagevermögens

(volle EUR)

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen (+/-)
EUR
a) Abgänge b) Zuschüsse
EUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten am Bilanzstichtag
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagewerte 22.052 0 0 a) 0 22.052 1.888
b) 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 7.356.916 0 0 a) 0 7.356.916 2.562.163
b) 0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.808.631 61.195 0 a) 36.825 2.833.001 182.383
b) 0
a 10.187.599 61.195 0 a) 36.825 10.211.969 2.746.434
b) 0
Buchwerte Vorjahr
EUR
Immaterielle Anlagewerte 4.060
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 2.684.655
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 207.530
a 2.896.245
Abschreibungen (kumuliert) 01.01.
EUR
Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Zugängen (ohne Abschreibungen Geschäftsjahr) (+)
EUR
Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Abgängen (-)
EUR
Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Umbuchungen (+/-)
EUR
Immaterielle Anlagewerte 17.992 0 0 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 4.672.261 0 0 0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.601.101 0 36.825 0
a 7.291.354 0 36.825 0
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Immaterielle Anlagewerte 2.172 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 122.492 0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 86.342 0
a 211.006 0
Abschreibungen (kumuliert) am Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagewerte 20.164
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 4.794.753
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.650.618
a 7.465.535
Anschaffungskosten 01.01.
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 10.300.000 -202.940 10.097.060
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 4.280.147 2.274 4.282.421
Anteile an verbundenen Unternehmen 230.517 0 230.517
b 14.810.664 -200.666 14.609.998
Summe a und b 24.998.263 17.356.432

D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind 19.722.287 EUR Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis drei Monate
EUR
mehr als drei Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
EUR
mehr als fünf Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b)(ohne Bausparguthaben) 1.572.015 2.000.000 3.540.000 1.000.000
Forderungen an Kunden (A 4) 14.815.811 27.081.282 89.432.406 154.626.631

In den Forderungen an Kunden sind 3.260.635 EUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr 25.386.591 EUR fällig.

In den Forderungen und Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Forderungen an Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 19.707.104 23.867.557
Schuldverschreibungen u. andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 37.294.212 17.426.763

Die Genossenschaft besitzt folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen, mit denen ein Konzernverhältnis besteht:

Name und Sitz Anteil am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
% Jahr EUR Jahr EUR
a) Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft der Volksbank Lindenberg mbH 100,00 2023 62.155 2023 0
b) Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft der Volksbank Lindenberg mbH & Co. Anlagen KG 100,00 2023 204.517 2023 -1.884

Mit dem unter Buchstabea genannten Unternehmen besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 290 Abs. 5 HGB i.V.m. § 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

Weitere Beteiligungen wurden aufgrund der untergeordneten Bedeutung gem. § 286 Abs. 3 HGB nicht angegeben.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig
EUR
börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 94.312.776 89.525.966 4.786.810 10.143.987
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 9.847.163 0 9.847.163 0

In der Wertpapieraufstellung sind die nicht mit dem strengen Niederstwert bewerteten börsenfähigen Wertpapiere besonders gekennzeichnet. Die Abgrenzung erfolgte nach Wertpapierarten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Bilanzwert von 10.143.987 EUR haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von 8.770.913 EUR.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind deshalb unterblieben, da für die in Aktivposten 5 enthaltenen festverzinslichen Werte eine Durchhalteabsicht besteht und die Rückzahlung zum Nennwert erfolgt. Die Wertminderungen werden von uns als voraussichtlich nicht dauerhaft beurteilt, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistung bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind.

Im Bilanzposten 'Treuhandvermögen' (A9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen und für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen handelt es sich um Forderungen an Kunden.

In den Sachanlagen sind enthalten: EUR
- Im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten 683.175
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 182.383

Im Posten Sonstige Vermögensgegenstände sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

EUR
Steuererstattungsansprüche 647.497
abzuführender Gewinn der Immobilien- und Beteiligungsgesell. der Volksbank Lindenberg mbH 682.308
Provisionsforderungen gegenüber Union Investment Servicebank AG 555.129

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind 2.010 EUR Agiobeträge auf Forderungen (Vorjahr: 14.444 EUR) enthalten.

In folgenden Posten und Unterposten der Aktivseite sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten - Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A 5 Festverzinsliche Wertpapiere 10.143.987 10.144.115

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 36.367 EUR enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 42.317.885 EUR Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis drei Monate
EUR
mehr als drei Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
EUR
mehr als fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 1.901.274 5.478.384 16.112.432 18.825.795
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) 8.639 0 1.249 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 22.527.824 24.826.800 11.669.913 0

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

Im Bilanzposten 'Treuhandverbindlichkeiten' (P4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. Bei diesen handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 42.317.885 50.712.978
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.034.459 818.986

Die unter dem Passivposten Gezeichnetes Kapital ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

Geschäftsguthaben EUR
a) der verbleibenden Mitglieder 3.075.758
b) der ausscheidenden Mitglieder 87.783
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 0
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 37

Die Ergebnisrücklagen und die Kapitalrücklage haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
Andere Rücklagen
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Stand 1. Januar 2023 2.962.000 10.073.000 1.460
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 0 110.000 0
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 50.000 50.000
Stand 31. Dezember 2023 3.012.000 10.233.000 1.460

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss unter Einbeziehung eines Gewinnvortrags sowie der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vorwegzuweisungen in die gesetzlichen Rücklagen (50.000,00 EUR) und die anderen Ergebnisrücklagen (50.000,00 EUR) wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende auf Geschäftsguthaben von 5,000 % 156.421,84
Zuweisung zu den gesetzlichen Rücklagen 0,00
Zuweisung zu den anderen Ergebnisrücklagen 237.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 3.086,08
Insgesamt 396.507,92

In den Schulden und Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 962.707 EUR enthalten.

Ausschüttungsgesperrte Beträge bestanden zum 31. Dezember 2023

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag liegt bei 1.030 EUR.

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Zur Sicherheit übertragene Vermögensgegenstände Gesamtbetrag
in EUR
1b. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Abtretung von Forderungen bzw. Sicherheiten 42.237.364

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, die für die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind, resultieren insbesondere aus der Vermittlung von Krediten, Bauspar- und Versicherungsverträgen.

Wichtige Einzelbeträge, die für die Beurteilung des Jahresabschlusses bzw. der Ertragslage nicht unwesentlich sind, sind enthalten in den Posten:

Sonstige betriebliche Erträge EUR
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 197.499
Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen 89.538
Sonstige betriebliche Aufwendungen EUR
Aufstockungsbeträge R+V Pensionsfonds 228.426

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende periodenfremde Erträge enthalten:

EUR
Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen 89.538
Steuererstattungen 50.640

E. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf 27.647 EUR.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Am Bilanzstichtag betrugen die gewährten Vorschüsse und Kredite sowie die eingegangenen Haftungsverhältnisse für

EUR
Mitglieder des Vorstands 2.512
Mitglieder des Aufsichtsrats 1.434.654

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht als Haftungsverhältnisse anzugeben, jedoch für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (Garantieverbund) in Höhe von 796.808 EUR.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Die Zahl der im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 30,00 26,25

Außerdem wurden durchschnittlich 4,25 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2023 7.547 20.720
Zugang 2023 266 488
Abgang 2023 212 621
Veränderung aufgrund Anpassung der Haftsumme 0
Ende 2023 7.601 20.587

Der Abgang der Haftsumme ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der satzungsmäßigen Haftsumme zurückzuführen.

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 18.818
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 10.360.000
Höhe des Geschäftsanteils EUR 150 Höhe der Haftsumme EUR 0

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:

Genossenschaftsverband Bayern e.V.

Türkenstraße 22 - 24

80333 München

Mitglieder des Vorstands:

Georg Straub, Geschäftsleiter, Bereich Steuerung / Produktion / Betrieb

Markus Prinz, Geschäftsleiter, Bereich Vertrieb / Markt

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Nikolaus Boll (Vorsitzender), kaufmännischer Angestellter und Prokurist der RAWE Electronic GmbH

Stefan Bihler (stv. Vorsitzender), selbständiger Unternehmensberater

Norbert Kurzemann, Betriebstechniker und stv. Betriebsleiter Lindenberg der Elektrizitätsnetze Allgäu

Isolde Schöllhorn, Bilanzbuchhalterin der Roos & Partner Steuerberater & RechtsanwaltPartG mbB

Johannes Schneider, selbständiger Energielandwirt

Andreas Schweda, Geschäftsführer der Schweda Kunststoffbearbeitung GmbH

Elmar Karg, selbständiger Landwirt

 

Lindenberg, 28. März 2024

Volksbank Lindenberg eG

Der Vorstand

gez. Georg Straub

gez. Markus Prinz

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Volksbank Lindenberg eG, Lindenberg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Lindenberg eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. Bewertung Kundenforderungen

2. Verlustfreie Bewertung des Bankbuchs

Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

a) Sachverhalt und Problemstellung

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Bewertung Kundenforderungen

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 289 Mio. EUR. Dies entspricht 67,2 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 15 Mio. EUR sowie Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen in Höhe von 3 Mio. EUR.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Bank derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank ab.

Des Weiteren haben wir umfangreiche analytische Prüfungshandlungen bzw. Datenanalysen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Bank in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden u.a. Auswertungen zur Datenqualität bei den Ratings, zu Forbearance-Maßnahmen sowie allgemeinen Auffälligkeiten (z.B. bei den Sicherheiten oder den Konditionen) sowie zu möglicherweise von den wirtschaftlichen Entwicklungen des Geschäftsjahres stark betroffenen Kreditnehmern durchgeführt.

Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten.

Darüber hinaus enthält der Lagebericht Ausführungen zu den Kreditstrukturen und Verfahren der Risikoerkennung.

Verlustfreie Bewertung des Bankbuchs

a) Sachverhalt und Problemstellung

Mit den Forderungen an Kreditinstitute sowie an Kunden, den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren auf der Aktivseite (insgesamt 414 Mio. EUR bzw. 96,3 % der Bilanzsumme) und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Kunden auf der Passivseite (insgesamt 380 Mio. EUR bzw. 88,4 % der Bilanzsumme) gehören wesentliche Teile der Bilanz zu den Finanzinstrumenten des Bankbuchs der Bank.

Die Finanzinstrumente des Bankbuchs sind im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. von der Genossenschaft verlustfrei zu bewerten. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und vom Differenzbetrag die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Drohverlustrückstellung) zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen wäre. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Drohverlustrückstellung zu bilden.

Der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen einschließlich der zugrundeliegenden Annahmen und Parameter sind in einem hohen Ausmaß ermessensbehaftet. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessenspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Daher waren diese Sachverhalte für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage von entscheidender Bedeutung sowie aus unserer Sicht für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern sowie der Abgrenzung des Bankbuchs auseinandergesetzt. Schwerpunkt war die Würdigung der Annahmen zur Schätzung der direkt aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs resultierenden Provisionserträge, der zugrundeliegenden Kostenannahmen, insbesondere im Bereich der Verwaltungskosten, der Standard-Risikokosten im Eigen- und Kundengeschäft. Des Weiteren haben wir die zutreffende Ableitung der laufzeitadäquaten Zinssätze aus Marktdaten nachvollzogen und haben uns von der Kongruenz der verwendeten Methoden, Steuerungsinstrumente und Parameter zur internen Risikosteuerung überzeugt.

Das Berechnungsschema der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter einschließlich der Diskontierung nachvollzogen. Dabei haben wir bestimmte von den gesetzlichen Vertretern angewandte Annahmen und Parameter einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen enthalten der Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie der Lagebericht in den Abschnitten II.4 und 5 Lage und zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Roland Wengenmayer.

 

München, 18.06.2024

Genossenschaftsverband Bayern e.V.

gez. Klaus Roggenbuck, Wirtschaftsprüfer/in

gez. Roland Wengenmayer, Wirtschaftsprüfer/in

Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Vertreterversammlung am 26. Juni 2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.

BaFin - Instituts - Nummer: 102404

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank Lindenberg eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Lindenberg eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank Lindenberg eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 13.108 TEUR.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 56.

Der Gewinn vor Steuern beträgt 6.588 TEUR.

Die Steuern auf Gewinn betragen 1.586 TEUR und betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank Lindenberg eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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