Consus Development GmbH & Co. KGLiquidiert

Peter-Müller-Straße 18, 40468 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRA 21847
Vorher
SSN Development GmbH & Co. KG
Eingetragen
21.12.2011
Branche
Bauträger für WohngebäudeErschließung von unbebauten GrundstückenBeteiligungsgesellschaften

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Name
Rolle
Ort
Consus Development Verwaltungs GmbH
Persönlich haftender Gesellschafter
Sport StadiaNet GmbH
Kommanditist

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Consus Development GmbH & Co. KG

Düsseldorf

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 242,00 914,00
II. Sachanlagen 9.715,00 19.516,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00
9.957,00 20.430,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 466.127,42 489.072,78
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.954.554,43 13.636.138,67
3. Forderungen geg. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 271.377,87 408.066,87
12.692.059,72 14.533.278,32
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.509.127,05 111.849,44
14.201.186,77 14.645.127,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 343,46 0,00
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.413.259,93 3.416.289,64
18.624.747,16 18.081.847,40

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.000,00 5.000,00
II. Kapitalrücklage 0,00 0,00
III. Verlustvortrag -3.421.289,64 -689.750,75
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -996.970,29 -2.731.538,89
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.413.259,93 3.416.289,64
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 0,00 10.215,74
0,00 10.215,74
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.324,41 40.862,79
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.473.601,64 17.885.839,41
4. Sonstige Verbindlichkeiten 123.821,11 144.929,46
- davon aus Steuern EUR 123.511,60 (Vorjahr: EUR 143.867,25)
18.624.747,16 18.071.631,66
18.624.747,16 18.081.847,40

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Consus Development GmbH & Co. KG, mit Sitz in Düsseldorf im Handelsregister A des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRA 21847 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine GmbH & Co. KG.

Der Jahresabschluss der Consus Development GmbH & Co. KG (im Folgenden kurz "Gesellschaft") für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches unter analoger Anwendung der rechtsformspezifischen Vorschriften des Gesetz betreffend die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbHG) unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft hat von den Erleichterungen fur kleine Kapitalgesellschaften teilweise (§§ 288, 264 Abs. 1 S. 4 HGB) Gebrauch gemacht. Die Vorschriften des BilRUG wurden angewendet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Folgende Anhaltspunkte begriinden Zweifel an der Unternehmensfortführung:

Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil i. H. v. EUR 4.413.259,93.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Nettobetrag von 800 € wurden voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern:

Es bestehen zum 31.12.2023 Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern, der Consus Deutschland GmbH und der Consus Development Verwaltungs GmbH. Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 betragen insgesamt EUR 10.938.799,56 (Vorjahr: EUR 10.852,940,72).

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern teilen sich hierbei wie folgt auf:

Consus Deutschland GmbH:

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen EUR 5.930.855,55

Darlehensforderungen (einschließlich Zinsforderungen) EUR 5.007.945,01

Es bestehen zum 31.12.2023 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Gesellschafter, der Consus Deutschland GmbH in Höhe von EUR 7.484,16 (Vorjahr: EUR 7.484,16).

Es bestehen zum 31.12.2023 Darlehens- und Zinsforderungen gegenüber der Komplementär-Gesellschafterin, der Consus Development Verwaltungs GmbH i. H. v.EUR 24.272,72 (Vorjahr: EUR 16.569,14).

Im Geschaftsjahr wurden keine Arbeitnehmer i.S.d. § 267 Abs. 5 HGB beschäftigt.

Die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umstanden überwiegend wahrscheinlich.

Das Jahresergebnis soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Nach dem Abschlussstichtag sind bei der Gesellschaft weitere Verluste aufgelaufen, die dazu geführt haben, dass die Gesellschaft aktuell eine bilanzielle Überschuldung ausweist.

Fortführungsprognose / Nachtragsbericht

Die Gesellschaft ist seit dem Jahr 2020 eine indirekte Tochtergesellschaft der Consus Real Estate AG, Berlin (Consus) und der Adler Group S.A, Luxemburg (Adler Group) und damit Teil des Consus Teilkonzerns sowie des Adler Group Konzerns als oberstes Mutterunternehmen. Sie ist insbesondere in finanzieller Hinsicht in den Adler Group Konzern integriert.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag eine bilanzielle Uberschuldung aus. Die Geschaftsführung geht aus heutiger Sicht weiterhin davon aus, dass die Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit fähig ist, da die Consus eine Patronatserklärung zu Gunsten der Gesellschaft abgegeben hat und sie von der Consus mit überwiegender Wahrscheinlichkeit jederzeit mit der erforderlichen Liquidität versorgt werden wird.

Grundlage für diese Einschätzung ist die Liquiditätsplanung der Gesellschaft bzw. die der Consus (Stand 31.12.2024). Ausweislich dieser Planung ist die Gesellschaft bis September 2028 mit der vorhandenen Liquidität durchfinanziert. Gleiches gilt daneben für die Consus unter Berücksichtigung der verfügbaren Finanzmittel und der geplanten Projektverkäufe der Consus Gruppe sowie auf Basis der zugrundeliegenden Ertrags- und Finanzplanung bis September 2028, dass diese in der Lage und bereit ist, die Gesellschaft im Bedarfsfall mit weiterer erforderlicher Liquidität zu versorgen.

Folglich erfolgte die Aufstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip gem. § 252 Abs. I Nr. 2 HGB).

Ungeachtet dessen ist jedoch der Fortbestand der Gesellschaft aufgrund der Einbindung in den Konzern der Adler Group ("Adler-Gruppe") Risiken ausgesetzt, da die Adler Group weiterhin ihre Restrukturierung umsetzt.

Die Adler-Gruppe sah sich im Jahr 2024 weiterhin anhaltenden Herausforderungen aufgrund der Marktschwäche im deutschen Immobiliensektor gegenüber. Inflationsdruck, erhöhte Fremdkapitalkosten, und stärkere Abwertungen von Vermögenswerten als erwartet hatten das Vertrauen der Investoren erschüttert und das Transaktionsvolumen verringert. Der ursprüngliche Restrukturierungsplan, der Anfang April 2023 vereinbart wurde, sah den Verkauf von Vermögenswerten zur Schuldentilgung vor. Dieser Plan wurde angesichts der eingeschränkten Fähigkeit, Vermögenswerte zu günstigen Preisen unter diesen Marktbedingungen zu veräußern, neu überdacht.

Als Reaktion überarbeitete die Adler-Gruppe proaktiv ihren Restrukturierungsrahmen und konzentrierte sich dabei auf zwei Hauptpfeiler: (i) einen überarbeiteten Business-Plan, um die herausforderndsten Vermögenswerte der Gruppe zu restrukturieren und gleichzeitig das Unternehmen so zu positionieren, dass es von der erwarteten Markterholung profitieren kann, und (ii) einen finanziellen Restrukturierungsplan, der die Liquiditätslage der Gruppe verbessert, die Schuldenstruktur durch Verschiebung der Fälligkeiten über 2026/27 hinaus stabilisiert und eine ausreichende Eigenkapitalposition bis zur Fälligkeit der langfristigen Schulden der Gruppe bereitstellt, um eine solide Grundlage für die Unternehmensfortführung der Gruppe mindestens für die nächsten zwei Jahre zu schaffen, aber nicht darauf beschränkt.

Das Adler-Management war in der Lage, die umfassende Rekapitalisierung und die Verlängerung der Fälligkeiten der Schulden in Kombination mit der Bereitstellung neuer Liquidität am 19. September 2024, dem Stichtag der Restrukturierung, abzuschließen.

Darüber hinaus konnte die Adler-Gruppe mehrere besicherte Bankdarlehen bis 2028 verlängern.

Die jüngsten Maßnahmen in Verbindung mit der prognostizierten Erholung des Immobilienmarktes und einem stabileren wirtschaftlichen Umfeld untermauern die Einschätzung der Adler-Gruppe hinsichtlich der Unternehmensfortführung, und dass sie in der Lage ist, die finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen, Vermögenswerte zu veräußern, Verbindlichkeiten zu bedienen und den künftigen Zinsbedarf im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit zu senken.
Dennoch ist die Einschätzung der Unternehmensfortführung trotz proaktiver Maßnahmen naturgemäß mit bestimmten Risiken und Unsicherheiten behaftet. Der Konzernabschluss der Adler Group S.A. geht gemäß den International Financial Reporting Standards von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Dies setzt erfolgreiche Verhandlungen mit den Gläubigern, um das Geschäft aufrechtzuerhalten, die Veräußerung von Vermögenswerten und die Begleichung von Verbindlichkeiten im normalen Geschäftsverlaufs voraus für die vorhersehbare Zukunft, die auf mindestens zwei Jahre ab dem Bilanzstichtag geschätzt wird, aber nicht darauf beschränkt ist.

Für weitere Details verweisen wir auf den geprüften integrierten Geschäftsbericht der Adler Group S.A. für das Geschäftsjahr 2024 ("Adler Integrated Annual Report 2024"), und dort insbesondere die Ausführungen auf den Seiten 95-106, 132, 216-223.

Im Chancen- und Risikobericht des Adler Geschäftsberichts 2024 weist das Management der Adler Group auf diverse Risiken hin, von denen drei als wesentlich bewertet wurden.

Als wesentlich werden die Risiken aufgrund der Rekapitalisierung und aus sonstigen nichtfinanziellen Covenants ("risks from recapitalisation and from other non-financial covenants"), das Liquiditätsrisiko und die Risiken aus dem Verkauf von Projekten ("Risks from Upfront Sales Projects") bewertet. Für eine umfassende Darstellung der Risiken der Adler Group und deren Bewertung und Steuerung durch das Management verweisen wir auf den Adler Geschäftsbericht 2024 (Seiten 95 ff.).

Der Eintritt der vorstehend genannten wesentlichen Risiken hätte aufgrund der Einbindung der Gesellschaft in den Konzernverbund der Adler Group entsprechend auch bei der Gesellschaft bestandsgefährdende Folgen.

Die Geschaftsführung weist daher darauf hin, dass in Bezug auf die genannten Risiken eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, und die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen.

Düsseldorf, den 18.06.2025

Sven Christian Frank, Geschäftsführer der Consus Development Verwaltungs GmbH Dr. Karl Reinitzhuber, Geschäftsführer der Consus Development Verwaltungs GmbH

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

01.01.-31.12.2023 01.01.-31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 0,00 2.489.039,65
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,00 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 31.787,34 248.905,45
31.787,34 2.737.945,10
4. Materialaufwand
a. Aufwendungen für bezogene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 0,00 0,00
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen 81.129,46 2.996.136,44
81.129,46 2.996.136,44
5. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 1.012,31 810.551,38
b. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 977,37 123.579,84
und für Unterstürzung - davon für Altersversorgung EUR 977,37
(Vorjahr EUR 8.373,77) 1.989,68 934.131,22
6. Abschreibungen
auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen übersteigen 10.473,00 24.396,53
10.473,00 24.396,53
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 316.773,56 1.843.373,60
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.365,34 3.196,18
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 8.365,34 (Vorjahr: EUR 3.196,18)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf 0,00 0,00
Wertpapiere des Umlaufvermögens
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 626.757,27 580.672,18
- davon an verbundene Unternehmen EUR 626.757,27 (Vorjahr: EUR 580.672,18)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -906.223,80
12. Ergebnis nach Steuern -996.970,29 -2.731.344,89
13. Sonstige Steuern 0,00 194,00
12. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag -996.970,29 -2.731.538,89

Der Jahresabschluss wurde am 10.07.2025 festgestellt.

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