COMCO Leasing Service GmbH

Marienkirchplatz 36, 41460 Neuss, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 14964
Vorher
COMCO Leasing GmbHCOMCO Leasfinanz GmbH
Eingetragen
27.2.1995
Branche
Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung von sonstigen Maschinen, Geräten und beweglichen Sachen a. n. g.
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Kauf und die Vermietung von mobilen Wirtschaftsgütern (Finanzierungsleasing) und alle damit im Zusammenhang stehenden Service- und Dienstleistungen, Tätigkeiten und Nebengeschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Claudia Wetzel
seit 27.5.2020
Prokura
Eckhard Reiner Opalka
seit 30.4.2019
Geschäftsführer
Kerstin Schnittker
seit 27.8.2014
Geschäftsführer
Thomas Kolvenbach
seit 23.1.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

49.00% identifiziert51.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Rudolf Heck
49.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
51.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

COMCO Leasfinanz GmbH
Germany
25.500 DM
51.00%
Rudolf Heck
Moselstraße 3 67141 Neuhofen
24.500 DM
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

COMCO Leasing Service GmbH

Neuss

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Darstellung des Geschäftsverlaufes und des Geschäftsergebnisses

1) Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge immer noch hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Trotz positiver Impulse aus der Autoindustrie waren die deutlich schwächere Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (-2,0%) ebenso wie im Verarbeitenden Gewerbe (-0,4%) und ein gesunkener privater (-0,8%) und staatlicher Konsum (-1,7%) dafür verantwortlich, dass das Bruttoinlandsprodukt preis- und kalenderbereinigt um 0,1% zurückging. Der Arbeitsmarkt dagegen zeigte sich weiterhin robust. 0,7% mehr Menschen nahmen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf, die nun von 45,9 Millionen Erwerbstätigen ausgeübt wird. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,3% auf 5,7%.

(Quelle: Statistisches Bundesamt)

Entwicklung des Leasingmarktes

Auf die Leasing-Branche wirkten in den vergangenen Jahren dieselben negativen Einflüsse wie auf die Gesamtwirtschaft. Nach dem Ende der Corona-Pandemie drückten zunächst die Folgen des Kriegs in der Ukraine und die damit verbundene Energiepreiskrise negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung. Zusätzlich setzte eine erhöhte Inflation ein und die Zinsen stiegen entsprechend.

Immer noch - wie seit nunmehr drei Jahren - trat die Investitionstätigkeit auf der Stelle. Die Ausrüstungsinvestitionen lagen im Jahr 2023 nominal zwar 14% über dem Niveau von 2019, preisbereinigt allerdings gut 2% darunter. Vor diesem Hintergrund sind die für die deutsche Leasingwirtschaft ermittelten Daten interpretationswürdig, denn die Branche konnte insgesamt Güter für 85,6 Mrd. Euro finanzieren. Dies entspricht einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 22,4%. Allerdings muss zum einen berücksichtigt werden, dass dieser Wert nicht preisbereinigt ist. Speziell im dominanten Fahrzeuggeschäft kam es im Berichtsjahr wegen eingeschränkter Verfügbarkeit von Fahrzeugen zu hohen Preissteigerungen und dem Entfall nahezu aller Rabatte. Zum anderen spielten auch Verzögerungen bei der Auslieferung von mehreren 10.000 Fahrzeugen vom Vorjahr in das Berichtsjahr eine erhebliche Rolle. Die Mobilien-Leasingquote - der Anteil von Leasing an den gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen - erreichte 26,7%, nach 23,0% in 2022.

(Quellen: Leasing Marktbericht vom 01.03.2024 des Instituts der deutschen Wirtschaft e.V.; Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V.)

Der Automobilmarkt

Im Jahr 2023 wurden 2,84 Mio. Pkw und somit 7,3% mehr als im Vorjahr neu zugelassen. Die Neuzulassungszahlen von benzinangetriebenen Pkw stiegen um 13,3%, bei dieselangetrieben Pkw um 3,0 %. Dadurch erhöhte sich der Anteil der benzinangetriebenen Pkw auf 34,4%, der Anteil der dieselbetriebenen Pkw sank dagegen auf 17,1% (2022: 17,8%). Erneut nicht mehr so stark wie im Vorjahr entwickelte sich die Anzahl der neu zugelassenen Elektro-Pkw (BEV) (+11,4%). Ihr Anteil stieg auf 18,4% an. Die Pkw mit Hybrid-Antrieb steigerten sich nur um 1,6%, ihr Anteil sank daher auf 29,5%. Auf private Halter wurden 32,8% der PKW zugelassen, auf gewerbliche Halter 67,1%.

Die CO 2 -Emission der Pkw stieg 2023 um 4,9%, im Durchschnitt auf 114,9 g/km (Vorjahr: 109,6 g/km).

Im Gebrauchtwagengeschäft wechselten im Lauf des Jahres 6,03 Mio. Pkw den Halter.

(Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt, Pressemitteilung vom 4. Januar 2024)

2) Geschäftsentwicklung

Von 2015 bis 30.6.2020 hat die COMCO Leasing Service unter den Bezeichnungen "Suzuki Finance" und "CreditPlus Leasing" in Zusammenarbeit mit der CreditPlus Bank allen Suzuki-Händlern und einigen weiteren Händlern der Bank in Deutschland Leasingverträge für gewerbliche und private Kunden angeboten. Die CreditPlus Bank hat das gemeinsame Programm zum 01.04.2020 durch ein bankeigenes Produkt ersetzt.

Im Berichtsjahr wurden demzufolge 145 Verlängerungsverträge im Wert von € 1,0 Mio. abgeschlossen. Die Bruttomarge stieg von 4,61% auf 7,55%.

3) Geschäftsergebnis

Mit einem Jahresüberschuss von T€ 27 wurde im Vergleich zum Vorjahr (T€ 559) ein deutlich niedrigeres, aber geplantes, Ergebnis erzielt. Isoliert betrachtet, hat das Ergebnis aber nur eine begrenzte Aussagekraft, denn der nach HGB und RechKredV aufgestellte Jahresabschluss einer Leasinggesellschaft weist die leasingtypischen Periodenverschiebungen auf und ist daher nur gemeinsam mit der Substanzwertrechnung verständlich.

Die Bilanzsumme reduzierte sich von € 14,4 Mio. um 62,5% auf € 5,4 Mio.

4) Refinanzierung

Die Berichterstattung über unsere Refinanzierung erfolgt aus Transparenzgründen auf Konzernebene, weil zwar das Neugeschäft ausschließlich über die COMCO Leasing GmbH abgeschlossen wird, aber Konzerngesellschaften noch auslaufendes Geschäft besitzen, dass in der Ausnutzung der Rahmen dargestellt wird.

Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir unsere Darlehensrahmen für die Refinanzierung um € 67,4 Mio. (Vorjahr 30,6 Mio.) erhöhen.

Insgesamt verfügten wir auf Konzernebene über Darlehensrahmen von € 529,2 Mio. (Vorjahr € 461,8 Mio.) und konnten damit erstmals die Schwelle von 500 Millionen Euro überschreiten. Die Darlehensrahmen wurden mit € 456,2 Mio. (Vorjahr € 379,5 Mio.) in Anspruch genommen.

Im Berichtsjahr konnten wir ein Projekt mit der BayernLB zur Erweiterung unseres bei dem Institut bereits bestehenden ABCP-Programms zu einem erfolgreichen Abschluss bringen. In der ersten Ausbaustufe können wir Forderungen bis zu € 50 Mio. in das Programm Corelux verkaufen.

Mit 16 aktiven Refinanzierungsbanken und drei Konsortien mit insgesamt 20 Konsorten sind wir gut aufgestellt, zumal es unseren konsortialführenden Banken beständig gelingt, neue Konsorten zu gewinnen.

5) Investitionen

Im Berichtsjahr investierten wir in der Muttergesellschaft im Wesentlichen in die Weiterentwicklung unserer Programme und in die Automatisierung und Digitalisierung der Prozesse. Darüber hinaus erfolgten Investitionen in die Weiterbildung unserer Mitarbeiter.

6) Personal

Die COMCO Leasing Service besitzt kein eigenes Personal.

Im vergangenen Jahr investierte die Muttergesellschaft weiterhin in die Gewinnung neuer Mitarbeiter. Aktuell beschäftigt die Gesellschaft durchschnittlich 81 Mitarbeiter. Wie in den vergangenen Jahren verfügen wir über eine langjährige, gut ausgebildete Stammmannschaft.

7) Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen

Auch 2023 erhielten wir eine Reihe von Auszeichnungen, die unsere Position als eine der führenden privaten Leasinggesellschaften in Deutschland bestätigen. Auf der Internetplattform Kununu für Arbeitgeberbewertungen werden wir erneut zu den 5% besten Unternehmen in Deutschland gezählt.

II. Darstellung der Lage

1) Vermögenslage

Durch den Verlauf des Geschäftsjahres reduzierte sich das Vermietvermögen zu Anschaffungswerten auf € 8,5 Mio. (Vorjahr € 20,6 Mio.).

Eine wesentliche Kennzahl zur Beurteilung des Erfolges bzw. der wirtschaftlichen Kraft einer Leasinggesellschaft ist der Substanzwert. Dieser weist den Barwert des Überschusses der zukünftigen Erträge über die zukünftigen Aufwendungen aus. Es handelt sich hierbei um eine Darstellung der im Leasing- und Mietkaufbereich enthaltenen stillen Reserven. Das vom Bundesverband Deutscher Leasingunternehmen e.V. (BDL) entwickelte Schema einer Substanzwertrechnung rechnet dem bilanziellen Eigenkapital den barwertigen Überschuss der zukünftigen Erträge über die zukünftigen Aufwendungen hinzu. Dieses Schema zur Ermittlung ihres Substanzwertes wendet die Gesellschaft an.

Der Substanzwert der COMCO Leasing Service GmbH hat sich aufgrund des oben beschriebenen Geschäftsverlaufs gegenüber 2022 um 67,9% verringert. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft befindet sich auf einem angemessenen Niveau.

2) Finanzlage

Die COMCO Leasing Service GmbH verfügte im Berichtszeitraum jederzeit über die notwendige Liquidität, um nicht nur allen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, sondern auch um für unvorhergesehene Fälle gerüstet zu sein.

3) Ertragslage

Das betriebswirtschaftliche Ergebnis auf Konzernebene, bei dem wir für die im Berichtsjahr kontrahierten Verträge die Erträge aus Barwertüberschüssen und Nacherlösen in das Verhältnis zu den Kosten unseres Geschäftsbetriebes setzen, stieg auf einen Rekordwert. Es beträgt in der Gruppe T€ 4.503 (Vorjahr T€ 2.071). Nach dem schwächeren Vorjahr, in dem uns der sehr steile Zinsanstieg zu schaffen machte, konnten wir nun durch ein Bündel von Maßnahmen (schnellerer Abschluss der Refinanzierungspakete, Durchsetzung höherer Margen, höheres Neugeschäft) das operative Ergebnis mehr als verdoppeln. Dies ist umso bemerkenswerter, als nach wie vor ein Trend zu kurzen Laufzeiten in unserem dominanten Fahrzeuggeschäft (und dort somit zu niedrigeren Barwertmargen) besteht.

Die glücklicherweise beendete Nullzinspolitik der EZB erleichtert es uns, Kunden davon zu überzeugen, dass ein Finanzierungsprodukt mit einem Zins bezahlt werden muss. Unsere Bruttomarge erreichte daher mit 4,50% (i. Vj. 3,85%) wieder einen sehr soliden Wert.

Im Verhältnis zum Neugeschäftswachstum stiegen die Kosten für unseren Geschäftsbetrieb unterproportional um 10,6% auf € 8,47 Mio. Im Wesentlichen wurde der Anstieg durch höhere Personalkosten, Rechts- und Beratungskosten sowie Kosten im Zusammenhang mit der Neuauflage des ABCP-Programms verursacht.

III. Risiko-, Prognose- und Chancenbericht

Die COMCO Leasing Service GmbH ist ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1a Nr. 10 Kreditwesengesetz (KWG) und unterliegt damit der laufenden Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Deutsche Bundesbank.

1) Risikobericht

Für das Risikomanagement der COMCO Leasing Service GmbH gelten damit unter anderem die Vorgaben der §§ 25a ff. KWG und der sie konkretisierenden "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk). Diesen folgend hat die Geschäftsleitung eine Geschäftsorganisation geschaffen, die insbesondere ein angemessenes und wirksames Risikomanagement umfasst, auf dessen Basis die Risikotragfähigkeit laufend sichergestellt ist. Darüber hinaus werden u.a. auch angemessene und wirksame Maßnahmen im Umgang mit der Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen, Compliance sowie Datenschutz getroffen.

a) Adressenausfallrisiko

Unser Hauptrisiko ist das Adressenausfallrisiko. Dieses Risiko ist dem Grunde nach in den letzten Jahren gestiegen, weil die Refinanzierung über den risikoneutralen Forderungsverkauf im Bereich der kleinen und mittleren Geschäfte nur noch von wenigen Banken angeboten wird.

In der Rechnung für das Adressenausfallrisiko werden sämtliche bei uns bestehenden Leasinggeschäfte daraufhin untersucht, wie hoch der auf uns entfallende Risikoanteil (exposure at default) ist. Dieses Eigenrisiko wird der Ausfallwahrscheinlichkeit (probability of default) gegenübergestellt, die für jeden Kunden einzeln ermittelt wird. Der sich daraus ergebende Betrag wird in Relation zur sogenannten Verlustquote (loss given default) gesetzt, die bei uns für die verschiedenen Objektgruppen über eine mehrjährige empirische Reihe ermittelt ist und die wir ständig fortschreiben. Auf diese Weise errechnen wir den pro Vertrag existierenden erwarteten Verlust (expected loss).

Darauf aufbauend werden in zwei weiteren Rechnungen Stressszenarien simuliert. In der ersten Stufe verschlechtern wir theoretisch die Bonität jedes Kunden um eine Ausfallwahrscheinlichkeitsstufe. Gleichzeitig unterstellen wir eine um 10% verschlechterte Verwertung der Leasinggegenstände. Auf der zweiten Stressstufe, die eine bislang unbekannte besonders gestörte gesamtwirtschaftliche Situation simulieren soll, steigt die Ausfallwahrscheinlichkeit jedes Kunden um zwei Stufen. Gleichzeitig sinken die Verwertungserlöse um 20%. Von den so errechneten Verlustbeträgen (unexpected loss Stufe 2) wird der erwartete Verlust (expected loss) abgezogen, um den Gesamtanrechnungsbetrag für das Adressenausfallrisiko zu ermitteln.

Nach Hinzufügung der Anrechnungsbeträge für die Marktpreisrisiken, die operationellen Risiken und die sonstigen Risiken ergeben sich die sogenannten Anrechnungsbeträge Gesamtrisiko. Deren Gegenüberstellung mit den Risikodeckungsmassen ergab zum 31.12.2023 einen Auslastungsgrad von nur 17,6%. Die wie in den Vorjahren stabil niedrige Auslastung bezieht sich allerdings auch nur noch auf einen kleineren Restbestand von Verträgen.

Wie im Vorjahr wurde die Untersuchung des Adressenausfallrisikos über den gesamten Vertragsbestand durchgeführt. Dabei werden in der Ausfallsimulation keinerlei Korrekturen zugelassen. Die besondere Härte unserer Risikotragfähigkeitsrechnung ergibt sich also daraus, dass unterstellt wird, dass alle Kunden in allen Branchen und Regionen gleichermaßen in die Krise geraten. Uns wurde bescheinigt, damit über einen besonders harten Testaufbau zu verfügen, denn in der Realität werden nie alle Branchen gleichzeitig in dieselbe Krise geraten. Konsumgüterhersteller oder Nahrungsmittelproduzenten sind stressresistenter als beispielsweise IT-Hersteller, deren Produkte in Krisenzeiten als erste von den Investitionslisten gestrichen werden. Aus dieser Warte betrachtet, beinhaltet unsere Simulation Reserven.

Der Auslastungsgrad belegt unsere stabile Risikosituation.

Die Leasingbranche insgesamt ist mit den Risikoverläufen seit Jahren sehr zufrieden. Unser Hauptaugenmerk liegt seit längerer Zeit darauf, unsere Risikopolitik ständig zu verfeinern und die Risiken zu verringern. Dies ist uns im Berichtsjahr im Wesentlichen gelungen. In der Gruppe verzeichnen wir im sogenannten Standardrisiko mit einem Schadensvolumen von T€ 1.166 sogar einen leichten Rückgang in der Schadensquote auf 0,21% (Vorjahr 0,23%).

Unsere Schadensquote weisen wir branchenüblich in Bezug zum Bestand aus. Der Bestand ermittelt sich aus dem Barwert der offenen Forderungen. Dieser betrug in der Gruppe zum Stichtag € 552,4 Mio.

Dieser schöne Erfolg wurde durch einen branchenweiten Betrugsfall getrübt. Durch Doppelfinanzierungen wurden wir von einem Hersteller von 3D-Scannern in Höhe von T€ 1.522 geschädigt. Dadurch stieg die Schadensquote auf insgesamt 0,49%.

Wie in den Vorjahren ist unser Portfolio in Bezug auf Vertragsarten, Losgrößen, Branchen, Leasingobjekte und Vertriebswege von Vielfalt und Granularität geprägt. Diesen guten Mix wollen wir auch in der Zukunft beibehalten.

b) Marktpreisrisiko

Das Marktpreisrisiko stellt sich für uns in erster Linie als Zinsänderungsrisiko und Restwertrisiko dar. Der wesentliche Teil unseres Leasingbestandes ist fristenkongruent refinanziert. Ein wesentliches Zinsänderungsrisiko besteht für die Gesellschaft nicht.

Ein bei einer großen Sparkasse bestehendes Refinanzierungskonsortium wird über nur ein Konto zu einem variablen Zinssatz in Anspruch genommen. Die sich hieraus ergebenden Zinsänderungsrisiken werden nahezu vollständig über laufzeitkongruente Swaps abgesichert.

Es werden sowohl im Fahrzeuggeschäft als auch in den anderen Bereichen in der Regel keine offenen Restwerte gehalten. Restwertrisiken, die einer Bewertung bedürften, bestehen daher nicht.

c) Liquiditätsrisiko

Für jede Leasinggesellschaft, also auch für uns, stellt das Liquiditätsrisiko ein wesentliches Risiko dar. Wir unterscheiden das Risiko der kurzfristigen Liquidität und das Refinanzierungsrisiko.

Unsere kurzfristige Liquidität wird täglich überwacht und geplant. Zu Beginn jedes Arbeitstages erfolgt ein Abgleich der fälligen Ein- und Auszahlungen sowie eine Gegenüberstellung mit der freien Liquidität. Die fälligen Rechnungen für Leasinggegenstände werden über Hausbankkonten oder Refinanzierungsbankkonten bezahlt, die für alle genehmigten Geschäfte Deckung besitzen. Ziel unserer Liquiditätssteuerung ist eine gruppenweite tägliche freie Liquidität von € 3,0 Mio., die ausreichend wäre, um beispielsweise für mehrere Monate die Kosten zu decken. Dieser Betrag ist auch ausreichend, um einen unerwarteten Verlust im Sinne der gestressten Risikotragfähigkeitsrechnung der Stufe 1 (Adressenausfallrisiko in der Gruppe € 3,22 Mio.) zu decken. Am 31.12.2023 betrug die gruppenweite freie Liquidität € 13,47 Mio.

Das Refinanzierungsrisiko besteht darin, nicht ausreichend Mittel für das akquirierte Neugeschäft zu besitzen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, planen wir auf Konzernebene zu Beginn des Jahres das Neugeschäft und den entsprechenden Bedarf an Refinanzierungsmitteln. Der Sinn der Planung auf Konzernebene liegt darin, dass die von einigen Banken eingeräumten Rahmen von den Konzerngesellschaften gemeinschaftlich genutzt werden können und daher gelegentlich umgeschichtet werden.

Zum Bilanzstichtag verfügten wir auf Konzernebene über Darlehensrahmen von € 529,2 Mio. (Vorjahr € 461,8 Mio.), die mit € 456,2 Mio. (Vorjahr € 379,5 Mio.) in Anspruch genommen wurden.

Zusätzlich verfügten wir über ein ABCP-Programm in Höhe von € 50 Mio., das zum Stichtag mit € 8,2 Mio. in Anspruch genommen war.

Insgesamt verfügten wir im Berichtsjahr zu jeder Zeit über die notwendige Liquidität, auch unter Berücksichtigung der nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehenden Forfaitierungslinien. Um unsere Wachstumsstrategie fortsetzen zu können, werden wir allerdings darauf angewiesen sein, künftig sowohl mit unseren bestehenden Partnern Rahmenerhöhungen zu vereinbaren, als auch neue Partner zu gewinnen.

d) Operationelles Risiko

Alle betrieblichen Aktivitäten der COMCO Leasing Service GmbH bergen operationelle Risiken. Hierunter verstehen wir Rechtsrisiken, EDV-technische Risiken, Abwicklungsrisiken und personelle Risiken. Unser Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet, Risiken auf diesen Feldern frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dennoch eingetretene Schadensfälle werden in Teams analysiert und diskutiert mit dem Ziel, in Zukunft ähnliche Fälle zu vermeiden.

Rechtsrisiken erwachsen uns in erster Linie durch die vertraglichen Beziehungen, in denen wir insbesondere zu Kunden und Lieferanten stehen. Dieses Risiko minimieren wir, indem zum weit überwiegenden Teil nur mit juristisch erprobten Standardverträgen gearbeitet wird. Abweichungen von diesen Mustern, die von den hausinternen Juristen gemeinsam mit den uns beratenden Anwaltskanzleien erarbeitet wurden, sind nur mit schriftlicher Genehmigung der Kompetenzträger erlaubt. Neuartige Verträge werden von den hauseigenen Juristen in Zusammenarbeit mit den Anwaltskanzleien entwickelt.

EDV-technische Risiken werden durch den nahezu ausschließlichen Einsatz von zertifizierter Standardsoftware minimiert. Lediglich eine Auswertungssoftware zur Ermittlung betriebswirtschaftlicher Daten sowie eine digitalisierte Kalkulations- und Antragsbearbeitung sind Eigenentwicklungen. Unsere gesamte Hardware wird durch Administratoren gewartet. Alle verfügbaren Updates und Sicherheitsupdates werden kontinuierlich eingespielt. Ein Notfallplan existiert. An unseren Standorten in Neuss und Essen betreiben wir identisch konzipierte EDV-Anlagen. Die täglich erstellten Notfallsicherungen des gesamten Datenbestandes versetzen uns in die Lage, innerhalb von 2 Stunden am jeweils anderen Standort weiterarbeiten zu können.

Unser Notfallkonzept umfasst darüber hinaus die Möglichkeit des dezentralen Arbeitens nahezu aller Mitarbeiter über firmeneigene Laptops oder stationäre Rechner. Über sichere VPN Verbindungen sind diese Arbeitsplätze mit dem Firmennetz verbunden.

Den Abwicklungsrisiken begegnen wir durch umfangreiche 4- und 6-Augen-Prinzipien sowie durch detaillierte Arbeitsanweisungen. Zudem ist sichergestellt, dass immer mehrere Kompetenzträger im Haus anwesend oder kurzfristig erreichbar sind.

Wie jedes Unternehmen sind auch wir personellen Risiken ausgesetzt. Über ausgeprägte Dialogbereitschaft, Teamgeist, vorbildliches Verhalten von Führungskräften, leistungsgerechte Vergütungssysteme, Weiterbildung usw. versuchen wir, unsere Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Wir wissen auch, dass nur motivierte und zufriedene Mitarbeiter jeden Tag Höchstleistung bringen können. Die geringe Fluktuation unserer Kollegen bestätigt uns, hier einen erstklassigen Standard erreicht zu haben.

e) Nachhaltigkeitsrisiken

Nachhaltigkeitsrisiken im aufsichtsrechtlichen Sinne sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines Instituts haben kann. Nachhaltigkeitsrisiken könnten auf alle bekannten Risikoarten erheblich einwirken sowie als Faktor zur Wesentlichkeit dieser Risikoarten beitragen.

Allgemein sei zunächst darauf hingewiesen, dass der ganzheitliche Blick auf den gesamten Lebenszyklus der Gegenstände dem Geschäftsmodell "Leasing" immanent ist und mit dem Modell einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft korrespondiert, bei der es gilt, den Ressourceneinsatz durch langlebige Konstruktion, Instandhaltung, Reparatur, Wiederverwendung und Überholung der Gegenstände zu mindern. Zudem fließen selbstverständlich auch der Tätigkeitsbereich und das geschäftliche Umfeld eines potentiellen Kunden maßgeblich in die Kreditprüfung ein.

Des Weiteren führen unsere auf Granularität beziehungsweise Vermeidung von Klumpenrisiken angelegte Risikostrategie und die geografische Konzentration auf das Inland zu einer Minimierung von Nachhaltigkeitsrisiken, da etwa Abhängigkeiten von möglicherweise reputationsgeschädigten Branchen und Objekten oder Kunden in umweltgeschädigten / von Naturkatastrophen betroffenen Regionen reduziert werden.

Unser Bewusstsein für die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit zeigt sich unter anderem auch darin, dass innerhalb der Unternehmensgruppe mit der COMCO EcoLease GmbH & Co. KG bereits im Jahr 2017 eine Gesellschaft gegründet wurde, deren Ziel es ist, gemeinsam mit einer auf nachhaltige Finanzierungen ausgerichteten Bank, Leasing für umweltfreundliche beziehungsweise nachhaltige Gegenstände, zum Beispiel für Elektro-Kfz und -fahrräder, anzubieten. Zudem liegt der Tätigkeitsschwerpunkt unseres Geschäftsbereichs Energie in der Finanzierung von Anlagen zur Bereitstellung erneuerbarer Energien.

2) Prognose- und Chancenbericht

Allgemeine Situation

Die Wirtschaftsaussichten sind zum Jahresbeginn nicht gut. Im zurückliegenden Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,1% ab. Die wirtschaftliche Entwicklung war dabei wie schon im Vorjahr wesentlich bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiveren Geldpolitik. Hinzu kam ein außergewöhnlich hoher Krankenstand, der das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen dämpfte. Alles dies belastete die deutsche Wirtschaft stärker als zu Beginn des vergangenen Jahres angenommen und verzögerte die wirtschaftliche Erholung.

Für das Jahr 2024 geht die Bundesregierung in der Jahresprojektion von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2% aus. Diese Prognose weicht erheblich von der des letzten Jahres ab, in der für 2024 noch ein Wachstum von 1,8% vorhergesagt wurde.

Die Leasingindustrie hängt unmittelbar von der Investitionsbereitschaft der Unternehmen und der Lieferfähigkeit der Industrie ab. Das Institut der deutschen Wirtschaft weist darauf hin, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Perspektiven für Deutschland für das Jahr 2024 eingetrübt haben. Die IW-Verbandsumfrage vom Jahreswechsel 2023/ 2024 ergab, dass vor dem Hintergrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nur neun von 47 befragten Wirtschaftsverbänden von einem höheren Produktionsniveau in 2024 ausgehen. Kein einziger Verband geht von einer wesentlich höheren Produktion aus. 23 Verbände sprechen einem Produktions- oder Geschäftsrückgang.

Vor diesem Hintergrund wird es die deutsche Leasingwirtschaft mit einem zähen Wirtschaftsjahr zu tun haben, für das eine Wachstumsprognose nur schwer vorstellbar ist.

(Quellen: Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2024; Institut der Deutschen Wirtschaft, Leasing Marktbericht vom 01.03.2024)

Investitionen

Die COMCO Leasing Service GmbH wird in 2024 keine Investitionen durchführen.

Größere Investitionen sind auch in der Gruppe für 2024 und 2025 nicht geplant. Allerdings werden wir im laufenden Jahr unsere IBM-Server gegen eine neue Version austauschen. Weitere Investitionen fließen in unser neues Webportal, mit dem angeschlossene Händler und Hersteller ihre Kunden vollständig digital mit Leasingangeboten versorgen können.

Planung Neugeschäft und Kosten

Unser in den letzten drei Jahren in der COMCO-Leasing-Gruppe um etwa 150 Millionen Euro gestiegenes Neugeschäft stellt uns bei der Planung des vor uns liegenden Zeitraums vor vielfältige Anforderungen. Vor dem Hintergrund der enormen externen Unsicherheiten müssen wir unseren Produktmix und die Auswahl der richtigen Bonitäten besonders im Auge behalten, um weiterhin ein nachhaltig gesundes Portfolio aufzubauen. Unsere sehr zufriedenen Kunden und die motivierte Mitarbeiterschaft lassen uns allerdings optimistisch in die Zukunft schauen. Traditionell legen wir dennoch eine vorsichtige Planung auf.

Wir berücksichtigen folgende Parameter:

Der Ukraine-Krieg wird weiterhin Unsicherheiten erzeugen, die dazu führen, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung verlangsamt.

Lieferschwierigkeiten von Rohstoffen und Produkten können jederzeit durch Konflikte oder politische Einflussnahme neu entstehen. Die globale Lage ist nervöser und fragiler geworden.

Der brachiale Umbau der deutschen Energieversorgung birgt hohe Versorgungsrisiken und zieht sehr hohe Preise nach sich. Darunter wird die gesamte deutsche Wirtschaft, die im globalen Wettbewerb steht, leiden.

Die nach wie vor vorhandene Inflation und das Zinsniveau werden sich dämpfend auswirken.

Unter Berücksichtigung dieser Besonderheiten planen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einem defensiven Ansatz. Wir erwarten ein Neugeschäft von € 325 Mio. Diese Planung liegt um 8,3% über der Vorjahresplanung von € 300 Mio.

Die COMCO-Leasing-Gruppe hat stets bewiesen, dass sie besonders stressresistent ist. Wir konnten uns teilweise deutlich schneller als andere Unternehmen wieder auf Normalniveau entwickeln, weil wir in der Krise verlässlicher Partner für unsere Kunden blieben. Auch an unserem qualifizierten Personal haben wir in jeder Krisenphase festgehalten. Allerdings wissen wir heute nicht, wie lange die oben beschriebenen Krisen dauern werden. Daher werden wir unsere Planung fortlaufend überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Unser hoher Substanzwert lässt uns, falls nötig, auch längere Durststrecken meistern.

Für die Folgejahre 2025 und 2026 planen wir mit einem Neugeschäftsvolumen von € 340 Mio. und € 350 Mio.

Die Planung der Kosten erfolgt auf Konzernebene. Wir wollen sie wie in den Vorjahren unter strenger Kontrolle halten, müssen aber andererseits auch unserem Wachstum Rechnung tragen. Die Kosten sollen im Jahr 2024 bei etwa € 8,8 Mio. liegen.

Die Planung der Erlöse ist nach wie vor anspruchsvoll. Der gute Anstieg der Barwertmarge im Berichtsjahr deutet darauf hin, dass wir mit unseren Maßnahmen richtig liegen. Wir planen eine barwertige Verbesserung um weitere 25 bps.

Planung Refinanzierung

Die freien Darlehenslinien zum 31.12.2024 werden sich mit € 38,6 Mio. auf einem höheren Niveau als im Vorjahr (Planwert für 2023: € 29,9 Mio.) befinden. In die Planung eingearbeitet wurden auch die Mittel des ABCP-Programms sowie die uns für das laufende Jahr bereits avisierten, zusätzlichen Linien. Die Erfahrung zeigt, dass uns ebenso, allerdings nicht exakt planbar, beträchtliche Mittel aus vorzeitigen Ablösungen zur Verfügung stehen werden. Dies wird deutlich, wenn man die geplanten Werte mit den tatsächlichen vergleicht. Der Planwert der freien Refinanzierungsliquidität zum 31.12.2023 betrug € 29,9 Mio. Tatsächlich standen uns am Stichtag freie Rahmen in Höhe von € 73,0 Mio. zur Verfügung.

Nicht eingeplant sind Mittel, die uns gegebenenfalls im Lauf des Geschäftsjahres durch neue Refinanzierungspartner oder durch weitere Erhöhung bestehender Linien zur Verfügung gestellt werden. Zurzeit verhandeln wir z.B. mit einer unserer Banken über ein weiteres ABCP-Programm in Höhe von zunächst € 40 Mio.

Auch für das Jahr 2024 werden wir somit jederzeit über ausreichende Refinanzierungsmittel verfügen.

IV. Sonstige Angaben

1) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Es gibt keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag.

 

Essen, den 26. März 2024

COMCO Leasing Service GmbH

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Berichtsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 473.445,62 304.559,52
2. Forderungen an Kunden 405.014,62 619.305,62
3. Leasingvermögen 4.543.676,52 11.821.181,98
4. Immaterielle Anlagewerte 1,00 3,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 0,00 1.675.557,36
5.422.137,76 14.420.607,48

PASSIVA

Berichtsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.553.450,67 4.569.267,76
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 300.713,88 746.991,77
3. Sonstige Verbindlichkeiten 399.031,75 289.203,51
4. Rechnungsabgrenzungsosten 2.246.147,50 6.633.557,88
5. Passive latente Steuern 440.650,00 459.700,00
6. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 31.760,55 0,00
b) andere Rückstellungen 376.630,50 675.491,87
7. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
b) Bilanzgewinn/-verlust 48.188,32 1.020.830,10
73.752,91 1.046.394,69
5.422.137,76 14.420.607,48
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 213.248.653,27 201.201.300,72

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

AUFWENDUNGEN

Berichtsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Leasingaufwendungen 5.286.917,13 7.443.205,66
2. Zinsaufwendungen 51.111,87 103.925,24
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) andere Verwaltungsaufwendungen 653.330,98 114.295,30
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen
a) auf Leasingvermögen 2.065.843,60 4.070.202,40
b) auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 0,00 5.764,66
2.065.843,60 4.075.967,06
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2,00 3,00
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 39.707,20 16.003,72
7a. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 31.760,55 0,00
7b. Latente Steuern -19.050,00 255.680,00
8. Jahresüberschuss 27.358,22 559.251,82
Summe der Aufwendungen 8.136.981,55 12.568.331,80

ERTRÄGE

Berichtsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Leasingerträge 7.950.722,65 12.442.376,59
2. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 38.372,61 43.549,50
3. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 24.147,57 29.264,46
4. Sonstige betriebliche Erträge 123.738,72 53.138,25
Summe der Erträge 8.136.981,55 12.568.328,80

ERMITTLUNG DES BILANZVERLUSTES

Berichtsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Jahresüberschuss 27.358,22 559.251,82
2. Auszahlung -1.000.000,00 0,00
3. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.020.830,10 461.578,28
4. Bilanzgewinn 48.188,32 1.020.830,10

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Zu unserer Gesellschaft

Gegenstand des Unternehmens ist der Kauf und Vermietung von mobilen Wirtschaftsgütern (Finanzierungsleasing) und alle damit in Zusammenhang stehenden Service- und Dienstleistungen, Tätigkeiten und Nebengeschäfte.

2. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Firma: COMCO Leasing Service GmbH
Sitz: Neuss
Registergericht: Amtsgericht Neuss
Registernummer: HRB 14964

3. Allgemeine Hinweise

Für den Jahresabschluss unserer Gesellschaft finden die Rechnungslegungsvorschriften der §§ 340 ff HGB, sowie die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (Rech-KredV) Anwendung.

Die Tätigkeit der Gesellschaft in der Leasingbranche macht eine durch den Geschäftszweig bedingte Ergänzung in der Gliederung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung nach RechKredV erforderlich.

Die Formblätter wurden entsprechend der Fußnoten der RechKredV so an-gepasst, dass sie den Bestimmungen für das Leasinggeschäft entsprechen. So wurde in der Bilanz unter Aktiva die Position Leasingvermögen eingefügt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Aufwendungen die Position Leasingaufwendungen eingefügt, die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen um Position a) auf Leasingvermögen und b) auf immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen ergänzt. Die Erträge wurden um die Position Leasingerträge ergänzt.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, die stetig angewendet werden.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken aktiviert.

Für Bonitätsrisiken aus dem Leasingbestand werden aktivisch Wertberichtigungen zu den Forderungen an Kunden ausgewiesen.

Das Leasinganlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen für das angeschaffte Leasingvermögen erfolgen vertragskonform.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Unter den passiven latenten Steuern wird der nach Saldierung aktiver und passiver Steuerlatenzen verbleibende Passivüberhang ausgewiesen.

Die unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Beträge aus Mietvorauszahlungen werden entsprechend der Leasinglaufzeit bzw. der Restlaufzeit linear aufgelöst.

Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurde das Abzinsungswahlrecht nicht in Anspruch genommen.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungsspiegel

Der Gesamtbetrag der Forderungen i. H. v. EUR 405.014,62 (im Vj. TEUR 2.294,9) gliedert sich in folgende Restlaufzeiten:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis drei Monate mehr als drei Monate bis ein Jahr mehr als ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
Forderungen an Kunden 405.014,62 142.086,75 200.077,84 62.850,03 0,00
Sonstige Vermögensgegenst. 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
405.014,62 142.086,75 200.077,84 62.850,03 0,00

2. Anlagevermögen

Die Veränderung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Entwicklung der Abschreibungen im Anlagenspiegel dargestellt (Vergleiche Anlage 1 zum Anhang).

3. Verbindlichkeitenspiegel

Der Gesamtbetrag der nicht täglich fälligen Verbindlichkeiten i. H. v. EUR 1.952.482,42 (im Vj. TEUR 4.858,5) gliedert sich in folgende Restlaufzeiten:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis drei Monate mehr als drei Monate bis ein Jahr mehr als ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1.553.450,67 467.146,62 752.906,39 333.397,66 0,00 *)
sonstige Verbindlichkeiten 399.031,75 346.117,72 40.265,51 12.648,52 0,00
1.952.482,42 813.264,34 793.171,90 346.046,18 0,00

*) Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt durch eine jeweilige Sicherungsübereignung der Leasingobjekte.

Zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken aus Schwankungen künftiger Zinszahlungen (Zahlungsstromänderungsrisiko) bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Grundgeschäfte) für einen Nominalbetrag in Höhe von TEUR 261 bestehen zum Bilanzstichtag Zinsswaps (Sicherungsinstrumente) mit Kreditinstituten (Portfolio-Hedge). Dabei wird wirtschaftlich betrachtet der variable Zinssatz in einen festen Zinssatz getauscht. Da die Änderungen der Zahlungsströme aus dem Grundgeschäft infolge der Änderungen der zugrunde gelegten Marktzinssätze durch gegenläufige Änderungen der Zahlungsströme aus den Zinsswaps kompensiert werden, werden bei der Bewertung die Verbindlichkeiten und die Zinsswaps zu Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB zusammengefasst. Zur Feststellung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird die Critical-Terms-Match-Methode angewendet. Die Restlaufzeit der Zinsswaps beträgt zwischen einem Monat sowie ein Jahr und einem Monat.

Die bilanzielle Behandlung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

4. Sonstige Verbindlichkeiten

Als Verbindlichkeit gegen ein verbundenes Unternehmen, welches gleichzeitig Gesellschafterin ist, werden EUR 332.695,88 (i. Vj. TEUR 1.675,6 Forderung) ausgewiesen.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden EUR 66.335,87 (i. Vj. TEUR 289,2) als Verbindlichkeit des Umsatzsteuer-Forderungsverkaufs des ABCP Vertrages ausgewiesen.

5. Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern beruhen auf gewerbesteuerlichen und körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen. Im laufenden Geschäftsjahr wurde eine Verlustverrechnung vorgenommen. Da aufgrund der Entwicklung der Gesellschaft eine weitere Verlustverrechnung in den folgenden fünf Jahren zu erwarten ist, erfolgt die Aktivierung latenter Steuern.

Die passiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen zu den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bewertungen des Leasingvermögens. Gemäß §274 HGB erfolgt der saldierte Ausweis.

Die Bewertung erfolgt mit folgenden Steuersätzen:

GewSt 15,9%
KSt und SolZ 15,8%
Summe 31,7%

Die latenten Steuern veränderten sich wie folgt:

Stand zu Beginn des Geschäftsjahr Veränderung Stand zu Ende des Geschäftsjahr
EUR EUR EUR
aktive latente Steuern 492.610,00 -365.170,00 127.440,00
passive latente Steuern 952.310,00 -384.220,00 568.090,00

6. Davon-Vermerke

In dem Gesamtbetrag der sonstigen Verbindlichkeiten i. H. v. Euro 399.031,75 (i. Vj. TEUR 289,2) sind enthalten:

davon an verbundene Unternehmen: 332.695,88 Euro
davon aus Steuern: 0,00 Euro
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 Euro

7. Eventualverbindlichkeiten

Es bestehen bei inländischen Kreditinstituten gemeinsame Kreditrahmen mit verbundenen Unternehmen, bei denen die Gesellschaft zusammen mit den verbundenen Unternehmen gemeinsam für die Inanspruchnahme haftet.

Zum Bilanzstichtag werden diese Kreditlinien mit EUR 209.706.559,22 in Anspruch genommen. Des Weiteren bestehen Bürgschaften in Höhe von EUR 3.542.094,05 zugunsten eines inländischen Kreditinstitutes für von einem verbundenen Unternehmen aufgenommene Darlehen.

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der unter der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des Zahlungsverhaltens der Begünstigten in der Vergangenheit als sehr gering ein. Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen uns nicht vor.

Die Ansprüche sind im Wesentlichen durch Abtretung von Leasing- / Mietkaufforderungen und Sicherungsübereignung von Leasing- / Mietkaufobjekten gesichert.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV).

D. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführer

Geschäftsführer waren während des Geschäftsjahres

 

Herr Thomas Kolvenbach, Rechtsanwalt, Neuss

 

Verantwortlicher für Markt

 

Frau Kerstin Schnittker, Diplom-Betriebswirtin, Köln

 

Verantwortliche für Marktfolge

 

Herr Eckhard Reiner Opalka, Diplom-Betriebswirt, Mülheim

 

Verantwortlicher für Marktfolge

Herr Kolvenbach ist einzelvertretungsberechtigt.

Frau Schnittker und Herr Opalka sind vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen.

2. Arbeitnehmer

Die Gesellschaft wird in Personalunion von der COMCO Leasing GmbH geführt.

3. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar wird in dem Konzernabschluss der COMCO Leasing GmbH dargestellt.

4. Konzernabschluss

Die COMCO Leasing GmbH mit Sitz in Neuss (als Mutterunternehmen der COMCO Leasing Service GmbH) stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die ESTE Holding GmbH mit Sitz in Neuss (als Mutterunternehmen der COMCO Leasing GmbH) stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Beide Konzernabschlüsse werden im Unternehmensregister veröffentlicht.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor:

 

Der Jahresüberschuss i. H. v. EUR 27.358,22 wird zusammen mit dem Gewinnvortrag i. H. v. EUR 20.830,10 auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Neuss, den 26.März 2024

COMCO Leasing Service GmbH

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
3. Leasingvermögen 20.618.118,58 37.396,38 12.148.534,84 0,00 8.506.980,12
4. Immaterielle Anlagewerte 86.985,71 0,00 58.561,31 0,00 28.424,40
20.705.104,29 37.396,38 12.207.096,15 0,00 8.535.404,52
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Abschreibungen Zuschreibungen
Euro Euro Euro
3. Leasingvermögen 8.796.936,60 2.065.843,60 0,00
4. Immaterielle Anlagewerte 86.982,71 0,00 0,00
8.883.919,31 2.065.843,60 0,00
Abschreibungen
Änderungen der gesamten Ab- schreibungen i. Z. m. Zugängen Änderungen der gesamten Ab- schreibungen i. Z. m. Abgängen Änderungen der gesamten Ab- schreibungen i. Z. m. Umbuchungen Abschreibungen zum Ende des GJ 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
3. Leasingvermögen 0,00 6.899.476,60 0,00 3.963.303,60
4. Immaterielle Anlagewerte 0,00 58.559,31 0,00 28.423,40
0,00 6.958.035,91 0,00 3.991.727,00
Buchwert
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Euro Euro
3. Leasingvermögen 4.543.676,52 11.821.181,98
4. Immaterielle Anlagewerte 1,00 3,00
4.543.677,52 11.821.184,98

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die COMCO Leasing Service GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der COMCO Leasing Service GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der COMCO Leasing Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, den 24. Mai 2024

Revision Rhein-Ruhr GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dortmund

Dipl.-Kfm. Oliver Mehlan, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm. Michael Ernst, Wirtschaftsprüfer

COMCO Leasing Service GmbH, Neuss

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 26. Juli 2024 festgestellt.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung beschließt einstimmig, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Neuss, den 26. Juli 2024

gez. Thomas Kolvenbach

gez. Kerstin Schnittker

gez. Eckhard Opalka

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