Nadel & Zwirn GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Vliesstoff und nicht-konfektionierten Erzeugnissen daraus
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Silke Widerspick seit 25.9.2025 | Geschäftsführer |
Stefan Gerhard Glaser seit 20.12.2024 | Prokura |
Gerd Weidner seit 24.9.2015 | Prokura |
Gerhard Frisch seit 22.10.2008 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
H********* M****** O****GMC-Instruments GmbH+3 | 16.10% |
| Name | Anteil |
|---|---|
KP I Adelboden SARL | 80.57% |
| 2.74% | |
Van den Broek Advisory B.V. | 0.59% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
APRICUM CAPITAL GMBHRatingenKonzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021Konzernlagebericht1. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell und Konzernstruktur Die APRICUM CAPITAL GMBH ("ACG") ist ein Family Office. Sämtliche Anteile an der Gesellschaft hält seit ihrer Gründung am 29. Oktober 2004 unter der Firmierung FHF Holding GmbH in Mülheim an der Ruhr, Dr.-Ing. Hans-Peter Manfred Opitz, Ratingen. Das Unternehmen hatte zunächst die Aufgabe, ab 1.1.2005 als Holding für die Übernahme der FHF Funke+Huster Fernsig Gruppe, Mülheim an der Ruhr/Velbert, über ein MBO zu dienen. Hinzu kam ab 1.11.2005 eine Beteiligung in Höhe von zunächst 30% an der neu gegründeten GMC-I Gossen-Metrawatt GmbH, Nürnberg, als MBI, die ihrerseits die Assets der früheren Gossen Metrawatt GmbH i.I. sowie die Tochtergesellschaften der GMC-Instruments Holding GmbH i.I. übernahm. Die restlichen Anteile in Höhe von 70% hielt die Capiton Prüftechnik GmbH, Berlin. Der Sitz der FHF Holding GmbH wurde am 10.07.2007 nach Ratingen verlegt. Am 17. Dezember 2009 wurde die Gesellschaft in APRICUM CAPITAL GMBH umfirmiert. Die GMC-I Gossen-Metrawatt GmbH wurde ab 17. März 2008 durch Verkauf und Einbringung zu einer Holdingstruktur mit der Obergesellschaft METRAWATT International GmbH, Nürnberg, umstrukturiert, die zuvor als Capiton Prüftechnik GmbH ins Handelsregister Berlin eingetragen war. Damit wurde deren Obergesellschaft capiton II GmbH & Co. Beteiligungs KG, Berlin, direkte Anteilseignerin der METRAWATT International GmbH, Nürnberg. Die Beteiligungsverhältnisse blieben unverändert. Am 16. April 2011 veräußerte der Fonds capiton II GmbH & Co. Beteiligungs KG, Berlin, seinen Anteil von 70% an die zu diesem Zweck neu gegründete GMC-Instruments GmbH, Nürnberg, in die auch die Anteile von 30% der ACG eingebracht wurden. Als neue Anteilseigner der GMC-Instruments fungierten die ACG mit 80% sowie die M-Cap Mittelstandsfonds GmbH & Co. KG mit 20%. Beide Private Equity Häuser, sowohl Capiton wie auch M-Cap, ermöglichten durch ihre Mitfinanzierung das weitere Wachstum der GMC-I-Gruppe. Im März 2012 wurde durch ACG die pertus Achtundfünfzigste GmbH, Düsseldorf, erworben. Deren Sitz wurde nach Ratingen verlegt und sie wurde in Dr. Opitz Management GmbH umfirmiert. Zweck der Gesellschaft ist die Durchführung von Managementdienstleistungen bei Kunden durch die Übernahme u.a. von Geschäftsführungsfunktionen. Zum 31. Juli/1. August 2012 wurden sämtliche Anteile an der FHF-Gruppe, mit Ausnahme der operativ nicht tätigen Emeritas GmbH (ehemals: Funke+Huster Verwaltungs GmbH), an die Cooper Germany GmbH, ein Unternehmen der EATON Corporation mit Sitz in Irland und Verwaltungssitz in Cleveland/USA, veräußert. Weiterhin hält ACG seit dem 3. November 2016 5% der Anteile an der Windmill Engineering GmbH, Groß Teetzleben/Lebbin. Diese wurden am 17. April 2018 um weitere +15% auf insgesamt 20% aufgestockt. Der Verkauf der FHF-Gruppe ermöglichte es der APRICUM CAPITAL GMBH ("ACG"), zum 1. Oktober 2018 auch die restlichen von der M-Cap Mittelstandsfonds GmbH & Co. KG an der GMC-Instruments GmbH, Nürnberg, gehaltenen Anteile zu erwerben. Seit dem 1. Oktober 2018 hält damit ACG sämtliche Anteile an der GMC-Instruments GmbH sowie alle Anteile an der Dr. Opitz Management GmbH ("OMG"), Ratingen, und der Emeritas GmbH, Ratingen. Seit April 2020 ist ACG zudem Fondgesellschafter der capiton VI GmbH & Co. Beteiligungs KG, Berlin, mit einer Beteiligungshöhe von bis zu EUR 1,0 Mio.. Von diesem Kapital wurden bis zum 31. Dezember 2021 TEUR 259 abgerufen. Der Fonds insgesamt hatte beim zweiten Zeichnungsschluss am 22. November 2021 ein Gesamtvolumen von EUR 503,7 Mio. Die ACG ist mittelbar über die GMC-Instruments GmbH und deren Tochter- und Enkelgesellschaften wie zum Beispiel die Gossen Metrawatt GmbH, Nürnberg, die Gossen Foto- und Lichtmesstechnik GmbH, Nürnberg, die GMC-I Service GmbH, Nürnberg, die Kurth Electronic GmbH, Eningen u.A., die Camille Bauer Metrawatt AG, Wohlen/CH, die Seaward Electronics Ltd., Peterlee/UK, GMC-I ProSys Ltd., Skelmersdale/UK, die Dranetz Technologies Inc., Edison New Jersey/USA, die Electrotek Concepts Inc., Knoxville Tennessee/USA, die Daytronic Corporation Ohio/USA und zahlreiche Vertriebsgesellschaften weltweit operativ in den verschiedensten Märkten der Elektrotechnik, vor allem der elektrischen Messtechnik im Nieder- und Mittelspannungsbereich und im zugehörigen Dienstleistungsgeschäft (Projektierung, Kalibrierung, Service, Schulung, Fertigung) tätig. Die GMC-Instruments-Gruppe wird durch ACG als reine Kapitalbeteiligung geführt. Die Windmill Engineering GmbH ist im Projektentwicklungsgeschäft für Windkraftanlagen in Polen (Walce/Rozkochów, Oberschlesien, Woiwodschaft Oppeln) und in Deutschland (Windpark Görke, Postlow, Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern) tätig. Über die Dr. Opitz Management GmbH, Ratingen, betreibt die Gruppe des Weiteren seit 2012 ein Consultinggeschäft, derzeit schwerpunktmäßig innerhalb der eigenen Gruppe. Die Emeritas GmbH verwaltet die verbliebenen Betriebsrenten der ehemaligen Mitarbeiter der Funke+Huster Elektrizitätsgesellschaft, deren operatives Geschäft bereits im Jahr 1999 liquidiert wurde. Darüber hinaus hält ACG Finanzmittel bereit, um sich an Fonds oder weiteren Unternehmen in anderen Branchen beteiligen zu können und legt diese Mittel zwischenzeitlich werterhaltend an den Finanzmärkten an. Die operativen Geschäftsfelder der GMC-Instruments Gruppe sind in die Tätigkeitsgebiete "Elektrische Sicherheitstechnik", "Qualität elektrischer Energie", "Effizienter Einsatz elektrischer Energie" sowie "Technisch sichere Kommunikation" gegliedert. Bei allen Geschäftsfeldern handelt es sich um B2B-Geschäfte, also um Geschäfte zwischen Unternehmen. Die Geschäftsentwicklung hängt damit unmittelbar von der Investitionsbereitschaft einzelner Unternehmen bzw. Branchen ab. Da es sich bei den verkauften Produkten um langlebige Industriegüter handelt, kann sowohl eine sehr hohe Auslastung der Kunden in deren eigenem Markt, wie auch eine Unterauslastung und dadurch fehlende Finanzmittel, stark auf deren Investitionsneigung Einfluss nehmen. Gleiches gilt für Änderungen von staatlichen Regularien in verschiedenen Ländern wie Normen und Standards, deren in Kraft treten zu bestimmten Zeitpunkten zu Sonderentwicklungen führen kann. Aus diesen Gründen folgt die Marktentwicklung der GMC-Instruments-Gruppe eher selten den allgemeinen Konjunkturzyklen. Zu den Produkten der GMC-Instruments-Gruppe gehören u.a. tragbare elektrische Prüfgeräte und -systeme für Stromnetze und Geräte, die vorgeschriebene Normenprüfungen durchführen oder diese durch das Automatisieren von Abläufen erleichtern und beschleunigen. Des Weiteren sind Multimeter und Kalibratoren sowie Geräte, portabel und fest installiert, zur Analyse und Dokumentation der Qualität elektrischer Netze im Hinblick auf Störungen, Oberwellengehalt u.a. im Produktportfolio. Ergänzt wird diese Produktpalette durch portable Prüf- und Testgeräte für die kabelgebundene Daten- und Telekommunikation (xDSL-Tester, Ethernet-Tester), durch Tester für den Photovoltaikbereich sowie durch verschiedene Batterietester. Kern all dieser Produkte ist die Gewinnung von Messdaten, entweder als aktuelle Einzelwerte, in Zeitreihen oder in berechneter Form durch Verknüpfung mit anderen, zeitgleich erfassten Messdaten. Diese Daten sind aufzunehmen, zu speichern, geeignet darzustellen, zu verknüpfen, zu analysieren und in verschiedenster Form für den Anwender verfügbar zu machen oder hieraus nach Abarbeitung bestimmter Algorithmen auch automatisch Aktionen abzuleiten und auszulösen. Aus diesem Grund bietet die GMC-Instruments-Gruppe bereits seit Jahren verschiedene Anwendungssoftware an, die zusammen mit den jeweiligen Hardwareprodukten als System die Analyse, Auswertung und Darstellung von Messwerten erlaubt und Komplettlösungen für Kundenanforderungen bereitstellt. Zielmärkte der Produkte sind die Energieerzeugung im fossilen und regenerativen Bereich, die Energieverteilung sowie vor allem Abnehmer und Nutzer elektrischer Energie im Niederspannungsbereich wie Industrieunternehmen, Handwerksunternehmen, Elektrogroßhändler, Serviceunternehmen, Unternehmen der Medizintechnik, Krankenhäuser, ebenso wie auch Telekommunikationsunternehmen sowie Bahnen und Behörden. Weitere Teilarbeitsgebiete sind Energiemanagementsysteme inklusive geeichter Zähler und Zähler mit MID-Zulassung zur Hilfe bei der Energieeinsparung wie auch deren Abrechnung beispielsweise bei Ladesäulen für e-Cars, Stromversorgungsgeräte und -systeme mit hochgenauer Darstellung und hochpräziser Wiedergabe von Strom- und Spannungsverläufen über die Zeit für Prüfzwecke und Simulationen im Fehlerfall, sowie Produkte für die effiziente Nutzung der Energie in den jeweiligen Märkten "Allgemeine Industrie" und "Automobil". Als Abrundung werden diverse Multimessumformer für elektrische und mechanische Größen mit Analyse- und Anzeigefunktion sowie Messeinrichtungen zur Messung magnetischer Felder als mittelbare Informationsquelle für Stromflüsse angeboten. Im Bereich der Kommunikation werden neben elektrischen Größen auch Übertragungs- und Kommunikationsprotokolle überprüft. Seit Jahren arbeitet ein Tochterunternehmen der GMC-Instruments-Gruppe in den USA, Electrotek Concepts Inc., daran, die elektrische Netzqualität und die Energieflüsse in Gesamtnetzen über eigenentwickelte Software zu analysieren sowie auf der Basis gewonnener Messdaten über Analyse der Daten Aussagen zu machen, wo z.B. ein- oder mehrfache Fehler wie Kurzschlüsse oder Unterbrechungen in einem verteilten Netz zu finden sind. Hieraus werden Hinweise abgeleitet, wo diese lokal gefunden und behoben werden können. Hierfür wurde als Produkt bereits vor Jahren eine umfangreiche Softwareplattform entwickelt, die aus verschiedensten Quellen, auch von Wettbewerbsgeräten, Messdaten aufnehmen, analysieren, darstellen und auswerten kann. Dieses Produkt liegt in der vierten Generation vor und ist unter dem Namen PQ-View 4 als Gesamtpaket oder auch in Form einzelner Module in den USA vielfältig bei Energieversorgern im Einsatz. Seit 2020 werden auch Sprachversionen erstellt, die den Vertrieb in Lateinamerika und Kontinentaleuropa ermöglichen und unterstützen sollen. Die grundlegende Idee der weitgehenden Digitalisierung der Prozesse wurde durch die GMC-Instruments-Gruppe auch für die aus Mess- und Prüfsystemen gewonnenen Daten aufgegriffen. Die Softwareplattform IZYTRON.IQ, zunächst in Client/Server-Architektur aufgebaut, vermag in verschiedenen Ausbaustufen sämtliche Messdaten aus Mess- und Prüftechnikgeräten zu verarbeiten und zu analysieren. Sie wird zukünftig auch für die Aufnahme von Daten aus Wettbewerbsprodukten offen sein. Als weiterer Schritt kann diese Softwarelösung inzwischen auch als Cloud-Lösung am Markt angeboten werden, so dass die Daten, entsprechend gesichert bzw. verschlüsselt, von jedem Ort der Welt aus erreichbar sind. Hierüber kann die komplette Softwarelösung als auch Teile davon als "Software as a Service (SaaS)" nach Kundenwunsch genutzt werden. Auch ein entsprechender online-Bezahlservice über Dritte wird hierfür bereitgestellt. Die Entwicklung der GMC-Instruments-Gruppe umfasst immer mehr Softwarelösungen als neues Geschäftsfeld, das die Chancen der Digitalisierung bestmöglich im Rahmen der Tätigkeitsfelder der Gruppe für die Kunden nutzt. Hierfür gibt es inzwischen spezifische Kundenlösungen, z.B. für Handwerker als auch Kundenlösungen des Service, die es ermöglichen, stets den Durchlauf z.B. von Kalibrieraufträgen extern verfolgen zu können. Der überwiegende Teil der Produkte wird allerdings in den Hauptmärkten weiterhin vor allem helfen, den sicheren bzw. normengerechten Betrieb von Geräten und Anlagen sicherzustellen, aufgetretene Fehler rechtzeitig zu identifizieren und zu gewährleisten, dass im Falle von aufgetretenen Fehlfunktionen Haftungsfragen leichter geklärt und im Vorfeld Risiken minimiert werden können. Die GMC-Instruments GmbH als oberste Holding der GMC-Instruments-Gruppe bedient sich als reine Finanzholding der METRAWATT International GmbH ("MWI") als oberster operativer Führungsebene der Gruppe und stellt selbst mit externen Partnern die Finanzierung der Teilgruppe sicher. Die MWI selbst arbeitet in ihren Märkten über eigene operative Tochtergesellschaften, wie in Deutschland über die Gossen Metrawatt GmbH, die Gossen Foto und Lichtmesstechnik GmbH, die Kurth Electronic GmbH, die GMC-I Service GmbH sowie die Produktionsgesellschaft MTP Messtechnik Produktions GmbH. In UK über die Zwischenholding GMC-Instruments UK Ltd. mit den Unternehmen Seaward Electronic Ltd. (UK) sowie Clare Instruments (U.S.) Inc. (USA) sowie die GMC-I ProSys Ltd., in der Schweiz über die Camille Bauer Metrawatt AG sowie in USA über die deutsche Zwischenholding GMC-I New World Beteiligungs GmbH und die Global Power Technology Inc. über die Dranetz Technologies Inc., die Electrotek Concepts Inc. sowie die Daytronic Corporation. In anderen Ländern wie Italien, Spanien, Tschechien, Österreich, Niederlande existieren eigene zusätzliche operative Vertriebsgesellschaften, wie auch in China. Ein Sonderfall ist die Minderheitsbeteiligung von je 24,9% mit einem zweiten Industriepartner an der AMAC ASIC-und Mikrosensoranwendung Chemnitz GmbH, die zum einen spezielle ASIC-Lösungen für die Gruppe entwickeln soll, andererseits nur im mehrheitlichen Eigentum persönlicher Personen stehen darf (KMU-Regeln), um den Zugang zu staatlichen Fördermitteln zu erhalten. Ziel ist es, auf diese Weise immer modernste Halbleitertechnologie zur Verfügung zu haben. Die GMC-Instruments GmbH sowie die METRAWATT International GmbH haben ihren Sitz in gemieteten Räumen im Südwestpark 15 in Nürnberg. Die Windmill Engineering GmbH ("WEG"), Groß Teetzleben, entwickelt über ihre 100%-ige Tochtergesellschaft Clean Energy Polska Sp. z o.o. mit Sitz in Walce/Polen, Projekte zur Erzeugung elektrischer Energie aus Wind. Das Projekt Walce/Rozkochów besteht im ersten Bauabschnitt aus 22 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 67,25 MW und ist planerisch umfassend (technische Planung, behördliche Planungen und Genehmigungen, Grundstücksrechte, Verhandlungen mit Lieferanten, Einspeiserechte über Stromtrassen) fertiggestellt. Parallel dazu befindet sich über die WEG ein kleinerer Windpark in Görke, Mecklenburg-Vorpommern, mit bis zu 11 Windenergieanlagen und einer Leistung von 45 MW in der Projektierung, um auch hier die abgeschlossene Gesamtentwicklung inklusive sämtlicher Genehmigungen, den Rechten zur Umsetzung und der technischen Ausarbeitung, an Investoren verkaufen zu können. In einem umfassenden behördlichen Ausschreibungsverfahren für Solar- und Windparks im Dezember 2019 in Polen (AZ/6/2019) erhielt die Clean Energy Polska am 18. Dezember 2019 den Zuschlag zur Errichtung des entwickelten Windparks. Angebote von Investoren für die Gesamt- oder Teilübernahme des Parks lagen vor. Es war davon auszugehen, dass das Projekt noch im Jahr 2020, zumindest mehrheitlich, an einen Errichter oder Investor verkauft werden kann. Leider hat das Auftreten der Corona-Pandemie dafür gesorgt, dass durch Reisebeschränkungen und sonstige Verzögerungen ein Umsetzen der Verkaufsvorhaben in 2020 unmöglich wurde. Aktuell werden Verhandlungen mit einem polnischen staatlichen Investor geführt. Derzeit werden letzte Fragen aus einer Due Diligence Prüfung abgearbeitet und Details zu einem vorliegenden Entwurf für einen SPA diskutiert. Mit einem Verkauf des polnischen Anteils wird im Laufe des Jahres 2022 gerechnet. Der Verkauf der Windparkprojektierung in Görke wurde noch im Februar 2022 abgeschlossen. Der vereinbarte erste Teilbetrag des Verkaufspreises ist auf den Konten der Gesellschaft eingegangen. Geschäftszweck der Emeritas GmbH, Ratingen, ist die Verwaltung noch bestehender Verpflichtungen aus Betriebsrenten bis zu deren Komplettabwicklung (derzeit bestehen noch 30 Einzelverpflichtungen, hiervon sind 19 Rentenbezieher/-innen über 85 Jahre, 13 Rentenbezieher/-innen von 75-84 und zwei von unter 75). 1.2. Gesellschaftsrechtliche Strukturierung und Umfirmierung In 2021 fanden keine Veränderungen statt. Die Liquidation der Kurth Electronic Inc., Sparta, New Jersey/USA wurde endgültig abgeschlossen. 1.3. Steuerungssysteme Die vorhandenen Instrumente zur Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken werden unternehmensübergreifend einheitlich verwendet. In Verbindung mit Organisations- und Führungsstrukturen sowie Informations-, Berichts- und Kontrollsystemen besteht ein strukturiertes Vorgehen, um Risiken frühzeitig erkennen, mildern bzw. verhindern zu können. In der GMC-Instruments-Gruppe dient als Mittel der Steuerung insbesondere die jährliche detaillierte Dreijahresplanung, die um ein viertes Jahr mit eher pauschaleren Angaben und Ableitungen ergänzt wird. Zu deren Erstellung werden implizit und explizit strategische und operative Ziele vorgegeben sowie potenzielle Risiken und Chancen über Abweichungsanalysen identifiziert. Die aktuelle Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeiten von Risiken und die Ermittlung möglicher Folgen und Schäden findet regelmäßig operativ im Rahmen monatlicher Berichterstattungen statt. In den jeweiligen Reviews werden auch Überlegungen zu Chancen und deren potentieller Realisierung hinterfragt. Im Einzelfall bzw. unter besonderen Umständen erfolgt zusätzlich eine unmittelbar angeordnete Ad-hoc-Berichterstattung durch die jeweilige Geschäftsführung mit teilweiser Berichtspflicht auch an die nächsthöhere Ebene bis hin zum Gesellschafter. Diese Vorgehensweise ist verbindlich und wird seit Jahren für alle Tochtergesellschaften im In- und Ausland durchgeführt. Zur Unterstützung der Planung und Verbesserung deren Qualität wird eine jährliche aufeinander aufbauende, gruppenweite Meeting-Abfolge durchgeführt. Diese beschäftigt sich zum Einstieg mit der Diskussion von längerfristig relevanten allgemeinen Technologieentwicklungen mit Erarbeitung einer hierauf aufbauenden eigenen technologieorientierten Entwicklungs-Roadmap im Rahmen einer Technologietagung. Im nächsten Schritt wird hieraus, auch über Wettbewerbsvergleiche, eine Produkt-Roadmap abgeleitet, die die Basis einer Vertriebstagung mit der Präsentation der weltweit notwendigen, mittelfristigen Marketing- und Vertriebsaktivitäten bildet. Die Ergebnisse werden konsolidiert und im Rahmen einer Führungskräftetagung allen Geschäftsführern der Gruppe vorgestellt, um hierdurch umfassende aktuelle Markt- und Wettbewerbsentwicklungen zu erkennen, Erfahrungen auszutauschen, übergreifend strategische Themen diskutieren und entscheiden zu können. Hierdurch wird zudem die Voraussetzung geschaffen, um für den jährlich revolvierenden Planungsprozess über drei Folgejahre möglichst viele Erkenntnisse zur Verfügung zu haben, um eine möglichst realistische Dreijahresplanung mit einem Ausblick auf ein viertes Jahr erstellen zu können. Auch im Jahr 2021 war die Umsetzung dieser Maßnahmen sowohl im Inland, jedoch besonders grenzüberschreitend mit UK, USA und China, durch die erlassenen Corona-Schutzvorschriften stark behindert. Soweit möglich, wurden die Abstimmungen durch regelmäßige und spontane Video- und Telefonkonferenzen ersetzt. Darüber hinaus bestehen Genehmigungspflichten im Rahmen eines Katalogs zustimmungsbedürftiger Geschäfte für die Geschäftsführungen, der immer wieder hinsichtlich der Inhalte und Limits aktualisiert wird. Auch hierdurch wird die Aufmerksamkeit noch intensiver auf spezifische Chancenwahrnehmungen und Risiken fokussiert und der Grad persönlicher Verantwortung, Betroffenheit und Haftung erhöht. ACG genehmigt die Planung nach Vorstellung innerhalb einer Gesellschafterversammlung und verfolgt deren Umsetzung im Laufe des Geschäftsjahres eng. Durch die Windmill Engineering GmbH findet neben zweier Gesellschafterpräsenzversammlungen, die 2021 aufgrund von Corona-Vorgaben ausfielen, jeweils eine monatliche schriftliche Berichterstattung der wirtschaftlichen Daten statt, die verbal im Rahmen einer jeweils nachfolgenden Telefonkonferenz erläutert werden. In gleicher Form wurden in 2021 auch die Gesellschafterversammlungen als Telefonkonferenzen durchgeführt. 1.4. Forschung und Entwicklung Die GMC-Instruments-Gruppe leitet ihr unternehmerisches Selbstverständnis daraus ab, nachhaltig in ihren bearbeiteten Märkten technologische und qualitative Maßstäbe zu setzen und hat deshalb das Ziel, zumindest in Teilbereichen Innovationsführer zu sein. Basierend auf diesem Ziel haben Entwicklungsvorhaben für die Gruppe eine hohe Bedeutung und die Produktentstehungskosten nehmen im Rahmen des Wertschöpfungsprozesses einen signifikanten Anteil ein. In 2021 wurden, wie in den vergangenen Jahren auch, wieder zahlreiche Produktentwicklungen von den Produkthäusern durchgeführt und vermarktet. Dies betrifft sowohl Hardware- als auch Softwarelösungen (wie z.B. die "Handwerker-Cloud" durch die Gossen Metrawatt GmbH oder den Productionlinetest (LT durch Seaward Electronic Ltd.) inklusive neuer Software-Releases. Verständlicherweise hat auch in 2021 die Corona-Pandemie die Entwicklungszusammenarbeit zwischen den Unternehmen behindert. Videokonferenzen sorgten für eine Kompensation, wenn es auch qualitativ kein kompletter Ersatz der persönlichen Zusammenarbeit sein konnte. Nach den Grundsätzen des HGB werden Aufwendungen für Entwicklungsprojekte als Eigenleistungen klassifiziert, aktiviert und überwiegend über einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren abgeschrieben. Eine jährliche Ermittlung der Niederstwerte sorgt dafür, dass die Bewertung zutreffend ist. Im anderen Fall werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Im Jahr 2021 beliefen sich die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten der GMC-Instruments-Gruppe auf EUR 10,3 Mio. (Vorjahr: EUR 10,5 Mio.). Dies entspricht 9,2% der Nettoumsatzerlöse (Vorjahr: 10,1%). Die Aktivierungen für Entwicklungsleistungen betrugen in der GMC-Instruments-Gruppe im Geschäftsjahr 2021 EUR 3,6 Mio. Im Vorjahr lag der Vergleichswert bei EUR 3,8 Mio. Hierbei wirkte sich insbesondere die Kurzarbeit und die verstärkten Homeoffice-Phasen auch durch Infektionen und vor allem Quarantäne aus. Der Anteil der aktivierten Entwicklungsleistungen an den gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betrug 37,5% (Vorjahr: 41,1%). Hier macht sich bemerkbar, dass anteilig mehr Aufgaben umgesetzt wurden, die nicht aktivierungsfähig waren. Im Berichtszeitraum wurden planmäßige Abschreibungen auf R&D-Projekte in Höhe von EUR 4,3 Mio. (Vorjahr: EUR 5,1 Mio.) vorgenommen. Im Durchschnitt wurden 90 Mitarbeiter (Verträge) im F&E-Bereich beschäftigt (Vorjahr: 91). Andere Unternehmen der ACG-Gruppe betreiben keine F&E-Aktivitäten. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung Das Jahr 2021 war wirtschaftlich wiederum durch die Corona-Pandemie geprägt. Im Gegensatz zur Einschätzung aus 2020, dass die Pandemie nur das erste Quartal des Jahres betreffen würde, wurde das gesamte Jahr negativ beeinflusst. Zwar deutlich weniger als in 2020, jedoch wirkten die staatlichen Maßnahmen vor allem in China ("No-Covid-Policy") sehr intensiv, was durch die Schließung von Häfen und andere Maßnahmen dazu führte, dass zu den Maßnahmen aufgrund von Covid wie Quarantänen aufgrund von Infektionen und Homeoffice-Pflichten auch massive Lieferengpässe, vor allem bei Halbleitern einsetzten. Hervorgerufen wurde dies u.a. ergänzend durch das Bestellverhalten der Automobilkonzerne, die ihr Produktprogramm massiv durch "halbleiterlastige" Elektrofahrzeuge ausbauten, wie auch durch Energieeinsparmaßnahmen der chinesischen Regierung, deren Umweltziele nur durch kurzfristige Stromabschaltung erreichbar war. All dies führte zu einer weltweiten Verknappung verschiedener Vormaterialien mit extrem steigenden Preisen und vor allem Lieferzeiten. Zwar konnten in der wärmeren Jahreszeit und durch die voranschreitenden Impfungen zurückgehende Infektionszahlen beobachtet werden, die es ermöglichten, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu lockern, jedoch führten neue, ansteckendere Virus-Varianten (Delta und Omikron) dazu, dass nach wie vor Schutzmaßnahmen angeordnet werden mussten. Vor dem Hintergrund dieses alles überlagernden Themas Corona-Pandemie waren die sonstigen Einflussfaktoren auf die Wirtschaft in 2021 marginal. Die Frage des Brexits spielte keine Rolle mehr, ausschließlich die Frage der jeweiligen staatlichen Maßnahmen mit Einfluss auf die jeweilige Wirtschaft hatte Bedeutung. Durch die positivere Entwicklung, hervorgerufen u.a. durch die Impfungen wuchs das BIP der Weltwirtschaft im Jahr 2021 deutlich und konnte den Rückgang aus dem Vorjahr mehr als kompensieren. Das konsolidierte Welt-Bruttoinlandsprodukt stieg um +6,2%, nachdem es im Vorjahr um -3,1% zurückgegangen war. Hier wirkte sich die massive Stützung der Wirtschaft durch diverse Programme aus, die durch Staaten und Notenbanken weltweit umgesetzt wurden. Je nach Maßnahmen führte dies zu einem Anstieg des BIP zwischen + 8,1% in China bis hin zu nur +2,3% in Japan. Allerdings zeigten sich im zweiten Halbjahr erste Zeichen einer aufkommenden Inflation, die sich im IV. Quartal in Deutschland und im Euroraum verfestigte. Für den Euroraum stellte sich ein Anstieg von +5,3% ein, nach einem Rückgang von -6,4% im Vorjahr. In Deutschland konnte nur ein Anstieg um +2,9% verzeichnet werden (Vorjahr: -4,6%), womit die Zahlen vor Corona noch bei weitem nicht erreicht wurden. Die in der Vergangenheit positive wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland machte es auch 2021 möglich, weiterhin im Inland umfangreiche Hilfsprogramme weiterzuführen und immer wieder nachzuschärfen, um der Wirtschaft den Weg durch die Pandemie zu erleichtern. So wurde die Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld weiterhin verlängert und Hilfskreditprogramme über die KfW-Bankengruppe zu reduzierten Zinssätzen platziert. Für das Jahr 2022 wird nach übereinstimmenden Prognosen verschiedener Quellen, weiterhin mit einer positiven Entwicklung auf den Märkten gerechnet. Voraussetzung hierfür ist allerdings ein Nachlassen der Probleme bei der Teileversorgung, sowie eine Inflationsrate, die sich nicht negativ auf die Kapitalversorgung der Wirtschaft über deutlich höhere Zinssätze auswirkt. Teilweise wurde von den Unternehmen für dieses Szenario durch höhere Verkaufspreise bereits Vorsorge getroffen. Für Deutschland soll das Wachstum des BIP 2022 um +2,5% betragen. In 2023 soll sich das Wachstum nochmals mit +3,5% leicht steigern. Im Euroraum, wie auch in USA wird für 2022 ein Anstieg von mehr als +3,0% bzw. +3,3% erwartet, in China von +4,5%. Diese Prognosen sind bereits niedriger als die Prognosen im Januar 2022. Die aktuelle Entwicklung im Zusammenhang mit der weltweiten Corona-Pandemie macht jedoch eine längerfristige Prognose schwierig, obwohl erste Anzeichen darauf hindeuten, dass die Pandemie in 2022 in einen Normalzustand ohne große Einschränkungen übergehen wird. Probleme könnten jedoch die unterschiedlichen Sachstände in den einzelnen betroffenen Staaten sein, so dass die Synchronisation der weltweiten wirtschaftlichen Zusammenarbeit noch länger dauern wird. 2.2. Branchenentwicklung Gemäß Konjunkturbarometer des ZVEI, welches als Maßstab für die GMC-Instruments-Gruppe relevant ist, konnte die wichtige deutsche Elektroindustrie ihren Umsatz in 2021 gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Von Januar bis Dezember stieg er um +8,5% auf EUR 199,5 Mrd. an. Der Auftragseingang wuchs im gleichen Zeitraum gegenüber dem Vorjahr um +23,9%. Der Auftragsanstieg betrag vor allem Kunden aus nicht EU-Staaten (+29,2%) während dieser bei inländischen Kunden +23,1% betrug. Ergänzend zur Sichtweise des ZVEI vergleichen wir die Entwicklung der GMC-Instruments-Gruppe quartalsweise auch mit den veröffentlichten Informationen der börsennotierten Unternehmen ABB AG, Keysight Technologies Inc. und teilweise auch Fluke als Teil der Fortive Corp. Innerhalb der ABB AG vergleichen wir mit den Divisionen "Electrification" und "Process Automation", die sich im Vergleich der Geschäftsjahre 2020 zu 2021 unterschiedlich entwickelt haben. Der Geschäftsbereich "Electrification" ist im Auftragseingang auf US-Dollarbasis um +21% angestiegen und ohne den Einfluss von Wechselkurseffekten vergleichbar gerechnet um +18%. Der Umsatz wuchs um +11% an, vergleichbar gerechnet um +9%. Der Geschäftsbereich "Process Automation" wuchs im Auftragseingang nur um +10% auf US-Dollarbasis (+7% vergleichbar gerechnet), während der Umsatz aus US-Dollarbasis um +8% stieg (+5% vergleichbar gerechnet). Keysight Technologies Inc. berichtet auf Segmentebene nicht über den Auftragseingang, jedoch über den Umsatz. Wir vergleichen uns hier mit dem Segment "Electronic Industrial Solutions Group", das einen Zuwachs von +30%, ohne Akquisitionen, verzeichnen konnte. Dieses Segment weist allerdings mit den Teilen "Automotive and Energy", "Semiconductor", "Consumer Electronics", "Education" und "Medical Electronics" ein sehr viel breiteres Marktfeld auf. Das signifikante Wachstum im Feld "Semiconductor" hat hier wesentlich zum Wachstum beigetragen. Das mit seinen Aktivitäten uns am nächsten stehende Unternehmen Fortive Corp./USA berichtet von einem weltweiten Wachstum seiner Bereiche um +9,5%, wobei der Teilbereich Fluke vor allem im IV. Quartal nur ein Wachstum von +0,8% im Kernbereich verzeichnet. Alle Unternehmen der Branche haben mit massiven Problemen der Materialzulieferung, insbesondere bei Halbleitern, zu kämpfen, so auch Fluke. Leider sind Zahlen der besser vergleichbaren Unternehmen wie Chauvin Arnoux Gruppe (Frankreich), Metrel d.d. (Slowenien) oder HT Italia (Italien) als nicht börsennotierte Unternehmen nicht oder nur mit sehr langer zeitlicher Verzögerung verfügbar. Dies erschwert Vergleiche deutlich. Einzig die Zahlen von Sonel S.A. (Polen) als börsennotiertem Unternehmen sind partiell vergleichbar, jedoch arbeitet Sonel in erheblichem Umfang auch als Fertigungsdienstleister, was die Zahlen verzerrt. Die GMC-Instruments-Gruppe entwickelte sich auf Euro-Basis betrachtet in 2021 im Auftragseingang zwar schlechter als der deutsche Branchendurchschnitt laut ZVEI (+23,9% zu +8,7%) bedingt durch die unterschiedlichen bedienten Geschäftsfelder, im Umsatz jedoch recht vergleichbar (+8,5% zu +8,0%) und besser als die Elektroindustrie in vielen anderen Ländern, in denen die GMC-I-Gruppe präsent ist. Grund für diese Entwicklung im Vergleich zur deutschen Branche ist das vorhandene Produktportfolio, das grundsätzlich auf Sicherheit und nicht auf Optimierung, z.B. von Produktionsabläufen bei Kunden, ausgerichtet ist. Darüber hinaus haben Quarantänebeschränkungen und sonstige Vorschriften aufgrund der Corona-Pandemie Reisen nach wie vor stark erschwert, die Voraussetzung für einen nachhaltigen Vertrieb und den Aufbau von Vertrauen in ferneren Ländern sind. Der Beginn des Jahres 2022 verlief positiv, da die Hoffnung auf ein Ende der Pandemie durch die vorhandenen Impfmittel trotz der laufenden Corona/Omikronwelle durch die Impfungen groß ist. Zahlreiche Staaten arbeiten an einer nachhaltigen Öffnung und Abschaffung restriktiver Maßnahmen mit Ausnahme von Abstandhalten und Maskentragen. Für die ACG sind aufgrund der Notwendigkeit, eigene Mittel rentabel am Kapitalmarkt anzulegen, die Entwicklungen auf den entsprechenden Märkten von hoher Bedeutung. Auch hier spiegeln sich die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sowie der zunehmenden Probleme in den Zulieferketten in entsprechenden Kursentwicklungen wider. Diese Wirkungen waren aber im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringer. Zur Absicherung von Verlusten wurden entsprechende Put-Optionen erworben. 2.3. Geschäftsverlauf mit Auftragseingang und Umsatz Das Jahr 2021 wurde bei der GMC-Instruments-Gruppe nochmals in allen Teilbereichen mehr oder weniger stark durch die seit 2020 laufende Coronakrise und die davon ausgelösten Folgen wie Lieferengpässe von Rohmaterialien, insbesondere von Halbleitern, geprägt. Dies beeinflusste vor allem in der zweiten Jahreshälfte nicht nur die Produktionsmöglichkeiten als solche, sondern steigerte auch die Bauteilpreise in bisher nicht gekanntem Ausmaß. Hinzu kam eine massive Verteuerung von Energie, wie Öl und Gas, die zu einem inflationären Preisanstieg in vielen Ländern bis zum Jahresende führte. Auch aufgrund des Einsatzes aller Mitarbeiter konnte auf der operativen Ebene der Auftragseingang der Gruppe im Jahr 2021 dennoch auf EUR 117,2 Mio. gesteigert werden, was gegenüber dem Vorjahr mit EUR 107,9 Mio. einen Anstieg von +8,7% bedeutet. Durch ein gutes IV. Quartal war es zudem möglich, trotz Lieferengpässen mit Vormaterial noch einen Nettoumsatz von EUR 112,6 Mio. zu erzielen, der das Vorjahr mit EUR 104,3 Mio. um +8,0% übersteigt. Aufgrund der wiederum besonderen Umstände im Jahr 2021 wird dies von uns als sehr gutes Ergebnis betrachtet. Grundsätzlich entwickelte sich der Umsatz der Vertriebs-Landesgesellschaften insgesamt mit +1,5% gegenüber dem Vorjahr positiv und erreichte insgesamt einen Bruttoumsatz von EUR 17,4 Mio. Das Geschäft der einzelnen Gesellschaften fiel signifikant unterschiedlich aus. Während in Italien, Frankreich, Österreich, Niederlande und Tschechien das Vorjahr teilweise deutlich überschritten wurde, mussten in Spanien und China Rückgänge gegenüber dem Vorjahr verkraftet werden bzw. konnte das Budget nicht erreicht werden. In Spanien ist hierfür ein großes Projekt im Jahr 2020 verantwortlich, das in 2021 nicht in gleicher Größe wiederholbar war, während in China die "No-Covid"-Strategie der Regierung die Umsetzung von mehreren Projekten verhinderte, die eigentlich für 2021 terminiert waren. Die deutschen produzierenden Gesellschaften entwickelten sich alle positiv, wenn auch nicht immer im geplanten Umfang. So konnte die Gossen Metrawatt GmbH einen Anstieg des Umsatzes um +5,0% auf EUR 42,3 Mio. verzeichnen. Dies trotz erheblicher Probleme mit der Zulieferung von Vormaterialien, was sonst einen noch höheren Anstieg ermöglicht hätte. In unmittelbarem Zusammenhang hiermit steht auch das gegenüber dem Vorjahr nur leicht gesteigerte Umsatzniveau der MTP Messtechnik Produktions GmbH (MTP) mit EUR 13,9 Mio. (+5,9%) von EUR 13,1 Mio. im Vorjahr, da die MTP in weit überwiegendem Umfang als Fertigungsstätte für die Gossen Metrawatt GmbH tätig ist. Das Jahr 2021 brachte einen nur leichten Anstieg des Umsatzes für die GMC-I Service GmbH mit sich. Dieser stieg von EUR 10,1 Mio. im Vorjahr auf EUR 10,2 Mio. (+1,4%). In diesen Zahlen spiegelt sich wider, dass das Jahr 2021 immer wieder durch Quarantänemaßnahmen von Mitarbeitern geprägt war, was Kapazität kostete und die Umsatzlegung erschwerte. Der Auftragseingang stieg um +3,1% an. Die Pandemie traf die GOSSEN Foto- und Lichtmesstechnik GmbH (GFL) in 2021 nur im vertrieblichen Bereich. Zwar konnte der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr mit EUR 2,4 Mio. sogar um +1,3% wachsen, dennoch war die direkte Umsatzlegung erschwert. Fertigungsschwierigkeiten sorgten dafür, dass der Umsatz mit EUR 2,3 Mio. nur um +4,3% (Vorjahr EUR 2,2 Mio.) anstieg und die Basis für zusätzlichen Auftragseingang fehlte. Das Jahr 2021 war für die Kurth Electronic GmbH durch interne und externe Einflüsse äußerst schwierig. So wuchs der Auftragseingang mit EUR 3,0 Mio. deutlich zum Vorjahreswert von EUR 2,8 Mio. (+7,8%). Dies bildete sich auch im Nettoumsatz ab, der mit EUR 2,6 Mio. um +4,3% gegen Vorjahr mit EUR 2,5 Mio. anstieg. Nach wie vor ist die Investitionstätigkeit der Telekommunikationsanbieter, die in den Vorjahren beliefert wurden (Deutsche Telekom, Swisscom, KPN), aber auch bei allen anderen, die Investitionstätigkeit praktisch komplett gestoppt, so dass keine Auftragseingänge in diesem Bereich zu verzeichnen waren. Neben Corona ist hierfür auch verantwortlich, dass die Telekommunikationsanbieter in Europa dabei sind, ihren Übergang von Kupfer- zu Glasfasernetzen zu planen und schrittweise umzusetzen. Da die Vorgehensweise hierbei noch nicht abschließend beschlossen ist, wird nach wie vor nur auf niedrigstem Niveau investiert, was auch für Mess- und Prüfgeräte gilt. Zum anderen war es in 2021 noch immer nur schwer möglich, im Bereich der Kommunikationsprojekte Auftragseingänge zu erzielen und Umsatz zu legen. Dies lag zum einen an internen, krankheitsbedingten Ausfällen von Mitarbeitern, aber vor allem auch an strikten Zugangsverboten bei Kunden, wie z.B. bei Kliniken, für Mitarbeiter, um Virusübertragungen zu vermeiden, so dass keinerlei Projekte erledigt werden konnten. Bei der Kurth Electronic GmbH wurde ein Projekt aufgesetzt, um die gesamte IT-Welt neu zu gestalten. Dies umfasst ein neues ERP-System sowie ein Buchhaltungssystem für die eigene Buchhaltung. Dieses Projekt band erhebliche Kräfte, war jedoch zur Modernisierung des Unternehmens unerlässlich. Alle deutschen Unternehmen der Gruppe nutzten die Hilfemaßnahmen der Regierung wie Kurzarbeit etc. in angemessenem Umfang, um möglichst alle qualifizierten Mitarbeiter im Unternehmen halten zu können. Die Camille Bauer Metrawatt AG und die Global Power Technology Group (GPT) blieben in 2021 hinter den Budgetzielen zurück, wobei die Vorjahreswerte jeweils überschritten wurden. Bei der Camille Bauer Metrawatt AG wirkten sich die Umsatzrückgänge im Industriegeschäft in Deutschland sowie in verschiedenen Landesgesellschaften sowie die vielfältigen Reisebeschränkungen weltweit aus. Hierdurch war gerade im Mittleren Osten noch immer nur eine eingeschränkte Kundenbetreuung möglich. Auch im Heimatmarkt Schweiz wurde kein Wachstum erzielt, da auch dort die vertriebliche Marktpflege sehr eingeschränkt war. Sowohl für den Vertrieb insgesamt wie auch für den Vertrieb in der französischen Schweiz erfolgte ein Mitarbeiterwechsel. Aus all diesen Gründen stieg der Umsatz nur um +3,8% auf EUR 11,6 Mio. (Vorjahr: EUR 11,2 Mio.), obwohl der Auftragseingang einen Anstieg um +5,3% auf EUR 12,0 Mio. verzeichnete (Vorjahr: EUR 11,4 Mio.). Der Umsatz innerhalb der GPT-Gruppe fiel stark unterschiedlich aus. Während Dranetz Technologies Inc. einen Umsatzzuwachs von +8,1% verzeichnete, musste die Daytronic Corporation, da stark im Arbeitsgebiet Aerospace tätig, sogar einen Rückgang von -22,6% verkraften. Im Gegensatz hierzu erreichte Electrotek Concepts Inc. eine Steigerung um +3,7% auf EUR 1,3 Mio.. Das Budget war jedoch deutlich höher angesetzt. Auch in USA wirkten sich die Pandemie und die Lockdown-Maßnahmen in den einzelnen Staaten, vor allem auch in New Jersey selbst, sehr nachteilig aus. Hinzu kamen auch in 2021 einige Fälle von Coronainfektionen, die zu Quarantäneperioden mit verminderter Leistungsfähigkeit führten. Konsolidiert erreichte die GPT-Gruppe somit nur einen Umsatz von EUR 8,8 Mio., der um +3,0% über Vorjahr lag. Die Mitarbeiterzahl sank weiter auf 51 von 56 (-8,9%). Ergänzend hierzu wurde jedoch auch durch Mitarbeiteraustausch an einer Qualitätssteigerung gearbeitet. Extrem positiv entwickelten sich Auftragseingang und Umsatz innerhalb der Seaward-Gruppe. So erreichte Seaward Electronic Ltd. mit einem Auftragseingang von EUR 22,8 Mio. einen Anstieg um +13,0% gegenüber dem Vorjahr (EUR 20,1 Mio.). Der Umsatz stieg +24,4% auf EUR 23,0 Mio. nach EUR 18,5 Mio. im Vorjahr. Hierin sind auch Nachholeffekte aus 2020 enthalten. Zwar traten auch in 2021 mehrfach positive Coronafälle in der Produktion auf. Dies führte jedoch nicht zu einer signifikanten Reduktion der Produktionskapazität, wie dies in 2020 der Fall war. Dies spiegelt sich deutlich in der Zahlenentwicklung wider. Die amerikanische Tochtergesellschaft der Seaward-Gruppe, Clare Instruments (U.S.) Inc., entwickelte sich 2021 leicht schlechter gegenüber dem Vorjahr. So ging der Auftragseingang in USA um -1,1% zurück, was sich dann auch in einem Rückgang des Umsatzes um -4,2% auswirkte. GMC-I ProSys Ltd. litt in 2021 nach wie vor an den Folgen der Corona-Pandemie mit mehrfachen Schließungen der Produktion über längere Zeit wegen positiver Tests, den Problemen der Automobilkunden sowie der Lieferprobleme und massiven Preiserhöhungen von Spezialkomponenten für magnetische Messungen. GMC-I PROSys konnte dennoch einen Anstieg des Auftragseingangs in 2021 um 48,6% auf EUR 5,5 Mio. erreichen. Mit hohem Einsatz gelang es, hieraus einen Umsatzanstieg um +22,1% zu realisieren und immerhin EUR 4,9 Mio. Umsatz zu erreichen. Konsolidiert konnte die GMC-Instruments-Gruppe in 2021 einen Auftragseingang von insgesamt EUR 117,2 Mio. verbuchen. Dies liegt um +8,7% über dem Vorjahreswert von EUR 107,9 Mio. Die Umsatzerlöse (vor Erlösschmälerungen) wurden zu 48,6% (Vorjahr: 49,4%) auf inländischen und zu 51,4% (Vorjahr: 50,6%) auf ausländischen Märkten erzielt. Die Nettoumsatzerlöse teilen sich auf in Warenlieferungen mit 84,3% (Vorjahr: 83,8%), Dienstleistungen mit 15,6% (Vorjahr: 16,1%) und sonstige Umsätze mit 0,1% (Vorjahr: 0,1%). Zusammenfassend kann für den Geschäftsverlauf, gemessen an den finanziellen Leistungsindikatoren Auftragseingang und Umsatz, Folgendes gesagt werden: In 2021 betrugen die hieraus erzielten Nettoumsatzerlöse in Summe EUR 112,6 Mio., nach einem Vorjahreswert von EUR 104,3 Mio. (+8,0%). Die obengenannten Einflüsse im Laufe des Geschäftsjahres führten dazu, dass die Erwartungen bzgl. eines Auftragseingangsvolumens von EUR 116,1 Mio. und Umsatzvolumens (Nettoumsatzerlöse) von EUR 113,6 Mio. in etwa erreicht werden konnten. Die Entwicklungen der relevanten Wechselkurse gegenüber den Budgetplanungen trugen dazu bei, die Abweichung gegenüber der Budgetplanung um 0,9% zu reduzieren. Der weit überwiegende Teil der Abweichungen ist auf Einflüsse der weltweiten Corona-Pandemie und den deshalb in den verschiedenen Staaten umgesetzten Maßnahmen zum Schutz zurückzuführen. Die Auswirkungen der Umstrukturierung der Automobilindustrie machte sich - außer negativ bei GMCI-PROSys - im Vergleich hierzu noch nicht signifikant bemerkbar, wie auch die Digitalisierung, die durch die Notwendigkeit zur Prüfung bei eFahrzeugen und Ladesäulen positive Auswirkungen für die Gruppe mit sich bringen wird. Da die Dr. Opitz Management GmbH auch in 2021 nur internen Umsatz legte, andere Unternehmen der ACG-Gruppe (Emeritas GmbH) aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht oder nur "at equity" mit konsolidiert werden, entspricht dieser Umsatz auch dem ACG-Konzernumsatz. 2.4. Ertrags- und Ergebnissituation Das operative Ergebnis vor Steuern der Einzelgesellschaft ACG beträgt TEUR 761 und damit in etwa auf Vorjahresniveau (TEUR 717). Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich zwei gegenläufige Aspekte nahezu kompensieren. Zum einen haben sich die positiven Ergebnisbeiträge aus der Anlage freier Liquidität an den Kapitalmärkten (insbesondere geringere Abwertungserfordernisse und höhere Veräußerungsgewinne) gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht (+ TEUR 745). Zum anderen wurde - im Gegensatz zum Vorjahr - keine Ausschüttung durch die GMC-Instruments-GmbH vereinnahmt (- TEUR 750). Ein weiterer positiver Effekt ergab sich aus niedrigeren Zinsaufwendungen für die aufgenommenen Darlehenstranchen bei der Deutsche Bank (+ TEUR 41). Unter Einbeziehung des aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages übernommenen Ergebnisses aus der Dr. Opitz Management GmbH wurde für die Einzelgesellschaft ein Jahresergebnis nach Steuern von TEUR 725 (Vorjahr: TEUR 688) erzielt. Aufgrund der abweichend zur GMC-Instruments-Gruppe festgelegten Abschreibungsdauer (5 Jahre anstatt 10 Jahre) auf Goodwills aus Unternehmenserwerben ergab sich gegenüber dem Teilkonzernabschluss der GMC-I ein positiver Ergebniseffekt von TEUR 2.491 (Vorjahr: TEUR 2.647). Das konsolidierte operative Ergebnis der ACG-Gruppe vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Jahr 2021 auf EUR 14,9 Mio. nach EUR 11,3 Mio. im Vorjahr. Die wesentlichen Ursachen hierfür sind auf die GMC-Instruments-Gruppe zurückzuführen und werden im Folgenden näher erläutert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich von EUR -0,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 6,1 Mio., das Ergebnis vor Steuern (EBT) von EUR -2,3 Mio. auf EUR 4,6 Mio. Nach Steuern führt das zu einem Konzerngewinn von EUR 3,4 Mio. nach einem Konzernverlust im Vorjahr von EUR -2,3 Mio. In der GMC-Instruments-Gruppe als wesentlichem Teil der ACG Gruppe stellt sich die Ertrags- und Ergebnissituation wie folgt dar: Die Ertrags- und Ergebnissituation der GMC-Instruments-Gruppe wurde in 2021 durch die verschiedenen Sondereffekte beeinflusst, die sich im Ergebnis auswirken. Zum einen sind dies rein finanzielle Themen, die sich zum Beispiel durch die Akquisitionen der Vergangenheit sowie durch die Umstellung der Konsortialfinanzierung ab dem 1.1.2019 auch in 2021 noch ergaben. So belaufen sich die Währungsverluste aus der Rückzahlung des Darlehens der GMC-Instruments (UK) Ltd. an die METRAWATT International GmbH aufgrund der zwischenzeitlichen Änderung des Wechselkurses GBP-EUR von 2015 auf 2021 im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 774. Zur Sicherstellung der Liquidität in der Coronazeit wurde neben der bestehenden Konsortialfinanzierung ein seitens des deutschen Staates in 2020 angebotener, niedrig verzinster KfW-Rahmenkredit von bis EUR 8,0 Mio., genutzt, der geeignet erschien, eventuelle längerfristige Zahlungszielüberschreitungen von Kunden zu kompensieren. Allerdings war diese Hilfe mit starken Restriktionen hinsichtlich Mittelverwendung etc. versehen, wie z.B. eine Ausschüttungssperre ab Gewährung sowie dem Verbot, Mittel an Unternehmen im Ausland weiterzureichen. Dieser Kredit wurde zur Hälfte in Höhe von EUR 4,0 Mio. in Anspruch genommen. Hierfür fielen im Geschäftsjahr 2021 entsprechend Zinsen in Höhe von TEUR 113 an, die mit dieser besonderen Situation in Zusammenhang stehen. Nachdem sich zeigte, dass diese Vorsichtsmaßnahme nicht notwendig war, da die Kunden im Wesentlichen gemäß Zahlungsziel leisteten, wurde im vierten Quartal 2021 der Kredit wieder vorzeitig getilgt. Hierfür fiel jedoch für die Aufhebung eine Vorfälligkeitsentschädigung in Höhe von TEUR 30 an. Ein vergleichbarer Kredit wurde durch die Tochtergesellschaft Camille Bauer Metrawatt AG in der Schweiz in Anspruch genommen. Es wurde in 2020 ein durch den Schweizer Staat verbürgter Kredit in Höhe von CHF 500.000 als Coronahilfe abgerufen. Dieser ist unverzinst und mit halbjährlichen Tilgungen, die aktuell am 31.3.2023 beginnen, jeweils CHF 41.667 betragen und am 30.9.2027 enden, wobei die letzten beiden Tilgungen CHF 83.333 betragen. Diese Tilgungsvereinbarung mit der Verschiebung von Tilgungen wurde im Laufe des Jahres 2021 durch den Schweizer Staat infolge der anhaltenden Auswirkungen der Corona-Krise verändert. Der Anstieg der Nettoumsätze (+8% gegenüber dem Vorjahr) bei erheblich gesteigerten Aufwendungen für Materialien (+13,2% gegenüber dem Vorjahr) führte dazu, dass trotz weiterhin massiven Kosteneinsparungen u.a. bei "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen", die -8,2% unter Budget und auf Vorjahresniveau (+0,2%) sind und bei den Personalaufwendungen, die nur +4,7% über Vorjahresniveau sind, da noch teilweise staatliche Hilfen wie Kurzarbeit wegen nicht vorhandenem Material genutzt wurden oder Einstellungen später erfolgten, sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr nicht so signifikant verbesserte, wie dies ursprünglich geplant war. Das Bruttoergebnis vom Umsatz ist zwar um -8,0% unter dem Budget für das Jahr 2021, aber stieg gegenüber dem Vorjahr von EUR 50,8 Mio. um EUR 2,7 Mio. auf EUR 53,5 Mio. (+5,3%) an. Das konsolidierte, operative Ergebnis der GMC-Instruments-Gruppe vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beläuft sich für 2021 auf EUR 14,0 Mio. und ist nach EUR 10,8 Mio. in 2020 damit um EUR 3,2 Mio. verbessert. In dieser Zahlenentwicklung spiegeln sich wie im Vorjahr die Auswirkungen der Coronakrise einschließlich deren Auswirkungen auf die Lieferketten wider. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 6,1 Mio. auf EUR 2,7 Mio., da neben dem oben erläuterten Ergebniseffekt die Abschreibungen um EUR 2,9 Mio. zurückgegangen sind. Der Rückgang der Abschreibungen enthält einen Rückgang der Abschreibungen auf Goodwill und Transaktionskosten um EUR 1,5 Mio., während die Abschreibungen auf erworbene Produktmarken mit EUR 2,2 Mio. konstant geblieben sind. Die Einsparung von Investitionen in Sachanlagen hat hier größenbedingt nur relativ geringen Einfluss. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich nach EUR -4,9 Mio. im Vorjahr auf EUR 1,3 Mio. Nach Steuern führte dies zu einem positiven Konzernergebnis von EUR 0,2 Mio. nach einem Konzernverlust in Höhe von EUR -4,9 Mio. in 2020. Bei der Beurteilung dieser Zahlen ist zu bedenken, dass aus den Akquisitionen auch in 2021 noch eine jährliche Abschreibung auf Goodwill und Transaktionskosten in Höhe von EUR 2,5 Mio. zu verkraften war, sowie zusätzlich EUR 2,2 Mio. für Abschreibungen auf entgeltlich erworbene Produktmarken. Innerhalb der GMC-Instruments-Gruppe wurden in 2021 von den folgenden operativen Unternehmen negative Ergebnisse vor Zinsen und Steuern (EBIT) ausgewiesen. Es sind dies die MTP Messtechnik Produktions GmbH (vor Verlustausgleich), die Camille Bauer Metrawatt AG, die GPT-Gruppe, die GMC-I ProSys Ltd. sowie die Kurth Electronic GmbH. Die Entwicklung der Camille Bauer Metrawatt AG wird nach wie vor durch Vertriebsprobleme sowie die Umstellung des Produktionsprogramms negativ beeinflusst. Die Camille Bauer Metrawatt AG hat sich trotz Corona jedoch gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die neue Vertriebsausrichtung wirkt, wie auch die Steigerung der Effizienz neuer Vertriebsmitarbeiter zeigt. Das weiterhin negative Ergebnis von Dranetz Technologies Inc. hat sich zwar deutlich gegenüber dem Vorjahr verbessert, die Umsätze reichen jedoch noch nicht aus, um ein positives Ergebnis zu erreichen. Dies wurde auch in den USA u.a. durch Corona und Lieferengpässe bei Vormaterialien behindert. Dies sollte jedoch in 2022, auch durch die Neuprodukte, gelingen. Daytronic Corporation verzeichnete aufgrund des weiter zurückgehenden Umsatzvolumens in 2021 durch die Krise im Bereich Aerospace nochmals ein schlechteres Ergebnis. Aus diesem Grund wird angestrebt, das Unternehmen mittelfristig zu schließen. Electrotek Concepts Inc. konnte trotz Corona nach Fertigstellung weiterer Module von PQ View 4 vor allem im zweiten Halbjahr 2021 seine Umsatzlegung weiter verbessern und hat sich im Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr verbessert, erreichte jedoch noch nicht die positive Ertragsschwelle. Dies sollte in 2022 bei höherem Umsatzvolumen gelingen. Die negative Entwicklung des Geschäftsverlaufes bei GMC-I ProSys Ltd. ist, wie bereits erwähnt, schwerpunktmäßig durch Coronaeinflüsse mit der Folge von Produktionsengpässen durch Quarantänemaßnahmen und die weltweite generelle Materialknappheit mit exorbitanten Preisanhebungen von Lieferanten begründet. Bei der Kurth Electronic GmbH kommt es weiter zu signifikanten Verwerfungen durch die Coronakrise, da die Vertriebsmöglichkeiten von Testern stark eingeschränkt ist und die Projekte für die Multifunktionstester bei den Telekommunikationsanbietern verschoben wurden. Im Bereich des Vertriebs und der Installation von Kommunikationsanlagen haben krankheitsbedingte Ausfälle sowie Zugangsbeschränkungen bei Kunden die Umsatzlegung und damit den Geschäftserfolg stark negativ beeinflusst. Die GMC-Instruments France SARL hat sich im Jahresergebnis durch weitere Umstrukturierungen im Vertriebsteam deutlich verbessert und ist knapp unterhalb eines positiven Jahresergebnisses. Die nicht genannten operativen Unternehmen, mit Ausnahme der MTP Messtechnik Produktions GmbH, wie auch die Beteiligungsgesellschaft AMAC ASIC- und Mikrosensoranwendung Chemnitz GmbH, weisen sämtlich positive Ergebnisse aus. Aufgrund der restriktiven Corona-Maßnahmen in China ging jedoch die Umsatzentwicklung der GMC-Instruments China deutlich zurück. Das Ergebnis war nur noch leicht positiv. 2.5. Fertigung/Logistik Die produzierenden Einheiten der GMC-Instruments Gruppe hatten 2021 mit den verschiedensten Problemen zu kämpfen. So sorgte die Corona-Pandemie durch Mitarbeiterausfälle wegen Quarantäne zum Fehlen von Fertigungskapazität und teilweise über mehrere Wochen von ganzen Schichten. Zudem führte speziell die zeitliche Verzögerung bei der Belieferung mit Teilen dazu, dass teilweise Kurzarbeit durchgeführt werden musste, um anschließend per Samstags- und Mehrschichtarbeit die eingetretenen Lieferrückstände wieder aufzuholen. Solche Ereignisse trafen alle Standorte, Nürnberg, Peterlee (UK), Skelmersdale (UK) als auch Edision New Jersey (USA). Eine Aussage zur Auslastung der Fertigungskapazität ist deshalb in diesem Jahr nicht sinnvoll möglich. Zum Stichtag 31.12.2021 belief sich die Höhe der Vorräte auf EUR 17,8 Mio. Dieses Niveau liegt deutlich über dem Jahr 2020 mit EUR 16,0 Mio. Hierin spiegelt sich wider, dass alles getan wurde, um durch vorausschauende Teilebeschaffung mit größeren Losgrößen die Fertigungs- und Lieferfähigkeit zu erhalten. Gleichzeitig führt auch der Preisanstieg bei den Einkäufen zu einem höheren Wert der Vorräte. 2.6. Investitionen Die Gesamtinvestitionen liegen mit EUR 5,0 Mio. nochmals unter Vorjahr (EUR 5,3 Mio.). EUR 3,7 Mio. hiervon wurden für immaterielle Vermögengegenstände aufgewendet, EUR 1,3 Mio. für Sachanlagen. In diesen Zahlen spiegeln sich die Maßnahmen aller Unternehmen der Gruppe wider, möglichst Liquidität im jeweiligen Unternehmen zu halten. 2.7. Finanzierung Der Erwerb der restlichen Anteile an der GMC-Instruments GmbH (20%) in 2018 durch die ACG erfolgte mit Unterstützung der Deutsche Bank AG, Wealth Management, Frankfurt/Main. Die Deutsche Bank AG stellte der ACG hierfür einen Darlehensrahmen in Höhe von EUR 21,0 Mio. zur Verfügung. Das Darlehen hat eine Laufzeit von vier Jahren bis zum 30.9.2022 und kann revolvierend in verschiedenen Tranchen mit Laufzeiten von 3 - 12 Monaten gezogen werden. Die Verzinsung ist abhängig von einer vereinbarten festen Marge, sowie dem der Laufzeit der Tranche entsprechenden aktuellen EURIBOR-Satz. Entsprechend dieser Vereinbarung wurden jeweils zwei Tranchen zu EUR 11,0 Mio. bzw. EUR 10,0 Mio. mit einer Laufzeit von jeweils 6 Monaten gezogen. Grundlage der Finanzierung der GMC-Instruments Gruppe in 2021 ist aktuell eine bestehende Konsortialfinanzierung der Deutsche Bank AG, der Commerzbank AG sowie der KfW in Höhe von EUR 24,5 Mio. (Stand: 4. Nachtrag, 2. Neufassung des Konsortialvertrages vom 16.5.2011, vom 18.12.2018), die aus drei Tranchen besteht. Tranche A1 in Höhe von EUR 8,0 Mio. sieht eine quartalsmäßige Tilgung von jeweils EUR 0,5 Mio. ab März 2019 vor (aktueller Stand zum 31.12.2021 EUR 2,0 Mio.). Tranche B1 in Höhe von EUR 6,5 Mio. ist endfällig. Tranche C ist in Form eines jederzeit auch in Teilen abrufbaren Betriebsmittelkredits in Höhe von maximal EUR 10,0 Mio. vereinbart. Als vertragliches Laufzeitende ist der 31.12.2022 vorgesehen. Um unter allen Umständen für die Corona-Pandemie liquiditätsmäßig gewappnet zu sein, wurde trotz der damit einhergehenden Einschränkungen in bestimmten unternehmerischen Freiheitsgraden entschieden, angebotene Hilfen der KfW-Bankengruppe aus einem Corona-Sonderprogramm (Unternehmerkredit 037) in Anspruch zu nehmen. Diese Hilfe wurde über die Konsortialbanken beantragt und letztlich durch die KfW am 7.7.2020 positiv beschieden. Der GMC-Instruments GmbH war es hierüber möglich, ein Darlehen in Höhe von bis zu EUR 8,0 Mio. in maximal drei Ziehungsfristen zu ziehen. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis zum 30.9.2026 und war bis zum 9.7.2021 abzurufen. Nicht gezogene Beträge sind zu diesem Zeitpunkt verfallen. Gezogene Darlehensbeträge waren mit 2,0% p.a. zu verzinsen, Zinsen für den nicht genutzten Teil fallen in der Bereitstellungsphase in Höhe von 0,15% p.m. an. Das Darlehen wurde bis zum 31.12.2020 in einer Höhe von EUR 4,0 Mio., je EUR 2,0 Mio. bei der Deutsche Bank AG sowie bei der Commerzbank AG, gezogen. Nachdem sich im Laufe des Jahres 2021 zeigte, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nach wie vor überwiegend zeitgerecht nachkommen, wurde das Darlehen im vierten Quartal 2021 inklusive teilweiser Vorfälligkeitsentschädigungen zurückgezahlt, um den damit verbundenen Einschränkungen nicht mehr ausgesetzt zu sein. Ergänzend zu dieser Corona Hilfe wurde durch die Camille Bauer Metrawatt AG in der Schweiz ebenfalls ein Corona-Hilfsprogramm in Anspruch genommen. Angeboten wurde hier ein Darlehen, ausgereicht über die Bank Credit Suisse und vollständig verbürgt durch die Schweizer Eidgenossenschaft. Die Laufzeit des Darlehens in Höhe von TCHF 500 war bis zum 6.4.2025 befristet und wurde im Laufe von 2021 auf 7 Jahre verlängert. Dabei wurde die Endfälligkeit in halbjährliche Tilgungen geändert. Der im ersten Jahr festgelegte Zinssatz von 0,0% wurde noch beibehalten. Dieser wird jeweils am 31.3. jeden Jahres nach den aktuellen Marktbedingungen neu festgelegt, minimal bleibt es jedoch bei 0,0%. Die erste anstehende Tilgung ist für den 31.3.2023 in Höhe von TCHF 42 vereinbart. Neben dieser Konsortialfinanzierung wird der GMC-Instruments-Gruppe durch die CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main, seit dem 28.09.2018 ein Genussrechtskapital mit Fremdkapitalcharakter in Höhe von EUR 10,0 Mio. mit einer Laufzeit bis maximal zum 30.9.2023 zur Verfügung gestellt. Dieses sieht eine laufende quartalsmäßige Vergütung sowie eine jährliche Erfolgsvergütung vor. Vereinbart ist überdies eine Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Vertragsbeendigung, die letztlich den Zinsausfall über die Laufzeit für den Darlehensgeber kompensieren soll. Hinsichtlich einer Liquiditätsanalyse wird auf die Konzernkapitalflussrechnung verwiesen. Die Ausstattung mit Liquidität wird als geeignet für die aktuelle Situation beurteilt. Innerhalb der GMC-Instruments-Gruppe wurden als Liquidität zum 31.12.2021 Mittel in Höhe von EUR 8,5 Mio. vorgehalten und es waren nach Einbeziehung der Mietavale noch zusätzlich EUR 9,5 Mio. an verfügbarer Kreditlinie aus der Betriebsmittellinie der Tranche C verfügbar. Ergänzend hierzu hielt ACG zum 31.12.2021 Barmittel bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 1,9 Mio. vor sowie Wertpapiere in Höhe von EUR 12,5 Mio. 2.8. Personal Die ACG-Gruppe beschäftigte zum Stichtag 31.12.2021 insgesamt 780 Mitarbeiter (Vorjahr: 769), hiervon 363 in Deutschland, 211 in UK, 72 in der Schweiz, 58 in den USA, 23 in China sowie 53 in weiteren Staaten. 2.9. Vermögens- und Finanzlage Die stringente Verfolgung der Planungen in allen Teilbereichen sowie der damit einhergehenden Ziele der Geschäftsführung durch die operative Holding bestimmte auch in 2021 die Entwicklung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der GMC-Instruments-Gruppe als wesentlichen Teil des ACG Konzern. Dies erwies sich jedoch im Verlauf des Jahres an vielen Stellen als schwer erreichbar, da staatliche Eingriffe zur Pandemiebekämpfung und zum Schutz von Menschenleben Vorrang hatten sowie die indirekten weltweiten Auswirkungen der Pandemie auf Lieferketten sowohl hinsichtlich Lieferzeiten als auch Preisen massiven Einfluss hatten. Ursprünglich war planungsseitig unterstellt, dass die Pandemie nach dem ersten Quartal endet und ab dann keinen Einfluss auf das wirtschaftliche Umfeld mehr hat. Diese Annahme hat sich als deutlich zu optimistisch erwiesen. Dennoch konnte in 2021 durch gemeinsame Anstrengung aller aus dem operativen Geschäft ein EBITDA in Höhe von EUR 14,0 Mio. (Vorjahr: EUR 10,8 Mio.) erwirtschaftet werden. In 2021 wurde neben der vereinbarten Tilgung der Tranche A1 des Konsortialkredits in Höhe von EUR 2,0 Mio. die Betriebsmittel-Tranche C in Höhe von EUR 3,5 Mio. zurückgeführt. Dies war nötig, um die flüssigen Mittel auf den Bankkonten zu begrenzen und so die bankenseitig neu eingeführten Verwahrgebühren zu minimieren. Investitionen konnten sämtlich aus Eigenmitteln durchgeführt werden. Soweit es sich als günstiger erwies, wurden Anschaffungen durch Leasinggeschäfte (operatives Leasing z. B. bei Fahrzeugen und Abteilungsdruckern) finanziert. Das Vorratsvermögen beläuft sich zum Jahresende 2021 auf EUR 17,8 Mio. und liegt damit deutlich über Vorjahresniveau. Grund ist die Notwendigkeit, die Lieferfähigkeit eigener Produkte sicherzustellen. In 2022 wird durch die fortschreitende Corona-Pandemie noch kein Normalzustand erreicht sein. Dieser wird bei einer Vorratshöhe von ca. EUR 15,5 Mio., je nach Umsatzwachstum, gesehen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit EUR 12,3 Mio. um 25,3% höher als im Vorjahr. Grund hierfür waren neben dem Umsatzanstieg auch viele wertige Lieferungen noch zum Jahresende. Die Rückstellungen sind in 2021 durch Steuerrückstellungen und Rückstellungen im Personalbereich etwas über dem Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit EUR 7,0 Mio. gegenüber dem Vorjahr (EUR 5,5 Mio.) angestiegen. Hierin zeigt sich das wieder zunehmende Geschäft und die erhöhte Bevorratung. Das Eigenkapital in der ACG-Gruppe liegt zum 31.12.2021 bei EUR 30,1 Mio., was einer Quote von 30,8% entspricht (Vorjahr: 25,2%). Die Geschäftsführung erwartet, dass sich diese in den Folgejahren weiter verbessern wird. Der Bestand an liquiden Mitteln belief sich zum 31.12.2021 auf insgesamt EUR 10,9 Mio. und lag damit um ca. EUR 6,0 Mio. unter dem Vorjahr. Hierin spiegeln sich die Rückzahlung der KfW-Darlehen und die niedrigere Nutzung der Betriebsmittel-Tranche C im Rahmen des Cash-Managements wider. Die wirtschaftliche Lage der Gruppe wird im Hinblick auf Vermögen, Ertrag und Finanzierung und das uns umgebende Umfeld weiterhin als für die Zukunft sehr positiv bewertet. Auf nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wird in der Darstellung verzichtet, da sie für das Verständnis des Geschäftsverlaufes, der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage und der gesamten Lage des Konzerns keine weiteren Erkenntnisse bieten und nicht der internen Steuerung des Konzerns dienen. 3. Chancen-, Prognose- und Risikobericht 3.1. Unternehmensstrategische Chancen Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die von Unternehmen der GMC-Instruments Gruppe bedienten Märkte langfristig ihre Attraktivität behalten bzw. sich die Attraktivität zukünftig sogar noch steigern wird, da es sich um Megatrends handelt. Hierzu zählen "erneuerbare Energien", "e-Mobility", "Smart Home", "Medizintechnik", aber auch "Industrieinfrastruktur" zur Energieeinsparung und Sicherung sowie "universelle Mess- und Prüftechnik". Grund hierfür ist auch generell der weiter wachsende Bedarf an elektrischer Energie und damit die wachsende Abhängigkeit von einer sicheren Bereitstellung an jedem Punkt, an dem elektrische Energie, in welcher Form auch immer, benötigt wird, um hierdurch das Klima zu schützen und den Carbon- und CO 2-Footprint des Einzelnen nachweislich zu vermindern. Dieser Trend verstärkt sich noch durch die zunehmende Tendenz zur allgegenwärtigen Digitalisierung. Aus Sicht der Geschäftsführung ist die GMC-Instruments-Gruppe auf all diesen Feldern gut positioniert und kann signifikante Beiträge zu einer sicheren und optimierten Verwendung elektrischer Energie liefern. Allumfassende Nutzung elektrischer Energie bedeutet auch eine Steigerung der gespeicherten Energien und höhere Leistungsdichten, so dass hierdurch die Gefahren für den Anwender sich signifikant erhöhen. Hier Sicherheit für den Anwender zu gewährleisten ist das originäre Geschäftsfeld der Gruppe seit mehr als 100 Jahren, wenn auch mit immer wieder neu angepassten Mitteln. Diese Einschätzung bezieht sich nicht nur auf Deutschland und Europa, sondern weltweit. Die Gruppe wird auch weiterhin vom Ausbau und der Nutzung elektrischer Energie in allen Lebensbereichen profitieren. Darüber hinaus bilden zahlreiche, unterschiedliche Vorschriften eine komplexe Materie mit harten Zulassungsvoraussetzungen. Meist niedrige bis mittlere Stückzahlen, eine hohe Variantenvielfalt sowie langjährige Kundenbeziehungen sind des Weiteren hohe Zugangshürden für neue Anbieter. Vor diesem Hintergrund finden hochwertige Test- und Prüfgeräte, Messgeräte, Messumformer, Energiemanagementsysteme und Stromversorgungsgeräte, begleitet durch umfangreiche Softwareunterstützung und der zunehmenden Möglichkeit zur Kommunikationsvernetzung, langfristig ihren Markt. Dies gilt auch für die weiteren bearbeiteten Gebiete wie Netzqualitätsanalyse und Medizintechnik, deren Bedeutung sich aus dem Ausbau des regenerativen Anteils an der Energieerzeugung bzw. durch den zunehmenden Technikeinsatz in der Medizintechnik mit steigendem Sicherheitsbedürfnis bezüglich Nutzung ergibt. Hier sind nicht nur neue technologische Lösungsansätze möglich, sondern auch die intensivierte Verbreitung vorhandener Lösungen in noch nicht bearbeiteten Märkten. Trotz langer Lebenszyklen der Produkte ist nachhaltiger Erfolg jedoch nur durch permanente Innovation möglich. Aus diesem Grund wird in allen Konzernunternehmen intensiv daran gearbeitet, sich als Technologieführer zu präsentieren und durch neue Lösungen zusätzlichen Kundennutzen zu schaffen. Hierdurch wird angestrebt, trotz langer Produktlebenszyklen den Absatz zu sichern, weiter auszubauen sowie Billiganbieter auf Abstand zu halten. Diese Aktivitäten werden durch stete Maßnahmen zur Verbesserung der vorhandenen Prozesse und damit Erhalt des hohen Qualitätsniveaus der Produkte begleitet. Gleiches gilt auch für die Minderheitsbeteiligung an der Windmill Engineering GmbH, die sich um die Projektierung von Windkraftanlagen in Polen und Deutschland kümmert. Die zunehmende Nachfrage nach "grüner Energie" und der Zwang zur Verminderung der Nutzung fossiler Energie zur Beschränkung des Temperaturanstiegs und Verbesserung des Klimas eröffnet die Chance, fertige Projektierungen an potente Interessenten zu veräußern. 3.2. Unternehmerischer Ausblick und Prognose Das Jahr 2021 war durchgehend, wenn auch während der wärmeren Phasen des Jahres vermindert, durch die Corona-Krise und die zunehmenden Mutationen des Covid-Virus beeinflusst. So verschärfte vor allem zunächst die Delta-Variante durch ihre massiven Krankheitsverläufe die Lage und wurde später im Jahr durch die Omikron-Variante abgelöst, die deutlich ansteckender war, jedoch nicht so schwere Krankheitsverläufe verursachte. Die Notwendigkeit, weiter Abstand zu halten, Masken zu tragen und vor allem, geimpft und möglichst geboostert zu sein, sorgte dafür, dass weiterhin die allgemeine Mobilität vermindert blieb und Homeoffice in der Breite bestehen blieb. Zum einen aus Kosten- und Klimagründen, zum anderen, da in weiten Teilen neue Erfahrungen mit bild- und sprachgebenden digitalen Lösungen wie mit Videokonferenzen, Online-Schulungen, Online-Kundensupport und selbst mit Online-Kundenservice gemacht wurden, die helfen, Distanzen durch neue Arbeitsteilung zu überbrücken, wenn beispielsweise Reparaturen vor Ort durch das bezahlte Know-how und den Rat eines Experten von Ferne ermöglicht werden. All dies bedeutet eine noch intensivere Nutzung von Daten, die in Datencentern gehalten, analysiert, gesichert und von dort versendet werden müssen. Nichts davon geht ohne elektrische Energie, deren Nutzung in diesem Umfeld sogar noch massiv zunimmt. Dies ist im weitesten Sinne unser Arbeitsfeld gestern, heute und umso mehr auch von morgen. Zudem wird die Pandemie auch nur kurz Handelskonflikte zwischen Staaten aussetzen, wie den zwischen China und den USA, da dieser letztlich eine Auseinandersetzung um zukünftige Macht und Einfluss auf der Welt ist. Selbst diese Auseinandersetzungen sorgen dafür, dass in Zukunft eine Teilung der Welt in mindestens wieder zwei unabhängige Sphären zu erwarten ist, mit unterschiedlichem Internet und sonstigen Desintegrationen, was letztlich für uns bedeutet, schrittweise in beiden "Welten" gut beheimatet sein zu müssen, um gute Geschäfte machen zu können. Der am 24. Februar 2022 begonnene und fortdauernde Angriff Russlands auf das Nachbarland Ukraine verletzt die Souveränität, die Unabhängigkeit und die territoriale Integrität der Ukraine innerhalb der international anerkannten Grenzen. Neben dem außerordentlich großen menschlichen Leid kann dieser Konflikt die Welt und damit die Weltwirtschaft nachhaltig verändern, da z. B. die Einbindung Russlands als Energie- und Rohstofflieferant sich ändern kann und sich damit Auswirkungen auf die oben genannten China und die USA ergeben. Bisher sind auf der Beschaffungs- und Kundenseite keine größeren Auswirkungen infolge des Krieges in der Ukraine für die GMC-Instruments-Gruppe entstanden, da keine direkten Einkäufe in Russland oder der Ukraine erfolgt sind und da das Auftragseingangsvolumen aus beiden Ländern untergeordnet ist. Bei einer Verschärfung der Situation in den kommenden Monaten sind negative Folgen, die sich z. B. über die Rohstoff- oder Energiemärkte ergeben, nicht auszuschließen und es besteht Unsicherheit, wie sich der Krieg in der Ukraine auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften und der Gruppe auswirkt. Gleiches gilt aus Sicht der ACG für Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Die coronabedingten Entwicklungen werden sich in 2022 auch wirtschaftlich bemerkbar machen, so vor allem das Wiederaufbauen von Lieferketten, die verlässlich sind und so dafür sorgen, dass das Preisniveau wieder deutlich sinkt. Gleichzeitig wird die Ukraine-Krise die Situation an den Rohstoff- und Energiemärkten beeinflussen und verändern. Dies spiegelt sich bereits in den ab März 2022 veröffentlichten Erwartungen wider. Während zum Jahresbeginn für 2022 für Deutschland noch ein Wachstum des BIP von +3,0% erwartet wurde, wurde die Prognose im März auf +2,5% gesenkt. Für den Euroraum wird anstelle eines Wachstums von +3,5% nur noch ein Wachstum von 3,0% erwartet, nach +5,3% in 2021. Die vorliegenden Zahlen zu UK gehen davon aus, dass der Brexit soweit keine Bedeutung mehr hat. Unter dieser Voraussetzung wird ein Wachstum für 2022 um +4,0% erwartet, wobei das Niveau in 2021 bei +7,5% lag. Für die USA wird ein Zuwachs um +3,3% vorausgesehen, u. a. aufgrund der Wirkung des Konjunkturprogramms des US-Präsidenten Biden in Höhe von in Summe ca. 1,9 Billionen US-Dollar. China war bereits in 2021 mit einem Wachstum von +8,1% gut gefahren. Für 2022 wird mit einer Rückkehr auf das tiefere Niveau von +4,5% erwartet, da die Bauwirtschaft derzeit leidet. Grundlage für das Wachstum in allen Ländern ist die Eindämmung der Corona-Pandemie, was durch die rasche Durchimpfung der Bevölkerung zumindest in die Größenordnung der Herdenimmunität erreicht werden soll. Dies ist noch nicht in allen Ländern erreicht. Für unsere Gruppe bedeutet diese nach wie vor bestehende große Unsicherheit, dass weiter auf schnelle Reaktionsfähigkeit geachtet werden muss. Jedes unserer Unternehmen muss bei allen Entscheidungen weiterhin auf den Erhalt verschiedener Optionen und erhöhte Flexibilität achten, um jederzeit auf Veränderungen, neue Kundenwünsche wie auch Änderungen von Randbedingungen staatlicherseits reagieren zu können. Dies bedeutet letztlich, stets auch die eigene Liquiditätsposition zu maximieren, um die jederzeitige Handlungsfähigkeit sicherzustellen und auch Hilfen, wie z. B. Kurzarbeitsregelungen und Förderungen in Anspruch zu nehmen, wo immer dies weiterführt. Ziel muss es sein, für die Zeit nach Corona in dieser Übergangszeit möglichst wenig Substanz und Know-how zu verlieren, um dann wieder alle Chancen wahrnehmen zu können, die sich an den Märkten bieten. Die generell restriktive Vorgehensweise bei Sachinvestitionen und beim Personal wird auch für 2022 aufrechterhalten, auch wenn weitere nennenswerte Investitionen in Digitalisierungslösungen und die Fertigung, u. a. in Deutschland, unabdingbar sind. Letzteres gilt auch dann, wenn die neuen Lösungen nicht unmittelbar zu einer Verbesserung der Rendite beitragen können, dies aber mittelfristig aufgrund des damit einhergehenden inhärenten Technologieumbaus tun werden. Auf diese Weise sollte die Gruppe nach Überwinden der Krise in 2022 und in den folgenden Jahren in der Lage sein, sich kurzfristig ergebende Chancen am Markt konsequent zu nutzen und Wachstum zu realisieren bzw. nicht planbaren Herausforderungen zu begegnen. Die Auswirkungen der Ukraine-Krise sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht quantifizierbar, sodass wir die Planungsannahmen aus dem Planungsprozess in 2021 immer noch als gültig erachten. Hier sind wir von einer wieder planmäßigen wirtschaftlichen Entwicklung ab dem II. Quartal 2022 ausgegangen. Für das I. Quartal 2022 haben wir erwartet, dass dieses Quartal nochmals durch das Coronavirus geprägt ist. Insgesamt geht die GMC-Instruments Gruppe für das Jahr 2022 davon aus, dass ein Auftragseingang von über EUR 124 Mio. und Netto-Umsatz in Höhe von EUR 121 Mio. (je nach Wechselkursveränderungen) erreicht werden kann. Dies liegt deutlich über dem Auftragseingang und Umsatz des Jahres 2021 und setzt voraus, dass es gelingt, den Auftragseingang des Jahres jeweils auch direkt als Umsatz monetarisieren zu können. Dieses Ziel könnte jedoch gefährdet sein, wenn sich die Auswirkungen von Einschränkungen durch das Coronavirus in den Ländern, in denen wir präsent sind, länger auswirken und insbesondere die Lieferketten von Elektronikkomponenten, wie z. B. von Displays, Batterien u. a., aus Fernost unterbrochen werden. Das geplante Umsatzwachstum für 2022 sollte mit einer deutlichen Verbesserung der Ergebnislage einhergehen. Operativ wird jedoch, wie bisher auch, darauf geachtet, eine strukturell möglichst niedrige Kostenstruktur zu erhalten, auch wenn sich durch notwendige Veränderungen Einmaleffekte auf der Kostenseite (z. B. im sonstigen betrieblichen Aufwand) ergeben können. Neben den oben beschriebenen unternehmerischen Steuerungsgrößen bzw. Leistungsindikatoren sind die beiden im Rahmen der langfristigen Kreditfinanzierung einzuhaltende, finanziellen Covenants "Verschuldungsgrad" und "Zinsdeckungsgrad", wesentliche Steuerungsgrößen und bedeutsame Leistungsindikatoren, zu denen sich das Unternehmen verpflichtet hat. Für diese Größen sollten auch im Jahr 2022 beim geplanten Verlauf deutliche Verbesserungen erreichbar sein. Der erwartete erfolgreiche Abschluss der Verkaufsverhandlungen der Windmill Engineering GmbH über die Windkraftanlagen in Polen sowie in Görke und der damit verbundene Liquiditätszufluss versetzen die Windmill Engineering GmbH in die Lage, die durch ACG gewährten Darlehen nebst Zinsen zurückzuführen. 3.3. Unternehmensstrategische Risiken Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass durch die zunehmende Volatilität der Welt, hervorgerufen durch plötzliche politische Veränderungen, Umweltbedingungen wie Pandemien, aber auch durch Ereignisse im finanzwirtschaftlichen Bereich, rasche Handlungsfähigkeit für Unternehmen nötig ist. Möglichst langes Offenhalten von Entscheidungsoptionen, Vermeiden längerfristiger Festlegungen durch zu frühe oder zu langfristig bindende Investitionen und schnelles Umsetzen helfen, um mittel- und langfristig flexibel zu bleiben. Vor diesem Hintergrund wird auch künftig die Strategie daraus bestehen müssen, Auslastungsspitzen möglichst über Leihpersonal auszugleichen, vermehrt mit Partnerunternehmen zusammenzuarbeiten und die kompetente Stammbelegschaft nur mit den wichtigsten Aufgaben zu betrauen. Dies betrifft im Wesentlichen den Innovationsprozess, den Qualitätserhalt und das Sichern und Ausbauen der Vertriebskanäle. Vor dem Hintergrund der Zielsetzung einer breiten Aufstellung der Unternehmensgruppe, die neben verschiedensten technischen Anwendungsfelder auch regional in vielen Teilen und Währungsräumen der Welt vertreten ist, sollten somit die Risiken für die Gruppe sich gegenseitig ausgleichen und damit beherrschbar bleiben sowie auch zukünftig Potential für weiteres Wachstum bieten. Darüber hinaus werden verstärkt agile Methoden verwendet, um sämtliche Prozesse in den Unternehmen und nicht nur im R&D-Umfeld zu beschleunigen und damit zukunftsfähiger zu gestalten. Gegen zu hohe negative Schwankungen sind im Kapitalanlagenportfolio der ACG kompensatorische Sicherungsmaßnahmen durch Put-Optionen eingebaut, um eintretende Kursverluste zu begrenzen. Diese haben sich im Jahr 2021 bewährt. 3.4. Leistungswirtschaftliche Risiken Risiken können vor allem aus der Beschaffung von Vormaterialien, der Effizienz der Produktion sowie der Akzeptanz der Produkte auf den Absatzmärkten herrühren. Die Produkte der GMC-Instruments-Gruppe werden in verschiedenen Märkten unter verschiedensten Marken vertrieben. Hierzu zählen Gossen Metrawatt, Camille Bauer, Gossen, Seaward, Rigel, Dranetz, Daytronic, Kurth Electronic und andere. Wir verfolgen die Ausrichtung, dass die Kunden die Produkte aufgrund hoher Qualität und Lebensdauer schätzen und bereit sind, hierfür höhere Preise zu akzeptieren. Damit dies so bleibt, müssen die Produkte auch zukünftig die Kundenerwartungen erfüllen, was unter anderem durch interne Audits sowie externe Zertifizierungen der Produkte und Prozesse u. a. nach ISO 9001 und teilweise auch 14001, DAkkS, UL, GHOST, MID u. v. a. gewährleistet wird. Bei all diesen Zertifizierungen wurden auch 2021 positive Ergebnisse erreicht. Risiken sollten damit minimiert sein. Erschwerend wirkt hierbei jedoch, dass die Akzeptanz von Zulassungen anderer Staaten im Einzelfall stark zurückgeht, ohne hierdurch mehr Sicherheit zu gewinnen. So wird es zum Beispiel zukünftig in UK nötig, für die zu verkaufenden Produkte aus der EU auch lokale Zulassungen anzustreben, wie auch umgekehrt. Dies ist ein teilweise zeitaufwendiger und teurer Prozess, der für Kunden keinerlei Mehrwert bietet. Risikominimierung wird auch für die bestehenden Produktionseinrichtungen betrieben, bei denen viel Wert auf fortlaufende Wartung und den rechtzeitigen Austausch zur Optimierung von Qualität und Ausstoß gelegt wird. Die Zielsetzung "niedrige Fehlerquoten" wird durch die stete Beobachtung des First-Pass-Yield verfolgt. Bei negativen Abweichungen erfolgt ein unmittelbares Eingreifen in den Fertigungsprozess. Dies wird flankiert durch Prüfeinrichtungen im laufenden Prozess zur Beibehaltung oder weiteren Verbesserung des Qualitätsniveaus. Hierdurch gelingt es u. a., Hinweise auf Drifts und Abweichungen zu erhalten, die auf Einflüsse von Vormaterialien zurückgehen, die z. B. von verschiedenen Produktionschargen bei Zulieferanten herrühren. Dies zu erkennen und unmittelbar eingreifen zu können hilft, ein hohes Qualitätsniveau zu erhalten und Rückrufaktionen von Produkten zu vermeiden. Darüber hinaus sichert der Einkaufsbereich durch weltweite Beschaffung von Materialien und Werkzeugen günstige Preise trotz kleiner Liefermengen. Lieferantenbewertungen und Lieferantenaudits sowie die Vorgabe, stets eine zweite unabhängige Lieferquelle, auch für asiatische Zulieferungen, zu qualifizieren, hilft und half auch in der Corona-Zeit, Lieferverzögerungen zu minimieren und möglichst weitgehend bestätigte Kundenliefertermine einzuhalten. Leider ist dies nicht für alle Materialien möglich, speziell nicht bei Halbleitern. Risiken hieraus haben sich dennoch in den letzten Jahren hinsichtlich Lieferzeiten und Materialqualität realisiert. Diesen wurde sowohl durch die Beschaffung größerer Losgrößen oder auch durch technische Veränderungen an Produkten begegnet. Hinsichtlich der Produkte und Produktlösungen werden begleitend durch das Produktmanagement Möglichkeiten analysiert, die die Digitalisierung heute durch Plattformen, andere Formen der Produktbereitstellung oder durch andere Arten von Produkten bietet. Auf diesem Weg wird sich das Produktportfolio schrittweise hin zu mehr Softwarelösungen und höherer Softwareanteile verändern. 3.5. Personalrisiken Risiken können hierbei in der Qualifikation, der Verfügbarkeit sowie in der Arbeitsqualität liegen. Eine hohe Identifikation mit den jeweiligen Unternehmen, was sich in der gesamten Gruppe in niedrigen Fluktuationsraten ausdrückt, sorgt in allen Bereichen für eine nahezu konstante Belegschaftsstärke. Veränderungen beruhen in nahezu allen Fällen auf altersbedingtem Ausscheiden, auf Neueinstellungen zu deren Ersatz sowie auf wachstumsbedingte oder technologiebedingte Neueinstellungen. Dennoch sorgt die demografische Entwicklung nicht nur in Deutschland für zunehmende Schwierigkeiten, Personal mit der benötigten Qualifikation auf dem Markt zu finden. Gerade bei Unternehmen mit hoher Spezialisierung und damit Know-how-Tiefe sind lange Einarbeitungszeiten nötig. Es wird deshalb versucht, durch Teamarbeit, ausreichende Know-how-Dokumentation mittels IT-Unterstützung, Abhängigkeiten von Einzelnen wie auch den Verlust von Know-how nach Kräften zu minimieren. Diese Vorgehensweise wird gerade auch durch Nachfolgeplanungen und spezielle Mitarbeitergespräche für Mitarbeiter über 60 Jahre unterstützt. Zur Nachfolgergewinnung sind die entwickelnden und produzierenden Einheiten an technischen Fachschulen und Universitäten der Umgebung immer wieder präsent, soweit dies durch Corona möglich war, um bei Absolventen im Gespräch zu bleiben. Begleitete Praktika, Bachelor- und Masterarbeiten unterstützen dieses Vorgehen, um die Bekanntheit der Gruppe nach außen zu verbessern, die Möglichkeiten durch die vielfältigen Standorte (auch über Ländergrenzen hinweg) aufzuzeigen und so attraktiv für Bewerber zu sein. Hierfür werden auch Soziale Medien genutzt. Neben dieser anhaltenden Aufgabenstellung führt die zunehmende Digitalisierung der Produkte zu einer notwendigen Veränderung der Qualifikationen neuer Mitarbeiter, die durch die Verschiebung auch zu vernetzten Softwarelösungen benötigt werden. Gerade bei Unternehmen, die sich um Sicherheit bemühen, ist auch im Softwarebereich das Thema Cybersecurity von Daten und Systemen von erheblicher Bedeutung. In diesem Bereich konkurrieren wir mit allen Unternehmen, die sich derzeit verstärkt um Digitalisierung kümmern und einen entsprechenden Mitarbeiterstamm aufbauen wollen. Dies kann Entwicklungen verzögern, da gerade die Kernentwicklungen hierzu nur bedingt fremd vergeben werden können. 3.6. IT-Risiken Alle Unternehmen arbeiten EDV-gestützt und hängen damit von der immerwährenden Verfügbarkeit von IT-Leistung ab. Als ERP-System werden unabhängige SAP R/3 Systeme oder andere ERP-Lösungen genutzt, die gewollt nicht gekoppelt sind, um Komplexität zu vermeiden und Risiken zu separieren. Dies gilt auch für CRM-Systeme sowie die jeweiligen System-Provider, die für die jeweilige Gesellschaft verantwortlich sind und einen Backup-Betrieb gewährleisten müssen, um bei Cyberattacken jederzeit gewappnet zu sein. Die Tochtergesellschaften sind für ihre EDV-Umgebung grundsätzlich im Rahmen von generellen Vorgaben eigenverantwortlich und haben dafür Sorge zu tragen, dass der Datenaustausch zwischen Holding und Gesellschaft problemlos gewährleistet ist. In regelmäßigen IT-Strategiegesprächen werden die Weiterentwicklungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten vor allem hinsichtlich Sicherheit bewertet und priorisiert. Auf dieser Basis wurde im Jahr 2021 bei der Kurth Electronic GmbH ein neues ERP-System eingeführt. Ein entsprechendes Projekt bei Seaward Electronic Ltd. ist noch in der Planungsphase. Für die tägliche Kommunikation werden im allgemeinen Microsoft-Produkte eingesetzt, die auf eigenen Servern betrieben werden. Unabhängig davon arbeiten die Entwicklungen der jeweiligen Gesellschaften mit jeweils selbst beschafften und angepassten Produkten für die Konstruktion bzw. das Design elektronischer Schaltungen, wie auch mit passenden Geräten für die Fertigungen sowie die Prüfungen von Produkten. Gewonnene Erfahrungen werden gruppenweit ausgetauscht. Angriffe auf die EDV von außen traten bisher nur vereinzelt auf, konnten durch getroffene Vorkehrungen stets rechtzeitig identifiziert und durch eingeleitete geeignete Gegenmaßnahmen in ihren Auswirkungen beschränkt werden. Nennenswerte Schäden sind hierdurch bisher nicht entstanden. Dennoch wird dieses Thema weiter mit hoher Sensibilität verfolgt. 3.7. Finanzwirtschaftliche Risiken Wesentliches Ziel ist der Erhalt der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der Gruppe. Finanzwirtschaftliche Risiken sollen deshalb generell vermieden werden. Zur Reduzierung des Zinsrisikos für die Tranche B1 des Konsortialkreditvertrages wurde deshalb ab März 2019 bis zum Ende der Laufzeit ein Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen. Notwendige Finanzierungen z. B. für Akquisitionen werden frühzeitig mit den Banken besprochen und gemeinsam strukturiert. Auf diesem Weg wurde auch das Sonderdarlehen des KfW-Hilfsprogramms gemeinsam auf den Weg gebracht. Im Verlauf des Jahres 2022 sind die ersten weiterführenden Gespräche mit den finanzierenden Banken bezüglich der Fortführung der bis zum Jahresende 2022 laufenden Finanzierungen erfolgt. Im ersten Quartal 2022 haben wir bereits ein erstes Angebot und konkrete Vorschläge erhalten. In Abstimmung mit den Banken gehen wir von einer Vorlaufzeit von 6 Monaten bis zum Abschluss der weitergeführten Finanzierung aus. Bis dahin bewerten wir das Angebot sowie die Vorschläge, die auch die Abstimmung mit der Obergesellschaft umfassen und beobachten die internen und externen Entwicklungen, die Einfluss auf die Finanzierung haben könnten, um so zukünftige Finanzierungsrisiken zu vermeiden. Die Geschäfte der GMC-Instruments-Gruppe werden mehrheitlich, auch mit Kunden im Ausland, in Euro abgewickelt, so dass auf Kundenseite kein signifikantes Währungsrisiko besteht. Ausnahme hiervon ist die Seaward-Gruppe, deren Währung GBP spezifischen Einflüssen unterliegt sowie in geringerem Maße GPT mit der Basiswährung USD. Trotz der Bilanzierung in Schweizer Franken (CHF) hängen große Teile der Umsätze der Camille Bauer Metrawatt AG am Euro-Währungsraum, da sich in der EU die Hauptabnehmer befinden. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung wird jedoch intensiver von der Entwicklung der Wechselkurse zum Euro beeinflusst. Dies gilt generell auch für die Geschäfte der Tochtergesellschaften vor Ort, die jeweils in Landeswährung fakturieren. Bezüglich Zahlungsfristen wird ein konsequentes Mahn- und Vorkasse-Verfahren bei Zahlungszielüberschreitungen betrieben und im Vorfeld wird über Auskünfte die potentielle Zahlungsfähigkeit der Kunden systematisch analysiert, so dass das Ausfallrisiko sehr limitiert ist. Für die GMC-Instruments-Gruppe insgesamt wirken sich die Wechselkursentwicklungen vor allem zum britischen Pfund, zum US-Dollar, zum Schweizer Franken sowie nachrangig zum chinesischen Yuan sowie zur tschechischen Krone aus. Das jeweilige Volumen ist jedoch zu klein, um mit kostenpflichtigen Währungssicherungsgeschäften hier risikominimierend tätig werden zu können. Dies bleibt Einzelfällen vorbehalten. Auch nach der Umstrukturierung der Finanzierung der Gruppe bleibt die Verpflichtung zur Einhaltung definierter Covenants hinsichtlich der Darlehen der Banken sowie zum Genussrechtsgeber erhalten. Diese sind weiterhin quartalsmäßig auf Einhaltung nachzuweisen und können im Verfehlungsfall zu einer Erhöhung des Zinssatzes bis hin zu einer kompletten Kündigung der Kredite führen. Um dieser Gefahr zu begegnen, erstellen die Unternehmen in Deutschland, der Schweiz, den USA und UK einen monatlichen, rollierenden Cash-Forecast. Dieser bildet die Basis, die Zahlungsströme gruppenweit monatlich zu steuern und notfalls Investitionen hinaus zu schieben oder andere Geldausgaben zeitlich zu verzögern, so dass die Covenants eingehalten werden und die Zahlungsfähigkeit sichergestellt ist. 3.8. Sonstige Risiken Die Zielsetzung als innovatives Unternehmen zu agieren, das immer wieder neue Produkte auf den Markt bringen möchte, sieht sich mit nicht unerheblichen Risiken aus dem Produktentstehungsprozess konfrontiert. Hier kann es Fehleinschätzungen über die Entwicklungsdauer, erreichbare Herstellungskosten bis hin zu erreichbaren Marktvolumen geben, was an einem neuen Wettbewerbsumfeld, regulatorischen Eingriffen oder gar Einflüssen durch die Pandemien liegen kann. Durch die Aktivierung der für die Entwicklung anfallenden Kosten und deren Abschreibung über eine Dauer von in der Regel 5 Jahren sowie die Intensivierung der Entwicklungsarbeit ist die Gefahr für die Notwendigkeit, außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert bei Nichteinhaltung des geplanten Preis- oder Mengengerüstes durchführen zu müssen, in den letzten Jahren signifikant gewachsen. Um dieses Risiko zu begrenzen, wurden Reporting- und Genehmigungspflichten für die operativen Einheiten eingeführt, die dafür Sorge tragen sollen, dass Projekte sehr viel zeitnäher geprüft werden können und bei Zielabweichungen rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Auch das Projektcontrolling in den einzelnen operativen Einheiten wurde intensiv erweitert, um den neuen Aufgaben und rascheren Entwicklungszyklen, die sich vor allem auch aus dem Prinzip der Agilität ergeben, gewachsen zu sein. Für bestehende Risiken aus Produkthaftung nach Serienanlauf besteht ebenso Versicherungsschutz wie für Schäden, die zu Betriebsunterbrechungen führen können. Dieser Schutz wird in regelmäßigen Abständen geprüft und bei Bedarf angepasst. Dennoch können unvorhersehbare Ereignisse wie staatliche Eingriffe und Regularien zur Bekämpfung von Pandemien geplante Vorgehensweisen plötzlich entwerten und zu ungeplanten Abschreibungen führen. Im Umweltschutzbereich legt die GMC-Instruments-Gruppe Wert darauf, immer mindestens im Einklang mit den deutschen/europäischen Standards, bzw. mit der jeweiligen lokalen Gesetzgebung zu stehen. Dafür notwendige Investitionen werden zeitnah getätigt. Die GMC-Instruments-Gruppe stellt langfristig nutzbare Investitionsgüter her, die aufgrund ihrer Qualität eine lange bis sehr lange Lebensdauer haben und damit auch die natürlichen Ressourcen schonen. Dennoch wird es mittel- bis langfristig nötig, Zusatzmaßnahmen einzuführen, die die Nachhaltigkeit wie auch die Fähigkeit der Produkte zum Recycling weiter steigern und damit rasch die Klimaneutralität unseres Tuns erreichen und nachweisen zu können. Aufgrund des internationalen Geschäftes sind die operativen Unternehmen der Gruppe zunehmend mit der Compliance-Gesetzgebung in verschiedenen Ländern befasst. Dies betrifft Themen wie Export-/Sanktionskontrolle, Antikorruption, Geldwäsche aber auch weitere Themen wie die Ächtung von Kinderarbeit und Umweltrisiken. Zur Vermeidung hieraus entstehender Risiken wurden Prozeduren installiert, die u. a. die Annahme von Aufträgen von Unternehmen möglichst vorab unterbinden, die auf entsprechend online zugänglichen Sanktionslisten stehen. Zum anderen werden Schulungsmaßnahmen durchgeführt und Individualverpflichtungen von Mitarbeitern verlangt, die in einem Umfeld arbeiten, das ein entsprechendes Gefährdungspotential aufweist. Entsprechende Erklärungen werden zunehmend auch von Kunden systematisch von unseren Unternehmen eingefordert. Risiken aus Untersuchungen im Rahmen von kartellrechtlichen Verfahren im europäischen Ausland sind derzeit nicht in Form von Rückstellungen im Konzernabschluss abgebildet. Zur Vereinfachung und möglichen Standardisierung eigener Maßnahmen beschäftigt sich die GMC-Instruments-Gruppe derzeit ergänzend mit den internationalen Maßnahmen gemäß Corporate Social Responsibility (CSR)-Richtlinie der EU sowie den damit einhergehenden Möglichkeiten zum Nachweis der Nachhaltigkeit seines Wirtschaftens, national nach DNK, bzw. alternativ international nach GRI. Die Umsetzung benötigt jedoch speziell für mittelständische Unternehmen zahlreiche Anpassungen, die sehr zeitintensiv sind. Die GMC-Instruments-Gruppe hat in 2018 eine Berichterstattung aller Gruppenunternehmen zu ausgewählten CSR-Themen eingeführt und einen entsprechenden Codex eingeführt. Dabei wurden neben der Einhaltung des geltenden Rechts auch der ordnungsgemäße Umgang mit Unternehmenseigentum erfragt. Erfreulicherweise sind im Jahr 2021 keine Sachbeschädigungen erfolgt oder Diebstähle gemeldet worden. Im Umgang mit Geschäftspartnern und Dritten wurden Aspekte des Kartell- und Wettbewerbsrechts und der Produktsicherheit abgefragt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 wurde die Anzahl der regelmäßigen Schulungen zum Code-of-conduct gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Im Themengebiet Datenschutz und IT-Sicherheit stehen etwaige Datenschutzvorfälle und IT-Security-Events im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und Abfrage. Wir hatten in der Gruppe in einer Vertriebsgesellschaft einen IT-Security Vorfall, der nur geringe Auswirkungen hatte. Das Themengebiet Menschenrechte, Arbeits- und Sozialstandards umfasst die Situation zur Umsetzung von Chancengleichheit und Vermeidung von Diskriminierung. Die Abfrage im Zusammenhang mit Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ergab, dass wir in der Gruppe insgesamt nur zwei Arbeitsunfälle mit einem Ausfall von Mitarbeitern von mehr als drei Arbeitstagen hatten. Im Bereich des Umweltschutzes monitoren wir die Umsetzung unserer Energieziele (u.a. den Stromverbrauch) ebenso wie die mengenmäßige und die korrekte Entsorgung der Abfälle. Durch die Auswertung der Ergebnisse dieser Berichterstattung haben wir eine Basis für die Weiterentwicklung der CSR- bzw. ESG-Themen einschließlich der entsprechenden Berichterstattung in 2022. Die gesamte voraussichtliche Entwicklung der ACG-Gruppe beurteilt die Geschäftsführung vor dem Hintergrund der Positionierung in den Märkten, den erläuterten Chancen in den Märkten und den in der GMC-Instruments-Gruppe seit vielen Jahren gelebten Prozessen und Vorgehensweisen, um Chancen umzusetzen sowie um die Risiken zu Erkennen bzw. mit Maßnahmen möglichst vorausschauend darauf zu reagieren, als insgesamt positiv. Die langfristige Ausrichtung zielt weiterhin auf Wachstum sowie Ergebnisverbesserung. Die Substanz der Gruppe ermöglicht es, sowohl auf externe Einflüsse, wie Risiken oder Krisen zu reagieren, als auch durch nachhaltige Verbesserung und Innovation diese Ausrichtung weiter umzusetzen. Die Geschäftsführung ist der Auffassung, dieses in der derzeitigen Coronakrise bewiesen zu haben.
Ratingen, den 31. Mai 2022 Geschäftsführung Dr.-Ing. Hans-Peter Opitz KonzernbilanzAKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernanhang1. Allgemeines Der vorliegende Konzernabschluss der APRICUM CAPITAL GMBH, Ratingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften gemäß §§ 238 und 290 ff. HGB, unter Beachtung der Regelungen nach §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und nach dem GmbHG unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze erstellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Alle Beträge werden in Euro angegeben. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. 2. Konsolidierungskreis 2.1. Umfang des Konsolidierungskreises In den vorliegenden Konzernabschluss wurden die folgenden Gesellschaften einbezogen: (Beteiligungsquote 100%, falls nichts anderes erwähnt) a) Vollkonsolidiert aa) Inland • (1) APRICUM CAPITAL GMBH, Ratingen • (2) Dr. Opitz Management GmbH, Ratingen • (3) GMC-Instruments GmbH, Nürnberg, • (4) METRAWATT International GmbH, Nürnberg • (5) Gossen Metrawatt GmbH, Nürnberg • (6) GMC-I Service GmbH, Nürnberg • (7) MTP Messtechnik Produktions GmbH, Nürnberg • (8) GOSSEN Foto- und Lichtmesstechnik GmbH, Nürnberg • (9) GMC-I New World Beteiligungs GmbH, Nürnberg • (10) Kurth Electronic GmbH, Eningen unter Achalm ab) Ausland • (11) Camille Bauer Metrawatt AG, Wohlen (CH) • (12) GMC-Instruments France SARL, Massy (FR) • (13) GMC-Instruments Nederland B.V., Woerden (NL) • (14) GMC-Instruments Italia S.r.l., Biassono (IT) • (15) Electromediciones Kainos S.A.U., Barcelona (ES) • (16) GMC-merici technika s.r.o., Blansko (CZ) • (17) GMC-Instruments Austria GmbH, Wien (AT) • (18) GMC-I PROSys Ltd., Skelmersdale (GB) • (19) Global Power Technology, Inc., Edison (New Jersey, USA) • (20) Dranetz Technologies, Inc., Edison (New Jersey, USA) • (21) Daytronic Corporation, Dayton (Ohio, USA) • (22) Electrotek Concepts Inc., Knoxville (Tennessee, USA) • (23) GMC-Instruments (Tianjin) Co. Ltd. (Tianjin, P.R. China) Beteiligung 85% • (24) GMC-Instruments UK Ltd., Peterlee (GB) • (25) Seaward Electronic Ltd., Peterlee (GB) • (26) Clare Instruments (U.S.) Inc., Tampa (Florida, USA) • (27) GMC-I (Shanghai) Power Measurement Co. Ltd. (Shanghai, P.R. China), Beteiligung 85% b) Nicht einbezogene Tochterunternehmen • (28) Kurth Electronic Inc., Sparta (New Jersey, USA); liquidiert in 2021 • (29) fentus 156. GmbH, Hamburg • (30) Emeritas GmbH, Ratingen c) Assoziierte Unternehmen • (31) AMAC ASIC- und Mikrosensoranwendung Chemnitz GmbH, • Chemnitz (D), Beteiligung 24,9%, erstmaliger Einbezug 1. April 2016 • (32) Windmill Engineering GmbH, Groß Teetzleben/OT Lebbin, Beteiligung 20,0%, erstmaliger Einbezug 1. Januar 2018 Die Vertriebsgesellschaft Kurth Electronic Inc., Sparta (New Jersey, USA) wurde aufgrund des untergeordneten Anteils des Umsatzes am Gesamtkonzernumsatz in den Vorjahren nicht konsolidiert. Die Abwicklung der Kurth Electronic Inc., Sparta (New Jersey;USA) wurde mit Bescheinigung der betroffenen Behörden im Jahr 2021 abgeschlossen. Somit konnte die Kurth Electronic Inc. liquidiert werden. Die METRAWATT International GmbH, Nürnberg, hat mit notariellem Vertrag vom 18. Januar 2021 die Anteile an der fentus 156. GmbH, Hamburg, von der Cormoran GR1 GmbH, Berlin, erworben. Diese Gesellschaft wird als stille Gesellschaft ohne Geschäftsbetrieb geführt. Sie wird im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 unter den Anteilen an nicht konsolidierten Unternehmen ausgewiesen. Es haben sich keine Auswirkungen auf die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Die APRICUM CAPITAL GMBH hält darüber hinaus 100% der Anteile an der Emeritas GmbH, Ratingen. Aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung, die sich daraus ableitet, dass die Gesellschaft keine operative Geschäftstätigkeit ausübt und demnach keine Bedeutung für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat, wird diese Beteiligung nicht konsolidiert. Im April 2020 ist die ACG als Kommanditist der Fondsgesellschaft capiton VI GmbH & Co. Beteiligungs KG, Berlin, mit einem maximalen Zeichnungsbetrag von TEUR 1.000 beigetreten. Davon waren zum 31. Dezember 2021 TEUR 259 abgerufen. Der Ausweis erfolgt in dieser Höhe unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen. Beteiligung Windmill Engineering GmbH, Groß Teetzleben/OT Lebbin Die APRICUM CAPITAL GMBH hält an der Windmill Engineering GmbH, Groß Teetzleben/OT Lebbin, einen Anteil von 20%. Aufgrund der Beteiligungsquote und der Tatsache, dass kein maßgeblicher Einfluss i. S. d. § 311 I HGB ausgeübt wird sowie der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, die sich aus dem Geschäftsmodell dieser Gesellschaft ableitet, wird dieser Anteil weiterhin mit seinen Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 1.300 unter Anteile an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. 3. Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungsstichtag ist der 31. Dezember 2021. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Konsolidierung sind die von den einbezogenen Gesellschaften nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten, von unabhängigen Abschlussprüferngeprüften bzw. einer prüferischen Durchsicht unterzogenen Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2021 zu Grunde gelegt worden. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bei den voll konsolidierten Unternehmen für Erwerbe vor 2010 nach der Buchwertmethode und für die Erstkonsolidierungen ab 2010 nach der Neubewertungsmethode. Eine Anpassung der vor 2011 gewählten Methode erfolgte entsprechend der gesetzlichen Vorschriften nicht. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, nicht aber die Beherrschung oder die gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse. Die Anteile des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen werden nach der Equity Methode bilanziert es sei denn, es handelt sich um ein assoziiertes Unternehmen von untergeordneter Bedeutung. Die vom assoziierten Unternehmen angewandten Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Grundsätzen. Nach der Equity Methode werden Anteile an einem assoziierten Unternehmen bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt. Der Buchwert der Beteiligung wird um die Änderungen des Anteils am Nettovermögen des assoziierten Unternehmens seit dem Erwerbszeitpunkt fortgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Periodenergebnis des assoziierten Unternehmens. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gem. § 303 I HGB gegeneinander aufgerechnet. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden gemäß § 305 I HGB die Erlöse aus Innenumsätzen sowie konzerninterne Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Aus dem konzerninternen Lieferverkehr resultierende Zwischenergebnisse sind eliminiert worden. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Konzernabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind. Die Bilanzierung und Bewertung der in den konsolidierten Konzernabschluss einbezogenen inländischen Gesellschaften erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes. Für die verbundenen Unternehmen wurde eine Überleitung von den nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) erstellten Jahresabschlüssen bzw. des jeweiligen Teilkonzernabschlusses auf handelsrechtliche Vorschriften für die wesentlichen Abweichungen vorgenommen. Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden unter Inanspruchnahme des Wahlrechtes des § 248 II HGB zu Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von zwei bis fünf Jahren abgeschrieben. Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten einschließlich Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Herstellung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Der Gesamtprozess wurde mittlerweile weitestgehend nach agilen Methoden gestaltet. Dabei wird in aufeinander aufsetzenden Abstimmrunden aller Prozessbeteiligten je Einzelvorgang besprochen, ob es sich um reine Produktpflegemaßnahmen, Vorentwicklungen oder aktivierungsfähige Themen handelt. Dies wird dann durch die Einstufung in eine entsprechende Vorgangsart im eingesetzten Vorgangs- und Projektverfolgungstool (JIRA) dokumentiert und gepflegt. Für Zwecke der Ermittlung der Niederstwerte trifft das Management Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens. Die Prinzipien für die Aktivierung und Überprüfung der Werthaltigkeit wurden grundsätzlich beibehalten. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben. Die Herstellungskosten werden in Höhe der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten). Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über eine Nutzungsdauer von drei bis 15 Jahren vorgenommen. Zwei entgeltlich erworbene Markenrechte unterliegen einer zeitlich unbegrenzten Nutzungsdauer und werden daher nicht planmäßig abgeschrieben. Die Markenrechte werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft und, soweit notwendig, außerplanmäßig abgeschrieben. Die aus der Kapitalkonsolidierung entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und auf ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Diese Nutzungsdauereinschätzung beruht auf der voraussichtlichen Länge der Produktlebenszyklen der erworbenen Unternehmen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige steuerlich zulässige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die Einzelkosten für Material und Fertigung, die Sonderkosten der Fertigung und angemessene Teile der Gemeinkosten. Die Nutzungsdauer im Sachanlagevermögen beträgt drei bis fünfzehn Jahre. Neuzugänge werden grundsätzlich pro rata temporis abgeschrieben. Den Wertansätzen für das Sachanlagevermögen liegen folgende unterstellte Nutzungsdauern zugrunde: Die unter Grundstücken und Bauten ausgewiesenen Vermögensgegenstände werden entsprechend der Laufzeit der Mietverhältnisse abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Soweit notwendig, werden bei erwarteten dauerhaften Wertminderungen Abschreibungen vorgenommen, die bei Wegfall des Grundes wieder aufgeholt werden. Die Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niederen beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Als solche werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren die Wiederbeschaffungskosten, bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten oder niedrigere Wiederherstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten wurden nicht einbezogen. Für Lagerrisiken aus der Lagerdauer und aus verminderter Verwertbarkeit erfolgen Abschläge unter Anwendung eines Reichweitenabwertungsverfahrens. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag gemäß § 253 IV HGB i. V. m. § 255 IV HGB angesetzt. Zur Risikominimierung der Anschaffungskosten von einigen volatilen Anlagen wurden Wertpapiere mit gegenläufigen Risiken angeschafft. Diese sind in der gleichen Bilanzposition zu Marktpreisen am Stichtag bewertet (TEUR 80 - Vorjahr TEUR 101). Liquide Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB). Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 I HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. Das gezeichnete Kapital ist zum Nominalwert mit TEUR 1.000 bilanziert. Den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Bewertungsannahmen und Bewertungsmethoden für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren gegenüber dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 108). Die Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinses werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bemessen. Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wird vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 II HGB auf den Abschlussstichtag abgezinst. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden auf Basis von Vollkosten ermittelt. Die pauschalen Rückstellungen für Gewährleistungen wurden basierend auf dem Anteil der tatsächlich angefallenen Gewährleistungskosten im Verhältnis zu den garantiebehafteten Umsatzerlösen der letzten zwei Jahre ermittelt. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die bilanzierten latenten Steuern beziehen sich auf temporäre Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz in den Bilanzposten selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagevermögen, Vorräte, Forderungen, Pensionsrückstellungen, sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Die latenten Steuern wurden mit der aktuell gültigen Ertragssteuerbelastung in den jeweiligen Ländern (Steuersätze liegen zwischen 10,0% und 31,5%), in Deutschland mit einer Gesamtsteuerbelastung von 31,5% für Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag berechnet. Die latenten Steuern werden unsaldiert ausgewiesen (§ 306 S. 2 HGB). Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Die Aktiv- und Passivposten eines Tochterunternehmens werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag (Konzernbilanzstichtag) in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zum historischen Kurs in Euro umgerechnet. Die Posten der GuV werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die aus der Umrechnung der Aktiv- und Passivposten der Bilanz entstandenen Umrechnungsdifferenzen werden ohne Berührung der GuV direkt im Konzerneigenkapital gesondert erfasst. Aus Vereinfachungsgründen wurden die Aufrechnungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung erfolgswirksam erfasst, um die Erfolgsbeiträge aus den Jahresabschlüssen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu belassen. Die Veränderung zwischen dem Wechselkurs bei Lieferung und dem Kurs am Abschlussstichtag, soweit sie auf das Zwischenergebnis entfällt, wurde erfolgsneutral in die Eigenkapital-Differenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinsten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde bei der GMC-Instruments GmbH in Höhe einer endfälligen Tranche von TEUR 6.500 in gleicher Höhe ein Zinscap abgeschlossen. Für bilanzielle Zwecke wurde eine entsprechende Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB gebildet. Dabei wurde die sogenannte Einfrierungsmethode zugrunde gelegt. Die Effektivität wird durch einen Critical-Term-Match sichergestellt. Sowohl die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als auch das Zinssicherungsgeschäft haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022. Damit wurde eine vollständige Wirksamkeit festgestellt. Infolgedessen waren zum Bilanzstichtag keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (als Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Nach § 248 II HGB sind in 2021 selbst geschaffene Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 3.615 (Vorjahr: TEUR 3.766) aktiviert worden. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug in 2021 TEUR 10.349 (Vorjahr: TEUR 10.525). Die Ausleihungen betreffen eine Ausleihung an die AMAC ASIC- und Mikrosensoranwendung Chemnitz GmbH, Chemnitz, in Höhe von TEUR 175 (Vorjahr: TEUR 300). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Darlehensforderungen gegen die Windmill Engineering GmbH, Groß Teetzleben/OT Lebbin, i. H. v. TEUR 5.122 (Vorjahr: TEUR 4.182) enthalten. Die Forderungen sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Zinsansprüche im Zusammenhang mit dem Darlehen an die Windmill Engineering GmbH (TEUR 105) sowie wirtschaftlich entstandene Zinsansprüche ausgewiesen, die rechtlich erst nach dem 31. Dezember 2021 entstehen (TEUR 15). Bei den Zinsforderungen gegenüber Windmill handelt es sich um Forderungen gegen assoziierte Unternehmen. Rechnungsabgrenzungsposten Ausgewiesen werden im Wesentlichen Bankenprovisionen im Zusammenhang mit dem Konsortialkredit sowie im Zusammenhang mit dem Genussrecht in der GMC-Instruments Gruppe. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend der Laufzeit des Kredits und des Genussrechts. Latente Steuern
Aufgrund von Unsicherheiten über die mögliche Verlustverrechnung wurde auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in den folgenden Gesellschaften verzichtet: Global Power Technology, Inc., Kurth Electronic GmbH, GMC-Instruments France SARL und GMC-Instruments Austria GmbH. Die Global Power Technology Inc. hat steuerliche Verlustvorträge, die überwiegend bis 2028 nutzbar sind. Zudem bestehen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge bei der Camille Bauer Metrawatt AG, Wohlen (CH)," in Höhe von TEUR 463 (Vorjahr: TEUR 470). Diese sind zeitlich innerhalb von einem bis fünf Jahren nutzbar. In 2021 wurden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge für die GMC-I PROSys Ltd. in Höhe von TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 55) aktiviert. Diese sind zeitlich innerhalb von zwei bis fünf Jahren nutzbar. Bei der Kurth Electronic GmbH bestehen potenziell nutzbare Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.845 (Vorjahr: TEUR 1.756), die zeitlich unbegrenzt nutzbar sind. Die nutzbaren Verlustvorträge der GMC-Instruments France SARL belaufen sich auf TEUR 863 (Vorjahr: TEUR 860). Die Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar. Die nutzbaren Verlustvorträge der GMC-Instruments Austria GmbH belaufen sich auf TEUR 1.712 (Vorjahr: TEUR 1.721). Die Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar. Eigenkapital Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen aus dem Sachkostenbereich in Höhe von TEUR 3.311 (Vorjahr: TEUR 3.048) und aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 3.221 (Vorjahr: TEUR 2.932). Verbindlichkeiten Im Zusammenhang mit der vereinbarten Rahmenkreditlinie zwischen der APRICUM CAPITAL GMBH und der Deutsche Bank AG wurden folgende Sicherheiten eingeräumt: - Pfandrecht an Wertpapieren, Sachen und Ansprüchen gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutsche Bank AG, - Verpfändung von in Wertpapierrechnung verwahrten Wertpapieren in Depots bei der Deutsche Bank AG sowie - Verpfändung der Geschäftsanteile an der GMC-Instruments GmbH, Nürnberg. In der GMC-Instruments Gruppe wurde zur Finanzierung des Anteilserwerbs an der METRAWATT Holding GmbH und den damit in Zusammenhang stehenden Transaktionskosten sowie zur laufenden Finanzierung des Geschäftsbetriebes am 16. Mai 2011 ein Konsortialkredit über insgesamt TEUR 38.000 aufgenommen. Dieser Vertrag gilt aktuell in der Fassung des 4. Nachtrages und Neufassung (2. KKV-Neufassung) vom 18. Dezember 2018 über nunmehr TEUR 24.500. Vertragspartner dieses Vertrages sind als Kreditnehmer und Garanten (jeweils einzeln und gemeinsam) die folgenden Unternehmen der GMC-Instruments Gruppe: • GMC-Instruments GmbH (auch als Rechtsnachfolger der METRAWATT Holding GmbH) • METRAWATT International GmbH • Gossen Metrawatt GmbH (auch als Rechtsnachfolger der GMC-I Messtechnik GmbH) • Camille Bauer Metrawatt AG • GMC-I Service GmbH • MTP Messtechnik Produktions GmbH • GMC-I PROSys Ltd. • GMC-I New World Beteiligungs GmbH • Global Power Technology, Inc. • Dranetz Technologies, Inc. • Daytronic Corporation • Electrotek Concepts, Inc. • GOSSEN Foto- und Lichtmesstechnik GmbH Kurth Electronic GmbH. Als zusätzliche Garanten sind folgende Tochterunternehmen der GMC-Instruments Gruppe Vertragspartner des Konsortialkreditvertrages: • GMC-Instruments UK Ltd. (auch als Rechtsnachfolger der Seaward Holding Company Ltd.) • Seaward Electronic Ltd. Der Bestand der Darlehen innerhalb des Teilbereichs GMC-Instruments beläuft sich am 31. Dezember 2021 auf TEUR 8.981 (Vorjahr: TEUR 14.481). Zur Besicherung der Ansprüche der Gläubiger wurden folgende Sicherheiten eingeräumt: - Verpfändung der Geschäftsanteile der GMC-Instruments GmbH an der METRAWATT International GmbH und der GOSSEN-Foto- und Lichtmesstechnik GmbH, - Verpfändung der Geschäftsanteile der METRAWATT International GmbH an der • Gossen Metrawatt GmbH • Camille Bauer Metrawatt AG • GMC-I Service GmbH • MTP Messtechnik Produktions GmbH • GMC-I PROSys Ltd. und • GMC-I New World Beteiligungs GmbH, - Verpfändung der Geschäftsanteile der Global Power Technology Inc. an der Dranetz Technologies, Inc., - Verpfändung der Geschäftsanteile der GMC-Instruments UK Ltd. an der Seaward Electronic Ltd., - Globalzession aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen folgender Gruppengesellschaften: • Gossen Metrawatt GmbH • Camille Bauer Metrawatt AG • GMC-I Service GmbH • MTP Messtechnik Produktions GmbH • GOSSEN Foto- und Lichtmesstechnik GmbH • Electromediciones Kainos S.A.U. - Sicherungsabtretung der Ansprüche auf und aus Gutschriften auf Forderungen - Sicherungsübereignung des Warenlagers sowie der Maschinen und technischen Anlagen der folgenden Gruppengesellschaften: • Gossen Metrawatt GmbH • GMC-I Service GmbH • MTP Messtechnik Produktions GmbH • GOSSEN Foto- und Lichtmesstechnik GmbH • GMC-I PROSys Ltd. Aus dem Vertrag besteht die Verpflichtung, während der Laufzeit des Kreditvertrages eine Zinssicherung in Höhe von 100% des Volumens der Tranche B1 abzuschließen (Hedging). Ein entsprechendes Zinssicherungsgeschäft (Cap) wurde mit Beginn zum 31. März 2019 abgeschlossen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollumfänglich durch Absicherungsvereinbarungen zu Lasten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und des Umlaufvermögens vollständig gegenüber den Banken abgesichert. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Einschränkungen wurden im Geschäftsjahr 2020 frühzeitig Szenarien zu den möglichen Auswirkungen auf die Ergebnis- und Cash-Situation der Gruppenunternehmen durchgerechnet. Im Ergebnis wurde ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf von TEUR 8.000 ermittelt. Über diesen Betrag wurde durch die GMC-Instruments GmbH ein Antrag auf Mittel aus dem KfW - Sonderprogramm 2020 "Unternehmerkredit (037) mit Haftungsfreistellung" gestellt und bewilligt. Die Bereitstellung der Mittel erfolgte je zur Hälfte durch die Deutsche Bank AG, Filiale Deutschlandgeschäft, Berlin, und die Commerzbank AG, Frankfurt/Main, in Form von Ratentilgungsdarlehen mit einer Endfälligkeit zum 30. September 2026 und einer Abruffrist bis zum 9. Juli 2021. Aufgrund der positiven Entwicklung der Cash-Situation (insbesondere durch überwiegend unverändertes Zahlungsverhalten der Kunden) konnten zum Ende des Geschäftsjahres 2021 die abgerufenen KfW-Darlehen in voller Höhe (TEUR 4.000) zurückgeführt werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Als weiteres Finanzierungselement wird unter den Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital das Genussrecht der CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main, über nominal TEUR 10.000 (Vorjahr: TEUR 10.000) zuzüglich einer Erfolgsvergütung von TEUR 101 (Vorjahr: TEUR 102) ausgewiesen. Die aus diesem Genussrechtsvertrag resultierenden schuldrechtlichen Ansprüche begründen keinerlei Gesellschaftsrechte. Die Stückelung beträgt 10.000.000,00 Stück im Nennbetrag von jeweils EUR 1,00. Die Laufzeit der Genussscheine endet nach Ablauf von fünf Jahren, jedoch spätestens am 30. September 2023. Die Verbriefung der Genussrechte ist ausgeschlossen. Auf die Genussrechte erfolgt neben einer jährlichen Erfolgsvergütung auch eine Festvergütung sowie, im Fall der vorzeitigen Rückzahlung, eine Sondervergütung. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 1.148 (Vorjahr: TEUR 1.469) "Verbindlichkeiten aus Steuern" enthalten. Weiterhin werden unter sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 554 (Vorjahr: TEUR 527) "Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit" ausgewiesen.
Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse (vor Erlösschmälerungen) wurden zu 48,6% (Vorjahr: 49,4%) auf inländischen und zu 51,4% (Vorjahr: 50,6%) auf ausländischen Märkten erzielt.
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.326 (Vorjahr: TEUR 95) enthalten. Weiterhin werden Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren und Fondsanteilen (realisierte Kursgewinne) in Höhe von TEUR 915 (Vorjahr: TEUR 606) ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 251 (Vorjahr: TEUR 303) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erstattungen von Arbeitgeberanteilen zur Sozialversicherung im Rahmen der Kurzarbeit in Höhe von TEUR 144 (Vorjahr: TEUR 120) ausgewiesen. Abschreibungen In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen aus der Ermittlung der Niederstwerte der aktivierten Entwicklungsprojekte in Höhe von TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 63) sowie aus der Ermittlung der Niederstwerte von entgeltlich erworbenen Schutzrechten in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 411) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 142 (Vorjahr: TEUR 267) enthalten. In 2021 sind im sonstigen betrieblichen Aufwand Honorare an den Abschlussprüfer in Höhe von TEUR 171 (Vorjahr: TEUR 154) für die Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 40) für Steuerberatungsleistungen und für sonstige Leistungen TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 5) enthalten. Zinsergebnis In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.967 (Vorjahr: TEUR 2.121) sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 20 Vorjahr: TEUR 26) sowie Zinsaufwendungen an Genussrechtskapitalgeber in Höhe von TEUR 831 (Vorjahr: TEUR 835) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der im Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthaltene Ertrag für latente Steuern beträgt TEUR 669 (Vorjahr: Ertrag TEUR 1.387). Steuerüberleitungsrechnung Unter der Annahme, dass das Ergebnis durchgängig den in den jeweiligen Ländern unterliegenden Steuersätzen unterworfen ist, würde sich im Vergleich vom tatsächlich ermittelten Steueraufwand folgende Steuerquote ergeben:
6. Weitere Angaben Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden Bürgschaftsverpflichtungen zugunsten Dritter in Höhe von TEUR 276 (Vorjahr: TEUR 250). Das Risiko einer Inanspruchnahme aus dem genannten Haftungsverhältnis wird auf Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestehenden Erkenntnisse über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der anderen Schuldner und insbesondere aufgrund erwarteter positiver operativer Cashflows in den Jahren 2022 bis 2025 als gering eingestuft. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 15.660 (Vorjahr: TEUR 18.640) sowie aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.450 (Vorjahr: TEUR 1.858). Des Weiteren bestanden zum Abschlussstichtag Abnahmeverpflichtungen für Vorräte in Höhe von TEUR 7.824 (Vorjahr: TEUR 3.939). Durchschnittlicher Personalstand 2021 Die Unternehmen der APRICUM CAPITAL-Gruppe beschäftigten im Jahresdurchschnitt 761 (Vorjahr: 764) Mitarbeiter zuzüglich 15 (Vorjahr: 19) Auszubildende. Davon entfallen 346 (Vorjahr: 346) auf den Bereich Produktion, 237 (Vorjahr: 236) auf den Bereich Verkauf und Marketing, 102 (Vorjahr: 109) auf den Bereich Forschung und Entwicklung sowie 91 (Vorjahr: 92) auf den Bereich Administration. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag i. S. d. § 314 I Nr. 25 HGB Der am 24. Februar 2022 begonnene und fortdauernde Angriff Russlands auf das Nachbarland Ukraine verletzt die Souveränität, die Unabhängigkeit und die territoriale Integrität der Ukraine innerhalb der international anerkannten Grenzen. Gleichzeitig führt er zu außerordentlich großem menschlichem Leid. Bisher sind für den Konzern keine größeren Auswirkungen infolge des Krieges in der Ukraine entstanden, allerdings dürften bei einer Verschärfung der aktuellen Situation in den kommenden Monaten die negativen Folgen überwiegen. In Anbetracht dieser Rahmenbedingungen besteht Unsicherheit, wie sich der Krieg in der Ukraine auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe auswirkt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung und mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe, die nach dem Ende des Konzerngeschäftsjahres eingetreten sind, lagen nicht vor. Mitglied des Geschäftsführungsorgans Der Geschäftsführung des Mutterunternehmens gehörte im Geschäftsjahr 2021 an: Dr.-Ing. Hans-Peter Opitz, Ratingen. Auf die Angabe der Geschäftsführer-Vergütung wird nach § 314 III HGB unter Anwendung des § 286 IV HGB verzichtet. Anwendung der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB Für das Tochterunternehmen Dr. Opitz Management GmbH, Ratingen, wurde von dem Wahlrecht zur Befreiung von der Offenlegungspflicht des Jahresabschlusses gemäß § 264 III HGB Gebrauch gemacht. Folgende Tochtergesellschaften im Teilkonzern der GMC-Instruments GmbH haben für das Geschäftsjahr die Befreiungsvorschrift des § 264 III HGB in Anspruch genommen und auf die Erstellung eines eigenen Lageberichtes sowie die Offenlegung des Jahresabschlusses - soweit sie dazu verpflichtet sind - verzichtet: • METRAWATT International GmbH, Nürnberg (D) • Gossen Metrawatt GmbH, Nürnberg (D) • GMC-I Service GmbH, Nürnberg (D) • MTP Messtechnik Produktions GmbH, Nürnberg (D) • GMC-I New World Beteiligungs GmbH, Nürnberg (D) • GOSSEN Foto- und Lichtmesstechnik GmbH, Nürnberg (D) • Kurth Electronic GmbH, Eningen u. A., (D) Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist unter www.bundesanzeiger.de abrufbar. Geschäfte mit nahestehenden Personen Geschäfte mit nahestehenden Personen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses des MutterunternehmensEs ist vorgesehen, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.
Ratingen, 31. Mai 2022 APRICUM CAPITAL GMBH Geschäftsführung Dr.-Ing. Hans-Peter Opitz Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die APRICUM CAPITAL GMBH, Ratingen PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der APRICUM CAPITAL GMBH, Ratingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der APRICUM CAPITAL GMBH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 31. Mai 2022 BDO
AG
gez. Fritz, Wirtschaftsprüfer gez. Wulfmeier, Wirtschaftsprüfer |
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