ProSiebenSat.1 Media SE
Selbe AdresseHörfunkveranstalter und Verbreitung von Audioinhalten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Port seit 18.5.2020 | Geschäftsführer |
Stefan Zant seit 13.6.2016 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Seven.One Sports GmbH (vormals: ProSiebenSat.1 Sports GmbH)UnterföhringJahresabschluss zum 31.12.2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020der Seven.One Sports GmbH, UnterföhringGrundlagenRechtliche und organisatorische GesellschaftsstrukturDie Seven.One Sports GmbH (nachfolgend auch als "7.1Sports" bezeichnet) firmierte bis zum 14. September 2020 als ProSiebenSat.1 Sports GmbH. Mit Wirkung vom 28. September 2020, dem Tag der Eintragung ins Handelsregister, lautet die neue Firma Seven.One Sports GmbH. Im Zuge der Verschmelzung durch Aufnahme des Gesellschafters ProSiebenSat.1 Entertainment GmbH (HRB 109376 des Amtsgerichtes München), Unterföhring, zum 21. April 2020, ist die Seven.One Entertainment Group GmbH (HRB 168016 des Amtsgerichtes München), Unterföhring, der neue Gesellschafter der Gesellschaft. Die 7.1Sports ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Registernummer HRB 226328 eingetragen und ist zum 31. Dezember 2020 eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Seven.One Entertainment Group GmbH, Unterföhring. Kurzporträt der Seven.One Sports GmbHDie Geschäftstätigkeit der 7.1Sports umfasst die Bereiche Digital Sports, Sports Products und Sports Events. Der Bereich Digital Sports besteht aus der Multimediaplattform ran.de und dem Pay-TV Angebot ran FIGHTING, sowie der Beteiligung an der DOSB New Media GmbH, Unterföhring, die den Online-Sportsender Sportdeutschland.TV betreibt, und der eSports.com GSA GmbH, Unterföhring. Der Bereich Sports Products beinhaltet die Produktion von exklusiven Sportprodukten, vor allem für die konzerneigenen TV-Sender. Im Bereich Sports Events organisiert und vermarktet die Tochter MMP Event GmbH, Köln, bekannte Sport-Events, wie beispielsweise die BMW Open oder verschiedene Marathonläufe. Die Seven.One Sports GmbH und ihre oben dargestellten Tochterunternehmen werden als vollkonsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE einbezogen und sind somit Bestandteil des ProSiebenSat.1 Konzerns (nachfolgend als "Konzern" bzw. "Group" bezeichnet). Wesentliche Maßnahmen im Geschäftsjahr 2020Im Geschäftsjahr 2020 verfolgte das Management weiterhin das Ziel organisch durch die Verzahnung und Weiterentwicklung der Geschäftsbereiche zu wachsen. Das Management hat in 2020 zudem eine Bereinigung des Produkt-Portfolios gestartet und den Ausstieg aus dem Bereich Athlete Management und dem Pay-TV Angebot ran FIGHTING beschlossen. Für die 7.1Sports wesentliche Sportrechte konnten in 2020 langfristig verlängert und neue Sportrechte lizensiert werden. Planungs- und SteuerungssystemDas kennzahlenbasierte Steuerungssystem der ProSiebenSat.1 Group bildet die Grundlage für alle wirtschaftlichen und strategischen Entscheidungen der Seven.One Sports GmbH. Die unternehmensspezifischen Leistungsindikatoren ergeben sich aus der Konzernstrategie und umfassen sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Aspekte. Ihre Planung und Steuerung erfolgt zentral über den Vorstand der ProSiebenSat.1 Media SE. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird durch die Überwachung der Kennzahlen auf Basis regelmäßig aktualisierter Daten ergänzt. Dazu zählt auch die Beurteilung von Entwicklungen im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements. 7.1Sports ist in das übergeordnete Steuerungssystem der ProSiebenSat.1 Media SE einbezogen. Unternehmensinternes SteuerungssystemDas interne Steuerungssystem der ProSiebenSat.1 Media SE bzw. der 7.1Sports besteht im Wesentlichen aus den folgenden Komponenten:
Kennzahlenbasiertes SteuerungssystemZentrale finanzielle Steuerungsgrößen sind die Umsatzerlöse und das adjusted EBITDA, die auf Grundlage der IFRS Finanzinformationen der Gesellschaft ermittelt werden. Die Ertragskennzahl adjusted EBITDA steht für das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Wesentliche Sondereffekte, wie im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen stehende Kosten, Reorganisationen und Rechtsstreitigkeiten, werden nicht berücksichtigt, sodass diese Kennzahl für das Management der 7.1 Sports, die Geschäftsführung der Seven.One Entertainment Group GmbH und den Konzernvorstand zur Beurteilung der operativen Ertragskraft dient. Es ist daher ein wichtiger Indikator zur Beurteilung der Geschäftsentwicklung der 7.1Sports. Zuschauermarktanteile der Sport Formate dienen als Richtwert für die Kalkulation von Werbezeitenpreisen und die Attraktivität eines Sport Formats, da sie aussagen, wie viele potenzielle Kunden eine Sendung erreicht. Ziel ist es Sport Formate mit mittel- bis langfristig hohen Zuschauermarktanteilen zu produzieren und gleichzeitig den Deckungsbeitrag für die gesamte Seven.One Entertainment Group zu maximieren. Als nichtfinanzieller Leistungsindikator wird die digitale Reichweitenkennzahl als KPI zur Vermarktung und Relevanz unserer digitalen Geschäftsmodelle herangezogen. Die digitale Reichweite wird anhand der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) definierten Kennzahl gemessen. Es ist daher ein Indikator zur Beurteilung der Entwicklung des digitalen Geschäftsbereichs der 7.1Sports. Operative und strategische PlanungSteuerung und Planung greifen bei der ProSiebenSat.1 Group eng ineinander. So werden im Rahmen der Planung Soll-Größen definiert und für verschiedene zeitliche Perioden festgelegt. Im Fokus stehen die zuvor erläuterten Leistungsindikatoren. Die unterschiedlichen Ebenen des Planungsprozesses bauen aufeinander auf und sind mit unserem Risikomanagement verknüpft. Der Aufsichtsrat wird zudem vom Vorstand - sowohl innerhalb als auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen - regelmäßig über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance unterrichtet.
Wirtschaftliche und branchenspezifische RahmenbedingungenWirtschaftliches UmfeldDas Jahr 2020 war maßgeblich durch die weltweite Ausbreitung des Coronavirus bestimmt. Die Pandemie stellte und stellt nicht nur Gesundheitssysteme und Gesellschaften vor höchste Herausforderungen, sondern auch die gesamte Weltwirtschaft. Aufgrund der Beschränkungen des öffentlichen Lebens und des Einzelhandels wird sie nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds 2020 real um 3,5 Prozent schrumpfen. In der Euro-Zone ist sogar mit einem Rückgang von 7,2 Prozent zu rechnen. Auch für die Vereinigten Staaten als eine der größten Volkswirtschaften der Welt wird für das Jahr 2020 mit einem Rückgang um 3,4 Prozent gerechnet. Der Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland betrug laut aktueller Prognose des Statistischen Bundesamts (Destatis) 5 Prozent. In Deutschland traten die ersten Infektionsfälle durch das neuartige Coronavirus Ende Januar 2020 auf. Die schnell ansteigenden Fallzahlen führten ab Mitte März bis Anfang Mai zu einer Phase flächendeckender Lockdown-Maßnahmen mit erheblichen Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens. Zur Bewältigung der COVID-19-Auswirkungen verabschiedete die Bundesregierung ein umfangreiches Konjunkturpaket, das unter anderem eine zeitweise Senkung des Mehrwertsteuersatzes und Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen vorsah. Zudem kamen weitreichende Kurzarbeitsregelungen zum Einsatz. Vor dem Hintergrund dieser politischen Maßnahmen verlief die erste Phase der COVID-19-Pandemie in Deutschland wie auch in Österreich und der Schweiz, und damit in den Kernmärkten der ProSiebenSat.1 Group, vergleichsweise milde. Dennoch sind die Auswirkungen tiefgreifend: Bereits im ersten Quartal 2020 sank das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Vorquartalsvergleich real um 2,0 Prozent, im zweiten Quartal sogar um 9,7 Prozent. Ursache hierfür ist zum einen die Abhängigkeit von der Entwicklung der Weltwirtschaft, die ebenfalls stark von den COVID-19-Auswirkungen betroffen ist. Zum anderen belasteten die umfassenden Einschränkungen vor allem den privaten Konsum, der in den Vorjahren die zentrale Stütze der deutschen Konjunktur darstellte (Q1: - 2,3 %, Q2: - 11,1 % jeweils gegenüber Vorquartal). Mit dem Ende der rigiden Lockdown-Regelungen und stabilen bzw. niedrigeren Fallzahlen im In- und benachbarten Ausland sowie China kam es im dritten Quartal 2020 zu einer schnellen und unerwartet deutlichen Erholung der Wirtschaftsaktivitäten in Deutschland. Im Vergleich zum zweiten Quartal erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt real um 8,5 Prozent. Starke Nachholeffekte zeigten sich insbesondere beim privaten Konsum (+10,8 %), den Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen (+16,0 %) sowie den Exporten (+18,1 %). Zu Beginn des Herbstes schien sich die Erholung der deutschen Wirtschaft in einem gemäßigteren Tempo zunächst weiter fortzusetzen: Im September und Oktober tendierten Auftragseingänge, Industrieproduktion und Exporte weiter aufwärts, der ifo-Geschäftsklimaindex stabilisierte sich bei über 90 Punkten. Der deutsche Einzelhandel verzeichnete dank hoher E-Commerce-Umsätze von Januar bis November sogar ein reales Wachstum von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit den sinkenden Temperaturen breitete sich jedoch in ganz Europa eine zweite COVID-19-Welle mit deutlich ansteigenden Infektionszahlen aus. Ab dem 16. Dezember verhängte die Bundesregierung daher erneut einen strengen Lockdown. Allerdings hinterließen - entgegen ursprünglicher Befürchtungen - die erneuten COVID-19-Schutzmaßnahmen im vierten Quartal deutlich geringere Spuren als im Frühjahr. Warenexporte sowie weniger betroffene Wirtschaftsbereiche wie die Bauwirtschaft erholten sich weiter. Im Vorquartalsvergleich dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Schlussquartal nahezu stagniert haben. ENTWICKLUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS IN DEUTSCHLAND in Prozent, Veränderung gegen über Vorquartal
Verkettet, preis-, saison- und kalenderbereinigt. p: Prognose. Quelle: Destatis, ifo Konjunkturprogramm Winter 2020 vom 16.12.2O2O. Entwicklung des TV- und Online-WerbemarktesDie konjunkturellen Unsicherheiten und Beschränkungen des öffentlichen und sozialen Lebens durch die COVID-19-Pandemie haben auch das Investitionsverhalten der Werbekunden geprägt, vor allem im zweiten Quartal 2020. Mit Lockerung der Beschränkungen angesichts sinkender Infektionszahlen erholte sich die Konjunktur im Sommerhalbjahr und die Investitionsneigung verbesserte sich. Dies zeigen auch die Daten für den deutschen TV- und Online-Werbemarkt: Laut Nielsen Media Research sind die Investitionen in TV-Werbung im Jahr 2020 um 1,8 Prozent auf 16,01 Mrd Euro gesunken (Vorjahr: 16,31 Mrd Euro); besonders hoch waren die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie im zweiten Quartal (- 18,1 %). Als Reaktion auf die unerwartet deutliche Konjunkturerholung im dritten Quartal erhöhten sich die Brutto-TV-Werbeinvestitionen im Jahresendquartal um 6,7 Prozent auf 5,87 Mrd Euro (Vorjahr: 5,50 Mrd Euro). Dabei ist die ProSiebenSat.1 Group Marktführer im deutschen TV-Werbemarkt und erwirtschaftete laut Nielsen Media Research 2020 TV-Werbeeinnahmen von 6,09 Mrd Euro brutto (Vorjahr: 6,36 Mrd Euro). Daraus resultierte ein Marktanteil von 38,0 Prozent (Vorjahr: 39,0 %). Im wichtigen vierten Quartal lagen die TV-Werbeeinnahmen des Konzerns wieder über Vorjahr und betrugen 2,32 Mrd Euro (Vorjahr: 2,17 Mrd Euro). Aus der Vermarktung von InStream-Videoanzeigen, die online vor, nach oder während eines Bewegtbild-Streams gezeigt werden, erwirtschaftete die ProSiebenSat.1 Group auf Jahressicht einen Brutto-Umsatz von 262,6 Mio Euro (Vorjahr: 308,8 Mio Euro). Dies entspricht einem Rückgang von 14,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Marktvolumen für Werbebudgets in InStream-Videoanzeigen verzeichnete in Deutschland ein Minus von 4,1 Prozent auf 717,4 Mio Euro brutto (Vorjahr: 748,2 Mio Euro). Auf Netto-Umsatzbasis meldete der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) bereits für März 2020 -je nach Werbeträger und Segment - Rückgänge in den Erlösen zwischen 30 und 80 Prozent. Im April war ein Rückgang der Werbung über alle Medien hinweg von mindestens 40 Prozent netto im Vergleich zum Vorjahresmonat zu verzeichnen. In den im Juni bzw. Juli veröffentlichten Prognosen für das Gesamtjahr 2020 erwarteten die Media-Agenturen Magna Global und ZenithOptimedia ein Minus der Gesamt-Netto-Werbeausgaben von 10,5 bzw. 12,3 Prozent, die Werbeinvestitionen in TV sahen sie mit 15,5 bzw. 10,0 Prozent im Minus. Diese Einschätzungen wurden nach der sommerlichen Marktbelebung deutlich nach oben korrigiert: In der Dezember Prognose rechnete Magna Global im Gesamtmarkt nur noch mit einem Verlust von 4,6 Prozent, im TV-Markt von 11,0 Prozent. ZenithOptimedia lag bei minus 3,1 bzw. minus 9,0 Prozent. Diesen Trend konstatiert auch die ProSiebenSat.1 Group: Auf Netto-Basis entwickelte sich der TV-Werbemarkt 2020 unter Vorjahr. Aus Sicht der ProSiebenSat.1 Group konnte der TV-Werbemarkt auf Netto-Basis jedoch von der konjunkturellen Erholung im Sommer profitieren und ab dem dritten Quartal einen Aufwärtstrend gegenüber dem jeweiligen Vorquartal verzeichnen. Deutlich negativ hat sich der TV-Werbemarkt vor allem von April bis Juni 2020 entwickelt. Einen vergleichbaren Verlauf zeigte der Online-Werbemarkt. Über Bewegtbild-Werbung im TV wird eine Marke stärker emotional geprägt als über jedes andere Medium. Dies ist wichtig für die Markenbindung und letztendlich den Verkauf von Produkten. Hinzu kommt, dass Werbung im TV infolge der hohen Reichweiten besonders effektiv ist. Begleitforschungen zeigen zudem, dass sich crossmediale Werbekampagnen in ihrer Wirkung verstärken und dabei Online-Werbung in Kombination mit TV-Kampagnen besonders wirksam ist. Die Effektivität von Werbung im TV wird über den sogenannten ROI Analyzer (Return on Investment) quantifizierbar: Im Rahmen eines Modelling-Ansatzes werden Daten des GfK Verbraucherpanels mit TV-Nutzungsdaten der AGF zusammengeführt mit dem Ziel, die kurz- und langfristige Abverkaufswirkung von Werbung im TV zu messen. Für Konsumgüter des täglichen Bedarfs zeigte der Wert (FMCG-Produkte, Fast Moving Consumer Goods), dass sich der Abverkauf der beworbenen Marken deutlich steigert. So lag der Kurzfrist-ROI nach einem Jahr im Durchschnitt der 71 untersuchten Kampagnen bei 1,13, nach fünf Jahren sogar bei 2,57. Das heißt, dass jeder in TV-Werbung investierte Euro im Mittel kurzfristig 1,13 Euro und langfristig 2,57 Euro zurückspielte. Der ROI Analyzer wurde von Seven.One Media entwickelt und wird seit Anfang 2015 unter dem Dach der Gattungsinitiative Screenforce geführt. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf aus Sicht der UnternehmensleitungDer Umsatz der 7.1Sports hat im Geschäftsjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 12% verringert und lag damit auch in ähnlicher Höhe hinter der Planung. Die Kennzahl adjusted EBITDA verbesserte sich zum Vorjahr leicht, lag aber auch hinter der Planung (-3.314,7 Tsd. Euro). Der Rückgang bzw. die Abweichung zu den Plan-Werten ist im Wesentlichen auf die Covid-19-Pandemie und deren wirtschaftliche Auswirkungen auf Sportveranstaltungen und den Werbemarkt zurückzuführen. Das Ergebnis vor Verlustübernahme hat sich insbesondere aufgrund des Umsatzrückgangs und den außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen von 4.265,3 Tsd. Euro im Geschäftsjahr 2019 auf 12.834, 6 Tsd. Euro im Berichtsjahr verschlechtert. Im Rahmen der Portfolio-Optimierung in Bezug auf Lizenzen und Rechte wurde ein ESMA adjustment in Höhe von 712,3 Tsd. Euro (Vorjahr 83,0 Tsd. Euro) vorgenommen. Die Kennzahl adjusted EBITDA ermittelt sich wie folgt: Überleitung von Jahresfehlbetrag HGB auf ESMA adjusted EBITDA IFRS
Im Bereich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, hat sich die digital Reichweite gemessen durch die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) über die eigenen Digital Angebote der Seven.One Sports und deren Tochtergesellschaften um 5% von Dezember 2019 auf Dezember 2020 verringert und konnte nicht, wie geplant, im Vergleich zum Vorjahr erhöht werden. Dennoch konnten signifikante negative Effekte aus der datenschutzrechtlich notwendigen Abfrage von Einwilligungen bei den Nutzern kompensiert werden. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Seven.One Sports GmbH für das Geschäftsjahr 2020ErtragslageIm Geschäftsjahr 2020 erzielte die Seven.One Sports GmbH Umsatzerlöse in Höhe von 39.065,2 Tsd. Euro (Vorjahr: 44.476,1 Tsd. Euro). Diese entfallen im Wesentlichen auf den konzerninternen Verkauf von Programmvermögen, Lizenzerlöse, Werbeerlöse sowie auf Gegengeschäfte. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus geringeren Erlösen aus dem Verkauf von Programmvermögen, die um 2.627,6 Tsd. Euro auf 15.012,6 Tsd. Euro gesunken sind sowie den Umsätzen aus dem Lizenzvertrieb, die sich um 3.892,9 Tsd. Euro vermindert haben. Sonstige betriebliche Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf 2.824,7 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.063,8 Tsd. Euro) und entfallen im Wesentlichen auf Gutschriften von verbundenen Unternehmen im Rahmen von Incentive-Vereinbarungen in Höhe von 2.510,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 0,0 Tsd. Euro), Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 89,8 Tsd. Euro (Vorjahr: 145,6 Tsd. Euro) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 73,9 Tsd. Euro (Vorjahr: 59,6 Tsd. Euro). Die im Geschäftsjahr 2020 für die Erzielung der Erlöse entstandene Programm- und Materialaufwendungen betrugen 33.232,6 Tsd. Euro (Vorjahr: 34.065,4 Tsd. Euro). Wesentliche Positionen waren Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 23.450,8 Tsd. Euro (Vorjahr: 22.036,4 Tsd. Euro) sowie Aufwendungen für Lizenzen, Sendegebühren und Materialien (inklusive Gegengeschäfte) in Höhe von 9.781,8 Tsd. Euro (Vorjahr: 11.962,2 Tsd. Euro). Der Personalaufwand betrug im Berichtszeitraum 7.249,2 Tsd. Euro (Vorjahr: 7.357,6 Tsd. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 6.611,1 Tsd. Euro (Vorjahr: 8.245,9 Tsd. Euro) entfallen im Wesentlichen auf Werbe- und Vertriebsaufwendungen, Verwaltungsaufwendungen, Rechts- und Beratungsgebühren. Im Geschäftsjahr 2020 verringerten sich insbesondere die Werbe- und Vertriebsaufwendungen um 2.606,7 Tsd. Euro. Aufgrund niedrigerer beizulegender Werte wurde im Geschäftsjahr 2020 bei den Finanzanlagen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 5.899,2 Tsd. Euro vorgenommen. Für das Geschäftsjahr 2020 ist ein Fehlbetrag nach Steuern in Höhe von 12.834,6 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.265,3 Tsd. Euro) angefallen, der wie im Vorjahr aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von der ProSiebenSat.1 Media SE übernommen wurde. Unter Berücksichtigung von Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf Finanzanlagen in Höhe von 7.661,5 Tsd. Euro (Vorjahr: 471,3 Tsd. Euro), Erträge aus Zinsen in Höhe von 29,9 Tsd. Euro (Vorjahr: Aufwendungen in Höhe von 11,7 Tsd. Euro) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2020 ein EBITDA in Höhe von -5.203,1 Tsd. Euro (Vorjahr: -3.778,6 Tsd. Euro). Finanz- und VermögenslageZentrales FinanzmanagementDie 7.1Sports ist in das Finanzmanagement der Group einbezogen. Durch ein zentrales Cash-Pooling-System findet ein konzerninterner Liquiditätsausgleich statt. Die 7.1Sports ist auf Basis der Finanzierung durch die ProSiebenSat.1 Media SE in der Lage, ihre externen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die ProSiebenSat.1 Media SE ist außerdem durch den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zum Ausgleich von negativen Ergebnissen der Gesellschaft verpflichtet. Die Verluste des Vorjahres in Höhe von 4.265,3 Tsd. Euro wurden in 2020 entsprechend ausgeglichen. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 belief sich das Bankguthaben auf 18,6 Tsd. Euro (Vorjahr: 87,9 Tsd. Euro). Vermögenslage und KapitalstrukturDie Bilanzsumme zum 31. Dezember 2020 beträgt 56.447,3 Tsd. Euro (Vorjahr: 61.596,3 Tsd. Euro). Das Anlagevermögen verzeichnete eine Abnahme um 6.477,9 Tsd. Euro auf 20.910,4 Tsd. Euro. Ausschlaggebend hierfür waren im Wesentlichen außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen aufgrund eines niedrigeren beizulegenden Wertes in Höhe von 5.899,2 Tsd. Euro. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 35.472,6 Tsd. Euro (Vorjahr: 34.031,2 Tsd. Euro). Wesentlich zum Anstieg beigetragen haben die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus der Verlustübernahme und dem konzerninternen Cash-Pooling. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2020, wie auch im Vorjahr 40.962,0 Tsd. Euro. Zum Bilanzstichtag belief sich die Eigenkapitalquote auf 72,6 % (Vorjahr: 66,5 %). Die Rückstellungen in Höhe von 8.850,4 Tsd. Euro (Vorjahr: 11.752,3 Tsd. Euro) verzeichneten insbesondere aufgrund von ausstehenden Rechnungen, deren Buchwert sich um 2.995,9 Tsd. Euro vermindert hat, einen starken Rückgang. Die Verbindlichkeiten verminderten sich um 1.395,8 Tsd. Euro auf 6.274,4 Tsd. Euro. Ursächlich für diese Entwicklung war das konzerninterne Cash-Pooling im Geschäftsjahr 2020 (Forderungen in Höhe von 5.962,3 Tsd. Euro; Vorjahr: Verbindlichkeiten in Höhe von 2.211,2 Tsd. Euro). RisikoberichtGesamtaussagen zur Risikosituation7.1Sports ist in das übergeordnete Risikomanagementsystem der ProSiebenSat.1 Media SE integriert. Die Geschäftsführung der 7.1Sports beurteilt die Gesamtrisikolage zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts weiterhin als begrenzt. Gegenüber dem 31. Dezember 2019 hat sich keine grundlegende Änderung der Gesamtrisikolage ergeben. Hinsichtlich der in diesem Risikobericht erläuterten Risiken wurden im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 keine Risiken identifiziert, die allein oder in Kombination den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Die 7.1Sports unterliegt im Wesentlichen den Risiken und Chancen hinsichtlich des TV- und Onlinegeschäfts. Die Identifizierung und Steuerung von potenziellen Risiken sind für das Unternehmen ebenso wichtig wie das Erkennen und Nutzen von Chancen. Um Risiken frühzeitig und konsequent zu handhaben, setzt 7.1Sports wirksame Kontrollsysteme ein. Dies trifft auch auf das Chancenmanagement zu. Risiko ist im vorliegenden Bericht als mögliche künftige Entwicklung bzw. mögliches künftiges Ereignis definiert, das die Geschäftslage wesentlich beeinflussen und zu einer negativen Zielbzw. Prognoseabweichung führen könnte. Damit fallen jene Risikoausprägungen, die bereits in der finanziellen Planung bzw. im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 berücksichtigt wurden, nicht unter diese Definition und werden folglich in vorliegendem Risikobericht nicht erläutert. Gesamtaussage zur Risikolage aus Sicht der UnternehmensleitungRisikomanagementsystemAls international tätiger Medienkonzern ist die ProSiebenSat.1 Group einer Reihe von Veränderungen und Unsicherheiten ausgesetzt. Die ProSiebenSat.1 Group setzt Steuerungs- und Kontrollsysteme ein, um die sich daraus ergebenen Risiken zu erkennen, zu bewerten und möglichst zu minimieren. Diese wurden in einem konzernweit einheitlichen Risikomanagementsystem zusammengefasst, welches auch die 7.1Sports mit einbezieht. Neben einem strukturierten Prozess sind klare Entscheidungsstrukturen, einheitliche Richtlinien und methodisches Vorgehen der verantwortlichen Instanzen Grundvoraussetzungen für den konzernweit sicheren Umgang mit Risiken. Zugleich müssen Abläufe und Organisationsstrukturen so flexibel gestaltet sein, dass die ProSiebenSat.1 Group bzw. 7.1Sports jederzeit angemessen auf neue Situationen reagieren kann. Daher erfolgt die regelmäßige Klassifikation der Risiken dezentral und somit direkt in den verschiedenen Unternehmenseinheiten, wie nachfolgend beschrieben: RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
Die regelmäßige Prüfung des Risikomanagementsystems von Internal Audit und externen Beauftragten hat zu einem positiven Ergebnis geführt. Grundlage für die Prüfung ist das sogenannte Risikomanagementhandbuch. Dieses Handbuch fasst unternehmensspezifische Grundsätze zusammen und reflektiert den international anerkannten Standard für unternehmensweites Risikomanagement und interne Kontrollsysteme des COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission). RisikomanagementprozessDie ProSiebenSat.1 Group verfügt über ein wirksames Risikomanagementsystem, das alle Tätigkeiten, Produkte, Prozesse, Abteilungen, Beteiligungen und Tochtergesellschaften berücksichtigt, die nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens haben könnten. Der klassische Risikomanagementprozess ist dabei in vier Phasen strukturiert: Risikomanagementprozess im Ablauf
1. Identifikation: Grundlage ist die Identifikation der wesentlichen Risiken über einen SollIst-Vergleich. Verantwortlich hierfür sind die dezentralen Risikomanager. Sie orientieren sich an Frühwarnindikatoren, die für relevante Sachverhalte bzw. Kennzahlen definiert wurden. Ein wichtiger Frühwarnindikator ist beispielsweise die Entwicklung der Zuschauermarktanteile. 2. Bewertung: Die Bewertung der relevanten Risiken erfolgt auf Basis einer Matrix. Dazu werden die Sachverhalte zum einen nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit auf einer Fünf-Stufen-Prozentskala kategorisiert. Zum anderen wird der Grad ihrer möglichen finanziellen Auswirkung beurteilt; die finanziellen Äquivalente gliedern sich ebenfalls in fünf Stufen. Mithilfe der Matrixdarstellung werden die Risikopotenziale nach ihrer relativen Bedeutung als "hoch", "mittel" oder "gering" klassifiziert. Neben der Klassifizierung ist die Analyse von Ursachen und Wechselwirkungen Teil der Risikobeurteilung. Maßnahmen zur Gegensteuerung bzw. Risikominimierung fließen in die Bewertung ein (Netto-Betrachtung). Um ein möglichst präzises Bild der Risikolage zu erhalten, werden Chancen hingegen nicht berücksichtigt. 3. Steuerung: Über geeignete Maßnahmen kann die ProSiebenSat.1 Group die Eintrittswahrscheinlichkeit von Verlustpotenzialen verringern und mögliche Einbußen begrenzen oder vermindern. Von großer Bedeutung für den sicheren Umgang mit Risiken ist daher, adäquate Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sobald ein Indikator eine bestimmte Toleranzgrenze überschreitet. 4. Monitoring: Die Risikoüberwachung und Risikoberichterstattung komplettieren den Risikomanagementprozess. Ziel ist es, die Veränderungen zu überwachen und die Effektivität der ergriffenen Steuerungsmaßnahmen zu prüfen. Teil des Monitorings ist auch die Dokumentation; sie stellt sicher, dass alle entscheidungsrelevanten Hierarchieebenen über adäquate Risikoinformationen verfügen. Risikolage: Entwicklung von EinzelrisikenZur Beurteilung der Gesamtrisikolage klassifiziert 7.1Sports zunächst alle Einzelrisiken im Rahmen des vierteljährlichen Bewertungsprozesses, aggregiert sie und ordnet sie den Clustern zu. Die Cluster gewichtet 7.1Sports bei der Bewertung der Gesamtrisikolage entsprechend ihrer Bedeutung für das Unternehmen. 7.1Sports ist den folgenden Einzelrisiken ausgesetzt, welche die Gesellschaft gefährden könnten, jedoch von der Gesellschaft als gering bis mittel angesehen werden. Die Einschätzung dieser Risiken erfolgt jeweils nach den unten dargestellten ergriffenen Risikobegrenzungsmaßnahmen.
Makroökonomische Risiken (hohes Risiko)Die COVID-19-Pandemie hat in vielen Weltregionen schwere Wirtschaftskrisen ausgelöst. Laut Oktober-Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird das globale Bruttoinlandsprodukt 2020 real um 3,5 Prozent sinken. Auch die deutsche Wirtschaft hat aufgrund der ungünstigen außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der zahlreichen inländischen Beschränkungen erheblich an Leistung eingebüßt, das BIP ging auf Jahressicht um fünf Prozent zurück. Dabei hinterließen - entgegen ursprünglicher Befürchtungen - die COVID-19-Schutzmaßnahmen im vierten Quartal deutlich geringere Spuren als im Frühjahr. Im Vorquartalsvergleich dürfte das BIP im Schlussquartal 2020 annähernd stagniert haben. Weniger betroffene Wirtschaftsbereiche wie die Bauwirtschaft oder die besonders konjunkturrelevante Industrie erholten sich weiter. Auch der Einzelhandel entwickelte sich dynamisch, u. a. dank eines starken E-Commerce-Geschäfts. Die Aussichten sind gut, dass die deutsche Wirtschaft 2021 auf den Wachstumspfad zurückkehren wird. Dafür sprechen die zuletzt überraschend robuste Binnenkonjunktur und die Entwicklung wichtiger Stimmungsindikatoren. Zugleich dürfte die absehbare Belebung der Weltwirtschaft wichtige Wachstumsimpulse beisteuern. Aufgrund von Eindämmungsmaßnahmen und flächendeckenden Impfangeboten rechnet der IWF derzeit mit einem Wachstum von real plus 5,5 Prozent. Das größte Risiko birgt jedoch der Pandemieverlauf: Sollten sich die Beschränkungen - national wie international - signifikant verlängern oder verschärfen, ist mit erneuten und möglicherweise substanziellen Rückschlägen zu rechnen. Vor diesem Hintergrund erachten wir die makroökonomischen Risiken als unverändert und sehen deren Eintrittswahrscheinlichkeit weiterhin als möglich an. Im Falle des Eintritts können wir wesentliche finanzielle Auswirkungen folglich nicht vollständig ausschließen. Wir stufen diesen Sachverhalt daher weiterhin als hohes Risiko ein. Vermarktungsrisiken (hohes Risiko)Der Wettbewerb mit globalen Plattformanbietern hat sich intensiviert. Dies birgt für die ProSiebenSat.1 Group das Risiko, dass sich die Investitionsbereitschaft von Werbekunden verringert bzw. das Preisniveau von TV und Digital Werbung sinkt. Wesentliche Auswirkungen auf unsere Umsatzentwicklung im Werbemarkt können wir nicht ausschließen, obgleich wir eine digitale und auf einzigartige Sportinhalte fokussierte Strategie verfolgen. Diese Entwicklung haben wir bei der Finanzplanung gegenüber dem Vorjahr 2019 stärker berücksichtigt, wodurch sich auch die Risikobewertung verändert hat: Der Eintritt der Vermarktungsrisiken wird nun als möglich eingeschätzt, sodass wir das Vermarktungsrisiko gegenüber dem Vorjahr als gesunken bewerten. Insgesamt kategorisieren wir das Risiko weiterhin als hoch. Allgemeine Branchenrisiken (inkl. Mediennutzungsverhalten und Reichweitenentwicklung) (mittleres Risiko)Fernsehen ist nach wie vor das wichtigste Breitenmedium, dies gilt sowohl mit Blick auf die Reichweite als auch die Mediennutzungszeit. Die steigende Internetnutzung hat das Mediennutzungsverhalten jedoch verändert. Schon seit Langem werden beispielsweise TV-Inhalte nicht nur linear und am stationären TV-Gerät genutzt, sondern auch über mobile Endgeräte wie Laptop oder Smartphone. Dabei vollzieht sich der digitale Wandel immer schneller und die Beliebtheit internetbasierter Bewegtbild-Angebote wird weiter deutlich zunehmen. So gewinnen etwa Streaming-Plattformen mit eigenen Inhalten zunehmend an Bedeutung. Insbesondere bei den jüngeren Zuschauern sind diese Nutzungsformen sehr beliebt: 15 Prozent der gesamten TV-Nutzung der 14- bis 29-Jährigen findet heute nicht auf dem TV-Gerät, sondern via Smartphone, Tablet oder PC/Laptop statt. Darauf haben wir unsere Strategie ausgerichtet und bauen unser Portfolio stetig aus. Indem der Konzern Inhalte über möglichst viele Kanäle verbreitet und plattformunabhängig anbietet, bedienen wir zusätzliche Mediennutzungsinteressen. Auf diese Weise baut ProSiebenSat.1 die digitale Reichweite aus und stärkt zugleich das Markenprofil seines klassischen Senderportfolios. Gleichzeitig fokussieren wir uns mit unseren Eigenproduktionen vor allem auf die werberelevante Prime Time. 2020 hatte unsere Senderfamilie in dieser Zeitschiene ein Plus von 0,6 Prozentpunkten bei den Marktanteilen im Vergleich zu 2019 erreicht (Zuschauer 14-49 Jahre). Vor diesem Hintergrund erachten wir die Risiken aus einer Veränderung der Bewegtbildnutzung als gesunken und sehen deren Eintritt als unwahrscheinlich an. Im Falle einer grundlegenden Veränderung können wir wesentliche finanzielle Auswirkungen jedoch nicht vollständig ausschließen. Insgesamt stufen wir diesen Sachverhalt als mittleres Risiko ein. Risiken der Programmproduktion national und international (mittleres Risiko)Die Sport Produktionen bei der 7.1Sports waren im Jahr 2020 stark von den Folgen der COVID-19-Pandemie geprägt: Programminhalte konnten nur in reduzierter Form bzw. teilweise gänzlich nicht produziert werden, da Sport-Veranstaltungen verschoben oder abgesagt wurden. Viele Produktionen waren mit Hindernissen wie Schließungen von Drehorten, logistischen Herausforderungen, umfangreichen Hygieneprozessen und sozialer Distanzierung konfrontiert. Zwar wird für 2021 eine gewisse Verbesserung erwartet, aber die Unsicherheit bezüglich der COVID-19-Entwicklung ist nach wie vor hoch. Infolgedessen sind die Risiken der Sport Produktionen und Sport Veranstaltungen im Vergleich zum Vorjahresende 2019 gestiegen: Wir stufen das Risiko nun als mittel mit einer potenziell wesentlichen Auswirkung ein. Den Eintritt erachten wir dabei nach wie vor als unwahrscheinlich. Wertminderungsrisiken (mittleres Risiko)Infolge der COVID-19-Pandemie steigt das Risiko einer möglichen Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Finanzanlagen. Hierauf reagiert die ProSiebenSat.1 Group bzw. 7.1Sports mit einer engen Überwachung der zukünftigen Entwicklungen. Die Wertminderungsrisiken werden nun als mittleres Risiko mit potenziell wesentlicher Auswirkung und unwahrscheinlichem Eintritt bewertet. Compliance Risiken (mittleres Risiko)Die digitale Entwicklung stellt den Gesetzgeber vor neue Herausforderungen und konfrontiert Unternehmen mit einer zunehmenden Regulierungsdichte, insbesondere in den Bereichen Verbraucher- und Datenschutz. Die daraus resultierende Risikobedeutung hat sich im Vergleich zum Vorjahr für uns nicht verändert: Wir bewerten Compliance-Risken als mittleres Risiko mit potenziell wesentlicher Auswirkung und unwahrscheinlichem Eintritt. Zur Prävention möglicher gesetzlicher Verstöße beobachten wir die Rechtsentwicklungen genau, um auf Veränderungen angemessen zu reagieren. Gemeinsam mit Politik und Industrie will der Konzern die Chancen der Digitalisierung fördern, um somit den Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland langfristig zu stärken. Dabei stehen aktuell folgende Themen im Fokus: Seit Mai 2018 ist die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wirksam, sie soll die rechtlichen Vorgaben zur Verarbeitung personenbezogener Daten harmonisieren. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Vereinheitlichung des Datenschutzes in Europa. Die daraus resultierenden Rechte und Pflichten im Bereich Online-Werbung sind jedoch nach wie vor nicht vollumfänglich abzuschätzen; dies gilt insbesondere hinsichtlich der Vorgaben zur Verarbeitung von Daten für zielgruppenspezifische Werbung im Internet. Die Online-Werbewirtschaft hat daher verschiedene Initiativen gegründet, wie das Transparency & Consent Framework in seiner aktuellen Version 2.0 (TCF 2.0), dass die datenschutzrechtlich notwendige Abfrage von Einwilligungen bei den Nutzern ermöglicht. Hier ist noch nicht geklärt, ob die zuständigen Behörden den TCF-Mechanismus anerkennen werden. Ein Scheitern des TCF könnte das werbefinanzierte Geschäftsmodell der ProSiebenSat.1 Group schädigen, da dadurch deutlich erschwert würde, die für Werbeausspielungen nötigen Einwilligungen einzuholen. Wir erwarten ferner weitere gesetzgeberische Maßnahmen zur Einwilligungserfordernis für Cookies und andere Online-Identifier in Deutschland; zudem könnte ein Gesetzesentwurf für ein Telekommunikations- und Teledienste-Datenschutzgesetz die für die Online-Werbeindustrie zentrale Wiedererkennung der Nutzer weiter einschränken. Content-Risiken (geringes Risiko)Die Content-spezifischen Risiken, den Verlust von Sportrechten, kategorisieren wir als gering. Zunehmende Attraktivität einzelner Sportrechte aber auch der gestiegene Wettbewerb von Plattformen im Markt kann zu Preissteigerung bei der Neuvergabe von Rechten führen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit erachten wir als "möglich". Das Risiko ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Personalrisiken (geringes Risiko)Unsere Mitarbeiter gestalten den Erfolg von 7.1Sports und treiben durch ihr Wissen und ihr Engagement Innovationen im Unternehmen voran. Ein Schwerpunkt unserer Personalarbeit bildet daher die Kompetenzentwicklung. Dazu zählt zum einen die gezielte Nachwuchssicherung im Rahmen eines unternehmensweiten Talent-Managementsystems, zum anderen fördern wir Mitarbeiter über Angebote der hauseigenen ProSiebenSat.1 Academy. Zugleich binden Maßnahmen zur Work-Life-Balance und attraktive Vergütungsmodelle unsere Belegschaft langfristig. Der wirtschaftliche Erfolg hängt zudem davon ab, inwiefern es uns auch künftig gelingt, neues Fachpersonal und qualifizierte Führungskräfte einzustellen. Durch eine Standardisierung des Bewerbungsverfahrens, eine für mobile Endgeräte optimierte Karriereseite und zielgruppenspezifische Veranstaltungen konnte die Anzahl passender Bewerber quantitativ und qualitativ gesteigert werden. Trotz dieser Maßnahmen können wir Personalrisiken nicht vollständig ausschließen. Wir erachten ihren Eintritt jedoch für unwahrscheinlich; Die personalspezifischen Risiken stufen wir somit unverändert als gering ein, ebenso ihre Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzwirtschaftliche Risiken (geringes Risiko)Im Rahmen unserer Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit ist 7.1Sports und der Konzern verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Dazu zählen das Finanzierungsrisiko, Ausfallrisiko, Zinsrisiko, Währungsrisiko und Liquiditätsrisiko. Die Ausfallrisiken sind im Jahresverlauf 2020 in ihrer Bewertung gesunken. Infolgedessen bewerten wir diese nun insgesamt als gering. Entsprechend werden sie nicht mehr detailliert in diesem Bericht aufgeführt. Einzig das Kontrahenten Risiko im Sinne von Forderungsausfällen aus Lieferungen und Leistungen ist hierbei explizit zu nennen, durch gezielte Auswahl von solventen Geschäftspartnern und einem standardisierten Mahnwesen kann jedoch auch hier das Risiko weiter als gering erachtet werden. Die Bewertung und Steuerung der finanzwirtschaftlichen Risiken werden zentral koordiniert. Dazu analysiert der Konzernbereich Group Finance & Treasury die Entwicklung an den Märkten, leitet daraus Chancen- und Verlustpotenziale für die ProSiebenSat.1 Group ab und beurteilt regelmäßig die Risikosituation. Die erforderlichen Maßnahmen werden in enger Zusammenarbeit mit dem Konzernvorstand definiert. Grundsätze, Aufgaben und Zuständigkeiten sind konzernweit festgelegt und über Richtlinien für die 7.1Sports als Tochtergesellschaft der ProSiebenSat.1 Media SE verbindlich geregelt. ChancenberichtChancenmanagementBei Chancen handelt es sich um mögliche positive Abweichungen von einem geplanten Ergebnis. Chancen für 7.1Sports und die Group leiten sich im Wesentlichen aus der Konzernstrategie ab. Das Monitoring von Chancen ist ebenso wie das Risikomanagement Bestandteil des unternehmensinternen Steuerungssystems. Dazu beschäftigt sich 7.1Sports und der Konzern zum einen intensiv mit der Entwicklung der Rahmenbedingungen wie zum Beispiel den konjunkturellen und branchenspezifischen Markttrends oder Gesetzesänderungen. Aber auch unternehmensstrategische Chancen, wie zum Beispiel die Erschließung neuer Märkte oder leistungswirtschaftlich Faktoren wie Kosteneffizienz oder Preispolitik, spielen bei der Identifikation der Chancen eine wichtige Rolle. Im Rahmen der Strategieplanung erfasst 7.1Sports die eigenen definierten Chancen. Dabei werden die relevanten Wachstumsoptionen priorisiert, konkrete Ziele abgeleitet sowie Maßnahmen und Ressourcen zur operativen Zielerreichung festgelegt: CHANCENMANAGEMENT
Erläuterung wesentlicher ChancenChancen, deren Eintrittswahrscheinlichkeit wir als hoch einstufen, haben wir bereits in unsere Prognose für 2021 sowie unsere mittelfristige Planung bis 2025 aufgenommen. Diese Wachstumsmöglichkeiten berichten wir im Prognosebericht. Daneben existieren Potenziale, die bislang nicht bzw. nicht vollumfänglich budgetiert sind; diese möglichen positiven Budgetabweichungen beschreiben wir nachfolgend, sofern sie für den Planungszeitraum bis 2025 relevant und wesentlich sind. Chancen für die 7.1Sports ergeben sich im Wesentlichen aus dem anhaltenden Wachstum des Online-Werbemarktes, insb. bei InStream-Videowerbung. Darüber hinaus eröffnet uns die Digitalisierung in der Vermarktung neue Möglichkeiten bestehende und neue Sportrechte noch besser zu vermarkten und zielgerichteter auf Sport-Umfelder zu personalisieren. Durch das geplante Reichweitenwachstum bei ihren digitalen Produkten erwartet die Gesellschaft ihre Werbeerlöse zu steigern. Ebenso sieht sich die Geschäftsführung im Bereich eSports gut aufgestellt und Chancen am boomenden eSports Markt zu partizipieren. PrognoseberichtKünftige wirtschaftliche und branchenspezifische RahmenbedingungenDie gesamte Weltwirtschaft wurde 2020 durch die Ausbreitung des Coronavirus negativ beeinflusst. Über die weitere Konjunkturentwicklung im Jahr 2021 bestehen erhebliche Unsicherheiten, da sie im hohen Maße vom weiteren Pandemieverlauf abhängig ist. Zwar ist aufgrund der Verfügbarkeit eines Impfstoffes sowie der Witterungsbedingungen ab dem Frühling und Sommer mit einer deutlichen Entspannung zu rechnen. Wie schnell und nachhaltig diese eintritt und wie lange die Schutzmaßnahmen noch beibehalten werden müssen, ist zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch offen. Diese Unsicherheit spiegelt sich auch in den Konjunkturprognosen wider: Der Internationale Währungsfonds erwartet für 2021 derzeit einen Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung um 5,5 Prozent. Für die US-Wirtschaft rechnen die Experten mit 5,1 Prozent. Für die Euro-Zone wird ein Plus von 4,2 Prozent vorhergesagt. Für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft 2021 reichen die Prognosen derzeit von plus 3,0 Prozent (Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung) bis zu plus 4,9 Prozent (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, RWI). Einig sind sich die Experten darin, dass die wirtschaftliche Erholung in erheblichem Maße vom privaten Konsum getragen wird. Aufgrund der relativen Stabilität des Arbeitsmarkts haben die verfügbaren Haushaltseinkommen in Deutschland 2020 zwar weniger stark expandiert als in den Vorjahren, sind aber immer noch gewachsen (+0,8 %). Gleichzeitig führten die eingeschränkten Konsummöglichkeiten zu einer stärkeren Ersparnisbildung. Die Sparquote ist dadurch auf ein Rekordniveau von 16,3 Prozent gestiegen (2019: 10,9 %). Nach Lockerung der derzeit geltenden Lockdown-Beschränkungen ist im Jahresverlauf 2021 mit einem verstärkten Abbau der "aufgestauten" Ersparnisse zu rechnen. Hoffnung macht überdies der Blick auf 2022: Hier rechnen alle großen Wirtschaftsforschungsinstitute mit einer weiteren Beschleunigung des Wachstums. Das größte Risiko für die Konjunktur ist weiterhin ein ungünstiger Pandemieverlauf im In- und Ausland. Dazu drohen mittelfristig höhere Belastungen durch die stark gestiegene Staatsverschuldung, mehr Unternehmensinsolvenzen oder nachhaltige Nachfrageverschiebungen hin zu E-Commerce bei den Konsumenten. Umgekehrt könnte die erwartbare Konsumbelebung bei günstigem Pandemieverlauf schneller und umfangreicher eintreten als derzeit vorhersehbar. Die PricewaterhouseCoopers GmbH ("PricewaterhouseCoopers") rechnet für das Jahr 2021 mit einem Volumen des Entertainment-Markts in Höhe von insgesamt rund 38 Mrd Euro, dies ist ein Wachstum der Konsumentenausgaben um rund 6 Prozent. Die Ausgaben für digitale Entertainment-Angebote sollten dann ein Volumen von rund 17 Mrd Euro haben (2020: rund 16 Mrd Euro), wobei sich unter anderem der Streaming-Sektor weiter sehr dynamisch entwickelt. Bis 2024 dürfte der digitale Entertainment-Markt jährlich um 6 Prozent wachsen, der traditionelle Entertainment-Markt - darunter bspw. Print, TV oder Konzerte - dürfte in diesem Zeitraum durchschnittlich um 2 Prozent pro Jahr ansteigen. Bezüglich der weiteren Entwicklung der Konsumentenausgaben für Entertainment-Angebote bestehen angesichts der COVID-19-Pandemie jedoch nach wie vor hohe Unsicherheiten. Dies gilt auch für die gesamte Werbebranche. Für die Werbeausgaben prognostizieren die Mediaagenturen Magna Global und ZenithOptimedia infolge der COVID-19-Auswirkungen ein Minus von insgesamt 4,6 bzw. 3,1 Prozent netto im Jahr 2020. Der Rückgang bei den Werbeinvestitionen in TV dürfte laut Magna Global und ZenithOptimedia bei 11,0 bzw. 9,0 Prozent netto liegen. Für 2021 sind die derzeitigen Prognosen wieder deutlich positiver. In ihren Prognosen vom Dezember 2020 erwarten beide Agenturgruppen Wachstum - sowohl für den Gesamt-Werbemarkt (Magna Global: + 7,9 %; ZenithOptimedia: + 2,5 %) als auch für den TV-Werbemarkt (Magna Global: + 5,0 %; ZenithOptimedia: + 1,0 %). InStream-Videowerbung dürfte sich weiter dynamisch entwickeln und das Wachstum des Online-Werbemarkts vorantreiben. Allerdings ist die Prognoseunsicherheit hoch, zumal die erneut in Deutschland bundesweiten und zum Jahresbeginn 2021 verstärkten Lockdown-Maßnahmen darin noch nicht reflektiert sind. Unternehmensausblick und Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung aus Sicht der UnternehmensleitungDie zukünftige Geschäftsentwicklung der 7.1Sports hängt zu einem wesentlichen Anteil von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den Wachstumsprognosen des Online- und TV-Geschäftes sowie den Wachstumsprognosen der digitalen Unterhaltungs- und Medienindustrie in Deutschland ab. Die Prognose für 7.1Sports basiert auf der Grundlage von IFRS Finanzinformationen. Eine wesentliche Abweichung zu handelsrechtlichen Finanzinformationen wird nicht erwartet. Für das Jahr 2021 plant die Geschäftsführung der 7.1Sports den Umsatz gegenüber Vorjahr deutlich zu steigern. Das adjusted EBITDA für das Jahr 2021 soll sich im Vergleich zum Vorjahr, aufgrund des Umsatzwachstums und im Jahr 2020 angestoßenen Portfoliooptimierungen sowie generellem Wachstum der digitalen Produkte, deutlich verbessern. Die Planung für das Jahr basiert auf den geplanten bzw. vertraglich fixierten Sportrechte und einem darauf aufbauenden Treiberbaum hinsichtlich einer höheren Reichweite und Monetarisierung. Um diese Ziele zu erreichen wird die Gesellschaft ihre digitalen Angebote weiter optimieren (redaktionell und funktional) sowie die Online- und Mobile-Reichweiten mit der Umsetzung von Traffic-Initiativen ausbauen. Daraus resultierend, erwartet die Gesellschaft einen starken Anstieg des nichtfinanziellen Leistungsindikators im Sinne einer Steigerung der digitalen AGOF-Reichweite. Aufgrund der aktuellen Unsicherheiten bei der weiteren Entwicklung der Corona Pandemie und deren Auswirkungen auf Sport-Veranstaltung und Werbemarkt könnte der Umsatz sowie das EBITDA jedoch unter der Prognose liegen und sich somit ein erheblicher negativer Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Jedoch können die verschiedenen Öffnungsszenarien und die Entwicklungen in Bezug auf Sportveranstaltungen im Rahmen der Pandemie und deren Auswirkungen auf unser Geschäft aufgrund der Dynamik der Situation zum jetzigen Zeitpunkt nicht zuverlässig quantifiziert werden.
Unterföhring, den 31. März 2021 Thomas Port, Geschäftsführer Jan-Ulrich Seitz, Geschäftsführer Stefan Zant, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 226328 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Medienallee 7 in 85774 Unterföhring, Deutschland. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Seven.One Sports GmbH (vormals: ProSiebenSat.1 Sports GmbH) (HRB 226328 des Amtsgerichtes München), Unterföhring Anhang für das Geschäftsjahr 2020Allgemeine HinweiseDie Gesellschaft firmierte bis zum 14. September 2020 als ProSiebenSat.1 Sports GmbH. Mit Wirkung vom 28. September 2020, dem Tag der Eintragung ins Handelsregister, lautet die neue Firma Seven.One Sports GmbH. Im Zuge der Verschmelzung durch Aufnahme des Gesellschafters ProSiebenSat.1 Entertainment GmbH (HRB 109376 des Amtsgerichtes München), Unterföhring, zum 21. April 2020, ist die Seven.One Entertainment Group GmbH (HRB 168016 des Amtsgerichtes München), Unterföhring, der neue Gesellschafter der Gesellschaft. Der vorliegende Jahresabschluss der Seven.One Sports GmbH (HRB 226328 des Amtsgerichtes München), Unterföhring, (im Folgenden auch Gesellschaft) ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist als privater Rundfunkveranstalter gemäß § 23 Abs. 1 RStV verpflichtet, einen Anhang nach Maßgabe der Vorschriften des Handelsgesetzbuches, die für große Kapitalgesellschaften gelten, zu erstellen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das bisher angewendete Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB beibehalten. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Jahresabschluss nicht genau zur angegebenen Summe addieren lassen und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Zahlen widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit mit einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gerechnet wird. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht angesetzt. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, und werden, soweit abnutzbar, um lineare Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit mit einer voraussichtlich dauernden Wertminderung gerechnet wird. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 Euro werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt. Für Vermögensgegenstände, die einen Netto-Einzelwert zwischen 250 Euro und 1.000 Euro haben, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird linear über fünf Jahre abgeschrieben. FinanzanlagenBei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zuschreibungen werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine Wertminderung entfallen sind. Die Bilanzierung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Die Überprüfung, ob ggf. eine dauerhafte Wertminderung der Anteile an verbundenen Unternehmen eingetreten ist, beurteilt die Seven.One Sports GmbH im Wesentlichen anhand vereinfachter Unternehmensbewertungen sowie beizulegender Zeitwerte und plausibilisiert diese mittels impliziter Multiples. Die beizulegenden Zeitwerte werden dabei mit Hilfe des Discounted Cash Flow Verfahren ermittelt. Es werden Bewertungen nach dem IDW RS HFA 10 "Anwendung der Grundsätze des IDW S 1 bei der Bewertung von Beteiligungen für die Zwecke eines handelsrechtlichen Jahresabschlusses" durchgeführt. Hierbei beruhen die Zahlungsströme auf beteiligungsindividuellen Planungen in der Regel über einen Zeitraum von fünf Jahren, die mit beteiligungsindividuellen Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Der hierbei verwendete Kapitalisierungszinssatz wird durch die Rendite einer risikoadäquaten Alternativanlage ermittelt. Des Weiteren werden die in der Vergangenheit wertberichtigten Anteile an verbundenen Unternehmen jährlich dahingehend überprüft, ob die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind. Auch für diese Anteile wird der beizulegende Wert der entsprechenden Finanzanlage auf Basis des IDW RS HFA 10 berechnet. Forderungen und Sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen ist den erkennbaren Risiken durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Flüssige MittelDie Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsguthaben werden zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag umgerechnet. RückstellungenDie Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. WährungsumrechnungAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verpflichtungen werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenIm abgelaufenen Geschäftsjahr wurden außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 259,3 Tsd. Euro (Vorjahr: 0,0 Tsd. Euro) vorgenommen. Finanzanlagen
1) Soweit nicht anders angegeben sind die Werte
zu Eigenkapital und Jahresergebnis dem letzten
vorliegenden, nach lokalem Recht aufgestellten
Jahresabschluss (Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2019)
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 5.899,2 Tsd. Euro (Vorjahr: 0,0 Tsd. Euro) vorgenommen. Aufgrund eines niedrigeren beizulegenden Wertes wurden im Geschäftsjahr 2020 bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen außerplanmäßige Abschreibungen auf den Beteiligungsbuchwert der SAM Sports - Starwatch Artist Management GmbH, Hamburg, in Höhe von 5.826,2 Tsd. Euro (Vorjahr: 0,0 Tsd. Euro) vorgenommen. Aufgrund eines niedrigeren beizulegenden Wertes wurden im Geschäftsjahr 2020 bei den Beteiligungen außerplanmäßige Abschreibungen auf den Beteiligungsbuchwert der Sportority Germany GmbH, München, in Höhe von 73,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 0,0 Tsd. Euro) vorgenommen. Die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 166,4 Tsd. Euro im Geschäftsjahr resultieren aus den nachträglichen Anschaffungskosten bei der MMP Event GmbH, Köln. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Zum Bilanzstichtag bestehen Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 531,7 Tsd. Euro (Vorjahr: 42,0 Tsd. Euro). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der ProSiebenSat.1 Media SE in Höhe von 12.834,6 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.265,3 Tsd. Euro) sowie Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von 4.682,5 Tsd. Euro (Vorjahr: 11.670,5 Tsd. Euro) und aus dem Cash Pooling in Höhe von 5.962,3 Tsd. Euro (Vorjahr: Verbindlichkeit in Höhe von 2.211,2 Tsd. Euro). Forderungen gegen Gesellschafter betreffen ausschließlich Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (Vorjahr: 0,0 Tsd. Euro). Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen, wie auch im Vorjahr, ausschließlich Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Zahlungen für Lizenzen in Höhe von 1.304,5 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.859,1 Tsd. Euro) und Forderungen aus Steuern in Höhe von 305,7 Tsd. Euro (Vorjahr: 589,8 Tsd. Euro). Aktiver RechnungsabgrenzungspostenDieser Posten beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Technik- und Lizenzgebühren für das kommende Geschäftsjahr. EigenkapitalDas Stammkapital der Gesellschaft beträgt, wie im Vorjahr, 25,0 Tsd. Euro. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 41.007,1 Tsd. Euro. Der Verlust des Geschäftsjahres 2020 wurde aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zum 31. Dezember 2020 von der ProSiebenSat.1 Media SE übernommen. Rückstellungen
Die Personalrückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Sonderzahlungen in Höhe von 514,9 Tsd. Euro (Vorjahr: 496,3 Tsd. Euro) und nicht genommenen Urlaub in Höhe von 262,5 Tsd. Euro (Vorjahr: 225,9 Tsd. Euro). VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.215,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 5.689,7 Tsd. Euro) enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 1.026,4,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 0,0 Tsd. Euro) und betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (Vorjahr: 3.478,4 Tsd. Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 59,5 Tsd. Euro (Vorjahr: 0,0 Tsd. Euro) umfassen ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 273,1 Tsd. Euro (Vorjahr: 250,6 Tsd. Euro). Passiver RechnungsabgrenzungspostenDieser Posten besteht im Wesentlichen aus der Abgrenzung von noch nicht erbrachten Leistungen für Veranstaltungen im kommenden Geschäftsjahr. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAußergewöhnliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Gutschriften von verbundenen Unternehmen im Rahmen von Incentive-Vereinbarungen in Höhe von 2.510,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 0,0 Tsd. Euro). Außergewöhnliche AufwendungenAufgrund eines niedrigeren beizulegenden Wertes wurden im Geschäftsjahr Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 5.899,2 Tsd. Euro (Vorjahr: 0,0 Tsd. Euro) vorgenommen. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen in der Bundesrepublik Deutschland erzielt. Auf eine weitere Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten wird daher verzichtet. Die sonstigen Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Erlöse aus Leistungsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen. Periodenfremde ErträgeVon den in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen periodenfremden Erträgen in Höhe von insgesamt 238,7 Tsd. Euro (Vorjahr: 172,1 Tsd. Euro) entfallen auf die Auflösung von Rückstellungen 89,8 Tsd. Euro (Vorjahr: 145,6 Tsd. Euro) und 148,9 Tsd. Euro (Vorjahr: 26,5 Tsd. Euro) auf eine Vielzahl von sonstigen Einzelsachverhalten. Periodenfremde AufwendungenDie periodenfremden Aufwendungen betragen 238,6 Tsd. Euro (Vorjahr: 186,9 Tsd. Euro) und entfallen auf Aufwendungen aus bezogenen Leistungen in Höhe von 145,9 Tsd. Euro (Vorjahr: 96,2 Tsd. Euro) und auf eine Vielzahl von sonstigen Einzelsachverhalten. Erträge aus der WährungsumrechnungDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 73,9 Tsd. Euro (Vorjahr: 59,6 Tsd. Euro) Erträge aus der Währungsumrechnung. Aufwendungen aus der WährungsumrechnungDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 28,6 Tsd. Euro (Vorjahr: 34,3 Tsd. Euro) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung. Steuern vom Einkommen und vom ErtragAufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages besteht eine gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft. Alle laufenden Ertragssteueraufwendungen werden bei der Organträgerin (ProSiebenSat.1 Media SE) ausgewiesen. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisseHaftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten Verpflichtungen aus Leistungsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen. Die Vereinbarungen sind auf unbestimmte Zeit geschlossen und können zum Ablauf eines Kalenderjahres gekündigt werden. Beherrschungs- und GewinnabführungsvertragZwischen der ProSiebenSat.1 Media SE, Unterföhring, und der Gesellschaft besteht seit dem 13. März 2017 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. NachtragsberichtZwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2020 und dem 31. März 2021 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Prüfungs- und BeratungsgebührenAuf die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese im Anhang des Konzernabschlusses der ProSiebenSat.1 Media SE zum 31. Dezember 2020 enthalten sind. KonzernverhältnisseDie Seven.One Sports GmbH, Unterföhring, nimmt die Befreiung von der Verpflichtung der Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 291 Abs. 2 Nr. 3 HGB in Anspruch. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE (HRB 219439 des Amtsgerichtes München), Unterföhring, einbezogen. Die ProSiebenSat.1 Media SE, Unterföhring, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der ProSiebenSat.1 Media SE wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. MitarbeiterDie Gesellschaft beschäftigte während des Geschäftsjahrs durchschnittlich 50 Mitarbeiter. OrganeAls Geschäftsführer sind bzw. waren bestellt: Zeljko Karajica, Geschäftsführer (bis 29. Februar 2020) Thomas Port, Geschäftsführer (ab 1. März 2020) Markus Pieper, Geschäftsführer (bis 12. Mai 2020) Jan-Ulrich Seitz, Geschäftsführer (ab 13. Mai 2020) Stefan Zant, Geschäftsführer Gesamtbezüge der GeschäftsführungDie Mitglieder der Geschäftsführung erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 1.132,0 Tsd. Euro.
Unterföhring, den 31. März 2021 Thomas Port, Geschäftsführer Jan-Ulrich Seitz, Geschäftsführer Stefan Zant, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Seven.One Sports GmbH PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Seven.One Sports GmbH, Unterföhring, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Seven.One Sports GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 1. April 2021 Ernst
& Young GmbH
Mielke, Wirtschaftsprüferin Kübler, Wirtschaftsprüferin Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2020der ProSiebenSat.1 Sports GmbH:Die Gesellschafter der Seven.One Sports GmbH haben mit Gesellschafterbeschluss vom 02.08.2021 den Jahresabschlusses zum 31.12.2020 mit einer Bilanzsumme von 56.447.290,24 Euro festgestellt. |
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