Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 201120
Vorher
GP Tonrohstoffe GmbH
Eingetragen
24.10.1990
Branche
Gewinnung von Kaolin und anderem kaolinhaltigen Ton und LehmHerstellung von Gipserzeugnissen für den BauGewinnung von anderen Natursanden und Kies
Gegenstand
Erwerb, die Gewinnung, die Verarbeitung und der Vertrieb von Steine- und Erden-Rohstoffen, insbesondere Tonrohstoffe und die Beratung bei der Anwendung in der Bau- und Baustoffindustrie; der Transport und Umschlag von Rohstoffen, Baustoffen und sonstigen Materialien sowie Erwerb, Bewirtschaftung, Vermietung und Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden, Maschinen, Geräten und Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Heilmann
seit 7.8.2017
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
255.646 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GP Günter Papenburg Aktiengesellschaft

Hannover

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftstätigkeit des Konzerns

1.2 Personalentwicklung und Arbeitnehmerentwicklung

1.3 Forschung und Entwicklung

1.4 Nachhaltigkeitsstrategie

2. Erklärung zur Unternehmensführung

3. Finanzielles Steuerungssystem

4. Geschäftsverlauf

4.1 Wirtschaftliche Rahmenentwicklung 2022

4.2 Geschäftsverlauf 2022

5. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

5.1 Ertragslage

5.2 Darstellung nach Sparten

5.3 Finanzlage

5.4 Vermögenslage

6. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

6.1 Chancenbericht

6.2 Risikobericht

6.3 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Geschäftsjahr 2023

6.4 Voraussichtliche Geschäftsentwicklung 2023 der Unternehmensgruppe

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftstätigkeit des Konzerns

Die GP Günter Papenburg AG ist die Muttergesellschaft und Management-Holding der Papenburg-Unternehmensgruppe. Alle Beteiligungen werden direkt bzw. indirekt über Tochtergesellschaften gehalten.

Die Papenburg-Unternehmensgruppe ist im Geschäftsjahr 2022 in den Sparten

• Rohstoffe und Spedition

• Betonwaren

• Bau

• Recycling und Verwertung

• Sonstige

tätig.

Die Rohstoffvorkommen sowie die Logistikkapazitäten sind in der Sparte Rohstoffe und Spedition gebündelt. Innerhalb der Sparte Betonwaren sind die Aktivitäten von Transportbeton und deren Logistik auf bestimmte Marktregionen konzentriert. Wesentlicher Spartenschwerpunkt bildet zudem die Fertigung von Betonsteinen sowie Betonelementen in Werken innerhalb Mitteldeutschlands. Die Wertschöpfungskette wird mit der Sparte Bau fortgesetzt. Die Aktivitäten der Sparte Bau umfassen die Bereiche Straßen-, Tief-, Hoch- und Ingenieurbau sowie den Spezialtiefbau. Innerhalb der Sparte Recycling und Verwertung erfolgt die Wiedernutzbarmachung von anfallenden Reststoffen durch innovative Prozesse und somit die Rückführung in den Wirtschaftskreislauf "Circular Economy". Die bestehende Beteiligung an einem der größten europäischen Stahlproduzenten sowie an Recycling- und Verwertungsunternehmen ermöglichen leistungsstarke und innovative Dienstleistungskonzepte für die Bau-, Eisen- und Stahlindustrie im Rahmen der Verwertung von Reststoffen. Auch das Recycling von Elektroaltgeräten durch eine umweltgerechte Behandlung dient der Rückführung von Rohstoffen in den Wirtschaftskreislauf. Reststoffe ohne weitere Verwertungsmöglichkeiten werden sachgerecht eingelagert. Gesellschaften des Anlagen- und Maschinenbaus, Grundstücksentwicklungsgesellschaften, aber auch die Unterhaltung einer Veranstaltungsarena in der niedersächsischen Landeshauptstadt werden in der Sparte Sonstige zusammengefasst und erzielen einen Leistungsbeitrag in der Papenburg-Unternehmensgruppe. Nach der Veräußerung von zwei Konzernunternehmen, welche bis zum Vorjahr innerhalb der Sparte Baumaschinen geführt wurden, sind die verbleibenden Unternehmen der Sparte Sonstige zugeordnet.

Die Umsetzung der kompletten Wertschöpfungskette und die damit verbundene nachhaltige Geschäftsstrategie erstreckt sich auf die Kernregionen in Nord-, Mittel- und Ostdeutschland. Die wesentlichen Aktivitäten konzentrieren sich dabei auf die:

• Wirtschaftsregionen in Niedersachsen insbesondere mit den Großräumen Hannover, Salzgitter, Braunschweig und Osnabrück,

• Wirtschaftsregionen Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein,

• Wirtschaftsregion Mecklenburg-Vorpommern,

• Metropolregion Mitteldeutschlands mit den Großräumen Halle-Leipzig, Magdeburg und Harz sowie die

• Metropolregion Berlin-Brandenburg mit den Standorten in Teltow, Potsdam und Cottbus.

Die branchenspezifischen Bedingungen und Entwicklungen in den einzelnen Sparten bilden den Rahmen für die Entwicklungsmöglichkeiten der Papenburg-Unternehmensgruppe.

1.2 Personalentwicklung und Arbeitnehmerentwicklung

Die Zahl der Beschäftigten hat sich im Durchschnitt 2022 gegenüber 2021 um 168 Mitarbeiter auf 3.833 Mitarbeiter verringert.

Gewerbliche Angestellte Gesamt
2022 2021 2022 2021 2022 2021
Sparte
Rohstoffe und Spedition 1.071 1.086 336 322 1.407 1.408
Betonwaren 542 533 271 277 813 810
Bau 491 508 421 411 912 919
Recycling und Verwertung 286 275 113 109 399 384
Sonstige 91 161 211 319 302 480
2.481 2.563 1.352 1.438 3.833 4.001

Der Mitarbeiterrückgang entfällt im Wesentlichen auf die Sparte Sonstige, die im Vorjahresausweis noch 180 Mitarbeiter berücksichtigte, welche zum Beginn des Geschäftsjahres 2022 durch den Verkauf von zwei Tochtergesellschaften aus der Papenburg-Unternehmensgruppe ausgeschieden sind. Bereinigt um diesen Abgang ist ein Zuwachs der Beschäftigten in Höhe von 12 Mitarbeitern zu verzeichnen.

Der bereinigte Mitarbeiterzuwachs entfällt im Wesentlichen auf die Sparte Recycling und Verwertung.

Als großer Arbeitgeber in den Kernregionen in Deutschland sehen wir uns in der Verantwortung, arbeitsrechtliche Entwicklungen (Anforderungen des Arbeitsschutzes und des betrieblichen Eingliederungsmanagements, der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen oder der Arbeitszeitbestimmungen) wahrzunehmen und Maßnahmen konsequent umzusetzen. Unsere Beschäftigten stehen im Mittelpunkt unserer unternehmerischen Fürsorge.

Die Altersstruktur in der Papenburg-Unternehmensgruppe ist in einzelnen Bereichen und im Allgemeinen kritisch zu betrachten. Die sinkenden Bewerberzahlen für Ausbildungsplätze im gewerblich-technischen Bereich sowie der Fachkräftemangel auf dem deutschen Arbeitsmarkt erfordern ein hohes Engagement im Ausbildungsmarketing und in der Rekrutierung. Durch die beständige Verstärkung unserer Teams im Personalmanagement sind wir im Rahmen von Schulkooperationen, auf Job- und Berufsorientierungsmessen sowie durch viele Inhouse-Aktivitäten und externe Veranstaltungsformate als attraktiver Arbeitgeber in den Regionen bekannt. Mit durchschnittlich 193 Auszubildenden verfügt die Papenburg-Unternehmensgruppe für ihre Branche über eine überdurchschnittliche Ausbildungsquote. Im Geschäftsjahr 2022 wurden weitere 48 (Vorjahre: 37) usbekische Jugendliche eingestellt, die in unseren Unternehmen ihre Ausbildung absolvieren. Durch ein breitgefächertes, hochwertiges Ausbildungsangebot werden gute Voraussetzungen geschaffen, um auch künftig unseren Bedarf an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu decken. Zur Würdigung des Engagements bei der Ausbildung des Nachwuchses wurde die Papenburg-Unternehmensgruppe in Vorjahren mit regionalen und bundesweiten Auszeichnungen der Industrie- und Handelskammern geehrt.

1.3 Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung (F&E) ist im Rahmen unserer Konzernstrategie auf unsere Kunden und Märkte ausgerichtet. Die F&E-Strategien der einzelnen Unternehmen werden in regelmäßigen Berichterstattungen mit dem Konzernvorstand abgestimmt und durch die jeweiligen Beteiligungsunternehmen umgesetzt.

Dabei setzen unsere technischen Einheiten der Sparten auf Produktanwendungen und Optimierungen entsprechend den wirtschaftlichen und gesetzlichen Anforderungen. Hierbei liegt ein Schwerpunkt auf Mineralik und mineralische Verwertung.

Um neue Technologien noch schneller auf den Markt zu bringen, lösen wir komplexe Probleme als F&E-Projekte in Zusammenarbeit mit externen Innovationspartnern, wissenschaftlichen Einrichtungen, Zulieferern, Endnutzern und Kunden. Diese Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Gruppen erweitert die Innovationskompetenz und hilft uns, den Bedürfnissen unserer Endnutzer flexibel gerecht zu werden und somit das langfristige Wachstum unserer Unternehmensgruppe zu gewährleisten. Der weitere Ausbau eines ressourcenschonenden geschlossenen Energie- und Materialkreislaufes innerhalb der Unternehmensgruppe zielt dabei auch auf eine CO 2 -Reduzierung ab.

Es erfolgt eine stetige Weiterentwicklung im Bereich der Digitalisierung der Baustellen und der Implementierung innovativer Technologie im Bereich Steuerungstechnik sowie bei Anlagen- und Maschinensteuerungen.

1.4 Nachhaltigkeitsstrategie

Als Rohstoff- und Baustofflieferant ist die Papenburg-Unternehmensgruppe unmittelbar auf die natürlichen Rohstoffressourcen angewiesen. Der Abbau von natürlichen Rohstoffvorkommen aus den Lagerstätten und insbesondere die sich anschließende Wiederaufbereitung und -verwertung von Baustoffen, die abbaubegleitenden Rekultivierungsarbeiten sowie die Entwicklung von Feststoffdeponien erfolgen in Abstimmung und Zusammenarbeit mit den öffentlichen Entscheidungsträgern und Fachvertretern. Aufgrund der begrenzten Ressourcen und des fortschreitenden Klimawandels fühlt sich die Papenburg-Unternehmensgruppe verpflichtet, durch Recycling und Verwertung mineralischer Stoffe den Verbrauch von natürlichen und nicht-regenerativen Rohstoffen zu reduzieren und damit Materialien in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen. Sowohl die technischen Anlagen als auch der Fuhrpark entsprechen dem modernsten Standard hinsichtlich Emissionen und Energieverbrauch.

Auch im Geschäftsjahr 2022 wurde das bestehende, nach DIN EN ISO 50001:2018 zertifizierte, Energiemanagementsystem systematisch weiterentwickelt. Wesentliches Ziel ist es, durch den Aufbau geeigneter Systeme ungenutzte Energieeffizienzpotenziale zu erschließen, Energiekosten zu verringern und den Ausstoß von Treibhausgasen sowie andere Umweltauswirkungen von Energieverbräuchen nachhaltig zu reduzieren.

2. Erklärung zur Unternehmensführung

Gemäß §§ 289 f. HGB wird der Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand als auch in den zwei weiteren Führungsebenen sowie auch deren Zielgrößen in der Papenburg-Unternehmensgruppe angegeben.

Der gesetzlich verpflichtete Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern. Die derzeitige Frauenquote liegt bei 0 %. Eine Änderung in der Besetzung des Aufsichtsrates ausschließlich zum Zweck der Erhöhung der Frauenquote wird nicht als sinnvoll und zielführend angesehen. Auch eine mögliche Aufstockung zur Sicherstellung einer Frauenquote ist nicht im Fokus.

Der Vorstand der GP Günter Papenburg AG besteht aus vier Personen. Der Frauenanteil beträgt 50 %. Die Besetzung des Vorstandes erfolgt durch Familienmitglieder und sichert die langfristige Strategie der Papenburg-Unternehmensgruppe. Die Frauenquote innerhalb des Vorstandes soll weiter beibehalten werden.

Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstandes, welche im Wesentlichen die geschäftsführenden Positionen in den Tochtergesellschaften der GP Günter Papenburg AG berücksichtigt, beträgt der Frauenanteil unverändert 8 %. Bis Ende 2026 ist eine Zielfrauenquote von 10 % angestrebt. In den operativen Gesellschaften stehen primär die Geschäftsentwicklung sowie die langfristige Unternehmensbindung im Vordergrund, nicht eine prozentuale Zielgröße der Frauenquote.

Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstandes, ausgestattet mit Stabs- und Bereichsfunktionen, verfügt über eine Frauenquote von 31 %. Die Zielgröße soll weiterhin 25 % nicht unterschreiten.

3. Finanzielles Steuerungssystem

Die Geschäftsführer der verbundenen Unternehmen erstellen in Abstimmung mit dem Vorstand die jeweiligen Jahresplanungen für die verbundenen Unternehmen. Diese Jahresplanungen sowie die vom Vorstand für das Mutterunternehmen erstellte Jahresplanung bilden die Planung der Papenburg-Unternehmensgruppe. Die Überwachung der finanziellen Unternehmensplanzahlen erfolgt monatlich durch Plan-Ist-Vergleich auf Ebene der Einzelgesellschaften. Im regelmäßigen Rhythmus erfolgen Quartalberichterstattungen, in denen neben den finanziellen Kennzahlen auch eine Risikoberichterstattung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage erfolgt.

Die bedeutsamen Steuerungsgrößen für die Papenburg-Unternehmensgruppe sind die Gesamtleistung, das Betriebsergebnis und das Jahresergebnis. Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt gesellschafts-übergreifend auch auf den Investitionstätigkeiten.

Zudem dienen spartenspezifisch und gesellschaftsabhängig auch die Gesamtleistung sowie die Auftragsbestände und die Mengenstatistiken zur monatlichen und quartalsweisen Steuerung. Die zentrale Liquiditätssteuerung trägt ebenfalls zur Steuerung als auch zur Früherkennung, insbesondere von Abweichungen von den Unternehmenszielen, bei.

4. Geschäftsverlauf

4.1 Wirtschaftliche Rahmenentwicklung 2022

Die noch im Vorjahr vorherrschende Dominanz der Corona-Pandemiebekämpfung und ihre Auswirkungen traten im Geschäftsjahr 2022 deutlich in den Hintergrund. Mit deutlichen wirtschaftlichen als auch finanzpolitischen Auswirkungen ist seit Februar 2022, ausgelöst durch den militärischen Angriff von Russland auf die Ukraine, die weltwirtschaftliche Entwicklung eingetrübt. Diese geopolitischen Auseinandersetzungen ließen die Energiepreise sprunghaft ansteigen. Dies führte in nahezu allen Bereichen zu einem deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise. Dabei sind vor allem energieintensive Güter betroffen. Einen seit Jahrzenten nicht mehr vorhandenen Preisanstieg verzeichneten erdölbasierende Produkte, wie Bitumen, Benzin, Diesel und Öl. Einhergehend sanken auch die Geschäftserwartungen im Dienstleistungssektor sowie in der Industrie.

Infolge des enormen Anstieges der Verbraucherpreise griff die Europäische Zentralbank (EZB) nach der zuletzt forcierten null-Prozent-Zinspolitik ein. Mit vier vollzogenen Erhöhungen des Leitzinses auf 2,5 % zum 31. Dezember 2022 versucht die EZB dem Inflationsanstieg entgegenzuwirken und reduziert dabei indirekt die Nachfrage.

Der Beginn des Angriffskrieges, Engpässe in der Versorgung mit Energie, Rohstoffen, Vorprodukten und Handelswaren sowie gestiegene Verbraucherpreise ließen die Auftragseingänge im Jahresverlauf 2022 sinken. Der noch vorhandene Auftragsvorlauf sowie die kurzfristig initiierten Entlastungspakete der Bundesregierung wirken der Abschwächung entgegen. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) und des Statistischen Bundesamtes wurde für die deutsche Volkswirtschaft ein gegenüber dem Vorjahr reduziertes Wachstum von 1,9 % (2021: 2,7 %) ermittelt.

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe sieht für das Geschäftsjahr 2022 einen realen Umsatzrückgang der Baukonjunktur von 5,5 % gegenüber dem Vorjahr.

4.2 Geschäftsverlauf 2022

Die finanzwirtschaftliche Entwicklung der Papenburg-Unternehmensgruppe vollzog sich bei den gegebenen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen positiv. Wesentlich dazu beigetragen haben entgegen den gesamtwirtschaftlichen Bedingungen der überwiegende Bezug von eigenen und regionalen Rohstoffen, bestehenden langfristigen Partnerschaften mit Lieferanten und Kunden sowie die vorhandenen Lagerbestände. Insgesamt ist nahezu spartenübergreifend ein unverkennbar positiver Geschäftsverlauf zu verzeichnen.

Die prognostizierte Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2022 von € 830,4 Mio. wurde mit € 914,7 Mio. übertroffen. Der Leistungszuwachs ist nahezu spartenübergreifend zu verzeichnen. Die Prognose wurde in der Sparte Rohstoffe und Spedition durch preisbedingt gestiegene Speditionserlöse, preisindizierte höhere Handelswarenumsätze überschritten. Die über der Planung liegenden Erlöse der Sparte Recycling und Verwertung wurden durch höhere als für die Prognose unterstellte Metallpreisnotierungen verursacht.

Das erwirtschafte Betriebsergebnis in Höhe von € 93,2 Mio. liegt kumuliert mit € 20,9 Mio. über dem prognostiziertem Betriebsergebnis 2022 und entfällt auf eine Verbesserung in nahezu allen Sparten. Der wesentliche Anteil entfällt auf Betriebsergebnisverbesserung bei Projektabrechnungen und durchgesetzte Nachträge der Sparte Bau, auf über den Erwartungen liegenden hohen Metallpreisen innerhalb der Sparte Recycling und Verwertung sowie auf eine gesteigerte Auslastung im Veranstaltungsbereich der Sparte Sonstige.

Das erwirtschaftete Konzernjahresergebnis von € 161,0 Mio. hat das geplante Ergebnis von € 115,7 Mio. mit, aber auch ohne Sondereffekte, übertroffen. Dabei entfällt ein Ergebnisbetrag 2022 von € 25,6 Mio. auf die At-Equity-Bewertung der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter.

Die Konzernergebnisverbesserung gegenüber dem Plan umfasst die operative Verbesserung in nahezu alle Sparten. Ferner entfällt die Ergebnissteigerung auf das Finanzergebnis, im Wesentlichen durch Wertpapierzuschreibungen, und auf ein verbessertes Beteiligungsergebnis.

Die Sparte Rohstoffe und Spedition hat im Geschäftsjahr weiterhin mit den regionalen Rohstoffstandorten sowie der logistischen Infrastruktur wesentlich zu der Leistungs- und Lieferbereitschaft aller Sparten der Papenburg-Unternehmensgruppe beigetragen.

In der Sparte Betonwaren zeigt sich neben dem Anstieg der Bezugskosten für Zuschlagsstoffe ein unverändert intensiver Wettbewerbsdruck im Bereich Frischbeton mit regionalen Unterschieden, wobei regional positive Entwicklungstendenzen, insbesondere durch langfristige Lieferverträge, Ausbau von Kundenbeziehungen und damit stabile Kapazitätsentwicklungen zu erkennen sind. Sowohl in der Gesamtleistung als auch im Betriebsergebnis trägt der Verbundpflasterbereich positiv zur Konzernentwicklung bei.

Die Sparte Bau hat mit dem Auftragsbestand und dessen Zuwachs im Geschäftsjahr eine kontinuierlich hohe Auslastung erbracht. Dabei wurden im Wesentlichen regionale Projekte im Straßen-, Spezialtiefbau, Hoch- und Ingenieurbau umgesetzt. Die Erschließung und Bebauung des Projektes Wasserstadt Limmer in Hannover beinhaltet auch im Geschäftsjahr einen hohen Leistungsbeitrag. Die Sparte Bau trägt mit der über dem Vorjahr liegenden Gesamtleistung und dem Spartenergebnis wesentlich zu dem Betriebsergebnis bei.

Auch die Sparte Recycling und Verwertung, ebenfalls geprägt von langfristigen Lieferverträgen, einer stabilen Kapazitätsentwicklung und auf hohem Niveau befindliche Metallpreise, trägt zu der positiven Geschäftsentwicklung der Papenburg-Unternehmensgruppe bei.

Das um € 20,9 Mio. verbesserte Betriebsergebnis, ein verbessertes Beteiligungsergebnis, ein höheres Wertpapierergebnis aber auch gestiegene Ertragsteuern, führten im Wesentlichen zu dem über der Prognose liegenden Konzernjahresergebnis von € 161,0 Mio. nach Ertragsteuern.

5. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Entwicklung von ausgewählten Posten der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Geschäftsjahres 2022 werden im Folgenden zum Geschäftsjahresvorjahr 2021 erläutert.

5.1 Ertragslage

In der nachfolgenden Übersicht sind die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammengefasst und den Vorjahreszahlen gegenübergestellt.

2022 2021 Veränderung
T€ % T€ % T€
Gesamtleistung 914.723 100,0 921.861 100,0 -7.138
Rohertrag 381.113 41,7 395.741 42,9 -14.628
Betriebsergebnis 93.193 10,2 90.053 9,8 3.140
Finanzergebnis -2.609 -0,3 7.310 0,8 -9.919
Beteiligungsergebnis 97.213 10,6 5.651 0,6 91.562
Ergebnis vor Steuern 187.798 20,5 103.015 11,2 84.783
Ertragsteuern -26.816 -2,9 -17.570 -1,9 -9.246
Jahresergebnis 160.981 17,6 85.444 9,3 75.537

Im Geschäftsjahr 2022 verminderte sich die Gesamtleistung um € 7,1 Mio. bzw. 0,8 % auf € 914,7 Mio. bei einer um 1,0 %-Punkte gesunkenen Rohertragsquote (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung). Der Rückgang der Gesamtleistung als auch des Rohertrages sind wesentlich durch den Verkauf von zwei Gesellschaften der ehemaligen Sparte Baumaschinen im Januar 2022 geprägt. Teilweise wirken sich die gestiegenen Umsatzerlöse der einzelnen Sparten kompensierend aus. Rohertragssteigerungen sind dabei wesentlich in den Sparten Bau sowie Recycling und Verwertung zu verzeichnen und gleichen den Wegfall des Rohertrages aus den zu Jahresbeginn entkonsolidierten Unternehmen teilweise aus.

Die Personalaufwendungen verzeichnen kumuliert einen Rückgang von € 3,3 Mio. Die Abschreibungen haben sich um € 9,3 Mio. auf € 58,7 Mio. reduziert. Mit € 61,9 Mio. (Vorjahr: € 62,9 Mio.) liegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen geringfügig unter dem Vorjahresniveau. Die Rückgänge sind wesentlich durch den Verkauf der Baumaschinenbetriebe beeinflusst. Das Betriebsergebnis enthält Erträge aus Sachanlagenabgängen in Höhe von € 12,5 Mio. (Vorjahr: € 4,9 Mio.) und berücksichtigt neben Erträgen aus dem jährlichen Fuhrparktausch auch einmalige Erträge aus Grundstücksverkäufen in Höhe von € 9,9 Mio.

Das Finanzergebnis verminderte sich im Wesentlichen aufgrund von geringeren Erträgen aus Wertpapieroptionsgeschäften und Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens (€ 0,9 Mio.; Vorjahr: € 6,2 Mio.), gesunkenen Zuschreibungen und gestiegenen Abschreibungen auf den Wertpapierbestand des Umlaufvermögens (€ -2,4 Mio.; Vorjahr: € 5,8 Mio.) infolge der Kursentwicklung zum Bilanzstichtag, denen im Berichtsjahr gestiegene Dividendenerträge (€ 5,8 Mio.; Vorjahr: € 1,9 Mio.). gegenüberstehen.

Das Beteiligungsergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um € 91,6 Mio. auf € 97,2 Mio. und ist im Wesentlichen auf die erstmalige At-Equity-Berücksichtigung der Beteiligung Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, in Höhe von € 25,6 Mio. und den Entkonsolidierungsertrag von € 54,9 Mio. zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich zum Vorjahr, im Wesentlichen beeinflusst durch den Beteiligungsverkauf als auch durch die Ergebnisübernahme der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, und wird mit € 187,8 Mio. (Vorjahr: € 103,0 Mio.) ausgewiesen.

Die Ertragsteuern entfallen im Wesentlichen auf das laufende Geschäftsjahr und enthalten mit € 4,2 Mio. (Vorjahr: € 6,2 Mio.) latente Steuererträge. Der Anstieg der aktiven latenten Steuern im Berichtsjahr entfällt mit € 0,5 Mio. (Vorjahr: € 5,8 Mio.) auf die Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aufgrund der nachhaltig positiven Geschäftsentwicklung einzelner Gesellschaften.

Insgesamt wird ein Jahresergebnis von € 161,0 Mio. (Vorjahr: € 85,4 Mio.) ausgewiesen.

Der operative Cashflow nach DVFA/SG von € 186,0 Mio. liegt um € 50,1 Mio. über dem Vorjahr.

5.2 Darstellung nach Sparten

Die Gesamtleistung des Jahres 2022 verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Sparten:

Konsolidierte Gesamtleistung Unkonsolidierte Gesamtleistung
T€ % T€ %
Rohstoffe und Spedition 172.945 18,9 377.657 30,2
Betonwaren 235.062 25,7 262.119 20,6
Bau 295.398 32,3 385.265 30,8
Recycling und Verwertung 121.614 13,3 125.192 10,0
Sonstige 89.704 9,8 101.941 8,1
914.723 100 1.252.174 100

Sparte Rohstoffe und Spedition

Konsolidierte Gesamtleistung 2022
T€
2021
T€
GP Günter Papenburg AG, Hannover, Betriebsteil Hannover 91.779 69.605
GP Günter Papenburg AG, Hannover, Betriebsteil Halle 44.537 42.435
GP Alster Kies GmbH, Lüttow-Valluhn 24.874 21.645
Kies und Sand Köchstedt, Teutschenthal 5.208 5.106
GP Logistik GmbH, Halle (Saale) 3.450 2.708
GfB Betriebsgesellschaft mbH, Teutschenthal 1.769 2.039
Sand und Kies Oppin, Halle (Saale) 766 680
Wilhelm Behrens Baustoff- und Transport-Handels GmbH & Co. KG, Lünen 230 146
GP Papenburg Spezialtransport GmbH, Halle (Saale) 156 70
GP Baustoffe und Transport GmbH, Halle 97 174
Übrige 79 70
172.945 144.678

Die konsolidierte Gesamtleistung der Sparte Rohstoffe und Spedition liegt mit € 28,3 Mio. bzw. 19,5 % über dem Vorjahr.

Der Gesamtleistungszuwachs entfällt im Wesentlichen auf den Anstieg von Speditionsleistungen, auf gestiegene Handelsumsätze infolge von Preissteigerungen sowie auf den Verkauf von selbsterschlossenen bebauten Grundstücken in Michendorf.

Der operative Cashflow nach DVFA/SG der Sparte Rohstoffe und Spedition beträgt € 103,6 Mio. (Vorjahr: € 55,6 Mio.) und ist wesentlich durch den Beteiligungsverkauf einmalig positiv beeinflusst.

Aufgrund des bestehenden und zu erwartenden Auftragsbestandes der Baugesellschaften sowie der Einbindung in langfristige Lieferverträge ist auch für das Geschäftsjahr 2023 von einer stabilen Ertragslage der Sparte auszugehen.

Sparte Betonwaren

Konsolidierte Gesamtleistung 2022
T€
2021
T€
Gala-Lusit-Betonsteinwerke GmbH, Hannover 110.888 108.481
GP Papenburg Betonwerke Nord GmbH, Hannover 38.546 41.012
GP Alster Beton GmbH, Henstedt-Ulzburg 26.684 25.521
GP Betonwerke Ost GmbH, Halle (Saale) 26.351 20.689
GP Betonwerke West GmbH, Osnabrück 22.489 21.807
GP Papenburg Betonfertigteilwerk GmbH, Salzgitter 8.660 9.388
Paul König GmbH, Hankensbüttel 831 612
GP Papenburg Betonwerke GmbH, Halle (Saale) 176 205
Übrige 437 384
235.062 228.099

Die Gesamtleistung der Sparte Betonwaren hat sich gegenüber dem Vorjahr um € 7,0 Mio. bzw. 3,1 % erhöht. Der Anstieg der Gesamtleistung entfällt im Wesentlichen auf Umsatzsteigerungen im Verbundpflasterbereich, die bei geringeren Absatzmengen in Abhängigkeit zum Produktmix auf durchgesetzte Preissteigerungen und auf einen Bestandsaufbau zurückzuführen sind. Den durchgesetzten Preissteigerungen stehen überproportional gestiegene Produktionskosten und Rohstoffpreise gegenüber, diese führen zu einem rückläufigen operativen Cashflow sowie zu einem gegenüber dem Vorjahr verminderten positiven Ergebnis. Rohstofflieferungen und Speditionsleistungen für die Sparte Beton erfolgen im Wesentlichen durch die verbundenen Unternehmen und generieren damit Synergieeffekte für die Unternehmensgruppe.

Im Frischbetonbereich haben sich auch im Jahr 2022 die regionalen Unterschiede aufgrund von durchsetzbaren Preissteigerungen weiter abgezeichnet und führten zu gebietsmäßigen unterschiedlichen Ergebnisbeiträgen. Die Marktregion Niedersachsen und die Metropolregion Mitteldeutschlands tragen mit den Betriebsergebnissen wesentlich zum positiven Spartenergebnis bei. Insgesamt konnte die Marktpräsenz unter anderem durch Mengensteigerungen in der Metropolregion Mitteldeutschland weiter ausgebaut werden.

Der operative Cashflow nach DFVA/SG der Sparte Betonwaren beträgt insgesamt € 14,2 Mio. (Vorjahr: € 16,4 Mio.).

Sparte Bau

Konsolidierte Gesamtleistung 2022
T€
2021
T€
GP Papenburg Hochbau GmbH, Halle/Saale 121.258 80.450
GP Verkehrswegebau GmbH, Halle 103.697 108.843
GP Papenburg Baugesellschaft mbH, Hannover 40.954 41.328
GP Hoch- und Ingenieurbau GmbH, Hannover 13.796 32.126
GP Papenburg Asphaltmischwerke GmbH, Halle (Saale) 6.632 6.844
GP Spezialtiefbau GmbH, Halle (Saale) 6.581 3.973
GP Papenburg Asphaltmischwerke Nord GmbH, Grimmen 1.772 1.561
GP Papenburg Maschinentechnik GmbH, Hannover 708 525
295.398 275.650

Die Gesamtleistung der Sparte Bau weist gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um € 19,7 Mio. bzw. 7,2 % aus. Die Gesamtleistungssteigerung entfällt im Wesentlichen projektabhängig auf den Hochbau bei einem gleichzeitigen Rückgang der Gesamtleistung im Straßenbau mit öffentlichen Auftraggebern. Die ausgewiesene Bauleistung wurde auch im Jahr 2022 vollständig aus Bauleistungen im Inland erbracht.

Das Betriebsergebnis der Sparte Bau verbesserte sich bei einem Gesamtleistungsanstieg im Geschäftsjahr, unter Berücksichtigung eines Bestandsaufbaus von € 67,1 Mio., gegenüber dem Vorjahr.

Der operative Cashflow nach DVFA/SG der Sparte Bau beträgt € 26,0 Mio. (Vorjahr: € 17,4 Mio.).

Sparte Recycling und Verwertung

Konsolidierte Gesamtleistung 2022
T€
2021
T€
Electrocycling GmbH, Goslar 64.316 55.463
Noris Entsorgung GmbH, Hannover 22.792 19.817
GFR Gesellschaft für die Aufbereitung und Verwertung von Reststoffen GmbH, Hannover 11.388 9.110
GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH, Leipzig 10.999 13.047
Entsorgungszentrum Salzgitter GmbH, Salzgitter 7.376 7.566
REHa GmbH, Hannover 4.658 3.187
Übrige 85 84
121.614 108.274

Die Sparte Recycling und Verwertung hat die Leistung des Vorjahres im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Metallpreisnotierung gesteigert. Im Deponiegeschäft konnten bei geringeren Einlagerungsmengen die Annahmepreise erhöht werden. Die Marktnachfrage von Einlagerungsmöglichkeiten ist aufgrund von Kapazitätsengpässen und Umweltauflagen auf der Entsorgerseite unverändert gegeben. Entsprechend wurden die Deponien weiter ausgebaut und beeinflussen die Ertragslage der Sparte deutlich positiv.

Der operative Cashflow nach DVFA/SG der Sparte Recycling und Verwertung beträgt € 30,0 Mio. (Vorjahr: € 21,5 Mio.).

Sparte Sonstige

Konsolidierte Gesamtleistung 2022
T€
2021
T€
Wasserstadt-Limmer GmbH & Co. KG, Teltow 47.340 26.701
GP Papenburg Maschinenbau GmbH, Nordhausen 19.036 20.345
Arena Hannover Gesellschaft mbH, Hannover 9.087 2.090
INTRANS Nutzfahrzeuge GmbH, Cottbus 8.762 8.911
GP Steuerungs- und Anlagenbau GmbH, Teltow 3.409 4.054
GP Real Estate GmbH, Halle 949 971
GP Beteiligungs- und Bewirtschaftungs-GmbH, Halle 819 559
Bau- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Halle 278 252
GP Baumaschinen GmbH Halle Sitz Gröbers, Kabelsketal 0 97.550
G-Tec Positioning GmbH, Halle (Saale) 0 3.375
Übrige 24 353
89.704 165.161

Die Sparte Sonstige hat eine konsolidierte Gesamtleistung von € 89,7 Mio. (Vorjahr: € 165,2 Mio.). Mit Neustrukturierung der Sparte, nach Verkauf von zwei Tochtergesellschaften aus der Sparte Baumaschinen, wurden die verbliebenen Gesellschaften der Sparte Sonstige zugeordnet und die Vorjahreswerte zur Vergleichbarkeit angepasst. Der Gesamtleistungsrückgang entfällt im Wesentlichen in Höhe von € 100,9 Mio. auf den Leistungsanteil der veräußerten Tochtergesellschaften.

Der Maschinenbau in Nordhausen verzeichnet eine noch gegenüber dem Vorjahr rückläufige Auslandsnachfrage in Kombination von eingeschränkten Bezugsmöglichkeiten von Bauteilen von Zulieferern.

Der Steuerungs- und Anlagenbau in Teltow mit Konzentration auf das Ersatzteilgeschäft, den Ausbau von Steuerungsanlagen sowie der selektiven Auftragsannahme beim Bau von Asphaltmischanlagen weist ebenfalls einen Gesamtleistungsrückgang aus.

Diese Rückgänge wurden teilweise durch Leistungsanstiege bei Projektgesellschaften für den Standort Wasserstadt-Limmer kompensiert. Auch der Veranstaltungsbereich konnte nach den Jahren der Corona-Pandemie wieder deutlich gestiegene Umsatzerlöse verzeichnen.

Insgesamt ergab sich nach erfolgtem Beteiligungsverkauf ein operativer Cashflow nach DVFA/SG der Sparte von € 12,2 Mio. (Vorjahr: € 25,0 Mio.).

5.3 Finanzlage

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich insgesamt um € 107,2 Mio. auf € 258,6 Mio. erhöht. Dabei reduzierten sich die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten um € 1,8 Mio., wobei die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten um € 109,0 Mio. stiegen. Unter Berücksichtigung der Finanzierungsverbindlichkeiten erfolgten im Geschäftsjahr 2022 Kreditneuaufnahmen inklusive der Inanspruchnahme der Betriebsmittellinien von € 140,2 Mio. sowie Tilgungen in Höhe von € 45,3 Mio. Das Anlagevermögen ist im Geschäftsjahr zu 88,3 % (Vorjahr: 94,9 %) durch Eigenkapital sowie mittel- und langfristiges Fremdkapital gedeckt.

Der Cashflow nach DVFA/SG liegt infolge der Unternehmensverkäufe mit € 186,0 Mio. über dem Vorjahreswert von € 135,9 Mio. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt € 95,0 Mio. (Vorjahr: € 141,1 Mio.). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen € 82,7 Mio. (Vorjahr: € 57,6 Mio.) und für Investitionen in Finanzanlagevermögen € 208,0 Mio. (Vorjahr: € 146,5 Mio.), wovon € 203,2 Mio. (Vorjahr: € 134,5 Mio.) auf die Aufstockung der Beteiligung an der börsennotierten Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, entfallen. Die Investitionen wurden durch den operativen Cashflow, durch Kreditaufnahmen, durch Einzahlungen aus der Veränderung des Konsolidierungskreises, dem Mittelzufluss aus Anlagenabgängen (€ 26,8 Mio.; Vorjahr: € 14,8 Mio.) sowie den Einzahlungen aus Dividendenerträgen (€ 22,0 Mio.; Vorjahr: € 9,5 Mio.) finanziert.

Mit den Hausbanken bestehen Kreditvereinbarungen über Kontokorrent-, Festgeld- und Avallinien sowie über langfristige Finanzierungen. Die bestehenden Kontokorrent- und Avalvereinbarungen sind unbefristet bzw. laufend prolongiert und stehen der Gesellschaft ausreichend zur Verfügung. Die Betriebsmittellinien sind zum Bilanzstichtag im Umfang von € 178,9 Mio. bzw. 84,0 % durch die Konzernobergesellschaft in Anspruch genommen. Der bilanzierte Wertpapierbestand des Umlaufvermögens beträgt zum Bilanzstichtag € 74,9 Mio. (Vorjahr: € 77,4 Mio.) und weist unter Berücksichtigung der Stichtagskurse einen Bestand von € 93,0 Mio. aus. Die Finanzierung der Gesellschaft ist unverändert gesichert.

5.4 Vermögenslage

In der nachfolgenden Übersicht sind die Zahlen der Bilanz nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammengefasst und den Vorjahreszahlen gegenübergestellt:

31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
T€ % T€ % T€
VERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände 38.121 3,2 40.348 4,1 -2.227
Sachanlagen 336.694 27,8 348.774 35,7 -12.080
Finanzanlagen 470.991 38,9 237.617 24,3 233.374
Mittel- und langfristig
gebundenes Vermögen 845.806 69,9 626.739 64,1 219.067
Vorräte 175.516 14,5 163.148 16,7 12.368
Forderungen 88.417 7,3 86.943 8,9 1.474
Flüssige Mittel und Wertpapiere 80.078 6,6 81.670 8,4 -1.592
Übrige Aktiva 19.608 1,6 18.665 1,9 943
Kurzfristig gebundenes Vermögen 363.619 30,1 350.426 35,9 13.193
Vermögen insgesamt 1.209.425 100,0 977.165 100,0 232.260
KAPITAL
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen 123.838 10,2 125.456 12,8 -1.618
Passivische Unterschiedsbeträge 18 0,0 29 0,0 -11
Konzernbilanzgewinn 506.319 41,9 348.639 35,7 157.680
Ausgleichsposten für fremde Anteile 10.360 0,9 7.676 0,8 2.684
Eigenkapital 640.535 53,0 481.800 49,3 158.735
Rückstellungen 36.691 3,0 36.920 3,8 -229
Bankverbindlichkeiten 59.386 4,9 61.196 6,3 -1.810
Sonstige Verbindlichkeiten 10.348 0,9 14.684 1,5 -4.336
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 106.425 8,8 112.800 11,6 -6.375
Rückstellungen 113.837 9,4 96.688 9,9 17.149
Bankverbindlichkeiten 199.191 16,4 90.178 9,2 109.013
übrige kurzfristige Verbindlichkeiten/RAP 149.437 12,4 195.699 20,0 -46.262
Kurzfristiges Fremdkapital 462.465 38,2 382.565 39,1 79.900
Kapital insgesamt 1.209.425 100,0 977.165 100,0 232.260

Bei Abschreibungen in Höhe von € 58,7 Mio. wurden im Geschäftsjahr insgesamt € 82,7 Mio. in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert und entfallen in Höhe von € 30,4 Mio. auf Grundstücke und Gebäude. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände verteilen sich dabei auf die Sparten wie folgt:

2022
T€
2021
T€
Rohstoffe und Spedition 28.603 19.628
Betonwaren 10.958 8.211
Bau 11.814 8.613
Recycling und Verwertung 8.244 7.238
Sonstige 23.069 13.924
82.688 57.614

Ferner wurden Investitionen für die Aufstockung der strategischen Beteiligung an der börsennotierten Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, in Höhe von € 203,2 Mio. vorgenommen.

Die Steigerung des kurzfristig gebundenen Vermögens um € 13,2 Mio. resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Vorräte um € 12,4 Mio.

Der Anstieg des kurzfristigen Fremdkapitals resultiert im Wesentlichen aus einem gestiegenen Anteil kurzfristiger Anteile an Bankverbindlichkeiten bei gesunkenen kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr, bei einer um 23,8 % gestiegenen Bilanzsumme, von 49,3 % auf 53,0 % verbessert.

6. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

Risiken werden in der Papenburg-Unternehmensgruppe systematisch mittels eines Risikofrüherkennungssystems identifiziert und laufend durch den Vorstand beobachtet mit dem Ziel, mögliche, den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Risikomanagement ist auf die Risikostruktur der Unternehmensgruppe und auf den Umfang der Einbindung des Vorstandes in die operative Geschäftstätigkeit ausgerichtet. Das Reporting der laufenden Entwicklung der Sparten der Unternehmensgruppe inklusive der Erläuterung von Risikopositionen erfolgt monatlich und durch Ad-hoc Informationen an den Vorstand.

Dem Management der Tochtergesellschaften der GP Günter Papenburg AG obliegt es unmittelbar, operative Chancen zu identifizieren, zu analysieren und umzusetzen. In Absprache mit dem Vorstand werden die Maßnahmen abgestimmt, um Stärken zu konturieren und strategische Wachstumspotentiale zu erreichen.

6.1 Chancenbericht

Um Chancen zu erkennen, aufzugreifen und auch umzusetzen, gehört es zu den zentralen Aufgaben des Vorstandes als auch der Geschäftsführungen der verbundenen Unternehmen, für den jeweiligen Verantwortungsbereich die Produkt-, Technologie-, Markt- und Wettbewerbssituationen zu beobachten und zu analysieren. Das Zusammenwirken der Beteiligten bildet die Basis für die Umsetzung der vorherrschenden Potentiale in dem dynamischen Marktumfeld und seiner Wettbewerbssituation.

Die Erzielung der Geschäftschancen unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten bildet neben dem organischen Wachstum die Basis für den Unternehmenserfolg der Papenburg-Unternehmensgruppe.

Insbesondere sehen wir wesentliche Chancen in den nachfolgend beschriebenen Bereichen, welche unabhängig voneinander zu einer dauerhaften Verbesserung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen kann.

Circular Economy

Der Ausbau von zirkulären Netzwerken innerhalb der gesamten Papenburg-Unternehmensgruppe als auch mit unseren Kunden und Lieferanten entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Vorprodukt über Verbrauchsstoffe bis zum Endprodukt, zeichnet unsere Unternehmensstrategie aus.

Um Chancen für die Zukunft zu generieren, aber auch um Risiken entgegenzuwirken, werden die Verwertungs- und Recyclingkapazitäten der Papenburg-Unternehmensgruppe in den Kernregionen weiter ausgebaut. Auch die Beteiligung an der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, die ihrerseits die "Circular Economy" konsequent vorantreibt, erhält strategische Bedeutung, denn eine der wichtigsten Zukunftsstrategien unserer Unternehmensgruppe ist der Ausbau von leistungsstarken und innovativen Dienstleistungskonzepten für die Bau-, Eisen- und Stahlindustrie in Beteiligungsunternehmen, insbesondere die möglichst vollständige Wiedernutzbarmachung anfallender Reststoffe und die Rückführung in die Kreislaufwirtschaft. Dabei sollen die Naturrohstoff- sowie Deponievorkommen geschont werden.

Dekabonisierung und Energie

Die Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette in Bezug auf Substitution von Energie als auch von CO 2 -intensiven Erzeugnissen sehen wir als Nachfragetreiber unserer Kunden.

Auch die technische Umsetzung von zukunftsorientierten Produktionsverfahren, wie die Brikettierung von eisenhaltigen Reststäuben für den Wiedereinsatz in den Herstellungsprozess von Eisen und Stahl, die Errichtung von Photovoltaikanlagen sowie Windkraftanlagen zur Eigenstromversorgung sind erklärte Voraussetzungen für eine schrittweise CO 2 -Reduzierung im Rahmen der Produktion und unterstützen den Anspruch an die Kreislaufwirtschaft sowie einer globalen nachhaltigen Reduktion von CO 2.

Digitalisierung

Die Umsetzung weiterer Digitalisierungsprozesse im Bereich der Gewinnung von Rohstoffen und Einlagerungen von Reststoffen (Einsatz von Drohnen für Vermessungs- und Dokumentationszwecke), Prozessoptimierungen in den einzelnen Bereichen, als auch im Zusammenwirken der vor- und nachgelagerten Prozesse (Ausbau von Informations- und Kommunikationssystem) und nicht zuletzt im Verwaltungsbereich (Fortentwicklung von ERP-System sowie elektronsicher Workflow) bietet für die Unternehmensgruppe als auch für deren Kunden und Lieferanten weitere Chancen.

Genehmigungen

Durch ein aktives Genehmigungsmanagement bezüglich der Umsetzung der gesetzlichen Auflagen im Abbau der Rohstoffvorkommen, bei den Einlagerungsmöglichkeiten sowie auch in deren Zusammenwirken ergeben sich Chancen für die Rohstoffgewinnung als auch für die Umsetzung der bestehenden Rekultivierungsverpflichtungen mit positiven Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens.

Wettbewerb

Der Ausbau und auch die weitere Entwicklung der Leistungsverflechtungen innerhalb der Papenburg-Unternehmensgruppe lässt die Abhängigkeiten von Versorgern und Lieferanten reduzieren. Gleichzeitig sichert es unseren Kunden deren Nachfragebedürfnissen gerecht zu werden.

6.2 Risikobericht

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist es nahezu unumgänglich Risiken einzugehen. Die Geschäftsführung der Tochter- und Beteiligungsunternehmen und der Vorstand der GP Günter Papenburg AG müssen dabei die bestehenden relevanten Risiken überschauen und entgegenwirken. Die vorausblickende und die wirkungsvolle Risikolenkung der Papenburg-Unternehmensgruppe sichert das Fortbestehen der Unternehmensgruppe als auch die sichere Wirkungsstätte unserer Mitarbeiter.

Durch die Einbindung der Geschäftsführungsorgane der Tochter- und Beteiligungsunternehmen und des Vorstandes in das Risikomanagement und deren Risikoberichterstattungen werden die Risiken identifiziert und auch geeignete Maßnahmen eingeleitet, um diesen entgegenzuwirken. Auch die Besetzung von Leitungsorganen, wie Aufsichtsratsposten in Unternehmen und Organisationen außerhalb der Papenburg-Unternehmensgruppe, trägt zur Erkennung von Risken bei.

Wesentliche strategisch/politische Risiken werden in globalen, umweltpolitischen und energiepolitischen Risiken gesehen. Als leistungswirtschaftliche Risiken, die im Wesentlichen mit der Konjunktur der Baubranche verbunden sind, liegen Preis- und Beschaffungsrisiken von Rohstoffen, der Bezug von Energie sowie Risiken für bestehende und erwartete Genehmigungen vor. Die finanzwirtschaftlichen Risiken werden in Zinsänderungsrisiken sowie in der Volatilität der Kapitalmärkte gesehen.

Für die relevanten und bedeutsamen Risikobereiche werden nachfolgend die Einzelrisiken dargelegt.

Strategische/Politische Einzelrisiken

Risiken kriegerischer Auseinandersetzungen

Der durch Russland verursachte Angriffskrieg gegenüber der Ukraine stellt ein Risiko für ein wirtschaftliches Wachstum in Deutschland und Europa dar. Aber auch neben diesem Krieg gibt es weitere Krisenherde wie Taiwan und Nordkorea, die ein nicht unerhebliches mögliches Risiko für einen weltweiten konjunkturellen Aufschwung darstellen.

Dekarbonisierungsrisiken

Ein weiteres Risiko ist die Umsetzung der Energiewende in Deutschland mit dem einhergehenden Investitionsbedarf. Neben der Verfügbarkeit von ausreichend Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen muss die Produktion von Wasserstoff, und hier insbesondere von grünem Wasserstoff, mit Nachdruck vorangetrieben werden. Eine Vielzahl der deutschen energieintensiven Industrien plant den Einsatz von grünem Wasserstoff für ihre zukünftige Produktion und investiert Milliardenbeträge in die entsprechende Umsetzung. Hier müssen die politischen und steuerlichen Rahmenbedingungen gegeben sein, auch zukünftig im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.

Ersatzbaustoffverordnung - Akzeptanzrisiken

Ab dem 3. Quartal 2023 wird die Ersatzbaustoffverordnung (kurz: EBV) in allen Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland in Kraft treten und somit eine bundeseinheitlich verbindliche Grundlage für die ordnungsgemäße und ressourcenschützende Verwertung mineralischer Abfälle bilden. Dazu gehören Recyclingbaustoffe, industrielle Abfälle, aufbereitete Schlacken aus der Eisen- und Stahlproduktion sowie Schlacken aus der Müllverbrennung und Hausmüllverbrennungsschlacken. Ein Hauptrisiko ist derzeit die noch fehlende breite Akzeptanz in der Anwendung der EBV sowohl in den Behörden als auch bei Privatunternehmen.

Informationstechnologische Risiken

Der Wertschöpfungsprozess unterliegt auch bei der Papenburg-Unternehmensgruppe immer stärker der Digitalisierung und vollzieht sich dabei durch alle Produktions- und Verwaltungsbereiche. Hierbei steigen die Anforderungen an die eingesetzten Informationssysteme. Mit Einsatz modernster Hard- und Software sowie einer permanenten technologischen Erneuerung der bestehenden IT-Infrastruktur begegnen wir den Risiken und gewährleisten die Verfügbarkeit und Sicherheit der IT-gestützten Systeme. Auch das gestiegene Risiko von Cyberangriffen lässt die Papenburg-Unternehmensgruppe die IT-Sicherheit als hohe Priorisierung einstufen, die einer ständigen Überwachung unterliegt, um hier die Risiken weiterhin gering zu halten.

Leistungswirtschaftliche Einzelrisiken

Absatzrisiken

Durch die anhaltende Inflation und dem weiterhin sinkenden Realeinkommen der privaten Haushalte ist kurzfristig mit einer Konsolidierung der Baukonjunktur zu rechnen, die für die Papenburg-Unternehmensgruppe in einem rückläufigen Auftragsbestand, verzögerten Projektumsetzungen und sogar zu Projektabsagen, führen kann. Mit den bereits bestehenden Bauaufträgen, gezielten Akquisitionen, einem eigenen Projektbestand in der Unternehmensgruppe sowie durch strategische Vernetzungen wird dem Konjunktureinbruch entgegengewirkt. Der Konzernauftragsbestand per März 2023 liegt zwar unter dem des Vorjahreszeitpunktes, jedoch gehen wir davon aus, dass die Papenburg-Unternehmensgruppe ihre Marktstellung in den Kernregionen auch weiter behauptet und festigen wird sowie eine Gesamtleistung auf Vorjahresniveau erreicht.

per März 2023 per März 2022
Konzern Auftragsbestand € 317,5 Mio. € 394,5 Mio.

Auftrags- und Rechtsrisiken

Für verbundene und beteiligte Gesellschaften der Bereiche Straßen-, Tief-, Hoch- und Ingenieurbau bestehen Auftrags- und Rechtsrisiken in Bezug auf die Realisierung und Umsetzung der jeweiligen Baumaßnahme. Mit Aufbau von eigenen Mitarbeitern als auch unter Einbindung von externen Rechtsanwälten, Beratern und auch Gutachtern wird der Entstehung von Risiken entgegengewirkt.

Genehmigungsrisiken

Risiken, mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage können in der Nichterreichung von Abbaugenehmigungen für notwendige Rohstoffe sowie von Genehmigungen für Einlagerungsstätten bestehen und die Werthaltigkeit von bilanziertem Grundvermögen als auch von bilanzierten Einlagerungs- und Abbaurechten negativ beeinflussen. Ferner können sich auch behördlich veranlasste Veränderungen auf die Genehmigungsstruktur negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Preis- und Beschaffungsrisiken

Zum Teil bedingt durch die geopolitische Lage sind die Kosten und die Preisvolatilität für den Bezug von Rohstoffen, insbesondere Elektroenergie sowie Treibstoffe, stark gestiegen. Trotz des derzeitigen Rückganges der Bezugskosten kann es kurzfristig zu einem erneuten Preisanstieg kommen und die Ertrags- und Finanzlage negativ beeinflussen. Ferner sind Kostensteigerungen bei Reparaturmaterialien sowie bezogenen Leistungen, aber auch bei Dienstleistungen nicht ausgeschlossen. Hinzu kommen die verlängerten Lieferzeiten von Investitionen und Ersatzteilen.

Finanzwirtschaftliche Einzelrisiken

Wertpapierrisiken

Der im Umlaufvermögen gehaltene Wertpapierbestand, überwiegend in dividendenstarke DAX-Werte, von € 74,9 Mio. (Vorjahr: € 77,4 Mio.) enthält Risiken aus der aktuellen Kursentwicklung. Zum Bilanzstichtag als auch zum Aufstellungsstichtag des Jahresabschlusses überwiegen die Chancen aus dem Wertpapierdepot aufgrund der über den Bilanzwerten liegenden Aktienkursen.

Beteiligungsrisiken

Die strategische Beteiligung an der börsennotierten Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, (per 31. Dezember 2022: 25,4 %) birgt ebenfalls Risiken aus der aktuellen Kursentwicklung und deren langfristigen Unternehmensplanung und -entwicklung. Durch den Anfang 2022 eingeleiteten Transformationsprozess bei der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, hin zu einer CO 2 -armen Stahlerzeugung und einem nachhaltigen ausgerichteten Industrieunternehmen ist die Devise gesetzt. Die Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, will sich mit innovativen Produkten und Prozessen sowie mithilfe starker Partnerschaften und Netzwerken als Markführer für Circular Economy Solution etablieren und zum stärksten Stahl- und Technologiekonzern Europas werden. Der begonnene liquiditätsintensive Transformationsprozess wird durch staatliche Förderungen (Bundes- und Landesmittel) unterstützt. Neben den globalen, umwelt-, energiepolitischen sowie leistungs- und finanzwirtschaftlichen Risiken finden sich in der Unternehmensgruppe besondere innewohnenden Geschäfts- und Unternehmensrisiken, wie z.B. branchenspezifische Überkapazitäten am Stahlmarkt, Zölle auf Stahlprodukte, Auslaufen von handelspolitischen Schutzmaßnahmen, Treibhausgas-Emissionshandel und Risiken aus damit verbundenen Standortfragen, welche sich auf den Unternehmenswert niederschlagen können. Bei einem Kurswert nahe dem Eigenkapital bzw. Substanzwert der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, wirken Risiken aus der negativen Kurswertänderungen zwar grundsätzlich auf das Eigenkapital sind aber in wesentlicher Höhe derzeit nicht erkennbar.

Zinsänderungsrisiken

Die anhaltende Inflation führte seit dem Geschäftsjahr 2022 zu einer kontinuierlichen Erhöhung des europäischen Leitzinses. Die GP Günter Papenburg AG hat aufgrund ihrer laufenden, erheblichen Investitionstätigkeit und ihrer teilweise mit kurzfristigen Zinsvereinbarungen gebundenen Unternehmensfinanzierung schon vor Jahren das Zinsänderungsrisiko als ein wesentliches Risikomanagementziel definiert und zur Absicherung der bestehenden und laufend prolongierten Finanzierungsvereinbarungen Zinsswap-Vereinbarungen mit den beteiligten Banken abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag valutieren die Zinsswap-Vereinbarungen in Höhe von € 55,0 Mio. (Vorjahr: € 65,0 Mio.). Die Zinsswap-Vereinbarungen zielen vollständig auf die Begrenzung der Zinssätze bzw. auf eine Verminderung der Zinsbelastung bei steigenden Zinsen ab. In der Gesamtbetrachtung wurden die Zinsswap-Vereinbarungen zu Bewertungseinheiten mit der Unternehmensfinanzierung zusammengefasst. Durch den erfolgten Anstieg des Leitzinses überwiegen die Vorteile der Absicherung und weisen zum Bilanzstichtag kumuliert positive Marktwerte aus. Die außerbilanziellen Zinssicherungsgeschäfte unterliegen einer permanenten Überwachung und sind ins Finanzmanagement der GP Günter Papenburg AG eingebunden. Die zum Ende des Geschäftsjahres 2022 bestehenden variabel verzinslichen Finanzierungen sind zu über 50 % nicht durch Zinssicherungsgeschäfte gedeckt und unterliegen bei anhaltender Geldmarktpolitik einem erhöhten Zinsänderungsrisiko. Die sich hieraus ergebenden Mehrbelastungen werden als tragbar eingeschätzt.

6.3 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Geschäftsjahr 2023

Die Abschwächung der Wirtschaftsleistung im Geschäftsjahr 2022 wird für die erste Jahreshälfte 2023 noch Bestand haben. Erst unter Gesamtbetrachtung des Geschäftsjahres 2023 soll ein Wachstum, wenn auch im geringen Maße erfolgen. Dabei erwartet der IWF für 2023 für die deutsche Volkswirtschaft einen Rückgang von 0,1 %, nachdem das Vorjahr noch um 1,9 % gewachsen ist. Die Erwartungen der Bundesregierung liegen nur marginal über den Erwartungen des IWF.

Die anhaltende Zinspolitik der EZB, bei in der ersten Jahreshälfte 2023 vollzogenen und auch weiteren nicht ausgeschlossenen Zinsanstiegen des europäischen Leitzinses, wird nur eine Reduzierung der Inflation herbeiführen. Die angestrebte Inflation der EZB wird mittelfristig noch über der Zielmarke von 2,0 % liegen.

Für das Geschäftsjahr 2023 rechnet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe mit einem markanten Rückgang des Umsatzes und beziffert diesen mit -7,0 %. Ursächlich hierfür sind vor allem die gestiegenen Preise für Baumaterialien als auch die gestiegenen Zinsen. Besonders spürbar wird sich der Rückgang der Baukonjunktur im Bereich Wohnungsbau entwickeln. Um dem entgegenzuwirken, werden nicht nur vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe Maßnahmen von der Bundesregierung gefordert.

Die gesamtwirtschaftliche Erwartung für die Stahlnachfrage in Europa lässt gem. World Steel Association einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr erwarten. Dabei geht man von einem überproportionalen Rückgang in Deutschland von -3,9 % aus.

6.4 Voraussichtliche Geschäftsentwicklung 2023 der Unternehmensgruppe

Die Unternehmensplanung der Papenburg-Unternehmensgruppe bzw. der GP Günter Papenburg AG ist an den strategischen Zielen ausgerichtet und berücksichtigt die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die zum Zeitpunkt der Planerstellung vorliegenden Informationen sowie die unternehmerischen Maßnahmen bilden für die Tochtergesellschaften, als auch für die GP Günter Papenburg AG selbst, die Grundlage für eine realistische Ergebniseinschätzung für die Zukunft, für die zu erwartende Finanzlage sowie für die geplanten Investitionen.

Unter Berücksichtigung des anhaltenden russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sowie der noch immer unverändert anhaltenden Inflation werden auch für das Geschäftsjahr die Preise für Verbrauchsstoffe, wie zum Beispiel Zement, weiter steigen. Lediglich im Bereich der Energiebezugskosten zeichnet sich im direkten Vorjahresvergleich eine Entspannung auf hohem Niveau ab.

Der Auftragsbestand zum Ende des ersten Quartals 2023 resultiert in Höhe von € 304,1 Mio. aus direkten Bauaufträgen, welche die vollständige Wertschöpfungskette der Papenburg-Unternehmensgruppe bindet, so dass insbesondere verbundene Unternehmen in den Rohstoff- und Speditionsbereichen, in den Fertigteil- und Frischbetonaktivitäten und im Bereich Recycling und Verwertung direkt integriert werden.

Dem Ausbau der Rohstoffaktivitäten in den Kernmärkten sowie in neuen und übernommenen Märkten innerhalb Deutschlands, dem weiteren Ausbau von Frischbeton- und Logistikressourcen, der Projektentwicklung eigener Grundstücke sowie die Fortentwicklung des Bauvorhabens Wasserstadt-Limmer in Hannover werden neben dem laufenden und operativen Geschäft besondere Bedeutung beigemessen.

Bei einer weiterhin anhaltenden Reduzierung von Verwertungs- und Entsorgungskapazitäten wird durch konzeptionelle Technologien, Kooperativen und Geschäftsmodellen in Zusammenarbeit mit Beteiligungen der Papenburg-Unternehmensgruppe die Maßgabe einer "Circular Economy" weiter umgesetzt. Mit dieser Ausrichtung werden nicht nur die Naturrohstoffe durch Verwertung von Sekundärprodukten der metallverarbeiteten Industrie substituiert, sondern auch der ansonsten notwendige Ausbau von Feststoffdeponien aus umweltpolitischer Sicht geschont.

Für das Geschäftsjahr 2023 gehen wir aufgrund des bereits bestehenden Auftragsbestandes sowie des noch zu erwartenden Auftragseingangs von einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung aller Sparten aus und erwarten für alle Sparten einen positiven Ergebnisbeitrag.

Die geplanten Investitionen der Papenburg-Unternehmensgruppe von € 132,6 Mio. im Geschäftsjahr 2023, im Wesentlichen in Grundstücke sowie Gebäude - hier speziell Wasserstadt-Limmer -, in Baumaschinen und Fuhrpark, werden durch den operativen Cashflow, teilweise über Investitionskredite und durch kurzfristige Kreditinanspruchnahmen finanziert, wobei zugleich eine planmäßige Tilgung der Finanzierungsverbindlichkeiten erfolgen wird.

In Abhängigkeit der Entwicklung des nationalen Immobilienmarktes wird der benötigte Finanzmittelbedarf aufgrund des Engagements in der Wasserstadt-Limmer kurzfristig auf hohem Niveau beibehalten werden. Die Kapitalbindung und deren Finanzierungskosten sind in der Jahresprognose 2023 berücksichtigt.

Das operative Konzernergebnis wird auch im Geschäftsjahr 2023 deutlich positiv sein. Wir erwarten für das Geschäftsjahr auf der Grundlage der bekannten Rahmenbedingungen bei einer Konzerngesamtleistung von € 877,7 Mio. ein Betriebsergebnis von € 64,5 Mio. und ein Konzernergebnis nach Ertragsteuern von ca. € 59,1 Mio. Zusätzlich zum prognostizierten Konzernergebnis nach Ertragsteuern erwarten wir, dass die At-Equity-Beteiligung an der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, ein Ergebnisbeitrag liefern wird. Aktuell ist kein Wertberichtigungsbedarf in den Beteiligungsansätzen als auch im operativen Kerngeschäft erkennbar.

 

Hannover, den 9. Juni 2023

GP Günter Papenburg AG

Vorstand

Günter Papenburg

Karin Hardekopf

Angela Papenburg

Klaus Papenburg

Bilanz

AKTIVA

Stand am 31.12.2022
Stand am 31.12.2021
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 36.290.718,96 38.478
2. Geschäfts- oder Firmenwert 378.772,97 546
3. Geleistete Anzahlungen 1.451.636,01 1.324
38.121.127,94 40.348
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 214.613.154,57 208.102
2. Technische Anlagen und Maschinen 65.160.199,84 87.067
3. Fuhrpark 39.944.908,39 42.539
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.142.401,26 5.837
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.833.583,07 5.229
336.694.247,13 348.774
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 812,38 26
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 466.218.278,51 26.693
3. Sonstige Beteiligungen 4.769.449,15 210.895
4. Sonstige Ausleihungen 2.810,00 3
470.991.350,04 237.617
845.806.725,11 626.739
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 27.203.687,66 23.429
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 83.083.584,08 89.310
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 64.571.289,25 50.039
4. Geleistete Anzahlungen 657.894,70 370
175.516.455,69 163.148
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 58.222.555,28 59.359
2. Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften 6.447.990,94 7.365
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 146.000,00 190
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 9.934.166,56 8.889
5. Sonstige Vermögensgegenstände 13.665.924,98 11.140
88.416.637,76 86.943
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 74.935.824,55 77.363
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.141.720,33 4.307
344.010.638,33 331.761
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.877.878,90 2.320
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 17.729.959,90 16.345
1.209.425.202,24 977.165

PASSIVA

Stand am 31.12.2022
Stand am 31.12.2021
T€
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 100.000.000,00 100.000
II. Kapitalrücklage 6.383.723,40 6.384
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 3.616.276,60 3.616
2. Andere Gewinnrücklagen 13.838.112,32 15.456
17.454.388,92 19.072
IV. Passivischer Unterschiedsbetrag 17.823,07 29
V. Konzernbilanzgewinn 506.318.574,49 348.639
VI. Nicht beherrschte Anteile 10.360.057,80 7.676
640.534.567,68 481.800
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.400.169,82 3.473
2. Steuerrückstellungen 25.841.460,46 20.289
3. Sonstige Rückstellungen 121.286.032,28 109.846
150.527.662,56 133.608
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 258.576.816,72 151.374
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 48.003.065,26 52.074
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 48.352.487,37 56.589
4. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften 6.035.047,35 4.178
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 514.234,90 552
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.505.556,39 5.709
7. Sonstige Verbindlichkeiten 42.545.196,12 81.856
412.532.404,11 352.332
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.092.887,97 1.888
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 4.737.679,92 7.537
1.209.425.202,24 977.165

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.1. bis 31.12.2022

2022
2021
T€
1. Umsatzerlöse 804.222.569,92 863.007
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 76.945.699,64 54.055
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 33.554.231,83 4.800
4. Gesamtleistung 914.722.501,39 921.862
5. Sonstige betriebliche Erträge 92.393.276,05 43.509
6. Materialaufwand -533.609.119,11 -526.121
7. Personalaufwand -200.800.074,14 -204.054
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -58.730.857,49 -67.985
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -61.925.501,62 -62.954
10. Erträge aus assoziierten Unternehmen 40.409.819,74 3.463
11. Erträge aus Beteiligungen 2.218.415,00 2.216
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.479.031,38 2.992
13. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen -314.935,82 -77
14. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -3.958.675,32 -1.942
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.898.639,00 -6.188
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -26.816.046,69 -17.570
17. Ergebnis nach Steuern 163.169.194,37 87.151
18. Sonstige Steuern -2.187.423,40 -1.706
19. Konzernjahresüberschuss 160.981.770,97 85.445
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 348.025.349,50 266.697
21. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 1.618.205,47 126
22. Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn -4.321.288,51 -3.629
23. Auf andere Gesellschafter entfallender Verlust 14.537,06 0
24. Konzernbilanzgewinn 506.318.574,49 348.639

Konzernanhang

Konsolidierungskreis

Der Papenburg-Konzern steht unter der Leitung der GP Günter Papenburg AG, Hannover.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 umfasst - mit Ausnahme von 4 Gesellschaften (Vorjahr: 5) - sämtliche Unternehmen, an denen die Obergesellschaft unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte hält.

Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind in der Aufstellung am Ende des Anhangs angegeben.

Folgende 4 verbundene Unternehmen (Vorjahr: 5 Unternehmen) wurden nach § 296 Abs. 1 Nr. 2 HGB bzw. § 296 Abs. 2 HGB nicht in die Vollkonsolidierung einbezogen (auf die Angaben nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 S. 1 HGB wurde nach § 313 Abs. 3 S. 4 HGB verzichtet):

Anteil am Kapital
%
Papenburg International Kasachstan t.o.o., Almaty/Kasachstan 100
GP Papenburg Tashkent LLC, Tashkent/Usbekistan 100
OOO "Papenburg Russland", Moskau/Russland 100
ELEKTROODPADY RECYKLACE s.r.o., Trutnov/Tschechische Republik 51

Die Gesellschaften sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Folgende 8 assoziierte Unternehmen (Vorjahr: 6 Unternehmen) wurden zum 31. Dezember 2022 nicht "at-Equity"-konsolidiert:

Anteil am Kapital
%
ALETON Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremerhaven 50
Betonprüfstelle Cuxhaven GmbH, Cuxhaven 25
EARN Elektroaltgeräte Service GmbH, Goslar 33
Elbe Weser Beton GmbH & Co. KG, Cuxhaven 25
Elbe Weser Beton Verwaltungs GmbH, Cuxhaven 25
Kieswerk Leinetal Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Nordstemmen 50
Stadion Zwickau Betriebs GmbH, Zwickau 25
Verwaltungsgesellschaft Holcim Kieswerk Zeithain mbH, Dresden 25

Diese Beteiligungen sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung (§ 311 Abs. 2 HGB). Daneben bestehen 11 (Vorjahr: 11) weitere Beteiligungen unter jeweils 20 %.

Grundlagen der Konsolidierung

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 werden alle verpflichtenden Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) beachtet. DRS 3 ist nicht einschlägig.

Einbezogene Jahresabschlüsse und Stichtag des Konzernabschlusses

Die Unternehmen der GP Günter Papenburg AG, Hannover, werden zum 31. Dezember 2022 in einem Konzernabschluss unter Leitung der GP Günter Papenburg AG, Hannover, zusammengefasst.

Stichtag des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember 2022.

Kapitalkonsolidierung

Der Stichtag der Erstkonsolidierung ist grundsätzlich der Erwerbszeitpunkt. Die Kapitalkonsolidierung ist nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Zeitwerte der Aktiva und Passiva mit dem auf das jeweilige Mutterunternehmen entfallenden Eigenkapital (§ 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB) erfolgt. Aus der Erstkonsolidierung entstandene Unterschiedsbeträge werden entsprechend DRS 4 fortgeschrieben.

Der Saldo der Sonderrücklagen nach DMBilG wurde - Verrechnung mit Sonderverlustposten - in die Kapitalkonsolidierung einbezogen. Veränderungen des Sonderverlustkontos nach dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung führen im Konzern zu einer Rücklagenbildung, da die Erstkonsolidierung insoweit nicht verändert wird.

Die Sonderposten sind in voller Höhe in die Rücklagen umgegliedert. Sie werden nicht in die Kapitalkonsolidierung einbezogen, sondern in den Gewinnrücklagen des Konzerns ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr wurde erstmalig der Jahresabschluss der Betonlabor Bienrode Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Braunschweig (kurz: Betonlabor Bienrode), im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Im Vorjahr erfolgt die Nichtberücksichtigung gem. § 296 Abs. 2 HGB.

Mit Erwerb von zusätzlichen Geschäftsanteilen im Geschäftsjahr wurde erstmalig der Jahresabschluss der Schwaben Baumaschinen Handel Verwaltungs-GmbH, Hannover (kurz: SHB GmbH), im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung:

Firma Nutzungsdauer Jahre Firmenwert ursprünglich
T€
Abschreibung 2022
T€
Restbuchwert 31.12.2022
T€
Restbuchwert 31.12.2021
T€
GP Spezialtiefbau 5 631 126 379 505
SKS KG 5 197 39 0 39
Betonlabor Bienrode 0 25 25 0 0
SBH GmbH 0 2 2 0 0
855 192 379 544

In den Abschreibungen sind planmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung in Höhe von T€ 165 (Vorjahr: T€ 228) sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung in Höhe von T€ 27 (Vorjahr: T€ 0) enthalten.

Firmenwerte aus dem Erwerb von Geschäftsbetrieben in Einzelabschlüssen werden mit T€ 0 (Vorjahr: T€ 1) ausgewiesen, der jährliche Abschreibungsaufwand beträgt T€ 1 (Vorjahr: T€ 17).

Die passivischen Unterschiedsbeträge wurden, sofern sie auf erwartete Verluste entfallen, bei Eintritt der Verluste erfolgswirksam aufgelöst. Zum Bilanzstichtag besteht ein passivischer Unterschiedsbetrag aus der GP Papenburg International GmbH, Hannover, der über eine Dauer von 5 Jahren planmäßig, entsprechend dem Werteverzehr der technischen Anlagen der Tochtergesellschaft, aufgelöst wird.

Die passivischen Unterschiedsbeträge, die Eigenkapitalcharakter haben, werden einheitlich im Konzerneigenkapital ausgewiesen. Auflösungserträge sind in Höhe von T€ 11 (Vorjahr: T€ 172) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Währungsumrechnung

Für die Währungsumrechnung der einbezogenen Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen wird die Bilanz zum Stichtagskurs sowie die Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag ist unverändert kein ausländisches Unternehmen durch Vollkonsolidierung und unverändert zum Vorjahr ein ausländisches Unternehmen durch at-Equity-Konsolidierung einbezogen.

Zwischenergebniseliminierung

Zwischenergebnisse zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften wurden entsprechend § 304 HGB eliminiert.

Die Zwischenergebniseliminierungen des Anlagevermögens hat sich wie folgt entwickelt:

31.12.2021
T€
Zugang
T€
Abschreibung
T€
31.12.2022
T€
Grundstücke und Gebäude 1.229 0 -121 1.108
Technische Anlagen und Maschinen 566 105 -271 400
Fuhrpark 118 0 -66 52
1.913 105 -458 1.560

Als Folgewirkung der Zwischenergebniseliminierungen im Anlagevermögen ergibt sich eine Minderung der gebuchten Abschreibungen.

In Höhe von T€ 1.529 (Vorjahr: T€ -160) wurden Zwischenergebniseliminierungen des Umlaufvermögens vorgenommen.

Hinsichtlich der Zwischengewinne der at-Equity bewerteten Gesellschaften wurde entsprechend § 312 Abs. 5 S. 3 HGB auf eine Eliminierung verzichtet, da grundsätzlich marktübliche Bedingungen vorliegen und die Leistungsbeziehungen grundsätzlich von untergeordneter Bedeutung sind. Für Leistungsbeziehungen von nicht untergeordneter Bedeutung ergeben sich Zwischenergebniseliminierungen des Umlaufvermögens von T€ 0 (Vorjahr: T€ 310).

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

In der Gewinn- und Verlustrechnung - aufgestellt als vollkonsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung nach § 305 HGB - wurden die Erträge und Aufwendungen, die aus dem innerkonzernlichen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultieren, miteinander verrechnet.

Quotenkonsolidierung

Die Grundsätze für in die Quotenkonsolidierung einbezogene Unternehmen entsprechen denen der Vollkonsolidierung.

At-Equity Bewertung

Die at-Equity-Bewertung beschränkte sich - wie in Vorjahren - auf Unternehmen, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von wesentlicher Bedeutung sind. Es handelt sich dabei um 15 (Vorjahr: 12) Gesellschaften.

Erstmalig wurden die Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, als Teilkonzernabschluss sowie die GP Wind GmbH, Hannover, und die eGP enercity Günter Papenburg GmbH, Hannover, jeweils als Einzelgesellschaft einbezogen.

Für drei assoziierte Unternehmen (Vorjahr: 2) wurde der Teilkonzernabschluss zugrunde gelegt (§ 312 Abs. 6 S. 2 HGB). Die at-Equity-Bewertung erfolgte nach der Buchwertmethode (§ 312 Abs. 1 S.1 Nr. 1 HGB).

Die at-Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wenden mit Ausnahme der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, und die JV PAPENBURG UZBEKISTAN GmbH, Tashkent (Usbekistan), im Wesentlichen die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie der Konzern an.

Der zum Bilanzstichtag entwickelte at-Equity-Ansatz an der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, berücksichtigt neben den Anschaffungskosten (€ 409,3 Mio.) die auf den Berichtszeitraum entfallenden Ergebnisübernahmen (€ 253,6 Mio.), die erfolgten Dividendenausschüttungen (€ 11,3 Mio.) sowie Anpassungen auf den beizulegenden Zeitwert (€ 216,8 Mio.). Die anteiligen Ertragsteuern werden im Ergebnis aus der Änderung des Equity-Werts ausgewiesen. Die Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, stellt ihren Konzernabschluss nach den international geltenden Bilanzierungsvorschriften "International Financial Reporting Standards" (IFRS) auf. Eine Anpassung auf handelsrechtliche Bilanzvorschriften ist unter Anwendung von § 312 Abs. 5 HGB unterblieben. Der in der Nebenrechnung geführte passivische Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Anteile und dem anteiligen Eigenkapital der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, beträgt zum Bilanzstichtag € 640,0 Mio. Aufgrund einer Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Beteiligung an der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, wurde unter Berücksichtigung von § 253 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB auf den zum Bilanzstichtag niedrigeren Börsenkurs (€ 28,52 je Aktie) abgestellt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Anteile und dem anteiligen Eigenkapital der ALETON GmbH & Co. KG, Bremerhaven, beträgt zum Bilanzstichtag T€ 789 (Vorjahr: T€ 1.115) und wird ratierlich über die Nutzungsdauer aufgelöst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Anteile und dem anteiligen Eigenkapital des Teilkonzernabschlusses der EF Holding GmbH, Salzgitter, beträgt zum Bilanzstichtag T€ 9.634 (Vorjahr: T€ 5.208) und wird ratierlich über die Nutzungsdauer aufgelöst. Weiter wird ein Unterschiedsbetrag der Wasserstadt Limmer Projekt 2 GmbH, Hannover, von T€ 168 (Vorjahr: T€ 175) bilanziert.

Im at-Equity-Ansatz der JV PAPENBURG UZBEKISTAN GmbH, Tashkent (Usbekistan), wurden Währungsdifferenzen in Höhe von T€ -429 (Vorjahr: T€ -491) verrechnet.

Für Beteiligungen des Konzerns an Arbeitsgemeinschaften werden die Vermögensgegenstände, die in der Verfügungsmacht des Konzerns stehen, die selbst eingegangenen Schulden sowie die getätigten eigenen Aufwendungen und Erträge im Konzernabschluss erfasst. Die Geschäftstätigkeit der Arbeitsgemeinschaften selbst führt im Konzernabschluss zu anteiligen Ergebnissen, die analog zur at-Equity-Methode bilanziert werden und unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gegen Arbeitsgemeinschaften ausgewiesen werden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag gegenüber den assoziierten Unternehmen nicht.

Steuerabgrenzung

DRS 18 wird angewendet, wobei auf freiwillige Zusatzangaben verzichtet wird. Der Konzernsteuersatz beträgt durchschnittlich unverändert zum Vorjahr 30,5 %. Aktive und passive latente Steuern werden nicht saldiert.

Angaben zu quotenkonsolidierten Unternehmen

Eine Übersicht über die aus Gemeinschaftsunternehmen in Summe resultierenden Vermögenswerte, Schulden und Posten der Gewinn- und Verlustrechnung gibt folgende Tabelle:

31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
kurzfristige Vermögenswerte 7.471 6.174
langfristige Vermögenswerte 5.109 5.132
kurzfristige Schulden 3.167 2.428
langfristige Schulden 3.947 3.801
Aufwendungen 18.377 16.738
Erträge 19.318 17.289

Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gliederung des Konzernabschlusses entspricht den §§ 265 ff. HGB. Zur besseren Übersichtlichkeit wurde das bilanzielle Gliederungsschema der Konzernbilanz um die Posten "Fuhrpark" und "Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften" erweitert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde der Posten "Gesamtleistung" eingefügt. Innerhalb der Umsatzerlöse und bezogenen Leistungen werden die Leistungsbeziehungen zu den Arbeitsgemeinschaften erfasst.

Ansatz und Bewertung erfolgen nach einheitlichen Grundsätzen.

Auf den Ansatz von Sonderposten (insbesondere aus Abschreibungen nach dem Fördergebietsgesetz) wird im Konzern verzichtet; stattdessen wird eine Umgliederung in die Gewinnrücklagen vorgenommen. Entsprechend werden die aus Einzelabschlüssen resultierenden Veränderungen der Sonderposten erfolgswirksam eliminiert. Investitionszuschüsse und -zulagen werden im Konzern grundsätzlich erfolgswirksam vereinnahmt.

Im Konzernabschluss sind folgende Bewertungsmethoden zugrunde gelegt:

Die Gegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Zugänge des Anlagevermögens aus Erstkonsolidierung werden grundsätzlich zur besseren Darstellung der Altersstruktur des Konzernanlagevermögens mit den Bruttowerten als "Änderung des Konsolidierungskreises" erfasst, obgleich die Erstkonsolidierung grundsätzlich zu einer Anschaffung zu Nettowerten führt. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer oder bei Rohstoffvorkommen und Abbaurechten nach dem Substanzverzehr. Bei selbsterstellten Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden Verwaltungskosten in die Herstellkostenbestimmung einbezogen.

Für im Geschäftsjahr erworbene Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wird teilweise, aufgrund der wirtschaftlichen Substanzverringerung zu Beginn der Nutzung, eine degressive Abschreibung zugrunde gelegt. Der Abschreibungsmehrbetrag im Geschäftsjahr gegenüber der linearen Abschreibung beträgt T€ 2.628 (Vorjahr: T€ 2.454). Unter Berücksichtigung der Effekte aus dem Vorjahr ergeben sich um T€ 6.523 geringere Buchwerte.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Der niedrigere beizulegende Wert wird angesetzt, wenn die zugrundeliegende Wertminderung voraussichtlich dauernd ist. Bei voraussichtlich vorübergehender Wertminderung wird das Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB ausgeübt, soweit ein stichtagsbezogener Börsenkurs vorliegt.

Im Konzernanlagenspiegel werden Erträge bzw. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen als Zugänge bzw. Abgänge erfasst.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet bzw. falls erforderlich mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Unfertige Leistungen und Erzeugnisse werden mit angemessenen Teilen der notwendigen Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs von Anlagevermögen, soweit er durch die Herstellung des Wirtschaftsgutes veranlasst ist, angesetzt, soweit nicht aufgrund einer retrograden Betrachtung ein niedrigerer Wertansatz geboten ist.

Bei der retrograden Bewertung der unfertigen Bauaufträge einschließlich der unfertigen Bauaufträge der Arbeitsgemeinschaften werden noch nicht beauftragte Nachträge (im Wesentlichen Mehrmengen und Leistungsänderungen), soweit diese dem Grunde nach gemäß Vertrag oder VOB/B als sicher durchsetzbar beurteilt werden, in angemessenem Umfang in die Bewertung einbezogen. Diese Bewertungsgrundsätze der Sparte Bau für Bauaufträge berücksichtigen die zunehmenden Verzögerungen der Nachtragsbearbeitung bei komplexen Bauaufträgen. Auftraggeber lehnen zunehmend Nachträge grundsätzlich und ohne weitere Prüfung der Sach- und Rechtslage ab bzw. verlagern die Nachtragsbearbeitung in verzögerte Verhandlungen und Rechtsstreitigkeiten. Insoweit werden für Bilanzierungszwecke Genehmigungsverfahren und Nachtragsbearbeitungen durch eine eigene rechtliche Beurteilung auf Basis der VOB/B unter Einbindung von Baurechtsexperten ergänzt. Diese Bewertungsgrundsätze werden nach Abschluss der Baumaßnahmen entsprechend auf die Bewertung von Abrechnungsforderungen angewandt. Zum Bilanzstichtag ist ein Nachtragsvolumen von insgesamt € 10,7 Mio. (Vorjahr: € 9,3 Mio.) berücksichtigt.

Forderungen sind mit dem Nennwert bewertet. Für Ausfallrisiken wurden ausreichende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Pauschalwertberichtigungen tragen dem Risiko des jeweiligen Geschäftsfeldes Rechnung und werden zwischen 1 % und 3 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen.

Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bewertet bzw. mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten voraus geleistete Zahlungen für zeitraumbezogenen Aufwand nach dem Bilanzstichtag.

Latente Steuern werden mit dem Konzernsteuersatz von unverändert 30,5 % unabhängig von den unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach den aktuellen Vorschriften des § 253 Abs. 1 HGB entsprechend den angewandten Bewertungsstandards Projected Unit Credit Method (PUCM) und einem Abzinsungszinssatz gemäß RückAbzinsV p.a. zum 31. Dezember 2022 von 1,78 % (Durchschnitt der letzten zehn Jahre) (Vorjahr: 1,87 %; Durchschnitt der letzten zehn Jahre) ermittelt. In der Berechnung wurden angemessene Rentensteigerungen p.a. und zu erwartende Einkommenssteigerungen berücksichtigt. Gemäß den Vorgaben des § 274 HGB wurden auf die Bewertungsunterschiede die entsprechenden latenten Steuern berechnet und im latenten Steuerkonzept verarbeitet. Der Unterschied zwischen der Berechnung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre und der Berechnung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt T€ 126 (Vorjahr: T€ 198) und unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB bei der Konzernobergesellschaft. Die Überdeckung bei übernommenen Pensionsverpflichtungen, gem. mit IDW RS HFA 30 n.F., beträgt T€ 143 (Vorjahr: T€ 174).

Für alle erkennbaren Risiken wurden ausreichende Rückstellungen in Höhe der Erfüllungsbeträge gebildet. Rückstellungen für Gewährleistungen werden unverändert mit 0,2 % bis 1 % des Umsatzes gebildet, wobei geschäftsfeldabhängig teilweise der Umsatz des letzten halben Jahres und teilweise der Umsatz der letzten vier Jahre als Berechnungsgrundlage angesetzt wird. Für die Ermittlung von Kosten- und Preissteigerungen wurde ein Prozentsatz von individuell 2 % bis 3 % gewählt, der auf dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank basiert.

Langfristige Rückstellungen werden mit einem der Laufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit diesen Verpflichtungen verrechnet (§ 246 Abs. 2 S. 2 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für erhaltene Zahlungen gebildet, die auf Erlöse nach dem Bilanzstichtag entfallen.

Die in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung enthaltenen Gewinne und Verluste, welche auf andere Gesellschafter entfallen, werden nach dem Konzernjahresüberschuss im Posten "Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn" bzw. "Auf andere Gesellschafter entfallender Verlust" gesondert ausgewiesen.

Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Konzernabschlusses

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem am Ende des Anhangs angefügten Anlagengitter ersichtlich.

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten u.a. Deponie- und Abbaurechte, Bewilligungen zur Aufsuchung und Gewinnung von Gesteinen, Firmenwerte sowie EDV-Programme.

Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind nicht angesetzt, da Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Wesentlichen auf auftragsgebundene Entwicklungsleistungen entfallen.

Vorräte

Mit unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Leistungen wurden T€ 28.408 (Vorjahr: T€ 29.131) erhaltene Anzahlungen verrechnet.

In den fertigen Erzeugnissen und Waren sind überwiegend Betonsteine und Grundstücke enthalten.

Die geleisteten Anzahlungen betreffen für die Anlagenproduktion bzw. für Bauprojekte in Auftrag gegebene Zulieferungen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 6), Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen in Höhe von T€ 1.188 (Vorjahr: T€ 1.250) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 32 (Vorjahr: T€ 56) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 4.072 (Vorjahr: T€ 4.279).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 0 (Vorjahr: T€ 5) und Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen mit T€ 388 (Vorjahr: T€ -311) Lieferungen und Leistungen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Forderungen aus Steuern (T€ 3.550; Vorjahr: T€ 2.742) ausgewiesen. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 1.667 (Vorjahr: T€ 1.702) entstehen rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern betragen zum Bilanzstichtag T€ 17.730 (Vorjahr: T€ 16.345) und enthalten in Höhe von T€ 7.254 (Vorjahr: T€ 6.349) latente Steuern auf temporäre Differenzen inklusive solcher auf Zwischenergebnisse. Dabei entfallen die temporären Differenzen im Wesentlichen auf Anlagevermögen (Abbaugenehmigungen und Grundstücke) sowie auf Schuldposten (Altlastenrückstellungen und Pensionsverpflichtungen). Für steuerlich nutzbare Verlustvorträge des Konzerns sind T€ 10.476 (Vorjahr: T€ 9.996) in den aktiven latenten Steuern enthalten. Die Aktivierung basiert auf einer mehrjährigen Prognose und umfasst nutzbare Verlustvorträge für den Zeitraum von fünf Jahren.

Im Geschäftsjahr werden sämtliche latenten Steuern unverändert unsaldiert ausgewiesen. Insgesamt ergibt sich ein latenter Steuerertrag von T€ 4.184.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist aus dem Eigenkapitalspiegel gemäß DRS 22 ersichtlich.

Gezeichnetes Kapital

Ausgewiesen ist das gezeichnete Kapital der Konzernobergesellschaft, GP Günter Papenburg AG, Hannover, mit unverändert T€ 100.000.

Das Aktienkapital der Konzernobergesellschaft ist, wie im Vorjahr, in 2.500.000 Stammstückaktien und 2.400.000 Vorzugsstückaktien aufgeteilt.

Kapitalrücklage

Der in der Kapitalrücklage ausgewiesene Betrag betrifft eine Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage entsprechen 10 % des Aktienkapitals.

Die Veränderung der anderen Gewinnrücklagen resultiert aus der Umbuchung von Gewinnrücklagen aufgrund der Entkonsolidierung von verbundenen Unternehmen sowie von freiwerdenden Sonderpostenanteilen mit Rücklageanteil (T€ -1.618; Vorjahr: T€ -126) in den Konzernbilanzgewinn.

Passivischer Unterschiedsbetrag

Der passivische Unterschiedsbetrag betrifft die GP Papenburg International GmbH, Hannover (Vollkonsolidierung, T€ 18, Vorjahr: T€ 29), und wurde planmäßig im Geschäftsjahr mit T€ 11 aufgelöst.

Konzernbilanzgewinn

Der Konzernbilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag von T€ 348.025 (Vorjahr: T€ 266.697).

Nicht beherrschte Anteile

Nicht beherrschte Anteile im Fremdbesitz betreffen die Fremdanteile an der INTRANS Nutzfahrzeuge GmbH, Cottbus (26,0 %), der Arena Hannover Gesellschaft mbH, Hannover (25,0 %), der Wasserstadt Limmer GmbH & Co. KG, Teltow (10,0 %), der Wasserstadt Limmer Verwaltungs-GmbH, Teltow (10,0 %), der Wasserstadt-Limmer Projektentwicklung GmbH, Hannover (5,0 %), der Electrocycling GmbH, Goslar (25,35 %), der GfB-Gruppe (40,0 %), der SKS Sand + Kies Schönebeck GmbH & Co. Betriebs KG, Halle (Saale) (25,0 %), der SKS Sand + Kies Schönebeck Verwaltungsgesellschaft mbH, Halle (Saale) (25,0 %) sowie GP Papenburg International GmbH, Hannover (49,0 %).

Die Fremdanteile am Ergebnis betragen im Saldo T€ 4.307 (Vorjahr: T€ 3.629).

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag der Einzelabschlüsse (T€ 25.219; Vorjahr: T€ 19.704), davon entfallen T€ 10.476 (Vorjahr: T€ 9.541) auf Vorjahre.

Die sonstigen Rückstellungen für Aufträge in Höhe von T€ 63.170 (Vorjahr: T€ 52.193) betreffen im Wesentlichen ausstehende Lieferantenrechnungen und Leistungsabgrenzungen für Baustellen, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Gewährleistung sowie Garantien.

Die sonstigen Rückstellungen für Umweltverpflichtungen in Höhe von T€ 27.456 (Vorjahr: T€ 27.349) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Altlasten, für Abraumbeseitigung und Entsorgung sowie für Rekultivierung und Instandhaltung.

Sonstige Rückstellungen für Personalkosten bestehen in Höhe von T€ 23.866 (Vorjahr: T€ 21.414).

Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten und deren Fristigkeit ist dem nachfolgend abgedruckten Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

In den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden in Höhe von T€ 179.906 (Vorjahr: T€ 126.030) unfertige Leistungen und Erzeugnisse verrechnet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften betreffen in Höhe von T€ -2.011 (Vorjahr: T€ -629) und die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von T€ 282 (Vorjahr: T€ 180) Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von T€ 11.696 (Vorjahr: T€ 12.519) Steuern und bestehen in Höhe von T€ 497 (Vorjahr: T€ 627) im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Die Fristigkeiten und die Besicherungen der Verbindlichkeiten sind aus dem nachstehend abgedruckten Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich.

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
T€
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
T€
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
T€
Gesamtbetrag
T€
davon durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert
T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ( * 1) 199.191 50.000 9.386 258.577 73.264
Vorjahr ( * 1): 90.178 57.085 4.111 151.374 75.500
2. Erhaltene Anzahlungen 48.003 0 0 48.003
Vorjahr: 52.074 0 0 52.074
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 48.352 0 0 48.352
Vorjahr: 56.589 0 0 56.589
4. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften 6.035 0 0 6.035
Vorjahr: 4.178 0 0 4.178
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 514 0 0 514
Vorjahr: 552 0 0 552
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.506 0 0 8.506
Vorjahr: 5.709 0 0 5.709
7. Sonstige Verbindlichkeiten ( * 2) 32.197 10.348 0 42.545 21.815
Vorjahr ( * 2): 67.172 14.684 0 81.856 37.706
Summe 342.798 60.348 9.386 412.532
Vorjahr: 276.452 71.769 4.111 352.332

( * 1) Art der Sicherheit: Sicherungsübereignung, Wertpapierverpfändung

( * 2) Art der Sicherheit: Sicherungsübereignung

Passive Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern betragen zum Bilanzstichtag T€ 4.738 (Vorjahr: T€ 7.537) und entfallen auf temporäre Differenzen und beruhen im Wesentlichen auf Grundstücke und Gebäuden sowie auf der Bildung von Rücklagen gem. § 5 Abs. 7 EStG für Rekultivierungs- und Pensionsrückstellungen.

Umsatzerlöse und Gesamtleistung

Umsatzerlöse nach Sparten: 2022
T€
2021
T€
Rohstoffe und Spedition 172.180 143.449
Betonwaren 229.837 228.379
Bau 231.333 210.595
Recycling und Verwertung 121.503 108.214
Sonstige 49.370 172.370
804.223 863.007

Die Sparte Rohstoffe und Spedition erzielte Auslandsumsätze in Höhe von T€ 68 (Vorjahr: T€ 201), die Sparte Betonwaren erzielte Auslandsumsätze in Höhe von T€ 1.912 (Vorjahr: T€ 2.091), die Sparte Bau erzielte, wie im Vorjahr, keine Auslandsumsätze, die Sparte Recycling und Verwertung erzielte Auslandsumsätze in Höhe von T€ 40.098 (Vorjahr: T€ 33.027) und die Sparte Sonstige erzielte Auslandsumsätze von T€ 16.511 (Vorjahr: T€ 57.276).

Die Gesamtleistung wurde überwiegend auf dem deutschen Markt erbracht und verteilt sich auf folgende Sparten:

Gesamtleistung: 2021
T€
2021
T€
Rohstoffe und Spedition 172.945 144.678
Betonwaren 235.062 228.099
Bau 295.398 275.650
Recycling und Verwertung 121.614 108.274
Sonstige 89.704 165.161
914.723 921.862

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge ergeben sich u.a. aus Erstattungen der ULAK (Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft) bzw. der ZVK (Zentralversorgungskasse), aus Ergebnisübernahmen ARGEN, aus Erträgen aus Anlagenabgängen, aus Investitionszulagen und -zuschüssen, aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen. Erträge aus der Auflösung von passivischen Unterschiedsbeträgen für vollkonsolidierte Unternehmen sind in Höhe von T€ 11 (Vorjahr: T€ 172) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten T€ 2.181 (Vorjahr: T€ 375) periodenfremde Erträge. In Höhe von T€ 67.366 (Vorjahr: T€ 4.951) entfallen die sonstigen betrieblichen Erträge auf die Entkonsolidierung von zwei Unternehmen sowie auf Abgänge von Sachanlagevermögen.

Personalaufwand

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 294 (Vorjahr: T€ 156) enthalten.

Abschreibungen

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 27 (Vorjahr: T€ 1.193) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u.a. Aufwendungen für Kommunikation, Beiträge und Gebühren, Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Rechten und Diensten, Reparaturen und Instandhaltungen, Wertminderungen oder den Abgang von Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 458 (Vorjahr: T€ 432) enthalten.

Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind T€ 5 (Vorjahr: T€ 4) Erträge aus der Abzinsung enthalten.

Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Abschreibungen entfallen in Höhe von T€ 3.258 (Vorjahr: T€ 462) auf den niedrigen beizulegenden Wert der sonstigen Wertpapiere zum Bilanzstichtag.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen T€ 430 (Vorjahr: T€ 666) auf die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die tatsächlichen Ertragsteuern des Geschäftsjahres betragen T€ 31.000 (Vorjahr: T€ 23.819). In den Erträgen aus latenten Steuern von T€ 4.184 (Vorjahr: T€ 6.249) sind T€ 480 (Vorjahr: T€ 5.802) aus der Änderung konkret nutzbarer gewerbe- und körperschaftsteuerlicher Verlustvorträge der Konzerngesellschaften enthalten. Im Übrigen entfallen die latenten Steuern auf Erträge und Aufwendungen aus der Fortführung temporärer Differenzen. Die latenten Steuern entfallen ausschließlich auf inländische Gesellschaften.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten (Bürgschaften) bestehen in Höhe von € 10,5 Mio. (Vorjahr: € 0,5 Mio.).

Der Konzern ist aufgrund von Rahmenvereinbarungen für Bürgschaften mit einem jährlichen Avalaufwand von ca. € 0,8 Mio. (Vorjahr: € 0,6 Mio.) belastet. Es bestehen jährliche Verpflichtungen aus Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von € 12,3 Mio. (Vorjahr: € 11,1 Mio.). Die Risiken für die Finanzlage aus den Pacht- und Leasingverträgen ergeben sich in Höhe der jeweiligen Zahlungsströme. Die Vorteile der abgeschlossenen Pacht- und Leasingverträge bestehen in der Sicherung der Produktionsgrundlagen und der Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung. Die bestehenden Avalkredite begründen derzeit keine Risiken für die Finanzlage.

Aus schwebenden Grundstückskaufverträgen bestehen einmalige Zahlungsverpflichtungen zum Bilanzstichtag in Höhe von € 1,2 Mio. (Vorjahr: € 0,0 Mio.).

Weiterhin bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber der kommunalen Stadtentwässerung in Höhe von unverändert € 0,2 Mio. aus unbefristet und zinslos gestundeten Herstellungsbeiträgen für die Sanierung von Abwasserleitungen für das Betriebsgrundstück in Nordhausen. Die Stundungsvereinbarung war zur Sicherung der zweckgerechten Nutzung des Standortes abzuschließen.

Es bestehen Obligos für den laufenden Geschäftsbetrieb.

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag 4 (Vorjahr: 5) Zins-Swap Vereinbarungen mit Bezugsbeträgen von € 55,0 Mio. sowie mit unterschiedlichen Fristigkeiten im Bestand. Diese Vereinbarungen stehen in der Gesamtbetrachtung in einem Sicherungszusammenhang mit den Unternehmensfinanzierungen der Gesellschaft und der beherrschten Tochterunternehmen, so dass hierfür entsprechende Bewertungseinheiten gebildet wurden (Portfolio-Hedge). Die nach der Einfrierungsmethode nicht bilanzierten Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente wurden zum Bilanzstichtag mit T€ 1.568 (Vorjahr: T€ -9.104) ermittelt.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

2022 2021
Gewerbliche Arbeitnehmer 2.481 2.563
Angestellte Arbeitnehmer 1.352 1.438
3.833 4.001

Von den angestellten Arbeitnehmern entfallen 193 (Vorjahr: 182) auf Auszubildende und 98 (Vorjahr: 101) auf geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer.

In quotenkonsolidierten Unternehmen wurden im Jahresdurchschnitt 47 (Vorjahr: 45) Arbeitnehmer beschäftigt.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

2022
T€
2021
T€
Roser GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg
Abschlussprüfungsleistungen 414 392
andere Bestätigungsleistungen 3 2
Steuerberatungsleistungen 74 52
sonstige Leistungen 19 8
PricewaterhouseCoopers GmbH, Frankfurt am Main
Abschlussprüferleistungen 0 21
sonstige Leistungen 0 7
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart
Abschlussprüferleistungen 9 9
GHJ GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft, Kehl
Abschlussprüferleistungen 13 0
532 491

Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von € 5,1 Mio. (Vorjahr: € 4,3 Mio.) sowie in Höhe von € 177,0 Mio. (Vorjahr: € 61,9 Mio.) die bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche als Kontokorrentkredite oder kurzfristige Terminkredite mit laufender Prolongation ausgestaltet sind.

Vom Finanzmittelfonds entfallen T€ 1.829 auf quotal einbezogene Unternehmen (Vorjahr: T€ 989).

Im Geschäftsjahr wurden Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter in Höhe von T€ 1.622 (Vorjahr: T€ 518) geleistet.

Offenlegung für Tochterunternehmen

Die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen nehmen die Befreiungsregel gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB für das Geschäftsjahr 2022 in Anspruch:

- Arena Hannover GmbH, Hannover

- Bau- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Halle

- Betonlabor Bienrode Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Braunschweig

- Electrocycling GmbH, Goslar

- C. Körner Natursteinwerk GmbH, Velpke

- Gala-Lusit-Betonsteinwerke GmbH, Hannover

- GP Alster Beton GmbH, Henstedt-Ulzburg

- GP Alster Kies GmbH, Lüttow-Valluhn

- GP Asphaltmischwerke Nord GmbH, Grimmen

- GP Baustoffe und Transport GmbH, Halle

- GP Beteiligungs- und Bewirtschaftungs-GmbH, Halle (Saale)

- GP Betonwerke Ost GmbH, Halle (Saale)

- GP Betonwerke West GmbH, Osnabrück

- GP Hoch- und Ingenieurbau GmbH, Hannover

- GP Logistik GmbH, Halle (Saale)

- GP Papenburg Asphaltmischwerke GmbH, Halle (Saale)

- GP Papenburg Baugesellschaft mbH, Hannover

- GP Papenburg Baustoffe GmbH, Halle (Saale)

- GP Papenburg Beteiligung und Immobilien GmbH, Teltow

- GP Papenburg Betonfertigteilwerk GmbH, Salzgitter

- GP Papenburg Betonlogistik GmbH, Halle (Saale)

- GP Papenburg Betonwerke GmbH, Halle (Saale)

- GP Papenburg Betonwerke Nord GmbH, Hannover

- GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH, Leipzig

- GP Papenburg Fleetservice GmbH, Halle

- GP Papenburg Hochbau GmbH, Halle/Saale

- GP Papenburg Maschinenbau GmbH, Nordhausen

- GP Papenburg Maschinentechnik GmbH, Hannover

- GP Papenburg Spezialtransport GmbH, Halle (Saale)

- GP Real Estate GmbH, Halle (Saale)

- GP Spezialtiefbau GmbH, Halle (Saale)

- GP Steuerungs- und Anlagenbau GmbH, Teltow

- GP Verkehrswegebau GmbH, Halle

- Makadam Transporte GmbH & Co. KG, Hannover

- Noris Entsorgung GmbH, Hannover

- Paul König GmbH, Hankensbüttel

- Projektgesellschaft Schloss Osterstein Geschäftsführung GmbH, Zwickau

- REHa GmbH, Hannover

- Schwaben Baumaschinen Handel Verwaltungs-GmbH, Hannover

- Schuppert-Baugesellschaft mit beschränkter Haftung, Hannover

- The Cube GmbH Baustoffprüfung, Hannover

- "Toschi" Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hannover

- TPG Baustoff- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover

- Verwaltungsgesellschaft Makadam Transporte GmbH, Schwarmstedt

- Wasserstadt-Limmer GmbH & Co. KG, Teltow

- Wasserstadt-Limmer Projektentwicklung GmbH, Hannover

- Wasserstadt-Limmer Verwaltungs-GmbH, Teltow

- Wilhelm Behrens Baustoff- und Transport-Handels GmbH & Co. KG, Lünen

- Wilhelm Behrens Verwaltungs GmbH, Lünen

Mitglieder des Vorstands

Günter Papenburg Kaufmann Schwarmstedt Vorsitzender
Karin Hardekopf Diplom-Kauffrau Schwarmstedt Vorstand Finanzen
Angela Papenburg Diplom Bau-Ingenieur Halle (Saale) Vorstand Personal und Marketing
Klaus Papenburg Diplom-Kaufmann Halle (Saale) Vorstand operatives Geschäft

Mitglieder des Aufsichtsrates

für die Anteilseigner:
Gerhard Roggemann Landesbankvorstand i.R. Hannover Vorsitzender
Sigmar Gabriel (bis 7. April 2022) ehemaliges MdB Goslar
Dr. Volker Müller (ab 28. Juni 2022) Rechtsanwalt Hemmingen
Manfred Grundke Berater Lohr am Main
Andreas Kern Unternehmensberater Heidelberg
für die Arbeitnehmer:
Ralf Numrich Dipl-Ing., CIO GP Günter Papenburg AG, Hannover Halle (Saale)
Frank Sorgenfrei technischer Angestellter der GP Günter Papenburg AG, Hannover Landsberg OT Klepzig

Bezüge der Organmitglieder der GP Günter Papenburg AG

Die Aufsichtsratsvergütung betrug T€ 130 (Vorjahr: T€ 130).

Die Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2022 betragen T€ 1.040 (Vorjahr: T€ 1.017).

Pensionsverpflichtungen gegenüber Organmitgliedern der GP Günter Papenburg AG

Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber einem Organmitglied in Höhe von T€ 948 (Vorjahr: T€ 1.003).

Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen

Zum Bilanzstichtag bestehen in Höhe von T€ 324 (Vorjahr: T€ 0) Forderungen gegen nahestehende Personen und T€ 0 (Vorjahr: T€ 21.609) Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Personen, welche unverändert vollständig auf Organmitglieder entfallen.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Organmitglieder sind ohne feste Laufzeit sowie ohne Sicherheiten gewährt.

Die bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wurden unterjährig marktüblich verzinst, wobei die Forderungen mit einem Zinssatz von 2,5 % und die Verbindlichkeiten mit einem Zinssatz von 1,0 % verzinst wurden. Der Zinsertrag beträgt T€ 3 (Vorjahr: T€ 0) und der Zinsaufwand T€ 117 (Vorjahr: T€ 183).

Mehrheitsbeteiligung

Herr Günter Papenburg hält an der GP Günter Papenburg AG, Hannover, eine Mehrheitsbeteiligung (Mitteilung vom 1. November 1993).

Nachtragsbericht

Im Geschäftsjahr 2023 wurde der Anteilsbesitz an der börsennotierten Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, weiter aufgestockt.

 

Hannover, den 9. Juni 2023

Günter Papenburg

Karin Hardekopf

Angela Papenburg

Klaus Papenburg

Konsolidierungskreis

Anteil am Kapital
%
Sparte Rohstoffe und Spedition
X GP Günter Papenburg AG, Hannover Obergesellschaft
X C. Körner Natursteinwerk GmbH, Velpke 100,0
X GP Alster Kies GmbH, Lüttow-Valluhn 100,0
X GP Baustoffe und Transport GmbH, Halle 100,0
X GP Logistik GmbH, Halle (Saale) 100,0
X GP Papenburg Baustoffe GmbH, Halle 100,0
X GP Papenburg Spezialtransport GmbH, Halle (Saale) 100,0
X Makadam Transporte GmbH & Co. KG, Hannover 100,0
X Verwaltungsgesellschaft Makadam Transporte GmbH, Schwarmstedt 100,0
X Wilhelm Behrens Baustoff- und Transport-Handels GmbH & Co. KG, Lünen 100,0
X Wilhelm Behrens Verwaltungs GmbH, Lünen 100,0
X SKS Sand + Kies Schönebeck GmbH & Co. Betriebs KG, Halle (Saale) 75,0
X SKS Sand + Kies Schönebeck Verwaltungsgesellschaft mbH, Halle (Saale) 75,0
X Baustoffzentrum Bernburg GmbH, Halle 60,0
X GfB Betriebsgesellschaft mbH, Teutschenthal 60,0
X GfB Gesellschaft für Baustoffe und Recycling mbH, Halle 60,0
X Kies und Sand Köchstedt GmbH, Teutschenthal 60,0
X Sand und Kies Oppin GmbH, Halle 60,0
O Kieswerk Leinetal GmbH & Co. KG, Nordstemmen 50,0
O K K & P Beteiligungsgesellschaft mbH, Sennewitz 40,0
O Holcim Kieswerk Zeithain GmbH & Co. KG, Dresden 25,0
Sparte Betonwaren
X Gala-Lusit-Betonsteinwerke GmbH, Hannover 100,0
X GP Alster Beton GmbH, Henstedt-Ulzburg 100,0
X GP Betonwerke Ost GmbH, Halle 100,0
X GP Betonwerke West GmbH, Osnabrück 100,0
X GP Papenburg Betonfertigteilwerk GmbH, Salzgitter 100,0
X GP Papenburg Betonlogistik GmbH, Halle 100,0
X GP Papenburg Betonwerke GmbH, Halle 100,0
X GP Papenburg Betonwerke Nord GmbH, Hannover 100,0
X Paul König GmbH, Hankensbüttel 100,0
X The Cube GmbH Baustoffprüfung, Hannover 100,0
O ALETON GmbH & Co. KG, Bremerhaven 50,0
O Baustofftechnik Unterweser GmbH, Bremen 50,0
Sparte Bau
X GP Asphaltmischwerke Nord GmbH, Grimmen 100,0
X GP Hoch- und Ingenieurbau GmbH, Hannover 100,0
X GP Papenburg Asphaltmischwerke GmbH, Halle 100,0
X GP Papenburg Baugesellschaft mbH, Hannover 100,0
X GP Papenburg Hochbau GmbH, Halle/Saale 100,0
X GP Papenburg Maschinentechnik GmbH, Hannover 100,0
X GP Spezialtiefbau GmbH, Halle (Saale) 100,0
X GP Verkehrswegebau GmbH, Halle 100,0
X Schuppert-Baugesellschaft mbH, Hannover 100,0
Sparte Recycling und Verwertung
X GP Papenburg Beteiligung und Immobilien GmbH, Teltow 100,0
X GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH, Leipzig 100,0
X Noris Entsorgung GmbH, Hannover 100,0
X REHa GmbH, Hannover 100,0
X Electrocycling GmbH, Goslar 74,65
O K EF Holding GmbH, Salzgitter 50,0
D Entsorgungszentrum Salzgitter GmbH, Salzgitter 50,0
D GFR Gesellschaft für die Aufbereitung und Verwertung von Reststoffen mbH, Hannover 50,0
O K Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter 25,4
Sparte Sonstige
X Bau- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Halle 100,0
X Betonlabor Bienrode Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Braunschweig 100,0
X GP Beteiligungs- und Bewirtschaftungs-GmbH, Halle 100,0
X GP Papenburg Fleetservice GmbH, Halle 100,0
X GP Papenburg Maschinenbau GmbH, Nordhausen 100,0
X GP Real Estate GmbH, Halle 100,0
X GP Steuerungs- und Anlagenbau GmbH, Teltow 100,0
X Projektgesellschaft Schloss Osterstein Geschäftsführung GmbH, Zwickau 100,0
X Schwaben Baumaschinen Handel Verwaltungs-GmbH, Hannover 100,0
X Toschi GmbH, Hannover 100,0
X TPG Baustoff- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover 100,0
X Wasserstadt-Limmer Projektentwicklung GmbH, Hannover 95,0
X Wasserstadt Limmer GmbH & Co. KG, Teltow 90,0
X Wasserstadt Limmer Verwaltungs-GmbH, Teltow 90,0
X Arena Hannover Gesellschaft mbH, Hannover 75,0
X INTRANS Nutzfahrzeuge GmbH, Cottbus 74,0
X GP Papenburg International GmbH, Hannover 51,0
O GP Wind GmbH, Hannover 50,0
O Wasserstadt Limmer Projekt 1 GmbH, Hannover 47,5
O Wasserstadt Limmer Projekt 2 GmbH, Hannover 47,5
O eGP enercity Günter Papenburg GmbH, Hannover 40,0
O JV PAPENBURG UZBEKISTAN GmbH, Tashkent 35,7

X = Gesellschaft ist vollkonsolidiert / D = Gesellschaft ist quotenkonsolidiert / O = Gesellschaft wurde at-equity bewertet / K = der Teil-Konzernabschluss der Gesellschaft wurde einbezogen

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022
Änderung des Konsolidierungskreises
Umbuchungen
Zugänge
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 54.220.181,46 -147.255,27 123.712,40 243.822,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.372.933,31 26.564,77 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 1.324.134,67 0,00 -123.712,40 251.213,74
63.917.249,44 -120.690,50 0,00 495.036,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 404.356.896,80 -7.707.141,24 717.861,14 30.417.313,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 337.783.306,22 -37.253.641,75 1.800.735,01 21.838.141,97
3. Fuhrpark 129.103.333,05 -175.990,54 132.048,11 16.732.183,19
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.264.469,07 -2.405.137,96 128.080,00 2.605.869,67
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.229.133,35 0,00 -2.778.724,26 10.598.713,68
917.737.138,49 -47.541.911,49 0,00 82.192.222,32
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 492.338,81 -39.304,00 13.037,94 700,96
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 29.592.950,23 0,00 206.124.758,10 248.434.410,20
3. Sonstige Beteiligungen 212.221.245,19 0,00 -206.137.796,04 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 2.810,00 0,00 0,00 0,00
242.309.344,23 -39.304,00 0,00 248.435.111,16
1.223.963.732,16 -47.701.905,99 0,00 331.122.369,53
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge
Stand am 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 162.396,15 54.278.064,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 8.399.498,08
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.451.636,01
162.396,15 64.129.198,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.618.415,57 413.166.514,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.903.089,84 314.265.451,61
3. Fuhrpark 11.804.070,00 133.987.503,81
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.485.605,08 40.107.675,70
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.215.539,70 11.833.583,07
39.026.720,19 913.360.729,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 466.772,71
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 14.333.764,90 469.818.353,63
3. Sonstige Beteiligungen 0,00 6.083.449,15
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 2.810,00
14.333.765,90 476.371.385,49
53.522.882,24 1.453.861.313,46
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022
Änderung des Konsolidierungskreises
Umbuchungen
Zugänge
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 15.741.787,22 -147.194,27 0,00 2.555.128,99
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.827.100,45 0,00 0,00 193.624,66
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
23.568.887,67 -147.194,27 0,00 2.748.753,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 196.254.880,07 -4.463.500,23 -4.419,44 9.228.372,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 250.716.073,50 -17.427.441,75 0,00 25.213.244,85
3. Fuhrpark 86.564.617,83 -174.107,54 0,00 19.026.357,85
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.427.647,52 -1.609.023,73 4.419,44 2.514.128,49
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
568.963.218,92 -23.674.073,25 0,00 55.982.103,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 465.960,84 -13.037,94 13.037,43 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.899.719,35 0,00 0,00 700.355,77
3. Sonstige Beteiligungen 1.327.037,43 0,00 -13.037,43 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.692.717,62 -13.037,94 0,00 700.355,77
597.224.824,21 -23.834.305,46 0,00 59.431.213,26
kumulierte Abschreibungen
Abgänge
Stand am 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 162.376,15 17.987.345,79
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 8.020.725,11
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
162.376,15 26.008.070,90
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.461.972,68 198.553.360,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.396.624,83 249.105.251,77
3. Fuhrpark 11.374.272,72 94.042.595,42
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.371.897,28 34.965.274,44
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
24.604.767,51 576.666.482,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 465.960,33
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 3.600.075,12
3. Sonstige Beteiligungen 0,00 1.314.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
0,00 5.380.035,45
24.767.143,66 608.054.588,35
Restbuchwerte
Stand am 31.12.2022
Stand am 31.12.2021
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 36.290.718,96 38.478.394,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 378.772,97 545.832,86
3. Geleistete Anzahlungen 1.451.636,01 1.324.134,67
38.121.127,94 40.348.361,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 214.613.154,57 208.102.016,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 65.160.199,84 87.067.232,72
3. Fuhrpark 39.944.908,39 42.538.715,22
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.142.401,26 5.836.821,55
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.833.583,07 5.229.133,35
336.694.247,13 348.773.919,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 812,38 26.377,97
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 466.218.278,51 26.693.230,88
3. Sonstige Beteiligungen 4.769.449,15 210.894.207,76
4. Sonstige Ausleihungen 2.810,00 2.810,00
470.991.350,04 237.616.626,61
845.806.725,11 626.738.907,95

Konzernkapitalflussrechnung

2022
T€
2021
T€
Veränderung
T€
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 160.982 85.445 75.537
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 59.431 69.466 -10.035
+/- Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen -386 3.227 -3.613
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -33.992 -22.243 -11.749
= Cashflow nach DVFA/SG 186.035 135.895 50.140
+/- Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen 19.986 14.727 5.259
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -41.937 -25.721 -16.216
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 9.574 27.725 -18.151
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständendes Anlagevermögens -67.292 -4.240 -63.052
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 420 3.196 -2.776
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Wertpapieren 0 -6.119 6.119
- Sonstige Beteiligungserträge -16.746 -5.602 -11.144
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 26.816 17.570 9.246
-/+ Ertragsteuerzahlungen -21.841 -16.324 -5.517
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 95.015 141.107 -46.092
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 151 -151
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -522 -988 466
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständendes Sachanlagevermögens 26.815 13.203 13.612
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -82.192 -56.626 -25.566
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 1.423 -1.423
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen inkl. Wertpapiere des Anlagevermögens -208.016 -146.524 -61.492
+ Einzahlungen für Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 60.000 0 60.000
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -1 -800 799
+ Erhaltene Zinsen 736 1.067 -331
+ Erhaltene Dividenden 21.985 9.547 12.438
+/- Einzahlungen/Auszahlungen für den Verkauf/Erwerb von Wertpapieren des Umlaufvermögens 0 18.427 -18.427
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -181.195 -161.120 -20.075
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahmevon (Finanz-) Krediten 25.953 40.860 -14.907
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -45.352 -77.912 32.560
- Gezahlte Zinsen -6.469 -5.522 -947
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -614 -614 0
- Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -1.622 -518 -1.104
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -28.104 -43.706 15.602
+/- Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -114.284 -63.719 -50.565
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -7 7 -14
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -57.567 6.145 -63.712
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode -171.858 -57.567 -114.291

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Gezeichnetes Kapital Summe Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB
Stammaktien
T€
Vorzugsaktien
T€
Summe
T€
T€ T€ Summe
T€
Stand am 31.12.2021 51.021 48.979 100.000 100.000 6.384 6.384
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2022 51.021 48.979 100.000 100.000 6.384 6.384
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen Summe
gesetzliche Rücklage
T€
andere Gewinnrücklagen
T€
Summe
T€
T€
Stand am 31.12.2021 3.616 15.457 19.073 25.457
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0 -1.618 -1.618 -1.618
Ausschüttung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 0 0
Stand am 31.12.2022 3.616 13.839 17.455 23.839
Eigenkapital des Mutterunternehmens
passivischer Unterschiedsbetrag
T€
Gewinnvortrag
T€
Konzernjahresüberschuss der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
T€
Summe
T€
Stand am 31.12.2021 29 266.822 81.816 474.124
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0 1.618 0 0
Ausschüttung 0 -614 0 -614
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen -11 81.816 -81.816 -11
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 156.675 156.675
Stand am 31.12.2022 18 349.642 156.675 630.174
Nicht beherrschte Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschte Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
T€
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste
T€
Summe
T€
Summe
T€
Stand am 31.12.2021 4.047 3.629 7.676 481.800
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttung -1.622 0 -1.622 -2.236
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 3.629 -3.629 0 -11
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 4.307 4.307 160.982
Stand am 31.12.2022 6.054 4.307 10.361 640.535

Der Eigenkapitalspiegel ist um die Spalte "passivischer Unterschiedsbetrag" in Anpassung an das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital ergänzt.

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Gezeichnetes Kapital Summe Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB
Stammaktien
T€
Vorzugsaktien
T€
Summe
T€
T€ T€ Summe
T€
Stand am 31.12.2020 51.021 48.979 100.000 100.000 6.384 6.384
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2021 51.021 48.979 100.000 100.000 6.384 6.384
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklagen Summe
gesetzliche Rücklage
T€
andere Gewinnrücklagen
T€
Summe
T€
T€
Stand am 31.12.2020 3.616 15.583 19.199 25.583
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0 -126 -126 -126
Ausschüttung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 0 0
Stand am 31.12.2021 3.616 15.457 19.073 25.457
Eigenkapital des Mutterunternehmens
passivischer Unterschiedsbetrag
T€
Gewinnvortrag
T€
Konzernjahresüberschuss der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
T€
Summe
T€
Stand am 31.12.2020 201 200.492 66.818 393.094
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0 126 0 0
Ausschüttung 0 -614 0 -614
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen -172 66.818 -66.818 -172
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 81.816 81.816
Stand am 31.12.2021 29 266.822 81.816 474.124
Nicht beherrschte Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschte Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
T€
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste
T€
Summe
T€
Summe
T€
Stand am 31.12.2020 3.805 769 4.574 397.668
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttung -517 0 -517 -1.131
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 759 -769 -10 -182
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 3.629 3.629 85.445
Stand am 31.12.2021 4.047 3.629 7.676 481.800

Der Eigenkapitalspiegel ist um die Spalte "passivischer Unterschiedsbetrag" in Anpassung an das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital ergänzt.

Bestätigungsvermerk

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernlagebericht der GP Günter Papenburg AG, Hannover, den folgenden

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GP Günter Papenburg AG, Hannover

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der GP Günter Papenburg AG, Hannover, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der GP Günter Papenburg AG, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022.

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der in der Anlage genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 5. Juli 2023

Roser GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Roser, Wirtschaftsprüfer

Scheinpflug, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2022

Der Aufsichtsrat hat sich in Erfüllung seiner gesetzlichen Überwachungspflicht aufgrund der Berichterstattung des Vorstandes und aus eigener Initiative über die Lage und Entwicklung der GP Günter Papenburg AG fortlaufend und darüber hinaus in den Aufsichtsratssitzungen unterrichtet. Dabei wurden die wesentlichen Geschäftsvorfälle und Maßnahmen sowie grundsätzliche unternehmensstrategische Fragen umfassend mit dem Vorstand behandelt. Ebenso wurde die Situation der wichtigen verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen einschließlich strategischer Beteiligungsvorgänge dargelegt und beraten. Einen Schwerpunkt der Beratungen im Beteiligungsbereich bildete der kontinuierliche Aufbau der Beteiligung an der börsennotierten Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, die im Geschäftsjahr 2022 die Beteiligungsschwelle von 25 % überschritt. Auch der Ausbau von Synergien entlang der Wertschöpfungskette der GP Günter Papenburg-Unternehmensgruppe, der Baufortschritt und die Vermarktung der Wasserstadt Limmer in Hannover sowie die Entwicklung und der Bezug von Energie bildeten weitere wesentliche Bestandteile der Beratungen. Den Gründungen von Unternehmen zur Erzeugung von erneuerbaren Energien mittels Windkraft- und Photovoltaikanlagen wurde zugestimmt.

Wie aus dem Konzernabschluss der GP Günter Papenburg AG ersichtlich ist, verminderte sich die Konzerngesamtleistung um 0,8 % auf € 914,7 Mio. Die Materialaufwandsquote liegt mit 58,3 % (Vorjahr: 57,1 %) leicht über dem Vorjahresniveau. Die Personalaufwendungen liegen mit 22,1 % nahezu auf Vorjahresniveau von 22,0 %. Es wird ein um € 3,1 Mio. auf € 93,2 Mio. verbessertes Betriebsergebnis ausgewiesen. Das Beteiligungsergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um € 91,6 Mio. auf € 97,2 Mio. Das Finanzergebnis reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um € 9,9 Mio. auf € -2,6 Mio. Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern wurde ein Konzernjahresüberschuss von € 161,0 Mio. (Vorjahr: € 85,4 Mio.) erwirtschaftet.

Die Eigenkapitalquote blieb im Einzelabschluss mit 45,9 % (+0,1 %-Punkte) nahezu unverändert. Im Konzernabschluss erhöhte sich die Eigenkapitalquote um 3,7 %-Punkte auf 53,0 %, obwohl erhebliche Investitionen u.a. in den Erwerb von Grundstücken mit Rohstoffvorkommen, in die Modernisierung des Fuhrparks, in laufende Bauprojekte und in die strategischen Finanzanlagen, im Wesentlichen Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, getätigt und Dividendenausschüttungen vorgenommen wurden. Nicht zuletzt durch hohe Kostendisziplin und eine weiterhin konservative Dividenden- und Thesaurierungspolitik gelang es der GP Günter Papenburg-Unternehmensgruppe, ihre Eigenkapitalposition sowohl im Konzern als auch im Einzelabschluss auf einem Niveau deutlich über Branchendurchschnitt zu halten.

Der Einzelabschluss der GP Günter Papenburg AG weist eine gesteigerte Gesamtleistung von € 259,7 Mio. (Vorjahr: € 225,5 Mio.) aus. Die Materialaufwandsquote ist aufgrund inflationsbedingter Preissteigerungen auf 62,7 % (Vorjahr: 55,8 %) gestiegen. Die Personalaufwendungen minderten sich durch Anpassung konzerninterner Strukturen von € 36,1 Mio. auf € 34,5 Mio. Es wird ein um € 3,1 Mio. auf € 20,3 Mio. gestiegenes Betriebsergebnis ausgewiesen. Das Beteiligungsergebnis erhöhte sich im Wesentlichen durch Finanzanlagenabgänge gegenüber dem Vorjahr um € 58,4 Mio. auf € 78,5 Mio. Das Finanzergebnis reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um € 11,5 Mio. auf € 1,9 Mio. Unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses und der Ertragsteuern wurde ein Jahresüberschuss von € 101,5 Mio. (Vorjahr: € 48,3 Mio.) erwirtschaftet.

Die GP Günter Papenburg AG als auch die gesamte GP Günter Papenburg - Unternehmensgruppe haben sich, trotz der nicht zuletzt vom Russland-Ukraine-Krieg ausgelösten wirtschaftlichen und finanzpolitischen Entwicklungen, weiterhin positiv entwickelt. Vor allem zeigt die Entwicklung des Papenburg Konzerns über einen längeren Zeitraum inklusive der Corona-Pandemie, dass die Breite und die Diversifikation der Unternehmensgruppe mit mehreren Sparten einen wichtigen Stabilitätsfaktor darstellt.

Die vom Vorstand nach den Grundsätzen deutscher Rechnungslegung aufgestellten Jahresabschlüsse, bestehend aus Einzel- und Konzernabschluss der GP Günter Papenburg AG, und dem jeweils dazugehörigen Lagebericht, sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung gewählten und daraufhin durch den Aufsichtsrat beauftragten Roser GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Einzel- und Konzernabschluss nebst Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat gemäß § 170 AktG zur Prüfung vorgelegen.

Der Aufsichtsrat hat von den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen. Er hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen erhoben und jeweils Jahresabschluss 2022 und Lageberichts 2022 sowie Konzernabschluss 2022 und Konzernlagebericht 2022 (Testatsbrief durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) in der Aufsichtsratssitzung vom 30. Juni 2023 gebilligt. Der Jahresabschluss wurde in der unmittelbar anschließenden Hauptversammlung festgestellt.

Den vorgelegten Gewinnverwendungsvorschlag hat der Aufsichtsrat ebenfalls geprüft und diesem zugestimmt.

Hinsichtlich der weiteren Ergebnisentwicklung für 2023 ist der Aufsichtsrat zuversichtlich, dass die GP Günter Papenburg - Unternehmensgruppe an die insgesamt erfreuliche Entwicklung der letzten Geschäftsjahre anknüpfen kann.

Dem Aufsichtsrat gehören an:

Als Anteilseignervertreter: Herr Prof. Dr. Heinz Jörg Fuhrmann (Vorsitzender) (ab 30. Juni 2023)
Herr Gerhard Roggemann (Vorsitzender) (bis 30. Juni 2023)
Herr Dr. Volker Müller (Stellvertreter)
Herr Manfred Grundke
Herr Andreas Kern
Als Arbeitnehmervertreter: Herr Ralf Numrich
Herr Frank Sorgenfrei

Herr Gerhard Roggemann hat zum 30. Juni 2023 sein Mandat im Aufsichtsrat niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt ihm für die geleistete Arbeit. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2023 wurde Herr Prof. Dr. Heinz Jörg Fuhrmann in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Prof. Dr. Heinz Jörg Fuhrmann übernimmt den Vorsitzenden des Aufsichtsrates.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre herausragenden Leistungen in einem herausfordernden Umfeld.

 

Hannover, den 10. Juli 2023

Aufsichtsrat

Heinz Jörg Fuhrmann, Vorsitzender

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