RCS Rohstoffverwertung GmbH
Capeller Straße 147, 59368 Werne, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Rimmer seit 13.1.2020 | Geschäftsführer |
Marion Fehring-Keikott seit 13.1.2020 | Prokura |
Marco Exner seit 13.1.2020 | Prokura |
Adelheid Hauschopp-Francke seit 21.1.2015 | Geschäftsführer |
Gerhard Peter Francke seit 23.6.2004 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RCS Rohstoffverwertung GmbH (vormals: R C S Rohstoff Verwertung und Container-Service GmbH)WerneJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019I. Grundlagen des UnternehmensGeschäftsmodell des Unternehmens Seit 1985 ist die RCS Rohstoffverwertung GmbH (vormals RCS Rohstoff Verwertung und Container-Service GmbH) als inhabergeführtes, unabhängiges Familienunternehmen im Bereich der Abfallentsorgung und Rohstoffaufbereitung mit Spezialisierung auf Gewerbe- und zahnmedizinische Abfälle sowie Kunststoffrecycling am Standort Werne an der Lippe tätig. Im Geschäftsjahr 2019 fand eine Umstrukturierung der RCS Rohstoffverwertung GmbH statt. Mit Wirkung zum 01.01.2019 wurde der Unternehmensteil "Entsorgung" als eigene Gesellschaft abgespalten. Die RCS Entsorgung GmbH spezialisiert sich auf die Bereiche der gewerblichen und zahnmedizinischen Abfallentsorgung. Somit konzentriert sich die RCS Rohstoffverwertung GmbH ausschließlich auf den Bereich des Recyclings von PET-Flaschen. Aufgrund dessen ist eine Vergleichbarkeit der Zahlen des Jahresabschlusses mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich. In dem sich schnell verändernden und stark durch gesetzliche Vorschriften reglementierten Markt der Recyclingwirtschaft hat sich die Gesellschaft durch ihre hohe Flexibilität und Dienstleistungstiefe in den Bereichen des Sammelns, der Beförderung, der Behandlung, des Lagerns und der Verwertung eine starke Marktposition erarbeitet. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2019 das 10. Jahr in Folge gewachsen. Die konjunkturelle Dynamik hat sich allerdings merklich verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt nahm im Jahr 2019 preisbereinigt um 0,6 % zu. In der Branche Abfallsammlung, Behandlung sowie Recycling stiegen die Nachfragemengen moderat. Das Preisniveau entwickelte sich dabei in Abhängigkeit von der Stoffart sehr heterogen. 2. Geschäftsverlauf Die weiterhin anhaltend gute Wirtschaftslage in Deutschland führte zu einer gestiegenen Nachfrage im Bereich des Kunststoffrecyclings, sodass wir unsere Marktposition weiter festigen konnten. Der Geschäftsverlauf ist aus Sicht der Geschäftsführung insgesamt als positiv zu werten. 3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung a. Ertragslage Das Rohergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken und beträgt TEUR 12.419,0, was einem Rückgang um 15,3 % entspricht. Dies ist auf die Abspaltung der RCS Entsorgung GmbH zurückzuführen. Somit reduziert sich das Kerngeschäft der RCS Rohstoffverwertung GmbH auf das Recycling von PET-Flaschen. Aufgrund der Abspaltung sind 55 Mitarbeiter auf die RCS Entsorgung GmbH übergegangen, wodurch sich die Personalaufwendungen um TEUR 850,6 auf TEUR 5.145,1 verringert haben. Im Rahmen der Abspaltung ist ebenfalls Anlagevermögen auf die RCS Entsorgung GmbH übergegangen. Dadurch sind die Abschreibungen im Geschäftsjahr mit TEUR 192,8 deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahr (TEUR 498,1). Weiterhin haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 2.777,3 auf TEUR 2.714,9 reduziert. Insgesamt ergibt sich trotz leicht rückläufigen Rohergebnisses aufgrund der deutlich gesunkenen übrigen Aufwendungen ein um TEUR 1.687,3 verbessertes Betriebsergebnis von TEUR 4.366,2. Das Finanzergebnis von TEUR -163,4 enthält Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 161,6 (Vorjahr: TEUR 140,8). Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses sowie der sonstigen Steuern (TEUR 42,9) wurde das Jahresergebnis in voller Höhe (TEUR 4.159,9) an die Finvest GmbH aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags abgeführt. Die Entwicklung der Ertragslage entspricht unter Berücksichtigung der Abspaltung der Prognose des Vorjahres. b. Vermögenslage Bedingt durch die Abspaltung des Entsorgungsbereichs hat sich die Bilanz im Geschäftsjahr 2019 deutlich geändert. Die folgende Tabelle (Spalte: "Nach Abspaltung") bildet die Werte zum 31.12.2018/01.01.2019 nach Herausrechnung der auf die RCS Entsorgung GmbH übertragenen Vermögensgegenstände und Schulden ab.
Das Anlagevermögen hat sich unter Berücksichtigung der Abgänge aus Abspaltung (TEUR 1.585,1), der Zugänge (TEUR 323,1) sowie der Abschreibungen (TEUR 192,8) zum Ende des Berichtsjahrs deutlich auf TEUR 1.159,4 verringert. Der Rückgang betrifft insbesondere den Fuhrpark. Das Vorratsvermögen enthält neben Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (TEUR 131,6) und unfertigen Erzeugnissen (TEUR 2,2) insbesondere fertige Erzeugnisse und Waren in Höhe von TEUR 1.115,7. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um produzierte PET-Flakes. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 5.588,0. Wesentliche Wertberichtigungen auf ausfallgefährdete Forderungen waren nicht zu bilden. Das allgemeine Ausfallrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt worden. Unter Berücksichtigung der gesunkenen flüssigen Mittel und der rückläufigen sonstigen Vermögensgegenstände hat sich das Umlaufvermögen insgesamt von TEUR 11.673,8 auf TEUR 7.829,0 verringert. Dementsprechend ist das Gesamtvermögen insgesamt deutlich um TEUR 5.299,6 auf TEUR 8.988,4 zurückgegangen. Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich in Höhe der Zuführung zur Kapitalrücklage um TEUR 9,9 auf TEUR 960,5 erhöht. Der Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 663,9 resultiert aus der vororganschaftlichen Zeit und wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresüberschuss von TEUR 4.159,9 wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags abgeführt. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich aufgrund des gesunkenen Gesamtkapitals von TEUR 8.988,4 (Vorjahr: TEUR 14.288,0) gegenüber dem Vorjahr deutlich um 4,0 %-Punkte auf 10,7 %. Die Rückstellungen für Pensionen haben sich aufgrund der Zuführungen des Geschäftsjahres um TEUR 231,8 auf TEUR 1.621,4 erhöht. Gleichzeitig haben sich die sonstigen Rückstellungen um TEUR 222,8 verringert. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 927,9 handelt es sich mit TEUR 927,6 fast ausschließlich um mittel- und langfristige Darlehen. Eine Kontokorrentlinie ist zum Stichtag nur mit TEUR 0,3 in Anspruch genommen. Unter Berücksichtigung der gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 3.528,9) und sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 452,4) haben sich die Verbindlichkeiten insgesamt um TEUR 5.318,5 auf TEUR 4.960,6 verringert. c. Finanzlage Im Geschäftsjahr 2019 ist mit der Muttergesellschaft Finvest GmbH ein Cashpooling eingeführt worden. Aufgrund dessen konnte ein nicht mehr benötigter Geldmarktkredit gekündigt werden. Der Finanzmittelbestand - bestehend aus liquiden Mitteln und Kontokorrentkrediten - ist um TEUR 699,8 auf TEUR 2,0 gesunken.
Die Liquiditätssituation war im Geschäftsjahr 2019 jederzeit gesichert. Wesentliches Finanzinstrument sind die liquiden Mittel bzw. die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Darüber hinaus besteht eine Cash Pooling Vereinbarung mit der Gesellschafterin und den verbundenen Unternehmen. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. d. Prognosebericht Für das Jahr 2020 wurde für Deutschland eine stabile Wirtschaftslage bei geringerem Wachstum erwartet. In Abhängigkeit von der Entwicklung der Rohstoffpreise sowie der globalen Konjunktur erwartete die RCS Rohstoffverwertung GmbH vor Ausbruch der Corona-Pandemie für 2020 Umsätze auf steigendem Niveau. Durch die seit März 2020 grassierende Corona-Pandemie haben sich die Rahmenbedingungen weltweit verändert und damit die wirtschaftliche Prognose für die Deutsche Wirtschaft und die Weltwirtschaft. Auf Grund dessen konnte die RCS Rohstoffverwertung GmbH ihre ursprüngliche Prognose nicht aufrechterhalten. Coronabedingt ist es zu einem Rückgang der Nachfrage gekommen, welche sich durch die niedrigen Rohstoffpreise auf dem Virgin-Markt verstärkt hat. Hierdurch hat sich derzeit der Einsatz von Rezyklatmaterial minimiert. Wir halten diese Entwicklung allerdings nur für vorübergehend. Für das Geschäftsjahr 2021 haben bereits viele bedeutende Kunden signalisiert, aus Nachhaltigkeitsgründen verstärkt Rezyklatmaterial für ihre Produkte einzusetzen. Für 2020 wird wegen der rückläufigen Rohstoffpreisentwicklung ein deutlicher Umsatzrückgang erwartet. Aufgrund der angepassten Kostenstruktur wird dennoch ein zufriedenstellender Jahresüberschuss vor Abführung erzielt werden, der jedoch unter dem Vorjahresniveau liegen wird. e. Chancenbericht Zur Erhaltung bestehender und Schaffung weiterer Erfolgspotentiale ist die kontinuierliche Anpassung an das Markt- und Regulierungsumfeld unerlässlich. Diesen Anforderungen begegnet die RCS Rohstoffverwertung GmbH unter anderem durch den Erwerb von Zertifizierungen, wie der zum Entsorgungsfachbetrieb seit dem Jahre 2001 sowie der Erweiterung dieses Qualitätsstandards um die Zertifizierung nach DIN 9001. Um neben den ökonomischen auch den ökologischen Ansprüchen gerecht zu werden, ist die Gesellschaft seit 2014 auch nach DIN ISO 50001 zertifiziert. Durch die fortlaufende Überwachung logistischer und technischer Prozesse sieht sich die RCS Rohstoffverwertung GmbH stets in der Lage, Chancen zur Optimierung der Kostenstrukturen zu erkennen und diese zu realisieren. Die durch eine hochwertige Produkt- und Dienstleistungsqualität erworbene Kundenzufriedenheit sorgt für eine enge Bindung des Unternehmens zu seiner Kundschaft, was in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld unerlässlich ist. Darüber hinaus verfolgt die Gesellschaft mit einer zukunftsorientierten Investitionspolitik stets das Ziel, neue Ertragspotentiale zu generieren und die Produktion effizienter zu gestalten. Im Rahmen der zukunftsorientierten Investitionspolitik errichtet die RCS derzeit einen weiteren Unternehmenszweig im Bereich des Kunststoffrecyclings, welcher auf die aktuelle gesellschaftlichen ökologischen Entwicklungen und die aktuelle Gesetzgebung im Kunststoffbereich reagiert und hochqualitativen Recyclingkunststoff für den Food-Bereich herstellen wird. Des Weiteren stellen die Mitarbeiter ein wesentliches Erfolgspotential dar, dessen Ausbau die Gesellschaft durch ein breites Fort- und Weiterbildungsangebot verfolgt. Die lange durchschnittliche Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie die hohe Ausbildungsquote von ca. 20 % zeigt hierbei deutlich die zukunftsorientierte Personalpolitik. Das Unternehmen engagiert sich zudem durch Sponsoring auch im sozialen und sportlichen Bereich. Es wird hierdurch als gesellschaftlich verantwortungsbewusstes Unternehmen wahrgenommen. f. Risikobericht Aufgrund der Erfahrungen und der langjährigen Beziehungen zu ihren Kunden stuft die RCS GmbH die zukünftigen Forderungsausfälle als geringfügig ein. Aufgrund der breiten Streuung im Bereich der Kunden und aufgrund generell kurzer Zahlungsziele mit der zusätzlich schnellen Möglichkeit, bei Zahlungsverzug frühzeitig mit Leistungseinstellung zu reagieren, wird dieses Risiko als gleichbleibend gering eingeschätzt. Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist zufriedenstellend und wird durch solide Finanzierungs- und Liquiditätsplanungen sowie das Cash Pooling gestützt. Kurzfristige Verbindlichkeiten können unter Einhaltung der Zahlungsfrist jederzeit beglichen werden. Um Ausfallrisiken im Bereich des Rohstoffhandels vorzubeugen, wurde eine Warenkreditversicherung abgeschlossen. Durch die DIN ISO 9001 werden betriebsinterne Prozesse fortlaufend überprüft und optimiert, um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und zu beheben.
Werne, den 28. August 2020 RCS Rohstoffverwertung GmbH Geschäftsführung gez. Gerhard Francke gez. Adelheid Hauschopp-Francke gez. Alexander Rimmer BILANZAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2019I. Allgemeine Angaben zum UnternehmenDie RCS Rohstoffverwertung GmbH (vormals RCS Rohstoff Verwertung und Container-Service GmbH) hat ihren Sitz in Werne. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund unter HRB 17550 eingetragen. Nach Maßgabe des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 30. Juli 2019 ist mit handelsrechtlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2019 der Unternehmensteil "Entsorgung" auf die RCS Entsorgung GmbH abgespalten worden. In diesem Zusammenhang ist die Firmierung von "RCS Rohstoff Verwertung und Container-Service GmbH" in "RCS Rohstoffverwertung" geändert worden. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des JahresabschlussesDie Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind teilweise im Anhang aufgeführt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften für den Anhang gemäß § 288 Abs. 2 Satz 1 HGB werden grundsätzlich in Anspruch genommen. Auf die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB wurde gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. III. Vergleichbarkeit der VorjahreswerteDurch die Abspaltung des Unternehmensbereichs "Entsorgung" im Geschäftsjahr 2019 ist eine Vergleichbarkeit der Werte zum 31. Dezember 2019 mit dem Vorjahr nur bedingt möglich. Die folgende Tabelle zeigt die Vermögensgegenstände und Schulden der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019 vor Abspaltung (entspricht dem Bilanzausweis zum 31. Dezember 2018) sowie nach Abspaltung.
IV. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Gegenüber dem Vorjahr sind keine Änderungen bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen worden. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Abzug planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Geschäftsbauten und Außenanlagen liegt zwischen vier und 20 Jahren. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der technischen Anlagen und Maschinen beträgt zwischen drei und 15 Jahren, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen einem und 25 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern werden den steuerlichen AfA-Tabellen entnommen bzw. von der Geschäftsführung auf Grundlage der voraussichtlich wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Anlagen geschätzt. Der Schätzung liegen Erfahrungswerte der Gesellschaft zu Grunde. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich linear. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden nach § 6 Abs. 2 EStG im Jahr ihres Zugangs voll abgeschrieben. In Vorjahren wurde für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 im Jahr des Zugangs gemäß § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre linear aufgelöst wird. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bewertung entspricht den Grundsätzen der §§ 255 Abs. 1 und 253 Abs. 4 HGB. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung des Bestandes an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit Abs. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen EUR 1.621.390,00. Zur Ermittlung der Rückstellung für Pensionen wurden das Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) und das modifizierte Teilwertverfahren angewendet. Für die Berechnung wurden folgende Annahmen getroffen:
Für das Geschäftsjahr 2019 ergibt sich nach § 253 Abs. 6 S. 1, 2 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von EUR 210.141,00. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung zu tragen. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. V. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung(1.) Entwicklung des Anlagevermögens Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist aus dem folgenden Anlagespiegel ersichtlich:
(2.) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 1,0 (Vorjahr: TEUR 1,4). (3.) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio von TEUR 0,4 enthalten. (4.) Kapitalrücklage Der Kapitalrücklage ist ein Betrag in Höhe von EUR 9.881,61 zugeführt worden. (5.) Verbindlichkeiten Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten sind TEUR 4.524,0 (Vorjahr: TEUR 9.690,8) innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 436,6 (Vorjahr: TEUR 588,3). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 51,4 (Vorjahr: TEUR 1.726,8). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in Höhe von EUR 166.618,34 (Vorjahr: EUR 184.231,90) Verbindlichkeiten aus Steuern und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 107.816,55 (Vorjahr: EUR 127.904,06). Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Gesamtbetrag von EUR 927.898,67 (Vorjahr: EUR 1.815.423,98) bestehen folgende Sicherheiten:
(6.) Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet für Bankverbindlichkeiten der FIM Capeller Str. GmbH & Co. KG in Höhe von EUR 6.583.271,58. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund vergangener Erfahrungen und der derzeitigen Liquiditätslage der Gesellschaft als gering ein. (7.) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von insgesamt EUR 2.024.123,67 pro Jahr. Diese bestehen in voller Höhe gegenüber verbundenen Unternehmen. VI. Sonstige Angaben(1.) Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
(2.) Mitglieder der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2019 erfolgte die Geschäftsführung durch die Geschäftsführer:
Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. (3.) Nachtragsbericht Die Folgen der Corona-Pandemie werden voraussichtlich Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und somit den Jahresabschluss 2020 der RCS Rohstoffverwertung GmbH haben. Es wird ein Rückgang von Umsatz und Ergebnis vor Abführung erwartet. Eine Bestandsgefährdung durch die Pandemie besteht jedoch nicht. (4.) ErgebnisverwendungsvorschlagNach Gewinnabführung aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags verbleibt ein Jahresüberschuss TEUR 0,0. Es wird vorgeschlagen, den aus vororganschaftlicher Zeit resultierenden Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Werne, den 28. August 2020 RCS Rohstoffverwertung GmbH Geschäftsführung gez. Gerhard Francke gez. Adelheid Hauschopp-Franke gez. Alexander Rimmer Der Jahresabschluss wurde mit Datum vom 8. September 2020 festgestellt. In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht ist der folgende Bestätigungsvermerk erteilt worden. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die RCS Rohstoffverwertung GmbH, Werne PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der RCS Rohstoffverwertung GmbH, Werne, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RCS Rohstoffverwertung GmbH, Werne, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Werne, den 31. August 2020 WKR
Revision GmbH
Melanie Hötte, Wirtschaftsprüferin Stephan Effgen, Wirtschaftsprüfer |
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