ATP Autoteile GmbH
Am Heidweg 1, 92690 Pressath, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Sebastian Müller seit 18.4.2024 | Geschäftsführer |
Julian Schmid seit 28.8.2023 | Geschäftsführer |
Rudolf Kreuzer seit 28.8.2023 | Prokura |
Alexander Erik Bugge seit 23.11.2022 | Geschäftsführer |
Frank Stefan Landgraf seit 11.12.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
SAG Digital AG | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ATP Autoteile GmbHPressathJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ATP Autoteile GmbH, Pressath Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ATP Autoteile GmbH, Pressath, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ATP Autoteile GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, 15. März 2024 Mazars GmbH & Co. KG Jürgen Engel, Wirtschaftsprüfer Maximilian Stocker, Wirtschaftsprüfer BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGder ATP Autoteile GmbH für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der ATP Autoteile GmbH, PressathA. Vorbemerkungen Handelsregister Die ATP Autoteile GmbH (im folgenden ATP) mit Sitz in Pressath ist im Amtsgerichts Weiden unter HRB 5485 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von KFZ-Zubehör und Ersatzteilen im Business to Consumer (B2C) Geschäft. ATP bietet ein Komplettprogramm für Karosserieteile, Reparaturbleche, Kraftstofftanks, Beleuchtung, Achsteile, Kühler, Klimaanlagen und vieles mehr an. Dies geschieht über den eigenen Webshop sowie diverse Onlinemarktplätze von Dritten. Jahresabschluss Der Jahresabschluss der ATP Autoteile GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2023 wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der allgemeinen Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 265 - 274a und 276 - 278 HGB aufgestellt. Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Im Falle von unterjährig auftretenden kurzfristigen Liquiditätslücken wird unter Umständen auf Intercompany Finanzierungen oder andere Instrumente aus der Gruppe zur Sicherstellung der Liquidität zurückgegriffen. Der Jahresabschluss spiegelt den gesamten Geschäftsverlauf des Jahres 2023 wider. Gliederung Die Gliederung der Bilanz entspricht den §§ 265 ff. HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach §275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Bewertung Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256a HGB aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Sämtliche Vermögensgegenstände werden stets nach der linearen Abschreibungsmethode in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen abgeschrieben. Für Zugänge bei beweglichen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens wird die anteilige Jahresabschreibung (pro rata temporis) verrechnet. Technische Anlagen und Maschinen wurden mit einer Nutzungsdauer zwischen 5 und 13 Jahren abgeschrieben, andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden zwischen 2 und 11 Jahren abgeschrieben. Es wird vom Wahlrecht nach § 240 Abs. 3 S. 1 HGB i.V.m. § 256 S. 2 HGB für funktionsgleiche Wirtschaftsgüter, die regelmäßig ersetzt werden, Gebrauch gemacht und ein Festwert gebildet. Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelwert bis einschließlich EUR 250,00 werden im Zeitpunkt ihrer Anschaffung unmittelbar als Aufwand erfasst. Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelwert zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden aktiviert und im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Jahren mit jeweils 20 % abgeschrieben. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen inkl. der geleisteten Anzahlungen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Der Warenbestand ist mit den gewogenen Durchschnittspreisen unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und - Minderungen bewertet. Die Vorräte werden überwiegend durch eine permanente ERP-gestützte Inventur nach § 241 Abs. 2 HGB festgestellt. Die Bewertung erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Für Lagerrisiken und nicht vollwertige Bestände werden warengruppenspezifische Bewertungsabschläge auf die Vorräte vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, wurden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und werden zu den voraussichtlichen bzw. erwarteten Erfüllungsbeträgen bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz laut den maßgebenden Abzinsungszinssätzen der Deutschen Bundesbank entsprechend abgezinst. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet; Verluste aus Kursänderungen werden erfasst. Gewinne aus Kursänderungen werden bei Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr erfasst. Ein Überhang an passiven latenten Steuern auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten wird angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, aktive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht zu aktivieren. Umsatzerlöse aus Handelswaren sowie die in Rechnung gestellte Versandkostenpauschale werden zum Zeitpunkt der Rechnungstellung im Zuge des Auftragsversands ausgewiesen. Retournierte Artikel werden den gebuchten Umsatzerlösen gegengerechnet. Für noch zu erwartende Retouren wurde zum Bilanzstichtag eine Rückstellung gebildet. B. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) zu entnehmen. Bei den Vorräten handelt sich ausschließlich um Handelswaren, die für den Weiterverkauf bezogen wurden und hauptsächlich am Standort in Pressath lagern. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 652 (i. Vj. T€ 380) enthalten. Es bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Für Ausfallrisiken sind zum 31. Dezember 2023 keine Wertberichtigungen gebildet worden, da der Versand in der Regel erst nach Bezahlung erfolgt. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 3.762 (i Vj. T€ 2.911) betreffen unter anderem Ansprüche aus abgerufenen Boni T€ 2.788 (i Vj. T€ 2.508), die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden sowie T€ 61 (i. Vj. T€ 129) für debitorische Kreditoren. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 444 (i. Vj.: T€ 426) enthält ausschließlich Abgrenzungen für Wartungsverträge von Soft- und Hardware. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt T€ 1.000 (i. Vj. T€ 1.000). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen aus Gewährleistungen in Höhe von T€ 324 (i. Vj. T€ 315), für ausstehende Rechnungen über T€ 612 (i. Vj. T€ 345) sowie noch nicht abgegoltene Urlaubs- sowie Lohn- und Gehaltsansprüche T€ 723 (i. Vj. T€ 634). Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten über T€ 11.789 (i. Vj. T€ 1.810) gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen resultieren zum größten Teil aus Warenlieferungen der Muttergesellschaft und Schwestergesellschaften sowie aus Darlehensverbindlichkeiten. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte von Lieferanten. Die erhaltenen Anzahlungen belaufen sich auf T€ 1.111 (i. Vj. T€ 462). Die Verbindlichkeiten einschließlich der erhaltenen Anzahlungen setzen sich aus T€ 12.326 gegenüber inländischen Lieferanten und T€ 4.615 gegenüber Lieferanten aus dem übrigen Gemeinschaftsgebiet und Drittland zusammen. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen u. a. T€ 1.003 auf Umsatzsteuerverbindlichkeiten, T€ 129 auf Lohn- und Kirchensteuer und T€ 385 auf kreditorische Debitoren. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse aus Warenverkäufen T€ 130.216 (i. Vj. T€ 114.279) und die darin vereinnahmten Versandkostenpauschalen T€ 2.553 (i. Vj. T€ 2.407) realisiert. Hierbei sind die bereits angefallenen sowie die aus realisiertem Umsatz noch zu erwartenden Retouren berücksichtigt. Von den Umsatzerlösen entfallen rund 90% auf den deutschen Markt, 9% auf die EU sowie 1% auf europäische Drittländer. Die sonstigen betrieblichen Erträge T€ 4.807 (i. Vj. T€ 6.251) ergeben sich überwiegend aus Intercompany-Weiterbelastungen sowie einem Einmaleffekt aus Konzernverrechnung, der auf einen einmaligen Forderungsverzicht der Gesellschafterin in Höhe von T€ 2.550 zurückzuführen ist. Der Materialaufwand im Geschäftsjahr betrug T€ 78.251 (i. Vj. T€ 71.586) und ergibt sich fast vollständig aus dem Bezug von Handelswaren. Die Personalaufwendungen von gesamt T€ 12.946 (i. Vj. T€ 12.163) unterteilen sich in T€ 10.737 (i. Vj. T€ 10.072) für Löhne und Gehälter sowie T€ 2.209 (i. Vj. T€ 2.091) für soziale Ausgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 42.746 (i. Vj. T€ 36.000) sind Effekte aus Währungsumrechnung i. H. v. T€ 839 enthalten. Periodenfremde und außergewöhnliche Posten sind nicht enthalten. C. Ergänzende Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Satz 1 Nr. 3 HGB: Zum Abschlussstichtag bestehen laufende Zahlungsverpflichtungen aus außerbilanziellen Geschäften im Sinne dieser Vorschrift ausschließlich in Form branchenüblicher Leasingverträge sowie Mietverträgen über den Fuhrpark sowie Büroausstattung. Nach den vertraglichen Bedingungen sind die Leasingobjekte der ATP Autoteile GmbH nicht als wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen. Aus für den Fuhrpark und die Büroausstattung abgeschlossenen Leasingverträgen resultieren Verpflichtungen von T€ 271 (i. Vj. T€ 118) mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr und von T€ 288 (i. Vj. T€ 78) mit einer Laufzeit zwischen zwei und fünf Jahren. Aus Mietverträgen für Verwaltungsgebäude, Vertriebsstätten und Lagergebäude entfallen Verpflichtungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr über T€ 1.642 (i. Vj. T€ 1.510) und zwischen 2-5 Jahre T€ 5.459 (i. Vj. T€ 3.522). Aus Wartungsverträgen für Software, Hardware und sonst. technischen Anlagen und Maschinen resultieren T€ 1.861 (i. Vj. T€ 0) mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr. Mit einer Laufzeit von zwei bis fünf Jahren bestehen keine Verpflichtungen (i. Vj. T€ 133). Aus sonstigen Service- und Beratungsverträgen entstehen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr Verpflichtungen von T€ 240 (i. Vj. T€ 437). Mit einer Laufzeit von zwei bis fünf Jahren bestehen keine Verpflichtungen. Derivative Finanzinstrumente werden von der ATP Autoteile GmbH nicht eingesetzt. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen bestehen im Rahmen eines fremdüblichen Mietvertrags. Verbundene Unternehmen haben zudem der ATP Autoteile GmbH Darlehen gewährt (Details siehe Verbindlichkeitenspiegel). Die Gesellschaft hat darüber hinaus mit der Geschäftsführung und mit leitenden Angestellten keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises. Die genannten Verträge wurden zu fremdüblichen Konditionen abgeschlossen. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren im Durchschnitt bei ATP beschäftigt:
Honorare des Abschlussprüfers im Sinne von § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB: Das im Geschäftsjahr erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung T€ 42 und für Steuerberatungsleistungen T€ 22. Für sonstige Leistungen wurden T€ 0 aufgewandt. Geschäftsführung Herr Alexander Bugge, Köln, Diplom-Betriebswirt (BA) Herr Frank Landgraf, Kirchenthumbach, Wirtschaftsfachwirt Herr MMag. Julian Schmid, München, MBA (Bestellung 08/2023) Herr Marc Leimann, Köln, Diplom Wirtschaftsjurist (ausgeschieden 08/2023) Herr Philippe Thiemann, St. Gallen Schweiz, Betriebswirt Herr Philippe Thiemann ist nicht bei der ATP Autoteile GmbH angestellt. Die Geschäftsführung erhielt im Geschäftsjahr Bezüge gemäß § 285 Nr. 9 a in Höhe von T€ 754. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der ATP Autoteile GmbH wird in den Abschlüssen der Swiss Automotive Group AG, Cham, Schweiz (kleinster Konsolidierungskreis) bzw. der Activa Holding AG (größter Konsolidierungskreis) konsolidiert. Der Konzernabschluss wird beim Schweizer Handelsregister und Publikationen aus dem Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) offengelegt. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag 31.12.2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetroffen. Vorschlag zur ErgebnisverwendungEs wird der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, den Jahresüberschuss EUR 14.258,48 auf neue Rechnung vorzutragen.
Pressath, den 15. März 2024 Die Geschäftsführung Anlagenspiegel ATP Autoteile GmbH 31.12.2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der ATP Autoteile GmbH, PressathA. Grundlagen des Unternehmens ATP Autoteile GmbH (im folgenden ATP) ist ein Internetfachhändler für Autoersatzteile und Zubehör mit den Standorten Pressath (Logistik) und Kirchenthumbach (Verwaltung). Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von KFZ-Zubehör und Ersatzteilen im Business to Consumer (B2C) Geschäft. ATP bietet ein Komplettprogramm für Karosserieteile, Reparaturbleche, Kraftstofftanks, Beleuchtung, Achsteile, Kühler, Klimaanlagen und vieles mehr an. Dies geschieht über den eigenen Webshop, eine eigene App sowie diverse Onlinemarktplätze von Dritten. ATP Autoteile GmbH vertreibt Produkte auch unter den Eigenmarken ATEC und ENVA und lässt diese überwiegend in China mit hohen Qualitätsstandards produzieren. Der Wareneinkauf findet in Deutschland, EU sowie China statt. Absatzmärkte für den Internethandel sind DACH und weitere europäische Länder. Die Geschäftsleitung steuert die Bereiche anhand von strategischen und operativen Vorgaben des Gesellschafters. Ziel ist der weitere Ausbau des Produktportfolios in Breite und Tiefe sowie die stetige Verbesserung der Marktposition und damit die langfristige Stärkung der Marke ATP. B. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Da ATP ihre Produkte ausschließlich über das Internet vertreibt, gehört sie zu den sogenannten Internet Pure Playern. Damit entspricht ATP dem aktuellen Einkaufsverhalten der Endverbraucher, welche sich an das unkomplizierte, stressfreie und komfortable Einkaufen über das Internet gewöhnt haben. Die Fracht- und Beschaffungskosten sind nach der Erholung im Jahr 2022 im betrachteten Geschäftsjahr gegen Ende des Jahres aufgrund der Huthi-Angriffe wieder angestiegen. Inzwischen ist allerdings ein leichter Rückgang ersichtlich.1
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https://en.sse.net.cn/indices/scfinew.jsp Laut dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland betrug der gesamte E-Commerce-Umsatz für Deutschland im Jahr 2023 mehr als 79,7 Milliarden Euro2. Gemäß einer umfangreichen Marktstudie von Mckinsey wird die Bedeutung der Distribution über E-Commerce für den gesamten KFZ- Aftermarket in den nächsten Jahren zunehmen. So wird mit einem Wachstum von circa 4% p.a. bis 2030 gerechnet.3 Dies wird von einer Marktanalyse der Fortune Business Insights untermauert, welche aus der Kombination von zunehmendem Anteil des eCommerce sowie des steigenden durchschnittlichen Gebrauchtwagenalters eine günstige Entwicklung im KFZ-Aftermarket feststellt.4 2. Investitionen Im Geschäftsjahr wurden insgesamt Wirtschaftsgüter in Höhe von T€ 914 angeschafft. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie technische Anlagen und Maschinen. 3. Finanzierungsmaßnahmen Der Kapitalbedarf der ATP Autoteile GmbH wird überwiegend durch das Mutterunternehmen und weitere verbundene Unternehmen gedeckt. Hierfür ist ein Rahmenkreditvertrag vorhanden. Um den Bedarf zu erkennen, wird eine ausführliche Liquiditätsplanung auf 16-Wochen-Sicht erstellt und auf Basis dieser die Tranchen entsprechend abgerufen. Neben diesem werden auch noch weitere gruppeninterne Instrumente genutzt, um stets eine gesunde Finanzierung der ATP zu gewährleisten. Im Geschäftsjahr gab es einen Forderungsverzicht der Muttergesellschaft in der Höhe von T€ 2.550. 4. Personalbereich Die ATP Autoteile GmbH hatte im Jahresdurchschnitt 310 Mitarbeitende (i.Vj. 322), einschließlich Geschäftsführer, dies entspricht durchschnittlich 272 FTE (i.Vj 283). Im Jahr 2023 ist ATP seiner unternehmerischen Verantwortung nachgekommen und bildete 10 (i.Vj. 14) Jugendliche als Lagerlogistiker/innen, Mitarbeiter/innen E-Commerce bzw. Büromanagement und Fachinformatiker/innen aus. 5. Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, welche die Geschäftsführung zur Steuerung des Unternehmens heranzieht, sind die Umsatzerlöse und das EBITDA. Dieses wird als Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation von immateriellen Wirtschaftsgütern bezeichnet.
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https://bevh.org/detail/umsaetze-im-e-commerce-erreichen-talsohle Der Jahresabschluss spiegelt den gesamten Geschäftsverlauf des Jahres 2023 wider. Für das Jahr 2023 ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 14 (i.Vj. T€ 12). Die Materialeinsatzquote bewegte sich mit 60,1% (i.Vj. 62,6%) unter dem geplanten Rahmen. Dies ist zum einen auf den Rückgang der Frachtkosten auf vor Corona-Niveau sowie auf bessere Einkaufspreise durch die Einbindung in den Gruppeneinkauf der SAG-Gruppe zurückzuführen. Durch diese profitieren wir von Synergien und verbesserten Einkaufskonditionen. C. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich in 2023 um T€ 3.437 auf T€ 33.051 (i.Vj. T€ 29.614) erhöht. Die wesentlichen Positionen hierbei sind das Anlagevermögen mit einer Erhöhung um T€ 495 auf T€ 2.167 (i.Vj. T€ 1.672), die Vorräte mit einem Anstieg von T€ 606 auf T€ 21.742 (i.Vj. T€ 21.136) sowie das Bankguthaben mit T€ 2.156 (i.Vj. T€ 1.669). Die Rückstellungen betragen T€ 2.036 (i.Vj. T€ 1.597) und bestehen im Wesentlichen aus Gewährleistung gen in Höhe von T€ 324 (i. Vj. T€ 315), noch ausstehenden Rechnungen in Höhe von T€ 612 (i. Vj. T€ 345) sowie noch nicht abgegoltenen Urlaubs-, Lohn- und Gehaltsansprüchen in Höhe von T€ 723 (i. Vj. T€ 634). Die Verbindlichkeiten liegen mit T€ 30.334 rund T€ 2.984 über dem Vorjahr (i.Vj. T€ 27.350), wovon T€ 15.830 (i.Vj. T€ 11.971) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten entfallen. Dieser Anstieg ist überwiegend auf die Ausnutzung längerer Zahlungsziele bei Lieferanten sowie den Aufbau des Vorratsvermögens und Investitionen in das Anlagevermögen zurückzuführen. Weiter entfallen T€ 11.789 (i.Vj. T€ 13.845) auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern, wovon T€ 8.006 (i.Vj. T€ 12.035) auf erhaltene Darlehen aus der SAG Gruppe zurückzuführen sind. Von den sonstigen Verbindlichkeiten resultieren T€ 129 (i.Vj. T€ 107) aus Lohn- und Kirchensteuer, T€ 1.003 aus weiteren Steuerverbindlichkeiten und T€ 385 (i.Vj. 112) aus kreditorischen Debitoren. Dem steht ein Eigenkapital mit einem Stammkapital in Höhe von T€ 1.000 (i.Vj T€ 1.000), abzüglich dem Verlustvortrag in Höhe von T€ 333, zuzüglich dem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 14 über insgesamt T€ 681 gegenüber. Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr in Höhe des Jahresüberschusses um T€ 14 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 2,1% (i.Vj. 2,3%). 2. Finanzlage Die Finanzierung basiert im Wesentlichen auf einer Anschubfinanzierung durch die SAG-Gruppe. Die Liquidität des Unternehmens ist jederzeit ausreichend, um den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Dies wird anhand einer wöchentlichen Liquiditätsplanung (16 Wochen rolling forward) sichergestellt. Da sich die ATP derzeit in einer starken Wachstumsphase befindet, ist zumindest eine teilweise Fremdfinanzierung notwendig. Diese wird nicht über externe Banken, sondern durch Intercompany-Finanzierungen der Gruppe abgebildet. Hierfür besteht ein Rahmenvertrag, aus welchem jederzeit Tranchen abgerufen werden können, um die Liquidität zu sichern sowie Working Capital zu finanzieren. Zum Stichtag bestehen noch nicht abgerufene Kreditlinien über ca. € 10 Mio. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden unter Ausnutzung der Zahlungsziele und unter Berücksichtigung von Skonto beglichen. 3. Ertragslage Entscheidenden Einfluss auf die Unternehmenslage hat das wieder zu generierende Umsatzwachstum im DACH-Segment. Die Umsätze wurden mit 96% aus Lager- und zu 4% aus Auftragsware generiert. Die Umsätze verteilen sich mit ca. 90% auf Deutschland und ca. 10% auf andere europäische Länder und Drittländer. Der B2C Anteil beträgt ca. 98% am Gesamtumsatz. Gesamt konnte im Geschäftsjahr ein Umsatz von T€ 130.216 (Vj. T€ 114.279) erzielt werden, was einem Wachstum von 13,9% entspricht. Die Ertragslage hat mit einer Rohertragsquote von 39,9% im Vergleich zu 37,4% im Geschäftsjahr 2022 die ursprünglichen Erwartungen übertroffen. Die sonstigen betrieblichen Erträge T€ 4.807 (i. Vj. T€ 6.251) ergeben sich überwiegend aus Intercompany- Weiterbelastungen sowie einem Forderungsverzicht der Gesellschafterin in Höhe von T€ 2.550. Die Materialaufwandsquote hat sich von 62,6% auf 60,1% verringert, was überwiegend auf gesunkene Einkaufspreise sowie Frachtkosten zurückzuführen ist. Der Personalaufwand einschließlich Sozialabgaben machte T€ 12.946 (i.Vj. T€ 12.163) aus. Die Personalaufwandsquote ging von 10,6% auf 9,9% zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf T€ 42.746 (i. Vj. T€ 36.000). Als größte Positionen sind hierbei Vertriebsaufwendungen mit T€ 15.372 (i. Vj. T€ 13.490), Kosten der Warenabgabe mit T€ 12.714 (i. Vj. T€ 11.025) und Aufwendungen für externe Beratungen und Dienstleistungen mit T€ 493 (i. Vj. T€ 398) zu nennen. Das Jahresergebnis zeigt wie im Vorjahr einen leichten Gewinn in Höhe von T€ 14 (Vj. T€ 12). Die Geschäftsführung sieht das vergangene Jahr 2023 als positiv an. Die makroökonomische Entwicklung hat sich etwas beruhigt und die Beschaffungsmärkte waren weniger von Unsicherheit geprägt, wodurch zum Vorjahr eine allgemein positive Entwicklung festzustellen ist. Kostenseitig war das abgelaufene Geschäftsjahr erneut durch externe Beratung und Dienstleistungen belastet. Zudem sind auch die Kosten für Verpackung deutlich angestiegen. Der Anstieg der Verkaufspreise konnte den Anstieg der Einkaufspreise übertreffen, weshalb ein deutlich positiver Trend festzustellen war. Lediglich gegen Ende des Jahres wurde die Ertragsseite durch den rasanten Anstieg der Frachtkosten aufgrund der Huthi-Angriffe nochmals belastet. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren betreffen die Anzahl der Lieferanten sowie die Produktvielfalt. Durch eine Diversifizierung in der Lieferantenstruktur kann eine gesteigerte Unabhängigkeit erreicht werden. Die hohe Anzahl an Produkten wird ebenso als relevant angesehen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Anzahl der Lieferanten Die Anzahl der Lieferanten liegt derzeit bei 292. Durch diese Kennzahl wird eine Risikostreuung auf der Lieferantenseite erreicht und damit die Versorgungssicherheit für unsere Kunden gewährleistet. Anzahl der Produkte Das Produktsortiment umfasst mehr als 830.000 Produkte und soll sukzessive auf 900.000 - 1.200.000 Produkte ausgebaut werden. Diese Kennzahl ist ein wichtiger Indikator, um durch eine große Angebotspalette Kundenbedürfnisse zu befriedigen und das ertragreiche Umsatzwachstum sicherzustellen. Umweltbelange Eine Photovoltaik-Anlage erzeugt elektrischen Strom aus regenerativer Sonnenenergie für das Logistikzentrum. Mit dieser nachhaltigen und umweltfreundlichen Möglichkeit leistet man einen Beitrag zum Umweltschutz. Gemäß Umweltbundesamt vermeidet eine Photovoltaikanlage über ihre gesamte Lebensdauer pro Kilowattstunde Strom etwas mehr als 0,6 Kilogramm CO2 im Vergleich zu konventionellem Strom. Arbeitnehmerbelange Mit Schulungen und Weiterbildungen wurden die fachlichen Kompetenzen der Mitarbeiter erweitert. Für den Erfahrungsaustausch innerhalb des Unternehmens und der Gruppe wurden nationale wie auch internationale Tagungen abgehalten. Ein Programm zur Förderung von Mitarbeitern mit Entwicklungspotential wurde gruppenweit implementiert und wird nun auch lokal entwickelt. D. Hinweise auf Chancen und Risiken bei der künftigen Entwicklung 1. Währungsrisiken ATP beschafft Handelswaren auf dem asiatischen Markt, die in Renminbi Yuan und US-Dollar fakturiert werden. Hieraus ergeben sich Währungsrisiken zwischen T€ 200 - 500. Um diesen zu begegnen, ist Mitte 2022 ein gruppenweites Fremdwährungsmanagement implementiert worden, wodurch diese Risiken wesentlich minimiert wurden. Gegebenenfalls werden Liquiditätsreserven in Fremdwährungen gehalten. Spekulative Instrumente werden nicht eingesetzt. 2. Risiken aus Beschaffung Beschaffungsseitig stützt sich die Unternehmung auf ein breites Spektrum an Lieferanten. Wesentliche Abhängigkeiten von einzelnen Zulieferern sind nicht gegeben. In der Regel kann auf Substitutionsmöglichkeiten zurückgegriffen werden. Systematische Qualitätskontrollen dienen der Sicherung eines hohen Qualitätsstandards. 3. Globale Risiken Ukraine-Krieg Seit Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Auch in Deutschland sind die Folgen daraus spürbar. Die konkreten Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft können noch immer nicht verlässlich abgeschätzt werden, sind jedoch bislang gering. Aufgrund der überwiegend nationalen Kundenstruktur der ATP sowie keinerlei wesentlicher Lieferanten aus Russland und der Ukraine waren die Auswirkungen im Geschäftsjahr kaum spürbar, wodurch das Risiko für die ATP als gering einzuschätzen ist. Huthi-Angriffe Seit November 2023 führen die Huthi-Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer durch. Die Reedereien waren gezwungen, die Durchfahrt durch eine der wichtigsten Seehandelsrouten der Welt auszusetzen oder eine Umleitung um das Kap der Guten Hoffnung zu nehmen. Für die ATP hatte dies sowohl eine Erhöhung der Frachtkosten für Importe aus China als auch eine leichte Verlängerung der Transitzeiten gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2023 zur Folge - massive Verspätungen wurden jedoch vermieden. 4. IT-Risiken Durch die zunehmende internationale Vernetzung und die damit verbundene Möglichkeit des Missbrauchs von IT-Systemen bestehen entsprechende E-Kriminalitätsrisiken, wie z.B. der Ausfall zentraler IT-Systeme, der Verlust der Datenintegrität oder die Preisgabe vertraulicher Daten aus Forschung und Wirtschaft, die Manipulation von IT-Systemen in der Prozesssteuerung oder eine erhöhte Belastung oder Beeinträchtigung von IT-Systemen durch Virenangriffe. Die ATP Autoteile GmbH begegnet diesen Risiken mit verschiedenen Hard- und Softwarelösungen (z. B. Firewalls, Ransomware und Multi-Faktor-Identifikation) und Sicherheitsaudits, um diese Risiken zu minimieren. 5. Chancen aus der Digitalisierung Die Digitalisierung des Einkaufs hat sowohl auf die stationären Fachhändler als auch auf die reinen Webshop-Betreiber gravierende Auswirkungen. So verändert das gewandelte Kundenverhalten die Anforderungen an Erreichbarkeit, individualisierte Angebote und das Einkaufserlebnis. Wir sehen dies als Chance für die Gesellschaft. 6. Allgemeines Über allgemeine Marktrisiken hinaus sind keine Entwicklungen zu erkennen, die zum Verlust von Marktanteilen führen könnten. Die konjunkturelle Abhängigkeit des Geschäftes ist als gering einzuschätzen. Risiken aus wirtschaftspolitischen Maßnahmen werden derzeit nicht als wesentlich eingestuft. Es ist festzustellen, dass der Wettbewerb stärker geworden ist, was die Preisgestaltung herausfordernder macht. Zusammenfassend wird ATP ihr aufgebautes Risikomanagement ständig verbessern und an die jeweiligen Erfordernisse anpassen. Alle Risiken, die sich aus den Aktivitäten der ATP ergeben können, werden regelmäßig, größtenteils wöchentlich, durch Geschäftsführung und leitende Mitarbeiter diskutiert und bewertet. Anhand eines monatlichen Berichtwesens werden Entwicklungen stets zeitnah aufgezeigt. Notwendige Maßnahmen werden dadurch immer rechtzeitig möglich sein. ATP hat alle Haftungsrisiken ausreichend versichert und wird auch weiterhin keine unkalkulierbaren Wagnisse eingehen. Aus Sicht der Geschäftsführung wird die bisherige und weitere Entwicklung des Unternehmens als optimistisch und die Risikolage als gering beurteilt. 7. Ausblick Als Internethändler sehen wir uns, im Gegensatz zum stationären Handel, als nachhaltigen Gewinner der COVID-19 Krise. Unsere Kunden waren und sind nicht auf eine vor-Ort-Beratung angewiesen. Unser Telefonservice wird regelmäßig geschult, um unsere Kunden kompetent beraten zu können. Als Unternehmen haben wir dazu gelernt und festgestellt, dass unsere Mitarbeiter auch im Homeoffice ihre Aufgaben konsequent wahrnehmen können. ATP wird hierfür weiterhin seine Kernkompetenzen optimieren, ein klareres Leistungsversprechen gegenüber dem Kunden abgeben und dieses auch dauerhaft erfüllen. Laut Analysen aller bekannten Marktforschungsunternehmen bieten der Markt und die Branche weiteres Wachstumspotenzial im zweistelligen Prozentbereich. Unter anderem aufgrund dieser Einschätzung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 ein wesentliches Umsatzwachstum. Auf Basis der Erkenntnisse hinsichtlich einer positiven Kostenentwicklung im Bereich der Bezugskosten sowie den anhaltenden Schwierigkeiten in der Supply Chain der Automobilbranche und dem zunehmenden Durchschnittsalter der zugelassenen PKWs in Europa gehen wir davon aus, dass wir von der Stärkung des Gebrauchtwagenmarkts nicht unwesentlich profitieren werden. Wir sehen unser Wachstum daher als gesichert an. Steigende Energiekosten stellen aufgrund langfristiger Lieferverträge derzeit kein Risiko dar und können auch sonst vom Wachstum mitgetragen werden. Aufgrund der sich vielversprechend entwickelnden Kostensituation blicken wir positiv auf das Jahr 2024. Daher erwarten wir im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von ca. M€ 150 - 170. Das im Vorjahr prognostizierte Umsatzziel von ca. M€ 131 für 2023 wurde nur unwesentlich verfehlt. Aufgrund der günstigen Preissituation in 2023 konnte das EBITDA-Ziel erreicht werden. Die ersten Monate in 2024 haben gezeigt, dass unsere Planung für das Geschäftsjahr 2024 realistisch und erreichbar ist. Umsatz und EBITDA liegen kumuliert über der Planung. Das Unternehmen entwickelt seine Internet-Shops permanent weiter, um den Kundenanforderungen jederzeit gerecht zu werden.
Pressath, den 15. März 2024 Die Geschäftsführung |
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