Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 727254
Vorher
SGP Schneider Geiwitz Beteiligungsgesellschaft 83 mbh
Eingetragen
27.5.2022
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung, die Montage, der Service und der Vertrieb von Erzeugnissen aus Kunststoffen, Metallen, Glas und anderen Werkstoffen oder Produkten, die der digitalen und analogen Werbung, dem industriellen Bereich oder anderen wirtschaftlichen Bereichen dienen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Maik Nüssle
seit 6.12.2024
Prokura
Mike Sauer
seit 25.8.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Ashik Usman KanjerJoseph Group Germany GmbH
50.00%
Abdulla Yousuf Abdulla KamberJoseph Group Germany GmbH
50.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Joseph Group Germany GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Joseph Westiform GmbH

Ortenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 12.05.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die Joseph Westiform GmbH, mit Sitz in Ortenberg, entwickelt, fertigt und installiert hochwertige Corporate Design Produkte im Bereich der Lichtwerbung sowie technisch anspruchsvolle Kunststoff-Komponenten für den Fahrzeugbau, speziell im Caravaning-Bereich, für just-in-time Lieferungen von vormontierten Baugruppen. Der Konzentration der Aktivitäten liegt dabei auf der jeweiligen Serienfertigung für die national und international agierende Kunden. Ergänzt wird die Unternehmenstätigkeit in der Lichtwerbung durch die Projektabwicklung von Groß- und Einzelanlagen.

Das Unternehmen konzentriert sich aufgrund seiner strategischen Ausrichtung auf Großkunden aus den Branchen Automobil und Mineralöl und erfüllt dabei deren hohe Anforderungen an zuverlässige Qualität und innovative Entwicklungen. Flankiert wird die Kompetenz durch ein professionelles Projektmanagement und einem weltweiten Partner-Netzwerk.

Am Hauptstandort in Ortenberg/ Baden ist das Unternehmen seit 1917 im Bereich der Außen- und Lichtwerbung als Produktionsbetrieb aktiv. Seit dem 1. September 2022 gehört das Unternehmen mittelbar zur internationalen Joseph Group mit Hauptsitz in Dubai/ Vereinigte Arabische Emirate, einem der weltweit größten Hersteller von Licht- und Großwerbeanlagen, insbesondere für den Markt im Mittleren Osten und in Afrika. Die Kooperation birgt fundamentale Synergieeffekte bei der Betreuung internationaler Kunden und Projekte.

1.2. Forschung und Entwicklung

Die Joseph Westiform GmbH besitzt eine eigene Entwicklungsabteilung mit MitarbeiterInnen aus verschiedenen Fachbereichen. Sie haben die Aufgabe, innovative Produkte und Anwendungen ganzheitlich inhouse zu entwickeln. Besonders im Bereich der technischen Kunststoffe können variierende Kundenanforderungen zeitnah mittels Konstruktion und Musterbau umgesetzt werden. Das gewonnene Knowhow ermöglicht fortlaufend neu entwickelte Produkte schneller und zuverlässig in Serie und damit über die Kunden in den Markt zu bringen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2022, gemessen am BIP, trotz Corona-Pandemie, Energiekrise, Inflation, Erhöhung der Leitzinsen, Materialengpässen und erhöhter Unsicherheit durch den Krieg in der Ukraine um knapp 2% gewachsen. Auch in 2023 ist ein schwerer Konjunktureinbruch - wie zeitweise erwartet - ausgeblieben. Das Bruttoinlandsprodukt ist in 2023 geringfügig gegenüber dem Vorjahr gesunken, der Euroraum verzeichnet im gleichen Jahr ein leichtes Wachstum.

Versorgungsengpässe und Inflation belasten die Produktion und das Realeinkommen auch im Jahr 2023, weitere Risiken sind nicht auszuschliessen. Die verhaltene Entwicklung der globalen Konjunktur dämpft das deutsche Exportgeschäft und die Konsum- und Baukonjunktur wird durch eine sinkende Kaufkraft und erheblich gestiegene Finanzierungskosten belastet.

Die Branche der Lichtwerbung zeigte sich in 2022 besonders für große Marktteilnehmer anhaltend robust, da laufende Corporate Design Projekte der Global Player nahezu unverändert umgesetzt werden. Bei den technischen Kunststoffen ist der positive Trend der Caravaning-Branche ungebrochen.

2.2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens (Ertrags-, Vermögens-, Finanzlage)

Das Berichtsjahr 2022 ist ein verkürztes Rumpfgeschäftsjahr, das mit der Aufnahme der Geschäftstätigkeit zum 1. September 2022 operativ begonnen hat und damit vier Monate ausmacht. Im Wege eines Asset-Deals wurden zu diesem Stichtag die Vermögensgegenstände von der Westiform Germany GmbH i. L. durch die Gesellschaft erworben. Die Geschäftstätigkeit wird nahezu unverändert fortgeführt, Kunden und Mitarbeiter sind übergegangen.

Trotz anhaltender Personal- und Versorgungsengpässe bei den Rohstoffen konnte im Berichtsjahr die Auftragsabarbeitung gesteigert werden. Inflationsbedingte Preiserhöhungen konnten kontinuierlich und konsequent an Kunden weitergegeben werden. Zum Jahreswechsel betrug der Auftragsbestand 6,5 Mio. €. Darin zeigt sich die erfolgreiche Fortführung der wirtschaftlichen Aktivitäten nach der Übernahme im September 2023. Dies bestätigte sich im Berichtsjahr auch durch die Teilnahmen an internationalen Ausschreibungen und Bemusterungen.

Die Kernkompetenz der Gesellschaft, national und international große Roll-Outs von Corporate Design Programmen im Innen- und Außenbereich in vorgegebenen engen Zeithorizonten realisieren zu können, festigt die Marktposition. Durch die Zugehörigkeit zur Joseph Group ergeben sich weitere internationale Anfragen und Projekte, welche europa- und weltweit noch besser realisiert werden können.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist durch den Asset Deal und die operative Neubelebung der Geschäftstätigkeit geprägt. Im Geschäftsjahr betrugen die Zugänge des Anlagevermögens 788 T€. Den Zugängen standen Abschreibungen in Höhe von 45 T€ gegenüber. Die Zugänge betreffen in erster Linie den Asset Deal, es wurden aber auch Ersatzinvestitionen eingeleitet.

Die Finanzlage ist durch Eigenkapital und eine langfristige Finanzierung gesichert. Die dazu erforderlichen finanziellen Mittel wurden von der Gesellschafterin ausreichend zur Verfügung gestellt, so dass auch für die Zukunft eine langfristige Finanzierung gesichert ist, was für die strategische Ausrichtung wie auch operative Führung von wesentlicher Bedeutung ist.

Leasingverpflichtungen sind nur von untergeordneter Bedeutung zu verzeichnen; Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten wurden nicht getätigt. Die Kapitalstruktur ist ausgewogen und wird durch einen Investitionsplan der Gesellschafterin für die nächsten 3-5 Jahre untermauert.

Die Ertragslage lag in 2022, trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes, über den Erwartungen, indem der Umsatz aufgrund der erfolgreichen Fortführung der Unternehmenstätigkeit nach der Übernahme stabilisiert werden konnte.

Die im Rahmen des Asset Deals übernommenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe konnten zu Anschaffungskosten erworben werden, die unter den gleitenden Durchschnittspreisen liegen, was sich künftig positiv auf die Materialeinsatzquote auswirkt.

2.3. Finanzielle Leistungsfaktoren

Die Gesellschaft bedient sich zur finanziellen Führung verschiedener finanztechnischer und betrieblicher Kennzahlen. Im Fokus steht dabei die EBIT- und EBITDA-Marge. Die EBIT-Marge betrug im Geschäftsjahr 2,6 %, die EBITDA-Marge 3,2 %. Darüber hinaus betrug die Umsatzrendite 1,4%. Damit lagen die realisierten Werte im Rahmen der Erwartungen. Weitere Erfolgsfaktoren sind Qualität, Zuverlässigkeit und Innovation.

2.4. Gesamtaussage

Zusammenfassend haben sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage trotz schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen trotz der wechselseitigen gesellschaftlichen Verhältnisse in den Vorjahren mehr als zufriedenstellend entwickelt. Der weitere Ausblick wird damit als positiv beurteilt. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

3. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft unterhält für Vertrieb- und Projektmanagement eine Niederlassung in Bretzfeld-Schwabbach.

4. Prognosebericht

Die Fortführung der Geschäftstätigkeiten durch den Asset Deal bedeutet für das Unternehmen die übernommenen Kundenbeziehungen zu revitalisieren bzw. zu intensivieren, um damit die Marktdurchdringung zu erhöhen. Bedingt durch die langjährige Erfahrung und die neue Einbindung in den Firmenverbund der Joseph Group kann die Neuakquise zusätzlicher Kunden noch besser realisiert werden. Die Realisierung von internationalen bis weltweiten Rebranding-Projekten wird deshalb als strategisches Ziel weiter vorangetrieben.

Die Gesellschaft ist nach DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 14001:2015 sowie nach EN 1090 zertifiziert und führt ihre Geschäftsprozesse unter ständiger Weiterentwicklung und der Umsetzung der Normen aus.

Wir beurteilen die weitere Entwicklung des Unternehmens positiv und gehen derzeit von einer Umsatzsteigerung aus. Das Rohergebnis beträgt für 2022 3.608 T €, der Jahresüberschuss bemisst sich auf 108 T€. In 2022 gewonnene Aufträge und der hohe Auftragsbestand gewährleisten für die kommenden Jahre eine ausreichende Grundauslastung, was sich auf die Ertragslage positiv auswirken wird.

Die anhaltende Inflation, weitere Zinsunsicherheiten, wirtschaftspolitische Unwägbarkeiten und geopolitische Spannungen werden im kommenden Berichtsjahr zu einer zunehmenden Herausforderung. Ebenso stellt der Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt ein Risiko dar.

Durch die internationale Partnerschaft mit der Joseph Group kann den Rahmenbedingungen jedoch entgegengewirkt werden, da z.B. grenzüberschreitende Produktions- und Dienstleistungskapazitäten effizient genutzt und ausgebaut werden können.

Für das Geschäftsjahr 2023 rechnet die Gesellschaft mit leicht verbesserten Leistungsindikatoren. Ziel ist es, den Unternehmenserfolg kontinuierlich auszubauen. Vor dem Hintergrund eines langfristigen Engagements der Gesellschafterin und die Einbindung in die - in der gleichen Branche agierenden - Joseph Group eröffnen sich hier hervorragende Chancen.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1. Risikobericht

5.1.1. Branchenspezifische Risiken

Die Außen- und Lichtwerbung wird seit Jahren nur geringfügig von wirtschaftlichen bzw. konjunkturellen Schwankungen tangiert. Langjährige Rebranding und Markendesign Projekte der Kunden erfordern ebenso langfristige wie umfangreiche Umrüstungsprozesse an deren Verkaufsstellen. Dazu werden langfristige Rahmenverträge geschlossen, welche eine signifikante Planungssicherheit für die Hersteller gewährleisten. Im Bereich der technischen Kunststoffe profitiert das Unternehmen vom positiven Trend in der Caravaning-Branche, welcher weiterhin andauern wird. Technische Innovationen erweitern hier das Produktangebot und sichern langfristige Lieferverträge.

Aufgrund der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kann es zu Beeinträchtigungen bei den Arbeitsprozessen kommen. Das Unternehmen konnte die bisherigen Krisen jedoch erfolgreich bewältigen und sieht sich durch die Einbindung in die international agierende Joseph Group für die Zukunft sogar gestärkt. Störungen des internationalen Handels, der Logistik sowie wirtschaftspolitische Einschränkungen oder Auflagen können die Lieferfähigkeit und auch die Kostenstruktur nachteilig beeinflussen. Es ist zu erwarten, dass das weitere Wirtschaftswachstum in Deutschland unter der zu erwartenden Teuerungsrate liegen wird.

5.1.2. Ertragsorientierte Risiken

Das Unternehmen hat seine Produktionskapazitäten optimiert und steht damit einer Neuausrichtung flexibel gegenüber. Die pünktliche und qualitativ zuverlässige Lieferfähigkeit ist ein zentraler Bestandteil des unternehmerischen Erfolgs. Deren Aufrechterhaltung kann zu hohen Fixkosten führen und stellt damit eine Herausforderung dar. Bedingt durch die stärkere Ausrichtung an Großkunden, sind auch höhere Entwicklungs- und Bemusterungskosten zu erwarten, welche die Ertragslage unregelmäßig belasten.

Das Unternehmen weist einen hohen Auftragsbestand aus, wobei auch neue Projekte mit bisherigen und neuen Kunden vor der Realisierung stehen. Personalbedingte Engpässe und der Fachkräftemangel stellen für die Ertragslage eine Belastung dar, welcher mit der neu aufgestellten internationalen Zusammenarbeit und einem kompetenten Management entgegen gewirkt werden kann.

Sämtliche Produkte und Leistungen werden unter Berücksichtigung geltender Normen erbracht, deren Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, Qualität und behördlicher Auflagen steigen. Dadurch ergibt sich ein erhöhter Schulungs- und Dokumentationsbedarf, welcher die Kostenstruktur und die Flexibilität beinträchtigen kann.

5.1.3. Finanzwirtschaftliche Risiken

Durch den weltweiten Vertrieb, die Einführung neuer Produkte und der Weiterentwicklung bestehender Anwendungen, sieht sich das Unternehmen vermehrt unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt. Im Vorfeld eines neuen Projektes werden diese anhand einer definierten Verfahrensanweisung analysiert, wie z.B. signifikante Preissteigerungen bei Energie, Vormaterialien, Dienstleistungen oder Personal, Termintreue oder die Einhaltung von Qualitätsstandards. Die Folgen daraus werden bewertet, geeignete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen eingeleitet.

Wir berichten zeitnah an die Gesellschafterin über die Entwicklung des Auftragseingangs, die Umsatzerlöse, die Liquidität und die Ertragslage. Im Rahmen von Businessplansitzungen werden in regelmäßigen Abständen Geschäftsentwicklung und Maßnahmen diskutiert, beurteilt und beschlossen.

5.1.4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Sichtguthaben. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Dank der Fortführung der Geschäftstätigkeiten nach dem Asset Deal profitiert die Gesellschaft trotz ihrer Neugründung von der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Gesellschafterdarlehen sowie über Kundenanzahlungen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeder Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitoren- und Bonitätsmanagement.

5.2. Chancenbericht

Das Unternehmen besitzt aufgrund der jahrzehntelangen Historie bei Corporate Design Produkten der Lichtwerbung auch nach dem Asset Deal eine bedeutende Marktstellung. Dies zeigt sich auch daran, dass die Gesellschaft bei deutschland-, europa- und sogar weltweiten Ausschreibungen und Bemusterungen eingebunden ist und solche auch gewinnen kann. Mit der unverändert erfolgreichen Realisierung derartiger Projekte kann sich das neue Unternehmen langfristige Kundenbindungen von international agierenden Großkonzernen sichern. Im Bereich der Technischen Kunststoffe sorgt die frühzeitige Einbindung in neue Produktlinien der Kunden für langfristige Lieferaufträge, indem technische Innovationen eingebracht werden.

Der Fokus der Geschäftstätigkeit richtet sich auf weiterhin hochwertige Produkte und auf anspruchsvolle Projekte. In diesem Marktsegment verfügt das Unternehmen über hervorragende innovative und technologische Kompetenzen, so gibt es auch eine eigene Entwicklungsabteilung.

Entgegen einer verhaltenen Wirtschaftsleistung in den vergangenen zwei Jahren in Deutschland und Europa, ist zum Berichtszeitpunkt ein hoher Auftragsbestand und eine hohe Auslastung zu verzeichnen. Dadurch wird die weitere Entwicklung für das Jahr 2023, trotz der derzeitigen unsicheren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, besser als im Vorjahr beurteilt. Bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung hat das Unternehmen weitere Vorverträge bzw. Vereinbarungen mit Kunden abgeschlossen und nimmt dank der internationalen Partnerschaft mit der Joseph Group an neuen Ausschreibungen teil. Die anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Krisen führen zu Konsolidierungen in den verschiedenen Kundenbranchen. Im Bereich Automotive und bei Filialisten großer Ketten ist davon jedoch wenig zu spüren. Vielmehr nutzen gerade diese Unternehmen die gegenwärtige Situation zur Expansion, indem sie ihr Point-of-Sales Netz erweitern und vertiefen. Letztlich eröffnen die gegenwärtigen Krisen auch neue Möglichkeiten für Mergers & Acquisitions, wodurch zusätzliche Bewegung in den Markt der Lichtwerbung kommt.

Der Automobil- und zugehörige Infrastruktursektor erfindet sich gerade neu. Neue Technologien werden gefordert und neue Gestaltungen am Point of Sale, die vom Rebranding bis hin zum Aufbau von neuen Submarken reichen, werden erwartet. Dies bietet dem Unternehmen große Chancen, da Veränderungen ihr Geschäft positiv beeinflussen.

5.3. Gesamtaussage

Signifikante Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich derzeit nicht erkennen. Sofern unser Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht gerade in allen baunahen Branchen grundsätzliche Unsicherheit von Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse.

 

Ortenberg, 29. Dezember 2023

Joseph Westiform GmbH

Geschäftsführung

gez. Mike Sauer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
11.5.2022
EUR
A. Anlagevermögen 732.865,01 0,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 105.605,00 0,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 105.605,00 0,00
II. Sachanlagen 627.260,01 0,00
1. technische Anlagen und Maschinen 562.458,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 43.882,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.920,01 0,00
B. Umlaufvermögen 6.167.042,33 25.000,00
I. Vorräte 2.511.630,64 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.282.954,79 0,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 372.456,90 25.000,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.718,31 0,00
Summe Aktiva 6.914.625,65 25.000,00

Passiva

31.12.2022
EUR
11.5.2022
EUR
A. Eigenkapital 133.039,90 25.000,00
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 25.000,00 25.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Jahresüberschuss 108.039,90 0,00
B. Rückstellungen 1.288.175,48 0,00
C. Verbindlichkeiten 5.493.410,27 0,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 85,71 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.185.000,00 0,00
Summe Passiva 6.914.625,65 25.000,00

Gewinn- und Verlustrechnung

12.5.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.608.171,65
2. Personalaufwand 2.222.536,57
a) Löhne und Gehälter 1.844.699,66
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 377.836,91
3. Abschreibungen 45.498,64
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 45.498,64
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.140.900,86
5. Finanz- und Beteiligungsergebnis -40.825,68
a) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.825,68
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 50.370,00
7. Ergebnis nach Steuern 108.039,90
Jahresüberschuss 108.039,90

Anhang

1. Vorbemerkungen

Die Joseph Westiform GmbH mit Sitz in Ortenberg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter HRB 727254 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wird nach den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz ist unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

Aufgrund der Gründung der Gesellschaft zum 12.05.2022 ist das vorliegende Geschäftsjahr ein Rumpfgeschäftsjahr vom 12.05.2022 bis 31.12.2022. Die Vergleichszahlen des Vorjahres sind in der Bilanz die Eröffnungsbilanzzahlen. Aus diesem Grund sind die Zahlen der Bilanz mit den Vorjahreszahlen nur sehr eingeschränkt vergleichbar. Für die Gewinn- und Verlustrechnung liegen keine Vorjahresvergleichszahlen vor.

Mit Wirkung zum 01.09.2022 wurde der operative Geschäftsbetrieb der Westiform Germany GmbH im Wege eines Asset Deals übernommen. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear. Zu- und Abgänge werden zeitanteilig abgeschrieben.

Die Aktivierung des Geschäfts- und Firmenwerts erfolgte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung einer planmäßigen linearen Abschreibung über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. Die Nutzungsdauer von 10 Jahren basiert auf dem Lebenszyklus der bei verschiedenen Kundenprojekten eingesetzten Produkte des erworbenen Fertigungs-Know-Hows.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anschaffungskosten beinhalten die Anschaffungsnebenkosten; Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Zu- und Abgänge werden zeitanteilig abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgesetzt. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach dem Niederstwertprinzip zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bzw. beizulegenden Werten am Abschlussstichtag, wobei grundsätzlich der gleitende Durchschnittspreis zugrunde gelegt wird. Die Berücksichtigung der abweichenden Anschaffungskosten im Rahmen des Assets Deals erfolgte durch pauschale Abschläge auf den gleitenden Durchschnittspreis.

Die Aktivierung (un-)fertiger Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Sondereinzelkosten der Fertigung auch angemessene und notwendige Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Ergab sich ausgehend vom Auftragswert unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrads nach der retrograden Ermittlung der Herstellungskosten ein niedrigerer beizulegender Wert, erfolgte die Abschreibung auf den niedrigeren Stichtagswert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Erkennbaren Ausfallrisiken ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zusätzlich wird das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Liquide Mittel sind zum Nennbetrag aktiviert.

Die Steuerrückstellungen sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags gebildet.

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostenänderungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem restlaufzeitentsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden generell mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Erfassung von Währungsrechnungen erfolgen grundsätzlich zum Tageskurs im Zeitpunkt der Erstverbuchung. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet; ergibt sich zum Bilanzstichtag ein höherer Umrechnungskurs, erfolgt bei einer Restlaufzeit von unter einem Jahr der Ansatz des niedrigeren Stichtagskurses. Bei einem höheren Umrechnungskurs erfolgt bei Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeiten von unter einem Jahr die Bewertung mit dem höheren Devisenkassamittelkurs.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Anschaffungs- und Herstellungskosten
12.05.2022
T€
Zugänge
T€
Zugänge Asset Deal
T€
Abgänge
T€
31.12.2022
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 109 0 109
0 0 109 0 109
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0 47 548 0 595
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 0 53 0 53
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 21 0 0 21
0 68 601 0 669
0 68 710 0 778
kumulierte Abschreibung Buchwert
12.05.2022
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
31.12.2022
T€
31.12.2022
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0 3 0 3 106
0 3 0 3 106
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0 33 0 33 562
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 9 0 9 44
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 21
0 42 0 42 627
0 45 0 45 733

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen in Höhe von 0 T€ mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 25 T€.

Sonstige Rückstellungen

31.12.2022
T€
12.5.2022
T€
Rückstellungen im Personalbereich 223 0
Rückstellung für Gewährleistungen 156 0
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 787 0
Übrige Rückstellungen 72 0
1.238 0

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf.

Eventualverbindlichkeiten/Haftungsverhältnisse

Abgesehen von den üblichen Eigentumsvorbehalten bestehen zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse gem. §§ 251 i.V.m. 268 Abs. 7 HGB. Anhaltspunkte für eine eventuelle Inanspruchnahme liegen nicht vor.

4. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außergewöhnliche (periodenfremde und/oder einmalige) Erträge in Höhe von 43 T€.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche (periodenfremde und/oder einmalige) Aufwandskomponenten in Höhe von 57 T€ sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 0 T€.

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 41 T€.

2022
T€
2021
T€
Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen 0 0
Übrige Zinsaufwendungen 41 0
41 0

5. Sonstige Angaben

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2022
Anzahl
2021
Anzahl
Angestellte 26 0
gewerbliche Arbeitnehmer 43 0
Arbeitnehmer i.S. von § 267 Abs. 5 HGB 69 0
Geschäftsführung 2 0
71 0

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gesamt
T€
jährlich
T€
Mietverträge (unbefristet) 202 202
Leasing befristet 109 81
311 283

Mitglieder der Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2022 waren:

Herr Harald Ott, Neu-Ulm (bis 27.07.2022).

Herr Bernd Echle, Ohlsbach (vom 22.07.2022 bis 01.09.2022),

Herr Mike Sauer, Maschinenbautechniker/Technischer Betriebswirt, Schiltach, (ab 01.09.2022),

Herr Martin Walker, Dipl. Kfm., Leipzig, (ab 01.09.2022 bis 28.08.2023).

Die Höhe der Geschäftsführungsbezüge belief sich im Geschäftsjahr auf 41 T€.

Unternehmensverbindungen

Die Joseph Westiform GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Joseph Group Germany GmbH mit Sitz in Ohlsbach, Deutschland. Der vorliegende Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Joseph Group Germany GmbH mit Sitz in Ohlsbach, Deutschland einbezogen.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung hat vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ortenberg, 21.12.2023

Joseph Westiform GmbH

Geschäftsführung

gez. Mike Sauer

Der Jahresabschluss wurde zum 02.02.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Zu dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss, wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 276, 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem ausführlichen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den unten aufgeführten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Joseph Westiform GmbH, Ortenberg,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Joseph Westiform GmbH, Ortenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 12.05.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Joseph Westiform GmbH, Ortenberg, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 12.05.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 12.05.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientieren Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Trostberg, 09.01.2024

M & P Revision und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Bernd Meyer, Wirtschaftsprüfer

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