Fromm Plastics GmbH
Kölleda
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
A. Grundlagen des Unternehmens
1. Geschäftsmodell des Unternehmens
a) Wesentliche Geschäftsfelder
Der Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung
und Verarbeitung von Polyethylen/Polyamid (PE/PA) Folien
und Polyethylenterephthalat (PET) Verpackungsbändern.
b) Beschaffungsbereich
Der Einkauf der Rohstoffe für die Bandproduktion
erfolgt vollumfänglich aus Kölleda.
Die Zulieferung erfolgt europaweit. Die Stetigkeit
der Lieferanten wird fokussiert. Der Einkauf von PE
Granulat erfolgt unverändert über gelistete
Lieferanten.
c) Produktionsbereich
Die Produktion konnte im Geschäftsjahr 2023
nicht mit der vollen Kapazität gefahren werden, da die
Aufträge deutlich zurückgegangen sind. Ursachen
waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland
und in Europa.
d) Absatzbereich
Die Fromm Plastics GmbH ist innerhalb der
Fromm-Gruppe in das Systemgeschäft (Verkauf von
Umreifungsmaschinen und -geräten und den dazu
gehörigen PET-Bändern) integriert und vertreibt
PET Band über die Fromm- eigenen
Verkaufsniederlassungen sowie an Fromm-Distributoren und
direkt an Großkunden.
Das Foliengeschäft wird ausschließlich mit
der Fromm Holding AG, Steinhausen (Schweiz), betrieben. Die
Fromm Plastics GmbH produziert und liefert PE- und
PE/PA-Folie ausschließlich im Auftrag der Fromm
Holding AG. Die Fromm Plastics GmbH unterhält in
diesem Produktsegment keine direkten Endkundenbeziehungen.
e) Investitions- und Finanzbereich
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in
Höhe von TEUR 1.698 in immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen
(ohne Anlagen im Bau) vorgenommen. Darüber hinaus
wurden Zahlungen für Anlagen im Bau in Höhe von
TEUR 5.443 für den Erwerb neuer Anlagen für
unsere neue Produktionshalle 3 geleistet.
f) Unternehmensverbindungen
Die Fromm Plastics GmbH ist die Gesellschafterin der
Fromm MSC GmbH, Leipzig und hält 100 % der Anteile.
Die Fromm Plastics GmbH ist der umsatzsteuerliche,
gewerbesteuerliche und körperschaftsteuerliche
Organträger. Mit der Fromm MSC GmbH ist ein
Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.
g) Konzern- bzw. Unternehmensstruktur
Die Fromm Plastics GmbH gehört zur Fromm Gruppe,
die ihren Sitz in der Schweiz (Steinhausen) hat und den
dortigen Konzernabschluss aufstellt.
2. Forschung und Entwicklung
Die Fromm Plastics betreibt keine eigene Forschung
und Entwicklung. Die Forschung und Entwicklung für
Verpackungsgeräte und Verpackungsmittel wird über
die FROMM Gruppe gesteuert und umgesetzt.
B. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen
Rahmenbedingungen
1
Der Umsatz der kunststoffverarbeitenden Industrie in
Deutschland ist im vergangenen Jahr 2023 erheblich
geschrumpft. Der Branchenumsatz ging um 6 Prozent
zurück. Im Jahr 2022 hatte hier noch ein Plus von 12
Prozent gestanden, wenn auch aus erheblichen
Kostensteigerungen. Der Umsatz ging vor allem im Inland um
fast 10 Prozent zurück. Die Gründe sind
hauptsächlich in den Sorgen der Verbraucher vor weiter
steigenden Energiepreisen sowie anziehenden Zinsen zu
sehen, der die Konsumlust dämpft.
Die Menge der verarbeiteten Kunststoffe ging im
vergangenen Jahr 2023 ebenfalls um 9 Prozent zurück.
Der Gesamtverband der kunststoffverarbeitenden Industrie
(GKV) sieht den Rückgang der Verarbeitungsmenge in der
schlechten Konjunktur der Chemie-, der Automobil-, der
Konsumgüterindustrie und auf dem Bausektor.
Der Umsatz der Verpackungshersteller ging im Jahr um
7,7 Prozent zurück. Neben den erwähnten
Gründen, kommt hier auch die vermehrte Substitution
von Kunststoffen durch Papier- und Papierverbunde zum
Tragen. Weiterhin setzten zunehmende Importe die
Kunststoffindustrie unter Druck. Im Folienbereich ging der
Umsatz sogar um 14,1 Prozent zurück.
Zunehmend problematisch für die
Kunststoffindustrie erweisen sich die gestiegenen Kosten
für Strom, Gas und Personal, die nicht oder nur
teilweise an die Kunden weitergegeben werden können.
Für das neue Geschäftsjahr 2024 sieht der
GKV, mit Verweis auf eine Umfrage, keine wesentliche
Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in der
Kunststoffverarbeitenden Industrie.
1 KI Kunststoff Information, Publikation der
Kunststoff Information Verlagsgesellschaft mbH, Bad
Homburg, Ausgabe vom 15. Februar 2024
2. Geschäftsverlauf
Die Fromm Plastics GmbH musste erstmals in der
Firmengeschichte im Geschäftsjahr 2023 ein negatives
Betriebsergebnis von TEUR -4.554 (Vorjahr TEUR 1.806)
ausweisen. Dieses Ergebnis lag deutlich unter den
Erwartungen und den Budgetvorgaben (Prognose für 2023
sichtbar negativ). Die Gründe sind hauptsächlich
in den hohen Beschaffungskosten für Energie,
insbesondere Strom, zu sehen. Durch die reduzierten
Subventionen im Rahmen des Strompreisbremsengesetzes im
Vergleich zur Beschlussfassung zum Anfang des Jahres, und
nachträglich in Kraft tretenden
Beschränkungsverordnungen hat sich das Ergebnis im
Gegensatz zur Prognose signifikant um Millionenhöhe
verschlechtert. Durch die Zinserträge für ein
kurzfristiges Darlehen an den Gesellschafter ergab sich ein
Finanzergebnis von TEUR 1.367, welches deutlich über
dem Plan und über dem Vorjahresniveau (TEUR 274) lag.
3. Lage
a) Ertragslage
|
2023 |
2022 |
Ergebnisveränderung 2023 |
|
TEUR |
% |
TEUR |
% |
TEUR |
| Rohergebnis |
6.104 |
100,0 |
12.932 |
100,0 |
-6.828 |
| Personalaufwand |
-6.042 |
-99,00 |
-5.501 |
-42,5 |
-541 |
| Planmäßige
Abschreibungen |
-1.899 |
-31,1 |
-1.573 |
-12,2 |
-326 |
| Andere betriebliche
Aufwendungen |
-2.705 |
-44,3 |
-4.040 |
-31,2 |
1.335 |
| Gewinnunabhängige
Steuern |
-12 |
-0,2 |
-12 |
-0,1 |
0 |
| Betriebsergebnis |
-4.554 |
-74,6 |
1.806 |
14,0 |
-6.360 |
| Finanzergebnis |
1.367 |
22,4 |
274 |
2,1 |
1.093 |
| Außerordentliches
Ergebnis |
0 |
0,0 |
32.646 |
252,4 |
-32.646 |
| Erstattete Steuern (i.
Vj. Steuern) vom Einkommen und vom Ertrag |
937 |
15,3 |
-1.161 |
-9,0 |
2.098 |
| Jahresergebnis |
-2.250 |
-36,9 |
33.565 |
259,6 |
-35.815 |
Das Rohergebnis hat sich dramatisch um 52,8 %
vermindert. Die Umsatzerlöse haben sich um 26,5 %
vermindert, aufgrund der geringeren Nachfrage sowohl bei
Band und Folie, und der Verminderung der Verkaufspreise bei
Bändern. Zusätzlich wird die Gesamtleistung von
der erheblichen Verminderung der Bestandsveränderung
der Fertigerzeugnisse durch die Senkung der Verkaufspreise
merklich beeinflusst. Die Materialaufwendungen haben sich
im Verhältnis zu den Umsatzerlösen stärker
vermindert, ursächlich sind hierfür die im
Verhältnis zum Vorjahr gesunkenen Einkaufspreise z. B.
für Mahlgut. Doch die extreme Erhöhung der
Stromkosten um TEUR 2.390 (62,9 %), trotz Begrenzung der
Preise durch die Strompreisbremse; hat das Rohergebnis auf
die Hälfte des Vorjahreswertes sinken lassen.
Innerhalb des Materialaufwands haben sich Entlastungen aus
der Strompreisbremse in Höhe von TEUR 3.435
aufwandsmindernd ausgewirkt.
Das negative Betriebsergebnis der Gesellschaft von
TEUR 4.554 resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung
des Rohergebnisses um TEUR 6.828. Die Erhöhung der
Personalkosten und der planmäßigen
Abschreibungen wird durch den Rückgang der anderen
betrieblichen Aufwendungen kompensiert, was das
Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr nur um TEUR 6.360
sinken lässt.
Der Personalaufwand ist im Wesentlichen durch die
Erhöhung der Löhne und Gehälter der
Mitarbeiter Mitte des Jahres um 5 % und die Zahlung eines
Inflationsausgleiches um TEUR 541 (bzw. 9,8 %)
gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Die planmäßigen Abschreibungen sind um
TEUR 326 gestiegen, was zum größten Teil aus dem
Abschreibungsvolumen des neuen Werks 3 resultiert.
Die anderen betrieblichen Aufwendungen sind um 33,0 %
gesunken. Das ist im Wesentlichen auf die minimierten
Frachtkosten aufgrund der gesunkenen Aufträge und die
Reduzierung der Instandhaltungskosten
zurückzuführen.
Der Anstieg des Finanzergebnisses ist im Wesentlichen
auf Zinszahlungen von TEUR 1.313 für ein an den
Gesellschafter gewährtes Darlehen
zurückzuführen. Durch das positive Finanzergebnis
und die aus dem Verlustrücktrag in das
Geschäftsjahr 2022 resultierenden Erträge aus
zurückgeforderter Körperschaftsteuer sowie die
Erträge aus gebildeten latenten Steuern verbessert
sich das Jahresergebnis auf TEUR -2.250.
Das außerordentliche Ergebnis im Vorjahr
entfiel vollständig auf den Verkauf der Anteile der
Textlastig GmbH.
b) Finanzlage
|
2023 |
2022 |
Veränderung |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit |
3.715 |
-4.137 |
7.852 |
| Cashflow aus der
Investitionstätigkeit |
-2.771 |
-3.285 |
514 |
| Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit |
826 |
610 |
216 |
| Zahlungswirksame
Veränderung des Finanzmittelfonds |
1.770 |
-6.812 |
8.582 |
| Finanzmittelfonds am
Anfang der Periode |
3.069 |
9.881 |
-6.812 |
| Finanzmittelfonds am
Ende der Periode |
4.839 |
3.069 |
1.770 |
Der Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit beträgt im
Geschäftsjahr TEUR 3.715. Der deutliche Anstieg
gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.852 ergibt sich im
Wesentlichen aus der Abnahme der Vorräte sowie
Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird
im Geschäftsjahr neben den Auszahlungen für
Investitionen in das Sachanlagevermögen, im
Wesentlichen durch die Teilrückzahlung eines Darlehens
i.A. TEUR 3.000 von dem Gesellschafter beeinflusst.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
beträgt TEUR 826 und resultiert aus erhaltenen
Zuschüssen in Höhe von TEUR 826.
Die Fromm Plastics GmbH war im Geschäftsjahr
2023, wie auch in den Vorjahren, jederzeit in der Lage,
eingegangene Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Das
Unternehmen verfügt über eine gute Finanzstruktur
mit einer überdurchschnittlichen Eigenkapitalquote.
Situationen, die den Fortbestand gefährden
könnten, waren und sind nicht zu erkennen.
c) Vermögenslage
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
Veränderung |
|
TEUR |
% |
TEUR |
% |
TEUR |
| Aktiva |
|
|
|
|
|
| Anlagevermögen |
21.832 |
25,7 |
16.593 |
18,9 |
5.239 |
| Übriges
Umlaufvermögen / RAP |
58.427 |
68,6 |
68.105 |
77,6 |
-9.678 |
| Flüssige
Mittel |
4.839 |
5,7 |
3.069 |
3,5 |
1.770 |
|
85.098 |
100,0 |
87.767 |
100,0 |
-2.669 |
| Passiva |
|
|
|
|
|
| Eigenkapital |
79.942 |
94,0 |
82.191 |
93,6 |
-2.249 |
| Sonderposten |
2.065 |
2,4 |
1.310 |
1,5 |
755 |
| Fremdkapital |
3.091 |
3,6 |
4.266 |
4,9 |
-1.175 |
|
85.098 |
100,0 |
87.767 |
100,0 |
-2.669 |
Die Fromm Plastics GmbH verfügt für das
Geschäftsjahr 2023 über eine solide
Vermögenslage. Der hohe Anteil an Eigenkapital
ermöglichte es der Gesellschaft, weitestgehend
unabhängig von Fremdfinanzierungen zu operieren.
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 hat sich nur
geringfügig um 3 % gegenüber dem Vorjahr
vermindert.
Auf der Aktivseite hat sich das Anlagevermögen
um 31,6 % erhöht. Im Wesentlichen ist die
Erhöhung auf Zugänge für Investitionen
für den Kauf neuer Anlagen in Höhe von TEUR 7.141
zurückzuführen, die die planmäßigen
Abschreibungen übersteigen. Das
Umlaufvermögen/RAP hat sich um 14,2 % vermindert. Die
Verminderung der Fertigerzeugnisse ist erheblich, neben der
mengenmäßigen, von der Abwertung der
Fertigerzeugnisse aufgrund des erheblich gesunkenen
Verkaufspreises, beeinflusst. Die Forderungen aus
Warenlieferungen und Leistungen sind aufgrund des
verminderten Auftragseingangs ebenfalls
zurückgegangen. Das ausgereichte Darlehen an den
Gesellschafter wurde durch einen zurückgezahlten
Teilbetrag vermindert.
Das Eigenkapital beträgt mit EUR 79,9 Mio. rd.
94 % der Bilanzsumme. Die Reduzierung des Eigenkapitals ist
auf die Verrechnung des Jahresverlustes mit den
Gewinnvorträgen zurückzuführen. Da sich die
Bilanzsumme ähnlich wie das Eigenkapital
verändert hat, ist die Eigenkapitalquote im
Wesentlichen gleichgeblieben. Der Sonderposten für
Investitionszuschüsse ist um TEUR 755 gestiegen. Dies
resultiert im Wesentlichen aus den erhaltenen
Fördermitteln des Landes Thüringens aus einem
Förderprogramm zur Verbesserung der regionalen
Wirtschaftsstruktur in Höhe von TEUR 825. Die gesamte
Förderungszusage beläuft sich auf TEUR 1.800, die
sukzessive korrespondierend mit dem Baufortschritt bei dem
Neubau der Produktionshalle und den Aufbau der neuen
Anlagen abgerufen wurde.Durch das negative Jahresergebnis
mussten keine Steuerrückstellungen gebildet werden.
Der sich dadurch ergebende Rückgang der
Steuerrückstellungen hat maßgeblich zu der
Verminderung des Fremdkapitals um 27,5 % beigetragen. Die
Verbindlichkeiten sind weitestgehend gleichgeblieben.
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft ist insgesamt geordnet.
4. Finanzielle und nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren
Als finanzieller Leistungsindikator gilt das
Betriebsergebnis, welches monatlich an das
Mutterunternehmen berichtet wird.
Der wichtigste nichtfinanzielle Leistungsfaktor ist
die Qualität unserer Produkte. Um diese zu
gewährleisten, betreiben wir ein engmaschiges
Qualitätsmanagement.
Ein weiterer wichtiger nichtfinanzieller
Leistungsfaktor ist die Lieferfähigkeit, dies wird
durch eine vorausschauende Rohstoffbeschaffung und ein
großes Lager gesichert.
C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
1. Prognosebericht
Die vorhandene Produktionskapazität bei den PET
Bändern steht weiterhin und auch zukünftig in
einem starken Wettbewerb mit ausländischen
Produzenten. Aufgrund des geringen Wirtschaftswachstums,
derzeit von 0,2 Prozent gehen wir für das erste
Halbjahr 2024 von einem Auftragsniveau und Umsatzniveau auf
Höhe des Geschäftsjahres 2023 aus. Im 2. Halbjahr
2024 hoffen wir auf deutliche positive Signale von den zu
erwartenden Maßnahmen der Bundesregierung,
Wachstumschancengesetz und anderer
Konjunkturmaßnahmen. Bei den Folien rechnen wir im
neuen Geschäftsjahr mit einem stabilen Absatz auf
Vorjahrsniveau.
Wir rechnen mit einem ausgeglichenen Betriebsergebnis
durch deutlich reduzierte Strompreise im Vergleich zum
Wirtschaftsjahr 2023.
Hinsichtlich der Qualität und
Lieferfähigkeit unserer Produkte erwarten wir, dass
wir das Vorjahresniveau halten können.
2. Risikobericht
Seit dem 24. Februar 2022 führen die russischen
Streitkräfte Krieg gegen die Ukraine. Die daraus
resultierenden wirtschaftlichen Unsicherheiten bleiben auch
im Geschäftsjahr 2024 bestehen.
Das Risiko der Energiepreise ist merklich
zurückgegangen, stellt aber weiterhin ein mittleres
Risiko dar. Wir schätzen die Verfügbarkeit und
die stabile Konstanz der Energie als weiteres mittleres
Risiko ein.
Durch die Kriegshandlungen im Suezkanal unterliegen
die Preise für Containerfrachten starken Schwankungen,
was auch zu Unzuverlässigkeit der Liefertermine
führt.
Gegenwärtig ist aufgrund der zeitlichen
Erstreckung des Ukrainekriegs und den weiteren Auswirkungen
der Sanktionen keine verlässliche Aussage auf die
Geschäftsaussichten unseres Unternehmens möglich.
Durch unsere finanzstarken Gesellschafter sehen wir
jedoch für unser Unternehmen kein
bestandsgefährdendes Risiko.
Die Fromm Plastics GmbH ist nach EN ISO 9001: 2008,
EN ISO 14001: 2004 und seit 2012 nach EN ISO 50001: 2012
zertifiziert. Im Jahr 2020 wurde die Normumstellung bei der
EN ISO 50001 vollzogen. Im Rahmen regelmäßiger
interner wie alljährlicher externer Audits werden
sämtliche Unternehmensprozesse überwacht und auf
ihre Leistungsfähigkeit gegenüber
Kundenanforderungen, qualitätsgerechter Produktion,
transparenter innerbetrieblicher Kommunikation, technischer
und kommerzieller Risikovorsorge und Prävention
überprüft sowie Energieeinsparpotenziale
ermittelt.
Im Wirtschaftsjahr 2024 wird erstmals die
Zertifizierung nach DIN EN 15343:2008-02 angestrebt. Inhalt
der DIN ist die Rückverfolgbarkeit des Rezyklat
Gehalts von Kunststoffverpackungsmitteln.
Wir haben uns bereits in der Vergangenheit mit dem
Trend zur Vermeidung von Plastik auseinandergesetzt und die
Auswirkungen für unsere Gesellschaft analysiert. Bei
der Folie sind die Auswirkungen größer, da diese
Verpackungen oft den Endkunden erreichen. Hier haben wir
bereits große Anstrengungen für den Einsatz von
Bio- Kunststoffen bzw. Sekundärrohstoffen gemacht.
Weiter besteht eine große Nachfrage nach
"Papierfolien". Diese Weiterentwicklungen werden wir auch
im Jahr 2024 vorantreiben. Beim Band wäre ein
Zurückgehen zum Stahlband die Alternative - beurteilen
wir aber als unwahrscheinlich. Hier handelt es sich
meistens nicht um Verpackungen, die beim Endkonsumenten
ankommen. Der Trend zu weniger Plastik muss weiter
beobachtet werden, wir stufen das Risiko für unsere
Gesellschaft als mittel ein.
Eine weitere Herausforderung sehen wir in der
Umsetzung und den damit verbundenen Maßnahmen des
Verpackungsmittelgesetzes, welches aktuell auf EU-Ebene in
seiner Endfassung diskutiert wird. Die Auswirkungen auf
unser Unternehmen können derzeit noch nicht
vollumfänglich beurteilt werden.
Mit der monatlichen Vorschau der Betriebsergebnisse
und der Analyse des erzielten Ist-Betriebsergebnisses,
sowie der regelmäßigen Vollkostenanalyse wird
die wirtschaftliche Lage des Unternehmens kontinuierlich
überwacht. Das sind die Voraussetzungen für die
Bildung von marktgerechten Verkaufspreisen, das
frühzeitige Erkennen von Absatzschwankungen und das
daraus resultierende Einleiten von Gegenmaßnahmen. Da
die Rohstoffe weit mehr als über die Hälfte
unserer Produktkosten ausmachen, ist die kontinuierliche
Überwachung der Rohstoffkosten zwingend.
Kredit- und Ausfallrisiko
Das Kredit- und Ausfallrisiko ist im Vergleich zu
anderen Unternehmen gering, da 94,9 % unserer Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2023 gegen
verbundene Unternehmen bestehen. Im Geschäftsjahr 2023
wurde keine Einzelwertberichtigung vorgenommen. Die
Pauschalwertberichtigung wurde im Vergleich zum
Forderungsbestand vermindert. Die Überwachung von
Fälligkeiten erfolgt wöchentlich anhand von
Debitorenlisten um bei Bedarf in enger Abstimmung mit der
Auftragsabwicklung telefonisch oder schriftlich zu mahnen
oder ggf. unverzüglich weitere notwendige
Maßnahmen einzuleiten. Wir schätzen das Risiko
als gering ein.
Liquiditätsrisiko
Ein Aspekt des Risikomanagements umfasst die
Überwachung und Steuerung der Liquidität, d. h.
die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit des
Unternehmens sowohl im kurz- wie auch mittel- bis
langfristigen Zeithorizont. Das zentrale Instrumentarium
ist ein regelmäßiger Finanzplan. Wir
schätzen das Liquiditätsrisiko insgesamt als
gering ein.
Fremdwährungsrisiko
Die Erlöse PET-Band und Folie werden
hauptsächlich in Euro generiert, daher erachten wir
das Fremdwährungsrisiko als gering.
Personelles Risiko
Der zukünftige Erfolg der Fromm Plastics GmbH
hängt wie bei anderen mittelständischen
Unternehmen im großen Umfang von der
Verfügbarkeit ausreichender Arbeitskräfte zu
wirtschaftlichen tragfähigen Konditionen ab.
Erschwerend kommt für uns die Notwendigkeit eines
Schichtsystems mit Nacht- und Wochenendschichten hinzu. Die
personellen Risiken insbesondere das Finden von
schichtbereiten Mitarbeitern, angesichts des
Arbeitskräftemangels und die mögliche
Personalfluktuation werden als mittel eingestuft.
Die Verfügbarkeit von qualifizierten
Fachkräften ist regional eine Herausforderung. Auch
geeignete Jugendliche für die Ausbildung als
Verfahrensmechaniker Kunststoff- und Kautschuktechnik zu
finden, ist problematisch. Dennoch konnte der
durchschnittliche Personalbestand von 124 Mitarbeitern (i.
Vu. 125 Mitarbeiter) gehalten werden.
Durch die Inflation werden die Personalkosten stetig
weiter ansteigen. Wir sehen darin ein weiteres mittleres
Risiko für das Betriebsergebnis.
Die hier dargestellte gesamte Risikobetrachtung zeigt
allerdings, dass derzeit kein bestandsgefährdendes
Risiko vorliegt.
3. Chancenbericht
Die Fromm Plastics als ein Systemlieferant für
die Verpackungsindustrie mit Ihren beiden Schwerpunkten
Verpackungsfolie und Umreifungsband sowie den jeweiligen
adaptierten Technologien, gewinnt weiter an Bedeutung. Die
internen Weiterentwicklungen in den unterschiedlichen
Bereichen sowie strukturelle Anpassungen unterstützen
den Trend. Mit neuen Produkten erhält das Customer
Relation Management weiterhin Werkzeuge, um schnell auf
Marktgegebenheiten zu reagieren und auf
Kundenbedürfnisse zu reagieren. Wir schätzen die
Chancen insgesamt als mittel ein.
Bei der Produktion von Folien sehen wir unsere
Chancen beim weiteren Ausbau des Geschäftes mit
AIRPAD-Tischmaschinen. Hier sehen wir eine große
Nachfrage und einen wachsenden Markt nach "Papierfolien".
Im Jahr 2024 werden wir die Erhöhung der
Produktionskapazität, Erweiterung mit dem im
Berichtsjahr in Betrieb genommenen Produktionshallenneubau
und weiteren Anlagen, abschließen.
Die Chancen für unsere getätigten
Investitionen sehen wir in der Produktionsbereitschaft bei
erhöhter Marktnachfrage und Anziehen der Konjunktur.
Die Fromm hat die durchgeführten Investitionen
aus eigenen Mitteln bzw. Mitteln der Fromm Gruppe sowie aus
Fördermitteln finanziert.
Kölleda, den 22. Mai
2024
Fromm
Plastics GmbH
Dr.
Ulrich Eberle, Geschäftsführer
Bilanz zum 31. Dezember 2023
A k t i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Software |
|
105.302,72 |
|
71.549,73 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke und Gebäude |
8.893.044,77 |
|
3.631.402,90 |
|
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
6.906.201,02 |
|
3.930.820,02 |
|
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
452.714,38 |
|
368.933,88 |
|
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
5.446.976,13 |
21.698.936,30 |
8.563.000,03 |
16.494.156,83 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
| Anteile
an verbundenen Unternehmen |
|
27.597,50 |
|
27.597,50 |
|
|
21.831.836,52 |
|
16.593.304,06 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
|
| I.
Vorräte |
|
|
|
|
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
6.396.981,42 |
|
7.283.886,54 |
|
| 2.
Unfertige Erzeugnisse |
118.017,07 |
|
210.019,59 |
|
| 3.
Fertige Erzeugnisse und Waren |
3.374.814,82 |
9.889.813,31 |
7.244.982,09 |
14.738.888,22 |
| II.
Forderungen und sonstige |
|
|
|
|
| Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und |
|
|
|
|
| Leistungen |
202.714,79 |
|
263.806,41 |
|
| 2.
Forderungen gegen verbundene |
|
|
|
|
| Unternehmen |
2.280.248,07 |
|
4.754.440,72 |
|
| 3.
Forderungen gegen Gesellschafter |
43.668.975,04 |
|
47.448.251,67 |
|
| 4.
Sonstige Vermögensgegenstände |
1.915.872,02 |
48.067.809,92 |
880.697,49 |
53.347.196,29 |
| III.
Kassenbestand und Guthaben bei |
|
|
|
|
| Kreditinstituten |
|
4.839.302,38 |
|
3.069.360,14 |
|
|
62.796.925,61 |
|
71.155.444,65 |
| C.
Aktive latente Steuern |
|
451.214,00 |
|
0,00 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
18.385,23 |
|
18.715,91 |
|
|
85.098.361,36 |
|
87.767.464,62 |
P a s s i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
2.500.000,00 |
2.500.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
25.405.000,00 |
25.405.000,00 |
| III.
Gewinnvortrag |
54.286.425,17 |
20.721.578,77 |
| IV.
Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) |
-2.249.779,42 |
33.564.846,40 |
|
79.941.645,75 |
82.191.425,17 |
| B.
Sonderposten für Investitionszuschüsse |
|
|
| zum
Anlagevermögen |
2.065.381,85 |
1.310.496,12 |
| C.
Rückstellungen |
|
|
| 1.
Steuerrückstellungen |
411,95 |
1.153.876,00 |
| 2.
Sonstige Rückstellungen |
332.296,78 |
406.916,83 |
|
332.708,73 |
1.560.792,83 |
| D.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und |
|
|
| Leistungen |
2.353.215,21 |
2.272.312,02 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen |
|
|
| Unternehmen |
3.751,61 |
3.329,14 |
| 4.
Sonstige Verbindlichkeiten |
401.658,21 |
429.109,34 |
| -
davon aus Steuern |
|
|
| EUR
57.184,02 (i. Vj. EUR 63.708,45) - |
|
|
| -
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
|
|
| EUR
22.859,13 (i. Vj. EUR 34.763,39) - |
|
|
|
2.758.625,03 |
2.704.750,50 |
|
85.098.361,36 |
87.767.464,62 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
|
31.606.303,70 |
|
42.975.833,24 |
| 2.
Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des
Bestandes |
|
|
|
|
| an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
|
-3.935.612,22 |
|
3.820.797,79 |
| 3.
Andere aktivierte Eigenleistungen |
|
73.228,55 |
|
0,00 |
| 4.
Sonstige betriebliche Erträge |
|
253.316,06 |
|
32.815.637,59 |
| -
davon aus Währungsumrechnung |
|
|
|
|
| EUR
1.778,71 (i. Vj. EUR 24.378,87) - |
|
|
|
|
| 5.
Materialaufwand |
|
|
|
|
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und |
|
|
|
|
| Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
-15.707.405,60 |
|
-30.238.153,92 |
|
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
-6.185.515,91 |
-21.892.921,51 |
-3.796.439,59 |
-34.034.593,51 |
| 6.
Personalaufwand |
|
|
|
|
| a)
Löhne und Gehälter |
-4.860.728,83 |
|
-4.535.463,47 |
|
| b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für |
|
|
|
|
| Altersversorgung |
-1.181.484,48 |
-6.042.213,31 |
-965.610,65 |
-5.501.074,12 |
| -
davon für Altersversorgung |
|
|
|
|
| EUR
53.690,43 (i. Vj. EUR 50.749,01) - |
|
|
|
|
| 7.
Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- |
|
|
|
|
| gegenstände
des Anlagevermögens |
|
|
|
|
| und
Sachanlagen |
|
-1.899.435,06 |
|
-1.572.737,11 |
| 8.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
|
-2.705.723,26 |
|
-4.040.274,37 |
| -
davon aus Währungsumrechnung |
|
|
|
|
| EUR
9.669,81 (i. Vj. EUR 7.781,45) - |
|
|
|
|
| 9.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
|
1.320.440,22 |
|
232.462,45 |
| -
davon aus verbundenen Unternehmen |
|
|
|
|
| EUR
1.312.500 (i. Vj. EUR 231.381,79) - |
|
|
|
|
| 10.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
|
-2.112,50 |
|
-17.853,87 |
| -
davon an verbundenen Unternehmen |
|
|
|
|
| EUR
0,00 (i. Vj. EUR 0,00) - |
|
|
|
|
| 11.
Erträge aus Ergebnisabführung |
|
49.128,57 |
|
59.743,96 |
| 12.
Erstattete Steuern (i. Vj. Steuern) vom |
|
|
|
|
| Einkommen
und vom Ertrag |
|
937.464,45 |
|
-1.161.524,29 |
| 13.
Ergebnis nach Steuern |
|
-2.238.136,31 |
|
33.576.417,76 |
| 14.
Sonstige Steuern |
|
-11.643,11 |
|
-11.571,36 |
| 15.
Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) |
|
-2.249.779,42 |
|
33.564.846,40 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
I. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Fromm
Plastics GmbH, Kölleda, ist nach den
handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff.
HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.
Die Gesellschaft hatte im Vorjahr erstmalig die
Größenkriterien für eine große
Kapitalgesellschaft erfüllt. Es handelt sich dennoch
um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des
§ 267 Abs. 2 und 4 HGB, da die relevanten
Größenkriterien nicht an zwei
aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren
überschritten wurden.
Die Fromm Plastics GmbH hat ihren Sitz in
Kölleda und ist unter der Nummer HRB 111436 im
Handelsregister des Amtsgerichtes Jena eingetragen.
Es besteht eine umsatz-, gewerbe- und
körperschaftsteuerliche Organschaft mit der Fromm MSC
GmbH, Leipzig (Fromm MSC), als Organgesellschaft. Mit der
Fromm MSC wurde ein Ergebnisabführungsvertrag
abgeschlossen.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß
den Vorschriften des § 266 HGB. Für die Gewinn-
und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren
gemäß § 275 Abs. 2 HGB zur Anwendung. Die
größenabhängigen Erleichterungen
gemäß § 288 HGB werden teilweise in
Anspruch genommen.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden
unverändert gegenüber dem Vorjahr angewendet.
Anlagevermögen
Die immateriellen Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und die Sachanlagen sind zu
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit
abnutzbar, abzüglich der planmäßigen
Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauer bewertet. Die Herstellungskosten umfassen
Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten,
Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile
der Material- und Fertigungsgemeinkosten.
Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.
Die planmäßigen Abschreibungen werden
über die folgenden (gruppeneinheitlichen)
Nutzungsdauern vorgenommen:
| Anlagengruppe |
Nutzungsdauern |
| Entgeltlich erworbene
Software |
3-5 Jahre |
| Grundstücke und
Gebäude |
0-33 Jahre |
| Technische Anlagen und
Maschinen |
8-15 Jahre |
| Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
4-10 Jahre |
Die beweglichen Anlagegüter werden linear pro
rata temporis abgeschrieben. Geringwertige bewegliche
Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens im Wert von
EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden seit 2010 im Zugangsjahr
nach § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben und im
Anlagenspiegel als Abgang gezeigt.
Die Finanzanlagen des Anlagevermögens umfassen
Anteile an verbundenen Unternehmen. Die Anteile werden zu
Anschaffungskosten bewertet. Bei dauerhafter Wertminderung
wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet.
Vorräte
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen
sowie Handelswaren sind zu Anschaffungskosten bewertet. Das
strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.
Die unfertigen und die fertigen Erzeugnisse (Folie)
sind zu Herstellungskosten bewertet. Der Ansatz beinhaltet
neben den Material- und Fertigungseinzelkosten und
Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der
Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des
Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung
veranlasst ist. Vertriebs-, Verwaltungsgemeinkosten und
Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Das strenge
Niederstwertprinzip wird beachtet.
Der andere Teil der fertigen Erzeugnisse (Band) ist
nicht zu Herstellungskosten bewertet, sondern wurde mit dem
niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert
bewertet. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine
Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus
Warenlieferungen und Leistungen gebildet. Eine
Einzelwertberichtigung war nicht erforderlich.
Flüssige Mittel
Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert
bewertet.
Rechnungsabgrenzungsposten
Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben
bilanziert, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit
nach dem Bilanzstichtag betreffen.
Aktive latente Steuern
Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft
erstmals von dem Wahlrecht nach § 274 HGB Gebrauch
gemacht und aktive latente Steuern aus dem
Gewerbesteuerverlustvortrag gebildet. Die aktiven latenten
Steuern wurden mit einem Steuersatz von 14,2 % angesetzt.
Daneben bestehen Bewertungsunterschiede bei den sonstigen
Rückstellungen, für die keine aktiven latenten
Steuern gebildet wurden. Passive latente Steuern bestehen
nicht.
Infolge der Aktivierung latenter Steuern dürfen
gemäß § 268 Abs. 8 HGB Gewinne nur
ausgeschüttet werden, wenn die nach der
Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren
Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und
abzüglich eines Verlustvortrags mindestens den
insgesamt angesetzten Beträgen entsprechen.
Eigenkapital
Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum
Anlagevermögen
Der Sonderposten für Zuschüsse zum
Anlagevermögen beinhaltet Investitionszuschüsse
des Freistaates Thüringen für die Zeiträume
2001 bis 2004, 2005 bis 2008 und 2022/2023. Im Vorjahr hat
das Unternehmen aus dem Förderprogramm
"Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen
Wirtschaftsstruktur" vom Land Thüringen eine Zusage
über einen Investitionszuschuss in Höhe von TEUR
1.800 erhalten, davon wurde im Vorjahr ein Betrag in
Höhe von TEUR 974 ausgezahlt. Für Investitionen
im Berichtsjahr 2023 wurden weitere Zahlungen in Höhe
von TEUR 826 an die Gesellschaft geleistet. Die
Zuschüsse werden dem Sonderposten in dem
Geschäftsjahr, in dem Sie abgerufen und ausgezahlt
werden, zugeführt. Die Auflösung des
Sonderpostens erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der
bezuschussten Anlagegüter und ist unter den sonstigen
betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Rückstellungen
Die Rückstellungen sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.
Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden
berücksichtigt. Rückstellungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Geschäftsjahre abgezinst. Die
Jubiläumsrückstellung in Höhe von TEUR 149
wurde unter Berücksichtigung der Sterbetafeln Heubeck
2018G und der Standardfluktuation, sowie einem Gehaltstrend
von 2 % nach der PUC-Methode gebildet. Der Abzinsung liegt
ein Rechnungszinsfuß in Höhe von 1,76 % (i. Vj.
1,45 %) zugrunde.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem
Erfüllungsbetrag bewertet.
Grundlagen der Währungsumrechnung
Fremdwährungsbestände werden zum Zeitpunkt
der Einbuchung mit dem entsprechenden
Devisenkassamittelkurs erfasst und zum Bilanzstichtag mit
dem entsprechenden Devisenkassamittelkurs bewertet.
III. Angaben zur Bilanz
Anlagevermögen
1. Allgemeines
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im
Anlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage zum Anhang).
Im Geschäftsjahr 2023 wurden in Höhe von
TEUR 73 Eigenleistungen im Anlagevermögen aktiviert,
die für die Inbetriebnahme neuer Anlagen entstanden
sind. Die Eigenleistungen entfallen auf Fertigungskosten.
2. Finanzanlagen
a) Fromm MSC GmbH, Leipzig
Die Gesellschaft hält 100% der
Geschäftsanteile an der Fromm MSC (Anschaffungskosten
TEUR 28). Das Eigenkapital der Fromm MSC beträgt
einschließlich Gewinnvortrag und Rücklagen zum
31. Dezember 2023 TEUR 25. Der Geschäftsanteil wird in
der Bilanz als
Anteil an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Aus
der Übernahme des Jahresgewinnes 2023 resultiert im
Berichtsjahr ein Ertrag aus Ergebnisabführung in
Höhe von TEUR 49.
Vorräte
Im Geschäftsjahr waren Wertberichtigungen auf
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 178,
auf Unfertige Erzeugnisse in Höhe von TEUR 17 und auf
Fertige Erzeugnisse und Waren in Höhe von TEUR 201,
jeweils auf den niedrigeren beizulegenden Wert notwendig,
die innerhalb der Bestandsveränderung enthalten sind,
soweit sie auf Erzeugnisse und Waren entfallen.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die
Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen
Liefer- und Leistungsforderungen TEUR 2.231 (i. Vj. TEUR
4.695). Des Weiteren beinhaltet der Bilanzposten
Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegen
die Fromm MSC (TEUR 49; i. Vj. TEUR 60).
Die
Forderungen gegen Gesellschafter betreffen Liefer-
und Leistungsforderungen in Höhe von TEUR 1.669 (i,
Vj. TEUR 2.448) und eine ungesicherte Darlehensforderung in
Höhe von TEUR 42.000 (i. Vj. TEUR 45.000). Das
Darlehen hat eine Restlaufzeit bis zum 31. März 2024.
Die Forderungen gegen Gesellschafter gehören trotz des
separaten Ausweises auch zu den Forderungen gegen
verbundene Unternehmen.
Die
sonstigen Vermögensgegenstände betreffen
im Wesentlichen mit TEUR 578 Forderungen aus
Körperschafts- und Gewerbesteuererstattung für
das laufende Wirtschaftsjahr und für den
Verlustrücktrag in das Wirtschaftsjahr 2022, mit TEUR
45 Forderungen aus Stromsteuererstattungen und mit TEUR
1.278 Forderungen aus Umsatzsteuer.
Sämtliche Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine
Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Eigenkapital
Das
gezeichnete Kapital beträgt TEUR 2.500 und ist
in voller Höhe eingezahlt.
Die Geschäftsführung wird der
Gesellschafterversammlung vorschlagen, den zum 31. Dezember
2023 ausgewiesenen Jahresverlust in Höhe von EUR
2.249.779,42 mit dem Gewinnvortrag der vorigen Jahre zu
verrechnen.
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum
Anlagevermögen
Im Geschäftsjahr 2023 ist der Sonderposten
für Investitionszuschüsse aus dem
Förderprogramm "Verbesserung der regionalen
Wirtschaftsstruktur" des Landes Thüringen um TEUR 826
(i. Vj. TEUR 974) erhöht worden. Die
planmäßige Auflösung des Sonderpostens
erfolgte im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR
71. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt
entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten
Anlagegüter und ist unter den sonstigen betrieblichen
Erträgen ausgewiesen.
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im
Wesentlichen den Personalbereich, Jahresabschlussarbeiten
und -prüfung.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
|
|
davon mit
einer Restlaufzeit |
|
Gesamtbetrag
31.12.2023 |
bis zu einem Jahr |
von einem bis zu
fünf Jahren |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
2.353 |
2.353 |
0 |
| (Vorjahr) |
(2.272) |
(2.272) |
(0) |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
4 |
4 |
0 |
| (Vorjahr) |
(3) |
(3) |
(0) |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
402 |
402 |
0 |
| (Vorjahr) |
(429) |
(429) |
(0) |
|
2.759 |
2.759 |
0 |
| (Vorjahr) |
(2.704) |
(2.704) |
(0) |
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als
fünf Jahren bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten sind
nicht besichert.
Die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus der
umsatzsteuerlichen Organschaft (TEUR 4, i. Vj. TEUR 3).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen zum Stichtag sonstige finanzielle
Verpflichtungen aus dem Leasingvertrag für ein KFZ in
Höhe von TEUR 12. Darüber hinaus besteht ein
Bestellobligo für Investitionen für Maschinen in
Höhe von TEUR 262. Weiterhin sind Mietverträge
für Lagerflächen in Höhe von TEUR 107
abgeschlossen worden.
Haftungsverhältnisse
Es bestehen keine Haftungsverhältnisse
gegenüber Dritten oder verbundenen Unternehmen.
Derivative Finanzinstrumente
Zum Bilanzstichtag bestehen keine derivativen
Finanzinstrumente.
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Aufgliederung der
Umsatzerlöse nach Regionen:
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Inland |
6.966 |
9.809 |
| EU (ohne
Deutschland) |
21.264 |
24.756 |
| Drittland |
3.376 |
8.411 |
|
31.606 |
42.976 |
Die Umsätze wurden alle im Bereich der
Kunststoffherstellung und Verarbeitung getätigt.
Die
sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten
periodenfremde Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen in Höhe von TEUR 33, aus der
Herabsetzung der pauschalen Wertberichtigung auf
Forderungen in Höhe von TEUR 16 und sonstige
periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 55.
Innerhalb des
Materialaufwands haben sich Entlastungen aus der
Strompreisbremse in Höhe von TEUR 3.435
aufwandsmindernd ausgewirkt.
Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten mit
TEUR 9 sonstige periodenfremde Aufwendungen.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten TEUR
2 (i. Vj. TEUR 1) aus der Aufzinsung von langfristigen
Rückstellungen.
V. Sonstige Angaben
Anteilsbesitz der Fromm Plastics GmbH
| Name und Sitz der
Gesellschaft |
Anteil am
Kapital |
Eigenkapital |
Ergebnis
2023
[1]
|
|
% |
TEUR |
TEUR |
| Fromm MSC GmbH,
Bitterfeld-Wolfen (vor EAV) |
100,0 |
25 |
49 |
Gewinnverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Jahresverlust mit dem Gewinnvortrag der vergangenen Jahre
zu verrechnen.
Arbeitnehmer
Die Gesellschaft beschäftigte im
Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 124 Arbeitnehmer
(i. Vj. 125), davon 107 gewerbliche Arbeitnehmer und 17
Angestellte.
Geschäftsführer
Zum Geschäftsführer war im Jahr 2023
bestellt:
| ― |
Herr Dr. Ulrich Eberle
Geschäftsführer, Chemiker, Filderstadt
|
Der Geschäftsführer Herr Dr. Eberle hat im
Berichtsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft
erhalten.
Konzernabschluss
Die Reinhard Fromm Holding AG, Cham (Schweiz), stellt
den Konzernabschluss für die Fromm Gruppe auf, in den
die Fromm Plastics GmbH, Kölleda, einbezogen wird. Der
Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens
erhältlich.
Geschäfte mit nahestehenden Personen
Geschäfte mit nahestehenden Personen und
Unternehmen zu nicht marktüblichen Bedingungen haben
wurden nicht getätigt.
Nachtragsbericht
In der Gesellschafterversammlung vom 12. Januar 2024
wurde beschlossen, aus dem Gewinnvortrag der Gesellschaft
entsprechend dem Verhältnis der Geschäftsanteile
insgesamt TEUR 42.000 an die Gesellschafter
auszuschütten. Dafür wird das an die Fromm
Holding AG in Höhe von TEUR 42.000 ausgereichte
Darlehen entsprechend der Höhe des
Geschäftsanteils in eine Ausschüttung an die
Fromm Holding AG umgewandelt. Der verbleibende
Darlehensbetrag in Höhe von TEUR 2.310 wird an die
Fromm Plastics GmbH zurückgezahlt und an den
Gesellschafter Reinhard Fromm in Höhe des
Geschäftsanteils ausgezahlt.
1 Vor Ergebnisabführung
Kölleda, den 22. Mai
2024
Fromm
Plastics GmbH
Dr.
Ulrich Eberle, Geschäftsführer
Entwicklung
des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
1.1.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögens- |
|
|
|
|
|
| gegenstände |
|
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Software |
853.360,00 |
8.468,68 |
12.739,05 |
54.668,95 |
903.758,58 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke und Gebäude |
8.348.335,94 |
390.090,41 |
0,00 |
5.242.037,24 |
13.980.463,59 |
| 2.
Technische Anlagen |
|
|
|
|
|
| und
Maschinen |
28.867.489,60 |
1.092.717,24 |
915.089,79 |
3.245.047,27 |
32.290.164,32 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
|
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
1.652.758,09 |
206.645,24 |
142.271,36 |
17.100,00 |
1.734.231,97 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen |
|
|
|
|
|
| und
Anlagen im Bau |
8.563.000,03 |
5.442.829,56 |
0,00 |
-8.558.853,46 |
5.446.976,13 |
|
47.431.583,66 |
7.132.282,45 |
1.057.361,15 |
-54.668,95 |
53.451.836,01 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| Anteile
an verbundenen |
|
|
|
|
|
| Unternehmen |
27.597,50 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
27.597,50 |
|
48.312.541,16 |
7.140.751,13 |
1.070.100,20 |
0,00 |
54.383.192,09 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
|
1.1.2023 |
Abschreibungen des
Geschäftsjahres |
Abgänge |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögens- |
|
|
|
|
| gegenstände |
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Software |
781.810,27 |
29.380,64 |
12.735,05 |
798.455,86 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke und Gebäude |
4.716.933,04 |
370.485,78 |
0,00 |
5.087.418,82 |
| 2.
Technische Anlagen |
|
|
|
|
| und
Maschinen |
24.936.669,58 |
1.361.881,36 |
914.587,64 |
25.383.963,30 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
1.283.824,21 |
137.687,28 |
139.993,90 |
1.281.517,59 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen |
|
|
|
|
| und
Anlagen im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
30.937.426,83 |
1.870.054,42 |
1.054.581,54 |
31.752.899,71 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
| Anteile
an verbundenen |
|
|
|
|
| Unternehmen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
31.719.237,10 |
1.899.435,06 |
1.067.316,59 |
32.551.355,57 |
|
Buchwerte |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögens- |
|
|
| gegenstände |
|
|
| Entgeltlich
erworbene Software |
105.302,72 |
71.549,73 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke und Gebäude |
8.893.044,77 |
3.631.402,90 |
| 2.
Technische Anlagen |
|
|
| und
Maschinen |
6.906.201,02 |
3.930.820,02 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
452.714,38 |
368.933,88 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen |
|
|
| und
Anlagen im Bau |
5.446.976,13 |
8.563.000,03 |
|
21.698.936,30 |
16.494.156,83 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
| Anteile
an verbundenen |
|
|
| Unternehmen |
27.597,50 |
27.597,50 |
|
21.831.836,52 |
16.593.304,06 |
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Fromm Plastics GmbH, Kölleda
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Fromm Plastics
GmbH, Kölleda, - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fromm
Plastics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung sowie unter ergänzender
Beachtung der International Standards on Auditing (ISA)
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im
Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für
die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie
unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte
Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets
aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen
Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als
wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet
werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf
der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Jena, den 23. Mai 2024
KPMG
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Lauer,
Wirtschaftsprüfer
Wächter,
Wirtschaftsprüferin
Feststellung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss der Fromm Plastics GmbH zum 31.
Dezember 2023 wurde am _____ festgestellt.
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