Riedel
Automobile GmbH
Dinslaken
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
Riedel Automobile GmbH
Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023
A.
Grundlagen des Unternehmens
I. Geschäftsmodell des Unternehmens
Wir sind im Automobilhandel mit neuen und gebrauchten
Automobilen tätig. Im Neuwagenbereich vertreiben wir
Modelle der Marke BMW. Im Gebrauchtwagenhandel liegt der
Schwerpunkt ebenfalls im Vertrieb von Fahrzeugen der Marke
BMW. Unser Leistungsspektrum umfasst daneben noch den
Aftersalesbereich mit Ersatzteil- und
Zubehörversorgung sowie der Werkstattbetrieb als
Fachwerkstatt für die o.g. Marke.
Neben dem regionalen Einzugsgebiet vertreiben wir
unsere Produkte über den Onlinehandel im gesamten
deutschen Inland sowie im europäischen Ausland.
II. Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft führt keine
Produktentwicklungen durch.
B.
Wirtschaftsbericht
I. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Das BIP ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr
preisbereinigt um ca. 0,3 % gesunken (Vorjahr +1,8%).
Wesentliche Faktoren für die wirtschaftliche
Entwicklung waren die hohe Inflation sowie die
ungünstigen Finanzierungsbedingungen und eine
geringere Nachfrage auf In- und Ausland. Der Rückgang
zeigte sich vor allem im verarbeitenden Gewerbe, wohingegen
aus der Automobilindustrie auch im Jahr 2023 noch positive
Impulse kamen.
Wurde der Zuwachs des BIP im Vorjahr noch durch die
privaten Konsumausgaben getragen, so zeigte sich im Jahr
2023 ein preisbereinigter Rückgang des privaten
Konsums um ca. 0,8%, was im Wesentlichen auf das hohe
Preisniveau zurückzuführen sein dürfte.
(Quelle: DeStatis Deutsches Statistisches Bundesamt,
Pressemitteilung vom 15.01.2024)
Der Automobilhandel war von den o.g.
Rahmenbedingungen ebenfalls betroffen. Dennoch konnte ein
Zuwachs an Neuzulassungen von 7,3% im Jahr 2023 erzielt
werden. Die PKW-Besitzumschreibungen stiegen im gleichen
Zeitraum um 6,9 Prozent.
(Quelle: Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe,
Pressenmitteilung 14.02.2024)
II. Geschäftsverlauf
Unsere Prognosen aus dem Vorjahr sahen für den
Neuwagenbereich bei annähernd gleichen
Stückzahlen einen leicht gestiegenen Absatz aufgrund
der Preissteigerungen vor, mit einem Ertrag auf
Vorjahresniveau. Im Gebrauchtwagenbereich erwarteten wir
für 2023 einen deutlichen verstärkten Wettbewerb
mit sinkenden Erträge aufgrund höherer
Nachlässe, so dass wir in der Prognose von einem
Umsatz maximal auf Vorjahresniveau ausgegangen sind,
welcher sich im Ertrag mit einem Rückgang von bis zu
15% auswirken sollte. Den Aftersalesbereich erwarteten wir
auf ähnlichem Niveau wie im Jahr 2022.
Diese negativen Erwartungen sind nicht eingetreten.
Die Nachfrage war auch im Jahr 2023 trotz aller negativen
Umstände weiterhin auf hohem Niveau.
Im Neuwagenhandel konnten wir einen Umsatzzuwachs von
ca. 12% realisieren, mit einem ähnlichen Zuwachs im
Ertrag.
Im Gebrauchtwagenbereich konnten wir den Umsatz um
ca. 10% steigern, wobei allerdings der Ertrag, wie
erwartet, rückläufig war und sich um ca. 11%
vermindert hat.
Im Aftersalesbereich konnten wir erneut
Umsatzsteigerungen von ca. 15% erzielen, wobei sich das
Abteilungsergebnis in ähnlichem Umfang verbessert hat.
III. Lage
1. Ertragslage
Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:
|
01.01. bis
|
|
01.01. bis
|
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
31.12.2022
|
|
Veränderung
|
|
|
TEuro
|
%
|
TEuro
|
%
|
TEuro
|
%
|
Rohergebnis
|
3.637,9
|
100,0
|
3.385,4
|
100,0
|
252,5
|
7,5
|
Zinsen und ähnliche
Erträge
|
3,7
|
0,1
|
1,6
|
0,0
|
2,1
|
131,3
|
Erträge gesamt
|
3.641,6
|
100,1
|
3.387,0
|
100,0
|
254,6
|
7,5
|
Löhne +
Gehälter / Soziale Abgaben
|
1.889,3
|
51,9
|
1.832,4
|
54,1
|
56,9
|
3,1
|
Abschreibungen
|
132,7
|
3,6
|
110,8
|
3,3
|
21,9
|
19,8
|
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
|
123,4
|
3,4
|
44,9
|
1,3
|
78,5
|
174,8
|
Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag
|
204,8
|
5,6
|
148,8
|
4,4
|
56,0
|
37,6
|
sonstige Steuern
|
11,8
|
0,3
|
12,7
|
0,4
|
-0,9
|
-7,1
|
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
|
844,2
|
23,2
|
814,1
|
24,0
|
30,1
|
3,7
|
Aufwendungen gesamt
|
3.206,2
|
88,1
|
2.963,7
|
87,5
|
242,5
|
8,2
|
Jahresergebnis
|
435,4
|
12,0
|
423,3
|
12,5
|
12,1
|
2,9
|
Die Geschäftsentwicklung bis zum Rohergebnis
ist oben unter "II. Geschäftsverlauf" dargestellt.
Insgesamt hat sich das Rohergebnis gegenüber dem
Vorjahr um 253 TEuro verbessert. Die Umsatz-Anteile der
einzelnen Geschäftsbereiche sind gegenüber dem
Vorjahr nahezu unverändert. Die Ergebnisbeiträge
haben sich aufgrund der stark verminderten Erträge im
Gebrauchtwagenbereich zugunsten des Aftersales-Bereichs
verschoben.
Der Aftersalesbereich ist weiterhin ein wichtiger
Bereich für den wirtschaftlichen Erfolg des
Unternehmens mit im Vergleich zum Fahrzeughandel deutlich
besseren Margen. Allerdings besteht auch eine gegenseitige
Abhängigkeit, da ein Teil der Umsätze im
Aftersalesbereich durch den Fahrzeughandel begründet
ist.
Der Personalaufwand liegt aufgrund variabler
Vergütungsanteile und allgemeinen,
inflationsangepassten Erhöhungen über
Vorjahresniveau. Die Abschreibungen sind mit 133 TEuro
leicht erhöht und entfallen zu einem großen
Anteil auf die Vorführ- und Geschäftsfahrzeuge,
deren Bestand im Wesentlichen die Veränderung
begründet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
nahezu unverändert.
Das Finanzergebnis hat sich mit -120 TEuro deutlich
um ca. 76 T€ verschlechtert. Grund dafür sind die
aufgrund des allgemeinen Zinsanstiegs erhöhten
Aufwendungen für den finanzierten Fahrzeugbestand. Der
Steueraufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich
erhöht. Grund hierfür ist, dass im Vorjahr in dem
ausgewiesenen Steueraufwand Steuererstattungen für
Vorjahre aufgrund einer erfolgten Betriebsprüfung in
Höhe von ca. 33 T€ enthalten waren. Korrigiert
man das Vorjahresergebnis um diese Steuererstattungen, so
ergibt sich ein um ca. 45 TEuro verbessertes Ergebnis im
Vergleich zum Vorjahr.
2. Vermögens- und Finanzlage
|
Bilanz zum
|
|
Bilanz zum
|
|
Änderung ggü.
|
|
|
31.12.2023
|
|
31.12.2022
|
|
d. Vorjahr in
|
|
|
TEuro
|
%
|
TEuro
|
%
|
TEuro
|
%
|
AKTIVA
|
|
|
|
|
|
|
Immaterielles
Anlagevermögen
|
-
|
-
|
-
|
0,0
|
0,0
|
0,0
|
Sachanlagen
|
690,4
|
9,9
|
569,3
|
0,0
|
121,1
|
0,0
|
Vorräte
|
5.252,3
|
75,4
|
4.163,5
|
0,0
|
1.088,8
|
0,0
|
Liefer- und
Leistungsforderungen
|
269,6
|
3,9
|
524,5
|
0,0
|
-254,9
|
0,0
|
Forderungen
Verbundbereich
|
2,7
|
0,0
|
309,3
|
0,0
|
-306,6
|
0,0
|
Sonstige
Vermögensgegenstände
|
345,1
|
5,0
|
296,5
|
0,0
|
48,6
|
|
Flüssige
Mittel/Wertpapiere
|
404,3
|
5,8
|
85,7
|
0,0
|
318,6
|
371,8
|
Rechnungsabgrenzungsposten
|
0,5
|
0,0
|
4,0
|
0,0
|
-3,5
|
|
Summe Aktiva
|
6.964,9
|
100,0
|
5.952,8
|
0,0
|
1.012,1
|
371,8
|
|
Bilanz zum
|
|
Bilanz zum
|
|
Änderung ggü.
|
|
|
31.12.2023
|
|
31.12.2022
|
|
d. Vorjahr in
|
|
|
TEuro
|
%
|
TEuro
|
%
|
TEuro
|
%
|
PASSIVA
|
|
|
|
|
|
|
Eigenkapital
|
754,7
|
10,8
|
742,7
|
12,5
|
12,0
|
0,0
|
Rückstellungen
|
546,8
|
7,9
|
706,9
|
11,9
|
-
160,1
|
-
|
Kreditverbindlichkeiten
|
4.997,7
|
71,8
|
3.794,1
|
63,7
|
1.203,6
|
-
|
erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen
|
270,1
|
3,9
|
244,3
|
4,1
|
25,8
|
-
|
Lieferverbindlichkeiten
|
125,9
|
1,8
|
185,1
|
3,1
|
-
59,2
|
- 0,3
|
Verbundverbindlichkeiten
|
115,9
|
1,7
|
3,8
|
0,1
|
112,1
|
-
|
Sonstige
Verbindlichkeiten
|
144,1
|
2,1
|
275,9
|
4,6
|
-
131,8
|
-
|
Rechnungsabrenzung
|
9,7
|
0,1
|
-
|
-
|
9,7
|
-
|
Summe Aktiva
|
6.964,9
|
100,0
|
5.952,8
|
100,0
|
1.012,1
|
- 0,3
|
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr
um rund 1,0 Mio. Euro auf nun 6,9 Mio. Euro erhöht.
Grund hierfür war im Wesentlichen, das um ca.
1,0 Mio. Euro erhöhte Vorratsvermögen zum
Bilanzstichtag, welches im Wesentlichen den Bestand an
Fahrzeugen umfasst. Der Bestand an Neufahrzeugen hat sich
hierbei um ca. 0,2 Mio. Euro und der Bestand an
Gebrauchtfahrzeugen ist um ca. 0,8 Mio. Euro erhöht.
Der Bestand des Ersatzteillagers ist geringfügig um
ca. 25 T€ gesunken und mit ca. 0,1 Mio. Euro
geringfügig. Der Anstieg der Fahrzeugbestände
geht einher mit einem Anstieg der Kreditverbindlichkeiten
um ca. 1,2 Mio. Euro, die sich auf die finanzierten
Fahrzeugbestände beziehen.
Zum anderen haben sich zum Bilanzstichtag die
Forderungen um ca. 0,5 Mio. Euro vermindert und die
Liquidität um 0,3 Mio. Euro erhöht. Diese
Stichtagbetrachtung gibt nur einen unvollendeten Blick auf
die Finanzlage des Unternehmens gibt. Wesentlich ist, dass
aufgrund der Rahmenfinanzierungsverträge mit den
herstellerabhängigen Banken, eine jederzeitige
finanzielle Verfügbarkeit für den laufenden
Geschäftsbetrieb gewährleistet ist. Die liquiden
Mittel zuzüglich der kurzfristigen
Vermögensgegenstände und Forderungen reichen
vollständig aus, um die fristadäquaten
Verbindlichkeiten zu bedienen. Hierbei ist
berücksichtigt, dass die Darlehen für die
Fahrzeugbestände erst nach deren Verkauf zu tilgen
sind.
Die Kapitalausstattung und die externen
Finanzierungsquellen des Unternehmens ermöglichten es
jederzeit sämtlichen finanziellen Verpflichtungen
ordnungsgemäß nachzukommen.
Die Beschaffungsseite ist durch den
BMW-Händlervertrag gesichert. Der Vertrag lief im Jahr
2023 aus und wurde um weitere 2 Jahre bis zum 31.12.2025
verlängert. Ab dem Jahr 2026 soll bei "BMW" das
Agenturgeschäft eingeführt werden. In den Bezugs-
und Vergütungssystemen gab es keine
grundsätzlichen Änderungen. Allerdings unterliegt
die Bonifikation durch den Hersteller kontinuierlichen
Änderungen.
Die Finanzierung des Fahrzeugbestandes erfolgt im
Wesentlichen über die BMW-Bank. Die Fahrzeuge laufen
grundsätzlich nach Ablauf des Zahlungsziels des
Herstellers in die Finanzierung.
Größere Investitionen sind im
nächsten Jahr nicht geplant.
IV. Finanzielle Leistungsindikatoren
Durch die Einbindung in das Händlernetz der BMW
AG ist es notwendig, regelmäßig monatliche
Erfolgsrechnungen an die Konzernzentrale zu senden. Damit
werden im Rahmen eines bundesweiten Händlervergleichs
positive und negative Tendenzen ermittelt. Somit stehen der
Geschäftsleitung zeitnahe Auswertungen und
Vergleichskennzahlen zur Verfügung. Wichtige
Kennzahlen, wie z.B. Standtage der Gebrauchtwagen etc.,
ermöglichen es, individuell notwendige Maßnahmen
zu ergreifen. Da diese Maßnahmen sich an der
aktuellen Marktsituation orientieren müssen, sind
diese individuell vom Zeitpunkt und der Situation im
Betrieb zu treffen.
Risiken aus Zahlungsausfall sind gering, da
grundsätzlich die Fahrzeuge vor Abholung bezahlt
werden bzw. die Finanzierungs-/Leasingzusage vorliegt.
Ungesicherte Forderungen treten regelmäßig nur
im Aftersalesbereich auf. Hier ist ein
regelmäßiges Mahnsystem eingerichtet, welches
die Beitreibung der Forderungen sicherstellt. Die Verluste
aus Forderungen waren in den vergangenen Jahren allenfalls
in einer auf den Umsatz bezogenen marginalen Höhe zu
vermerken.
In Zahlen lässt sich das Geschäftsjahr wie
folgt zusammenfassen:
Die Gesamtkapitalrentabilität vor Zinsen und
Steuern ((Gewinn + Fremdkapitalzinsen + Steuern vom
Einkommen und Ertrag x 100)/Gesamtkapital) beträgt ca.
11,0% (i.V. 10,3%).
Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum
Bilanzstichtag 755 TEuro (i.V. 743 TEuro). Die
Eigenkapitalquote (Eigenkapital x 100 / Gesamtkapital)
beträgt somit ca. 10,9 % (i.V. 12,5 %). Die
Eigenkapitalrentabilität ((Gewinn x 100) /
Eigenkapital) beträgt ca. 57,7 % (i.V. 57,0 %).
V. Gesamtaussage
Im Ergebnis ist festzustellen, dass die Entwicklung
in allen Bereichen vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen
Folgen des Krieges in der Ukraine sehr zufriedenstellend
ist. Wir konnten den Umsatz des Vorjahres trotz aller
Schwierigkeiten und das Ergebnis vor Steuern, trotz
teilweise deutlich gestiegener Kosten, deutlich steigern.
Es hat sich gezeigt, dass der Aftersalesbereich in
Krisenzeiten nachhaltige Erträge erwirtschaftet und
mit seinen hohen Ergebnisbeiträgen zur Stabilität
des Unternehmens wesentlich beiträgt. Vor dem
Hintergrund der Branchenentwicklung und den
gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben wir ein sehr
gutes Ergebnis erzielt.
Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum
Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichtes ist in Bezug
auf Umsatz, Ertrag, Vermögen und Liquidität
stabil. Die innereuropäischen Spannungen im
Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine könnten
allerdings zu sich weiter negativ verändernden
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führen.
C.
Prognosebericht
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu
Beginn des Jahres 2024 sind weiterhin schwierig. Laut der
Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt
(BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich
zum Vorjahr wachsen. Laut der Prognose der Bundesregierung
wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich
um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen.
(Quelle: statista.com; Prognose zur Entwicklung des
BIP in Deutschland)
Auch für die Automobilbranche sind diese
Rahmenbedingungen eine große Herausforderung.
Allgemein wird aufgrund der schwachen privaten Nachfrage
mit sinkenden Absatzzahlen gerechnet, wobei die Höhe
noch stark von herstellerseitigen
Stützungsmaßnahmen abhängen kann.
Gestiegene Rohstoffpreis führen zu weiter steigenden
Fahrzeugpreisen. In Verbindung mit gesunkenen
Reallöhnen führt dies zu Kaufzurückhaltung,
die zusätzlich auf ein mangelndes Angebot an
bezahlbaren Kleinwagen trifft. Darüber hinaus
führt die Klima- und Verkehrspolitik der Regierung zu
Verunsicherung, wie sich bereits in der kurzfristigen
Abschaffung des Umweltbonus gezeigt hat. Auch im
gewerblichen Bereich dürfte sich die Auftragslage
verschlechtern, da die allgemeine wirtschaftliche Situation
bei den Unternehmen zu einer angespannten Kostensituation
führt. Von diesem erwarteten Rückgang bei den
Neuzulassungen dürfte der Gebrauchtwagenbereich
profitieren, so dass die Experten hier von einem
neuerlichen Anstieg der Umschreibungen ausgehen.
(Quelle: ZDK-Prognose 2024)
Grundsätzlich ist für die
Wettbewerbsstellung innerhalb der Branche, also zu anderen
Markenhändlern, die Modellpalette entscheidend. Hier
ist die Marke "BMW" aufgrund der Erfahrungen der
Vergangenheit grundsätzlich gut aufgestellt. Die
Elektrifizierung der Modellpalette erfolgt kontinuierlich,
wobei für 2024 weitere neue Elektro- und Hybridmodelle
eingeführt werden sollen.
Für den Neuwagenbereich erwarten wir aufgrund
der verschlechterten Rahmenbedingungen, die zu sinkenden
Reallöhnen führen sowie der Kundenverunsicherung,
einen deutlichen Rückgang der Nachfrage. Insbesondere
im Bereich der E-Mobilität hat der Wegfall der
staatlichen Förderung bereits zu Beginn des Jahres
2024 zu einem deutlichen Rückgang geführt. Ein
weiteres Problem für den Neuwagenhandel sind die sehr
hohen Listenneupreise, die bedingt durch die gestiegenen
Rohstoffpreise auch zukünftig weiter steigen sollten.
In Verbindung mit dem hohen Zinsniveau führt dies zu
deutlich gestiegenen Finanzierungs- bzw. Leasingraten.
Gleichzeitig sind bei den Kunden Nettolohnverluste in nicht
unwesentlicher Höhe aufgrund der hohen Inflation zu
erwarten, so dass Konsumverzicht bei Luxusgütern zu
erwarten ist. Da dies in vergleichbarem Umfang nahezu alle
Hersteller betrifft, sollte dies auf unsere
Wettbewerbsposition keine negative Auswirkung haben. Ziel
muss es daher sein unseren Kunden ein adäquates
Angebot oder Alternativ-Angebot unterbreiten zu
können. Hinsichtlich der Finanzierungs-/Leasingkosten
sind wir auf bezahlbare Angebote unseres Herstellers
angewiesen. Alternativen bestehen in jungen Gebrauchtwagen
der BMW AG (Dienstwagen) sowie aus
Leasingrückläufen.
Das Dienstwagenangebot hat sich im Laufe des Jahres
2023 verbessert, ist aber immer noch stark reglementiert.
Daneben ist auch das Angebot an jungen Gebrauchtwagen der
Autovermieter immer noch niedrig, da diese ebenfalls keine
bzw. nur wenige Neuwagen zum Ersatz ihrer Flotten erhalten
haben.
Für den Neuwagenbereich erwarten wir für
das Jahr 2024 einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres,
halten aber aufgrund der Rahmenbedingungen auch einen
Rückgang des Absatzes um bis zu 10% für
möglich. Für den Ertrag wesentliche Faktoren sind
die Rabatte und Nachlässe sowie die Bonifikation durch
den Hersteller. Da wir im Verlauf des Jahres mit
rückläufiger Nachfrage aufgrund der
Rahmenbedingungen Inflation und Zinshöhe rechnen und
verstärkt Unsicherheit bei den Kunden im Hinblick auf
zukunftssichere Antriebsarten feststellen, wird die
Höhe der Rabatte und Nachlässe wieder deutlich
zunehmen, um die Absatzmengen auch im Verlauf des Jahres zu
erreichen. Das Bonifikationssystem hat sich für das
Jahr 2024 dahingehend verändert, dass eine Komponente
in Höhe von 0,5% an die Erreichung von Verkaufszielen
im Absatz der vollelektrischen Fahrzeuge (BEV) gekoppelt
ist. Im Zusammenspiel aus Absatzmenge, Bonifikation und
notwendiger Nachlässe erwarten wir für den
Neuwagenhandel einen deutlichen Rückgang des Ertrags
um bis zu 15%.
Im Gebrauchtwagenbereich ist zwischen den einzelnen
Bereichen zu differenzieren. Im wesentlichen Bereich, dem
Handel mit Dienstwagen der BMW-AG gibt es zwei bestimmende
Faktoren. Zum einen ist dies die Bonifikation durch den
Hersteller und zum anderen das verfügbare Angebot an
jungen Gebrauchtwagen. Hier hat sich seit dem Jahr 2022 das
System dahingehend grundlegend verändert, dass die
Boni nicht mehr schon mit Abnahme erreicht werden, sondern
erst mit Verkauf an den Kunden. Das Angebot an Dienstwagen
hat sich im Jahr 2023 verbessert, ist aber immer noch
begrenzt, so dass der Hersteller die bonifizierten
Abnahmemengen begrenzt. Die maximale Bonifikation wurde
nicht verändert, allerdings faktisch durch die
maximale Abnahmemenge begrenzt. Gleichzeitig bedeutet die
maximale Abnahmemenge faktisch eine Begrenzung der
Absatzzahl, da ein Verkauf von Einheiten darüber
hinaus wirtschaftlich nur in Einzelfällen sinnvoll
sein wird. Aufgrund der Rahmenbedingungen erwarten wir
für 2024 eine Eintrübung der Nachfrage,
gleichzeitig ist das Preisniveau im Dienstwagenangebot beim
Hersteller immer noch relativ hoch. Da die Bonifikation nur
erreicht wird, wenn an den Kunden verkauft wurde,
führt dies auch im Jahr 2024 zu starkem Wettbewerb,
der zu hohen Nachlässen zwingt. Im Bereich der
übrigen Gebrauchtwagen sind im Wesentlichen die
Rückläufer an Leasingfahrzeugen für uns
relevant. Hier gehen wir für 2024 von einen um ca. 30%
verminderten Rücklauf an Fahrzeugen aus. Dieser
Rücklauf wird sich in späteren Jahren noch weiter
vermindern, da das hohe Zinsniveau zu einem starken
Rückgang der Leasingverträge geführt hat.
Vor diesem Hintergrund erwarten wir im Jahr 2024 einen
Umsatzrückgang von 10% bis 15%, mit einem
vergleichbaren Rückgang im Ertrag.
Der Aftersalesbereich war in den zurückliegenden
Jahren stets eine solide Säule des Unternehmens, der
wesentliche Beiträge zum Unternehmensergebnis
erwirtschaftet hat. Im Jahr 2023 hat sich gezeigt, dass die
hohen Ertragsbeiträge des Aftersalesbereich wichtig
für die wirtschaftliche Stabilität des
Unternehmens sind. Schwankungen im Aftersalesbereich waren
im Vergleich zum Fahrzeughandel deutlich geringer.
Wesentliche Änderungen in Bezug auf die Nachfrage
erwarten wir für 2024 nicht, allerdings auch keinen
Zuwachs wie in den Vorjahren. Für 2024 erwarten wir
vielmehr eine stabile Entwicklung für Umsatz und
Ertrag auf dem Niveau des Jahres 2023.
Für den Finanzbereich ist zwar nicht mit einem
weiteren Anstieg der Finanzierungskosten zu rechnen,
allerdings ist auch eine Zinssenkung durch die
Europäischen Zentralbank (EZB) frühestens
für Mitte 2024 angekündigt, da diese erst dann
erfolgen wird, wenn die Inflation die Zielmarge von 2%
wieder erreicht.
Insgesamt über alle Bereiche erwarten wir unter
diesen Annahmen für das Jahr 2024 einen
Umsatzrückgang von ca. 10%-15%. Nach unseren
Erwartungen wird sich der Jahresüberschuss dabei um
bis zu 15% reduzieren.
Vor diesem Hintergrund sehen wir derzeit keine
bestandsgefährdenden Risiken für unser
Unternehmen. Je nach Dauer und Umfang der
Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine sehen
wir jedoch Risiken für die Entwicklung des
Unternehmens, über die wir nachfolgend unter
"Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen" berichten.
Wir weisen auf die erhöhte Prognoseunsicherheit
hin, da zukunftsbezogene Aussagen einer gewissen
Ungewissheit unterliegen.
D.
Chancen- und Risikobericht
I.
Risikobericht
1.
Risiken für die Geschäftsentwicklung
Ein grundsätzliches Risiko jedes Wirtschaftens
ist die Entwicklung der Nachfrage (Auftragseingänge).
Drohende Arbeitslosigkeit beim Privatkunden und Kostendruck
bei den Unternehmenskunden können zum Wegfall oder
zeitlicher Verschiebung von Ersatzbeschaffungen
führen. Die derzeitige negative Entwicklung der
gesamtwirtschaftlichen Lage in Verbindung mit den noch
nicht absehbaren weiteren Konsequenzen des Konfliktes
zwischen Russland und der Ukraine, führt beim
Privatkunden zu vorsichtigerem Konsumverhalten und
tendenziell ähnlichen Entwicklungen der Unternehmen.
Die Krisensituation hat zu stark steigenden Energiepreisen
einer hohen allgemeine Inflationsrate geführt, deren
weitere Entwicklung im Jahr 2024 noch nicht absehbar ist.
Zu Beginn des Jahres 2024 zeigt sich zwar eine Abmilderung
der Inflation, allerdings immer noch auf einem Niveau
über der angestrebten Inflationsrate von 2%. Es
besteht somit auch für 2024 ein hohes Risiko für
unsere Kostenstruktur.
Über dieses derzeitige allgemeine
gesamtwirtschaftliche Risiko hinaus sehen wir noch folgende
spezielle Risiken:
Für das Jahr 2024 wird bestimmender Faktor
für den Absatz, die Verfügbarkeit bezahlbaren
Fahrzeugen sein. Für den Neuwagenbereich verlangt dies
nach angemessenen Finanzierungs- und Leasingangeboten. Im
Gebrauchtwagenbereich wird nach unseren Erwartungen das
Angebot, insbesondere an jungen Gebrauchtwagen, weiterhin
nicht das Niveau vor der Pandemie erreichen.
Zusätzlich sehen wir Risiken im zukünftig stark
sinkenden Rücklauf von Leasingsfahrzeugen.
Für die Entwicklung der Nachfrage wird nach
unserer Erwartung entscheidend sein, wie sich das
Preisniveau in Bezug auf die Kaufkraft der Kunden
entwickelt. Rahmenbedingungen aus einem hohen Preisniveau
verbunden mit inflationsbedingten Kaufkraftverlusten und
hohen Zinsen, stellt ein Risiko für unsere
Geschäftsentwicklung dar. Aus diesem Grund ist die
Möglichkeit zinsgünstiger Finanzierungs- und
Leasingangebote zunehmend wichtiger für die
Sicherstellung der Absatzmöglichkeiten.
In Bezug auf unser Angebot ist neben der
Attraktivität der Produktpalette hinsichtlich des
Designs und technischer Innovationen mittlerweile auch die
ökologische Ausrichtung der Fahrzeuge ein wesentliches
Kriterium. Dieser Risikofaktor ist durch uns direkt nicht
beeinflussbar. Hier sind wir angewiesen auf eine
vernünftige, ökologisch ausgerichtete Entwicklung
der Modellpalette durch den Hersteller sowie dessen
Investitionen in zukunftsweisende Technologien. Diese
zukunftsweisende Ausrichtung hat der Hersteller BMW durch
die Entwicklung und Markteinführung der BMW i-Modelle
bereits unter Beweis gestellt. Die bis 2025 geplanten
Modelleinführungen und die anstehende Erweiterung der
Modellpalette um Elektro- und Hybridfahrzeuge stellt
unseres Erachtens auch zukünftig die
Wettbewerbsfähigkeit unserer Angebote am Markt
nachhaltig sicher.
Neben dem Risiko des Auftragseingangs liegt ein
weiteres Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung im
Preissystem des Herstellers, welches die Rohgewinnmargen
auf der Händlerseite maßgeblich bestimmt.
Die Hersteller stehen in den nächsten Jahren vor
großen, auch finanziellen Herausforderungen. Der
zunehmende Wettbewerb mit neuen Herstellern, vor allem im
Bereich der Elektromobilität, der Investitionsbedarf
zur Neuausrichtung auf Elektromobilität,
Kostensteigerungen, Fachkräftemangel, um nur einige zu
nennen, werden zu sinkenden Gewinnen führen. Die
Notwendigkeit zur Steigerung der Renditen, um auch
weiterhin attraktiv für Anleger zu sein, hat viele
Hersteller dazu veranlasst den Direktvertrieb über das
sogenannte Agenturgeschäft neu auszurichten. Ziel
dieses Systems ist es, die Margenverluste, die durch den
Wettbewerb zwischen den Markenhändler stattfindet, zu
reduzieren. Auch unser Hersteller hat die Einführung
des Agenturgeschäftes angekündigt, und zwar
für die Marke "Mini" im Jahr 2024 und für die
Marke "BMW" im Jahr 2026. Die genaue Ausgestaltung wurde
noch nicht an die Händler kommuniziert. Aufgrund des
Systems ist aber absehbar, dass ab den genannten Jahren
Neuwagen und Dienstwagen direkt durch den Hersteller
vertrieben werden und der "Händler" lediglich eine
Provision erhält. Im Ergebnis wird dadurch für
einen wesentlichen Teil unseres bisherigen Geschäftes
die Chance auf Gewinn auf einen prozentual festen Betrag
begrenzt, wobei gleichzeitig das Risiko auf Verlust
entfällt. Da die Vermarktung direkt durch den
Hersteller erfolgt, wird aber auch der Erfolg in
Stückzahlen nur noch begrenzt durch die Händler
beeinflussbar sein.
Ein weiteres wesentliches Risiko der
Vor-Pandemie-Zeit, der immer schnellere Verfall der
Gebrauchtwagenpreise, rückt sei dem Jahr 2023 wieder
zunehmend in den Fokus.
Für die Verpflichtungen aus Rücknahmen
auslaufender Leasingverträge, die zum jeweiligen
DAT-Schätzpreis zum Rücknahmezeitpunkt erfolgen,
haben wir durch Rückstellungsbildung Risikovorsorge
getroffen.
Währungsrisiken bestehen nicht, da wir
grundsätzlich in Euro fakturieren und einkaufen.
Das Risiko von Forderungsausfällen besteht nur
in sehr geringem Umfang. Für den wesentlichen Teil des
Umsatzes, den Fahrzeugverkauf, erfolgt die Übergabe
erst nach Bezahlung bzw. Finanzierungszusage der Bank.
2.
Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken
Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine stellt
ein real eingetretenes entwicklungsbeeinträchtigendes
Risiko für die Entwicklung unseres Unternehmens dar.
Die bereits infolge der Pandemie, aufgrund von
Störungen der Lieferketten, eingetretene erhöhte
Inflation, wurde durch die Kriegssituation nochmals
beschleunigt. Grund dafür waren zum einen die
Sanktionen der westlichen Länder gegenüber
Russland und zum anderen der "Energiekrieg", den Russland
gegen die sanktionierenden Länder als
Vergeltungsmaßnahme führt. Ob diese
Veränderungen dauerhaft sein werden oder ob sich nach
dem Ende des Krieges der ursprüngliche Zustand wieder
einstellt, ist derzeit nicht absehbar.
Ein weiteres entwicklungsbeeinträchtigendes
Risiko für unser Unternehmen sehen wir in der vom
Hersteller für 2026 beabsichtigten Einführung des
"Agenturgeschäftes" für den Vertrieb von Neu- und
Dienstwagen. Wesentliche Teile unserer
Geschäftstätigkeit werden damit unserer
vollumfänglichen Kontrolle hinsichtlich des Umfangs
und der Gewinnchancen entzogen. Eine genaue Quantifizierung
ist derzeit noch nicht möglich.
Diese Entwicklungen bergen das Risiko einer
nachhaltigen Verringerung unserer Wirtschaftsleistung und
somit der erzielbaren Jahresüberschüsse.
II. Chancenbericht
Das wesentliche Chancenpotential sehen wir in der
Modellpalette des Herstellers sowie allgemein in der Marke
"BMW". Für das Jahr 2024 ist die Einführung
diverser neuer Modelle geplant. Der BMW-Händlervertrag
wurde bis Ende 2025 verlängert und soll dann durch das
Agenturgeschäft abgelöst werden.
Darüber hinaus investiert der Hersteller in
zukunftsweisende Technologien und die Elektromobilität
ist mit der eigenen Modelllinie "BMW-i" gut ausgebaut und
im Markt positioniert. Im Jahr 2023 ist der
Händlervertrag vom Hersteller für weitere 2 Jahre
verlängert worden. Des Weiteren bietet das vom
Hersteller stetig erweiterte Angebot an Elektro- und
Hybridfahrzeugen die Chance auf die Erschließung
neuer Kundenkreise bzw. die Stärkung der bisherigen
Kundenbindung.
Die Einführung des Agenturgeschäfts
für den Vertrieb von Neu- und Dienstwagen ist
grundsätzlich primär, wie oben unter I.
Risikobericht dargestellt, ein Risiko für unsere
Geschäftstätigkeit. Daneben bietet es aber auch
Chancen, da sichere Margen vorliegen und das Risiko von
Verlusten aus dem Handel auf den Hersteller verlagert
werden.
Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor der
Vergangenheit und auch der Zukunft ist unser Personal.
Wiederholt konnten wir durch gute Serviceleistungen unsere
Kundschaft an uns binden, was für die Zukunft nicht
nur im Fahrzeugverkauf, sondern auch im Aftersalesbereich
eine gute Grundlage für die wirtschaftliche
Entwicklung sein sollte.
III. Gesamtaussage
Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir
insbesondere in den Folgen der Kriegssituation zwischen
Russland und der Ukraine, deren weitere Entwicklung derzeit
nicht abschätzbar und nicht beeinflussbar ist.
Mittelfristig wir die Umstellung des Vertriebssystems
durch den Hersteller unser Geschäft nachhaltig
verändern. Die genauen Auswirkungen werden wir erst
einschätzen können, wenn die konkreten
Ausgestaltungen kommuniziert sind. Absehbar ist aber, dass
dies zu einer nachhaltigen Beeinträchtigung unserer
wirtschaftlichen Entwicklung führen wird.
Vor dem Hintergrund der dargestellten
Finanzierungsmöglichkeiten und bei Eintritt der
Prognoseerwartungen, sehen wir den Fortbestand der
Gesellschaft derzeit nicht gefährdet. Allerdings
verweisen wir auf die Prognoseunsicherheit und unsere
Stellungnahmen im Risikobericht.
E.
Risikoberichterstattung über die Verwendung von
Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten
zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten
und Guthaben bei Kreditinstituten.
Unser Kundenstamm ist grundsätzlich solvent.
Forderungsausfälle sind im Bereich Fahrzeughandel
aufgrund der getroffenen Maßnahmen zur
Zahlungsabwicklung vor Auslieferung grundsätzlich
nicht vorhanden. Im Aftersalesbereich finden
Forderungsausfälle aufgrund unseres
Debitorenmanagement nur in Ausnahmefällen statt.
Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind,
werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Unsere Verbindlichkeiten zahlen wir innerhalb der
vereinbarten Zahlungsfristen.
Im kurzfristigen Bereich finanzieren wir uns
primär über die seitens des Herstellers und der
finanzierenden Banken eingeräumten Kreditlinien. Der
für die Fahrzeugfinanzierung vorgemerkte
verfügbare Kreditrahmen bei der BMW-Bank GmbH,
München, betrug zum Jahresende 7,5 Mio. Euro.
Gleichzeitig wurde für uns ein Kontokorrentrahmen von
0,5 Mio. Euro vorgemerkt. Langfristige Kredite haben wir
derzeit nicht.
Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die
Sicherung des Unternehmens gegen finanzielle Risiken jeder
Art, wobei hier eine konservative Herangehensweise bei der
Finanzierung und dem Risikomanagement gewählt wird.
Dem Liquiditätsrisiko wird dabei durch kontinuierliche
Finanz- und Liquiditätsplanung Rechnung getragen.
F.
Bericht über Zweigniederlassungen
Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft
nicht unterhalten.
Dinslaken, den 28. Februar 2024
_____________________________________
Bernhard Riedel
(Geschäftsführer)
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
690.388,00 |
569.273,00 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
6,00 |
6,00 |
| 1.
Geschäfts- oder Firmenwert |
1,00 |
1,00 |
| 2.
sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände |
5,00 |
5,00 |
| II.
Sachanlagen |
690.382,00 |
569.267,00 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
55.023,00 |
63.716,00 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
183.629,00 |
187.390,00 |
| 3.
Geschäfts- und Vorführwagen |
451.730,00 |
318.161,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
6.274.008,55 |
5.379.549,59 |
| I.
Vorräte |
5.252.283,08 |
4.163.538,94 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
617.420,41 |
1.130.336,49 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
404.305,06 |
85.674,16 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
455,30 |
4.012,55 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
6.964.851,85 |
5.952.835,14 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
754.737,13 |
742.651,27 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
300.000,00 |
300.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
19.346,22 |
19.346,22 |
| III.
Jahresüberschuss |
435.390,91 |
423.305,05 |
| B.
Rückstellungen |
546.876,40 |
706.959,87 |
| C.
Verbindlichkeiten |
5.653.602,32 |
4.503.224,00 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
9.636,00 |
0,00 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
6.964.851,85 |
5.952.835,14 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
3.637.847,57 |
3.385.354,19 |
| 2.
Personalaufwand |
1.889.275,03 |
1.832.430,89 |
| a)
Löhne und Gehälter |
1.568.400,44 |
1.527.517,83 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
320.874,59 |
304.913,06 |
| davon
für Altersversorgung |
2.486,83 |
2.463,60 |
| 3.
Abschreibungen |
132.660,27 |
110.773,86 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf
aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung
und Erweiterung des Geschäftsbetriebs |
132.660,27 |
110.773,86 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
844.163,35 |
814.068,69 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
3.658,54 |
1.601,64 |
| davon
aus Abzinsung |
2.916,54 |
1.601,64 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
123.367,72 |
44.930,80 |
| davon
aus Abzinsung |
715,54 |
684,11 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
204.834,00 |
148.772,00 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
447.205,74 |
435.979,59 |
| 9.
sonstige Steuern |
11.814,83 |
12.674,54 |
| Jahresüberschuss |
435.390,91 |
423.305,05 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben
Die Riedel Automobile GmbH hat ihren Sitz in
Dinslaken. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts
Duisburg unter HR B 28128 eingetragen.
Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der
Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs
(§§ 242 ff. HGB) unter Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße
Kapitalgesellschaften (§§ 264ff. HGB)
aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren
die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.
Nach den in § 267 HGB angegebenen
Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine
Kapitalgesellschaft. Erleichterungen die sich hieraus bei
der Aufstellung des Jahresabschlusses ergeben, wurden
teilweise in Anspruch genommen. Neben dem Jahresabschluss
wurde freiwillig ein Lagebericht erstellt, bei dem die
möglichen Erleichterungen ebenfalls teilweise in
Anspruch genommen wurden.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren gewählt.
Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder
im Anhang ausgeübt werden können, wurde der
Vermerk im Anhang gewählt.
Von den Erleichterungen des § 276 HGB bei der
Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde kein
Gebrauch gemacht.
Von den Erleichterungen des § 288 HGB bei der
Aufstellung des Anhangs wurde teilweise Gebrauch gemacht.
Der Jahresabschluss wurde entsprechend den
Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB
aufgestellt.
Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge (§ 265
Abs. 2 S. 3 HGB)
Der Posten "sonstige Rückstellungen" umfasst im
Vorjahr Beträge, die zum 31.12.2023 im Posten
"sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen werden. Der
geänderte Ausweis erfolgt, da aufgrund einer
steuerlichen Betriebsprüfung nunmehr die steuerlich
höchstrichterliche Rechtsprechung nun auch für
den Ausweis in der Handelsbilanz übernommen worden
ist. Es handelt sich hierbei um
Rücknahmeverpflichtungen für Kraftfahrzeuge nach
Beendigung der Leasingzeit. Die Risiken aus den
Fahrzeugrücknahmen, die den steuerlichen Wertansatz
als sonstige Verbindlichkeit übersteigen, werden
weiterhin in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.
Dementsprechend wurde per 31.12.2023 ein Betrag von
73.936,24 Euro unter den sonstigen Verbindlichkeiten
ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst.
Der Vergleichsbetrag per 31.12.2022, der unter den
sonstigen Rückstellungen ausgewiesen ist, beträgt
98.882,37 Euro.
II. Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses
Geschäftszweigtypische Ergänzungen der
Gliederung
Die vorliegende Gliederung des Jahresabschlusses
enthält gegenüber der Gliederung nach HGB
folgende Besonderheiten:
Geschäfts- und Vorführwagen sind im
Anlagevermögen gesondert ausgewiesen
Die Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas
dient der Klarheit und Übersichtlichkeit des
Jahresabschlusses.
III. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung
Bilanzierungsmethoden
Der vorliegende Jahresabschluss ist unter
Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss
angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze
nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften
geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den
ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes
aufgestellt.
Im Jahresabschluss sind sämtliche
Vermögensgegenstände, Schulden,
Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und
Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes
bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind mit Posten der
Passivseite und Aufwendungen sind mit Erträgen nicht
verrechnet worden.
Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände
aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb
dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung
des Unternehmens und für die Beschaffung des
Eigenkapitals, sowie für immaterielle
Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich
erworben wurden, wurden nicht bilanziert.
Rückstellungen wurden nur im Rahmen des §
249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den
Vorschriften des § 250 HGB gebildet.
Bewertungsmethoden
Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des
Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz
des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei
der Bewertung wurde von der Fortführung des
Unternehmens ausgegangen. Die
Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln
bewertet.
Die Vermögensgegenstände und Schulden
wurden einzeln bewertet.
Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind
alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum
Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt
worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag
und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden
sind.
Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie
bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen
und Erträge des Geschäftsjahres sind
unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung
berücksichtigt worden.
Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear
vorgenommen.
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens
mit Anschaffungskosten bis zu Euro 800,00 wurden sofort
abgeschrieben.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und ggf. auf den niedrigeren
Marktpreis am Bilanzstichtag abgeschrieben. Soweit ein
Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den
niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.
Fremdkapitalzinsen wurden nicht in etwaige
Herstellungskosten einbezogen.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich
mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken
wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung
berücksichtigt.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
wurden zum Nennbetrag angesetzt.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen
Rückstellungen sind in der Höhe des Betrages
angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung zu deren Erfüllung notwendig ist. Dabei
wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Bei der Bewertung von Rückstellungen gesetzliche
Aufbewahrungspflichten wurden erwartete Preis- und
Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Preis- und
Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate
und wurden über die jeweilige Laufzeit der
Rückstellung mit Sätzen zwischen 1% und 2%
berücksichtigt.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB
abgezinst. Bei der Ermittlung des Aufzinsungsaufwandes
wurde unterstellt, dass der Verbrauch erst zum Ende des
Geschäftsjahres eingetreten ist. Erfolge aus
Änderungen des Abzinsungssatzes sowie Änderungen
aus Schätzungen der Restlaufzeit werden gegebenenfalls
einheitlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Zinserträge
aus der Abzinsung sind in der Gewinn- und Verlustrechnung
separat bei den Zinserträgen ausgewiesen.
Für mögliche Garantieleistungen wurde die
Rückstellung mit 0,15% - 0,30% des garantiebehafteten
Umsatzes geschätzt. Der so ermittelte
Rückstellungsbetrag wurde entsprechend den
gesetzlichen Vorschriften abgezinst, da die Laufzeit
teilweise größer als ein Jahr ist. Im
Zinsergebnis werden ausschließlich die auf das
Geschäftsjahr entfallenden Zinsanteile aus der Auf-
bzw. Abzinsung von Rückstellungen ausgewiesen
In den sonstigen Rückstellungen sind solche
für die Rücknahmeverpflichtung von
Kraftfahrzeugen enthalten. Das Risiko den
Rücknahmepreis bei nachfolgender
Veräußerung nicht zu erzielen, wurde nach
kaufmännischer Erfahrung auf Basis der in der
Vergangenheit erzielten Verkaufsergebnisse vergleichbarer
Fahrzeugkategorien geschätzt.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt. Bezüglich des Ausweises von
Rücknahmeverpflichtungen aus
Kraftfahrzeugverkäufen verweisen wir auf die
Ausführungen unter I. Allgemeine Angaben /
Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge. Der
geänderte Bilanzausweis resultiert aus der
Übernahme der höchstrichterlichen
steuerrechtlichen Rechtsprechung in die Handelsbilanz.
Diese sieht vor, dass für den Kunden eingeräumte
Rücknahmeoptionen eine sonstige Verbindlichkeit bis
zur Ausübung oder dem Verfall der Option zu
bilanzieren ist. Bislang wurde das gesamte Risiko aus der
Rücknahmeverpflichtung als sonstige Rückstellung
bilanziert. Ab dem laufenden Geschäftsjahr erfolgt
eine Aufteilung der bisherigen handelsrechtlichen
Rückstellung in eine sonstige Verbindlichkeit für
die eingeräumte Option sowie einer sonstigen
Rückstellung für drohende Verluste aus
schwebenden Geschäften für das den Optionspreis
übersteigende Risiko aus den zukünftigen
Rücknahmen der Fahrzeuge. Die Änderung des
handelsrechtlichen Bilanzausweises erfolgte aufgrund der
Übernahme der steuerlichen Bilanzierung (umgekehrte
Maßgeblichkeit).
IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten
der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Bruttoanlagenspiegel
Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte
ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Geschäftsjahresabschreibung
Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der
Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Forderungen und Sonstige
Vermögensgegenstände
Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und
sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im
Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
In den Forderungen sind Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.741,05 Euro
(i.V. 309.269,02 Euro) enthalten.
In den Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen sind solche gegenüber dem Gesellschafter
in Höhe von 0 T€ (i.V. 0 T€) enthalten.
Eigenkapital
Die Stammeinlage beträgt 300.000,00 Euro und ist
voll eingezahlt.
Angaben und Erläuterungen zu
Rückstellungen
Bezüglich der Rückstellungen für
drohende Verluste aus Rücknahmeverpflichtungen
verweisen wir auf die Ausführungen unter III. Angaben
zur Bilanzierung und Bewertung / Gegenüber dem Vorjahr
abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Angaben zu den Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von 5.654
T€ (i.V. 4.503 T€) eine Restlaufzeit von bis zu
einem Jahr.
In dem Posten sind Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten in Höhe von 4.997.675,90 Euro (i.V.
3.794.067,00 Euro) enthalten.
Die bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung der
finanzierten Fahrzeuge besichert.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern im
Sinne des § 42 Abs. 3 GmbHG sind unter den
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
ausgewiesen und haben zum 31.12.2023 eine Höhe von 0
T€ (i.V. 0 T€).
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden solche
aus eingeräumten Optionen auf die Rückgabe von
Fahrzeugen nach Ende der Leasinglaufzeit in Höhe von
74 T€ (i.V. 0 T€) ausgewiesen. Die Optionen haben
eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von
ca. 29 T€ und von einem bis zu fünf Jahren in
Höhe von 45 T€. Bezüglich des
Vorjahresausweisen verweisen wir auf die Angaben unter I.
Allgemeine Angaben / Vergleichbarkeit der
Vorjahresbeträge.
Angaben zu Steuern vom Einkommen und Ertrag
Unter dem Posten des Vorjahres sind
Steuererstattungen für frühere Jahre enthalten,
die einen nicht unwesentlichen Betrag umfassen (§ 285
Nr. 32 HGB). Der Steueraufwand des Vorjahres betrug
insgesamt 149 T€. Davon entfielen Gewerbe- und
Körperschaftsteueraufwendungen in Höhe von ca.
182 T€ auf den Veranlagungszeitraum 2022. In Höhe
von ca. 33 T€ waren Steuererstattungen für
Vorjahre aufgrund einer abgeschlossenen
Betriebsprüfung in dem Posten enthalten.
V. Sonstige Pflichtangaben
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und
sonstige finanzielle Verpflichtungen
Bei Abschluss eines Leasing- bzw.
Finanzierungsvertrages durch unsere Kunden, gewähren
wir teilweise der Bank bzw. Leasinggesellschaft die
Möglichkeit das Fahrzeug am Ende der Laufzeit an uns
zu einem vorher festgelegten Preis zurück zu
verkaufen. Es bestehen somit mögliche
Rücknahmeverpflichtungen aus
Kredit-/Leasingverträgen gegenüber der jeweiligen
Bank bzw. Leasinggesellschaft in Höhe von ca.6,3 Mio.
€ (i.V. 7,9 Mio. €), wobei die Höhe der
Rücknahmeverpflichtung anhand der ursprünglichen
Restwertschätzung ermittelt worden ist. Hierbei
handelt es sich zum Bilanzstichtag um 244 (i.V. 314)
Leasing- und Kreditverträge. Diese Verträge haben
unterschiedliche Laufzeiten, durchschnittlich enden jedoch
pro Jahr ca. 73 Verträge. Die Verträge dienen der
Absatzförderung des Erstgeschäftes und stellen
für die Gesellschaft aufgrund der in der Regel
überwiegend stattfindenden Anschlussgeschäfte ein
sicheres zukünftiges Umsatzpotenzial dar. Die
angedienten Gebrauchtwagen bilden den Grundstock des
Gebrauchtwagenhandels. Die Finanzierung der
zurückgenommenen Fahrzeuge ist durch den
Rahmenkreditvertrag jederzeit sichergestellt.
Aus Mietverträgen resultieren zukünftige
Belastungen nach dem gegenwärtigen Stand des
Mietzinses in Höhe von ca. 0,2 Mio. € per anno.
Der Vertrag hat eine Laufzeit bis 2031 mit
Verlängerungsoption und Kündigungsfrist von 18
Monaten.
Aus Leasingverträgen für PKW resultieren
zukünftige Belastungen in Höhe von insgesamt ca.
45 T€.
Mutterunternehmen
Die Arcus Betriebs-GmbH, Oberhausen, ist
Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB. Der
Konzernabschluss für den größten und
kleinsten Kreis von Unternehmen ist bei der
Muttergesellschaft erhältlich.
Namen der Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn
Bernhard Riedel (kaufmännischer
Geschäftsführer) geführt.
Der Geschäftsführer ist
einzelvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der
Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter
eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.
Vergütung der Geschäftsführer
Auf die Angabe der Vergütung für die
geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wird gem.
§ 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahrs im Unternehmen
beschäftigt:
|
Arbeitnehmergruppen |
Zahl |
Zahl i.V. |
Vollzeit Arbeitnehmer
|
24
|
22
|
Teilzeit
|
7
|
8
|
Auszubildende
|
9
|
10
|
Die Gesamtzahl der durchschnittlich
beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 40 (i.V.
40). Ohne Auszubildende (Angabe nach HGB) 31 (i.V. 30).
Gewinnverwendung
Die Geschäftsführung schlägt der
Gesellschafterversammlung vor, dass der
Jahresüberschuss in voller Höhe
ausgeschüttet wird.
Dinslaken, den 28.02.2024
_____________________________________
Riedel Automobile GmbH
durch den Geschäftsführer
Bernhard Riedel
Auszug aus dem
Gesellschafterversammlungsprotokoll
Riedel Automobile GmbH, Dinslaken
Alleiniger Gesellschafter der Riedel Automobile
GmbH, Dinslaken, eingetragen im Handelsregister beim
Amtsgericht Duisburg unter HRB 28128 ist die Arcus
Betriebs-GmbH, Oberhausen (Amtsgericht Duisburg HRB 12520).
Unter Verzicht auf Form und Frist beschließt
der alleinige Gesellschafter der Automobile Riedel GmbH,
Dinslaken, das Folgende:
1. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit einer
Bilanzsumme von 6.964.851,85 € und einem
Jahresüberschuss von 435.390,91 € wird in der
vorgelegten Fassung mit Bestätigungsvermerk der
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RPS RUNGE PÖHLS
STEFANIAK Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft, Dinslaken, vom 08. März
2024 festgestellt.
2. Aus dem Jahresüberschuss in Höhe
von 435.390,91 € und dem Gewinnvortrag in Höhe
von 0,00 €, insgesamt 435.390,91 € (=
Jahresergebnis nach § 29 GmbHG), wird für das
Geschäftsjahr 2023 am 26.03.2024 eine
Gewinnausschüttung in Höhe von 423.305,05 €
vorgenommen. Der verbleibende Gewinn in Höhe von 0,00
€ wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Sämtliche Beschlüsse erfolgten einstimmig.
Dinslaken, den _
_18.03.2024______
.......................................
|
| Philipp Karsten
Lohrengel |
| als
Geschäftsführer der |
| Arcus
Betriebs-GmbH, |
| Oberhausen |
Anlagespiegel
|
|
Anschaffungs-kosten
|
Anschaffungs-kosten
|
Anschaffungs-kosten
|
Anschaffungs-kosten
|
|
|
Stand
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Stand
|
|
|
01.01.2023
|
Umbuchungen
|
Umbuchungen
|
31.12.2023
|
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
A.
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
I.
|
Immaterielle Vermögens-
|
|
|
|
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|
gegenstände
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1.
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Konzessionen,
gewerbliche Schutzrecht
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und ähnliche Rechte
und Werte sowie
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|
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
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69.973,13
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0,00
|
0,00
|
69.973,13
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II.
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Sachanlagen
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1.
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Grundstücke,
grundstücks-
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gleiche Rechte und
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Bauten
einschließlich
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der Bauten auf fremden
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Grundstücken
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178.298,74
|
0,00
|
0,00
|
178.298,74
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2.
|
technische Anlagen
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|
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|
und Maschinen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
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3.
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Andere Anlagen,
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Betriebs-und
Geschäfts-
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ausstattung
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690.100,45
|
66.051,22
|
17.170,83
|
738.980,84
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4.
|
Geschäfts- und
Vorführ-
|
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|
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|
wagen
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347.173,55
|
442.686,05
|
285.796,43
|
504.063,17
|
|
|
1.215.572,74
|
508.737,27
|
302.967,26
|
1.421.342,75
|
III.
|
Finanzanlagen
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1.
|
Beteiligungen
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0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
|
1.285.545,87
|
508.737,27
|
302.967,26
|
1.491.315,88
|
|
Abschreibungen
|
Abschreibungen
|
Abschreibungen
|
Abschreibungen
|
Buchwerte
|
Buchwerte
|
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Stand
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Stand
|
zum
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01.01.2023
|
Umbuchungen
|
Umbuchungen
|
31.12.2023
|
31.12.2023
|
Vorjahr
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
A.
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I.
|
|
|
|
|
|
|
1.
|
|
|
|
|
|
|
|
69.967,13
|
0,00
|
0,00
|
69.967,13
|
6,00
|
6,00
|
II.
|
|
|
|
|
|
|
1.
|
|
|
|
|
|
|
|
114.582,74
|
8.693,00
|
0,00
|
123.275,74
|
55.023,00
|
63.716,00
|
2.
|
|
|
|
|
|
|
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
3.
|
|
|
|
|
|
|
|
502.710,45
|
69.801,22
|
17.159,83
|
555.351,84
|
183.629,00
|
187.390,00
|
4.
|
|
|
|
|
|
|
|
29.012,55
|
54.166,05
|
30.845,43
|
52.333,17
|
451.730,00
|
318.161,00
|
|
646.305,74
|
132.660,27
|
48.005,26
|
730.960,75
|
690.382,00
|
569.267,00
|
III.
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|
|
|
|
1.
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
716.272,87
|
132.660,27
|
48.005,26
|
800.927,88
|
690.388,00
|
569.273,00
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 18.03.2024
festgestellt.
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