Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 21454
Vorher
ForestFinest Consulting GmbH
Eingetragen
7.4.2015
Branche
Erbringung von Dienstleistungen für Forstwirtschaft und HolzeinschlagErbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für den PflanzenbauArchitekturbüros für Garten- und Landschaftsgestaltung
Gegenstand
die Erbringung von Beratungsdienstleistungen in den Bereichen nachhaltige Agroforst-, Forstund Landnutzungssystemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Schnall
seit 15.1.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

12.05% identifiziert87.94% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
12.05%

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
MGECO FORLIANCE HOLDINGS S.à r.l.LUX
56.25%
FORLIANCE GmbHEigenbeteiligung
18.00%
12.05%
1.64%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Altius BidCo GmbH
Germany
41.000 €
82.00%
FORLIANCE GmbH
Germany
9.000 €
18.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FORLIANCE GmbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Seit 2015 entwickelt FORLIANCE klima- und naturbezogene Handlungsstrategien für seine Kunden. Das Unternehmen ist auf drei Geschäftsfeldern tätig: (i) Verkauf von CO 2 -Zertifikaten auf dem freien Kohlenstoffmarkt, (ii) naturbasierte Projektentwicklung und (iii) Klimastrategien für Unternehmen.

Neben dem Verkauf von CO 2 -Zertifikaten, der etwa 80% bis 90 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens ausmacht, bietet das Unternehmen unter anderem folgende Dienstleistungen an:

Projektentwicklung: Technische Hilfe und Unterstützung bei der Planung, Umsetzung und Optimierung des Landnutzungsprojekts, einschließlich Finanzierung, Zertifizierungsstrategien, Managementpläne und Überwachung.

Risikoanalyse und Investitionsstrategien: Risiko- und Machbarkeitsanalysen im Vorfeld der Projektumsetzung, ein Service, der auf verschiedene Interessengruppen zugeschnitten werden kann - Projektinvestoren, Landbesitzer, welche Kapital suchen, sowie öffentliche Akteure, die Finanzmittel für den Naturschutz gewinnen wollen.

FSC- und Kohlenstoff-Zertifizierung: Das Unternehmen bietet Zertifizierungsdienste an, einschließlich der Ermittlung des Zertifizierungspotenzials, der Auswahl des am besten geeigneten Standards und der Methodik sowie der Umsetzung und Registrierung. Zu den Drittzertifizierern gehören Gold Standard for the Global Goals (GS4GG) und Verified Carbon Standard (VCS). FORLIANCE arbeitet ausschließlich mit den höchsten Standards für Emissionsgutschriften (es ist Mitglied der ICROA, der International Carbon Reduction and Offset Alliance, die bewährte Verfahren für die Gutschrift von Treibhausgasemissionen zertifiziert).

2. Forschung und Entwicklung

Im Rahmen der naturbasierten Projektentwicklungsstrategie konzipiert, implementiert und verwaltet das Unternehmen nachhaltige Landnutzungs- und Lieferkettenprojekte. Der Ansatz ist bereichsübergreifend und umfasst ein detailliertes Verständnis des Standorts und des Projekts, eine effektive Planung und Umsetzung, Bemühungen um die Einhaltung von Vorschriften und den Einsatz von Technologie, um den Erfolg des Projekts zu gewährleisten.

Die Projekte von FORLIANCE umfassen vor allem Aufforstungs- und Wiederaufforstungsprojekte, die die Emissionen aus Entwaldung und Waldschädigung verringern, sowie andere natürliche Lösungen für das Klima. Diese Projekte zielen darauf ab, das ökologische Management zu verbessern und Vorteile für lokale Gemeinschaften, die biologische Vielfalt und das globale Klima zu schaffen. Das Unternehmen ist weltweit tätig und betreut Projekte in Afrika, Lateinamerika und Asien.

Der Bereich der Klimastrategien für Unternehmen unterstützt maßgeschneiderte Pläne für Unternehmen in Bezug auf den Nachhaltigkeitsansatz und bietet Dienstleistungen in den Bereichen CO 2 -Fußabdruck, Emissionsreduzierungsmaßnahmen, CO 2 -Ausgleich, Klimapolitik, Berichterstattung und strategische Kommunikation.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Belastung durch den fortdauernden Krieg in der Ukraine, die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und die gestiegenen Lebenshaltungskosten haben zu einer nur schwachen Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2023 beigetragen. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) legte die globale Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr 2023 um 3,2 Prozent zu. In Deutschland nahm die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 insgesamt um 0,3 % ab.

Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, hat sich die Europäische Union dazu verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden. Mit dem Europäischen Klimagesetz wurde das Emissionsreduktionsziel der EU für 2030 auf mindestens 55% angehoben und die Klimaneutralität bis 2050 rechtsverbindlich gemacht. Auch nicht-staatliche Akteure engagieren sich zunehmend im Bereich des Klimaschutzes. Ein Instrument stellt die Kompensation von Treibhausgasemissionen durch Emissionsgutschriften dar, die weltweit durch Klimaschutzprojekte generiert werden. Diese Emissionsgutschriften werden am freiwilligen Kohlenstoffmarkt durch private Akteure außerhalb von regulierten und verpflichtenden Emissionshandelssystemen ausgestellt und gehandelt. Seit Bestehen des Marktes wurden Emissionsgutschriften von ca. 10 Milliarden USD gehandelt.

Der freiwillige Kohlenstoffmarkt (Voluntary Carbon Market, VCM) war im Jahr 2023 mit erheblichen Unsicherheiten konfrontiert, die das Vertrauen der Abnehmer und die Zeiten für die Umstellung der Verkäufe beeinträchtigten. Auslöser hierfür war ein Presseartikel im Guardian ("Revealed: more than 90% of rainforest carbon offsets by biggest certifier are worthless, analysis shows"), der im Januar 2023 veröffentlicht wurde.

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).

3. Geschäftsentwicklung der FORLIANCE GmbH

Im Jahr 2023 wurde Forliance insbesondere mit der Herausforderung konfrontiert, dass sich die Ausgabe von Emissionsgutschriften für die wichtigsten Projekte verzögerte. Dies im Wesentlichen, weil die Standardorganisationen (wie bspw. GS4GG, VCS) zur Verifizierung der Klimaschutzprojekte nach der Corona-Lockdown-Zeit noch einen Backlock and Projekten abzuarbeiten hatten und weil sie aufgrund der öffentlichen Kritik (z.B. Guardian Artikel) ihre Standards, Methoden und Vorgehen überprüft und teilweise überarbeitet haben. Dies führte zu erheblichen Projektverzögerungen. Zu den wichtigsten Projekten gehören u.a. Vichada Climate Reforestation, CO 2 OL Tropical Mix, XiCO 2e: Durango Forest Project und XiCO 2 e: Mexican Peninsula Forest Project. All diese Projekte machen mehr als 80 % des FORLIANCE-Emissionszertifikateinventars (1,5 Millionen Tonnen CO 2 ) aus.

Um die Erzeugung der Emissionsgutschriften zu beschleunigen, wurde ein zusätzliches technisches Team eingesetzt. Das Projekt, das im Jahr 2023 die meisten Emissionsgutschriften generierte, war XiCO 2 e: Durango Forest Project. Die übrigen Projekte konnten zwar einige Rückschläge und Schwierigkeiten in der zeitgerechten Erzeugung der Emissionsgutschriften durch die Standardorganisationen überwinden, aber die Menge der erzeugten Emissionsgutschriften war 2023 deutlich geringer als ursprünglich geplant.

Im Hinblick auf die Projektentwicklung konzentrierten wir uns auf unsere wichtigsten projektgenerierenden Märkte, die mit unseren strategischen Partnern verbunden sind, sowie auf Projekte, die auf der ARR-Methode (Afforestation, Reforestation and Revegetation) basieren. Im Rahmen dieser Projekte wurden mehr als zehn potenzielle Projekte technisch und finanziell konzeptualisiert, vor allem in den Märkten Paraguays, Kolumbiens, Mexikos, Brasiliens und Panamas. Bei der Konzeption dieser Projekte stützten wir uns auf unsere Erfahrung in diesen Märkten und auf die Informationen, die unsere strategischen Partner in diesen Ländern bereitstellen.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 betragen T€ 8.916 (Vorjahr: T€ 17.241) und sind im Vergleich zum Vorjahr um 48% gesunken. Maßgeblich hierfür sind sowohl der Rückgang der Nachfrage auf dem Markt für Emmissionszertifikate als auch Verzögerungen bei der Ausstellung von Emissionszertifikaten für die wichtigsten Projekte des Unternehmens. Im Jahresverlauf entfielen mehr als 46 % der Umsatzerlöse auf den Dezember, während sich die übrigen Umsatzerlöse gleichmäßig auf das Jahr (mit Umsatzspitzen am Ende eines jeden Quartals) verteilen.

Die sonstigen betriebliche Erträge betragen T€ 3.429 (Vorjahr: T€ 80) und beinhalten im Wesentlichen eine erhaltene Vertragsstrafe für die vorzeitige Beendigung eines Vertrages in Höhe von T€ 3.066 und Kostenweiterbelastungen in Höhe von T€ 192.

Der Materialaufwand reduzierte sich analog zum Rückgang der Umsatzerlöse von T€ 11.449 im Vorjahr auf T€ 5.632 um 51%.

Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 2023 T€ 3.741 (Vorjahr: T€ 2.220). Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus der erhöhten Anzahl an Mitarbeitenden sowie gestiegenen Prämienzahlungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von T€ 796 im Vorjahr auf T€ 2.497. Diese enthalten im Wesentlichen Provisionszahlungen an Projektpartner in Höhe von T€ 909 (Vorjahr: T€ 0), Beratungskosten in Höhe von T€ 755 (Vorjahr: T€ 289), Reisekosten in Höhe von T€ 138 (Vorjahr: T€ 76) und EDV-Kosten in Höhe von T€ 99 (Vorjahr: T€ 35).

Unter Berücksichtigung von Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von T€ 412 (Vorjahr: T€ 1.096) wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss von T€ 809 (Vorjahr: T€ 2.233) erzielt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beträgt T€ 9.917 (Vorjahr: T€ 12.768) und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.850 reduziert.

Das Anlagevermögen beträgt T€ 140 und befindet sich auf Niveau des Vorjahres (T€ 141). Es entfällt mit T€ 47 (Vorjahr: T€ 62) auf immaterielle Vermögensgegenstände, mit T€ 43 (Vorjahr: T€ 42) auf Sachanlagen und mit T€ 50 (Vorjahr: T€ 37) auf Finanzanlagen. Diese betrifft die 100%ige Beteiligung an der Re-Spire GmbH.

Das Umlaufvermögen beträgt T€ 9.666 (Vorjahr: T€ 12.539). Während das Vorratsvermögens von T€ 1.922 im Vorjahr auf T€ 2.632 stieg, reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, im Wesentlichen bedingt durch den Umsatzrückgang, auf T€ 3.517. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich von T€ 385 auf T€ 819 und beinhalten im Wesentlichen Darlehensforderungen sowie Forderungen aus Steuererstattungen. Die flüssigen Mittel reduzierten sich von T€ 3.403 auf T€ 2.696.

Die Passivseite der Bilanz ist im Wesentlichen durch das Eigenkapital von T€ 5.917 (Vorjahr: T€ 5.109) geprägt. Die Rückstellungen betragen insgesamt T€ 1.922 (Vorjahr: T€ 1.150) und gliedern sich mit T€ 270 (Vorjahr: T€ 716) auf Steuerrückstellungen und mit T€ 1.652 (Vorjahr: T€ 434) auf sonstige Rückstellungen. Diese enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen, Personalrückstellungen sowie Rückstellungen für die Jahresabschlusserstellung und -prüfung.

Die Verbindlichkeiten betragen T€ 2.078 und reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr (T€ 6.509) um T€ 4.431. Ursächlich hierfür sind der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von T€ 3.994 auf T€ 1.540, die Reduzierung der erhaltenen Anzahlungen von T€ 1.454 auf T€ 310 sowie der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten von T€ 1.060 auf T€ 198.

Finanzlage

Im Rahmen unseres Finanzmanagements haben wir vorrangig darauf geachtet, dass wir in der Lage sind, alle Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäft fristgerecht zu erfüllen sowie den Kapitalbedarf für das Working Capital zu decken. Dieses war während des gesamten Geschäftsjahres positiv, wobei das Umlaufvermögen die kurzfristigen Verbindlichkeiten um mehr als das Doppelte überstieg.

Ziel war es, den Cashflow so zu strukturieren, dass während des Geschäftsjahres ein Mindestbestand an liquiden Mitteln in Höhe von 1 Mio. EUR zur Verfügung steht und zusätzliche Liquidität zur Finanzierung des Kapitalbedarfs der laufenden Projekte sowie der laufenden Geschäftstätigkeit des Unternehmens generiert wird.

Die Eigenkapitalquote des Unternehmens stieg von 40 % im Vorjahr auf 60 % im laufenden Jahr, was auf die Einbehaltung der erwirtschafteten Gewinne zurückzuführen ist und somit die Selbstfinanzierung der betrieblichen Aktivitäten des Unternehmens fördert.

Die Nettoverschuldung (Summe der Aktiva - Eigenkapital - Guthaben bei Kreditinstituten) verringerte sich um 69 % von T€ 4.256 im Jahr 2022 auf T€ 1.304 im laufenden Jahr.

4. Prognose-Ist-Vergleich der finanziellen Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von T€ 31.777 geplant. Aufgrund der bereits erläuterten Entwicklung der Umsatzerlöse wurde die Prognose deutlich verfehlt.

Das EBITDA beträgt im laufenden Jahr T€ 1.271 (Vorjahr: T€ 3.366). Die Prognose für diese Kennzahl für das Jahr 2023 lag bei T€ 3.560, was bedeutet, dass das in diesem Jahr erzielte EBITDA um 64 % unter der Planung liegt.

II. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Im Jahr 2023 haben die Gesellschafter der FORLIANCE GmbH eine Mehrheitsbeteiligung am Unternehmen an Macquarie Asset Management (MAM) verkauft. Seit 2024 ist FORLIANCE Teil des Macquarie Green Energy and Climate Opportunities Fund. Die Akquisition wurde getätigt, um die Marktposition von FORLIANCE weiter auszubauen und das Wachstum des Unternehmens zu unterstützen.

Das Geschäftsjahr war im Wesentlichen durch Verzögerungen bei für das Unternehmen wichtigen Projekten, wie z.B. Ejidos Durango, Ejidos Yucatan, CO 2 OL Tropical MIX und Vichada Climate Reforestation, geprägt. Durch die durch externe Verifizierungsverfahren verursachten Verzögerungen bei der Ausstellung der Emissionsberechtigungen wurden die geplanten Umsatzerlöse und das Geschäftsergebnis deutlich verfehlt. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf als nicht zufriedenstellend.

III. Chancen und Risiken

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist notwendigerweise mit Risiken verbunden. Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken und deren engmaschige Steuerung ist ein wesentliches Element der Unternehmensführung. Übergeordnetes Ziel ist es, unternehmerische Chancen bei jederzeit kontrollierten Risiken umfassend zu nutzen und so den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

FORLIANCE hat mehrere Aktualisierungen im Bereich Governance vorgenommen, darunter die Einrichtung eines Risikoregisters und die Einführung eines Risikomanagements. Ein interner Risiko- und Prüfungsausschuss wird ebenfalls eingerichtet, um ein hohes Maß an Überwachung der wichtigsten Finanz-, Markt-, Projekt- und Betriebsrisiken im Unternehmen zu gewährleisten.

Im Folgenden werden die wesentlichen Chancen und Risiken für die FORLIANCE GmbH aufgeführt. Die Risiko- und Chancenstruktur ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor.

Finanzielle Risiken

Der freie Kohlenstoffmarkt, auf dem FORLIANCE tätig ist, ist ein sehr illiquider Markt und erfordert langfristige Entwicklungen (ca. 18-24 Monate). In Anbetracht der marktweiten Verzögerungen bei der Generierung von Emissionszertifikaten in Verbindung mit einer vorsichtigeren Unternehmensnachfrage sahen sich eine Reihe von Projektentwicklern mit einem Liquiditätsengpass konfrontiert, da sie mit einer kontinuierlichen Verfügbarkeit von Kapital gerechnet hatten, die in den rückläufigen Märkten der letzten 2-3 Jahre nicht eingetreten ist. Es besteht das Risiko, dass zusätzliches Kapital benötigt wird.

Das Risiko, dass Forderungen gegenüber Kunden nicht gezahlt werden, begegnen wir durch aktives Forderungsmanagement. Bei bekannten Ausfallrisiken werden diese durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Preisrisiken

Die Preisentwicklung von Emissionszertifikaten ist sehr volatil und es besteht das Risiko, dass die geplanten Umsatzerlöse am Markt nicht erzielt werden können. Diesem Risiko wird durch die langfristige Zusammenarbeit mit Kunden sowie der weiteren Fokussierung auf strategisch wichtige Projekte entgegengetreten.

Marktrisiken

Angesichts des Vorwurfs des Greenwashing oder der Angst davor sind viele Käufer gegenüber dem freiwilligen Kohlenstoffmarkt vorsichtiger und verstärken ihre Due-Diligence-Prüfung (längerer Zeitrahmen und/oder Rückzug von freiwilligen Käufen). Wir glauben jedoch, dass große Unternehmen und Investoren sich darauf vorbereiten, maßgeschneiderte Projekte zu entwickeln, um die nachhaltigen Ziele, zu denen sie sich verpflichtet haben, zu gewährleisten und gleichzeitig den mittelfristigen Zugang zu qualitativ hochwertigen Emissionszertifikaten sicherzustellen.

Im vierten Jahr in Folge haben über 100 neue Projektentwickler im Jahr 2023 mit der Ausgabe von Gutschriften begonnen. Da der Wettbewerb zunimmt, kann es bei der Infrastruktur für die Projektentwicklung zu weiteren Engpässen sowie sinkenden Margen kommen.

Für einige Marktteilnehmer ist es schwierig, Emissionszertifikate/Projekte unabhängig zu prüfen. FORLIANCE ist der Ansicht, dass sich die Marktteilnehmer in dem Maße, wie die Rating-Agenturen ihre Dienstleistungen auf diesem Markt ausweiten und ein breiteres Spektrum an Projekten abdecken, zunehmend auf unabhängige Quellen verlassen werden. Die sich daraus ergebende zusätzliche Transparenz dürfte die Informationsverarbeitung und damit die Entscheidungsfindung der Nachfrager beschleunigen

Regulatorische Risiken

Der freiwillige Kohlenstoffmarkt ist bisher noch nicht weitreichend reguliert. Es besteht das Risiko, dass sich die gesetzlichen Gegebenheiten in der Zukunft ändern und dies negative Auswirkungen auf Projekte bzw. die Kundennachfrage haben könnte.

Cyberrisken

Wir beobachten eine weltweite Zunahme von IT-Sicherheitsbedrohungen und ein hohes Maß an Professionalität in der Cyberkriminalität. Wir überwachen unseren IT-Systeme permanent und passen diese bei Bedarf an die Bedrohungslage und den gesetzlichen Rahmenbedingungen an. Im Oktober 2024 wurde zudem eine Cyberversicherung abgeschlossen.

Chancen

Der Markt steht aufgrund eines Überangebots an Emissionsgutschriften und der hohen Kosten des Kohlenstoffabbaus (bis zu 1.000 $ pro Tonne für Direct Air Capture) vor Herausforderungen. Darüber hinaus gibt es Kontroversen über die Qualität und Wirksamkeit einiger Kohlenstoffprojekte, was die Notwendigkeit besserer Standards und Praktiken unterstreicht. Beides wird derzeit aktiv angegangen, und FORLIANCE geht davon aus, dass beides einen größeren Einfluss auf die Entscheidungen zur Emissionszertifikatgenerierung haben wird.

Als Reaktion auf die oben genannten Herausforderungen hat FORLIANCE seine Strategie angepasst, um sich stärker auf den Verkauf an Zwischenhändler zu konzentrieren. FORLIANCE wird den Schwerpunkt auf die Pflege tieferer Unternehmensbeziehungen legen, um mehrjährige Verträge zu sichern. Das Unternehmen beabsichtigt, sein Tech Dashboard weiter auszubauen, um noch mehr Transparenz zu schaffen. Darüber hinaus beobachten wir die Marktentwicklungen und nutzen unsere Kernkompetenzen, um neue Geschäftsfelder zu erschließen.

IV. Prognosebericht

Zusammenfassend sehen wir anhand der dargestellten Chancen und Risiken keine Indikatoren, die eine Gefährdung der Unternehmensfortführung oder ein bedeutsames Risiko für die FORLIANCE GmbH darstellen. Trotz der vorhandenen Unsicherheiten auf dem Markt für CO 2 -Zertifikate, gehen Marktexperten davon aus, dass die Nachfrage nach CO 2-Zertifikaten in den nächsten Jahrzehnten deutlich steigen dürfte.

Für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. März 2024 erwarten wir aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres und eines in unserem Markt generell schwachen ersten Quartal stark sinkende Umsatzerlöse und ein leicht negatives EBITDA.

Für das Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025 erwarten wir im Vergleich zum vorherigen Rumpfgeschäftsjahr stark steigende Umsatzerlöse und ein deutlich positives EBITDA.

 

Bonn, den 31. Januar 2025

FORLIANCE GmbH

Dirk Walterspacher

Andreas Schnall

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.756,00 61.521,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.069,64 42.182,64
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 50.000,00 37.450,00
139.825,64 141.153,64
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.427.408,40 732.014,60
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.145.591,19 1.190.449,81
3. geleistete Anzahlungen 58.581,60 0,00
2.631.581,19 1.922.464,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.517.052,97 6.811.479,79
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.594,40 17.083,51
3. Sonstige Vermögensgegenstände 819.254,69 384.574,58
4.338.902,06 7.213.137,88
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.695.897,70 3.403.133,05
9.666.380,95 12.538.735,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 111.222,34 87.841,22
9.917.428,93 12.767.730,20

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
eigene Anteile -9.000,00 -9.000,00
ausgegebenes Kapital 41.000,00 41.000,00
II. Gewinnvortrag 5.067.667,27 2.835.105,47
III. Jahresüberschuss 808.569,58 2.232.561,80
5.917.236,85 5.108.667,27
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 270.137,40 715.900,00
2. sonstige Rückstellungen 1.651.870,81 434.000,00
1.922.008,21 1.149.900,00
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 309.754,62 1.454.333,10
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.539.642,90 3.994.410,32
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.075,50 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 198.710,85 1.060.419,51
(davon aus Steuern T€ 176; Vorjahr T€ 1.053)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 13; Vorjahr T€ 1)
2.078.183,87 6.509.162,93
9.917.428,93 12.767.730,20

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 8.915.715,27 17.240.963,93
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 797.378,15 510.203,59
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.428.899,83 79.695,45
(davon Erträge aus Währungsumrechnung T€ 27; Vorjahr T€ 33)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.841.268,46 -10.531.250,05
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.790.954,13 -917.908,43
-5.632.222,59 -11.449.158,48
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.196.280,66 -1.857.362,48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -544.825,20 -362.482,55
(davon für Altersversorgung T€ 8; Vorjahr T€ 11)
-3.741.105,86 -2.219.845,03
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -51.334,99 -37.713,50
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.497.262,64 -795.887,74
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung T€ 28; Vorjahr T€ 19)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25,00 0,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -411.516,00 -1.095.696,42
10. Ergebnis nach Steuern 808.576,17 2.232.561,80
11. Sonstige Steuern -6,59 0,00
12. Jahresüberschuss 808.569,58 2.232.561,80

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die FORLIANCE GmbH hat ihren Sitz in Bonn und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn (HR B Reg.Nr. 21454).

Die FORLIANCE GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge im Anhang werden in TEUR ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Mit Gesellschafterbeschluss vom 5. Dezember 2023 wurde das Geschäftsjahr auf den Zeitraum 1. April bis 31. März geändert. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 13. Dezember 2023.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Es sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

II. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens.

Geleistete Anzahlungen sowie erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

III. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

IV. Erläuterung zu Bilanzposten - AKTIVA

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen (Anteilsbesitz) setzen sich wie folgt zusammen:

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital
%
Eigenkapital
in T €
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
in T €
Stichtag der vorliegenden Information
Re-Spire GmbH, Bonn 100,0 17 0 31.12.2023

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer enthalten, die erst mit Ablauf des Kalenderjahres rechtlich entstehen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 17) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr. Sie enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 0).

V. Erläuterung zu Bilanzposten - PASSIVA

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 804; Vorjahr TEUR 96), für Personalrückstellungen (TEUR 732, Vorjahr TEUR 232), sowie für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 80 Vorjahr TEUR 20).

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeiten
Gesamt
T EUR
bis zu 1 Jahr
T EUR
mehr als 1 Jahr
T EUR
davon mehr als 5 Jahre
T EUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 310 310 0 0
(Vorjahr) (1.454) (1.454) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.540 1.540 0 0
(Vorjahr) (3.994) (3.994) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30 30 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 199 199 0 0
(Vorjahr) (1.060) (1.060) (0) (0)
Summe 2.078 2.078 0 0
(Vorjahr) (6.509) (6.509) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr TEUR 0) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 181.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung bzw. außergewöhnlicher Bedeutung enthalten:

Erhaltene Vertragsstrafe in Höhe von TEUR 3.066 für die vorzeitige Beendigung eines Vertrages

VII. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Es waren im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 53 Mitarbeiter beschäftigt.

2023
Vollzeit Mitarbeiter 40
Teilzeit Mitarbeiter 13
Summe 53

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

 

Herr Andreas Schnall

 

Herr Dirk Walterspacher

Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

Da nur zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Eine Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist unter Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB unterblieben.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Die FORLIANCE GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Altius BidCo GmbH mit Sitz in Bonn. Die Gesellschaft wird zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nicht in einen Konzernabschluss einbezogen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 808.569,58 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Bonn, den 31. Januar 2025

FORLIANCE GmbH

Dirk Walterspacher

Andreas Schnall

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

(Bestandteil des Anhangs)

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 73.825,00 0,00 0,00 73.825,00
73.825,00 0,00 0,00 73.825,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 134.321,59 37.456,99 0,00 171.778,58
134.321,59 37.456,99 0,00 171.778,58
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 37.450,00 12.550,00 0,00 50.000,00
245.596,59 50.006,99 0,00 295.603,58
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.304,00 14.765,00 0,00 27.069,00
12.304,00 14.765,00 0,00 27.069,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 92.138,95 36.569,99 0,00 128.708,94
92.138,95 36.569,99 0,00 128.708,94
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
104.442,95 51.334,99 0,00 155.777,94
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.756,00 61.521,00
46.756,00 61.521,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.069,64 42.182,64
43.069,64 42.182,64
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 37.450,00
139.825,64 141.153,64

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FORLIANCE GmbH, Bonn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FORLIANCE GmbH, Bonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FORLIANCE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vergleichsangaben

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2022 und für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sind nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 31. Januar 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Reza Bigdeli, Wirtschaftsprüfer

ppa. Robin Thiele, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 14. März 2025 festgestellt.

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