KommWohnen Dienste GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lisa Ludewig seit 3.9.2018 | Prokura |
René Mitzenheim seit 3.9.2018 | Prokura |
Arne Myckert seit 15.1.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Görlitz | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KommWohnen Service GmbHGörlitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 1.1. Ausgangssituation Hauptgeschäftstätigkeit der Gesellschaft war die kaufmännische und technische Verwaltung der Grundstücke, die sich im Eigentum der KommWohnen Görlitz GmbH (Muttergesellschaft) befinden oder an denen die KommWohnen Görlitz GmbH Miteigentumsanteile besitzt. Dazu gehören sämtliche Leistungen zur Bewirtschaftung der Grundstücke, wie Inkasso, Zahlungsverkehr, Kontoführung, Buchführung, technische Verwaltung, Instandhaltungen, Investitionen, Modernisierungen, Hausmeisterleistungen, Vermietung und Versicherung. Die Bewirtschaftung der geleasten Grundstücke, die sich bis zum Ende des Leasingzeitraumes im wirtschaftlichen Eigentum der KommWohnen Service GmbH, aber im zivilrechtlichen Eigentum der Muttergesellschaft befinden, war ein weiteres Hauptgeschäftsfeld der Gesellschaft. Hinzu kamen die Sparten der Photovoltaikanlagen, die Beherbergung über die "Villa Ephraim" einschließlich der Gästewohnungen, die Hafen- sowie die Parkraumbewirtschaftung. Nach wie vor sind auch die Durchführung der Sanierungsbetreuung im "Erhaltungsgebiet Innenstadt" sowie das Projektmanagement zur Entwicklung des Berzdorfer Sees (Halbinsel und Hafen) wichtige Geschäftsfelder. Grundlage hierfür bildeten der mit der Stadt Görlitz abgeschlossene Durchführungsvertrag vom 21. Juli 2021 sowie der Vertrag zur Projektentwicklung vom 14. Februar 2007. Weiterhin betreute der Geschäftsbereich die Entwicklung des Standortes Brunnenstraße 11/Christoph-Lüders-Straße 1 (ehemaliges WERK I). In erster Linie ging es dabei um die Vermarktung von Grundstücksteilen und die Nachnutzung von Gebäuden. Das Sanierungsbüro befindet sich in den Räumlichkeiten der Jakobstraße 4a. Aufgaben der Geschäftsführung, des Personalwesens, des Finanz- und Rechnungswesens, der technischen Abteilung, der Grundstücks- und Wohnungsverwaltung sowie des Marketings wurden im Geschäftsjahr 2023 auf der Grundlage des Geschäftsbesorgungsvertrages vom 21. Dezember 2009, zuletzt geändert am 6. Dezember 2023, mit der KommWohnen Görlitz GmbH übernommen. 1.2. Entwicklung der Ertragslage Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Betriebsleistung und Jahresergebnis vor Gewinnabführung die für die interne Steuerung verwendeten bedeutsamsten Leistungsindikatoren darstellen. Die wohnungswirtschaftliche, technische und kaufmännische Verwaltung für die KommWohnen Görlitz GmbH, die Verwaltung von Wohneigentum, die Verwaltung für fremde Dritte und die Bewirtschaftung der Leasinggrundstücke sind wesentliche und umfangreiche Geschäftsfelder, was sich in den Erlösen aus Betreuungstätigkeit in Höhe von TEUR 3.414 (i. Vj. TEUR 3.100) widerspiegelt. Die Entwicklung der verwalteten Bestände stellt sich wie folgt dar:
Die entsprechend o. g. Verträgen übertragenen Aufgaben wurden im Geschäftsjahr 2023 in vollem Umfang erfüllt. Die Investitionstätigkeit in den betreuten Gebieten blieb 2023 auf vorherigem Niveau. Die Initiierung privater Sanierungsvorhaben gestaltete sich zunehmend zeit- und beratungsintensiver. Stadtumbau- bzw. Gebäudesicherungsmaßnahmen bestimmten in einigen Teilbereichen den Erneuerungsprozess. Hierbei bringt sich die Gesellschaft im Rahmen ihrer allgemeinen Betreuungsaufgaben verstärkt ein. Trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen konnten wichtige Einzelprojekte mit Hilfe der Städtebauförderungsprogramme verwirklicht werden. Der "Tag der offenen Sanierungstür" konnte nach jahrelangem Ausfall im Juni erfolgreich durchgeführt werden. Mit den verschiedensten Projektentwicklungen am "Berzdorfer See" ist dem Bereich einmittel-/langfristig angelegtes Projekt zugeordnet, was eine solide Basis/Ergänzung zum klassischen Leistungsspektrum bildet. Im Geschäftsjahr 2023 waren die Auswirkungen des Ukrainekrieges und die daraus resultierenden Sanktionen gegen Russland deutlich bemerkbar. Der erhöhte Leitzins der EZB führte aufgrund deutlich gestiegener Zinsen für die Leasingobjekte zu einem negativen Jahresergebnis. Aufgrund dieser Entwicklung weist die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 ein negatives Ergebnis in Höhe von TEUR 112 aus.
Die Betriebsleistung ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 198 auf TEUR 7.874 gestiegen. Die Umsatzerlöse des Unternehmens konnten dabei im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 339 auf TEUR 7.806 gesteigert werden. Die Erlöse aus der Bewirtschaftungstätigkeit sanken um TEUR 35 auf TEUR 3.575, wobei die darin enthaltenen Mieterlöse gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2 auf TEUR 2.459 gestiegen sind. Die Erlöse aus Betriebskosten jedoch sanken um TEUR 37 auf TEUR 1.116. Die Erlöse aus Betreuungstätigkeiten sind mit TEUR 3.414 um TEUR 314 höher als im Vorjahr. Dies resultiert im Wesentlichen aus um TEUR 163 auf TEUR 309 gestiegenen Erlösen aus Baubetreuung sowie aus um TEUR 167 auf TEUR 3.015 gestiegenen weiterberechnetem Verwaltungsaufwand für die KommWohnen Görlitz GmbH und die KommWohnen Dienste GmbH. Diesem stehen um TEUR 16 niedrigere Erlöse aus der Wohneigentumsverwaltung gegenüber. Die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen liegen mit TEUR 817 um TEUR 60 über dem Vorjahr. Die Erhöhung resultiert aus um TEUR 6 gestiegenen Erlösen aus dem Betrieb der Photovoltaikanlagen und aus um TEUR 70 höheren Erlösen aus der Villa Ephraim, der Gästewohnungen und des Hafens. Demgegenüber stehen um TEUR 16 gesunkene sonstige Erlöse. Die Aufwendungen für die Betriebsleistung haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 195 auf TEUR 6.835 verringert. Gegenüber dem Vorjahr verringerten sich dabei die Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen um TEUR 300 auf TEUR 2.291. Ursächlich hierfür sind um TEUR 263 geringere Aufwendungen für Instandhaltung, um TEUR 18 gesunkene Aufwendungen für Betriebskosten sowie um TEUR 31 geringere sonstige Aufwendungen. Gestiegen sind im Gegenzug die Aufwendungen für Heiz- und Warmwasserkosten sowie für die Villa Ephraim und den Hafen. Die Personalkosten haben sich aufgrund von Neueinstellungen und Gehaltsanpassungen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt um TEUR 80 auf TEUR 2.701 erhöht. Die planmäßigen Abschreibungen sind um TEUR 4 geringer als im Vorjahr und betragen TEUR 839. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgten im Berichtsjahr nicht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fallen mit TEUR 1.018 um TEUR 4 höher aus als im Vorjahr. Der aktuelle Wohnungsleerstand im Unternehmensverbund beträgt rund 25,73 %, der Wohnungsleerstand der Gesellschaft beträgt dabei 12,61 %. Die Gesellschaft erwirtschaftet in 2023 aufgrund der Zinsentwicklung ein negatives Unternehmensergebnis. Das Jahresergebnis in Höhe von TEUR -112 wird gemäß Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag durch die Gesellschafterin ausgeglichen. 1.3. Entwicklung der Vermögens- und Kapitalstruktur sowie der Finanzlage Die Vermögensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 verändert. Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 28.704 auf TEUR 28.581 verringert. Das Anlagevermögen hat sich zum 31. Dezember 2023 um TEUR 650 auf TEUR 25.435 verringert. Den Zugängen in Höhe von TEUR 466 stehen dabei Abgänge zu Restbuchwerten in Höhe von TEUR 277 und planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 839 gegenüber. Das kurzfristige Vermögen (TEUR 3.146; i. Vj. TEUR 2.619) erhöhte sich um TEUR 527. Dies resultiert im Wesentlichen aus einer Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 210, einer Zunahme der Forderungen gegen Gesellschafterin in Höhe von TEUR 151 sowie einer Zunahme der flüssigen Mittel um TEUR 193. Demgegenüber stehen um TEUR 23 geringere unfertige Leistungen sowie um TEUR 8 geringere sonstige Vermögensgegenstände. Die Gesellschaft verfügte während des gesamten Geschäftsjahres und zum Ende des Geschäftsjahres über eine ausreichende Liquidität. Die Änderungen der Passivseite stellen sich folgendermaßen dar: Die Verringerung des Fremdkapitals um TEUR 123 auf TEUR 24.386 wird im Wesentlichen bestimmt durch eine Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 71, einer Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 136 und einer Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und aus der Vermietung um TEUR 36. Des Weiteren verringerte sich die Höhe der Rückstellungen um TEUR 57 und der passive Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 7. Demgegenüber stehen Erhöhungen der Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter um TEUR 143 auf TEUR 21.574 (i. Vj. TEUR 21.431) sowie eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 42. Die Eigenkapitalquote beträgt 14,7 % (i. Vj. 14,6 %). 1.4. Entwicklung des Personalbestands In der KommWohnen Service GmbH waren zum Geschäftsjahresende 2023 53 fest angestellte Mitarbeiter, davon 11 teilzeitbeschäftigte und zwei geringfügig beschäftigte Mitarbeiter, beschäftigt. Des Weiteren beschäftigte die KommWohnen Service GmbH zum 31. Dezember 2023 sieben Auszubildende. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (54 Mitarbeiter) ist im Vergleich zum Vorjahr (53 Mitarbeiter) annähernd gleich geblieben. 2. Zukünftige Entwicklung der Gesellschaft 2.1. Wirtschaftliche Grundlagen und erwartete allgemeine Geschäftsentwicklung Die Betreuung des Erhaltungsgebietes "Innenstadt" wird 2024 fortgeführt werden. Eine darüberhinausgehende Beauftragung ist nicht abzusehen. Projektentwicklungen für brachliegende Flächen sowie die Betreuung weiterer Sanierungsverfahren könnten potentielle Tätigkeitsfelder sein. Die Verwaltung von Grundstücken im Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrages für die KommWohnen Görlitz GmbH, für Wohnungseigentümergemeinschaften und für private Dritte als komplexe Dienstleistung wird weiterhin ein umfangreiches Geschäftsfeld der Gesellschaft sein. Mit der Errichtung und Betreibung von Photovoltaikanlagen erfüllt die KommWohnen Service GmbH nicht nur effektive wirtschaftliche Gesichtspunkte, sondern leistet damit auch einen aktiven Beitrag zum Schutz der Umwelt. Aus dem Betrieb des Hafen-Cafés sind auch in Zukunft Erlöse zu erwarten. Entsprechend der Gesellschafterversammlung vom 16. Dezember 2009 sind für die Gesellschaft weitere Geschäftsfelder vorgesehen, wie unter anderem:
2.2. Geplante Ertragsentwicklung Für das Jahr 2024 wurde folgende Ertragsentwicklung geplant:
Nach der vorliegenden Planung für das Geschäftsjahr 2024, die noch auf der Planung 2022 basiert, sind gegenüber dem IST 2023 eine etwas geringere Betriebsleistung und eine Verringerung der Aufwendungen geplant. Insgesamt wurde eingeschätzt, dass ein ausgeglichenes ordentliches Unternehmensergebnis erreicht werden kann. Für die folgenden Jahre wird ein leichter Rückgang der Umsatzerlöse erwartet, dies auch in Zusammenhang mit der Rückübertragung von Leasinggrundstücken auf die KommWohnen Görlitz GmbH. Dabei kann es bei der Planpräzisierung noch zu Änderungen bezüglich der Gesamtleistung, den Aufwendungen und dem Jahresergebnis kommen. Erwartet werden für die Folgejahre positive Jahresergebnisse. 3. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Im Geschäftsfeld Vermietung eigener Bestände bestehen Chancen und Risiken, insbesondere in der Entwicklung des Leerstandes, der wesentlich von der demografischen Entwicklung in der Region geprägt ist. Aufgrund der umfangreichen Dienstleistungen, insbesondere auch bei der Verwaltung der Bestände für die Muttergesellschaft KommWohnen Görlitz GmbH, ist die Gesellschaft abhängig von der weiteren Entwicklung der Muttergesellschaft. Die relativ konstante Entwicklung bei der Betreuung der Sanierungsgebiete spiegelt die immer noch angespannte Entwicklung in der Bauwirtschaft und auf dem regionalen Wohnungsmarkt wider. Das Investitionsverhalten der privaten und kommunalen Auftraggeber wird nach wie vor zurückhaltend bleiben. Leerstand, Abwanderung und demographische Entwicklung gerade in den Tätigkeitsgebieten der Gesellschaft erhöhen das Risiko für die Immobilienbranche, sodass durch die Eigentümer geringere Sanierungen erfolgen und dadurch auch die Städtebauförderung weniger in Anspruch genommen wird. Die Risiken werden hauptsächlich durch die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen bezüglich der Stadtsanierung und Stadterneuerungspolitik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene geprägt. Das Risiko einer veränderten Stadterneuerungspolitik, deren Instrumente (z. B. städtebauliche Sanierungsmaßnahmen nach BauGB) sowie finanziellen Ausstattung (Fördermittelbereitstellung etc.) wird als wenig wahrscheinlich eingeschätzt, insbesondere vor dem Hintergrund, dass durch den demografischen Wandel die Herausforderungen in der Stadtentwicklung eher größer als kleiner werden. Trotzdem wird es immer wieder notwendig sein, über die entsprechenden Gremien (Verbände, Städtetag, Stadtratsfraktionen etc.) Sachargumente an die zuständigen politischen Stellen heranzutragen und Absichtserklärungen einzufordern, vor allem was die Bereitstellung der notwendigen städtischen Eigenanteile zur Programmfinanzierung betrifft. Die negative Tendenz der wirtschaftlichen und industriellen Entwicklung in der Stadt Görlitz wurde in 2018 durch Ankündigung von Unternehmensschließungen in den kommenden Jahren greifbar. Sollten die großen Arbeitgeber "Bombardier Transportation GmbH" und "Siemens AG" ihre Werke in Görlitz schließen, ist mit einer Fluktuation der Bevölkerung im jungen und mittleren Alterssegment zu rechnen. Für die Wohnungsunternehmen würde dadurch eine Zunahme des Leerstandes zu erwarten sein und aufgrund einer geringeren Kaufkraft der verbleibenden Bevölkerung wäre eine Steigerung der Miethöhe kaum noch zu erreichen. Hier ist die Unterstützung der Politik zur Sicherung des Industriestandortes dringend erforderlich. Die Gesellschaft hat mit der Umstrukturierung 2010 die Weichen für die Erschließung neuer Geschäftsfelder und die Erweiterung der Geschäfte gestellt. Seitdem erfolgt die Geschäftsbesorgung für die Muttergesellschaft KommWohnen Görlitz GmbH. Der abgeschlossene Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Mit den in 2010 errichteten Photovoltaikanlagen werden gute Erlöse erwirtschaftet, die auch über den Pay-Back-Zeitraum hinaus erzielt werden können. Ein weiteres Geschäftsfeld ist die Vermietung von Übernachtungen in den Gästezimmern der "Villa Ephraim" oder in den Gästewohnungen. Vorrangige Aufgabe der Mitarbeiter ist die Akquisition neuer Kunden und die Organisation und Durchführung von Familienfeiern. Die Nachfrage für derartige Feierlichkeiten in dieser idyllisch gelegenen Jugendstilvilla ist groß. Mit der Zunahme des Bekanntheitsgrades der "Villa Ephraim" für preiswerte Übernachtungen in der Villa, aber auch für höherwertige Übernachtungen im neuen Bettenhaus wird mit einer Zunahme an Gästen gerechnet. Die Ferienwohnungen erfreuen sich großer Beliebtheit und waren auch in 2023 gut nachgefragt. Seit dem 1. Mai 2015 ist der Regiebetrieb in die Schwestergesellschaft KommWohnen Dienste GmbH eingegliedert worden. Dazu wurden Aufgaben per Änderung des Gesellschaftsvertrages an die Schwestergesellschaft übertragen. Der Gesellschaftszweck wurde entsprechend geändert. Die Entwicklung am Berzdorfer See in Verbindung mit dem Hafen und dem Erwerb von Flächen zur Gestaltung von Park- und Campingmöglichkeiten wird in den kommenden Jahren ein weiteres anspruchsvolles Geschäftsfeld ergeben. Der Bau eines Hafengebäudes wurde in 2016 begonnen. Dafür wurde ein freies Darlehen in Anspruch genommen, für das die Muttergesellschaft mit einem sanierten unbelasteten Objekt die Sicherheit gewährleisten musste, da die Ausreichung einer Kommunalbürgschaft zur Sicherheit für die finanzierende Bank seitens der Stadt Görlitz nicht erfolgte. In 2018 wurde die Innenausstattung der Gewerberäume fertiggestellt. Seit dem IV. Quartal 2018 wird das Hafen-Café durch das Unternehmen mit den Mitarbeitern der "Villa Ephraim" betrieben. Weitere Entwicklungen am See sind durch die Gesellschaft vorgesehen, z. B. die Errichtung eines Camping- und Parkplatzes sowie später die Errichtung von Ferienhäusern. Dies ist aufgrund naturschutz- und waldrechtlicher Gesetze und Vorschriften mit dem Erwerb von Ausgleichsflächen verbunden, deren Zukauf eine weitere Belastung für das Unternehmen darstellt, da mit diesen Flächen keine Erträge zu erlösen sind. Das finanzielle Risiko ist nur durch den späteren gewinnorientierten Verkauf von Objekten oder Flächen am See zu kompensieren, da mit der Entwicklung am See eine Steigerung der Bodenpreise zu erwarten ist. Neben der wohnungswirtschaftlichen Verwaltung von Objekten der Muttergesellschaft und anderen Dritten liegt ein weiterer Aufgabenschwerpunkt der Gesellschaft in der Sicherstellung der Finanzierung der getätigten und geplanten Investitionen. Gegen Risiken aus Sachmitteln und Personal ist das Unternehmen entsprechend ausreichend versichert. Der Versicherungsschutz ist innerhalb einer Gruppenversicherung bei der KommWohnen Görlitz GmbH verankert. Die Einhaltung der Bauabläufe bei den größeren Bauvorhaben gestaltet sich zunehmend schwierig, da Lieferschwierigkeiten bei bestimmten Baumaterialien bestehen. Risiken ergeben sich hier aus längeren Bauzeiten, verbunden mit zeitlich verzögerten Neuvermietungen. Die Wohnungswirtschaft kann massiv durch Forderungen und Gesetzgebungen der deutschen und der europäischen Politik beeinträchtigt werden. Es zeichnen sich aktuell umfassende energetische Sanierungsverpflichtungen (Dämmpflicht, Heizungstausch etc.) ab, welche künftig erhebliche finanzielle Belastungen hervorrufen können. Gleichzeitig ist in diesem Zusammenhang und vor dem Hintergrund der hohen Inflation darauf hinzuweisen, dass die Möglichkeiten der Mieterhöhungen gesetzlich reguliert und beschränkt sind. Zu möglichen Förderungsmaßnahmen lassen sich aktuell noch keine Aussagen treffen. Die Energiekosten werden sich mittelfristig voraussichtlich auf einem Niveau zwischen dem 2- und dem 4-fachen im Vergleich zum Stand vor der Krise stabilisieren. Die Kosten erhöhen sich aufgrund der gesetzlichen Forderungen und Standards (Dienstleistungen, Grundsteuer, CO 2 -Steuer etc.) sowie der gestiegenen Energiekosten weiter. Die Gesellschaft ist IT-Risiken ausgesetzt, welche sich aus verschiedenen Quellen und Szenarien ergeben können. Dazu gehören Cyberangriffe, Systemausfälle, Datenverluste, Datenschutzverletzungen, aber auch technologische Veränderungen. Hieraus könnten sich bedeutsame wirtschaftliche Folgen auf den operativen Geschäftsbetrieb, die Reputation und die Kundenbeziehungen ergeben. Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden oder deren Entwicklung wesentlich beeinträchtigen könnten, werden derzeit nicht gesehen.
Görlitz, den 3. Mai 2024 Myckert, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN Die KommWohnen Service GmbH, Görlitz, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB i. V. m. § 267 Abs. 4 HGB. Gemäß § 16 Abs. 1 Gesellschaftsvertrag sind der Jahresabschluss und der Lagebericht nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Dresden unter der Registernummer HRB 8393 eingetragen. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden hinsichtlich der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des HGB, DMBilG und des GmbHG sowie die Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen vom 22. September 1970 in der geänderten Fassung vom 14. Juni 2023 beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. II. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten sowie die anzusetzenden Bestandteile der Gemeinkosten einbezogen. Planmäßige Abschreibungen werden linear wie folgt vorgenommen:
Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf die am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werte gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB vorgenommen. In 2023 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis netto EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll als Aufwand erfasst. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten netto EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben (Bewertungswahlrecht). Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten über EUR 800,00 unterliegen der planmäßigen Abschreibung. Unfertige Leistungen Die unfertigen Leistungen betreffen nicht abgerechnete Betriebskosten. Diesen Leistungen stehen von Mietern erhaltene pauschalierte Vorauszahlungen gegenüber, die unter den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen werden. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden bei Bedarf angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Langfristige Rückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Mieteinnahmen ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Latente Steuern Aus den unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergeben sich Steuerentlastungen, für die das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB zur Aktivierung aktiver latenter Steuern nicht in Anspruch genommen wird. Bei der Gesellschaft verbleibt ein Aktivüberhang latenter Steuern. III. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Erläuterungen zur Bilanz Sachanlagen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde kein Immobilien-Leasing-Vertrag mit der KommWohnen Görlitz GmbH, Görlitz, abgeschlossen. Zwei Leasingverträge wurden zum 31. Dezember 2020, zwei Leasingverträge zum 31. Dezember 2021, drei Leasingverträge zum 31. Dezember 2022 und drei Leasingverträge zum 31. Dezember 2023 aufgehoben. Unfertige Leistungen Die unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 1.137 (i. Vj. TEUR 1.161) betreffen Heiz-, Warmwasser- und Betriebskosten des Zeitraumes vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023, die im Geschäftsjahr 2024 gegenüber den Mietern abgerechnet werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 1, i. Vj. TEUR 0,7) resultieren aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sie betreffen Forderungen gegen die KommWohnen Dienste GmbH. Forderungen gegen Gesellschafterin Die Forderungen gegen Gesellschafterin in Höhe von TEUR 727 (i. Vj. TEUR 576) betreffen in Höhe von TEUR 464 Forderungen aus der verwaltungsmäßigen Betreuung, in Höhe von TEUR 144 Forderungen aus erbrachten Baubetreuungsleistungen, in Höhe von TEUR 112 Forderungen aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie in Höhe von TEUR 7 sonstige Forderungen. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 110. Der Geschäftsanteil wird von der KommWohnen Görlitz GmbH, Görlitz, gehalten. Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 4.105 (i. Vj. TEUR 3.034) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, in Höhe von TEUR 19.864 (i. Vj. TEUR 20.993) eine Restlaufzeit von über einem Jahr und davon in Höhe von TEUR 17.260 (i. Vj. TEUR 18.307) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 936, i. Vj. TEUR 1.008) haben in Höhe von TEUR 106 (i. Vj. TEUR 88) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 830 (i. Vj. TEUR 920) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 936 sind durch eingetragene Grundschulden, selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaften der KommWohnen Görlitz GmbH, Görlitz, in Höhe von TEUR 870 und Patronatserklärungen der KommWohnen Görlitz GmbH, Görlitz, besichert. Zusätzlich wurde im Zusammenhang mit einem Darlehen die Abtretung der Leasingrate sowie im Zusammenhang mit einem weiteren Darlehen die Abtretung von Miet- und Pachtzinsforderungen durch die KommWohnen Görlitz GmbH, Görlitz, erklärt. Die Verbindlichkeiten aus anderen Lieferungen und Leistungen beinhalten folgende wesentliche Posten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 15, i. Vj. TEUR 40) resultieren in Höhe von TEUR 14 aus Instandhaltungsrechnungen der Sparte Regiebetrieb sowie in Höhe von TEUR 1 aus Rechnungen der Sparte Messdienste der KommWohnen Dienste GmbH. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben im Berichts- sowie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin (TEUR 21.574, i. Vj. TEUR 21.431) bestehen gegenüber der KommWohnen Görlitz GmbH, Görlitz. Sie betreffen hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Immobilien-Leasing in Höhe von TEUR 19.410 und aus einem Darlehen für den Balkonanbau am Objekt Erich-Weinert-Straße 1-7 in Höhe von TEUR 197. Darüber hinaus bestehen zum 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von TEUR 22, aus Zins und Tilgung für Leasingobjekte in Höhe von TEUR 1.729, aus der Auflösung der Leasingverträge Löbauer Straße 6, Löbauer Straße 29 und Krölstraße 36 in Höhe von TEUR 202 und aus dem laufenden Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 14. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin haben in Höhe von TEUR 2.546 (i. Vj. TEUR 1.357) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 19.028 (i. Vj. TEUR 20.074) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten als außergewöhnliche Posten Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 11 und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 5. Aufwendungen für Hausbewirtschaftung In den Aufwendungen für die Hausbewirtschaftung sind Entlastungsbeträge nach dem StromPBG sowie dem EWPBG enthalten. Diese werden im Rahmen der Betriebskostenabrechnung an die Mieter weitergegeben. Der abschließende Betrag der erhaltenen Preisbremsen kann erst nach Abrechnung aller Betriebskosten genau beziffert werden. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten als außergewöhnliche Posten Aufwendungen aus der Abschreibung auf Forderungen aus Vermietung in Höhe von TEUR 14. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten im Geschäftsjahr ausschließlich die Abzinsung von Rückstellungen. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen betreffen Zinsaufwendungen an die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 1.159 (i. Vj. TEUR 542) für Zinsen für Leasingobjekte sowie in Höhe von TEUR 4 für das Darlehen Erich-Weinert-Straße 1-7. Ebenfalls enthalten sind Zinsen für Kredite in Höhe von TEUR 20. IV. ERGÄNZENDE ANGABEN Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse bestehen zum 31. Dezember 2023 nicht. Finanzielle Verpflichtungen bestehen aus mit der Gesellschafterin abgeschlossenen Leasingverträgen für Immobilien in Görlitz mit einer Laufzeit von jeweils 46 Jahren. Die Verpflichtungen aus den geschlossenen Leasingverträgen sind als Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin erfasst. Die finanziellen Verpflichtungen aus Wartungsverträgen sowie aus Beratungsverträgen betragen TEUR 352. Zum 31. Dezember 2023 bestehen Guthaben bei Kreditinstituten auf Kautionskonten (Mieterkautionen) in Höhe von TEUR 350, die außerhalb der Bilanz dargestellt werden. Die Guthaben werden auf Konten bei der Aareal Bank AG, Filiale Berlin, geführt (Treuhandverbindlichkeiten). Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Die KommWohnen Service GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 54 Mitarbeiter (i. Vj. 53 Mitarbeiter).
Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 Herr Arne Myckert, Volljurist, Görlitz. Auf die Angaben gemäß § 285 Abs. 9 HGB wird mit Bezug auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat gemäß §§ 6 und 9 des Gesellschaftsvertrages einen aus fünf Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat. Mitglieder des Aufsichtsrates waren: Herr Benedikt M. Hummel, Bürgermeister (Aufsichtsratsvorsitzender; ab 27. Februar 2023) Herr Dieter Gleisberg, Bauingenieur (1. Stellvertreter) Herr Michael Mochner, Rechtsanwalt (Fachanwalt für Steuerrecht) (2. Stellvertreter) Herr Wolfgang Freudenberg, Geschäftsführer Herr Dr. Eric Hempel, Arzt Die Aufsichtsratsvergütungen im Geschäftsjahr 2023 betrugen für alle Aufsichtsratsmitglieder insgesamt TEUR 2. Konzern- und Beteiligungsverhältnisse Muttergesellschaft der KommWohnen Service GmbH, Görlitz, ist die KommWohnen Görlitz GmbH, Görlitz. Die Aufstellung eines Konzernabschlusses durch das Mutterunternehmen unterbleibt in Anwendung der größenabhängigen Befreiungen gemäß § 293 Abs. 1 Nr. 1 HGB. Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Mit Wirkung ab 1. Januar 1996 wurde mit der KommWohnen Görlitz GmbH, Görlitz, ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Nach diesem Vertrag ist die KommWohnen Service GmbH, Görlitz, verpflichtet, ihren Gewinn an die Gesellschafterin abzuführen; die KommWohnen Görlitz GmbH, Görlitz, ist ihrerseits verpflichtet, einen Verlust der KommWohnen Service GmbH, Görlitz, auszugleichen. Entsprechend wird der Verlust des Geschäftsjahres 2023 vollständig durch die Gesellschafterin ausgeglichen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.
Görlitz, den 3. Mai 2024 Myckert, Geschäftsführer
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die KommWohnen Service GmbH, Görlitz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KommWohnen Service GmbH, Görlitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KommWohnen Service GmbH, Görlitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, den 3. Juni 2024 DONAT
WP GmbH
Nicht, Wirtschaftsprüferin BERICHT DES AUFSICHTSRATESDas Geschäftsjahr 2023 Im Vergleich zu den Vorjahren, die sehr stark von der Corona-Pandemie sowie dem Überfall Russlands auf die Ukraine und der damit einhergehenden Energiekrise geprägt waren, hat sich der Geschäftsalltag im Jahr 2023 weitgehend normalisiert. Allerdings haben sich ganz besonders die Lebenshaltungskosten erhöht und die Inflation ist gestiegen, was massive Auswirkungen hat. Der damit einhergehende Anstieg der Zinsen der Europäischen Zentralbank führt zu einer noch stärkeren Prüfung vor der Aufnahme von Darlehen. Ebenfalls wurde das Geschäftsjahr 2023 durch Änderungen des Gebäudeenergiegesetzes und die CO 2 -Umlage geprägt. Der erhöhte Leitzins der EZB bewirkte aufgrund der Kopplung der Zinsen für die Leasingobjekte an den EZB-Zins eine deutliche Erhöhung der Zinsen für die Leasingobjekte an die Konzernmutter, was zu einem negativen Jahresergebnis bei der KommWohnen Service GmbH und zu entsprechend höheren Umsätzen bei der KommWohnen Görlitz GmbH führte. Für den Hafen am Berzdorfer See war es ein erfolgreiches Jahr 2023. Mit der Schiffbarkeitserklärung ist die Anzahl der im Hafen liegenden Boote stark angestiegen. Das Fahrgastschiff erweist sich als große Bereicherung am See, was auch positive Effekte für das Hafencafé nach sich zieht. Mit der Aufstellung weiterer Container für Lagermöglichkeiten und der Anbringung neuer Schwimmstege wurden die bereits vorhandenen Möglichkeiten erweitert. Die Tätigkeit des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2023 Der Aufsichtsrat bestand im Jahr 2023 aus folgenden Mitgliedern: Herr Benedikt M. Hummel, Aufsichtsratsvorsitzender, ab 27.02.2023 Herr Dieter Gleisberg, 1. Stellvertreter Herr Michael Mochner, 2. Stellvertreter Herr Wolfgang Freudenberg Herr Dr. Eric Hempel Mit Ablauf des 21.08.2022 schied Herr Dr. Michael Wieler aus der Stadtverwaltung Görlitz aus. Das Aufsichtsratsmandat, welches gemäß § 98 Abs. 2 Satz 5 SächsGemO durch den Oberbürgermeister oder einem von ihm benannten Bediensteten zu besetzen ist, war daher durch den Stadtrat neu zu bestimmen. Mit Beschluss des Stadtrates STR/0486/19-24 vom 15.09.2022 hat dieser Herrn Bürgermeister Benedikt M. Hummel als vom Oberbürgermeister benannten Bediensteten in den Aufsichtsrat der KommWohnen Görlitz GmbH bestellt und entsandt. Diese Entsendung gilt auf Grundlage des Gesellschaftsvertrages auch für die Tochterunternehmen der KommWohnen Görlitz GmbH. In der Aufsichtsratssitzung am 27.02.2023 erfolgte die Konstituierung des Aufsichtsrates. Herr Hummel wurde durch den Aufsichtsrat als Aufsichtsratsvorsitzender gewählt. Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2023 vom Geschäftsführer regelmäßig über die Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sowie über die verfolgte Geschäftspolitik unterrichten lassen. Der Geschäftsführer wurde durch den Aufsichtsrat bei der Führung des Unternehmens regelmäßig und umfassend beraten und kontinuierlich überwacht. Der Aufsichtsrat konnte sich so zu jeder Zeit von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen. Anhand von schriftlichen und mündlichen Erläuterungen durch den Geschäftsführer war der Aufsichtsrat zeitnah, vollständig und zutreffend über die Situation des Unternehmens informiert und wurde auch über die zukünftige Entwicklung umfassend in Kenntnis gesetzt. Dadurch war der Aufsichtsrat in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von besonderer Bedeutung waren oder nach Gesetz, Gesellschaftsvertrag und Geschäftsordnung des Aufsichtsrates der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, eingebunden. Der Aufsichtsrat hat Beschlussvorlagen zu zustimmungspflichtigen Geschäften entsprechend den Bestimmungen ausführlich besprochen und entsprechende Entscheidungen herbeigeführt. Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat die aktuelle Lage und Entwicklung der Gesellschaft auf der Grundlage der Berichterstattungen des Geschäftsführers in vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen beraten. Die Sitzungen fanden am 27.02.2023, 19.06.2023, 11.09.2023 und 20.11.2023 statt. Gesellschaftsübergreifende Themen - insbesondere zum Berzdorfer See - wurden überwiegend in den Aufsichtsratssitzungen der KommWohnen Görlitz GmbH besprochen. In der Aufsichtsratssitzung am 27.02.2023 fand die Konstituierung des Aufsichtsrates statt. Es wurde einstimmig entschieden, dass der Aufsichtsratsvorsitz durch die Person von Herrn Benedikt M. Hummel ausgeführt wird. Des Weiteren wurde Übereinstimmung erzielt, dass Herr Gleisberg 1. Stellvertreter und Herrn Mochner 2. Stellvertreter bleiben. Thematisiert wurden ebenfalls die durch KommWohnen bereits in der Vergangenheit errichteten Photovoltaikanlagen. KommWohnen beschäftigt sich aufgrund der aktuellen Energiekosten wieder verstärkt mit dem Thema der Erneuerbaren Energien und sieht vor, auch zukünftig derartige Projekte umzusetzen. Da die vierte ordentliche Aufsichtsratssitzung im Jahr 2022 aufgrund Krankheit von Herrn Myckert entfallen ist, wurde die Beschlussfassung zum Mittelfristigen Wirtschaftsplan 2022 - 2027 in der Aufsichtsratssitzung am 27.02.2023 nachgeholt. Seinerzeit wurde durch KommWohnen bei gewerblich genutzten Gebäuden das Konstrukt der Leasingverträge gewählt, um die Gewerbesteuer zu umgehen. Inzwischen gibt es neue Tatbestände und Freiheitsgrade, sodass nun nach und nach alle Gebäude wieder in die KommWohnen Görlitz GmbH zurückgeführt werden, da das Auseinanderfallen von wirtschaftlichem und rechtlichem Eigentum immer zu Problemen beim Rating der Banken führte. Aus diesem Grund erfolgte in dieser Sitzung die Beschlussfassung zur Auflösung der drei Leasingverträge für die Objekte Krölstraße 36 sowie Löbauer Straße 6 und 29. Des Weiteren wurden die durch die Softwareumstellung von Wodis Sigma zu Wodis Yuneo verursachten Probleme ausgewertet. Am 19.06.2023 trat der Aufsichtsrat zur Bilanz feststellenden Sitzung zusammen. Durch Frau Nicht von der DONAT WP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden die Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses 2022 vorgestellt. Sie erläuterte in ihrem Vortrag zum Jahresabschluss 2022 für alle drei Gesellschaften folgende Punkte: 1. Prüfungsdurchführung und Prüfungsergebnis 2. Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 3. Vermögens- und Finanzlage 4. Ertragslage 5. Tochterunternehmen 6. Chancen und Risiken 7. Arbeitsaufgaben. Die Bilanzsumme der KommWohnen Service GmbH hat sich verringert, da zwei Objekte an die Muttergesellschaft zurückgeführt wurden. Damit reduzierten sich auch die Verbindlichkeiten. Die Investitionen waren im Jahr 2022 deutlich geringer als im Vorjahr. Zu 97 % deckt das Anlagevermögen die Verbindlichkeiten. Der Cashflow entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr negativ. Die Materialaufwendungen und die Instandhaltung haben sich erhöht. Der gestiegene Leitzins führte zu erhöhten Zinsaufwendungen. Auch die Personalkosten erhöhten sich, hier ist ein leichter Anstieg bei der Mitarbeiterzahl und den Gehältern zu verzeichnen. Das Jahresergebnis 2022 wurde durch die umfangreiche Baumaßahme für Expleo beeinflusst, welche ein Kostenvolumen von 2,3 Mio. € umfasste. Da die Baumaßnahme hausintern begleitet wurde, konnte hier das Kostenvolumen von ca. 287 T€ für einen externen Planer eingespart werden. Der vorgelegte Jahresabschluss wurde mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Feststellung des Jahresabschlusses per 31.12.2022, die Verwendung des Jahresergebnisses sowie die Entlastung des Geschäftsführers und des Aufsichtsrates wurden der Gesellschafterversammlung zur Beschlussfassung vorgeschlagen. Weiteres Gesprächsthema war das Thema Personal. Bisher gelang es KommWohnen gut, freie Stellen zu besetzen. Dies, da immer wieder moderate Gehaltsanpassungen vorgenommen werden, die Mitarbeiter so selbständig wie es nur geht ihre Arbeit einteilen können, die Digitalisierung vorangetrieben wird und vielen Mitarbeitern die Möglichkeit geboten wird, im Mobile Office zu arbeiten. In der Aufsichtsratssitzung am 11.09.2023 befasste sich der Aufsichtsrat mit den Beschlussvorlagen zum Mittelfristigen Wirtschaftsplan 2023 - 2028 sowie der Auflösung der Leasingverträge Gersdorfstraße 24 - 28 und 30 - 36 sowie Wendel-Roskopf-Straße 8 - 14. Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzung am 20.11.2023 ist die Auflösung der Leasingverträge. Diese erfolgt nach und nach. Es ist geplant, die letzten Objekte im Jahr 2033 von der KommWohnen Service GmbH in die KommWohnen Görlitz GmbH zurückzuführen. Beschlussfassungen des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2023 Sitzung am 27.02.2023 Beschluss-Nr. 01/2023 - 5 Ja-Stimmen, keine Gegenstimme, keine Stimmenthaltung Mittelfristiger Wirtschaftsplan 2022 - 2027 Beschluss-Nr. 02/2023 - 5 Ja-Stimmen, keine Gegenstimme, keine Stimmenthaltung Auflösung Leasingverträge Krölstr. 36, Löbauer Str. 6 und Löbauer Str. 29 Sitzung am 19.06.2023 Beschluss-Nr. 03/2023 - 5 Ja-Stimmen, keine Gegenstimme, keine Stimmenthaltung Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 Beschluss-Nr. 04/2023 - 5 Ja-Stimmen, keine Gegenstimme, keine Stimmenthaltung Ergebnisverwendung des Jahresüberschusses 2022 Beschluss-Nr. 05/2023 - 5 Ja-Stimmen, keine Gegenstimme, keine Stimmenthaltung Entlastung des Geschäftsführers für das Geschäftsjahr 2022 Beschluss-Nr. 06/2023 - 5 Ja-Stimmen, keine Gegenstimme, keine Stimmenthaltung Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2022 Beschluss-Nr. 07/2023 - 5 Ja-Stimmen, keine Gegenstimme, keine Stimmenthaltung Entlastung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2022 Sitzung am 11.09.2023 (4 Teilnehmer) Beschluss-Nr. 08/2023 - 4 Ja-Stimmen, keine Gegenstimme, keine Stimmenthaltung Mittelfristiger Wirtschaftsplan 2023 - 2028 Beschluss-Nr. 09/2023 - 4 Ja-Stimmen, keine Gegenstimme, keine Stimmenthaltung Auflösung Leasingverträge Gersdorfstr. 24 - 28, Gersdorfstr. 30 - 36 und Wendel-Roskopf-Str. 8 - 14 Beschluss-Nr. 10/2023 - 4 Ja-Stimmen, keine Gegenstimme, keine Stimmenthaltung Gratifikation des Geschäftsführers für das Geschäftsjahr 2022 Sitzung am 20.11.2023 (4 Teilnehmer) Keine Beschlussfassung Prüfung des Jahresabschlusses 2023 Die Buchführung und der Jahresabschluss einschließlich Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind von der durch den Aufsichtsrat als Abschlussprüfer bestellten DONAT WP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Im Prüfbericht wird festgestellt, dass der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KommWohnen Service GmbH vermittelt. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die wesentlichen Chancen und Risiken der Entwicklung zutreffend dar. Der Aufsichtsrat stimmt nach ebenfalls erfolgter Prüfung des vorgelegten Jahresabschlusses und nach Abschlussberatung mit dem Wirtschaftsprüfer dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Dabei kann festgestellt werden, dass die ausgewählten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze im Rahmen der zulässigen Wahlmöglichkeiten dem Unternehmensinteresse entsprechen, die Auswahl der Abschreibungsmethode als sachgerecht eingeschätzt werden kann und die Bildung von Rückstellungen in angemessener Weise erfolgte. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023, des Lageberichtes sowie des Vorschlages für die Ergebnisverwendung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat in seiner heutigen Sitzung den Jahresabschluss zustimmend zur Kenntnis genommen, der damit dem Gesellschafter zur Feststellung empfohlen wird. Gleichzeitig erklärt er sich mit dem Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses sowie der Entlastung des Geschäftsführers und des Aufsichtsrates einverstanden. Für die im Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Geschäftsführer sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KommWohnen Service GmbH Dank und Anerkennung aus.
Görlitz, den 20. Juni 2024 Benedikt M. Hummel, Aufsichtsratsvorsitzender FESTSTELLUNGSBESCHLUSS Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 Die Gesellschafterversammlung beschließt: Die Gesellschafterversammlung der KommWohnen Service GmbH stellt den Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern und vor Gewinnabführung in Höhe von -111.773,98 € fest. Die Bilanzsumme per 31.12.2023 beträgt 28.581.250,07 €. Das Jahresergebnis und das Bilanzergebnis nach Gewinnabführung betragen 0 €.
Görlitz, den 16. August 2024 Myckert, Geschäftsführer der KommWohnen Görlitz GmbH, Gesellschafter der KommWohnen Service GmbH ERGEBNISVERWENDUNGSBESCHLUSSErgebnisverwendung des Jahresergebnisses aus dem Geschäftsjahr 2023 Die Gesellschafterversammlung beschließt: Die Gesellschafterversammlung der KommWohnen Service GmbH beschließt, dass der Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von -111.773,98 € gemäß Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 13.08.1996 in der Fassung vom 05.11.1996 einschließlich der 1. Anpassung vom 20.08.2019 durch die KommWohnen Görlitz GmbH ausgeglichen wird.
Görlitz, den 16. August 2024 Myckert, Geschäftsführer der KommWohnen Görlitz GmbH, Gesellschafter der KommWohnen Service GmbH |
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