CPG
Engineering & Commercial Services GmbH
Düsseldorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS
1. Geschäftsmodell
Die CPG Engineering & Commercial Services GmbH
(nachfolgend "CPG Engineering" oder "Gesellschaft" genannt)
mit Sitz in Düsseldorf ist eine große
Kapitalgesellschaft, welche auf dem Gebiet der
metallerzeugenden und stahlverarbeitenden
Industrie und des Bergbaus hauptsächlich in den
Bereichen Projekt-Engineering, Handelsgeschäft sowie
der Bereitstellung technischer Dienst- und
Serviceleistungen tätig ist.
Die Gesellschaft agiert hierbei in erster Linie im
Rahmen von Joint-Ventures als Konsortialpartner und ist
für die Beschaffung, Koordination sowie Beratung und
Überwachung im Zuge vorgenannter Projekte
zuständig.
Darüber hinaus ist die Gesellschaft ebenfalls im
klassischen Streckengeschäft, d.h. im Ein- und Verkauf
von Ausrüstung, Ersatzteilen sowie Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffen in der Stahl- und Bergbauindustrie
tätig.
Die CPG Engineering ist ein international agierendes
Unternehmen mit einer gewissen Fokussierung im
Absatzbereich auf den Mittleren und Fernen Osten. Dabei ist
die Islamische Republik Iran als einer unserer
Hauptabsatzmärkte hervorzuheben.
2. Unternehmensstrategie
Neben der konsequenten Verfolgung unserer
strategischen Ziele im Rahmen der langfristigen Planung hat
sich unsere Gesellschaft in diesem Berichtsjahr
insbesondere mit der Schaffung effizienterer Strukturen und
einer höheren Differenzierung der einzelnen
Unternehmensbereiche auseinandergesetzt. Eine klare Markt-
und Kundenorientierung, gepaart mit der Ausweitung unserer
Engineering-Kompetenz sowie die kontinuierliche Personal-
und Managemententwicklung sind weiterhin die
Rahmenbedingungen für den nachhaltigen Erfolg unseres
Unternehmens. Die Optimierung des Projektmanagements sowie
der Beschaffungs- und Logistikprozesse sind dauerhafte
Herausforderungen in unserem Umfeld. Das Ziel der
fortwährenden Arbeit an der Verbesserung von
Qualität und Effizienz dieser Prozesse sind die
Steigerung der Ertragskraft sowie die Ermöglichung
eines nachhaltigen Wachstums der Gesellschaft. Die CPG
Engineering verfolgt konsequent ihre
Internationalisierungsbestrebungen, um am höheren
Wachstum der Schwellenländer partizipieren zu
können. Die Länder im Mittleren Osten sind
für uns bestehende attraktive Zielmärkte mit
weiterhin guten Wachstumsprognosen. Dem darüber hinaus
mittelfristig großen Potential des asiatischen Raumes
versucht die Gesellschaft durch eine Intensivierung ihrer
Aktivitäten in dieser Region Rechnung zu tragen.
3. Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft betreibt keine explizite Forschung
und Entwicklung.
II. WIRTSCHAFTSBERICHT
1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene
Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Lage Die
konjunkturelle Abkühlung der Weltwirtschaft setzte
sich in 2023 erneut fort. Die hohen Inflationsraten und die
damit einhergehende Verschärfung der Geldpolitik
beeinflussten die gesamtwirtschaftliche Entwicklung
weiterhin. Der anhaltende russische Angriffskrieg gegen die
Ukraine, die weiterhin bestehende Energiekrise in Europa
sowie die anhaltenden Störungen in den globalen
Lieferketten verhinderten eine deutliche Erholung der
Volkswirtschaften. Die USA, Japan sowie einige
größere Schwellenländer erwiesen sich als
durchaus resilient. Zusätzlich führten politische
Spannungen im Nahen Osten und der Handelskonflikt zwischen
den USA und China zu einem Anstieg der Unsicherheit und zu
einer zusätzlichen Belastung des Geschäftsklimas
im Berichtszeitraum. Insgesamt betrug das
Wirtschaftswachstum plus 3,2% (Quelle: World Economic
Outlook April 2024, IWF).
Die Europäische Union entwickelte sich
wirtschaftlich im Berichtszeitraum aufgrund der Belastungen
durch die starken Preissteigerungen und eine verhaltene
Konsumnachfrage deutlich schwächer. Die
Geschäftsentwicklung in den dienstleistungsnahen
Sektoren und der Industrie gab spürbar nach. Der
konjunkturelle Verlauf in 2023 führte letztendlich zu
einem geringen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) der
Eurozone um 0,4%. Frühindikatoren deuten auf eine
leichte Verbesserung des Wirtschaftsklimas für Europa
sowie eine gleichbleibende Entwicklung für die
Weltwirtschaft hin.
Die deutsche Volkswirtschaft stabilisierte sich auf
niedrigem Niveau, agierte jedoch weiterhin in einem
konjunkturell schwierigen Umfeld und, belastet durch
Energie- und Rohstoffengpässe, ein deutlich
gestiegenes Verbraucherpreisniveau und eine schwache
Auslandsnachfrage wenig dynamisch. Das BIP verminderte sich
im Berichtszeitraum um -0,3% (2022: 1,8%). Für das
Jahr 2024 erwarten die Wirtschaftsforschungsinstitute einen
Anstieg des BIP von -0,3 bis zu 0,2%.
Die USA verzeichneten einen Anstieg des
Bruttoinlandsproduktes im Vergleich zum Vorjahr um 2,5%,
aufgrund beständiger Investitionen und robuster
privater Konsumnachfrage. Chinas Wirtschaft konnte aufgrund
der Abkehr von der Zero-COVID-Strategie im Berichtszeitraum
um 5,2% (2022: 3,0%) wachsen. Verunsicherungen aufgrund von
drohenden Kreditausfällen im chinesischen
Immobiliensektor verhinderten eine bessere Entwicklung.
Erst ab dem dritten Quartal konnten wieder Zuwächse
verzeichnet werden. Das Wachstum der Weltwirtschaft wirkte
sich auch auf die Entwicklung der Schwellenländer aus.
Trotz teilweise kräftiger Schwankungen verzeichnete
die Wirtschaft der Schwellenländer in 2023 eine
leichte Erhöhung um 4,3% (2022: 4,1%).
Die iranische Wirtschaft leidet, nach dem einseitigen
Austritt der USA aus dem unilateralen Atomabkommen (JCPOA),
weiterhin erheblich unter den sekundären
extraterritorialen US-Sanktionen. Innenpolitische Probleme
sowie zunehmende Spannungen im Nahen Osten verhindern eine
Normalisierung der konjunkturellen Lage. Die Prognosen der
Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF)
verzeichneten trotz allem ein verhaltenes Wachstum der
iranischen Wirtschaft im vergangenen Jahr. Laut Angaben des
Statistischen Bundesamtes verringerten sich die Einfuhren
der Bundesrepublik Deutschland aus dem Iran um 18,0% auf
0,25 Mrd. Euro (2022: 0,30 Mrd. Euro). Die Ausfuhren
sanken um 24,2% gegenüber dem Vorjahreswert auf 1,20
Mrd. Euro (2022: 1,58 Mrd. Euro). Europaweit (EU-27)
beliefen sich die Exporte in den Iran auf lediglich 3,94
Mrd. Euro (minus 5,9%), die Importe nahmen im
Berichtszeitraum um -24,3% (0,80 Mrd. Euro) ab. Bedeutende
Handelspartner des Iran außerhalb der EU sind
u.a. China, die Vereinigten Arabischen Emirate, die
Türkei und Indien.
In 2023 hatte der Iran trotz vieler interner und
externer Herausforderungen aufgrund weltweit höherer
Öl- und Gaspreise sowie gestiegener Exporte
insbesondere nach Asien ein leichtes Wirtschaftswachstum zu
verzeichnen. Das reale Bruttoinlandsprodukt erhöhte
sich laut Einschätzung des Internationalen
Währungsfonds gegenüber dem Vorjahr auf 4,7%
(2022: 3,8%).
Branchenspezifische Entwicklung Die weltweite
Stahlproduktion blieb in 2023 mit einem Volumen von 1.850
Mio. Tonnen Rohstahl (-0,12%) nahezu konstant, bei jedoch
signifikanten Rückgängen in der EU. Während
sich die Produktion in der Europäischen Union um rund
7,4% verringerte, verharrte die Stahlproduktion laut
Angaben des Weltstahlverbandes (World Steel Association) im
Jahr 2023 in den USA mit plus 0,2% und in China mit 0% auf
Vorjahresniveau. Eine anfängliche Nachfrageerholung
wurde ab dem zweiten Quartal durch eine merkliche
Abkühlung abgelöst, unter anderem aufgrund hoher
Preisunterschiede zwischen Europa und Asien sowie einer
schwachen Nachfrage der stahlverarbeitenden Branchen. Die
deutschen Stahlproduzenten agieren nach wie vor in einem
schwierigen Marktumfeld, geprägt von einem intensiven
Preiswettbewerb.
Eine verhältnismäßig schwache
Entwicklung verzeichnete ebenfalls der Maschinen- und
Anlagenbau in 2023. Der Branchenumsatz verringerte sich
weltweit um ca. -1,5% auf ca. 3.280 Mrd. Euro.
Größter Anbieter blieb erneut China, gefolgt von
den USA und Deutschland. Das Umsatzniveau des deutschen
Maschinenbaus betrug in 2023 insgesamt 383 Mrd. Euro bei
einem Wachstum von 7,9% im Vergleich zum vorangegangenen
Jahr. Asien blieb weiterhin mit mehr als der Hälfte
des gesamten Weltmaschinenumsatzes die
größte Fertigungsregion im Maschinen- und
Anlagenbau, gefolgt von Europa. (Quelle: VDMA).
Der Iran steigerte seine Rohstahlproduktion in 2023
auf ca. 31,1 Mio. Tonnen (2022: 29,3 Mio. Tonnen) und
blieb damit auf dem 10. Rang der 50 weltweit
wichtigsten Stahlproduzenten. Gegenüber dem Vorjahr
ergab sich somit eine Erhöhung der Produktion um 1,8%
(Quelle: World Steel Association).
2. Geschäftsverlauf und finanzielle
Leistungsindikatoren Maßgebende Leistungsindikatoren
für die Unternehmenssteuerung sind die
Umsatzerlöse, der Auftragsbestand und das Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Im Berichtsjahr verringerte sich der Umsatz der CPG
Engineering im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 79.956 (2022:
TEUR 83.364). Während sich insbesondere das
Projektgeschäft merklich erholte, reduzierte sich
bedingt durch anhaltende Schwierigkeiten in den
Lieferketten der Handel mit Maschinen, Ersatzteilen und
Sonstigem um etwas mehr als die Hälfte. Deutliche
Umsatzrückgänge ergaben sich ebenfalls aufgrund
geringerer Nachfrage und volatiler Preise beim Handel mit
Stahl und Metallen. Dagegen führten vermehrte
Bestellungen der Kunden im Bereich Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe zu deutlichen Umsatzsteigerungen in diesem
Bereich. Die im Vorjahr prognostizierten Jahresumsätze
konnten nicht erreicht werden. Der tatsächliche
Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr betrug 4,1%.
Der Anteil des Projektgeschäftes in Bezug auf die
Jahresumsätze lag im Berichtsjahr bei 44,2%.
Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der
Gesellschaft lag auch im vergangenen Geschäftsjahr
unverändert außerhalb der Europäischen
Union. Der Handel mit der Islamischen Republik Iran betrug
hierbei 85,4%, gemessen an den Gesamterlösen des
letzten Jahres. Aufgrund der hohen Exportquote konnte die
Gesellschaft auch im vergangenen Geschäftsjahr trotz
eingetrübter Konjunkturaussichten
verhältnismäßig stabile Erträge
erwirtschaften.
Der Auftragsbestand belief sich im
Projektbereich, bezogen auf den Stichtag und Projekte
mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, auf TEUR 55.000
(2022: TEUR 88.500).
Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2023
trotz der krisenbedingten Verwerfungen erfolgreich
abgeschlossen und weist ein Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit (vor Steuern) in Höhe von
TEUR 588 (2022: TEUR 653) sowie einen Jahresüberschuss
von TEUR 398 (2022: TEUR 547) aus. Die Prognose des
Vorjahres wurde somit nicht erreicht. Dies resultiert im
Wesentlichen aus dem Rückgang des Stahlgeschäftes
der Gesellschaft sowie aus den geringeren
Handelsumsätzen in den Bereichen Maschinen,
Ersatzteile und Sonstigem.
3. Lage
Ertragslage Der Umsatzrückgang korrespondierte
im Berichtszeitraum nur bedingt mit der Entwicklung des
Ergebnisses. Als Folge des geringeren, jedoch weniger
margenstarken Handelsvolumens erhöhte sich absolut
gesehen auch der Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe sowie für Stahl und Metalle. Der
Materialaufwand belief sich in 2023 auf insgesamt TEUR
76.216 (2022: TEUR 78.895).
Im Verhältnis zur Gesamtleistung
(Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung
und sonstige betriebliche Erträge) hat sich der
Materialaufwand von 94,61% im Vorjahr auf 95,3%
erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf Verschiebungen
der Umsatzanteile innerhalb der vorhandenen Kunden- und
Projektstruktur, geringere Margen im Stahlgeschäft als
auch gestiegene Lieferantenpreise zurückzuführen.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen wurde in
Höhe von TEUR 78 ein Ertrag aus der Auflösung von
sonstigen Rückstellungen erfasst.
Im Berichtsjahr erfolgten weitere Anpassungen des
Personalbedarfs an die Erfordernisse der
Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft,
insbesondere durch konzerninterne Umstrukturierungen.
Dementsprechend verminderte sich der Aufwand im
Berichtsjahr um TEUR 290 auf TEUR 2.309 (2022: TEUR 2.599).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen
TEUR 1.406 gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR 1.498.
Die Aufwendungen korrespondieren in 2023
grundsätzlich mit der Höhe des
Geschäftsvolumens der Gesellschaft. Des Weiteren
wurden im Berichtsjahr weitere Anstrengungen unternommen,
die laufenden Betriebskosten zu optimieren. Die wesentliche
Veränderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen
resultiert aus der Erhöhung der
Gewährleistungsrückstellungen. Die Erhöhung
resultiert aus dem Abschluss von Projekten im
Geschäftsjahr. Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus TEUR 673
(Vorjahr TEUR 577) für Gewährleistungen und
Gewährleistungsrückstellungen, TEUR 214 (Vorjahr
TEUR 279) für Beratungsleistungen und IT-Aufwendungen
sowie TEUR 213 (Vorjahr TEUR 196) für Gäste- und
Reisekosten zusammen.
Der Zinsertrag erhöhte sich aufgrund begrenzter
Anlagemöglichkeiten auf TEUR 97 im Vergleich zum
Vorjahr (2022: TEUR 95) nur geringfügig. Die
fortgesetzte expansive Geldpolitik der Notenbanken, ein
historisch niedriges Zinsniveau und fehlende kurzfristige
Anlagemöglichkeiten erschweren jedoch signifikante
Verbesserungen diesbezüglich.
Der Ertragsteueraufwand belief sich im
Jahresvergleich auf TEUR 189 (2022: TEUR 106).
Ausgehend vom operativen Ergebnis ist das
Jahresergebnis unserer Gesellschaft mit TEUR 398 (2022:
TEUR 547) trotz aller Belastungen zufriedenstellend, lag
jedoch unter den Erwartungen für das
Geschäftsjahr 2023.
Finanzlage Das Finanzmanagement umfasst vor allem die
Beschaffung der notwendigen finanziellen Mittel und
die Steuerung der Inanspruchnahme innerhalb der
Gesellschaft sowie die Absicherung von Zins-,
Fremdwährungs- und Rohstoffrisiken.
Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt
hauptsächlich über Eigenmittel, Anzahlungen und
die Vereinbarung von Lieferantenkrediten. Dies
ermöglicht gegebenenfalls eine kosteneffiziente
Fremdkapitalbeschaffung und hat gleichzeitig positive
Auswirkungen auf das Zinsergebnis. Zum Bilanzstichtag weist
die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von
TEUR 23.872 aus (2022: TEUR 23.474).
Der Wert der Rückstellungen beläuft sich
auf insgesamt TEUR 3.141 (2022: TEUR 3.146) und ergab
sich im Wesentlichen aus Gewährleistungs- und
Personalverpflichtungen.
Um die erfolgreiche Durchführung insbesondere
unserer Projekttätigkeiten zu gewährleisten,
werden bereits im Zeitpunkt der Anbahnung neuer Projekte
entsprechende Regelungen getroffen, welche die
Zahlungsfähigkeit des Unternehmens bezüglich
eingegangener vertraglicher Verpflichtungen gegenüber
den Lieferanten sicherstellen. Hieraus resultiert vor allem
die Höhe der erhaltenen Anzahlungen. Diese betrugen
zum Bilanzstichtag TEUR 52.443 (2022: TEUR 17.061). Der
Anstieg der Anzahlungen ergibt sich im Wesentlichen aus dem
Zufluss zusätzlicher liquider Mittel kurz vor Ende des
Geschäftsjahres 2023 für zukünftige
Bestellungen von Maschinen und Ersatzteilen.
Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen, welche sich zum Bilanzstichtag
auf insgesamt TEUR 13.663 (2022: TEUR 7.634) beliefen,
resultiert insbesondere aus der Verlängerung von
Zahlungszielen gegenüber den Lieferanten in das
kommende Geschäftsjahr sowie aus Warenlieferungen und
bezogenen Leistungen kurz vor dem Bilanzstichtag.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023
insgesamt TEUR 14 (2022: TEUR 38) in
Sachanlagevermögen investiert. Neben den Investitionen
in Sachanlagen ergaben sich ebenfalls Abgänge aus
Sachanlagen in Höhe von TEUR 61. Darüber hinaus
ergaben sich keine weiteren signifikanten
Veränderungen der langfristigen Vermögenswerte.
Der Wert der Finanzanlagen betrug insgesamt TEUR 4.752
(2022: TEUR 4.902). Dabei handelt es sich um Beteiligungen
an verbundenen Unternehmen, die aus dem Anhang ersichtlich
sind. Die Verringerung der Finanzanlagen ist auf den
Verkauf einer Beteiligung bei den verbundenen Unternehmen
zurückzuführen.
Die CPG Engineering war jederzeit in der Lage ihren
Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Zum
Bilanzstichtag lag die Liquidität der Gesellschaft bei
einem Wert von TEUR 8.395 gegenüber dem
Vorjahresniveau von TEUR 5.561. Die Erhöhung ist
hauptsächlich auf die Bereitstellung liquider Mittel
unserer Kunden für bevorstehende Bestellungen im
Projekt- und Handelsbereich sowie verlängerte
Zahlungsziele an die Lieferanten zurückzuführen:
während die Mittelzuflüsse aus Projekten in
weiten Teilen bereits am Projektanfang in Form von
Anzahlungen erfolgen, werden die Nachunternehmerleistungen
mit diesen Mitteln im weiteren Projektverlauf gezahlt.
Vermögenslage Die Bilanzsumme belief sich in
2023 auf TEUR 95.942 (2022: TEUR 118.766) und lag damit
TEUR 22.824 unter dem Vergleichswert zum 31.12.2022.
Die kurzfristigen Vermögenswerte und
Rechnungsabgrenzungsposten lagen zum 31. Dezember 2023
bei TEUR 91.123. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt die
Verminderung TEUR 22.651 und ist vor allem auf die
Verrechnung von Forderungen sowie geringere Anzahlungen
zurückzuführen. Die geleisteten Anzahlungen
betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 43.201 (2022: TEUR
47.040). Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein um
TEUR 22.864 niedrigerer Bestand an Forderungen und
sonstigen Vermögensgegenständen der
einerseits leistungsbedingt und andererseits stichtags- und
abrechnungsbedingt ist. Die Forderungen gegen
verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der
Abrechnung von Leistungen mit unseren
Tochtergesellschaften. Der Wert der sonstigen
Vermögensgegenstände resultiert aus dem
Rückzahlungsanspruch gegen einen Lieferanten. Wir
verweisen auf die Erläuterungen im Risikobericht
(rechtliche Risiken) bezüglich des bestehenden
Rechtsstreits.
4. Nicht finanzielle Erfolgsfaktoren
Trotz einer schwachen gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung, der Anpassungen der operativ-strategischen
Planung der zukünftigen Aktivitäten der
Gesellschaft sowie der Fortführung struktureller
Veränderungen innerhalb des Konzerns ist im
Berichtsjahr die Mitarbeiterzahl konstant geblieben. So
waren im Unternehmen zum Bilanzstichtag 20 Mitarbeiter
(2022: 20) beschäftigt. Ein wesentlicher
Schwerpunkt unserer Personalarbeit ist es bestehende und
neu eingestellte Mitarbeiter gezielt zu fördern und
langfristig an uns zu binden, um so die Rahmenbedingungen
für die weitere Entwicklung unseres Unternehmens zu
schaffen.
5. Gesamtaussage zum Geschäftsjahr
Die CPG Engineering behauptete sich in 2023, trotz
einer Abschwächung der Umsätze, in einem
äußerst schwierigen Geschäftsumfeld und
führte ungeachtet der Herausforderungen den Ausbau
seiner geschäftlichen Aktivitäten weiter
fort. Die Gesellschaft bekräftigt, unabhängig vom
diesjährigen geringeren Ergebnis, ihre
unternehmerische Entscheidung, sich weiterhin um neue
Aufträge im Projektbereich zu bemühen. Das
Nachlassen des Handelsvolumens im Vergleich zum
Vorjahr war bedingt durch schwere externe Belastungen des
konjunkturellen Umfelds aufgrund des
Ukraine-Russland-Krieges und weiterer geopolitischer
Konflikte. Die bereits in den Vorjahren begonnene
Neuausrichtung des Unternehmens und eine ausgewogenere
Gewichtung der Handelsaktivitäten sind wesentliche
Faktoren zur Abmilderung dieser negativen Effekte auf die
Gesellschaft.
III. PROGNOSEBERICHT
Die Weltwirtschaft wird auch in 2024 vor weiteren
Herausforderungen stehen. Nach der verhaltenen
Wiederbelebung der globalen Industrieproduktion im Vorjahr
zeichnete sich bereits zu Beginn dieses Jahres eine
insgesamt stagnierende Entwicklung der Weltwirtschaft ab.
Es bleiben grundlegende Unsicherheiten bzgl. der globalen
Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die
Ukraine, der Spannungen im Nahen Osten und des
Inflationsdrucks hinsichtlich des allgemeinen Preisniveaus
bestehen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht
in seiner Vorhersage von keiner signifikanten
Veränderung des weltwirtschaftlichen Klimas aus. Als
belastend für die weltwirtschaftliche Entwicklung
könnten sich neben dem fortwährenden Konflikt
zwischen Russland und der Ukraine, damit einhergehende
Verwerfungen in Bezug auf Handelsströme und
Lieferketten, die zunehmenden geo-politischen Konflikte im
Nahen Osten, Handelskonflikte und zunehmender
Protektionismus, die Zunahme der Energie- und
Rohstoffkosten, eine gleichbleibend hohe Teuerungsrate aber
auch zunehmende klimatische Veränderungen
herausstellen. Während bei den Schwellen- und
Entwicklungsländern mit einer Zunahme von etwa 4,2%
gerechnet wird, erwartet der IWF, dass die
Wirtschaftleistung der Industriestaaten in 2024 lediglich
um 1,7% steigen wird. Eine Vielzahl möglicher, den
weiteren Konjunkturverlauf beeinträchtigenden
Unsicherheiten, wie etwa zunehmende protektionistische
Bestrebungen einzelner Länder und hohe
Staatsverschuldungen werden eine rasche Erholung der
Volkswirtschaften deutlich erschweren. Die weiterhin
bestehende Unsicherheit unter den Marktteilnehmern im
Zusammenhang mit der Handelspolitik zwischen den USA und
China dürfte den Handel in einigen Regionen
zusätzlich spürbar belasten. Der IWF
prognostiziert derzeit eine Erholung der Weltwirtschaft
für das Jahr 2024 in Höhe des Vorjahresniveaus
von 3,2%. (World Economic Outlook April 2024, IWF).
Der Weltstahlverband (World Steel Association)
schätzt, dass sich die weltweite Stahlnachfrage in
2024 um 1,73% auf 1,79 Mrd. Tonnen erhöhen wird.
Unterstützung erfährt die Branche weiterhin durch
den Infrastrukturausbau sowie durch eine geringfügig
anziehende Stahlnachfrage im Immobiliensektor vornehmlich
in den Schwellen- und Entwicklungsländern,
insbesondere in Asien mit Ausnahme von China, für
welches eine Stagnation erwartet wird. Grund für den
verhaltenen Ausblick ist der Angriff Russlands auf die
Ukraine und die damit verbundenen Auswirkungen auf die
globalen Lieferketten, das allgemein hohe Preisniveau sowie
das allgemeine konjunkturelle Umfeld. Für die
MENA-Region (Middle East & North Africa) wird von einem
Wachstum für 2024 in Höhe von 4,7%
ausgegangen.
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau
(VDMA) rechnet für 2024 mit einem
Produktionsrückgang, wobei für Deutschland von
einer Verringerung um ca. 4,0% ausgegangen wird. Diese
Prognose ist jedoch von Unsicherheiten in Abhängigkeit
von einer Vielzahl makroökonomischer und
geopolitischer Faktoren geprägt. Weitere Gründe
sind der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sowie
die Spannungen zwischen den USA und China. Zudem
könnten sich neben Lieferengpässe und anziehenden
Rohstoffpreise die aktuell hohen Inflationsraten sowie
Zinserhöhungen der Notenbanken negativ auf die
Investitionsbereitschaft auswirken.
Trotz des allgemeinen Marktumfeldes in unseren
Hauptabsatzmärkten, einer verhaltenen
Investitionsbereitschaft seitens der metallerzeugenden und
stahlverarbeitenden Industrie und des Bergbaus,
sowie bedingt durch die weiterhin bestehenden Sanktionen
der US-Administration, geht die CPG Engineering für
das Geschäftsjahr 2024 bislang von einem
Auftragsbestand auf Vorjahresniveau für das
Projektgeschäft und einem insgesamt verbesserten
Jahresumsatz (+ 35%) aus. Sofern sich die Belastungen der
Geschäftsaktivitäten im Bereich des kurzfristigen
Handelsgeschäftes sowie die Volatilität beim
Stahlhandel in Grenzen halten und sich die bis dato
angespannte politische Situation in der MENA-Region
beruhigt, erwartet die Gesellschaft weitere
Umsatzverbesserungen für den Geschäftsbereich des
Handels mit Stahl und Metallen. Insgesamt können
für das laufende Jahr derzeit lediglich tendenzielle
Aussagen getroffen werden. Für das Geschäftsjahr
2024 erwartet die Gesellschaft derzeit ein positives
Jahresergebnis, oberhalb des Niveaus des Berichtsjahres.
Kurzfristige Bestellungen von Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffen in der zweiten Jahreshälfte
könnten für zusätzliche positive Impulse
sorgen, sofern sich die Lage im Iran stabilisieren sollte
(siehe Risiko- und Chancenbericht). Das Investitionsvolumen
wird voraussichtlich unter dem Niveau des abgelaufenen
Geschäftsjahres liegen. Trotz eines herausfordernden
Geschäftsumfeldes geht die Gesellschaft auch für
2024 von einem positiven Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit bei steigenden Umsätzen
aus.
Obwohl zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine
belastbaren Informationen über die künftige
Entwicklung der relevanten Rahmenbedingungen für das
Jahr 2025 ff. zur Verfügung stehen, werden die mittel-
und langfristigen Aussichten für die
Gesellschaft jedoch grundsätzlich als positiv
angesehen. Für das Geschäftsjahr 2024 ist ein
Jahresüberschuss vor Steuern von TEUR 600- TEUR 750
budgetiert.
IV. RISIKO- UND CHANCENBERICHT
1. Risikobericht
Risikomanagementsystem Das Risikomanagement der
Gesellschaft hat sich auch im vergangenen
Geschäftsjahr als effektiv erwiesen.
Im Rahmen der Geschäftstätigkeit des
Unternehmens ist es oftmals notwendig, Risiken
einzugehen, um Chancen wahrzunehmen. Aufkommende Risiken
müssen jedoch früh erkannt und durch
entsprechende Maßnahmen vermieden bzw. reduziert
werden. Daher werden wesentliche Risiken identifiziert,
bewertet und überwacht sowie in das reguläre
Berichtswesen, die Mittelfristplanung und in
Strategiegespräche integriert. Grundsätzlich
gilt in der Gesellschaft das Vier-Augen-Prinzip. Daneben
ermöglichen flache Hierarchien, direkte Berichtswege
und monatliche Zwischenabschlüsse die Erkennung von
Risiken und die frühzeitige Aufdeckung von Fehlern.
Risiken Markt- und Umfeldrisiken Für die CPG
Engineering ergibt sich das Marktrisiko im Wesentlichen aus
der Nachfrageentwicklung, uneinheitlichen
Konjunkturentwicklungen sowie dem Wettbewerbsumfeld.
Ein moderates Risiko sehen wir im tendenziell leicht
abnehmenden derzeitigen Auftragsbestand und in der
Notwendigkeit zur Akquisition von neuen Aufträgen. Die
CPG Engineering nimmt weiterhin regelmäßig an
Projektausschreibungen teil und hält
diesbezüglich bei kleineren Projekten mit kurzer
Laufzeit eine Auftragserteilung bis Ende des
Geschäftsjahres 2024 für wahrscheinlich. Die
Möglichkeiten der Akquisition von neuen
Großaufträgen hingegen werden unter den
gegebenen Umständen als gering eingestuft.
Zusätzlich könnten sich Risiken aus der
derzeit nicht vorhersehbaren US-Handelspolitik, der
weiteren Ölpreisentwicklung und Verwerfungen auf den
Finanzmärkten ergeben, was zu
Liquiditätsengpässen auf der Lieferantenseite,
einhergehend mit höheren Anzahlungen bzw.
kürzeren Zahlungszielen sowie einer weiter
sinkenden Investitionstätigkeit bei den Abnehmern
führen könnte.
Die, mit dem Austritt der USA aus dem Atomabkommen,
in 2018 wieder in Kraft gesetzten und fortlaufend
verschärften Wirtschaftssanktionen seitens der USA
gegenüber der Islamischen Republik Iran werden auch in
2024 weiterhin deutlich spürbar sein. Vorhandene
Beschränkungen im Waren- und Dienstleistungsverkehr
mit dem Iran sowie insbesondere technische und
administrative Schwierigkeiten der Banken bei der Umsetzung
eines reibungslosen Finanzverkehrs bestehen weiterhin und
werden der CPG Engineering die Geschäftstätigkeit
in Bezug auf ihr Irangeschäft weiter erschweren,
einhergehend mit einem relativ hohen Abwicklungs- und
Verwaltungsaufwand. Aufgrund der derzeitigen politischen
Lage im Nahen Osten ist von einer baldigen Normalisierung
der Verhältnisse nicht auszugehen. Obwohl die Folgen
der Wirtschaftssanktionen gegenüber der Islamischen
Republik Iran insgesamt derzeit noch nicht vollständig
absehbar sind, so stellen ihre Auswirkungen für unsere
Gesellschaft gleichwohl weiterhin eine erhebliche Belastung
dar. Dies betrifft nicht nur die Restriktionen auf der
Absatzseite, sondern auch die Beschaffungsseite und den
Finanzverkehr. Die Herausforderungen neue
Geschäftspartner zu finden bzw. teilweise bestehende
Geschäftsbeziehungen auf der Lieferantenseite
aufrechtzuerhalten bestehen für unser Unternehmen im
Bereich des Irangeschäftes weiterhin.
Hinsichtlich der Ausführung der Auswirkungen des
Russland-Ukraine-Konfliktes verweisen wir auf den
Prognosebericht.
Finanzwirtschaftliche Risiken Den Umgang mit Risiken
im Finanzbereich regelt die CPG Engineering, indem sie
Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und die
erforderlichen Kontrollen in enger Abstimmung mit der
Geschäftsführung koordiniert.
Die operativen Risiken, insbesondere unsere
Forderungsrisiken, werden mit Hilfe des internen
Debitorenmanagements identifiziert und überwacht. Es
erfolgt eine laufende Kontrolle der Außenstände
und Ausfallrisiken. Durch die erhaltenen Anzahlungen
bestehen bei den betreffenden Auftraggebern jedoch ohnehin
keine Ausfallrisiken.
Darüber hinaus werden Anzahlungen an Lieferanten
nach Möglichkeit durch Garantien bzw.
Bürgschaften abgesichert. Aufgrund des schwierigen
Marktumfeldes, in dem sich unsere Gesellschaft bewegt, ist
dies jedoch nur in Ausnahmefällen möglich.
Insoweit unterliegen wesentliche Teile der geleisteten
Anzahlungen einem Ausfallrisiko.
Der Anteil der liquiden Mittel im Verhältnis zur
Bilanzsumme unterliegt einem gewissen
Zinsänderungsrisiko in Bezug auf die Anlage liquider
Mittel bei Banken. Die derzeitige Notenbankpolitik kann zu
einer Beibehaltung der historisch niedrigen
Leitzinssätze und damit zu weiteren Zinsbelastungen
führen.
Gewährleistungsrisiken Es bestehen
Gewährleistungsrisiken in Bezug auf die in Arbeit
befindlichen Großprojekte. Hierfür wird
über eine Rückstellung bereits eine bilanzielle
Vorsorge getroffen, die auf der Branchenerfahrung unseres
Managements beruht. Die tatsächlichen Risiken werden
sich jedoch nach der Inbetriebnahme und im Laufe des
Betriebs der entsprechenden Anlagen manifestieren.
Rechtliche Risiken Um mögliche Risiken aus den
vielfältigen steuer-, umwelt- und
wettbewerbsrechtlichen sowie sonstigen Regelungen und
Gesetzen auszuschließen, achtet die Gesellschaft auf
deren strikte Einhaltung und nutzt die umfassende
rechtliche Beratung sowohl durch unsere eigenen Fachleute
als auch durch ausgewiesene externe Spezialisten.
Bezüglich etwaiger Prozessrisiken verweist die
Gesellschaft auf einen noch laufenden Rechtsstreit mit
einem ehemaligen Lieferanten. Das anhängige
Klageverfahren bezieht sich auf die Rückforderung
einer geleisteten Anzahlung im hohen einstelligen
Millionenbetrag, nebst Zinsen, sowie auf Schadensersatz
wegen Nichterfüllung des Liefervertrages. Strittig ist
insbesondere, zu welchem Zeitpunkt wir die Rückzahlung
verlangen können. Unsere Gesellschaft bewertet die
Erfolgsaussichten, dass das Gericht den
Rückzahlungsanspruch als fällig einstuft, als
hochwahrscheinlich, so dass keine Wertberichtigung der
unter den sonstigen Vermögensgegenständen
ausgewiesenen Anzahlung vorgenommen wurde. Obgleich unserer
Gesellschaft bereits in erster und zweiter Instanz Recht
zugesprochen wurde, unterliegt das Urteil noch einer
gewissen Unsicherheit, da der Gegenseite die
Möglichkeit der Fortführung des Verfahrens in
nächsthöherer Instanz gegeben ist. Da die
Beurteilung der Sach- und Rechtswürdigung dem
zuständigen Gericht obliegt, bestehen weiterhin noch
gewisse Unsicherheiten. Unsere Einschätzung
hinsichtlich der Erfolgsaussichten behalten wir auch im
Falle einer etwaigen Fortführung des Rechtsstreites
bei.
Informationstechnische Risiken Risiken aus dem Umfeld
der Informationstechnologie (IT) entstehen durch die
zunehmende Vernetzung der Informationssysteme und der
Notwendigkeit ihrer ständigen Verfügbarkeit.
Diesen Risiken wird mit dem Einsatz moderner Hardware und
Software auf aktuellstem Sicherheitsstandard begegnet.
Unterstützt werden diese Maßnahmen durch
regelmäßige Investitionen im Bereich der Technik
sowie durch die permanente Optimierung und den Schutz
unserer Systeme mittels interner und externer Experten.
Gesamtaussage zur Risikosituation Die
Gesamtrisikosituation der Gesellschaft hat sich in 2024
nicht grundlegend gegenüber dem Vorjahr geändert.
Hinsichtlich der Einzelrisiken verweisen wir auf die
vorhergehenden Ausführungen. Ein unmittelbares Risiko
aus den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen
Russland und der Ukraine besteht für die Gesellschaft
nicht. Gleichwohl können indirekte Auswirkungen
aufgrund von Störungen der globalen Liefer- und
Logistikketten, erhöhte Volatilitäten auf den
Rohstoff- und Energiemärkten sowie der Frachtkosten
nicht vollends ausgeschlossen werden. Es lassen sich - auch
vor dem Hintergrund des Russland-Ukraine-Konfliktes - keine
konkreten Risiken erkennen, die den Fortbestand des
Unternehmens gefährden könnten.
Chancen Die dargestellten Risiken bergen auch Chancen
für das Unternehmen. So werden aus der laufenden
Überwachung der vorgenannten Risiken auch Chancen zur
Erkennung neuer Entwicklungen abgeleitet, die
mittelfristig geeignet sind, die Stellung des Unternehmens
im Markt weiter zu festigen. Vor allem aufgrund des
weiterhin anhaltenden Modernisierungsbedarfs in der
stahlerzeugenden Industrie, insbesondere im Mittleren Osten
und im Wachstumsmarkt Asien sieht die Geschäftsleitung
Chancen. Dem weiteren Ausbau des
Aftersales-/Servicegeschäfts durch integrierte,
innovative Lösungsangebote wird zunehmend eine
größere Bedeutung zuteil. Besondere Chancen
ergeben sich ebenfalls im Bereich der Effizienz-, Energie-
und Umwelttechnik.
Der Iran hat mit erheblichen innen- und
außenpolitischen Problemen zu kämpfen. Die
weiterhin bestehenden Sanktionen der USA
beeinträchtigen den Konjunkturverlauf im Iran
erheblich. Zudem leidet der Iran unter einer erheblichen
Inflation, welche im vergangenen Jahr bei 41,5% lag. Ein
signifikanter Teuerungsrückgang ist für 2024
jedoch nicht zu erwarten. Der IWF prognostiziert für
dieses Jahr eine Inflationsrate in Höhe von ca. 37,5%.
Leichte Wachstumsimpulse könnten sich einerseits aus
einer Erhöhung der Ölproduktion sowie
andererseits durch steigende Exporte im iranischen
Nicht-Rohölsektor ergeben, welche zu einer insgesamt
positiven wirtschaftlichen Entwicklung führen
könnten. In seiner letzten Prognose geht der IWF von
einem Anstieg von ca. 3,3% in 2024 sowie einer leichten
Wachstumsabschwächung in 2024 aus. (Quelle: Regional
Economic Update Middle East and Central Asia Department
April 2024, IWF). Die friedliche Beilegung der
außenpolitischen Streitigkeiten, die Lösung der
sozialen Unzufriedenheit, die Stabilisierung der iranischen
Wirtschaft und die Eindämmung der Teuerungsrate der
Verbraucherpreise sind essentiell für eine nachhaltige
Verbesserung der iranischen Volkswirtschaft. Es besteht ein
weitgehender Konsens, dass erst nach einer Lockerung der
US-Sanktionen mit einer signifikanten Wachstumssteigerung
gerechnet werden kann.
Die Annäherung zwischen dem Iran und der
internationalen Staatengemeinschaft sowie der Wille zu
einer konstruktiven und vertrauensbildenden Zusammenarbeit
sind die Voraussetzungen zu einer Normalisierung der
unilateralen Beziehungen. Die Dialogbereitschaft aller
Parteien könnte eine Stabilisierung der Region
einleiten und eine zunehmende Isolation des Iran
verhindern. Eine konjunkturelle Wiederbelebung der
iranischen Wirtschaft würde die Bevölkerung
signifikant entlasten. Eine schnelle und verbindliche
Lösung ist jedoch, trotz aller bestehenden Hoffnungen,
kurzfristig nicht zu erwarten. Die CPG Engineering wird
sich trotz aller Widrigkeiten bemühen, die
Geschäftsaktivitäten in diesem vielversprechenden
Markt aufrechtzuerhalten und sofern möglich
auszuweiten.
Düsseldorf, den 10. Mai
2024
CPG
Engineering and Commercial Services GmbH,
Düsseldorf
Die
Geschäftsführung
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
4.818.372,07 |
4.992.256,06 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
4.256,60 |
3.363,00 |
| 1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
4.256,60 |
3.363,00 |
| II.
Sachanlagen |
61.683,28 |
86.460,87 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
61.683,28 |
86.460,87 |
| III.
Finanzanlagen |
4.752.432,19 |
4.902.432,19 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
4.604.609,33 |
4.779.339,39 |
| 2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
119.817,00 |
123.042,80 |
| 3.
Beteiligungen |
27.955,86 |
|
| 4.
Genossenschaftsanteile |
50,00 |
50,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
91.102.419,65 |
113.743.084,11 |
| I.
Vorräte |
44.711.867,44 |
47.322.426,98 |
| 1.
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen |
118.069,25 |
|
| 2.
fertige Erzeugnisse und Waren |
1.393.177,18 |
282.275,40 |
| 3.
geleistete Anzahlungen |
43.200.621,01 |
47.040.151,58 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
37.996.047,89 |
60.859.589,19 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
22.046.404,22 |
43.445.125,81 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
7.051.551,81 |
8.658.437,05 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
8.898.091,86 |
8.756.026,33 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
8.394.504,32 |
5.561.067,94 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
21.029,31 |
31.033,29 |
| Aktiva |
95.941.821,03 |
118.766.373,46 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
23.872.498,93 |
23.474.300,61 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
10.000.000,00 |
10.000.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
13.474.300,61 |
12.927.739,35 |
| III.
Jahresüberschuss |
398.198,32 |
546.561,26 |
| B.
Rückstellungen |
3.141.063,42 |
3.146.453,88 |
| 1.
Steuerrückstellungen |
55.749,58 |
716.944,53 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
3.085.313,84 |
2.429.509,35 |
| C.
Verbindlichkeiten |
68.928.258,68 |
92.145.618,97 |
| 1.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
52.443.029,71 |
17.061.211,53 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
52.370.184,43 |
17.061.211,53 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
72.845,28 |
|
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
13.662.872,84 |
7.634.072,77 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
13.662.872,84 |
7.634.072,77 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
1.986.858,28 |
67.015.338,84 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
1.986.858,28 |
67.015.338,84 |
| 4.
sonstige Verbindlichkeiten |
835.497,85 |
434.995,83 |
| davon
aus Steuern |
826.909,30 |
350.501,29 |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
8.588,55 |
8.017,25 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
835.497,85 |
434.995,83 |
| Passiva |
95.941.821,03 |
118.766.373,46 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
79.956.143,51 |
83.363.952,61 |
| 2.
Erhöhung des Bestandes an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen |
118.069,25 |
-806.268,00 |
| 3.
sonstige betriebliche Erträge |
276.669,07 |
870.967,27 |
| davon
Erträge aus der Währungsumrechnung |
187,60 |
2.120,70 |
| 4.
Materialaufwand |
76.216.332,29 |
78.895.200,70 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
75.707.750,72 |
77.925.497,94 |
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
508.581,57 |
969.702,76 |
| 5.
Personalaufwand |
2.278.477,87 |
2.599.083,52 |
| a)
Löhne und Gehälter |
1.965.178,86 |
2.276.518,04 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
313.299,01 |
322.565,48 |
| davon
für Altersversorgung |
6.614,64 |
6.586,08 |
| 6.
Abschreibungen |
31.880,11 |
42.171,38 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
31.880,11 |
42.171,38 |
| 7.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
1.547.054,41 |
1.314.190,82 |
| 8.
Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
213.574,00 |
1,10 |
| 9.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
97.424,18 |
94.809,28 |
| 10.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
|
20.069,43 |
| 11.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
188.694,40 |
105.512,15 |
| 12.
Ergebnis nach Steuern |
399.440,93 |
547.234,26 |
| 13.
sonstige Steuern |
1.242,61 |
673,00 |
| 14.
Jahresüberschuss |
398.198,32 |
546.561,26 |
Anhang
Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der CPG Engineering and
Commercial Services GmbH wurde auf der Grundlage der
Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs
für große Kapitalgesellschaften gemäß
§§ 242 ff.; 264 ff. HGB aufgestellt.
Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen
des GmbH-Gesetzes zu beachten.
Die Gesellschaft ist unter der HRB 62478 beim
Amtsgericht Düsseldorf eingetragen.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn-
und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden
können, sind vornehmlich im Anhang aufgeführt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren beibehalten.
Angaben zur Bilanzierung und Bewertung
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im
Grundsatz unverändert gegenüber dem Vorjahr
angewandt. Bei der Bewertung wird vom Grundsatz der
Unternehmensfortführung ausgegangen; Gleiches gilt
für die Darstellung der Fristigkeit bei den
Vermögensgegenständen und Schulden.
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert. Die
planmäßigen Abschreibungen wurden nach der
voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear
vorgenommen.
Geringwertige Anlagegüter, deren
Anschaffungskosten maximal EUR 800,00 betragen, werden im
Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.
Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten
oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen werden
gemäß § 255 Abs. 1 HGB zu
Herstellungskosten bewertet. Waren werden zu
Anschaffungskosten bewertet. In die Herstellungskosten
werden die Einzelkosten und die notwendigen Teile der
Gemeinkosten einbezogen. Die Vorräte werden
verlustfrei bewertet.
Geleistete Anzahlungen sowie Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände wurden unter
Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem
Nennwert bewertet.
Auf fremde Währung lautende
Vermögensgegenstände und Schulden werden
grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum
Abschlussstichtag gem. § 256a HBG umgerechnet, da
keine solchen Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr bestehen.
Sofern Anschaffungskosten anderer
Vermögensgegenstände in Fremdwährung
berechnet werden, wird für die Bemessung der
Anschaffungskosten der Wechselkurs am Zahlungstag zu Grunde
gelegt. Spätere Wechselkursveränderungen werden
berücksichtigt, sofern das gemilderte
(Anlagevermögen) oder strenge (Umlaufvermögen)
Niederstwertprinzip es erfordert. Im Fall von geleisteten
Anzahlungen in Fremdwährung werden Wechselkursverluste
nicht berücksichtigt, soweit diese an den Kunden
weitergegeben werden können.
Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei
Kreditinstituten werden zum Nennwert ausgewiesen.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der
Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen,
sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem
Tag darstellen.
Das gezeichnete Kapital ist zum Nominalbetrag
angesetzt.
Die Rückstellungen wurden für alle weiteren
ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle
erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie werden mit dem
Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Eine
Abzinsung von Rückstellungen wurde nicht vorgenommen.
Die Rückstellungen für
Gewährleistungsverpflichtungen haben zwar maximale
Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr, da der Zeitpunkt
der tatsächlichen Inanspruchnahme aber unbestimmt ist,
wurde aus Vorsichtsgründen auf eine Abzinsung
verzichtet.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden in der
Bilanz auf der Passivseite ausgewiesen. Eine Verrechnung
mit den entsprechenden Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen erfolgt, soweit sich Forderungen und Anzahlungen
aus demselben Projekt gegenüber demselben Auftraggeber
gegenüberstehen.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der
Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist dem als Anlage beigefügten
Anlagespiegel zu entnehmen.
Angabe zu Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenständen
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände haben sämtlich eine
Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
betreffen in Höhe von TEUR 7.052 Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und bestehen aus
weiterberechneten Leistungen. Die Position beinhaltet
Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 672
(Vorjahr: TEUR 220).
Die sonstigen Vermögensgegenstände setzt
sich u.a. zusammen aus Rückforderungsansprüchen
gegenüber einem Lieferanten in Höhe von TEUR
8.457 sowie Steuerforderungen in Höhe von TEUR 309
(Vorjahr: TEUR 173).
Sonstige Rückstellungen
In den Rückstellungen sind im Wesentlichen TEUR
2.681 (Vorjahr: TEUR 2.008) für
Gewährleistungsrückstellungen und TEUR 231
(Vorjahr: TEUR 179) für Urlaubsansprüche
enthalten.
Angabe zu Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von
mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von
TEUR 585.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen bestehen im Berichtsjahr in Höhe von 0
TEUR (Vorjahr: TEUR 64.844), gegenüber dem
Gesellschafter der CPG Engineering & Commercial
Services GmbH und in Höhe von TEUR 1.987 (Vorjahr:
TEUR 2.171) gegenüber Tochtergesellschaften. Alle
diese Verbindlichkeiten stellen Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen dar.
In den erhaltenen Anzahlungen sind Vorauszahlungen in
Höhe von TEUR 52.443 (Vorjahr: TEUR 17.061) enthalten.
Anzahlungen in Höhe von TEUR 22.144 bestehen
gegenüber einem Gesellschafter (Vorjahr: TEUR 196)
Latente Steuern
Unterschiedliche handels- und steuerrechtliche
Wertansätze oder steuerliche Verlustvorträge, die
zu latenten Steuern führen würden, bestehen
nicht.
Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der
Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse von TEUR 79.956 (Vorjahr: TEUR
83.364) wurden in regionaler Hinsicht in Höhe von
TEUR 68.276 (Vorjahr: TEUR 29.718) in der Islamischen
Republik Iran und in Höhe von TEUR 11.680 (Vorjahr:
TEUR 53.646) in der übrigen Welt erzielt. Nach
Produktgruppen resultieren die Umsatzerlöse in
Höhe von TEUR 35.371 (Vorjahr: TEUR 16.504) aus dem
Projektgeschäft, in Höhe von TEUR 4.249 (Vorjahr:
TEUR 10.791) aus dem Handel mit Maschinen,
Ersatzeilen, Sonstigem. Aus dem Handel mit Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffen wurden im Berichtsjahr Umsätze in
Höhe von TEUR 28.720 (Vorjahr: TEUR 2.448) erzielt. Im
Bereich des Handels mit Stahl und Metallen ergaben sich
Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 11.616 (Vorjahr:
TEUR 53.621).
Die Umsatzerlöse aus dem Projektgeschäft
werden realisiert, sobald die in den zugrunde liegenden
Verträgen vereinbarten selbstständigen
Teilleistungen erbracht wurden und sofern aus dem
Gesamtvertrag kein Verlust zu erwarten ist.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten
u.a. in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr TEUR 0.)
Erträge aus der Auflösung von sonstigen
Rückstellungen.
Gewährleistungsrückstellungen wurden dagegen
nicht aufgelöst (Vorjahr: TEUR 483).
Sonstige Pflichtangaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Das Bestellobligo für laufende Projekte
beträgt ca. TEUR 19.351. Die tatsächlichen
Verpflichtungen stehen der Höhe nach allerdings noch
nicht genau fest.
Die Gesamtverpflichtungen aus Mietverträgen
belaufen sich auf TEUR 94 bis zum Ende der
Vertragslaufzeiten. Die Verträge haben im Wesentlichen
Laufzeiten von bis zu einem Jahr. Langfristige
Vertragsverhältnisse aus Mieten bergen bei
Auftragsrückgang das potenzielle Risiko der
Minderauslastung, verringern jedoch auch die
Kapitalbindung.
Anteilsbesitz nach § 285 Nr.11 HGB
Die Gesellschaft hat eine 100-prozentige
Beteiligungsquote an der CPG Industrial, Mining and
Technical Services GmbH mit Sitz in Düsseldorf. Das
Eigenkapital beträgt Euro 1.721.746,53 bei einem
ausgewiesenen Jahresüberschuss für das Jahr 2023
in Höhe von Euro 7.776,49.
Die Gesellschaft hat eine 100-prozentige
Beteiligungsquote an der B4F GmbH mit Sitz in
Weißenfels. Das Eigenkapital beträgt Euro
634.955,59 bei einem ausgewiesenen Jahresüberschuss
für das Jahr 2023 in Höhe von Euro 146.453,62.
Die Gesellschaft hält 100 Prozent an der Beijing
CPG Trading Co., Ltd., China. Das Eigenkapital beträgt
per 31.12.2023 Euro 390.911,01 bei einem
Jahresüberschuss für das Jahr 2023 von Euro
24.394,67.
Die Gesellschaft hält eine 100-prozentige
Beteiligung an der CPG Madencilik Mühendislik ve Metal
Sanayi Ticaret Limited Sirketi, Türkei. Das
Eigenkapital beträgt per 31.12.2023 Euro 1.502.565,97
bei einem Jahresüberschuss für das Jahr 2023 von
Euro 375.450,06.
Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ihre
50-prozentige Beteiligung an der MMPC GmbH in Höhe des
Beteiligungswertes veräußert.
Die Gesellschaft hält eine 30-prozentige
Beteiligung an der Nilabfaravar Asia Company, Teheran
(Iran). Das Eigenkapital beträgt per 20.
März 2022 (iranisches Wirtschaftsjahr) Euro 331.799,83
bei einem ausgewiesenen Jahresfehlbetrag für das Jahr
2022 in Höhe von Euro 13.325,28.
Die Gesellschaft hält eine 98-prozentige
Beteiligung an der Sepita CPG Consultant Services Company,
Teheran (Iran). Das Eigenkapital beträgt per 20.
März 2023 (iranisches Wirtschaftsjahr)
Euro 4.687,54 bei einem Jahresüberschuss für
das Jahr 2023 von Euro 2.821,96.
Die Gesellschaft hält eine 4-prozentige
Beteiligung an der Pars CPG Mineral and Industrial
International Company, Teheran (Iran). Das Eigenkapital
beträgt per 20. März 2023 (iranisches
Wirtschaftsjahr) Euro 37.415.828,68 bei einem
Jahresüberschuss von Euro 5.527.762,87 für das
Jahr 2023.
Die Gesellschaft hält eine 1-prozentige
Beteiligung an der Pars Avin Tarava Company, Teheran
(Iran). Das Eigenkapital beträgt per 20. März
2023 (iranisches Wirtschaftsjahr) Euro 1.261.570,74
bei einem Jahresüberschuss für das Jahr 2023 in
Höhe von Euro 1.773,58.
Konzernabschluss
CPG Engineering and Commercial Services GmbH ist
selbst verpflichtet einen Konzernabschluss aufzustellen und
wird darüber hinaus in den Konzernabschluss der
Muttergesellschaft Chadormalu Mining & Industrial Co.,
Teheran, Iran, mit einbezogen.
Anzahl der Mitarbeiter
Die Zahl der in 2023 durchschnittlich
beschäftigten Mitarbeiter (Angestellte) betrug 20
(Vorjahr: 20).
Honorar des Abschlussprüfers
Im Jahresabschluss sind Aufwendungen für den
Abschlussprüfer in Höhe von TEUR 41 enthalten.
Davon entfallen TEUR 26 auf die Prüfung des
Einzelabschlusses und TEUR 15 auf die Prüfung des
Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2023.
Mitglieder der Geschäftsführung
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende
Personen geführt:
- Herr Alireza Mohammadbagherian, hauptamtlicher
Geschäftsführer, Düsseldorf
- Herr Hamid Jahani, Teheran, Iran (bis zum
3.7.2023)
Die Bezüge der Geschäftsführung werden
unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.
Nachtragsbericht
Die Auswirkungen der Konfliktverschärfung im
Nahen Osten seit April 2024 können derzeit nicht
abschließend abgeschätzt werden. Wir verweisen
auf unsere Berichterstattung im Lagebericht. Weitere
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich wesentlich
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31.
Dezember 2023 auswirken, sind nicht eingetreten.
Vorschlag zur Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt in
Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den
Jahresüberschuss von Euro 398.198,32 und den
Gewinnvortrag in Höhe von Euro 13.474.300,61 auf neue
Rechnung vorzutragen.
Düsseldorf, den 10. Mai
2024
CPG
Engineering and Commercial Services GmbH,
Düsseldorf
Die
Geschäftsführung
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten
|
|
Stand am 01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Stand am 31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I.
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
- Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
28.622,29
|
3.090,60
|
0,00
|
31.712,89
|
|
II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
344.349,61
|
13.571,58
|
60.936,73
|
296.984,46
|
|
III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
| - Anteile an verbundenen
Unternehmen |
4.902.382,19
|
0,00
|
150.000,00
|
4.752.382,19
|
| - Geschäftsguthaben
bei Genossenschaften |
50,00
|
0,00
|
0,00
|
50,00
|
|
5.275.404,09
|
16.662,18
|
210.936,73
|
5.081.129,54
|
|
Kumulierte
Abschreibungen
|
|
Stand am 01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
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Stand am 31.12.2023
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EUR
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EUR
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EUR
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EUR
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I.
Immaterielle
Vermögensgegenstände
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- Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
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25.259,29
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2.197,00
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0,00
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27.456,29
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II.
Sachanlagen |
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| Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
257.888,74
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29.683,11
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52.270,67
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235.301,18
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III.
Finanzanlagen |
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| - Anteile an verbundenen
Unternehmen |
0,00
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0,00
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0,00
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0,00
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| - Geschäftsguthaben
bei Genossenschaften |
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
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|
283.148,03
|
31.880,11
|
52.270,67
|
262.757,47
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Buchwerte
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Stand am 31.12.2023
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Stand am 31.12.2022
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|
EUR
|
EUR
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I.
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
- Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
4.256,60
|
3.363,00
|
|
II.
Sachanlagen |
|
|
| Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
61.683,28
|
86.460,87
|
|
III.
Finanzanlagen |
|
|
| - Anteile an verbundenen
Unternehmen |
4.752.382,19
|
4.902.382,19
|
| - Geschäftsguthaben
bei Genossenschaften |
50,00
|
50,00
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4.818.372,07
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4.992.256,06
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sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 24.05.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die CPG Engineering & Commercial Services
GmbH, Düsseldorf
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der CPG Engineering
& Commercial Services GmbH, Düsseldorf, -
bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom
01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der CPG Engineering &
Commercial Services GmbH, Düsseldorf, für das
Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und weitergehend
beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig
in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtü- mern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammen-hängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise.
Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten
können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft
ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die
zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und
Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage des Unternehmens.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigen- ständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfest- stellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Aachen, den 24. Mai 2024
heun
+ schmidt GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Markus
Heun
- Wirtschaftsprüfer -
Christian
Schmidt
-
Wirtschaftsprüfer -
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