Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 226150
Eingetragen
6.6.2016
Branche
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Produktion und Fertigung (durch die Gesellschaft selber oder durch dritte Hersteller) aufgrund von Konzessionen, Lizenzen oder auch auf Rechnung von Dritten, von Arzneimitteln und Medizinprodukten, Antibiotika, pharmazeutischen Produkten, diätetischen, hygienischen und sanitärischen sowie chemischen und kosmetischen Produkten, mit Einschluss sämtlicher Zusatzprodukte; ferner Vertrieb dieser Produkte sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene sowie Einfuhr und Ausfuhr von Rohstoffen, Fertigprodukten und Halbfertigprodukten.I Im übrigen kann die Gesellschaft jedwede Forschungstätigkeit aufnehmen, die im direkten oder indirekten Zusammenhang mit der chemisch-pharmazeutischen Industrie steht.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lorenza Laureti
seit 12.9.2025
Geschäftsführer
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Leadiant Biosciences Limited (vormals: Sigma-Tau Rare Disease Limited)GBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Leadiant Biosciences Limited
United Kingdom
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Leadiant GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

1.1. Geschäftsmodell

Die Leadiant GmbH ist ein in 2016 gegründetes pharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Versorgung von Patienten mit Arzneimitteln zur Behandlung von seltenen Erkrankungen spezialisiert hat. Die Leadiant GmbH setzt sich zudem auch dafür ein, die Bekanntheit von seltenen Erkrankungen zu erhöhen, damit Patienten frühzeitig diagnostiziert und entsprechend therapiert werden können. Die Leadiant GmbH ist ein Unternehmen der Leadiant Biosciences Gruppe.

Die Leadiant GmbH mit Geschäftssitz in München bedient sowohl den deutschen, den österreichischen als auch den niederländischen Markt. Eigentümer der Leadiant GmbH ist die Leadiant Biosciences Limited mit Sitz im Vereinigten Königreich, London, welche wiederum zur Essetifin S.p.A. in Italien (Rom) gehört.

Die Leadiant GmbH betreibt keinerlei Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten.

2. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland im Jahr 2023 waren von verschiedenen Herausforderungen und Chancen geprägt. Die deutsche Wirtschaft stand und steht unter dem Einfluss des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, was zu einem historisch niedrigen Wachstum des Welthandels und einer Schwächung der Exportwirtschaft geführt hat.[1]

Die Bundesregierung setzt auf verschiedene Maßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dazu gehören Investitionen in Klimaschutz, Energiewende, Digitalisierung und Mobilität, gefördert durch den Klima- und Transformationsfonds. Ein investitionsfreundliches Steuersystem sowie Innovationen und Forschung werden durch steuerliche Anreize und Investitionszuschüsse unterstützt. Bürokratieabbau und effizientere Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen zusätzlich die wirtschaftlichen Aktivitäten ankurbeln.[2]

Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust, obwohl die Arbeitslosenquote leicht auf 5,7 Prozent gestiegen ist. Gleichzeitig bleibt die Binnennachfrage aufgrund der hohen Sparquote und Kaufkraftverluste durch Inflation gedämpft.[3]

Die Pharmaindustrie in Deutschland und Europa profitiert von spezifischen Rahmenbedingungen, die auf Innovation und Forschung abzielen. In Deutschland spielen Förderprogramme und steuerliche Anreize eine zentrale Rolle, um Investitionen in Forschung und Entwicklung zu stimulieren. Die Pharmaindustrie wird durch ein starkes regulatorisches Umfeld unterstützt, das Innovationen fördert und gleichzeitig hohe Qualitätsstandards sicherstellt.[4]

Auf europäischer Ebene wird die Pharmaindustrie durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) reguliert, die Prozesse zur Zulassung neuer Medikamente und zur Unterstützung von Forschung und Entwicklung in der Branche bereitstellt. Der europäische Markt für Orphan Drugs, also Medikamente für seltene Krankheiten, zeigt ein starkes Wachstum. Dieses Wachstum wird durch Marktexklusivität von zehn Jahren und verschiedene staatliche Anreize wie Steuervergünstigungen und Förderprogramme unterstützt.[5]

Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist die zunehmende Zahl an seltenen Krankheiten und die Notwendigkeit spezialisierter Behandlungen. Gleichzeitig stehen die Unternehmen vor Herausforderungen wie hohen Entwicklungskosten und strengen regulatorischen Anforderungen. Der Zugang zu Rohstoffen und die Sicherstellung der Produktionskapazitäten bleiben kritische Faktoren für die Branche.[6]

Insgesamt bietet der Pharmamarkt in Deutschland und Europa ein dynamisches Umfeld mit vielfältigen Chancen durch technologische Fortschritte und regulatorische Unterstützung, steht jedoch auch vor erheblichen Herausforderungen in Bezug auf Kosten und regulatorische Anforderungen.

2.2. Geschäftsverlauf

Der Umsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr. Dieser erhöhte sich von 14.202 T€ im Jahr 2022 auf 19.917 T€ im abgelaufenen Geschäftsjahr. Dem gegenüber steht ein Materialaufwand von 15.668 T€ (Vorjahr: 11.092 T€). Die Umsatzsteigerung ist auf die Übernahme des Vertriebes für den französischen Markt zurückzuführen.

Das operative Ergebnis liegt mit 1.226 T€ über dem Vorjahresergebnis von 701 T€.

Auf der Auftragsseite ist die Übernahme des Vertriebs im französischen Markt zu vermelden. Zu Beginn Dezember wurde zudem das Produkt Chenodesoxycholsäure Leadiant 250mg vom deutschen Markt genommen. Für den verbleibenden Vertrieb blieb die Kundenstruktur im Kern unverändert.

Im Geschäftsjahr 2023 haben wir unsere Umsatzziele übertroffen. Das operative Ergebnis wurde aufgrund höherer sonstiger betrieblicher Aufwendungen leicht unterschritten. Insgesamt können wir dennoch auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.

2.3. Lage

2.3.1. Ertragslage

Die Gesamtumsatzerlöse i.H. von 19.917 T€ resultieren fast ausschließlich aus den Verkäufen von Arzneimitteln.

Der Personalaufwand sank um 13 % von 1.198 T€ auf 1.040 T€. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass internes Personal durch externe Berater ersetzt wurde.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2.017 T€ überstiegen um 65 % den Vorjahreswert von 1.221 T€. Ein wesentlicher Anteil der Kostensteigerung ist neben den gestiegenen Beratungskosten, auf Kosten zurückzuführen, die mit der Abwicklung des Vertriebs im französischen Markt in Zusammenhang stehen.

Aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus erzielte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 erstmalig einen Zinsertrag aus der gegenüber der Konzernmutter bestehenden Cash Pooling Forderung. Der realisierte Zinsertrag hieraus betrug 292 T€.

Der Jahresüberschuss in Höhe von 841 T€ (Vorjahr: 469 T€) traf die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023.

Die sonstigen Steuern im Wert von 272 T€ (Vorjahr: 0 €) betreffen fast ausschließlich pharmazeutische Abgaben auf die in Frankreich verkauften Waren.

Die Gesellschaft erstellt regelmäßig rollierende Forecasts nach aktueller Auftragslage. Trotz der Rücknahme von Chenodesoxycholsäure Leadiant 250mg vom deutschen Markt ist von einer positiven Ertragssituation auszugehen. Die Geschäftsführung ist mit dieser Entwicklung zufrieden.

2.3.2. Finanzlage

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern verringerten sich stichtagsbezogen um 3.915 T€ auf 2.200 T€. Der hohe Saldo des Vorjahres resultierte aus der Übernahme des französischen Warenbestandes. Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken im Vergleich zum Vorjahr um 746 T€ auf 17 T€. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und wurden nicht abgezinst.

Die Rückstellungen belaufen sich auf 7.357 T€ im Berichtsjahr (2022: 1.049 T€). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Tatsache, dass vereinbarte Herstellerabgaben für den französischen Markt noch nicht abgeführt sind.

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr änderte sich das Eigenkapital der Gesellschaft ausschließlich durch den Jahresüberschuss in Höhe von 841 T€.

Der Gesellschaft stehen durch Cashpooling mit der Konzernmutter ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung.

Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage der Leadiant GmbH positiv.

2.3.3. Vermögenslage

Das Anlagevermögen liegt mit 25 T€ leicht unter dem Vorjahreswert von 32T€.

Der Bestand an lagernden Medikamenten betrug zum Bilanzstichtag 2.314 T€ (Vorjahr: 2.283 T€).

Die Forderungen der Gesellschaft aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 2.811 T€ über dem Vorjahresniveau (2022: 987 T€). Dies ist auf ausstehende Zahlungen des französischen Marktes zurückzuführen, da für diesen längere Zahlungsfristen gelten. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 10.041 T€ lagen um 7% unter dem Wert des Vorjahres (2022: 10.850 T€).

Davon bestehen 10.041 T€ gegenüber der Essetifin S.p.A. Der Betrag resultiert aus dem Cashpooling mit der Konzernmuttergesellschaft und spiegelt die liquiden Mittel der Gesellschaft wider.

3. CHANCEN UND RISIKEN

Der deutsche Pharmamarkt, insbesondere im Bereich der Orphan Drugs, bietet sowohl Chancen als auch Risiken. Im Folgenden werden die wichtigsten Aspekte beleuchtet, gestützt auf aktuelle Daten aus den Jahren 2023 und 2024.

Chancen

Marktwachstum und Exklusivität: Der europäische Markt für Orphan Drugs wird voraussichtlich von 41,46 Milliarden USD im Jahr 2023 auf 60,25 Milliarden USD bis 2028 wachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 7,66 % entspricht.[7] Dies wird durch die Marktexklusivität von zehn Jahren unterstützt, die Unternehmen, die Orphan Drugs entwickeln, gewährt wird, sowie durch staatliche Anreize und Förderprogramme.[8]

Regulatorische Unterstützung: Die Unterstützung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und andere Regulierungsbehörden in Form von Steuervergünstigungen, Förderprogrammen und beschleunigten Zulassungsverfahren trägt ebenfalls zum Wachstum bei.[9]

Risiken

Hohe Entwicklungskosten und unsichere Ergebnisse: Die Entwicklung von Orphan Drugs ist oft mit erheblichen Herausforderungen verbunden, darunter hohe Kosten und das Risiko, dass klinische Studien aufgrund der geringen Patientenzahl und der hohen Variabilität der Krankheitsverläufe scheitern.[10]

Markt- und Preisregulierung: Strenge Regulierungen und die Kontrolle von Arzneimittelpreisen durch staatliche Behörden können die Rentabilität von Orphan Drugs beeinträchtigen. Diese regulatorischen Hürden können die Einführung neuer Medikamente verzögern und die Marktdynamik beeinflussen.[11]

Versorgungssicherheit und Rohstoffverfügbarkeit: Schwankungen in der Verfügbarkeit von Rohstoffen und steigende Produktionskosten stellen zusätzliche Herausforderungen dar. Dies kann zu Unsicherheiten in der Lieferkette führen und die Produktion und Verfügbarkeit von Orphan Drugs beeinträchtigen.[12]

Seit dem vierten Quartal 2021 haben mehrere Krankenkassen Klagen gegen die Leadiant GmbH eingereicht. Gefordert werden Erstattungen auf der Grundlage eines Preismoratoriums für CDCA Leadiant, welches laut GKV-SV anwendbar sein soll. Die Leadiant GmbH hat ihrerseits den GKV-SV auf Feststellung verklagt, dass das Preismoratorium gerade keine Anwendung findet. In Anbetracht des aktuellen Standes des anhängigen Rechtsstreits rechnet die Geschäftsleitung derzeit nicht mit einer Inanspruchnahme. Im unwahrscheinlichen Fall eines Unterlegens stünde die Essetifin-Gruppe jedoch weitestgehend für Risiken aus dem Rechtsstreit ein. Die Geschäftsleitung schätzt das dann für die Gesellschaft verbleibende Restrisiko auf 5,5 Mio. EUR.

Trotz des erkennbaren Risikos sprechen unseres Erachtens die besseren Gründe dafür, dass das erweiterte Preismoratorium auf CDCA LEADIANT keine Anwendung findet, daher hat das Unternehmen derzeit keine Rückstellungen gebildet. Zudem führt das Unternehmen weiterhin alle Rechtsstreitigkeiten mit dem Ziel fort, alle Ansprüche auf die angebliche Geltung des Preismoratoriums abzuwehren.

Um dem finanziellen Risiko, das sich darüber hinaus auch durch den Umsatzrückgang aufgrund der Rücknahme von Chenodesoxycholsäure Leadiant 250mg vom deutschen Markt ergibt zu begegnen, wurde vorsorglich eine Patronatserklärung von Seiten der Muttergesellschaft Leadiant Biosciences Ltd., London, ausgestellt.

Zusammenfassung

Insgesamt bietet der deutsche Pharmamarkt, insbesondere im Bereich der Orphan Drugs, signifikante Wachstumschancen, die durch technologische Fortschritte und regulatorische Unterstützung gefördert werden. Gleichzeitig müssen Unternehmen jedoch die hohen Kosten und Risiken der Entwicklung sowie die strengen Regulierungen und Marktbedingungen bewältigen.

4. AUSBLICK

Aufgrund der Rücknahme von Chenodesoxycholsäure Leadiant 250mg vom deutschen Markt wird der Umsatz im Jahr 2024 deutlich unter dem des Jahres 2023 liegen. Auf der Kostenseite wird das Management besonders darauf achten, dass die Kosten nicht schlechter als inflationsangepasst sind.

Die Erwartungen für das operative Ergebnis im Jahr 2024 stützen sich auf einen erhöhten Servicegrad für die Gruppe und eine positive Entwicklung der anderen europäischen Märkte, für die die Leadiant GmbH verantwortlich ist (Frankreich, Niederlande, Belgien und Österreich). Trotz dieser Komponenten erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 ein deutlich niedrigeres operatives Ergebnis als in 2023.

Die Umsätze für das aktuelle Produkt Natulan der Leadiant GmbH im Segment Seltene Erkrankungen zeigen eine weitgehend stabile Umsatzerwartung. Dies ist jedoch abhängig von der Menge der Parallelimporte. Die mittelfristige Zukunft der Leadiant GmbH wird weitgehend vom Ausgang des Preismoratoriumsverfahrens abhängen, wie bereits erläutert. In der Zwischenzeit werden die für die Gruppe erbrachten Dienstleistungen sowie die Verkäufe von CDCA und Natulan außerhalb Deutschlands ein stabiles und vorhersehbares Einkommen zur Deckung der Betriebskosten liefern

 

München, den 19. August 2024

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Dr. António Manuel Maia Devesa

Dr. Hugo Teixeira da Silva

Gama da Silva

[1] Bundesfinanzministerium: Jahreswirtschaftsbericht 2024

[2] Bundesfinanzministerium: Jahreswirtschaftsbericht 2023

[3] https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/deutsche-wirtschaft-bip-inflation-100.html

[4] Vgl. https://www.ifo.de/prognosen/ifo-konjunkturprognose

[5] https://www.marketdataforecast.com/market-reports/europe-global-orphan-drugs-market

[6] https://www.globenewswire.com/news-release/2024/01/17/2810872/0/en/Emerging-Trends-in-the-Orphan-Drugs-Industry-2023-2028-Worldwide-Market-Analysis-Featuring-Profiles-of-Leading-Players-AstraZeneca-Eisai-Bristol-Myers-Squibb-and-Pfizer-Among-Other.html

[7] https://www.marketdataforecast.com/market-reports/europe-global-orphan-drugs-market

[8] https://www.marketdataforecast.com/market-reports/europe-global-orphan-drugs-market

[9] https://www.globenewswire.com/news-release/2024/01/17/2810872/0/en/Emerging-Trends-in-the-Orphan-Drugs-Industry-2023-2028-Worldwide-Market-Analysis-Featuring-Profiles-of-Leading-Players-AstraZeneca-Eisai-Bristol-Myers-Squibb-and-Pfizer-Among-Other.html

[10] IQVIA: Update on Key Pipeline Developments for Rare Diseases

[11] https://www.marketdataforecast.com/market-reports/europe-global-orphan-drugs-market

[12] https://www.marketdataforecast.com/market-reports/europe-global-orphan-drugs-market

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
EUR 31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 0
II. Sachanlagen 25.055,00 32
25.056,00 32
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 2.314.426,82 2.283
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.721.293,86 12.225
davon: Forderungen gegen Gesellschafter: EUR 490.285,93 (Vj. TEUR 26)
davon: Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 10.041.221,91 (Vj. TEUR 10.850)
III. Kassenbestand 109,73 0
17.035.830,41 14.508
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 122.634,53 84
17.183.520,94 14.625

PASSIVA

31.12.2023
EUR
EUR 31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Stammkapital 25.000,00 25
II. Gewinnvortrag 6.570.859,64 6.101
III. Jahresüberschuss 841.484,15 469
7.437.343,79 6.595
B. RÜCKSTELLUNGEN 7.357.459,62 1.049
C. VERBINDLICHKEITEN 2.388.717,53 6.982
davon: Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern EUR 2.200.223,43 (Vj. TEUR 6.116)
davon: Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 65.299,83 (Vj. TEUR 40)
sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern: EUR 16.486,95 (Vj. TEUR 760)
davon aus sozialer Sicherheit: EUR 1.012,47 (Vj. TEUR 2)
17.183.520,94 14.625

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

EUR TEUR
1. Rohergebnis 4.297.321,16 3.136
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -914.927,53 -1.059
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge -124.629,18 -139
davon für Altersvorsorge: EUR 30.832,31 (Vj. TEUR 30)
-1.039.556,71 -1.198
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -14.233,70 -16
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.017.325,95 -1.221
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 292.440,53 0
5. sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -775,82
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -404.346,36 -231
7. Ergebnis nach Steuern 1.113.523,15 470
8. sonstige Steuern -272.039,00 -1
9. Jahresüberschuss 841.484,15 469

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

(1) Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Leadiant GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde nach den §§ 242 ff. i.V.m. § 264 ff. HGB sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt. Die Leadiant GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft hat von den Erleichterungsvorschriften des § 288 HGB teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend in der Bilanz aufgeführt.

Sitz der Gesellschaft ist München (eingetragen beim Amtsgericht München im Handelsregister unter HRB 226150).

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände und die Verbindlichkeiten werden entsprechend den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen der §§ 252 ff. HGB und den ergänzenden Regelungen des GmbHG angesetzt. Der Abschluss wird gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Die Rückstellungen für Herstellerabgaben wurden nach marktüblichen Berechnungsgrundsätzen ermittelt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

(3) Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Umlaufvermögen

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr betragen 29.380 € (Vj: 29 T€). Die weiteren Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 7.338.352 € (Vj: 1.049 T€) gliedern sich wie folgt:

2023 2022
Personal 141.491 € 188.372 €
Herstellerabgaben und Discounts 5.769.380 € 203.080 €
Jahresabschluss und Prüfung 76.023 € 67.072 €
Ausstehende Rechnungen 1.351.457 € 590.148 €

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen belaufen sich auf 197 T€ und gliedern sich wie folgt:

Bis 1 Jahr
TEUR
1 -5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Miet- und Pachtverträge 99 0 0
Leasingverträge 29 69 0

(4) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse von 19.917 T€ (Vj: 14.202 T€) beinhalten Verkäufe von Waren nach Abzug von Rabatten gem. Beitragssicherungsgesetz und nach Preisnachlässen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H. von 47.956,14 € (Vj: 27 T€) betreffen u.a. periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H. von 3.629 € (Vj: 3.160 €).

Der Materialaufwand des Geschäftsjahres beträgt 15.668 T€ (Vj: 11.093 T€) und besteht ausschließlich aus Aufwendungen für bezogene Waren.

Die Rechtsberatungskosten betragen 670 T€ (VJ 163 T€) und resultieren hauptsächlich aus einem Rechtsstreit.

(5) Geschäftsführer

• Dr. António Manuel Maia Devesa Gama da Silva, Windsor, Vereinigtes Königreich, Geschäftsführer

• Dr. Hugo Teixeira da Silva, Lissabon, Portugal, Geschäftsführer

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe zu Organbezügen verzichtet.

(6) Konzernverhältnisse

Die Leadiant GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Leadiant Biosciences Ltd., London - Großbritannien, die ein 100%iges Tochterunternehmen der Essetifin S.p.A., Rom - Italien, ist. Die Essetifin S.p.A., stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis auf, der im Unternehmensregister von Rom veröffentlicht wird.

(7) Mitarbeiter

Im Berichtsjahr 2023 waren durchschnittlich 6 Arbeitnehmer beschäftigt.

Manager 2 (VJ 3)
Fachleute 4 (VJ 5)

(8) Honorar des Jahresabschlussprüfers

Gemäß § 288 Abs. 2 HGB wird auf die Angabe zu Abschlussprüferhonoraren verzichtet.

(9) Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

(10) Nachtragsbericht

Wesentliche Vorgänge nach Ende des Geschäftsjahres lagen nicht vor.

 

München, den 19. August 2024

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Dr. António Manuel Maia Devesa

Dr. Hugo Teixeira da Silva

Gama da Silva

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.701,60 0,00 0,00 7.701,60
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 85.760,65 8.007,70 11.373,15 82.395,20
93.462,25 8.007,70 11.373,15 90.096,80
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge lfd. Geschäftsjahr
EUR
Abgänge lfd. Geschäftsjahr
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.700,60 0,00 0,00 7.700,60
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 53.860,65 14.233,70 10.754,15 57.340,20
61.561,25 14.233,70 10.754,15 65.040,80
BUCHWERTE
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 1,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.055,00 31.900,00
25.056,00 31.901,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Leadiant GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Leadiant GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Leadiant GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 19. August 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Abel, Wirtschaftsprüfer

Brandscheid, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

In der Gesellschafterversammlung vom 3. September 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

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