Linamar Casting Solutions Leipzig GmbH
Georg-Fischer-Straße 2, 04249 Leipzig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Theilen seit 26.1.2026 | Prokura |
Elliot John Burger seit 26.1.2026 | Geschäftsführer |
Catrina Ellena Cook seit 26.1.2026 | Prokura |
Olivier Rabeyrin seit 26.1.2026 | Geschäftsführer |
Joachim Helmut Dipl.-Ing. Prölß seit 26.1.2026 | Geschäftsführer |
Lukas Blumenauer seit 19.8.2025 | Geschäftsführer |
Andriy Malashkin seit 2.2.2024 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Linamar Hungary Autóipari és Gépgyártó Zártkörűen Működő Részvénytársaság | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Georg Fischer B.V. & Co. KGSingen HohentwielKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022der Georg Fischer B.V. & Co. KG, SingenA. Darstellung des Geschäftsverlaufs des Konzerns1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branchen aus Sicht des Schweizer Georg Fischer Konzerns Die Schweizer Georg Fischer Gruppe umfasst die drei Divisionen GF Piping Systems, GF Casting Solutions und GF Machining Solutions. Das 1802 gegründete Industrieunternehmen hat seinen Hauptsitz in der Schweiz und betreibt in 34 Ländern 139 Gesellschaften. Der Teilkonzern mit der Muttergesellschaft Georg Fischer B.V. & Co. KG, Singen und insgesamt 12 Tochtergesellschaften in Deutschland ist Teil des weltweiten GF Konzerns.
GF Machining Solutions
Das Jahr 2022 war weiter von Unsicherheit geprägt. Die globale Pandemie hat die bereits herausfordernde Wirtschaftslage speziell in Deutschland und Europa verschärft. Gesellschaften und Unternehmen mussten die Art und Weise, wie sie leben und Geschäfte tätigen, neu erfinden - GF war dabei keine Ausnahme. Während die COVID-19-Pandemie weiterhin weltweit das tägliche Leben beeinflusste, konnte sich GF auf seine strategische Positionierung, die finanzielle Stabilität und seinen Innovationsfokus stützen, um die Krise zu meistern. Der strategische Fokus auf vielversprechende widerstandsfähige Endmärkte, insbesondere jene mit Nachhaltigkeit im Fokus, hat das Ergebnis im Lauf des Jahres positiv beeinflusst und das Geschäftsmodell von GF unterstützt. Darüber hinaus haben sich Geschäftsfelder wie Haustechnik und Versorgung trotz erneutem Gegenwind in den Märkten erholt. GF hat die anhaltenden makroökonomischen Unsicherheiten, geprägt von der COVID-19-Pandemie, dem Halbleitermangel, den Lieferkettenunterbrechungen und steigenden Rohmaterialpreisen, sehr gut bewältigt. Im Jahresverlauf haben sich die Mitarbeitenden von GF weiter an digitalisierte Arbeitsmethoden angepasst. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte wurden wichtige Veranstaltungen wie Kundentage, globale Personalmeetings sowie interne und externe Schulungen virtuell durchgeführt. GF Piping Systems Im Einklang mit der Strategie 2025 fokussierte sich GF Piping Systems auf Ebene des Schweizer Georg Fischer Konzerns auf den Ausbau höherwertiger Geschäftsfelder, die sich auf wichtige Nachhaltigkeitsbedürfnisse wie Prozessautomatisierung und Wasseraufbereitung ausrichten. Dieser Fokus zahlte sich aus. Die Division erzielte in allen wichtigen Märkten Rekordergebnisse. Durch die starke Erholung in der Industrie, Versorgung und Haustechnik wuchs das Geschäft organisch um 13,3%, was zu einem Gesamtumsatz von CHF 2.160 Mio. im Jahr 2022 führte (2021: CHF 1.971 Mio). Segmente wie Mikroelektronik, Prozessautomatisierung und Wasseraufbereitung trieben weiterhin das Ergebnis von GF Piping Systems. Die Division ist mit ihren Lösungen erfolgreich in Wachstumsmärkten positioniert, welche direkt den weltweiten Megatrend der Nachhaltigkeit adressieren. Bei GF Piping Systems erhalten die Kunden alles aus einer Hand. Mit einem Sortiment von über 40.000 Produkten unterstützt GF Piping Systems unterschiedlichste Anwendungen und Spezialgebiete. Von Fittings, Ventilen, Mess- und Kontrolltechnik, Rohren bis hin zu Verbindungstechnologie - die Lieferung aller Produkte zeichnet sich durch Schnelligkeit, Flexibilität und Zuverlässigkeit aus. In der Gasversorgung ist GF Piping Systems nach eigenen Erhebungen weltweit führend bei PE-Elektroschweißsystemen. Im Bereich Haustechnik konzentriert sich GF Piping Systems auf umfassende Lösungen für sämtliche wichtigen Rohrleitungssysteme in Gebäuden wie Hotels, Krankenhäuser, Industriebauten und Freizeiteinrichtungen wie auch auf Leitungen unter Druck für Warm- und Kaltwasser in Wohngebäuden. Die Nachfrage nach Lösungen für sauberes Wasser bleibt weiterhin hoch. Das vorisolierte Cool-Fit-System für den Transport von Kühlmedien verzeichnete in Deutschland aber auch weltweit ein hohes Wachstum. Das System erfuhr eine starke Nachfrage von Rechenzentrum-Betreibern sowie anderen Industriekunden. Der rasche Anstieg des Energiekonsums, die Endlichkeit der fossilen Brennstoffe, die steigenden Preise sowie der Klimawandel sind weitere Themen, mit denen sich Wirtschaft, Gesellschaft und Politik auseinandersetzen müssen. Als Anbieter von Kunststoffrohrleitungssystemen unterstützt GF Piping Systems die Forschung und Entwicklung der energiesparenden Nutzung von Rohstoffen und Ressourcen. Mit innovativen Lösungen leisten wir unserer Ansicht nach einen Beitrag zur Senkung des Energiekonsums, zu einem nachhaltigen Umweltschutz und zur Gestaltung der Zukunft. GF Casting Solutions Die GF Casting Solutions des Schweizer Georg Fischer Konzerns erzielte 2022 einen Umsatz von CHF 892 Mio. was einer Steigerung von 17,2% (organisch) gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das starke organische Wachstum ist das Ergebnis einer positiven Nachfrage nach Komponenten für Elektrofahrzeuge, einer Zunahme der Lieferungen von industriellen Komponenten, höheren Metallpreisen sowie einer Erholung des Luft- und Raumfahrtsegments. GF Casting Solutions sieht sich in einer vorherrschenden Rolle im Bereich der nachhaltigen Mobilität übernommen. Mit ihrem Fokus auf Leichtbaukomponenten profitiert die Division von der steigenden Nachfrage nach Hybrid- und Elektrofahrzeugen in allen wichtigen Regionen. Dies sollte auch in den kommenden Jahren zu einer anhaltenden Absatzsteigerung von Elektrofahrzeug-Komponenten führen. Im weiteren Verlauf des ersten Halbjahres 2022 ging die Division eine strategische Partnerschaft mit der in Mexiko ansässigen Bocar Group ein, einer Anbieterin von Lösungen für Leichtmetall-Gussteile und komplexe Baugruppen. Dies ermöglicht GF Casting Solutions, neue Technologien und Dienstleistungen zu entwickeln und in diese zu investieren, um Kunden in Nordamerika, Europa und China auf ihrem Weg zu nachhaltiger Mobilität zu unterstützen. GF Machining Solutions GF Machining Solutions des Schweizer Georg Fischer Konzerns erreichte einen Auftragseingang in Höhe von CHF 945 Mio. Dies entsprach einem organischen Wachstum von 3%, welches von robusten Endmärkten wie der Medizintechnik und "new mobility", aber auch einer Erholung der Luft- und Raumfahrtindustrie profitierte. Der Umsatz stieg um 8,7% (10,9% organisch) auf CHF 948 Mio. (2021: CHF 873 Mio.). Zu verdanken war dies einer guten Marktentwicklung bei Fräsanwendungen und einem starken Umsatz im Bereich Lasertexturierung und Funkenerosion (EDM). Automationslösungen verzeichneten weiterhin einen starken Zuwachs. Der Kundenservice blieb auch im Berichtsjahr eine tragende Säule der Division. GF Machining Solutions bietet Maschinen, Systemlösungen und Kundendienstleistungen für die Herstellung von Formen, Werkzeugen und Teilen. Mit Elektroerosionsmaschinen, Hochgeschwindigkeitsfräsmaschinen und Maschinen für die Lasertexturierung ist sie der weltweit führende Anbieter für den Werkzeug- und Formenbau sowie für Hersteller von Präzisionsteilen. Hochpräzise Werkzeuge und Formen sind wettbewerbsentscheidend für die Serienproduktion anspruchsvoller Konsumgüter sowie der Vernetzung von Maschinen und Anlagen. GF Machining Solutions sieht ihre Position als industrielle Technologieführerin mit innovativen Lösungen und Produkten. Die Division verfolgt dabei ihre Strategie zur Verbesserung des Kundenerlebnisses und des Dienstleistungsangebots konsequent weiter. An der führenden Fachmesse EMO in Mailand (Italien) präsentierte die Division ihre nächste Generation an Innovationen und neuen Technologien. Mit ihren neuen EDM- (Draht- und Senkerodiermaschinen) sowie Lasermaschinen und dem Angebot an neuen digitalen Serviceleistungen bleibt GF Machining Solutions weiterhin eine der führenden Technologieanbieterinnen im Bereich Werkzeugmaschinen. Dies unterstreicht auch die erfolgreiche Eröffnung des neuen Kompetenzzentrums in Schorndorf (Deutschland), das sich ausschließlich auf das wachsende Segment Medizintechnik fokussiert. Mit der Integration eines Anbieters von Wartungs- und Reparaturservices und der Entwicklung neuer Service-Dienstleistungen treibt die Division den Ausbau dieses Geschäftsfelds weiter voran. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Umsatzerlöse des deutschen Teilkonzerns im Geschäftsjahr 2022 belaufen sich auf TEUR 577.950 und liegen damit um TEUR 72.467 über den Umsätzen des Vorjahres in Höhe von TEUR 505.483. Dies entspricht einem Umsatzzuwachs von 14,3% zum Vorjahr. Die in der Strategie des GF-Konzerns formulierten jährlichen Ziele von 3 - 5% Umsatzsteigerung konnten erreicht werden. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 28.936 (i.Vj. TEUR 7.754), was einer Erhöhung von TEUR 21.182 und einem Anteil von 5% (i.Vj. 1,5%) am Gesamtumsatz entspricht. Dies ist überwiegend auf den Grundstücksverkauf in Singen zurückzuführen. GF Piping Systems Im Bereich GF Piping Systems ist der Umsatz um TEUR 32.118 auf TEUR 230.998 (i.Vj. TEUR 198.880) gestiegen. Dies entspricht einem Zuwachs in 2022 in Höhe von 16,2% (i.Vj. Rückgang 12,9%). Der Umsatzanteil GF Piping Systems am Gesamtumsatz beträgt 40,1%. Der Umsatzzuwachs ist im Wesentlichen auf den Ausbau höherwertiger Geschäftsfelder, die sich auf wichtige Nachhaltigkeitsbedürfnisse ausrichten, zurückzuführen. Der Umsatz in Deutschland wurde gestützt von einer starken Nachfrage in allen Marktsegmenten sowie einer sehr guten Auslastung der Produktionsstätten. GF Casting Solutions Im Bereich GF Casting Solutions ist der Umsatz um TEUR 23.405 auf TEUR 177.349 (i.Vj. TEUR 153.944) gestiegen. Dies entspricht einem Zuwachs in 2022 in Höhe von 15,2 %. Der Umsatzzuwachs ist im Besonderen auf die steigende Nachfrage nach Hybrid- und Elektrofahrzeugen in allen wichtigen Regionen zurückzuführen. Der Anteil am Gesamtumsatz liegt bei 30,7%. Im Berichtsjahr mussten wir uns wiederum in allen Bereichen verstärkt gestiegenen Kundenforderungen nach Preisreduzierungen, Kostensenkungsgesprächen und Prozessoptimierungen stellen. Diese werden auch zukünftig einen hohen Stellenwert in der Kunden-/ Lieferantenbeziehung einnehmen. Die Grundauslastung unserer Produktionsstätten in Deutschland ist durch Langzeitverträge mit den Kunden sichergestellt. Allerdings ist die Planbarkeit der Abrufe der OEMs im Bereich der Automobilindustrie im Vergleich zu den Vorjahren weiterhin schwierig. GF Machining Solutions Die Umsätze der GF Machining Solutions sind um TEUR 12.164 auf TEUR 149.278 (i.Vj. TEUR 137.114) gestiegen, was einem Umsatzzuwachs von 8,9% zum Vorjahr entspricht. Einer der Hauptgründe für den Umsatzzuwachs ist die Fokussierung insbesondere in den Segmenten Medizintechnik, Informations- und Kommunikationstechnologie und Hochpräzisions-Lösungen für E-Mobilitätsanwendungen. Der Anteil am Gesamtumsatz liegt jetzt bei 25,9%. 3. Forschung und Entwicklung GF Piping Systems Die GF Piping Systems wächst mit dem Wasserkreislauf und somit mit dem weltweiten Bedarf an sauberem Trinkwasser. Diese Kernkompetenz wird im GF Piping Systems Technology Center in Schaffhausen gebündelt. Als zentraler Innovations- und Technologiepool konzentriert sich das Technology Center vor allem auf die Werkstoff- und Verbindungstechnologie. Dabei arbeitet das Technologie Center Hand in Hand mit den lokalen Verkaufs- und Produktionsgesellschaften zusammen. GF Casting Solutions Die Produktentwicklungsmöglichkeiten der Division GF Casting Solutions sind sowohl im Eisen- als auch im Aluminium/Magnesiumguss international anerkannt. Sie festigen unseren Ruf und unterstützen uns längerfristig, auf technischer Seite eine außerordentliche Marktnähe bei möglichst häufigem Direktkontakt zum Hersteller zu pflegen. Wir greifen dabei auf die zentrale Dienststelle Forschung und Entwicklung unserer Schwestergesellschaft in Schaffhausen zurück. Die Aufwendungen für die Grundlagenentwicklung und Erprobung neuer Techniken und Technologien werden eingesetzt, um die Innovationskraft der Gruppe auch langfristig zu sichern. Insbesondere unsere neuen Werkstoffe im Bereich Eisenguss, der Bionik sowie die Möglichkeit des Einsatzes von Leichtmetallen, versetzen uns in die Lage, den Anforderungen unserer Kunden nach leichteren Teilen mit anspruchsvollen Festigkeits- und Dehnwerten nachzukommen. GF Machining Solutions In den wichtigsten Kundensegmenten von GF Machining Solutions setzt sich der Trend zur Miniaturisierung sowie zur Steuerung von Präzision, Schnelligkeit und Verfügbarkeit der Systeme fort. Die Elektroerosion ist eine hoch entwickelte Technologie, die sich mit weiteren Leistungssteigerungen zusätzliche Anwendungsgebiete erschließt. Das Hochgeschwindigkeitsfräsen nutzen Kunden vermehrt zur Herstellung von Präzisions- und Kleinteilen aus hochwertigen Materialien. Auch die Vernetzung von Maschinen und die daraus resultierenden Vorteile spielen ebenfalls eine immer größere Rolle. GF Machining Solutions trägt hier mit ihren Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in der Schweiz sowie in Deutschland (Vernetzung von Maschinen) diesem Trend Rechnung. 4. Produktion Gefertigt wurde an sechs Standorten (Leipzig, Werdohl, Dautphetal-Mornshausen, Ettenheim, Biedenkopf-Wallau und Schwarzenberg). In Leipzig handelt es sich um eine Eisengießerei, in Werdohl um eine Bearbeitung, in Dautphetal-Mornshausen und Ettenheim um Standorte für die Herstellung von Kunststoffrohren, in Biedenkopf-Wallau, Leipzig und Schwarzenberg um Werkzeug- und Formenbau. Unsere Produktionskapazitäten konnten auch während der COVID-19-Pandemie aufrechterhalten werden. Dies gelang uns durch rechtzeitige Einführung der entsprechenden Schutzmaßnahmen wie Abstandsregelungen, das Tragen von Schutzmasken an den Arbeitsplätzen sowie durch umfangreiche Hygienemaßnahmen in den Werken. Wo möglich, wurde Mitarbeitenden in den Verwaltungen das Arbeiten von zu Hause ermöglicht und gefördert. Die Produktionskapazitäten der Werke im Bereich GF Piping Systems konnten auch während der COVID-19-Pandemie auf einem sehr hohen Niveau aufrechterhalten werden. Die Fertigungskapazitäten der Werke im Bereich GF Casting Solutions wurden bedingt durch die Lieferkettenschwierigkeiten sowie der Energiekrise belastet. Im Berichtsjahr hat sich die die Situation hinsichtlich der COVID-19-Pandemie verbessert, sodass die Fertigungskapazitäten in den Werken wieder auf einem höheren Niveau ausgelastet waren, jedoch hat die Inflation durch den Ukrainekonflikt und somit die Energiepreise das Geschäft belastet. Durch entsprechende Maßnahmen, wie Preiserhöhungen, konnten die Defizite aufgefangen werden. Speziell in diesem Krisenjahr hat Georg Fischer gezeigt, dass wir aufgrund der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren in der Lage sind, unsere Kapazitäten effizient und schnell an die sich ändernden Bedingungen und Marktbedürfnisse anzupassen. Die in 2021 gelebten Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie in den einzelnen Werken galten auch in 2022. 5. Investitionen Bei den Zugängen im Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 9.190 handelt es sich im Wesentlichen um Produktionseinrichtungen zur Automatisierung und Bearbeitung von Guss- und Kunststoffteilen sowie Investitionen im Bereich des Umweltschutzes. Dabei entfallen TEUR 1.169 dieser Investitionen auf Betriebs- und Geschäftsausstattungen, TEUR 1.002 entfallen auf Gebäude, TEUR 3.024 auf technische Anlagen und Maschinen und TEUR 3.995 auf Anzahlungen und Anlagen im Bau. 6. Personal Die Georg Fischer Gruppe beschäftigte 2022 im Jahresdurchschnitt 1.146 Mitarbeitende (i.Vj. 1.108). Dies entspricht einem Anstieg von durchschnittlich 38 Mitarbeitende (3,4%). Die GF Mitarbeitenden zeigten in allen Bereichen der Verwaltung und der Produktion weltweit Teamgeist, Leidenschaft und Flexibilität. Virtuelle Messen, Innovationen bei Produktionsprozessen, neue Wege, um Marktsegmente und Kunden anzusprechen, waren einige der Lösungsansätze, um stark und erfolgreich zu bleiben. Die Schutzmaßnahmen gegen die COVID-19-Pandemie wurden in 2022 weitergeführt. So wurde auf das Einhalten der Abstandsregelungen sowie das Tragen von Schutzmasken, wenn die Abstandsregelengen nicht eingehalten werden konnten, strengstens geachtet. Dort wo es möglich war, wurde den Mitarbeitenden in den Verwaltungen die Möglichkeit gegeben und gefördert, ihre Arbeit von zu Hause aus zu erledigen. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben wurden die Maßnahmen gelockert. Wir beschäftigten im Berichtsjahr 41 (i.Vj. 41) technische und 15 (i.Vj. 19) kaufmännische Auszubildende. Zur Konzernstrategie 2022 gehört auch die Schulung unserer Mitarbeitenden. So werden kontinuierlich für unsere Mitarbeitenden Schulungen zu den 7 Habits und 4DX zur Verbesserung der Zusammenarbeit und zur Stärkung der Umsetzungskompetenz abgehalten. Darüber hinaus wurden Trainings zu den strategischen Initiativen "Value-Selling" und "Design-Thinking" durchgeführt. Fachbezogene externe und interne Schulungsmaßnahmen für unsere Arbeitnehmer gewährleisten, dass alle Mitarbeitenden über die Jahre verteilt an Schulungsmaßnahmen teilnehmen und immer auf dem neuesten Stand sind. In allen Divisionen haben Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz höchste Priorität. Die arbeitsmedizinische Betreuung erfolgt bei den Gesellschaften durch einen medizinischen Dienst, der je nach Größe des Unternehmens mehrmals jährlich die arbeitsmedizinisch notwendigen Untersuchungen unserer Mitarbeitenden durchführt. In jedem unserer Produktionsstandorte sind zusätzlich Sicherheitsbeauftragte benannt, die zusammen mit der Berufsgenossenschaft, dem jeweiligen Betriebsrat und der Geschäftsleitung Rundgänge und Besichtigungen durchführen. Auf die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften bei der Arbeit, insbesondere in den Gießereien, wird im besonderen Maße Wert gelegt. Seit 2015 setzt GF Casting Solutions mit der "Null Risiko"-Arbeitssicherheits-Initiative in regelmäßigen Abständen neue Impulse. Ein mehrteiliger Aktionsplan fördert bei den Mitarbeitenden kontinuierlich ein stärkeres Bewusstsein für Risiken am Arbeitsplatz und die Bedeutung von Sicherheitsregeln und Maßnahmen. Nach der erfolgreichen Implementierung der Kampagne bei GF Casting Solutions folgte im Herbst 2017 GF Piping Systems mit der Einführung der Sicherheitskampagne und im Frühjahr 2018 GF Machining Solutions, jeweils angepasst an die divisionsspezifischen Gegebenheiten. 7. Umweltschutz und Nachhaltigkeit Unsere Fertigung unterliegt den jeweiligen Umweltschutzvorschriften in den einzelnen Bundesländern. Die dort geforderten Bestimmungen müssen von der Georg Fischer Gruppe ohne Einschränkungen erfüllt werden. Zusätzlich sind unsere Fertigungsstandorte nach der DIN EN ISO 14001 für die Bereiche Qualität, Umwelt- und Arbeitsschutz zertifiziert. Die Wirksamkeit dieser Systeme wird durch interne und externe Audits und Managementreviews laufend überprüft und den eventuell geänderten Bedingungen angepasst. Die Schweizer Georg Fischer Gruppe weist in seinen Unternehmensberichten 2022 erstmals alle Finanz- und ESG- (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) Kennzahlen gemeinsam aus. Im Berichtsjahr erreichte GF mit der Validierung seiner kurzfristigen Treibhausgas-Emissionsziele durch die SBTi (Science Based Targets Initiative) einen wichtigen Meilenstein. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in die eigenen Prozesse und Standorte, um die CO 2 -Emissionen zu verringern. Im Jahr 2022 konnte GF Scope-1- und Scope-2-Emissionen im Vergleich zu 2021 um 14% reduzieren. Dies steht in vollem Einklang mit dem Nachhaltigkeitsrahmen 2025. 8. Strategie 2025; Beschleunigung des profitablen Wachstums mit nachhaltigen Innovationen Die Strategie 2025 baut auf dem vielversprechenden Weg der letzten fünf Jahre auf. Im Einklang mit dem strategischen Gesamtziel von GF, Wachstum durch höheren Kundennutzen zu erzielen, konzentriert sie sich auf profitables Wachstum, die Widerstandsfähigkeit des Portfolios und das Ausschöpfen des vollen Potenzials im Unternehmen.
Bezüglich finanzieller Ziele ist für den Gesamtkonzern bis zum Jahr 2025 ein Umsatz zwischen CHF 4.4 Mrd. (organisch) und CHF 5 Mrd. (einschließlich Akquisitionen), eine EBIT-Marge von 9 bis 11% und eine Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) von 20 bis 22% definiert. Der Anteil von GF Piping Systems wird weiterhin mindestens 50% betragen und GF wird nach wie vor überwiegend in Wachstumsmärkte investieren. B. Darstellung der Lage des Konzerns1. Vermögenslage Im Folgenden vergleichen wir die Bilanz zum 31. Dezember 2022 und zum 31. Dezember 2021. Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2022 betrug TEUR 293.063. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Bilanzsumme um TEUR 51.131 erhöht, wie die nachfolgende Übersicht der wesentlichen Bilanzpositionen zeigt: Aktiva
Der Rückgang des Sachanlagenvermögens in Höhe von TEUR 13.524 ist einerseits auf Zugänge in Höhe von TEUR 9.190 zurückzuführen. Dem stehen Abgänge (Verkauf Grundstück/ Gebäude Singen) in Höhe von TEUR 14.787, Zuschreibungen in Höhe von TEUR 335, sowie die laufenden Abschreibungen in Höhe von TEUR 8.262 entgegen. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen liegt bei 26,6% (i.Vj. 38,6%). Der Rückgang begründet sich in erster Linie mit den an die Fondium-Gruppe veräußerten Grundstücke und Gebäude in Singen. Die Anlagendeckung I liegt bei 137,2% (i.Vj. 87,3%) (Eigenkapital/Anlagevermögen), die Anlagendeckung II 177,3% (i.Vj. 118,8%) (Eigenkapital + langfristige Rückstellungen / Anlagevermögen). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich korrespondierend zum Umsatzzuwachs um TEUR 12.087, Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 57.965 erhöht. Die Zunahme bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist dabei im Wesentlichen auf den Anstieg der Cash-Pool Forderungen in Höhe von TEUR 46.197 zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich dagegen um TEUR 402 erhöht, die flüssigen Mittel sind um TEUR 1.413 gesunken. Passiva
Das Eigenkapital hat sich im Wesentlichen bedingt durch den Konzernjahresüberschuss von TEUR 46.037 und die Entnahme von TEUR 20.000 um TEUR 25.535 auf TEUR 107.044 erhöht. Die Eigenkapitalquote des deutschen Teilkonzerns beträgt 36,5% (i.Vj. 33,7%). Die Rückstellungen haben sich geringfügig um TEUR 2.371 auf TEUR 57.621 erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich entsprechend dem Geschäftsvolumens um TEUR 2.115 erhöht. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind insgesamt um TEUR 29.556 gestiegen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind um TEUR 2.386 gesunken und die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 5.139 gestiegen. In 2022 wurden TEUR 20.000 von dem Gesellschafter der Georg Fischer B.V. & Co. KG entnommen. 2. Finanzlage Die Finanzierung des deutschen Teilkonzerns der Georg Fischer Gruppe erfolgt über den Georg Fischer Konzern in Schaffhausen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich auf TEUR 11.581 (i.Vj. TEUR +11.328) verbessert. Dies ist im Wesentlichen auf den Konzerngewinn zurückzuführen. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR 7.690 (i.Vj. TEUR -1.213) und ist im Wesentlichen auf den Verkauf der Grundstücke in Singen zurückzuführen, so dass die Investitionen von TEUR 9.190 überkompensiert wurden. Die Gesellschafter haben eine Entnahme in Höhe von TEUR 20.000 (i.Vj. TEUR 0) vorgenommen, so dass sich der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit auf EUR - 20.684 entwickelte. TEUR 1.413 wurden dem Finanzmittelfonds per Saldo entnommen, der sich dementsprechend von TEUR 10.083 auf TEUR 8.670 verminderte. Der kurzfristige Verschuldungsgrad in Höhe von 1,3 (i.Vj. 1,4) errechnet sich aus dem Verhältnis kurzfristiges Fremdkapital (inkl. kurzfristige Rückstellungen) zum Eigenkapital. Die Finanzlage hat sich im Vergleich zu der Geschäftsentwicklung 2021 mit einer Liquidität 2. Grades von 119,56% (i.Vj. 73,6%) (flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen/kurzfristiges Fremdkapital) verbessert. 3. Ertragslage Im Folgenden vergleichen wir die Gewinn- und Verlustrechnungen für die Jahre 2022 und 2021.
Das Konzernjahresergebnis weist in diesem Jahr einen Gewinn vor Minderheitenanteilen in Höhe von TEUR 46.037 (i.Vj. TEUR 15.574) aus. Die Gesamtleistung des Konzerns ist infolge der verbesserten Auftragslage und des Geschäftsvolumens wie oben dargestellt um TEUR 67.941(13,4%) gestiegen. Der Materialaufwand ist im Vergleich dazu ebenfalls um TEUR 34.007 (10,0%) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 21.182 gestiegen und beinhalten den Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf des Grundstückes und des Produktionsstandortes am Standort Singen in Höhe von TEUR 21.797. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.425 (8,80%) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die in den Vorjahren zurückhaltende Gehaltspolitik hinsichtlich der unsicheren wirtschaftlichen Situationen zurückzuführen, die in 2022 durch Gehaltsanstiege kompensiert wurden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 17.409 gestiegen und beinhalten den Aufwand aus der Verschrottung von Sachanlagen am Standort Singen in Höhe von TEUR 5.555 sowie Kostensteigerungen an diversen Standorten nach der Coronapandemie-bedingten Zurückhaltung in den Projekten in den Folgejahren. Die Abschreibungen sind um TEUR 2.845 gesunken. Das Betriebsergebnis (EBIT) hat sich aufgrund der oben dargestellten Einflussfaktoren entsprechend verbessert, dies entspricht 9,5% (i.Vj. 4,3%) des Umsatzes. Das EBIT beträgt für 2022 TEUR 54.821 (i.Vj. TEUR 21.695). Damit konnte sich das EBIT, wie im Vorjahr prognostiziert erheblich verbessern. Das Finanzergebnis hat sich um TEUR 1.818 auf TEUR -2.069 (i.Vj. TEUR -3.887) verbessert. Im Finanzergebnis ist der Zinsaufwand aus der Anpassung des Rechnungszinssatzes für Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.164 (i. Vj. TEUR 1.359) enthalten. Damit weist das Konzernjahresergebnis vor Minderheitenanteilen in diesem Jahr einen Gewinn in Höhe von TEUR 46.037 (i.Vj. TEUR 15.574) aus. Georg Fischer verwendet als Steuerungsgröße das EBIT nach Management-Reporting. Die Unterschiede zwischen dem deutschen Handelsrecht und dem Management Reporting liegen vor allem in der Rückstellungs- und Vorratsbewertung sowie in der Bewertung des Anlagevermögens. Der Teilkonzern verfügt über keine Budgetgrößen auf konsolidierter Ebene, sondern nur auf der Ebene der einzelnen Gesellschaften. Im Jahr 2022, dem ersten Jahr des neuen Strategiezyklus 2021-2025, hat GF ein starkes Umsatzwachstum erzielt. Der strategische Fokus auf vielversprechende widerstandsfähige Endmärkte, insbesondere jene mit Nachhaltigkeit im Fokus, hat das Ergebnis im Lauf des Jahres positiv beeinflusst und das Geschäftsmodell von GF unterstützt. Darüber hinaus haben sich Geschäftsfelder wie Haustechnik und Versorgung trotz erneutem Gegenwind in den Märkten erholt. GF hat die anhaltenden makroökonomischen Unsicherheiten, geprägt von der COVID-19-Pandemie, dem Halbleitermangel, den Lieferkettenunterbrechungen und steigenden Rohmaterialpreisen, gut bewältigt. Im Jahresverlauf haben sich die Mitarbeitenden von GF weiter an digitalisierte Arbeitsmethoden angepasst. Durch das erneute Wiederaufleben von COVID-19 und den restriktiveren pandemiebedingten Einschränkungen in der zweiten Jahreshälfte wurden wichtige Veranstaltungen wie Kundentage, globale Personalmeetings sowie interne und externe Schulungen virtuell durchgeführt. Eine Einschätzung der zukünftigen Auftragslage ist bedingt durch die Energiekrise, ausgelöst durch den Ukrainekonflikt, immer noch mit Unsicherheiten behaftet. Im März 2023 wurden die Prognosen für den Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland von den Wirtschaftsforschungsinstituten für 2023 auf die Bandbreite zwischen 0,0 und 0,4 % reduziert und für 2024 auf die Bandbreite von 1,2 und 1,7 % angesetzt. Abhängig ist dies jedoch vor allem von der Dauer der derzeit vorherrschenden wirtschaftlichen inflationären Beschränkungen. GF ist trotz der Energiekrise und dem Ukrainekonflikt gut positioniert, um die Entwicklung im Jahr 2023 fortzusetzen und auf der positiven Dynamik des letzten Jahres aufzubauen. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 liegen die Divisionen sowohl im Auftragseingang als auch bei Umsatz und Ergebnis - trotz der genannten Unsicherheiten - auf einem guten Weg. Die anhaltende Verunsicherung in der Lieferkettenunterbrechung, Rohmaterial und Energiepreise und die sich abzeichnende konjunkturelle Abschwächung beeinflusst weiterhin den Umsatz und das Ergebnis unserer Divisionen GF Casting Solutions und GF Machining Solutions. Wir erwarten für 2023 kein besseres Ergebnis, da in 2022 ein Einmal-Effekt mit der Veräußerung von Grundstücken und Gebäuden am Standort Singen zu verzeichnen war. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung des Konzerns verwendet die Geschäftsführung den Umsatz und das Betriebsergebnis (EBIT) als finanzielle Leistungsindikatoren. Die Umsatzentwicklung inklusive einer Analyse der Abweichungen zur Prognose ist in Abschnitt A.2 dargestellt, die Entwicklung des Betriebsergebnisses in Abschnitt B.3. Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind Sicherheitsstandards, insbesondere in der Produktion, die Aus- und Fortbildung unserer Mitarbeiter und Auszubildenden sowie die Aufrechterhaltung der bestehenden ISO-Zertifizierungen. Diese Daten werden derzeit jedoch noch nicht systematisch erhoben. C. Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungDer Teilkonzern, d.h. die Georg Fischer B.V. & Co. KG, Singen, sowie die nachgelagerten Gesellschaften sind in das Risikomanagementsystem der Georg Fischer AG, Schaffhausen, eingebunden. Innerhalb dieses Risikomanagementsystems setzt Georg Fischer auf die Strategie der Risikobeherrschung und verwendet dazu verschiedene Mittel des Risikomanagements. Neben der generellen Sicherstellung eines umfassenden und effizienten Versicherungsschutzes beinhaltet das Risikomanagement die systematische Identifizierung, Bewertung und Berichterstattung zu strategischen, operativen und finanziellen Risiken. Georg Fischer erfasst konzerneinheitlich alle relevanten Risiken in den Risikofeldern Strategie, Märkte, Betrieb, Management und Ressourcen, Finanzen sowie Nachhaltigkeit. Die Gliederung der Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt in vier Kategorien. Wo möglich und sinnvoll, werden die erfassten Risiken unter Berücksichtigung von bereits umgesetzten Maßnahmen quantifiziert; ansonsten kommt eine qualitative Bewertung zur Anwendung. Entsprechende Überwachungssysteme bestehen seit langem in der Georg Fischer Gruppe. Sie werden laufend weiterentwickelt und den sich ändernden Anforderungen angepasst. Zu den Überwachungssystemen gehören:
Außerdem sind die deutschen Gesellschaften in das von der schweizerischen Börsenaufsicht vorgeschriebene und jährlich zu prüfende IKS (Internes Kontroll-System) des Gesamtkonzerns eingebunden. Den Unternehmensleitungen der Gesellschaften werden durch ein internes monatliches Berichtswesen, mit den verschiedensten für unsere Belange relevanten Kennzahlen, frühzeitig veränderte Rahmenbedingungen aufgezeigt. Gegenüber der Konzernleitung werden monatlich Ergebnisse und Kennzahlen über ein einheitliches Konzern-Reporting gemeldet und kommentiert. Wo es sinnvoll und notwendig ist, sind Versicherungen abgeschlossen. Diese sollen sicherstellen, dass finanzielle Folgen von möglicherweise eintretenden Schäden, welche die Existenz der Unternehmensgruppe gefährden könnten, keine Auswirkungen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation des Konzerns haben. Währungsrisiken aus Exportlieferungen bestehen für unsere Unternehmensgruppe nicht oder sind nur von untergeordneter Bedeutung, da die Exportlieferungen fast ausschließlich in Landeswährung erfolgen. Währungsrisiken aus Fremdwährungsdarlehen werden nicht abgesichert und sind von der Unternehmensgruppe zu tragen. Die in den deutschen Konzernabschluss integrierten Gesellschaften (siehe Anhang) gehören zu mindestens 75% oder zu 100% der deutschen Konzernmutter. Mit Ausnahme der deutschen Muttergesellschaft wird jede Gesellschaft von einem Geschäftsführer geführt. Die Geschäftsführung der deutschen Muttergesellschaft besteht aus Führungspersonen aller Unternehmensdivisionen, die in dieser Funktion die Geschäftsführung der Muttergesellschaft leiten und die der Tochtergesellschaften kontrollieren. 1. Chancen GF Piping Systems Das breite Kundenspektrum im Geschäftsfeld GF Piping Systems sowie die Möglichkeit, dem Kunden alles aus einer Hand anbieten zu können, sehen wir als Chancen für das Segment. Die Sicherstellung der Versorgung mit sauberem Wasser wird zu einer zentralen Herausforderung dieses Jahrhunderts. Auch Meerwasserentsalzungsanlagen gewinnen eine zunehmende Bedeutung bei der Lösung der gravierenden Dürreprobleme und des Wassermangels vieler Länder. Der rasche Anstieg des Energiekonsums, die Endlichkeit der fossilen Brennstoffe, die steigenden Preise sowie der Klimawandel sind weitere Themen, mit denen sich Wirtschaft, Gesellschaft und Politik auseinandersetzen müssen. Als führender Anbieter von Kunststoffrohrleitungssystemen unterstützt GF Piping Systems die Forschung und Entwicklung der energiesparenden Nutzung von Rohstoffen und Ressourcen. Mit innovativen Lösungen leisten wir einen Beitrag zur Senkung des Energiekonsums, zu einem nachhaltigen Umweltschutz und zur Gestaltung der Zukunft. GF Casting Solutions Die Trends zu Gewichtsersparnis im PKW- und LKW-Segment sowie die weitere Senkung der CO 2 -Emissionen prägen die Anstrengungen der Automobilindustrie in Europa. GF Casting Solutions hat die Forschung und Entwicklung seit Jahren auf die Senkung von CO 2 -Emissionen und somit auf einen effizienteren Kraftstoffverbrauch ausgerichtet. Georg Fischer sieht sich in einer Führungsrolle im Design von Leichtbauteilen, in der Nutzung von Bionik und in der Verwendung von Verbundgusstechniken für Gussteile. Alternativen zu herkömmlichen Brennstoffmotoren werden mit Hochdruck entwickelt. Kurzfristig stehen Lösungen mit Hybridantrieb im Vordergrund, mittelfristig werden vermehrt Fahrzeuge mit Elektroantrieb in Konkurrenz zum Benzinmotor treten. GF Casting Solutions sieht sich als technisch führendes Unternehmen und als kompetenter, innovativer und geschätzter Partner der Automobilindustrie, der Werkstoffe und Bauteile kontinuierlich weiterentwickelt, sowie die Produktionsverfahren verbessert und die Komponenten optimiert. Mit unseren Gießereien und mit unserem Werkzeug- und Formenbau sind wir für die Anforderungen bereit und gewährleisten die Versorgung unserer Kunden. Konsequenterweise hat sich die Division in den letzten Jahren stärker auf die Herstellung von Leichtmetall-Komponenten fokussiert. Diese Portfolio-Verschiebung und die daraus resultierende Anpassung der regionalen Präsenz ist auch weiterhin Teil der Strategie 2025 mit der sich daraus logischen Fortführung der Ausweitung der Präsenz von GF Casting Solutions im Industriesektor. GF Machining Solutions Die GF Machining Solutions hat am Markt den Vorteil, als Komplettanbieter von Maschinen, Systemlösungen und Kundendienstleistungen für die Herstellung von Formen, Werkzeugen und Teilen aufzutreten. Dadurch ist die Division in der Lage, Weiterentwicklungen von Produkten der Kunden zusammen mit dem Kunden vor Ort durchzuführen. Das einfache Handling der Maschinen, umfassende Dienstleistungen sowie ein herausragender After-Sales-Service unterstützen den Kunden zusätzlich. All dies bedeutet für den Kunden hohe Prozesseffizienz, kürzere Lieferzeiten und damit niedrigere Kosten, was einen Wettbewerbsvorteil für GF Machining Solutions bedeutet. 2. Risiken Die Auswirkungen der Inflation und der Energiekrise sind im Einzelnen aus den vorliegenden Zahlen teilweise ersichtlich. Das GF Management ging in 2022 von einem gleichbleibenden Umsatz aus. Die rasche Digitalisierung und die, wo notwendig, Einführung von Kurzarbeit haben einen positiven Effekt gezeigt. Zu den Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage kommen noch die Auswirkungen auf den Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter hinzu. So haben wir in allen deutschen Gesellschaften, wo es möglich war, die Möglichkeit zur Arbeit von zu Hause gegeben. Alle diese Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung sind Ende 2022 aufgehoben worden. Diese werden, sobald sich erkennen lässt, dass die Fallzahlen nach oben gehen, in entsprechender Form wiederaufgenommen. Mit dem Beginn des Ukrainekrieges am 24.02.2022 und den dadurch beschlossenen Sanktionen der EU gegen Russland verschärften sich binnen kurzer Zeit Verfügbarkeiten und Beschaffungspreise von Rohstoffen und Energieträgern. Diese wird der Konzern durch Vereinbarungen mit ihren Kunden größtmöglich kompensieren. Noch nicht abschätzbar ist die Auswirkung auf Umsatz und Beschäftigung der Gesellschaft. Wie auch in den Vorjahren wird sich die Gesellschaft mit höchster Flexibilität auf eine mögliche Krisensituation einstellen, aktuell diskutierte staatliche Unterstützungshilfen wie z.B. Kurzarbeit werden helfen, die möglichen Ergebnisauswirkungen zu kompensieren. Von der zur Stärkung der Liquidität der Georg Fischer B.V. & Co. KG vom Georg Fischer Konzern gewährten zusätzlichen Kreditlinie über EUR 30 Mio. sind derzeit EUR 0 Mio. (i.Vj. EUR 0 Mio.) in Anspruch genommen. GF Piping Systems Aufgrund des breiten Kundenspektrums bestehen überschaubare Risiken der Abhängigkeit von Kunden. Hingegen ist der Wettbewerb weiterhin sehr preisintensiv. Die Corona-Pandemie hatte und hat bislang zu keinen wesentlichen negativen Auswirkungen auf das Geschäft der Division in Deutschland geführt. Die Rohmaterialpreise sowie die Energiepreiserhöhung durch den Ukraine-Konflikt werden sich in der Preisgestaltung auswirken. GF Casting Solutions Das wesentliche Risiko der Gesellschaften besteht in der Abhängigkeit von der Entwicklung der Automobilindustrie, welche die Hauptkunden stellt. Allerdings lassen sich Auswirkungen aus den gegenwärtigen Ermittlungen gegen mehrere OEMs sowie der Krise in der Chipindustrie derzeit nicht planbar absehen bzw. budgetieren. Insofern besteht ein erhebliches Risiko im Falle eines plötzlichen Auftragseinbruchs. Insgesamt ist in der Automobilindustrie eine erhebliche Verunsicherung zu beobachten, die zu signifikanten Rückgängen von Abrufen führt. Am Standort Werdohl sind die Abrufe und damit die Volumina in 2022 stabil, jedoch mit Preiskämpfen versehen. Der Standort Leipzig produziert im Wesentlichen Spezialteile und ist nicht in so hohem Maße von der Automobilindustrie abhängig. Risiken bestehen zudem aufgrund tendenziell steigender Produktionskosten (Energie, Rohstoffe, Personalkosten), die aufgrund der Marktgegebenheiten kaum an Kunden weitergegeben werden können. Im Gegenteil werden auf Kundenseite ständig weiter zu realisierende Einsparpotentiale und Effizienzgewinne erwartet und bei sämtlichen Preisverhandlungen vorausgesetzt. Darüber hinaus wird durch kontinuierliche Optimierungsprozesse in den betroffenen Unternehmen angestrebt, das den Just-in-Time-Lieferungen inhärente Risiko zu minimieren. Für bestehende Risiken aus langfristigen Absatzverträgen wurden angemessene Drohverlustrückstellungen gebildet. GF Machining Solutions Für die GF Machining Solutions und deren Produkte ist es wichtig, dass der Standort Deutschland durch Ausbildung der Menschen gefördert und damit die Vorherrschaft von Produkten und Entwicklung hochwertiger Werkzeuge und Teile bestehen bleibt. Dazu können die hochwertigen Anlagen der GF Machining Solutions sowie die Vorteile von GF Machining Solutions als Komplettanbieter und Anwendungsberater beitragen. Durch den großen Anteil an im Konzern bezogener Waren gibt es von der Beschaffungsseite her keine ernsthaften Risiken. Die Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte und Dienstleistungen der GF Machining Solutions stehen allerdings täglich bei den Kunden auf dem Prüfstand und sind somit für uns überlebenswichtige Kriterien bei der Pflege unseres Kundenstammes sowie der Gewinnung neuer Kunden. Von den Entwicklungen der Automobilindustrie ist auch das Segment GF Machining Solutions betroffen, da eine Vielzahl der Kunden mittelbar von der Automobilindustrie abhängt und diese derzeit immer noch sehr verhalten investiert. Zusammenfassung Die vorgenannten Risiken werden durch die Geschäftsführung eng überwacht. Aus Sicht der Geschäftsführung liegen keine Risiken vor, die den Bestand des Konzerns, des Mutterunternehmens bzw. einzelner Tochterunternehmen gefährden könnten. Die Einbindung in den Konzern-Cashpool der Georg Fischer AG, Schaffhausen/Schweiz, sowie die gewährte Kreditlinie stellen zusammen mit den verfügbaren weiteren kurz- und langfristigen Finanzierungsmöglichkeiten über unsere Konzernobergesellschaft jederzeit die Liquidität der Georg Fischer B.V. & Co. KG sowie deren Tochterunternehmen sicher. Prognose Jede Weiterentwicklung der Georg Fischer Gruppe wird, wie in der Vergangenheit auch, in Zukunft gewisse abschätzbare, aber auch nicht vorhersehbare Risiken mit sich bringen. Um diese zukünftigen Anforderungen zu bewältigen, wird eine permanente strukturelle und organisatorische Weiterentwicklung in den Bereichen Produktion, Logistik und Qualitätswesen vorangetrieben. Dies gilt ebenfalls für eine qualitativ hochwertige Personalentwicklung zur Bewältigung dieser Weiterentwicklungsprozesse. Mit den bisher eingeleiteten Maßnahmen und Vorgaben sieht sich die Georg Fischer Gruppe in der Lage, diese Weiterentwicklungen auf einem für die Gruppe positiven Weg voranzubringen. Auch 2022 hat Georg Fischer alle Kräfte für neue Projekte, für einen besseren Kundenservice und für gute Zusammenarbeit mobilisieren und einsetzen können. Kostenstrukturmaßnahmen sind weiterhin zu optimieren und werden auch wieder in Zukunft ein wesentlicher Bestandteil unseres Handelns sein. Ebenso werden wir die weitere Liquiditätssicherung fortführen. Diese umfasst im Wesentlichen Gespräche über den Bedarf und die Bereitstellung von Konzernmitteln und entsprechender Liquiditätszusagen durch den Konzern. Georg Fischer hat insbesondere in 2022 wieder nachdrücklich bewiesen, dass der Konzern als Marktführer in seinen Kerngeschäften gut positioniert ist, Konjunkturschwankungen sowie die bisher in solch einer Form noch nie dagewesenen Auswirkungen einer Pandemie erfolgreich meistert und von den auf lange Sicht positiven Trends - steigender Bedarf an sauberem Wasser, Senkung des Energieverbrauchs und Entstehung neuer Märkte in den Entwicklungs- und Schwellenländern - profitieren kann. Ein Gradmesser für solche Leistungen bilden Auszeichnungen von Kunden und Fachverbänden. Solche Auszeichnungen sind ein Beleg für die hohen Standards und die Kundenorientierung bei Georg Fischer. Deshalb werden auch in 2023 die Innovationstätigkeit und die Investitionen in die Effizienz unserer Werke in Deutschland fortgesetzt, ebenso die intensive Weiterbildung unserer Mitarbeitenden. Unsere Umsatz- und Ergebnisziele gemäß unserer Strategie 2025 werden in Deutschland im Geschäftsjahr 2023 bedingt durch die Energiekrise, sowie dem Ukraine-Konflikt voraussichtlich schwierig erreichbar sein. In den Divisionen GF Casting Solutions sowie GF Machining Solutions wird aufgrund der derzeitigen bereits ausführlich beschriebenen Situation, aufgrund der wirtschaftlichen Lage sowie der Unsicherheiten trotzdem eine Stabilisierung der Umsatz- und Ertragslage erwartet. Aufgrund der noch bestehenden Unsicherheiten ist eine verlässliche Prognose für 2023 derzeit kaum möglich. Wir rechnen, bereinigt um den Grundstückverkauf, im Geschäftsjahr 2023 beim Umsatz, und dem EBIT mit einer gleichbleibenden Entwicklung des Gesamtkonzerns.
Singen, 31. Mai 2023 Georg Fischer Management B.V. gez. M. Jörgensen gez. J. Geginat gez. C. Vasto gez. I. Filisetti gez. H. Henß gez. R. Kettner Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen des KonzernabschlussesDie Georg Fischer B.V. & Co. KG, mit Sitz in Singen (Hohentwiel), eingetragen im Handelsregister Freiburg i. Br. unter HRA 540773, gehört zur Georg Fischer-Gruppe mit der Georg Fischer AG, Schaffhausen/Schweiz, als Obergesellschaft. Zum 31. Dezember 2022 waren Gesellschafter der Georg Fischer B.V. & Co. KG, die Georg Fischer AG, Schaffhausen als Kommanditistin mit einem Kapitalanteil von 100% sowie die Georg Fischer Management B.V., Epe/ Niederlande als geschäftsführende, persönlich haftende Komplementärin ohne Einlage. Die Gesellschaft stellt seit dem Geschäftsjahr 2006 einen Konzernabschluss auf. Der Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ist der 1. Januar 2005. Das Geschäftsjahr des Konzerns ist das Kalenderjahr. Zum 31. Dezember 2022 wurde durch die Gesellschaft ein Konzernabschluss aufgestellt, um die unter den direkten und indirekten Beteiligungen aufgeführten Töchter sowie die Georg Fischer B.V. & Co. KG selbst von ihrer Aufstellungspflicht von Jahresabschluss und Lagebericht sowie Prüf- und Offenlegungspflichten zu befreien (§§ 264 III, 264b i. V. m. 325 HGB). Der Konzernjahresabschluss und der Konzernlageberichtsowie die sonstigen erforderlichen Unterlagen werden gemäß der Verpflichtung des § 325 HGB noch in 2023 offengelegt. Für das Jahr 2021 wurden der Konzernjahresabschluss und der Konzernlageberichtsowie die sonstigen erforderlichen Unterlagen beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht. Der Teilkonzernabschluss der Georg Fischer B.V. & Co. KG zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Aus dem gleichen Grunde werden Details zu den Material- und Personalaufwendungen im Anhang angegeben. Die Bilanzierung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Konsolidierungskreis Es gab keine Veränderungen im Konsolidierungskreis. Konzernabschlussstichtag Die Jahresabschlüsse der im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden zum gleichen Stichtag aufgestellt. Der Konsolidierungskreis stellt sich zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung wie folgt dar:
Die in obiger Aufstellung in der Spalte "Befreiung nach HGB" gekennzeichneten vollkonsolidierten Unternehmen sowie die Georg Fischer B.V. & Co. KG und die GF MECO Eckel GmbH & Co. KG nehmen die Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 sowie 264b HGB in Anspruch und verzichten auf die Aufstellung, Prüfung und Veröffentlichung ihrer Jahresabschlüsse und Lageberichte. Auf die Einbeziehung in den Konsolidierungskreis wurde bei der in der nachstehenden Tabelle aufgeführten rechtlich selbständigen Unterstützungskasse gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB verzichtet.
Diese Gesellschaft wurde nicht konsolidiert, da sie gemäß § 296 Abs. 2 HGB für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns nicht von Bedeutung ist. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung wurde für die Vorgänge bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. HGB a.F.) auf der Grundlage der Wertansätze der Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss vorgenommen. Aufgrund der Änderungen durch das BilMoG hat die Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen ab dem 1. Januar 2010 nach Artikel 66 Abs. 3 Satz e EGHGB ausschließlich nach der Neubewertungsmethode zu erfolgen. Bei den Kapitalkonsolidierungen, bei denen in der Vergangenheit die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. angewandt wurde, wird diese Methode im Einklang mit Artikel 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB weiterhin fortgeführt. Die sich aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwert gezeigt und gem. § 309 HGB alte Fassung über vier Jahre abgeschrieben. Die aktiven Unterschiedsbeträge, die sich erstmalig ab dem 1. Januar 2010 aus der Kapitalkonsolidierung ergeben, wurden ebenfalls als Geschäfts- oder Firmenwert gezeigt und gem. § 309 HGB über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren planmäßig abgeschrieben. Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert aus der Erstkonsolidierung der folgenden Gesellschaften. Er wurde grundsätzlich entsprechend der Restlaufzeit der stillen Reserven und Lasten ergebniswirksam aufgelöst und ist zum Bilanzstichtag in voller Höhe vereinnahmt.
Alle Forderungen, Verbindlichkeiten, Materialbestände, Umsätze, andere Erträge, Aufwendungen, Zinserträge sowie Zinsaufwendungen zwischen den Konzernunternehmen wurden eliminiert. Zur Schuldenkonsolidierung sind die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einzelnen einbezogenen Unternehmen gegeneinander verrechnet worden. Die konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung ist als vollkonsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung (§ 305 HGB) aufgestellt, in der sämtliche Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen gegeneinander verrechnet worden sind. Auf die Eliminierung von Zwischengewinnen wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung verzichtet. Aus Konsolidierungsbuchungen, insbesondere aus der Neubewertung resultierend, entstehen latente Steuern nach § 306 HGB. Die Konzernrücklagen stammen aus Rücklagen des Mutternunternehmens. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse sind einheitlich nach den deutschen handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt. Die immateriellen Wirtschaftsgüter sind, sofern sie entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten betreffen, zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 5 Jahren. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Ab dem Geschäftsjahr 2021 werden bei der Symmedia GmbH Entwicklungskosten aktiviert, die über 5 Jahre linear abgeschrieben werden. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Dazu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 8 und 50 Jahren bei Gebäuden, 10 bis 20 Jahren bei technischen Anlagen und Maschinen sowie zwischen 5 und 10 Jahren bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Die Abgänge sind zu Restbuchwerten nach Vornahme zeitanteiliger Abschreibungen angesetzt. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden überwiegend linear abgeschrieben. Die Abschreibungen nach linearen Sätzen entsprechen dem tatsächlichen Wertverzehr der Anlagen. Soweit dem Nutzungsverlauf der Vermögensgegenstände entsprechend, wird die Abschreibung auch degressiv bzw. degressiv mit Übergang auf die lineare Methode vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzliche außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sofern der Grund für außerplanmäßige Abschreibungen entfallen ist, wurden Zuschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag bewertet. Die Finanzanlagen betreffen Genossenschaftsanteile sowie sonstige Ausleihungen. Sie sind zu Anschaffungskosten, ggfs. bei dauernder Wertminderung vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Werten am Bilanzstichtag bewertet. Das allgemeine Lagerrisiko (Überbestände, Alterung etc.) wurde durch Abschläge auf die Bruttowertansätze berücksichtigt. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu den Herstellungskosten. In die zurechenbaren Kosten sind auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit sie auf die Vermögensgegenstände des Fertigungsbereichs entfallen, einbezogen. Überbestände und ausgesonderte Erzeugnisse wurden durch Wertabschläge von den Herstellungskosten berücksichtigt. Abgesehen von handelsrechtlichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Das Kreditrisiko ist durch pauschale und individuelle Abschläge auf den Forderungsbestand berücksichtigt. Kurzfristige Währungsforderungen sind mit ihrem Devisenkassamittelkurs zum Zugangszeitpunkt und zum Bilanzstichtag bewertet; langfristige bestehen nicht. Flüssige Mittel sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind aufgrund der Anwendung des Bilanzmodernisierungsgesetzes mit den entsprechenden Schuldpositionen saldiert. Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bewertet worden. Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Januar 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,79% (i.Vj. 1,87%). Der Rechnungszinssatz p. a. beträgt 1,45 % (i.Vj. 1,35 %) beim 7 Jahresdurchschnitt zur Angabe des Unterschiedsbetrages im Anhang.
Die biometrischen Rechnungsgrundlagen sind auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet worden. Die Verpflichtung aus Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnliche Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog . Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der notwendige Erfüllungsbetrag der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Langfristige Rückstellungen sind mit einem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins (Deutsche Bundesbank) abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlung an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen und gegebenenfalls Abfindungen. Die Rückstellung für Lohn- und Gehaltskosten von Mitarbeitern werden ratierlich ab dem Beginn der Beschäftigungsphase der Altersteilzeit angesammelt und mit dem Barwert bewertet. Dabei wurde von einem Rechnungszinssatz von 1,45 % (i.Vj. 1,35 %) sowie einem Gehaltstrend von 2,5 % p. a. ausgegangen. Die Rückstellung für die Aufstockungsleistungen sowie vereinbarte Abfindungen werden mit Beginn der Beschäftigungsphase der Altersteilzeit mit dem Barwert zurückgestellt, weil sie Abfindungscharakter haben. Die Rückstellung für noch ungeregelte Altersteilzeitfälle, welche jedoch die formellen Voraussetzungen für die Inanspruchnahme erfüllen, wird auf betriebsindividueller Basis und unter Berücksichtigung der für den betreffenden Mitarbeiterkreis vorliegenden Erfahrungen berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Kurzfristige Währungsverbindlichkeiten sind mit ihrem Devisenkassamittelkurs zum Zugangszeitpunkt und zum Bilanzstichtag bewertet; langfristige Währungsverbindlichkeiten bestehen nicht. Die funktionale Währung dieses Konzerns ist der Euro. Latente Steuern Für Bewertungsunterschiede zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz werden latente Steuern gebildet. Im konsolidierten Abschluss wurden auf Basis der entsprechenden Gewerbesteuerbescheide ebenso latente Steuern auf werthaltige gewerbesteuerliche Verlustvorträge aktiviert soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird im Anhang D. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Gesellschaft als Organträger, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der Georg Fischer B.V. & Co. KG erfasst. Auf Grund der bestehenden steuerlichen Organschaft wurde ein konzerneinheitlicher Steuersatz von 15% (i.Vj. 15%) für die Berechnung der latenten Steuern aller zum Organkreis gehörendenden Gesellschaften zugrunde gelegt. Bei Gesellschaften, die nicht zum steuerlichen Organkreis gehören, wird mit einem Steuersatz von 30% gerechnet. C. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ( Anlagenspiegel) ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Die Abgänge von Sachanlagevermögen i.H.v. TEUR 14.481 (i.Vj. TEUR 9.051) resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf der Grundstücke und Gebäude an Fondium. Umlaufvermögen / Forderungen Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 13.013 (i.Vj. TEUR 13.519) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Restbetrag betrifft im Wesentlichen konzerninterne Finanzierungen. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 184 (i.Vj. TEUR 204). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 66 (i.Vj. TEUR 66) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 2.992 auf TEUR 3.797 (i.Vj. TEUR 6.789) verringert. Im Geschäftsjahr 2022 resultieren TEUR 11 als Anstieg (i.Vj. Verminderung um TEUR 541) der aktiven latenten Steuern aus zeitlichen Differenzen, die im Wesentlichen auf temporäre Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sowie auf steuerliche Bewertungsunterschiede im Anlage- und Umlaufvermögen, insbesondere bei den immateriellen Vermögensgegenständen, den sonstigen Ausleihungen sowie den Vorräten zurückzuführen sind. Aufgrund der sich in diesem Jahr ergebenden Gewinnsituation wurden wie in den Vorjahren auf 50 % des sich in 2022 ergebenen gewerbesteuerlichen Gewinns aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 3.098 (i.Vj. TEUR 950) aufgelöst, da wir erwarten, dass diese innerhalb von 5 Jahren realisierbar sind. Eigenkapital Die Gesellschafter haben mit Beschluss vom 30. November 2022 die Auslegung des Gesellschaftsvertrages hinsichtlich eines Beschlussvorbehaltes zur Ergebnisverwendung konkretisiert. In diesem Zusammenhang wurde die Darstellung des Eigenkapitals in der Bilanz angepasst und der Gewinnvortrag wurde mit den Rücklagen verrechnet. Ebenso wurde der Unterschiedsbetrag zwischen dem Konzernergebnis und dem Ergebnis laut Jahresabschluss des Mutterunternehmens mit den Konzernrücklagen verrechnet. Rückstellungen für Pensionen Die Rückstellung für die Unterdeckung der Unterstützungskassen hat sich im laufenden Jahr von TEUR 1.297 um TEUR 67 auf TEUR 1.230 vermindert. Zum 31. Dezember 2022 ergeben sich Pensionen von TEUR 31.359 (i.Vj. TEUR 29.432) Diese liegen um TEUR 2.004 (i.Vj. TEUR 2.985) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2022 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Der Effekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurde im Finanzergebnis erfasst. In den Rückstellungen für Pensionen wurden die verpfändeten Vermögenswerte aus der Rückdeckungsversicherung gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert. Die Pensionsverpflichtung ohne Saldierung beläuft sich auf TEUR 33.660 (i.Vj. TEUR 31.610). Die gesamten buchhalterischen Vermögenswerte aus der Rückdeckungsversicherung zu Pensionszusagen belaufen sich auf TEUR 2.301 (i.Vj. TEUR 2.244), davon sind TEUR 2.178 (i.Vj. TEUR 2.178) verpfändet und mit der entsprechenden Pensionsrückstellung saldiert. Nach Verrechnung mit TEUR 2.178 ergeben sich Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 31.359. Anschaffungskosten und Zeitwerte der Rückdeckungsversicherungen entsprechen einander. Rückstellungen für Steuern Die Rückstellungen für Steuern in Höhe von TEUR 5.656 beinhalten Gewerbesteuer für das laufende Jahr (TEUR 2.825) und Gewerbesteuer für Vorjahre (TEUR 2.831). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar und betreffen:
Bei den Rückstellungen für Personalaufwendungen sind TEUR 329 (i.Vj. TEUR 364) Vermögenswerte des Georg Fischer Vermögenstreuhänders e. V. saldiert. Der Bruttowert der sonstigen Rückstellungen beläuft sich demnach auf TEUR 20.935 (i.Vj. TEUR 22.997). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeiten Spiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen eine kurzfristige Überziehung einer Tochtergesellschaft. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen TEUR 6.658 (i.Vj. TEUR 7.649) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehen von Konzerngesellschaften. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von TEUR 93 (i.Vj. TEUR 93). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Steuerverbindlichkeiten von TEUR 873 (i.Vj. TEUR 1.063) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 38 (i.Vj. TEUR 45). D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Der Umsatz setzt sich wie folgt zusammen:
Der Posten beinhaltet wie im Vorjahr keine periodenfremden Erträge. Sonstige betriebliche Erträge Der Konzern hat Erträge (TEUR 11; i.Vj. TEUR 8) aus der Währungsumrechnung erzielt. Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 24.644 enthalten und setzen sich wie folgt zusammen:
Der Anteil der periodenfremden Erträge beläuft sich auf TEUR 24.814 (i.Vj. TEUR 4.802). Sie setzen sich wie folgt zusammen:
Materialaufwand Der Materialaufwand (TEUR) setzt sich wie folgt zusammen:
Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
In der Position " davon für Altersversorgung" sind die Erträge aus den verrechneten Vermögensgegenständen (Rückdeckungsversicherung) in Höhe von TEUR 17 (i.Vj. TEUR 17) mit den Aufwendungen saldiert worden; die Zinsaufwendungen für die Pensionsverpflichtungen sind nicht mehr enthalten. Diese sind in Höhe von TEUR 1.165 (i.Vj. TEUR 1.389) in der Position " Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon aus Pensionszuführungen und sonstige Aufzinsungen" enthalten. Ohne diese Verrechnungen beträgt der Aufwand für Altersversorgung TEUR 2.176 (i.Vj. TEUR 2.399). Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Konzern sind keine wesentlichen Aufwendungen (TEUR 8; i.Vj. TEUR 8) aus der Währungsumrechnung angefallen. Folgende Periodenfremde Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.
Finanzergebnis In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten. Das Finanzergebnis enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung/Abzinsungen von Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 581 (i.Vj. TEUR 437) sowie Aufwendungen aus der Abzinsung anderer Rückstellungen in Höhe von TEUR 11 (i.Vj. TEUR 81). Zudem sind Aufwendungen aus der Änderung des Rechnungszinses in Höhe von TEUR 457 (i.Vj. TEUR 1.600) enthalten. Steuern vom Einkommen und Ertrag Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
Der Posten beinhaltet periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 355 (i.Vj. TEUR 0). Periodenfremde Aufwendungen bestehen wie im Vorjahr nicht. E. Angaben zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung wird nach der indirekten Methode und dem gültigen DRS-Standard 21 erstellt. Sonstige Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge beinhalten im Wesentlichen die Veränderungen bei den latenten Steuern. Die im Geschäftsjahr gezahlten Zinsen belaufen sich auf TEUR 646 (i.Vj. TEUR 930); die gezahlten Ertragsteuern betragen TEUR 444 (i.Vj. TEUR 1.170). Auszahlungen für Investitionen Die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen enthalten die Investitionen abzüglich der Verbindlichkeiten, die dem Investitionsbedarf zuzuordnen sind. Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung umfasst die in der Konzernbilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel. F. Angaben zum EigenkapitalspiegelDie Eigenkapitalquote beträgt 36,5 % (i.Vj. 33,7 %). Konzernjahresüberschuss Der laufende Jahresgewinn wurde dem Gewinnvortrag des Mutterunternehmens gutgeschrieben. G. Sonstige AngabenForschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden konzernweit in verschiedenen Technologiezentren durchgeführt. Die entsprechenden Aufwendungen werden im Rahmen der allgemeinen Konzernumlagen an den deutschen Teilkonzern belastet. Anzahl der Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird von der Komplementärin Georg Fischer Management B.V. ausgeübt. Deren Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr die Herren:
Die in § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der dort bezeichneten Personen sind analog nach § 286 Abs. 4 HGB unterblieben, weil nur ein Geschäftsführer die Vergütung von der Gesellschaft bezieht. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen in Höhe von TEUR 2.119 (i.Vj. TEUR 2.162) gegenüber der Bezirksregierung Düsseldorf. Diese zugunsten eines ehemaligen verbundenen Unternehmens eingegangene Verpflichtung ist nicht zu passivieren, da die zugrundeliegende Verbindlichkeit durch das ehemalige verbundene Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden kann und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. Die finanziellen Verpflichtungen aus dem Bestellobligo aus dem operativen Geschäftsbetrieb entsprechen in ihrer Höhe dem geschäftsüblichen Umfang. Es bestehen weiterhin Verpflichtungen aus mittelbaren Pensionszusagen. Der Wert dieser Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 TEUR 1.233 (i.Vj. 1.297). Zum Ausgleich der aus den mittelbaren Pensionsverpflichtungen und dem dotierten Kassenvermögen der Unterstützungseinrichtungen resultierenden Unterdeckung wurde zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine Rückstellung gebildet. Außerbilanzielle Geschäfte Für Kreditaufnahmen im Rahmen des Cash-Pooling wurden mit verbundenen Unternehmen ungesicherte Kreditlinien vereinbart. Die Inanspruchnahme dieser Kreditlinien durch Konzernunternehmen ist deutlich günstiger als eine vergleichbare Kreditaufnahme bei Kreditinstituten. Sonstige finanzielle und andere Verpflichtungen In den nächsten Jahren bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 27.917 (i.Vj. TEUR 18.159). Davon sind in 2023 TEUR 8.599 fällig. Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen Gebäude, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operate-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden können, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Honorar des Abschlussprüfers Das im Aufwand des Geschäftsjahres 2022 enthaltene Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 253 (i.Vj. TEUR 229) und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Nahestehende natürliche Personen im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB n.F. sind die Geschäftsführung des Mutterunternehmens sowie aller Tochtergesellschaften und ggf. weitere Personen in Schlüsselpositionen. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu natürlichen nahestehenden Personen. Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Sämtliche in den Konzernabschluss der Georg Fischer B.V. & Co. KG einbezogenen Unternehmen werden ebenfalls in den Konzernabschluss der Georg Fischer AG, Schaffhausen/Schweiz, einbezogen, die für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt. Der Konzernabschluss der Georg Fischer AG ist auf Anforderung bei der Georg Fischer AG, Amsler-Laffon-Straße 9, CH-8201 Schaffhausen erhältlich und/oder im Internet unter www.georgfischer.com abrufbar. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:
Für Kreditaufnahmen im Rahmen des Cash-Pooling wurden mit verbundenen Unternehmen unbesicherte Kreditlinien vereinbart. Die Inanspruchnahme dieser Kreditlinien durch Konzernunternehmen ist deutlich günstiger als eine vergleichbare Kreditaufnahme bei Kreditinstituten. Die Geschäfte mit verbundenen Unternehmen wurden zu marktüblichen Konditionen vorgenommen. Persönlich haftende Gesellschafter Persönlich haftender Gesellschafter (Komplementär) ist zum Bilanzstichtag die Georg Fischer Management B.V., Epe/Niederlande, mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 10. Kommanditist mit einer Hafteinlage in Höhe von TEUR 10.000 ist die Georg Fischer AG, Schaffhausen/Schweiz. GewinnverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen. H. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bestehen nicht.
Singen, den 31. Mai 2023 gez. M. Jörgensen gez. J. Geginat gez. C. Vasto gez. I. Filisetti gez. R. Kettner gez. H. Henß Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Kapitalflussrechnung des Georg Fischer B.V. & Co. KGKonzerns 2022
Konzerneigenkapitalspiegel 31.12.2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Georg Fischer B.V. & Co. KG, Singen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Georg Fischer B.V. & Co. KG, Singen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Georg Fischer B.V. & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 15. September 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Bernd Boritzki, Wirtschaftsprüfer ppa. Thorsten Weigand, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 20. September 2023 gebilligt. |
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