FKB GmbH & Co. KG
38889 Blankenburg (Harz), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
ifg systems GmbHAufgelöst | 75.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FKN Holding GmbH & Co. KGNeuensteinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021"Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FKN Holding GmbH & Co. KG, Neuenstein Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der FKN Holding GmbH & Co. KG, Neuenstein, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FKN Holding GmbH & Co. KG, Neuenstein, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Stuttgart, 20. Mai 2022 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Uwe Fiedler, Wirtschaftsprüfer Anselm von Ritter, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021A. Vorbemerkung/Allgemeine Grundsätze Die FKN Holding GmbH & Co. KG, Neuenstein (Amtsgericht Stuttgart HRA 580577), ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB erstellt. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Konzernabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Konzernabschluss wurde in TEUR aufgestellt. B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises In den Konzernabschluss wurden unverändert gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die FKN Holding GmbH & Co. KG, Neuenstein, sowie elf inländische und drei ausländische Tochterunternehmen einbezogen. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Konzernanhang einzeln aufgeführt. Aufgrund der Einbeziehung in den vorliegenden Konzernabschluss und dessen Offenlegung sind die FKN Holding GmbH & Co. KG, Neuenstein, die P+E Fassaden GmbH & Co. KG, Neuenstein, die BTN Blechteile GmbH & Co. KG, Neuenstein, die FKN Fassaden GmbH & Co. KG, Neuenstein, und die FKB GmbH & Co. KG, Blankenburg/Harz, gemäß § 264 b HGB von der Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss offen zu legen. C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Das Mutterunternehmen stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen auf. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Jahresabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021. Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der angelsächsischen Methode (Erwerbsmethode), die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert. Wesentliche Auswirkungen durch die Erstkonsolidierung von durch die Muttergesellschaft gegründeten Gesellschaften haben sich nicht ergeben. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter orientieren sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Tochtergesellschaft. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der Konzerngesellschaften wurden untereinander aufgerechnet. Währungs- und buchungstechnisch bedingte Differenzen wurden je nach Entstehungsursache anderen Bilanzposten zugeordnet bzw. ergebniswirksam verrechnet. Bei der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen voll konsolidiert. Zwischenergebnisse im Umlaufvermögen aus konzerninternen Lieferungen wurden eliminiert. Die Werte des Jahresabschlusses der ausländischen Gesellschaften wurden - mit Ausnahme des Eigenkapitals - mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wurde zum historischen Kurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zu Periodendurchschnittskursen vorgenommen. Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten ausländischer Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des erstkonsolidierungspflichtigen Kapitals und des erwirtschafteten Konzernergebnisses von nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, wurden erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet. Der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung wurde beachtet. D. Rechnungslegungsgrundsätze Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurde der nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellte Jahresabschluss der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen und der inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst. Die Grundsätze der Bilanzierungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit wurden beachtet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bewertet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich linear über die individuell ermittelte Nutzungsdauer von zwei bis neun Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und 50 Jahren. Geringwertige Anlagegüter sind von untergeordneter Bedeutung. Für Zugänge mit einem Wert von bis zu EUR 800,00 erfolgt eine sofortige aufwandswirksame Vereinnahmung, darüber hinaus erfolgt eine Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren beizulegenden Werten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Die Bestände an Waren sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen zu Herstellungskosten bilden Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen. Neben direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten werden auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden ebenfalls aktiviert. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d.h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden netto ohne Umsatzsteuer angesetzt und entsprechend § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. In der Regel wurden zusätzlich Pauschalwertberichtigungen für die Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von grundsätzlich 1 % des Nettoforderungsbestandes gebildet. Im Übrigen sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Nominalwert ausgewiesen. Latente Steuern aus den Jahresabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Die Pensionsverpflichtungen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung in steuerlich zulässiger Höhe (analog § 6a EStG) ausgewiesen. Kosten- und Preissteigerungen waren nicht zu berücksichtigen. Auf eine Abzinsung wurde wegen untergeordneter Bedeutung ebenfalls verzichtet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Jubiläumsverpflichtungen sind gutachterlich ermittelt und aufgrund untergeordneter Bedeutung mit einem Zinssatz in Höhe von 3,68 % und unter Berücksichtigung von Kostensteigerungen in Höhe von 2,1 % - 3,4 % berechnet. Zinsen aus der Abzinsung dieser Rückstellung wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht gesondert erfasst. Gesondertes Sicherungsvermögen betreffend die Jubiläumsverpflichtungen ist nicht vorzuhalten. Sämtliche Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung I. Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs (Anlage 4). 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von TEUR 356 (i. V. TEUR 621) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Alle anderen Forderungen haben einen Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Eigenkapital Das Kommanditkapital von TEUR 4.000 und die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 2 entsprechen den bei der FKN Holding GmbH & Co. KG, Neuenstein, ausgewiesenen Bilanzposten. Darüber hinaus enthält das Eigenkapital Eigenkapitaldifferenzen aus der Währungsumrechnung. Der Konzernbilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 5.025. Der Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile betrifft die gehaltenen Anteile an der Komplementärgesellschaft der Gesellschaft. Beschränkungen im Eigenkapital betreffend Ausschüttungen bestehen grundsätzlich nicht. Die im Konzerneigenkapital ausgewiesenen "Nicht beherrschende Anteile" beinhalten neben den Beteiligungsverhältnis entsprechenden Anteil am Eigenkapital der Handelsbilanz II, auch die Auswirkungen aus erfolgswirksamen Konsolidierungsbuchungen. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche und Gleitzeitguthaben, Gewährleistungsverpflichtungen, Abfindungen und nachlaufende Aufwendungen im Zusammenhang mit Objektbaustellen gebildet. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten sind durch Grundschulden in Höhe von TEUR 3.697 besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei einzelnen Gesellschaften teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beträgt wie im Vorjahr bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen ausschließlich die Darlehenskonten Diese haben, wie im Vorjahr, sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Restlaufzeit ist wie im Vorjahr bis zu einem Jahr. 6. Latente Steuern Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ermittelt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. 2021 ergab sich im Wesentlichen aufgrund von Differenzen im Bereich der sonstigen Rückstellungen und der steuerlichen Verlustvorträge ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde betreffend die inländischen Tochtergesellschaften in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB bzw. wegen Unwesentlichkeit nicht aktiviert. Betreffend eine Tochtergesellschaft im Ausland wurden im Jahresabschluss ausgewiesene aktive latente Steuern in den Konzernabschluss übernommen. Diese beziehen sich auf sonstige Rückstellungen, die in der Steuerbilanz nicht berücksichtigt werden konnten. Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden aus Wesentlichkeitsgründen nicht ausgewiesen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt im Konzern auf Basis der landesspezifischen Ertragsteuersätze. Für einbezogene Unternehmen in Deutschland kommt ein Ertragsteuersatz von 12,95 % bzw. 13,30 % zur Anwendung. Der Ertragsteuersatz umfasst die Gewerbesteuer. Für die FKP Sp. z o.o., Pomieczyno/Polen, wurde ein Ertragsteuersatz von 19 % herangezogen. Für die FKN Facades UK Ltd., London/Großbritanien, sowie die SPG Facade Design S.L., Barcelona/Spanien, wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung ebenfalls ein Ertragsteuersatz von 19 % herangezogen. II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der FKN-Gruppe verteilen sich auf folgende Tätigkeitsbereiche:
Die Umsatzerlöse wurden zu ca. 0,1 % in der EU, zu ca. 0,6 % in England und zu ca. 99,3 % in Deutschland erzielt. 2. Aufwendungen für Altersversorgung Aufwendungen für Altersversorgung sind in dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" in Höhe von TEUR 211 (i. V. TEUR 224) enthalten. 3. Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 25 (i. V. TEUR 31) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 281 (i. V. TEUR 46) enthalten. 4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Enthalten sind Aufwendungen aus latenten Steuern i. H. V. TEUR 7 (i. V. TEUR 0) und Erträge aus latenten Steuern i. H. v. TEUR 0 (i.V. TEUR 118). 5. Ergebnis nicht beherrschender Anteile Das nicht beherrschenden Anteilen zustehende Ergebnis betrifft Verlustanteile in Höhe von TEUR 4. F. Sonstige Angaben 1. Beteiligungsverhältnisse
2. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
Es werden im Durchschnitt 16 (i. V. 13) Auszubildende beschäftigt. 3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen Mitgliedschaften an zwei Arbeitsgemeinschaften, für die insgesamt eine beschränkte gesamtschuldnerische Haftung besteht. Mit einer Inanspruchnahme dieser zum 31. Dezember 2021 nicht quantifizierbaren Haftungsverhältnisse ist zum Aufstellungszeitpunkt aufgrund des internen Risikocontrollings nicht zu rechnen. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen (TEUR 928). 4. Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2021 Devisentermingeschäfte zur Absicherung der Kursentwicklung des polnischen Zloty abgeschlossen. Die Devisentermingeschäfte haben eine Laufzeit von ein bis vier Jahren. Außerdem wurden Devisenswaps zur Absicherung der Kursentwicklung des Britischen Pfunds abgeschlossen, die Devisenswaps haben eine Laufzeit von ein bis zwei Jahren.
*) Ausweis grundsätzlich unter den
sonstigen Rückstellungen
5. Organe des Mutterunternehmens Geschäftsführer der Komplementärin FKN Beteiligungs GmbH, Neuenstein sind:
Die Geschäftsführer sind vom Selbstkontrahierungsverbot des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführungsorgane wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 i. V. m. § 314 Abs. 3 HGB verzichtet. Auf die Angabe der Gesamtbezüge ehemaliger Geschäftsführer der Tarc GmbH, Neuenstein, wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 314 Abs. 3 HGB verzichtet. 6. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers
7. Nachtragsbericht Der Angriff der Russischen Föderation auf das Nachbarland Ukraine im Februar 2022 hat zu einer völligen Neueinschätzung der Beziehungen auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene geführt. Wie sich die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die in der Folge verhängten weitreichenden Sanktionen gegen die Russische Föderation auf Wirtschaft und Märkte insgesamt auswirken werden, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht verlässlich beurteilen. Die Absatzmärkte in den beiden Ländern haben keinen direkten Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der FKN-Gruppe. Wir verweisen auf 9. Risiko und Chancenbericht und 11. Prognosebericht im Lagebericht.
Neuenstein, 20. Mai 2022 FKN Beteiligungs GmbH als Komplementärin der FKN Holding GmbH & Co. KG Axel Becker, Geschäftsführer Uwe Sailer, Geschäftsführer Billigung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde in der Gesellschafterversammlung am 13. Juli 2022 gebilligt. Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Geschäftsmodelle der Unternehmensgruppe Die FKN Holding GmbH & Co. KG, Neuenstein, ist als Holding für die gesamte Unternehmensgruppe tätig. Die Unternehmensgruppe gliedert sich in zwei operative Geschäftsbereiche. Dabei handelt es sich um die Geschäftsbereiche Fassaden und Blechbearbeitung. Der Geschäftsbereich Fassaden plant, konstruiert, produziert und montiert technisch hochwertige, energetische und architektonisch vielseitige Fassaden im Hochbau. In den Fassaden werden im Wesentlichen Glas, Aluminium und Stahl verarbeitet. Bei den Bauprojekten handelt es sich sowohl um Neubauprojekte als auch um Revitalisierungen von Bestandsgebäuden. Absatzmärkte sind das Inland und das europäische Ausland, in Ausnahmefällen auch das außereuropäische Ausland. Der Geschäftsbereich Blechbearbeitung umfasst die Herstellung und Lieferung von Komponenten für Weltmarktführer in der Ventilatorenbranche. Es werden Zeichnungsteile und die dazu notwendigen Werkzeuge gefertigt. Durch ihre Spezialisierung im Blechbereich der Ventilatorentechnik und ihren erfahrenen Werkzeugbau sieht sich die FKN Gruppe nur mit einer kleinen Zahl von Wettbewerbern konfrontiert. Der Konzern verfügt über zentrale Betriebsstandorte am Stammsitz in Neuenstein und in Polen, nahe Danzig. 2. Geschäfts - und Rahmenbedingungen a) Ökonomische Rahmenbedingungen und gesamtwirtschaftliche Lage Weltwirtschaft: Im Jahr 2021 stellt der IWF ein Wachstum von 5,9 % fest - das sind 0,1 % weniger als zuletzt prognostiziert. EURO Raum: Im Gesamtjahr 2021 legte die Wirtschaftsleistung im Euroraum laut der vorläufigen Schätzung um 5,2 % zu und erholte sich damit weiter von ihrem Einbruch zu Beginn der Corona-Krise. Damit entspricht die Erholung der Wirtschaft in etwa der Wachstumsprognose der Europäischen Kommission. Diese hatte zuletzt ein BIP-Wachstum von 5,0 % für die Eurozone und die gesamte EU erwartet. Deutsche Wirtschaft: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,7 % höher als im Vorjahr. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Der IWF ist zuletzt für 2022 von einem weltweiten Wirtschaftswachstum sowie einem Wachstum für die Eurozone von 4,9 % ausgegangen. Die Bundesregierung hat zuletzt ein Wachstum von 3,6 % für Deutschland prognostiziert. Aufgrund der anhaltenden Corona Krise, der zuletzt massiven Materialpreisverteuerungen und dem Ukrainekrieg sowie den damit verbundenen steigenden Energiekosten und Unsicherheiten wurden die Wachstumsprognosen für 2022 von vielen Institutionen zuletzt merklich nach unten korrigiert. Es bestehen erhebliche Unsicherheiten für die Wachstumsprognosen. b) Wirtschaftliche Lage im Umfeld der Baubranche Der Aufschwung in der Bauwirtschaft hielt auch 2021 an, hat sich aber deutlich verlangsamt. Das zu den Vorjahren merklich geringere Wachstum in der Bauwirtschaft von ca. 0,5 % war neben der anhaltenden Corona Pandemie vor allem den massiven Preissteigerungen und daraus entstandenen Kalkulationsrisiken geschuldet. Nach den Daten des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie hat der Umsatz im Bauhauptgewerbe 2021 bei 143,5 Mrd. Euro gelegen. Der Wohnungsbau ist weiterhin der Wachstumstreiber der Baubranche und konnte 2021 mit einem Umsatzplus von ca. 2 % (Vorjahr 10,5 %) erneut zulegen. Die anhaltend niedrigen Zinsen und der nach wie vor hohe Bedarf an Wohnraum, insbesondere in den Ballungsräumen, waren weiter die Treiber in diesem Segment. Verstärkt wird die positive Entwicklung durch die stabile Wertentwicklung von Wohnimmobilien bei gleichzeitig sinkenden Anlagealternativen. Der Wirtschaftsbau konnte im Jahresverlauf nur noch geringfügig zulegen und hat das Jahr 2021 leicht über dem Niveau des Vorjahres abgeschlossen. Der auf alle Betriebe in der Baubranche hochgerechnete Umsatz legte 2021 noch um 1,0 % zu. Im Wirtschaftshochbau zeichnet sich nach dem Rückgang im Vorjahr (-2,9 %) und dem moderaten Wachstum 2021 von 1 % eine erhöhte Nachfrage nach Büroimmobilien ab. Im Wirtschaftsbau haben sich die Corona-Auswirkungen deutlich niedergeschlagen. Dabei fällt die Investitionsneigung bei den einzelnen Gebäudetypen im Wirtschaftsbau sehr unterschiedlich aus. Profitiert haben die Lagergebäude, der verstärkte Online-Handel braucht zusätzliche Lagerflächen. Dagegen haben die Baugenehmigungen für Handelsgebäude im Jahresverlauf deutlich nachgegeben. Bei den Büro- und Verwaltungsgebäuden zeigt sich ein verzögerter Corona-Effekt. Mutmaßlich zeichnet sich hier die breite Umstellung auf Homeoffice bei Büroarbeiten in vielen Dienstleistungsbereichen ab. Dies könnte den Bedarf an Büroflächen nachhaltig tangieren. Deutlich hinzu gewonnen hat im Jahresverlauf 2021 die Investitionsbereitschaft in Krankenhausgebäude. Die Umsatzentwicklung im Öffentlichen Hochbau lag 2021 mit - 3% unter dem Niveau des Vorjahres. Für 2021 konnte im öffentlichen Bau ein Umsatz von 37,8 Mrd. EUR (Vorjahr 38,9 Mrd. Euro) verzeichnet werden. Blechbearbeitung: Den Informationen des Wirtschaftsverbandes Stahl- und Metallverarbeitung zufolge ist die Produktion der stahl- und metallverarbeitenden Unternehmen in Deutschland im Jahr 2021 um 10,4 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Zum Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 fehlen allerdings weitere 3,5 % und zum Produktionswert des Jahres 2018 sogar mehr als 8 %. Der Aufholprozess wurde durch die Engpässe in den Lieferketten abgebremst, die Auftragslage und die Kapazitätsauslastung hätten ein höheres Produktionswachstum ermöglicht. Der konjunkturelle Ausblick auf das Jahr 2022 hängt entscheidend von der Überwindung der Materialengpässe in den Kundenbranchen, insbesondere der Automobilindustrie ab. Das Lagebild zu dieser Frage ist bislang divergent mit einer Tendenz zu vorsichtigem Optimismus für die zweite Jahreshälfte. c) Entwicklung in der Unternehmensgruppe Fassaden: Das Geschäftsjahr 2021 verlief für den Geschäftsbereich Fassaden insgesamt positiv. Es konnte eine Anzahl von mittleren und größeren Projekten in Deutschland und Großbritannien begonnen, produziert und auch abgeschlossen werden. Dadurch war das Geschäftsjahr 2021 geprägt von einer guten Auslastung in der technischen Planungsabteilung. Die Fertigung unterlag den üblichen Schwankungen, die sich durch die Größe und Komplexität der Projekte im Jahresverlauf durchaus bemerkbar machte. Die freien Kapazitäten konnten durch flexible Arbeitszeitmodelle weitgehend ausgeglichen werden. Durch Terminverschiebungen und die größeren Volumina der Projekte war 2021 erneut eine hohe Flexibilität in allen Unternehmensbereichen des Geschäftsbereichs Fassaden gefordert. Während des Geschäftsjahres 2021 wurde im Geschäftsbereich Fassaden ein monatlicher Kostenabgleich der Projekte zum Budget durchgeführt. Der aktuelle Plan-Ist Kostenvergleich ist neben der Liquiditätsplanung der wichtigste Leistungsindex der Berichtserstattung. Bei den Fassadenprojekten mit langfristiger Fertigung bestand zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses eine Planumsatz-Auftragsreichweite bis ca. Ende 2023. Die FKN-Gruppe hat bereits in den vergangenen Jahren ihr Personal im Bereich der Fertigung an die geänderten Anforderungen des Marktes angepasst und am deutschen Standort Neuenstein den Personalbestand tendenziell reduziert. Im Geschäftsjahr wurde am Fertigungsstandort in Polen das Personal der erhöhten Leistung angepasst. Die Serienproduktion für Großaufträge erfolgt in dem gruppenzugehörigen, modernen Fertigungswerk in Polen, nahe Danzig. Hier sind die Lohn- und Produktivitätsbedingungen für das lohnintensive Kerngeschäft "Fassaden" gut. Allerdings machen sich die Lohnsteigerungen in Polen zunehmend bemerkbar. Bereits ab Mitte 2018 wurden die Fertigungskapazitäten im Bereich der Flächen und Maschinen im polnischen Fertigungswerk deutlich erweitert. Das bestehende und seit 2018 nach DIN ISO 9001 - 2015 vom TÜV Südwest zertifizierte Qualitätsmanagementsystem wurde im Jahresverlauf 2021 weiter verbessert. Blechbearbeitung: Im Geschäftsjahr 2021 hat die FKN Gruppe, nach umfangreichen Investitionen in den Vorjahren, vorwiegend Ersatzinvestitionen im geringeren Umfang vorgenommen. Die bereits in den Vorjahren angeschaffte Hydraulikpresse erreicht eine zusätzliche Redundanz zu den bestehenden Pressen und war die Basis für die Gesamtleistung 2021. Das Geschäftsjahr 2021 verlief in diesem Geschäftsbereich positiv. Die Fertigung war voll ausgelastet und konnte alle Aufträge termingerecht bedienen. d) Gesamtleistung / Umsatzentwicklung Das Geschäftsjahr 2021 verlief für die FKN-Gruppe insgesamt positiv. Der Auftragseingang war in beiden Geschäftsbereichen gut. Der Umsatz der Unternehmensgruppe lag projektbedingt bei TEUR 44.600 (i. V. TEUR 57.009). Die Gesamtleistung lag bei TEUR 62.119 (i. V. TEUR 52.839). Der wesentliche Anteil der Gesamtleistung der Unternehmensgruppe kommt mit ca. 85 % aus dem Geschäftsbereich Fassaden. Wesentlicher Absatzmarkt der Gruppe ist neben dem Inland auch das europäische Ausland. Gleichzeitig hat der Konzern nachhaltig unter Beweis gestellt, dass weltweit anspruchsvolle Bauprojekte erfolgreich abgewickelt werden können. Im Geschäftsbereich Fassaden konnten im Geschäftsjahr 2021 eine Vielzahl von Projekten produziert und auch montiert werden. Die Fertigstellung und Abnahme der Projekte durch den Kunden war jedoch nicht in allen Fällen vor Jahresende möglich, so dass die Umsatzerlöse unter dem Vorjahr lagen. Gleichzeitig konnte allerdings eine deutlich höhere Gesamtleistung wie im Vorjahr erreicht werden. Die Fertigung war flexibel und im Jahresverlauf gut ausgelastet. Auch im Geschäftsbereich Blechbearbeitung lagen die Umsätze und die Gesamtleistung über dem Vorjahr. Die geplante Gesamtleistung 2021 im Geschäftsbereich Fassaden und Blechbearbeitung, jeweils leicht über dem Niveau des Vorjahres, konnte weitgehend erreicht werden. e) Ertragslage Der Geschäftsbereich Fassaden lag im Umsatz unter, und in der Gesamtleistung über dem Vorjahr. Bei zum Vorjahr merklich gestiegener Materialaufwandsquote konnte durch ein straffes Personal- und Sachkostenmanagement das Ergebnis nach Steuern verbessert werden. Geplant war für den Geschäftsbereich Fassaden ein Ergebnis nach Steuern leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Im Jahresverlauf 2021 waren im Umfeld des Geschäftsbereichs Fassaden bei den wesentlichen Rohstoffen (Aluminium, Stahl und Glas) fast durchweg steigende Preise auf hohem Niveau zu erkennen. Der Geschäftsbereich Fassaden hat seine Aktivitäten im Einkauf von Rohmaterialien und Subunternehmerleistungen weiter verstärkt. Im Geschäftsjahr 2021 konnten ordentlich kalkulierte Projekte insgesamt sehr effizient abgeschlossen werden. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die erlösbaren Verkaufspreise in den Projekten durch weiter steigenden internationalen Wettbewerb und gestiegene Rohstoffpreise kurzfristig erheblich unter Druck stehen. Der Geschäftsbereich Blechbearbeitung hat vor Konsolidierungseffekten ein Ergebnis nach Steuern deutlich über dem Niveau des Vorjahres erzielt TEUR 1.229 (i. V. TEUR 461). Die Umsatzrentabilität war mit 12,8 % deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Geplant war für das laufende Geschäftsjahr ein Ergebnis nach Steuern leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Hier machte sich, trotz anhaltend hohen Material- und Rohstoffpreisen, die deutliche Umsatzsteigerung bei gleichbleibend stabiler Fixkostenstruktur positiv bemerkbar. Der Konzern weist 2021, trotz gestiegener Materialpreise einen höheren Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) gegenüber dem Vorjahr aus. Das Ergebnis nach Steuern 2021 liegt bei TEUR 5.361 (i. V. TEUR 4.674). Die Entwicklung der Ertragslage des Konzerns ist aus Sicht der Geschäftsführung günstig. 3. Finanzlage Im Geschäftsjahr 2021 wurde im Konzern ein vereinfachter Cashflow (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibung) von TEUR 6.949 (i. V. TEUR 6.244) erzielt. Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs erfolgte bei der Gruppe im Geschäftsjahr 2021 aus Eigenmitteln. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten nach vorausgegangenen Investitionsmaßnahmen auf TEUR 3.978 (i. V. TEUR 4.772) planmäßig zurückgeführt werden. Das Rating bei allen Partnerbanken konnte auch 2021 auf hohem Niveau gehalten werden. Von den Kreditinstituten wurden die bestehenden Aval- und Kreditlinien beibehalten. Damit wurde die wirtschaftliche Basis für weiteres Wachstum der FKN-Gruppe erneut deutlich unterstrichen. Unter dem Grundsatz der Gleichbehandlung erfolgt die Bereitstellung der Linien bei allen Banken nach wie vor ohne jegliche Besicherung. Die Geschäftsbeziehungen zu den Banken und regionalen Sparkassen bestehen bereits seit vielen Jahren. Die Vermögensverhältnisse sind geordnet. Verbindlichkeiten bestehen überwiegend in Euro und werden regelmäßig unter Inanspruchnahme von Skonti beglichen. Die erhaltenen Kundenanzahlungen decken das Vorratsvermögen zu 94 %. Darüber hinaus verweisen wir auf die Konzernkapitalflussrechnung. 4. Vermögenslage Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Kunden sind von TEUR 2.403 auf TEUR 3.190 angestiegen und bewegen sich weiterhin auf niedrigem Niveau. Dies konnte, in Abhängigkeit von den Abrechnungsständen der Baustellen, durch ein aktives Forderungsmanagement erreicht werden. Das Eigenkapital der Gruppe hat sich auf TEUR 15.954 (i. V. TEUR 14.136) erhöht. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von ca. 49 % (i. V. ca. 44 %). Unter Berücksichtigung der Gesellschafterdarlehen liegt das wirtschaftliche Eigenkapital bei TEUR 21.846 (i. V. TEUR 18.836). Dies entspricht einer wirtschaftlichen Eigenkapitalquote von ca. 67 % (i. V. ca. 59 %). Darüber hinaus verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel. Die Sonstigen Rückstellungen sind, bedingt durch die Garantierückstellung, Abfindungen und nachlaufenden Aufwendungen im Zusammenhang mit Objektbaustellen mit TEUR 3.415 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 3.605) zurück gegangen. Es wurde für alle erkennbaren Risiken ausreichend Vorsorge getroffen. 5. Investitionen Das Investitionsvolumen lag im Jahr 2021 bei insgesamt TEUR 1.359 (i. V. TEUR 679). Die Investitionen erfolgten an allen Standorten in Maschinen, Fuhrpark und Spezialgeräte für die Baustellenmontage. Im Geschäftsjahr wurde eine innovative Investition in eine moderne Trumpf Stanz-/Lasermaschine in Höhe von 822 TEUR getätigt. Die Investition wurde als Leasing realisiert. Die Geschäftsführung hält die Leasingkondition aufgrund der sehr guten Bonität der FKN Gruppe für attraktiv. 6. Mitarbeiter Zum Stichtag 31. Dezember 2021 waren 341 Mitarbeiter/innen bei der Unternehmensgruppe beschäftigt. Die Gruppe bildet derzeit 16 junge Menschen aus. Wir fördern die ständige Weiterentwicklung unseres Personals. 7. Forschung und Entwicklung Die FKN-Gruppe beschäftigt sich permanent mit der Entwicklung und Verbesserung von Verfahren und Produkten im Umfeld der Fassadentechnik und der Lüftertechnik. Als Verarbeiter sieht die FKN-Gruppe insbesondere Potenzial in den Feldern Energetik, Photovoltaik, Umwelttechnik sowie bei der Optimierung und Handhabung der Fertigung und Montage. In diesem Zusammenhang verweist die FKN-Gruppe auf eines ihrer Fassadenprojekte, das die Auszeichnung durch den "Council on Tall Buildings and Urban Habitat" erhalten hat. Das Projekt der KFW Bankengruppe in Frankfurt am Main wurde in einer Veröffentlichung zu einem der energetisch besten Hochhäuser der Welt ausgezeichnet. Um dieser Entwicklung an energetische und umweltfreundlich anspruchsvolle Projekte auch im Unternehmen weiter gerecht zu werden, hat die FKN-Gruppe bereits 2013 die Zertifizierung nach dem Umweltlabel EMAS erlangt. Nach EMAS erfolgt bei der Unternehmensgruppe eine regelmäßige interne Berichterstattung zur Entwicklung im Umfeld der wesentlichen Umweltindikatoren. 8. Qualitätsmanagement Die FKN-Gruppe entwirft, plant, produziert und montiert seit vielen Jahren erfolgreich anspruchsvolle Fassaden mit hoher Qualität im In- und Ausland. Im Geschäftsbereich Blechverarbeitung beliefert die FKN-Gruppe seit vielen Jahren namhafte Hersteller der Ventilatorenbranche. Das QS System ist hier seit 2009 eingeführt. Die ständige Verbesserung der bereits erreichten Qualität in allen Bereichen ist ein wesentlicher Bestandteil der FKN Unternehmensphilosophie. Die FKN-Gruppe hat für den Geschäftsbereich Fassaden im April 2018 das QS Zertifikat nach ISO 9001:2015 des TÜV Süd erlangt. 9. Risiko- und Chancenbericht Chancen: Unternehmerische Chancen sieht die FKN-Gruppe vor allem im Geschäftsbereich Fassaden. Hier sieht die Geschäftsleitung insbesondere Möglichkeiten in der weiteren Entwicklung von bestimmten Kundensegmenten. Vor allem die Pharmaindustrie und die chemische Industrie bieten hier durch anspruchsvolle Anforderungen an die Fassadentechnik ein sehr interessantes Marktpotential. Durch die zuletzt realisierten Projekte, insbesondere für namhafte Industrieunternehmen, ist es dem Geschäftsbereich Fassaden gelungen, sich im Premiumfeld der international bekannten Fassadenanbieter zu etablieren. Der Geschäftsbereich Fassaden hat nachhaltig bestätigt, dass das Unternehmen in der Lage ist, auch auf internationaler Ebene, anspruchsvolle und komplexe Großprojekte umzusetzen. Dadurch sind gute Chancen für Projekte in einem Segment mit hohen technischen Anforderungen entstanden. Die FKN-Gruppe legt dabei großen Wert auf die Auswahl der Kunden. Der permanent steigende Anspruch an energetische und technisch anspruchsvolle Fassaden erfordert qualifiziertes Personal. Im Personalbereich, vor allem im technischen Planungsbereich, hat die FKN-Gruppe über viele Jahre hinweg Personal ausgebildet, geschult und systematisch weitergebildet. Dies ist die Grundlage für die weitere Internationalisierung und die Realisierung technisch hochwertiger Fassadenprojekte. In diesem Zusammenhang wurde auch die EDV technische Ausrüstung im CAD und Konstruktionsbereich stufenweise den zukünftigen Anforderungen angepasst. Gleichzeitig wurden die Fertigungsstandorte mit modernsten CNC-Bearbeitungszentren ausgerüstet. Die FKN-Gruppe sieht diese Investitionsmaßnahmen als Grundlage für eine weitere positive Geschäftsentwicklung. In den vergangenen Jahren wurden stabile positive Konzernergebnisse nach Steuern erwirtschaftet und eine solide Eigenkapitalbasis in der Unternehmensgruppe geschaffen. Dies ist im anspruchsvollen Großprojektgeschäft eine unabdingbare Voraussetzung für entsprechende Marktchancen und eine weitere positive Unternehmensentwicklung der FKN-Gruppe. Risiken: Die Unternehmensgruppe ist im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Im Folgenden soll beschrieben werden, wie die Gesellschaft diesen Risiken gezielt entgegenwirkt und damit das unternehmerische Handeln absichert. Neben den im Nachstehenden beschriebenen Maßnahmen zur Risikominimierung bestehen folgende Planungs- und Kontrollprozesse:
a) Projektrisiko Die anhaltende Corona Pandemie birgt für den Geschäftsbereich Fassaden ein bedingtes Projektrisiko. Aufgrund der langfristig finanzierten Großprojekte ist aber mit einem kompletten Ausfall von Projekten nicht zu rechnen. Vielmehr ist in den einzelnen Projekten möglicherweise mit Verzögerungen zu rechnen. Diese Verzögerungen kennt der Geschäftsbereich Fassaden auch aus seinem laufenden Geschäft. Das daraus resultierende Risiko von Kapazitätsschwankungen kann der Geschäftsbereich Fassaden durch Personalflexibilität und, falls nötig, durch Kurzarbeit ausgleichen. Mögliche Einflüsse durch Zahlungsverzögerungen auf die Liquidität können durch Teilzahlungsvereinbarungen mit Kunden und vorhandene Kreditlinien des Geschäftsbereichs Fassaden ausgeglichen werden. b) Umfeld- und Marktrisiko Der Geschäftsbereich Fassaden ist im Projektgeschäft in nicht unerheblichem Umfang von der Entwicklung der Baubranche abhängig. Eine sehr wichtige Rolle spielt nach wie vor die Nachfrage im Inland, aber auch zunehmend im Ausland. Um die Abhängigkeit vom Inlandsmarkt weiter zu reduzieren, werden gezielt die Geschäftsmöglichkeiten im europäischen Raum ausgebaut. Der Blechbearbeitungsbereich ist direkt abhängig von der Entwicklung namhafter Unternehmen im Bereich Ventilatoren. Eine Verschlechterung der Auftragslage der bedeutsamen Kunden auch und insbesondere durch die Corona-Pandemie und den Ukrainekrieg würde sich direkt auf die Ertrags- und Liquiditätslage des Geschäftsbereichs Blechbearbeitung auswirken. c) Absatzrisiko Für die künftige Nachfrage nach Fassadenprojekten sind aus Sicht des Marktes keine erhöhten Risiken zu erkennen. Neben der vorhandenen Nachfrage nach optisch attraktiven und energetisch aktuellen Büro- und Verwaltungsgebäuden in Metropolen ist mit zunehmendem Interesse in der Revitalisierung von bestehenden Gebäuden zu rechnen. Durch ihre technische Kompetenz und entsprechende Referenzen ist die Gruppe ein starker Anbieter im Wettbewerb. Allerdings ist zuletzt ein merklich angestiegener Preisdruck zu verzeichnen, vor allem ausländische Anbieter aus konjunkturschwachen Regionen drängen verstärkt auf den deutschen und europäischen Markt. Im Laufe der Jahre haben sich im Geschäftsbereich Blechbearbeitung Kenntnisse und spezielle Fähigkeiten entwickelt. Es wurden eigene Werkzeuge und spezielle Vorrichtungen für die Hauptkunden gebaut, gleichzeitig wurde in die Automation und Rationalisierung der Abläufe investiert. Insofern besitzt die Unternehmensgruppe in diesem Geschäftsbereich eine gewisse Planungssicherheit mit sehr geringem Ausfallrisiko. d) IT-Risiken Die Gruppe wird unter anderem durch den Einsatz moderner Informationstechnologien nach unserer Einschätzung sehr gut gesteuert. Auch die Lieferbereitschaft hängt von der Verfügbarkeit entsprechender Systeme und Daten ab. Störungen wie Systemausfälle oder Datenverluste können die Lieferfähigkeit sehr stark beeinträchtigen. Diesem Risiko begegnen wir durch den Aufbau redundanter Systeme und regelmäßige Datensicherung. Durch die intensive und kontinuierliche Schulung der IT-Mitarbeiter sorgen wir außerdem dafür, dass die Betriebssicherheit trotz der permanenten Erweiterung der operativen Geschäftsabwicklungssysteme zu jeder Zeit gewährleistet ist. Um technische Verbesserungen im Betriebsablauf zu gewährleisten, werden bestehende Produkte und Systeme überarbeitet oder verbessert. Durch die Implementierung in der laufenden Betriebsphase kann es zu einem Ausfall bzw. zu einem Teilausfall der Systeme kommen. Entsprechende Umsatz- und Ergebnisausfälle sind daher denkbar. Um dieses Risiko zu minimieren, werden die Systeme vor Inbetriebnahme eingehend getestet. Nach Einführung der Systeme erfolgt eine regelmäßige Wartung und Anpassung an eventuell neue Gegebenheiten. Die FKN-Gruppe befindet sich derzeit im Umsetzungsprozess zur Integration eines neuen ERP Systems. Im Geschäftsbereich Blechbearbeitung wurde das System bereits erfolgreich eingeführt. Im Geschäftsbereich Fassaden wurde 2021 die Implementierung des ERP Systems umgesetzt. e) Rechtliche Risiken Rechtliche Risiken resultieren im Wesentlichen aus der Produkthaftung im Zusammenhang mit Norm- und Qualitätsvorgaben. Dieses Risiko reduziert die Gesellschaft durch umfassende interne Qualitätssicherung. Die Inanspruchnahme des Konzerns aus bestehenden Rechtsstreitigkeiten halten wir für unwahrscheinlich. f) Zahlungsausfallrisiken Auch im Geschäftsjahr 2021 wurde der Bonitätsprüfung der Kunden erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet. In der Folge war der Auftragsbestand von guter Kundenbonität gekennzeichnet. Zur Reduzierung des Risikos von Zahlungsausfällen werden mit den Kunden zeitnah Zahlungen nach Baufortschritt vereinbart. Während der Bauphase werden Abschlagszahlungen analog zum Baufortschritt angefordert. Durch ein organisiertes Mahnwesen mit ständiger Projekt- und Debitorenüberwachung wird das Ausfallrisiko ebenfalls minimiert. Dennoch lassen sich Zahlungsausfallrisiken insbesondere bei Projekten in außereuropäischen Ländern nicht vollständig beseitigen. Im Geschäftsbereich der Blechbearbeitung sind ausschließlich namhafte Kunden mit guter Bonität vorhanden, so dass praktisch keine Ausfallrisiken vorhanden sind. g) Liquiditätsrisiko Die Gruppe plant ihren Liquiditätsbedarf langfristig. Dabei spielt die regelmäßige Überwachung des Baufortschritts und der zugehörigen Abschlagszahlungen der Kunden eine zentrale Rolle. Durch parallele Überwachung der Kreditlinien und einer langfristigen Zusammenarbeit mit Banken wird einem möglichen Liquiditätsrisiko im Unternehmen zusätzlich entgegengewirkt. Grundsätzlich unterliegt die Gruppe im Projektgeschäft aber keinen nennenswerten Zahlungsstromschwankungen. h) Finanzwirtschaftliche Risiken 1. Marktpreisrisiken: Der Geschäftsbereich Fassaden vereinbart mit seinen Kunden vertragliche Festpreise. Änderungen von Marktpreisen sind im Projektgeschäft nach Vertragsabschluss nicht möglich. Im Geschäftsbereich Blechbearbeitung erfolgt in Abstimmung mit den Kunden eine regelmäßige Anpassung der Verkaufspreise an die Entwicklung der Rohstoffpreise. 2. Einkaufspreisrisiko: Dem Risiko steigender Materialpreise im Projektverlauf wirkt FKN Fassaden durch zeitnahe Vergaben zu Festpreisen bei den Hauptpositionen des jeweiligen Auftrages entgegen. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass durch die zuletzt enormen Preissteigerungen bei Rohstoffen/Halbzeugen ein wirtschaftliches Restrisiko bleibt. Die Auswirkungen des Ukrainekrieges auf die Entwicklung der Material- und Rohstoffpreise ist insgesamt schwer einzuschätzen. Hinzu kommt ein erhebliches Risiko der Verfügbarkeit von Material und den damit verbundenen Projektverzögerungen. 3. Fremdwährungsrisiko: Die vergangenen aber auch die laufenden Auslandsprojekte der FKN-Gruppe wurden im Geschäftsjahr 2021 jeweils in Euro und in GBP abgewickelt. Das darüber hinaus bestehende Währungsrisiko wurde durch Kurssicherungskäufe erheblich reduziert. i) Risiken aus Finanzinstrumenten Das Risiko im Umgang mit derivativen Finanzinstrumenten ist bei der FKN-Gruppe als sehr überschaubar einzuschätzen. Zur Sicherung des Währungsrisikos für regelmäßige Zahlungen nach Polen wurden rechtzeitig Devisentermingeschäfte und andere Fremdwährungsgeschäfte in PLN für die Jahre 2022 bis 2025 abgeschlossen. Darüber hinaus wurden Devisenswaps zur Sicherung von Zahlungseingängen in GBP abgeschlossen. j) Einschätzung der unternehmerischen Gesamtrisiken Nach Bewertung der aktuellen sowie der künftigen potenziellen Einzelrisiken und unter Berücksichtigung der eingeleiteten Gegenmaßnahmen kommt die Geschäftsleitung der FKN-Gruppe zu dem Urteil, dass derzeit keine belastbaren Risiken erkennbar sind, die zu einer dauerhaften und wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe führen könnten. 10. Nachtragsbericht Bezüglich von Ereignissen nach Ende des Geschäftsjahres, die sich wesentlichen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken verweisen wir auf den Anhang. 11. Prognosebericht Fassaden: Marktentwicklung Inland: Entscheidend für kurzfristige Prognosen ist für den Geschäftsbereich Fassaden die Bauentwicklung im Inland sowie im europäischen Ausland, und dort vor allem im Wirtschaftsbau bzw. vor allem im Wirtschaftshochbau und bedingt im öffentlichen Bausektor. Im öffentlichen Bau rechnen wir zwar mit einer leicht erhöhten Nachfrage, ein Umsatzanstieg dürfte im öffentlichen Bau allenfalls im den Geschäftsbereich Fassaden nicht relevanten Tiefbau und Infrastrukturprojekten zu erwarten sein. Im öffentlichen Hochbau ist jedoch für 2022 mit weiter steigendem Preisdruck bei öffentlichen Ausschreibungen zu rechnen. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass die anhaltende Staatsverschuldung und der Anstieg der sozialen Ausgaben, auch in Verbindung mit der Corona-Pandemie, die öffentlichen Großprojekte in Deutschland vermehrt auf den Prüfstand stellen wird. Im Wirtschaftshochbau ist für 2022 in Deutschland mit einem spürbaren Wachstum zu rechnen. Die Meinungen der Wirtschaftsinstitute gehen hier, stark abhängig von den einzelnen Bausegmenten, auseinander. Branchenexperten gehen von einem Umsatzanstieg des Wirtschaftshochbaus in einer Größenordnung von ca. 7 % aus. Die Hauptgründe für diese Annahme sind, nach einem teilweisen Rückgang der Homeoffice-Strukturen in der Industrie, vor allem die Rückkehr der Investitionsbereitschaft von Privatunternehmen. Allerdings stehen die Prognosen auch sehr stark im Zusammenhang mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem weiteren Verlauf der Pandemiesituation in Deutschland. Darüber hinaus sind insbesondere die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg und den damit verbundenen Material- und Energiepreisen zu beachten. Die vorgenannten Faktoren bergen erhebliche Risiken für Wachstumsprognosen. Hinzu kommt ein erhebliches Risiko der Verfügbarkeit von Material und den damit verbundenen Preissteigerungen. Die Auswirkungen auf Betriebsabläufe, Auslastung und Rückgang der Margen ist schwer einzuschätzen. Dem positiv entgegen steht das nach wie vor sehr niedrige Zinsniveau, das Investitionen im Hochbau weiter attraktiv macht. Der Trend zum urbanen Wohnbau in kombinierten Wohn- und Gewerbeobjekten nimmt in Metropolen nach wie vor zu. Dieser Trend nach kurzen Wegen und Infrastruktur wird durch die demographische Bevölkerungsentwicklung noch verstärkt. FKN wird die in ihrem Marktsegment relevante Entwicklung beobachten und zeitnah reagieren. FKN verfügt derzeit über einen soliden Auftragsbestand und besitzt die Fähigkeit, seine Kapazitäten und Strukturen kurzfristig anzupassen und einer entsprechenden Marktentwicklung ggf. entgegen zu wirken. Marktentwicklung Ausland: In den vergangenen Jahren konnte FKN Fassaden in den Auslandsmärkten seine Aktivitäten gezielt verstärken. In Großbritannien, Polen, Luxemburg und Dänemark wurden bereits interessante Projekte realisiert. Allerdings gilt es in den Märkten auch recht unterschiedliche Marktmechanismen und Risiken zu berücksichtigen. Insbesondere auf dem englischen Markt konnten seit Markteintritt 2018 bereits mehrere Projekte abgeschlossen und in der Folge weitere Aufträge akquiriert werden. Durch die positiven Erfahrungen der realisierten Projekte und die dadurch entstandenen Kontakte zu Kunden, Fassadenplanern und Generalunternehmern sieht FKN auf dem englischen Markt perspektivisch weiterhin gute Entwicklungschancen. Auch 2022 plant der Geschäftsbereich Fassaden weiter den gezielten Ausbau der Aktivitäten auf internationalen Märkten, insbesondere auf dem UK Markt. Andere Marktregionen werden bearbeitet, wenn dies wirtschaftlich sinnvoll erscheint. Blechbearbeitung: Im Geschäftsbereich Blechverarbeitung konnte im Jahresverlauf 2021 eine langsam beginnende Erholung der Corona Auswirkungen festgestellt werden. Dem entgegen ist aber deutlich zu erkennen, dass die anhaltende Pandemiekrise, in Verbindung mit deutlichen Materialpreissteigerungen und dem Ukrainekrieg zu wirtschaftlichen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2022 in diesem Geschäftsbereich führen wird. Hinzu kommt ein erhebliches Risiko der Verfügbarkeit von Material und den damit verbundenen Preissteigerungen. Die Auswirkungen auf Betriebsabläufe, Auslastung und Rückgang der Margen ist schwer einzuschätzen. Zusammenfassung Prognosebericht 2022: Innerhalb der FKN-Gruppe werden für 2022 weitere Investitionen in die Erschließung neuer Absatzmärkte geplant. Die Erweiterung der Kapazitäten im Entwicklungsbereich sowie die Fertigung am Standort in Polen ist abgeschlossen und bedarf nur noch ergänzender Maßnahmen. Die begonnenen Investitionen in die EDV, Digitalisierung und moderne Kommunikation werden verstärkt fortgesetzt. Die Prozessoptimierung und Qualitätssicherung im Fertigungsbereich des Geschäftsbereichs Fassaden und insbesondere im Geschäftsbereich Blechbearbeitung soll weiter verbessert werden. Das erste Halbjahr 2022 zeichnet sich durch eine ordentliche Produktionsauslastung in allen Geschäftsbereichen aus. Allerdings haben Materialengpässe auch bereits zu Verzögerungen auf Baustellen im Bereich der Fassadenprojekte geführt, damit einher gingen Umplanungen und Mehraufwendungen. In der zweiten Jahreshälfte 2022 sollen noch Aufträge im Geschäftsbereich Fassade mit Planungsbeginn für 2023 akquiriert werden. Die Prognosen sind jedoch insgesamt schwierig und stehen auch sehr stark im Zusammenhang mit der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung und dem weiteren Verlauf der Pandemiesituation. Hinzu kommen die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg und den damit verbundenen Steigerungen bei Material- und Energiepreisen. Die vorgenannten Faktoren bergen erhebliche Risiken für Wachstumsprognosen. Hinzu kommt ein erhebliches Risiko der Verfügbarkeit von Material und der Auswirkung auf Betriebsabläufe. Wir erwarten aufgrund der bereits bestehenden Auftragslage im In- und Ausland für das Geschäftsjahr 2022 im Geschäftsbereich Fassaden und Blechbearbeitung eine Gesamtleistung leicht unter dem Niveau des Vorjahres. In den Geschäftsbereichen Fassaden und Blechbearbeitung erwarten wir aufgrund der zu erkennenden Materialpreisverteuerungen sowie den möglichen negativen Corona-Nachlaufeffekten ein Ergebnis nach Steuern ebenfalls leicht unter Vorjahresniveau.
Neuenstein, 20. Mai 2022 FKN Beteiligungs GmbH als Komplementärin der FKN Holding GmbH & Co. KG Axel Becker, Geschäftsführer Uwe Sailer, Geschäftsführer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen