Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 12750
Eingetragen
20.1.2012
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von militärischen KampffahrzeugenHerstellung von Nutzkraftwagen und Nutzkraftwagenmotoren
Gegenstand
Forschung und Entwicklung sowie die Produktion und der Vertrieb im Bereich Automotive Karosserie-Kinematik.

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Dieter Frers
seit 26.1.2017
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

paragon Aktiengesellschaft

Delbrück

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

ERFINDUNGEN.

GESCHÄFTSBERICHT 2016

Auf einen Blick

Highlights im Geschäftsjahr 2016

Konzernumsatz steigt um 8,2% auf 102,8 Mio. Euro (Vorjahr: 95,0 Mio. Euro)

EBITDA wächst um 13,2 % auf 16,1 Mio. Euro (Vorjahr: 14,2 Mio. Euro)

EBIT um 14,4% auf 8,9 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr: 7,8 Mio. Euro)

Umsatzwachstum 2017 auf 120 - 125 Mio. Euro erwartet - bei einer EBIT-Marge von 9,0% - 9,5%

Wesentliche Konzern-Kennzahlen (IFRS)

In TEUR bzw. lt. Angabe 1.Jan. bis 31.Dez.2016 1.Jan. bis 31.Dez.2015 Veränd.
in %
1.Okt. bis 31.Dez.2016 1.Okt. bis 31.Dez.2015 Veränd.
in %
Umsatz 102.790 94.990 8,2 29.091 27.627 5,3
EBITDA 16.092 14.212 13,2 5.929 5.095 16,4
EBITDA-Marge in % 15,7 15,0 n. a. 20,4 18,4 n. a.
EBIT 8.929 7.808 14,4 3.831 3.228 18,7
EBIT-Marge in % 8,7 8,2 n. a. 13,2 11,7 n. a.
Konzernergebnis 3.561 3.403 4,6 2.746 1.558 76,3
Ergebnis je Aktie in € 0,84 0,83 2,1 0,61 0,38 60,9
Investitionen 23.262 33.120 - 29,8 6.548 7.661 - 14,5
Operativer Cashflow 16.798 12.853 30,7 8.355 6.236 34,0
In TEUR bzw. lt. Angabe 31.12.2016 31.12.2015 Veränd.
in %
31.12.2016 30.09.2016 Veränd.
in %
Bilanzsumme 115.553 92.550 24,9 115.553 99.911 15,7
Eigenkapital 34.674 19.402 78,7 34.674 19.124 81,3
Eigenkapitalquote in % 30,0 21,0 n. a. 30,0 19,1 n. a.
Freie Liquidität 17.324 13.840 25,2 17.324 8.056 115,0
Zinstragende Verbindlichkeiten 49.181 47.868 2,7 49.181 53.319 - 7,8
Nettoverschuldung 1 31.857 34.028 - 6,4 31.857 45.263 - 29,6
Mitarbeiter 2 519 482 7,7 519 495 4,8

Aktie

31.12.2016 31.12.2015 Veränd. 31.12.2016 30.09.2016 Veränd.
Schlusskurs Xetra in € 41,53 31,44 32,1% 41,53 34,70 19,7%
Anzahl ausgegebener Aktien 4.526.266 4.114.788 10,0% 4.526.266 4.114.788 10,0%
Marktkapitalisierung in Mio. Euro 187,954 129,361 58,593 187,954 142,783 45,171

1 Nettoverschuldung = Zinstragende Verbindlichkeiten - Freie Liquidität
2 Zzgl. 107 Leiharbeitskräfte (31. Dezember 2015: 79; 30. September 2016: 85)

1835: Elektroauto | Christopher Becker

Der deutsche Instrumentenmacher und Fabrikant Christopher Becker (1805-1890), ein Vorfahre des paragon-Vorstandsvorsitzenden Klaus Dieter Frers, entwickelte 1835 ein elektromagnetisches Fahrzeug. Dieses Fahrzeug, das von einem zweipoligen Elektromotor angetrieben wurde und Energie aus einer nicht wieder aufladbaren Primärzelle bezog, gilt als erster Schritt zu einem Elektroauto.

Ein primäres Modell, dessen zweipolige Bauart noch unbefriedigend war, entwickelte Christopher Becker weiter. Das verbesserte Fahrzeug mit einem vierpoligen Motor ist im Louwman Museum in Groningen, Niederlande, ausgestellt.

Auf diesem ersten Schritt in Richtung Elektromobilität basieren die Hochleistungsbatterien der Voltabox AG, die den bisherigen Geschäftsbereich Elektromobilität der paragon AG in die Zukunft führt. Auch die vernetzte Produktion ("Industrie 4.0") ist ein ideales Anwendungsfeld für die Voltabox-Technologie.

Wachstum managen | Vorwort des Vorstands

Vorstandsvorsitzender Klaus Dieter Frers (rechts) und Vorstand Elektronik Dr. Stefan Schwehr

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRE,

VEREHRTE KUNDEN UND GESCHÄFTSPARTNER, LIEBE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER,

wir blicken auf ein Jahr zurück, in dem sich in unseren Märkten viel ereignet hat und in dem wir selbst vieles bewegt haben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind wir in jeder Hinsicht gewachsen. Das zeigen schon die Zahlen auf den ersten Blick: der Umsatz ist um 8,2% auf 102,8 Mio. Euro gestiegen - bei einer erhöhten EBIT-Marge von 8,7%. Damit haben wir wieder einmal alles erreicht, was wir uns vorgenommen hatten: Umsatzwachstum von rund 8% auf über 100 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge von rund 9%. Wir sind also in 2016 dank unserer klaren strategischen Positionierung erneut deutlich schneller als der Markt gewachsen - bei gestiegener Rentabilität! Gleichzeitig haben wir mit rund 9 Mio. Euro EBIT das höchste operative Ergebnis unserer Firmengeschichte erzielt.

Dabei haben wir einerseits von der sehr guten Absatzentwicklung der deutschen Automobilproduzenten profitiert. Allein der europäische Markt wuchs schon im ersten Quartal um 8,2%. Ab dem zweiten Quartal hat sich der Absatzmarkt für Pkw dann auch weltweit sehr positiv dargestellt - trotz regional unterschiedlicher Dynamik. Die spürbar größere Nachfrage in China und Westeuropa im ersten Halbjahr hat den Verband der Automobilindustrie Anfang Juli dazu veranlasst, seine globale Absatzprognose für 2016 auf 3 % Wachstum zu erhöhen. Am Ende konnten unsere wichtigsten Kunden, Audi, Volkswagen, Porsche, Daimler und BMW, mit denen wir rund drei Viertel unseres Umsatzes machen, allesamt Absatzrekorde verzeichnen und weltweit rund 5% mehr Personenkraftwagen verkaufen. Das freut uns besonders, weil in 84% des aktuellen Modell-Portfolios dieser Hersteller ein paragon Produkt verfügbar ist - und immer öfter auch eingebaut wird.

Gewachsen ist auch unser einzigartiges Portfolio an Produktinnovationen. Mit unserem neuen Partikelsensor DUSTDETECT® (PM2.5-Sensor), der die Feinstaubbelastung im Fahrgastinnenraum überwacht, haben wir frühzeitig einen ganz wichtigen globalen Trend besetzt. Insbesondere die chinesische Regierung widmet sich künftig noch konsequenter der Vermeidung von Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung durch Umweltverschmutzung. Bei dem hohen Verkehrsaufkommen in China, inzwischen der weltweit größte Pkw-Absatzmarkt, stellen vor allem unsere Luftgütesensoren hervorragende Verkaufsargumente für die Autohersteller dar. Im letzten Jahr konnten wir die chinesischen Hersteller Chang'an, GAC-Group und Geely als Neukunden für unsere aktuellen Luftgütesensoren in einer Reihe neuer Modelle gewinnen - für uns eine hervorragende Ausgangsbasis für die Zukunft. In Kunshan verfügen wir jetzt schon über eine Produktionsfläche von 2.600 qm. Ab dem Geschäftsjahr 2018 wird der neue Partikelsensor dann ein zusätzlicher Wachstumstreiber sein. Die Gespräche mit verschiedenen Herstellern für einen Serienauftrag sind inzwischen weit fortgeschritten.

Unsere aktuelle Generation hochwertiger Freisprechmikrofone erfreut sich schon seit dem ersten Halbjahr 2016 steigender Nachfrage. In Verbindung mit weiteren Komponenten, wie z. B. dem innovativen beltmic® Gurtmikrofon, entwickeln wir derzeit unser revolutionäres Soundsystem, das auf Bus-Technologie basiert und mit dem wir ab 2018 die nächste Generation von HighEnd-Akustikerlebnissen im Auto einläuten werden. Die ersten Prototypen mit modular skalierbarer Soundsystem-Architektur und einer ganzen Reihe von Zusatzfunktionen werden noch in diesem Jahr produziert. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Autoherstellern das weltweit beste Soundsystem anbieten zu können.

Mit unserem MirrorPilot® können wir einen wichtigen Teil der Schnittstelle von Mensch und Maschine im Auto bereitstellen, die vor dem Hintergrund zunehmender Konnektivität immer bedeutsamer in der automobilen Wertschöpfungskette wird. Das System ist hoch skalierbar, modular aufgebaut und es ermöglicht den Herstellern mit der drahtlosen Anbindung des Smartphones eine Vielzahl neuer, Cloud-basierter Geschäftsmodelle.

Unsere Karosserie-Kinematik hat im abgelaufenen Geschäftsjahr gleich mehrere Projekte für den Antrieb von frei einstellbaren Heckspoilern für sportliche Fahrzeuge zur Serienreife gebracht. Die Serienproduktion beginnt im ersten Quartal 2017. Dafür stehen uns inzwischen rund 1.300 qm Produktionsfläche am Standort Artegastraße in Delbrück zur Verfügung. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung beweglicher Karosserie-Teile zur Verbesserung der Aerodynamik auch von anderen Fahrzeugtypen. Gewicht und Aerodynamik werden künftig für alle Pkw eine noch größere Rolle einnehmen, weil sie entscheidende Faktoren für die Reichweite eines Fahrzeugs sind.

Der Geschäftsbereich Elektromobilität hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr seine ganz eigene Wachstumsdynamik. Ein Kernteam von mehr als 65 spezialisierten Entwicklern, Konstrukteuren, Prüfingenieuren und Produktionsexperten in Delbrück und Austin (USA) entwickelt und produziert besonders leistungsfähige und sichere Lithium-Ionen Batteriesysteme für den Einsatz in speziellen Anwendungsbereichen der Investitionsgüterindustrie. Dabei kann das Voltabox-Team voll auf unsere langjährige Konzernkompetenz in der Entwicklung und industriellen Serienfertigung von elektronischen Baugruppen für die Automobilindustrie wie Sensoren und Steuergeräten zurückgreifen. Mit einem Umsatzwachstum von 93% hat sich unsere Strategie ausgezahlt, frühzeitig mit starken Kooperationspartnern gezielt auf die Teilmärkte zu setzen, die schon jetzt konkrete Nachfrage nach modernen Lithium-Ionen Batterien aufweisen. Insofern sind wir nicht davon abhängig, wann und in welchem Tempo sich die Elektrifizierung von Personenkraftwagen mit der notwendigen Lade-Infrastruktur durchsetzen wird.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir mit rund 9 Megawattstunden mehr als doppelt so viel Energie im Markt installiert wie im Vorjahr. Wenn man das auf Elektroautos übertragen würde, entspräche die Energiekapazität ungefähr allen von Januar bis Juli in Deutschland zugelassenen BMW i3. Dank unserer Nischenstrategie in der Elektromobilität können wir aber schon jetzt eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von rund 62% seit Beginn unserer Aktivitäten im Jahr 2013 verzeichnen. Deshalb ist die Elektrifizierung aus unserem Konzernportfolio auch nicht mehr wegzudenken, was die großen Strommasten neben der Straße in unserem diesjährigen Titelbild des Geschäftsberichts vermitteln soll. Zusätzlich zur Anwendung in Trolleybussen des öffentlichen Personennahverkehrs hat der Anwendungsbereich Gabelstapler in der Intralogistik im Jahr 2016 wesentlich zum Wachstum beigetragen. Darüber hinaus bietet das Voltabox-Team ab dem laufenden Geschäftsjahr auch maßgeschneiderte Batteriemodule für den nordamerikanischen Intralogistik-Markt an. Schließlich ist Voltabox mit speziellen Batteriesystemen für den Einsatz in der automatisierten Produktion präsent - einem Umfeld, in dem wir uns traditionell sehr wohl fühlen. Die ersten Auslieferungen für den Antrieb fahrerloser Transportsysteme von KUKA erfolgen noch im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahrs.

Der bisher größte Einzelauftrag in der fast dreißigjährigen Unternehmensgeschichte von paragon kam im letzten Jahr von Joy Global, einem führenden Anbieter von Bergbauausrüstung und -dienstleistungen. In der ersten Phase dieser zunächst auf 10 Jahre vereinbarten strategischen Partnerschaft mit beidseitiger Exklusivität wird unsere amerikanische Voltabox-Tochtergesellschaft intelligente Batteriesysteme für verschiedene Minenfahrzeuge und Maschinen entwickeln, die im Untertageabbau eingesetzt werden. Die Vorteile der Lithium-Ionen-Technologie, das zukunftsweisende Energiesystemdesign, das aktive Thermomanagement und das intelligente Batteriemanagement von Voltabox verleihen diesen Fahrzeugen und Maschinen Leistungs- und Kostenvorteile, die mit keiner anderen heute am Markt verfügbaren Antriebstechnologie möglich sind. Dadurch werden die Spielregeln im Untertageabbau nachhaltig geändert. Die ersten Prototypen werden im Sommer 2017 ausgeliefert und umfangreichen Qualitätsprüfungen und Zulassungsverfahren unterzogen. Ab 2018 wird dieser bisher größte Anwendungsbereich dann signifikant zum weiteren Umsatzwachstum beitragen.

Diese dynamischen Entwicklungen haben wir zum Anlass genommen, gemäß dem alten betriebswirtschaftlichen Grundsatz "Struktur folgt Strategie" auch den organisatorischen Rahmen für unsere künftigen Geschäftsaktivitäten mitwachsen zu lassen: Die Geschäftsbereiche des paragon Konzerns werden seit dem 1. Januar 2017 in die operativen Geschäftssegmente Elektronik (Geschäftsbereiche Sensoren, Akustik und Cockpit), Elektromobilität und Mechanik (Geschäftsbereich Karosserie-Kinematik und Produktionsgesellschaft productronic GmbH) unterteilt und unabhängig gesteuert. Damit können wir unsere dedizierte Wachstumsstrategie noch schneller umsetzen. Wir erhöhen gleichzeitig die Transparenz in unserer externen Finanzberichterstattung, indem wir schon mit dem aktuellen Abschluss einen entsprechend angepassten Segmentbericht einführen.

Mit den organisatorischen Verbesserungen ist aber auch eine weitere Optimierung der betrieblichen Prozesse verbunden. Diese stellen wir mit der sukzessiven Einführung von agilem Projektmanagement im Rahmen unseres internen Projekts "paragon prozess ideal" sicher. Daneben haben wir für den erforderlichen weiteren Personalaufbau gesorgt. Wir freuen uns darüber, dass wir eine Vielzahl hoch qualifizierter und motivierter neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für uns gewinnen konnten und begrüßen sie herzlich als neue Mitglieder der paragon-Familie. Die betriebswirtschaftliche Infrastruktur für unsere Geschäftsaktivitäten verbessern wir mit der Einführung von Microsoft Dynamics AX als einheitlichem ERP-System in unsere konzernweite IT-Landschaft.

Für das organisatorische Wachstum haben wir 2016 auch die räumlichen Voraussetzungen am Firmensitz in Delbrück geschaffen und eine Erweiterung des Produktionsgebäudes und des Bürogebäudes in der Artegastraße vorgenommen. Uns steht jetzt hier für die Elektromobilität eine Produktionsfläche von 1.560 qm zur Verfügung. Bei der Voltabox of Texas, Inc. kommen noch 1.280 qm reine Produktionsfläche dazu. Mit der neuen, hoch automatisierten Produktionslinie für Batteriemodule in Delbrück und dem im Jahresverlauf geplanten Aufbau der gleichen Linie in Austin (USA) werden wir unsere Produktionskapazität in diesem Geschäftssegment vervierfachen. Damit sind wir bestens gerüstet für die nächste Wachstumsphase.

Anfang Oktober haben wir das Grundkapital der Gesellschaft aus genehmigtem Kapital um 10% zum Ausgabepreis von 32,50 Euro pro Aktie erhöht, um die aktuellen Geschäftschancen in den dynamisch wachsenden Teilmärkten noch besser nutzen zu können. Das Angebot an neuen Aktien war dreieinhalbfach überzeichnet und wir haben neue qualifizierte Investoren aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Finnland hinzubekommen. Die sehr hohe Überzeichnung innerhalb so kurzer Zeit spiegelt eindrucksvoll das große Interesse an unserer besonderen Wachstumsstory am Kapitalmarkt wider. Mit unseren neuen Investoren haben wir einen weiteren Grundstein für die nächste Etappe unserer Unternehmensentwicklung gelegt, in der wir bei verbesserter Bilanzstruktur vor allem das Geschäftssegment Elektromobilität noch schneller vorantreiben wollen.

Wir haben einen Teil der Zuflüsse aus der Kapitalerhöhung bereits verwendet und unser Investitionsvolumen 2016 auf rund 23 Mio. Euro erhöht. Neue Produkte wie der Partikelsensor DUSTDETECT® werden deshalb schneller als ursprünglich geplant zur Marktreife gebracht. Neue technische Konzepte senken darüber hinaus die Herstellkosten von Batteriesystemen und Mikrofonen. Schließlich haben Umwelt- und Sicherheitsaspekte sowie eine Flächenerweiterung zu höheren Baukosten für die Gebäudeerweiterungen in Delbrück geführt. Insgesamt verfügen wir jetzt über eine bebaute Produktions- und Lagerfläche von über 5.600 qm an diesem Standort. Der productronic GmbH stehen hiervon rund 850 qm für die mechanische Fertigung zur Verfügung, neben 9.500 qm in unserem Hauptwerk in Suhl, 2.900 qm im Werk in St. Georgen und 1.050 qm im Werk in Bexbach. Damit verfügt der gesamte paragon Konzern aktuell über nahezu 25.000 qm Produktions- und Lagerfläche. Zum Jahresende 2016 ist die Anzahl der in der Produktion konzernweit eingesetzten Fertigungsroboter auf 21 gestiegen.

Mit unseren Zahlen für 2016 sind wir auf dem besten Weg, unsere besondere Wachstumsstory Schritt für Schritt umzusetzen und weiterhin deutlich schneller als der Markt zu wachsen. Konkret erwarten wir für das laufende Jahr einen Umsatz von 120 bis 125 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge von 9,0% bis 9,5%. Diese Dynamik wird auch in diesem Jahr noch ganz überwiegend vom Geschäftssegment Elektromobilität getragen, während das Geschäftssegment Elektronik und - zu einem geringeren Anteil das Geschäftssegment Mechanik - ab 2018 ebenfalls verstärkt zum Konzernwachstum beitragen werden.

Im laufenden Jahr werden uns einige Themen wie die Folgen der "Brexit"-Entscheidung oder die Gestaltung der neuen US-Wirtschaftspolitik wohl noch eine Weile begleiten. Wir unterhalten keine Standorte in Großbritannien und unser Direktabsatz an britische Premiummarken entsprach im Geschäftsjahr 2016 insgesamt nur etwa 3,1% des Konzernumsatzes. Daher erwarten wir im britischen EU-Austritt keine unmittelbare Beeinträchtigung unserer Geschäftsentwicklung. Derzeit sind auch keine konkreten Risiken für unser Geschäft aus der künftigen Wirtschaftspolitik der neuen US-Regierung erkennbar. Wir gehen aktuell davon aus, dass es nicht zu einem protektionistisch veranlassten Absatzrückgang unserer wichtigsten Kunden auf dem US-amerikanischen Markt kommen wird. Aufgrund unserer spezifischen Kunden-/Produktstruktur wäre das Gesamtrisiko hierfür allerdings ohnehin vergleichsweise gering. Profitieren würden wir, wenn - wie von der Trump-Administration angekündigt - der Bergbau in den USA gefördert werden würde; schließlich ist mit Joy Global ein wichtiger US-Kunde in diesem Markt führend tätig.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre außerordentlichen Leistungen sowie bei unseren Geschäftspartnern, Kunden und Aktionären für ihr Vertrauen bedanken.

Klaus Dieter Frers Dr. Stefan Schwehr
Vorstandsvorsitzender Vorstand Elektronik

1857: Ozonröhre | Werner von Siemens

Der deutsche Erfinder und Industrielle Werner von Siemens (1816-1892) gilt als Begründer der modernen Elektrotechnik. Er entdeckte das dynamoelektrische Prinzip und sorgte für bahnbrechende Erfindungen, zu denen die Ozonröhre zählt. Diesen Apparat, der elektrisch erzeugtes Ozon zur Reinigung von Trinkwasser verwendet, entwickelte Werner von Siemens im Jahr 1857. Er schrieb der Ozonröhre selbst eine große Zukunft zu, da sie es ermöglicht, Gase der Elektrolyse zu unterwerfen. So können Gase miteinander chemische Verbindungen eingehen.

Dieses Wirkprinzip nutzte paragon im Geschäftsbereich Sensoren zur Entwicklung des Luftverbesserungssystems Ionair. Dabei handelt es sich um eine Reinigung der Luft im Fahrzeug-Innenraum, die mit einem Frischluft-Effekt vergleichbar ist. Durch die aktive Verbesserung der Luftqualität in der Fahrzeugkabine sorgt paragon für Wohlbefinden, Sicherheit und Gesundheit der Insassen.

Elektromobilität gestalten

Interview mit Jürgen Pampel

Herr Pampel, Sie sind mittlerweile seit vielen Jahren im paragon Konzern tätig und haben dort auch schon ganz unterschiedliche Aufgaben wahrgenommen. Aktuell sind Sie bei Voltabox für den Vertrieb verantwortlich. Was macht für Sie den besonderen Reiz von paragon aus und wo ist der gemeinsame Nenner Ihrer unterschiedlichen Funktionen und Tätigkeiten?

Hier im Unternehmen finde ich Rahmenbedingungen vor, die optimal zu meinem persönlichen Arbeitsstil, meinen Herangehensweisen und meinem eigenen Anspruch auf wissensbasiertes, ingenieurmäßiges Arbeiten und unternehmerisch geprägtes Handeln passen. Die Leistungsbereitschaft und das Engagement der Mitarbeiter sind bemerkenswert überdurchschnittlich, das beflügelt jeden - jeden Tag. Das gepaart mit schnellen Entscheidungsprozessen motivierte und motiviert mich ungemein in allen meinen bisherigen Funktionen bei paragon, bei Artega und nun bei Voltabox...

Die Kombination von Elektrifizierung und Mobilität spielt also die zentrale Rolle für Sie. - Da sind Sie ja mittendrin in der historisch größten Umwälzung der mobilen Gesellschaft. Wie schätzen Sie die Marktdynamik aktuell ein?

Was den Konsumentenmarkt angeht, ist die Dynamik momentan noch überschaubar. Die offiziellen Zulassungszahlen aus den einzelnen Ländern zeigen es: bestimmte Regionen sind da schon weiter als Westeuropa, hierzu gehören insbesondere China, Skandinavien und Kanada. In Deutschland sind letztes Jahr gerade einmal rund 1.500 BMW i3 zugelassen worden, bei Tesla waren es etwa 1.900 Neuzulassungen. Insgesamt kann man schon sagen, dass der in den Medien zunehmende Hype um elektrische Autos seinen Weg auf die Straße noch nicht gefunden hat. Hier bestehen einfach noch zu viele Hürden für den großen Durchbruch, nicht nur technologischer Natur, sondern auch hinsichtlich der Lade-Infrastruktur und anderer Rahmenbedingungen. Deshalb sind wir ja auch von Anfang an konsequent einen anderen Weg gegangen.

Können Sie die Besonderheit des Voltabox-Ansatzes der Elektrifizierung kurz skizzieren?

Ganz einfach: Wir suchen uns Marktnischen, bei denen wir mit unserem Technologie-Angebot schon jetzt auf echte Nachfrage treffen. Wir wollen keine Märkte "machen" und erst recht nicht auf die Entstehung von Märkten warten. Die Teilmärkte, auf die wir uns konzentrieren, befinden sich im Investitionsgüterbereich und werden von ökonomisch rationalen Investitionsentscheidungen getrieben: Dieselaggregate oder Blei-Säure-Batterien werden durch moderne Lithium-Ionen Batterien ersetzt. Die sind nicht nur sehr viel umweltfreundlicher, sondern über die gesamte Lebensdauer auch deutlich kostengünstiger für die Anwender!

Dabei sehen wir die Elektromobilität technologisch ganzheitlich. Es gehören also nicht nur Batteriespeicher dazu, sondern auch Leistungselektronik wie Inverter, Laderegler, Spannungswandler und nicht zuletzt hoch effiziente E-Motoren. - Gemeinsamer Nenner der für uns relevanten Marktnischen sind die besonders hohen Anforderungen an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit unserer Batteriesysteme. Das ist keine Selbstverständlichkeit und benötigt sehr viel technologisches und anwendungsorientiertes Verständnis für die jeweiligen Einsatzbereiche der Endkunden.

Wie macht sich das denn bemerkbar?

Stellen Sie sich ein modernes Gaspedal für ein Auto vor, das elektrisch - also ohne Bowdenzug - die Benzineinspritzung und damit die Fahrzeuggeschwindigkeit steuert. Als Fahrer wollen Sie sich in jeder Verkehrssituation auf die fehlerfreie Funktionsfähigkeit verlassen können, weil Ihr Leben davon abhängen könnte. So einfach das klingt, erfordert die Entwicklung solch eigensicherer Funktionseinheiten sehr viel Know-how hinsichtlich der Steuerungs- und Regelungssysteme.

Genauso ist es mit unseren Lithium-Ionen Batteriesystemen, die u.a. im öffentlichen Personennahverkehr eingesetzt werden. Hundert Prozent Zuverlässigkeit ist die Grundvoraussetzung für die Sicherheit von Passagieren und Anwendern - und damit auch für unsere Entwicklungsingenieure. Daneben gibt es natürlich noch die "normalen" technologischen Anforderungen an die Konstruktion der Batteriesysteme, wie eine robuste Auslegung für äußerst harte Einsatzbedingungen - etwa unter Tage beim Rohstoffabbau. Hier kommt uns die Erfahrung von paragon als Automobilzulieferer aus fast drei Jahrzehnten zugute. Trotzdem war der erste Schritt der schwerste...

Das gilt sicher für alle Start-ups... Was war bei Voltabox denn anders und wie haben Sie die erste Marktnische überhaupt besetzen können?

Da gibt es gleich eine ganze Reihe von Faktoren. Die grundlegende Entscheidung für den Einstieg in die Elektromobilität haben wir im Sommer 2011 getroffen. Damals haben wir uns natürlich erst einmal sehr genau die aktuelle Marktsituation und den Entwicklungsstand der Lithium-Ionen-Technologie angesehen. Dann sind wir sehr schnell zu dem Ergebnis gekommen, dass die Verbindung von traditioneller paragon-Expertise gerade im Bereich von komplexen Steuerungssystemen mit moderner Leistungselektronik die perfekte Kombination für die Elektrifizierung anspruchsvoller Mobilitätsanwendungen ist. Das war der Startschuss für den Aufbau unseres modularen Entwicklungsansatzes. Anfangs haben wir noch Technologie in Teilen lizenziert, um den Know-how-Transfer zu beschleunigen. Damit haben wir wertvolle Entwicklungszeit gespart und konnten schon auf der Nutzfahrzeug IAA 2012 den ersten umgebauten Eco-Carrier-Nutzlaster mit eigenem Voltabox-Lithium-Ionen-Batteriesystem vorstellen. Wenig später folgte der erste Großauftrag von Vossloh Kiepe für die Entwicklung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen für Trolleybusse in Genf.

Starke Marktpartner als Multiplikatoren gehören also zum Voltabox-Erfolgsrezept?

Eindeutig! Und wir sind sehr froh über unsere guten Partnerschaften. Die enge Zusammenarbeit auf allen Ebenen zählt zwar auch in den Segmenten Elektronik und Mechanik zum täglichen Geschäft mit den Automobilherstellern, die wir seit langem direkt beliefern. Aber in der Elektromobilität ist eigentlich alles neu - das ist das Faszinierende an diesem Bereich. Deshalb stehen wir auch gemeinsam mit unseren Projektpartnern immer wieder vor der Herausforderung, bestehende Lösungen in Frage zu stellen und noch weiter auf den jeweiligen Anwendungsfall zu optimieren. Manchmal verändern sich die Spezifikationen noch während des Projektes, weil das Ergebnis am Ende einfach besser für den Endanwender wird. Davon profitieren dann alle Projektpartner.

Können Sie da auf Synergien zurückgreifen, die Ihre Wettbewerbsposition in dem dynamischen Marktsegment der Elektromobilität stärken können?

Synergien sind für uns natürlich sehr wertvoll, damit wir unsere Wettbewerbsvorteile möglichst lange halten können. Extern liegen gute Geschäftsbeziehungen auf der Hand. Dadurch entstehen immer wieder neue wichtige Kontakte. Am Ende ist der junge Markt für Elektromobilität noch sehr überschaubar und die Dinge sprechen sich schnell herum. Die Einbettung in den paragon Konzern ist für uns hier sehr hilfreich, weil wir uns allein damit schon deutlich von den "Garagen-Startups" unterscheiden. Intern haben wir uns die Synergien selbst geschaffen. Dank unseres modularen Entwicklungsansatzes müssen wir bei neuen Anwendungen nicht immer wieder bei null anfangen und können trotzdem optimale, maßgeschneiderte Lösungen auch für hoch komplexe Anwendungen anbieten. Wir lernen ständig dazu und verbessern permanent unsere Batteriesysteme hinsichtlich Konstruktion und Software-Management. Fortschritte in der Zelltechnologie können wir direkt an unsere Kunden weitergeben, weil unsere Systeme nicht von bestimmten Zelltypen abhängig sind -wir nennen das "Zell-Agnostik". Schließlich bietet die Einführung der hoch automatisierten Produktionsanlage in diesem Jahr noch einmal einen deutlichen Qualitätssprung für die Massenfertigung von Batteriemodulen.

Und welche personellen Besonderheiten gibt es bei Voltabox? - Schließlich muss das enorme Wachstum auch richtig gemanagt werden. Dazu braucht man gute und motivierte Leute...

Elektromobilität ist eine sehr junge Disziplin, das gilt auch für unsere Entwickler, Konstrukteure, Prüfingenieure und Produktionsexperten. Die Kolleginnen und Kollegen ringen täglich mit viel persönlichem Engagement um die besten Lösungen, und das nicht nur theoretisch auf sehr hohem Niveau! Dadurch ist eine ganz eigene Kultur bei Voltabox entstanden, die auch Raum für Fehler zulässt und von einem sehr respektvollen und kooperativen Umgang geprägt ist. Zudem führt die fast tägliche Abstimmung mit den US-Kollegen der Voltabox of Texas immer mehr zu einer internationalen Start-up Atmosphäre, wie man sie sonst eher in Berlin, Hamburg oder München vermuten würde. Vier Entwickler wurden übrigens gerade erst für ein Jahr nach Austin entsendet, um die Entwicklung für Joy Global zu unterstützen. So etwas zieht natürlich auch neue junge Talente an. Im letzten Jahr konnten wir 20 hervorragend qualifizierte neue Mitarbeiter für Voltabox gewinnen.

Das klingt sehr vielversprechend. - Wie geht es denn weiter mit der Elektromobilität? Gehen Sie am Ende doch noch in den Pkw-Massenmarkt, wenn er richtig Fahrt aufnimmt?

Wir wachsen seit 2012 mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von rund 62 Prozent, und das sind nur die ersten beiden Anwendungen Trolleybusse und Gabelstapler. Diese Dynamik zeigt aber schon das große Potenzial der so genannten Nischen - und es gibt noch eine ganze Reihe davon, die wir uns gerade sehr genau ansehen. Dazu gehören land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge, Nutzfahrzeuge der öffentlichen Versorgung und Entsorgung, Fahrzeuge und Maschinen des Baugewerbes, Vorfeldfahrzeuge an Flughäfen, usw. - Damit werden wir unsere Wachstumsdynamik auch in den nächsten Jahren auf einem sehr hohen Niveau halten können. Aber auch im Konsumentenmarkt sind wir ja im Grunde schon mit unseren Starterbatterien für Motorräder präsent. Die Serienproduktion geht im 2. Quartal dieses Jahres los. Hier prüfen wir, ob sich künftig auch andere Marktchancen für unser Geschäftsmodell im Konsumentenmarkt bieten, wie z.B. moderne 48V-Lithium-Ionen-Batteriesysteme für Hybrid-Fahrzeuge. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass wir unsere Marktposition als Qualitätsführer nicht durch den im Massenmarkt typischen Preisdruck gefährden.

Herr Pampel, herzlichen Dank für das anregende Gespräch. Wir wünschen Ihnen und Ihren Kolleginnen und Kollegen bei Voltabox alles Gute und viel Freude bei der Gestaltung des künftigen Wachstums.

1861: Ursprung des Mikrofons | Philipp Reis

Der deutsche Physiker und Erfinder Philipp Reis (1834-1874) ging insbesondere durch die Entwicklung des ersten funktionierenden Gerätes zur Übertragung von Tönen über elektrische Leitungen in die Geschichte ein. Damit gilt er als zentraler Wegbereiter des Telefons. Im Zuge dieser Entwicklung erfand Philipp Reis 1861 auch das Kontaktmikrophon.

Als Grundlage für seine Vorrichtung zur elektrischen Tonübertragung diente Philipp Reis das Holzmodell einer Ohrmuschel. Als "Trommelfell" fungierte ein Stück Naturdarm mit einem dünnen Platinstreifen als Ersatz für das Gehörknöchelchen.

Die vielfältigen Freisprechmikrofone von paragon stellen auf modernstem Wege sicher, dass Sprache und Daten im Fahrzeug ohne Qualitätsverlust übertragen werden. Die jüngsten Produkte des Geschäftsbereichs Akustik überzeugen mit adaptiver Windunterdrückung, herausragender Richtcharakteristik und hochpräziser Übertragung.

paragon | Investor Relations

Kapitalmarktumfeld

Im abgelaufenen Jahr unterlag der Kapitalmarkt einer Reihe von währungs- und geopolitischen Einflüssen auf internationaler Ebene. So passten die Marktteilnehmer ihre Erwartungen wiederholt auf Basis politischer Entwicklungen kurzfristig an, was zu einem insgesamt uneinheitlichen Marktverlauf an den Börsen führte.

Das erste Quartal war von einer wechselhaften Stimmungslage der Investoren geprägt. Dies hat zu teils erheblichen Kursschwankungen bei deutschen Aktien geführt. Zuletzt positionierten sich die professionellen Anleger neutral, während sich die ausländischen Investoren zunehmend zurückzogen.

Im zweiten Quartal war der Kapitalmarkt von schnellen Stimmungswechseln bei insgesamt hoher Unsicherheit geprägt und ab Juni zunehmend vom "Brexit"-Referendum Großbritanniens überschattet. Während die institutionellen Investoren im April noch überwiegend weitere Kursrückgänge erwarteten, verbesserte sich die allgemeine Marktstimmung im Mai wieder zusehends. Nach anschließenden Gewinnmitnahmen stieg die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer mit dem Vertrauen auf einen positiven Ausgang des Referendums ab Mitte Juni erneut an. Der Sieg der EU-Austrittsbefürworter in Großbritannien beim Referendum am 23. Juni hat daher viele Anleger überrascht, was u.a. zu einem deutlichen Einbruch des Aktienmarktes Ende Juni führte. In der Folge prägte die Unsicherheit über die makroökonomischen Auswirkungen dieser Entscheidung das Anlegerverhalten.

Zu Beginn des dritten Quartals war der deutsche Kapitalmarkt zunächst noch von Gewinnmitnahmen bei zunehmend eingetrübter Marktstimmung geprägt. Neben den geopolitischen Risiken war hierfür insbesondere die zunehmende Kassenhaltung ausschlaggebend, die das höchste Niveau seit 2001 erreichte. Im weiteren Verlauf dieser Konsolidierungsphase entwickelte sich das Stimmungsbild jedoch erneut uneinheitlich. Mitte August hellte sich die Marktstimmung wieder auf, was allgemein auf die expansiven geldpolitischen Maßnahmen der Bank of England zurückgeführt wurde. Im Anschluss dominierten kurzfristige Engagements die Märkte bei insgesamt widersprüchlichen fundamentalen und technischen Signalen. Ab Mitte September verbesserte sich die Stimmung der Marktteilnehmer allerdings wieder.

Das Schlussquartal des Jahres begann mit einer Fortsetzung der Seitwärtsbewegung, wobei sich die Marktteilnehmer zunächst weitgehend neutral positionierten. Insbesondere die Schwäche des Bankensektors sowie die Erwartung, dass die Europäische Zentralbank ihr quantitatives Lockerungsprogramms sukzessive beenden würde, belasteten die Marktstimmung. Trotz des für die Marktteilnehmer überraschenden Ergebnisses der US-Präsidentschaftswahl am 8. November entwickelte sich der Markt im November positiv. Aufgrund fehlender Impulse hielten sich die ausländischen Investoren allerdings noch zurück. Im Dezember schließlich verbreitete sich der Optimismus der Marktteilnehmer in Erwartung einer Jahresendrally, was zu allgemein steigenden Kursen führte. Am Ende des Quartals traten dann auch vermehrt Gewinnmitnahmen zur Absicherung von Positionen auf.

Aktie: Kursverlauf und Handelsvolumen

Die Kursentwicklung der paragon Aktie war im abgelaufenen Geschäftsjahr zunehmend von einer positiven Dynamik getragen. Mit einem Xetra-Schlusskurs zum Bilanzstichtag von 41,53 Euro (Vorjahr: 31,44 Euro) konnte im Jahresverlauf eine Kurssteigerung von 32,1% erzielt werden. Das entspricht einem Wachstum des Börsenwertes der Gesellschaft von rund 58,6 Mio. Euro unter Berücksichtigung der Kapitalerhöhung Anfang Oktober.

Performance der paragon Aktie

Dem volatilen und insgesamt schwachen Marktumfeld konnte sich auch die paragon Aktie im ersten Quartal nicht entziehen. Ausgehend von einem Anfangskurs von 31,73 Euro wurde Mitte Januar zwar zunächst noch die Marke von 35 Euro überschritten, allerdings wurde das Quartal mit 24,90 Euro nahe dem Tiefstkurs abgeschlossen. Das entspricht einem Börsenwert der paragon AG von rund 102,5 Mio. Euro zu diesem Stichtag.

Im herausfordernden Marktumfeld des zweiten Quartals hat sich die paragon Aktie mit einem Wertzuwachs von 16% als vergleichsweise stabiles Investment gezeigt. Bei einem Anfangskurs von 26,06 Euro in Nähe des Tiefstkurses von 24,98 Euro wurde Mitte Mai die psychologische Marke von 30,00 Euro wieder deutlich überschritten und der Höchstkurs von 31,54 Euro erreicht. Das Quartal wurde schließlich mit einem Schlusskurs von 28,52 Euro beendet, was einem Börsenwert der Gesellschaft von rund 117,3 Mio. Euro entspricht.

Das dritte Quartal hat die paragon Aktie mit einem Wertzuwachs von 22% bei einem insgesamt positiven Marktumfeld erneut überdurchschnittlich abgeschlossen. Ausgehend von einem Anfangskurs von 29,26 Euro in Nähe des Tiefstkurses von 28,00 Euro war bis Ende Juli zunächst eine dynamische Aufwärtsbewegung bis zum Höchstkurs von 34,70 Euro zu verzeichnen, der eine Phase der Konsolidierung bis Mitte September folgte. Zum Ende des Quartals konnte jedoch der Höchstwert von 34,70 Euro erneut erreicht werden, was zu einem Börsenwert der Gesellschaft von rund 142,8 Mio. Euro führte.

Im Schlussquartal war für die paragon Aktie erneut ein überproportionaler Wertzuwachs von 20% - unter Berücksichtigung der Kapitalerhöhung Anfang Oktober - zu verzeichnen. Vom Anfangskurs in Höhe von 34,70 Euro nahe des Tiefstkurses von 34,60 Euro entwickelte sich die Aktie im Oktober und November äußerst dynamisch, bis Anfang Dezember ein neuer Höchstkurs von 46,00 Euro markiert wurde. Der Dezember war schließlich von Gewinnmitnahmen geprägt, was am Ende des Quartals zu einem Schlusskurs von 41,53 Euro führte. Das entspricht einem Börsenwert der Gesellschaft zum Jahresende von rund 188,0 Mio. Euro.

Das Handelsvolumen entwickelte sich im Jahresverlauf stabil und repräsentativ zum Gesamtmarkt. Während in den Sommermonaten traditionell geringere Handelsaktivitäten zu verzeichnen sind, gab es insbesondere im vierten Quartal eine deutliche Belebung in Folge der durch die Kapitalerhöhung verbreiterten Aktionärsbasis. Im Jahresdurchschnitt wurden über die Handelsplattformen der Deutsche Börse AG täglich nahezu 10.000 Aktien gehandelt und machten rund 70% der gesamten Handelsaktivitäten aus. Der Anteil der über sogenannte Dark Pools, also bank- oder börseninterne Handelsaktivitäten, war damit vergleichsweise gering. Die Anzahl der in der paragon Aktie aktiven Broker verdreifachte sich im Verlauf der zweiten Jahreshälfte.

Kapitalerhöhung

Am 4. Oktober des vergangenen Jahres hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung um 10% unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals beschlossen. Damit sollte das geplante dynamische Unternehmenswachstum in bestehenden Absatzmärkten und die Erschließung neuer Teilmärkte abgesichert sowie eine diesem Wachstum angemessene Bilanzstruktur gewährleistet werden.

Die neuen Aktien wurden qualifizierten Anlegern im Rahmen einer internationalen Privatplatzierung angeboten und bei einer rund 3,5-fachen Überzeichnung des Angebots in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Finnland sowie beim Vorstandsvorsitzenden, Großaktionär und Gründer der Gesellschaft Klaus Dieter Frers platziert.

Nach der Durchführung ist das Grundkapital der Gesellschaft um 411.478,00 Euro auf 4.526.266,00 Euro durch Ausgabe von 411.478 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stammaktien (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro und Gewinnanteilberechtigung ab dem 1. Januar 2016 erhöht.

Die am 5. Oktober 2016 vom Vorstand mit taggleicher Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossene Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 6. Oktober 2016 in das Handelsregister beim Amtsgericht Paderborn eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt seitdem 4.526.266,00 Euro.

Die Gesellschaft verfügte damit zum Bilanzstichtag noch über ein Genehmigtes Kapital 2016/I in Höhe von 1.645.916,00 Euro.

Unternehmensanleihe

Im Juli 2013 hat die paragon AG eine Unternehmensanleihe in Euro mit einer Laufzeit bis zum 2. Juli 2018 und einem jährlichen Zinskupon von 7,25% begeben. Sie ist handelbar unter der WKN A1TND9 bzw. der ISIN DE000A1TND93. Die Anleihe der Gesellschaft notierte im Geschäftsjahr 2016 durchschnittlich 7,3% über dem Emissionskurs. Zum Jahresende schloss die Anleihe bei 106,1%. Damit betrug die Rendite am 31. Dezember 2016 für die Restlaufzeit rund 3%. Das Unternehmensrating der paragon AG durch die Creditreform Rating AG von BB+ lief am 29. Mai 2016 aus. Eine Verlängerung wurde nicht beauftragt.

Finanzkommunikation

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft den Bereich Investor Relations mit dem Aufbau interner Ressourcen neu organisiert. Damit konnte die laufende Kommunikation mit institutionellen und privaten Investoren weiter ausgebaut und verstetigt werden. Insbesondere im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung haben die bestehenden und neuen Anteilseigner das Angebot der Gesellschaft zum direkten Dialog auf Vorstands- und Investor Relations-Ebene intensiv genutzt.

Insgesamt wurden 193 Einzelgespräche mit institutionellen Investoren aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Finnland, Schweden, Dänemark, Luxemburg, den Niederlanden, Schweiz, Österreich, Italien, Spanien und Polen geführt. Im Verlauf des Jahres haben 5 (Vorjahr: 4) Research-Häuser insgesamt 21 (Vorjahr: 8) Studien zur paragon AG veröffentlicht.

Die Gesellschaft versteht unter effektiver Finanzkommunikation die zielgerichtete Reduzierung von Informationsasymmetrie zwischen Management und Anteilseignern über die aktuelle wirtschaftliche Lage und das spezifische Zukunftspozential der paragon AG. Entsprechend wird dem laufenden Dialog mit Kapitalmarktteilnehmern ein hoher Stellenwert beigemessen. Des Weiteren ist die Gesellschaft bemüht, die breite Öffentlichkeit über diverse Medienkanäle laufend mit aktuellen und relevanten Informationen zu versorgen.

Im laufenden Geschäftsjahr wird dem verbreiterten Kreis der institutionellen Investoren durch eine vermehrte Teilnahme an Investoren- und Analystenkonferenzen und Roadshows Rechnung getragen. Darüber hinaus begrüßt die Gesellschaft neue Studien und Bewertungen von Research-Häusern.

1973: Mobiltelefon | Martin Cooper

Der US-amerikanische Elektroingenieur Martin Cooper (geboren 1928) machte sich als Erfinder des Mobiltelefons einen Namen. Der Sohn ukrainischer Einwanderer arbeitete zehn Jahre lang bei Motorola an einem Gerät, mit dem er am 3. April 1973 das erste Handy-Gespräch führte. Das Mobiltelefon, das er dafür nutzte, war etwa zwei Kilogramm schwer, hatte kein Display und eine Sprachzeit von 35 Minuten.

Der Siegeszug der mobilen Kommunikation führte bei paragon zu zahlreichen Produkten im Geschäftsbereich Cockpit. Dazu gehört der MirrorPilot®, der verschiedene Funktionen rund um die Integration von Smartphones in das Fahrzeug vereint. Dieses Produkt bietet ein vollständiges Infotainment-Angebot für Navigation, Telefonieren, Musik, Nachrichten und Internet-Radio, das in kleineren Fahrzeugklassen die sogenannte Headunit ersetzen kann. Eine universelle Ladeschale ermöglicht das drahtlose Laden von Smartphones.

Bericht des Aufsichtsrats

Prof. Dr.-Ing. Lutz Eckstein, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Überwachung und Beratung im kontinuierlichen Dialog mit dem Vorstand

Vorstand und Aufsichtsrat der paragon AG bekennen sich zu der im Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") verdeutlichten Verpflichtung, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse). Interessenskonflikte einzelner Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bestanden im Geschäftsjahr 2016 nicht. Eine Aufstellung aller Mandate der Aufsichtsratsmitglieder ist im Konzernanhang enthalten (Note 44).

Im Geschäftsjahr 2016 hat der Aufsichtsrat der paragon AG die ihm nach Gesetz, Satzung, Corporate Governance Kodex und Geschäftsordnung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Dabei hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung laufend beaufsichtigt und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit, der Zweckmäßigkeit und der Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. Darüber hinaus stand der Aufsichtsrat dem Vorstand durchweg beratend zur Seite und wurde bei Fragestellungen von grundlegender Bedeutung in die Diskussion und Entscheidungsfindung eingebunden. Dank der guten Zusammenarbeit der Aufsichtsratsmitglieder konnten auch kurzfristig anstehende Entscheidungen direkt getroffen werden.

Im Februar 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und im Investor-Relations-Bereich der Internetseite der paragon AG dauerhaft zugänglich gemacht. Die Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex und darüber hinausgehende Informationen zur Corporate Governance bei der paragon AG sind dort ebenfalls erläutert.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in schriftlicher und mündlicher Form in den Aufsichtsratssitzungen umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, die allgemeine Geschäftsentwicklung und die aktuelle Lage der Gesellschaft. Dabei ging er insbesondere auf Themen der Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage und des Risikomanagements ein. Der Aufsichtsrat überprüfte die Berichte des Vorstands intensiv und erörterte diese im Gremium. Über die Aufsichtsratssitzungen und Telefonkonferenzen zwischen allen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat hinaus diskutierten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstand bei Bedarf über wichtige Themen. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung des Jahresergebnisses von Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsrat in vollem Umfang informiert.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2016 kam der Aufsichtsrat im Rahmen von 4 ordentlichen Präsenzsitzungen und 3 Telefonkonferenzen zusammen. Sämtliche Zusammenkünfte des Aufsichtsrats fanden um Beisein des Vorstands statt. Alle Telefonkonferenzen des Aufsichtsrats fanden unter Beteiligung des Vorstandsvorsitzenden statt. Der gesamte Aufsichtsrat war dabei jeweils vollständig vertreten.

Im Mittelpunkt der ersten ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 3. März 2016 in Delbrück standen die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2015 sowie die Prüfung und Billigung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2015. In diesem Zusammenhang beschäftigte sich der Aufsichtsrat auch mit dem Wahlvorschlag für den Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer des Geschäftsjahres 2016 und schlug dabei die Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, als neuen Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer vor. Des Weiteren beschäftigte sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit der Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung und genehmigte die vom Vorstand vorgeschlagene Einladung. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftsentwicklung informieren.

In seiner zweiten ordentlichen Sitzung am 26. April 2016 in Hövelhof informierte sich der Aufsichtsrat über die geschäftliche Entwicklung im ersten Quartal sowie die aktuellen Geschäftsaussichten. Daneben stand die weitere Vorbereitung der Hauptversammlung im Mittelpunkt.

In der dritten ordentlichen Sitzung am 15. August 2016 in Delbrück beriet der Aufsichtsrat über den vom Vorstand präsentierten Status möglicher kapitalstärkender Maßnahmen der Gesellschaft. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand über die geschäftliche Entwicklung im ersten Halbjahr sowie die aktuellen Geschäftsaussichten informieren.

In der ersten Telefonkonferenz am 4. Oktober 2016 wurde vom Aufsichtsrat der Beschluss des Vorstands genehmigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 411.478,00 Euro auf 4.526.266,00 Euro durch Ausgabe von 411.478 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stammaktien (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro und Gewinnanteilberechtigung ab dem 1. Januar 2016 zu erhöhen.

In der zweiten Telefonkonferenz am 5. Oktober 2016 wurde vom Aufsichtsrat nach Abschluss des beschleunigten Platzierungsverfahrens der Beschluss des Vorstands genehmigt, den Platzierungspreis für die neuen Aktien auf 32,50 Euro je Aktie festzulegen.

In der vierten ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 18. November 2016 in Aachen beschäftigte sich der Aufsichtsrat neben der geschäftlichen Entwicklung in den ersten neun Monaten sowie der aktuellen Geschäftsaussichten insbesondere mit der vom Vorstand präsentierten Planung für das Geschäftsjahr 2017 sowie dem Finanzkalender 2017.

In der dritten Telefonkonferenz am 15. Dezember 2016 beriet der Aufsichtsrat mit dem Vorstandsvorsitzenden über die zum 1. Januar 2017 geplante Neuordnung der internen Steuerung unter Einteilung der Geschäftsaktivitäten in die drei operativen Segmente Elektronik, Elektromobilität und Mechanik.

Bildung von Ausschüssen

Wie bereits in der Vergangenheit hat der dreiköpfige Aufsichtsrat der Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2016 auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet und alle anstehenden Themen im Gesamtgremium behandelt.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2016

Die Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2016 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 bestellt und durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats entsprechend beauftragt. Eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex liegt dem Aufsichtsrat vor.

Gegenstand der Abschlussprüfung war der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 und der Lagebericht der paragon AG sowie der vom Vorstand gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 und der Konzernlagebericht der paragon AG.

Zum Abschluss der Prüfung hat die Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, den Jahresabschluss und den Lagebericht der paragon AG sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der paragon AG jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat außerdem festgestellt, dass das vom Vorstand eingerichtete Informations- und Überwachungssystem geeignet ist, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Jedem Mitglied des Aufsichtsrats wurden vom Abschlussprüfer die zu prüfenden Unterlagen über den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht, den Vorschlag über die Verwendung des Jahresüberschusses sowie der Bericht über die Abschlussprüfung zur Verfügung gestellt. Über die Prüfung wurde in der Aufsichtsratssitzung am 17. März 2017 berichtet und diskutiert. Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Aufsichtsrat für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 17. März 2017 zudem den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Daran anschließend hat sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands angeschlossen.

Von dem Recht zur Einsichtnahme in die Bücher und Schriften der Gesellschaft hat der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr keinen Gebrauch gemacht.

Der Aufsichtsrat spricht den Vorstandsmitgliedern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften Dank und Anerkennung für ihr persönliches Engagement und die im Jahr 2016 geleistete Arbeit aus.

 

Delbrück, 17. März 2017

Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr.-Ing. Lutz Eckstein

Vorsitzender des Aufsichtsrats

1988: Beweglicher Heckspoiler | VW

Der deutsche Automobilhersteller Volkswagen stattete im Jahr 1988 das Modell VW Corrado mit dem ersten beweglichen Spoiler aus. Dieses am Heck angebrachte Fahrzeugteil beeinflusste die Luftströmung und optimierte die Aerodynamik des Fahrzeugs.

Der Heckflügel des VW Corrado fuhr bei einer Geschwindigkeit ab 120 km/h automatisch aus und ab 20 km/h ein, so dass sich der Auftrieb an der Hinterachse deutlich reduzierte. Durch die Betätigung einer Taste unter der Armaturentafel konnte der Heckspoiler auch von Hand gesteuert werden.

Im Geschäftsbereich Karosserie-Kinematik entwickelte paragon jetzt ein neues Aerodynamik-System, das im vorderen Bereich des Unterbodens angebracht wird. Diese Bugwelle reduziert den Auftrieb auf den Vorderachsen um bemerkenswerte 50 Prozent bei maximaler Fahrgeschwindigkeit. Das Karbonelement senkt sich bei einer Geschwindigkeit ab 80 km/h automatisch ab.

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell

Satzungsmäßiger Geschäftsgegenstand der paragon AG (nachfolgend auch "Unternehmen" oder "Gesellschaft") ist die Forschung und Entwicklung im Bereich der Mikroelektronik, die Herstellung und der Vertrieb von elektronischen Geräten, dazugehörender Peripherie und entsprechender Baugruppen sowie die Verwaltung von Patenten, Lizenzen und Gebrauchsmustern. Die Gesellschaft kann andere Gesellschaften gründen, erwerben oder sich an solchen beteiligen, Niederlassungen errichten und alle sonstigen Maßnahmen ergreifen sowie Rechtsgeschäfte vornehmen, die zur Erreichung und Förderung des Gesellschaftszweckes notwendig oder dienlich sind.

Das Geschäftsmodell des paragon Konzerns (nachfolgend auch "paragon") basiert auf der eigenständigen Entwicklung von Produktinnovationen auf eigene Kosten. Hierzu wird ein erprobtes Innovationssystem eingesetzt, um das aktuelle Produktportfolio laufend auf einem sehr hohen Innovationsstand zu halten. Durch die in den letzten drei Jahrzehnten sukzessiv aufgebaute Gesamtfahrzeugkompetenz im paragon Konzern werden Entwicklung und Prototypenbau von einem tiefen Verständnis des gesamten Automobilbaus geprägt.

Die grundlegende Inspiration für die Produktinnovationen ist von dem zentralen Gedanken geprägt, das individuelle Fahrerlebnis der Insassen moderner Personenkraftwagen (als Endkunden) zu verbessern. Aus den globalen Megatrends werden systematisch die relevanten Innovationstreiber abgeleitet. Dadurch kann das künftige Nachfrageverhalten der Endkunden nach modernen Funktionen und Merkmalen in Autos künftiger Modellgenerationen zuverlässig antizipiert werden.

Die Markteinführung der Produktinnovationen erfolgt nach dem so genannten Push-Prinzip, d.h. erst mit funktionsfähigen Prototypen (A-Muster) und entsprechenden Schutzrechtsanmeldungen wird die konkrete Vermarktung bei den Automobilherstellern als Direktkunden aufgenommen. Dadurch sichert sich paragon auch bei kurzen Innovationszyklen einen zeitlichen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb. Mit einer optimierten Wertschöpfungstiefe hat sich paragon zudem als verlässlicher Produktionspartner der Automobilhersteller etabliert.

Der Automatisierungsgrad der Massenfertigung wird laufend weiter erhöht, um hier über den Produktlebenszyklus der einzelnen Produktreihen hinweg die Kostenstruktur zu verbessern. In diesem Sinne stellt die Serienfertigung ein eigenständiges Innovationsfeld im Unternehmen dar. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs waren konzernweit 21 Industrieroboter im Fertigungseinsatz.

Konzernstruktur

Die paragon Aktiengesellschaft (im Folgenden: paragon AG) mit Sitz in 33129 Delbrück, Schwalbenweg 29, Deutschland, ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Die Aktien der paragon AG werden an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard gehandelt. Die paragon AG hat ihren Verwaltungssitz in Delbrück und zentrale Produktionsstätten in Delbrück, Suhl, St. Georgen und Bexbach. Daneben verfügt die paragon AG über eine Niederlassung in Nürnberg.

Zum Konsolidierungskreis des paragon Konzerns (im Folgenden auch: paragon) gehören außerdem die 100prozentigen Tochtergesellschaften paragon Automotive Kunshan Co., Ltd. (Kunshan, China), paragon Automotive Technology (Shanghai) Co., Ltd. (Shanghai, China), die Voltabox Deutschland GmbH (Delbrück), die Voltabox of Texas Inc. (Leander, Texas, USA) sowie die SphereDesign GmbH (Bexbach) und die KarTec GmbH (Forchheim).

Segmentspezifische Angaben

Die dynamische Unternehmensentwicklung war im Berichtsjahr zunehmend von einem operativen Wachstum geprägt. Durch die frühzeitige Anpassung der organisatorischen Rahmenbedingungen sind auch die Voraussetzungen für das künftige geplante Umsatzwachstum mit den neu entwickelten Produktinnovationen geschaffen worden. Damit wurde gleichzeitig eine Neuordnung der konzernweiten Unternehmenssteuerung erforderlich. In diesem Zusammenhang hat der Vorstand mit Wirkung zum 1. Januar 2017 die Unternehmenssteuerung in folgende drei operative Segmente (Geschäftssegmente) gegliedert:

Elektronik

Elektromobilität

Mechanik

Das Segment Elektronik umfasst die bisherigen Geschäftsbereiche Sensoren, Cockpit und Akustik sowie die Tochtergesellschaften SphereDesign GmbH und paragon Automotive Kunshan Co., Ltd. und ist dem Vorstand Elektronik Dr. Stefan Schwehr zugeordnet. In diesem Geschäftssegment werden überwiegend Luftgütesensoren, Instrumente und Mikrofone für die Automobilindustrie entwickelt und vermarktet.

Das Segment Elektromobilität beinhaltet die Geschäftsaktivitäten der Voltabox Deutschland GmbH und der Voltabox of Texas, Inc. und ist dem Vorstandsvorsitzenden Klaus Dieter Frers zugeordnet. In diesem Geschäftssegment werden überwiegend Batteriesysteme auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie für spezifische Anwendungen in Industriegütermärkten entwickelt und vermarktet.

Das Segment Mechanik, welches vom Bereichsvorstand Mechanik Dr. Burkhard Leifhelm, der auch gleichzeitig Geschäftsführer der productronic GmbH ist, verantwortet wird, umfasst neben dem Geschäftsbereich Karosserie-Kinematik auch die Tochtergesellschaft productronic GmbH sowie die konzernweite Materialwirtschaft. In diesem Geschäftssegment werden elektromechanische Bauelemente für die Automobilindustrie entwickelt und vermarktet. Darüber hinaus ist diesem Segment die konzernweite mechanische Fertigung zugeordnet.

In der Segmentberichterstattung wurde auf die Angabe von Vergleichszahlen aus dem Geschäftsjahr 2015 verzichtet.

Unternehmensstrategie

Die Unternehmensstrategie von paragon wird in einem revolvierenden Prozess entwickelt. Dieser Prozess umfasst neben der Vorstandsebene die Leitungsebene der operativen Segmente Elektronik, Elektromobilität und Mechanik sowie diverse Stabsstellen, insbesondere im Finanzbereich.

Die strategische Planung basiert auf dem Unternehmensleitbild, frühzeitig lukrative Marktnischen im Premiumsegment zu besetzen. Hierzu werden in einem institutionalisierten Prozess eigenständig technologische Innovationen auf der Basis existierender Megatrends entwickelt. Damit wird in den Geschäftssegmenten Elektronik und Mechanik gezielt das Wachstumspotenzial adressiert, welches sich durch die Implementierung dieser Megatrends in künftige Modellgenerationen seitens der Automobilhersteller ergibt.

Aus den globalen Megatrends Klimawandel, Urbanisierung, Digitalisierung und Elektrifizierung leitet paragon übergeordnete Handlungsfelder ab, welche dann für die F&E-Aktivitäten von zentraler Bedeutung sind. Aus dem globalen Klimawandel ergibt sich insbesondere ein wachsendes Bewusstsein der Konsumenten für Nachhaltigkeit und Gesundheit. Darüber hinaus wird die Einsparung von CO 2 durch Gewichtsreduktion und verbesserte Aerodynamik unterstützt. Die Urbanisierung führt zu einer grundlegenden Veränderung des Nachfrageverhaltens für individuelle Mobilität und somit auch zu alternativen Mobilitätskonzepten wie autonomes Fahren. In Verbindung mit der zunehmend vernetzten Lebensweise aufgrund wachsender Digitalisierung erlangen dadurch Sicherheit, Komfort und Konnektivität für die Fahrzeuginsassen eine immer größere Bedeutung.

Die Durchsetzung dieser Megatrends führt zu einer dynamischen Veränderung der automobilen Wertschöpfungskette. In diesem Zusammenhang steigt auch die Bedeutung innovativer Produktlösungen von Automobilzulieferern auf Systemebene. In zunehmend kürzeren Innovationszyklen entstehen neue Ökosysteme in der Automobilindustrie, die auch horizontale Integrationen bzw. Kooperationen erfordern. Dabei adressiert paragon insbesondere im Geschäftssegment Elektronik konsequent die Handlungsfelder, welche sich aus dem veränderten Nachfrageverhalten der Endkunden als Konsumenten ableiten lassen.

Im Geschäftssegment Elektromobilität liegt der strategische Fokus dagegen derzeit auf Teilmärkten für Investitionsgüter wie öffentlicher Personennahverkehr, Intralogistik und fahrerlose Transportsysteme. Hier werden auf bereits existierenden Teilmärkte Blei-Säure-Batterien oder Dieselaggregate durch moderne Lithium-Ionen-Batteriesysteme ersetzt. paragon kann auf diesen Teilmärkten daher von intakten Substitutionseffekten partizipieren, die aus rationalen, ökonomischen Investitionsentscheidungen der Anwender resultieren. Der Marktzugang erfolgt hier in der Regel durch führende Kooperationspartner in den jeweiligen Teilmärkten.

Zukünftig beschäftigt sich paragon in diesem Segment auch mit den Teilmärkten Bergbau und Minenfahrzeuge, Bau- und Landmaschinen, Fahrzeuge der kommunalen Versorgung und Flughafen-Vorfeldfahrzeuge. Im Rahmen des globalen Pkw-Massenmarktes wird paragon zunächst das Segment der modernen 48V-Lithium-Ionen Batteriesysteme für Hybrid-Pkws adressieren.

Im Ergebnis umfasst die paragon-Wachstumsstrategie folgende Ebenen:

Laufende Entwicklung von Produktinnovationen auf Basis von Megatrends (Produktentwicklung)

Gewinnung neuer Automobilhersteller als Kunden (Marktdurchdringung)

Erschließung neuer Absatzgebiete (Marktentwicklung)

Erschließung neuer Teilmärkte mit neuen Produktangeboten (Diversifikation)

Die Wettbewerbsstrategie von paragon ist dabei im Wesentlichen in Form einer Nischenstrategie definiert. Die Fokussierung führt zu einer hohen Differenzierung im Produktportfolio. Gleichzeitig sichert die laufende Optimierung der automatisierten Massenproduktion auch eine Kostenführerschaft ab.

Steuerungssystem

Neben einer hohen Innovationsdynamik prägen flache Hierarchien, kurze Entscheidungswege und eine laufend optimierte Prozesssteuerung im Rahmen des Projektes "paragon prozess ideal" (ppi) die organisatorischen Grundlagen von paragon. Der Konzern weist darüber hinaus den Charakter eines mittelständischen, inhabergeführten Unternehmens auf und verbindet die damit verbundene langfristig strategische Ausrichtung mit der Integrationskraft einer börsennotierten Gesellschaft. Dank dieser besonderen organisatorischen Ausrichtung ist paragon in der Lage, auch im Wettbewerb mit deutlich größeren Konzernen erfolgreich zu sein und seine Position als Direktlieferant namhafter Automobilhersteller auszubauen.

Der Vorstand der paragon AG unterzieht die von ihm verfolgten Strategien einem regelmäßigen Abgleich mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung. Im Rahmen von Zielgesprächen werden auf Managementebene die daraus resultierenden Folgeaktivitäten festgelegt sowie optimierende Maßnahmen oder grundlegende Richtungsänderungen eingeleitet.

Im Berichtsjahr wurde die Produktion zur konzernweiten Optimierung der Produktionsabläufe ausgegründet. Ziel der Zusammenfassung der inländischen Produktion der paragon AG in der productronic GmbH ist die einheitliche Steuerung der Produktion in den Werken Delbrück, Suhl, St. Georgen und Bexbach. Hierbei sollen ausschließlich die Effizienz, die Kostenreduktion und die Minderung der Fehlerquote im Blickfeld stehen. Die neue Struktur einer einheitlich in einer Tochtergesellschaft zusammengefassten Produktion der paragon AG ermöglicht eine professionelle Steuerung der Produktionsprozesse, ein detaillierteres Controlling der Produktionskosten und eine optimale Verteilung der Produktion auf die Standorte.

Zur besseren Beurteilung der wirtschaftlichen Lage sowie zur besseren Planung und Steuerung der betrieblichen Leistungsprozesse befindet sich das ERP-System Microsoft Dynamics AX derzeit in der konzernweiten Einführung. Das System wird bereits an den ausländischen Standorten in den USA und China eingesetzt. Die paragon AG verfügt über ein umfassendes Planungs- und Kontrollsystem, um die strategische Planung operativ umzusetzen. Dies beinhaltet unter anderem ein kontinuierliches Controlling der Wochen-, Monats- und Jahresplanungen. Der Vorstand sowie der Aufsichtsrat der paragon AG erhalten auf der Grundlage einer monatlichen Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung ein ausführliches Reporting. Diese Berichte dokumentieren mögliche Abweichungen von den Plangrößen in einem Soll-Ist-Vergleich und bilden die Basis für Entscheidungen. Ein weiteres wichtiges Steuerungsinstrument sind die regelmäßigen Zusammenkünfte der Führungskräfte, in denen die aktuelle geschäftliche Entwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen und ein Ausblick auf die mittel- und langfristige Perspektive erörtert werden, sowie regelmäßige ressortübergreifende und geschäftsbereichsbezogene Projektstatusmeetings.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Vorstand bedient sich regelmäßig wesentlicher Kennzahlen, um den wirtschaftlichen Erfolg der operativen Umsetzung seiner Unternehmensstrategie messen zu können. Das Steuerungssystem berücksichtigt dabei in der Art und/oder Höhe einmalige bzw. außerordentliche Effekte auf die Leistungsindikatoren, insbesondere beim Aufbau der jungen Geschäftssegmente Elektromobilität und Mechanik. Aufgrund dieser Sondereinflüsse werden die internen Zielgrößen in der Regel - abhängig vom jeweiligen Planungshorizont - als Bandbreiten für die Messung und Steuerung der operativen Leistungsfähigkeit festgelegt. Auf Basis einer rollierenden mittelfristigen Planung wird die relative Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen Konzernumsatz, EBIT-Marge und Investitionen unter Berücksichtigung von Erfahrungskurveneffekten innerhalb eines Korridors betrachtet. Vor dem Hintergrund der dynamischen Wachstumsstrategie wird damit einer vorausschauenden Unternehmenssteuerung sowohl im Sinne einer risiko- als auch einer chancenorientierten Unternehmensführung Rechnung getragen.

Konzernumsatz

Das am Markt etablierte Angebot elektronischer Komponenten repräsentiert ein breites Portfolio von Sensoren, Mikrofonen und Anzeigeinstrumenten, die sich in unterschiedlichen Phasen ihres Produktlebenszyklus befinden. Demgegenüber stellen die Produktinnovationen der jüngsten Generation künftige Umsatzträger dar, abhängig vom Zeitpunkt der Einführung neuer Fahrzeugmodelle oder Modellgenerationen seitens der Automobilhersteller. Der Umsatzbeitrag von Produkten variiert grundsätzlich in den unterschiedlichen Phasen ihres Lebenszyklus. Die Ausstattungsrate der Produkte, die sich über die Laufzeit ebenfalls verändert, ist eine weitere Einflussgröße.

Die Geschäftstätigkeit von paragon in den Bereichen Elektromobilität und bewegliche Karosseriekomponenten zielt dagegen auf junge Teilmärkte ab, die mit unterschiedlicher Dynamik wachsen. paragon hat sich bei der Entwicklung der Antriebssteuerung beweglicher Karosseriekomponenten zunächst auf Premium-Sportwagen konzentriert. Diese technologisch anspruchsvollen, sicherheitsrelevanten Produkte werden aktuell in vergleichsweise kleinen Stückzahlen produziert, sodass der Umsatzbeitrag entsprechend gering ist. Allerdings wird die Bedeutung beweglicher Karosseriekomponenten für die Aerodynamik von Autos - und damit deren Reichweite - künftig weiter zunehmen.

Die Geschäftstätigkeit im Bereich Elektromobilität repräsentiert im Berichtsjahr bereits einen signifikanten Anteil des Konzernumsatzes. Die künftigen jährlichen Steigerungsraten des Umsatzwachstums hängen dabei vom Mix des jeweiligen Anwendungsbereichs ab. Während für Trolleybusse große und komplexe Batteriesysteme mit vielen Batteriemodulen in größeren Stückzahlen pro Auftrag im Rahmen eines Projektgeschäfts zum Einsatz kommen, weist die Herstellung von Batteriemodulen zur Verwendung in Gabelstaplern eher die Grundzüge einer Massenproduktion auf.

Insofern unterliegt der Konzernumsatz einer Reihe nach Art, Ausmaß und Richtung unterschiedlichen Einflüssen, die in ihrer Summe regelmäßig bewertet werden. In der Berichterstattung zur Prognose wird diesem Umstand durch die Angabe eines Zielkorridors Rechnung getragen.

EBIT-Marge

Das EBIT stellt das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern dar und bildet allgemein die operative Ertragskraft bzw. die Effizienz der wirtschaftlichen Leistungserbringung eines Unternehmens ab. Die Profitabilität kann somit im Zeitablauf wie auch im internationalen Vergleich - unabhängig von der jeweiligen Finanzstruktur und den Ertragsteuern - betrachtet werden.

Im Rahmen der Unternehmenssteuerung wird das EBIT vom Vorstand allerdings nicht als ein eigenständiges monetäres Unternehmensziel (als Rentabilitätsziel absoluter Höhe) definiert. Vielmehr wird die Entwicklung der operativen Ertragskraft in der Weise gesteuert, dass der strategisch definierte Wachstumspfad mit einer angemessenen Profitabilität umgesetzt werden kann. Unter Berücksichtigung der Umsatzentwicklung fließen somit alle relevanten Aufwandspositionen in die vorausschauende Unternehmenssteuerung mit ein. In der Berichterstattung zur Prognose wird diesem Umstand durch die Angabe der EBIT-Marge als relativer Kennzahl Rechnung getragen. Dadurch werden auch im Rahmen der rollierenden mittelfristigen Planung die dynamischen Effekte berücksichtigt, die sich im Zeitablauf bei den Aufwands- und Ertragspositionen ergeben.

Investitionen

Die Investitionen sind für paragon ein wesentlicher Leistungsindikator bei der Steuerung der dynamischen Wachstumsstrategie im Rahmen der mittelfristigen Planung. Da es sich hierbei um die langfristige Bindung finanzieller Mittel in materiellen und in immateriellen Vermögensgegenständen handelt, werden die Investitionsentscheidungen des Vorstands als Resultat eines strukturierten und sorgfältigen Entscheidungsprozesses getroffen. Dieser berücksichtigt insbesondere die Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf die nicht monetären Unternehmensziele, die sich aus der Unternehmensstrategie ergeben. Neben der frühen Besetzung ertragreicher Marktnischen mit eigenständig entwickelten Produktinnovationen auf der Basis von Mega-Trends ist hier insbesondere der hohe technologische Qualitätsanspruch bei der Serienfertigung großer Stückzahlen relevant.

Darüber hinaus dienen die Investitionsentscheidungen dazu, im Rahmen der dynamischen Wachstumsstrategie auf Marktentwicklungen zu reagieren und dadurch auch kurz- und mittelfristig Wachstumspotenzial optimal ausnutzen zu können. Schließlich berücksichtigen die Investitionsentscheidungen die konzernweiten F&E-Aktivitäten. In der Berichterstattung zur Prognose erfolgt daher die Angabe der geplanten Gesamtinvestitionen, um die mittelfristige Dynamik in der operativen Umsetzung der Wachstumsstrategie deutlich zu machen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte paragon erneut signifikant in den weiteren Ausbau der Geschäftsaktivitäten. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen rund 14,4 Mio. Euro (Vorjahr: 12,3 Mio. Euro). Von den aktivierten Entwicklungsleistungen in Höhe von 15,3 Mio. Euro (Vorjahr: 12,8 Mio. Euro) bezogen sich 14,3 Mio. Euro (Vorjahr: 11,8 Mio. Euro) auf Eigenleistungen gem. IAS 38, die sich mit jeweils rund 40% auf die Geschäftssegmente Elektronik und Elektromobilität und etwa 20% auf das Geschäftssegment Mechanik verteilten. Rund 0,6 Mio. Euro entfielen auf die Einführung von Microsoft Dynamics AX als konzernweit einheitliches ERP-System. 0,5 Mio. € verteilen sich auf weitere Projekte.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Berichtsjahr rund 7,7 Mio. Euro (Vorjahr: 19,6 Mio. Euro). Diese betrafen jeweils zur Hälfte die Erweiterung des Gebäudes in der Artegastraße sowie den konzernweiten Ausbau der technischen Anlagen und Maschinen.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Vor dem Hintergrund der strategischen Positionierung als innovativer Anbieter technologisch anspruchsvoller und qualitativ hochwertiger Produkte und Systeme auf Basis von aktuellen Megatrends nutzt der Vorstand im Rahmen seiner Unternehmenssteuerung auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren. Die Mitarbeiter und die Bereiche Qualität und Umwelt stellen insofern kritische Erfolgsfaktoren für paragon dar.

Mitarbeiter

Die aktuellen Megatrends führen zu einem grundlegenden Wandel in der Wertschöpfungskette des Automobilsektors, der auch Einfluss auf die künftigen Qualifikationsanforderungen von Mitarbeitern hat. Die operative Umsetzung der Wachstumsstrategie macht darüber hinaus eine laufende Überprüfung und Anpassung der organisatorischen Aufbau- und Ablaufstrukturen notwendig. Gleichzeitig erfordert das Geschäftsmodell der eigenständigen Entwicklung von Produktinnovationen die gezielte Weiterentwicklung der bestehenden Innovationskultur im Unternehmen. Wesentliche Elemente hierfür sind die Verankerung von unternehmerischem Denken und eigenverantwortlichem Handeln sowie eine barrierefreie interne Kommunikation. Die Entwicklungsprozesse werden sukzessive auf agiles Projektmanagement umgestellt, um den kürzer werdenden Zyklen bei den Modellgenerationen und -pflegen der Automobilhersteller noch besser gerecht werden zu können. Kreativität, Selbstvertrauen und Inspiration nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein. Die Bildung effizienter Projektteams - auch über verschiedene Standorte hinweg - hat insbesondere bei den Voltabox-Mitarbeitern vor dem Hintergrund der dynamischen Marktentwicklung im Bereich Elektromobilität zu einer typischen Start-up-Mentalität geführt.

Die erfolgreiche Beschaffung, Entwicklung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter (unter dem Begriff werden nachfolgend einheitlich weibliche und männliche Mitarbeiter subsumiert) sind daher von besonderer Bedeutung für eine erfolgreiche Umsetzung der Wachstumsstrategie. Im Geschäftsjahr 2016 wurden konzernweit 95 neue Mitarbeiter eingestellt. Davon entfielen 20 auf die Voltabox-Tochtergesellschaften und 75 auf die anderen Konzernunternehmen. In diesem Zusammenhang wurden 55 neue Stellen im Konzern geschaffen. Die Fluktuationsquote lag bei 11,8%. Der Anteil der im Konzern beschäftigten weiblichen Mitarbeiter war mit 34,5% leicht rückläufig (Vorjahr: 37,8%). Mit 31,8% stieg dagegen die Akademikerquote leicht an (28,0%). Das Durchschnittsalter reduzierte sich leicht auf 42,8 Jahre (Vorjahr: 42,9).

Die Anzahl der Mitarbeiter im paragon Konzern hat sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:

2016 2015
Anzahl Mitarbeiter 519 482
Anzahl Leiharbeiterkräfte 107 79

Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte der paragon Konzern insgesamt 519 (Vorjahr: 482) festangestellte Mitarbeiter und 107 (Vorjahr: 79) Leiharbeitskräfte. Mit 21 Mitarbeitern (Vorjahr: 3) bei der paragon Automotive Kunshan Co., Ltd., 2 Mitarbeitern (Vorjahr: 5) bei der paragon Automotive Technology (Shanghai) Co., Ltd. und 14 Mitarbeitern (Vorjahr: 15) bei der Voltabox of Texas, Inc., waren insgesamt 37 (Vorjahr: 23) Mitarbeiter im Ausland beschäftigt. Im November wurden von der Voltabox Deutschland GmbH 4 Mitarbeiter für ein Jahr zur Voltabox of Texas entsendet, um eine optimale technologische Zusammenarbeit der beiden Tochtergesellschaften bei den neuen Entwicklungen, insbesondere im Bereich der Bergbau-Anwendungen, sicherzustellen.

Zum Jahresende waren 190 Mitarbeiter (Vorjahr: 163) und 35 Leiharbeitskräfte (Vorjahr: 9) am Standort Delbrück beschäftigt. Davon entfielen 53 Mitarbeiter (Vorjahr: 47) und 21 Leiharbeitskräfte (Vorjahr: 4) auf die Voltabox Deutschland GmbH. Der productronic GmbH waren insgesamt 245 Mitarbeiter (Vorjahr: 0) und 69 Leiharbeitskräfte (Vorjahr: 0) zugeordnet. Im Produktionswerk Suhl waren 212 Mitarbeiter (Vorjahr: 209) und 65 Leiharbeitskräfte (Vorjahr: 64), am Standort St. Georgen waren 37 Mitarbeiter (Vorjahr: 42) und keine Leiharbeitskräfte (Vorjahr: 0), am Standort Nürnberg waren 23 Mitarbeiter (Vorjahr: 24) und 2 Leiharbeitskräfte (Vorjahr: 5) und bei der SphereDesign GmbH am Standort Bexbach waren 20 Mitarbeiter (Vorjahr: 21) und 5 Leiharbeitskräfte (Vorjahr: 1) beschäftigt. Die KarTec GmbH am Standort Forchheim blieb auch im Berichtsjahr ohne operativen Geschäftsbetrieb.

In der Entwicklung wurden insgesamt 109 Mitarbeiter (Vorjahr: 96) und 11 Leiharbeitskräfte (Vorjahr: 7) beschäftigt. Davon entfielen 65 Mitarbeiter (Vorjahr: 71) und 10 Leiharbeitskräfte (Vorjahr: 6) auf die paragon AG, 13 Mitarbeiter (Vorjahr: 0) auf die productronic GmbH, 26 Mitarbeiter (Vorjahr: 20) und 1 Leiharbeitskraft (Vorjahr: 1) auf die Voltabox Deutschland GmbH und 1 Mitarbeiter (Vorjahr: 0) auf die Voltabox of Texas, Inc.

Der Personalaufwand betrug im Berichtszeitraum 29,2 Mio. Euro (Vorjahr: EUR 26,3 Mio. Euro). Dabei entfielen 21,1 Mio. Euro (Vorjahr: EUR 20,1 Mio. Euro) auf Lohn- und Gehaltskosten, 3,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sowie 4,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,9 Mio. Euro) auf Aufwendungen für Leiharbeitskräfte.

Qualität und Umwelt

Sämtliche Standorte des paragon Konzerns sind nach dem IATF-Standard 16949 zertifiziert. Das aufgesetzte interaktive und prozessorientierte Managementsystem sieht ständige Verbesserungen unter Betonung von Fehlervermeidung und Verringerung von Verschwendung vor.

Durch kleinere Regelkreise in der Produktion wird eine laufende Prozessoptimierung in der Fertigung sichergestellt. In Verbindung mit einer konsequenten Service- und Kundenorientierung wird dadurch insgesamt eine laufende Verbesserung der internen Qualitätsstandards angestrebt.

Im Geschäftsjahr 2016 standen dabei einige konkrete Maßnahmen im Mittelpunkt. Der Aufbau eines interaktiven Managementsystems durch den Einsatz innovativer Softwaresysteme soll insbesondere bestehendes Prozess-Know-how sichern und das konzernweite Schnittstellenmanagement in der Produktion optimieren. Dadurch wurden auch die Grundlagen für eine selbstlernende Organisation im Bereich der Produktion geschaffen.

Bei steigendem Konzernumsatz und höheren Produktionsmengen sowie der Einführung neuer Produkte hat die Einführung kleinerer Regelkreise in der Fertigung auch zu einer Reduzierung der Qualitätskosten geführt. So konnten der Ausschuss und die kundenbezogenen Qualitätskosten um rund 25% gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden.

Weiterhin ist der Umwelt- und Arbeitsschutz ein fester Bestandteil des Unternehmensleitbilds. Die Anforderungen der DIN EN ISO 14001 hat paragon in sein Managementsystem integriert. Dessen Wirksamkeit wird in den jährlichen Audits bestätigt. Zudem verfolgt paragon durch den Einsatz modernster Fertigungstechnologien sowie den sorgsamen Umgang mit Rohstoffen und Energieressourcen das Konzept der Nachhaltigkeit.

Im Berichtsjahr hat das aktive Umweltmanagement zu einer Reduzierung der Abfallquote geführt, indem u. a. vermehrt Umlaufverpackungen in der Lieferkette eingesetzt wurden. Im Sommer 2016 wurde an den relevanten Standorten ein Energieaudit nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 8ff. des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) erfolgreich durchgeführt.

Der Energieverbrauch konnte in den Geschäftssegmenten Elektronik und Mechanik insbesondere durch die Fortsetzung der Anlagenmodernisierung gesenkt werden. Zum Beispiel wurden Pneumatik-Zylinder durch elektrische Linearachsen ersetzt. Dadurch konnte auch der Druckluftverbrauch reduziert werden. Des Weiteren wurden Wellen-Lötkolben durch JBC-Lötkolben ersetzt. Trotz des deutlichen Wachstums der Geschäftsaktivitäten, insbesondere im Geschäftssegment Elektromobilität, blieben die Gesamtkosten für Strom an den deutschen Standorten mit 0,8 Mio. Euro durch die umgesetzten Maßnahmen auf Vorjahresniveau.

paragon ist schließlich bemüht, laufend den Einsatz von Gefahrstoffen zu minimieren. So wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr u.a. die Anzahl der in der Produktion verwendeten Klebersorten von zehn verschiedenen Typen auf max. drei gesenkt.

Sonstige Steuerungsgrößen

Zur Steuerung des paragon Konzerns werden neben den bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren weitere Steuerungsgrößen verwendet. Diese sonstigen Steuerungsgrößen sind im Vergleich zu den Leistungsindikatoren von nachrangiger Bedeutung. Als Indikatoren zur Steuerung bzw. Gradmesser für die Fortentwicklung zieht der Vorstand insbesondere die Aktivitäten zur Forschung und Entwicklung und der Materialwirtschaft sowie die freie Liquidität und die Eigenkapitalquote heran.

Forschung und Entwicklung

Für das Geschäftsmodell der aktiven, eigenständigen Produktentwicklung sind spezielle Kompetenz und ausreichende Kapazitäten im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Daher hat paragon diesen Bereich als eine weitere Steuerungsgröße definiert. Die Verantwortung für die Entwicklung neuer Produkte liegt in den fünf Geschäftsbereichen Sensoren, Cockpit, Akustik, Elektromobilität und Karosserie-Kinematik, die als operative Segmente gesteuert und koordiniert werden.

Im Geschäftsjahr 2016 wandte paragon insgesamt 15,2 Mio. Euro (Vorjahr: EUR 12,8 Mio. Euro) für interne F&E-Aktivitäten auf. Dies entspricht einem Anteil von 14,8% des Umsatzes (Vorjahr: 13,5%). Die Quote der aktivierten Entwicklungskosten belief sich auf etwa 86,8% (Vorjahr: 84,4%) der gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten.

Über den Zeitraum von 2011 bis 2016 betrug die Quote der kumulierten aktivierten Entwicklungskosten im Verhältnis zu den gesamten Entwicklungskosten 65,3%. Die entsprechende Aktivierung dieser Eigenleistungen sieht der Vorstand auch der Höhe nach im Branchenvergleich als angemessen an. Die Zahl der in der Forschung und Entwicklung eingesetzten Mitarbeiter erhöhte sich im Berichtsjahr um 16,5% auf insgesamt 120 (Vorjahr: 103). Das entspricht einer Quote von 19% der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter.

Das übergeordnete Ziel der F&E-Aktivitäten im Geschäftsbereich Cockpit lag im Berichtsjahr in der Fortführung der bereits im Jahr 2015 begonnenen standortübergreifenden Vereinheitlichung der Entwicklungsprozesse im Sinne des konzernweiten Projekts zur Optimierung der Prozesssteuerung "paragon prozess ideal" (ppi). Ein unter Einbeziehung des Musterphasenmanagement bis zur Übergabe an die Fertigungsüberleitung erfolgreich nach dem branchenspezifischen Automotive SPICE® Standard durchgeführtes Projekt wurde als konzerninternes Referenzprojekt definiert.

Im Geschäftsbereich Cockpit befassten sich diverse Projekte mit Vorentwicklungen und konzeptionellen Weiterentwicklungen. Hierzu zählten neben der Etablierung kostensenkender Fertigungsprozesse insbesondere neue funktionale Produkteigenschaften zur Erhöhung des Zusatznutzens für Endkunden. Beispiele hierfür sind die Entwicklung einer drahtlosen Smartphone-Ladeinfrastruktur mit hohem Wirkungsgrad in Bezug auf die Ladezeit unter Qi-Standard sowie die Etablierung von Bluetooth Low Energy (BLE) zur deutlichen Senkung des Stromverbrauchs. Die weltweit erste Smartphone-Halterung mit drahtloser Ladefunktion für Motorräder konnte bereits im zweiten Quartal in die Serienproduktion überführt werden. Die Konnektivitäts-Plattform MirrorPilot® wird seit Mitte 2016 im Rahmen eines Car-Sharing-Programms für einen deutschen Premiumhersteller zur Serienreife entwickelt. Für den erstmaligen Serieneinsatz in der neuen Modellgeneration einer deutschen Limousine im Premium-Sportsegment wurden metallische Oberflächen mit transluzenten Eigenschaften entwickelt.

Die wesentlichen F&E-Aktivitäten im Geschäftsbereich Sensoren bezogen sich im Berichtsjahr auf die Überführung von A-Mustern des CO 2 -Sensors und des AQI-Luftverbesserungssystems in die Serienproduktion. Darüber hinaus waren die Aktivitäten auf die Verbreiterung des Produktportfolios gerichtet. Im Mittelpunkt stand hier die erstmalige Entwicklung eines einkanaligen und zweikanaligen Feinstaubsensors DUSTDETECT ® .

Die wesentlichen F&E-Aktivitäten im Geschäftsbereich Akustik bestanden im Berichtsjahr in der Optimierung der Signalqualität automobiler Soundsysteme sowie der Anreicherung von Soundsystemen mit innovativen Zusatzfunktionen. Ferner wurde an Lösungen zur kostengünstigeren und flexibleren Realisierung zukünftiger Soundsysteme gearbeitet. Hierzu gehören u.a. ein Sitzplatz-individuelles 3D-Soundsystem mit eigenem 3D-Upmix-Algorithmus sowie die Insassenkommunikation unter Einbindung der belt-mic® Gurtmikrofone. Schließlich wurde die nächste Generation des aktuellen Freisprechmikrofons konzeptionell vorbereitet. Darüber hinaus waren die Aktivitäten auf die konkrete Entwicklung diverser A-Muster zur Vorlage bei potenziellen Kunden im laufenden Geschäftsjahr gerichtet. Sämtliche Entwicklungsaktivitäten in diesem Geschäftsbereich wurden intern durchgeführt.

Die F&E-Aktivitäten erfolgten im Geschäftssegment Elektronik nahezu vollständig intern und sie waren immer auf konkrete Anwendungsmöglichkeiten ausgerichtet.

Wesentlicher Gegenstand der F&E-Aktivitäten im Geschäftssegment Mechanik, das durch den Geschäftsbereich Karosserie-Kinematik repräsentiert wird, war im Berichtsjahr die Erlangung der Serienreife von kontinuierlich einstellbaren Spoiler-Systemen sowie deren elektrischen Antrieb in einer standardisierten Konzernvariante. Darüber hinaus waren die F&E-Aktivitäten auf im Karosseriebereich aktiv verstellbare Aerodynamiksysteme gerichtet. Im Mittelpunkt stand hier ein Bug-Spoiler-System für einen deutschen Sportwagenhersteller. Die F&E-Aktivitäten erfolgten in diesem Geschäftssegment überwiegend intern und sie waren immer auf konkrete Anwendungsmöglichkeiten ausgerichtet.

Übergeordnetes Ziel der F&E-Aktivitäten im Geschäftssegment Elektromobilität war im Berichtsjahr die Einführung von leistungsfähigen Simulationstools für die Optimierung von Batteriesystemen hinsichtlich elektrischer Auslegung, mechanischer Strukturfestigkeit und Thermomanagement. Unter maßgeblicher Anwendung dieser Entwicklungstools konnten die Voltabox-Systembaukästen im Jahresverlauf um spezielle Module (auf Basis von sogenannten Pouch-Zellen) ergänzt werden - für Anwendungsbereiche, die besonders hohe Energiedichten erfordern.

Darüber hinaus stand die Erweiterung der bestehenden Baukästen für zylindrische und prismatische Zellen im Mittelpunkt. So wurden weitere Modul-Spannungsvarianten für Anwendungen im nordamerikanischen Markt und Zusatzkomponenten für weitere Varianten der Batteriekühlung entwickelt und zur Einsatzreife gebracht. Der strategische Voltabox-Ansatz, mit standardisierten Batteriebausteinen auf Modulebene kurze Entwicklungszeiten zu gewährleisten, wurde nun auch auf die Systemebene übertragen. Dadurch entstehen identisch ausgeführte, zusammenschaltbare Systemmodule zur flexiblen Skalierung von "Plug and Play"-Batteriesätzen.

Bei der Voltabox of Texas, Inc. wurde im 4. Quartal 2016 ein US-basiertes Team von Entwicklungsingenieuren für die Batteriesystemauslegung der Projekte in Nordamerika aufgebaut. Dieses Projekt wird durch vier Voltabox-Ingenieure aus Deutschland unterstützt, die im Rahmen einer 12-monatigen Entsendung maßgebliche Aufbauhilfe leisten und einen optimalen Know-how-Transfer sicherstellen.

Der F&E-Aktivitäten erfolgten im Geschäftssegment Elektromobilität ganz überwiegend intern und anwendungsbezogen. Lediglich im Bereich der Systemvalidierung wurden akkreditierte Batterietesthäuser beauftragt, die über entsprechendes Testequipment für hohe bis sehr hohe Leistungen (für Großbatterien mit bis zu 800 kWh Energieinhalt) verfügen. Die Entwicklung erstmaliger Anwendungen bezog sich insbesondere auf ein 48 LTO Modul für Mild-Hybrid-Anwendungen sowie die 36 V/40V und 96 V Ausführungen der NMC-Module in luft- und flüssigkeitsgekühlten Varianten. Die Entwicklungsergebnisse im Rahmen der Erarbeitung der Batteriebaukästen resultierten in einer Patentanmeldung für Batteriemodule nach dem Voltabox-eigenen Baumuster mit diversen Haupt- und Unteransprüchen.

Materialwirtschaft

Mit den anlagenintensiven Produktionsbetrieben und einem breit gefächerten Produktportfolio nimmt die Materialwirtschaft bei paragon eine besondere Stellung ein. Im Berichtsjahr lag die Materialeinsatzquote bei 56,2% (Vorjahr: 58,4%). Die operative Umsetzung der dynamischen Wachstumsstrategie - insbesondere auch in den neuen Geschäftsbereichen - erfordert dabei eine zielgerichtete Weiterentwicklung bestehender Strukturen und Prozesse. Daher kommt dem Bereich Materialwirtschaft ganzheitlich die Funktion einer internen Steuerungsgröße zu.

Die enge Kooperation mit ausgewählten leistungsstarken Lieferanten und eine bedarfsorientierte Einkaufspolitik bildeten auch im Geschäftsjahr 2016 die Basis der Beschaffung. Ziel dieser Vorgehensweise war, auch bei kurzfristigen und großvolumigen Abrufen durch die Automobilhersteller sowie individuellen Projektentwicklungen im Bereich Elektromobilität ehrgeizige Produktionsziele erreichen zu können.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte zudem ein überproportionaler Beitrag bei der Reduzierung der Struktur- und Sachkosten durch die konzernweiten Kostenoptimierungsprogramme erzielt werden. Vor dem Hintergrund des Unternehmenswachstums wurde auch der Bereich Einkauf personell erweitert. Dabei lag der Fokus insbesondere auf der Gewinnung von zusätzlicher technischer Expertise im Werkzeugbau, diversen Produktionstechniken sowie in der Konstruktion.

Das außergewöhnliche Wachstum im Bereich Elektromobilität hat zudem zu einer weiteren Internationalisierung geführt, sodass in wichtigen Teilbereichen wie Batteriezellen inzwischen eine Global-Sourcing-Strategie etabliert ist. Darüber hinaus mussten in diesem neuen Geschäftsbereich zusätzliche Anforderungen an den erweiterten Produktmix im Einkauf und der Logistik erfüllt werden.

Strategisch war die Materialwirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr von diversen Make-or-Buy-Projekten geprägt, um die Flexibilität in der Beschaffung zu erhöhen und eine weitere Vertiefung der Wertschöpfung zu erreichen. Dadurch soll künftig die Abhängigkeit von Zulieferern im Bereich der Kerntechnologien verringert werden. Im Rahmen des konzernweiten Projektes zur internen Prozessoptimierung "ppi" wurden die Beschaffungs- und Logistikprozesse in der Materialwirtschaft deutlich gestrafft.

Bei den künftigen Produktinnovationen wird schließlich eine verstärkte strategische Ausrichtung des Bereichs Materialwirtschaft angestrebt. Diese soll unter anderem durch eine frühzeitige Einbindung bereits im Produktentstehungsprozess umgesetzt werden.

Freie Liquidität

Das Geschäftsmodell der paragon AG erfordert eine laufende Verfügbarkeit von liquiden Mitteln in hinreichendem Ausmaß. Die Liquidität ist darüber hinaus eine wichtige betriebswirtschaftliche Kenngröße zur vergleichenden Beurteilung der Geschäftssituation eines Unternehmens durch Dritte. Zudem wird die mittel- und langfristige Liquiditätsplanung zur Bedienung von Zinslast und Tilgungsleistungen von Fremdkapitalgebern laufend überprüft. Schließlich trägt die Liquiditätsplanung der Gesellschaft zur internen Steuerung der Bilanzstruktur bei.

Die freie Liquidität umfasst alle Finanzierungsmittel, die innerhalb des paragon Konzerns zur Verfügung stehen und nicht zweckgebunden sind. Nach Definition der Gesellschaft ist die aktuelle Nettoverschuldung demnach in der Weise zu ermitteln, dass die zinstragenden Verbindlichkeiten um die freie Liquidität gekürzt werden.

Die freie Liquidität hat sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:

In TEUR 2016 2015
Freie Liquidität 17.324 13.840

Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote wird vom Vorstand als interner Indikator für die Steuerung der Kapitalstruktur verwendet. Die kapitalintensive Wachstumsstrategie der Gesellschaft erfordert in der aktuellen Entwicklungsphase einen vergleichsweise hohen Fremdkapitalanteil, um eine angemessene Rentabilität des von den Aktionären eingesetzten Eigenkapitals zu gewährleisten (Leverage-Effekt). Die Eigenkapitalquote ist Gegenstand der laufenden Prognose des Vorstands und spiegelt den jeweils aktuellen Stand des Investitionszyklus beim Aufbau der neuen Geschäftsbereiche Karosserie-Kinematik und Elektromobilität wider. Langfristig sieht der Vorstand eine Eigenkapitalquote von etwa 30% als optimal an.

Die Eigenkapitalquote hat sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:

In Prozent 2016 2015
Eigenkapitalquote 30,0 21,0

Finanzmanagement

Das Finanzmanagement der Gesellschaft beinhaltet kein eigenständiges Zielsystem. Vielmehr nutzt der Vorstand das interne Finanzmanagement zur betriebswirtschaftlichen Planung und Kontrolle der Umsetzung seiner Wachstumsstrategie. In diesem Zusammenhang wird eine umfassende revolvierende Finanzplanung auf Basis der Absatzplanung betrieben, aus der sich dann jeweils die Investitions- und Liquiditätsplanung ableitet. Neben den einzelnen Geschäftsbereichen werden die rechtlichen Unternehmenseinheiten betrachtet und monatlich auf Konzernebene konsolidiert. Die Einführung von Microsoft Dynamics AX als konzernweit einheitliches ERP-System soll in diesem Zusammenhang den weiteren Ausbau zu einer integrierten Finanzplanung erleichtern. So wird die strategische und operative Unternehmenssteuerung von einem fokussierten Finanzmanagement unterstützt.

Dividendenpolitik

Der Vorstand hat in den letzten Jahren eine Dividendenpolitik entwickelt, die dem strategischen Unternehmensziel des ertragreichen Wachstums gerecht werden soll. Damit soll einerseits den paragon-Aktionären die Wertsteigerung ihrer Anteile durch Dividendenzuflüsse ermöglicht werden, um einen Anreiz für langfristige Investitionsentscheidungen zu setzen. Andererseits soll gerade in der kapitalintensiven Wachstumsphase des Unternehmens die Eigenkapitalausstattung nicht belastet werden. Daher werden Unternehmensgewinne weitgehend thesauriert. Nach Abschluss der dynamischen Wachstumsphase hält der Vorstand daher eine Auszahlungsquote im Bereich von 20% bis 40% des im HGB-Einzelabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinns der paragon AG für angemessen.

Für das Berichtsjahr schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Zahlung von 0,25 Euro (Vorjahr: 0,25 Euro) je gewinnberechtigter Aktie vor. Bei einem Bilanzgewinn der paragon AG in Höhe von 1.379.069,79 Euro (Vorjahr: 2.450.399,87 Euro) entspricht das einer Auszahlungsquote von rund 82 % (Vorjahr: rund 42 %).

Vergütungsbericht des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesellschaft fühlt sich im Rahmen ihrer Berichterstattung der Transparenz in einem hohen Maße verpflichtet. Dies gilt auch im Bereich der Vorstandsvergütung, die mit allen ihren Komponenten und zudem individualisiert im Vergütungsbericht uneingeschränkt offengelegt und erläutert wird. Daher haben sich Vorstand und Aufsichtsrat dazu entschlossen, die zur Darstellung der Vorstandsvergütung vorgesehenen Mustertabellen der Regierungskommission Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) im Vergütungsbericht zu verwenden.

Vorstandsvergütung

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands setzt sich aus einer jährlichen Festvergütung, Nebenleistungen sowie einer einjährigen variablen Vergütung zusammen. Für den variablen Vergütungsanteil ist eine Deckelung (Minimum/Maximum) nicht vorgesehen. Ein mehrjähriger variabler Vergütungsanteil wurde nicht vereinbart. Schließlich umfasst die Gesamtvergütung noch einen Versorgungsaufwand nach IAS 19. Dieser wird gem. DCGK als Bestandteil der Gesamtvergütung mit aufgenommen, auch wenn es sich dabei nicht um eine neu gewährte Zuwendung im engeren Sinne handelt, sondern eine Entscheidung des Aufsichtsrats in der Vergangenheit weiterwirkt.

Die Gesamtvergütung des Vorstands enthält Gehälter und kurzfristige Leistungen in Höhe von TEUR 1.235 (Vorjahr: TEUR 1.342) und umfasst feste Bestandteile in Höhe von TEUR 855 (Vorjahr: TEUR 851) sowie variable Bestandteile in Höhe von TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 489). Die wesentlichen variablen Vergütungsbestandteile orientieren sich am EBITDA nach IFRS und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Aufwendungen im Zusammenhang mit anteilsbasierten Vergütungen sind im Berichtsjahr nicht angefallen (Vorjahr: TEUR 0). Der Versorgungsaufwand beträgt TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2).

Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Berichtsjahr gewährten Zuwendungen der Mitglieder des Vorstands:

Gewährte Zuwendungen Klaus Dieter Frers Dr. Stefan Schwehr
Angaben in Euro Vorstandsvorsitzender Eintrittsdatum: 11. April 1988 Vorstand Elektronik Eintrittsdatum: 1. April 2014
2016 2015 2016 2015
Festvergütung 600.000,00 600.037,56 200.000,00 200.000,00
Nebenleistungen 44.421,00 42.421,00 9.209,28 8.687,87
Summe 644.421,00 642.458,56 209.209,28 208.687,67
Einjährige variable Vergütung * 334.663,53 429.000,00 45.336,47 60.530,00
Summe 979.084,53 1.071.458,56 254.545,75 269.217,67
Versorgungsaufwand 1.789,56 1.789,56 0,00 0,00
Gesamtvergütung 980.874,09 1.073.248,12 254.545,75 269.217,67

* Eine Deckelung (Minimum/Maximum) ist nicht vorhanden.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die im Berichtsjahr zugeflossenen Zuwendungen der Mitglieder des Vorstands:

Zufluss Klaus Dieter Frers Dr. Stefan Schwehr
Angaben in Euro Vorstandsvorsitzender Eintrittsdatum: 11. April 1988 Vorstand Elektronik Eintrittsdatum: 1. April 2014
2016 2015 2016 2015
Festvergütung 600.000,00 600.037,56 200.000,00 200.000,00
Nebenleistungen 44.421,00 42.421,00 9.209,28 8.687,87
Summe 644.421,00 642.458,56 209.209,28 208.687,67
Einjährige variable Vergütung * 426.360,00 315.960,00 60.530,00 38.497,50
Summe 1.070.781,00 958.418,56 269.217,67 247.185,17
Versorgungsaufwand 1.789,56 1.789,56 0,00 0,00
Gesamtvergütung 1.072.570,56 960.208,12 269.217,67 247.185,17

* Eine Deckelung (Minimum/Maximum) ist nicht vorhanden.

Die paragon AG hat Aufwendungen für die Zuführung von Pensionsrückstellungen an Herrn Klaus Dieter Frers i. H.v. TEUR 429 (Vorjahr: TEUR 205).

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird satzungsgemäß von der Hauptversammlung festgelegt und besteht aus einer festen Vergütung. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält TEUR 60 und die restlichen Aufsichtsratsmitglieder jeweils TEUR 30 pro Geschäftsjahr.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Berichtsjahr eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 120 erhalten (Vorjahr: TEUR 120).

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder:

Angaben In TEUR Prof. Dr. Lutz Eckstein Vorsitzender des Aufsichtsrats Hermann Börnemeier Walter Schäfers
2016 2015 2016 2015 2016 2015
Festvergütung 60 60 30 30 30 30
Gesamtvergütung 60 60 30 30 30 30

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds ("IWF") wies bereits in seinem im Oktober 2016 veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick 1 auf insgesamt verhaltene Aussichten für die Weltwirtschaft hin. Diese resultieren insbesondere aus der gestiegenen Unsicherheit über die notwendigen globalen wirtschaftspolitischen Anpassungen infolge der "Brexit"-Entscheidung, des unerwartet schwachen Wirtschafswachstums in den USA sowie der chinesischen Konjunkturprogramme.

Der IWF geht von einer Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums auf 3,1% im Jahr 2016 aus. Demnach haben die entwickelten Volkswirtschaften mit 1,6% insgesamt nur unterdurchschnittlich zum Wachstum beigetragen, während 4,2% auf Schwellenländer entfielen.

Im Einzelnen wird das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 in den USA auf 1,6%, in Europa auf 1,7%, in Deutschland auf 1,7% und in China auf 6,7% geschätzt.

Die deutsche Wirtschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz des zunehmend eingetrübten konjunkturellen Umfelds als weitgehend robust erwiesen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ("Destatis") 2 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal 2016 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,2% gestiegen, nach einer Steigerung um 1,5% im dritten Quartal, um 3,2% im zweiten Quartal und 1,5% im ersten Quartal. Die für die Automobilindustrie wichtigen privaten Konsumausgaben trugen auch im vierten Quartal mit einem bereinigten Wachstum von 0,8% überproportional zu den positiven Impulsen bei, nach 0,8% im dritten Quartal, 1,5% im zweiten Quartal und 1,1% im ersten Quartal.

Als Zulieferer für die Automobilindustrie erwirtschaftete paragon im Geschäftsjahr 2016 den Großteil seiner Umsatzerlöse mit Automobilherstellern, insbesondere im Premium-Segment, in Deutschland und der Europäischen Union. Diese wiederum verkaufen die von ihnen produzierten Fahrzeuge weltweit. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist für paragon damit insofern von Bedeutung, als sie sich auf die Absatzchancen der von ihr belieferten Automobilhersteller und damit auch indirekt auf die Nachfrageentwicklung der privaten Konsumenten nach den Produkten von paragon auswirkt.

Marktentwicklung 2016

Entsprechend dem allgemeinen konjunkturellen Verlauf hat sich auch die Automobilindustrie im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt. Ursprünglich wurde vom Verband der Automobilindustrie mit einem globalen Wachstum 3 des Automobilmarktes von 2% auf 78,1 Mio. Einheiten bei leicht abgeschwächter Wachstumsdynamik der drei größten Teilmärkte USA, Europa und China gerechnet. Die Prognose wurde aufgrund des guten Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr Anfang Juli auf rund 3% Wachstum erhöht. 4

1 https://www.imf.org/external/pubs/ft/weo/2016/02/pdf/text.pdf
2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 23. Februar 2017 - 062/17
3 VDA Pressemitteilung vom 1. Dezember 2015: Deutsche Automobilindustrie steigert 2015 Absatz, Umsatz, Produktion, Export und Beschäftigung
4 VDA Pressemitteilung vom 4. Juli 2016: Deutscher Pkw-Markt wächst kräftig

Entsprechend entwickelte sich der globale Absatzmarkt im abgelaufenen Geschäftsjahr besser als ursprünglich erwartet. Der US-amerikanische Markt profitierte mit insgesamt 17,5 Mio. verkauften Fahrzeugen zu einem erheblichen Anteil von der dynamischen Entwicklung bei den sogenannten Light Trucks. Rund 60% der Neuzulassungen entfielen auf diese Gruppe. Für den chinesischen Markt war insbesondere die seit Oktober 2015 reduzierte Mehrwertsteuer für kleinmotorige Personenkraftwagen bedeutsam. Da der Steuersatz zum Jahreswechsel wieder angehoben wurde, ergab sich am Ende des Berichtsjahrs hier ein Vorzieheffekt. Der europäische Markt profitierte schließlich von der guten Entwicklung auf einigen westeuropäischen Teilmärkten: Italien wuchs um 16%, Spanien um 11%, Frankreich und Deutschland jeweils um 5% und Großbritannien um 2%.

Die Neuzulassungen/Verkäufe von Personenkraftwagen 1 entwickelten sich in den wichtigsten Absatzmärkten wie folgt:

in Mio. Einheiten 2016 2015 Veränderungen
USA 17,5 17,4 0,4%
Europa 15,1 14,2 6,5%
China 23,7 20,1 17,8%

Audi, Volkswagen, Porsche, Daimler und BMW haben als die fünf größten Kunden von paragon im abgelaufenen Geschäftsjahr zusammen weltweit rund 12,3 Mio. Personenkraftwagen (Vorjahr: 11,8 Mio.) verkauft. 2 Das entspricht einem Wachstum dieser Kundengruppe von rund 4,9%. China bleibt mit einem Anteil von über 30% am globalen Gesamtabsatz weiterhin der wichtigste Absatzmarkt für die deutschen Automobilkonzerne. 3

Insgesamt bewegte sich paragon damit auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in einem positiven wirtschaftlichen Umfeld.

1 VDA Pressemitteilung vom 17. Januar 2017: Für die internationalen Automobilmärkte war 2016 ein gutes Jahr
2 Berechnet anhand der jeweiligen Angaben aus den Pressemitteilungen der Automobilhersteller
3 FAKTEN-REPORT 2016, Automobilwoche, Dezember 2016.

Geschäftsverlauf

Maßgeblich verantwortlich für das Unternehmenswachstum im Geschäftsjahr 2016 war die sehr gute operative Geschäftsentwicklung im Segment Elektromobilität.

in Mio. EUR Elektronik Elektromobilität Mechanik Gesamt
Segmentumsatz mit Dritten 85,3 14,3 3,2 102,8
Segment-EBIT 12,7 -3,7 -0,1 8,9

Das größte Segment Elektronik dominierte mit einem Segmentumsatz von 89,5 Mio. Euro die Konzernaktivitäten. Davon entfielen 85,3 Mio. Euro auf den Umsatz mit Dritten in den Geschäftsbereichen Sensoren, Cockpit und Akustik, was etwa 83,0% des Konzernumsatzes entspricht. Der Umsatz im Geschäftsbereich Sensoren blieb mit 34,6 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 34,6 Mio. Euro). Dies ist insbesondere auf Lebenszykluseffekte bei gleichzeitig steigenden Ausstattungsraten der aktuellen Fahrzeugmodelle mit der neuesten Sensor-Generation von paragon zurückzuführen. Im Geschäftsbereich Cockpit erhöhte sich der Umsatz um 5,5% auf 33,7 Mio. Euro (Vorjahr: 31,9 Mio. Euro), was im Wesentlichen durch den Beginn der Serienproduktion einer neuen Bordinstrumenten-Generation für einen langjährigen Kunden begründet ist. Der Geschäftsbereich Akustik verzeichnete aufgrund gestiegener Ausbringungsmengen der aktuellen Version der Premium-Freisprechmikrofone ein Umsatzwachstum um 5,7% auf 17,0 Mio. Euro (Vorjahr: 16,1 Mio. Euro). Das Segment-EBIT betrug 12,7 Mio. Euro.

Der Segmentumsatz im Segment Elektromobilität in Höhe von 14,3 Mio. Euro wurde vollständig mit Dritten erzielt. Das Segment wird durch die Voltabox-Tochtergesellschaften in Deutschland und USA repräsentiert. Mit einer Steigerung von 92,7% wies dieses Segment die höchste Wachstumsdynamik auf. Der größte Wachstumstreiber war die Serienproduktion von Batteriemodulen für Gabelstapler. Im Geschäftsjahr 2016 trug das Segment 13,9% zum Konzernumsatz bei. Das Segment-EBIT betrug - 3,7 Mio. Euro.

Der Segmentumsatz im Segment Mechanik betrug 60,3 Mio. Euro. Davon entfielen 3,2 Mio. Euro auf den Umsatz mit Dritten im Geschäftsbereich Karosserie-Kinematik, was 3,1% des Konzernumsatzes entspricht. Der um 34,7% rückläufige Segmentumsatz mit Dritten war im Berichtsjahr maßgeblich durch Lebenszykluseffekte bei gleichzeitig mehreren parallel laufenden Serienentwicklungen für das Geschäftsjahr 2017 geprägt. Im Vordergrund dieser Entwicklungstätigkeit standen frei einstellbare Heckspoiler zur Optimierung der Aerodynamik. Das Segment-EBIT betrug - 0,1 Mio. Euro.

Umsatzverteilung

In TEUR 2016 Anteil
in %
2015 Anteil in % Veränderung
in %
Sensoren 34.597 33,7 34.623 36,4 -0,1
Cockpit 33.682 32,8 31.925 33,6 5,5
Akustik 17.001 16,5 16.078 16,9 5,7
Elektromobilität 14.271 13,9 7.404 7,8 92,7
davon:          
Deutschland 10.585 10,3 3.581 3,8 195,6
davon:          
USA 3.686 3,6 3.823 4,0 - 3,6
Karosserie-Kinematik 3.239 3,1 4.960 5,2 - 34,7
Summe 102.790 100,0 94.990 100,0 n. a.

Wesentliche Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des paragon Konzerns war im abgelaufenen Geschäftsjahr maßgeblich von einer steigenden Ausstattungsrate für bestimmte Luftgütesensoren, einer steigenden Ausbringungsmenge von Freisprechmikrofonen der neuesten Generation sowie mehreren Produktionsanläufen von Anzeigeinstrumenten geprägt. Gleichzeitig sank die Produktionsmenge älterer Produktgenerationen im Rahmen ihres Lebenszyklus, wie etwa im Geschäftssegment Mechanik, in welchem die bisherigen Antriebsmotoren für Spoiler mit zwei Positionen durch eine neue Spoiler-Generation ersetzt werden.

Einige der jüngsten Produktinnovationen wurde im Berichtsjahr zur Serienreife gebracht bzw. in die Serienproduktion überführt. Hierzu gehörten neben dem CO 2 -Sensor und dem AQI-Luftverbesserungssystem u. a. auch eine Smartphone-Halterung mit drahtloser Ladefunktion für Motorräder sowie der Antrieb von frei einstellbaren Heckspoilern.

Darüber hinaus veränderte sich die relative Zusammensetzung der Kundenstruktur im Jahresverlauf entsprechend der sukzessiven Umsetzung der Unternehmensstrategie. Maßgeblich hierfür war das deutliche Wachstum des Geschäftssegments Elektromobilität, was insbesondere auf die besonders dynamische Entwicklung im Absatzmarkt für Intralogistik zurückzuführen ist.

Daneben sank der Umsatzanteil mit den fünf größten Kunden im Geschäftssegment Elektronik leicht auf 71% (Vorjahr: 72%), während insgesamt eine weitere Verbreiterung der Kundenbasis in diesem Geschäftssegment durch den Ausbau der Geschäftsaktivitäten mit anderen Kunden zu verzeichnen war. Die unterschiedlichen Modellzyklen der jeweiligen Hersteller bzw. die gewählten Zeitpunkte für Modellpflege und -wechsel haben auf diese Entwicklung zusätzlich beeinflusst.

Schließlich wurden neue Kunden wie die chinesischen Hersteller Chang'an, GAC-Group und Geely im Geschäftssegment Elektronik und Joy Global und KUKA im Geschäftssegment Elektromobilität hinzugewonnen. Der entsprechende Umsatzbeitrag mit neuen Kunden war im Berichtsjahr allerdings noch sehr gering.

Das dynamische Umsatzwachstum im jungen Geschäftssegment Elektromobilität war maßgeblich durch die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in zwei Anwendungsfeldern geprägt. Während im Anwendungsfeld Intralogistik die zunehmende Produktion von Batteriemodulen zum Einbau in Gabelstapler durch den Kooperationspartner Triathlon Batterien im Vordergrund stand, war die Herstellung von großen Batteriesystemen für den öffentlichen Personennahverkehr weiterhin durch das typische Projektgeschäft mit kommunalen Betreibern von Trolleybussen dominiert.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Der paragon Konzern hat mit einem Umsatzwachstum von 8,2% auf rund 102,8 Mio. Euro (Vorjahr: 95,0 Mio. Euro) die bestehende Wachstumsdynamik auch im Geschäftsjahr 2016 fortgesetzt und die Umsatzprognose von rund 8% Wachstum erreicht. Mit einer Konzern-EBIT-Marge von 8,7% wurde gleichzeitig die Ertragsprognose des Vorstands in Höhe von rund 9% erreicht.

Der Materialaufwand erhöhte sich unterproportional um 4,0% auf 57,7 Mio. Euro (Vorjahr: 55,5 Mio. Euro). Diese Entwicklung ist neben einem veränderten Produkt-Mix in Folge des Aufbaus neuer Geschäftsbereiche insbesondere auf diverse Kostensenkungsmaßnahmen zurückzuführen. Die Materialeinsatzquote verringerte sich entsprechend auf 56,2% (Vorjahr: 58,4%). Die aktivierten Entwicklungsleistungen erhöhten sich um 20,1% auf 15,3 Mio. Euro (Vorjahr: 12,8 Mio. Euro), da erstmals Entwicklungsleistungen in den USA anfielen. Damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2016 ein Rohertrag in Höhe von 60,5 Mio. Euro (Vorjahr: 56,9 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von 58,9% entspricht (Vorjahr: 59,8%).

Der Personalaufwand stieg vor allem durch die Neueinstellungen im Zusammenhang mit dem operativen Wachstum in den neuen Geschäftssegmenten Elektromobilität und Mechanik sowie in Konzern-Zentralfunktionen überproportional um 11,2% auf 29,2 Mio. Euro (Vorjahr: 26,3 Mio. Euro). Die Personalaufwandsquote erhöhte sich entsprechend leicht auf 28,5% (Vorjahr: 27,7%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit 15,2 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 16,3 Mio. Euro. Dies ist insbesondere auf den Entfall von Mietkosten für das Gebäude in der Artegastraße infolge des Erwerbs zurückzuführen. Damit erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 13,2% auf 16,1 Mio. Euro (Vorjahr: 14,2 Mio. Euro), was einer EBITDA-Marge von 15,7% entspricht (Vorjahr: 15,0%).

Nach planmäßig leicht erhöhten Abschreibungen von 7,1 Mio. Euro (Vorjahr: 6,3 Mio. Euro) stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor dem Hintergrund der um 1,1 Mio. Euro geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 14,4% auf 8,9 Mio. Euro (Vorjahr: 7,8 Mio. Euro). Die EBIT-Marge erhöhte sich damit auf 8,7% (Vorjahr: 8,2%).

Trotz eines infolge gesunkener Finanzerträge und höherer Finanzierungsaufwendungen reduzierten Finanzergebnisses in Höhe von -3,2 Mio. Euro (Vorjahr: - 2,8 Mio. Euro) stieg das Ergebnis vor Steuern (EBT) damit auf 5,8 Mio. Euro (Vorjahr: 5,0 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung höherer Ertragsteuern von 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) erwirtschaftete der paragon Konzern im Berichtszeitraum ein Konzernergebnis in Höhe von 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,84 Euro (Vorjahr: 0,83 Euro).

Vermögenslage

Die Vermögenswerte der paragon AG haben sich zum Bilanzstichtag hauptsächlich durch die Aktivierung von Entwicklungskosten, die Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital Anfang des vierten Quartals, die Erweiterung des Gebäudes in der Artegastraße und die Erweiterung der Produktionsanlagen am Standort Delbrück sowie durch höhere Vorräte infolge der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten deutlich auf 115,6 Mio. Euro erhöht (31. Dezember 2015: 92,6 Mio. Euro).

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen auf 75,8 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 59,7 Mio. €). Grund für diesen Anstieg sind neben der Investitionstätigkeit in das Sachanlagevermögen im Zusammenhang mit dem Aufbau der neuen Geschäftssegmente in Höhe von 7,7 Mio. Euro (Vorjahr: 19,6 Mio. Euro) insbesondere höhere aktivierte Entwicklungskosten aufgrund einer Vielzahl von Neuprojekten im Berichtsjahr in Höhe von 15,3 Mio. Euro (Vorjahr: 12,8 Mio. Euro). Diese bezogen sich mit jeweils rund 40% überwiegend auf die Segmente Elektronik und Elektromobilität. Der Vorstand hatte infolge der Barkapitalerhöhung seine ursprüngliche Prognose für das Investitionsvolumen im Berichtsjahr von rund 14 Mio. Euro am 18. November 2016 auf rund 20 Mio. Euro erhöht.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich auf 39,7 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 32,9 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die infolge der Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital Anfang des vierten Quartals erhöhten flüssigen Mittel in Höhe von 14,3 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 8,5 Mio. Euro) zurückzuführen. Darüber hinaus erhöhte sich der Vorratsbestand auf 13,7 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 11,2 Mio. Euro) als Folge der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten. Schließlich reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag auf 8,4 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 10,4 Mio. Euro). Dies ist auf Forderungsverkäufe der Gesellschaft zurückzuführen.

Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten verringerten sich um 1,1 Mio. Euro auf 44,9 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 46,0 Mio. Euro), was neben höheren latenten Steuern im Wesentlichen auf die Abnahme der langfristigen Darlehen auf 20,4 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 23,8 Mio. Euro) infolge von Tilgungen in Höhe von 3,8 Mio. Euro zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich dagegen deutlich auf 36,0 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 27,1 Mio. Euro). Neben dem Anstieg kurzfristiger Darlehensverbindlichkeiten auf 12,4 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 8,7 Mio. Euro) aufgrund einer Erhöhung von Kontokorrentlinien ist diese Entwicklung insbesondere durch höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 16,4 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 10,7 Mio. Euro) infolge der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten begründet.

Das Eigenkapital der paragon AG erhöhte sich um 78,7% auf 34,7 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 19,4 Mio. Euro). Neben der Erhöhung des Gewinnvortrags auf 12,9 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 10,5 Mio. Euro) ist dies insbesondere auf die infolge der Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital Anfang des vierten Quartals auf 15,2 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 2,5 Mio. Euro) erhöhte Kapitalrücklage zurückzuführen. Vor dem Hintergrund der damit deutlich erhöhten Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag erwartungsgemäß auf 30,0% (31. Dezember 2015: 21,0%).

Cashflow

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Berichtszeitraum auf 16,8 Mio. Euro (Vorjahr: 12,9 Mio. Euro). Neben dem höheren Ergebnis vor Steuern (EBT) ist dies insbesondere einer geringeren Zunahme der Vorräte, einer Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie höheren Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens geschuldet.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit reduzierte sich im Berichtszeitraum um 28,4% auf 23,2 Mio. Euro (Vorjahr: 32,3 Mio. Euro). Diese Entwicklung resultiert aus der deutlichen Abnahme der Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen um 60,7% auf 7,7 Mio. Euro (Vorjahr: 19,6 Mio. Euro), während die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte um 16,7% auf 14,4 Mio. Euro zunahmen (Vorjahr: 12,3 Mio. Euro).

Der Finanzmittelbestand erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 14,3 Mio. Euro (Vorjahr: 8,5 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf die Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital Anfang des vierten Quartals zurückzuführen ist.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr planmäßig entwickelt. Die Ertragslage hat im Wesentlichen vom Umsatzwachstum im Segment Elektromobilität profitiert. Darüber hinaus trugen insbesondere die deutlich erhöhten aktivierten Entwicklungsleistungen und die reduzierten sonstigen betrieblichen Aufwendungen vor dem Hintergrund der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten im Konzern zur Verbesserung der Ertragslage bei. Entsprechend wurde die Vermögenslage insbesondere durch die deutliche Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte bei gleichzeitigem Anstieg des Eigenkapitals infolge der Barkapitalerhöhung beeinflusst, während sich die Finanzlage zum Bilanzstichtag infolge des Barmittelzuflusses verbesserte.

Chancen- und Risikobericht

Zur Ermittlung von Chancen und Risiken in der Unternehmensentwicklung hat paragon ein umfangreiches Risikomanagementsystem etabliert. In regelmäßig erstellten Risikoberichten aus allen Unternehmensbereichen wird die Unternehmensführung über Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Schadenshöhe der Risiken informiert. Die Risikoberichte enthalten eine Einschätzung zu den Risiken sowie Vorschläge für entsprechende Gegenmaßnahmen. Zu den Risikomanagementzielen und -methoden in Bezug auf die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten verweisen wir auf die Angaben im Anhang (Note 38).

Chancenbericht

Chancen

Der Verband der Automobilindustrie erwartet für das Geschäftsjahr 2017 ein weiteres Absatzwachstum der deutschen Automobilhersteller. Vor diesem Hintergrund ergeben sich Chancen für paragon in den Geschäftssegmenten Elektronik und Mechanik. Der Vorstand verfolgt bereits seit Jahren das Ziel, den Umsatzanteil pro Fahrzeug zu erhöhen, indem etwa die Ausstattungsraten bei bestehenden Kunden steigen, international Neukunden für bestehende Produkte gewonnen werden und innovative Produkte mit einem höheren Wertschöpfungsanteil entwickelt werden. Beispiele hierfür aus dem Geschäftsjahr 2016 sind etwa die neuartigen CO 2 -Sensoren und das Luftverbesserungssystem AQI, das einzigartige Gurtmikrofon beltmic® oder der weltweite Erstanlauf einer Smartphone-Halterung mit drahtloser Ladefunktion für Motorräder im zweiten Quartal sowie die im vierten Quartal neu gewonnenen chinesischen Kunden.

Darüber hinaus werden aktuell zahlreiche neue Produktinnovationen aus dem Geschäftssegment Elektronik intensiv vermarktet. Aufgrund ihrer strategischen Positionierung kann die paragon AG künftig von Veränderungen in der automobilen Wertschöpfungskette profitieren, die vom Megatrend rund um die Konnektivität ausgelöst werden. Die Boston Consulting Group wies in einer gemeinsam mit dem Weltwirtschaftsforum im Juli 2016 veröffentlichten Studie 1 darauf hin, dass weltweit etwa 43% der Konsumenten eine zusätzliche Prämie für autonom fahrende Autos zahlen würden. Eine im September 2016 veröffentlichte Studie 2 des Beratungsunternehmens pwc strategy& schätzt das weltweite Umsatzpotenzial rund um das vernetzte Auto im Jahr 2022 bereits auf ca. 156 Mrd. US-Dollar.

1 https://www.bcgperspectives.com/Images/BCG-Self-Driving-Vehicles-Robo-Taxis-and-the-Urban-Mobility-Revolution_tcm80-214440.pdf
2 http://www.strategyand.pwc.com/media/file/Connected-car-report-2016.pdf

Im Ergebnis bestehen für paragon insbesondere mittelfristig folgende Chancen:

Aus dem Geschäftsmodell der eigenständigen Entwicklung von Produktinnovationen können sich im Geschäftssegment Elektronik aufgrund des dynamischen Technologiewandels rund um den Megatrend Konnektivität strategische Wettbewerbsvorteile für paragon ergeben (Pioniergewinn).

Der Fokus bei der Entwicklung von Produktinnovationen verschiebt sich in den Geschäftssegmenten Elektronik und Mechanik zunehmend von der Komponentenebene auf die Systemebene. Dadurch kann paragon sukzessiv seinen Wertschöpfungsanteil pro Fahrzeug erhöhen.

Durch die weltweit hohe Luftverschmutzung hoch frequentierter, urbanisierter Gebiete kann paragon insbesondere mit dem in Entwicklung befindlichen Partikelsensor DUSTDETECT© künftig von potenziell höheren Ausstattungsraten von Luftgütesensoren in Personenkraftwagen profitieren. Feinstaubpartikel (PM2.5) können bis in die Lungenbläschen gelangen. Aus ihrer geringen Größe resultiert ferner eine lange Verweilzeit in der Atmosphäre und eine hohe atmosphärische Transportdistanz. Daher gewinnen politische Strategien zur Reduzierung von Gesundheitsschäden der Bevölkerung durch Luftverschmutzung international immer mehr an Bedeutung.

Der chinesische Markt für Automobile hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit rund 23,7 Millionen Neuzulassungen zum größten regionalen Absatzmarkt entwickelt. Im Geschäftsjahr 2017 wird ein weiteres Absatzwachstum von rund 6,5% erwartet. Durch die paragon Automotive Kunshan Co., Ltd. ist paragon mit einer eigenen Produktionsstätte vor Ort vertreten, die aktuell über 21 Mitarbeiter und eine Produktionsfläche von rund 2.600 qm verfügt. Der aktuelle Fünf-Jahres-Plans (2016-2020) der chinesischen Regierung sieht u. a. konkrete Ziele zur deutlichen Reduzierung der Luftverschmutzung vor. Die chinesische Automobilindustrie zählt inzwischen weltweit zu den größten Wachstumstreibern für die schnelle Verbreitung ressourcenschonender Technologien. Für paragon besteht daher auf dem chinesischen Automobilmarkt mittelfristig ein besonders hohes Absatzpotenzial, wenn chinesische Automobilhersteller als Neukunden für Luftgütesensoren mit hohen Ausstattungsraten und Absatzzahlen gewonnen werden können.

Darüber hinaus ergeben sich für paragon im Geschäftssegment Elektromobilität große Chancen aus weiteren Anwendungsmöglichkeiten für die von den Voltabox-Tochtergesellschaften entwickelten Lithium-Ionen-Batteriesysteme. Der Megatrend Elektromobilität hat in einzelnen Teilmärkten für Investitionsgüter - wie Trolleybusse des öffentlichen Personennahverkehrs, in der Intralogistik eingesetzte Gabelstapler und fahrerlose Transportsysteme in der vernetzten Produktion sowie im Untertageabbau eingesetzte Minenfahrzeuge - bereits zu ersten Anwendungen geführt. paragon kann hier mithilfe starker Kooperationspartner von den Substitutionseffekten partizipieren, die für die Anwender aus den ökonomischen Vorteilen gegenüber den bisher verwendeten Blei-Säure-Batterien oder Dieselaggregaten resultieren. In diesen schnell wachsenden Teilmärkten besteht für paragon die Chance, den relativen Marktanteil innerhalb kurzer Zeit signifikant zu steigern und somit eine jeweils führende Marktposition zu besetzen.

Die Nischenstrategie einer Diversifikation bietet mittelfristig auch große Absatzchancen in weiteren Teilmärkten, sobald dort ähnliche Substitutionseffekte einsetzen. Hierzu gehören etwa land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge, Nutzfahrzeuge der öffentlichen Versorgung und Entsorgung sowie Fahrzeuge und Maschinen des Baugewerbes, Vorfeldfahrzeuge an Flughäfen, etc. Entscheidend hierfür sind regelmäßig die besonders hohen Anforderungen der Anwender an die Leistungskraft, Sicherheit und Zuverlässigkeit der von den Voltabox-Tochtergesellschaften entwickelten Lithium-Ionen-Batteriesysteme.

Schließlich hat paragon mit Starterbatterien für Motorräder bereits ein erstes Segment des weltweiten Marktes für konventionell und hybrid angetriebene Fahrzeuge erschlossen. Eine frühe Marktbesetzung bietet auch hier die Chance, an der weiteren Marktdurchdringung von Lithium-Ionen-Batterien in diesem sehr großen Markt überproportional teilzuhaben. Im Rahmen des globalen Pkw-Massenmarktes besteht für paragon darüber hinaus die Chance, das Segment der modernen 48V-Lithium-Ionen Batteriesysteme für Hybrid-Pkws frühzeitig besetzen zu können.

Gesamtwürdigung der Chancenlage

Durch die regelmäßige und strukturierte Überwachung der Chancen im paragon Konzern und auf den relevanten Absatzmärkten sowie die interne barrierefreie Kommunikation auf den verschiedenen Führungsebenen ist die Unternehmensführung in der Lage, Chancen für den Konzern zu identifizieren. Die konsequente Nutzung von Geschäftschancen in Form von Planungsanpassungen kann einen erheblichen positiven Beitrag zur strategischen und operativen Absicherung des Unternehmenserfolgs leisten. Zum Ende des Geschäftsjahres 2016 wurden sowohl externe als auch interne Chancen identifiziert, die im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich unverändert bestehen.

Die Bedeutung der aufgezeigten Chancen sowie die daraus resultierenden positiven Auswirkungen auf die für das Geschäftsjahr 2017 prognostizierten finanziellen Leistungsindikatoren - und somit auf die kurzfristige Entwicklung des paragon Konzerns insgesamt - wird zusammenfassend als gering eingestuft. Der Vorstand erwartet daher die im Prognosebericht erläuterte, positive Entwicklung des Geschäftsverlaufs.

Risikobericht

Risikomanagement

Im Rahmen einer risikoorientierten Unternehmensführung nutzt paragon ein umfassendes Risikomanagementsystem.

Risiken werden im paragon Konzern nicht nur als den Bestand des Unternehmens gefährdende, sondern auch als den Geschäftserfolg beeinflussende Aktivitäten, Ereignisse und Entwicklungen definiert. Besondere Berücksichtigung finden dabei Risiko-Konzentrationen, z. B. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden, Lieferanten, Produkten oder Ländern. Bei den wesentlichen Risiken werden gegenseitige Abhängigkeiten und Einflussnahmen berücksichtigt, da sich einzelne Risiken gegenseitig verstärken können oder es zwischen ihnen zu Kompensationseffekten kommen kann. Darüber hinaus werden auch Chancen unter dem Risiko-Begriff subsumiert. Wir verstehen unter Geschäftserfolg messbare Größen, wie z.B. den Umsatz und das EBIT. In den Auswertungen der jeweiligen Prozesseigner werden die Risiken deshalb in diesen Größenordnungen dargestellt. Zur Risikobewertung wird immer das Ergebnisrisiko zugrunde gelegt. Ein Risiko ist die Möglichkeit, dass eine Bedrohung unter Ausnutzung einer Schwachstelle Schaden an einem Objekt oder den Verlust eines Objektes und damit direkt oder indirekt einen Schaden verursachen kann. Ziel ist es, auch diese Risiken zu erkennen und zu bewerten, um auf dieser Basis geeignete und angemessene Sicherheitsmaßnahmen auswählen zu können.

Risiken sind eine Funktion folgender Parameter:

Wert der bedrohten Objekte (Schadensausmaß),

Möglichkeit, eine Schwachstelle durch eine Bedrohung auszunutzen,

Eintrittswahrscheinlichkeit einer Bedrohung,

bereits existierende oder geplante Sicherheitsmaßnahmen, die dieses Risiko reduzieren könnten.

Strategische Unternehmensführung und Risikomanagement

Zielsetzung des Risikomanagements ist es, den Fortbestand des Unternehmens, d.h. seine zukünftige Entwicklung und Ertragskraft zu sichern, sowie die Risiken zu reduzieren, die eine Verletzung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der verwendeten oder enthaltenen Informationen und Daten im Rahmen der Ausführung von Tätigkeiten zur Folge haben. Aufgabe des Risikomanagements ist es auch, Abweichungen von den Unternehmenszielen und somit das Verlassen des vorgezeichneten Rahmens frühzeitig anzuzeigen, um ein rechtzeitiges Gegensteuern zu ermöglichen. Die risikopolitischen Leitsätze hierzu sind im Risikohandbuch definiert.

Die konzernweite Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand. Das Risikomanagement der jeweiligen Standorte wird durch regelmäßige (Video- und Telefon-) Besprechungen mit den jeweiligen leitenden Führungskräften ausreichend abgedeckt und gesichert. Der Vorstand informiert sich so direkt und die entsprechenden Risiken werden durch den Vorstand kontinuierlich überwacht und gesteuert. Auch in Risikofeldern, in denen eine Quantifizierung nicht möglich oder sinnvoll ist, wird daran gearbeitet, Risikofaktoren zu identifizieren.

Zentrales Risikomanagement

Eine wichtige Rolle im Risikomanagement- und Steuerungsprozess kommt dem zentralen Risikomanagement zu. Im Rahmen der Verantwortung für die Risikosituation des Unternehmens überträgt der Vorstand die Aufgabe der Durchführung der permanenten Risikomanagement-Aktivitäten an das zentrale Risikomanagement. Die Zuständigkeit für das zentrale Risikomanagement liegt beim Leiter Controlling. Das zentrale Risikomanagement von paragon hat die Aufgabe, sämtliche Risikomanagementfunktionen des dezentralen Risikomanagements zu koordinieren, die Risikoanalysen auszuwerten und zum Risiko-Reporting zu verdichten, sowie das Risikomanagement-System weiterzuentwickeln. Das zentrale Risikomanagement bestimmt die Berichtszyklen und definiert, gemeinsam mit dem Vorstand die Schwellenwerte für die Risiken, bei deren Überschreiten ein Risikocontrolling-Bericht außerhalb der obligatorischen Berichtspflichten erstellt werden muss. Sowohl die Schwellenwerte als auch die Berichtszyklen orientieren sich an der Relevanz der Risiken.

Das zentrale Risikomanagement unterstützt die dezentralen Risiko-Manager bei der Erstellung der Risikoanalysen und überprüft deren Rücklauf und Plausibilität. Es fasst die einzelnen Risikoberichte in einem gemeinsamen Dokument zusammen. Somit können Wechselwirkungen zwischen den Risiken analysiert und die Gesamtrisiko-Situation des paragon Konzerns erfasst, bewertet und kommentiert werden. Diese Zusammenfassung wird als Risiko-Reporting bezeichnet. Dieser Aufgabe wird besondere Bedeutung beigemessen, da die Zielsetzung eines integrierten Risikomanagement-Systems die ganzheitliche Betrachtung der Risikosituation eines Unternehmens ist. Das Risiko-Reporting dient als Basisinformation für die Aussagen zur Risikosituation des paragon Konzerns im Lagebericht.

Gemeinsam mit den dezentralen Risiko-Managern werden neue Risikobewältigungsmaßnahmen entwickelt bzw. bereits existierende angepasst.

Dezentrales Risikomanagement

Das dezentrale Risikomanagement ist im paragon Konzern in den Fachbereichen bzw. Standorten angesiedelt. Die Bereichs- und Prozessverantwortlichen als dezentrale Risiko-Manager sind zuständig und verantwortlich für Risikomanagement in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen. Das dezentrale Risikomanagement berichtet im Rahmen des Risiko-Controllings über die Entwicklung der Risiken in diesen Bereichen. Jeweils zum Berichtszyklus-Termin ist von den dezentralen Risikomanagern die Analyse der Risiken zu erstellen, für die sie verantwortlich sind. Dabei liegt der Fokus auf der Beschreibung der zu erwartenden Entwicklung des Risikos. In Abhängigkeit davon sind Maßnahmen zur künftigen Risikobewältigung oder der Verbesserung vorhandener Bewältigungsmaßnahmen zu entwickeln und als Vorschlag zur Umsetzung in den Controlling-Bericht aufzunehmen. Die Entscheidung über die Umsetzung obliegt dem Vorstand. Daneben ist der Vorstand während des gesamten Jahres unverzüglich über eingetretene Risiken zu informieren (sogenanntes Ad-hoc-Risiko-Reporting). Gemäß Vorstandsbeschluss finden keine Regelmeetings unter Teilnahme aller dezentralen Risikomanager mehr statt. Vielmehr werden Einzelgespräche mit den dezentralen Risikomanagern geführt.

Risiko-Monitoring

Das Risiko-Monitoring ist Aufgabe des dezentralen und des zentralen Risikomanagements. Dazu werden für die kritischen Erfolgsfaktoren Frühwarnindikatoren vom dezentralen Risikomanager definiert. Aufgabe des zentralen Risikomanagements ist die Überwachung der definierten Frühwarnindikatoren. Sobald die definierten Schwellenwerte erreicht werden, wird ein Risiko-Reporting vom dezentralen Risikomanager erstellt, d.h. eine Prognose der zu erwartenden Auswirkungen des Risikoeintritts für paragon. Diese Prognosen sollen durch Szenario-Analysen ergänzt werden, die unterschiedliche Datenkonstellationen berücksichtigen. Das Risiko-Monitoring dient so als eine Art Wissensverstärker für Managemententscheidungen, da versucht wird, die Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Unternehmensentwicklung bzw. Risikosituation zu reduzieren.

Anhand dieser Informationen und der Maßnahmenvorschläge der dezentralen Risiko-Manager sowie des zentralen Risikomanagements entscheidet der Vorstand, ob und in welchem Umfang Maßnahmen zur Risikobewältigung zu ergreifen sind oder ob eine Anpassung der Unternehmensziele erforderlich ist. Sowohl die Verfolgung der Frühwarnindikatoren, die Überwachung der zugehörigen Schwellenwerte als auch die Durchführung der Szenario-Analysen obliegt dem dezentralen Risikomanagement.

Risiko-Reporting

Der monatliche Bericht an den Vorstand enthält alle im Berichtsmonat neu aufgenommenen Risiken sowie die Risiken, deren Veränderungen zum Vormonat größer gleich 50% betragen haben.

Für Risiken, die eine Veränderung von 100% oder mehr im Vergleich zum Vormonat aufweisen, besteht eine ad-hoc-Berichtspflicht an den Vorstand durch das zentrale Risikomanagement und eine Berichtspflicht des Vorstandes innerhalb der folgenden 24 Stunden nach Kenntniserlangung des Risikos an den Aufsichtsrat.

Die von paragon im Rahmen des Risiko-Monitoring laufend analysierten Risiken lassen sich folgenden Risiko-Kategorien zuordnen, die jeweils in Einzelrisiken unterteilt werden:

Strategische und Umfeld-Risiken

Marktrisiken

Operative Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken

Management- und Organisationsrisiken

Insgesamt waren zum Ende des Berichtsjahres im paragon Konzern 25 Einzelrisiken erfasst. Von diesen Einzelrisiken war nach Einschätzung der paragon AG keines bestandsgefährdend.

Risiken

Strategische und Umfeld-Risiken

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird wegen ihres möglichen Einflusses auf das Nachfrageverhalten der Konsumenten als Endkunden der Automobilindustrie im Rahmen des Risikomanagementsystems beobachtet. Daraus können sich grundlegende Veränderungen des Angebots- und Nachfrageverhaltens auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten für paragon ergeben. So könnte ein längerfristiger konjunktureller Abschwung, ggf. durch wirtschaftspolitische Maßnahmen einzelner Teilmärkte wie USA oder China ausgelöst, zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen. Insbesondere könnte eine politisch motivierte Abkehr vom regelbasierten internationalen Handelssystem oder dessen Störung durch vereinzelte protektionistische Maßnahmen zu Verwerfungen in der globalen automobilen Wertschöpfungskette führen. Aufgrund der Präsenz des paragon Konzerns mit eigenen Produktionsstandorten in China und den USA sowie des spezifischen Kunden-/ Produktstruktur schätzt der Vorstand das Gesamtrisiko protektionistischer Einflussnahmen auf die Ertragslage als gering ein.

Marktrisiken

Seit Jahren verfügt paragon über eine starke Marktposition als etablierter und innovativer Direktlieferant von deutschen Premiumherstellern der Automobilindustrie. Die drei größten Absatzmärkte China, Westeuropa und USA sind auch im Jahr 2016 weiter gewachsen, in anderen Teilmärkten wie Russland, Brasilien und Japan waren Absatzeinbußen mit unterschiedlicher Dynamik zu verzeichnen. Im Geschäftsjahr 2017 wird sich die Wachstumsdynamik der großen Teilmärkte und damit auch des globalen Absatzmarkts voraussichtlich etwas abschwächen.

Aufgrund seiner spezifischen Kunden-/Produktstruktur konnte paragon im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich schneller als der Markt wachsen. Das führt der Vorstand einerseits darauf zurück, dass die größten Kunden von paragon zu den Gewinnern innerhalb der Branchenentwicklung zählen und darüber hinaus über sehr gute Zukunftsperspektiven verfügen. Die global agierenden deutschen Premiumhersteller Audi, Daimler, BMW und Porsche konnten auch im Geschäftsjahr 2016 erneut Absatzrekorde verzeichnen und sind mit zahlreichen neuen Modellen für das laufende Geschäftsjahr gut positioniert, um diese Entwicklung trotz der sich zuletzt eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter fortzusetzen.

Die enge Bindung an diese zentralen Kunden und die Konzentration auf spezifische Marktnischen prägen die strategische Positionierung von paragon. Die Absatzchancen und -risiken werden über ein umfassendes operatives Vertriebscontrolling bewertet. Feste Bestandteile dieser Systematik sind die Analyse von Markt- und Wettbewerbsdaten, eine rollierende Planung für den kurz- und mittelfristigen Zeitraum sowie regelmäßige Abstimmungsgespräche zwischen Vertrieb, Produktion und Entwicklung. Das vergleichsweise breite Portfolio mit rund 200 einzelnen Produkten dokumentiert die vergleichsweise hohe Unabhängigkeit von einzelnen Produktgruppen und Kunden.

Dennoch könnte der Verlust eines bedeutenden Kunden mittelfristig erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Aufgrund der mehrjährigen Vertragslaufzeit für die einzelnen Baureihen würde sich der Verlust eines zentralen Kunden allerdings frühzeitig ankündigen. Diesem Risiko begegnet paragon durch umfassende Entwicklungsarbeit von Produktinnovationen sowie detaillierte permanente Auftragsbestandsanalysen im Rahmen der Risikofrüherkennung.

Der Innovationsprozess von paragon wird durch eine eigenständige Produktentwicklung unter Berücksichtigung der Interessen und Wünsche der Fahrzeuginsassen als Endkunden geprägt. Es wird also nicht - wie bei vielen Automobilzulieferern üblich - allein auf Anfragen und Lastenhefte der Automobilhersteller gewartet, sondern paragon entwickelt eigene, neuartige Lösungen, die gemeinsam mit Pilotkunden umgesetzt und anschließend einem breiteren Kundenkreis angeboten werden. Weil ein Großteil der automobilen Innovationen zunehmend auf den Bereich Elektronik entfallen, bieten sich für paragon in diesem Geschäftssegment vielfältige Marktchancen. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass eine Produktentwicklung nicht die erwarteten Stückzahlen erreicht oder sich der wirtschaftliche Erfolg geringer oder später als ursprünglich geplant einstellt.

Operative Risiken

In der Gruppe der operativen Risiken stehen für paragon derzeit die Tätigkeiten im Bereich Forschung und Entwicklung, in der Materialwirtschaft und Produktion sowie in der Informationstechnologie im Mittelpunkt der Betrachtung.

Der Markt für Automobilelektrik, -elektronik und -mechatronik unterliegt einem zunehmend dynamischen, technologischen Wandel. Der künftige wirtschaftliche Erfolg von paragon wird daher von der Fähigkeit abhängen, rechtzeitig und kontinuierlich neue, innovative Produkte zu entwickeln und diese erfolgreich im Markt einzuführen. Voraussetzung hierfür ist, dass neue, technologische Entwicklungen rechtzeitig erkannt und zusammen mit den Kunden umgesetzt werden. Sollte paragon zukünftig nicht oder nicht rechtzeitig neue Trends, Kundenanforderungen oder die jeweilige technologische Weiterentwicklung erkennen, umsetzen und neue Produkte entwickeln und die bestehenden Produkte unter entsprechender Beachtung betriebswirtschaftlicher Grundsätze weiter entwickeln oder anpassen können, kann dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Darüber hinaus könnten Entwicklungsaufwendungen verloren sein, wenn die Kunden von paragon anschliessend keine Aufträge für die Serienproduktion erteilen oder die von paragon absetzbaren Stückzahlen deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben. Vor dem Hintergrund des hohen Anteils aktivierter Entwicklungsleistungen in der Bilanz könnte sich eine entsprechende Wertberichtigung der immateriellen Vermögensgegenstände negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.

Im engen Austausch mit den Entwicklungsabteilungen der zentralen Kunden trägt paragon mit vielfältigen Entwicklungsprojekten und neuartigen Lösungen zu automobilen Produktinnovationen bei. Wesentliche Abweichungen von den Projektzielen in zeitlicher und monetärer Hinsicht können Kosten- und Rechtsrisiken (z. B. Vertragsstrafen) nach sich ziehen. Ein laufendes Entwicklungs- und Projektcontrolling soll damit verbundene Risiken begrenzen.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass paragon durch die Nutzung der vorhandenen Vertriebskanäle Zusatzgeschäfte mit neuen Produkten generieren kann. Aber auch neue Kunden wie Chang'an Automobile, GAC-Group und Geely konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr mit eigenen Produktentwicklungen gewonnen werden. Mit kontinuierlichen Investitionen in Maschinen und Anlagen stellt paragon sicher, dass die Produktionsanlagen an allen relevanten Standorten des Konzerns den hohen Anforderungen der Automobilindustrie entsprechen.

Das abgelaufene Geschäftsjahr war von steigenden Preisen für Aluminium, welches für die Produktion von Batteriemodulen verwendet wird, sowie für das Basismaterial zur Herstellung von Leiterplatten geprägt. paragon nutzte den weltweiten Preiswettbewerb auf allen relevanten Beschaffungsmärkten und sicherte durch Rahmenverträge, Jahresvereinbarungen und langfristige Lieferantenbeziehungen einen wesentlichen Teil der Beschaffungspreise ab. Weiterhin bezieht der Konzern mehr als 80% des Einkaufswertes von europäischen Vertragspartnern, der restliche Einkauf erfolgt direkt in Asien und in den USA. Die Zahlungsbedingungen werden vom Vorstand als im Branchenvergleich überdurchschnittlich angesehen. Ganz überwiegende Einkaufswährung ist der Euro, aber zu einem steigenden Anteil (17%) auch der US-Dollar. Durch die erwarteten Umsatzsteigerungen im Geschäftssegment Elektromobilität wird das Einkaufsvolumen in US-Dollar weiterhin deutlich ansteigen. Währungsrisiken entstehen vorwiegend für Beschaffungen in US-Dollar, die für den europäischen Währungsraum bestimmt sind. Diese Risiken werden durch Preisgleitklauseln und weitere geeignete Maßnahmen minimiert.

Durch eine weite Verbreitung der Informationstechnologie (IT) und eine umfangreiche Vernetzung mit Hilfe des Internets steigen IT-Risiken wie der Ausfall von Hardware oder der unbefugte Zugriff auf Daten und Informationen des Unternehmens. Um mögliche Gefahren abzuwenden, hat paragon in Zusammenarbeit mit spezialisierten Dienstleistungsunternehmen moderne Sicherheitslösungen etabliert, die Daten und IT-Infrastruktur schützen. Im Geschäftsjahr 2016 hat das Unternehmen die Modernisierung der IT-Infrastruktur weiter vorangetrieben und weitere Werke an die IT Landschaft in Deutschland angebunden. Hierbei kamen die in den letzten Jahren aufgebauten Server und Systeme zum Einsatz. Dadurch konnten deutliche Synergien in der Zusammenarbeit erzielt werden. Schließlich wurden verschiedene Sicherheitsmaßnahmen etabliert, um das Unternehmen vor Gefahren aus dem Internet (Cyber-Attacken) zu schützen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

In der Gruppe der finanzwirtschaftlichen Risiken beobachtet paragon neben Zinsänderungs-, Liquiditäts- und Währungsrisiken insbesondere Risiken durch Forderungsausfall sowie Bilanzrisiken und steuerliche Risiken.

Zinsänderungsrisiken sind für paragon nahezu bedeutungslos, da für den wesentlichen Teil der langfristigen Verbindlichkeiten derzeit feste Zinssätze vereinbart sind. Vereinbarungen über die Einhaltung von Finanzkennzahlen (Financial Covenants) bestehen mit keinen der finanzierenden Kreditinstitute.

Die Zahlungsfähigkeit sichert die Gesellschaft durch eine umfassende Planung und Kontrolle der Liquidität ab. Diese Planungen werden auf kurz-, mittel- und langfristiger Basis erstellt. Darüber hinaus verfügt paragon über ein konsequentes Debitorenmanagement, um einen zeitnahen Mittelzufluss sicherzustellen. Ein wesentlicher Teil der Forderungen ist zusätzlich über eine Warenkreditversicherung abgesichert. Eine zusätzliche Möglichkeit zur kurzfristigen Finanzierung besteht in der Form von Factoring-Vereinbarungen.

Die Anfang Oktober erfolgreich durchgeführte Barkapitalerhöhung der Gesellschaft hat zu einem Barmittelzufluss in Höhe von rund 13 Mio. Euro geführt und damit die Finanzkraft des Konzerns gestärkt. Die Refinanzierung der begebenen Anleihe Mitte 2018 wird aus heutiger Sicht teilweise aus freien Barmittelzuflüssen erfolgen können. Der Vorstand evaluiert ergänzend alternative Finanzierungsformen.

Die Gesellschaft überwacht mögliche Währungsrisiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite anhand fortlaufend überprüfter Devisenkurserwartungen. Zurzeit setzt paragon keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken ein.

Management- und Organisationsrisiken

In dieser Risikogruppe beobachtet paragon derzeit insbesondere die sich aus der Wachstumsstrategie ergebenden Risikofelder. Hierzu gehören insbesondere personalwirtschaftliche und organisatorische Risiken wie auch Management- und Kommunikationsrisiken. Mit klaren Zuordnungen und Abgrenzungen in den jeweiligen Verantwortungsbereichen der inhabergeprägten Unternehmensführung sollen fehlende Schnittstellen oder Funktionsüberschneidungen vermieden werden. Derzeit sieht der Vorstand hier keine wesentlichen Risiken für paragon.

Allerdings ist die Gesellschaft grundsätzlich von der Bindung von qualifiziertem Personal und Personen in Schlüsselpositionen abhängig. Der zukünftige wirtschaftliche Erfolg von paragon hängt in erheblichem Umfang von der weiteren Mitwirkung ihrer Führungskräfte, leitenden Mitarbeiter und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen ab. Dies gilt insbesondere für ihren Gründer, Hauptaktionär und Vorstandsvorsitzenden Klaus Dieter Frers, der Motor und wichtiger Ideengeber des Unternehmens ist. Daneben ist paragon auch auf qualifizierte Mitarbeiter in den Bereichen Management, Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb angewiesen. Die Gesellschaft kann nicht gewährleisten, dass sie zukünftig in der Lage sein wird, ihre Führungskräfte, leitenden Mitarbeiter und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen zu halten bzw. neue Führungskräfte und Mitarbeiter mit entsprechenden Qualifikationen zu gewinnen. Es besteht ein zunehmender Wettbewerb um solche qualifizierten Mitarbeiter und der Personalmarkt insbesondere in Regionen außerhalb deutscher Ballungsräume ist vergleichsweise klein, so dass einzelne Know-how-Träger nur schwer oder gar nicht ersetzt werden könnten. Sollte paragon in Zukunft nicht qualifiziertes Personal in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen, könnten die strategischen und wirtschaftlichen Ziele der Gesellschaft möglicherweise nicht oder erst zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden, was nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnte.

Gesamtwürdigung der Risikolage

Das Risikomanagement der Gesellschaft wird im laufenden Jahr weiter an die dynamische Entwicklung des paragon Konzerns angepasst werden. Dabei wird der neue organisatorische Aufbau mit den operativen Geschäftssegmenten Elektronik, Elektromobilität und Mechanik entsprechend der neuen internen Steuerung berücksichtigt. Der Vorstand geht aktuell davon aus, dass im Zuge der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten insbesondere die laufende konzernweite Beobachtung der operativen Risiken an Bedeutung zunehmen wird.

Auch in Zukunft muss sich paragon gegen allgemeine Marktrisiken in der Automobilindustrie absichern. Im Berichtsjahr betrug der Umsatzanteil mit den größten fünf Kunden noch rund 71% (Vorjahr: 72%). Die strategische Positionierung als Direktlieferant deutscher Premiumhersteller mit den langjährigen, erfolgreichen Geschäftsbeziehungen zu diesen Unternehmen schwächt das Risiko hingegen zunehmend ab. Daher wird zukünftig auch die relative Abhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen auf den globalen Absatzmärkten der Automobilindustrie sinken. Die vorhandenen Kundenkontakte beinhalten zudem erhebliche Chancen, neue Produktinnovationen in den Geschäftssegmenten Elektronik und Mechanik zu platzieren. Die zunehmende Diversifizierung des Geschäftsmodells durch das besonders wachstumsstarke Geschäftssegment Elektromobilität schafft darüber hinaus ein zweites Standbein und verringert mittelfristig die Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung der Automobilindustrie.

Die Festigung der mittelfristigen Finanzierungsstruktur durch die Barkapitalerhöhung Anfang des 4. Quartals 2016 hat das finanzwirtschaftliche Gesamtrisiko im Geschäftsjahr 2016 weiter reduziert. Allerdings bleibt die wirtschaftliche Gesamtentwicklung von paragon vor dem Hintergrund der kapitalintensiven Wachstumsstrategie zunächst noch eng mit der konjunkturellen Entwicklung der Automobilindustrie und insbesondere der zentralen Kunden verbunden.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Ein differenzierter Blick auf die Entwicklung der Automobilindustrie zeigt, dass das Unternehmen in zukunftsweisenden Marktsegmenten bzw. Teilmärkten positioniert ist, erfolgversprechende Kundenbeziehungen unterhält und über vereinzelte Nischenprodukte verfügt, die oftmals nur von paragon am Markt angeboten werden.

Die möglichen Auswirkungen auf die allgemeine zukünftige Entwicklung des paragon Konzerns sowie die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2017 werden vom Vorstand insgesamt als gering eingeschätzt. Entsprechend erwartet der Vorstand, dass die im Prognosebericht erläuterte Geschäftsentwicklung nicht wesentlich durch die aufgezeigten Risiken beeinträchtigt wird.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess (§315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Da das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem gesetzlich nicht definiert ist, lehnt sich paragon an die Definition des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem an (IDW PS 261).

Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind. Dabei werden folgende Zielsetzungen angestrebt:

a) Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (inkl. Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),

b) Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie

c) Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen gesetzlichen und satzungsmäßigen Regelungen.

Das Risikomanagementsystem des Konzerns beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

Der Vorstand der paragon AG trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Die Grundsätze, Verfahrensanweisungen, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden.

In Anbetracht der Größe und Komplexität des Rechnungslegungsprozesses hat das Management den Umfang und die Ausgestaltung der Kontrollaktivitäten bestimmt und in diesen Prozess implementiert. Daneben wurden prozessunabhängige Kontrollen eingerichtet. Die Kontrollaktivitäten adressieren diejenigen Kontrollrisiken, die hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Zu den wesentlichen Grundsätzen, Verfahren und Maßnahmen sowie Kontrollaktivitäten gehören:

Identifikation der wesentlichen Kontrollrisiken mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess,

Prozessunabhängige Kontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Vorstands der paragon AG,

Kontrollaktivitäten im Rechnungswesen und im Controlling der paragon AG, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahresabschlusses einschließlich des Lageberichts bereitstellen, inklusive der erforderlichen Funktionstrennung und eingerichteter Genehmigungsprozesse,

Maßnahmen, die die ordnungsgemäße EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Informationen sicherstellen.

Prognosebericht

Marktentwicklung 2017

Der Internationale Währungsfonds ("IWF") hat im Oktober 2016 seine Prognose 1 für die Weltwirtschaft veröffentlicht, in der er insbesondere drei wesentliche makroökonomische Problembereiche näher beschrieben hat: Verlangsamung des Welthandels, unzureichende globale Preissteigerung bei gleichzeitig eingeschränktem geldpolitischem Handlungsspielraum sowie Übertragungseffekte aus Chinas laufender Veränderung zu einer entwickelten Volkswirtschaft. Daneben gibt es eine Reihe zusätzlicher kritischer Faktoren, welche die Wachstumsaussichten insbesondere in den Schwellenländern kurzfristig belasten. Die in entwickelten Volkswirtschaften weiterhin erforderliche akkommodierende Wirtschaftspolitik wird auf unterstützende Strukturreformen angewiesen sein, um ihre Wirkung entfalten zu können.

Mitte Januar 2017 hat der IWF in einer Aktualisierung 2 auf die hohe Unsicherheit in Bezug auf die Wirtschaftspolitik der neuen US-Regierung und deren globale Auswirkungen hingewiesen. Da sich durchaus größere Veränderungen in der globalen ökonomischen Landschaft ergeben können, wurde auf eine vergleichsweise geringe Prognosegenauigkeit für das Jahr 2017 hingewiesen. Der IWF hat angekündigt, seine Annahmen im April zu überprüfen und seine Prognose gegebenenfalls anzupassen.

1 https://www.imf.org/external/pubs/ft/weo/2016/02/pdf/text.pdf
2 http://www.imf.org/external/pubs/ft/weo/2017/update/01/pdf/0117.pdf

Im Basis-Szenario rechnet der IWF mit einer leichten Belebung des globalen Wirtschaftswachstums auf 3,4% im Jahr 2017. Dazu tragen die entwickelten Volkswirtschaften mit 1,9% insgesamt nur unterdurchschnittlich zum Wachstum bei, während 4,5% auf Schwellenländer entfallen.

Im Einzelnen wird mit einer Belebung der US-Wirtschaft gerechnet, was zu einem Wirtschaftswachstum von 2,3% führen soll, während das Wirtschaftswachstum in Europa auf 1,6%, in Deutschland auf 1,5% und in China auf 6,5% jeweils leicht zurückgehen soll.

Demnach werden die wichtigsten globalen Märkte für die Automobilindustrie auch im laufenden Geschäftsjahr von einem positiven Konjunkturverlauf geprägt sein. Entsprechend erwartet der Verband der Automobilindustrie ("VDA") bei einer flacher verlaufenden Wachstumskurve eine globale Absatzsteigerung 1 der Personenkraftwagen um rund 2% auf 83,6 Mio. Einheiten. Gleichzeitig sieht der VDA allerdings auch eine Zunahme der Risiken.

1 VDA Pressemitteilung vom 2. Dezember 2016: Deutsche Automobilindustrie setzt auf Offensivstrategie für die Mobilität von morgen.

Für den US-amerikanischen Markt wird bei einem Absatz von rund 17,1 Mio. Personenkraftwagen (einschließlich sogenannter Light Trucks) mit einer Seitwärtsbewegung gerechnet, während für Westeuropa eine stabile Entwicklung mit einem Volumen von knapp 13,9 Mio. Einheiten prognostiziert wird. Der chinesische Pkw-Markt wird 2017 nach Auffassung des VDA mit einem deutlich auf 5% verlangsamten Wachstum auf 24,2 Mio. Personenkraftwagen zulegen.

In den Prognosen des VDA wurden bereits erste Auswirkungen des Brexit-Votums berücksichtigt. In Großbritannien wird für 2017 mit einem Absatzrückgang um 8% auf gut 2,4 Mio. Personenkraftwagen gerechnet. Unter Verweis auf die insgesamt gestiegene konjunkturelle Unsicherheit macht der Verband deutlich, dass ein möglicher "hard brexit" mittel- und langfristig negative Folgen sowohl für den westeuropäischen Markt als auch für Großbritannien haben würde. Schließlich betont der VDA die erhöhte Unsicherheit in Bezug auf die künftige Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Europa.

Im Geschäftssegment Elektromobilität ist paragon in ausgewählten Teilmärkten der Investitionsgüterindustrie tätig. Hierzu zählen aktuell:

Trolleybusse aus dem Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs,

Gabelstapler aus dem Bereich Intralogistik,

Automatische Flurförderfahrzeuge aus dem Bereich der vernetzten Produktion,

Minenfahrzeuge im Untertageabbau.

Die Entwicklung in diesen Teilmärkten ist wesentlich durch einen Substitutionsprozess von Blei-Säure-Batterien - im Falle der Trolleybusse von Dieselaggregaten -durch Lithium-Ionen-Batterien geprägt, von dem der paragon Konzern mit seinem Produkt- und Leistungsangebot profitiert. Hierbei handelt es sich um Trends, die über einen Zeitraum von mehreren Jahren Bestand haben und mit zunehmender Marktdurchdringung typischerweise eine Sättigungskurve aufweisen. Diese Trends werden im Wesentlichen durch eine Bewertung der so genannten Eigentumsgesamtkosten bestimmt, welche neben den Anschaffungs- und Betriebskosten auch die Transaktionskosten und Opportunitätskosten berücksichtigt.

Während diese Bewertungen nicht einheitlich normiert sind und die einzelnen Teilmärkte diesbezüglich auf Jahresbasis nicht zuverlässig quantitativ abgegrenzt werden können, zeigt folgende typisierende Darstellung die ökonomische Vorteilhaftigkeit der von paragon angebotenen Lithium-Ionen-Batterien gegenüber herkömmlichen Blei-Säure-Batterien in ihren relevanten Anwendungsgebieten:

Lithium-Ionen Blei-Säure
Energiedichte 95 bis 140 Wattstunden pro kg 40 Wattstunden pro kg
Ladewirkungsgrad Bis zu 95% Bis zu 70%
Ladezyklen Mehr als 3.000 Rund 1.200
Ladezeiten 90% in weniger als 1 Stunde 50% in ca. 3 Stunden
Emissionen Keine Gas und Wasser

Im Ergebnis werden insbesondere folgende Annahmen für die Ableitung der Prognose des paragon Konzerns als wesentlich angesehen:

Leicht positives konjunkturelles Umfeld,

Angemessene ordnungspolitische Umsetzung des "Brexit-Votums",

Weiterhin rationale, regelbasierte Gestaltung der Welthandelsbeziehungen,

Globale Absatzsteigerung der Personenkraftwagen um rund 2%,

Anhaltende Substitution von Blei-Säure-Batterien bzw. Dieselaggregaten durch Lithium-Ionen Batterien in bisher besetzten Teilmärkten.

paragon Konzern

Die Unternehmensplanung des Konzerns basiert auf einer detaillierten Absatz- und Umsatzplanung und wird kundenspezifisch bis auf die Produktebene heruntergebrochen. Die wesentlichen Kostenkomponenten werden über Einzelplanungsmodelle für einen Zeitraum von mehreren Jahren geplant und dann proportional zur Umsatzentwicklung fortgeschrieben.

Wesentliche Parameter wie Preisänderungen im Einkauf oder im Vertrieb sowie mögliche Kostensteigerungen im Personalbereich oder Änderungen der Besteuerungsgrundlage werden in die Planung integriert. Das fortlaufend aktualisierte Risikomanagementsystem erlaubt es dem Unternehmen, Risiken frühzeitig zu erkennen und, wenn notwendig, entsprechend gegenzusteuern.

Auf Basis der aktuellen Wettbewerbsposition von paragon sowie der umfangreichen Investitionen der vergangenen Jahre, insbesondere in den Aus- und Aufbau der Produktionsstätten in Deutschland, den USA und zuletzt in China, geht der Vorstand weiterhin davon aus, im Geschäftsjahr 2017 deutlich schneller wachsen zu können als der globale Automobilsektor.

Der Konzernumsatz soll im laufenden Geschäftsjahr auf 120 bis 125 Mio. Euro wachsen. Dabei wird eine EBIT-Marge von rund 9,0% bis 9,5% erwartet.

Das Segment Elektromobilität (vertreten durch die Voltabox-Tochtergesellschaften) wird planmäßig etwa die Hälfte zum Umsatzwachstum beitragen, während das restliche Umsatzwachstum überwiegend vom Segment Elektronik getragen wird. Ab dem Geschäftsjahr 2018 werden das Segment Elektronik und - zu einem geringeren Anteil - das Segment Mechanik voraussichtlich zunehmend zum Konzernwachstum beitragen.

Der Vorstand geht im laufenden Jahr von einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 27 Mio. Euro aus. Die aktivierten Eigenleistungen werden im laufenden Jahr planmäßig rund 45% der Investitionssumme betragen.

Die geplante weitere signifikante Ausweitung des Segments Elektromobilität soll paragon unabhängiger von konjunkturellen Einflüssen im Automobilsektor machen und die Kundenstruktur verbreitern.

Entwicklung der wesentlichen Leistungsindikatoren

2015 2016 Veränd.
in %
Prognose
In TEUR bzw. lt. Angabe 2016 2017
Finanzielle Leistungsindikatoren vom 3. Dez. 2015 vom 18. Nov. 2016
Konzernumsatz 94.990 102.790 8,2 rund 8% Wachstum rund 8% Wachstum 120 Mio. Euro bis 125 Mio. Euro
EBIT-Marge 8,2% 8,7% n. a. rund 9% rund 9% 9,0% bis 9,5%
Investitionen 33.120 23.262 - 29,8 rund 14.000 rund 20.000 rund 27 Mio. Euro

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns

Der Vorstand der paragon AG geht auf Grundlage des aktuellen Produktportfolios sowie der bereits in 2016 eingeleiteten strukturellen Maßnahmen zur operativen Umsetzung der Wachstumsstrategie von einer positiven Gesamtentwicklung des paragon Konzerns aus. paragon wird bei der Entwicklung von Produktinnovationen in den Geschäftssegmenten Elektronik und Mechanik die strategische Ausrichtung an Megatrends fortsetzen, um die sich aus der Veränderung der automobilen Wertschöpfungskette ergebenden Wachstumschancen konsequent zu nutzen. Die Wertschöpfungstiefe wird in allen Geschäftsbereichen weiter optimiert, um die operative Ertragskraft des paragon Konzerns nachhaltig zu steigern.

Gleichzeitig wird im Geschäftssegment Elektromobilität mit der neuen, hoch automatisierten Produktionslinie die Voraussetzung geschaffen, die Herstellung der Batteriemodule bzw. Batteriesysteme künftig in hoher Stückzahl und mit gleichbleibend hoher Qualität zu gewährleisten.

Dynamisches Unternehmenswachstum bei Sicherung und Ausbau einer nachhaltigen Profitabilität sind die Kernelemente dieser Geschäftsausrichtung. Darüber hinaus wird die weitere organische und anorganische Erschließung zusätzlicher Handlungsfelder bezüglich Portfolio-Erweiterung angestrebt, nahe am Kerngeschäft und unter engen Rentabilitäts- und Investitionsvorgaben.

Übernahmerechtliche Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der paragon AG beträgt 4.526.266,00 Euro und ist eingeteilt in 4.526.266 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro. Sämtliche Aktien sind gewinnanteilsberechtigt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

Aktienstimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

10 Prozent der Stimmrechte überschreitende Kapitalbeteiligungen

Zum 31. Dezember 2016 hielt der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft 50 Prozent plus 1 Aktie des Grundkapitals der Gesellschaft.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es existieren keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind

Soweit Arbeitnehmer als Aktionäre am Kapital beteiligt sind, können sie daraus keine besonderen Rechte herleiten.

Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderung der Satzung

Bezüglich der Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 84 und 85 AktG verwiesen.

Bezüglich der Regelungen zur Änderung der Satzung wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 133 und 179 AktG verwiesen.

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2016 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 26. April 2021 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 2.057.394,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 2.057.394 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016/I).

Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in den in § 5 Nr. 6 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom Oktober 2016 genannten Fällen auszuschließen.

Nach Durchführung der am 5. Oktober 2016 vom Vorstand mit taggleicher Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossenen Kapitalerhöhung um 411.478,00 Euro auf 4.526.266,00 Euro durch Ausgabe von 411.478 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stammaktien (Stückaktien) verfügte die Gesellschaft zum Bilanzstichtag noch über ein Genehmigtes Kapital 2016/I in Höhe von 1.645.916,00 Euro.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Mai 2012 ist eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um 410.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 410.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) beschlossen worden (Bedingtes Kapital 2012/I).

Das Bedingte Kapital 2012/I dient ausschließlich der Sicherung von Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 im Rahmen des Aktienoptionsprogrammes 2012 in der Zeit bis einschließlich zum 8. Mai 2017 an Vorstandsmitglieder und Arbeitnehmer der Gesellschaft ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Bezugsrechte ausgegeben werden und deren Inhaber von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt oder Barausgleich leistet. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Soweit der Vorstand betroffen ist, ist der Aufsichtsrat entsprechend ermächtigt. Der Aufsichtsrat ist des Weiteren ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des bedingten Kapitals anzupassen.

Des Weiteren ist mit Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Mai 2012 eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um 1.647.394 Euro durch Ausgabe von bis zu 1.647.394 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) beschlossen worden (Bedingtes Kapital 2012/II).

Die bedingte Kapitalerhöhung (Bedingtes Kapital 2012/II) dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder von Konzerngesellschaften im Sinne des § 18 AktG, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 90% beteiligt ist, aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 bis einschließlich 8. Mai 2017 begeben bzw. garantiert werden.

Der Vorstand wurde im selben Beschluss der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis einschließlich 8. Mai 2017 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 100.000.000,00 Euro mit einer Laufzeit von bis zu 20 Jahren zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern der jeweiligen Schuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten auf insgesamt bis zu 1.647.394 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) der Gesellschaft mit einem anteiligem Betrag am Grundkapital von insgesamt 1.647.394,00 Euro nach näherer Maßgabe der jeweiligen Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen.

Kontrollwechsel und Entschädigungsvereinbarungen

Besondere Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) oder besondere Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen nicht.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der paragon AG sind den Grundsätzen einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle verpflichtet. Sie messen den Standards guter Corporate Governance einen hohen Stellenwert bei. Vor dem Hintergrund des mehrheitlichen Anteilsbesitzes des Vorstandsvorsitzenden ist die Arbeitsweise des Vorstands im Rahmen seiner unternehmerischen Verantwortung in besonderer Weise vom Leitbild des ehrbaren Kaufmanns geprägt. Hierzu gehört die Verpflichtung, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen (Unternehmensinteresse).

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB kann dauerhaft auf der paragon-Homepage unter www.paragon.ag/Investor Relations/Corporate Governance eingesehen werden. Sie enthält die Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG sowie den Corporate Governance Bericht gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK).

 

Delbrück, den 3. März 2017

Klaus Dieter Frers, Vorstandsvorsitzender

Dr. Stefan Schwehr, Vorstand Elektronik

Konzernabschluss 2016

Hinweis: aus rechnerischen Gründen können in Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (TEUR, %) auftreten.

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung der paragon AG, Delbrück,für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 (IFRS)

In TEUR Anhang 01.01. - 31.12.2016 01.01. - 31.12.2015
Umsatzerlöse (10), (42) 102.790 94.990
Sonstige betriebliche Erträge (11) 1.086 3.184
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   - 924 1.440
Andere aktivierte Eigenleistungen (12) 15.317 12.752
Gesamtleistung   118.269 112.366
Materialaufwand (13) - 57.741 - 55.516
Rohertrag   60.528 56.850
Personalaufwand (14) - 29.248 - 26.307
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (16) - 7.126 - 6.293
Wertminderung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (19) - 37 - 111
Sonstige betriebliche Aufwendungen (15) - 15.188 - 16.331
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)   8.929 7.808
Finanzerträge (17) 2 143
Finanzierungsaufwendungen (17) - 3.169 - 2.930
Finanzergebnis   - 3.167 - 2.787
Ergebnis vor Steuern (EBT)   5.762 5.021
Ertragsteuern (18) - 2.201 - 1.618
Konzernergebnis   3.561 3.403
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) (19) 0,84 0,83
Ergebnis je Aktie in € (verwässert) (19) 0,84 0,83
Durchschnittlich im Umlauf befindlicher Aktien (unverwässert) (19) 4.217.658 4.114.788
Durchschnittlich im Umlauf befindlicher Aktien (verwässert) (19) 4.217.658 4.114.788

Konzern-Gesamtergebnisrechnung der paragon AG, Delbrück,

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 (IFRS)

In TEUR Anhang 01.01. - 31.12.2016 01.01. - 31.12.2015
Konzernergebnis   3.561 3.403
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (32) - 142 15
Rücklage aus Währungsumrechnung   - 245 - 186
Gesamtergebnis   3.174 3.232

Konzernbilanz der paragon AG, Delbrück, zum 31. Dezember 2016 (IFRS)

AKTIVA

In TEUR Anhang 31.12.2016 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte      
Immaterielle Vermögenswerte (20) 37.188 23.959
Geschäfts- oder Firmenwert (21) 843 770
Sachanlagen (22) 37.378 34.551
Finanzanlagen (23) 326 326
Sonstige Vermögenswerte   88 86
    75.823 59.692
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte (24) 13.716 11.216
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (25) 8.377 10.377
Ertragsteueransprüche   1.210 1.282
Sonstige Vermögenswerte (26) 2.149 1.529
Flüssige Mittel (27) 14.278 8.454
    39.730 32.858
Summe Aktiva   115.553 92.550

PASSIVA

In TEUR Anhang 31.12.2016 31.12.2015
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital (28) 4.526 4.115
Kapitalrücklage (28) 15.165 2.450
Neubewertungsrücklage (28) - 908 - 766
Gewinn-/Verlustvortrag   12.867 10.492
Konzernergebnis   3.561 3.403
Währungsdifferenzen   - 537 - 292
    34.674 19.402
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten      
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finance Lease (29) 2.215 1.721
Langfristige Darlehen (30) 20.369 23.785
Langfristige Anleihen (31) 13.186 13.023
Sonderposten für Investitionszuwendungen (34) 1.092 1.178
Latente Steuern (18) 5.475 3.514
Rückstellungen für Pensionen (32) 2.516 2.087
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten   0 723
    44.853 46.031
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten      
Kurzfristiger Anteil der Verbindlichkeiten aus Finance Lease (29) 998 615
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil der langfristigen Darlehen (30) 12.413 8.724
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   16.383 10.715
Sonstige Rückstellungen (35) 18 21
Ertragsteuerschulden (36) 82 85
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (33) 6.132 6.957
    36.026 27.117
Summe Passiva   115.553 92.550

Konzern-Kapitalflussrechnung der paragon AG, Delbrück,für den Zeitraum
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 (IFRS)

In TEUR Anhang 01.01. - 31.12.2016 01.01. - 31.12.2015
Ergebnis vor Steuern (EBT)   5.762   5.021  
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens   7.126   6.293  
Finanzergebnis   3.167   2.787  
Gewinn (-), Verlust (+) aus Anlagenabgang des Sach- und Finanzanlagevermögens   198   - 28  
Zunahme (+), Abnahme (-) der anderen Rückstellungen und Pensionsrückstellungen   312   165  
Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Zuwendungen   - 88   - 88  
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge   - 1.425   64  
Zunahme (-), Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, anderer Forderungen und sonstiger Aktiva   1.379   551  
Abwertung immaterieller Vermögenswerte   37   111  
Zunahme (-), Abnahme (+) der Vorräte   - 2.499   - 3.695  
Zunahme (+), Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und anderer Passiva   6.169   5.253  
Gezahlte Zinsen   - 3.169   - 2.930  
Ertragsteuern   - 171   - 651  
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (42)   16.798   12.853
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens   110   778  
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen   - 7.709   - 19.609  
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte   - 14.398   - 12.342  
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen   0   50  
Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten   - 1.155   - 1.219  
Erhaltene Zinsen   2   7  
Cashflow aus Investitionstätigkeit (42)   - 23.150   - 32.335
Ausschüttungen an Anteilseigner   - 1.029   - 1.029  
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten   - 3.796   - 3.769  
Zugeflossene Beträge Insolvenzquote   0   607  
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten   4.757   19.466  
Auszahlungen für die Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finance Lease   - 883   - 602  
Mittelzufluss aus Eigenkapitalzuführungen   13.127   0  
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (42)   12.176   14.673
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds   5.824   - 4.809  
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode   8.454   13.264  
Finanzmittelfonds am Ende der Periode   14.278   8.454  

Aufstellung über Veränderungen des Eigenkapitals der paragon AG,Delbrück,
für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 (IFRS)

In TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Neubewertungsrücklage Rücklage aus der Währungs- umrechnung
1. Januar 2015 4.115 2.450 - 781 - 106
Konzernergebnis 0 0 0 0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0 0 15 0
Währungsumrechnung 0 0 0 - 186
Sonstiges Ergebnis 0 0 15 - 186
Gesamtergebnis 0 0 15 - 186
Ausschüttung 0 0 0 0
31. Dezember 2015 4.115 2.450 - 766 - 292
BILANZGEWINN
In TEUR Gewinnvortrag Konzernergebnis
1. Januar 2015 11.521 0
Konzernergebnis 0 3.403
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0 0
Währungsumrechnung 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 3.403
Gesamtergebnis 0 3.403
Ausschüttung - 1.028 0
31. Dezember 2015 10.493 3.403
In TEUR Gesamt
1. Januar 2015 17.198
Konzernergebnis 3.403
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 15
Währungsumrechnung 0 - 186
Sonstiges Ergebnis 3.232
Gesamtergebnis 3.232
Ausschüttung - 1.028
31. Dezember 2015 19.402
BILANZGEWINN
In TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Neubewertungs-
rücklage
Rücklage aus der Währungs- umrechnung Gewinnvortrag Konzernergebnis
1. Januar 2016 4.115 2.450 - 766 - 292 13.896 0
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 3.561
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0 0 - 142 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 - 245 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 - 142 - 245 0 0
Gesamtergebnis 0 0 - 142 - 245 0 3.561
Kapitalerhöhung 411 12.715 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0 - 1.029 0
31. Dezember 2016 4.526 15.165 - 908 - 537 12.867 3.561
In TEUR Gesamt
1. Januar 2016 19.402
Konzernergebnis 3.561
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste - 142
Währungsumrechnung 0 - 245
Sonstiges Ergebnis - 387
Gesamtergebnis 3.174
Kapitalerhöhung 13.126
Ausschüttung - 1.029
31. Dezember 2016 34.674

Anhang zum Konzernabschluss 2016

(1) Allgemeine Angaben

Die paragon Aktiengesellschaft (paragon AG oder paragon) mit Sitz in Delbrück, Schwalbenweg 29, Deutschland, ist eine nach deutschem Recht errichtete Aktiengesellschaft. Die Aktien der paragon AG werden seit 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse im geregelten Markt, Segment Prime Standard, gehandelt. Die paragon AG ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Paderborn eingetragen (HRB 6726). paragon entwickelt und produziert elektronische Komponenten sowie Sensoren für die Automobilindustrie.

Der Vorstand der paragon AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 und den Lagebericht für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 am 3. März 2017 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

Der Konzernabschluss und Lagebericht für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 der paragon AG werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und werden als Teil des Geschäftsberichts auf der Internetseite der Gesellschaft (www.paragon.ag) abrufbar sein.

(2) Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der Konzernabschluss der paragon AG zum 31. Dezember 2016 wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRSIC) aufgestellt.

(3) Going Concern

Der Abschluss der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung "Going Concern" aufgestellt. Die Ermittlung der Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden erfolgte dementsprechend auf der Basis von Fortführungswerten.

(4) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Konzernabschluss ist auf der Grundlage der Verhältnisse aufzustellen, wie sie am Bilanzstichtag bestehen. Nach IAS 10.7 endet der Wertaufhellungszeitraum mit der Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung. Die Freigabe des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016 durch den Vorstand und Weitergabe an den Aufsichtsrat zur Unterzeichnung erfolgt am 3. März 2017. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten sämtliche Informationen über die Verhältnisse des Bilanzstichtages berücksichtigt werden.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Dezember 2016 wurde die Voltabox Deutschland GmbH formwechselnd in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Eintragung in das Handelsregister ist bis zum 3. März 2017 noch nicht erfolgt.

(5) Neue Rechnungslegungsgrundsätze aufgrund neuer Standards

Bis zum 31. Dezember 2016 waren folgende überarbeitete und neue Standards des IASB sowie Interpretationen des IFRSIC durch die EU übernommen und mussten erstmalig verpflichtend angewendet werden:

Im November 2009 hat das IASB den neuen Standard IFRS 9 "Financial Instruments" zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten veröffentlicht. Dieser Standard ist der erste Teil des dreiteiligen Projekts zur vollständigen Ablösung von IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement". Gemäß der Methodik von IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Zuordnung zu einer der beiden Bewertungskategorien hängt davon ab, wie das Unternehmen seine Finanzinstrumente steuert (sog. Geschäftsmodell) und welche Produktmerkmale die einzelnen finanziellen Vermögenswerte haben. Im Oktober 2010 hat das IASB Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten veröffentlicht, die den IFRS 9 "Financial Instruments" ergänzen und die Phase zur Klassifizierung und Bewertung des IASB-Projekts zur Ablösung von IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" abschließen. Nach den neuen Vorschriften hat ein Unternehmen, das für die Bilanzierung seiner Finanzverbindlichkeiten die Fair-Value-Option gewählt hat, den Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos resultiert, im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Durch die im Dezember 2011 veröffentlichten Änderungen zu IFRS 9 "Financial Instruments" und IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" hat das IASB den verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 9 vom 1. Januar 2013 auf den 1. Januar 2015 verschoben und zusätzlich die Verpflichtung zur Angabe von angepassten Vorjahreszahlen im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 9 erlassen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Stattdessen werden in IFRS 7 zusätzliche Anhangangabepflichten eingefügt, die es den Adressaten der Abschlüsse ermöglichen sollen, die Effekte zu beurteilen, die die Erstanwendung von IFRS 9 auf den Ansatz und die Bewertung von Finanzinstrumenten hat. Im November 2013 hat das IASB Ergänzungen zu IFRS 9 "Financial Instruments" (Hedge Accounting and Amendments to IFRS 9; IFRS 7 and IAS 39) veröffentlicht. Die Ergänzungen an IFRS 9 umfassen eine grundsätzliche Überarbeitung der Regelungen zum Hedge Accounting, durch die es den Unternehmen ermöglicht werden soll, ihre Risikomanagementaktivitäten im Abschluss besser darstellen zu können. Zusätzlich werden umfangreiche Angabepflichten gefordert. Des Weiteren wurde der bisher in IFRS 9 enthaltene verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt ab dem 1. Januar 2015 aufgehoben; ein neuer Erstanwendungszeitpunkt wird erst festgelegt, wenn das gesamte IFRS-9-Projekt kurz vor der Vollendung steht. Im Juli 2014 hat das IASB die finale Version von IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht. Die neue Version beinhaltet überarbeitete Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und erstmals Vorschriften zur Wertminderung von Finanzinstrumenten; das neue "expected loss model" zieht den Ansatz von Verlusten vor, indem sowohl eingetretene als auch in der Zukunft erwartete Verluste erfasst werden. Die neuen Regelungen sind verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, jedoch werden diverse Vereinfachungsoptionen gewährt; eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Übernahme durch die Europäische Union erfolgte am 22. November 2016. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Am 28. Mai 2014 haben der IASB und der US-amerikanische Standardsetzer FASB die lang erwarteten, gemeinsam erarbeiteten Standards zur Umsatzrealisierung veröffentlicht. IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden (Revenue from Contracts with Customers) schafft ein einheitliches Regelwerk für alle Fragen der Erlöserfassung aus Verträgen mit Kunden. Die in IFRS 15 enthaltenen Vorgaben sind einheitlich für verschiedene Transaktionen und über alle Branchen hinweg anzuwenden und verbessern damit die weltweite Vergleichbarkeit der Angaben der Unternehmen zu ihren Umsatzerlösen ("top line of financial statements"). Ausgenommen sind lediglich solche Verträge, die in den Anwendungsbereich von IAS 17 Leasingverhältnisse, IFRS 4 Versicherungsverträge und IFRS 9 Finanzinstrumente fallen. Dieser Standard ersetzt die bisherigen Standards und Interpretationen zur Erlöserfassung (IAS 11 Fertigungsaufträge, IAS 18 Erlöse sowie IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme, IFRIC 15 Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien, IFRIC 18 Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden und SIC-31 Erträge - Tausch von Werbeleistungen). Durch die im September 2015 veröffentlichte Änderung des IFRS 15 wurde der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt vom 1. Januar 2017 verschoben auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, jedoch werden diverse Vereinfachungsoptionen gewährt. Eine frühere Anwendung ist weiterhin zulässig. Die Übernahme durch die Europäische Union erfolgte am 22. September 2016. Die Erstanwendung dieses Standards führt nach den bisherigen Erkenntnissen zu den folgenden Auswirkungen in der Umsatzerfassung:

Die gemäß IFRS 15 unter bestimmten Voraussetzungen geforderte Separierung von Leistungsverpflichtungen und die hieraus resultierende Allokation des Transaktionspreises wird die zeitliche Verteilung der Umsatzerfassung beeinflussen.

Bei Anwendung der in IFRS 15 enthaltenen Kriterien für eine zeitraumbezogene Umsatzerfassung kann es im Vergleich zur bisherigen Bilanzierung nach der Percentage-of-Completion-Methode gemäß IAS 11 in Einzelfällen zu einer zeitlich nachgelagerten Umsatzerfassung kommen.

Die Auswirkungen auf die Höhe der Umsatzerlöse wird voraussichtlich nicht wesentlich sein.

Der IASB hat am 18. Dezember 2014 Änderungen an den Standards IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 verabschiedet. Mit den Änderungen wird die Anwendung der Konsolidierungsausnahme, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer Investmentgesellschaft erfüllt, klargestellt. Es wird nunmehr explizit bestätigt, dass die Ausnahme von der Erstellung eines Konzernabschlusses für Tochterunternehmen einer Investmentgesellschaft gilt, die wiederum selbst Mutterunternehmen sind. Ein Tochterunternehmen, das Dienstleistungen erbringt, die sich auf die Anlagetätigkeit des Mutterunternehmens beziehen (investment-related services), ist nicht zu konsolidieren, wenn das Tochterunternehmen selbst eine Investmentgesellschaft ist. Ebenso ist eine Vereinfachung bei der Anwendung der Equity-Methode für Unternehmen möglich, die selbst keine Investmentgesellschaften sind, jedoch Anteile an einem assoziierten Unternehmen halten, das eine Investmentgesellschaft ist. Investmentgesellschaften, die alle ihre Tochterunternehmen zum beizulegenden Zeitwert bewerten, haben die nach IFRS 12 vorgeschriebenen Angaben zu Investmentgesellschaften zu leisten. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, anzuwenden. Die Übernahme durch die Europäische Union erfolgte am 22. September 2016. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 waren die folgenden Standards und Interpretationen bereits veröffentlicht, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden und/oder noch nicht durch die Europäische Union übernommen:

Der IASB hat am 11. September 2014 Änderungen an IFRS 10 Konzernabschlüsse und IAS 28 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im Hinblick auf "die Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen" (Sale or Contribution of Assets between an Investor and ist Associate or Joint Venture) verabschiedet. Damit soll die bisherige Inkonsistenz zwischen IFRS 10 und IAS 28 in Bezug auf die Frage der vollständigen (IFRS 10) oder anteiligen (IAS 28) Erfolgserfassung im Fall des Kontrollverlusts über ein Tochterunternehmen beseitigt werden. In IAS 28 wurden die Regelungen in Bezug auf Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen einem Unternehmen und seinem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen geändert (IAS 28.28-30). Die neuen Regelungen beziehen sich ausschließlich auf Vermögenswerte, die keinen Geschäftsbetrieb im Sinne von IFRS 3.3 (i. V. m. IFRS 3.B7 ff.) darstellen. Gewinne und Verluste aus Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in Bezug auf Vermögenswerte, die einen Geschäftsbetrieb darstellen, sind nunmehr vollständig im Abschluss des Investors zu erfassen (IAS 28.31A). Unternehmen haben ferner zu überprüfen, ob Vermögenswerte, die in separaten Transaktionen veräußert oder eingebracht werden, einen Geschäftsbetrieb darstellen und als eine einzige Transaktion bilanziert werden sollten (IAS 28.31B). In IFRS 10 wurde mit dem Paragrafen B99A eine Ausnahme von der vollständigen Erfolgserfassung für den Kontrollverlust über ein Tochterunternehmen aufgenommen. Dies gilt, sofern die aufgegebenen Vermögenswerte keinen Geschäftsbetrieb darstellen, und für den Fall, dass der Kontrollverlust durch eine Transaktion mit einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen entsteht, das nach der Equity-Methode bilanziert wird. Ebenso wurden Leitlinien aufgenommen, dass aus derartigen Transaktionen resultierende Gewinne und Verluste nur in Höhe des Anteils nicht nahestehender dritter Investoren am assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen in der Gewinn- und Verlustrechnung des Mutterunternehmens zu erfassen sind. Dasselbe gilt für Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von Anteilen an Tochterunternehmen, die nunmehr assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen darstellen und nach der Equity-Methode bewertet werden. Die Änderungen sollten ursprünglich für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, anzuwenden sein. Das IASB hat am 17. Dezember 2015 beschlossen, den Erstanwendungszeitpunkt auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden.

Das IASB hat am 13. Januar 2016 den Rechnungslegungsstandard IFRS 16 Leases veröffentlicht. Kerngedanke des neuen Standards ist es, beim Leasingnehmer generell alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz zu erfassen. Die bisher unter IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverträgen entfällt damit künftig für den Leasingnehmer. Für alle Leasingverhältnisse erfasst der Leasingnehmer in seiner Bilanz eine Leasingverbindlichkeit für die Verpflichtung, künftig Leasingzahlungen vorzunehmen. Gleichzeitig aktiviert der Leasingnehmer ein Nutzungsrecht am zugrunde liegenden Vermögenswert, welches grundsätzlich dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten entspricht. Zu den Leasingzahlungen gehören die festen Zahlungen, variable Zahlungen soweit diese index-basiert sind, erwartete Zahlungen aufgrund von Restwertgarantien und ggf. der Ausübungspreis von Kaufoptionen und Pönalen für die vorzeitige Beendigung von Leasingverträgen. Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird die Leasingverbindlichkeit ähnlich den Regelungen nach IAS 17 für Finanzierungs-Leasingverhältnisse finanzmathematisch fortgeschrieben, während das Nutzungsrecht planmäßig amortisiert wird, was grundsätzlich zu höheren Aufwendungen zu Beginn der Laufzeit eines Leasingvertrags führt. Für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasinggegenstände von geringem Wert gibt es Erleichterungen bei der Bilanzierung. Beim Leasinggeber sind die Regelungen des neuen Standards dagegen ähnlich zu den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Die Leasingverträge werden weiterhin entweder als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen werden, werden als Finanzierungs-Leasingverhältnisse klassifiziert, alle anderen Leasingverträge als Operating Leases. Für die Klassifizierung nach IFRS 16 wurden die Kriterien des IAS 17 übernommen. IFRS 16 enthält darüber hinaus eine Reihe von weiteren Regelungen zum Ausweis und zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-Lease-back-Transaktionen. Die neuen Regelungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach 1. Januar 2019 beginnen, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig, sofern IFRS 15 ebenfalls angewendet wird. Die Übernahme durch die EU steht noch aus. Die Gesellschaft kann derzeit noch nicht abschließend beurteilen, welche Auswirkungen die Erstanwendung des Standards auf den Konzernabschluss haben wird.

Das IASB hat am 20. Juni 2016 Änderungen zu IFRS 2 - Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen veröffentlicht. Die Änderungen betreffen die folgenden Bereiche:

Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen (Dienstbedingungen, Marktbedingungen und andere Leistungsbedingungen) im Rahmen der Bewertung anteilsbasierter Vergütungen mit Barausgleich: Nach der Neuregelung sind Marktbedingungen und Nicht-Ausübungsbedingungen im beizulegenden Zeitwert zu berücksichtigen. Dienstbedingungen und andere Leistungsbedingungen sind im Mengengerüst zu berücksichtigen.

Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen: Reduziert ein Unternehmen die ansonsten zu liefernde Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten, weil es verpflichtet ist, die Steuern für den Mitarbeiter einzubehalten und abzuführen, und ist dieser Nettoausgleich im Vertrag vorgesehen, dann ist die Vergütung insgesamt - trotz der teilweisen Zahlung flüssiger Mittel - wie eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente zu bilanzieren.

Bilanzierung einer Änderung der Bedingungen, wenn sich durch die Änderung die Klassifizierung der Vergütung von "mit Barausgleich" in "mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente" ändert: Die Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ist mit ihrem - zeitanteiligen - Zeitwert im Zeitpunkt der Änderung als Eigenkapitalerhöhung zu erfassen. Eine etwaige Differenz zur Ausbuchung der Schuld wird ergebniswirksam.

Die Änderungen sind auf Vergütungen, die in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, gewährt bzw. geändert werden, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Eine rückwirkende Anwendung ist nur ohne Verwendung späterer besserer Erkenntnisse möglich. Die Übernahme durch die EU steht noch aus. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben werden.

Im Rahmen seiner Initiative zu Angaben hat das IASB am 29. Januar 2016 Änderungen an IAS 7 Kapitalflussrechnung veröffentlicht. Die Änderungen haben die Zielsetzung, die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens zu verbessern. Nach den Änderungen hat ein Unternehmen Angaben über die Änderungen solcher Finanzverbindlichkeiten zu machen, deren Einzahlungen und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Dazugehörige finanzielle Vermögenswerte sind ebenfalls in die Angaben einzubeziehen (z. B. Vermögenswerte aus Absicherungsgeschäften).

Anzugeben sind zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, währungskursbedingte Änderungen, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte und übrige Veränderungen.

Das IASB schlägt vor, die Angaben in Form einer Überleitungsrechnung vom Anfangsbestand in der Bilanz bis zum Endbestand in der Bilanz darzustellen, lässt aber auch andere Darstellungen zu. Die Änderungen sind in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen, anzuwenden; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Im Jahr der Erstanwendung brauchen Vorjahresvergleichsangaben nicht gemacht zu werden. Die Übernahme durch die EU steht noch aus. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden.

Das IASB hat am 8. Dezember 2016 eine Änderung an IAS 40 als Finanzinvestition gehaltene Immobilien veröffentlicht. Die Änderung von IAS 40 dient der Klarstellung, in welchen Fällen die Klassifikation einer Immobilie als "als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" beginnt bzw. endet, wenn sich die Immobilie noch im Bau oder in der Entwicklung befindet. Durch die bisher abschließend formulierte Aufzählung in IAS 40.57 war die Klassifikation noch nicht fertiggestellter Immobilien bisher nicht klar geregelt. Die Aufzählung gilt nun explizit als nicht abschließend, sodass nun auch noch nicht fertiggestellte Immobilien unter die Regelung subsumiert werden können. Die Änderung ist ab dem 1. Januar 2018 anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Übernahme durch die EU steht noch aus. Die Änderung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Das IASB hat am 8. Dezember 2016 IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen veröffentlicht. IFRIC 22 adressiert eine Anwendungsfrage zu IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen. Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Maßgeblich für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrunde liegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist danach der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert bzw. Schuld erstmals erfasst wird. Die Interpretation ist ab dem 1. Januar 2018 anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Übernahme durch die EU steht noch aus. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden.

Das IASB hat am 8. Dezember 2016 die Annual Improvements to IFRSs (2014 - 2016) veröffentlicht. Durch die Annual Improvements to IFRSs (2014 - 2016) wurden drei IFRSs geändert. Die Änderungen betreffen im Einzelnen:

IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards: Streichung der verbliebenen befristeten Erleichterungsvorschriften in IFRS 1. Appendix E (IFRS 1.E3-E7) für erstmalige Anwender.

IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen: Klarstellung, dass die Angabevorschriften des Standards - mit Ausnahme von IFRS 12.B10-B16 - auch für Anteile gelten, die in den Anwendungsbereich des IFRS 5 fallen.

IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen: Klarstellung, dass das Wahlrecht zur Bewertung einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen, das von einer Wagniskapitalgesellschaft oder einem anderen qualifizierenden Unternehmen gehalten wird, je Beteiligung unterschiedlich ausgeübt werden kann.

Die Änderungen an IFRS 12 sind ab dem 1. Januar 2017, die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 ab dem 1. Januar 2018 anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Übernahme durch die EU steht noch aus. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden.

Darüber hinaus wurde eine Schuldenkonsolidierung und eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchgeführt. Die aus der Aufwands- und Ertragskonsolidierung entstandenen Differenzen wurden ergebniswirksam verrechnet.

(6) Konsolidierungskreis

Name und Sitz des Unternehmens Anteilsbesitz Konsolidierung Währung Umsatz in LW (vor Konsolidierung)
Deutschland        
paragon AG, Delbrück n. a. n. a. EUR 125.691.136,37
KarTec GmbH, Forchheim 100% konsolidiertes Tochterunternehmen EUR 201.446,00
Voltabox Deutschland GmbH, Delbrück 100% konsolidiertes Tochterunternehmen EUR 14.182.589,90
productronic GmbH, Delbrück 100% konsolidiertes Tochterunternehmen EUR 58.182.975,73
SphereDesign GmbH, Bexbach 100% konsolidiertes Tochterunternehmen EUR 7.434.698,83
China        
paragon Automotive Technology (Shanghai) Co., Ltd. 100% konsolidiertes Tochterunternehmen RMB 1.653.743,33
paragon Automotive (Kunshan) Co., Ltd. 100% konsolidiertes Tochterunternehmen RMB 89.114,16
USA        
Voltabox of Texas, Inc. 100% konsolidiertes Tochterunternehmen USD 4.279.382,67

Neben der Muttergesellschaft paragon AG, Delbrück, werden sieben Tochterunternehmen vollkonsolidiert. Bilanzstichtag für alle Gesellschaften ist der 31. Dezember.

Konsolidierungsmethoden

Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach einheitlichen Regeln unter Anwendung der IFRS zum 31. Dezember 2016 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Ausgangspunkt für die IFRS-Anpassungsbuchungen der paragon AG war der geprüfte handelsrechtliche Jahresabschluss der paragon AG zum 31. Dezember 2016.

Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode gemäß IAS 27.22 in Verbindung mit IFRS 3 vorgenommen. Der Ansatz der Anteile an den verbundenen Unternehmen zum Buchwert bei dem Mutterunternehmen wird ersetzt durch die mit ihrem beizulegenden Wert angesetzten Vermögenswerte und die Schuldposten der einbezogenen Unternehmen. So wird das Eigenkapital der Tochterunternehmen mit dem Buchwert der Anteile bei dem Mutterunternehmen verglichen. Ein aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- und Firmenwert im Anlagevermögen ausgewiesen und entsprechend IFRS 3 i.V.m. IAS 36 einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen.

Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen sind um die Zwischenergebnisse bereinigt worden.

(7) Währungsumrechnung

Im Konzernabschluss von paragon werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bei Zugang mit dem zu diesem Zeitpunkt geltenden Transaktionskurs bewertet und zum Bilanzstichtag an den dann gültigen Wechselkurs angepasst. Eingetretene Währungs- bzw. Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind aus dem operativen Geschäft Kursverluste in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr TEUR 140) und Kursgewinne in Höhe von TEUR 142 (Vorjahr TEUR 1.628) enthalten. Diese Kursdifferenzen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Die Wechselkurse der für den paragon Konzern wesentlichen Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Fremdwährung für 1 EUR Bilanz-Mittelkurs am 31.12.2016 GuV Durchschnittskurs 2016 Bilanz-Mittelkurs am 31.12.2015 GuV Durchschnittskurs 2015
US-Dollar (USD) 1,0520 1,0538 1,0907 1,1103
Chinesischer Renminbi Yuan (RMB) 7,3062 7,3062 7,0805 6,9149

(8) Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Die Berichtswährung nach IAS 21 "The effects of changes in foreign exchange rates" ist Euro. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Berichtsperiode bei paragon umfasst im vorliegenden Abschluss den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016. Einzelne Posten der Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zusammengefasst worden. Die Posten werden in diesem Fall im Anhang gesondert erläutert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang detailliert nach ihrer Fristigkeit gegliedert werden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten fällig sind.

Der Konzernabschluss umfasst die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzernbilanz, die Konzernkapitalflussrechnung und die Aufstellung über Veränderungen des Eigenkapitals. Ergänzend ist ein Konzernlagebericht aufgestellt worden.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Nebenkosten und Anschaffungspreisminderungen bilanziert.

Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung von Patent- und spezifischen Kundenlösungen werden nur dann als immaterieller Vermögenswert zu Herstellungskosten aktiviert, soweit die von IAS 38 "Intangible assets" geforderte eindeutige Aufwandszurechnung möglich, die technische Realisierbarkeit und Vermarktbarkeit/Nutzbarkeit sichergestellt ist und die voraussichtliche Erzielung künftigen wirtschaftlichen Nutzens nachgewiesen wurde. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der projektbezogenen Gemeinkosten. Sind die Aktivierungskriterien nicht erfüllt, werden die Entwicklungskosten im Jahr der Entstehung sofort ergebniswirksam innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Entwicklungskosten werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert.

Sofern immaterielle Vermögenswerte einer begrenzten Nutzungsdauer unterliegen, werden sie entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer grundsätzlich linear abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt, sobald der Vermögenswert verwendet werden kann, d.h. wenn er sich an seinem Standort und in dem vom Management beabsichtigten, betriebsbereiten Zustand befindet. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Zu jedem Bilanzstichtag werden hierfür die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte daraufhin untersucht, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Lagen solche Hinweise vor, wurde ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 "Impairment of assets" durchgeführt. Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf angepasst.

Die Nutzungsdauern für interne Entwicklungskosten entsprechen den erwarteten Produktlebenszyklen und betragen zwischen 3 und 4 Jahren. Die Nutzungsdauern für Lizenzen, Patente und Software liegen zwischen 3 und 10 Jahren.

Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und jährlich auf Werthaltigkeit hin überprüft sowie zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise auf eine mögliche Wertminderung vorliegen. Wertminderungsaufwendungen werden in den Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erfasst.

Sachanlagen

Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich aller Anschaffungspreisminderungen bewertet. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage gemessen an den gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten wesentlich, dann werden diese Komponenten einzeln bilanziert und abgeschrieben. Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt bei Gebäuden 20 bis 33 Jahre, bei technischen Anlagen zwischen 5 und 10 Jahren, bei anderen Anlagen sowie Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre.

Voll abgeschriebenes Anlagevermögen wird so lange unter Anschaffungs- und Herstellungskosten und kumulierten Abschreibungen ausgewiesen, bis die Vermögenswerte stillgelegt werden. Von den Erlösen aus Anlageabgängen werden die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen abgezogen. Ergebnisbeiträge aus Anlagenabgängen (Abgangserlöse abzüglich Restbuchwerte) werden in der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Alle Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst.

Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der Sachanlagen, die entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben werden, daraufhin geprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegen solche Hinweise vor, wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasingverhältnisse ("Finance Lease") berücksichtigt, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem wirtschaftlichen Eigentum an dem Vermögenswert verbunden sind, auf paragon übertragen werden. Sachanlagen, deren Leasingverträge die Kriterien eines Finanzierungsleasingverhältnisses nach IAS 17 "Leases" erfüllen, werden zum Zeitpunkt des Nutzungsbeginns mit dem niedrigeren Betrag aus beizulegendem Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Verbindlichkeit passiviert. Die Folgebewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte.

Soweit bei Leasingverträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt ("Operating-Lease"), erfolgt die Bilanzierung der Leasinggegenstände beim Leasinggeber. Die Aufwendungen aus diesen Leasingverhältnissen werden innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis ihres wirtschaftlichen Gehalts zum Zeitpunkt des Abschlusses getroffen. Zu jedem Leasingverhältnis erfolgte eine Einschätzung dahingehend, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.

Eine Sale-and-lease-back-Transaktion ist die Veräußerung eines im Eigentum des künftigen Leasingnehmers stehenden und bereits durch ihn genutzten Vermögenswerts an den Leasinggeber und die anschließende weitere Nutzung durch den Leasingnehmer mittels eines Leasingvertrags. Es liegen insoweit zwei wirtschaftlich zusammenhängende Verträge (Kaufvertrag und Leasingvertrag) vor. Die Bilanzierung erfolgt als einheitliche Transaktion. Je nach Ausgestaltung des Lease-back-Vertrags erfolgt die Bilanzierung als Operating-Lease oder als Finance Lease.

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

An jedem Bilanzstichtag wird ermittelt, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung der nicht-finanziellen Vermögenswerte (insbesondere immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer) vorliegen. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") des betreffenden Vermögenswerts geschätzt. Nach IAS 36.6 ("Impairment of Assets") entspricht der erzielbare Betrag dem höheren aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten ("Fair Value less cost to sell") und dem Nutzungswert ("Value in use") des Vermögenswerts bzw. einer identifizierbaren Gruppe von Vermögenswerten, die finanzielle Mittel aus der fortgesetzten Nutzung generiert ("Cash-Generating-Unit"/"CGU"). Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer CGU den jeweils erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Für Vermögenswerte des Sachanlagevermögens und immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, wird zu jedem Bilanzstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, ob ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Wenn solche Anhaltspunkte vorliegen, wird eine Schätzung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts oder der CGU vorgenommen. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verpflichtung oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Notwendige Voraussetzung ist, dass die auf einer rechtsgeschäftlichen Grundlage in Form von Vereinbarungen oder Verträgen beruhenden Rechte oder Pflichten finanzielle Sachverhalte zum Inhalt haben.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehensforderungen, sonstige Forderungen und zu Handelszwecken gehaltene originäre sowie zu Handelszwecken gehaltene derivative finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte werden entsprechend ihrer Klassifizierung entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet.

Mit dem beizulegenden Zeitwert ("Fair Value") werden die finanziellen Vermögenswerte Finanzanlagen und die zu Handelszwecken gehaltenen derivativen Finanzinstrumente bewertet. Finanzinstrumente der Kategorie Kredite und Forderungen ("Loans and Receivables") werden zu fortgeführten Anschaffungskosten ("At cost") bilanziert. Die planmäßige Fortschreibung der Anschaffungskosten berücksichtigt Tilgungsleistungen und die Amortisation eines etwaigen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten und dem bei Fälligkeit zu erwartenden Zahlungseingang unter Anwendung der Effektivzinsmethode sowie abzüglich etwaiger Minderungen durch Wertberichtigungen aufgrund der möglichen Uneinbringlichkeit.

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Dazu gehören gemäß IAS 39 "Financial Instruments: recognition and measurement" bei paragon insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. paragon klassifiziert die finanziellen Verbindlichkeiten in der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen und bewertet diese zu fortgeführten Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung von Tilgungsleistungen und der Amortisation eines etwaigen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten und der bei Fälligkeit zu erfüllenden Zahlungsverpflichtung unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus diesen finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder paragon seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertragen oder eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer Vereinbarung, die die Bedingungen in IAS 39.19 erfüllt (Durchleitungsvereinbarung), übernommen hat. Werden finanzielle Vermögenswerte übertragen, ist zu beachten, ob paragon (1) entweder alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder (2) zwar alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht an dem Vermögenswert übertragen hat.

paragon erfasst einen neuen Vermögenswert, wenn (1) alle vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert auf paragon übertragen wurden oder (2) alle mit dem Vermögenswert verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten wurden, aber paragon die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert erhält.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt oder aufgehoben wurde oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit wesentlich neuen Vertragsbedingungen ersetzt oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit grundlegend geändert, wird dieser Austausch bzw. diese Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Bilanzierung einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht in Euro bestehen, werden beim erstmaligen Ansatz mit dem Mittelkurs am Transaktionstag und in der Folge zu jedem Stichtag umgerechnet. Entstandene Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden als kurzfristig ausgewiesen, wenn sie entweder zu Handelszwecken klassifiziert oder voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern enthalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch latente Steuern.

Die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung bzw. eine Zahlung der Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung des Betrags basiert auf dem Steuergesetzesstand und damit denjenigen Steuersätzen, die zum Bilanzstichtag gelten oder angekündigt sind.

Latente Steuern werden nach IAS 12 "Income Taxes" gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gebildet. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerlichen Abschluss vorliegen, führen diese zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern ("Temporary concept"). Darüber hinaus werden latente Steuern auf zukünftige Steuerminderungsansprüche gebildet.

Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und Steuerminderungsansprüche werden in dem Umfang aktiviert, wie damit gerechnet werden kann, dass diese in zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ein ausreichend zur Verfügung stehendes steuerliches Einkommen genutzt werden können.

Der Berechnung von tatsächlichen und latenten Steuern liegen Beurteilungen und Schätzungen zugrunde. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, kann dies sowohl positive als auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Ausschlaggebend für die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit von Verlustvorträgen beziehungsweise steuerlichen Vergünstigungen, die zum Ansatz von aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Zeiträume, in denen steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage zum Bilanzstichtag gelten.

Eine Saldierung laufender Ertragsteueransprüche und -schulden sowie aktiver und passiver latenter Steuern wurde nur vorgenommen, wenn eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist und die latenten Steueransprüche und -schulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, sowie ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden vorliegen. Latente Steuern werden gemäß IAS 1.70 als langfristig ausgewiesen.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Bestandteile der Herstellungskosten sind gemäß IAS 2 "Inventories" alle Aufwendungen, die den Erzeugnissen direkt zuzurechnen sind, sowie alle systematisch zuzurechnenden fixen und variablen Produktionsgemeinkosten. Sie enthalten damit neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der Verwaltung und des sozialen Bereiches werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind.

Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, da die Voraussetzungen für qualifizierte Vermögenswerte nicht erfüllt sind. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswertes durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt wurden berücksichtigt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden im Wesentlichen nach der Methode des gleitenden Durchschnitts bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertminderungen bilanziert. Die Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken ausreichend Rechnung. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Die Ermittlung der Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht im Wesentlichen auf Einschätzungen und Beurteilungen der Kreditwürdigkeit und der Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Kunden.

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen, bewertet. Soweit hierunter erfasste Forderungen im Rechtswege geltend gemacht werden, rechnet paragon fest mit der vollständigen Durchsetzbarkeit seiner bilanzierten Ansprüche. Soweit es sich um finanzielle Vermögenswerte (Finanzinstrumente) handelt, werden diese der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel beinhalten Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten mit originären Restlaufzeiten bis zu drei Monaten. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten. Im Falle von Fremdwährungsposten erfolgt die Bewertung zum Fair Value. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bestand der flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten). Zum 31. Dezember 2016 hat der Konzern unter Factoringverträge fallende Forderungen in Höhe von TEUR 734 (Vorjahr 544) unter den Flüssigen Mitteln ausgewiesen.

Pensionsrückstellungen

Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 revised "Employee Benefits. Kernänderung war die Abschaffung der bisher möglichen aufgeschobenen Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste durch die sogenannte Korridormethode hin zur vollständigen erfolgsneutralen Erfassung in der Neubewertungsrücklage des Eigenkapitals.

Beim Anwartschaftsbarwertverfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Die noch nicht in der Bilanz erfassten Beträge ergeben sich durch versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Bestandsveränderungen und Abweichungen zwischen den getroffenen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die in der Berichtsperiode auftreten, werden vollständig und ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Der Dienstzeitaufwand wird unter dem Personalaufwand ausgewiesen. Der im Pensionsaufwand enthaltene Zinsaufwand wird im Zinsergebnis berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 "Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets" gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Die Höhe der Rückstellungen wird durch bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgaben ermittelt, ohne diese mit Rückgriffsansprüchen zu verrechnen. Damit beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat oder die Qualifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtungen auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Es wurde jeweils der wahrscheinlichste Erfüllungsbetrag berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen wurden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bewertet.

Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheit können die tatsächlichen Erfüllungsverpflichtungen bzw. der tatsächliche Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ggf. von den ursprünglichen Schätzungen und damit von den Rückstellungsbeträgen abweichen. Zudem können sich Schätzungen aufgrund neuer Informationen ändern und sich ggf. erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Von der öffentlichen Hand gewährte Investitionszuschüsse und -zulagen werden gemäß IAS 20 "Accounting for government grants and disclosure of government assistance" erfasst und in der Bilanz unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Eine Bilanzierung dieser Zuwendungen der öffentlichen Hand erfolgt nach IAS 20 nur bei Bestehen einer angemessenen Sicherheit, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die öffentlichen Zuschüsse und Zuwendungen werden grundsätzlich in Form eines passiven Abgrenzungspostens berücksichtigt und über die durchschnittliche Nutzungsdauer der geförderten Vermögenswerte aufgelöst. Die Auflösung erfolgt entsprechend der angenommen Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswertes zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge.

Finanzielle Schulden und Eigenkapitalinstrumente

Finanzielle Schulden und Eigenkapitalinstrumente werden in Abhängigkeit des wirtschaftlichen Gehaltes des zugrunde liegenden Vertrages eingeordnet. Eigenkapitalinstrumente werden zu den erhaltenen Geld- oder sonstigen Vermögenswerten abzüglich der direkt zurechenbaren externen Transaktionskosten erfasst.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten sind nicht verzinslich und werden zu ihrem Nominalwert bilanziert.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass paragon der wirtschaftliche Nutzen zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bemessen. Umsatzsteuer oder andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Soweit für Geschäfte eine Abnahmeerklärung des Erwerbers vorgesehen ist, werden die betreffenden Umsatzerlöse erst dann berücksichtigt, wenn eine solche Erklärung erfolgt ist. Sofern Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen mehrere Liefer- und Leistungskomponenten enthalten (Mehrkomponentenverträge), wie z. B. unterschiedliche Vergütungsabkommen in Form von Vorabzahlungen, Meilenstein- und ähnliche Zahlungen, erfolgt eine Prüfung, ob ggf. mehrere separate Realisationszeitpunkte für Teilumsätze zu berücksichtigen sind. Vertraglich vereinbarte Vorauszahlungen und andere Einmalzahlungen werden abgegrenzt und über den Zeitraum der Erbringung der vertraglich vereinbarten Gegenleistung ergebniswirksam aufgelöst.

Erträge aus dem Verkauf von Erzeugnissen werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Gemäß den mit den Kunden geschlossenen Vereinbarungen tritt dies in der Regel mit Versand der Erzeugnisse ein. Die Umsätze werden nach Abzug von Skonti, Rabatten und Rücksendungen ausgewiesen.

Umsatzerlöse aus Entwicklungsleistungen werden nach Maßgabe des Fertigstellungsgrads (Percentage-of-Completion-Methode) am Abschlussstichtag realisiert.

Zinserträge und Zinsaufwendungen werden gemäß der Effektivzinsmethode erfasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistungen bzw. zum Zeitpunkt ihrer wirtschaftlichen Verursachung ergebniswirksam.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Sie werden dann aktiviert, wenn sie die Voraussetzungen eines sog. "Qualifying asset" im Sinne des IAS 23 "Borrowing cost" erfüllen.

(9) Verwendung von Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS macht es erforderlich, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, könnte dies sowohl positive als auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden folgende Schätzungen und Annahmen getroffen, welche die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen:

Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden aus Unternehmenszusammenschlüssen

Die beizulegenden Zeitwerte sowie die Aufteilung der Anschaffungskosten auf die erworbenen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden wurden basierend auf Erfahrungswerten und Einschätzungen über künftige Zahlungsmittelzuflüsse bestimmt. Die tatsächlichen Zahlungsmittelzuflüsse können von den erwarteten Beträgen abweichen.

Firmenwert

Wie in den Grundsätzen der Rechnungslegung dargestellt, überprüft der Konzern jährlich und sofern ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, ob eine Wertminderung auf Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswertes beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows. Obwohl der Vorstand davon ausgeht, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrages verwendeten Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen könnte.

Aktivierte Entwicklungskosten

Zur Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten wurden Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Diskontsätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Zahlungsmitteln, die diese Vermögenswerte generieren, getroffen. Die Annahmen über den Zeitraum und die Höhe der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse basieren auf Erwartungen über die zukünftige Entwicklung des Auftragsbestands mit denjenigen Kunden, mit denen diese Entwicklungsprojekte durchgeführt werden.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt in Einzelfällen anhand der erwarteten Erlöse abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die tatsächlichen Erlöse und die noch anfallenden Kosten können von den erwarteten Beträgen abweichen.

Hinsichtlich der Bewertungsabschläge verweisen wir auf die Ausführungen zu den Vorräten im vorherigen Abschnitt (Note 8).

Zur Erfassung der Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen nach Maßgabe der Fertigstellung am Bilanzstichtag sind Schätzungen erforderlich. Wesentlicher Bewertungsparameter ist der Fertigstellungsgrad, der auf Basis einer sorgfältigen Schätzung der Gesamtauftragskosten, der noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, der Gesamtauftragserlöse, der Auftragsrisiken und anderer Annahmen ermittelt wird.

Andere Vermögenswerte und Schulden

Annahmen und Einschätzungen sind grundsätzlich für Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sowie für Eventualverbindlichkeiten und sonstige Rückstellungen erforderlich; ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Werts langlebiger Sachanlagen und immaterieller Vermögenswerte.

Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass dann eine Anpassung des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte bzw. Schulden erforderlich ist.

Aktive und Passive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden nur insoweit angesetzt, wie in zukünftigen Perioden ein positives steuerliches Ergebnis zu erwarten ist und damit ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen.

Die Berechnung der inländischen latenten Steuern erfolgte zum 31. Dezember 2016 in Höhe eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 30,0% (Vorjahr: 30,0%). Darin sind einerseits ein Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15% und ein Solidaritätszuschlag von 5,5% enthalten. Andererseits enthält dieser Ertragsteuersatz die Gewerbesteuer unter Berücksichtigung der Aufteilung des Gewerbesteuermessbetrags auf die Gemeinden, in denen sich die Zweigniederlassungen des Unternehmens befinden.

Die latenten Steuern für die ausländischen Tochterunternehmen werden mit einem Steuersatz von 34,6% (Vorjahr: 34,6% für die Voltabox of Texas, Inc. sowie jeweils 30,0% für die paragon Automotive Technology (Shanghai) Co., Ltd. und die paragon Automotive (Kunshan) Co., Ltd.) ermittelt.

Pensionsrückstellungen

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Diskontsätze, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Diese Schätzungen unterliegen aufgrund der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne wesentlichen Unsicherheiten.

Die Bewertung zum 31. Dezember 2016 erfolgte entsprechend der erwarteten langfristigen Marktzinsentwicklung mit einem Diskontsatz von 1,50% (Vorjahr: 2,00%).

Im Übrigen liegen den versicherungsmathematischen Berechnungen unverändert zum Vorjahr eine Gehaltsdynamik von 0% seit 2009 sowie eine Rentendynamik von 2,00% zugrunde.

Sonstige Rückstellungen

Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgten auf Basis der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und den zum Bilanzstichtag bekannten Umständen. Der später tatsächlich eintretende Nutzenabfluss kann insofern von den zum Bilanzstichtag bilanzierten sonstigen Rückstellungen abweichen.

Umsatzrealisierung aus Fertigungsaufträgen

Fertigungsaufträge werden nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird nach der cost-to-cost Methode ermittelt. Diese Methode erfordert eine exakte Schätzung des Ausmaßes des Auftragsfortschrittes. Weitere Schätzungen beziehen sich auf allgemeine Auftragsrisiken. Das Controlling der operativen Gesellschaft überprüft kontinuierlich alle Schätzungen, die im Rahmen der Fertigungsaufträge erforderlich sind, und passt diese bei Notwendigkeit an.

Rechtliche Risiken

Grundsätzlich können paragon Konzerngesellschaften Parteien in Rechtsstreitigkeiten sein. Das Management analysiert regelmäßig die aktuellen Informationen zu diesen Fällen und bildet, soweit notwendig, Rückstellungen für wahrscheinliche Verpflichtungen einschließlich der geschätzten Rechtskosten. Für die Beurteilung werden externe Rechtsanwälte eingesetzt. Im Rahmen der Entscheidung über die Notwendigkeit einer Rückstellung berücksichtigt der Vorstand die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ausgangs und die Möglichkeit, die Höhe der Verpflichtung ausreichend verlässlich zu schätzen. Die Erhebung einer Klage, die formale Geltendmachung eines Anspruchs oder die Angabe eines Rechtsstreits im Anhang bedeuten nicht automatisch, dass eine Rückstellung für das betreffende Risiko angemessen ist.

(10) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen, vermindert um Erlösschmälerungen. Die Umsatzerlöse der Berichtsperiode von TEUR 102.790 (Vorjahr: TEUR 94.990) entfallen mit TEUR 70.251 (Vorjahr: TEUR 65.297) auf das Inland und mit TEUR 32.539 (Vorjahr: TEUR 29.693) auf das Ausland.

In der Berichtsperiode sind im Zusammenhang mit Entwicklungsleistungen sonstige Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 7.815 (Vorjahr: TEUR 5.487) realisiert worden.

In den Umsatzerlösen der Berichtsperiode sind nach der POC-Methode ermittelte Auftragserlöse von TEUR 190 (Vorjahr: TEUR - 925) enthalten.

Die Aufteilung und Aufgliederung der Umsatzerlöse nach strategischen Geschäftsfeldern sowie nach Regionen erfolgt im Kapitel "Segmentberichterstattung".

(11) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Veräußerung von Anlagevermögen mit TEUR 347 (Vorjahr: TEUR 778), Erträge aus der Kfz-Überlassung an Arbeitnehmer von TEUR 323 (Vorjahr: TEUR 318), Kursdifferenzen mit TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 1.628), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Zuwendungen mit TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 88) sowie Investitionszulagen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 71).

(12) Andere aktivierte Eigenleistungen

Soweit in der Berichtsperiode Entwicklungsprojekte die Voraussetzungen nach IAS 38.21 sowie IAS 38.57 erfüllen und aktiviert werden, sind unter den anderen aktivierten Eigenleistungen projektbezogene Entwicklungskosten erfasst. Die aktivierten Beträge sind innerhalb der immateriellen Vermögenswerte ausgewiesen. Daneben beinhalten die aktivierten Eigenleistungen Herstellungskosten von Prüfanlagen.

In TEUR 01.01.-31.12.2016 01.01.-31.12.2015
Projektbezogene Entwicklungskosten 14.313 11.847
Herstellkosten von Prüfanlagen 1.003 905
Andere aktivierte Eigenleistungen 15.317 12.752

(13) Materialaufwand

In TEUR 01.01.-31.12.2016 01.01.-31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 55.788 53.233
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.953 2.283
Materialaufwand 57.741 55.516

(14) Personalaufwand

Der Personalaufwand betrug in der abgelaufenen Berichtsperiode TEUR 29.248 (Vorjahr: TEUR 26.307) und gliedert sich wie folgt:

In TEUR 01.01.-31.12.2016 01.01.-31.12.2015
Löhne und Gehälter 21.186 20.117
Soziale Abgaben / Aufwendungen für Altersversorgung 3.689 3.271
Personalleasing 4.373 2.919
Personalaufwand 29.248 26.307

Der Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

01.01.-31.12.2016 01.01.-31.12.2015
Angestellte 333 291
Gewerbliche Mitarbeiter 293 270
Personalbestand 626 561

(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Kosten für Gebäudemieten und -kosten (TEUR 1.299, Vorjahr: TEUR 1.571), Energiekosten (TEUR 1.065, Vorjahr: TEUR 963), Fremdleistungen für Entwicklungskosten (TEUR 3.500, Vorjahr: TEUR 3.619), Fracht- und Verpackungskosten (TEUR 580, Vorjahr: TEUR 895), Kosten für EDV und Telefon (TEUR 1.347, Vorjahr: TEUR 1.247), Kfz-Kosten (TEUR 862, Vorjahr: TEUR 866), Kosten für Instandhaltung (TEUR 787, Vorjahr: TEUR 807), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 1.210, Vorjahr: TEUR 962), Werbe- und Marketingkosten (TEUR 818, Vorjahr: TEUR 694), Kosten für betriebliche Versicherungen und Leasing (TEUR 585, Vorjahr: TEUR 400). Die in der Berichtsperiode unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfassten sonstigen Steuern betragen TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 39).

(16) Abschreibungen

Eine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

(17) Finanzergebnis

In TEUR 01.01.-31.12.2016 01.01.-31.12.2015
Finanzerträge 2 143
Zinserträge 2 143
Finanzierungsaufwendungen - 3.169 - 2.930
Sonstige Finanz- und Zinsaufwendungen -3.169 - 2.930
Finanzergebnis - 3.167 - 2.787

Unter den sonstigen Finanz- und Zinsaufwendungen werden Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.422 (Vorjahr: TEUR 2.239) ausgewiesen.

(18) Ertragsteuern

In TEUR 01.01.-31.12.2016 01.01.-31.12.2015
Laufende Steuern 253 5
Laufende Steuern Inland 253 5
Laufende Steuern Ausland 0 0
Latente Steuern 1.948 1.613
Latente Steuern Inland 3.442 2.397
Latente Steuern Ausland -1.494 - 784
Ertragsteuern 2.201 1.618

Unter den laufenden Steuern werden Körperschafts- und Gewerbesteuer für Vorjahre ausgewiesen.

Die aktivischen latenten Steuern in Höhe von TEUR 4.522 (i.Vj. TEUR 2.946) betreffen zum Ende der Berichtsperiode mit TEUR 2.293 (i.Vj. TEUR 1.590) das Inland und mit TEUR 2.229 (i.Vj. TEUR 1.356) das Ausland. Die passivischen latenten Steuern in Höhe von TEUR 9.997 (i.Vj. TEUR 6.460) betreffen zum Ende der Berichtsperiode mit TEUR 9.849 (i.Vj. TEUR 6.317) das Inland und mit TEUR 148 (i.Vj. TEUR 143) das Ausland.

Aktivische und passivische latente Steuern wurden im Zusammenhang mit folgenden Positionen und Sachverhalten gebildet:

31.12.2016 31.12.2015
In TEUR Aktivische latente Steuern Passivische latente Steuern Aktivische latente Steuern Passivische latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 0 9.576 0 6.005
Sachanlagen 281 0 295 0
Forderungen und übrige Vermögenswerte 192 196 127 157
Pensionsrückstellungen 697 0 655 0
Anleihen 0 86 0 135
Verbindlichkeiten 0 148 0 163
Verlustvorträge 3.352 0 1.869 0
Aktive und passive latente Steuern vor Saldierung 4.522 9.997 2.946 6.460
Saldierung - 4.522 - 4.522 - 2.946 - 2.946
Aktive und passive latente Steuern nach Saldierung 0 5.475 0 3.514

Die Erhöhung der passivischen latenten Steuern in Höhe von TEUR 3.537 resultiert im Wesentlichen aus im Berichtsjahr vorgenommenen Aktivierungen von Entwicklungskosten bei den immateriellen Vermögenswerten (TEUR 3.562) und Forderungen (TEUR 39).

Gegenläufig reduzierten sich die Buchwertunterschiede aus Anleihen (TEUR 49).

Die Erhöhung der aktivischen latenten Steuern in Höhe um TEUR 1.576 resultiert im Wesentlichen mit TEUR 1.484 aus der Aktivierung von Verlustvorträgen. In Deutschland sind die Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung zeitlich unbegrenzt nutzbar. Für die ausländischen Verlustvorträge aus der Voltabox of Texas, Inc. ist die Nutzbarkeit auf 20 Jahre begrenzt. Darüber hinaus erhöhten sich die Buchwertunterschiede bei Pensionsrückstellungen (TEUR 42) sowie Forderungen (TEUR 65) und gegenläufig reduzierten Sachanlagen (TEUR 14). In der Berichtsperiode wurde ein Betrag der aktivischen latenten Steuern aus Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 6) erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage des Eigenkapitals erfasst. Dies entspricht auch dem in Zusammenhang mit dem Bestandteil des sonstigen Ergebnisses stehenden Betrags an aktiven latenten Steuern.

Vororganschaftliche körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge bestehen in der Voltabox Deutschland GmbH in Höhe von TEUR 1.189. Für diese Verlustvorträge wurden latente Steuern nicht angesetzt.

Zukünftig in Deutschland zu zahlende Dividenden der paragon AG haben keinen Einfluss auf die Steuerbelastung der paragon AG.

Gemäß IAS 12.81 (c) ist der tatsächliche Steueraufwand mit dem Steueraufwand zu vergleichen, der sich bei Verwendung der anzusetzenden Steuersätze auf das ausgewiesene Ergebnis vor Steuern theoretisch ergeben würde. Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Überleitung vom rechnerischen Steueraufwand zum tatsächlichen Steueraufwand.

In TEUR 01.01. -31.12.2016 01.01. -31.12.2015
Ergebnis vor Steuern 5.762 5.021
Rechnerischer Steueraufwand bei einem Steuersatz von 30,0% (Vj. 30,0%) 1.729 1.506
Periodenfremde Steueraufwendungen 224 4
Nichtansatz von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge 0 78
Sonstiges 248 30
Tatsächlicher Steueraufwand 2.201 1.618

(19) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (basic earnings per share) errechnet sich aus der Division des Ergebnisses der Berichtsperiode durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien. Die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien betrug in der Berichtsperiode 4.217.658 (Vorjahr: 4.114.788). Bei der Ermittlung der durchschnittlichen Anzahl ausgegebener Aktien wurden die durch die Barkapitalerhöhung am 5. Oktober neu herausgegebenen Aktien mit einer Gewichtung von 25% einberechnet.

Bei einem Ergebnis der Berichtsperiode in Höhe von TEUR 3.561 (Vorjahr: TEUR 3.403) ergibt sich ein unverwässertes Ergebnis je Aktie (basic) in Höhe von EUR 0,84 (Vorjahr: EUR 0,83).

Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird grundsätzlich die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien um die Anzahl aller potenziell verwässernden Aktien berichtigt.

Aktienoptionspläne führen grundsätzlich zu einer solchen potenziellen Verwässerung des Ergebnisses je Aktie. Innerhalb des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 bestanden keine Optionsrechte zum Bezug von Aktien der paragon AG.

(20) Immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung und Aufgliederung der immateriellen Vermögenswerte, der Sach- und Finanzanlagen ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Erläuterungen zu den Investitionen befinden sich im Lagebericht.

Aktivierte Entwicklungskosten

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 30.950 (Vorjahr: TEUR 17.819) aktiviert. Die gesamten Entwicklungsaufwendungen der Periode betrugen TEUR 15.193 (Vorjahr: TEUR 12.816). Davon wurden interne Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 14.313 (Vorjahr: TEUR 11.893) als immaterielle Vermögenswerte in der Berichtsperiode aktiviert.

Schwerpunkte der Entwicklung liegen im Bereich der Kommunikationssparte mit Car Media Systemen, im Bereich Antriebsstrangsensorik sowie im Bereich der Bedien- und Anzeigeinstrumente.

Die Abschreibungen der Berichtsperiode betragen TEUR 1.145 (Vorjahr: TEUR 614).

Die aktivierten Entwicklungskosten wurden gemäß IAS 36 einem Wertminderungstest unterzogen. Dieser ergab für einzelne Entwicklungsprojekte einen erzielbaren Betrag von höchstens TEUR 0. Der jeweilige erzielbare Betrag entspricht dabei dem Zeitwert der Entwicklungsprojekte, der auf Basis neuerer Erkenntnisse zur Veräußerbarkeit der Entwicklungsprojekte bestimmt wurde. Der Wertminderungsaufwand gemäß IAS 36 betrug im Berichtsjahr TEUR 37 (Vorjahr TEUR 111).

Der erzielbare Betrag der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf einer vom Vorstand verabschiedeten Umsatzplanung basieren. Die Umsatzplanung beinhaltet einen Planungszeitraum von fünf Jahren, das Wachstum wird für jedes Produkt entsprechend den vorliegenden Marktanalysen festgelegt. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete risikoadjustierte Diskontierungsfaktor beträgt 4%.

Kundenliste

Der Konzern hat im Zuge des Unternehmenszusammenschlusses mit der SphereDesign GmbH zum 1. Januar 2015 auch einen Kundenstamm als immateriellen Vermögenswert identifiziert. Es handelt sich um vertraglich fixierte Kundenbeziehungen, die die Ansatzkriterien gemäß IAS 38.8 ff. erfüllen. Die Anschaffungskosten des Kundenstamms der SphereDesign GmbH betragen TEUR 2.565. Der Ausweis erfolgt unter "Lizenzen, Patente, Software/Kundenlisten". Unter Beachtung von IAS 38 wurde diese Kundenliste als ein immaterieller Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer von 7 Jahren eingestuft. Im Berichtsjahr wurde mit den Verkäufern eine Anpassung des Kaufpreises der SphereDesign GmbH vereinbart.

Entwicklung der Kundenliste:

In TEUR
Kundenliste 1.1.2016 2.199
Kaufpreisanpassung 245
Abschreibungen des Geschäftsjahres - 392
Buchwert 31.12.2016 2.052

(21) Firmenwert

Gemäß IFRS 3 (Business Combinations) und der in diesem Zusammenhang überarbeiteten Standards IAS 36 (Impairment of Assets) und IAS 38 (Intangible Assests) unterliegen Geschäfts- und Firmenwerte und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, deren Herstellung noch nicht abgeschlossen ist, regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen.

Hierbei werden Geschäfts- oder Firmenwerte und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, deren Herstellung noch nicht abgeschlossen ist, jährlich auf eine mögliche Wertminderung überprüft. Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, ist die Werthaltigkeitsprüfung auch häufiger durchzuführen.

Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit werden im paragon-Konzern die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("Cash Generating Unit", CGU) mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag ("recoverable amount"), d. h., dem höheren Wert aus Nettoveräußerungspreis ("fair value less costs to sell") und seinem Nutzungswert ("value in use"), verglichen. In den Fällen, in denen der Buchwert der Cash Generating Unit höher als sein erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust ("impairment loss") vor. Der erzielbare Betrag wird durch die Ermittlung des Nutzwertes mittels der Discounted-Cash Flow- Methode bestimmt. Die Cash Flows zur Bestimmung der Nutzungswerte wurden auf der Grundlage der Mittelfristplanung des Managements ermittelt. Diese Planungen beruhen auf Erfahrungen der Vergangenheit sowie auf Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung unter Berücksichtigung von bereits initiierten strategischen und operativen Maßnahmen zur Geschäftsfeldsteuerung. Der Zeitraum für den Detail-Planungshorizont beträgt in der Regel fünf Jahre.

Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten berechnet (WACC = Weighted Average Cost of Capital). Die Eigenkapitalkosten werden dabei aus einer Peer Group-Analyse des relevanten Marktes und damit aus verfügbaren Kapitalmarktinformationen abgeleitet. Um den unterschiedlichen Rendite-/Risikoprofilen unserer Tätigkeitsschwerpunkte Rechnung zu tragen, berechnen wir für unsere Gesellschaften (CGUs) individuelle Kapitalkostensätze. Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze, sog. WACC vor Steuern, die zur Diskontierung der Cash Flows angewandt worden sind, liegen bei 4,0 Prozent (Vorjahr: 4,0 Prozent).

Der Firmenwert betrug zum Bilanzstichtag TEUR 843 (Vorjahr: TEUR 770).

(22) Sachanlagen

Die Abschreibungen der Berichtsperiode betragen TEUR 4.532 (Vorjahr: TEUR 4.414). Grundstücke und Gebäude sind durch Grundpfandrechte zur Sicherung von langfristigen Bankkrediten belastet.

Teile des beweglichen Anlagevermögens werden über Finanzierungsleasingverträge finanziert, die regelmäßig eine Laufzeit von vier bis fünf Jahren haben. Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasingraten werden als Verbindlichkeiten passiviert. Der Nettobuchwert der aktivierten Vermögenswerte aus den Finanzierungsleasingverträgen zum 31. Dezember 2016 beträgt TEUR 2.849 (Vorjahr: TEUR 2.286). Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Leasingraten betragen TEUR 3.213 (Vorjahr: TEUR 2.335) und werden als Verbindlichkeiten zu ihrem Barwert passiviert. Die aktivierten Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverträgen betreffen ausschließlich technische Anlagen und Maschinen. Der überwiegende Teil der Leasingverträge enthält Regelungen über den Eigentumsübergang ohne weitere Zahlungen nach vollständiger Erfüllung aller Verpflichtungen während der Grundmietzeit (Vollamortisation). Im Übrigen wurden keine festen Vereinbarungen über die weitere Nutzung der Leasinggegenstände nach Ablauf der Grundmietzeit getroffen. Paragon geht jedoch davon aus, dass die Leasinggegenstände nach Ablauf der Grundmietzeit günstig erworben beziehungsweise zu einem günstigen Mietzins weiter genutzt werden können.

Die geleisteten Anzahlungen für Maschinen und Anlagen betrugen im Berichtsjahr TEUR 3.913 (Vorjahr: TEUR 2.653).

Im Berichtsjahr betrug der Aufwand aus dem Abgang von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens TEUR 307 (Vorjahr: TEUR 722).

(23) Finanzanlagen

Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 18. Februar 2015 hat die paragon AG mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1 Januar 2015 sämtliche Anteile an der SphereDesign GmbH, Bexbach, zu einem Preis von TEUR 3.015 erworben. Die Gesellschaft ist ein etablierter Entwicklungsdienstleister und Systemlieferant für die Automobilindustrie im Bereich Bedien- und Anzeigenelemente. Ein Teil des Gesamtkaufpreises in Höhe von TEUR 1.796 wird gestaffelt in den folgenden zwei Jahren fällig und somit unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 wurde am 20. März 2015 ein Ergebnis- und Abführungsvertrag zwischen der paragon AG und der Sphere Design GmbH geschlossen. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wies die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 274 (Vorjahr: TEUR 274) sowie einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr Jahresfehlbetrag: TEUR -176) aus.

Im Berichtsjahr sind im paragon-Konzern TEUR 7.435 Umsatz der Sphere Design GmbH enthalten. Das erworbene Geschäft hat seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt (1. Januar 2015), einschließlich der Ergebniseffekte aus der planmäßigen Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten (TEUR -392), erworben im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses, sowie der darauf entfallenden latenten Steuern (TEUR 138) einen Nettoverlust von TEUR -277 zum paragon-Konzern beigetragen.

Am 25. November 2015 wurde die productronic GmbH, Delbrück gegründet. Zweck der Gesellschaft ist die Produktion elektronischer und mechanischer Baugruppen, insbesondere für die Automobilproduktion. Die paragon AG hält 100% der Anteile der productronic GmbH. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wies die Gesellschaft ein Eigenkapital von TEUR 7.819 (Vorjahr: TEUR 24) sowie einen Jahresüberschuss von TEUR 1.693 (Vorjahr Jahresfehlbetrag: TEUR 1) aus.

Am 15. September 2015 wurde die paragon Automotive (KunShan) Co., Ltd. gegründet. Zweck der Gesellschaft ist die Produktion und Vermarktung von paragon Produkten für den chinesischen Markt.

Der Produktionsstart in dem neuen Werk im "German Industrial Park" erfolgte am 4. November 2015. Die paragon AG hält 100% der Anteile der paragon Automotive (KunShan) Co., Ltd. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wies die Gesellschaft ein Eigenkapital von TEUR 723 (Vorjahr: TEUR 513) sowie einen Jahresfehlbetrag von TEUR - 1.181 (Vorjahr: TEUR - 186) aus.

Zum 29. Juli 2013 wurden die Anteile an der KarTec GmbH, Forchheim, über die Ausübung der im aufschiebend bedingten Kaufvertrag vorhandenen Put-Option zu einem Preis von TEUR 1.036 erworben. Zwischen den Vertragsparteien wurde vereinbart, dass der Kaufpreis mit einer Forderung der paragon AG aus Darlehensgewährung verrechnet wird. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wies die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 221 (Vorjahr: TEUR 27) sowie einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 194 (Vorjahr: TEUR 27) aus.

In 2013 nahm die paragon Automotive Technology Co. Ltd., Shanghai ihre operative Tätigkeit auf. Die nach chinesischem Recht beantragte Volllizenz wurde der Gesellschaft am 3. Januar 2014 erteilt. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wies die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 31) sowie einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 26) aus.

Im Zuge der strategischen Neuausrichtung der Geschäftsbereiche wurde in 2014 mit notariell beurkundetem Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 23. April 2014 rückwirkend zum 1. Januar 2014 der Geschäftsbereich Elektromobilität auf die bestehende Gesellschaft Voltabox Deutschland GmbH ausgegliedert. Die paragon AG hält 100 % der Anteile der Voltabox Deutschland GmbH. Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 wurde am 23. April 2014 ein Ergebnis- und Abführungsvertrag zwischen der paragon AG und der Voltabox Deutschland GmbH geschlossen. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde von der paragon AG der Jahresfehlbetrag 2016 in Höhe von TEUR 4.449 (Vorjahr: TEUR 4.962) übernommen. Die Gesellschaft wies zum 31. Dezember 2016 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 205 (Vorjahr: TEUR - 595) aus.

Am 18. Dezember 2013 wurde die Voltabox of Texas, Inc., Austin, gegründet. CEO sowie Präsident dieser Gesellschaft ist Herr Klaus Dieter Frers. Die Gesellschaft produziert und vermarktet seit 2014 die Geschäftsaktivitäten der Elektromobilität auf dem amerikanischen Markt. Die paragon AG hält 100 % der Anteile der Voltabox of Texas, Inc. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wies die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von TEUR - 6.378 (Vorjahr: TEUR -3.627) sowie einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR - 2.526 (Vorjahr: TEUR - 2.093) aus.

Die paragon AG hat gegenüber der Voltabox Deutschland GmbH eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von TEUR 318 sowie eine selbstschuldnerische Bürgschaft von TEUR 1.816 übernommen. Angesichts der bilanziellen Überschuldung der Voltabox Deutschland GmbH hat die paragon AG für das Geschäftsjahr 2014 einen qualifizierten Rangrücktritt in Höhe von TEUR 5.506 ausgesprochen. Ab Geschäftsjahr 2015 besteht zwischen der paragon AG und der Voltabox Deutschland GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag.

Des Weiteren hält die paragon AG eine Kommanditbeteiligung mit einen Kapitalanteil i.H.v. TEUR 100 an der Kommanditgesellschaft Bilster Berg Drive Resort GmbH & Co. KG mit Sitz in Bad Driburg, welche für TEUR 120 am 19. September 2013 erworben wurde.

(24) Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.764 4.493
Unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen 7.060 6.263
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 892 460
Vorräte 13.716 11.216

In der Berichtsperiode und im Vorjahr wurden keine außerordentlichen Wertminderungen auf Vorräte vorgenommen. Wertaufholungen wurden in der Berichtsperiode wie im Vorjahr ebenfalls nicht vorgenommen. Wertminderungen auf Vorräte im Wesentlichen durch Sperrlager und Ersatzteillager wurden in der Berichtsperiode in Höhe von TEUR 343 (Vorjahr: TEUR 274) vorgenommen Zum Bilanzstichtag dienten Vorräte in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) der Besicherung von Verbindlichkeiten.

(25) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen leitet sich wie folgt her:

In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.492 10.467
Abzgl. Wertberichtigungen -115 - 90
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.377 10.377

Der Konzern hatte Forderungen aus der "POC"-Methode in Höhe von TEUR 777 (Vorjahr: TEUR 586). Im Berichtsjahr erzielte der Konzern Umsätze aus "POC"-Aufträgen i.H.v. TEUR 190 und "POC"-Aufwendungen i.H.v. TEUR 190. Insgesamt hat der Konzern Anzahlungen auf "POC"-Projekte in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr: 165) erhalten.

Die Altersstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

In TEUR Buchwert davon weder wertgemindert noch überfällig davon wie folgt überfällig aber nicht wertgemindert
  31.12.2016     0 - 30 Tage 30 - 60 Tage 60 - 90 Tage
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   8.343 6.114 480 320 51
  31.12.2015     0 - 30 Tage 30 - 60 Tage 60 - 90 Tage
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   10.304 7.350 962 144 79
In TEUR davon wie folgt überfällig aber nicht wertgemindert
  > 90 Tage
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.378
  > 90 Tage
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.769

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch überfälligen Forderungsbestands lagen zum Bilanzstichtag keinerlei Hinweise vor, die darauf hindeuten, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Die wertberichtigten Forderungen haben sich auf Basis dieser Erkenntnisse wie folgt entwickelt:

In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Wertberichtigte Forderungen vor Risikovorsorge 149 163
Risikovorsorge -115 - 90
Wertberichtigte Forderungen nach Risikovorsorge 34 73

Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Erträge aus dem Eingang von ausgebuchten Forderungen sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Wertberichtigungen oder Ausbuchungen von sonstigen finanziellen Vermögenswerten wurden weder in der Berichtsperiode noch im Vorjahr vorgenommen.

(26) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten:

In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte    
Kaufpreiseinbehalt aus Factoring 1.110 676
Rechnungsabgrenzungsposten 189 342
Debitorische Kreditoren 267 224
Übrige Vermögenswerte 583 288
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.149 1.529

Die Überfälligkeiten der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Buchwert Davon weder wertgemindert noch überfällig Davon wie folgt überfällig aber nicht wertgemindert
In TEUR 31.12.2016 0 - 30 Tage 30 - 60 Tage 60 - 90 Tage
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte   2.149 2.149 0 0 0
  31.12.2015     0 - 30 Tage 30 - 60 Tage 60 - 90 Tage
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte   1.529 1.529 0 0 0
Davon wie folgt überfällig aber nicht wertgemindert
In TEUR > 90 Tage
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 0
  > 90 Tage
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 0

Bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten lagen zum 31. Dezember 2016 keine Anhaltspunkte vor, dass nennenswerte Zahlungsausfälle eintreten werden.

(27) Flüssige Mittel

Die Kassenbestände und Bankguthaben sind zum Nennbetrag bilanziert. Die flüssigen Mittel beinhalten mit TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 15) den Kassenbestand und mit TEUR 14.264 (Vorjahr: TEUR 8.439) Bankguthaben. Die flüssigen Mittel beinhalten unter anderem das Anderkonto aus der Insolvenz in Höhe von TEUR 626 (Vorjahr: TEUR 500) sowie das Anderkonto "Quotenausschüttung" in Höhe von TEUR 1.454 (TEUR 1.580). Beide Konten stehen unter der alleinigen Verfügungsmacht des ehemaligen Insolvenzverwalters. Die Entwicklung des Finanzmittelfonds ist in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt.

(28) Eigenkapital

Die Entwicklung der einzelnen Komponenten des Eigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 und für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 ist in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Grundkapital

Das Grundkapital der paragon AG beträgt per 31. Dezember 2016 insgesamt TEUR 4.526 (Vorjahr: TEUR 4.115) und ist in 4.526.266 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 eingeteilt. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 wurde das Grundkapital der Gesellschaft nach den Vorschriften des Aktiengesetzes über die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (§§ 207 ff. AktG) durch Umwandlung eines Teilbetrages in Höhe von EUR 1.028.697 der in der Bilanz zum 31. Dezember 2011 ausgewiesenen Kapitalrücklage in Grundkapital auf EUR 5.143.485 erhöht. Die Erhöhung des Grundkapitals erfolgte ohne Ausgabe neuer Aktien durch Erhöhung des auf jede Aktie entfallenden rechnerischen Anteils am Grundkapital der Gesellschaft. Im Anschluss wurde, zum Zwecke der Rückzahlung eines Teils des Grundkapitals an die Aktionäre der Gesellschaft in Form einer Barausschüttung in Höhe von 0,25 Euro je derzeit ausgegebener Aktie, das Grundkapital nach den Vorschriften des Aktiengesetzes über die ordentliche Kapitalherabsetzung (§§ 222 ff. AktG) von EUR 5.143.485, eingeteilt in 4.114.788 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,25 Euro, um EUR 1.028.697 auf EUR 4.114.788 herabgesetzt. Die Kapitalherabsetzung erfolgte durch Verringerung des auf jede Aktie entfallenden rechnerischen Anteils am Grundkapital. Die Auszahlung des Herabsetzungsbetrages i. H. v. EUR 1.028.697 erfolgte nach Eintragung der Kapitalherabsetzung am 3. Januar 2013. Unter teilweiser Ausnutzung des von der Hauptversammlung vom 27. April 2016 beschlossenen genehmigten Kapitals hat der Vorstand das Grundkapital der Gesellschaft am 5. Oktober 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um EUR 411.478,00 auf EUR 4.526.266,00 durch Ausgabe von 411.478 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stammaktien (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils EUR 1,00 und Gewinnanteilberechtigung ab dem 1. Januar 2016 erhöht.

Die sich bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse und bei der Konsolidierung ergebenden Währungsdifferenzen wurden gemäß IAS 21 ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Bedingtes Kapital

Bedingtes Kapital 2012/I gem. Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Mai 2012

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Mai 2012 ist eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um TEUR 410 durch Ausgabe von bis zu 410.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) beschlossen worden (bedingtes Kapital 2012/I). Das bedingte Kapital 2012/I dient ausschließlich der Sicherung von Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 im Rahmen des Aktienoptionsprogrammes 2012 in der Zeit bis einschließlich zum 8. Mai 2017 an Vorstandsmitglieder und Arbeitnehmer der Gesellschaft ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt werden, wie Bezugsrechte ausgegeben werden und deren Inhaber von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt oder Barausgleich leistet. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahrs, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechtes entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Soweit der Vorstand betroffen ist, ist der Aufsichtsrat entsprechend ermächtigt. Der Aufsichtsrat ist des Weiteren ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des bedingten Kapitals anzupassen.

Bedingtes Kapital 2012/II gem. Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Mai 2012

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Mai 2012 ist eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um TEUR 1.647 durch Ausgabe von bis zu 1.647.394 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) beschlossen worden (bedingtes Kapital 2012/II). Die bedingte Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital 2012/II) dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder von Konzerngesellschaften der Gesellschaft im Sinne von § 18 AktG, an denen die Gesellschaft zu mindestens 90% beteiligt ist, aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 bis einschließlich zum 8. Mai 2017 begeben bzw. garantiert werden.

Der Vorstand wurde im selben Beschluss der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich 8. Mai 2017 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100.000.000,00 mit einer Laufzeit von bis zu 20 Jahren zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern der jeweiligen Schuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte und/oder -pflichten auf insgesamt bis zu 1.647.394 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) der Gesellschaft mit einem anteiligem Betrag am Grundkapital von insgesamt EUR 1.647.394,00 nach näherer Maßgabe der jeweiligen Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen.

Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 von der Gesellschaft oder von Konzerngesellschaften der Gesellschaft im Sinne des § 18 AktG, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 90 % beteiligt ist, bis einschließlich zum 8. Mai 2017 begeben bzw. garantiert werden, von ihrem Options- oder Wandlungsrecht Gebrauch machen oder, soweit sie zur Optionsausübung bzw. Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Optionsausübung bzw. Wandlung erfüllen, soweit nicht eigene Aktien zur Bedienung der Options- oder Wandlungsrechte oder -pflichten eingesetzt werden oder ein Barausgleich erfolgt. Die neuen Aktien werden ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie aufgrund der Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. aufgrund der Erfüllung von Options- oder Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teilnehmen. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des bedingten Kapitals anzupassen.

Genehmigtes Kapital 2016/I gem. Hauptversammlungsbeschluss vom 27. April 2016

Der Vorstand wurde durch Hauptversammlungsbeschluss vom 27. April 2016 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 26. April 2021 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 1.645.916,00 durch Ausgabe von bis zu 1.645.916 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016/I). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Das gesetzliche Bezugsrecht kann auch gewährt werden, indem die neuen Aktien von einem Bankenkonsortium mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären mittelbar im Sinne von § 186 Abs. 5 AktG zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in den in § 5 Absatz 6 der Satzung der Emittentin in der Fassung vom Oktober 2016 genannten Fällen auszuschließen. Nach Durchführung der am 5. Oktober 2016 vom Vorstand mit taggleicher Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossenen Kapitalerhöhung um 411.478,00 Euro auf 4.526.266,00 Euro durch Ausgabe von 411.478 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stammaktien (Stückaktien) verfügte die Gesellschaft zum Bilanzstichtag noch über ein Genehmigtes Kapital 2016/I in Höhe von 1.645.916,00 Euro.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2016 TEUR 15.165 (Vorjahr: TEUR 2.450). Durch Umwandlung eines Teilbetrages in Höhe von TEUR 1.029 der in der Bilanz zum 31. Dezember 2011 ausgewiesenen Kapitalrücklage wurde das Grundkapital der Gesellschaft nach den Vorschriften des Aktiengesetzes über die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (§§ 207 ff. AktG) gem. Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2012 erhöht.

Durch die erfolgreiche Platzierung von 411.478 neuen auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stammaktien, unter teilweiser Ausnutzung des von der Hauptversammlung vom 27. April 2016 beschlossenen genehmigten Kapitals, stieg die Kapitalrücklage im Berichtsjahr um TEUR 12.715.

Neubewertungsrücklage

Um dem Erfordernis einer erfolgsneutralen Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19 (revised) "Employee benefits" nachzukommen, wurden die in den Vorjahren nach latenten Steuern erfolgswirksam erfassten Beträge in Höhe von TEUR -426 aus dem Gewinn-/Verlustvortrag in die Neubewertungsrücklage im Abschluss 2012 umgegliedert. In der Berichtsperiode wurde nach latenten Steuern ein Betrag in Höhe von TEUR 142 (Vorjahr: TEUR 15) in der Neubewertungsrücklage erfasst.

Dividende

Für die Berichtsperiode zum 31. Dezember 2016 wird der Hauptversammlung eine Ausschüttung je Aktie in Höhe von EUR 0,25 vorgeschlagen. Das Ausschüttungsvolumen wird TEUR 1.132 betragen.

(29) Verbindlichkeiten aus Finance Lease

Die Verbindlichkeiten aus Finance-Leasing-Verhältnissen, die im Wesentlichen technische Anlagen betreffen, sind gemäß IAS 17 mit ihrem Barwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Der ausgewiesene Tilgungsanteil lässt sich wie folgt herleiten:

In TEUR Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre 31.12.2016 31.12.2015
Mindestleasingzahlungen 1.089 2.305 0 3.394 2.499
Zukünftige Zinszahlungen - 91 - 90 0 - 181 - 164
Verbindlichkeiten aus Finance Leasing (Tilgungsanteil) 998 2.215 0 3.213 2.335
davon unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen       2.215 1.721
davon unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen       998 614

(30) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen insgesamt TEUR 32.782 (Vorjahr: TEUR 32.508), wobei Besicherungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 32.782 (Vorjahr: TEUR 32.508) bestehen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden für Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von 16.818 TEUR (Vorjahr: TEUR 14.801) und durch die Sicherungsübereignung von Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 5.127 (Vorjahr: TEUR 5.860) besichert. Die Besicherung des Warenlagers der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Unfertig- und Fertigerzeugnisse vom 16. Juni 2010 wurde im August 2014 beendet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besitzen eine Laufzeit von:

In TEUR Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre 31.12.2016 31.12.2015
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.657 23.282 4.844 32.782 32.508
davon unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen       20.369 23.784
davon unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen       12.413 8.724

Für die fest vereinbarten Kredite besteht kein Zinsänderungsrisiko. Für Darlehen mit variabel vereinbartem Zins (TEUR 3.808) besteht ein Zinsänderungsrisiko (siehe Note 38 Zinsrisiken).

(31) Anleihen

Zum Zweck der weiteren Internationalisierung und Erweiterung der bestehenden Geschäftsfelder hat die Gesellschaft in 2013 ein öffentliches Angebot zur Zeichnung einer Anleihe abgeschlossen. Insgesamt wurde ein Volumen von TEUR 10.000 bei privaten und institutionellen Investoren platziert. Die Anleihe hat eine Laufzeit bis zum 2. Juli 2018. In 2014 hat die Gesellschaft eine weitere Tranche der bereits in 2013 begebenen Unternehmensanleihe in Höhe von TEUR 3.000 platziert. Diese Tranche hat ebenfalls eine Laufzeit bis 2. Juli 2018. Die im Zusammenhang mit beiden Platzierungen aufgewendeten Transaktionskosten in Höhe von TEUR 790 werden gemäß IAS 39.47 nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Anleihe amortisiert.

(32) Pensionsrückstellungen

Gemäß IAS 19 revised "Employee benefits" wurde bei paragon eine Rückstellung für einen leistungsorientierten Versorgungsplan gebildet. Es handelt sich dabei zum einen um eine individuelle Festbetragszusage bezogen auf das 65. Lebensjahr, die einzelvertraglich festgelegt wurde. Zusätzlich zu dieser bestehenden Pensionsvereinbarung wurde im Geschäftsjahr 2005 eine Neuzusage erteilt. Hierbei handelt es sich um eine einzelvertraglich festgelegte Zusage bezogen auf das 65. Lebensjahr, die sich an der Beschäftigungsdauer und der Gehaltshöhe orientiert. Die Pensionsrückstellungen bestehen für Versorgungszusagen an das Vorstandsmitglied. Aufgrund eines Beschlusses des Aufsichtsrats vom 31. August 2009 erfolgte im Geschäftsjahr 2010 eine Teilausgliederung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 794 und des korrespondierenden Planvermögens in Höhe von TEUR 1.425 an den HDI Gerling Pensionsfonds. Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 10. Dezember 2013 erfolgte im Geschäftsjahr 2013 eine weitere Teilausgliederung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.453 an die Allianz Pensionsfonds AG.

Im Juni 2011 hat der IASB eine geänderte Version von IAS 19 verabschiedet, die für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, verpflichtend anzuwenden ist. Die Gesellschaft hat sich entschieden, die Pensionsrückstellungen bereits ab dem Geschäftsjahr 2012 freiwillig nach dem geänderten Standard zu bilanzieren. Kernänderung ist die Abschaffung der bisher möglichen aufgeschobenen Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste durch die sogenannte Korridormethode hin zur vollständigen erfolgsneutralen Erfassung in den Gewinnrücklagen. Die Anpassungen an die neuen Regelungen sind gemäß IAS 8.22 retrospektiv und erfolgsneutral vorzunehmen. Um dem Erfordernis einer erfolgsneutralen Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nachzukommen, wurden die in den Vorjahren erfolgswirksam erfassten Beträge aus dem Gewinn-/Verlustvortrag im Vorjahr in die Neubewertungsrücklage umgegliedert.

Im sonstigen Ergebnis wurde ein versicherungsmathematischer Verlust in Höhe von TEUR -142 erfasst (Vorjahr Gewinn: TEUR 15).

Den versicherungsmathematischen Berechnungen liegen folgende Annahmen zugrunde:

in % 31.12.2016 31.12.2015
Abzinsungssätze 1,50 2,00
Erwartete Rendite aus Planvermögen 0,00 0,00
Gehaltsdynamik (einzelvertragliche Neuzusage bis Dienstjahr 2009, danach 0%) 0,00 0,00
Rentendynamik 2,00 2,00
Fluktuation 0,00 0,00

Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, die Einfluss auf die Höhe des Eigenkapitals haben und deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen sein können. Der Nettowert der Rückstellungen für Pensionen lässt sich wie folgt herleiten:

Barwert der Leistungsverpflichtung/ "Defined Benefit Obligation":

In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Barwert der Leistungsverpflichtung am Jahresanfang 2.087 1.882
Servicekosten 185 188
Zinsaufwand 41 38
Versicherungsmathematische Gewinne (-), Verluste (+) 203 -21
Barwert der Leistungsverpflichtung zum Stichtag 2.516 2.087

Die im Geschäftsjahr 2016 angefallenen versicherungsmathematischen Verluste wurden gemäß des geänderten IAS 19 ergebnisneutral in der Neubewertungsrücklage erfasst. Änderungen demografischer Annahmen haben sich im Berichtsjahr nicht auf die Höhe der versicherungsmathematischen Verluste ausgewirkt.

Nettowert der bilanzierten Leistungsverpflichtung, der kein Planvermögen gegenübersteht:

In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Barwert der Leistungsverpflichtung 2.516 2.087
Abzgl. Fair Value des Planvermögens 0 0
Ungedeckte Leistungsverpflichtung zum Stichtag 2.516 2.087

Der Nettowert entwickelte sich wie folgt:

In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Ungedeckte Leitstungsverpflichtung am Jahresanfang 2.087 1.882
Pensionsaufwand 226 226
Versicherungsmathematische Gewinne (-), Verluste (+) 203 - 21
Settlements 0 0
Ungedeckte Leistungsverpflichtung zum Stichtag 2.516 2.087

Es wurden folgende Beträge berücksichtigt:

In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Servicekosten 185 188
Zinsaufwand 41 38
Verluste aus Settlemets 0 0
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) 203 -21
Pensionsaufwand 429 205

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste des Berichtsjahres und der Vorjahre wurden vollumfänglich im sonstigen Ergebnis erfasst.

In den zurückliegenden Jahren hat sich der Finanzierungsstatus, bestehend aus dem Barwert aller Versorgungszusagen und dem Zeitwert des Planvermögens, wie folgt geändert:

In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Barwert der Leistungsverpflichtung 2.516 2.087
Abzgl. Fair Value des Planvermögens 0 0
Ungedeckte Leistungsverpflichtung zum Stichtag 2.516 2.087

Angaben zu Sensivitäten und Risiken:

In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
DBO zum 31.12.2016 Zinssatz 1,25% (Vj. Zinsatz 1,75%) 2.625 2.178
DBO zum 31.12.2016 Zinssatz 1,75 % (Vj.Zinsatz 2,25%) 2.414 2.001
DBO zum 31.12.2016 Rentendynamik 1,75% (Vj. Rentendynamik 1,75%) 2.423 2.013
DBO zum 31.12.2016 Rentendynamik 2,25 % (Vj. Rentendynamik 2,25 %) 2.615 2.164

Sensitivitäten zur Gehaltsdynamik werden nicht ausgewiesen, da seit dem Dienstjahr 2010 keine Gehaltsdynamik mehr vorliegt. Wesentliche außerordentliche oder unternehmensspezifische Risiken liegen in Bezug auf die ausgewiesenen Pensionsrückstellungen nicht vor.

(33) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten folgende Posten:

In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten    
Finanzielle Schulden    
Abgrenzungsposten 3.272 3.183
Kaufpreisverbindlichkeit aus Unternehmenserwerb (abgezinst) 886 1.728
Altschulden bewertet zur Insolvenzquote 1.454 1.580
Sonstige Verbindlichkeiten 65 196
  5.677 6.686
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 455 994
Sonstige Verbindlichkeiten 6.132 7.680

Die Abgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten besitzen eine Laufzeit von:

In TEUR Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre 31.12.2016 31.12.2015
Sonstige Verbindlichkeiten 6.132 0 0 6.132 7.680
davon unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen       0 623
davon unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen       6.132 6.957

(34) Sonderposten für Investitionszuwendungen

Hierbei handelt es sich um Investitionszulagen der öffentlichen Hand, die gemäß IAS 20 passivisch ausgewiesen werden. Im Berichtsjahr wurde ein Betrag i.H.v. TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 90) abgeschrieben. In der Berichtsperiode hat der Konzern TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 30) an Beihilfen der öffentlichen Hand erhalten.

(35) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind ausschließlich innerhalb eines Jahres fällig und entwickelten sich wie folgt:

In TEUR 01.01. 2016 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung 31.12. 2016
Garantien und Kulanzen 21 5 0 2 18
Sonstige Rückstellungen 21 5 0 2 18

(36) Ertragsteuerschulden

Hierbei handelt es sich ausschließlich um Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer für frühere Berichtsperioden.

(37) Zusätzliche Informationen zu Finanzinstrumenten

Dieser Abschnitt gibt einen zusammenfassenden Überblick über die Finanzinstrumente der paragon AG. Die nachfolgenden Tabellen weisen die Buchwerte (BW) und die beizulegenden Zeitwerte/Fair-Values (FV) der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2016 und 31. Dezember 2015 aus:

31. Dezember 2016
Nominalwert Fortgeführte Anschaffungskosten
Barreserve Kredite und Forderungen
In TEUR BW FV BW FV
AKTIVA        
Flüssige Mittel 14.278 14.278    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen     8.377 8.377
Sonstige Vermögenswerte     2.149 2.149
Summe Aktiva 14.278 14.278 10.526 10.526
PASSIVA        
Anleihen     13.186 13.793
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten     32.782 34.447
Finance Lease     3.213 3.225
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen     16.383 16.383
Sonstige Verbindlichkeiten     6.132 6.132
Summe Passiva 0 0 71.696 73.980
31. Dezember 2015
Nominalwert Fortgeführte Anschaffungskosten
Barreserve Kredite und Forderungen
In TEUR BW FV BW FV
AKTIVA        
Flüssige Mittel 8.454 8.454    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen     10.377 10.377
Sonstige Vermögenswerte     1.529 1.529
Summe Aktiva 8.454 8.454 11.906 11.906
PASSIVA        
Anleihen     13.023 13.023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten     32.508 35.359
Finance Lease     2.335 2.366
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen     10.715 10.715
Sonstige Verbindlichkeiten     7.680 7.680
Summe Passiva 0 0 66.261 69.143

Ermittlung von Marktwerten

Der Marktwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, von kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Laufzeit in etwa dem Buchwert.

paragon bewertet langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte auf der Basis spezifischer Parameter wie Zinssätzen, Bonität und Risikostruktur des Kunden. Entsprechend bildet paragon Wertberichtigungen für zu erwartende Forderungsausfälle.

Den Marktwert von Verbindlichkeiten aus Finance Lease und von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestimmt paragon durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit geltenden Zinssätzen.

Für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wurde gemäß IAS 39.A71 ff. eine hierarchische Einstufung vorgenommen. Die Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten und ihre Anwendung auf die finanziellen Vermögenswerte und Schulden von paragon sind im Folgenden beschrieben:

Stufe 1: Notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten auf aktiven Märkten;

Stufe 2: Andere Bewertungsfaktoren als notierte Marktpreise, die für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten direkt (zum Beispiel Preise) oder indirekt (zum Beispiel abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind; und

Stufe 3: Bewertungsfaktoren für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Nettogewinne/-verluste

Nettogewinne/-verluste aus Finanzinstrumenten wurden wie nachfolgend dargestellt realisiert:

In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen - 93 470
Nettogewinne/-verluste - 93 470

Der Nettogewinn/-verlust aus Forderungen enthält Veränderungen in den Wertberichtigungen, Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung sowie Zahlungseingänge und Wertaufholungen auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen, die erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden.

Derivative Finanzinstrumente

Neben den originären Finanzinstrumenten setzt paragon bei Bedarf verschiedene derivative Finanzinstrumente ein. Im Rahmen des Risikomanagements hat das Unternehmen durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten im Wesentlichen die Risiken aus Zins- und Wechselkursschwankungen begrenzt. Weitere Informationen zu den Risikomanagementstrategien können dem Abschnitt "Management von Risiken aus Finanzinstrumenten" entnommen werden. Es werden ausschließlich derivative Finanzinstrumente mit Finanzinstituten höchster Bonitätsstufe abgeschlossen.

Derivative Finanzinstrumente zur Währungssicherung

Auf Grund der internationalen Aktivitäten ist paragon einer Reihe von Finanzrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere die Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse. Zur Absicherung der Risiken aus schwankenden Wechselkursen verfolgt paragon einen integrierten Ansatz. Die unternehmensweiten Risiken werden zentral gebündelt und gegebenenfalls durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente abgesichert. Hierbei schließt paragon bei Bedarf grundsätzlich Devisentermingeschäfte in Form von Forward Kontrakten ab. Derivative Finanzinstrumente zur Währungssicherung waren zum 31. Dezember 2016 nicht vorhanden.

Derivative Finanzinstrumente zur Zinssicherung

Das Zinsrisiko resultiert aus der Sensitivität von Finanzverbindlichkeiten in Bezug auf die Veränderung des Marktzinsniveaus. paragon sichert sich grundsätzlich gegen diese Risiken durch den Einsatz von Zinsderivaten. Der Konzern verwendet zur Zinssicherung außerhalb der Börse gehandelte Zinsswaps. Die Geschäfte werden ausschließlich mit Banken einwandfreier Bonität abgeschlossen. Sofern Handels- und Erfüllungstag zeitlich auseinander fallen, ist für die erstmalige Bilanzierung der Erfüllungstag maßgeblich.

Zur Absicherung eines etwaigen Zinsrisikos verfolgt das Unternehmen einen auf einzelne, variabel verzinsliche Finanzschulden bezogenen Ansatz. Die Swapkontrakte werden daher sowohl betrags- als auch laufzeitmäßig auf die abgesicherten variablen Kreditverbindlichkeiten abgestimmt. Hedge Accounting nach IAS 39.85 wendet der Konzern nicht an. Derivative Finanzinstrumente zur Zinssicherung waren zum 31. Dezember 2016 sowie im Vorjahr nicht vorhanden.

(38) Management von Risiken aus Finanzinstrumenten

Marktpreisschwankungen können für paragon zu erheblichen Cash-Flow- sowie Gewinnrisiken führen. Änderungen der Fremdwährungskurse und der Zinssätze beeinflussen sowohl das operative Geschäft als auch die Investitions- und Finanzierungsaktivitäten. Zur Optimierung der finanziellen Ressourcen innerhalb des Konzerns werden die Risiken aus der Entwicklung der Zinssätze und der Wechselkurse kontinuierlich analysiert und somit die laufenden Geschäfts- und Finanzmarktaktivitäten gesteuert und überwacht. Die Steuerung erfolgt unter Mithilfe von derivativen Finanzinstrumenten.

Preisschwankungen von Währungen und Zinsen können signifikante Gewinn- und Cashflow-Risiken zur Folge haben. Daher zentralisiert paragon diese Risiken soweit wie möglich und steuert sie dann vorausschauend auch durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Das Management dieser Risiken ist als Teil des gesamten Risikomanagementsystems zentrale Aufgabe des Vorstands der paragon AG.

Aus verschiedenen Methoden der Risikoanalyse und des Risikomanagements hat paragon ein innerbetriebliches System der Sensitivitätsanalyse implementiert. Die Sensitivitätsanalyse ermöglicht es dem Konzern, Risikopositionen in den Geschäftseinheiten zu identifizieren. Die Sensitivitätsanalyse quantifiziert das Risiko, dass sich innerhalb der gegebenen Annahmen realisieren kann, wenn bestimmte Parameter in einem definierten Umfang verändert werden. Hierzu wird unterstellt:

eine Aufwertung des Euro gegenüber allen Fremdwährungen um 10 Prozentpunkte

eine Parallelverschiebung der Zinskurven um 100 Basispunkte (1 Prozentpunkt)

Die potenziellen Auswirkungen aus der Sensitivitätsanalyse stellen Abschätzungen dar und basieren auf der Annahme, dass die unterstellten negativen Marktveränderungen eintreten. Die tatsächlichen Auswirkungen können sich hiervon, aufgrund abweichender Marktentwicklungen, deutlich unterscheiden.

Fremdwährungsrisiken

paragon ist aufgrund der internationalen Ausrichtung im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Zur Begrenzung dieser Risiken setzt das Unternehmen auch derivative Finanzinstrumente ein. Wechselkursschwankungen können zu nicht erwünschten Ergebnis- und Liquiditätsschwankungen führen. Für paragon ergibt sich das Währungsrisiko aus den Fremdwährungspositionen und den möglichen Änderungen der entsprechenden Wechselkurse. Die Unsicherheit der künftigen Entwicklung wird hierbei als Wechselkursrisiko bezeichnet. paragon begrenzt das Risiko, indem es Einkäufe und Verkäufe von Waren und Dienstleistungen hauptsächlich in der jeweiligen Landeswährung abrechnet.

Die Sensitivität auf Schwankungen der Fremdwährungen ermittelt paragon durch Aggregation der Nettowährungsposition des operativen Geschäfts, welches nicht in der funktionalen Währung des Konzerns abgebildet wird. Dabei wird die Sensitivität durch Simulation einer 10% Abwertung des Euro gegenüber allen Fremdwährungen berechnet. Die simulierte Aufwertung des Euro hätte zum 31. Dezember 2016 zu einer Veränderung zukünftiger Zahlungseingänge in Höhe von TEUR - 172 (Vorjahr: TEUR - 177) geführt. Soweit zukünftige Einkäufe nicht gegen Währungsrisiken gesichert sind, hätte eine Abwertung des Euro gegenüber anderen Währungen negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage, da bei dem Konzern die Fremdwährungsabflüsse die Fremdwährungszuflüsse übersteigen.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über das Nettofremdwährungsrisiko nach den einzelnen Hauptwährungen zum 31. Dezember 2016:

31.12.2016 31.12.2015
In TEUR USD Übrige USD Übrige
Transaktionsbezogenes Fremdwährungsrisiko        
Fremdwährungsrisiko aus Bilanzpositionen -1.261 -289 -1.575 - 20
Fremdwährungsrisiko aus schwebenden Geschäften 0 0 0 0
  -1.261 - 289 - 1.575 - 20
Wirtschaftlich durch Derivative abgesicherte Positionen 0 0 0 0
Nettoexposure Fremdwährungspositionen -1.261 -289 -1.575 - 20
Veränderung der Fremdwährungspositionen durch 10 % Aufwertung des Euro - 140 - 32 -175 -2

Zinsrisiken

Das Zinsrisiko umfasst jegliche Auswirkung einer Veränderung der Zinsen auf das Ergebnis und das Eigenkapital. Ein Zinsrisiko besteht im Wesentlichen im Zusammenhang mit finanziellen Verbindlichkeiten.

Bei den verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten, bei denen ein Festzins vereinbart ist. Änderungen des Zinssatzes würden sich hier nur auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit Festverzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Bei variabel verzinsten finanziellen Verbindlichkeiten wird das Zinsrisiko grundsätzlich durch eine Cash-Flow Sensitivität gemessen. Zum Ende der Berichtsperiode 31. Dezember 2016 befinden sich TEUR 3.808 variabel verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten im Bestand des paragon Konzerns. Aus einer Änderung des Zinsniveaus (+1/ -1 Prozentpunkt) resultiert folgendes Cash-Flow Risiko:

31.12.2016 31.12.2015
In TEUR + 1% -1% + 1% -1%
Cashflow Risiko        
aus variabel verzinsten Finanzinstrumenten - 38 38 - 37 37

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko, das heißt das Risiko, dass paragon möglicherweise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, wird durch ein flexibles Cash-Management begrenzt. Zum 31. Dezember 2016 standen paragon Zahlungsmittel und -äquivalente in Höhe von TEUR 14.278 (Vorjahr: TEUR 8.454) zur Verfügung. Freie Kontokorrentlinien standen zum 31. Dezember 2016 in Höhe von TEUR 4.501 (Vorjahr: TEUR 6.966) zur Verfügung. Zusätzlich zu den oben genannten Instrumenten der Liquiditätssicherung verfolgt der Konzern kontinuierlich die Entwicklungen auf den Finanzmärkten, um sich bietende vorteilhafte Finanzierungsmöglichkeiten nutzen zu können.

Die folgende Tabelle zeigt zum 31. Dezember 2016 Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten:

In TEUR 2017 2018 - 2021 2022 und danach
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten      
Verbindlichkeiten aus Anleihen 943 13.580 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.530 17.565 4.492
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 1.089 2.238 67
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.227 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 6.276 0 0
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten 30.065 33.383 4.559

Die Nettoliquidität bzw. die Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Finance Leasing, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden.

In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 14.278 8.454
Summe Liquidität 14.278 8.454
Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 13.411 9.339
Langfristige Finanzschulden 35.770 38.529
Summe Finanzschulden 49.181 47.868
Nettoverschuldung - 34.903 - 39.414

Kreditrisiken

Ein Kreditrisiko ist definiert als finanzieller Verlust, der entsteht, wenn ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko besteht daher maximal in der Höhe des positiven beizulegenden Zeitwerts der betreffenden Zinsinstrumente. Die effektive Überwachung und Steuerung der Kreditrisiken ist eine Hauptaufgabe des Risikomanagementsystems. paragon führt für alle Kunden mit einem Kreditbedarf, der über bestimmte definierte Grenzen hinausgeht, Kreditprüfungen durch. Der Konzern überwacht das Kreditrisiko fortlaufend.

(39) Kapitalmanagement

Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements ist die Erhaltung einer angemessenen Eigenkapitalquote. Die Kapitalstruktur wird unter Berücksichtigung der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesteuert und angepasst. Im Geschäftsjahr bis 31. Dezember 2016 wurden keine grundsätzlichen Änderungen der Ziele, Methoden und Prozesse des Kapitalmanagements vorgenommen.

Das Kapitalmanagement bezieht sich ausschließlich auf das bilanzielle Eigenkapital der paragon AG. Zur Veränderung des Eigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

Im Rahmen der Finanzierung durch kreditgebende Banken ist paragon in der Berichtsperiode bis zum 31. Dezember 2016 nicht zur Einhaltung von Finanzkennzahlen verpflichtet.

(40) Haftungsverhältnisse, Eventualforderungen und -schulden sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2016 bestehen keine Haftungsverhältnisse und nicht bilanzierte Eventualforderungen oder Eventualschulden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

In TEUR Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre 31.12.2016 31.12.2015
Bestellobligo 34.555 0 0 34.555 27.401
Verpflichtungen aus Mietverhältnissen 838 1.472 0 2.310 2.465
Sonstige Verpflichtungen 1.795 3.393 46 5.234 1.606
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 37.188 4.865 46 42.099 31.472

Das Bestellobligo umfasst Bestellpositionen aus dem Anlagevermögen und dem Vorratsvermögen.

(41) Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Konzernanlagespiegel zum 31. Dezember 2016

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
In TEUR 01.01.2016 Währungsänderung Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2016
Immaterielle Vermögenswerte            
Lizenzen, Patente, Software, Kundenliste 23.398 9 528 0 - 1.034 22.900
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 22.648 2 14.482 0 0 37.132
Goodwill 770 0 74 0 0 843
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 340 0 911 0 950 2.201
Summe immaterielle Vermögenswerte 47.156 11 15.995 0 - 84 63.077
Sachanlagen            
Grundstücke und Gebäude 29.947 230 361 0 85 30.623
Technische Anlagen und Maschinen 27.783 6 627 152 4.060 32.324
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 12.923 9 556 447 633 13.675
Geleistete Anzahlungen 2.653 0 5.954 0 - 4.694 3.913
Summe Sachanlagen 73.307 246 7.498 600 84 80.535
Finanzanlagen            
Beteiligungen 326 0 0 0 0 326
Summe Finanzanlagen 326 0 0 0 0 326
Summe, gesamt 120.788 257 23.493 600 0 143.938
ABSCHREIBUNGEN
In TEUR 01.01.2016 Währungsänderung Zugänge Wertminderung nach IAS 36/38 Abgänge 31.12.2016
Immaterielle Vermögenswerte            
Lizenzen, Patente, Software, Kundenliste 19.824 - 113 1.128 0 0 20.840
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 2.604 100 1.466 37 0 4.207
Goodwill 0 0 0 0 0 0
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 0 0 0 0
Summe immaterielle Vermögenswerte 22.427 - 13 2.594 37 0 25.046
Sachanlagen            
Grundstücke und Gebäude 8.412 44 939 0 0 9.395
Technische Anlagen und Maschinen 20.227 73 2.584 0 63 22.815
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.117 45 1.008 0 229 10.946
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 38.756 163 4.532 0 292 43.157
Finanzanlagen            
Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
Summe Finanzanlagen 0 0 0 0 0 0
Summe, gesamt 61.183 149 7.126 37 292 68.203
BUCHWERTE
In TEUR 31.12.2015 31.12.2016
Immaterielle Vermögenswerte    
Lizenzen, Patente, Software, Kundenliste 3.574 2.061
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 20.044 32.926
Goodwill 770 843
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 340 2.201
Summe immaterielle Vermögenswerte 24.728 38.031
Sachanlagen    
Grundstücke und Gebäude 21.535 21.228
Technische Anlagen und Maschinen 7.557 9.509
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.805 2.729
Geleistete Anzahlungen 2.653 3.913
Summe Sachanlagen 34.551 37.378
Finanzanlagen    
Beteiligungen 326 326
Summe Finanzanlagen 326 326
Summe, gesamt 59.605 75.735

Hinweis: Aus rechnerischen Gründen können in Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (TEUR,%) auftreten.

Konzernanlagespiegel zum 31. Dezember 2015

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
In TEUR 01.01.2015 Währungsänderung Zugänge Zugang aus Unternehmenserwerb Abgänge Umbuchungen
Immaterielle Vermögenswerte            
Lizenzen, Patente, Software, Kundenliste 20.423 12 343 2.566 0 53
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 9.318 3 11.893 1.434 0 0
Goodwill 0 0 779 0 0 0
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 115 0 278 0 0 - 53
Summe immaterielle Vermögenswerte 29.856 15 13.294 4.001 0 0
Sachanlagen            
Grundstücke und Gebäude 16.155 0 5.316 160 0 8.316
Technische Anlagen und Maschinen 25.673 14 1.146 2 974 1.922
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.644 8 1.060 40 401 573
Geleistete Anzahlungen 2.231 163 10.987 83 0 - 10.810
Summe Sachanlagen 55.704 184 18.509 285 1.375 0
Finanzanlagen            
Beteiligungen 376 0 0 0 50 0
Summe Finanzanlagen 376 0 0 0 50 0
Summe, gesamt 85.936 199 31.803 4.286 1.425 0
ANSCHAFFUNGSKOSTEN
In TEUR 31.12.2015
Immaterielle Vermögenswerte  
Lizenzen, Patente, Software, Kundenliste 23.398
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 22.648
Goodwill 779
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 340
Summe immaterielle Vermögenswerte 47.165
Sachanlagen  
Grundstücke und Gebäude 29.947
Technische Anlagen und Maschinen 27.783
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.923
Geleistete Anzahlungen 2.653
Summe Sachanlagen 73.307
Finanzanlagen  
Beteiligungen 326
Summe Finanzanlagen 326
Summe, gesamt 120.798
ABSCHREIBUNGEN
In TEUR 01.01.2015 Währungsänderung Zugänge Wertminderung nach IAS 36/38 Abgänge 31.12.2015
Immaterielle Vermögenswerte            
Lizenzen, Patente, Software, Kundenliste 18.876 20 928 0 0 19.824
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 1.542 0 951 111 0 2.604
Goodwill 0 0 0 0 0 0
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 0 0 0 0
Summe immaterielle Vermögenswerte 20.418 20 1.879 111 0 22.427
Sachanlagen            
Grundstücke und Gebäude 7.477 0 935 0 0 8.412
Technische Anlagen und Maschinen 18.854 1 2.346 0 974 20.227
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.195 2 1.133 0 212 10.117
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 35.525 2 4.414 0 1.186 38.756
Finanzanlagen            
Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
Summe Finanzanlagen 0 0 0 0 0 0
Summe, gesamt 55.943 22 6.293 111 1.186 61.183
BUCHWERTE
In TEUR 31.12.2014 31.12.2015
Immaterielle Vermögenswerte    
Lizenzen, Patente, Software, Kundenliste 1.547 3.574
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen 7.777 20.044
Goodwill 0 779
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 115 340
Summe immaterielle Vermögenswerte 9.439 24.738
Sachanlagen    
Grundstücke und Gebäude 8.678 21.535
Technische Anlagen und Maschinen 6.820 7.556
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.449 2.806
Geleistete Anzahlungen 2.231 2.653
Summe Sachanlagen 20.178 34.551
Finanzanlagen    
Beteiligungen 376 326
Summe Finanzanlagen 376 326
Summe, gesamt 29.993 59.615

Hinweis: Aus rechnerischen Gründen können in Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (TEUR,%) auftreten.

(42) Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

In der Konzernkapitalflussrechnung werden nach IAS 7 "Cash Flow Statements" die Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Konzernkapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode gemäß IAS 7.18b aufgestellt. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die laufenden Zahlungsmittelzu- und -abflüsse, die aus der in 2011 mit der GE Capital Bank abgeschlossenen Factoring-Vereinbarung resultieren, sind ab dem Berichtsjahr 2012 dem Cash-Flow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit zugeordnet.

Der in der Konzernkapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, soweit diese kurzfristig verfügbar sind.

In TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Guthaben bei Kreditinstituten 14.264 8.439
Kassenbestände 14 15
Finanzmittelfonds (Zahlungsmittel) 14.278 8.454

Die flüssigen Mittel beinhalten unter anderem das Anderkonto aus der Insolvenz in Höhe von TEUR 626 (Vorjahr: TEUR 500) sowie das Anderkonto "Quotenausschüttung" in Höhe von TEUR 1.454 (Vorjahr: TEUR 1.580). Beide Konten stehen unter der alleinigen Verfügungsmacht des ehemaligen Insolvenzverwalters.

(43) Segmentberichterstattung

In Übereinstimmung mit IFRS 8 werden ab 2017 regelmäßig drei Segmente gebildet und berichtet. Das Segment "Elektronik" umfasst die Entwicklung und den Verkauf von Sensoren, Mikrofonen und Instrumenten überwiegend für die Automobilindustrie innerhalb der paragon AG sowie die SphereDesign GmbH und die paragon Kunshan Co., Ltd. In 2016 wurde ein Segmentumsatz von TEUR 89.518 erzielt (davon TEUR 85.280 mit Dritten). Das Segmentergebnis EBIT betrug TEUR 12.705.

Das Segment "Elektromobilität" umfasst die Herstellung von Batteriesystemen und Batteriemanagementsystemen für diverse Branchen innerhalb der Voltabox Deutschland AG und der Voltabox of Texas Inc. In 2016 wurde ein Segmentumsatz von TEUR 14.493 erzielt (davon TEUR 14.271 mit Dritten). Das Segmentergebnis EBIT betrug TEUR -3.676.

Das Segment "Mechanik" umfasst die Entwicklung und den Verkauf elektromechanischer Bauteile für die Automobilindustrie innerhalb der paragon AG und die mechanische Fertigung von Produkten des paragon Konzerns durch die productronic GmbH. In 2016 wurde ein Segmentumsatz von TEUR 60.261 erzielt (davon TEUR 3.239 mit Dritten). Das Segmentergebnis EBIT betrug TEUR -100.

Leistungsverflechtungen bestehen zwischen den verschiedenen, rechtlich selbständigen Gesellschaften innerhalb des paragon Konzerns, sie werden untereinander wie unter fremden Dritten mit einem entsprechenden Zuschlag berechnet. Innenumsätze entstehen dabei vor allem in der productronic GmbH, da diese für alle Segmente die konzernweite Fertigung übernimmt, sowie für die paragon AG, in der die Entwicklung und Zentralfunktionen angesiedelt sind. Hierzu zählen unter anderem Funktionen wie der zentrale Einkauf, das Personalwesen und die kaufmännische Verwaltung, sofern diese Funktionen nicht direkt in den einzelnen Gesellschaften vorhanden sind, sowie die Konzernleitung. Ebenso zählen dazu auch die Vermietung von in der paragon AG gehaltenen Flächen und Gebäuden sowie von Maschinen und Anlagen an die Tochterunternehmen. Die Umlage zwischen den Segmenten wird entsprechend der wirtschaftlichen Inanspruchnahme vorgenommen. Der Ausweis der Segment-Vermögenswerte und der Segment-Schulden folgt der gleichen Systematik.

Diese Segmenteinteilung wird ab 2017 regelmäßig berichtet, sie ist für 2016 rückwirkend aufgestellt, auf einen Vorjahresvergleich wurde aufgrund der fehlenden Vergleichsdaten verzichtet.

2016
In TEUR Elektronik Elektromobilität Mechanik *) Eliminierungen Konzern
Umsatzerlöse mit Dritten 85.280 14.271 3.239 0 102.790
Umsatzerlöse Intersegment 4.238 222 57.022 - 61.482 n. a.
Segment-Umsatzerlöse 89.518 14.493 60.261 - 61.482 102.790
Bestandsveränderungen, sonstige betriebliche Erträge & aktivierte Entwicklungsleistungen 14.487 5.906 2.639 - 7.553 15.479
Aufwand aus Intersegmentverrechnung - 57.244 - 4.878 - 6.913 69.035 n. a.
Material-, Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen - 28.543 - 17.658 - 55.976 0 - 102.177
Segment-EBITDA 18.218 - 2.137 11 0 16.092
Abschreibungen (inkl. Wertminderungen) - 5.513 - 1.539 - 111 0 - 7.163
Segment-EBIT 12.705 - 3.676 - 100 0 8.929
Konzern - Finanzergebnis n. a. n. a. n. a. n. a. -3.167
Konzernergebnis vor Steuern n. a. n. a. n. a. n. a. 5.762
Vermögenswerte 134.794 27.297 45.265 - 91.803 115.553
Investitionen 13.516 7.190 2.787 0 23.493
Schulden - 98.583 - 37.328 - 37.225 97.732 - 75.404

*) Darstellung der Segmente so, als ob die productronic GmbH bereits seit 01.01.2016 eigenständig gehandelt hätte

Informationen über geografische Gebiete

Die folgende Tabelle enthält Informationen zu den Umsatzerlösen mit externen Kunden der geografischen Gebiete des Konzerns. Die Zuordnung der Erlöse unternehmensexterner Kunden zu den einzelnen geografischen Gebieten basiert auf dem Sitz des externen Kunden.

Inland EU Drittland
In TEUR 1.1.-31.12.2016 1.1.-31.12.2015 1.1.-31.12.2016 1.1.-31.12.2015 1.1.-31.12.2016 1.1.-31.12.2015
Umsatzerlöse 70.251 65.297 25.943 23.312 6.596 6.381
Gesamt
In TEUR 1.1.-31.12.2016 1.1.-31.12.2015
Umsatzerlöse 102.790 94.990

Informationen über Geschäftsvorfälle mit wichtigen Kunden

Im Geschäftsjahr 2016 überschritten zwei Gruppen von Unternehmen die Schwelle von 10% im Umsatzanteil nach IFRS 8.34. Davon hatte eine Gruppe von Unternehmen, die aufgrund ihrer gemeinsamen Beherrschung als ein Kunde anzusehen sind, einen Umsatzanteil von 55,7%. Eine weitere Gruppe von Unternehmen, die aufgrund ihrer gemeinsamen Beherrschung als ein Kunde anzusehen sind, hatte einen Umsatzanteil von 11,4%.

(44) Organe der Gesellschaft

Der Vorstand der paragon AG bestand im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 aus dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Klaus Dieter Frers sowie Vorstand Technik Herrn Dr. Stefan Schwehr.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus folgenden Personen:

Name Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und sonstigen Kontrollgremien
Prof. Dr. Lutz Eckstein Leiter des Lehrstuhls und Instituts für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen Aufsichtsratsmandate:
Vorsitzender   • ATC GmbH, Aldenhoven (Mitglied)
    Weitere Mandate:
    • Vorsitzender des Beirats der Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen Aachen mbH (fka)
    • Mitglied des VDI-Beirats Fahrzeug- und Verkehrstechnik (VDI-FVT)
    • VOSS Holding GmbH & Co. KG., Wipperfürth (Beiratsmitglied)
Hermann Börnemeier Diplom Finanzwirt und Steuerberater, Geschäftsführer Treu-Union Treuhandgesellschaft mbH  
Walter Schäfers Rechtsanwalt, Partner Societät Schäfers Rechtsanwälte und Notare  

(45) Angaben zu nahestehende Unternehmen und Personen

Zu den nahestehenden Personen im Sinne IAS 24 "Related party disclosure" gehören die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und nahe Familienangehörige der Organmitglieder sowie verbundene Unternehmen.

Die Treu-Union Treuhandgesellschaft mbH, Steuerberatungsgesellschaft, in Paderborn hat im Geschäftsjahr 2016 Dienstleistungen im Rahmen des bestehenden Vertrages in Höhe von TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 62) erbracht. Das Mitglied des Aufsichtsratsrats der paragon AG, Herr Hermann Börnemeier, ist gleichzeitig Geschäftsführer genannter Gesellschaft.

Von der Societät Schäfers, Rechtsanwälte & Notare, in Paderborn wurden im Geschäftsjahr 2016 Dienstleistungen i.H.v. TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1) erbracht. Das Mitglied des Aufsichtsrats der paragon AG, Herr Walter Schäfers, ist gleichzeitig Partner genannter Gesellschaft.

Die Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen erbrachte im Geschäftsjahr 2016 Entwicklungsdienstleistung i.H.v. TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 129). Das Mitglied des Aufsichtsrats der paragon AG, Herr Professor Dr. Lutz Eckstein, ist Beiratsvorsitzender genannter Gesellschaft.

Mitglieder des Aufsichtsrats besaßen zum Bilanzstichtag 4.000 Aktien (Vorjahr: 4.000) von insgesamt 4.526.266 Aktien.

Die Vorstandsmitglieder besaßen zum Bilanzstichtag 2.263.134 Aktien (Vorjahr: 2.114.680 Aktien) von insgesamt 4.526.266 Aktien (Vorjahr: 4.114.788).

An die Frers Grundstückverwaltungs GmbH & Co. KG, Delbrück, sowie die Artega GmbH & Co. KG wurden in 2016 aufgrund vereinbarter Verträge Zahlungen im Wesentlichen für Gebäudemieten/Nebenkostenabrechnungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 321) geleistet, davon entfallen TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 294) auf das Betriebsgebäude in Delbrück.

Zum Bilanzstichtag bestanden Höchstbetragsbürgschaften des Herrn Klaus Dieter Frers für Verbindlichkeiten der paragon AG gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 153 (Vorjahr: TEUR 153).

Mit Frau Brigitte Frers besteht ein Anstellungsverhältnis zu marktüblichen Bedingungen.

Die ausstehenden Salden für nahestehende Personen sind zum Bilanzstichtag unwesentlich.

In Bezug auf die Transaktionen zwischen paragon und deren verbundenen Unternehmen verweisen wir auf unsere Angaben in Note 23 "Finanzanlagen".

(46) Anteilsbasierte Vergütungen

Aktienoptionsprogramm 2012

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Mai 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 8. Mai 2017 einmalig oder mehrmals Bezugsrechte auf bis zu 410.000 Aktien der Gesellschaft nach Maßgabe der nachfolgenden Regelungen auszugeben. Soweit Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft betroffen sind, wird der Aufsichtsrat entsprechend ermächtigt. Zum Bilanzstichtag sind noch alle 410.000 Bezugsrechte ausnutzbar.

Kreis der Bezugsberechtigten

Der Kreis der Bezugsberechtigten umfasst Vorstandsmitglieder und Arbeitnehmer der Gesellschaft. Der genaue Kreis der Bezugsberechtigten sowie der Umfang des jeweiligen Angebots werden durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festgelegt. Soweit der Vorstand betroffen ist, erfolgt die Festlegung durch den Aufsichtsrat.

Aufteilung der Bezugsrechte

Die Bezugsrechte teilen sich auf die einzelnen Gruppen der Bezugsberechtigten wie folgt auf:

Vorstandsmitglieder der Gesellschaft: insgesamt bis zu 250.000 Bezugsrechte

Arbeitnehmer der Gesellschaft: insgesamt bis zu 160.000 Bezugsrechte.

Anstelle von verfallenen und nicht bereits ausgeübten Bezugsrechten können neue Bezugsrechte begeben werden.

Erwerbszeitraum

Die Bezugsrechte können an die Bezugsberechtigten einmal oder mehrmals jeweils während eines Zeitraumes von einem Monat nach einer ordentlichen Hauptversammlung oder nach der Veröffentlichung eines Finanzberichts (Jahresfinanzbericht, Halbjahresfinanzbericht oder Quartalsbericht/Zwischenmitteilung) ausgegeben werden ("Erwerbszeitraum").

Laufzeit

Die Laufzeit der Bezugsrechte beträgt sieben Jahre, beginnend am ersten Tag nach dem Tag der Ausgabe der Bezugsrechte. Danach erlöschen die Bezugsrechte entschädigungslos. Als Tag der Ausgabe gilt der letzte Tag des Erwerbszeitraums, in dem die Bezugsrechte ausgegeben wurden.

Wartefrist

Die Bezugsrechte können erstmals nach Ablauf einer Frist von vier Jahren nach dem Tag der Ausgabe der Bezugsrechte ausgeübt werden.

Im Berichtsjahr wurden keine Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 begeben.

(47) Honorar des Abschlussprüfers

Die in der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 als Aufwand erfassten Honorare für die Prüfung des Einzelabschlusses der paragon AG, aufgestellt nach handelsrechtlichen Vorschriften, sowie das Honorar der Prüfung des Konzernabschlusses der paragon AG, aufgestellt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, der Baker Tilly Roelfs AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, betragen TEUR 106 (Vorjahr: TEUR 95). TEUR 63 betreffen die Abschlussprüferleistungen und TEUR 43 sonstige Leistungen.

(48) Risikomanagement

Das Risikomanagement der Gesellschaft ist im Lagebericht erläutert.

(49) Anwendung der Befreiungsvorschriften des §264 Abs. 3 HGB

Die folgenden inländischen vollkonsolidierten Tochtergesellschaften machen für das Berichtsjahr von Teilen der Befreiungsvorschrift Gebrauch:

productronic GmbH, Delbrück

Voltabox Deutschland GmbH, Delbrück

KarTec GmbH, Forchheim

SphereDesign GmbH, Bexbach

(50) Erklärung gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Stimmrechtsmeldungen

Im Berichtsjahr ergaben sich Veröffentlichungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG, die nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Gesellschaft berichtspflichtig sind:

Otus Capital Management LP (vertreten durch Otus Capital Management Limited, vertreten durch Andrew Gibbs) hat der Gesellschaft die Unterschreitung der 5-Prozent-Schwelle zum 5. Januar 2016 mitgeteilt. Demnach betrug der Stimmrechtsanteil an der paragon AG an diesem Tag 4,99 Prozent (205.181 Stimmrechte)

Otus Capital Management LP (vertreten durch Otus Capital Management Limited, vertreten durch Andrew Gibbs) hat der Gesellschaft die Überschreitung der 5-Prozent-Schwelle zum 11. Februar 2016 mitgeteilt. Demnach betrug der Stimmrechtsanteil an der paragon AG an diesem Tag 5,05 Prozent (207.643 Stimmrechte)

Directors Dealings

Angaben zu Eigengeschäften von Führungskräften nach Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 (MAR):

Klaus Dieter Frers hat der Gesellschaft in seiner Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft mitgeteilt, dass er am 5. Oktober 2016 durch Zeichnung von Aktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung 120.533 Aktien zum Preis von 32,50 Euro mit einem aggregierten Volumen von 3.917.322,50 Euro außerhalb eines Handelsplatzes erworben hat.

Erklärung zum deutschen Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechens-Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde zuletzt im Februar 2017 abgegeben und ist den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft (www.paragon.ag) zugänglich gemacht worden.

Delbrück, 3. März 2017

Klaus Dieter Frers Dr. Stefan Schwehr
Vorstandsvorsitzender Vorstand Elektronik

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der paragon AG aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 3. März 2017

Baker Tilly Roelfs AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Gloth Christoph Tyralla
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Klaus Dieter Frers Dr. Stefan Schwehr
Vorstandsvorsitzender Vorstand Elektronik

Finanzkalender

5./6. Januar 2017 20. Oddo Forum, Lyon
15./16. Februar 2017 11. German Conference, Frankfurt am Main
27. März 2017 Geschäftsbericht - Konzernabschluss 2016
10. Mai 2017 Zwischenmitteilung zum 31. März 2017 - 1. Quartal
10. Mai 2017 Hauptversammlung, Delbrück
1. Juni 2017 quirin Champions 2017, Frankfurt am Main
15. August 2017 Zwischenmitteilung zum 30. Juni 2017 - 1. Halbjahr
5. - 6. September 2017 15. SCC Small Cap Conference, Frankfurt am Main
14. November 2017 Zwischenmitteilung zum 30. September 2017 - 9 Monate
27. - 29. November 2017 Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main

IMPRESSUM

paragon AG

Artegastraße 1

33129 Delbrück/Germany

Tel.: +49(0)5250 9762-0

Fax: +49(0)5250 9762-60

E-Mail: investor@paragon.ag

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EnglishBusiness AG

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