Rosinke Personalservice GmbH

Chausseestraße 92, 10115 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 70367
Vorher
Time Tec Berlin GmbH Personalservice
Eingetragen
29.7.2004
Branche
Vermittlung von ArbeitskräftenSonstige Überlassung von ArbeitskräftenBefristete Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
Die gewerbsmäßige Überlassung und Vermittlung von Arbeitnehmern.

Historie

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Management

NameRolle
Manuel Lüth
seit 29.12.2021
Geschäftsführer
Nicole Scheffel
seit 21.11.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
75.00%
25.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Neubiberg
40.500 €
75.00%
Buchen
13.500 €
25.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rosinke Personalservice GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

Rosinke Personalservice GmbH

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2019 das zehnte Jahr in Folge, allerdings mit deutlich abgeschwächter Dynamik, gewachsen. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war gekennzeichnet durch einen deutlich abgeschwächten Wachstumskurs sowie unterjährig wechselnden Entwicklungen. Nach einem dynamischen Jahresbeginn und einem Rückgang im zweiten Quartal zeigten sich in der zweiten Jahreshälfte Anzeichen einer leichten Erholung der deutschen Wirtschaft.

Während die Dienstleistungsbereiche und das Baugewerbe überwiegend vergleichsweise starke Zuwächse verzeichneten, ist die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) hingegen vergleichsweise stark zurückgegangen. Der Grund dafür ist insbesondere die schwache Produktion in der Automobilindustrie, welche der größte Teilbereich der Industrie ist. Positive Wachstumsimpulse kamen 2019 vor allem aus dem Inland.

Die seit über einem Jahrzehnt anhaltende positive Entwicklung am Arbeitsmarkt setzte sich im Jahr 2019 weiter fort, wenn auch mit abgeschwächter Dynamik. Der Beschäftigungsmarkt ist und bleibt somit ein Stabilitätsfaktor für die deutsche Wirtschaft und die Binnenkonjunktur.

Branchenentwicklung

Der Zeitarbeitsmarkt dagegen entwickelt sich rückläufig. Die Anzahl der Beschäftigten im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung hat im Jahr 2019 stark abgenommen. Gemäß den veröffentlichten Daten der Bundesagentur für Arbeit belief sich die Anzahl an Zeitarbeitnehmern im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2019 auf 833.475 Personen und lag damit um 10,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (erstes Halbjahr 2018: 935.511 Personen). Die veröffentlichten Trendwerte der BA für die Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche weisen auf ein anhaltend rückläufiges Marktumfeld hin.

Als wichtigste Faktoren für den Rückgang werden gem. einer PWC-Umfrage strukturelle Gründe wie die Reduzierung der Überlassungsdauer auf 18 Monate (58%), die weiterhin schlechtere Verfügbarkeit von Fachkräften (56%) sowie der konjunkturelle Abschwung (53%) genannt.

Im Rahmen des bis Ende des Jahres 2019 gültigen Tarifvertrags in der Zeitarbeitsbranche sind die Tarifentgelte für Zeitarbeitnehmer zum 1. April 2019 im Westen um 3,0 bis 3,2 Prozent und im Osten um 3,5 Prozent gestiegen. Diese Steigerung hat neben der allgemeinen positiven Entwicklung der Löhne und Gehälter in Deutschland zu einer weiteren Verteuerung der Dienstleistung Zeitarbeit für die Kundenunternehmen geführt.

Der Markt für Zeitarbeit in Deutschland ist weiterhin stark fragmentiert. Die Anzahl der Unternehmen, deren Betriebszweck ausschließlich oder mit dem Schwerpunkt auf Arbeitnehmerüberlassung ausgerichtet ist, ist nach den veröffentlichen Zahlen der BA zum 30. Juni 2019 mit 11.600 Betrieben leicht gesunken (Vorjahr: 11.700 Betriebe). Der überwiegende Teil der Unternehmen ist - wie die Rosinke Personalservice GmbH - im gewerblichen Umfeld tätig, in dem eine entsprechend hohe Wettbewerbsdichte herrscht.

Geschäftslage der Rosinke Personalservice GmbH

Der Branchenentwicklung zum Trotz hat die Rosinke Personalservice GmbH im Geschäftsjahr 2019 einen Nettoumsatz von EUR 15,7 Mio. erzielt, gegenüber dem Vorjahresumsatz von EUR 13,1 Mio. eine Steigerung von EUR 2,6 Mio. (20%).

Der Geschäftsverlauf war zunächst durch den vorübergehenden Auftragsrückgang eines Großkunden von einem kritischen Jahresbeginn geprägt. Ab April hat sich die Auftragslage allerdings wieder normalisiert und im letzten Quartal konnte der Rückgang des ersten Vierteljahres sogar noch ausgeglichen werden. Zum Umsatzwachstum haben auch die im Vorjahr veräußerten 6 Niederlassungen mit EUR 1,3 Mio. beigetragen, die ab September wieder in die Personalservice integriert worden sind. Fast alle Niederlassungen haben ihren Anteil dazu beigetragen, dass das Geschäftsvolumen des Vorjahres deutlich gesteigert werden konnte.

Umsatzerlöse 2015-2019 in Mio. EUR:

Jahr 2015 2016 2017 2018 2019
Umsatzerlöse 10,6 10,9 13,5 13,1 15,7

Die Krankenstunden sind im Vergleich zum Vorjahr zwar moderat um 0,4 Prozentpunkte gestiegen, die Einstandskosten für die erbrachten Dienstleistungen (im Wesentlichen die Personalaufwendungen für die im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung im Kundeneinsatz tätigen Mitarbeiter) sind im Verhältnis zu den verkauften Stunden dennoch leicht gesunken. Entsprechend hat sich der Rohertrag (Deckungsbeitrag 1) der Rosinke Personalservice GmbH analog zum Umsatz um EUR 0,6 Mio. auf EUR 2,5 Mio. erhöht.

Die indirekten Kosten (Stammpersonal und sonstiger Aufwand) sind um EUR 0,6 Mio. auf EUR 2,9 Mio. gestiegen. Die sonstigen Erträge belaufen sich unverändert auf EUR (+) 0,3 Mio.

Das Ergebnis 2019 (vor Ertragsteuern) der Rosinke Personalservice GmbH beträgt TEUR 95 (Vorjahr TEUR 57).

Ergebnis vor Ertragsteuern 2015-2019 in TEUR:

Jahr 2015 2016 2017 2018 2019
Ergebnis vor Ertragssteuer 21 -267 130 57 95

Strukturelle Veränderungen

Mit Wirkung vom 31.12.2019 ist Frau Barbara Rosinke aus der Geschäftsführung ausgetreten, steht dem Unternehmen aber noch in beratender Funktion zur Verfügung.

Um die Kräfte zu konzentrieren und geschlossen am Markt aufzutreten, erfolgte mit Wirkung zum 01.01.2020 die Verschmelzung der Rosinke Berlin GmbH auf die Rosinke Personalservice GmbH.

Darstellung Geschäftsverlauf 2020

Der Jahresbeginn 2020 war vielversprechend. Der starke Geschäftsverlauf des 4. Quartals 2019 hat sich im Januar und Februar fortgesetzt. Die Corona-Krise hat dann einen erheblichen Umsatzrückgang in den Monaten März bis Mai verursacht. Über die Sommermonate konnte der Geschäftsverlauf zwar wieder stabilisiert werden, aber nicht auf dem geplanten und auch nicht auf dem Vorjahresniveau. Das letzte Quartal 2020 war dann sehr erfolgreich, Umsatz und Ergebnis lagen deutlich über Plan- und Vorjahreszahlen. Dennoch wurde das Geschäftsjahr 2020 mit einem deutlichen Verlust beendet, der zu einem - wenn auch geringen - negativen Eigenkapital führen wird. Wir verweisen auch auf die Nachtragsberichterstattung im Anhang.

Vermögens- und Finanzlage

Vermögens- und Kapitalstruktur der Rosinke Personalservice GmbH

Angaben
in TEUR
31.12.2019 31.12.2018 Veränderung
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Software 24 0,8% 13 0,5% 11 84,6%
Firmenwerte 292 9,4% 4 0,2% 288 >100,0%
Sachanlagen 61 2,0% 65 2,5% -4 -6,2%
377 12,2% 82 3,2% 295 >100,0%
Kurzfristige Vermögenswerte
Warenbestand 17 0,6% 17 0,7% 0 0,0%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.374 44,6% 1.316 51,0% 58 4,4%
Sonstige Vermögenswerte 109 3,5% 89 3,4% 20 22,5%
Ford. Rosinke Berlin 306 9,9% 388 15,0% -82 -21,1%
Bankguthaben und kurzfristige Einlagen 889 28,8% 683 26,5% 206 30,2%
Rechnungsabgrenzungsposten 12 0,4% 6 0,2% 6 100,0%
2.707 87,8% 2.499 96,8% 208 8,3%
Summe Aktiva 3.084 100,0% 2.581 100,0% 503 19,5%
PASSIVA
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 27 0,9% 27 1,1% 0 0,0%
Gewinn-/Verlustvortrag 321 10,4% 264 10,2% 57 21,6%
Jahresüberschuss 86 2,8% 57 2,2% 29 50,9%
434 14,1% 348 13,5% 86 24,7%
Fremdkapitel
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 178 5,8% 143 5,5% 35 24,5%
Rückstellungen 728 23,6% 486 18,8% 242 49,8%
Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen 1.382 44,8% 1.225 47,5% 157 12,8%
Ertrags- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten 349 11,3% 320 12,4% 29 9,1%
Sonstige Verbindlichkeiten 13 0,4% 59 2,3% -46 -78,0%
2.650 85,9% 2.233 86,5% 417 18,7%
Summe Passiva 3.084 100,0% 2.581 100,0% 503 19,5%

Die Vermögens- und Kapitalstruktur der Rosinke Personalservice GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2019 weiter leicht verbessert. Das Eigenkapital ist um TEUR 86 auf TEUR 434 gestiegen. Die Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 417 auf TEUR 2.650 erhöht, im Wesentlichen resultierend aus höheren Rückstellungen für Arbeitszeitkonten und Urlaub sowie Löhnen und Sozialversicherungsbeiträgen.

Auf der Vermögensseite haben sich die Kundenforderungen um TEUR 58 auf TEUR 1.374 und die liquiden Mittel um TEUR 206 auf TEUR 889 erhöht.

Die langfristigen Vermögenswerte haben sich im Laufe des Geschäftsjahres um TEUR 295 auf TEUR 377 erhöht; im Wesentlichen resultierend aus dem Rückkauf der im Vorjahr verkauften Niederlassungen.

Risikomanagement

Die Überwachung der betriebswirtschaftlichen Eckdaten und Kennzahlen ist seit der Implementierung des Controllingsystems vor 16 Jahren gewährleistet. Das Zusammenspiel von digitaler Buchhaltung, Controlling und Belegarchiv ermöglichen einen tagesaktuellen Überblick über Offene Posten-Listen, Liquidität, Controlling-Reports und Dokumentenverwaltung und stellen damit Transparenz über die Ertrags-, Liquiditäts- und Bilanzsituation des Unternehmens sicher.

Dem erheblichen Wachstum des Unternehmens in der Vergangenheit wurde mit der Einteilung in Unternehmensbereiche (Niederlassungen) entsprochen, bei gleichzeitiger Anpassung der zentralen Dienste an die technologischen Möglichkeiten (Rosinke-Cloud) und Anforderungen des Managementinformationssystems. Seit acht Jahren erfolgt die Unternehmenssteuerung auf Grundlage der monatlichen Profit-Center-Rechnung.

Ein aktives Forderungsmanagement und die Nähe zum Kunden sowie die Inanspruchnahme eines Factoring-Dienstleisters haben in den letzten 16 Jahren zu vergleichsweise geringen Forderungsverlusten geführt.

Chancen und Risiken

Ob sich die Ende 2018 begonnene rückläufige Entwicklung des Zeitarbeitsmarktes fortsetzen wird, lässt sich zum Beginn des Jahres 2021 nicht abschätzen. In den vergangenen Jahren hat sich die Zeitarbeit in Deutschland als flexibles Beschäftigungsmodell etabliert. Aufgrund der aktuell abgeschwächten Dynamik der Wirtschaftsleistung, bei einer sich weiter zuspitzenden Arbeitskräfteknappheit, ist eine Steigerung der Nachfrage im Zeitarbeitsmarkt jedoch nicht zu erwarten.

Wir gehen allerdings davon aus, dass die größeren Risiken nach wie vor (seit 2014) grundsätzlich auf der Beschaffungsseite liegen. Vor dem Hintergrund der trotz Corona anhaltend robusten Situation am Arbeitsmarkt, insbesondere für qualifizierte Fachkräfte, bleibt es eine große Herausforderung, den hohen Bedarf an Zeitarbeitsmitarbeitern zu rekrutieren.

Da wir es in 2019 geschafft haben, den Umsatz gegen den Trend zu steigern, sind wir zuversichtlich, nach überstandener Coronakrise an diese Entwicklung anzuknüpfen und uns in unserem Marktumfeld zu behaupten.

Auf Basis von für 2021 geplanten, gegenüber dem Jahr 2020 steigenden Umsätzen hat die Geschäftsführung eine Planungsrechnung aufgestellt, die von der Fortführung des Unternehmens ausgeht. Für 2021 wird bei einem Rohergebnis von rd. EUR 23 Mio ein knapp ausgeglichenes Jahresergebnis erwartet. Die Planung basiert auch auf Kosteneinsparungen; es wurden unter anderem einige Niederlassungen auch zur Fixkostenreduzierung geschlossen. Sollten sich durch die Pandemie jedoch - entgegen der aktuellen Erwartungen - weiterhin maßgebliche anhaltende Einschränkungen für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ergeben, kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch 2021 ein Verlust erzielt wird, aus dem sich entsprechende Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage - einschließlich einer Bestandsgefährdung der Gesellschaft - ergeben.

 

Berlin im April 2021

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 376.840,00 81.747,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 315.828,00 17.083,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 291.702,00 3.640,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 24.126,00 13.443,00
II. Sachanlagen 61.012,00 64.664,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.012,00 64.664,00
B. Umlaufvermögen 2.695.527,48 2.493.323,27
I. Vorräte 17.500,00 17.500,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.788.589,80 1.793.272,62
1. sonstige Vermögensgegenstände 1.788.589,80 1.793.272,62
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 19.242,43 97.331,83
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 889.437,68 682.550,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.937,48 6.256,48
Bilanzsumme, Summe Aktiva 3.084.304,96 2.581.326,75

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 434.334,34 347.926,26
I. gezeichnetes Kapital 27.000,00 27.000,00
II. Gewinnvortrag 320.926,26 264.292,12
III. Jahresüberschuss 86.408,08 56.634,14
B. Rückstellungen 728.647,82 485.933,37
C. Verbindlichkeiten 1.921.322,80 1.747.467,12
1. sonstige Verbindlichkeiten 1.921.322,80 1.747.467,12
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.921.322,80 1.747.467,12
Bilanzsumme, Summe Passiva 3.084.304,96 2.581.326,75

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Rohergebnis 16.027.759,86 13.500.547,92
2. Personalaufwand 14.916.050,02 12.277.247,81
a) Löhne und Gehälter 12.112.477,25 9.978.215,59
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.803.572,77 2.299.032,22
davon für Altersversorgung 24.257,29 13.578,68
3. Abschreibungen 31.217,79 19.663,13
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 31.217,79 19.663,13
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 975.188,02 1.136.630,31
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.451,67 2.899,60
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.887,96 8.936,58
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 9.181,66 447,55
8. Ergebnis nach Steuern 91.686,08 60.522,14
9. sonstige Steuern 5.278,00 3.888,00
10. Jahresüberschuss 86.408,08 56.634,14

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Rosinke Personalservice GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister Abteilung B
Registergericht: Berlin (Charlottenburg)
Register-Nr.: 70367 B

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Beim Jahresabschluss konnten die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der im Jahr 2007 entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde aufgrund der Kundenbeziehungen 15 Jahre festgelegt.

Die im Jahr 2019 entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde aufgrund der Kundenbeziehungen 10 Jahre festgelegt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden aus Vereinfachungsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und zugleich als Abgang ausgebucht.

Die Zugänge, die Geschäftsjahresabschreibungen und die Abgänge je Posten der Bilanz sind aus dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2019
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.198,33 13.980,00 0,00 39.178,33
Geschäfts- oder Firmenwert 16.000,00 299.100,00 0,00 315.100,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 41.198,33 313.080,00 0,00 354.278,33
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.803,94 15.936,79 13.704,02 115.036,71
Summe Sachanlagen 112.803,94 15.936,79 13.704,02 115.036,71
Summe Anlagevermögen 154.002,27 329.016,79 13.704,02 469.315,04
kumulierte Abschreibungen 01.01.2019
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2019
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.755,33 3.297,00 0,00 15.052,33
Geschäfts- oder Firmenwert 12.360,00 11.038,00 0,00 23.398,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 24.115,33 14.335,00 0,00 38.450,33
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.139,94 16.882,79 10.998,02 54.024,71
Summe Sachanlagen 48.139,94 16.882,79 10.998,02 54.024,71
Summe Anlagevermögen 72.255,27 31.217,79 10.998,02 92.475,04
Buchwert 31.12.2019
EUR
Buchwert 31.12.2018
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.126,00 13.443,00
Geschäfts- oder Firmenwert 291.702,00 3.640,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 315.828,00 17.083,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.012,00 64.664,00
Summe Sachanlagen 61.012,00 64.664,00
Summe Anlagevermögen 376.840,00 81.747,00

Umlaufvermögen

Für die Vorräte, bestehend aus Werbematerial und Arbeitskleidung, wurden die Festwerte fortgeführt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben EUR 19.242,43 (Vorjahr EUR 97.331,83) eine Restlaufzeit von größer einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen mit EUR 806,93 (Vorjahr EUR 20.719,46) gegen Gesellschafter und resultieren wie im Vorjahr aus dem Verrechnungsverkehr.

Auf Bildung von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge o. ä. war in der Vergangenheit verzichtet worden.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt EUR 27.000,00 und ist voll einbezahlt.

Rückstellungen

Die gebildeten Steuerrückstellungen entfallen auf die restlichen nicht durch Vorauszahlungen gedeckten Ertragssteuern des Geschäftsjahres.

Die sonstigen Rückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Im Einzelnen waren Rückstellungen zu bilden für: Arbeitszeitkonten in Höhe von TEUR 401; nicht genommener Urlaub in Höhe von TEUR 255; Jahresabschlusskosten TEUR 23.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt TEUR 1.921 (Vorjahr TEUR 1.604).

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden nahezu ausschließlich durch Mitarbeiterüberlassungen im Inland erbracht.

Aussergewöhnliche Posten

In den sonstigen Erträgen hat sich ein Betrag von TEUR 150 aus einer weiteren - an eine eingetretene Bedingung gebundene - Kaufpreisrate für den in 2017 erfolgten Verkauf der Niederlassung Berlin an das Schwesterunternehmen Rosinke Berlin GmbH ausgewirkt.

Im Jahr 2019 wurden sechs Niederlassungen von der Rosinke Berlin GmbH für TEUR 299 zurück erworben. Die Anschaffungskosten werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Diese Niederlassungen waren 2018 an die Rosinke Berlin GmbH für TEUR 235 (sonstige betriebliche Erträge in 2018) verkauft worden.

3. Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 307 sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB aus Miet-, Lizenz- und Leasingverträgen für die nächsten 12 Monate. Die Verträge haben teilweise vertragliche Restlaufzeiten von 1 bis 24 Monate, Mietverträge sind teilweise auch unbefristet.

Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter/ Servicepersonal 742
Angestellte/ Stammpersonal 49
Davon waren:
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 341
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 451

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung) beträgt damit 791.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte durch den Geschäftsführer Lars Blohm, Vertriebsleiter, geführt.

Es wurden zu Gunsten einzelner Geschäftsführer keine Kredite gegeben. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wir nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Das Jahresergebnis wird zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Seit Januar 2020 hat sich das Coronavirus weltweit ausgebreitet, seit März auch verstärkt in Deutschland. Ab November 2020 erfährt die Verbreitung des Coronavirus einen massiven Anstieg. Die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Pandemiebekämpfung führten seitdem zu Umsatzrückgängen und fehlender Auslastung für unsere Mitarbeiter, was nicht vollständig durch Kurzarbeit abgefangen werden konnte. Aus dem Rechnungswesen 2020 ergibt sich ein vorläufiger Verlust von TEUR 525. Damit ist das Eigenkapital verbraucht und für 2020 ist mit einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag zu rechnen. Auf Grund erhaltener Überbrückungskredite war die Liquidität jedoch gesichert.

Zur Straffung der Organisationsstruktur wurde mit Wirkung auf den 1.1.2020 das Schwesterunternehmen Rosinke Berlin GmbH auf die Gesellschaft verschmolzen. Durch die Verschmelzung wurden sowohl Vermögenswerte als auch Fremdkapital von rd. EUR 1,6 Mio nebst den geschäftlichen Niederlassungen auf die Gesellschaft übertragen, die in 2019 ein Rohergebnis von rd. EUR 9,4 Mio erwirtschafteten. Durch die Verschmelzung sind Forderungen der Gesellschaft über TEUR 306 gegen das Schwesterunternehmen mit dessen Verbindlichkeiten fusioniert und zuvor dorthin verkaufte Niederlassungen mit Buchwerten aus Geschäfts- oder Firmenwerten von TEUR 195 in die Gesellschaft zurückgekehrt.

Auf Basis von für 2021 geplanten, gegenüber dem Jahr 2020 steigenden Umsätzen hat die Geschäftsführung eine Planungsrechnung aufgestellt, die von der Fortführung des Unternehmens ausgeht. Für 2021 wird bei einem Rohergebnis von rd. EUR 23 Mio ein knapp ausgeglichenes Jahresergebnis erwartet. Die Planung basiert auch auf Kosteneinsparungen; es wurden unter anderem einige Niederlassungen auch zur Fixkostenreduzierung geschlossen. Sollten sich durch die Pandemie jedoch - entgegen der aktuelle Erwartungen - weiterhin maßgebliche anhaltende Einschränkungen für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ergeben, kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch 2021 ein Verlust erzielt wird, aus dem sich entsprechende Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage - einschließlich einer Bestandsgefährdung der Gesellschaft - ergeben könnte.

Der Gesellschafter Rainer Rosinke ist am 01.08.2020 verstorben. Die Anteile des verstorbenen Gesellschafters wurden am 04.01.2021 satzungsgemäß eingezogen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, 27.04.2021

gez. Lars Blohm, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.05.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Vorstehender Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 der Rosinke Personalservice GmbH, Berlin, stellen die zur Offenlegung bestimmte verkürzte Fassung dar. Dem vollständigen und ungekürzten Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Rosinke Personalservice GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rosinke Personalservice GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rosinke Personalservice GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen im Nachtragsbericht des Anhangs sowie auf den Lagebericht, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass sich die Gesellschaft seit 2020 auf Grund der Auswirkungen und Einschränkungen durch die Corona Pandemie in einer möglicherweise bestandsgefährdenden Situation befindet. Wie in der Berichterstattung der Geschäftsführung dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit betreffend der Geschäfts- bzw. Umsatzentwicklung und den weiteren Einschränkungen durch Corona, was bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und was ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 2 HGB für die Gesellschaft darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieser Sachverhalte nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 30. April 2021

WWP Wichmann Waldeck & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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gez. Borrmann, Wirtschaftsprüfer

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