Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 28128
Eingetragen
28.12.2015
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
der Handel mit Neu- und Gebrauchtwagen sowie Autozubehör und -ersatzteilen, die Vermietung von Fahrzeugen sowie der Betrieb einer Kfz-Werkstatt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Steffen Zaba
seit 15.4.2019
Prokura
Michael Junge
seit 15.4.2019
Prokura
Bernhard Riedel
seit 28.12.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
300.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Riedel Automobile GmbH

Dinslaken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Riedel Automobile GmbH
Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023
A.  Grundlagen des Unternehmens
I. Geschäftsmodell des Unternehmens
Wir sind im Automobilhandel mit neuen und gebrauchten Automobilen tätig. Im Neuwagenbereich vertreiben wir Modelle der Marke BMW. Im Gebrauchtwagenhandel liegt der Schwerpunkt ebenfalls im Vertrieb von Fahrzeugen der Marke BMW. Unser Leistungsspektrum umfasst daneben noch den Aftersalesbereich mit Ersatzteil- und Zubehörversorgung sowie der Werkstattbetrieb als Fachwerkstatt für die o.g. Marke.
Neben dem regionalen Einzugsgebiet vertreiben wir unsere Produkte über den Onlinehandel im gesamten deutschen Inland sowie im europäischen Ausland.

II. Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft führt keine Produktentwicklungen durch.
B.  Wirtschaftsbericht
I. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das BIP ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um ca. 0,3 % gesunken (Vorjahr +1,8%). Wesentliche Faktoren für die wirtschaftliche Entwicklung waren die hohe Inflation sowie die ungünstigen Finanzierungsbedingungen und eine geringere Nachfrage auf In- und Ausland. Der Rückgang zeigte sich vor allem im verarbeitenden Gewerbe, wohingegen aus der Automobilindustrie auch im Jahr 2023 noch positive Impulse kamen.
Wurde der Zuwachs des BIP im Vorjahr noch durch die privaten Konsumausgaben getragen, so zeigte sich im Jahr 2023 ein preisbereinigter Rückgang des privaten Konsums um ca. 0,8%, was im Wesentlichen auf das hohe Preisniveau zurückzuführen sein dürfte.
(Quelle: DeStatis Deutsches Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15.01.2024)

Der Automobilhandel war von den o.g. Rahmenbedingungen ebenfalls betroffen. Dennoch konnte ein Zuwachs an Neuzulassungen von 7,3% im Jahr 2023 erzielt werden. Die PKW-Besitzumschreibungen stiegen im gleichen Zeitraum um 6,9 Prozent.
(Quelle: Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, Pressenmitteilung 14.02.2024)

II. Geschäftsverlauf

Unsere Prognosen aus dem Vorjahr sahen für den Neuwagenbereich bei annähernd gleichen Stückzahlen einen leicht gestiegenen Absatz aufgrund der Preissteigerungen vor, mit einem Ertrag auf Vorjahresniveau. Im Gebrauchtwagenbereich erwarteten wir für 2023 einen deutlichen verstärkten Wettbewerb mit sinkenden Erträge aufgrund höherer Nachlässe, so dass wir in der Prognose von einem Umsatz maximal auf Vorjahresniveau ausgegangen sind, welcher sich im Ertrag mit einem Rückgang von bis zu 15% auswirken sollte. Den Aftersalesbereich erwarteten wir auf ähnlichem Niveau wie im Jahr 2022.

Diese negativen Erwartungen sind nicht eingetreten. Die Nachfrage war auch im Jahr 2023 trotz aller negativen Umstände weiterhin auf hohem Niveau.

Im Neuwagenhandel konnten wir einen Umsatzzuwachs von ca. 12% realisieren, mit einem ähnlichen Zuwachs im Ertrag.

Im Gebrauchtwagenbereich konnten wir den Umsatz um ca. 10% steigern, wobei allerdings der Ertrag, wie erwartet, rückläufig war und sich um ca. 11% vermindert hat.

Im Aftersalesbereich konnten wir erneut Umsatzsteigerungen von ca. 15% erzielen, wobei sich das Abteilungsergebnis in ähnlichem Umfang verbessert hat.

III. Lage
1. Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

 
01.01. bis
 
01.01. bis
 
 
 
 
31.12.2023
 
31.12.2022
 
Veränderung
 
 
TEuro
%
TEuro
%
TEuro
%
Rohergebnis
3.637,9
100,0
3.385,4
100,0
252,5
7,5
Zinsen und ähnliche Erträge
3,7
0,1
1,6
0,0
2,1
131,3
Erträge gesamt
3.641,6
100,1
3.387,0
100,0
254,6
7,5
Löhne + Gehälter / Soziale Abgaben
1.889,3
51,9
1.832,4
54,1
56,9
3,1
Abschreibungen
132,7
3,6
110,8
3,3
21,9
19,8
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
123,4
3,4
44,9
1,3
78,5
174,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
204,8
5,6
148,8
4,4
56,0
37,6
sonstige Steuern
11,8
0,3
12,7
0,4
-0,9
-7,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen
844,2
23,2
814,1
24,0
30,1
3,7
Aufwendungen gesamt
3.206,2
88,1
2.963,7
87,5
242,5
8,2
Jahresergebnis
435,4
12,0
423,3
12,5
12,1
2,9



Die Geschäftsentwicklung bis zum Rohergebnis ist oben unter "II. Geschäftsverlauf" dargestellt. Insgesamt hat sich das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr um 253 TEuro verbessert. Die Umsatz-Anteile der einzelnen Geschäftsbereiche sind gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die Ergebnisbeiträge haben sich aufgrund der stark verminderten Erträge im Gebrauchtwagenbereich zugunsten des Aftersales-Bereichs verschoben.
Der Aftersalesbereich ist weiterhin ein wichtiger Bereich für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens mit im Vergleich zum Fahrzeughandel deutlich besseren Margen. Allerdings besteht auch eine gegenseitige Abhängigkeit, da ein Teil der Umsätze im Aftersalesbereich durch den Fahrzeughandel begründet ist.
Der Personalaufwand liegt aufgrund variabler Vergütungsanteile und allgemeinen, inflationsangepassten Erhöhungen über Vorjahresniveau. Die Abschreibungen sind mit 133 TEuro leicht erhöht und entfallen zu einem großen Anteil auf die Vorführ- und Geschäftsfahrzeuge, deren Bestand im Wesentlichen die Veränderung begründet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahezu unverändert.
Das Finanzergebnis hat sich mit -120 TEuro deutlich um ca. 76 T€ verschlechtert. Grund dafür sind die aufgrund des allgemeinen Zinsanstiegs erhöhten Aufwendungen für den finanzierten Fahrzeugbestand. Der Steueraufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Grund hierfür ist, dass im Vorjahr in dem ausgewiesenen Steueraufwand Steuererstattungen für Vorjahre aufgrund einer erfolgten Betriebsprüfung in Höhe von ca. 33 T€ enthalten waren. Korrigiert man das Vorjahresergebnis um diese Steuererstattungen, so ergibt sich ein um ca. 45 TEuro verbessertes Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr.

2. Vermögens- und Finanzlage


Bilanz zum

Bilanz zum

Änderung ggü.


31.12.2023

31.12.2022

d. Vorjahr in


TEuro
%
TEuro
%
TEuro
%
AKTIVA






Immaterielles Anlagevermögen
             -    
    -    
             -    
0,0
0,0
0,0
Sachanlagen
        690,4  
   9,9  
        569,3  
0,0
121,1
0,0
Vorräte
     5.252,3  
 75,4  
     4.163,5  
0,0
1.088,8
0,0
Liefer- und Leistungsforderungen
        269,6  
   3,9  
        524,5  
0,0
-254,9
0,0
Forderungen Verbundbereich
           2,7  
   0,0  
        309,3  
0,0
-306,6
0,0
Sonstige Vermögensgegenstände
        345,1  
   5,0  
        296,5  
0,0
48,6

Flüssige Mittel/Wertpapiere
        404,3  
   5,8  
         85,7  
0,0
318,6
371,8
Rechnungsabgrenzungsposten
           0,5  
   0,0  
           4,0  
0,0
-3,5

Summe Aktiva
6.964,9
100,0
5.952,8
0,0
1.012,1
371,8
 
Bilanz zum
 
Bilanz zum
 
Änderung ggü.
 

31.12.2023

31.12.2022

d. Vorjahr in

 
TEuro
%
TEuro
%
TEuro
%
PASSIVA






Eigenkapital
           754,7  
      10,8  
           742,7  
      12,5  
                   12,0  
      0,0  
Rückstellungen
           546,8  
         7,9  
           706,9  
      11,9  
-               160,1  
         -    
Kreditverbindlichkeiten
       4.997,7  
      71,8  
       3.794,1  
      63,7  
             1.203,6  
         -    
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
           270,1  
         3,9  
           244,3  
         4,1  
                   25,8  
         -    
Lieferverbindlichkeiten
           125,9  
         1,8  
           185,1  
         3,1  
-                 59,2  
-     0,3  
Verbundverbindlichkeiten
           115,9  
         1,7  
                3,8  
         0,1  
                 112,1  
         -    
Sonstige Verbindlichkeiten
           144,1  
         2,1  
           275,9  
         4,6  
-               131,8  
         -    
Rechnungsabrenzung
                9,7  
         0,1  
                  -    
           -    
                     9,7  
         -    
Summe Aktiva
       6.964,9  
    100,0  
       5.952,8  
    100,0  
             1.012,1  
-     0,3  

 
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 1,0 Mio. Euro auf nun 6,9 Mio. Euro erhöht.
Grund hierfür war im Wesentlichen, das um ca. 1,0 Mio. Euro erhöhte Vorratsvermögen zum Bilanzstichtag, welches im Wesentlichen den Bestand an Fahrzeugen umfasst. Der Bestand an Neufahrzeugen hat sich hierbei um ca. 0,2 Mio. Euro und der Bestand an Gebrauchtfahrzeugen ist um ca. 0,8 Mio. Euro erhöht. Der Bestand des Ersatzteillagers ist geringfügig um ca. 25 T€ gesunken und mit ca. 0,1 Mio. Euro geringfügig. Der Anstieg der Fahrzeugbestände geht einher mit einem Anstieg der Kreditverbindlichkeiten um ca. 1,2 Mio. Euro, die sich auf die finanzierten Fahrzeugbestände beziehen.

Zum anderen haben sich zum Bilanzstichtag die Forderungen um ca. 0,5 Mio. Euro vermindert und die Liquidität um 0,3 Mio. Euro erhöht. Diese Stichtagbetrachtung gibt nur einen unvollendeten Blick auf die Finanzlage des Unternehmens gibt. Wesentlich ist, dass aufgrund der Rahmenfinanzierungsverträge mit den herstellerabhängigen Banken, eine jederzeitige finanzielle Verfügbarkeit für den laufenden Geschäftsbetrieb gewährleistet ist. Die liquiden Mittel zuzüglich der kurzfristigen Vermögensgegenstände und Forderungen reichen vollständig aus, um die fristadäquaten Verbindlichkeiten zu bedienen. Hierbei ist berücksichtigt, dass die Darlehen für die Fahrzeugbestände erst nach deren Verkauf zu tilgen sind.

Die Kapitalausstattung und die externen Finanzierungsquellen des Unternehmens ermöglichten es jederzeit sämtlichen finanziellen Verpflichtungen ordnungsgemäß nachzukommen.

Die Beschaffungsseite ist durch den BMW-Händlervertrag gesichert. Der Vertrag lief im Jahr 2023 aus und wurde um weitere 2 Jahre bis zum 31.12.2025 verlängert. Ab dem Jahr 2026 soll bei "BMW" das Agenturgeschäft eingeführt werden. In den Bezugs- und Vergütungssystemen gab es keine grundsätzlichen Änderungen. Allerdings unterliegt die Bonifikation durch den Hersteller kontinuierlichen Änderungen.

Die Finanzierung des Fahrzeugbestandes erfolgt im Wesentlichen über die BMW-Bank. Die Fahrzeuge laufen grundsätzlich nach Ablauf des Zahlungsziels des Herstellers in die Finanzierung.

Größere Investitionen sind im nächsten Jahr nicht geplant.

IV. Finanzielle Leistungsindikatoren

Durch die Einbindung in das Händlernetz der BMW AG ist es notwendig, regelmäßig monatliche Erfolgsrechnungen an die Konzernzentrale zu senden. Damit werden im Rahmen eines bundesweiten Händlervergleichs positive und negative Tendenzen ermittelt. Somit stehen der Geschäftsleitung zeitnahe Auswertungen und Vergleichskennzahlen zur Verfügung. Wichtige Kennzahlen, wie z.B. Standtage der Gebrauchtwagen etc., ermöglichen es, individuell notwendige Maßnahmen zu ergreifen. Da diese Maßnahmen sich an der aktuellen Marktsituation orientieren müssen, sind diese individuell vom Zeitpunkt und der Situation im Betrieb zu treffen.

Risiken aus Zahlungsausfall sind gering, da grundsätzlich die Fahrzeuge vor Abholung bezahlt werden bzw. die Finanzierungs-/Leasingzusage vorliegt. Ungesicherte Forderungen treten regelmäßig nur im Aftersalesbereich auf. Hier ist ein regelmäßiges Mahnsystem eingerichtet, welches die Beitreibung der Forderungen sicherstellt. Die Verluste aus Forderungen waren in den vergangenen Jahren allenfalls in einer auf den Umsatz bezogenen marginalen Höhe zu vermerken.

In Zahlen lässt sich das Geschäftsjahr wie folgt zusammenfassen:

Die Gesamtkapitalrentabilität vor Zinsen und Steuern ((Gewinn + Fremdkapitalzinsen + Steuern vom Einkommen und Ertrag x 100)/Gesamtkapital) beträgt ca. 11,0% (i.V. 10,3%).

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 755 TEuro (i.V. 743 TEuro). Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital x 100 / Gesamtkapital) beträgt somit ca. 10,9 % (i.V. 12,5 %). Die Eigenkapitalrentabilität ((Gewinn x 100) / Eigenkapital) beträgt ca. 57,7 % (i.V. 57,0 %).

V. Gesamtaussage

Im Ergebnis ist festzustellen, dass die Entwicklung in allen Bereichen vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine sehr zufriedenstellend ist. Wir konnten den Umsatz des Vorjahres trotz aller Schwierigkeiten und das Ergebnis vor Steuern, trotz teilweise deutlich gestiegener Kosten, deutlich steigern. Es hat sich gezeigt, dass der Aftersalesbereich in Krisenzeiten nachhaltige Erträge erwirtschaftet und mit seinen hohen Ergebnisbeiträgen zur Stabilität des Unternehmens wesentlich beiträgt. Vor dem Hintergrund der Branchenentwicklung und den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben wir ein sehr gutes Ergebnis erzielt.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichtes ist in Bezug auf Umsatz, Ertrag, Vermögen und Liquidität stabil. Die innereuropäischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine könnten allerdings zu sich weiter negativ verändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führen.

C. Prognosebericht

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu Beginn des Jahres 2024 sind weiterhin schwierig. Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen.
(Quelle: statista.com; Prognose zur Entwicklung des BIP in Deutschland)

Auch für die Automobilbranche sind diese Rahmenbedingungen eine große Herausforderung. Allgemein wird aufgrund der schwachen privaten Nachfrage mit sinkenden Absatzzahlen gerechnet, wobei die Höhe noch stark von herstellerseitigen Stützungsmaßnahmen abhängen kann. Gestiegene Rohstoffpreis führen zu weiter steigenden Fahrzeugpreisen. In Verbindung mit gesunkenen Reallöhnen führt dies zu Kaufzurückhaltung, die zusätzlich auf ein mangelndes Angebot an bezahlbaren Kleinwagen trifft. Darüber hinaus führt die Klima- und Verkehrspolitik der Regierung zu Verunsicherung, wie sich bereits in der kurzfristigen Abschaffung des Umweltbonus gezeigt hat. Auch im gewerblichen Bereich dürfte sich die Auftragslage verschlechtern, da die allgemeine wirtschaftliche Situation bei den Unternehmen zu einer angespannten Kostensituation führt. Von diesem erwarteten Rückgang bei den Neuzulassungen dürfte der Gebrauchtwagenbereich profitieren, so dass die Experten hier von einem neuerlichen Anstieg der Umschreibungen ausgehen.
(Quelle: ZDK-Prognose 2024)

Grundsätzlich ist für die Wettbewerbsstellung innerhalb der Branche, also zu anderen Markenhändlern, die Modellpalette entscheidend. Hier ist die Marke "BMW" aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit grundsätzlich gut aufgestellt. Die Elektrifizierung der Modellpalette erfolgt kontinuierlich, wobei für 2024 weitere neue Elektro- und Hybridmodelle eingeführt werden sollen.

Für den Neuwagenbereich erwarten wir aufgrund der verschlechterten Rahmenbedingungen, die zu sinkenden Reallöhnen führen sowie der Kundenverunsicherung, einen deutlichen Rückgang der Nachfrage. Insbesondere im Bereich der E-Mobilität hat der Wegfall der staatlichen Förderung bereits zu Beginn des Jahres 2024 zu einem deutlichen Rückgang geführt. Ein weiteres Problem für den Neuwagenhandel sind die sehr hohen Listenneupreise, die bedingt durch die gestiegenen Rohstoffpreise auch zukünftig weiter steigen sollten. In Verbindung mit dem hohen Zinsniveau führt dies zu deutlich gestiegenen Finanzierungs- bzw. Leasingraten. Gleichzeitig sind bei den Kunden Nettolohnverluste in nicht unwesentlicher Höhe aufgrund der hohen Inflation zu erwarten, so dass Konsumverzicht bei Luxusgütern zu erwarten ist. Da dies in vergleichbarem Umfang nahezu alle Hersteller betrifft, sollte dies auf unsere Wettbewerbsposition keine negative Auswirkung haben. Ziel muss es daher sein unseren Kunden ein adäquates Angebot oder Alternativ-Angebot unterbreiten zu können. Hinsichtlich der Finanzierungs-/Leasingkosten sind wir auf bezahlbare Angebote unseres Herstellers angewiesen. Alternativen bestehen in jungen Gebrauchtwagen der BMW AG (Dienstwagen) sowie aus Leasingrückläufen.

Das Dienstwagenangebot hat sich im Laufe des Jahres 2023 verbessert, ist aber immer noch stark reglementiert. Daneben ist auch das Angebot an jungen Gebrauchtwagen der Autovermieter immer noch niedrig, da diese ebenfalls keine bzw. nur wenige Neuwagen zum Ersatz ihrer Flotten erhalten haben.

Für den Neuwagenbereich erwarten wir für das Jahr 2024 einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres, halten aber aufgrund der Rahmenbedingungen auch einen Rückgang des Absatzes um bis zu 10% für möglich. Für den Ertrag wesentliche Faktoren sind die Rabatte und Nachlässe sowie die Bonifikation durch den Hersteller. Da wir im Verlauf des Jahres mit rückläufiger Nachfrage aufgrund der Rahmenbedingungen Inflation und Zinshöhe rechnen und verstärkt Unsicherheit bei den Kunden im Hinblick auf zukunftssichere Antriebsarten feststellen, wird die Höhe der Rabatte und Nachlässe wieder deutlich zunehmen, um die Absatzmengen auch im Verlauf des Jahres zu erreichen. Das Bonifikationssystem hat sich für das Jahr 2024 dahingehend verändert, dass eine Komponente in Höhe von 0,5% an die Erreichung von Verkaufszielen im Absatz der vollelektrischen Fahrzeuge (BEV) gekoppelt ist. Im Zusammenspiel aus Absatzmenge, Bonifikation und notwendiger Nachlässe erwarten wir für den Neuwagenhandel einen deutlichen Rückgang des Ertrags um bis zu 15%.

Im Gebrauchtwagenbereich ist zwischen den einzelnen Bereichen zu differenzieren. Im wesentlichen Bereich, dem Handel mit Dienstwagen der BMW-AG gibt es zwei bestimmende Faktoren. Zum einen ist dies die Bonifikation durch den Hersteller und zum anderen das verfügbare Angebot an jungen Gebrauchtwagen. Hier hat sich seit dem Jahr 2022 das System dahingehend grundlegend verändert, dass die Boni nicht mehr schon mit Abnahme erreicht werden, sondern erst mit Verkauf an den Kunden. Das Angebot an Dienstwagen hat sich im Jahr 2023 verbessert, ist aber immer noch begrenzt, so dass der Hersteller die bonifizierten Abnahmemengen begrenzt. Die maximale Bonifikation wurde nicht verändert, allerdings faktisch durch die maximale Abnahmemenge begrenzt. Gleichzeitig bedeutet die maximale Abnahmemenge faktisch eine Begrenzung der Absatzzahl, da ein Verkauf von Einheiten darüber hinaus wirtschaftlich nur in Einzelfällen sinnvoll sein wird. Aufgrund der Rahmenbedingungen erwarten wir für 2024 eine Eintrübung der Nachfrage, gleichzeitig ist das Preisniveau im Dienstwagenangebot beim Hersteller immer noch relativ hoch. Da die Bonifikation nur erreicht wird, wenn an den Kunden verkauft wurde, führt dies auch im Jahr 2024 zu starkem Wettbewerb, der zu hohen Nachlässen zwingt. Im Bereich der übrigen Gebrauchtwagen sind im Wesentlichen die Rückläufer an Leasingfahrzeugen für uns relevant. Hier gehen wir für 2024 von einen um ca. 30% verminderten Rücklauf an Fahrzeugen aus. Dieser Rücklauf wird sich in späteren Jahren noch weiter vermindern, da das hohe Zinsniveau zu einem starken Rückgang der Leasingverträge geführt hat. Vor diesem Hintergrund erwarten wir im Jahr 2024 einen Umsatzrückgang von 10% bis 15%, mit einem vergleichbaren Rückgang im Ertrag.

Der Aftersalesbereich war in den zurückliegenden Jahren stets eine solide Säule des Unternehmens, der wesentliche Beiträge zum Unternehmensergebnis erwirtschaftet hat. Im Jahr 2023 hat sich gezeigt, dass die hohen Ertragsbeiträge des Aftersalesbereich wichtig für die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens sind. Schwankungen im Aftersalesbereich waren im Vergleich zum Fahrzeughandel deutlich geringer. Wesentliche Änderungen in Bezug auf die Nachfrage erwarten wir für 2024 nicht, allerdings auch keinen Zuwachs wie in den Vorjahren. Für 2024 erwarten wir vielmehr eine stabile Entwicklung für Umsatz und Ertrag auf dem Niveau des Jahres 2023.

Für den Finanzbereich ist zwar nicht mit einem weiteren Anstieg der Finanzierungskosten zu rechnen, allerdings ist auch eine Zinssenkung durch die Europäischen Zentralbank (EZB) frühestens für Mitte 2024 angekündigt, da diese erst dann erfolgen wird, wenn die Inflation die Zielmarge von 2% wieder erreicht.

Insgesamt über alle Bereiche erwarten wir unter diesen Annahmen für das Jahr 2024 einen Umsatzrückgang von ca. 10%-15%. Nach unseren Erwartungen wird sich der Jahresüberschuss dabei um bis zu 15% reduzieren.

Vor diesem Hintergrund sehen wir derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für unser Unternehmen. Je nach Dauer und Umfang der Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine sehen wir jedoch Risiken für die Entwicklung des Unternehmens, über die wir nachfolgend unter "Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen" berichten.

Wir weisen auf die erhöhte Prognoseunsicherheit hin, da zukunftsbezogene Aussagen einer gewissen Ungewissheit unterliegen.
D. Chancen- und Risikobericht
I.  Risikobericht
1.  Risiken für die Geschäftsentwicklung

Ein grundsätzliches Risiko jedes Wirtschaftens ist die Entwicklung der Nachfrage (Auftragseingänge). Drohende Arbeitslosigkeit beim Privatkunden und Kostendruck bei den Unternehmenskunden können zum Wegfall oder zeitlicher Verschiebung von Ersatzbeschaffungen führen. Die derzeitige negative Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Verbindung mit den noch nicht absehbaren weiteren Konsequenzen des Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine, führt beim Privatkunden zu vorsichtigerem Konsumverhalten und tendenziell ähnlichen Entwicklungen der Unternehmen. Die Krisensituation hat zu stark steigenden Energiepreisen einer hohen allgemeine Inflationsrate geführt, deren weitere Entwicklung im Jahr 2024 noch nicht absehbar ist. Zu Beginn des Jahres 2024 zeigt sich zwar eine Abmilderung der Inflation, allerdings immer noch auf einem Niveau über der angestrebten Inflationsrate von 2%. Es besteht somit auch für 2024 ein hohes Risiko für unsere Kostenstruktur.
Über dieses derzeitige allgemeine gesamtwirtschaftliche Risiko hinaus sehen wir noch folgende spezielle Risiken:
Für das Jahr 2024 wird bestimmender Faktor für den Absatz, die Verfügbarkeit bezahlbaren Fahrzeugen sein. Für den Neuwagenbereich verlangt dies nach angemessenen Finanzierungs- und Leasingangeboten. Im Gebrauchtwagenbereich wird nach unseren Erwartungen das Angebot, insbesondere an jungen Gebrauchtwagen, weiterhin nicht das Niveau vor der Pandemie erreichen. Zusätzlich sehen wir Risiken im zukünftig stark sinkenden Rücklauf von Leasingsfahrzeugen.

Für die Entwicklung der Nachfrage wird nach unserer Erwartung entscheidend sein, wie sich das Preisniveau in Bezug auf die Kaufkraft der Kunden entwickelt. Rahmenbedingungen aus einem hohen Preisniveau verbunden mit inflationsbedingten Kaufkraftverlusten und hohen Zinsen, stellt ein Risiko für unsere Geschäftsentwicklung dar. Aus diesem Grund ist die Möglichkeit zinsgünstiger Finanzierungs- und Leasingangebote zunehmend wichtiger für die Sicherstellung der Absatzmöglichkeiten.

In Bezug auf unser Angebot ist neben der Attraktivität der Produktpalette hinsichtlich des Designs und technischer Innovationen mittlerweile auch die ökologische Ausrichtung der Fahrzeuge ein wesentliches Kriterium. Dieser Risikofaktor ist durch uns direkt nicht beeinflussbar. Hier sind wir angewiesen auf eine vernünftige, ökologisch ausgerichtete Entwicklung der Modellpalette durch den Hersteller sowie dessen Investitionen in zukunftsweisende Technologien. Diese zukunftsweisende Ausrichtung hat der Hersteller BMW durch die Entwicklung und Markteinführung der BMW i-Modelle bereits unter Beweis gestellt. Die bis 2025 geplanten Modelleinführungen und die anstehende Erweiterung der Modellpalette um Elektro- und Hybridfahrzeuge stellt unseres Erachtens auch zukünftig die Wettbewerbsfähigkeit unserer Angebote am Markt nachhaltig sicher.

Neben dem Risiko des Auftragseingangs liegt ein weiteres Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung im Preissystem des Herstellers, welches die Rohgewinnmargen auf der Händlerseite maßgeblich bestimmt.

Die Hersteller stehen in den nächsten Jahren vor großen, auch finanziellen Herausforderungen. Der zunehmende Wettbewerb mit neuen Herstellern, vor allem im Bereich der Elektromobilität, der Investitionsbedarf zur Neuausrichtung auf Elektromobilität, Kostensteigerungen, Fachkräftemangel, um nur einige zu nennen, werden zu sinkenden Gewinnen führen. Die Notwendigkeit zur Steigerung der Renditen, um auch weiterhin attraktiv für Anleger zu sein, hat viele Hersteller dazu veranlasst den Direktvertrieb über das sogenannte Agenturgeschäft neu auszurichten. Ziel dieses Systems ist es, die Margenverluste, die durch den Wettbewerb zwischen den Markenhändler stattfindet, zu reduzieren. Auch unser Hersteller hat die Einführung des Agenturgeschäftes angekündigt, und zwar für die Marke "Mini" im Jahr 2024 und für die Marke "BMW" im Jahr 2026. Die genaue Ausgestaltung wurde noch nicht an die Händler kommuniziert. Aufgrund des Systems ist aber absehbar, dass ab den genannten Jahren Neuwagen und Dienstwagen direkt durch den Hersteller vertrieben werden und der "Händler" lediglich eine Provision erhält. Im Ergebnis wird dadurch für einen wesentlichen Teil unseres bisherigen Geschäftes die Chance auf Gewinn auf einen prozentual festen Betrag begrenzt, wobei gleichzeitig das Risiko auf Verlust entfällt. Da die Vermarktung direkt durch den Hersteller erfolgt, wird aber auch der Erfolg in Stückzahlen nur noch begrenzt durch die Händler beeinflussbar sein.

Ein weiteres wesentliches Risiko der Vor-Pandemie-Zeit, der immer schnellere Verfall der Gebrauchtwagenpreise, rückt sei dem Jahr 2023 wieder zunehmend in den Fokus.

Für die Verpflichtungen aus Rücknahmen auslaufender Leasingverträge, die zum jeweiligen DAT-Schätzpreis zum Rücknahmezeitpunkt erfolgen, haben wir durch Rückstellungsbildung Risikovorsorge getroffen.

Währungsrisiken bestehen nicht, da wir grundsätzlich in Euro fakturieren und einkaufen.

Das Risiko von Forderungsausfällen besteht nur in sehr geringem Umfang. Für den wesentlichen Teil des Umsatzes, den Fahrzeugverkauf, erfolgt die Übergabe erst nach Bezahlung bzw. Finanzierungszusage der Bank.

2. Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken
Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine stellt ein real eingetretenes entwicklungsbeeinträchtigendes Risiko für die Entwicklung unseres Unternehmens dar.

Die bereits infolge der Pandemie, aufgrund von Störungen der Lieferketten, eingetretene erhöhte Inflation, wurde durch die Kriegssituation nochmals beschleunigt. Grund dafür waren zum einen die Sanktionen der westlichen Länder gegenüber Russland und zum anderen der "Energiekrieg", den Russland gegen die sanktionierenden Länder als Vergeltungsmaßnahme führt. Ob diese Veränderungen dauerhaft sein werden oder ob sich nach dem Ende des Krieges der ursprüngliche Zustand wieder einstellt, ist derzeit nicht absehbar.

Ein weiteres entwicklungsbeeinträchtigendes Risiko für unser Unternehmen sehen wir in der vom Hersteller für 2026 beabsichtigten Einführung des "Agenturgeschäftes" für den Vertrieb von Neu- und Dienstwagen. Wesentliche Teile unserer Geschäftstätigkeit werden damit unserer vollumfänglichen Kontrolle hinsichtlich des Umfangs und der Gewinnchancen entzogen. Eine genaue Quantifizierung ist derzeit noch nicht möglich.

Diese Entwicklungen bergen das Risiko einer nachhaltigen Verringerung unserer Wirtschaftsleistung und somit der erzielbaren Jahresüberschüsse.
II. Chancenbericht
Das wesentliche Chancenpotential sehen wir in der Modellpalette des Herstellers sowie allgemein in der Marke "BMW". Für das Jahr 2024 ist die Einführung diverser neuer Modelle geplant. Der BMW-Händlervertrag wurde bis Ende 2025 verlängert und soll dann durch das Agenturgeschäft abgelöst werden.
Darüber hinaus investiert der Hersteller in zukunftsweisende Technologien und die Elektromobilität ist mit der eigenen Modelllinie "BMW-i" gut ausgebaut und im Markt positioniert. Im Jahr 2023 ist der Händlervertrag vom Hersteller für weitere 2 Jahre verlängert worden. Des Weiteren bietet das vom Hersteller stetig erweiterte Angebot an Elektro- und Hybridfahrzeugen die Chance auf die Erschließung neuer Kundenkreise bzw. die Stärkung der bisherigen Kundenbindung.

Die Einführung des Agenturgeschäfts für den Vertrieb von Neu- und Dienstwagen ist grundsätzlich primär, wie oben unter I. Risikobericht dargestellt, ein Risiko für unsere Geschäftstätigkeit. Daneben bietet es aber auch Chancen, da sichere Margen vorliegen und das Risiko von Verlusten aus dem Handel auf den Hersteller verlagert werden.

Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor der Vergangenheit und auch der Zukunft ist unser Personal. Wiederholt konnten wir durch gute Serviceleistungen unsere Kundschaft an uns binden, was für die Zukunft nicht nur im Fahrzeugverkauf, sondern auch im Aftersalesbereich eine gute Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung sein sollte.

III. Gesamtaussage
Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir insbesondere in den Folgen der Kriegssituation zwischen Russland und der Ukraine, deren weitere Entwicklung derzeit nicht abschätzbar und nicht beeinflussbar ist.
Mittelfristig wir die Umstellung des Vertriebssystems durch den Hersteller unser Geschäft nachhaltig verändern. Die genauen Auswirkungen werden wir erst einschätzen können, wenn die konkreten Ausgestaltungen kommuniziert sind. Absehbar ist aber, dass dies zu einer nachhaltigen Beeinträchtigung unserer wirtschaftlichen Entwicklung führen wird.
Vor dem Hintergrund der dargestellten Finanzierungsmöglichkeiten und bei Eintritt der Prognoseerwartungen, sehen wir den Fortbestand der Gesellschaft derzeit nicht gefährdet. Allerdings verweisen wir auf die Prognoseunsicherheit und unsere Stellungnahmen im Risikobericht.

E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Unser Kundenstamm ist grundsätzlich solvent. Forderungsausfälle sind im Bereich Fahrzeughandel aufgrund der getroffenen Maßnahmen zur Zahlungsabwicklung vor Auslieferung grundsätzlich nicht vorhanden. Im Aftersalesbereich finden Forderungsausfälle aufgrund unseres Debitorenmanagement nur in Ausnahmefällen statt. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Unsere Verbindlichkeiten zahlen wir innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen.
Im kurzfristigen Bereich finanzieren wir uns primär über die seitens des Herstellers und der finanzierenden Banken eingeräumten Kreditlinien. Der für die Fahrzeugfinanzierung vorgemerkte verfügbare Kreditrahmen bei der BMW-Bank GmbH, München, betrug zum Jahresende 7,5 Mio. Euro. Gleichzeitig wurde für uns ein Kontokorrentrahmen von 0,5 Mio. Euro vorgemerkt. Langfristige Kredite haben wir derzeit nicht.
Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmens gegen finanzielle Risiken jeder Art, wobei hier eine konservative Herangehensweise bei der Finanzierung und dem Risikomanagement gewählt wird. Dem Liquiditätsrisiko wird dabei durch kontinuierliche Finanz- und Liquiditätsplanung Rechnung getragen.
F. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

Dinslaken, den 28. Februar 2024 

_____________________________________ 
Bernhard Riedel
(Geschäftsführer)

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 690.388,00 569.273,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6,00 6,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 5,00 5,00
II. Sachanlagen 690.382,00 569.267,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 55.023,00 63.716,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 183.629,00 187.390,00
3. Geschäfts- und Vorführwagen 451.730,00 318.161,00
B. Umlaufvermögen 6.274.008,55 5.379.549,59
I. Vorräte 5.252.283,08 4.163.538,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 617.420,41 1.130.336,49
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 404.305,06 85.674,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 455,30 4.012,55
Bilanzsumme, Summe Aktiva 6.964.851,85 5.952.835,14

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 754.737,13 742.651,27
I. gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 19.346,22 19.346,22
III. Jahresüberschuss 435.390,91 423.305,05
B. Rückstellungen 546.876,40 706.959,87
C. Verbindlichkeiten 5.653.602,32 4.503.224,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 9.636,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 6.964.851,85 5.952.835,14

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.637.847,57 3.385.354,19
2. Personalaufwand 1.889.275,03 1.832.430,89
a) Löhne und Gehälter 1.568.400,44 1.527.517,83
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 320.874,59 304.913,06
davon für Altersversorgung 2.486,83 2.463,60
3. Abschreibungen 132.660,27 110.773,86
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 132.660,27 110.773,86
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 844.163,35 814.068,69
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.658,54 1.601,64
davon aus Abzinsung 2.916,54 1.601,64
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 123.367,72 44.930,80
davon aus Abzinsung 715,54 684,11
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 204.834,00 148.772,00
8. Ergebnis nach Steuern 447.205,74 435.979,59
9. sonstige Steuern 11.814,83 12.674,54
Jahresüberschuss 435.390,91 423.305,05

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Riedel Automobile GmbH hat ihren Sitz in Dinslaken. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HR B 28128 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (§§ 242 ff. HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264ff. HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft. Erleichterungen die sich hieraus bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ergeben, wurden teilweise in Anspruch genommen. Neben dem Jahresabschluss wurde freiwillig ein Lagebericht erstellt, bei dem die möglichen Erleichterungen ebenfalls teilweise in Anspruch genommen wurden.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt.

Von den Erleichterungen des § 276 HGB bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde kein Gebrauch gemacht.

Von den Erleichterungen des § 288 HGB bei der Aufstellung des Anhangs wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt.

Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge (§ 265 Abs. 2 S. 3 HGB)

Der Posten "sonstige Rückstellungen" umfasst im Vorjahr Beträge, die zum 31.12.2023 im Posten "sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen werden. Der geänderte Ausweis erfolgt, da aufgrund einer steuerlichen Betriebsprüfung nunmehr die steuerlich höchstrichterliche Rechtsprechung nun auch für den Ausweis in der Handelsbilanz übernommen worden ist. Es handelt sich hierbei um Rücknahmeverpflichtungen für Kraftfahrzeuge nach Beendigung der Leasingzeit. Die Risiken aus den Fahrzeugrücknahmen, die den steuerlichen Wertansatz als sonstige Verbindlichkeit übersteigen, werden weiterhin in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Dementsprechend wurde per 31.12.2023 ein Betrag von 73.936,24 Euro unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst. Der Vergleichsbetrag per 31.12.2022, der unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen ist, beträgt 98.882,37 Euro.

II. Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses

Geschäftszweigtypische Ergänzungen der Gliederung

Die vorliegende Gliederung des Jahresabschlusses enthält gegenüber der Gliederung nach HGB folgende Besonderheiten:

Geschäfts- und Vorführwagen sind im Anlagevermögen gesondert ausgewiesen

Die Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas dient der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses.

III. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungs­ab­grenzungs­posten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind mit Posten der Passivseite und Aufwendungen sind mit Erträgen nicht verrechnet worden.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu Euro 800,00 wurden sofort abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und ggf. auf den niedrigeren Marktpreis am Bilanzstichtag abgeschrieben. Soweit ein Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in etwaige Herstellungskosten einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in der Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu deren Erfüllung notwendig ist. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Bei der Bewertung von Rückstellungen gesetzliche Aufbewahrungspflichten wurden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate und wurden über die jeweilige Laufzeit der Rückstellung mit Sätzen zwischen 1% und 2% berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwandes wurde unterstellt, dass der Verbrauch erst zum Ende des Geschäftsjahres eingetreten ist. Erfolge aus Änderungen des Abzinsungssatzes sowie Änderungen aus Schätzungen der Restlaufzeit werden gegebenenfalls einheitlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Zinserträge aus der Abzinsung sind in der Gewinn- und Verlustrechnung separat bei den Zinserträgen ausgewiesen.

Für mögliche Garantieleistungen wurde die Rückstellung mit 0,15% - 0,30% des garantiebehafteten Umsatzes geschätzt. Der so ermittelte Rückstellungsbetrag wurde entsprechend den gesetzlichen Vorschriften abgezinst, da die Laufzeit teilweise größer als ein Jahr ist. Im Zinsergebnis werden ausschließlich die auf das Geschäftsjahr entfallenden Zinsanteile aus der Auf- bzw. Abzinsung von Rückstellungen ausgewiesen

In den sonstigen Rückstellungen sind solche für die Rücknahmeverpflichtung von Kraftfahrzeugen enthalten. Das Risiko den Rücknahmepreis bei nachfolgender Veräußerung nicht zu erzielen, wurde nach kaufmännischer Erfahrung auf Basis der in der Vergangenheit erzielten Verkaufsergebnisse vergleichbarer Fahrzeugkategorien geschätzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Bezüglich des Ausweises von Rücknahmeverpflichtungen aus Kraftfahrzeugverkäufen verweisen wir auf die Ausführungen unter I. Allgemeine Angaben / Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge. Der geänderte Bilanzausweis resultiert aus der Übernahme der höchstrichterlichen steuerrechtlichen Rechtsprechung in die Handelsbilanz. Diese sieht vor, dass für den Kunden eingeräumte Rücknahmeoptionen eine sonstige Verbindlichkeit bis zur Ausübung oder dem Verfall der Option zu bilanzieren ist. Bislang wurde das gesamte Risiko aus der Rücknahmeverpflichtung als sonstige Rückstellung bilanziert. Ab dem laufenden Geschäftsjahr erfolgt eine Aufteilung der bisherigen handelsrechtlichen Rückstellung in eine sonstige Verbindlichkeit für die eingeräumte Option sowie einer sonstigen Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften für das den Optionspreis übersteigende Risiko aus den zukünftigen Rücknahmen der Fahrzeuge. Die Änderung des handelsrechtlichen Bilanzausweises erfolgte aufgrund der Übernahme der steuerlichen Bilanzierung (umgekehrte Maßgeblichkeit).

IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Forderungen sind Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.741,05 Euro (i.V. 309.269,02 Euro) enthalten.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 0 T€ (i.V. 0 T€) enthalten.

Eigenkapital

Die Stammeinlage beträgt 300.000,00 Euro und ist voll eingezahlt.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Bezüglich der Rückstellungen für drohende Verluste aus Rücknahmeverpflichtungen verweisen wir auf die Ausführungen unter III. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung / Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungs­methoden.

Angaben zu den Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von 5.654 T€ (i.V. 4.503 T€) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In dem Posten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 4.997.675,90 Euro (i.V. 3.794.067,00 Euro) enthalten.

Die bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung der finanzierten Fahrzeuge besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern im Sinne des § 42 Abs. 3 GmbHG sind unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen und haben zum 31.12.2023 eine Höhe von 0 T€ (i.V. 0 T€).

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden solche aus eingeräumten Optionen auf die Rückgabe von Fahrzeugen nach Ende der Leasinglaufzeit in Höhe von 74 T€ (i.V. 0 T€) ausgewiesen. Die Optionen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von ca. 29 T€ und von einem bis zu fünf Jahren in Höhe von 45 T€. Bezüglich des Vorjahresausweisen verweisen wir auf die Angaben unter I. Allgemeine Angaben / Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge.

Angaben zu Steuern vom Einkommen und Ertrag


Unter dem Posten des Vorjahres sind Steuererstattungen für frühere Jahre enthalten, die einen nicht unwesentlichen Betrag umfassen (§ 285 Nr. 32 HGB). Der Steueraufwand des Vorjahres betrug insgesamt 149 T€. Davon entfielen Gewerbe- und Körperschaftsteueraufwendungen in Höhe von ca. 182 T€ auf den Veranlagungszeitraum 2022. In Höhe von ca. 33 T€ waren Steuererstattungen für Vorjahre aufgrund einer abgeschlossenen Betriebsprüfung in dem Posten enthalten.

V. Sonstige Pflichtangaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei Abschluss eines Leasing- bzw. Finanzierungsvertrages durch unsere Kunden, gewähren wir teilweise der Bank bzw. Leasinggesellschaft die Möglichkeit das Fahrzeug am Ende der Laufzeit an uns zu einem vorher festgelegten Preis zurück zu verkaufen. Es bestehen somit mögliche Rücknahmeverpflichtungen aus Kredit-/Leasingverträgen gegenüber der jeweiligen Bank bzw. Leasinggesellschaft in Höhe von ca.6,3 Mio. € (i.V. 7,9 Mio. €), wobei die Höhe der Rücknahmeverpflichtung anhand der ursprünglichen Restwertschätzung ermittelt worden ist. Hierbei handelt es sich zum Bilanzstichtag um 244 (i.V. 314) Leasing- und Kreditverträge. Diese Verträge haben unterschiedliche Laufzeiten, durchschnittlich enden jedoch pro Jahr ca. 73 Verträge. Die Verträge dienen der Absatzförderung des Erstgeschäftes und stellen für die Gesellschaft aufgrund der in der Regel überwiegend stattfindenden Anschlussgeschäfte ein sicheres zukünftiges Umsatzpotenzial dar. Die angedienten Gebrauchtwagen bilden den Grundstock des Gebraucht­wagen­handels. Die Finanzierung der zurückgenommenen Fahrzeuge ist durch den Rahmenkreditvertrag jederzeit sichergestellt.

Aus Mietverträgen resultieren zukünftige Belastungen nach dem gegenwärtigen Stand des Mietzinses in Höhe von ca. 0,2 Mio. € per anno. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis 2031 mit Verlängerungsoption und Kündigungsfrist von 18 Monaten.

Aus Leasingverträgen für PKW resultieren zukünftige Belastungen in Höhe von insgesamt ca. 45 T€.

Mutterunternehmen

Die Arcus Betriebs-GmbH, Oberhausen, ist Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB. Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen ist bei der Muttergesellschaft erhältlich.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Bernhard Riedel (kaufmännischer Geschäftsführer) geführt.

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Vergütung der Geschäftsführer


Auf die Angabe der Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen           Zahl Zahl i.V.
Vollzeit Arbeitnehmer
24
22
Teilzeit
7
8
Auszubildende
9
10



Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 40 (i.V. 40). Ohne Auszubildende (Angabe nach HGB) 31 (i.V. 30).

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, dass der Jahresüberschuss in voller Höhe ausgeschüttet wird.

Dinslaken, den 28.02.2024

_____________________________________ 
Riedel Automobile GmbH
durch den Geschäftsführer
Bernhard Riedel

Auszug aus dem

Gesellschafterversammlungsprotokoll
Riedel Automobile GmbH, Dinslaken



Alleiniger Gesellschafter der Riedel Automobile GmbH, Dinslaken, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Duisburg unter HRB 28128 ist die Arcus Betriebs-GmbH, Oberhausen (Amtsgericht Duisburg HRB 12520).

Unter Verzicht auf Form und Frist beschließt der alleinige Gesellschafter der Automobile Riedel GmbH, Dinslaken, das Folgende:

1. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme von 6.964.851,85 € und einem Jahresüberschuss von 435.390,91 € wird in der vorgelegten Fassung mit Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RPS RUNGE PÖHLS STEFANIAK Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Dinslaken, vom 08. März 2024 festgestellt.

2. Aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 435.390,91 € und dem Gewinnvortrag in Höhe von 0,00 €, insgesamt 435.390,91 € (= Jahresergebnis nach § 29 GmbHG), wird für das Geschäftsjahr 2023 am 26.03.2024 eine Gewinnausschüttung in Höhe von 423.305,05 € vorgenommen. Der verbleibende Gewinn in Höhe von 0,00 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Sämtliche Beschlüsse erfolgten einstimmig.

Dinslaken, den _ _18.03.2024______

.......................................
Philipp Karsten Lohrengel
als Geschäftsführer der
Arcus Betriebs-GmbH,
Oberhausen

Anlagespiegel



Anschaffungs-kosten
Anschaffungs-kosten
Anschaffungs-kosten
Anschaffungs-kosten


Stand
Zugänge
Abgänge
Stand


01.01.2023
Umbuchungen
Umbuchungen
31.12.2023


Euro
Euro
Euro
Euro
A.
Anlagevermögen




I.
Immaterielle Vermögens-





gegenstände




1.
Konzessionen, gewerbliche Schutzrecht





und ähnliche Rechte und Werte sowie





Lizenzen an solchen Rechten und Werten
69.973,13
0,00
0,00
69.973,13
II.
Sachanlagen




1.
Grundstücke, grundstücks-





gleiche Rechte und





Bauten einschließlich





der Bauten auf fremden





Grundstücken
178.298,74
0,00
0,00
178.298,74
2.
technische Anlagen





und Maschinen
0,00
0,00
0,00
0,00
3.
Andere Anlagen,





Betriebs-und Geschäfts-





ausstattung
690.100,45
66.051,22
17.170,83
738.980,84
4.
Geschäfts- und Vorführ-





wagen
347.173,55
442.686,05
285.796,43
504.063,17


1.215.572,74
508.737,27
302.967,26
1.421.342,75
III.
Finanzanlagen




1.
Beteiligungen
0,00
0,00
0,00
0,00


1.285.545,87
508.737,27
302.967,26
1.491.315,88

Abschreibungen
Abschreibungen
Abschreibungen
Abschreibungen
Buchwerte
Buchwerte

Stand
Zugänge
Abgänge
Stand
zum


01.01.2023
Umbuchungen
Umbuchungen
31.12.2023
31.12.2023
Vorjahr

Euro
Euro
Euro
Euro
Euro
Euro
A.






I.






1.







69.967,13
0,00
0,00
69.967,13
6,00
6,00
II.






1.







114.582,74
8.693,00
0,00
123.275,74
55.023,00
63.716,00
2.







0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
3.







502.710,45
69.801,22
17.159,83
555.351,84
183.629,00
187.390,00
4.







29.012,55
54.166,05
30.845,43
52.333,17
451.730,00
318.161,00

646.305,74
132.660,27
48.005,26
730.960,75
690.382,00
569.267,00
III.






1.
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00

716.272,87
132.660,27
48.005,26
800.927,88
690.388,00
569.273,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 18.03.2024 festgestellt.

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