Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 7340
Eingetragen
28.2.2006
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von Schädlingsbekämpfungs-, Pflanzenschutz- und Desinfektionsmitteln
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb chemischanalytischen Standards sowie Reagenzien für die Biochemie.

Historie

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Management

NameRolle
Alberto Lopez Ejarque
seit 28.1.2025
Geschäftsführer
Dagmar Krug
seit 9.5.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ITW LLC & Co. KG
Germany
60.000 DM
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

AppliChem GmbH

Darmstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

1. Umsatz

Das Geschäftsjahr 2010 war bis Mitte des Jahres noch durch die Wirtschafts- und Finanzkrise geprägt.

Die Erholung der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland nach der Krise erfolgte mit einer besonderen Dynamik zum Ende des Jahres.

Diese Entwicklung konnte auch bei AppliChem in dieser Form beobachtet werden.

Trotz dieser teilweisen schwierigen weltwirtschaftlichen Bedingungen konnte die AppliChem GmbH ein Umsatzplus von rund 2 % erzielen.

Das Jahr startete mit einem schwachen Auftragseingang, der in der zweiten Jahreshälfte leicht über das Niveau des Vorjahres anstieg. Dementsprechend war der Umsatz im Gegensatz zum Vorjahr 2009 gleichmäßiger über das Jahr verteilt.

Es ist wieder festzustellen, dass der Anteil des Inlandumsatzes, im Gegensatz zu den Vorjahren, anstieg. Der Exportanteil hingegen fiel auf ca. 46 % des Gesamtumsatzes.

Das Geschäft mit unseren nationalen und internationalen Händlern entwickelte sich weiterhin gut. Über die Händler tätigen wir ca. 60 % des Gesamtumsatzes.

Bei den Hauptproduktgruppen Chemica und BioChemica gibt es insgesamt gute Zuwächse. 2010 fiel erneut der Umsatz mit den Bulkprodukten.

Seit 2010 ist die AppliChem-Niederlassung in den USA eine 100 %ige Tochtergesellschaft der AppliChem GmbH. Das US-Geschäft wird weiterhin von AppliChem Skandinavien betreut.

In Großbritannien wurde die im November 2009 gegründete AppliChem UK weiter ausgebaut.

Im Fokus stehen bei AppliChem weiterhin innovative Produkte für Nischenmärkte und -an-wendungen.

Vertriebsseitig gibt es insbesondere in Nordamerika und Asien erhebliche Marktpotenziale. Die eingeleitete Entwicklung der Internationalisierung (Ausbau des Händlernetzes) wird daher konsequent weiterverfolgt.

Der Umsatzanteil mit Eigenprodukten liegt weiterhin bei über 90 %.

Wir werden auch 2011 eine Vielzahl von neuen Produkten und Serviceleistungen auf den Markt bringen und erwarten, dass sich der deutlich positivere Trend aus der zweiten Jahreshälfte 2010 fortsetzen wird.

2. Beschaffung

Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden im Jahr 2010 ca. 6,75 Mio. Euro ausgegeben. Dieser Wert unterstreicht deren besondere Bedeutung für den Erfolg unseres Unternehmens. Weiterhin richten wir großes Augenmerk auf die Optimierung unserer Einkaufsaktivitäten. Ein neuer Mitarbeiter für die Abteilung wurde hinzugewonnen.

Zur Vermeidung von Lieferengpässen und eventueller Abhängigkeit von Anbietern halten wir strategische Reserven. Der Inventurwert stieg dabei im Vergleich zum Vorjahr leicht. Um größere Preisschwankungen zu reduzieren, kaufen wir Materialien, die wir zur Herstellung unserer wichtigsten Produkte verwenden, in der Regel auf Basis globaler Verträge oder von mehreren zugelassenen Lieferanten.

3. Produktion und Entwicklung

Die Produktionsmenge lag leicht über Vorjahresniveau.

Die Produktivität konnte durch gezielte Investitionen in größere Produktionsanlagen und Geräte verbessert werden.

In 2010 wurden für neue Syntheseentwicklungen nochmals rund 50T€ aufgewendet; hierbei handelt es sich um Personalkosten für die Entwicklung, anfallende Produktionskosten im Rahmen von Forschungsarbeiten sowie Labor- und Analysekosten. Die in 2009 neu eingerichtete Abteilung F&E wurde weiter ausgebaut.

4. Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen

Die Schwerpunkte unserer Investitionen lagen in Rationalisierung-, Erweiterungs- und Technologie -Investitionen.

Im Fokus stehen die Sicherung und der Ausbau unserer Marktposition in allen rentablen Segmenten.

Voraussetzung dafür sind Investitionen in Produktionserweiterungen sowie der Logistik und Informationstechnologie. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau von Produktionskapazitäten sowie die Erhöhung der Flexibilität.

5. Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2010 hatten wir 105 Mitarbeiter, davon 6 Auszubildende. Im Jahresdurchschnitt ist die Anzahl der Mitarbeiter um 10 Mitarbeiter gestiegen. In den Niederlassungen der AppliChem waren 9 Mitarbeiter beschäftigt.

Human Resources ist ein strategischer Erfolgsfaktor für unser Unternehmen. Es wurde gezielt in neue Personalentwicklungskonzepte und -strukturen investiert. Die Ausgaben für Ausbildung und Personalentwicklung sind entsprechend gestiegen. Eine weitere neue Mitarbeiterin für den Personalbereich konnte gewonnen werden.

Die mit unserer strategischen Ausrichtung abgestimmten Schulungsschwerpunkte waren Logistik- und Ablaufoptimierungen, ERP-System-Optimierung sowie QM-Maßnahmen.

6. Jahresergebnis

Der Jahresüberschuss fiel mit einem Plus von ca. 50 % gegenüber dem Vorjahr zu unserer Zufriedenheit aus.

Der Cashflow hat sich um rund 20 % auf 1,63 Mio. € erhöht. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um 40 % erhöht.

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich erneut und zwar auf über 50 %. Das Eigenkapital erhöhte sich um 20,5 %, die Eigenkapitalrendite erhöhte sich auf 21,2 %.

Die Umsatzrendite betrug 5,4 % (Vorjahr: 3,7 %).

7. Risikomanagement

Unternehmerisches Handeln ist immer mit Chancen aber auch Risiken verbunden. Ein wirksames Risikomanagement dient bei AppliChem zur Sicherung der Unternehmenswertes und ist deshalb Bestandteil der Unternehmensführung und nicht Aufgabe einer bestimmten organisatorischen Einheit. Planungs- und Controlling-Prozesse sowie ein monatliches Berichtswesen mit allen relevanten quantitativen und qualitativen Informationen sind Bestandteile dieses Systems. Jährlich wird eine detaillierte Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsplanung erstellt, die unterjährig überprüft, verglichen und ggf. angepasst wird. Es sind Kennzahlensysteme vorhanden, die die Ist-Situation abbilden, aber auch Trends frühzeitig aufzeigen. Es finden regelmäßige Managementsitzungen statt, auf denen u.a. über aktuelle Entwicklungen und Markttrends auf der Ein- und Verkaufsseite berichtet wird.

8. Ausblick

Auf Grund unserer eigenen Innovationsfähigkeit und Umsetzungskompetenz sind wir für 2011 wieder optimistisch. Wir haben ein Umsatzwachstum von 10 % auf rund 19 Mio. Euro geplant.

Unsere internationale Vertriebsstruktur wird weiter ausgebaut. Die Einführung zahlreicher neuer und vermutlich erfolgreicher Produkte steht bevor.

Unser Hauptaugenmerk wird in 2011 auf IT-Erweiterungen sowie die Entwicklung und den Ausbau der Tochtergesellschaft in Nordamerika gerichtet sein. Zur Verbesserung der Betreuung unserer Niederlassungen und Händler ist eine neue Stelle eingeplant.

Zusätzlich wird unsere Vertriebsmannschaft im Inland um weitere Außendienstmitarbeiter erweitert.

Der zu erwartenden Kostenentwicklung wird durch weitere Rationalisierungsmaßnahmen und durch Ablaufoptimierung (Veränderung der Produktionsplanung und -organisation) gegengesteuert.

Alle Maßnahmen werden bei laufendem Betrieb umgesetzt. Wir gehen von geringen Beeinträchtigung für unsere Produktion aus.

Die Planungsgrundlage für die nächsten Jahre wird weiterhin bei einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 10 % liegen.

Für 2011 erwarten wir eine Verbesserung unseres Betriebsergebnisses.

Einer positiven Umsatzentwicklung stehen weitere Kosterhöhungen bei knapper werdenden Rohstoffen entgegen. Für 2011 gehen wir von stabilen Energiekosten auf hohem Vorjahresniveau aus.

Risiken liegen in der Entwicklung der Energie- und Rohstoffkosten sowie vor allem im Preisdruck auf unsere Produkte. Darüber hinaus ist weiterhin eine erschwerende und kostentreibende Industriepolitik in Europa (REACh / GHS) und insbesondere in Deutschland zu beobachten.

Weitere nennenswerte Risiken für unsere Gesellschaft wurden nicht identifiziert.

BILANZ

AKTIVA

Prüfungsjahr Vorjahr
Euro
Euro Euro
A. ANLAGEVERMÖGEN
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewebliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 227.656,50 127.235,00
227.656,50 127.235,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.259.840,05 1.680.816,85
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 430.476,00 410.794,50
2.690.316,05 2.091.611,35
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.583,17 18.053,22
2. Ausleihungen an verbunden Unternehmen 34.742,90 41.209,83
3. Beteiligungen 60.296,30 60.296,30
4. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 60.000,00 60.000,00
5. sonstige Ausleihungen 50.551,00 1,00
6. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 229.482,84
231.173,37 409.043,19
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.526.059,85 2.455.327,40
2. geleistetet Anzahlungen 0,00 69.876,00
2.526.059,85 2.525.203,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.694.211,70 2.246.862,64
2. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 14.125,00 11.125,00
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr: Prüfungsjahr Euro: 14.125,00 Vorjahr Euro: 11.250,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 312.378,15 145.649,86
davon gegen Gesellschafter Prüfungsjahr Euro: 0,00 Vorjahr Euro: 0,00
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr: Prüfungsjahr Euro: 21.116,92 Vorjahr Euro: 23.608,92 3.020.714,85 2.403.637,50
III. Schecks, Kassenbestand, Bundesbank- und Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 48.604,48 17.370,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 73.507,09 81.697,41
8.818.032,19 7.655.798,70

PASSIVA

Prüfungsjahr Vorjahr
Euro
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Gewinnvortrag 3.440.165,53 2.954.572,81
III. Jahresüberschuß 941.776,13 625.591,82
4.433.070,85 3.631.293,82
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 213.285,00 402.321,00
2. Steuerrückstellungen 62.778,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 431.028,58 366.698,04
707.091,58 769.019,04
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.628.142,17 2.418.117,38
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr Prüfungsjahr Euro: 34.461,71 Vorjahr Euro: 378.682,94
davon mit Restlaufzeit mehr als 5 Jahre Prüfungsjahr Euro: 1.322.554,67 Vorjahr Euro: 1.422.369,44
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 887.248,91 747.484,01
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr Prüfungsjahr Euro: 887.248,91 Vorjahr Euro: 747.484,01
3. Sonstige Verbindlichkeiten 161.436,56 89.884,45
davon aus Steuern 3.676.827,64
Prüfungsjahr Euro: 60.112,26 Vorjahr Euro: 55.406,60
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Prüfungsjahr Euro: 12.145,17 Vorjahr Euro: 4.613,50
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr Prüfungsjahr Euro: 161.436,56 Vorjahr Euro: 89.884,45
D. Rechnungsabgrenzungsposten 28,12 0,00
E. Passive latente Steuern 1.014,00 0,00
8.818.032,19 7.655.798,70

Gewinn- und Verlustrechnung

Jahr Vorjahr
Euro
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 17.314.554,53 17.088.256,03
2. sonstige betriebliche Erträge 280.344,59 155.479,81
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roch- Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 6.794.692,56 - 7.639.833,61
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 - 6.794.692,56 - 9.984,50
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 3.990.926,76 - 3.594.279,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 698.844,33 - 624.552,38
- 4.689.771,09
davon für Altersversorgung Euro 71.990,84 Vorjahr Euro 98.631,68
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs - 230.722,89 - 196.391,72
6. sonstige betriebliche Aufwendungen - 4.463.824,02 - 3.978.184,14
7. Erträge aus Beteiligungen 41.707,86 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen Euro 41.707,86 Vorjahr Euro 0,00
8. Zinsen und ähnliche Erträge 10.257,85 24.409,87
davon aus verbundenen Unternehmen Euro 3.000,00 Vorjahr Euro 0,00
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 - 134.978,62
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 121.322,53 - 122.173,75
Abzinsung Pensionsrückstellungen: 20.162,00
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.346.531,74 967.767,24
12. außerordentliche Erträge 24.560,65 0,00
13. außerordentliches Ergebnis 24.560,65 0,00
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 421.537,06 - 333.963,41
15. sonstige Steuern - 7.779,20 - 8.212,01
16. Jahresüberschuss 941.776,13 625.591,82

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).

Der Jahresabschluss wurde erstmals nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Die bisherige Form der Darstellung und die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden insoweit angepasst. Eine Durchbrechung der Stetigkeit liegt insoweit nicht vor (Art. 67 VIII 1 EGHGB). Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend Art. 67 VIII 2 EGHGB nicht angepasst.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 I 1, III HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden linear und degressiv abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 410 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 II EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 I 1 HGB).

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 IV HGB).

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet (§ 255 II S.1 und 2 HGB).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag gem. § 256a II HGB bewertet (§ 284 II Nr. 2 HGB).

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz liegt bei 30,705 %. Der Gewerbesteuer-Hebesatz beträgt hierbei 425%.

Wertansatz in €
handelsrechtlich steuerlich Differenz
Aktivseite
Rückdeckungsansprüche Lebensversicherung 50.050 271.446 +221.396
Summe + 221.396
Passivseite
Rückstellung für Pensionen 213.285 437.986 - 224.701
Summe - 224.701
Saldo Aktiv / Passiv - 3.305
Steuersatz (kombiniert) 30,705 %

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und der Ausweis der Erträge (Verluste) aus der Abzinsung erfolgt nach den Vorschriften des § 253 I bis III HGB. Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode wurde die "projected unit credit method" angewandt. Der Rechnungszins beruht auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln von 2005 G" (© RICHTTAFELN von Prof. Dr. Klaus Heubeck - Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln).

In Höhe von 221.396€ wurden Vermögensposten gem. § 246 Abs. 2 HGB i. d. F. des BilMoG mit Schulden saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 I 2 HGB).

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB).

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist nachfolgend dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 II HGB).

Wesentliche Änderungen im Anlagevermögen nach der Bilanzerstellung ergeben sich dadurch, dass Grundstücke und Bauten im Rahmen eines Sale and Lease Back Vertrages in 2011 veräußert wurden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben i. H. v. € 21.116,92 eine Restlaufzeit von über 1 Jahr (Vorjahr: T€ 23).

Anlagespiegel 2010

Anschaff.-/ Herstellungs-
kosten (hist.)
EUR
Zugänge, Geschäftsjahr
(+) EUR
Abgänge Geschäftsjahr
(-) EUR
Umbuchungen Geschäftsjahr
(+/-) EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
(+) EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 500.662,13 176.664,91 0,00 0,00 0,00 76.243,41
Summe I. Immaterielle Vermögensgegenstände 500.662,13 176.664,91 0,00 0,00 0,00 76.243,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.753.882,11 609.448,70 0,00 0,00 0,00 30.425,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 908.954,11 148.411,98 12.672,71 0,00 0,00 124.053,98
Summe II. Sachanlagen 2.662.836,22 757.860,68 12.672,71 0,00 0,00 154.479,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.053,22 7.529,95 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbunden Unternehmen 44.876,40 1.063,02 7.529,95 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 60.296,30 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 60.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 364.462,46 42.463,16 221.396,00 0,00 0,00 0,00
Summe III. Finanzanlagen 547.688,38 51.056,13 228.925,95 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme 3.711.186,73 985.581,72 241.598,66 0,00 0,00 230.722,89
Buchwert Vorjahr
EUR
Abschreibungen (kumuliert)
(-)EUR
Buchwert 31.12.
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 127.235,00 449.670,54 227.656,50
Summe I. Immaterielle Vermögensgegenstände 127.235,00 449.670,54 227.656,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.680.816,85 103.490,76 2.259.840,05
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 410.794,50 614.217,38 430.476,00
Summe II. Sachanlagen 2.091.611,35 717.708,14 2.690.316,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.053,22 0,00 25.583,17
2. Ausleihungen an verbunden Unternehmen 41.209,83 3.666,57 34.742,90
3. Beteiligungen 60.296,30 0,00 60.296,30
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 60.000,00 0,00 60.000,00
5. Sonstige Ausleihungen 229.483,84 134.978,62 50.551,00
Summe III. Finanzanlagen 409.043,19 138.645,19 231.173,37
Gesamtsumme 2.627.889,54 1.306.023,87 3.149.145,92

Die Rückstellungen im Geschäftsjahr sind aus folgender Tabelle ersichtlich:

Rückstellungsspiegel 2010

Buchwert Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Zuführung
EUR
Auflösung
EUR
Umbuchung
EUR
Inanspruchnahme
EUR
Buchwert Ende des Geschäftsjahres
EUR
Art
Rückstellungen für Pensionen 402.321,00 € 32.360,00 € - 221.396,00 € 213.285,00 €
Steuer-
rückstellungen
- € 62.778,00 € 62.778,00 €
sonst. Rückstellungen 366.698,04 € 403.447,54 € - 339.117,00 € 431.028,58 €
Summe 769.019,04 € 498.585,54 € - € - 221.396,00 € - 339.117,00 € 707.091,58 €

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 V 1 HGB, § 285 Nr.1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:

Restlaufzeit Summe
davon gesichert
T€
Art und Form der Sicherheit
bis 1 Jahr
1 - 5 Jahre
> 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.491,71 545.189,67 2.048.460,79 2.628.142,17 2.593 Grundschuld-
eintragung
aus Lieferungen und Leistungen 887.248,91 887.248,91 887 Eigentumsvorbehalt
sonstige 161.436,56 161.436,56
Summe 1.083.177,18 545.189,67 2.048.460,79 3.676.827,64

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Annuitätendarlehen. Bei der Ermittlung der Restlaufzeit wurde ein unveränderter Zinssatz bis zum Tilgungsende unterstellt.

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB (§ 268 VII HGB):

Eventualverbindlichkeiten
Aval 19.777,62€

Die Inanspruchnahme aus Bürgschaften und aus Akkreditiven schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB).

Zum 31.12.2010 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):

Höhe der jährlichen Verpflichtung
Mietverträge Immobilien 434.952,72
Mietverträge Mobilien 50.605,30
Leasingverträge 224.504,51

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten in Höhe von 410.544€ das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (§ 285 Nr. 6 HGB).

V. Sonstige Pflichtangaben

Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 117 (Vorjahr: 89) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 89 Angestellte und 28 Aushilfen/Zeitarbeit. Die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt (§ 285 Nr. 7 HGB).

Geschäftsleitung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens unverändert geführt durch:

 

Herrn Dr. Markus Frasch, Dipl. Chemiker

 

Herrn Dr. Johannes Oeler, Dipl. Chemiker

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung in 2010 betrugen 476.974€.

Beteiligungen

Die AppliChem GmbH hält Beteiligungen an:

Name Sitz Kapitalanteil
AppliChem Asia Singapore 60 %
AppliChem Inc. Cheshire, USA 90 %
AppliChem Ltd. Lancester, GB 60 %

Sonstiges

Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

 

Darmstadt, 27. Mai 2011

AppliChem GmbH

Dr. Markus Frasch, Geschäftsführer

Dr. Johannes Oeler, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Applichem GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft.

Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Mannheim, 11. August 2011

Walter Okon, Wirtschaftsprüfer

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