Internorm Kunststofftechnik GmbH

Robert-Bosch-Straße 5, 49401 Damme, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 110485
Eingetragen
21.3.1988
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung, der Vertrieb, die Bearbeitung und Montage von Erzeugnissen aus elastischen Kunststoffen für die Industrieprodukte jeglicher Art im Inund Ausland, sowie der Handel mit diesen oder ähnlichen Erzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mike Grigo
seit 5.1.2022
Prokura
Philipp Grimme
seit 14.1.2021
Geschäftsführer
Richard Tepe
seit 9.7.2020
Prokura
Bernard Tepe
seit 10.2.2020
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Grimme GmbH & Co. KG

Damme

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der GRIMME GmbH & Co. KG, Damme

Gliederung

1 Grundlagen des Konzerns

2 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

2.1 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

2.2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3 Chancen- und Risikobericht

4 Prognosebericht

1 Grundlagen des Konzerns

Organisatorische Struktur des Konzerns

Die weltweiten Aktivitäten der GRIMME Gruppe im Agrarbereich werden durch Aktivitäten im Bereich Kunststoffe und Gummi-Metallverbindungen ergänzt, in denen neben Kunden aus der Landtechnik auch immer mehr Kunden aus anderen Wirtschaftszweigen erreicht werden. Zu den Produktionsgesellschaften im Agrarbereich der GRIMME Gruppe zählen die GRIMME Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG mit Sitz in Damme und Rieste, der nordamerikanische Kartoffeltechnikhersteller Spudnik Equipment LLC (Blackfoot/Idaho), der dänische Gemüsetechnikhersteller ASA-LIFT A/S (Sorø) und die Produktionsgesellschaft Grimme Agricultural Technology (Tianjin) Co., Ltd in Tianjin, China. Mit über 150 Maschinentypen aus den Bereichen Kartoffel-, Rüben- und Gemüsetechnik bietet die GRIMME Gruppe weltweit das mit Abstand breiteste und umfangreichste Produktprogramm in diesen Segmenten an. Die Maschinen werden in über 120 Ländern der Welt über den Fachhandel vertrieben.

In den wichtigen Anbauregionen in Großbritannien, Frankreich, Dänemark, Polen, Irland, Niederlande, Russland, USA, China, Belgien sowie der Türkei sind eigene Vertriebs- und Servicetöchter gegründet worden. Zur Stärkung der Marktpräsenz im wichtigen bayerischen Markt wurde in 2022 der neue Standort der Grimme Vertriebsgesellschaft mbH in Langquaid südlich von Regensburg in Betrieb genommen.

Forschung und Entwicklung

Zur Sicherung der nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit ist die GRIMME Gruppe darauf angewiesen, innovative Technologien und Produkte zu entwickeln, um den Anforderungen des sich rasant verändernden Marktumfeldes immer wieder gerecht zu werden. In der GRIMME Gruppe werden jährlich etwa 10 % des Umsatzes in die Neu- und Weiterentwicklung der breiten Produktpalette investiert, wobei die Digitalisierung einen immer höheren Stellenwert einnimmt. Die immer stärkere Vernetzung der Maschinen und zunehmende Automatisierung mit Hilfe von Fahrer-Assistenzsystemen hält weiter an. In diesem herausfordernden Umfeld setzen die GRIMME-Innovationen weiterhin branchenweit Maßstäbe.

Das Augenmerk der Forschung und Entwicklung im Agrarsektor lag im vergangenen Geschäftsjahr insbesondere auf einer noch stärkeren Nutzerfreundlichkeit und Effizienzsteigerung im Bereich des Transports sowie der Aufnahme inkl. Lagerung des Erntegutes. Viele Maschinen wurden daher in 2022 umfangreich überarbeitet und verbessert, um mit den Kundenanforderungen auch in Zukunft weiterhin Schritt halten zu können.

Der neue zweireihige Überladeroder SELECT 200 eignet sich für vielfältige und wechselnde Einsatzbedingungen. Die Maschine besticht durch viele Weiterentwicklungen, wie der ActiveSteering Achslenkung sowie einer Straßentransportbreite unter 3 m. Die automatische Achslenkung erhöht den Komfort am Vorgewende, reduziert den Wendekreis und ermöglicht ein optimales Einlaufverhalten in die Reihe, was zur Entlastung des Fahrers führt. Alle Siebbänder können mit dem patentierten, stufenlos verstellbaren Antrieb ausgestattet werden. In Verbindung mit dem Speedtronic-Web werden die Siebbandgeschwindigkeiten automatisch anhand der Auslastung und Vorfahrtsgeschwindigkeit angepasst. Die Bedienung der SELECT 200 ist komfortabel und erfolgt serienmäßig über ISOBUS. Die standardmäßige Anbindung an myGRIMME macht einen Austausch von Maschinen- und Auftragsdaten über den Agrirouter mit dem betriebseigenen Farm Management System möglich. Der Arbeitsplatz am Verlesetisch besticht vor allem durch seine Komfortabilität und ist mit zahlreichen Erleichterungen für das Verlesepersonal ausgestattet.

Der zweireihige Bunkerroder EVO 280 hat ein Upgrade erhalten und kann ab dem Jahr 2022 mit einem 7,5 t NonstopBunker anstelle eines 6 t NonstopBunkers ausgestattet werden. Dadurch kann die Leistung der Maschine sowie der Transportfahrzeuge weiter erhöht werden. Durch die großzügige Überladehöhe und -weite können große Abstände zwischen Roder und Abfuhrgespann eingehalten und selbst hohe Transportfahrzeuge einfach und bequem während der Fahrt beladen werden.

Mit der Prios 440 wurde die erste 4-reihige gezogene Legemaschine mit einer Transportbreite unter 3 m und vollständiger EU-Typgenehmigung vorgestellt. Der Schwanenhals und das integrierte Hubwerk ermöglicht die Kombination mit unterschiedlichsten Bodenbearbeitungsgeräten. Darüber hinaus bringt die Maschine vor allem Neuerungen im Bereich der Anhängung sowie der Dammformung und bietet alle nötigen Voraussetzungen für Präzision und Smart Farming.

Im Bereich der selbstfahrenden Kartoffelerntemaschinen wurde die VARITRON Reihe weiterentwickelt. Die dritte Generation des VARITRON 470 bringt, neben dem neuen Design, viele Optimierungen mit sich. Durch die neue Aufhängung wurde der An- und Abbau des Krautschlägers vereinfacht. Zusätzlich wurde die Antriebsleistung des Krautschlägers erhöht, um eine gute Zerkleinerung der immer größeren Krautbestände zu gewährleisten. Für eine ganzjährige und somit flexible Auslastung kann der VARITRON 470 mit unterschiedlichen Aufnahmen für die Ernte von Kartoffeln, Zwiebeln und Möhren ausgestattet werden. Besonderen Komfort bieten vor allem das SmartView Videosystem sowie das serienmäßig integrierte CCI 1200 ISOBUS-Terminal an Bord, welches dem Fahrer eine intuitive Bedienoberfläche und einen perfekten Überblick über alle Maschinenfunktionen bietet. Das neue Beleuchtungskonzept mit helleren LED- und Ultra-Beam Scheinwerfern sorgt für eine optimale Ausleuchtung des Arbeitsbereichs und Maschinenumfelds.

In der Lagertechnik wurden umfangreiche Weiter- und Neuentwicklungen für das Einlagern von Kartoffeln, Zwiebeln, rote Beete, Sellerie und anderen Schüttgütern präsentiert. Die Lagerhausausfüller der SL 900- und SL 700-Serie verbinden optimale Produktschonung mit anwenderfreundlicher Bedienung dank neuer und intelligenter Hallenbefüllfunktionen mittels optischer Sensoren bzw. Ultraschallsensoren.

Im Bereich der selbstfahrenden Rübenerntemaschinen wurde die REXOR Serie in 2022 grundlegend überarbeitet. Mit dem neu entwickelten Rodevorsatz, den fahrerentlastenden Bedien- und Assistenzsystemen sowie dem neuen Design werden neue Maßstäbe in Puncto Leistung, Wirtschaftlichkeit und Komfort gesetzt.

Bei SPUDNIK wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr gleich mehrere Neuheiten vorgestellt. Neben der ersten 8-reihigen Bandlegemaschine, die mehrere Tonnen pro Hektar pflanzen kann, überzeugt auch der 8-reihige faltbare Reihenleger. Dieser kann entweder 12 oder 20 Reihen Kartoffeln beim Ernten zeitgleich aufnehmen. Die Lagerhausfüller wurden um eine automatische Füllfunktion erweitert.

Im Bereich der Zuliefersparte beschäftigt sich INTERNORM mit der Belieferung und Verarbeitung von recyceltem Spritzgussmaterial. Hiermit soll in Zukunft dem Ziel einer nachhaltigen Herstellung von Produkten Rechnung getragen werden. Zur nachhaltigen Absicherung der Qualitätssituation wurden verschiedene Aktivitäten initiiert: So wurde beispielweise im Jahr 2022 an Cobot Lösungen gearbeitet, die z. B. Maschinen bestücken und Artikel wegpacken. Die bestehenden Gießprozesse wurden in 2022 umfangreich weiterentwickelt in Richtung Automatisierung. So wurde eine automatische Fertigungsstraße von der Vorbehandlung bis zum Gießen umgesetzt. Damit hat INTERNORM sehr gute Voraussetzungen geschaffen, um die Effektivität und Effizienz bei der Fertigung des Produktes zu steigern.

Änderungen rechtlicher Verhältnisse

Die Gesellschaften GRIMME India Private Limited und die RiCon Sieb- und Fördertechnik GmbH i. L. wurden in 2022 liquidiert. Mit Datum vom 16.12.2022 wurde die Gesellschaft Atrium 251. Eurp. VV SE übernommen. Mit Anteils- und Abtretungsvertrag vom 04.10.2022 hat die GRIMME Holding GmbH ihren Geschäftsanteil an der RICON Beteiligungs GmbH an die RICON GmbH & Co. KG veräußert. Durch Anteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 12.12.2022 wurde der Kommanditanteil an der RICON GmbH & Co. KG an die RICON Holding GmbH verkauft, die sich ebenfalls in Besitz der Familie Grimme befindet.

2 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

2.1 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die globalen Wachstumsaussichten der Weltwirtschaft haben sich 2022 merklich eingetrübt, während die Risiken deutlich zugenommen haben. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dämpfte in allen Regionen das Wachstum, trieb die Inflation an und verstärkte die Knappheiten in einzelnen Märkten. Hinzu kamen gestörte Lieferketten aufgrund von Corona und Logistikengpässe in einzelnen Marktsegmenten. Der Wachstumsrückgang in China, bedingt durch die dortige Immobilienkrise und die strikte Null-Covid Politik, bremsten die Entwicklung zusätzlich. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die Weltwirtschaft in 2022 um 3,4 % gewachsen, gegenüber einem Wachstum im Vorjahr um 5,9 % und zeigte sich trotz herausfordernder Rahmenbedingungen insgesamt jedoch robuster als zuletzt angenommen. Für die Industrieländer der Eurozone rechnet der IWF mit einem Plus der Wirtschaftsleitung um 3,5 %. Das positive Wachstum wird zum einen politisch durch Konjunkturprogramme und zum anderen durch die in der ersten Jahreshälfte starke Nachfrage nach Dienstleistungen begründet. Allerdings belasten die anhaltende Energiekrise, die weiterhin hohe Inflation, die erhöhte Unsicherheit, die weltweite Konjunkturabschwächung und die verschärften Finanzierungsbedingungen die Wirtschaftstätigkeit.

Die weltweite Inflation lag 2022 bei 8,8 % und damit noch höher als der deutsche Rekordwert von 7,9 %. Um dem entgegenzusteuern, erhöhte die europäische Zentralbank im Juli 2022 zum ersten Mal seit elf Jahren die Leitzinsen. Weitere Zinserhöhungen folgten und zeigten bereits positive Wirkung auf die Inflation.

Trotz zahlreicher Herausforderungen und Hindernisse hat sich der deutsche Maschinenbau im Jahr 2022 dank voller Auftragsbücher positiv entwickelt. Ausgebremst wurde das Wachstum insbesondere durch die weltweiten Lieferengpässe. Der Landtechnikmarkt profitierte in 2022 von einer weiterhin starken Nachfrage, bedingt durch ein starkes Erntejahr und günstige Finanzierungsbedingungen, vor allem in der ersten Jahreshälfte. Trotz erheblicher angebotsseitiger Störungen und kriegsbedingter Abschwächung in Osteuropa hat sich das Geschäft weitestgehend positiv entwickelt.

Laut VDMA konnte sowohl der deutsche Maschinenbau als auch die deutsche Landtechnikindustrie ihren Produktionsumsatz auf einen Rekordwert steigern. Mit einem Plus von 18,1 % auf gut EUR 12,4 Mrd. übertraf die Branche deutlich das Vorjahresniveau und erreichte damit ein neues Allzeithoch. Mit Umsatzzuwächsen von 17,7 % standen die Traktorenhersteller an der Spitze der Entwicklung. Umsatzzuwächse wurden dabei sowohl im Inland und der EU generiert.

Die westeuropäische Landtechnikindustrie entwickelte sich im abgelaufenen Jahr trotz enormer Kostensteigerungen in praktisch allen Bereichen weiter positiv. Die gute Ertrags- und Einkommenssituation in der Landwirtschaft löste starke Kaufimpulse aus. Innerhalb der EU stand die deutsche Landtechnikindustrie weiterhin an der Spitze und konnte ihren Vorsprung beibehalten. Das Marktvolumen insbesondere in Polen und Belgien war zuletzt allerdings rückläufig.

Die Landtechnikmärkte in Osteuropa befanden sich bedingt durch den russischen Angriffskrieg auf einer Talfahrt und sorgten für wegbrechende Aufträge in Russland und der Ukraine. Je länger der Krieg andauert, umso mehr wird deutlich, dass ausgerechnet Russland mit seinem gewaltigen Potential für die Modernisierung der Landtechnik für viele Jahre als wichtiger Käufer ausfallen wird. Dies auch vor dem Hintergrund, dass sich viele westliche Hersteller aus Russland zurückziehen oder die Lieferungen zeitweise aussetzen. Trotz Rekordernten aus dem Vorjahr sorgte vor allem die Blockade der Schwarzmeerhäfen für einen stockenden Getreideexport aus der Ukraine und sorgte für historisch hohe Lagerbestände, die nur schleppend im abgelaufenen Jahr reduziert werden konnten. In der Ukraine besteht nach wie vor ein großer Nachholbedarf bei professioneller Landtechnik.

Sehr positiv entwickelte sich auch der nordamerikanische Landtechnikmarkt und konnte die teils wegbrechenden Umsätze aus Osteuropa kompensieren. Das US-Landwirtschaftsministerium schätzt, dass die Landwirte in 2022 etwa 15,5 % mehr als im Vorjahr verdienten und damit einen neuen Höchststand erreicht haben. Pandemiebedingt konnte in 2021 die Nachfrage an moderner Landtechnik nicht vollständig bedient werden, weil Rohstoffe für die Produktion fehlten oder Lieferketten beeinträchtigt waren. Dies hatte zusätzlich einen positiven Einfluss auf die Umsätze in 2022. Weitere indirekte Folgen des Krieges waren vor allem Wechselkurseffekte, insbesondere ein abwertender Euro und ein aufwertender US-Dollar, von denen vor allem auch Hersteller am Produktionsstandort Deutschland profitierten. Zusätzlich wurde der Landwirtschaftssektor durch Agrarsubventionen unterstützt, auch wenn diese nach Rekordzahlungen im Wahljahr 2020 weiter rückläufig waren.

Die Landtechnikmärkte in Asien entwickelten sich unterschiedlich. Während China weiterhin aufgrund der schlechten Nachfrage und der immer wiederkehrenden Lockdowns nicht an das positive weltweite Wachstum anknüpfen konnte, verzeichnete Indien einen deutlichen Anteilszuwachs und hat in der Landmaschinenindustrie weiter an Bedeutung gewonnen. Der VDMA erwartet in 2023 daher weiterhin ein schwaches Wachstum für China und einen weiteren Nachholbedarf an Landtechnik in Indien.

Die Folgen der Klimakrise sind auch in der Landwirtschaft spürbar. Die Erntemenge für Kartoffeln fiel im Jahr 2022 eher unterdurchschnittlich aus. Die Ursache liegt in den überdurchschnittlichen heißen und vor allem trockenen Sommermonaten. Vor allem bei Kartoffeln, die nicht bewässert wurden, kam es zu Ernteeinbußen. Daran konnte auch die gestiegene Anbaufläche 2022 nichts ändern und den Ertragsrückstand dadurch wieder kompensieren. Dies hatte zur Folge, dass sich die Erzeugerpreise in Deutschland und Westeuropa auf einem sehr hohen Niveau befanden.

Der Zuckerrübenanbau wird wieder attraktiver, sodass der Zuckerrübenmarkt sich weiterhin auf Erholungskurs befindet. Zwar haben die deutschen Rübenbauern ihre Anbaufläche gegenüber dem Vorjahr um rund 5000 Hektar erweitert, doch wegen der anhaltenden Trockenperiode ist die Erntemenge für Rüben in 2022 aber unterdurchschnittlich ausgefallen. Die krisenbedingten Kostensteigerungen für die Rübenerzeugung und -Verarbeitung konnten größtenteils an die Kundschaft weitergegeben werden. Dies ist eine erfreuliche Nachricht für die Rübenbauern, die sich nach langer Durststrecke nun über deutlich bessere Rübenpreise freuen dürfen. Der Weltmarktpreis für Zucker stieg in 2022 ebenfalls deutlich an und erreichte den höchsten Stand seit elf Jahren. Ursächlich waren vielfältige Aspekte, welche in der Summe zu einer deutlich kleineren Produktion führten. So unterstützte die Tatsache, dass Brasilien infolge von geringen Pflanzungen und schlechteren Zuckerrohrerträgen weniger Zucker produzieren konnte. In Indien schrumpfte die Zuckerproduktion bedingt durch ungewöhnlich starke Regenfälle deutlich. Ferner wurden die Exportsubventionen in Indien weiter zurückgefahren, um die steigende Inlandsnachfrage zu decken. Auch das nutzte dem internationalen Zuckerpreis. Wie lange dieser Trend anhalten wird, ist derzeit allerdings nicht absehbar. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium rechnet gegenwärtig mit einer Verknappung der Lagerbestände am Weltmarkt. Ungleiche Wettbewerbsbedingungen innerhalb der EU, wie z. B. Sonderprämien für den Rübenanbau, oder die Erlaubnis für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in anderen EU- Staaten belasten allerdings weiterhin die Situation auf dem deutschen Zuckermarkt.

Nachdem die Anbaufläche für Speisezwiebeln in den letzten Jahren stetig gestiegen war und 2021 noch eine Rekordernte eingefahren werden konnte, scheint 2022 eine Kehrtwende eingeleitet worden zu sein. Die Anbauflächen sind deutschlandweit reduziert worden. Zudem begrenzten Hitze und Trockenheit das Wachstum der Zwiebeln in nahezu allen Regionen. Die Erntemenge für 2022 fiel dementsprechend eher unterdurchschnittlich aus und nahm um 10 % gegenüber dem Vorjahr ab. Dieser Marktentwicklung folgte auch der Möhrenanbau. Während die Anbaufläche um 9 % gegenüber dem Vorjahr reduziert wurde, ging die Erntemenge um 19 % zurück. Die Zwiebelpreise befinden sich aufgrund einer allgemeinen Knappheit und verstärkten Nachfrage auf einem sehr hohen Niveau.

Global betrachtet sanken die Preise für die wichtigsten Agrarrohstoffe per Dezember 2022 um 3,0 % gegenüber dem Dezember des Vorjahres, während unterjährig noch ein neues Allzeithoch erreicht wurde. Zu dem Rückgang trug vor allem die Entwicklung bei den Pflanzenölen bei. Steigende Getreidepreise wurden insbesondere durch den Krieg in der Ukraine, Trockenheit in den vor allem westlichen Anbaugebieten der USA und gestiegene Exporte aus der EU ausgelöst. Als möglichen Grund für diese Entwicklung wird die weiterhin hohe Nachfrage aus Exportländern, in denen die Vorratsläger weitgehend durch witterungsbedingt geringe Erntemenge geräumt sind, gesehen.

Abschließende Beurteilung des Geschäftsjahres

Die GRIMME Gruppe konnte in 2022 trotz eines weiteren Geschäftsjahres voller Herausforderungen weiter auf Wachstumskurs bleiben. Mit einem Umsatzwachstum von knapp 13 % (EUR 70,5 Mio.) konnte die GRIMME Gruppe 2022 einen Rekordwert beim Umsatz von 627,6 Mio. EUR verzeichnen. Vor allem unterjährige Preiserhöhungen und auch die Veränderung bedeutender Währungskurse, wie des US-Dollars oder des russischen Rubels, hatten dabei neben Absatzsteigerungen in wichtigen Segmenten einen positiven Einfluss auf den Umsatz. Die gestiegenen Einstandspreise für Rohstoffe, Zulieferteile und Energie, ausgelöst durch die hohe Inflation und eine Verknappungssituation auf der Lieferantenseite, konnten marktseitig nicht vollständig kompensiert werden, so dass das Konzernergebnis mit dem Umsatzwachstum nicht Schritt halten konnte. Die robuste Entwicklung beim Umsatz ist insbesondere vor dem Hinblick der vielfältigen Herausforderungen im abgeschlossenen Geschäftsjahr bemerkenswert: Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen beeinflussten das Russland- und Ukrainegeschäft besonders der GRIMME Landmaschinenfabrik massiv. Dank der weltweit hohen Nachfrage konnten die Ausfälle in Russland und der Ukraine kompensiert werden. Das Produktionsverhalten war in starkem Maße von der Verfügbarkeit der Zuliefererteile beeinflusst und nicht zuletzt führte die Corona-Pandemie zu Produktionsverzögerungen, die die Lieferzeiten negativ beeinflussten.

Zahlreiche strategische Investitionsprojekte, die für die geplant positive Entwicklung in den folgenden Jahren maßgeblich sind, konnten auch 2022 wieder weiter vorangetrieben werden. Zu den Investitionen zählen eine umfangreiche Erweiterung des Kundenzentrums TECHNICOM in Damme, die voraussichtlich im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein wird, sowie in Maschinen und Anlagen in allen produzierenden Werken weltweit. Ein weiterer Schwerpunkt war der Neubau einer Produktionshalle bei INTERNORM.

2.2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die konsolidierten Umsatzerlöse der GRIMME Gruppe stiegen im vergangenen Geschäftsjahr 2022 von EUR 557,1 Mio. um 12,65 % auf EUR 627,6 Mio. Im Geschäftsjahr 2022 konnten im Inland EUR 119,0 Mio. Umsatzerlöse erzielt werden, der Umsatz in der EU lag bei EUR 190,5 Mio. und außerhalb der EU bei EUR 318,1 Mio. Der Umsatzanstieg resultiert überwiegend aus einer starken Nachfrage nach GRIMME Produkten sowie einem zeitlich verschobenen Absatz aus dem Vorjahr. Die Exportquote sank leicht von 82,07 % in 2021 auf 81,04 % in 2022 und zeigt unverändert die weiterhin starke Internationalisierung des Geschäftes in der GRIMME Gruppe.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein konsolidiertes Gruppenergebnis vor Steuern von EUR 52,1 Mio. nach EUR 62,2 Mio. im Vorjahr erzielt. Die Umsatzrendite vor Ertragssteuern lag in 2022 bei 8,3 % und damit um 2,9 % Punkte unter dem Vorjahreswert.

Finanzlage

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich auf EUR -15,9 Mio. im Jahr 2022 nach EUR 10,8 Mio. im Jahr 2021. Die deutliche Abnahme des Mittelzuflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit war vor allem auf die gestiegene Mittelbindung durch das Working Capital infolge der erhöhten Vorratsbestände zurückzuführen. Dies wurde aufgrund der Unsicherheiten in den Lieferketten zur Absicherung der Lieferfähigkeit bewusst in Kauf genommen. Zum Jahresende betrug der Bestand an Liquiden Mitteln unter Berücksichtigung von kurzfristig angelegten Finanzmitteln, die unterwertpapieren ausgewiesen sind, EUR 59,4 Mio. nach EUR 106,6 Mio. im Jahre 2021. Die sich daraus ergebende Netto-Liquidität der Grimme Gruppe (Liquide Mittel + kurzfristige Wertpapiere ./. Verb, gegenüber. Kreditinstituten) sank somit 2022 im Vergleich zum Vorjahr von EUR 89,1 Mio. auf EUR 31,7 Mio.

Einen Überblick über die Cash-Flow Entwicklung gibt das nachfolgende Diagramm:

Der Finanzierungsbedarf der GRIMME Gruppe wurde wie in den Vorjahren weitestgehend innenfinanziert. Die Bankkredite konnten im Jahr 2022 planmäßig um TEUR 4.814 zurückgeführt werden, neue Kredite wurden in Höhe von TEUR 1.954 in Anspruch genommen.

Die zum Abschlussstichtag nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien betragen EUR 10,3 Mio. aus Kontokorrent und EUR 3,0 Mio. aus Avalen. Die Kontokorrentkreditlinien wurden in 2022 aufgrund des starken Umsatzwachstums in sehr vertrauensvoller und unkomplizierter Zusammenarbeit mit den Finanzpartnern erhöht und wurden zur Finanzierung der saisonalen Schwankungen teilweise in Anspruch genommen. Die GRIMME Gruppe war auch 2022 jederzeit in der Lage, seine finanziellen Verpflichtungen unter Ausnutzung von Skonto zu erfüllen.

Zum Bilanzstichtag bestanden zinsgünstige Förder-Darlehen, insbesondere für Forschung und Entwicklung sowie energieeffiziente Bauten. Der Gesamtrahmen für diese Förder-Darlehen belief sich auf EUR 3,2 Mio., die in voller Höhe zum Stichtag in Anspruch genommen wurden.

Investitionen

Die GRIMME Gruppe investierte im Jahr 2022 EUR 33,0 Mio. nach EUR 16,8 Mio. im Vorjahr. Die Investitionsmittel flossen dabei mehrheitlich mit EUR 25,2 Mio. (EUR 9,2 Mio.) in das Inland. Das Anlagevermögen in der GRIMME Gruppe wuchs in Summe um EUR 9,6 Mio. (EUR 1,5 Mio.). Der Zuwachs resultiert hauptsächlich aus der Ausleihung an die RICON Holding GmbH. Neben den wiederkehrenden Investitionen in Produktion und Technik zur Sicherstellung der Produktionseffizienz in allen Werken wurden umfangreiche Finanzmittel für Erweiterungsinvestitionen bereitgestellt. Hierdurch soll die solide Marktstellung in allen Bereichen der GRIMME Gruppe nachhaltig abgesichert werden.

Von den Gesamtinvestitionen entfielen im vergangenen Jahr EUR 1,0 Mio. (EUR 1,3 Mio.) auf Immaterielle Vermögensgegenstände.

Im Geschäftsjahr 2022 investierte die GRIMME Gruppe EUR 22,2 Mio. (EUR 14,7 Mio.) in Sachanlagen. Hiervon wurden EUR 1,2 Mio. (EUR 2,7 Mio.) in Grundstücke und Bauten, EUR 4,9 Mio. (EUR 3,4 Mio.) in Technische Anlagen und Maschinen, EUR 10,1 Mio. (EUR 7,4 Mio.) in andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung und EUR 6,0 Mio. (EUR 1,2 Mio.) in geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau investiert.

Vermögenslage

Die konsolidierte Bilanzsumme der GRIMME Gruppe betrug zum Bilanzstichtag EUR 550,4 Mio. nach EUR 511,8 Mio. im Vorjahr.

Das Eigenkapital konnte insbesondere durch die Gewinnthesaurierung von fast EUR 40,0 Mio. weiter gesteigert werden und belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf EUR 429,1 Mio. (EUR 389,1 Mio.). Die Eigenkapitalquote erreichte mit 78,0 % nach 76,0 % einen weiterhin weit überdurchschnittlichen Wert.

Personal und Sozialbereich

Die GRIMME Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 2.991 Mitarbeiter, davon mehr als 65 % im Inland.

Die Personalpolitik des Familienunternehmens GRIMME setzt vor allem auf Kontinuität, Identifikation mit dem Unternehmen und eine langfristige Bindung von qualifizierten Mitarbeitern.

Das Engagement der Mitarbeiter wird von der GRIMME Gruppe unter anderem auch durch eine erfolgsabhängige Zahlung honoriert.

Mit dem anhaltenden Wachstum der GRIMME Gruppe wächst auch die internationale Präsenz und somit auch die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Regionen und Kulturen. Diese Diversität und der positive Umgang damit bildet für eine international agierende Gruppe wie GRIMME eine hervorragende Chance, sich im weltweiten Wettbewerb erfolgreich zu positionieren. Hierfür ist eine gemeinsame und vor allem gelebte Unternehmenskultur als Bindeglied auch über Landes- und Kulturgrenzen hinweg wichtig, um auch für die Zukunft personell sehr gut aufgestellt zu sein. Dabei hat GRIMME mit der One.GRIMME Strategie beste Voraussetzungen geschaffen, um als GRIMME-Team funktions- und länderübergreifend gemeinsame Ziele zu erreichen.

Die berufliche Ausbildung genießt in der GRIMME Gruppe einen hohen Stellenwert; sie bildet die Basis für die Entwicklung qualifizierter Fachkräfte. Im Geschäftsjahr 2022 beschäftigte die GRIMME Gruppe 124 Auszubildende, davon 14 in den ausländischen Gesellschaften. Die GRIMME Gruppe bildet junge Menschen in 17 unterschiedlichen Berufen in technischen und kaufmännischen Anforderungsprofilen sowie in dualen Studiengängen aus. Durch das hohe Niveau der Ausbildung legen die Nachwuchskräfte damit einen wichtigen Grundstein für die Zukunftssicherung der GRIMME Gruppe.

Die Themen Ausbildung von Mitarbeitern und permanente Personalentwicklung werden auch in Zukunft zentrale Punkte für den Erfolg der GRIMME Gruppe darstellen. Die innerbetriebliche Ausbildung ist ein elementarer Bestandteil der GRIMME Philosophie. Für die Weiterentwicklung der Fach- und Führungskräfte bietet GRIMME ausgewählte individuelle und gruppenspezifische Personalentwicklungsmaßnahmen an.

Die GRIMME Gruppe arbeitet eng mit regionalen wie auch branchenspezifischen Universitäten und Fachhochschulen zusammen, um den Bedarf an Nachwuchsführungskräften zu decken.

3 Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement der GRIMME Gruppe ist darauf ausgelegt, durch ein zentralisiertes Reporting Entwicklungen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Die umsatzgenerierenden Tochtergesellschaften werden jährlich firmeninternen Audits unterzogen, um Prozesse zu vereinheitlichen und Risiken frühzeitig zu identifizieren. Die firmeninternen Leistungen werden monatlich innerhalb der GRIMME Gruppe abgestimmt.

Umfeld und Branche

Die Risikolandschaft von GRIMME ist auf Abnehmerseite wesentlich durch volatile Ernteerträge, agrarpolitische Entscheidungen und durch das Einkommen der Landwirte sowie einen intensiven Wettbewerb geprägt. Hinzu kommen die jährlich steigenden Anforderungen an moderne und nachhaltige Landtechnik. Neben wirtschaftlichen Entwicklungen spielen Themen wie Globalisierung und Digitalisierung eine entscheidende Rolle. Die Digitalisierung birgt aus Sicht der GRIMME Gruppe nach wie vor große Chancen, um die Anforderungen der Zukunft durch die Entwicklung neuer Lösungen zu meistern. Besonders in Nordamerika konnte die GRIMME Gruppe in den letzten Jahren stark wachsen und wird seine Strategie in diesen Märkten konsequent fortsetzen.

Die politischen Entwicklungen insbesondere in den USA, China, der Türkei sowie unverändert in Russland und dem Nahen Osten haben Einfluss auf die Geschäftsbeziehungen zu den GRIMME- Kunden und die generelle Entwicklung in den jeweiligen Exportmärkten.

Der Krieg in der Ukraine bringt 2023 erhebliche wirtschaftliche Risiken für die Weltwirtschaft mit sich, vor allem auch für die Aktivitäten der GRIMME Gruppe. Die Einhaltung aller Sanktionen führt zu einem deutlich reduzierten Angebot an Waren und Dienstleistungen. Eine Bemessung der finanziellen Auswirkungen dieses Konfliktes auf die Geschäftstätigkeit der GRIMME Gruppe ist aktuell allerdings nicht möglich und wird insbesondere von der Dauer des Krieges und weiteren Sanktionen abhängig sein.

Die zunehmend protektionistischen Tendenzen in der Wirtschaftspolitik der großen Industrienationen und deren Auswirkungen auf den globalen Handel und die Entwicklung der GRIMME Gruppe werden fortlaufend beobachtet und auf mögliche Tendenzen untersucht.

Die Marktsituation im Kartoffel-, Rüben-, und Gemüsesegment hat sich dank einer starken Nachfrage und witterungsbedingt geringer Erntemengen erholt. Dies hat zur Folge, dass die Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen sind und für eine hohe Investitionsbereitschaft bei den Kunden gesorgt haben. Aufgrund der anhaltend guten Auftragslage erwartet die GRIMME Gruppe weiterhin ein auch in 2023 stabiles Marktumfeld.

Die europäischen Zuckerpreise steigen weiter nach jahrelangem niedrigem Niveau wieder kräftig an. Mittelfristig wir mit einer weiteren Konsolidierung des Zuckerrübenmarktes gerechnet, da sich der europäische Markt weiter dem Weltmarkt anpassen wird. Die Zuckervorräte sind in der Europäischen Union seit Jahren rückläufig und haben mittlerweile ein sehr niedriges Niveau erreicht. Zur Bedarfsdeckung ist die Europäische Union auf Lieferungen vom Weltmarkt angewiesen.

Brasilien und Indien als größte Zuckerexporteure werden in der nahen Zukunft weniger Zucker exportieren, weil aufgrund der gestiegenen Rohölpreise größere Mengen zu Ethanol verarbeitet werden.

Im Bereich der Digitalisierung bekommt die Einbindung von Smart Farming Lösungen in Landmaschinen einen immer größeren Stellenwert. Für die Landtechnik bietet sie vor allem die Chance, zusätzliche Umsätze und Gewinne zu generieren. Unterstützt wird der Trend zur weiteren Automatisierung der Erntearbeiten auch aus der nachlassenden Bereitschaft zur Saisonarbeit, der insbesondere im Bereich der Gemüsetechnik für 2023 und Folgejahre enorme Wachstumschancen für die GRIMME Gruppe mit sich bringen wird.

Die GRIMME Gruppe verfügt über eine starke Kundenbindung, die in den vergangenen Jahren durch eigene Standorte in den relevanten Märkten weiter gefestigt wurde. Gemeinsam mit den Kunden entwickelt die GRIMME Gruppe neue Produkte und verbessert kontinuierlich die bestehende Produktpalette. Die fortschreitende Entwicklung in der Automatisierung von Landmaschinen bietet GRIMME aufgrund der langjährigen Erfahrung in feldbasierten Prozessen weiterhin gute Chancen für kundenspezifische Dienstleistungen und Beratung mit den entsprechenden Umsatz- und Ertragschancen. Durch die Corona-Pandemie hat sich das Vertriebsgeschäft enorm verändert und erwies sich als Treiber für den Umstieg auf digitale Kontakte und Prozesse. Hierfür sieht sich die GRIMME Gruppe durch die erheblichen Digitalisierungsinvestitionen der Vergangenheit sehr gut gerüstet.

Die Lieferengpässe bei wichtigen Bauteilen waren für die GRIMME Gruppe auch in 2022 eine besondere Herausforderung. Neben der Materialknappheit reichten auch die Produktionskapazitäten der Lieferanten nicht aus, um die Bedarfe aller Kunden zu bedienen, sodass es immer wieder zu unvorhergesehenen Lieferengpässen kam. So musste sich nicht nur die Produktion auf täglich neue Herausforderungen einstellen, sondern auch der Einkauf. Auch hier wirkten sich die eingespielten Prozesse beim Monitoring der Lieferanten positiv aus. Es bleibt abzuwarten, welche Folgen sich für die GRIMME Gruppe aus den auch 2023 andauernden Verwerfungen bei den globalen Lieferketten trotz aller internen Gegensteuerungsbemühungen ergeben werden.

Ausfallende Gaslieferungen aus Russland stellen ein massives Risiko für Deutschland und Westeuropa dar. Ein Rückgang der Gasversorgung und die damit einhergehende drastische Verteuerung aller Energieträger würde sich nicht nur auf die Produktionsstandorte von GRIMME auswirken, sondern auch die Lieferanten von energieintensivem Produktionsmaterial. Um dem Risiko des Gasmangels entgegenzuwirken, hat die GRIMME Gruppe gemeinsam mit den technischen Bereichen die Hauptrisiken identifiziert und ein Konzept für Alternativen erarbeitet und daraus bereits erste Maßnahmen umgesetzt. Mit der Umstellung auf Flüssiggas und dem Bau von Photovoltaikanlagen könnte auch bei eingeschränkter Gasverfügbarkeit weiter produziert werden.

Nicht zuletzt stellt die Volatilität der Rohstoffpreise für die GRIMME Gruppe ein Ergebnisrisiko dar, da die Verkaufspreise zu Saisonbeginn für das ganze Geschäftsjahr festgelegt werden.

Durch langfristige Kontrakte und Rahmenverträge wird in den einzelnen Einheiten versucht, diesem Risiko in höchstmöglichem Umfang entgegenzuwirken.

Personal

Um den Erfolg der GRIMME Gruppe auch für die Zukunft abzusichern, hat neben der Vermeidung von Fluktuation die aktive Personalbeschaffung zur Sicherung eines beständigen, hochmotivierten Mitarbeiterstammes einen hohen Stellenwert. Dem wird zum einen durch einen permanent engen Austausch von Mitarbeiter und Führungskraft und zum anderen durch ein umfangreiches Programm an Unternehmensleistungen entgegengewirkt. Einen weiteren Schwerpunkt für den Erfolg der GRIMME Gruppe bildet die kontinuierliche Weiterentwicklung des Personals. Der Bedarf an Führungskräften soll in Zukunft vorwiegend aus den eigenen Reihen gedeckt werden.

Die GRIMME Gruppe wird aufgrund der Marktführerschaft im Kartoffelbereich, der Internationalität der Gruppe und der Firmenphilosophie weiterhin auch überregional als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen.

Die zunehmende Internationalisierung verlangt dabei allerdings von den Mitarbeitern immer mehr Flexibilität, um sich auf die neuen und geänderten Herausforderungen einzustellen. Diesen Anforderungen wird die Belegschaft in höchstem Maße gerecht und sichert so die Basis für die erfolgreiche Weiterentwicklung der GRIMME Gruppe.

IT

Um den wachsenden Bedrohungen der Cyber-Kriminalität zu begegnen, stand 2022 erneut im Zeichen der Informationssicherheit. Hierzu wurden unter anderem Passwortregeln verschärft, ein neues Mobile Device Management Tool eingeführt und eine neue Anti-Virus Lösung ausgesucht, die im ersten Quartal 2023 eingeführt wird. Ferner wurde in die spezielle Weiterbildung von IT-Fachkräften investiert und die personelle Kapazität erweitert. Die Maßnahmen zur Cyber-Abwehr werden auch 2023 fortgeführt vor allem im Hinblick auf die anstehende Novellierung des IT-Sicherheitsgesetzes.

Um die IT-Anwendungen der GRIMME Gruppe auch weiterhin aktuell und zukunftssicher zu halten, wurde ein Gesamtkonzept für die Erschaffung einer "GRIMME IT-Plattform" erarbeitet, dass unter anderem den Ersatz veralteter ERP-Systeme beinhaltet.

Die Einführung einer Human-Capital-Management Lösung auf Basis von SAP Success Factors hat wesentlich zur Verbesserung der Personalprozesse in den deutschen Unternehmen der GRIMME Gruppe beigetragen. Eine Erweiterung des Funktionsumfangs ist für 2023 geplant. In weiteren Jahren soll diese Lösung in den internationalen Gesellschaften ausgerollt werden.

Die IT-Systeme wurden auch 2022 einer turnusmäßigen externen Prüfung unterzogen. Die Ergebnisse und Verbesserungsvorschläge aus dem testierten Abschlussbericht werden sukzessive in der bestehenden IT-Umgebung umgesetzt.

Finanzen

Das Forderungsausfallrisiko in der GRIMME Gruppe wird teilweise durch eine Warenkreditversicherung und über staatliche Sicherungsinstrumente verringert.

Die Debitorenbuchhaltung überwacht sehr restriktiv die Einhaltung der Zahlungsziele und arbeitet bei Nichteinhaltung eng mit dem Verkauf zusammen, um die ausstehenden Beträge zeitnah zu realisieren.

Des Weiteren wird durch die sehr hohe Innenfinanzierung das allgemeine Liquiditätsrisiko in bestmöglichem Umfang reduziert. Derivative Finanzinstrumente werden vor allem als Termingeschäfte zur Absicherung von Fremdwährungen eingesetzt.

Gesamtbeurteilung

In den letzten Jahren ist eine zunehmende Volatilität der Absatzmärkte weltweit zu verzeichnen. War in der Vergangenheit die Preisgestaltung auf den Absatzmärkten für Kartoffeln in Europa, Nordamerika, Osteuropa und Asien aufgrund der Transportsensibilität der Kartoffel unabhängig voneinander, so ist eine zunehmende Globalisierung, Digitalisierung und Vernetzung der Märkte zu erkennen. Dieser Trend wird sich in Zukunft weiter verstärken und es besteht somit der noch stärkere Zwang zur Beobachtung der Preisänderungsrisiken.

Durch die Erweiterung der Produktpalette um Rüben- und Gemüsetechnik wurde allerdings bereits in den vergangenen Jahren die Abhängigkeit vom Kerngeschäft Kartoffeltechnik reduziert.

Die sich weiter zuspitzende Energiekrise kann dazu führen, dass es bei einzelnen Lieferanten zu Schwierigkeiten bei der Produktion kommt. Aus heutiger Sicht sieht die GRIMME Gruppe allerdings keine wesentlichen betrieblichen Einschränkungen.

Auch bei einer Verschärfung der bestehenden Sanktionen gegenüber Russland und einem Anhalten des Krieges in der Ukraine bestehen für Jahr 2023 keine erkennbaren Risiken, die einzeln oder im Zusammenwirken mit anderen Risiken den Fortbestand wesentlicher Tochtergesellschaften oder der GRIMME Gruppe insgesamt aus heutiger Sicht gefährden könnten.

4 Prognosebericht

Langfristig wird die wachsende Weltbevölkerung und die zunehmende Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln in den Schwellenländern zu einer deutlichen Erhöhung der Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten führen. Hinzu kommen das steigende Lohnniveau sowohl in Industrie- als auch Schwellenländern, wodurch der Mechanisierungsdruck in der Landwirtschaft erhöht wird. Ziel wird weiterhin die Steigerung der Hektarerträge, die Erschließung neuer Flächen sowie die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel sein.

Für die nahe Zukunft steht der Landtechnikmarkt nach der deutlichen Erholung in den Jahren 2021 und 2022 im Jahr 2023 vor einem leichten Rückgang. Für die globale Landtechnikindustrie prognostiziert der VDMA für 2023 angesichts der globalen Konjunkturabkühlung ein preisbereinigtes Negativwachstum von etwa 2 %, wobei steigende Maschinenpreise zu einer weiteren Umsatzsteigerung führen werden. Die gestraffte Geldpolitik könnte sich ebenfalls negativ auf geplante Investitionen auswirken. Durch das volatile Preisniveau für landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie die anhaltenden politischen Spannungen und protektionistischen Tendenzen einzelner Länder zeigt sich allerdings eine gewisse Unsicherheit in den Märkten, die teilweise starke Schwankungen in der Nachfrage nach GRIMME-Produkten erzeugen könnte.

Die gestiegenen Marktpreise für die Erntegüter und eine weiterhin hohe Nachfrage nach moderner Landtechnik sollte aber zu einem gesteigerten Investitionsvolumen führen. So ist der Auftragseingang für 2023 in der GRIMME Gruppe hoch und die Auslieferung der Maschinen kann Stand heute termingerecht erfolgen. Gleichwohl stellt der Russland - Ukraine Konflikt die GRIMME Gruppe und den für die GRIMME Gruppe so wichtigen russischen Markt auch in 2023 vor Herausforderungen.

Durch die umfangreichen Entwicklungsmaßnahmen, die konsequente Umsetzung innovativer Lösungen in der Hackfrucht- und Gemüsetechnik sowie die starke Kundenorientierung sieht sich die GRIMME Gruppe für die Zukunft sehr gut gerüstet und wird als Markt- und Technologieführer nach Auffassung der Geschäftsleitung langfristig erfolgreich bleiben. Für das Geschäftsjahr 2023 geht die GRIMME Gruppe aller Krisen und Unsicherheiten zum Trotz dabei von einem stabilen Umsatz und Ergebnis aus, sofern es keine weiteren Eskalationen beim Russland - Ukraine Konflikt gibt.

 

- Die Geschäftsleitung -

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Grimme GmbH & Co. KG, Damme

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.144.633,88 3.218.010,84
2. Geschäfts- oder Firmenwert 590.652,89 1.267.986,98
3. geleistete Anzahlungen 53.600,00 0,00
3.788.886,77 4.485.997,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.912.714,63 81.944.546,86
2. technische Anlagen und Maschinen 22.103.432,25 24.465.151,79
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.295.262,62 17.919.587,76
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.568.968,13 2.677.644,37
127.880.377,63 127.006.930,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 54.859,01 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.199.138,89 2.236.615,24
3. Beteiligungen 701.049,76 594.557,76
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 229.976,03 285.638,26
5. sonstige Ausleihungen 9.400.000,00 0,00
6. Genossenschaftsanteile 2.700,00 3.103,58
12.587.723,69 3.119.914,84
144.256.988,09 134.612.843,44
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 103.847.130,56 84.680.214,04
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 59.221.953,50 53.687.607,36
3. fertige Erzeugnisse und Waren 128.824.266,78 104.415.783,17
4. geleistete Anzahlungen 1.091.865,89 758.238,97
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -37.177.893,57 -42.150.069,97
255.807.323,16 201.391.773,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 51.764.325,63 51.621.682,18
2. Forderungen gegen Gesellschafter 50.095,05 0,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 536.124,78 3.822,40
4. sonstige Vermögensgegenstände 29.265.215,15 9.959.492,74
81.615.760,61 61.584.997,32
III. Wertpapiere 87.828,95 20.156.823,19
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 59.357.297,40 86.596.621,74
396.868.210,12 369.730.215,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.399.989,54 2.858.351,96
D. Aktive latente Steuern 4.829.489,03 4.561.160,26
550.354.676,78 511.762.571,48

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Eigenkapital des Mutterunternehmens
1. Kapitalanteile der Kommanditisten 10.000.000,00 10.000.000,00
2. Rücklagen 178.046.055,68 178.046.055,68
3. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 2.306.930,23 -425.755,11
4. Konzernbilanzgewinn 238.746.250,82 201.426.594,78
429.099.236,73 389.046.895,35
429.099.236,73 389.046.895,35
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.315.939,93 9.884.607,36
2. sonstige Rückstellungen 45.307.002,46 49.022.034,77
46.622.942,39 58.906.642,13
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.759.877,89 17.480.918,05
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.164.085,82 21.558.537,63
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 855.557,60 1.556.721,72
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 143.634,42
5. sonstige Verbindlichkeiten 14.046.705,19 21.688.173,38
- davon aus Steuern: EUR 4.446.936,30 (Vorjahr: EUR 13.138.413,72)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 591.110,85 (Vorjahr: EUR 548.772,76)
72.826.226,50 62.427.985,20
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.806.271,16 1.381.048,80
550.354.676,78 511.762.571,48

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2022

Grimme GmbH & Co. KG, Damme

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 627.587.262,48 557.134.593,44
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 30.600.996,45 28.342.640,81
3. andere aktivierte Eigenleistungen 1.097.808,62 860.091,89
4. Gesamtleistung 659.286.067,55 586.337.326,14
5. sonstige betriebliche Erträge 29.292.329,51 17.936.826,18
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 13.146.803,93 (Vorjahr: EUR 10.261.687,29)
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -323.157.339,52 -262.107.080,24
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -18.051.462,25 -16.586.828,92
-341.208.801,77 -278.693.909,16
7. Rohergebnis 347.369.595,29 325.580.243,16
8. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -157.464.083,94 -142.472.094,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -29.591.684,69 -25.272.445,78
- davon für Altersversorgung: EUR 2.794.299,44 (Vorjahr: EUR 2.340.405,89)
-187.055.768,63 -167.744.539,86
9. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -17.637.274,69 -17.792.935,19
10. sonstige betriebliche Aufwendungen -88.781.021,17 -75.684.737,97
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 14.255.360,82 (Vorjahr: EUR 7.950.809,05)
11. Betriebsergebnis 53.895.530,80 64.358.030,14
12. Erträge aus Beteiligungen 157,00 158,00
13. Erträge mit assoziierten Unternehmen 174.978,82 153.914,69
14. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens -83,75 0,00
15. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 356.692,55 144.526,11
- davon Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 37.700,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
16. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -993.839,79 -1.443.613,90
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 23.300,00)
17. Finanzergebnis -462.095,17 -1.145.015,10
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -14.795.763,92 -16.854.824,24
- davon Ertrag/Aufwand aus latenten Steuern: EUR -419.273,03 (Vorjahr: EUR 410.214,05)
19. Ergebnis nach Steuern 38.637.671,71 46.358.190,80
20. sonstige Steuern -1.318.015,67 -1.055.336,90
21. Jahresüberschuss 37.319.656,04 45.302.853,90
22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 201.426.594,78 156.087.956,75
23. Ergebnisverteilung 0,00 35.784,13
24. Konzernbilanzgewinn 238.746.250,82 201.426.594,78

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Die Grimme GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Damme und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Oldenburg unter HRA 203503 eingetragen.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Gemäß § 297 Abs. 1 HGB besteht der Konzernabschluss aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und dem Konzernanhang.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Der Konzernabschluss ist gemäß § 298 Abs. 1 HGB i.V.m. § 244 HGB in Euro aufgestellt worden.

B. Konsolidierungskreis

Neben der Grimme GmbH & Co. KG, Damme, gehören vierzehn inländische und zweiundzwanzig ausländische Unternehmen zum Konzern. Der Konzernabschluss umfasst die Einzelabschlüsse der Grimme GmbH & Co. KG, Damme, sowie der folgenden Gesellschaften (§ 313 Abs. 2 HGB), an der die Grimme GmbH & Co. KG unmittelbar oder mittelbar wie folgt beteiligt ist:

Unternehmen Stichtag der Erstkonsolidierung Gesamtbeteiligungsquote in %
Grimme Holding GmbH, Damme 1. September 2013 100,00
Grimme Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG, Damme 1. September 2013 100,00
Grimme Landmaschinenfabrik Beteiligungs GmbH, Damme 1. September 2013 100,00
Internorm Kunststofftechnik GmbH, Damme 1. September 2013 100,00
Grimme International Beteiligungs GmbH, Damme 1. September 2013 100,00
Grimme North America GmbH, Damme 1. September 2013 100,00
Grimme GUS GmbH, Damme 1. September 2013 100,00
Grimme Solutions GmbH, Damme 1. September 2013 100,00
Grimme Vertriebsgesellschaft mbH, Damme 1. September 2013 100,00
Grimme UK Ltd., Swineshead (Großbritannien) 1. September 2013 100,00
Grimme France, Arras (Frankreich) 1. September 2013 100,00
Spudnik Equipment Company LLC, Blackfoot/Idaho (USA) 1. September 2013 100,00
H & G Enterprises LLC, Blackfoot/Idaho (USA) 1. September 2013 100,00
OOO Grimme RUS, Detschino/Gebiet Kaluga (Russland) 1. September 2013 100,00
OOO Grimme Kaluga Verwaltungsgesellschaft, Detschino/Gebiet Kaluga (Russland) 1. September 2013 100,00
Grimme NL BV, Zwolle (Niederlande) 1. September 2013 100,00
Grimme Polska Sp.zo.o., Sroda Wielkopolska (Polen) 1. September 2013 100,00
Grimme Skandinavien A/S, Rodkaersbro (Dänemark) 1. September 2013 30,00
Grimme Sverige AB, Malmö (Schweden) *1 1. September 2013 30,00
Grimme Finland Oy, Helsinki (Finnland) *1 1. September 2013 30,00
Grimme Norge AS, Oslo (Norwegen) *1 26. Januar 2017 30,00
OOO Agrartechnik-Zentrum Verwaltungsgesellschaft, Detschino/Gebiet Kaluga (Russland) 1. September 2013 20,00
Grimme Ireland Equipment Limited, Naul, Co., Balbriggan (Irland) 1. September 2013 100,00
Grimme Turkey Satis ve Servis Ltd. Sirketi, Nevsehir (Türkei) 1. September 2013 100,00
ASA-Lift A/S, Sorø (Dänemark) 1. September 2013 100,00
Grimme Belgium SA, Roeselare (Belgien) 1. September 2013 100,00
Grimme (Tianjin) Agricultural Machinery Co. Ltd., Tianjin (China) 5. Januar 2015 100,00
Schmiede.ONE GmbH & Co. KG, Damme 1. Januar 2017 100,00
Ejendomselskabet Metalvej ApS, Sorø (Dänemark) 2. Oktober 2017 100,00
Grimme Belgium Immo bvba, Roeselare (Belgien) 28. April 2017 100,00
Shaktiman GRIMME Root Crop Solutions Private Limited, Bhunava (Indien) 28. Oktober 2019 50,00
Rheinlandmaschinen UG (haftungsbeschränkt), Düsseldorf 4. September 2019 30,00
Grimme Trading (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin (China) 19. August 2021 100,00
crop.one GmbH & Co. KG, Damme 2. November 2021 50,00
crop.one Verwaltungs- und Beteiligungs- GmbH, Damme *2 20. August 2021 50,00
Atrium 251. Eurp. VV SE 16. Dezember 2022 100,00

*1 = indirekte Beteiligung über die Grimme Skandinavien A/S (30 %) (durch die Grimme International Beteiligungs- GmbH (100 %))
*2 = indirekte Beteiligung über die crop.one GmbH & Co. KG (50 %) (durch die Grimme Holding (50 %))

Die Grimme Skandinavien A/S, Rodkaersbro (Dänemark), die Grimme Sverige AB, Malmö (Schweden), Grimme Finland Oy, Helsinki (Finnland), die Grimme Norge AS, Oslo (Norwegen), und die OOO Agrartechnik-Zentrum Verwaltungsgesellschaft, Detschino/Gebiet Kaluga (Russland), sowie die Shaktiman GRIMME Root Crop Solutions Private Limited, Bhunava (Indien), die Rheinlandmaschinen UG (haftungsbeschränkt), Düsseldorf, die crop.one GmbH & Co. KG, Damme, und die crop.one Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Damme wurden gemäß § 311 Abs. 1 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Die Einbeziehung der übrigen Gesellschaften erfolgte einheitlich aufgrund des § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB (Mehrheit der Stimmrechte).

Mit Datum vom 16.12.2022 wurden 100 % der Anteile an der Gesellschaft Atrium 251. Eurp. VV SE übernommen und erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Gesellschaft Grimme India private Limited, Delhi (Indien) und die RiCon Sieb- und Fördertechnik GmbH i.L., Damme, wurden in 2022 liquidiert.

Mit Anteils- und Abtretungsvertrag vom 04.10.2022 hat die GRIMME Holding GmbH ihren Geschäftsanteil an der RICON Beteiligungs GmbH an die RICON GmbH & Co. KG veräußert. Durch Anteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 12.12.2022 wurde der Kommanditanteil an der RICON GmbH & Co. KG an die RICON Holding GmbH verkauft, die sich ebenfalls im Besitz der Familie Grimme befindet.

C. Konsolidierungsgrundsätze

In der Konzernbilanz erfolgte die Konsolidierung durch Zusammenfassung der in den Einzelbilanzen ausgewiesenen Vermögens- und Schuldposten.

1. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung von einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert beziehungsweise, wenn er auf der Passivseite entsteht, grundsätzlich als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Soweit der negative Unterschiedsbetrag aus der Differenz zwischen den Anschaffungskosten an der Grimme Holding GmbH, die zu Buchwerten zum 1. September 2013 eingebracht wurde, und den zu Zeitwerten bewerteten Vermögensgegenständen sowie Schulden, beruht, wurde dieser direkt in die Kapitalrücklage eingestellt, da die Anschaffungskosten auf der Buchwertfortführung beruhen und somit keinen marktgerechten Wert darstellen.

2. Schuldenkonsolidierung

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung sind Forderungen und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gemäß § 303 Abs. 1 HGB aufgerechnet worden. Bei der Aufrechnung hat sich im Jahr 2022 eine Differenz aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 808 (Vorjahr: TEUR 4.986) ergeben, die ergebniswirksam aufgelöst wurde.

3. Zwischenerfolgseliminierung

Soweit bei Lieferungen oder Leistungen oder bei der Veräußerung von Beteiligungen im Konzernkreis Zwischenerfolge realisiert worden sind, sind diese gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert worden.

4. Aufwands- und Ertrags-Konsolidierung

Bei der Konsolidierung der Aufwands- und Ertragsposten sind die Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen sowie die anderen Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen mit den ihnen entsprechenden Aufwendungen der Empfänger verrechnet worden.

5. At-Equity-Konsolidierung

Der At-Equity-Ansatz der Grimme Skandinavien A/S, Rodkaersbro (Dänemark), die Grimme Sverige AB, Malmö (Schweden), Grimme Finland Oy, Helsinki (Finnland), die Grimme Norge AS, Oslo (Norwegen), die OOO Agrartechnik-Zentrum Verwaltungsgesellschaft, Detschino/Gebiet Kaluga (Russland), sowie der Shaktiman GRIMME Root Crop Solutions Private Limited, Bhunava (Indien), wurde auf der Basis der jeweiligen Jahresabschlüsse ermittelt.

Die Beteiligung am assoziierten Unternehmen Rheinlandmaschinen UG (haftungsbeschränkt), Düsseldorf, wird im Konzernabschluss mit einem Wert von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) ausgewiesen. Aufgrund des negativen Eigenkapitals von der Shaktiman GRIMME Root Crop Solutions Private Limited, Bhunava (Indien), wird diese mit einem Buchwert i.H.v. TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) ausgewiesen. Der Equity-Wert wurde auf der Grundlage der Wertverhältnisse zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Gemeinschaftsunternehmens ermittelt.

Die Beteiligungen an der crop.one GmbH & Co. KG und der crop.one Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH wurden im Jahr 2021 zu Anschaffungskosten bilanziert (Erstbewertung). Ab 2022 wurde der At-Equity Ansatz auf Basis der jeweiligen Jahresabschlüsse ermittelt (Folgebewertung).

6. Steuerabgrenzung

Bei der Berechnung von latenten Steuern i. S. v. § 306 HGB auf Konsolidierungsvorgänge ist ein Steuersatz von 28,075 % (Vorjahr: 28,075 %) zugrunde gelegt worden.

Die latenten Steuern sind unter den Erläuterungen zu den Posten des Konzernabschlusses unter Gliederungspunkt 1.4 dargestellt.

D. Währungsumrechnung

Bilanzen der einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen wurden zu dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bzw. den historischen Kursen für das übrige Eigenkapital in Euro umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge der Gewinn- und Verlustrechnungen wurden mit den Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet.

Differenzen, die sich gegenüber der Umrechnung des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung und der Umrechnung des Vorjahresergebnisses ergaben, wurden erfolgsneutral in der gesondert unter Eigenkapital ausgewiesenen "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" verrechnet. Differenzen, die sich aufgrund der unterschiedlichen Umrechnungskurse in den Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen ergaben, wurden erfolgsneutral in dieser Bilanzposition ausgewiesen.

E. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände nach der linearen Methode verrechnet.

Die Firmenwerte aus der ASA-Lift A/S von TEUR 325 (Vorjahr: TEUR 641) werden über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

Der Firmenwert aus der Spudnik Equipment Ltd. mit einem Buchwert von insgesamt TEUR 234 (Vorjahr: TEUR 269) wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben.

Die Firmenwerte basieren im Wesentlichen auf dem Kundenstamm sowie auf technischem Know-how, die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommen wurden.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen überwiegend linear vorgenommen; die Nutzungsdauer beträgt bei Grundstücken und Bauten 10 bis 50 Jahre, bei technischen Anlagen 3 bis 20 Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie einen Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Kommanditkapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und der Handelsregistereintragung.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst.

Für die Berechnung der Jubiläumsrückstellungen wurde eine Fluktuation in Höhe von 3 % p.a. berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Langfristige Fremdwährungsforderungen sind zu den jeweiligen Kursen am Entstehungsstichtag bewertet oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten sind zu den jeweiligen Kursen am Entstehungsstichtag bewertet oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge von verbundenen Unternehmen im Ausland sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht.

Der Berechnung der latenten Steuern im Inland liegt ein Steuersatz von 28,075 % zugrunde (15,825 % für Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag und 12,25 % für Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Im Auslandsbereich liegen die individuell ermittelten Steuersätze zwischen 12,50 % und 29,00 %.

F. Erläuterungen zu den Posten des Konzernabschlusses

I. Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns ist in der Anlage zum Konzernanhang wiedergegeben.

Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient.

Die Finanzanlagen (Beteiligungen) stellen sich wie folgt dar:

Unternehmen Sitz Beteiligung in % Eigenkapital 31.12.2022 in TEUR Jahresüberschuss 2022 in TEUR
ProVIS Service GmbH Spelle 5,00 % k.A. * k.A. *
Agritechnical Basic Research for Advanced Innovation GmbH (AgBrain GmbH) Osnabrück 16,67 % 596 -7
DKE-Data GmbH & Co. KG Osnabrück 5,15 % k.A. * k.A. *
seedhouse Beteiligungs GbR Osnabrück 3,57 % k.A. * k.A. *

* = Jahresabschluss liegt zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung nicht vor.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahr in Klammern):

Restlaufzeiten
bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr 31.12.2022 Gesamt
EUR EUR EUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/Wechsel 51.764.325,63 0,00 51.764.325,63
(51.621.682,18) (0,00) (51.621.682,18)
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 536.124,78 0,00 536.124,78
(3.822,40) (0,00) (3.822,40)
3. Forderung gegenüber Gesellschaftern 50.095,05 0,00 50.095,05
(0,00) (0,00) (0,00)
4. Sonstige Vermögensgegenstände 29.258.615,15 6.600,00 29.265.215,15
(9.928.132,74) (31.360,00) (9.959.492,74)
81.609.160,61 6.600,00 81.615.760,61
(61.553.637,32) (31.360,00) (61.584.997,32)

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesene Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 4.400 dient der periodengerechten Abgrenzung von Aufwendungen, insbesondere der Kosten für Wartung und Lizenzgebühren.

4. Aktive latente Steuern

Der in der Bilanz saldiert und gesondert ausgewiesene Posten "Aktive latente Steuern" resultiert aus folgenden temporären Differenzen bzw. steuerlichen Verlustvorträgen:

31.12.2022 Differenz Handels- vs. Steuerbilanz Steuersatz 31.12.2022 latente Steuern
Aktive latente Steuern aus Bilanzpositionen: in TEUR in TEUR
Anlagevermögen
Fertige Erzeugnisse und Waren 19.880 28,08 % 5.581
Sonstige Rückstellungen 8.324 28,08 % 1.193
Sonstige Rückstellungen (RUS) 1.082 20,00 % 216
Sonstige Vermögensgegenstände (USA) 3.507 29,00 % 935
Gesamt 32.793 24,17 % 7.925
Aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen: Verlustvorträge Steuersatz Steuern
in TEUR in TEUR
Inlandsbereich 2.230 12,25 % 273
Inlandsbereich 1.247 15,83 % 197
Auslandsbereich 1.572 20,00 % 314
Auslandsbereich 1.302 22,00 % 154
Gesamt 6.351 14,78 % 939
31.12.2022 Differenz Handels- vs. Steuerbilanz Steuersatz 31.12.2022 latente Steuern
Passive latente Steuern aus Bilanzpositionen: in TEUR in TEUR
Technische Anlagen und Maschinen 377 28,08 % 126
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 566 28,08 % 139
Technische Anlagen und Maschinen (USA) 8.921 26,65 % 2.379
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (Russland) 470 20,00 % 94
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (England) 2.697 25,00 % 674
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (Dänemark) 1.924 22,00 % 423
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (Irland) 166 12,50 % 21
Sonstige Rückstellungen 541 28,08 % 152
Verbindlichkeiten (Russland) 135 20,00 % 27
Gesamt 15.797 25,54 % 4.035

Die Veränderung der latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

aktive latente Steuern passive latente Steuern Saldo
31.12.2021 8.088 TEUR -3.527 TEUR 4.561 TEUR
31.12.2022 8.864 TEUR -4.035 TEUR 4.829 TEUR
Veränderung 776 TEUR -508 TEUR 268 TEUR

5. Eigenkapital

Unter dem Posten Eigenkapital wird das Kommanditkapital der Grimme GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 10.000 ausgewiesen.

Die aufgrund der Regelung zur Währungsumrechnung von auf fremde Währung lautenden Jahresabschlüssen (Umrechnung der GuV-Posten zum Durchschnittskurs) resultierenden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 223 (Vorjahr: TEUR 797) wurden unter der Bilanzposition "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Die Währungsdifferenzen aus der Eigenkapitalkonsolidierung betragen TEUR 2.084 (Vorjahr: TEUR -1.222) und werden unter dem Eigenkapital als "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen.

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Garantierückstellungen in Höhe von TEUR 18.825 (Vorjahr: TEUR 21.969) und personalbezogenen Rückstellungen in Höhe von TEUR 21.577 (Vorjahr: TEUR 23.216) zusammen.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahr in Klammern):

Restlaufzeiten
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2022 Gesamt
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.694.781,09 6.994.869,82 70.226,99 27.759.877,89
(6.948.445,90) (10.410.488,65) (121.983,50) (17.480.918,05)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.354.697,57 205.939,05 1.603.449,20 30.164.085,82
(21.558.537,63 ) (0,00) (0,00) (21.558.537,63 )
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 844.168,60 11.389,00 0,00 855.557,60
(1.556.721,72) (0,00) (0,00) (1.556.721,72)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
(143.634,42) (0,00) (0,00) (143.634,42)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 14.046.705,19 0,00 0,00 14.046.705,19
(21.688.173,38) (0,00) (0,00) (21.688.173,38)
63.940.352,45 7.212.197,86 1.673.676,19 72.826.226,51
(51.895.513,05) (10.410.488,65) (121.983,50) (62.427.985,20)

Insgesamt haben Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 8.885.874,06 (EUR 10.532.472,15) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten sind TEUR 550 (Vorjahr: TEUR 550) bei Grimme France, Arras (Frankreich), sowie TEUR 201 (Vorjahr: TEUR 201) bei der ASA-Lift A/S, Sorø (Dänemark), durch eine Hypothek abgesichert.

Weiterhin bestehen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Absicherung durch Anlagevermögen bei der Spudnik Equipment Company LLC, Blackfoot/Idaho (USA), in Höhe von TEUR 2.063 (Vorjahr: TEUR 1.942).

II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2022 2021
TEUR TEUR
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Erlöse Inland 118.996 99.905
Erlöse EU 190.505 181.805
Erlöse Drittländer 318.087 275.425
627.588 557.135
Die einzelnen Tätigkeitsbereiche haben folgende Umsätze erwirtschaftet:
Erlöse Landmaschinentechnik 587.440 522.745
Erlöse Kunststofftechnik 36.642 31.422
Erlöse Sieb- und Fördertechnik 3.255 2.900
Erlöse Sonstige 250 68
627.587 557.135

III. Konzernkapitalflussrechnung

Der in der Konzernkapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Konzernbilanz ausgewiesenen liquiden Mittel. Die Zusammensetzung und Entwicklung des Finanzmittelfonds ist in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt.

G. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 HGB

Aus mehrjährigen Wartungs- und Mietverpflichtungen bestehen bei den Konzernunternehmen p. a. Verpflichtungen in Höhe von rund TEUR 5.890 (Vorjahr: TEUR 5.262).

Es kann davon ausgegangen werden, dass nach Ablauf der bestehenden Verträge erneut vergleichbare Wartungs- und Mietverträge abgeschlossen werden.

Insofern sind vorstehend nicht die Gesamtverpflichtungen für die Restlaufzeit der bestehenden Verträge angegeben, sondern die zurzeit bestehenden jährlichen Verpflichtungen.

Grimme UK Ltd. hat zum Jahresende Verpflichtungen aus Verträgen zur Fertigstellung von im Bau befindlichen Objekten. Der gesamte vertraglich vereinbarte, im Jahresabschluss nicht ausgewiesene Betrag, beträgt TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 158).

2. Abschlussprüferhonorare

Für die im Geschäftsjahr 2022 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers, Dr. Klein, Dr. Mönstermann + Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

a) Für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 132
b) Für Bestätigungsleistungen TEUR 13
c) Für Steuerberatungsleistungen TEUR 104
d) Für sonstige Leistungen TEUR 5

3. Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittlichen Beschäftigtenzahlen betragen:

2022 2021
Angestellte 1.147 1.088
Gewerbliche 1.720 1.572
Auszubildende 124 124
Gesamt 2.991 2.784

Von den 2.991 Mitarbeitern (Vorjahr: 2.784) sind 965 (Vorjahr: 921) im Ausland beschäftigt.

4. Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Die Grimme Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG, Damme, die Internorm Kunststofftechnik GmbH, Damme, die Grimme Holding GmbH, Damme, die Grimme GmbH & Co. KG, Damme, die Grimme Vertriebsgesellschaft mbH, Damme, und die Schmiede.ONE GmbH & Co. KG, Düsseldorf, haben für den Einzelabschluss von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB hinsichtlich der Aufstellungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten Gebrauch gemacht.

5. Derivative Finanzinstrumente

Im Rahmen der Absicherung von Währungsrisiken werden Devisentermingeschäfte und strukturierte Finanzinstrumente eingesetzt.

Zum Bilanzstichtag befinden sich derivative Finanzinstrumenten in Höhe von nominal TEUR 34.496 (Vorjahr: TEUR 45.987) im Bestand. Die Marktwerte betragen zum Geschäftsjahresende TEUR 1.560 (Vorjahr: TEUR-481).

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach der Mark-to-Market Methode.

6. Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2022 der Grimme GmbH & Co. KG schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 105 ab. Dieser wurde gegen das Verlustvortragskonto (Kapitalkonto II) gebucht.

 

Damme, den 12.05.2023

Grimme Beteiligungs GmbH, Damme

gez. Franz Grimme

gez. Christoph Grimme

gez. Philipp Grimme

Entwicklung des Anlagevermögens

Grimme GmbH & Co. KG, Damme

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2022 Währungsumrechnungsdifferenzen Zugänge
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.768.161,60 2.935,42 994.140,37
Geschäfts- oder Firmenwert 4.283.319,91 33.915,07 0,00
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 53.600,00
20.051.481,51 36.850,49 1.047.740,37
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 103.154.827,02 1.261.329,04 1.224.317,31
technische Anlagen und Maschinen 50.300.689,56 1.234.786,50 4.860.180,07
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.495.382,00 262.338,17 10.119.251,98
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.677.644,37 24.045,85 6.024.256,69
199.628.542,95 2.782.499,56 22.228.006,05
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 54.859,01
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.236.615,24 -27.501,43 158.962,96
Beteiligungen 594.557,76 0,00 106.492,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 285.638,26 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 9.400.000,00
Genossenschaftsanteile 3.103,58 0,00 0,00
3.119.914,84 -27.501,43 9.720.313,97
222.799.939,30 2.791.848,62 32.996.060,39
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Umbuchungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 57.366,50 16.707.870,89
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 617.701,18 3.699.533,80
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 53.600,00
0,00 675.067,68 20.461.004,69
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 382.120,29 2.741.979,76 103.280.613,90
technische Anlagen und Maschinen 2.342.428,36 13.198.406,98 45.539.677,51
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 312.336,88 4.914.926,90 49.274.382,13
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -3.036.885,53 1.120.093,25 4.568.968,13
0,00 21.975.406,89 202.663.641,67
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 54.859,01
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 168.937,88 2.199.138,89
Beteiligungen 0,00 0,00 701.049,76
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 55.662,23 229.976,03
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 9.400.000,00
Genossenschaftsanteile 0,00 403,58 2.700,00
0,00 225.003,69 12.587.723,69
0,00 22.875.478,26 235.712.370,05
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2022 Währungsumrechnungsdifferenzen Zugänge
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.550.150,76 -510,42 1.068.963,10
Geschäfts- oder Firmenwert 3.015.332,93 15.770,30 299.759,35
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
15.565.483,69 15.259,88 1.368.722,45
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.210.280,16 286.001,48 3.608.975,39
technische Anlagen und Maschinen 25.835.537,77 657.496,80 5.374.757,89
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.575.794,24 144.930,14 7.284.818,84
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
72.621.612,17 1.088.428,42 16.268.552,12
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
88.187.095,86 1.103.688,30 17.637.274,57
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
Umbuchungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 55.366,43 13.563.237,01
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 221.981,67 3.108.880,91
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
0,00 277.348,10 16.672.117,92
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.737.357,76 22.367.899,27
technische Anlagen und Maschinen 0,00 8.431.547,20 23.436.245,26
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 4.026.423,71 28.979.119,51
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
0,00 15.195.328,67 74.783.264,04
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
0,00 15.472.676,77 91.455.381,96
NETTOBUCHWERTE
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.144.633,88 3.218.010,84
Geschäfts- oder Firmenwert 590.652,89 1.267.986,98
geleistete Anzahlungen 53.600,00 0,00
3.788.886,77 4.485.997,82
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.912.714,63 81.944.546,86
technische Anlagen und Maschinen 22.103.432,25 24.465.151,79
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.295.262,62 17.919.587,76
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.568.968,13 2.677.644,37
127.880.377,63 127.006.930,78
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 54.859,01 0,00
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.199.138,89 2.236.615,24
Beteiligungen 701.049,76 594.557,76
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 229.976,03 285.638,26
sonstige Ausleihungen 9.400.000,00 0,00
Genossenschaftsanteile 2.700,00 3.103,58
12.587.723,69 3.119.914,84
144.256.988,09 134.612.843,44

Konzernkapitalflussrechnung

Grimme GmbH & Co. KG, Damme

In der Konzernkapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach den Cashflows für die Bereiche der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit gesondert dargestellt. Die Ermittlung erfolgt unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungs-Standards (DRS 21).

2022 2021 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Periodenergebnis 37.320 45.303 -7.983
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 17.637 17.793 -156
- / + Abnahme/Zunahme der sonstigen Rückstellungen -932 7.702 -8.634
- Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -7.032 0 -7.032
- Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -65.562 -82.222 16.660
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 11.368 21.317 -9.949
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -457 -793 336
+ / - Zinsaufwendungen/Zinserträge 637 1.299 -662
- Sonstige Beteiligungserträge -175 -154 -21
+ Ertragsteueraufwand/-ertrag 14.796 16.855 -2.059
- / + Ertragsteuerzahlungen -23.471 -16.322 -7.149
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -15.871 10.778 -26.649
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.048 -1.252 204
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.380 2.055 -675
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -22.228 -14.743 -7.485
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -161 -760 599
+ Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 182 0 182
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -120 -347 227
+ Erhaltene Zinsen 357 145 212
+ Erhaltene Dividenden 242 242 0
= Cashflow aus Investitionstätigkeit -21.396 -14.660 -6.736
Free Cashflow -37.267 -3.882 -33.385
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 1.954 10 1.944
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -4.814 -8.315 3.501
- Gezahlte Zinsen -994 -1.444 450
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -3.854 -9.749 5.895
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -41.122 -13.631 -27.491
+ / - Wechselkurs-, Konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 743 3.344 -2.601
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 82.927 93.214 -10.287
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 42.548 82.927 -40.379
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungsmittel 59.357 86.597 -27.240
- Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -16.809 -3.670 -13.139
42.548 82.927 -40.379

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Grimme GmbH & Co. KG, Damme

Vorjahr EIGENKAPITAL DES MUTTERUNTERNEHMENS
Kapitalanteile der Kommanditisten Rücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn SUMME
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 01.01.2021 10.000 178.046 -7.581 156.088 336.553
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 0 0 36 36
Währungsumrechnung 0 0 7.155 0 7.155
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 45.303 45.303
Stand 31.12.2021 10.000 178.046 -426 201.427 389.047
Vorjahr NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE
vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinne/Verluste SUMME
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 01.01.2021 0 0 0 0
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Stand 31.12.2021 0 0 0 0
Vorjahr KONZERNEIGENKAPITAL
TEUR
Stand 01.01.2021 336.553
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 36
Währungsumrechnung 7.155
Konzernjahresüberschuss 45.303
Stand 31.12.2021 389.047
aktuelles Jahr EIGENKAPITAL DES MUTTERUNTERNEHMENS
Kapitalanteile der Kommanditisten Rücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn SUMME
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 01.01.2022 10.000 178.046 -426 201.427 389.047
Währungsumrechnung 0 0 2.733 0 2.733
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 37.319 37.319
Stand 31.12.2022 10.000 178.046 2.307 238.746 429.099
aktuelles Jahr NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE
vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinne/Verluste SUMME
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 01.01.2022 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Stand 31.12.2022 0 0 0 0
aktuelles Jahr KONZERNEIGENKAPITAL
TEUR
Stand 01.01.2022 389.047
Währungsumrechnung 2.733
Konzernjahresüberschuss 37.319
Stand 31.12.2022 429.099

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Grimme GmbH & Co. KG, Damme

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Grimme GmbH & Co. KG, Damme, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Grimme GmbH & Co. KG, Damme, für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-konzern-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Osnabrück, den 26. Mai 2023

Dr. Klein, Dr. Mönstermann + Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Niemann, Wirtschaftsprüfer

Dunkel, Wirtschaftsprüfer

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