Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 111436
Eingetragen
23.8.2000
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
die Produktion, Weiterverarbeitung und der Handel mit Kunststoffprodukten und Produkten für die Verpackungsindustrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefanie Howe
seit 19.2.2025
Prokura
Michael Krämer
seit 2.7.2024
Prokura
Norbert Reimann
seit 4.3.2022
Prokura
Cornelia Grieser
seit 4.3.2022
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

5.50% identifiziert94.50% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
5.50%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Fromm Holding AGCHE
94.50%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Fromm Holding AG
Switzerland
2.362.500 €
94.50%
R******* F****
137.500 €
5.50%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fromm Plastics GmbH

Kölleda

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

a) Wesentliche Geschäftsfelder

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und Verarbeitung von Polyethylen/Polyamid (PE/PA) Folien und Polyethylenterephthalat (PET) Verpackungsbändern.

b) Beschaffungsbereich

Der Einkauf der Rohstoffe für die Bandproduktion erfolgt vollumfänglich aus Kölleda.

Die Zulieferung erfolgt europaweit. Die Stetigkeit der Lieferanten wird fokussiert. Der Einkauf von PE Granulat erfolgt unverändert über gelistete Lieferanten.

c) Produktionsbereich

Die Produktion konnte im Geschäftsjahr 2023 nicht mit der vollen Kapazität gefahren werden, da die Aufträge deutlich zurückgegangen sind. Ursachen waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und in Europa.

d) Absatzbereich

Die Fromm Plastics GmbH ist innerhalb der Fromm-Gruppe in das Systemgeschäft (Verkauf von Umreifungsmaschinen und -geräten und den dazu gehörigen PET-Bändern) integriert und vertreibt PET Band über die Fromm- eigenen Verkaufsniederlassungen sowie an Fromm-Distributoren und direkt an Großkunden.

Das Foliengeschäft wird ausschließlich mit der Fromm Holding AG, Steinhausen (Schweiz), betrieben. Die Fromm Plastics GmbH produziert und liefert PE- und PE/PA-Folie ausschließlich im Auftrag der Fromm Holding AG. Die Fromm Plastics GmbH unterhält in diesem Produktsegment keine direkten Endkundenbeziehungen.

e) Investitions- und Finanzbereich

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.698 in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen (ohne Anlagen im Bau) vorgenommen. Darüber hinaus wurden Zahlungen für Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 5.443 für den Erwerb neuer Anlagen für unsere neue Produktionshalle 3 geleistet.

f) Unternehmensverbindungen

Die Fromm Plastics GmbH ist die Gesellschafterin der Fromm MSC GmbH, Leipzig und hält 100 % der Anteile. Die Fromm Plastics GmbH ist der umsatzsteuerliche, gewerbesteuerliche und körperschaftsteuerliche Organträger. Mit der Fromm MSC GmbH ist ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.

g) Konzern- bzw. Unternehmensstruktur

Die Fromm Plastics GmbH gehört zur Fromm Gruppe, die ihren Sitz in der Schweiz (Steinhausen) hat und den dortigen Konzernabschluss aufstellt.

2. Forschung und Entwicklung

Die Fromm Plastics betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung. Die Forschung und Entwicklung für Verpackungsgeräte und Verpackungsmittel wird über die FROMM Gruppe gesteuert und umgesetzt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen 1


Der Umsatz der kunststoffverarbeitenden Industrie in Deutschland ist im vergangenen Jahr 2023 erheblich geschrumpft. Der Branchenumsatz ging um 6 Prozent zurück. Im Jahr 2022 hatte hier noch ein Plus von 12 Prozent gestanden, wenn auch aus erheblichen Kostensteigerungen. Der Umsatz ging vor allem im Inland um fast 10 Prozent zurück. Die Gründe sind hauptsächlich in den Sorgen der Verbraucher vor weiter steigenden Energiepreisen sowie anziehenden Zinsen zu sehen, der die Konsumlust dämpft.

Die Menge der verarbeiteten Kunststoffe ging im vergangenen Jahr 2023 ebenfalls um 9 Prozent zurück. Der Gesamtverband der kunststoffverarbeitenden Industrie (GKV) sieht den Rückgang der Verarbeitungsmenge in der schlechten Konjunktur der Chemie-, der Automobil-, der Konsumgüterindustrie und auf dem Bausektor.

Der Umsatz der Verpackungshersteller ging im Jahr um 7,7 Prozent zurück. Neben den erwähnten Gründen, kommt hier auch die vermehrte Substitution von Kunststoffen durch Papier- und Papierverbunde zum Tragen. Weiterhin setzten zunehmende Importe die Kunststoffindustrie unter Druck. Im Folienbereich ging der Umsatz sogar um 14,1 Prozent zurück.

Zunehmend problematisch für die Kunststoffindustrie erweisen sich die gestiegenen Kosten für Strom, Gas und Personal, die nicht oder nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden können.

Für das neue Geschäftsjahr 2024 sieht der GKV, mit Verweis auf eine Umfrage, keine wesentliche Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in der Kunststoffverarbeitenden Industrie.

1 KI Kunststoff Information, Publikation der Kunststoff Information Verlagsgesellschaft mbH, Bad Homburg, Ausgabe vom 15. Februar 2024
2. Geschäftsverlauf

Die Fromm Plastics GmbH musste erstmals in der Firmengeschichte im Geschäftsjahr 2023 ein negatives Betriebsergebnis von TEUR -4.554 (Vorjahr TEUR 1.806) ausweisen. Dieses Ergebnis lag deutlich unter den Erwartungen und den Budgetvorgaben (Prognose für 2023 sichtbar negativ). Die Gründe sind hauptsächlich in den hohen Beschaffungskosten für Energie, insbesondere Strom, zu sehen. Durch die reduzierten Subventionen im Rahmen des Strompreisbremsengesetzes im Vergleich zur Beschlussfassung zum Anfang des Jahres, und nachträglich in Kraft tretenden Beschränkungsverordnungen hat sich das Ergebnis im Gegensatz zur Prognose signifikant um Millionenhöhe verschlechtert. Durch die Zinserträge für ein kurzfristiges Darlehen an den Gesellschafter ergab sich ein Finanzergebnis von TEUR 1.367, welches deutlich über dem Plan und über dem Vorjahresniveau (TEUR 274) lag.

3. Lage

a) Ertragslage


2023 2022 Ergebnisveränderung 2023

TEUR % TEUR % TEUR
Rohergebnis 6.104 100,0 12.932 100,0 -6.828
Personalaufwand -6.042 -99,00 -5.501 -42,5 -541
Planmäßige Abschreibungen -1.899 -31,1 -1.573 -12,2 -326
Andere betriebliche Aufwendungen -2.705 -44,3 -4.040 -31,2 1.335
Gewinnunabhängige Steuern -12 -0,2 -12 -0,1 0
Betriebsergebnis -4.554 -74,6 1.806 14,0 -6.360
Finanzergebnis 1.367 22,4 274 2,1 1.093
Außerordentliches Ergebnis 0 0,0 32.646 252,4 -32.646
Erstattete Steuern (i. Vj. Steuern) vom Einkommen und vom Ertrag 937 15,3 -1.161 -9,0 2.098
Jahresergebnis -2.250 -36,9 33.565 259,6 -35.815


Das Rohergebnis hat sich dramatisch um 52,8 % vermindert. Die Umsatzerlöse haben sich um 26,5 % vermindert, aufgrund der geringeren Nachfrage sowohl bei Band und Folie, und der Verminderung der Verkaufspreise bei Bändern. Zusätzlich wird die Gesamtleistung von der erheblichen Verminderung der Bestandsveränderung der Fertigerzeugnisse durch die Senkung der Verkaufspreise merklich beeinflusst. Die Materialaufwendungen haben sich im Verhältnis zu den Umsatzerlösen stärker vermindert, ursächlich sind hierfür die im Verhältnis zum Vorjahr gesunkenen Einkaufspreise z. B. für Mahlgut. Doch die extreme Erhöhung der Stromkosten um TEUR 2.390 (62,9 %), trotz Begrenzung der Preise durch die Strompreisbremse; hat das Rohergebnis auf die Hälfte des Vorjahreswertes sinken lassen. Innerhalb des Materialaufwands haben sich Entlastungen aus der Strompreisbremse in Höhe von TEUR 3.435 aufwandsmindernd ausgewirkt.

Das negative Betriebsergebnis der Gesellschaft von TEUR 4.554 resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung des Rohergebnisses um TEUR 6.828. Die Erhöhung der Personalkosten und der planmäßigen Abschreibungen wird durch den Rückgang der anderen betrieblichen Aufwendungen kompensiert, was das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr nur um TEUR 6.360 sinken lässt.

Der Personalaufwand ist im Wesentlichen durch die Erhöhung der Löhne und Gehälter der Mitarbeiter Mitte des Jahres um 5 % und die Zahlung eines Inflationsausgleiches um TEUR 541 (bzw. 9,8 %) gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Die planmäßigen Abschreibungen sind um TEUR 326 gestiegen, was zum größten Teil aus dem Abschreibungsvolumen des neuen Werks 3 resultiert.

Die anderen betrieblichen Aufwendungen sind um 33,0 % gesunken. Das ist im Wesentlichen auf die minimierten Frachtkosten aufgrund der gesunkenen Aufträge und die Reduzierung der Instandhaltungskosten zurückzuführen.

Der Anstieg des Finanzergebnisses ist im Wesentlichen auf Zinszahlungen von TEUR 1.313 für ein an den Gesellschafter gewährtes Darlehen zurückzuführen. Durch das positive Finanzergebnis und die aus dem Verlustrücktrag in das Geschäftsjahr 2022 resultierenden Erträge aus zurückgeforderter Körperschaftsteuer sowie die Erträge aus gebildeten latenten Steuern verbessert sich das Jahresergebnis auf TEUR -2.250.

Das außerordentliche Ergebnis im Vorjahr entfiel vollständig auf den Verkauf der Anteile der Textlastig GmbH.

b) Finanzlage


2023 2022 Veränderung

TEUR TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.715 -4.137 7.852
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.771 -3.285 514
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 826 610 216
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 1.770 -6.812 8.582
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.069 9.881 -6.812
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.839 3.069 1.770


Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr TEUR 3.715. Der deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.852 ergibt sich im Wesentlichen aus der Abnahme der Vorräte sowie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird im Geschäftsjahr neben den Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen, im Wesentlichen durch die Teilrückzahlung eines Darlehens i.A. TEUR 3.000 von dem Gesellschafter beeinflusst.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 826 und resultiert aus erhaltenen Zuschüssen in Höhe von TEUR 826.

Die Fromm Plastics GmbH war im Geschäftsjahr 2023, wie auch in den Vorjahren, jederzeit in der Lage, eingegangene Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Das Unternehmen verfügt über eine gute Finanzstruktur mit einer überdurchschnittlichen Eigenkapitalquote. Situationen, die den Fortbestand gefährden könnten, waren und sind nicht zu erkennen.

c) Vermögenslage


31.12.2023 31.12.2022 Veränderung

TEUR % TEUR % TEUR
Aktiva




Anlagevermögen 21.832 25,7 16.593 18,9 5.239
Übriges Umlaufvermögen / RAP 58.427 68,6 68.105 77,6 -9.678
Flüssige Mittel 4.839 5,7 3.069 3,5 1.770

85.098 100,0 87.767 100,0 -2.669
Passiva




Eigenkapital 79.942 94,0 82.191 93,6 -2.249
Sonderposten 2.065 2,4 1.310 1,5 755
Fremdkapital 3.091 3,6 4.266 4,9 -1.175

85.098 100,0 87.767 100,0 -2.669


Die Fromm Plastics GmbH verfügt für das Geschäftsjahr 2023 über eine solide Vermögenslage. Der hohe Anteil an Eigenkapital ermöglichte es der Gesellschaft, weitestgehend unabhängig von Fremdfinanzierungen zu operieren.

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 hat sich nur geringfügig um 3 % gegenüber dem Vorjahr vermindert.

Auf der Aktivseite hat sich das Anlagevermögen um 31,6 % erhöht. Im Wesentlichen ist die Erhöhung auf Zugänge für Investitionen für den Kauf neuer Anlagen in Höhe von TEUR 7.141 zurückzuführen, die die planmäßigen Abschreibungen übersteigen. Das Umlaufvermögen/RAP hat sich um 14,2 % vermindert. Die Verminderung der Fertigerzeugnisse ist erheblich, neben der mengenmäßigen, von der Abwertung der Fertigerzeugnisse aufgrund des erheblich gesunkenen Verkaufspreises, beeinflusst. Die Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen sind aufgrund des verminderten Auftragseingangs ebenfalls zurückgegangen. Das ausgereichte Darlehen an den Gesellschafter wurde durch einen zurückgezahlten Teilbetrag vermindert.

Das Eigenkapital beträgt mit EUR 79,9 Mio. rd. 94 % der Bilanzsumme. Die Reduzierung des Eigenkapitals ist auf die Verrechnung des Jahresverlustes mit den Gewinnvorträgen zurückzuführen. Da sich die Bilanzsumme ähnlich wie das Eigenkapital verändert hat, ist die Eigenkapitalquote im Wesentlichen gleichgeblieben. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse ist um TEUR 755 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus den erhaltenen Fördermitteln des Landes Thüringens aus einem Förderprogramm zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur in Höhe von TEUR 825. Die gesamte Förderungszusage beläuft sich auf TEUR 1.800, die sukzessive korrespondierend mit dem Baufortschritt bei dem Neubau der Produktionshalle und den Aufbau der neuen Anlagen abgerufen wurde.Durch das negative Jahresergebnis mussten keine Steuerrückstellungen gebildet werden. Der sich dadurch ergebende Rückgang der Steuerrückstellungen hat maßgeblich zu der Verminderung des Fremdkapitals um 27,5 % beigetragen. Die Verbindlichkeiten sind weitestgehend gleichgeblieben.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist insgesamt geordnet.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzieller Leistungsindikator gilt das Betriebsergebnis, welches monatlich an das Mutterunternehmen berichtet wird.

Der wichtigste nichtfinanzielle Leistungsfaktor ist die Qualität unserer Produkte. Um diese zu gewährleisten, betreiben wir ein engmaschiges Qualitätsmanagement.

Ein weiterer wichtiger nichtfinanzieller Leistungsfaktor ist die Lieferfähigkeit, dies wird durch eine vorausschauende Rohstoffbeschaffung und ein großes Lager gesichert.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die vorhandene Produktionskapazität bei den PET Bändern steht weiterhin und auch zukünftig in einem starken Wettbewerb mit ausländischen Produzenten. Aufgrund des geringen Wirtschaftswachstums, derzeit von 0,2 Prozent gehen wir für das erste Halbjahr 2024 von einem Auftragsniveau und Umsatzniveau auf Höhe des Geschäftsjahres 2023 aus. Im 2. Halbjahr 2024 hoffen wir auf deutliche positive Signale von den zu erwartenden Maßnahmen der Bundesregierung, Wachstumschancengesetz und anderer Konjunkturmaßnahmen. Bei den Folien rechnen wir im neuen Geschäftsjahr mit einem stabilen Absatz auf Vorjahrsniveau.

Wir rechnen mit einem ausgeglichenen Betriebsergebnis durch deutlich reduzierte Strompreise im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2023.

Hinsichtlich der Qualität und Lieferfähigkeit unserer Produkte erwarten wir, dass wir das Vorjahresniveau halten können.

2. Risikobericht

Seit dem 24. Februar 2022 führen die russischen Streitkräfte Krieg gegen die Ukraine. Die daraus resultierenden wirtschaftlichen Unsicherheiten bleiben auch im Geschäftsjahr 2024 bestehen.

Das Risiko der Energiepreise ist merklich zurückgegangen, stellt aber weiterhin ein mittleres Risiko dar. Wir schätzen die Verfügbarkeit und die stabile Konstanz der Energie als weiteres mittleres Risiko ein.

Durch die Kriegshandlungen im Suezkanal unterliegen die Preise für Containerfrachten starken Schwankungen, was auch zu Unzuverlässigkeit der Liefertermine führt.

Gegenwärtig ist aufgrund der zeitlichen Erstreckung des Ukrainekriegs und den weiteren Auswirkungen der Sanktionen keine verlässliche Aussage auf die Geschäftsaussichten unseres Unternehmens möglich.

Durch unsere finanzstarken Gesellschafter sehen wir jedoch für unser Unternehmen kein bestandsgefährdendes Risiko.

Die Fromm Plastics GmbH ist nach EN ISO 9001: 2008, EN ISO 14001: 2004 und seit 2012 nach EN ISO 50001: 2012 zertifiziert. Im Jahr 2020 wurde die Normumstellung bei der EN ISO 50001 vollzogen. Im Rahmen regelmäßiger interner wie alljährlicher externer Audits werden sämtliche Unternehmensprozesse überwacht und auf ihre Leistungsfähigkeit gegenüber Kundenanforderungen, qualitätsgerechter Produktion, transparenter innerbetrieblicher Kommunikation, technischer und kommerzieller Risikovorsorge und Prävention überprüft sowie Energieeinsparpotenziale ermittelt.

Im Wirtschaftsjahr 2024 wird erstmals die Zertifizierung nach DIN EN 15343:2008-02 angestrebt. Inhalt der DIN ist die Rückverfolgbarkeit des Rezyklat Gehalts von Kunststoffverpackungsmitteln.

Wir haben uns bereits in der Vergangenheit mit dem Trend zur Vermeidung von Plastik auseinandergesetzt und die Auswirkungen für unsere Gesellschaft analysiert. Bei der Folie sind die Auswirkungen größer, da diese Verpackungen oft den Endkunden erreichen. Hier haben wir bereits große Anstrengungen für den Einsatz von Bio- Kunststoffen bzw. Sekundärrohstoffen gemacht. Weiter besteht eine große Nachfrage nach "Papierfolien". Diese Weiterentwicklungen werden wir auch im Jahr 2024 vorantreiben. Beim Band wäre ein Zurückgehen zum Stahlband die Alternative - beurteilen wir aber als unwahrscheinlich. Hier handelt es sich meistens nicht um Verpackungen, die beim Endkonsumenten ankommen. Der Trend zu weniger Plastik muss weiter beobachtet werden, wir stufen das Risiko für unsere Gesellschaft als mittel ein.

Eine weitere Herausforderung sehen wir in der Umsetzung und den damit verbundenen Maßnahmen des Verpackungsmittelgesetzes, welches aktuell auf EU-Ebene in seiner Endfassung diskutiert wird. Die Auswirkungen auf unser Unternehmen können derzeit noch nicht vollumfänglich beurteilt werden.

Mit der monatlichen Vorschau der Betriebsergebnisse und der Analyse des erzielten Ist-Betriebsergebnisses, sowie der regelmäßigen Vollkostenanalyse wird die wirtschaftliche Lage des Unternehmens kontinuierlich überwacht. Das sind die Voraussetzungen für die Bildung von marktgerechten Verkaufspreisen, das frühzeitige Erkennen von Absatzschwankungen und das daraus resultierende Einleiten von Gegenmaßnahmen. Da die Rohstoffe weit mehr als über die Hälfte unserer Produktkosten ausmachen, ist die kontinuierliche Überwachung der Rohstoffkosten zwingend.

Kredit- und Ausfallrisiko

Das Kredit- und Ausfallrisiko ist im Vergleich zu anderen Unternehmen gering, da 94,9 % unserer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2023 gegen verbundene Unternehmen bestehen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde keine Einzelwertberichtigung vorgenommen. Die Pauschalwertberichtigung wurde im Vergleich zum Forderungsbestand vermindert. Die Überwachung von Fälligkeiten erfolgt wöchentlich anhand von Debitorenlisten um bei Bedarf in enger Abstimmung mit der Auftragsabwicklung telefonisch oder schriftlich zu mahnen oder ggf. unverzüglich weitere notwendige Maßnahmen einzuleiten. Wir schätzen das Risiko als gering ein.

Liquiditätsrisiko

Ein Aspekt des Risikomanagements umfasst die Überwachung und Steuerung der Liquidität, d. h. die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sowohl im kurz- wie auch mittel- bis langfristigen Zeithorizont. Das zentrale Instrumentarium ist ein regelmäßiger Finanzplan. Wir schätzen das Liquiditätsrisiko insgesamt als gering ein.

Fremdwährungsrisiko

Die Erlöse PET-Band und Folie werden hauptsächlich in Euro generiert, daher erachten wir das Fremdwährungsrisiko als gering.

Personelles Risiko

Der zukünftige Erfolg der Fromm Plastics GmbH hängt wie bei anderen mittelständischen Unternehmen im großen Umfang von der Verfügbarkeit ausreichender Arbeitskräfte zu wirtschaftlichen tragfähigen Konditionen ab. Erschwerend kommt für uns die Notwendigkeit eines Schichtsystems mit Nacht- und Wochenendschichten hinzu. Die personellen Risiken insbesondere das Finden von schichtbereiten Mitarbeitern, angesichts des Arbeitskräftemangels und die mögliche Personalfluktuation werden als mittel eingestuft.

Die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften ist regional eine Herausforderung. Auch geeignete Jugendliche für die Ausbildung als Verfahrensmechaniker Kunststoff- und Kautschuktechnik zu finden, ist problematisch. Dennoch konnte der durchschnittliche Personalbestand von 124 Mitarbeitern (i. Vu. 125 Mitarbeiter) gehalten werden.

Durch die Inflation werden die Personalkosten stetig weiter ansteigen. Wir sehen darin ein weiteres mittleres Risiko für das Betriebsergebnis.

Die hier dargestellte gesamte Risikobetrachtung zeigt allerdings, dass derzeit kein bestandsgefährdendes Risiko vorliegt.

3. Chancenbericht

Die Fromm Plastics als ein Systemlieferant für die Verpackungsindustrie mit Ihren beiden Schwerpunkten Verpackungsfolie und Umreifungsband sowie den jeweiligen adaptierten Technologien, gewinnt weiter an Bedeutung. Die internen Weiterentwicklungen in den unterschiedlichen Bereichen sowie strukturelle Anpassungen unterstützen den Trend. Mit neuen Produkten erhält das Customer Relation Management weiterhin Werkzeuge, um schnell auf Marktgegebenheiten zu reagieren und auf Kundenbedürfnisse zu reagieren. Wir schätzen die Chancen insgesamt als mittel ein.

Bei der Produktion von Folien sehen wir unsere Chancen beim weiteren Ausbau des Geschäftes mit AIRPAD-Tischmaschinen. Hier sehen wir eine große Nachfrage und einen wachsenden Markt nach "Papierfolien".

Im Jahr 2024 werden wir die Erhöhung der Produktionskapazität, Erweiterung mit dem im Berichtsjahr in Betrieb genommenen Produktionshallenneubau und weiteren Anlagen, abschließen.

Die Chancen für unsere getätigten Investitionen sehen wir in der Produktionsbereitschaft bei erhöhter Marktnachfrage und Anziehen der Konjunktur.

Die Fromm hat die durchgeführten Investitionen aus eigenen Mitteln bzw. Mitteln der Fromm Gruppe sowie aus Fördermitteln finanziert.

 

Kölleda, den 22. Mai 2024

Fromm Plastics GmbH

Dr. Ulrich Eberle, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A k t i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Software
105.302,72
71.549,73
II. Sachanlagen



1. Grundstücke und Gebäude 8.893.044,77
3.631.402,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.906.201,02
3.930.820,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und



Geschäftsausstattung 452.714,38
368.933,88
4. Geleistete Anzahlungen und



Anlagen im Bau 5.446.976,13 21.698.936,30 8.563.000,03 16.494.156,83
III. Finanzanlagen



Anteile an verbundenen Unternehmen
27.597,50
27.597,50


21.831.836,52
16.593.304,06
B. Umlaufvermögen



I. Vorräte



1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.396.981,42
7.283.886,54
2. Unfertige Erzeugnisse 118.017,07
210.019,59
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.374.814,82 9.889.813,31 7.244.982,09 14.738.888,22
II. Forderungen und sonstige



Vermögensgegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und



Leistungen 202.714,79
263.806,41
2. Forderungen gegen verbundene



Unternehmen 2.280.248,07
4.754.440,72
3. Forderungen gegen Gesellschafter 43.668.975,04
47.448.251,67
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.915.872,02 48.067.809,92 880.697,49 53.347.196,29
III. Kassenbestand und Guthaben bei



Kreditinstituten
4.839.302,38
3.069.360,14


62.796.925,61
71.155.444,65
C. Aktive latente Steuern
451.214,00
0,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten
18.385,23
18.715,91


85.098.361,36
87.767.464,62


P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Kapitalrücklage 25.405.000,00 25.405.000,00
III. Gewinnvortrag 54.286.425,17 20.721.578,77
IV. Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) -2.249.779,42 33.564.846,40

79.941.645,75 82.191.425,17
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse

zum Anlagevermögen 2.065.381,85 1.310.496,12
C. Rückstellungen

1. Steuerrückstellungen 411,95 1.153.876,00
2. Sonstige Rückstellungen 332.296,78 406.916,83

332.708,73 1.560.792,83
D. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen 2.353.215,21 2.272.312,02
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen 3.751,61 3.329,14
4. Sonstige Verbindlichkeiten 401.658,21 429.109,34
- davon aus Steuern

EUR 57.184,02 (i. Vj. EUR 63.708,45) -

- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

EUR 22.859,13 (i. Vj. EUR 34.763,39) -


2.758.625,03 2.704.750,50

85.098.361,36 87.767.464,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023


2023 2022

EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse
31.606.303,70
42.975.833,24
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestandes



an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
-3.935.612,22
3.820.797,79
3. Andere aktivierte Eigenleistungen
73.228,55
0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge
253.316,06
32.815.637,59
- davon aus Währungsumrechnung



EUR 1.778,71 (i. Vj. EUR 24.378,87) -



5. Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und



Betriebsstoffe und für bezogene Waren -15.707.405,60
-30.238.153,92
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.185.515,91 -21.892.921,51 -3.796.439,59 -34.034.593,51
6. Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter -4.860.728,83
-4.535.463,47
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für



Altersversorgung -1.181.484,48 -6.042.213,31 -965.610,65 -5.501.074,12
- davon für Altersversorgung



EUR 53.690,43 (i. Vj. EUR 50.749,01) -



7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-



gegenstände des Anlagevermögens



und Sachanlagen
-1.899.435,06
-1.572.737,11
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
-2.705.723,26
-4.040.274,37
- davon aus Währungsumrechnung



EUR 9.669,81 (i. Vj. EUR 7.781,45) -



9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
1.320.440,22
232.462,45
- davon aus verbundenen Unternehmen



EUR 1.312.500 (i. Vj. EUR 231.381,79) -



10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-2.112,50
-17.853,87
- davon an verbundenen Unternehmen



EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) -



11. Erträge aus Ergebnisabführung
49.128,57
59.743,96
12. Erstattete Steuern (i. Vj. Steuern) vom



Einkommen und vom Ertrag
937.464,45
-1.161.524,29
13. Ergebnis nach Steuern
-2.238.136,31
33.576.417,76
14. Sonstige Steuern
-11.643,11
-11.571,36
15. Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss)
-2.249.779,42
33.564.846,40

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Fromm Plastics GmbH, Kölleda, ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Die Gesellschaft hatte im Vorjahr erstmalig die Größenkriterien für eine große Kapitalgesellschaft erfüllt. Es handelt sich dennoch um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB, da die relevanten Größenkriterien nicht an zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren überschritten wurden.

Die Fromm Plastics GmbH hat ihren Sitz in Kölleda und ist unter der Nummer HRB 111436 im Handelsregister des Amtsgerichtes Jena eingetragen.

Es besteht eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft mit der Fromm MSC GmbH, Leipzig (Fromm MSC), als Organgesellschaft. Mit der Fromm MSC wurde ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß den Vorschriften des § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB zur Anwendung. Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB werden teilweise in Anspruch genommen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert gegenüber dem Vorjahr angewendet.

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich der planmäßigen Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagengruppe Nutzungsdauern
Entgeltlich erworbene Software 3-5 Jahre
Grundstücke und Gebäude 0-33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8-15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4-10 Jahre


Die beweglichen Anlagegüter werden linear pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens im Wert von EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden seit 2010 im Zugangsjahr nach § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt.

Die Finanzanlagen des Anlagevermögens umfassen Anteile an verbundenen Unternehmen. Die Anteile werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei dauerhafter Wertminderung wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet.

Vorräte

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren sind zu Anschaffungskosten bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.

Die unfertigen und die fertigen Erzeugnisse (Folie) sind zu Herstellungskosten bewertet. Der Ansatz beinhaltet neben den Material- und Fertigungseinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Vertriebs-, Verwaltungsgemeinkosten und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.

Der andere Teil der fertigen Erzeugnisse (Band) ist nicht zu Herstellungskosten bewertet, sondern wurde mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen gebildet. Eine Einzelwertberichtigung war nicht erforderlich.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bilanziert, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Aktive latente Steuern

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft erstmals von dem Wahlrecht nach § 274 HGB Gebrauch gemacht und aktive latente Steuern aus dem Gewerbesteuerverlustvortrag gebildet. Die aktiven latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 14,2 % angesetzt. Daneben bestehen Bewertungsunterschiede bei den sonstigen Rückstellungen, für die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden. Passive latente Steuern bestehen nicht.

Infolge der Aktivierung latenter Steuern dürfen gemäß § 268 Abs. 8 HGB Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens den insgesamt angesetzten Beträgen entsprechen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Der Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen beinhaltet Investitionszuschüsse des Freistaates Thüringen für die Zeiträume 2001 bis 2004, 2005 bis 2008 und 2022/2023. Im Vorjahr hat das Unternehmen aus dem Förderprogramm "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" vom Land Thüringen eine Zusage über einen Investitionszuschuss in Höhe von TEUR 1.800 erhalten, davon wurde im Vorjahr ein Betrag in Höhe von TEUR 974 ausgezahlt. Für Investitionen im Berichtsjahr 2023 wurden weitere Zahlungen in Höhe von TEUR 826 an die Gesellschaft geleistet. Die Zuschüsse werden dem Sonderposten in dem Geschäftsjahr, in dem Sie abgerufen und ausgezahlt werden, zugeführt. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter und ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Jubiläumsrückstellung in Höhe von TEUR 149 wurde unter Berücksichtigung der Sterbetafeln Heubeck 2018G und der Standardfluktuation, sowie einem Gehaltstrend von 2 % nach der PUC-Methode gebildet. Der Abzinsung liegt ein Rechnungszinsfuß in Höhe von 1,76 % (i. Vj. 1,45 %) zugrunde.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Grundlagen der Währungsumrechnung

Fremdwährungsbestände werden zum Zeitpunkt der Einbuchung mit dem entsprechenden Devisenkassamittelkurs erfasst und zum Bilanzstichtag mit dem entsprechenden Devisenkassamittelkurs bewertet.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

1. Allgemeines

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage zum Anhang).

Im Geschäftsjahr 2023 wurden in Höhe von TEUR 73 Eigenleistungen im Anlagevermögen aktiviert, die für die Inbetriebnahme neuer Anlagen entstanden sind. Die Eigenleistungen entfallen auf Fertigungskosten.

2. Finanzanlagen

a) Fromm MSC GmbH, Leipzig

Die Gesellschaft hält 100% der Geschäftsanteile an der Fromm MSC (Anschaffungskosten TEUR 28). Das Eigenkapital der Fromm MSC beträgt einschließlich Gewinnvortrag und Rücklagen zum 31. Dezember 2023 TEUR 25. Der Geschäftsanteil wird in der Bilanz als Anteil an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Aus der Übernahme des Jahresgewinnes 2023 resultiert im Berichtsjahr ein Ertrag aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 49.

Vorräte

Im Geschäftsjahr waren Wertberichtigungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 178, auf Unfertige Erzeugnisse in Höhe von TEUR 17 und auf Fertige Erzeugnisse und Waren in Höhe von TEUR 201, jeweils auf den niedrigeren beizulegenden Wert notwendig, die innerhalb der Bestandsveränderung enthalten sind, soweit sie auf Erzeugnisse und Waren entfallen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Liefer- und Leistungsforderungen TEUR 2.231 (i. Vj. TEUR 4.695). Des Weiteren beinhaltet der Bilanzposten Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegen die Fromm MSC (TEUR 49; i. Vj. TEUR 60).

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen Liefer- und Leistungsforderungen in Höhe von TEUR 1.669 (i, Vj. TEUR 2.448) und eine ungesicherte Darlehensforderung in Höhe von TEUR 42.000 (i. Vj. TEUR 45.000). Das Darlehen hat eine Restlaufzeit bis zum 31. März 2024. Die Forderungen gegen Gesellschafter gehören trotz des separaten Ausweises auch zu den Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen mit TEUR 578 Forderungen aus Körperschafts- und Gewerbesteuererstattung für das laufende Wirtschaftsjahr und für den Verlustrücktrag in das Wirtschaftsjahr 2022, mit TEUR 45 Forderungen aus Stromsteuererstattungen und mit TEUR 1.278 Forderungen aus Umsatzsteuer.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 2.500 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Jahresverlust in Höhe von EUR 2.249.779,42 mit dem Gewinnvortrag der vorigen Jahre zu verrechnen.

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Im Geschäftsjahr 2023 ist der Sonderposten für Investitionszuschüsse aus dem Förderprogramm "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" des Landes Thüringen um TEUR 826 (i. Vj. TEUR 974) erhöht worden. Die planmäßige Auflösung des Sonderpostens erfolgte im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 71. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter und ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich, Jahresabschlussarbeiten und -prüfung.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:



davon mit einer Restlaufzeit

Gesamtbetrag 31.12.2023 bis zu einem Jahr von einem bis zu fünf Jahren

TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.353 2.353 0
(Vorjahr) (2.272) (2.272) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4 4 0
(Vorjahr) (3) (3) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 402 402 0
(Vorjahr) (429) (429) (0)

2.759 2.759 0
(Vorjahr) (2.704) (2.704) (0)


Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft (TEUR 4, i. Vj. TEUR 3).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Stichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Leasingvertrag für ein KFZ in Höhe von TEUR 12. Darüber hinaus besteht ein Bestellobligo für Investitionen für Maschinen in Höhe von TEUR 262. Weiterhin sind Mietverträge für Lagerflächen in Höhe von TEUR 107 abgeschlossen worden.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten oder verbundenen Unternehmen.

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestehen keine derivativen Finanzinstrumente.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen:


2023 2022

TEUR TEUR
Inland 6.966 9.809
EU (ohne Deutschland) 21.264 24.756
Drittland 3.376 8.411

31.606 42.976


Die Umsätze wurden alle im Bereich der Kunststoffherstellung und Verarbeitung getätigt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 33, aus der Herabsetzung der pauschalen Wertberichtigung auf Forderungen in Höhe von TEUR 16 und sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 55.

Innerhalb des Materialaufwands haben sich Entlastungen aus der Strompreisbremse in Höhe von TEUR 3.435 aufwandsmindernd ausgewirkt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten mit TEUR 9 sonstige periodenfremde Aufwendungen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten TEUR 2 (i. Vj. TEUR 1) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.

V. Sonstige Angaben

Anteilsbesitz der Fromm Plastics GmbH

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am
Kapital
Eigenkapital Ergebnis
2023 [1]

% TEUR TEUR
Fromm MSC GmbH, Bitterfeld-Wolfen (vor EAV) 100,0 25 49



Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresverlust mit dem Gewinnvortrag der vergangenen Jahre zu verrechnen.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 124 Arbeitnehmer (i. Vj. 125), davon 107 gewerbliche Arbeitnehmer und 17 Angestellte.

Geschäftsführer

Zum Geschäftsführer war im Jahr 2023 bestellt:

Herr Dr. Ulrich Eberle Geschäftsführer, Chemiker, Filderstadt


Der Geschäftsführer Herr Dr. Eberle hat im Berichtsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Konzernabschluss

Die Reinhard Fromm Holding AG, Cham (Schweiz), stellt den Konzernabschluss für die Fromm Gruppe auf, in den die Fromm Plastics GmbH, Kölleda, einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen zu nicht marktüblichen Bedingungen haben wurden nicht getätigt.

Nachtragsbericht

In der Gesellschafterversammlung vom 12. Januar 2024 wurde beschlossen, aus dem Gewinnvortrag der Gesellschaft entsprechend dem Verhältnis der Geschäftsanteile insgesamt TEUR 42.000 an die Gesellschafter auszuschütten. Dafür wird das an die Fromm Holding AG in Höhe von TEUR 42.000 ausgereichte Darlehen entsprechend der Höhe des Geschäftsanteils in eine Ausschüttung an die Fromm Holding AG umgewandelt. Der verbleibende Darlehensbetrag in Höhe von TEUR 2.310 wird an die Fromm Plastics GmbH zurückgezahlt und an den Gesellschafter Reinhard Fromm in Höhe des Geschäftsanteils ausgezahlt.

1 Vor Ergebnisabführung

 

Kölleda, den 22. Mai 2024

Fromm Plastics GmbH

Dr. Ulrich Eberle, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023


Anschaffungs- und Herstellungskosten

1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögens-




gegenstände




Entgeltlich erworbene Software 853.360,00 8.468,68 12.739,05 54.668,95 903.758,58
II. Sachanlagen




1. Grundstücke und Gebäude 8.348.335,94 390.090,41 0,00 5.242.037,24 13.980.463,59
2. Technische Anlagen




und Maschinen 28.867.489,60 1.092.717,24 915.089,79 3.245.047,27 32.290.164,32
3. Andere Anlagen, Betriebs-




und Geschäftsausstattung 1.652.758,09 206.645,24 142.271,36 17.100,00 1.734.231,97
4. Geleistete Anzahlungen




und Anlagen im Bau 8.563.000,03 5.442.829,56 0,00 -8.558.853,46 5.446.976,13

47.431.583,66 7.132.282,45 1.057.361,15 -54.668,95 53.451.836,01
III. Finanzanlagen




Anteile an verbundenen




Unternehmen 27.597,50 0,00 0,00 0,00 27.597,50

48.312.541,16 7.140.751,13 1.070.100,20 0,00 54.383.192,09

Kumulierte Abschreibungen

1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögens-



gegenstände



Entgeltlich erworbene Software 781.810,27 29.380,64 12.735,05 798.455,86
II. Sachanlagen



1. Grundstücke und Gebäude 4.716.933,04 370.485,78 0,00 5.087.418,82
2. Technische Anlagen



und Maschinen 24.936.669,58 1.361.881,36 914.587,64 25.383.963,30
3. Andere Anlagen, Betriebs-



und Geschäftsausstattung 1.283.824,21 137.687,28 139.993,90 1.281.517,59
4. Geleistete Anzahlungen



und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00

30.937.426,83 1.870.054,42 1.054.581,54 31.752.899,71
III. Finanzanlagen



Anteile an verbundenen



Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00

31.719.237,10 1.899.435,06 1.067.316,59 32.551.355,57

Buchwerte

31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
I. Immaterielle Vermögens-

gegenstände

Entgeltlich erworbene Software 105.302,72 71.549,73
II. Sachanlagen

1. Grundstücke und Gebäude 8.893.044,77 3.631.402,90
2. Technische Anlagen

und Maschinen 6.906.201,02 3.930.820,02
3. Andere Anlagen, Betriebs-

und Geschäftsausstattung 452.714,38 368.933,88
4. Geleistete Anzahlungen

und Anlagen im Bau 5.446.976,13 8.563.000,03

21.698.936,30 16.494.156,83
III. Finanzanlagen

Anteile an verbundenen

Unternehmen 27.597,50 27.597,50

21.831.836,52 16.593.304,06

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die Fromm Plastics GmbH, Kölleda
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fromm Plastics GmbH, Kölleda, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fromm Plastics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Jena, den 23. Mai 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lauer, Wirtschaftsprüfer

Wächter, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Fromm Plastics GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde am _____ festgestellt.

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