Pollmann Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Beate Klasen seit 25.6.2025 | Prokura |
Andreas Muhl seit 23.1.2014 | Vorsitzender des Vorstands |
Heiko Vitt seit 13.1.2014 | Vorstandsmitglied |
Peter Engel seit 13.1.2014 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Maneris AGSiegenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäftsmodell II. Wirtschaftsbericht III. Chancen- und Risikobericht IV. Prognosebericht und Ausblick I. Geschäftsmodell Seit 1995 begleiten wir als Vermögensverwalter Privatkunden, Unternehmer und Unternehmen in Südwestfalen und darüber hinaus. Die MANERIS AG ist inhabergeführt und zu 100% unabhängig. Dadurch können wir Chancen und Risiken der Kapitalmärkte nach sorgfältiger Analyse frei abwägen und Anlageentscheidungen ausschließlich im Kundeninteresse treffen. Wir betrachten das Thema Geldanlage seit jeher als unsere Leidenschaft. Unsere Mitarbeiter verfügen über eine solide Ausbildung und langjährige Berufserfahrung. Unser strategisches Ziel ist die stabile Weiterentwicklung der uns anvertrauten Vermögenswerte. Wir verwalten Vermögen aktiv, entwickeln für unsere Kunden individuelle Anlagekonzepte und begleiten diese fortlaufend. Die Grundlage für ein Mandat ist die Vereinbarung einer persönlichen Anlagestrategie, die auf einer wohlinformierten Investmententscheidung der Anlegerinnen und Anleger beruhen sollte. Die uns von der BaFin gem. § 15 Abs. 1 WpIG erteilte Erlaubnis umfasst folgende Wertpapierdienstleistungen:
II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Anfang 2023 stand der Ausblick auf die Wirtschaft und die Finanzmärkte gänzlich unter dem Eindruck der Schockwellen des Vorjahres. Nie zuvor hatten Aktien und Anleihen gleichzeitig so stark verloren. Wir hielten es zwar für unwahrscheinlich, dass zwei Katastrophenjahre in Folge kommen würden, dass es jedoch ein derart positives Börsenjahr werden würde, überraschte doch sehr. Zumal die konjunkturelle Entwicklung, insbesondere in Deutschland, angesichts der Rezession sowie des Haushaltschaos hierzulande, ein gänzlich anderes Bild zeigte. Von Euphorie ist da keine Rede. Insgesamt kann man sagen, dass das Jahr herausfordernder war, als es der Blick auf die Aktienkurse vermuten ließe, aber unterm Strich sehr erfreuliche Ergebnisse gebracht hat. Die wichtigsten Aktienindizes der Welt verzeichneten 2023 prozentual zweistellige Kursgewinne. Einem rasanten Auftakt im Januar folgten neun Seitwärtsmonate, ehe dann die Jahresendrally ab Anfang November weiteren Auftrieb bescherte. Was noch im Vorjahr aufgrund massiver Zinserhöhungen größte Sorgenfalten verursachte, kehrte sich um und sorgte für sehr erfreulichen Rückenwind: Das Überwinden des Zinsgipfels und die Chance auf baldige Zinssenkungen. Die Geschwindigkeit des Trendwechsels in den letzten Wochen war allerdings atemberaubend. Schauen wir uns die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen an: Von 2,45% am Jahresanfang ging es rauf bis 3% im Herbst, um dann zum Ultimo bei 2,02% zu enden. Einen ähnlichen Verlauf nahmen die Festgeldzinsen, die für Jahreslaufzeiten zwischenzeitlich bei 4% lagen und aktuell auf 3% gesunken sind. Dementsprechend blieb der Bedarf an qualifizierter Vermögensberatung und -verwaltung im Jahr 2023 stabil auf hohem Niveau. Die Herausforderung an den Anleger die individuell richtige Mischung für seine Vermögensanlage zu finden, ist angesichts der gleichzeitigen Attraktivität von Aktien und Zinsanlagen größer geworden. 2. Interne Rahmenbedingungen Um dem eigenen Qualitätsanspruch hinsichtlich Beratungsleistung und der Aktualität unseres Wissens gerecht zu werden, haben unsere Mitarbeiter auch 2023 Seminare in der VuV-Akademie und bei externen Anbietern besucht, auch über webbasierte Fortbildungskanäle. Bei der innerbetrieblichen Arbeitsorganisation gab es keinerlei Einschränkungen. Das wir nach dem Ende der Corona-Pandemie die Funktionsfähigkeit im Homeoffice aufrechterhalten haben, bietet uns eine willkommene Flexibilität und sichert eine durchgehende Ansprechbarkeit für unsere Kunden. Im vierten Quartal haben wir neue Geschäftsräume in Siegen bezogen. Unseren Wunsch nach mehr Platz für Kunden und Mitarbeiter können wir hier perfekt umsetzen. Die gelungene Kombination von traditionellen Räumlichkeiten und moderner Ausstattung, im Einklang mit einer bodenständigen und zeitgemäßen Unternehmenskultur, bildet den perfekten Rahmen für eine produktive und sinnstiftende Arbeitsumgebung. 3. Geschäftsverlauf, Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Das verwaltete Vermögen konnten wir im Jahr 2023 um gut 10% steigern. Hierzu trugen sowohl die positive Wertentwicklung, als auch Neu- und Bestandskunden mit zusätzlichen Einlagen bei. Auf der Ertragsseite der GuV stiegen die Provisionserlöse um 2,6% oder 60 TEUR auf 2.371 TEUR. Die Ergebnisbeiträge stammen traditionell überwiegend aus Honoraren für die Finanzportfolioverwaltung, die Fondsberatung, die Versicherungsvermittlung und die Erstellung von Vermögensanalysen. Der Ertragszuwachs resultiert rein aus organischem Wachstum. Erhöhte Kosten durch den Umzug, eine erstmals durchgeführte Digitalkampagne und steigende Personalaufwendungen drücken das Geschäftsergebnis allerdings etwas unter das Vorjahresniveau. Alle Aufwendungen bewegten sich im Rahmen des Geschäftsplanes, die Gesamterträge übertrafen die Planung leicht. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals (inkl. des Fonds für allgemeine Bankrisiken) an der Bilanzsumme zum Ende des Berichtsjahres beträgt 80% und hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht (+5,5%). Aus dem Jahresüberschuss sollen nach dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes 93 TEUR in die Gewinnrücklagen eingestellt werden. Die Bestände aus Barreserve, Forderungen an Kreditinstitute und Wertpapieranlagen betragen insgesamt 1.147 TEUR = 80% der Bilanzsumme (Vorjahr 1.230 TEUR). Die Bestände unterliegen keinen, die marktüblichen Schwankungen übersteigenden Risiken. Zusammenfassend war das Jahr 2023 für die MANERIS AG ein gutes Jahr. Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist weiterhin gut. Bankverbindlichkeiten bestehen keine, die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung werden komfortabel erfüllt. III. Chancen- und Risikobericht 1. Wesentliche Chancen und Risiken Das Risiko von Verwerfungen am Kapitalmarkt, drastisch veränderte konjunkturelle Rahmenbedingungen, geopolitische Spannungen oder künftig vielleicht vermehrte Auswirkungen von Extremwetter-Ereignissen gehören zum Alltag unseres Geschäftsmodelles. Mit diesen Umständen müssen wir nun schon seit mehreren Jahren leben und unseren Geschäftsbetrieb darauf einrichten. Dank der guten technischen Ausstattung, der Flexibilität und Bereitschaft aller Mitarbeiter*innen waren wir auch 2023 zu jeder Zeit vollständig handlungs- und entscheidungsfähig. Kurseinbrüche können jederzeit auftreten und bergen die Gefahr des Schrumpfens des Vermögensverwaltungsvolumens. Risiken begründet durch Schadensersatzansprüche aufgrund Beratungs- oder Ausführungsfehler, die ggf. nicht durch die vorhandenen Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen abdeckt sind, können immer wieder auftreten. Aktuell liegen im Wertpapierbereich keine Beschwerden, Forderungen oder Rechtsstreitigkeiten vor. Risiken aus der Einforderung von Bestandsprovisionen (sog. Kick-Backs) der Investmentgesellschaften sowie daraus abgeleiteter Schadensersatzansprüche durch unsere Kunden sind nicht erkennbar. Alle Bestandsprovisionen aus Vermögensverwaltungsmandaten werden an unsere Kunden ausgekehrt. Die Chancen unseres Unternehmens sehen wir weiterhin in dem stetig wachsenden Markt für qualifizierte, unabhängige und serviceorientierte Vermögensverwaltung. Unsere wirtschaftlich solide Ausstattung, repräsentative großzügige Geschäftsräume und ein kompetentes Team, bieten uns gute Voraussetzungen für ein kontinuierliches Unternehmenswachstum. 2. Risikomanagement Unsere Geschäftspolitik ist von dem Grundsatz geprägt, unvermeidbare Risiken innerhalb der Aktiva und Passiva unserer Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung überschaubar und beherrschbar zu halten. Dazu gehört u. a. eine frühzeitige Identifikation von Risiken. Unsere Bilanzstruktur weist derzeit auf der Aktivseite im Wesentlichen nur die Eigen- und Sachlagen aus, sowie auf der Passivseite neben den Verbindlichkeiten und Rückstellungen das Eigenkapital. Wir beschränken uns daher auf das Risikomanagement unserer Eigenanlagen in Form von geeigneten Investmentfonds. Alle Anlagen sind dem Anlagebestand zugeordnet und dienen der Liquiditätssteuerung und der Erzielung einer angemessenen Rentabilität der nicht zum laufenden Geschäftsbetrieb benötigten Mittel. Wir investieren in börsennotierte, marktgängige Wertpapiere und Investmentfonds mit täglicher Preisfeststellung. Daher sind wir in der Lage, die Werthaltigkeit unserer Anlagen fortlaufend zu überwachen. Marktbedingten Schwankungen und Emittenten-Risiken begegnen wir durch Diversifikation. 3. Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- und Zahlungsschwankungsrisiken Unser auf die Finanzportfolioverwaltung konzentriertes Geschäftsmodell, die daraus resultierende regelmäßige Vergütung und die Verteilung auf eine Vielzahl von Kundenbeziehungen reduziert das Ausfallrisiko bis auf eine Restgröße. Preisänderungsrisiken sind aufgrund unserer Kundenstruktur und der Wettbewerbssituation derzeit nicht erkennbar. Schwankungen unserer Zahlungsströme treten abgesehen von geplanten eigenen Investitionen nicht auf, unsere Honorarrechnungen werden per Bankeinzug beglichen. Bonitätsrisiken sind nicht erkennbar. IV. Prognosebericht zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Nach dem erfreulichen Verlauf im Vorjahr, erwarten wir für das Jahr 2024 eine grundsätzlich stabile geschäftliche Entwicklung im Unternehmen. Die im Vergleich zum Vorjahr gewachsene Kundenanzahl und das durch Wertzuwächse gestiegene Anlagevolumen, könnte im Kontext stabiler Finanzmärkte zu leicht steigenden Provisionseinnahmen und bei ungefähr gleichbleibenden Kosten zu einem höheren Jahresergebnis führen. Wir budgetieren unsere Einnahmen und unsere Ausgaben konservativ und mit komfortablen Risikopuffern, um nicht von kurzfristigen Verwerfungen überrascht zu werden. Das hat sich in den vergangenen Jahren bewährt, daher behalten wir dieses Vorgehen bei. Unsere finanzielle Ausstattung erlaubt weitere Investitionen in die Infrastruktur und die Personalausstattung unseres Unternehmens, um unsere Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern. Ausblick 2024 Die gute Aktienperformance des Jahres 2023 ist in erster Linie den Technologieaktien, die unter den "glorreichen Sieben" (Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia und Tesla) zusammengefasst werden, zu verdanken. Diese machen große Teile der internationalen Aktienindizes aus und sind für ca. drei Viertel des Indexgewinnes z.B. beim Nasdaq 100 verantwortlich. In der Folge sind die Kurs-Gewinn-Verhältnisse weiter gestiegen, was die Titel anfällig für Rückschläge macht. Andererseits finden wir in den Bilanzen der Tech-Giganten kaum Verschuldung, dafür aber sehr hohe Barreserven. Diese Konstellation bietet ideale Voraussetzungen für eine hohe Innovationskraft und weiteres Wachstum bei starker Preissetzungsmacht. Allerdings kehren Aktienbewertungen üblicherweise langfristig zu ihren Mittelwerten zurück. Aktuell sind die "Glorreichen Sieben" im Durchschnitt mit dem 32-fachen des Jahresnettogewinns bewertet, im Vergleich dazu die Top 100 dieser Welt mit durchschnittlich dem Faktor 20. Damit liegt diese Kennziffer klar über dem langjährigen Mittel. Als durchaus veritable Aktienstrategie könnte man auf die Verlierer des Vorjahres setzen, um von deren Wiederbelebung zu profitieren. Diese Hoffnung allein ist jedoch kein Kaufgrund, da am Tabellenende oft Firmen stehen, die mit strukturellen Umbrüchen zu kämpfen haben oder auch eine hohe konjunkturzyklische Abhängigkeit aufweisen. Diese wollen wir meiden. Gute Chancen dagegen sehen wir in den zuletzt nicht gut gelaufenen Konsum- und Pharmatiteln, sowie bei attraktiven Dividendenaktien, die von der erwartbaren Abschwächung bei Inflation und Zinsen profitieren. Im Finanzsektor setzen wir bevorzugt auf Versicherer. Bei aller konstruktiver Zuversicht bleiben einige Risikofaktoren, die erhebliche Unwuchten an den Börsen auslösen könnten. Neben den bekannten Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten könnte ein Übergriff der Chinesen auf Taiwan massive wirtschaftliche Folgen haben. Mit Spannung blicken wir nach USA, wo wir nach der Wahl im November wissen, ob der nächste Präsident wieder Donald Trump heißt. Die Auswirkungen in Politik und Wirtschaft könnten gravierend sein. Angesichts der derzeitigen Lage erscheint eine Vorhersage, wie die Aktienmärkte in 2024 laufen werden, kaum seriös machbar. Schließlich ist gerade das abgelaufene Jahr bestes Beispiel dafür, dass die Glaskugel nicht zuverlässig ist. Angaben zum Unterzeichner
Siegen, den 23. Januar 2024 MANERIS AG Gez. Andreas Muhl Peter Engel Heiko Vitt Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
AnhangAngaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Firma MANERIS AG, Sitz in Siegen, HRB 5765 Amtsgericht Siegen, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) erstellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine Aktiengesellschaft gemäß Aktiengesetz. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Formblätter gemäß § 2 RechKredV gegliedert. Zu Aktiva, Pos. 1, 2 und 3: Der Kassenbestand, die Bankguthaben, die Kundenforderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit Ihren Nennbeträgen angesetzt. Sämtliche Kundenforderungen haben eine Restlaufzeit bis drei Monate. Zu Aktiva, Pos. 4: Die Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sind dazu bestimmt, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Die Bewertung erfolgt demgemäß nach den Vorschriften für das Anlagevermögen. Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Zinsabgrenzungen auf den Bilanzstichtag liegen im Berichtsjahr nicht vor. Der eigene Publikumsfonds Maneris Select Ul macht zum Bilanzstichtag gemessen am Buchwert einen Anteil von 69% der Anlagen aus. Die Position hat einen Buchwert von EUR 325.251,21. Die Anlage im Maneris Select Ul unterliegt den regelmäßigen Schwankungen der Aktien- und Rentenmärkte. Die Gefahr einer dauerhaften Wertminderung wird durch eine Diversifikation innerhalb des Vermögens reduziert. Der geldmarktnahe Fonds DWS Floating Rate Notes (31% der Anlagen), der gemäß seiner Anlage- und Risikostruktur als Liquiditätsersatz angesehen wird, hat einen Buchwert von EUR 146.290,00. Sämtliche ausgewiesenen Wertpapiere sind börsenfähig, aber nicht börsennotiert. Eine Preisfeststellung erfolgt börsentäglich. Zu Aktiva, Pos. 5 und 6: Die immateriellen Anlagewerte und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel. Zu Passiva, Pos. 1: Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 16.824,69 und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer von EUR 24.829,09 sowie Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer von EUR 37.907,03. Zu Passiva, Pos. 2: Die passivierten latenten Steuern in Höhe von T€ 4 resultieren aus der Inanspruchnahme der steuerlich kürzeren Nutzungsdauer von Computerhardware und Software (BMF-Schreiben vom 26.02.2021). Diese Inanspruchnahme führt zu einer höheren Abschreibung im steuerlichen Bereich. Die Bewertung erfolgt mit dem Unternehmenssteuersatz (Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer) in Höhe von 33,16%. Zu Passiva, Pos. 3: Die Rückstellungen wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Zu Passiva, Pos. 4: Der Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB wurde in 2023 nicht erhöht. Zu Passiva, Pos. 5: Das Grundkapital ist eingeteilt in 10.200 auf den Namen lautende Stückaktien und wird mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Die Kapitalrücklage stammt i.H.v. TEUR 1 aus Zahlungen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB sowie i.H.v. TEUR 20 aus sonstigen Zuzahlungen der Aktionäre in das Grundkapital gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die Gewinnrücklagen setzen sich aus der gesetzlichen Rücklage gem. § 150 AktG und aus sonstigen freien Gewinnrücklagen zusammen. Aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von EUR 422.955,36 wurde durch die Hauptversammlung ein Teilbetrag in Höhe von EUR 167.955,55 in die sonstigen freien Gewinnrücklagen eingestellt. Zu Gewinn- und Verlustrechnung, Pos. 4: Die Provisionserträge entfallen alle auf Erlöse aus dem Dienstleistungsgeschäft (im Wesentlichen Finanzportfolioverwaltung gem. § 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG sowie aus dem Fondsadvisory gem. § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG) der Gesellschaft. Erzielt wurden diese zum großen Teil im Inland. Zu Gewinn- und Verlustrechnung, Pos. 6 und Pos. 9: Die sonstigen betrieblichen Erträge weisen als wesentlichen Posten Sachbezüge aus PKW-Nutzung aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen (EUR 3.510,28) und Spenden (EUR 2.360,00). Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel. Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Sonstige Angaben Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 5 Vollzeitmitarbeiter (inkl. 3 Vorstände) sowie 5 Teilzeitmitarbeiter (inkl. 1 Aushilfe) beschäftigt. Vorstand der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 sind: Herr Andreas Muhl (Vorsitzender), Bankkaufmann Herr Peter Engel, Bankkaufmann Herr Heiko Vitt, Bankkaufmann Sie üben die Vorstandstätigkeit hauptberuflich aus. Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen: Herr Hans-Werner Bieler, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Bankkaufmann, Herr Jörg Goldan, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates, Steuerberater/Wirtschaftsprüfer Herr Christoph Bernshausen, Rechtsanwalt Auf die Angabe der Bezüge des Aufsichtsrates wird unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 15. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 7 und auf andere Bestätigungsleistungen TEUR 8. Der Gesamtbetrag der wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB beträgt EUR 485.808,30. Dieser besteht aus Mietverpflichtungen i.H.v. EUR 359.488,16, aus Lizenzverpflichtungen i.H.v. EUR 48.624,34 sowie aus Leasingverpflichtungen i.H.v. EUR 77.695,81. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag liegen nicht vor. Von dem ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 348.076,21 sollen nach dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands EUR 255.000,00 als Dividende ausgeschüttet und EUR 93.076,21 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden. Angaben zum Unterzeichner
Siegen, den 23. Januar 2024 gez. Andreas Muhl Peter Engel Heiko Vitt Angaben zur Feststellung Der Jahresabschluss wurde am 9. März 2024 durch die Hauptversammlung festgestellt. Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung des Vorstands regelmäßig überwacht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat über die Entwicklung des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle zeitnah und umfassend unterrichtet. Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer, Prof. Dr. Rainer Jurowsky, Köln, hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht geprüft und ein nicht modifiziertes Prüfungsurteil erteilt. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs, der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (§§ 340a-3400HGB) erstellt. Der Aufsichtsrat prüfte den Jahresabschluss und den Lagebericht, wobei der Abschlussprüfer für Erläuterungen und Fragen zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat erhob keine Einwände gegen den Jahresabschluss und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. In seiner heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft gebilligt, der damit festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat hiermit zu.
Siegen, 14. März 2024 Der Aufsichtsrat Gez. Hans-Werner Bieler, Vorsitzender Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Maneris AG Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Maneris AG - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Maneris AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Köln, 16.02.2024 Prof. Dr. Rainer Jurowsky, Wirtschaftsprüfer |
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