Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 31176
Eingetragen
18.11.1980
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Vliesstoff und nicht-konfektionierten Erzeugnissen daraus
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von FiItrationsgeräten aller Art, Membranen und ähnlichen Produkten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Alessandro Ruffer
seit 13.4.2026
Geschäftsführer
Philipp John
seit 22.12.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
QHC Holding CompanyUSA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
DH Acquisition Holding GmbH
Germany
203.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pall GmbH

Dreieich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pall GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pall GmbH, Dreieich - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pall GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den A deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 31. Oktober 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Behr, Wirtschaftsprüferin

Kerber, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 850,00 0
2. Kundenstamm 638.116,00 701
638.966,00 701
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 87.515,00 148
2. Technische Anlagen und Maschinen 104.738,00 513
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 761.514,21 1.214
4. Geleistete Anzahlungen 56.451,26 371
1.010.218,47 2.246
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 713.571,64 4.214
2. Sonstige Ausleihungen 1.232.420,90 1.229
1.945.992,54 5.443
3.595.177,01 8.390
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 2.030.049,66 2.585
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.985.024,63 41.993
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.922.041,20 1.117
3. Sonstige Vermögensgegenstände 12.958.791,80 12.809
56.865.857,63 55.919
III. Guthaben bei Kreditinstituten 42.449.037,04 99.978
101.344.944,33 158.482
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.715,57 69
104.961.836,91 166.941

Passiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 203.000,00 203
II. Kapitalrücklage 1.365.251,44 1.365
III. Gewinnrücklagen 14.745,00 15
IV. Gewinnvortrag 36.374.940,52 51.845
V. Jahresüberschuss 0,00 0
37.957.936,96 53.428
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 29.138.215,10 37.737
2. Steuerrückstellungen 7.112,00 0
3. Sonstige Rückstellungen 14.351.181,03 15.957
43.496.508,13 53.694
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.182.840,89 6.218
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.608.846,19 1.814
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.601.233,78 48.266
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.114.470,96 3.521
davon aus Steuern EUR 268.922,13 (Vj. TEUR 3.031)
23.507.391,82 59.819
104.961.836,91 166.941

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 112.428.739,78 309.087
2. Sonstige betriebliche Erträge 997.749,25 1.499
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 81.544,99 (Vj. TEUR 155)
113.426.489,03 310.586
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 78.088.399,81 219.455
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.348.046,04 34.426
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.109.786,58 10.748
davon für Altersversorgung EUR 2.973.150,15 (Vj. TEUR 5.425)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 426.333,63 570
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.134.523,67 20.337
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 234.689,90 (Vj. TEUR 0)
110.107.089,73 285.536
7. Erträge aus Beteiligungen 2.502.526,50 1.193
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.502.526,50 (Vj. TEUR 1.193)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.114.152,83 1.652
davon Erträge aus der Abzinsung EUR 508.409,79 (Vj. TEUR 541)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögen 0,00 2.755
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.603.475,94 2.439
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 786.300,84 (Vj. TEUR 1.107)
5.013.203,39 -2.348
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -784,00 -841
12. Ergebnis nach Steuern 8.333.386,69 23.543
13. Sonstige Steuern 61.499,31 116
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 8.271.887,38 23.427
15. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Anwendung der für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Pall GmbH mit Sitz in Dreieich im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach am Main unter der Nummer HR B 31176 eingetragen.

Die Pall GmbH hat mit Datum vom 13. Oktober 2020 und Wirksamkeit ab dem 1. Januar 2021 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der DH Acquisition Holding GmbH, Wetzlar, abgeschlossen. Im Zuge der Vereinbarung werden ab 2021 sämtliche Gewinne an die DH Acquisition Holding GmbH, Wetzlar, abgeführt und Verluste gemäß § 302 AktG übernommen.

Mit Vertrag vom 6. Dezember 2022 und Wirksamkeit per 1. Januar 2023 hat die Pall GmbH das Eigentum an den Geschäftsanteilen der Pall Modultechnik GmbH, Bad Kreuznach, an die Cytiva Germany GmbH abgetreten. Der in diesem Zusammenhang mit der Pall Filtersystems GmbH im Jahr 2016 geschlossene Treuhandvertrag über die treuhänderische Überlassung der Anteile wurde aufgelöst. Mit Vertrag vom 30. Dezember 2022 hat die Pall GmbH die Vermögensgegenstände des Geschäftsbereichs Life Sciences PASS zum Stichtag 1. Januar 2023 an die Cytiva Germany GmbH, Dreieich, im Rahmen eines Asset Deals, verkauft.

Im Jahr 2023 haben sich Pall Life Sciences und Cytiva unter dem Namen Cytiva als globaler Anbieter von Technologien und Dienstleistungen zusammengeschlossen.

Mit Vertrag vom 31. März 2023 wurde der Geschäftsbereich Life Sciences Commercial der Pall GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2023 im Wege der Abspaltung zur Aufnahme gemäß § 123 Abs. 2 Nr. 1 UmwG auf die Cytiva Europe GmbH, Freiburg, übertragen.

Mit Vertrag vom 29. September 2023 und mit sofortiger Wirksamkeit wurde der Geschäftsbereich Water von der Danaher Corporation getrennt und ist im Rahmen der Neuorganisation des Wasserproduktportfolios an die Veralto Corporation übergegangen. In diesem Zusammenhang wurden in der Pall GmbH als Vertriebsgesellschaft der Danaher Corporation die zum derzeitigen Stand bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für diesen Bereich übertragen.

Aufgrund der vorgenannten gesellschaftsrechtlichen Änderungen endete die Geschäftstätigkeit der Pall GmbH in den vorgenannten Geschäftsbereichen Life Science und Water. Die Vergleichbarkeit der Werte des Geschäftsjahres zum Vorjahr sind nur eingeschränkt möglich.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Abschreibungen erfolgen linear, wobei die folgenden Nutzungsdauern zu Grunde gelegt werden:

Software 3 Jahre
Kundenstamm 15 Jahre
Gebäude 40-50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3-15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-15 Jahre

Die Nutzungsdauer des Kundenstamms entspricht dem Zeitraum über den entsprechende Zahlungsrückflüsse von der Gesellschaft erwartet werden (wirtschaftliche Nutzungsdauer). Bei Zugängen beginnt die planmäßige Abschreibung mit dem Monat der Anschaffung. Zugänge mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden aus Wesentlichkeits- und Vereinfachungsgründen im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Finanzanlagen

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu den Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen bzw. zu Festwerten. Dem Niederstwertprinzip wird Rechnung getragen. Abwertungen aufgrund mangelnder Gängigkeit sowie allgemeiner Lagerrisiken sind berücksichtigt. Die Wertansätze liegen unter den erzielbaren Nettoverkaufserlösen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die erkennbaren Risiken sind in Form von Wertberichtigungen berücksichtigt.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des sog. "Projected-Unit-Credit-Method" (PUC-Methode") unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet.

Die folgenden Annahmen wurden unverändert im Vergleich zum Vorjahr zu Grunde gelegt:

Beitragsbemessungsgrundlagen-Trend: 3,00 % p.a.

Anwartschaftstrend (z.B. Gehalt): 3,40 % p.a.

Rententrend: 2,50 % p.a.

Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt.

Vermögenswerte, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden mit diesen Schulden verrechnet. Dabei wurden die zu verrechnenden Vermögensgegenstände mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgt nach der PUC-Methode. Dabei wurde ein Rechnungszinssatz von 1,74 % (Vj. 1,44 %) und ein Anwartschaftstrend von 3,40 % (Vj. 3,40 %) p.a. zu Grunde gelegt.

Die Steuerrückstellungen und übrigen sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen, angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Latente Steuern

Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft sind in der Gesellschaft keine latenten Steuern zu bilanzieren, diese werden beim Organträger berücksichtigt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr, wie in der Anlage zum Anhang dargestellt, entwickelt.

Finanzanlagen

Gesellschaft Anteil am Stammkapital Eigenkapital Ergebnis 2023 nach Steuern
Pall Poland Sp. z.o.o. Warschau, Polen T PLN 77,70 % 52.686 42.955
Pall Eurasia LLC T RUB 100,00 % 614.407 -63.569

Bei den Ausleihungen handelt es sich um ein Treuhandkonto, auf welchem Festgeld zur Absicherung von Pensionsverpflichtungen hinterlegt ist.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Forderungen gegen verbundene bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Hierunter werden Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit Mutter- und Schwestergesellschaften im Konzernverbund der Danaher Corporation, Washington D.C., USA, ausgewiesen, die Restlaufzeiten dieser betragen wie im Vorjahr weniger als ein Jahr.

Mit Vertrag vom 21. April 2023 wurde ein Darlehensvertrag zwischen der Pall GmbH und Beckman Coulter Biomedical GmbH, Sitz München, geschlossen. Die von der Pall GmbH gezahlte Darlehenssumme betrug EUR 15.000.000,00 und wurde als kurzfristiges Darlehen ohne feste Laufzeit vereinbart.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten zum einen die nicht verrechenbaren Aktivwerte von Rückdeckungsversicherungen für Pensionsansprüche in Höhe von TEUR 8.415. Aktivwerte in Höhe von TEUR 16.531 wurden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit Schulden verrechnet.

Die übrigen sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 4.543 (i. Vj. TEUR 2.389) betreffen zum einen Umsatzsteuererstattungsansprüche sowie sonstige Forderungen aus Vorauszahlungen an Lieferanten, mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Vorauszahlungen für Versicherungsaufwendungen und Wartungsverträge sowie für Software-Lizenzen für das neue Geschäftsjahr TEUR 21 (i. Vj. TEUR 69).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich wie folgt entwickelt:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 45.669 62.452
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände ./.16.531 ./.24.715
Erfüllungsbetrag nach verrechneten Schulden 29.138 37.737

Daneben wurden entsprechend § 246 Abs. 2 S. 2 HGB-Aufwendungen in Höhe von TEUR 786 und Erträge in Höhe von TEUR 508 verrechnet.

Aus der Anwendung des 10-Jahres-Durchschnittssatzes ergibt sich ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 354. Dieser unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre.

Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen wurden in Höhe von TEUR 7 ausgewiesen. Diese betreffen Rückstellungen für Gewerbesteuer für die im Jahr 2020 verschmolzene Gesellschaft Pall Deutschland Holding GmbH & Co KG auf die Pall GmbH des Geschäftsjahres 2020. Die Bewertung der Steuerrückstellungen erfolgte auf Basis der derzeit bekannten Steuerbescheide. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Steuerrückstellungen um TEUR 7 erhöht, aufgrund der zu erwartenden Steuerzahlungen des betreffenden Jahres. Die Inanspruchnahme der Steuerrückstellungen wird innerhalb der nächsten zwei Jahre erwartet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von TEUR 3.622 (i. Vj. TEUR 10.038) sowie Restrukturierung in Höhe von TEUR 3.885 (i. Vj. TEUR 557).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Des Weiteren beinhalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen neben Lieferungen und sonstigen Leistungen auch die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus Ergebnisabführung für 2023 in Höhe von EUR 8.271.887,38 (Vj. TEUR 23.427).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen und Sparten wie folgt:

Umsatzverteilung nach Sparten

2023
TEUR
Life Sciences *
- Biopharma 0
- Critical Care 0
0
Industrial
- Food & Beverage 30.026
- Transportation OEM 15.529
- Fuels & Chemicals 26.820
- Industrial Plant 14.817
- Microelectronics 21.089
- Water Processing * 1.043
- Power Generation 1.571
110.894
Umsätze mit verbundenen
Unternehmen 2.308
Kundenskonti -773
112.429
2022
TEUR
Life Sciences
- Biopharma 159.326
- Critical Care 30.180
189.506
Industrial
- Food & Beverage 22.091
- Transportation OEM 13.588
- Fuels & Chemicals 23.764
- Industrial Plant 12.867
- Microelectronics 21.043
- Water Processing 2.148
- Power Generation 2.289
97.789
Umsätze mit verbundenen
Unternehmen 23.157
Kundenskonti -1.367
309.086

Umsatzverteilung nach Regionen

TEUR 2023
Inland 87.346
EU-Ausland 15.231
Ausland 9.852
112.429
TEUR 2022
Inland 266.552
EU-Ausland 7.132
Ausland 35.402
309.086

* Die Sparten "Life Science" und "Water" sind an die Cytiva Europe GmbH, Freiburg, Cytiva Germany GmbH, Dreieich und Veralto Corp ., Delaware, USA im Wege der Abspaltung bzw. Ausgliederung transferiert worden.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 998 (i. Vj. TEUR 1.499) beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge. Es handelt sich im Wesentlichen um Nachforderungen, die im Zusammenhang mit der Umsatzsteuerorganschaft im Rahmen einer Betriebsprüfung festgestellt wurden.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Restrukturierungsaufwendungen, Aufwendungen für Provisionen sowie Vertriebs- und Verwaltungskosten inklusive der Weiterbelastungen von Verwaltungskosten aus dem mit der Gesellschafterin abgeschlossenen Dienstleistungsvertrag.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz) wurde am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet und ist am 28. Dezember 2023 in Kraft getreten. Hinsichtlich der neu eingeführten Regelung des § 285 Nr. 30a HGB und der daraus resultierenden Auskunftspflicht über einen sich aus dem Mindeststeuergesetz oder eines entsprechenden ausländischen Mindeststeuergesetzes ergebenden Steueraufwandes/-ertrages, sowie Erläuterungen zu den erwarteten Auswirkungen aus der Anwendung solcher noch nicht in Kraft getretener Mindeststeuergesetze, wurden Überlegungen in Abstimmung mit dem obersten Gesellschafter (Weltkonzern Danaher Corp., Washington/USA) vorgenommen. Auf Basis der in diesem Zusammenhang erstellten Berechnungen für die jeweilige Gesellschaft sind wir derzeit der Ansicht, dass mit keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft aus der Einführung des Mindeststeuergesetzes zu rechnen ist.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.

5. Sonstige Abgaben

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft verfügt über Bankkonten bei der Bank of America, London, Großbritannien, und bei der Deutschen Bank, Berlin, (TEUR 42.449; i. Vj. TEUR 99.977), die in das Danaher Pooling-System eingebunden sind.

Im Rahmen des von der DH Luxembourg Sarl EUR SCNP, Luxembourg, und Danaher China Holdings Limited USD SCNP, Hong Kong, China, eingerichteten zentralen Cash-Poolings, an dem neben der Gesellschaft auch verschiedene andere Gesellschaften des Danaher-Konzerns teilnehmen, haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch für einen eventuellen Verbindlichkeitssaldo, der sich infolge des Cash-Poolings auf dem Konto der Cash-Pool führenden Gesellschaft, der DH Luxembourg Sarl EUR SCNP, Luxembourg und Danaher China Holdings Limited USD SCNP, Hong Kong, China, ergibt.

Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich bei der Danaher China Holdings Ltd. USD SCNP ein Guthabensaldo in Höhe von USD 21.151.334,55 sowie bei der DH Luxembourg Sarl EUR SCNP ein Guthabensaldo von EUR 71.912.856,65, sodass kein Haftungsrisiko besteht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Pall GmbH hat Leasing-Verträge für Fahrzeuge abgeschlossen. In allen Fällen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen:

2024 TEUR 541
2025 TEUR 321
2026 TEUR 51
Folgejahre TEUR 1

Geschäftsführer

Tomasz Workowski, Finanzcontroller, Finanzgeschäftsführer, Warschau, Polen (seit 07. Juni 2023)

Antony Paul Mason, Vizepräsident und Finanzleiter der Unternehmensgruppe EMEA, Finanzgeschäftsführer, Portsmouth, Vereinigtes Königreich (seit 13. Februar 2023)

Philipp John, BA BWL, Vertriebsgeschäftsführer, Guldental (seit 15. November 2023)

Igor Krevs, Dipl. Ingenieur Chemie/Biotechnologie, Vertriebsgeschäftsführer, Groß-Umstadt (von 07. Juni 2023 bis 22. Dezember 2023)

René Truckenmüller, Diplom-Ingenieur, Vertriebsgeschäftsführer, Lautertal (bis 05. September 2023)

Benjamin Hessel, Diplom-Kaufmann, Finanzgeschäftsführer, Hofheim am Taunus (bis 05. September 2023)

Bezüge der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung erhielt eine Vergütung von TEUR 566.

Bezüge früherer Organmitglieder

Es bestehen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern der Gesellschaft Pensionszusagen. Für folgende Geschäftsführer bestehen Zusagen mit dem jeweiligen dazugehörigen Verpflichtungswert:

Otto-Heinrich Kauke (EUR 909.125), Werner Boos (EUR 118.121), Heinz Ulrich Hensgen (EUR 884.082), Wolfgang Platz (EUR 1.923.884) und Igor Krevs (EUR 326.255).

Anzahl der Beschäftigten

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 175 (i. Vj. 384) Angestellte beschäftigt, davon waren 60 weibliche und 115 männliche Beschäftigte.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Pall GmbH ist ein Tochterunternehmen der Danaher Corporation, Washington D.C./USA, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis ihrer Tochterunternehmen aufstellt.

Zur Befreiung von der Verpflichtung zur Konzernrechnungslegung nach deutschem Recht macht die Gesellschaft von der Möglichkeit Gebrauch, in Übereinstimmung mit § 292 HGB i. V. m. der KonBefrV für das Geschäftsjahr 2023 einen geprüften befreienden Konzernabschluss mit einem Bericht über die Lage des Konzerns sowie den Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers in englischer Sprache offenzulegen. Dieser Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einzubeziehen ist, wird von dem obersten Mutterunternehmen (Danaher Corporation) nach US GAAP aufgestellt; die befreiende Wirkung tritt mit der Offenlegung im Unternehmensregister ein. Die Unterlagen zur befreienden Konzernrechnungslegung der Danaher Corporation für das Vorjahr sind nach § 325 Abs. 2 HGB vor Ablauf der Jahresfrist zur Offenlegung eingereicht und im Unternehmensregister unter der Gesellschaft DH Holdings Germany GmbH, Wetzlar, bekanntgemacht.

Die wesentlichen Unterschiede zwischen US-amerikanischer (US GAAP) und deutscher Rechnungslegung (HGB) in Bezug auf den Konzernabschluss sind nachfolgend aufgeführt.

Hinter der deutschen und der US-amerikanischen Rechnungslegung stehen grundsätzlich unterschiedliche Betrachtungsweisen. Während die Rechnungslegung nach HGB das Vorsichtsprinzip und den Gläubigerschutz in den Vordergrund stellt, ist die Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für den Kapitalgeber das vorrangige Ziel der US-amerikanischen Rechnungslegung.

Daher wird auch der Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse - "sowohl über verschiedene Geschäftsjahre hinweg als auch von unterschiedlichen Unternehmen" - sowie der periodengerechten Erfolgsermittlung nach US GAAP ein höherer Stellenwert eingeräumt als nach HGB.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Nach ASC 805 und ASC 350 bestehen für immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenserwerbs erworben werden, umfangreiche Aktivierungsvorschriften. Dies gilt auch für solche Werte, die das handelsrechtliche Kriterium des Vermögensgegenstands nicht erfüllen. Nach US GAAP wird ein Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmenserwerben nicht planmäßig abgeschrieben, sondern ist mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest zu unterziehen und gegebenenfalls außerplanmäßig abzuschreiben. Nach HGB erfolgt dagegen eine Aktivierung mit nachfolgend planmäßiger Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer.

Rückstellungen

Die Möglichkeiten zur Bildung von Rückstellungen sind in der US-amerikanischen Rechnungslegung restriktiver geregelt als nach HGB. Rückstellungen sind nach US GAAP zu bilden, wenn eine Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ("more likely than not") und die voraussichtliche Höhe des Erfüllungsbetrags der notwendigen Rückstellung zuverlässig schätzbar ist. Dabei ist auch eine Abzinsung zu berücksichtigen, wenn diese zuverlässig schätzbar ist. Rückstellungen nach HGB sind mit dem erwarteten Erfüllungsbetrag zu bewerten und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abzuzinsen. Der Diskontierungszins orientiert sich nach US GAAP an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Unternehmensanleihen erzielt werden. Nach HGB ist dieser Zins grundsätzlich ein der Laufzeit entsprechender durchschnittlicher Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre. In Bezug auf Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen wird davon abweichend ein durchschnittlicher Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abgeleitet, weiterhin kann vereinfachend eine Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt werden.

Angabe über das Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers an die Pall GmbH beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 81 sowie für Steuerberatungsleistungen TEUR 174.

Nicht marktübliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Durch die Einbeziehung des Abschlusses der Gesellschaft in den oben erwähnten in Deutschland offengelegten Konzernabschluss der Danaher Corporation ist die Gesellschaft von der Angabe zu nicht marktüblichen Geschäften gemäß § 285 Nr. 21 HGB mit Unternehmen, welche in den Danaher Konzernabschluss einbezogen werden befreit.

Mit nahestehenden Personen fanden keine nicht marktüblichen Geschäfte statt.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und die nicht bereits in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt wurden, sind nicht eingetreten.

 

Dreieich, 30. Oktober 2024

Tomasz Workowski

Antony Mason

Philipp John

Entwicklung des Anlagenvermögens im Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
31.12.2022 Abspaltung GB Life Science 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 929.571,48 89.388,94 840.182,54 2.549,29 192.601,76 0,00 650.130,07
2. Kundenstamm 936.000,00 0,00 936.000,00 0,00 0,00 0,00 936.000,00
1.865.571,48 89.388,94 1.776.182,54 2.549,29 192.601,76 0,00 1.586.130,07
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.555.087,75 0,00 1.555.087,75 0,00 49.197,21 0,00 1.505.890,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.449.316,75 933.078,64 2.516.238,11 65.198,57 87.245,62 115.266,56 2.609.457,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.981.090,80 1.021.644,88 4.959.445,92 270.007,23 335.545,58 0,00 4.893.907,57
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 371.140,53 255.776,38 115.364,15 56.353,67 0,00 -115.266,56 56.451,26
11.356.635,83 2.210.499,90 9.146.135,93 391.559,47 471.988,41 0,00 9.065.706,99
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.968.204,02 0,00 6.968.204,02 0,00 6.254.632,38 0,00 713.571,64
2. Ausleihungen 1.229.436,85 0,00 1.229.436,85 2.984,05 0,00 0,00 1.232.420,90
8.197.640,87 0,00 8.197.640,87 2.984,05 6.254.632,38 0,00 1.945.992,54
21.419.848,18 2.299.888,84 19.119.959,34 397.092,81 6.919.222,55 0,00 12.597.829,60
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2022 Abspaltung GB Life Science 01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 929.571,48 89.388,94 840.182,54 3.326,09 194.228,56 649.280,07
2. Kundenstamm 235.484,00 0,00 235.484,00 62.400,00 0,00 297.884,00
1.165.055,48 89.388,94 1.075.666,54 65.726,09 194.228,56 947.164,07
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.406.802,75 0,00 1.406.802,75 27.915,00 16.342,21 1.418.375,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.936.249,75 360.342,71 2.575.907,04 27.069,80 98.257,22 2.504.719,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.767.138,59 581.635,88 4.185.502,71 305.622,74 358.732,09 4.132.393,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.110.191,09 941.978,59 8.168.212,50 360.607,54 473.331,52 8.055.488,52
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.754.632,38 0,00 2.754.632,38 0,00 2.754.632,38 0,00
2. Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.754.632,38 0,00 2.754.632,38 0,00 2.754.632,38 0,00
13.029.878,95 1.031.367,53 11.998.511,42 426.333,63 3.422.192,46 9.002.652,59
Buchwert Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 850,00 0,00
2. Kundenstamm 638.116,00 700.516,00
638.966,00 700.516,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 87.515,00 148.285,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 104.738,00 513.067,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 761.514,21 1.213.952,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 56.451,26 371.140,53
1.010.218,47 2.246.444,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 713.571,64 4.213.571,64
2. Ausleihungen 1.232.420,90 1.229.436,85
1.945.992,54 5.443.008,49
3.595.177,01 8.389.969,23

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Grundlagen des Unternehmens

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Geschäftstätigkeit der Pall GmbH umfasst eine Anzahl unterschiedlicher operativer Einheiten, deren Struktur der weltweiten Organisation der Pall Corporation mit Sitz in Port Washington, New York, entspricht.

Die jeweiligen Geschäftsbereiche haben unterschiedliche Kundenkreise und sind damit sehr unterschiedlichen Marktverhältnissen ausgesetzt. Auch die vertriebenen Produkte sind in ihrer Art sehr unterschiedlich. Grundsätzlich werden aber in allen Geschäftsbereichen Verbrauchsartikel und Systeme der Filtrations- und Separationstechnik vertrieben.

Die Geschäftstätigkeit der Vertriebssparten Food & Beverage und Fuels & Chemicals wird am Standort Bad Kreuznach ausgeführt. Alle anderen Vertriebsbereiche sind am Standort Dreieich angesiedelt.

Im Jahr 2023 haben sich auf internationaler Ebene Pall Life Sciences und Cytiva unter dem Namen Cytiva als globaler Anbieter von Technologien und Dienstleistungen zusammengeschlossen.

Die Pall GmbH hat mit Datum vom 13. Oktober 2020 und Wirkung ab dem 1. Januar 2021 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der DH Acquisition Holding GmbH, Wetzlar, abgeschlossen. Im Zuge der Vereinbarung werden sämtliche Gewinne an die DH Acquisition Holding GmbH, Wetzlar, abgeführt, und Verluste gemäß § 302 AktG übernommen.

Mit Vertrag vom 6. Dezember 2022 und Wirksamkeit per 1. Januar 2023 hat die Pall GmbH das Eigentum an den Geschäftsanteilen der Pall Modultechnik GmbH, Bad Kreuznach, an die Cytiva Germany GmbH abgetreten. Der in diesem Zusammenhang mit der Pall Filtersystems GmbH im Jahr 2016 geschlossene Treuhandvertrag über die treuhänderische Überlassung der Anteile wurde aufgelöst. Mit Vertrag vom 30. Dezember 2022 hat die Pall GmbH die Vermögensgegenstände des Geschäftsbereichs Life Sciences PASS zum Stichtag 1. Januar 2023 an die Cytiva Germany GmbH, Dreieich, im Rahmen eines Asset Deals, verkauft.

Mit Vertrag vom 31. März 2023 wurde der Geschäftsbereich Life Sciences Commercial der Pall GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2023 im Wege der Abspaltung zur Aufnahme gemäß § 123 Abs. 2 Nr. 1 UmwG auf die Cytiva Europe GmbH, Freiburg, übertragen.

Mit Vertrag vom 29. September 2023 und mit sofortiger Wirksamkeit wurde der Geschäftsbereich Water von der Danaher Corporation getrennt und ist im Rahmen der Neuorganisation des Wasserproduktportfolios an die Veralto Corporation übergegangen. In diesem Zusammenhang wurden in der Pall GmbH als Vertriebsgesellschaft der Danaher Corporation die zum derzeitigen Stand bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für diesen Bereich übertragen.

Nach der Abspaltung zum 1. Januar 2023 des Bereichs "Life Science Commercial" und "Life Science PASS" (Geschäftsbereiche Biopharmaceuticals und Critical Care), sowie der Ausgliederung des Bereichs "Water" im Herbst 2023, bestehen nur noch die unter dem Bereich Industrial zusammengefassten Geschäftsbereiche Food & Beverage, Microelectronics, Fluid, Transportation und Asset Protection (FTAP) sowie Aerospace.

Aufgrund der vorgenannten gesellschaftsrechtlichen Änderungen ist die Vergleichbarkeit der Werte des Geschäftsjahres zum Vorjahr nur eingeschränkt möglich.

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung (F&E) sind entscheidend für Innovationen, die neue Produkte und Verbesserungen ermöglichen. In hochtechnologischen Unternehmen wie Pall sichern sie den Wettbewerbsvorteil durch marktorientierte Entwicklungen.

Die Pall GmbH betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung. Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten finden im Rahmen globaler Strategien innerhalb des Konzerns statt. Die Pall Corporation ist für F&E im Zusammenhang mit verschiedenen Herstellungsprozessen verantwortlich und besitzt die durch diese Aktivitäten generierte Technologie.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft ist im vierten Quartal 2023 nur moderat gewachsen. Dabei gab es deutliche regionale Unterschiede. Während die USA bislang ein kräftiges Wachstum der Wirtschaftsleistung verzeichneten, ist die Konjunktur in Europa schwach und die Dynamik der chinesischen Wirtschaft bleibt verhältnismäßig gering. Der Welthandel entwickelte sich ebenfalls schwach. Die Inflation ist in den meisten Volkswirtschaften bereits deutlich zurückgegangen, jedoch dürften die Folgen des Kaufkraftverlusts aufgrund der Preissteigerungen sowie die Auswirkungen der kräftigen Zinsanhebungen zunächst den privaten Konsum noch weiterhin bremsen und die Investitionstätigkeit dämpfen, bevor die Konjunktur im weiteren Verlauf wieder stärker Tritt fasst.

Nachdem das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2023 voraussichtlich 2,8 % betragen wird, dürfte es im kommenden Jahr mit lediglich 2,3 % nochmals geringer ausfallen. Für das Jahr 2025 ist mit 2,7 % dann wieder ein etwas stärkeres Wachstum zu erwarten. Zu den zahlreichen Risiken, denen die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft ausgesetzt ist, zählen nicht zuletzt die Auswirkungen geopolitischer Konflikte. Diese führen zu einer anhaltenden Unsicherheit und könnten sich etwa stärker auf Energiepreise und Handelsströme auswirken.

Im Bereich der industriellen Filtration treiben Umweltschutzgesetze den Markt an, indem sie die Verwendung ungiftiger Substanzen und Konservierungstechniken fördern. Dabei liegt der Fokus auf der Wiederverwendung von Materialien, um Abfälle zu minimieren und Umweltverschmutzung zu vermeiden. Nordamerika und Europa sind führend in der Umsetzung dieser Gesetze. Industriefilter sind in Branchen wie der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, der Öl- und Gasindustrie, der chemischen Industrie, der Mikroelektronik und der Luft- und Raumfahrtindustrie unverzichtbar. In all diesen Märkten ist die Pall GmbH tätig.

2. Wirtschaftsbericht

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmenssteuerung erfolgt nach Konzernvorgaben im Rahmen des internen Rechnungswesens. Für die Geschäftsführung stehen als finanzieller Leistungsindikator vor allem die Umsatzerlöse im Mittelpunkt.

Die Umsatzerwartungen des Geschäftsbereichs Industrial (Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich) des Vorjahres konnten übertroffen werden. Der Anstieg war dabei insbesondere auf das Wachstum in den Märkten Food & Beverage und Fuels & Chemicals Asset Protection) zurückzuführen.

Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse sind aufgrund der Abspaltung des Geschäftsbereichs "Life Science" und der Ausgliederung von "Water" insgesamt von EUR 309,1 Mio. auf EUR 112,4 Mio. gesunken. Von dem Rückgang entfallen EUR 20,5 Mio. auf Umsätze, die mit verbundenen Unternehmen erzielt wurden. Gleichzeitig konnte der Bereich Industrial seinen Umsatz von TEUR 97.789 im Vorjahr auf TEUR 110.894 steigern.

Trotz geopolitischer Unruhen und den damit verbundenen Preissteigerungen und unterbrochener Lieferketten konnte die Pall GmbH "Industrial" eine positive Entwicklung verzeichnen.

Die verbleibenden Märkte der Industrial Division profitierten durch verschiedene Faktoren, wie die Gewinnung von Marktanteilen sowie zusätzliche Marketingmaßnahmen und die Einführung neuer Produkte, die zu weiterem Wachstum führten. Besonders erfolgreich entwickelten sich die Bereiche Food & Beverage mit einem Anstieg der Umsatzerlöse um 36,0 % sowie FTAP (Fluid Technology and Asset Protection) mit einem Anstieg von 11,0 %.

Die Pall GmbH bezieht den Hauptteil der vertriebenen Produkte und Systeme aus der Produktion von Schwesterfirmen in Großbritannien und Deutschland, ein kleinerer Teil wird direkt aus den USA bezogen. Die eingekauften Waren sind im Wesentlichen Verbrauchsmaterialien.

Die Pall Sarl. mit Sitz in Fribourg, Schweiz, ist der Hauptlieferant der Pall GmbH. Die Fakturierung erfolgt in EURO. Im Rahmen einer Dienstleistungsvereinbarung erbringt die Pall GmbH im Auftrag der Pall Sarl. Ingenieur- und andere Serviceleistungen.

Es wurden keine wesentlichen Sachinvestitionen, die über die Sicherstellung des laufenden Betriebes hinausreichen, getätigt.

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Pall GmbH im Durchschnitt 175 Mitarbeiter, verglichen mit 384 Mitarbeitern im Vorjahr. Dies bedeutet eine Reduzierung um 209 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr, verursacht durch die Abspaltung, bzw. Ausgliederung zweier Geschäftsbereiche und den damit verbunden Transfer der Mitarbeiter.

Ertragslage

Die Umsätze sind insgesamt im Vergleich zum Vorjahr durch die Abspaltung um 63,6 % gesunken, korrespondierend dazu die Materialaufwendungen um 64,4 %.

Im verbleibenden Bereich Industrial verzeichneten die Umsätze einen Anstieg um 13,4 %, während die Materialaufwendungen eine entsprechende Zunahme von 6,6 % aufwiesen.

Das Bruttoergebnis (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwendungen) ist um EUR 55,3 Mio. auf EUR 34,3 Mio. gesunken Hintergrund für den Rückgang ist ebenfalls die Abspaltung des Bereichs "Life Science" - sowie die Ausgliederung von "Water". Die Bruttomarge (Bruttogewinn/Umsatz) ist von 29,0 % auf 31,1 % leicht angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf EUR 1,0 Mio. (i. Vj. EUR 1,5 Mio.) gesunken.

Der Rückgang ist insbesondere auf die geringere Auflösung von personalbezogenen Rückstellungen zurückzuführen.

Die Personalaufwendungen sind um EUR 26,7 Mio. bzw. 59,1 % gesunken, hauptsächlich aufgrund des Transfers von Personal auf die Cytiva Europe GmbH infolge der Abspaltung.

Gleiches gilt für die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die von EUR 20,3 Mio. auf EUR 13,1 Mio. gesunken sind. In Relation zu den Personalaufwendungen fiel der Rückgang durch Restrukturierungskosten in Höhe von EUR 4,9 Mio. jedoch geringer aus.

Das Finanzergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 7,3 Mio. gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf einen höheren Dividendenertrag sowie Zinsen für Bankguthaben im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.

Die Gesellschaft erwirtschaftete ein Ergebnis vor Steuern und vor Ergebnisabführung von EUR 8,3 Mio. (i. Vj. EUR 24,3 Mio.).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen TEUR 1 und betrafen ausschließlich Vorjahre, die sonstigen Steuern lagen bei TEUR 62. Nach Gewinnabführung beträgt der Jahresüberschuss EUR 0 Mio. (i. Vj. EUR 0 Mio.).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich um EUR 62,0 Mio. verringert. Auf der Aktivseite ist dies hauptsächlich auf den Transfer der Vermögensgegenstände auf die Cytiva Europe GmbH im Zusammenhang mit der Abspaltung des Bereichs "Life Science" zurückzuführen.

Auf der Passivseite veränderte sich das Eigenkapital um EUR 15,4 Mio. entsprechend der Summe aller Vermögensgegenstände, die dem Bereich "Life Science" zuzuordnen waren und der Abspaltung unterlagen. Das Fremdkapital sank um EUR 46,5 Mio. oder 41 %. Auch dieser Rückgang ist insbesondere auf die Abspaltung zurückzuführen.

Der operative Cashflow sank von EUR 26,8 Mio. auf EUR 8,8 Mio. Hauptursache hierfür ist das rückläufige Ergebnis nach Steuern durch die Abspaltung und Ausgliederung bestimmter Geschäftsbereiche.

Die liquiden Mittel sind ausreichend, um zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Gesamtaussage

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft als zufriedenstellend.

3. Chancen- und Risikobericht

Innerhalb der einzelnen Teilmärkte und Produktionsbereiche, in denen der Pall-Konzern tätig ist, sind verschiedene Mitbewerber tätig. Zudem bestehen für Neuanbieter aufgrund der technischen Anforderungen der Produkte bisweilen hohe Markteintrittsbarrieren. Dennoch ist zu beobachten, dass die Konkurrenz in einzelnen Teilmärkten sehr intensiv ist, was zum Teil zu erheblichem Preiswettbewerb führt. Auch die weiterhin zu verzeichnende Konzentration, vor allem bei internationalen Kunden, führt zu einem anhaltenden Preiswettbewerb. Neben den bekannten Mitbewerbern treten in verstärktem Maße Unternehmen aus dem asiatischen Raum, insbesondere China, in den Markt ein.

Die Pall GmbH begegnet diesen Risiken mit Service- und Dienstleistungsangeboten sowie mit einer Forcierung der Stellung als Komplettanbieter von Lösungen im Rahmen der globalen "Total Fluid Management Strategie". Hierbei ist die Pall GmbH in der Lage, ein besonders breites Produktspektrum aus konzerninterner Produktion mit marktspezifischen Dienstleistungsangeboten zu kombinieren. Einerseits durch die Fokussierung auf Produktqualität gepaart mit Beratungskompetenz, EDV-technischen Systemlösungen und Service, anderseits wird versucht, den Preiswettbewerb in Grenzen zu halten.

Die einzelnen Geschäftsfelder des Pall-Konzerns sind sehr unterschiedlich durch negative konjunkturelle Einflüsse beeinträchtigt. Durch die sehr breite Streuung sowohl auf der Markt-, als auch auf der Produktseite ist die Gesellschaft hinsichtlich konjunktureller, wechselkursbedingter und rechtlicher Einflüsse vergleichsweise unauffällig. Angesichts der breiten Produktpalette und der Vielzahl höchst unterschiedlicher Marktsegmente ist die Pall GmbH gut positioniert. Für die Zukunft wird wieder mit einem stabilen Wachstum gerechnet. Allerdings kann die tatsächliche Geschäftsentwicklung infolge globaler finanz- und wirtschaftspolitischer Ereignisse in den nächsten Jahren unter Umständen von unseren Erwartungen abweichen.

Am 24. Februar 2022 sind russische Streitkräfte in die Ukraine einmarschiert. Der Ukraine-Krieg hat weiterhin Auswirkungen auf die globalen Lieferketten und Preise, die auch unsere Gesellschaft betreffen. Der Ukrainekrieg und insbesondere, die in diesem Zusammenhang ausgelöste Energiekrise haben in Europa eine starke Preisdynamik angetrieben, die länderübergreifend zu anhaltend hohen Inflationsraten beigetragen hat. Zur Bekämpfung der hohen Inflation hat die Europäische Zentralbank die entsprechenden Finanzierungszinssätze schrittweise erhöht. Die genannten Ereignisse führten zu einem anhaltenden Effekt der Verteuerung von Produktionsfaktoren und Einkaufspreisen. Pall begegnet diesen Preisrisiken mit Preisanpassungen und einer kontinuierlichen Analyse von Ausgaben.

Im Moment sehen wir keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft.

Im Rahmen der vertikal integrierten Organisationsstruktur wird die Mehrzahl der strategischen und operativen Entscheidungen außerhalb der Pall GmbH, bei strukturellen oder weitreichenden Entscheidungen meist von der Pall Corporation getroffen.

Sonstige Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder dessen Entwicklung wesentlich beeinträchtigen, sind für die Geschäftsführung derzeit nicht erkennbar.

Durch die Konsolidierung der europäischen Produktionseinheiten auf die Zentrale der Pall Gesellschaften in Fribourg, Schweiz, wurden Bestands- und Auftragsrisiken verringert und Geschäftsprozesse modifiziert. Der Einsatz eines einheitlichen IT-Systems innerhalb Europas vereinfacht die Zusammenarbeit und reduziert Arbeitsabläufe.

Zur Überwachung und Steuerung der operativen Einheiten besteht ein internes Kontroll- und Berichtssystem. Neben der klassischen Kostenrechnung und einem Finanzcontrolling wurde ein engmaschiges Kontroll- und Genehmigungsverfahren entwickelt, um den strengen Anforderungen des Sarbanes-Oxley-Acts gerecht zu werden. Zur Reduzierung des Forderungsausfallrisikos wird eine spezielle SAP-Software zur Bestimmung kundenindividueller Kreditlimits eingesetzt.

Die Pall GmbH verfügt über ein Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement und ist nach ISO 9001 zertifiziert.

4. Prognosebericht

Die Prognose ist aufgrund der Risiken bedingt durch den Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Wirtschaft mit Unsicherheiten behaftet.

In der nahen Zukunft sind jedoch keine strukturellen Änderungen des verbleibenden Geschäftsbereichs "Industrial" seitens der Danaher Corporation angekündigt worden.

Nach der Abspaltung von "Life Science" und der Ausgliederung von "Water" wird im Bereich "Industrial ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr im mittleren einstelligen Prozentbereich" angestrebt.

 

Dreieich, 30. Oktober 2024

Tomasz Workowski

Antony Mason

Philipp John

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Pall GmbH, Dreieich, wurde am 15.11.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

1 nahegelegene Organisation

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.