Lippe Agrar Handelsgesellschaft mbH

Elisabethstraße 6, 32791 Lage, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lemgo HRB 2117
Eingetragen
20.12.1993
Branche
Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und FuttermittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Grundstoffen, lebenden Tieren, textilen Rohstoffen und Halbwaren
Gegenstand
Der An- und Verkauf von Getreide, Futterund Düngemitteln, Saaten und Pflanzenschutzmitteln sowie anderer Absatz- und Bedarfsgüter der Landwirtschaft, die Mischfutterherstellung, die Lagerung, Be- und Verarbeitung von Getreide und Bedarfsgütern, die Vermietung von Grund und Boden und Gebäuden und alle damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hanna Schmuck
seit 6.1.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lippe Agrar Handelsgesellschaft mbH

Lage

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Getreide, Ölsaaten und Bedarfsgütern für die Landwirtschaft (Futtermittel, Dünger, Pflanzenschutzmittel, Saaten). An den Standorten Lage, Blomberg, Enger, Minden und Rödinghausen erfasst Lippe Agrar Getreide aus der Landwirtschaft und dem Handel. Ebenso dienen die Läger für die Vermarktung der Bedarfsgüter für die Landwirtschaft.

2. Geschäftsverlauf

Allgemeines Geschäftsklima

Gefangen in einem Teufelskreis Auch die Geschäftserwartungen der Unternehmen bleiben zu Jahresbeginn fast unverändert trüb. Ein Drittel der Betriebe rechnet mit einer Verschlechterung. Der Anteil der Unternehmen, die in den kommenden zwölf Monaten mit einem besseren Geschäft rechnen, steigt nur geringfügig auf 14 Prozent. "Den Betrieben geht die Kraft aus", sagt dazu Volker Treier. "Während es früher ein Auf und Ab bei der Konjunktur gab, zeigt der Trend mittlerweile seit sieben Jahren nach unten. Das haben wir so noch nie erlebt. Die Wirtschaft ist in einem Teufelskreis aus überbordender Bürokratie, schlechten Rahmenbedingungen, schwacher Nachfrage und hohen Kosten gefangen."

Lage der Agrarwirtschaft

Die gesellschaftliche Wunschvorstellung an unsere Landwirtschaft, die sich immer stärker in Gesetzen und Verordnungen manifestiert und die harte Realität, mit der sich die Landwirtschaft konfrontiert sieht, lassen die Situation unversöhnlich erscheinen. Bauernproteste und -Demonstrationen sind eine Reaktion, immer mehr Betriebsaufgaben eine andere. Der gesellschaftliche Wunsch nach einer familiären bäuerlichen Landwirtschaft wird mit dem politischen Druck nach weniger Dünger- und Pflanzenschutzeinsatz ins Gegenteil verkehrt. Denn den weiter steigenden Investitionsanforderungen, die dieser Strukturwandel mit sich bringt, sind viele mittelständische Betriebe nicht mehr gewachsen. Dass die Landwirtschaft sehr schnell auf Veränderungen reagieren kann, zeigen folgende Zahlen: Rückgang der Schweinebestände seit 10 Jahren über 25%.

Fragt man Landwirte nach ihrer beruflichen Perspektive so gibt es eine differenzierte Betrachtung. Die positiven Einschätzungen beruhen auf gestiegenen Erzeugerpreisen, insbesondere für tierische Erzeugnisse und auf gutem Betriebsmanagement und Ernteergebnissen. Negative Einschätzungen beruhen auf der Agrarpolitik, Bürokratie und Betriebsmittelpreisen.

Entwicklung des Unternehmens

Lippe Agrar ist mit kurzen Entscheidungswegen und auf den Markt zugeschnittenen Absicherungsmodellen jederzeit in der Lage, sich auf ändernde Marktvorgaben einzustellen. Diese Fähigkeit hat das Unternehmen auch im abgelaufenen Geschäftsjahr unter Beweis stellen können. Dem Warenbestand zum Ende des Jahres stehen in erster Linie Lieferverpflichtungen an unsere Kunden und Absicherungsgeschäfte an der Matif gegenüber.

Wirtschaftsbericht

1. Ertragslage

a. Marktverlauf 2024

Die im Jahr 2023 begonnene Talfahrt hat sich bis in April 2024 fortgesetzt. Die anschließend einsetzenden Wettermärkte haben wieder Bewegung in die Preisgestaltung gebracht, um anschließend wieder für die Erzeuger auf einem wenig attraktiven Niveau zu landen.

b. Umsatz und Ergebnis

Aufgrund reger Geschäftstätigkeit konnten wir unseren Umsatz zwar mengenmäßig weiter steigern, aber mit weiter fallenden Preisen hat sich der Umsatz wertmäßig um 12,2 % verringert. Der Materialaufwand ist um 16,5 % verringert. Das Rohergebnis einschließlich betrieblicher Erträge liegt aufgrund der veränderten Marktlage und damit veränderten Ergebnissen aus Warentermingeschäften im Berichtsjahr um TEUR 951,1 unter dem Vorjahresergebnis. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 2.995,1 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 379,9 gestiegen.

Die Personalaufwendungen einschließlich der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung liegen im Berichtsjahr 2024 um rund TEUR 189,1 über den Vergleichswerten des Vorjahres.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 87,3 verringert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich um TEUR 1.410,3 auf TEUR 1.357,8 verschlechtert. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag verbleibt ein Jahresüberschuss von rund TEUR 918,1 (Vorjahr: TEUR 1.984,2).

2. Finanzlage

Die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft ist auch im Kalenderjahr 2024 sehr stabil.

Das Eigenkapital beträgt TEUR 11.177,3 (Vorjahr TEUR 10.763,7), darin ist der Jahresüberschuss von TEUR 918,1 enthalten. Die Rückstellungen beinhalten u. a. noch Steuerrückstellungen für die Geschäftsjahre 2020 bis 2022 aufgrund der letzten Betriebsprüfung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Jahresende TEUR 621,6. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vermindern sich stichtagsbezogen um TEUR 515,8 auf TEUR 871,5. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Darlehn der Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.689,9. .

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 776,7. Das Umlaufvermögen ist auch durch eine Minderung der Vorräte um TEUR 404 auf TEUR 9.630,3 gekennzeichnet. Die Debitoren erhöhen sich um TEUR 168,1 auf TEUR 2.313,6, die sonstigen Vermögensgegenstände sind um rund TEUR 141,5 gesunken. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten beträgt zum 31.12. 2024 TEUR 2.104,0 (Vorjahr TEUR 2.550,6).

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, Rohertrag und Ergebnis haben sich wie erwartet entsprechend der Marktlage entwickelt. Die Finanzlage ist weiterhin durch eine sehr gute Eigenkapitalquote von 63,9 % gekennzeichnet. Die Aktivseite der Bilanz ist, wie für ein Handelsunternehmen typisch, bestimmt durch die Dominanz der Warenbestände.

5. Gesamtaussage

Die Vermögens- Finanz- und Ertragslage entwickelte sich im Berichtsjahr weiterhin stabil. Die Umsatz- und Ergebniserwartungen wurden für 2024 erreicht.

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2024 sind nicht eingetreten.

Prognose, Chancen und Risiken

Chancen und Risiken

Der oben dargestellte Marktverlauf lässt erkennen, dass wir uns mit einem Teil unseres Warenhandels in stark volatilen Märkten bewegen. Dieses stellt augenscheinlich ein Risiko dar. Mit einem seit vielen Jahren in unserem Agrarunternehmen lebendem umfangreichen Risikomanagement sind diese Märkte für uns beherrschbar:

• Gut ausgebildete Mitarbeiter, jedes Jahr wird ein Schulungsplan für alle Mitarbeiter mit festgelegten Schwerpunkten erstellt und umgesetzt;

• Kontraktengagement und Hedgegeschäfte an Warenterminbörsen;

• Umfangreiche Versicherungen gegen Unfälle, Gewährleistungsansprüche, allgemeines Betriebsrisiko, Forderungsausfälle sowie Lager- und Umweltrisiken,

• Gut ausgebaute interne und externe Kommunikation;

• Zertifizierungen: GMP+, Öko-Zertifikat, Nachhaltigkeit

• Umfangreiches ehrenamtliches Engagement im Berufsstand

• Mit einem Geschäftsführerwechsel zum Jahresbeginn 2025 hat sich die Geschäftsführung weiter verjüngt.

• Die jüngere Generation der Unternehmerfamilien ist mit Hanna Schmuck und ab April 2023 mit Tilman Schmuck im Unternehmen tätig.

Lippe Agrar nutzt die Warenterminbörsen Liffe, London, und CBOT, Chicago, um die Risiken der Produktpreisschwankungen auszuschließen. Börsenrisiken können nicht ausgeschlossen werden.

Mit einer ausgewogenen Markteinschätzung liegen in unserem Marktbereich gute Chancen zur positiven Unternehmensentwicklung.

Der Jahresabschluss ist von den Geschäftsführern und von Mitarbeitern der Buchhaltung erstellt worden. Der Jahresabschluss ist nach den Grundsätzen des Handels- und Steuerrechts aufgestellt. Der Jahresabschluss ist aus dem Vortrag der Vorjahresbilanz und den Buchungen des Geschäftsjahres entwickelt worden.

Prognosebericht

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft, im Agrarhandel und der nachgelagerten verarbeitenden Industrie wird sich unvermindert fortsetzen. Lippe Agrar wird dieser Entwicklung mit Kundennähe, unternehmerischem Engagement und einer marktorientierten Anpassung weiterhin Rechnung tragen.

Grundsätzlich werden die Handelsaktivitäten der Lippe Agrar durch unvorhersehbare Situation wie z. B. Corona nicht unmittelbar beeinflusst. Jedoch erleben wir an den Märkten verstärkte Preisschwankungen, die nur schwer vorhersehbar und kalkulierbar sind. Diese Preisschwankungen werden durch geopolitische Eingriffe weiter verstärkt, da die Unsicherheit über die weitere Entwicklung zunimmt.

Für das laufende Geschäftsjahr (2025) rechnet Lippe Agrar mit mengenmäßig leicht steigenden Umsätzen und einem rückläufigen aber zufrieden stellenden Ergebnis.

 

Lage, den 12. Mai 2025

Gez. Hanna Schmuck

gez. Klaus Schulze-Varnholt

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 2.559.009,33 2.503.973,94
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.265,68 9.169,71
II. Sachanlagen 2.125.307,15 2.076.367,73
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.242.846,71 1.291.826,79
2. technische Anlagen und Maschinen 640.876,49 537.721,39
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 222.642,75 228.358,35
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.941,20 18.461,20
III. Finanzanlagen 418.436,50 418.436,50
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.454,50 26.454,50
2. Sonstige Finanzanlagen 391.982,00 391.982,00
B. Umlaufvermögen 14.908.336,64 15.732.299,43
I. Vorräte 9.630.253,14 10.034.301,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.174.055,38 3.147.395,60
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.104.028,12 2.550.602,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.489,09 24.182,14
Summe Aktiva 17.483.835,06 18.260.455,51

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 11.177.290,50 10.763.712,75
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Gewinnvortrag 9.747.854,31 8.268.249,07
III. Jahresüberschuss 918.144,31 1.984.171,80
B. Rückstellungen 400.600,32 125.061,27
C. Verbindlichkeiten 5.905.944,24 7.371.681,49
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 621.580,00 729.700,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 621.580,00 729.700,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.019.219,76 1.538.087,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.019.219,76 1.538.087,29
3. sonstige Verbindlichkeiten 4.265.144,48 5.103.894,20
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.209.207,71 1.847.618,67
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 66.000,00 66.000,00
Summe Passiva 17.483.835,06 18.260.455,51

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 4.380.548,65 5.331.657,51
2. Personalaufwand 1.659.963,99 1.470.831,16
a) Löhne und Gehälter 1.361.098,98 1.208.711,84
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 298.865,01 262.119,32
davon für Altersversorgung 32.354,45 22.720,45
3. Abschreibungen 188.470,46 200.652,79
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 188.470,46 200.652,79
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.159.402,79 779.533,94
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 147.965,42 137.601,64
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 162.879,70 250.153,52
davon an verbundene Unternehmen 18.056,13 65.831,43
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 429.585,07 770.950,32
8. Ergebnis nach Steuern 928.212,06 1.997.137,42
9. sonstige Steuern 10.067,75 12.965,62
10. Jahresüberschuss 918.144,31 1.984.171,80

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 265 Abs. 1 Satz 2, § 266 ff. HGB).

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Lippe Agrar Handelsgesellschaft mbH
Firmensitz laut Registergericht: Lage
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Lemgo
Register-Nr.: HRB 2117

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Wert von mehr als 250,00 Euro aber nicht mehr als 800,00 Euro wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben. Immaterielle Vermögensgegenstände (Software) werden über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren, Technische Anlagen und Maschinen sowie Werkzeuge und übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung über 3 bis 19 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Sinkt der beizulegende Wert der Finanzanlagen zum Bilanzstichtag dauerhaft, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, zum richtigen Marktpreis bzw. mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert abzüglich erforderlicher Abschreibungen angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen neben den Einzelwertberichtigungen eine Pauschalwertberichtigung in ausreichender Höhe gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend des Zeitablaufes.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem nachstehenden Anlagespiegel.

Anlagenspiegel zum 31.12.2024

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2024
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
31.12.2024
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.858,43 13.210,00 0,00 0,00 74.068,43
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 60.858,43 13.210,00 0,00 0,00 74.068,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.499.832,06 0,00 0,00 0,00 1.499.832,06
2. technische Anlagen und Maschinen 887.222,52 158.024,86 0,00 0,00 1.045.247,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 696.118,35 71.792,01 54.273,39 0,00 713.636,97
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.461,20 480,00 0,00 0,00 18.941,20
Summe Sachanlagen 3.101.634,13 230.296,87 54.273,39 0,00 3.277.657,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 246.454,50 0,00 0,00 0,00 246.454,50
2. sonstige Ausleihungen 687.200,00 0,00 0,00 0,00 687.200,00
Summe Finanzanlagen 933.654,50 0,00 0,00 0,00 933.654,50
Summe Anlagevermögen 4.096.147,06 243.506,87 54.273,39 0,00 4.285.380,54
Abschreibungen
01.01.2024
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
31.12.2024
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.688,72 7.114,03 0,00 0,00 58.802,75
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 51.688,72 7.114,03 0,00 0,00 58.802,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 208.005,27 48.980,08 0,00 0,00 256.985,35
2. technische Anlagen und Maschinen 349.501,13 54.869,76 0,00 0,00 404.370,89
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 467.760,00 77.506,59 54.272,37 0,00 490.994,22
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.025.266,40 181.356,43 54.272,37 0,00 1.152.350,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 220.000,00 0,00 0,00 0,00 220.000,00
2. sonstige Ausleihungen 295.218,00 0,00 0,00 0,00 295.218,00
Summe Finanzanlagen 515.218,00 0,00 0,00 0,00 515.218,00
Summe Anlagevermögen 1.592.173,12 188.470,46 54.272,37 0,00 1.726.371,21
Buchwerte
31.12.2024
Euro
31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.265,68 9.169,71
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 15.265,68 9.169,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.242.846,71 1.291.826,79
2. technische Anlagen und Maschinen 640.876,49 537.721,39
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 222.642,75 228.358,35
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.941,20 18.461,20
Summe Sachanlagen 2.125.307,15 2.076.367,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.454,50 26.454,50
2. sonstige Ausleihungen 391.982,00 391.982,00
Summe Finanzanlagen 418.436,50 418.436,50
Summe Anlagevermögen 2.559.009,33 2.503.973,94

Finanzlage

Die Lippe Agrar Handelsgesellschaft mbH hält eine 100 %-Beteiligung an der U.L.L.A. GmbH Agrar-Logistik mit Sitz in Lage, vormals Lemgo. Das Jahresergebnis der Gesellschaft gemäß dem letzten vorliegenden Jahresabschluss 2023 beträgt -58,7 TEuro. Das Eigenkapital der U.L.L.A. GmbH Agrar-Logistik beträgt zum 31. Dezember 2023 3.535,2 TEuro.

Eine weitere Beteiligung betrifft die Beteiligung an der Ölmühle Minden GmbH mit Sitz in Lage, vormals Lemgo, die am 1. Dezember 2005 gegründet wurde. Die Höhe der Beteiligung beträgt 100 %. Der Jahresüberschuss der Gesellschaft betrug zum 30. Juni 2024 393,1 TEuro. Das Eigenkapital der Ölmühle Minden GmbH beträgt zum 30. Juni 2024 1.602,3 TEuro. An der Beteiligung besteht ein Unterbeteiligungsverhältnis der Raiffeisen Lippe-Weser AG, Lage.

In 2014 wurde eine weitere Beteiligung gegründet. Dabei handelt es sich um die 7SILO AGRAR S.R.L. mit Sitz in Iernut, Rumänien. Die Höhe der Beteiligung beträgt 100 %. Das Stammkapital ist mit 25,0 TEuro voll eingezahlt. In 2023 wurde die Beteiligung an der 7SILO AGRAR S.R.L. vollständig veräußert.

In 2019 kam eine weitere Beteiligung an der Hassel AGRAR GmbH mit Sitz in Lage, die am 29. Mai 2019 gegründet wurde, hinzu. Die Höhe der Beteiligung beträgt 50 %. Das anteilige Stammkapital in Höhe von 500,0 TEuro wurde in voller Höhe eingezahlt. Am 28. Dezember 2021 wurden die verbleibenden 50 % der Anteile von der Lippe Agrar Handelsgesellschaft mbH übernommen. Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft des Abschlusses vom 31.12.2021 beträgt 36,1 TEuro und das Eigenkapital 916,2 TEuro. Mit Vertrag vom 30. Dezember 2021 wurde die Hassel AGRAR GmbH auf die Lippe Agrar Handelsgesellschaft mbH zum 1. Januar 2022 verschmolzen.

In 2024 hat sich kein Zuschreibungs- oder Abwertungsbedarf ergeben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von 5,0 TEuro (Vorjahr: 5,0 TEuro) enthalten, deren Restlaufzeit mehr als 1 Jahr beträgt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalkosten, Abschluss- und Prüfungskosten sowie Rückstellungen für Tantiemen und Berufsgenossenschaft.

Verbindlichkeitenspiegel

Laufzeit
Art der Verbindlichkeit bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > als 5 Jahre
31.12.2024
Euro
31.12.2023
Euro
31.12.2024
Euro
31.12.2023
Euro
31.12.2024
Euro
31.12.2023
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 108.120,0 108.120,00 432.480,00 432.480,00 80.980,00 189.100,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 871.467,7 1.387.262,3 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.019.219,8 1.538.087,3 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten * 3.357.886,4 3.665.502,8 35.790,34 51.129,11 0,00 0,00
Summe 5.356.693,90 6.698.972,41 468.270,34 483.609,11 80.980,00 189.100,00
* davon aus Steuern 36.106,87 149.357,49
* davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 23.087,32
* davon gegenüber Gesellschaftern 2.689.936,77 2.890.275,53
Art der Verbindlichkeit Summe Sicherung **
31.12.2024
Euro
31.12.2023
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 621.580,0 729.700,0 1 und 2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 871.467,7 1.387.262,3 3
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.019.219,8 1.538.087,3
Sonstige Verbindlichkeiten * 3.393.676,7 3.716.631,9
Summe 5.905.944,24 7.371.681,49
* davon aus Steuern
* davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
* davon gegenüber Gesellschaftern

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

1 = Sicherungsübereignung von Anlagevermögen

2 = Globalzession von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

3 = Eigentumsvorbehalt

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Zum Bilanzstichtag bestanden keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten 11,9 TEuro (Vorjahr: 4,6 TEuro) aus verbundenen Unternehmen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten 18,1 TEuro (Vorjahr: 65,8 TEuro) aus verbundenen Unternehmen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Posten beinhaltet Ertragsteuern in Höhe von 429,6 TEuro (Vorjahr: 771,0 TEuro).

Sonstige Angaben

Eventualverbindlichkeiten

Es bestehen Bürgschaften für Verbindlichkeiten der Ölmühle Minden GmbH zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.300,0 TEuro (Vorjahr: 1.300,0 TEuro).

Es bestehen Bürgschaften für Verbindlichkeiten der U.L.L.A. GmbH Agrar Logistik zum Bilanzstichtag in Höhe von 2.540,0 TEuro (Vorjahr: 2.540,0 TEuro).

Es bestehen Grundpfandrechte für Grundstücke und Immobilien der U.L.L.A GmbH Agrar Logistik in Höhe von 5.453,5 TEuro (Vorjahr: 5.453,5 TEuro).

D urchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen (jeweils ohne Auszubildende) waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2024 2023
Angestellte 16 14
Arbeiter 9 9
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 25 23

Namen der Geschäftsführer

Herr Klaus Schulze-Varnholt, Kaufmann, und Herr Andreas Schmuck, Kaufmann, sind zu einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführern bestellt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Herr Andreas Schmuck wurde zum 31. Dezember 2024 als Geschäftsführer abbestellt.

Frau Hanna Schmuck, Kauffrau, wurde ab dem 1. Januar 2025 als Geschäftsführerin bestellt. Frau Schmuck ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der im Geschäftsjahr an die Geschäftsführer gezahlten Gesamtbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 918.144,31 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Lage, 12. Mai 2025

gez. Hanna Schmuck

gez. Klaus Schulze-Varnholt

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.06.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Lippe Agrar Handelsgesellschaft mbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lippe Agrar Handelsgesellschaft mbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lippe Agrar Handelsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Detmold, 12. Mai 2025

HWP Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jochen Mischer, Wirtschaftsprüfer

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