SIT Antriebselemente GmbH

Rieseler Feld 9, 33034 Brakel, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 4820
Eingetragen
5.7.2002
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Der Ein-, Verkauf und Handel von Antriebselementen und Maschinenteilen aller Art. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte vornehmen, die geeignet sind, den in Absatz 1 umschriebenen Gesellschaftszweck zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Reifer
seit 18.4.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
S.I.T. Società Italiana Transmissioni S.p.A.ITA
74.00%
MH Beteiligungs-GbR
26.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

S.I.T. Società Italiana Transmissioni S.p.A.
Italy
81.400 €
74.00%
MH Beteiligungs-GbR
Germany
28.600 €
26.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SIT Antriebselemente GmbH

Brakel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftstätigkeit

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der SIT Antriebselemente GmbH ist die Fertigung, Bearbeitung und der Handel von Antriebselementen für die Antriebs- und Fördertechnik. Das Produktprogramm umfasst insbesondere:

• Zahnriemenantriebe

• Poly-V Riemenantriebe

• Wellennabenverbindungen

• Wellenkupplungen

• kundenspezifische Systemlösungen im Bereich der Antriebstechnik

Der Vertrieb erfolgt deutschlandweit und schließt die angrenzenden Nachbarländer punktuell mit ein.

2. Forschung und Entwicklung

Durch die gute Vernetzung mit den technischen Abteilungen der Mitgliedsgesellschaften der SIT-Italiengruppe ist kein gesonderter Forschungsaufwand gegeben. Neuentwicklungen werden gemeinsam entwickelt und in den Markt eingeführt. Der Maschinenpark am Produktionsstandort Brakel wird nach neuesten technologischen Fertigungsmöglichkeiten geführt und stets vergrößert.

3. Konjunkturelle Rahmenbedingungen

2023 ist laut dem Chefvolkswirt Ralph Wiechers vom Verband Deutsche Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) für die Branche ein schwieriges Jahr mit durchwachsendem Ergebnis gewesen. Laut Wiechers sei der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent zurückgegangen. Er begründet den Auftragsrückgang damit, dass es auf den großen Absatzmärkten in Europa, den USA und China an Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung fehle. Trotz einer weltweit insgesamt schwachen Nachfrage nach Maschinen, höheren Zinsen und steigenden Lohnkosten sei die Lage noch nicht bedrohlich, da viele Unternehmen noch ältere Auftragsbestände aus den Vorjahren abarbeiten würden und die Branche an eine konjunkturell schwankende Lage gewohnt sei.

Laut dem VDMA-Konjunkturexperten, Olaf Wortmann, sei die in 2023 gestiegene Kurzarbeit ein Problem für viele Unternehmen. Die Unternehmen versuchen trotz teilweise schwieriger Auftragslage Ihre Stammbelegschaft aufgrund des Fachkräftemangels und der demografischen Entwicklung zu halten.

Die Lieferkettenengpässe haben sich laut dem Präsidenten des VDMA, Karl Haeusgen, im Vergleich zum Vorjahr reduziert.

Die SIT Antriebselemente GmbH ist vom Maschinen- und Anlagenbau als dessen Zulieferer und vom technischen Handel abhängig. Die Gesellschaft entwickelte sich auch in 2023 weiter positiv.

II. Wirtschaftsbericht

1. Ertragslage

Die Geschäftsführung ist mit der Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 unter Berücksichtigung der konjunkturellen Rahmenbedingungen zufrieden.

Das Rohergebnis stieg um 308,87 TEUR (+3,11 %) im Vergleich zum Vorjahr.Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 154,58 TEUR (+2,75 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen bezogen auf die allgemeinen Kostensteigerungen um 126,77 TEUR (+6,73 %).

Der Jahresüberschuss verringerte sich von 1.536,3 TEUR um 3,28 TEUR auf 1.533,01 TEUR, was einer Minderung gegenüber dem Vorjahr von 0,21 % entspricht. Die Gesellschaft hat dementsprechend ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielt.

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr von 13.052,0 TEUR um 440,78 TEUR (-3,38 %) gegenüber dem Vorjahr auf 12.611,27 TEUR verringert. Hierbei hat sich das Anlagevermögen um 12,16 TEUR (-0,78 %) gemindert. Die Vorräte verringerten sich von 7.823,74 TEUR um 350,58 TEUR (-4,48 %) auf 7.473,16 TEUR und betrugen damit 59,26 % der Bilanzsumme. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind von 1.676,9 TEUR um 193,44 TEUR (-11,54 %) auf 1.483,42 TEUR gesunken.

3. Finanzlage

Insgesamt hat sich die Vermögenslage der Gesellschaft leicht verbessert. Die erzielten Gewinne der Geschäftsjahre gehen regelmäßig in die weitere Stärkung des Eigenkapitals. So konnte die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr von 50,6 % auf 62,0 % gesteigert werden. Investitionen werden durch Eigenmittel und langfristige Bankdarlehen finanziert. Die Darlehen wurden im Berichtsjahr planmäßig getilgt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von 2.171,8 TEUR um 394,87 TEUR (-18,18 %) auf 1.776,9 TEUR reduziert worden. Die Vermögenslage wird als zufriedenstellend angesehen. Die Gesellschaft befindet sich in einer guten und soliden Verfassung.

Die Liquidität des Unternehmens ist zufriedenstellend. Aufgrund eines aktiven Liquiditätsmanagements sind keine Engpässe zu erwarten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Ziele unter Skontoabzug bezahlt. Mittels eines internen Überwachungssystems ist der Finanzbedarf jederzeit abrufbar und es kann ggf. auf ungenutzte Finanzierungslinien der Kreditinstitute zurückgegriffen werden. Die Gesellschaft wird auch zukünftig jederzeit in der Lage sein, ihre Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu begleichen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: Umsatzentwicklung, Entwicklung des Rohergebnisses und dem Jahresüberschuss. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohergebnis, Rohergebnis pro Mitarbeiter und den Cashflow heran. Das Rohergebnis pro Mitarbeiter beträgt 93,64 TEUR p.a. und ist damit um 2,54 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das Rohergebnis ist, wie bereits unter dem Punkt Ertragslage erläutert, im Vergleich zum Vorjahr um 3,11 % auf 10.254.081,91 TEUR gestiegen. Der Cashflow (Jahresüberschuss plus Abschreibungen) konnte von 1.725,5 TEUR im Vorjahr auf 1.756,65 TEUR gesteigert werden (+1,77 %).

5. Gesamtaussage

Die SIT Antriebselemente GmbH konnte das Berichtsjahr erfolgreich abschließen. Insgesamt war das Geschäftsjahr 2023 für uns zufriedenstellend.

Unsere Vermögens-, Finanz und Ertragslage schätzen wir insgesamt als gut ein.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und den Warenbestand gedeckt. In 2023 haben wir vorsichtig mit einer weiterhin positiven Entwicklung unseres Unternehmens kalkuliert. Diese haben wir erreicht.

III. Chancen- und Risikobericht

Unsere Gesellschaft betreibt ein kontinuierliches Risikomanagement, um frühzeitig Risiken zu erkennen. Wesentliche Risiken, die die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft signifikant beeinträchtigen können, sind derzeit im Wesentlichen in Folge der Ukrainekrise erwachsen, deren weitere Auswirkungen auf Energiepreise und IT-Sicherheit zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilt werden können.

Gegenstand unseres Risikomanagements sind insbesondere die folgenden Teilbereiche:

• Absatzrisiken

Um Absatzrisiken frühzeitig zu erkennen, betreibt unser Unternehmen ein kontinuierliches Customer-Relationship-Management-System (CRM).

Liquiditätsrisiken

Um Liquiditätsrisiken zu vermeiden bzw. zu minimieren, führen wir ein permanentes Liquiditätscontrolling durch. Denkbar sind außerdem Ausfallrisiken hinsichtlich offener Forderungen an unsere Kunden. Kreditrisiken, die sich aus Zahlungsausfällen, -verzögerungen oder übrigen Schwierigkeiten beim Einzug von Forderungen ergeben können, werden durch ein effektives Forderungsmanagement minimiert.

• IT-Risiken

Die wachsende Komplexität des Planungs- und Produktionsprozesses führt zu einem Einsatz immer komplexerer IT-Systeme. Ein vorübergehender Systemausfall, Datenverluste oder Datenkorruption könnten zu signifikanten Störungen der Geschäftstätigkeit führen. Daher überwachen und optimieren wir unsere IT-Systeme laufend unter Anwendung der modernsten It-Sicherheitstechnologien auf dem Markt.

Rechtliche Risiken

Um möglichen Risiken zu begegnen, die aus den unterschiedlichsten Vorschriften und Gesetzen entstehen können, stützen wir unsere Entscheidungen bedarfsweise auf rechtliche Beratung. Im Bereich der rechtlichen Risiken ist aktuell kein wesentlicher Sachverhalt bekannt.

Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Wir verfügen über einen solventen Kundenstamm, über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts sind neben den Konsequenzen aus dem Ukrainekrieg sowie den hiermit verbundenen Auswirkungen auf die Energiepreise und IT-Sicherheit keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.

Chancen sehen wir in dem hohen Qualitätsstand unserer Produkte und dem hohen Ausbildungsniveau unserer Mitarbeiter. Positiv sehen wir ebenfalls die Zugehörigkeit zur SIT-Unternehmensgruppe, durch die wir auch zukünftig in einem von marktkonzentrationsgeprägten Umfeld selbstbewusst auftreten können.

IV. Prognosebericht

Der VDMA prognostiziert für 2024 einen preisbereinigten (realen) Produktionswert im Maschinenbau von -4 Prozent. Laut Karl Haeusgen befinde sich die Branche in einem konjunkturellem Tal von üblichem Ausmaß und nicht in einer Krise. Die Auswirkungen aus der wirtschaftlichen Depression können laut dem Präsidenten durch Gleitzeitarbeit und Kurzarbeit in den Unternehmen abgemildet werden.

Um die Industrie zu stärken sei laut Hauesgen eine industriefreundliche, langfristig verlässliche Standortpolitik in der EU erforderlich. Auch die politische Rechtsentwicklung sowie die sozialen und Umweltbelange sieht er als Gefahr für die Entwicklung der Branche.

Im Februar 2024 lagen die Auftragseingänge im Maschinen- und Anlagenbau um 10% unter dem Vorjahresniveau. Laut dem VDMA-Chefsvolkswirt, Herrn Dr. Ralph Wiechers, setzen die Konjunkturforscher auf eine Trendwende im zweiten Halbjahr 2024. Diese sieht Wiechers aber nicht für die Branche des Maschinen- und Anlagenbaus. Er ist der Auffassung, dass die Branche ein Spätzykliker sei und es noch eine Weile dauern wird, bis die Auftragsflaute ende. Als positiv stuft er das Sinken der Inflationsraten ein.

Trotz der genannten Unsicherheiten und Probleme kalkulieren wir für das I. Halbjahr 2024 weiter mit einer guten Entwicklung des Rohergebnisses. Für das II. Halbjahr prognostizieren wir ein niedrigeres aber stabiles Ergebnis.

Für das folgende Geschäftsjahr rechnen wir weiterhin mit einer vorsichtig positiven Entwicklung unseres Unternehmens.

 

Brakel, den 12. April 2024

SIT Antriebselemente GmbH

gez. Christian Reifer, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.546.843,01 1.559.001,51
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 64.575,50 72.731,50
1. Geschäfts- oder Firmenwert 64.567,50 72.723,50
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 8,00 8,00
II. Sachanlagen 1.474.267,51 1.478.270,01
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 821.313,51 856.119,01
2. technische Anlagen und Maschinen 294.561,50 353.718,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 358.392,50 268.432,50
III. Finanzanlagen 8.000,00 8.000,00
B. Umlaufvermögen 11.051.414,86 11.471.036,21
I. Vorräte 7.473.162,67 7.823.743,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.483.422,18 1.676.863,22
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 332.248,52 405.062,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 261.000,00 330.600,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.151.173,66 1.271.800,93
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.094.830,01 1.970.429,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.008,72 22.004,67
Summe Aktiva 12.611.266,59 13.052.042,39

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.813.427,34 6.600.418,75
I. Gezeichnetes Kapital 110.000,00 110.000,00
II. Bilanzgewinn 7.703.427,34 6.490.418,75
davon Gewinnvortrag 6.170.418,75 4.954.137,24
B. Rückstellungen 131.967,22 277.592,88
C. Verbindlichkeiten 4.665.872,03 6.174.030,76
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.776.896,00 2.171.764,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 394.868,00 394.868,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.382.028,00 1.776.896,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.465.295,99 3.257.669,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.465.295,99 3.257.669,86
3. sonstige Verbindlichkeiten 423.680,04 744.596,90
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 423.680,04 744.596,90
Summe Passiva 12.611.266,59 13.052.042,39

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.254.081,91 9.945.207,45
2. Personalaufwand 5.786.028,07 5.631.443,65
a) Löhne und Gehälter 4.879.818,44 4.738.874,13
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 906.209,63 892.569,52
davon für Altersversorgung 13.141,15 13.083,59
3. Abschreibungen 223.637,28 189.266,92
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 223.637,28 189.266,92
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.009.803,68 1.883.037,20
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.237,54 6.731,42
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 31.122,18 36.736,58
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 671.232,24 669.394,41
8. Ergebnis nach Steuern 1.538.496,00 1.542.060,11
9. sonstige Steuern 5.487,41 5.778,60
10. Jahresüberschuss 1.533.008,59 1.536.281,51
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.170.418,75 4.954.137,24
12. Bilanzgewinn 7.703.427,34 6.490.418,75

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die SIT Antriebselemente GmbH hat ihren Sitz in Brakel. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn unter HRB 4820 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen gem. der §§ 264 ff. HGB in der aktuellen Fassung sowie der Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Absatz 1 Satz 2, 266 ff. HGB).

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 3 HGB). Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwirt wird entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Diese Nutzungsdauerschätzung ist durch die Laufzeit wichtiger Absatzverträge des erworbenen Unternehmens begründet. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800 € wurden aus Vereinfachungsgründen analog § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 Absatz 1 Satz 1 HGB).

Die Vorräte, bestehend aus Handelswaren, werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu den jeweils niedrigeren Marktpreisen bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Absatz 4 HGB).

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 Absatz 2 HGB). Fremdkapitalzinsen wurden ausdrücklich nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt.

Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Absatz 1 HGB).

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Absatz 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Absatz 2 Satz 1 HGB).

Der Gewinnvortrag des Vorjahres beträgt 6.170.418,75 € (§ 268 Absatz 1 Satz 3 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Absatz 1 Satz 2 HGB).

IV. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist unter Angabe der Abschreibungendes Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 254.007,88 € (Vorjahr: 84.166,90 €).

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEuro kleiner 1 J.
TEuro
größer 1 J.
TEuro
gegenüber Kreditinstituten 1.776,9 394,9 1.382,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 2.465,3 2.465,3 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 423,7 423,7 0,0
Summe 4.665,9 3.283,9 1.382,0

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich gleichzeitig um Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter in Höhe von 1.591.326,16 € (Vorjahr: 2.364.577,78 €).

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren entfallen vollständig auf Kreditinstitute und betragen 1.382.028,00 € (Vorjahr: 1.184.604,00 €), die mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren entfallen vollständig auf Kreditinstitute und betragen 0,00 € (Vorjahr: 592.292,00 €).

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von 1.776.896,00 € durch Grundschulden gesichert, dieser Betrag entfällt in voller Höhe auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Absatz 2 HGB) aufgestellt.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den bisherigen Gewinnvortrag und den sich für das Geschäftsjahr ergebenden Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Sonstige Pflichtangaben

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 108 (Vorjahr: 109) Arbeitnehmer beschäftigt. Geschäftsführer und Auszubildende wurden nicht berücksichtigt (§ 285 Nr. 7 HGB).

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens - unverändert - geführt durch Herrn Christian Reifer, strategische und operative Unternehmensleitung.

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Die Schutzklausel gem. § 286 Absatz 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Die SIT Antriebselemente GmbH wurde in den Konzernabschluss der SIT S.p.A. (Italien, Bergamo) einbezogen (größter Konsolidierungskreis), der offengelegte Konzernabschluss ist über das italienische Handelsregister erhältlich.

Von den Erleichterungen der §§ 274a, 266, 267a, 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Zu den zukunftsbezogenen Auswirkungen des Ukrainekriegs, der Inflation und der Lieferkettenprobleme auf die Gesellschaft verweisen wir auf die Ausführungen im Prognosebericht des Lageberichts.

 

Brakel, den 12. April 2024

SIT Antriebselemente GmbH

gez. Christian Reifer, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.821,25 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 206.826,42 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 309.647,67 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.124.726,97 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 841.607,91 25.168,13 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 621.885,65 186.310,65 0,00
Summe Sachanlagen 2.588.220,53 211.478,78 0,00
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 8.000,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 8.000,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.905.868,20 211.478,78 0,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 102.821,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 206.826,42
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 309.647,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.124.726,97
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 866.776,04
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 808.196,30
Summe Sachanlagen 0,00 2.799.699,31
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 8.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 8.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 3.117.346,98
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.813,25 0,00 0,00 0,00 102.813,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 134.102,92 8.156,00 0,00 0,00 142.258,92
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 236.916,17 8.156,00 0,00 0,00 245.072,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 268.607,96 34.805,50 0,00 0,00 303.413,46
2. technische Anlagen und Maschinen 487.889,41 84.325,13 0,00 0,00 572.214,54
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 353.453,15 96.350,65 0,00 0,00 449.803,80
Summe Sachanlagen 1.109.950,52 215.481,28 0,00 0,00 1.325.431,80
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.346.866,69 223.637,28 0,00 0,00 1.570.503,97
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 8,00 8,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 64.567,50 72.723,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 64.575,50 72.731,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 821.313,51 856.119,01
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 294.561,50 353.718,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 358.392,50 268.432,50
Summe Sachanlagen 0,00 1.474.267,51 1.478.270,01
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 8.000,00 8.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 8.000,00 8.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.546.843,01 1.559.001,51

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SIT Antriebselemente GmbH, Brakel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SIT Antriebselemente GmbH, Brakel, - bestehend aus der Bi lanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SIT Antriebselemente GmbH, Brakel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fä- higkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, 31. Mai 2024

audit OWL GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Philipp Kaup, Wirtschaftsprüfer

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