Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 21821
Vorher
DHM Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH
Eingetragen
9.2.2009
Branche
Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Der Handel mit und die Reparatur von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen sowie der Handel mit Ersatzteilen, Verbrauchsmitteln und Zubehör sowie die Autovermietung und die hiermit verbundenen Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kai Köditz
seit 5.12.2022
Prokura
Sabine Müller
seit 5.12.2022
Prokura
Lutz Dieter Herrmann
seit 4.11.2010
Geschäftsführer
Torsten Langer
seit 4.11.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Herrmann & Langer Beteiligungs GmbH
Germany
100.250 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Herrmann & Langer GmbH

Potsdam

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlage des Unternehmens

Die Geschäftstätigkeit der Herrmann & Langer GmbH umfasst den Vertrieb von Neu-, Vorführ- und Gebrauchtwagen, dem Erbringen von Serviceleistungen innerhalb der Werkstätten in Bezug auf Wartung und Instandsetzung von Pkw und Nutzfahrzeugen, sowie dem Vertrieb von Ersatzteilen und Zubehör. Weiterhin werden Finanzierungs- und Leasingverträge, in Zusammenhang mit den Kfz-Verkäufen, vermittelt.

Grundlage sind Standorte in Potsdam und Wildau, mit verschiedenen Vertriebs- und Serviceverträgen mit den Marken PEUGEOT, FIAT, FIAT Professional, Abarth, KIA sowie SEAT und CUPRA.

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Wie bereits in den Vorjahren war das Wirtschaftsjahr 2023 geprägt durch unterschiedliche Herausforderungen.

Nachdem sich im Laufe des Jahres die Liefersituation, immer noch bedingt durch Lieferkettenunterbrechung durch die Corona-Pandemie, von Teilen für die Fahrzeugproduktion und Ersatzteile nahezu normalisierte, stellten die Preissteigerungen die größte Herausforderung dar. Insbesondere die durch den Ukrainekrieg verursachte Energieknappheit und der dadurch einhergehende Verteuerung in nahezu allen Branchen galt es zu gestalten. Der bereits im Jahr 2022 massive Anstieg der Inflation setzte sich, wenn auch verlangsamt, im Jahr 2023 weiter fort.

Die Wirtschaftsleistung in 2023 entwickelte sich in Deutschland, auf Grund der schwierigen Rahmenbedingungen negativ. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt [BIP] sank um -0,3% im Vergleich zum Jahr 2022 auf 4.121,2 Milliarden Euro.

Für das Jahr 2024 sind die Erwartungen weiter von gedämpfter Natur und gehen von einem ähnlichen Niveau, wie im Jahr 2023, aus. Die Bundesregierung geht im Jahreswirtschaftsbericht von Stagnation des BIP im Jahresverlauf 2024 aus und prognostiziert einen Anstieg von lediglich 0,2% gegenüber dem Jahr 2023. Ähnlich verhalten sehen das, das IMK der Hans-Böckler-Stiftung mit -0,3% und die ifo Konjunkturprognose mit +0,2%.

Wie bereits im Jahr 2022 waren die zentralen Punkte im Wirtschaften die Entwicklung des Verbraucherpreisindexes und der Zinsen. Nach einer Inflationsrate von 8,1% im Dezember 2022, im Vergleich zum Vorjahresmonat, setze sich dieser Trend im Jahresanfang 2023 fort, flachte dann aber zur Jahresmitte ab. Zum Jahresende 2023 lag die Teuerungsrate noch bei 3,7% und entsprach damit einem Verbraucherpreisindex von 117,4.

Die zentralen Maßnahmen, um die Inflation einzudämmen sind in der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank zu suchen. Während im Jahr 2022 der Leitzins 4-mal in Folge von ursprünglich 0,0% auf 2,5% erhöht wurde, folgten im Jahr 2023 6 Anhebungen, letztmalig im September 2023 auf derzeit aktuell gültige 4,5%. Die spürbaren Auswirkungen sind insbesondere die Verteuerungen von Krediten, sowohl für Unternehmen als auch für den privaten Konsum.

Eine schnelle Absenkung des Leitzinses, auf Grund des Rückganges der Inflation, hat die EZB eine Absage erteilt. Bei Ihrer Sitzung am 07.03.2024 wurde die Leitzahl bei 4,5% belassen und verwies auf eine unklare Datenlage.

Der Arbeitsmarkt zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr leicht negativ. Während die Anzahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahr um 319.000 Personen auf 47,119 Millionen stieg, nahm die Zahl der als arbeitslosgemeldeten Personen zu. Diese stieg von 2,418 Millionen auf 2,609 Millionen Arbeitssuchende. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 5,3% im Jahr 2022 auf 5,7% zum Jahresende 2023. Die Prognosen vom IMK gehen für 2024 von einem weiteren Anstieg der Arbeitslosenquote auf 6,2% aus.

B. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das abgelaufene Jahr entwickelte sich für den deutschen Automobilmarkt in Bezug auf die Neuzulassungen positiv. Treiber war unteranderem, dass Auftragsvorläufe mit hohen Lieferzeiten aus dem Vorjahr im Jahr 2023 zur Auslieferung kamen.

Im Ergebnis schloss der Pkw-Gesamtmarkt im Jahre 2023, mit 2.844.609 neuzugelassenen Einheiten auf einem höheren Niveau als im Vorjahr ab. Es wurden 193.252 Einheiten gegenüber dem Vorjahr mehr zu gelassen, was einer Steigerung von 7,3% entspricht. Im Betrachtungszeitraum der letzten 20 Jahre stellt das abgelaufene Jahr, nach 2021 und 2022, das drittschlechteste Ergebnis dar und unterstreicht damit die Dramatik in der weiterhin schwachen Marktperformance für neue Pkws. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019, wurden 762.649 weniger neue Pkws zugelassen. Dies bedeutet ein um 22,2% schlechteres Ergebnis.

Der Trend zu alternativen elektrischen Antrieben stagnierte im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr. Während der Anteil aller mit 48% gemessen an den Gesamtzulassungen auf ähnlichem Niveau wie im Jahr 2022 mit 49% lag, veränderte sich der Mix in den Antriebskonzepten. Die rein elektrisch betriebenen Fahrzeuge steigerten Ihre Zulassungen um 11,4% im Vergleich zum Vorjahr. Die Zulassungen der Plug-in-Hybride verringerten sich drastisch um -51,5% zugunsten der Hybrid-Pkw, die mit 664.580 um 42,9% mehrzugelassen wurden. Ein Grund für diese Entwicklung ist in dem Auslaufen der staatlichen Förderung bei gewerblich zugelassenen Pkw im August 2023 zu finden. Das Ende der staatlichen Förderung, auch für den Privatmarkt, aller elektrischen Antriebsformen wurde schlussendlich mit Wirkung zum 17.Dezmber 2023 verkündet und wird seine Auswirkung im weiteren Jahresverlauf 2024 zeigen.

Der Ausstoß an CO 2 aller neuzugelassenen Pkws erhöhte sich im Jahr 2023 wieder und lag durchschnittlich bei 114,9 g/km und lag damit um 4,8% höher als im Vorjahr.

Das Marktsegment der Nutzfahrzeuge, in dem Peugeot und Fiat Professional vertreten sind, verzeichnete eine positive Entwicklung. Mit 265.836 Nutzfahrzeugen wurden 12,7% mehr Fahrzeuge zugelassen als im Jahr zuvor. Sowohl im Marktanteil als auch im Vergleich zum Vorjahr konnten beide Marken ihre Anteile steigern. Peugeot erzielte mit 8.446 Einheiten ein Zuwachs von 42,2%, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum das einem Marktanteil von 3,2% entspricht. FIAT Professional steigert seine Neuzulassungen um 40,4% auf 17.248 Einheiten und erzielte einen Marktanteil von 6,5%.

Die Besitzumschreibungen von Gebrauchtwagen stiegen, nach dem deutlichem Rückgang im Vorjahr, um 6,9% auf 6,03 Mio. Pkw.

Die Erwartungen für das Jahr 2024 sind bei den Branchenverbänden verhalten und somit auf niedrigem Niveau wie in den letzten Jahren. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) geht von 2,8 Millionen neuzugelassenen Pkws aus, was einem Rückgang von 1% entspricht. Der Zentralverband Deutsches KFZ-Gewerbe sieht den Markt etwas schwächer, bei 2,65 Millionen Pkws. Der Verband der Internationalen Fahrzeughersteller (VDIK) beziffert mit 2,85 Mio. seine Markterwartung auf dem Niveau des Jahres 2023. Gründe für die schwachen Prognosen sind zum einen der erwartete Rückgang bei Elektrofahrzeugen, auf Grund des Entfalls der staatlichen Elektroförderung und die zunehmende Kaufzurückhaltung, auf Grund der konjunkturellen Entwicklung.

Die Besitzumschreibungen 2024 sieht der ZDK bei ca. 6,2 Millionen Pkws im kommenden Jahr.

Für die ersten drei Monate im Jahr 2024 sind steigende Zulassungszahlen im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Der Gesamtmarkt neuzugelassener Pkws stieg um 4,2% auf 694.785 Einheiten im Vergleich zum Vorjahr.

Die Marktdaten der von uns vertriebenen Marken im Jahr 2023 entwickelte sich unterschiedlich. PEUGEOT hat seine Absatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 1,6% auf 46.836 Pkw, mit einem Marktanteil von 1,6% gesteigert. KIA reduzierte seine Zulassungen im Jahr 2023 um 2,0% auf 74.589 Einheiten leicht. Sie erzielten somit einen Marktanteil von 2,6%. SEAT und CUPRA verbesserten ihre Zulassungszahlen deutlich in Deutschland um 18,8% auf 132.624 Einheiten. Der daraus resultierende Marktanteil beläuft sich in 2023 auf 4,7%. Die für uns neue Marke FIAT schloss das Jahr auf ähnlichem Niveau des Jahre 2022 ab. Es wurden -1,6% weniger Fahrzeuge zugelassen und summierten sich auf 76.535 Einheiten. Die Besonderheit, die es zu erwähnen gilt, ist, dass FIAT als ein großer Lieferant für Triebköpfe für Wohnmobile gilt und diese Zulassungen im Bereich Pkw ihre Zählung erfahren.

Der Wandel in der Automobilbrache ist seit einiger Zeit in Gange. Gesellschaftliche Diskussionen im Hinblick auf umweltpolitische Ziele, stellen die Akteure im Automobilvertrieb vor große Herausforderungen. Um neben den aktuellen EU-Vorgaben die Flottenemission für Neuzulassungen jährlich einzuhalten und damit drohende Strafzahlungen zu verhindern, wurde Ende März 2023 das Aus des Verbrennermotors mit fossilen Brennstoffen in der EU ab 2035 beschlossen. Klassische Benzin- oder Dieselfahrzeuge können somit nicht mehr innerhalb der EU zugelassen werden. Für 2026 ist eine Überprüfung der Entscheidung innerhalb der EU festgeschrieben. Erste Stimmen aus der Automobilwirtschaft, aber auch die derzeitige EU-Ratspräsidentin, Frau Ursula von der Leyen, äußern bereits Bedenken. Sie betonte die Wichtigkeit der Überprüfung. Auch die CDU schreibt in ihrem EU-Wahlprogramm "Wir wollen das Verbrennerverbot wieder abschaffen und die deutsche Spitzentechnologie des Verbrennungsmotors erhalten und technologieoffen weiterentwickeln".

Es wird sich daher zeigen, welche politischen Mehrheiten zukünftig in der EU gebildet werden und welche Szenarien daraus resultieren.

Ein weiteres Thema im aktuellen Wandel ist, dass nahezu alle Hersteller ihren Vertragspartnern die Händlerverträge gekündigt haben. Die meisten planen einen Umbau ihres Vertriebskonzeptes, vom klassischen Vertragshändler hin zum Agenturmodell, bei dem das Autohaus als Vermittler fungiert. Damit werden keine Fahrzeuge mehr auf eigene Rechnung an Endkunden vertrieben, sondern für die entsprechenden Hersteller vermittelt. Die Bestands- und Preishoheit liegt dann bei den Herstellern. Mit Mercedes, BMW und Volkswagen haben sich die großen deutschen Automobilhersteller zu dieser Ausrichtung bekannt. Auch der Stellantis-Konzern, mit seinen diversen Marken, wird diesen Schritt gehen. Konträr dazu hält der Renault-Konzern und auch Hyundai/KIA am Vertragshandel fest. Die auch hier gekündigten Händlerverträge werden mit neuen Kriterien und Rahmenbedingungen im Jahr 2024 eingeführt.

Neben den Änderungen in den Vertriebskonzepten und -kriterien kommen neue Player auf den Markt. Tesla hat sich mittlerweile mit 63.685 Zulassungen in 2023 und einem Marktanteil von 2,2% etabliert, produziert in einem eigenen Werk nahe Berlin lokal.

Chinesische Hersteller wollen in Europa aber vor allem in Deutschland fußfassen. Marken wie NIO werden zum einen in eigenen Stores direkt vertrieben, MG und BYD stellen Alternativen für angestammt große Gruppen dar, die auf Grund von geringeren Anforderungen an Flächen in den Autohäusern nun Kapazitäten haben.

Ein weiterer Baustein im Wandelungsprozess ist die Digitalisierungsstrategie aller Hersteller mit Onlinevertrieb unter Einbeziehung der Händler bzw. Agenturen, aber auch mit dem Bekenntnis, zukünftig Fahrzeuge online direkt vermarkten zu wollen. Die Nachfrage und Akzeptanz der Kunden werden den Weg und Grad der Umsetzung bestimmen.

C. Geschäftsverlauf

Rückblickend betrachten wir das zurückliegende Geschäftsjahr für uns als positiv und erfolgreich. Die Herausforderungen, insbesondere durch die Inflation und Zinsanstieg und den daraus resultierenden Auswirkungen, wurden gut bewältigt.

Wir erläutern folgende Leistungsindikatoren zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage.

1. Ertragslage

Im abgelaufenen Jahr 2023 hat die Gesellschaft wiederholt ein positives Jahresergebnis erzielt.

Die zu Grunde liegenden Gesamtumsatzerlöse stiegen deutlich um 22,9% auf 35.314 Teuro. Die Veränderung der wichtigsten Sparten haben sich im Umsatz wie folgt entwickelt:

Neu- & Vorführwagen +26,9 %
Gebrauchtwagen +22,0 %
Teile und Zubehör +6,4 %
Kundendienst +13,6 %

Erzielt wurden die Umsätze durch 825 fakturierte Neuwagen [PEUGEOT 302, KIA 268, SEAT-CUPRA 248, FIAT 7] und 496 Gebrauchtwagen. Gleichzeitig wurden im Bereich After Sales mit 9.005 Werkstattdurchläufen 14.407 Stunden verkauft und im Teilebereich 2.417 Teuro erlöst. Der Auftragsbestand an Neu- und Vorführwagen zum Bilanzstichtag 31.12.2023 betrug 237 Kundenbestellungen für Neu- und Vorführwagen.

Der Materialeinsatz stieg, ähnlich dem des Umsatzes, deutlich von 22.179 Teuro in 2022 auf 28.222 Teuro im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Materialaufwandsquote stieg um 2,7%.

In Summe erzielte die Gesellschaft einen Gewinn nach Ertragssteuern in Höhe von 954 Teuro. Die Umsatzrendite reduzierte sich um -0,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 2,7 %. Dieses Ergebnis ist, insbesondere der eingangs geschilderter Bedingungen und Auswirkungen des Jahres 2023, als sehr positives Ergebnis einzustufen.

2. Finanzlage

Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg im Vergleich zum Vorjahr um 454 Teuro auf 4.385 Teuro an. Dies resultiert aus dem Jahresergebnis 2023, gemindert um die unterjährige Ausschüttung. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich, auf Grund des gestiegenen Kapitals, im Vergleich zum Vorjahr von 26,9% auf 30,5%.

Die Liquidität I. Grades betrug zum Bilanzstichtag 10,6%, die des II. Grades lag bei 33,4%. Die Liquidität III. Grades betrug zum 31.12.2023 144,1%, wobei die bilanzielle Besonderheit im Automobilhandel, die Umgliederung der Vorführwagen in das Anlagevermögen, erwähnt werden muss. Der Charakter und die Finanzierung dieser, werden unterjährig wie normale Fahrzeugbestände behandelt und sind keine Geschäftswagen im klassischen Sinne.

Die Eigenkapitalrentabilität betrug im Jahr 2023 12,4% und reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr, in dem eine Quote von 23,1% erzielt wurde.

Die Personalaufwandsquote veränderte sich nur leicht um -1,0 Prozentpunkte auf 9,5%.

Der Bestand an Finanzmitteln lag zum Stichtag bei 1.003 Teuro und war im gesamten Jahr stabil. Die Finanzlage ist geordnet, allen Zahlungsverpflichtungen wurde termingerecht nachgekommen.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zur Abschlussbilanz vom 31.12.2022 leicht um -1,8%. Sie veränderte sich damit um -265 Teuro auf 14.367 Teuro.

Die Neu- und Vorführwagenvorräte sanken gering um 39 Fahrzeuge auf nunmehr 309 Einheiten. Im Bereich Gebrauchtwagen gab es ebenfalls geringe Änderungen. Der Bestand erhöhte sich um 19 Einheiten auf nun 128 Fahrzeuge. Die aktuelle Bevorratungshöhe sehen wir als optimal an, betrachten diese gerade vor dem Hintergrund der gestiegenen Zinsen bei der Einkauffinanzierung laufend.

Die durchschnittlichen Bestandswerte je Fahrzeug gegenüber dem Vorjahr sind erneut gestiegen. Kostete ein Fahrzeug im Jahr 2022 durchschnittlich 30.552€, stieg der Wert in 2023 auf 33.4335 €.

Das Eigenkapital hat sich durch den Gewinn saldiert mit der Ausschüttung um 11,5% erhöht und liegt nunmehr bei 4.385 Teuro. Absolut gesehen verfügt die Gesellschaft über ausreichend Eigenkapital.

D. Risiko, Chancen und Ausblick

Neben dem Risiko, welches das Betreiben einer Gesellschaft im Automobilvertrieb grundsätzlich in sich birgt, sehen wir die Herausforderungen im Jahr 2024 unsere Gesellschaft täglich auf die Rahmenbedingungen der unsicheren Konjunkturlage, den gestiegen Kosten, sowie den Auswirkungen der Inflation und Zinsniveaus aufzustellen. Weiterhin verweisen wir auf unsere o.g. Ausführungen zu umweltpolitischen Aspekten sowie der Handelsstruktur der Zukunft.

Unsere Umsatzerwartung liegt unter dem erreichten Wert des Jahr 2023 und orientiert sich an den Erlösen des Jahres 2022. Hauptgrund ist hier in der Aufgabe der Marke KIA und dem noch anlaufendem Geschäft mit FIAT zu suchen. Unsere Auftragsbestände sind auf einem normalen Wert und sichern daher die nächsten Monate. Aktuell sind aber die Auftragseingänge, insbesondere im Elektrobereich, deutlich rückläufig, die Kaufzurückhaltung ist zu spüren. Wir gehen daher von einem herausfordernden Jahresverlauf aus. Die steigenden Kosten für Energie, Mieten, Zinsen, Personal usw., begegnen wir mit laufenden Preiskalkulationen, beispielweise bei den Stundenverrechnungssätzen im Service. Für das Jahr 2024 erwarten wir, auch auf Grunde umfangreicher Modernisierungsmaßnahmen, ein ausgeglichenes Ergebnis unserer Gesellschaft.

Personell sind wir grundsätzlich gut aufgestellt. Unsere Mitarbeiter sind auf die kommenden Herausforderungen im Wandel der Antriebstechniken und der Digitalisierung laufend geschult. Der Fachkräftemangel betrifft uns aber ebenso, wie andere Branchen auch. Offene Positionen sind nur schwer neu zu besetzen, fordern eine andere Ansprache möglicher Bewerber, insbesondere durch soziale Medien. Gleichzeitig, aber auch das gestaltet sich schwierig, bilden wir junge Menschen aus, um zukünftige Mitarbeiter zu gewinnen.

Die finanziellen Verpflichtungen aus Leasingrücknahmen sehen wir als Potential für den zukünftigen Ertrag im Bereich Gebrauchtwagen. Die Verpflichtungen werden für jedes einzelne Geschäft bewertet und die Möglichkeit der Herstellerrücknahme aktiv angewendet.

Wie bereits ausgeführt, haben viele Hersteller die Verträge mit ihren Händlern gekündigt, um neue Standards einzuführen oder aber den Übergang ins Agenturmodell zu gestalten. Für unsere Gesellschaft betrifft dies die Marken KIA und Peugeot.

Die Marke KIA hat uns Vertragsangebote für die Standorte in Potsdam sowie Wildau unterbreitet. Wir haben uns jedoch entschieden diese nicht zu unterzeichnen. Die neu definierten Kriterien können wir am Standort Potsdam nicht erfüllen, eine Vergrößerung der Ausstellungsfläche wäre wirtschaftlich nicht darstellbar. Nach reiflicher Überlegung haben wir auch für den Standort Wildau entschieden, wenn auch Kriterien erfüllbar sind, einen neuen Vertrag nicht einzugehen. Wir sehen in einer Single-Lösung und dem damit verbunden Aufwand kein tragfähiges Konzept für die Zukunft.

Wir wollen uns zukünftig auf die Marken SEAT/CUPRA sowie auf die Stellantis Marken Peugeot und Fiat, inklusive Nutzfahrzeuge konzentrieren. Im Jahr 2023 haben wir für Potsdam die Händler- und Serviceverträge für FIAT Pkw, inklusive Abarth und Nutzfahrzeuge unterzeichnet. Im März dieses Jahres haben wir auch für den Standort Wildau, Serviceverträge für FIAT Pkw und Nutzfahrzeuge abgeschlossen.

Wir sehen in der Konzentration auf nur noch zwei Konzernwelten die Möglichkeit unsere Mitarbeiten produktiver einsetzen und gerade im Bereich der Weiterbildung besser spezialisieren zu können. Auch der Verwaltungsaufwand mit den unterschiedlichen Systemlandschaften wird reduziert und die Umsätze werden zukünftig, durch gleiche Fahrzeugtechnik für den Bereich Service und gleichen Systemlandschaften im Bereich Vertrieb, effektiver.

Im Februar und März 2024 haben wir unseren Standort für SEAT und Cupra umfangreich modernisiert. Das gültige CI-Konzept der Cupra-Garage wurde umgesetzt und bedeutet, dass ein komplett neuer Markenauftritt mit Möbel, Beleuchtung, Fliesen und Digitalisierungselemente geschaffen wurde. Für die zweite Jahreshälfte 2024 ist auch der Umbau des Standortes in der Ulmenstraße 6 für die Stellantis-Marken geplant. Der neue Markenauftritt bedeutet auch hier, neue Fassade, neue Fliesen, Möbel, Beleuchtung etc. Der ehemalige KIA-Standort in Potsdam wird ebenfalls eine optische Neugestaltung erfahren und zukünftig als Gebrauchtwagenstandort geführt.

Zum Jahresende 2024 sind dann alle unsere Häuser hoch zukunftsfähig, weil auf dem aktuellen Stand im Bereich der CI, der Digitalisierung am POS, energieeffizient und somit attraktiv für unsere Kunden und Hersteller zugleich. Die Maßnahmen werden ohne Fremdfinanzierungen erfolgen und mit entsprechender Auswirkung im Jahresergebnis 2024 widergespiegelt.

Mit der Ausrichtung unserer Gesellschaft, den Standorten, den von uns vertretenden Marken, den Investitionen in die Standorte, in Schulung der Mitarbeiter und permanenter Anpassungsfähigkeit auf sich ändernde Marktgegebenheiten, sehen wir uns für die Zukunft gut gerüstet. Die Herausforderungen der kommenden Zeit werden wir fachlich gestalten und sehen darüber hinaus unsere Gesellschaft auch finanziell in der Lage, den Anforderungen gerecht zu werden.

 

Potsdam, 08. April 2024

Lutz Herrmann

Torsten Langer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.716.782,05 2.553.626,16
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4,00 4,00
II. Sachanlagen 2.716.778,05 2.553.622,16
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.444,00 25.498,00
2. technische Anlagen und Maschinen 356.103,00 383.588,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 320.747,00 378.705,00
4. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 1.939.523,00 1.758.064,00
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 76.961,05 7.767,16
B. Umlaufvermögen 11.648.702,99 12.077.877,79
I. Vorräte 8.500.157,99 8.306.838,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.145.728,62 2.275.596,25
1. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 417.788,95
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.145.728,62 1.857.807,30
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.002.816,38 1.495.443,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.920,00 582,00
Aktiva 14.367.405,04 14.632.085,95

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.384.590,83 3.931.118,61
I. Gezeichnetes Kapital 100.250,00 100.250,00
II. Bilanzgewinn 4.284.340,83 3.830.868,61
davon Gewinnvortrag 3.830.868,61 2.922.030,92
B. Rückstellungen 246.325,58 487.274,91
C. Verbindlichkeiten 9.736.488,63 10.213.692,43
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.371.267,48 8.530.516,24
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 8.062.833,21 8.147.680,67
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 308.434,27 382.835,57
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 203.814,80
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 203.814,80
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.161.406,35 1.683.176,19
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.161.406,35 1.683.176,19
Passiva 14.367.405,04 14.632.085,95

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.948.766,11 6.964.518,58
2. Personalaufwand 3.343.177,49 3.008.442,59
a) Löhne und Gehälter 2.755.183,64 2.550.309,05
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 587.993,85 458.133,54
davon für Altersversorgung 3.808,58 3.849,34
3. Abschreibungen 424.688,80 345.445,75
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 424.688,80 345.445,75
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.428.152,24 2.148.271,81
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.698,89 18.602,89
davon aus verbundenen Unternehmen 3.516,66 17.788,95
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 323.459,33 125.604,84
davon an verbundene Unternehmen 14,70
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 450.133,71 414.489,06
8. Ergebnis nach Steuern 982.853,43 940.867,42
9. sonstige Steuern 29.381,21 32.029,73
10. Jahresüberschuss 953.472,22 908.837,69
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.830.868,61 2.922.030,92
12. Ausschüttung 500.000,00
13. Bilanzgewinn 4.284.340,83 3.830.868,61

Anhang

Die Herrmann & Langer GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB unter Beachtung der Vorschriften des dritten Buches des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Bei der Aufstellung des Anhangs macht die Gesellschaft von den ihr eingeräumten Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Herrmann & Langer GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Potsdam
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Potsdam
Register-Nr.: HRB 21821

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angabe und Begründung der gegenüber dem Vorjahr abweichenden Form der Darstellung

Die Form des Jahresabschlusses ist gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge sowie die fertigen Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese zur Sicherung der verlustfreien Bewertung angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken, durch Bildung angemessener Wertberichtigungen, bewertet.

Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nominalwert angesetzt.

Zur Gründung der Gesellschaft im Jahr 2010 betrug das gezeichnete Kapital 25.000,00 EUR. Auf Grund der durchgeführten Verschmelzung hat sich das gezeichnete Kapital um 75.250,00 EUR auf 100.250,000 EUR erhöht. Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt.

In den Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abgebildet. Die Bewertung erfolgte in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist im Anlagenspiegel ausgewiesen.

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.915,65
Immaterielle Vermögensgegenstände 26.915,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.918,52
2. technische Anlagen und Maschinen 473.533,89 12.361,69 17.597,09
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.938.370,46 2.016.303,11 1.765.419,75
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.767,16 76.961,05 7.767,16
Sachanlagen 2.454.590,03 2.105.625,85 1.773.186,91 17.597,09
3.481.505,68 2.105.625,85 1.773.186,91 17.597,09
Anschaffungs-Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.915,65 26.911,65
Immaterielle Vermögensgegenstände 26.915,65 26.911,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.918,52 9.420,52
2. technische Anlagen und Maschinen 485.895,58 89.945,89
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.189.253,82 801.601,46
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 76.961,05 0,00
Sachanlagen 3.787.028,97 900.967,87
3.813.944,62 927.879,52
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.911,65
Immaterielle Vermögensgegenstände 26.911,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.054,00 11.474,52
2. technische Anlagen und Maschinen 39.846,69 129.792,58
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 382.788,11 255.405,75 928.983,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
Sachanlagen 424.688,80 255.405,75 1.070.250,92
424.688,80 255.405,75 1.097.162,57
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4,00 4,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 4,00 4,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.444,00 25.498,00
2. technische Anlagen und Maschinen 356.103,00 383.588,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.260.270,00 2.136.769,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 76.961,05 7.767,16
Sachanlagen 2.716.778,05 2.553.622,16
2.716.782,05 2.553.626,16

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

(§ 42 Abs. 3 GmbHG)

Gegenüber Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte 2023
TEUR
2022
TEUR
Forderungen 0,00 417,7
davon gegenüber Gesellschaftern 0,00 417,7
Verbindlichkeiten 203,8 0,0
davon gegenüber Gesellschaftern 203,8 0,0

Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Berichtsjahr solche für Urlaub und Überstunden (34.917,60 EUR), Rückstellungen für Personalkosten (104.000,00 EUR) sowie für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (7.362,23 EUR), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Restwertabsicherung (36.633,98 EUR) und Rückstellungen für Abschluss und Prüfungskosten (28.000,00 EUR) enthalten.

Angaben zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 2.145.728,62 EUR (Vorjahr 2.275.596,25 EUR).

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen 9.428.054,36 EUR (Vorjahr 9.830.856,86 EUR). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 308.434,27 EUR (Vorjahr 382.835,57 EUR). Die Bankverbindlichkeiten sind teilweise durch Sicherungsübereignungen, selbstschuldnerische Bürgschaften und Sicherungsabtretungen besichert. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden weitestgehend im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erlöse aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens i. H. v. 729.722,57 EUR (Vorjahr 369.737,44 EUR) enthalten. Diese wurden ausschließlich aus den Verkäufen von zum Anlagevermögen gehörenden Vorführwagen erzielt.

Bei den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen i. H. v. 126.476,78 EUR (Vorjahr 49.692,08 EUR) handelt es sich um Schadenersatzleistungen (52.531,30 EUR), um geldwerte Vorteile 73.923,45 EUR und um Erträge aus abgeschriebenen Forderungen (22,03 EUR).

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter betrugen im Geschäftsjahr 2.755.183,64 EUR (Vorjahr 2.550.309,05 EUR). Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung betrugen 587.993,85 EUR. Davon entfallen 3.808,58 EUR auf die Altersversorgung.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Rückkaufswerte zurückkommender Leasingfahrzeuge in Höhe von 12.708.796,25 EUR wie folgt:
2024 1.547.710,46 EUR
2025 3.235.874,19 EUR
2026 4.043.332,16 EUR
2027 3.415.732,80 EUR
2028 466.146,64 EUR

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen

gesamt Geschäftsführer kaufmännische Mitarbeiter gewerbliche Mitarbeiter Auszubildende
31.03.2023 72 2 42 22 6
30.06.2023 68 2 36 24 6
30.09.2023 68 2 36 22 8
31.12.2023 64 2 35 19 8

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 68 (Vorjahr 64) Arbeitnehmer beschäftigt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer:

Torsten Langer ausgeübter Beruf: Kaufmann

Lutz Herrmann ausgeübter Beruf: Kaufmann

Zur Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 i.V. m. § 285 Nr. 9 Buchstabea und b HGB Gebrauch gemacht.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Im Jahr 2023 erfolgte mit Beschluss vom 26.07.2023 eine Ausschüttung i. H. v. 500.000,00 EUR.

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt 953.472,22 EUR. Dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Potsdam, 25.03.2024

gez.

Torsten Langer

Lutz Herrmann

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.06.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Herrmann & Langer GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Herrmann & Langer GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Herrmann & Langer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Potsdam, 11. April 2024

Dr. Knabe GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft , Schiffbauergasse 15 , 14467 Potsdam

Prof. Dr. Stephan Knabe, Wirtschaftsprüfer

Sabine Paul, Wirtschaftsprüferin

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