Postsekundärer, nicht tertiärer Unterricht in Schulen des Gesundheitswesens
HCS Hotel-Catering-Service Leipzig GmbH
Muldentalweg 5, 04828 Bennewitz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jeannette, geb. Hebisch Landrath seit 20.2.2017 | Prokura |
Michael Scheider seit 20.2.2017 | Geschäftsführer |
Nicolle Schober seit 11.5.2016 | Prokura |
Kai-Uwe Michels seit 16.4.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sachsenklinik GmbHLeipzigKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine Angaben Die Bilanz des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022 wurden entsprechend den für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungsvorschriften der §§ 265 bis 277 HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Der Konzernabschluss der Sachsenklinik GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. In die Konzernbilanz wurden zur klaren und übersichtlichen Darstellung des Konzernabschlusses die Posten "Ausleihungen/Forderungen/Verbindlichkeiten gegen(über) Gesellschafter(n), "Forderungen gegen nahestehende Unternehmen" und "Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen" eingefügt. Als nahestehende Unternehmen gelten hierbei Gesellschaften, an denen die Gesellschafter der Berichtsgesellschaft mehrheitlich beteiligt sind. In Ausübung des Wahlrechts werden nicht in der Konzernbilanz oder Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gemachte Angaben in den Konzernanhang aufgenommen (Wahlpflichtangaben). Zur besseren Darstellung werden die in der Konzernbilanz sowie in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung anzugebenden Davon-Vermerke in den Anhang aufgenommen. Für den Ausweis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Muttergesellschaft des Konzerns, Sachsenklinik GmbH mit Sitz in Leipzig wird beim Amtsgericht Leipzig (HRB 27862) geführt. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Sachsenklinik GmbH folgende inländische Konzernunternehmen mittels Vollkonsolidierung einbezogen: Erstkonsolidierung
Aus der Kapitalkonsolidierung der Sachsenklinik Therapie und Pflege GmbH zum 12. Oktober 2018 ergab sich ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von EUR 98,12. Aus der Kapitalkonsolidierung der MBF Michels Bildungsforum für Gesundheitsberufe im Verbund der Sachsenklinik GmbH zum 01. Dezember 2022 ergab sich ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von EUR 2.493,04. Assoziierte Unternehmen SEK Transport GmbH, Berlin (vormals Michels Kliniken International GmbH) Mit Beschlussfassung und notarieller Beurkundung vom 28. April 2022, wurde der am 18. November 2014 geschlossene Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung zum 30. April 2022, 24:00 Uhr, aufgehoben und beendet. Die Gesellschafterversammlung vom 21. April 2022 hat die Änderung des § 3 (Geschäftsjahres) beschlossen. Mit notarieller Beurkundung des Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrags vom 19. Mai 2022 hat die Sachsenklinik GmbH, nach der Teilung des Geschäftsanteils, der Durchführung einer Stammkapitalerhöhung um TEUR 1 auf TEUR 27 und der Neufassung des Gesellschaftsvertrags, 2/3 ihrer Geschäftsanteile an der Gesellschaft mit wirtschaftlicher Wirkung auf den 30. April 2022, 24:00 Uhr/01. Mai 2022, 0:00 Uhr, veräußert. Aufgrund der teilweisen Anteilsveräußerung (2/3) endet das Mutter-Tochterverhältnis nach § 290 HGB. Es erfolgt eine Übergangskonsolidierung von der Vollkonsolidierung zur Equity-Methode, da die Muttergesellschaft weiterhin einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Die SEK Transport GmbH wird demnach als assoziiertes Unternehmen gemäß § 311 HGB in den Konzern einbezogen und nach der Equity- Methode (§ 312 HGB) bewertet. Danach sind die mit dem Ausscheiden des Tochterunternehmens aus dem Vollkonsolidierungskreis verbundenen Abgänge von Vermögengegenstände und Schulden im Konzern so darzustellen wie ein vergleichbarer Vorgang, im Jahresabschluss eines rechtlich einheitlichen Unternehmens, um den Abgangserfolg im Konzern zu ermitteln (§ 301 HGB). Wenn der Übergang auf die Equity-Methode durch die Anteilveräußerung ausgelöst wird, ist der auf das Mutterunternehmen entfallende Abgangserfolg wie folgt aufzuteilen: Das auf die veräußerten Anteile (2/3) entfallende Reinvermögen wird dem dafür erzielten Veräußerungserlös gegenübergestellt, d.h. erfolgswirksam endkonsolidiert. Der Abgangserfolg beträgt TEUR 164. In Höhe des beim Mutterunternehmen verbleibenden anteiligen bilanziellen Eigenkapitals des Tochterunternehmens (1/3) ist ein Zugang unter den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen zu erfassen. Der Übergang auf die Equity-Bewertung ist für die beim Mutterunternehmen verbleibenden Anteile am Tochterunternehmen erfolgsneutral.
3. Konsolidierungsgrundsätze In der Konzernbilanz erfolgt die Konsolidierung durch Zusammenfassung der in den Einzelbilanzen ausgewiesenen Vermögens- und Schuldposten. Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB durchgeführt. Dabei werden die Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Tochtergesellschaften mit dem Wert in den Konzernabschluss einbezogen, der diesen im Zeitpunkt des Erwerbs beizulegen ist. Im zweiten Schritt werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital verrechnet. Die Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals vollkonsolidiert worden sind, erfolgt unverändert gemäß § 301 Abs. 1 Ziff. 1 und Abs. 2 HGB i. d. F. vor BilMoG nach der Buchwertmethode. Die auf Dritte entfallenden Anteile am Kapital und am Ergebnis der konsolidierten Gesellschaften sind unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" in der Konzernbilanz ausgewiesen. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen und Ausleihungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung gemäß § 305 Abs. 1 HGB umfasst konzerninterne Umsätze, Erträge und Aufwendungen. Die Zinserträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Beteiligungsergebnisse aus konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. Soweit bei Lieferungen und Leistungen im Konzernkreis Zwischenerfolge realisiert wurden, sind diese gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert worden. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312 Abs. 4 HGB unter Berücksichtigung des DRS 26 nach der Equity Methode bewertet. Ausgehend von den Anschaffungskosten zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile bzw. zum Zeitpunkt der Übergangskonsolidierung von der Vollkonsolidierung auf die Equity-Methode wird der jeweilige Beteiligungsbuchwert um die Eigenkapitalveränderungen der assoziierten Gesellschaften erhöht bzw. vermindert, soweit diese auf die Anteile von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entfallen. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital im Zeitpunkt des Erwerbs wird den beizulegenden Zeitwerten zugeordnet. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Goodwill erfasst und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. 4. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die nachfolgend angeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Forderungen gegen mittelbare Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.995 wurden in diesem Jahr nicht mehr unter dem Posten Forderungen gegen Gesellschafter, sondern unter dem Posten Forderungen gegen nahestehende Unternehmen ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend in Höhe von TEUR 1.967 angepasst. Die Jahresabschlüsse der Sachsenklinik GmbH und der einbezogenen Konzernunternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt: Software: 3 bis 5 Jahre Geschäfts- und Firmenwert: 5 Jahre Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Nutzungsdauer der Sachanlagen: Geschäftsbauten: 33 bis 50 Jahre Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 800,00 werden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Ausleihungen an Gesellschafter zum Nennwert bewertet, sofern keine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Sofern die Wiederbeschaffungskosten bzw. Marktpreise zum Bilanzstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten lagen, wurden die niedrigeren Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei Forderungen, die durch bestimmte Risiken gefährdet sind, werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt. Die sonstigen Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt. Die Bewertung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert. In den Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens werden zweckentsprechend verwendete Fördermittel nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht und zweckentsprechende Zuwendungen Dritter ausgewiesen. Der Ansatz erfolgt in Höhe der Anschaffungskosten der entsprechend finanzierten Vermögensgegenstände vermindert um kumulative Abschreibungen (in Höhe korrespondierender Abschreibungen). Bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden die Barwerte der zu erbringenden Leistungen nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck berechnet. Gehaltsanpassungen sind mit 0,0 % (Vorjahr: 0,0 %) und Rentenanpassungen sind mit 1,5 % p.a. (Vorjahr 1,5 % p.a.) berücksichtigt. Den so ermittelten Altersversorgungsverpflichtungen wird pauschalierend eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Angesetzt wurde der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %). Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 15.547 (Vorjahr: EUR 25.116). Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB (7-Jahresdurchschnitt) abgezinst. Durchsetzbare und werthaltige Ersatz- oder Rückgriffsansprüche gegenüber Dritten werden bei der Bewertung der Rückstellungen rückstellungsmindernd berücksichtigt, wenn sie in verbindlicher Weise der Entstehung oder der Erfüllung der Verpflichtung nachfolgen. Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern ergeben sich durch unterschiedliche Bewertungsansätze in Handels- und Steuerbilanz. Aktive latente Steuern ergeben sich daraus, dass die Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens nur in der Steuerbilanz angesetzt oder höher als in der Handelsbilanz bewertet werden und Schuldposten nur in der Handelsbilanz angesetzt oder höher bewertet werden als in der Steuerbilanz. Passive latente Steuern ergeben sich daraus, dass die Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens in der Handelsbilanz höher als in der Steuerbilanz bewertet werden und Schuldposten (einschließlich Sonderposten) nur in der Steuerbilanz angesetzt werden. Die aktiven latenten Steuern werden mit den passiven latenten Steuern verrechnet. Bei der Berechnung wurden ein Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15 % und ein Solidaritätszuschlagsatz in Höhe von 5,5 % der Körperschaftsteuer zu Grunde gelegt. Ebenso wurde die Gewerbesteuer mit einem Steuersatz von 12,25 % auf die anteilig gewerbesteuerpflichtigen Erträge berücksichtigt. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die erstmalige Erfassung der aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Vermögensgegenständen und Schulden im Rahmen Währungsumrechnung in der Handelsbilanz II erfolgt mit dem Devisenkassakurs zum Transaktionstag. Bei monetären Vermögensgegenständen wird der Briefkurs zugrunde gelegt. Bei nichtmonetären Vermögensgegenständen sowie Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt die Umrechnung mit dem Geldkurs. Auf fremde Währung lautende monetäre Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger wird das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) bei wechselkursbedingten Wertänderungen nicht angewendet. Nichtmonetäre Vermögensgegenstände, die in fremder Währung erworben wurden, werden nur zum Zugangszeitpunkt umgerechnet. Die Folgebewertung wird auf Basis der zum Zugangszeitpunkt erfassten Anschaffungskosten in Landeswährung vorgenommen. Zum Stichtag wurde der nach § 253 Abs. 3 Satz 5 und 6 bzw. Abs. 4 HGB ermittelte Wert in Fremdwährung mit dem Stichtagskurs umgerechnet, da diese Vermögensgegenstände ausschließlich in fremder Währung wiederbeschafft oder veräußert werden können. Da der so ermittelte Betrag die fortgeführten Anschaffungskosten in Landeswährung. 5. Angaben zur Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:
Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern beinhalten Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1 (Vj.: TEUR 43). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.233 (Vj.: TEUR 0). Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 700 (Vj.: TEUR 654) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 1.995 (Vj.: 1.967) aus sonstigen Vermögensgegenständen. Die Aufgliederung des in der Bilanz ausgewiesenen Konzerneigenkapitals ergibt sich aus dem beigefügten Konzern-Eigenkapitalspiegel. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Wesentlichen besichert durch Grundschulden, Verpfändung eines Festgeldkontos, selbstschuldnerische Bürgschaften und Sicherungsübereignungen von Einrichtungsgegenständen der Sachsenklinik Bad Lausick, der Seniorenpflegeheime in Taucha, Bennewitz und Bad Harzburg sowie der Abtretung von Miet- und Pachtzahlungen der Mieter des Wohn- und Geschäftshauses Gustav-Adolf-Straße 49, Leipzig. In den Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sind TEUR 395 (Vj.: TEUR 671) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Der Restbetrag betrifft sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.032 (Vj.: TEUR 0). Die latenten Steuern in Höhe von EUR 890.253,05 setzen sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr 2014 wurde aufgrund der Neubewertung von Anlagevermögen im Rahmen der Erstkonsolidierung der Michels Kliniken Niedersachsen GmbH & Co. KG ein Passivposten für latente Steuern gemäß § 306 HGB gebildet. Dieser wurde zum 31. Dezember 2022 ertragswirksam in Höhe von TEUR 68 aufgelöst. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Bewertungen der Jubiläums- und Pensionsrückstellungen. Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung von Anlagevermögen zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie Konsolidierungsmaßnahmen. 6. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse im Konzern gliedern sich wie folgt auf:
Sämtliche Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt. Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr TEUR 101.373 (Vj.: TEUR 94.868) und sind, unter Berücksichtigung von Zuschüssen und Erlösausgleichen im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.348 angestiegen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.892 (Vj.: TEUR 124), die im Wesentlichen Erträge aus Erlösausgleiche für frühere Jahre beinhalten, Erträge aus Fördermitteln nach § 11 SächsKHG und § 14a Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) i.V.m. § 19 ff Krankenhausstrukturfondsverordnung (KHSFV) in Höhe von TEUR 1.048 (Vj.: TEUR 103), Erträge aus Wertpapieren des Umlaufvermögens mit TEUR 249 (Vj.: TEUR 308), Erträge aus Kursdifferenzen mit TEUR 367 (Vj.: TEUR 219) sowie Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit TEUR 214 (Vj.: TEUR 145) enthalten. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen beträgt TEUR 3 (Vj.: TEUR 0). Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 35 (Vj.: TEUR 21) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 305 (Vj.: TEUR 391) und Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 62 (Vj.: TEUR 255) enthalten. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen aus Abzinsung in Höhe von TEUR 18 (Vj.: TEUR 8) enthalten. In den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind gemäß § 256a HGB außerplanmäßige Abschreibungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 337 (Vj.: 29) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus Aufzinsung in Höhe von TEUR 4 (Vj.: TEUR 8). In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus der Veränderung latenter Steuern in Höhe von TEUR 195 (Vj.: TEUR 157 Erträge) enthalten. 7. Sonstige Angaben 7.1. Geschäftsführung Der Konzerngeschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an: Herr Kurt-Josef Michels, Dipl. Ing. / Geschäftsführer Herr Kai-Uwe Michels, Dipl. Ing. / Geschäftsführer Herr Prof. Dr. Hummelsheim, Ärztlicher Direktor / Geschäftsführer (bis zum 15.12.2022, Eintragung ins Handelsregister am 28.12.2022) Frau Elke Busch-Eing, kaufmännische Geschäftsführerin (vom 03.01.2022 bis zum 30.06.2023; Eintragung im Handelsregister am 14.02.2022 bzw. 07.07.2023) 7.2. Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres waren im Durchschnitt 1.692 (Vj.: 1.658) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Konzern beschäftigt. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verteilt sich auf die folgenden Gruppen:
7.3. Anteile an verbundenen Unternehmen Zum 31. Dezember 2022 war die Sachsenklinik GmbH an den folgenden Unternehmen beteiligt: Vollkonsolidierte Unternehmen
*) nach Ergebnisabführung /
Gewinnverteilung
Anteile an assoziierten Unternehmen
7.4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. d. § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB in Höhe von TEUR 3.825 aus diversen Miet-, Leasing- und Pachtverträgen. Hiervon sind insgesamt TEUR 3.690 bis 31.03.2033 (jährlich TEUR 360) fällig. 7.5. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag aus Konzernsicht nicht. 7.6. Konzernverhältnisse Die Sachsenklinik GmbH stellt als Mutterunternehmen für ihren Konsolidierungskreis den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird beim Bundesanzeiger eingereicht und ist dort abrufbar. 7.7. Derivative Finanzinstrumente Ein derivatives Finanzinstrument ist ein Finanzinstrument, dessen Wert sich in Abhängigkeit von einer Bezugsgröße ändert, dass in der Regel keine oder nur geringe Anschaffungskosten erfordert und zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird. Es ist hauptsächlich den finanziellen Risiken aus Veränderungen von Wechselkursen und Zinsen ausgesetzt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten der Gesellschaft handelt es sich um Zinsswaps und um Devisentermingeschäfte. Zum Bilanzstichtag bestand folgendes derivatives Finanzinstrument:
Der ausgewiesene Zeitwert (=Marktwert) entspricht dem Preis, zu dem Dritte die Rechte oder Pflichten aus dem Finanzierungsinstrument übernehmen würden. Der Marktwert ist der Tageswert des derivativen Finanzinstrumentes ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus dem Grundgeschäft. Der Marktwert des eingesetzten derivativen Finanzinstrumentes wird durch finanzmathematische Berechnungen auf der Grundlage marktüblicher Modelle ermittelt. Gemäß § 254 HGB liegen bei dem Zinsswaps eine Bewertungseinheit in Form eines Mikro-Hedges vor. Ein Darlehen bei der Sparkasse mit einem Ursprungsbetrag von EUR 4 Mio. - variabel verzinst - wurden durch Abschluss eines Zinsswaps zu einem festverzinslichen Darlehen umgewandelt, um mögliche Zinsrisiken abzusichern. Sowohl das Grund- als auch das Sicherungsgeschäft haben eine Laufzeit bis 2036. 7.8. Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 und § 264b HGB Folgende Tochterunterunternehmen nehmen die Erleichterungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch:
7.9. Befreiung gemäß § 291 Abs. 1 und 2 HGB Die Michels Kliniken Niedersachsen GmbH & Co. KG und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der Sachsenklinik GmbH mit einbezogen. Aufgrund dessen ist sie gemäß § 291 Abs. 1 und 2 HGB von der Aufstellung und Offenlegung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes befreit. 7.10. Konzern-Kapitalflussrechnung Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds ist definiert als Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Neben den liquiden Mitteln werden in den Finanzmittelfonds des Konzerns die in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite einbezogen. 7.11. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:
7.12. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung der Muttergesellschaft schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss des Berichtsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.
Leipzig, 16. November 2023 gez. Kurt-Josef Michels, Geschäftsführer gez. Kai-Uwe Michels, Geschäftsführer Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des Konzerns Der Konzern Sachsenklinik GmbH (des Weiteren der "Konzern") ist ein Betreiber von mehreren Rehabilitationskliniken, Pflegeheimen sowie "Betreutem Wohnen" und verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich der kurativen Medizin und Rehabilitation. Der Konzern der Sachsenklinik GmbH umfasst zum 31. Dezember 2022 die Gruppe Sachsen mit der Sachsenklinik GmbH und die Gruppe Niedersachsen mit der Michels Kliniken Niedersachsen GmbH & Co. KG. Die Michels Kliniken Niedersachsen GmbH & Co. KG hat bis 2013 einen eigenen Konzernabschluss aufgestellt und prüfen lassen. Mit dem Eintritt der Sachsenklinik GmbH als Kommanditist in die Michels Kliniken Niedersachsen GmbH & Co. KG wird dieser Konzern, bestehend aus der Michels Kliniken Niedersachsen GmbH & Co. KG, der Michels Kliniken Niedersachsen Employment Bad Harzburg GmbH, der NRZ Neurologisches Rehabilitationszentrum Harz GmbH, der Residenz Kastanienhof GmbH und der HCS Hotel-Catering-Service Bad Harzburg GmbH, ein Teilkonzern der Sachsenklinik GmbH. Die Sachsenklinik GmbH ist konzernweit das zentrale und wirtschaftlich bei weitem bedeutendste Unternehmen des Konzerns. Sie betreibt seit Oktober 1993 in Bad Lausick (Sachsen) eine Rehabilitationsklinik mit den Fachrichtungen für Neurologie mit 120 Patientenbetten und Orthopädie mit 107 Patientenbetten. Seit Mai 2009 stehen weitere 100 Betten im Haus Hermannsbad, dem ehemaligen Kurhotel Bad Lausick, für die Versorgung von psychosomatisch zu behandelnden Patienten zur Verfügung. Seit Januar 2021 versorgt die Gesellschaft in angemieteten Räumen eine Rehabilitationsklinik der Fachrichtung für geriatrische Rehabilitation ,,Residenz am Kurpark'' am Standort Bad Lausik. Mit der Inbetriebnahme der geriatrischen Rehabilitationsklinik erfolgte die stufenweise Erhöhung der Bettenkapazitäten von anfänglich 20 Betten, bis zum Erreichen der max. Bettenerweiterung zum Ende des Jahres 2021, auf 90 Betten. Mit der Eröffnung des Neurologischen Rehabilitationszentrums Leipzig in Bennewitz (NRZ Leipzig) im Dezember 1997 hat die Sachsenklinik ihre Leistungen durch eine geschlossene Behandlungskette der Rehabilitationsphasen B, C und D um weitere 241 Patientenbetten erweitert. Die Phase B umfasst ab 2019 (siehe 7.2. Chancen- und Risikobericht) 70 Behandlungsplätze mit intensivmedizinischen Überwachungsmöglichkeiten für schwerstpflegebedürftige und bewusstseinsgestörte Patienten, einschließlich 20 Rehaplätzen für die Entwöhnung von maschineller Beatmung. Mit der Fertigstellung der neuen Abteilung im Bauteil B Ebene 0 stehen weitere 20 Behandlungsplätze im NRZ Leipzig zur Verfügung. Ab Januar 2021 können somit 70 Patienten der Phase B, 140 Patienten der Phase C und 40 Patienten der Phase D, insgesamt 250 Patienten, versorgt werden. Die 70 Behandlungsplätze der Phase B sind im Krankenhausbedarfsplan des Landes Sachsen ausgewiesen. Zur Ergänzung der stationären neurologischen und orthopädischen Rehabilitation wurde im März 2013 die neue ATZ Ambulantes Therapiezentrum für Orthopädie, Neurologie und Psychosomatik GmbH (ATZ Leipzig) in Leipzig eröffnet. Das ATZ Leipzig bündelt die 20-jährige Erfahrung der Sachsenklinik Bad Lausick und des Neurologischen Rehabilitationszentrums Leipzig in der Orthopädisch-Neurologischen-Rehabilitation in einem neuen, modernen und zukunftsweisenden ambulanten Rehazentrum im Herzen Leipzigs. Das ATZ Leipzig versorgt 75 Patienten in der Abteilung Orthopädie und 25 Patienten in der Abteilung Neurologie teilstationär und ambulant. Zu den Vorteilen der ambulanten Rehabilitation gehören die auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten zugeschnittenen Therapiepläne und -zeiten. Der Patient kann das in der Rehabilitation Erlernte unmittelbar zu Hause im gewohnten Umfeld umsetzen und in seinen Alltag integrieren. Darüber hinaus hat das ATZ Leipzig die Berechtigung, ambulante Leistungen auch auf Rezept auf den Gebieten der Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie zu erbringen. Seit 2018 betreibt die Herzog-Julius-Klinik Fachklinik für geriatrische Rehabilitation GmbH eine neue Klinik mit 72 Betten am Standort Bad Harzburg. Schwerpunkt dieser Klinik ist die Erbringung von Leistungen im Bereich der geriatrischen Rehabilitation. Das Tochterunternehmen Sachenklinik Therapie und Pflege GmbH wird seit dem 1. Januar 2019 als Dienstleister im Bereich des Pflegepersonals und der Physiotherapie für die Sachsenklinik GmbH und das ATZ Leipzig tätig. Die Tochtergesellschaft Muldental Therapie und Pflege GmbH hat zum 1. Januar 2002 vom Landkreis Delitzsch, im Regierungsbezirk Leipzig, eine Altenpflegeeinrichtung in Taucha mit 63 Heimbewohnerplätzen erworben, die mit einer Erweiterungsbaumaßnahme um 33 Einzelzimmer auf 96 Bewohnerplätze ab Herbst 2009 in Betrieb genommen wurde. Seit Februar 2004 betreibt die Muldental Therapie und Pflege GmbH auf eigenem Grundstück, das unmittelbar an den Grundstücksbereich des NRZ Leipzig angrenzt, eine Pflegeeinrichtung für Menschen im Wachkoma für insgesamt 20 Bewohner. Im Herbst 2006 wurde von der Muldental Therapie und Pflege GmbH im Grundstückareal des Neurologischen Rehabilitationszentrums Leipzig in Bennewitz ein Pflegeheim mit 70 Einzelzimmern nebst Nasszelle in Betrieb genommen. Im Januar 2008 hat die Muldental Therapie und Pflege GmbH in Altenburg (Thüringen), eine denkmalgeschützte Fabrikanlage erworben. Im Geschäftsjahr 2009 wurde mit den Umbaumaßnahmen zu einem Pflegeheim begonnen. Mit Fertigstellung des Pflegeheims in 2011 stehen 122 Bewohnerzimmer sowie 4 Wohneinheiten für "Betreutes Wohnen" zur Verfügung. Die Seniorenresidenz Altenburg wird von der Michels Pflege Sachsen-Thüringen GmbH betrieben. Die Muldental Therapie und Pflege GmbH ist weiterhin Eigentümerin und Vermieterin der Fachklinik für geriatrische Rehabilitation ,,Residenz am Kurpark'' in Bad Lausick. Hier entstanden 90 Behandlungsplätze zur geriatrischen Rehabilitation, die seit der Fertigstellung im Januar 2021 von der Sachenklinik GmbH betrieben werden. Die Michels Altenpflege GmbH betreibt am Standort Solingen die "Seniorenresidenz am Theater" mit 100 Bewohnerbetten in der Pflegeeinrichtung und mit 14 Seniorenwohnungen ("Betreutes Wohnen"). Mit Beendigung der Modernisierungsmaßnahmen im Jahr 2021 bietet die Michels Altenpflege GmbH auch die Kurzzeitpflege an. Am Standort Bad Harzburg betreibt die Michels Altenpflege ab 2017 die "Seniorenresidenz Buchenhof" mit 59 Bewohnerzimmern. Die im Geschäftsjahr 2007 gegründete MIM Michels Immobilienmanagement GmbH & Co. KG besitzt ein Wohn- und Geschäftshaus in Solingen in der Konrad-Adenauer-Straße. Die in diesem Hause befindliche Seniorenresidenz wird von der Michels Altenpflege GmbH betrieben. Die Tochtergesellschaft HCS Hotel-Catering-Service Leipzig GmbH wird im Wesentlichen als Dienstleister im Bereich Verpflegung, Technik und Reinigung für die Sachsenklinik GmbH, die Muldental Therapie und Pflege GmbH, die Michels Pflege Sachsen-Thüringen GmbH und die Michels Altenpflege GmbH tätig. Die MMK Mediatas Media-Kontor GmbH betreibt eine Werbeagentur sowie die Erarbeitung konzeptioneller Werbekommunikationsmittel. Die MMK Mediatas Media-Kontor GmbH ist im Wesentlichen für die verbundenen und nahestehenden Unternehmen der Sachsenklinik GmbH tätig. Die Kurhaus Bad Lausick GbR, die ab 1. Januar 2014 zum Konzern gehört, verpachtet das Kurhotel und das Kurhaus in Bad Lausick als Haus Hermannsbad für den Betrieb einer psychosomatischen Klinik. Die Michels Kliniken Niedersachsen GmbH & Co. KG betreibt in Bad Harzburg die Herzog-Julius-Klinik, eine orthopädische Rehabilitationsklinik mit 192 Rehabilitationsbetten. Hier werden schwerpunktmäßig Anschluss-Heilbehandlungen nach Kniegelenks- und Hüftoperationen durchgeführt. Die Tochtergesellschaft NRZ Neurologisches Rehabilitationszentrum Harz GmbH, ehemals Barbarossa Klinik Bad Harzburg GmbH, betreibt die Barbarossa Klinik, eine neurologische Fachklinik in Bad Harzburg, die in 2009 in Betrieb genommen wurde. Die Barbarossa Klinik verfügte zum Stichtag über 97 neurologische Rehabilitationsbetten (Phase C und D). Zudem verfügt die Gesellschaft über weiteren umfangreichen Grundbesitz. Des Weiteren ist die Gesellschaft Eigentümerin von Wohn- und Geschäftsbauten in Bad Harzburg. Die Residenz Kastanienhof GmbH hat im Juni 2013 in Münster einen Pflegeheimbetrieb eröffnet mit einem langfristigen Mietvertrag mit der Geschwister Michels Ostmarkstraße GbR. Die Gesellschaft betreibt aktuell 59 Pflegeplätze. Die Tochtergesellschaft HCS Hotel-Catering-Service Bad Harzburg GmbH ist im Wesentlichen als Dienstleister im Bereich Verpflegung, Technik und Reinigung für diese drei Unternehmen im Teilkonzern Niedersachsen tätig. Die Sachsenklinik GmbH hat im November 2022 ein weiteres Unternehmen erworben. Dieses Unternehmen firmiert unter MBF Michels Bildungsforum für Gesundheitsberufe im Verbund der Sachsenklinik GmbH und verfolgt als Unternehmensgegenstand die Aus- und Weiterbildung von Personen in Gesundheitsfachberufen. Das Bildungsforum nimmt im Herbst 2023 den Betrieb seiner Pflegefachschule, in angemieteten Räumen der Muldental Therapie und Pflege GmbH in Bennewitz auf. Die weiteren in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind wirtschaftlich eher von untergeordneter Bedeutung. Eine wichtige Informationsquelle für die Steuerung des Leistungsprozesses des Konzerns, der Segmente und des Geschäftsfelds Pflege sind die aktuell erfassten Leistungsdaten wie zum Beispiel die Belegungs- und Pflegestatistik. Diese Daten tragen zu der Informationsversorgung, der Koordination, der Planung und der Steuerung sowie der Kontrolle der betrieblichen Prozesse bei. Die Planung der zukünftigen Geschäftsentwicklung des Konzerns für die folgenden Geschäftsjahre erfolgt einmal jährlich auf Klinikebene in enger Abstimmung mit der Konzernführung sowie Geschäftsleitung. Am 1. Oktober 2005 hat am Standort NRZ Leipzig und an der Sachsenklinik Bad Lausick die Weiterentwicklung des qualitätsorientierten Managements begonnen. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000 und den Qualitätsgrundsätzen der DEGEMED erfolgte am 15. Mai 2007. Im Jahr 2022 wurde das geplante Überwachungsaudit auf Basis DIN EN ISO 9001:2015 und den Qualitätsgrundsätzen der DEGEMED für die Sachsenklinik GmbH mit folgenden Standorten erfolgreich durchgeführt:
2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat sich in Deutschland im Jahr 2022 trotz der Folgen des Ukraine-Kriegs, Lieferkettenprobleme und Energiepreiskrise als widerstandsfähig erwiesen. Im dritten Jahr der COVID-19- Pandemie hat sich die Wirtschaft weiter erholt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist um 1,90% angestiegen. Angesichts der vierten Welle der COVID-19-Pandemie im Herbst 2021 hat der Gesetzgeber im November die Einführung eines neuen Versorgungsaufschlags für ab dem 1. November 2021 bis zum 19. März 2022 aufgenommene COVID-19-Patienten beschlossen. Die Höhe bemisst sich an der durchschnittlichen stationären Verweildauer von COVID-Patienten und ist gestaffelt nach den jeweiligen tagesbezogenen Pauschalen, die für die Ausgleichszahlungen zugrunde gelegt werden. Im Dezember 2021 hat der Deutsche Bundestag mit dem Gesetz zur Stärkung der Impfprävention gegen COVID-19 und zur Änderung weiterer Vorschriften im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie zudem beschlossen, den Krankenhäusern rückwirkend zum 15. November 2021 wieder Ausgleichszahlungen für freigehaltene Betten zu gewähren, wenn sie planbare Operationen bzw. Eingriffe verschieben, um Kapazitäten für COVID-19-Patienten freizuhalten. Die bis zum 31. Dezember 2021 befristete Regelung wurde durch eine zweite Verordnung bis zum 19. März 2022 verlängert. Mit der am 29. März 2022 veröffentlichten Verordnung zur Änderung der Verordnung zur Regelung weiterer Maßnahmen zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser und zur Änderung der Hygienepauschaleverordnung wurde eine Verlängerung dieser Ausgleichszahlungen nach § 21 Abs. 1b Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) und des Versorgungsaufschlags nach § 21a KHG über den 19. März 2022 hinaus beschlossen. Konkret sah die aktuelle Verordnung eine Verlängerung der Ausgleichszahlungen bis zum 18. April 2022 und eine Verlängerung des Versorgungsaufschlags letztmals bis zum 30. Juni 2022 vor. Minderbelegungsausgleiche (GKV) und SoDEG-Zuschüsse (RV) konnten bei gegenüber 2019 reduzierter Belegung noch bis zum 30. Juni 2022 geltend gemacht werden. Versorgungsaufschläge für die Betreuung von Covid 19-Patienten in der Phase B und Hygienezuschläge wurden zunächst bis zum 30. Juni 2022 und zwischenzeitlich ab dem 01. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2022 mit geringeren Zuschlägen befristet wieder gezahlt. Der fortdauernde Krieg in der Ukraine verursachte Störungen der Lieferketten und führte damit einhergehend zu einer allgemeinen Steigerung des Preisniveaus. Die Dissonanz zwischen den gesetzlichen Erstattungsmechanismen einerseits und der inflationären Preisentwicklung andererseits hat erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Gesundheitswirtschaft. Nach den Belastungen der Pandemie stehen die Krankenhäuser nun vor weiteren finanziellen Herausforderungen als Folge der hohen Inflation und insbesondere der gestiegenen Energiepreise. Zur Unterstützung der Krankenhäuser im Zusammenhang mit diesen gestiegenen Energiekosten wurde durch den Gesetzgeber ein Hilfsprogramm gestartet. § 26f KHG sieht für den Zeitraum Oktober 2022 bis April 2024 pauschale Ausgleichszahlungen für mittelbar gestiegene Kosten sowie krankenhausindividuelle Erstattungen für direkte Mehrkosten beim Bezug von leitungsgebundenem Erdgas, leitungsgebundener Fernwärme und leitungsgebundenem Strom vor. Mit dem am 12. November 2022 in Kraft getretenem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKVFinStG) werden ab dem Jahr 2025 ausschließlich Personalkosten von Pflegefach- und Pflegehilfskräften in der unmittelbaren Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen im Pflegebudget berücksichtigt. Sonstiges Personal sowie Personal ohne Berufsabschluss können dann ausschließlich über DRG-Fallpauschalen finanziert werden. 2.2. Geschäftsverlauf und Lage 2.2.1. Geschäftsverlauf Der prognostizierte leichte Anstieg der Bettenbelegungszahlen der Kliniken im Konzern für 2022 ist eingetroffen. Aufgrund der geplanten Kostensteigerungen ist wie erwartet ein geringeres Konzernjahresergebnis zu verzeichnen. Die genaue Entwicklung der Bettenzahlen im Jahr 2022 ist aus den nachfolgenden Ausführungen ersichtlich. Die Erhöhung an Pflegetagen im Berichtsjahr ist im Wesentlichen in Folge der Bettenerweiterungen im Haus Herrmannsbad (+24 Betten Psychosomatik, seit Sep. 2021) und der Residenz am Kurpark (+ 90 Betten Geriatrie, ab Januar 2021 stufenweise Erhöhung der Bettenanzahl) zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurden in den Kliniken in Sachsen 258.575 (Vj.: 227.308) Pflegetage und in Niedersachsen 88.252 (Vj.: 87.787) Pflegetage erreicht. Die Belegung der Kliniken erfolgt überwiegend durch die Deutsche Rentenversicherung Bund und Mitteldeutschland, Krankenkassen unter Federführung der AOK sowie durch Ersatzkassen. Entsprechende Versorgungsverträge und Preisvereinbarungen sind mit den jeweiligen Belegungspartnern verhandelt und sichern eine kontinuierliche Zusammenarbeit. Die konstante Belegung der Herzog-Julius-Klinik in Bad Harzburg ist darüber hinaus durch vertragliche Bindungen mit Akutkrankenhäusern im Regierungsbezirk Braunschweig gesichert. Die Auslastung unserer Pflegeeinrichtungen betrug insgesamt ca. 71% (Vj.: 73 %). Die Anzahl der Pflegetage fiel von 172.565 auf 166.356. Das Pflegeheim "Seniorenresidenz Parkblick Taucha" in Taucha war im Geschäftsjahr 2022 zu 95 % (Vj.: 97 %) belegt. Das Pflegeheim "Seniorenresidenz Muldental" in Bennewitz erreichte in 2022 eine Belegung von rund 87 % (Vj.: 81%). Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir in beiden Pflegeeinrichtungen eine Auslastung auf dem Vorjahresniveau. Die Pflegeeinrichtung für Menschen im Wachkoma verfügt über 20 Betten. Im Jahr 2022 war das Pflegeheim zu 95 % (Vj.: 94 %) belegt. Die "Seniorenresidenz Buchenhof" in Bad Harzburg erreichte in 2022 eine Auslastung in Höhe von 77 % (Vj.: 88 %). Die Belegung des Pflegeheims Solingen in der vollstationären Pflege betrug im Durchschnitt des Berichtsjahres 89 % (Vj.: 96 %). Das Pflegeheim Solingen hat den Betrieb der Kurzzeitpflege im Jahr 2021 aufgenommen. Die durchschnittliche Belegung im Berichtsjahr betrug 3 % (Vj.: 4 %). Die "Seniorenresidenz Schlossblick Altenburg" in Altenburg erreichte 2022 eine Auslastung von 76 % (Vj.: 82 %). Die "Seniorenresidenz Kastanienhof" in Münster erreichte in 2022 eine Auslastung von 94 % (Vj.: 87 %). 2.2.2. Lage des Konzerns 2.2.2.1 Vermögenslage Das Vermögen des Konzerns stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr um TEUR 1.082 auf TEUR 68.392. Die Veränderung resultiert aus dem in 2022 erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 9.266 abzüglich der Gewinnausschüttungen in Höhe von TEUR 6.000 und der Entnahmen nicht beherrschender Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.184. 2.2.2.2 Finanzlage Die finanzielle Situation des Konzerns hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Die finanzielle Situation des Konzerns im Geschäftsjahr 2022 erlaubte es, alle finanziellen Verpflichtungen pünktlich zu begleichen. Im Konzern der Sachsenklinik GmbH ist ein Cash-Pooling System implementiert, bei dem die Sachsenklinik Cashpoolführerin ist. Die insgesamt zugesagten Kontokorrentlinien für den Konzern in Höhe von EUR 7,0 Mio. wurden am Stichtag zu ca. 21 % in Anspruch genommen. 2.2.2.3 Ertragslage Die Umsatzerlöse des Konzerns gliedern sich wie folgt auf:
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Wesentlichen aufgrund von höheren Erträgen aus Erlösausgleichen für frühere Jahre und Erträgen aus Fördermitteln nach § 11 SächsKHG und § 14a Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) i.V.m. § 19 ff Krankenhausstrukturfondsverordnung (KHSFV) um insgesamt TEUR 3.088 gestiegen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind hauptsächlich durch die Mehrinanspruchnahme von Personaldienstleistungen externer Unternehmen von TEUR 1.725 auf TEUR 3.428 gestiegen. Der Personalaufwand ist unter Berücksichtigung der Gewährung leistungsabhängiger Vergütungen, Neueinstellungen und Gehaltsteigerungen um ca. 12 % zum Vorjahr gestiegen. Der Konzernjahresüberschuss, der für uns der zentrale finanzielle Leistungsindikator ist, betrug im Geschäftsjahr TEUR 9.266 (Vj.: TEUR 10.500). Der zum Vorjahr höheren Gesamtleistung standen im Berichtsjahr insbesondere ein gestiegener Materialaufwand, Personalaufwand sowie sonstiger betrieblicher Aufwand gegenüber. 2.3 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung des Jahresergebnisses. Für die Steuerung des Konzerns werden auch die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren wie Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit zugrunde gelegt. Diese Steuerungsinstrumente werden regelmäßig erhoben und ausgewertet. Die Ergebnisse der Auswertung werden in die aktuellen Projekte des Konzerns einbezogen, die das Ziel haben, die Gesundheit zu fördern, Krankheitsfolgen abzubauen und zur beruflichen und sozialen Teilhabe des Rehabilitanden am gesellschaftlichen Leben nachhaltig beizutragen. Daneben überwacht der Konzern die laufende Auslastung der Kapazitäten. Dies stellt ein zentrales Überwachungsinstrument zur Unternehmenssteuerung dar, da eine hohe Auslastung ein entscheidender Erfolgsfaktor des Konzerns ist. 2.4 Gesamtaussage Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf und die Lage des Konzerns als zufriedenstellend. 3. Investitionen Die für das 4. Quartal 2021 geplante Anschaffung einer neuen CT-Anlage der Firma CE erfolgte im Januar 2022. Im Jahr 2022 wurden Investitionen in die Soft - und Hardware im Rahmen der Digitalisierung der Prozesse und Strukturen durchgeführt, die auch aus Fördermitteln nach § 14a Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) i.V.m. §§ 19 ff Krankenhausstrukturfondsverordnung (KHSFV) finanziert worden sind. Im Frühjahr 2022 haben die Sanierungsarbeiten der Station D3 begonnen. Die Sanierung der Stationen C1, D2 und D4 befinden sich in der Planungsphase. Im Januar 2021 haben die Umbauarbeiten im Haus Hermannsbad begonnen. Aufgrund der coronabedingten Verzögerungen von Lieferketten wurden die Umbaumaßnahmen und die Bettenerweiterung von 100 Betten auf max. 130 Betten, entgegen der Planung, erst zum Ende 2022 vollständig abgeschlossen. Durch das Entstehen neuer Dienst- und Patientenzimmer hat sich die Bettenkapazität im September 2021 von 100 auf 124 erhöht. Die Zustimmung der DRV über die Bettenerhöhung auf max. 130 liegt vor. Die Anlagen im Bau betreffen im Wesentlichen in Höhe von TEUR 1.705 das Investitionsvorhaben der Michels Kliniken Niedersachsen GmbH & Co KG zum Aus,- und Umbau der ehemaligen Spielbank und Umwidmung in Klinikräume der Barbarossa Klinik. Das Investitionsvorhaben der Muldental Therapie und Pflege GmbH zur Erweiterung des Zentrums für Intensivpflege am Standort NRZ Leipzig wurde im Jahr Januar 2022 mit einem Investitionsvolumen in Höhe von TEUR 4.514 abgeschlossen. Nach einer Umwidmung des Gebäudes, von der beabsichtigten Nutzung als Zentrum für Intensivpflege, in eine Pflegeschule nimmt das Bildungsforum seinen Schulbetrieb im Herbst 2023 auf. Daneben erfolgen Ergänzungs- und Ersatzinvestitionen im Wesentlichen im Bereich der technischen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Investitionen in Sachanlagen betrugen 2022 insgesamt TEUR 3.499. Größere Renovierungs- und Instandhaltungsaufwendungen sind in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Sämtliche Gebäude sind in den vergangenen Jahren neu errichtet worden. Lediglich die laufende Überholung der Patientenzimmer mit Anstricharbeiten, Austausch von Oberböden etc. wird, soweit notwendig, fortlaufend erbracht. 4. Finanzierung Die Finanzierung erfolgt zum Bilanzstichtag zu rd. 46,0 % (Vj.: 43,8 %) aus Eigenkapital und zu rd. 54,0 % (Vj.: 56,2 %) aus Fremdkapital (ohne Berücksichtigung latenter Steuern). Das Konzern-Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag TEUR 68.392 (Vj.: TEUR 67.310). Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Passive Rechnungsabgrenzungsposten betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 79.028 (Vj.: TEUR 85.271). Hiervon entfallen auf den mittel- und langfristigen Bereich TEUR 48.712 (62 %) und auf den kurzfristigen Bereich TEUR 30.316 (38 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Stichtag TEUR 59.579 (Vj.: 67.211) und entfallen auf die folgenden Bereiche:
Zum Bilanzstichtag war das Anlagevermögen im Wesentlichen durch Eigenkapital sowie durch lang- und mittelfristiges Fremdkapital finanziert. 5. Personalbereich Im Konzern waren im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 1.692 (Vj.: 1.658) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. Für das Jahr 2023 ist von einer steigenden Anzahl von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und einer 6-8 %igen Erhöhung der Personalaufwendungen auszugehen. Die steigende Anzahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist durch den planmäßigen Kapazitätsausbau verursacht. Bezugnehmend auf die Vorjahresprognose ist der Personalaufwand infolge von Gehaltsanpassungen etwas stärker als erwartet gestiegen. Der Konzernleitung ist es bewusst, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen wesentlichen Anteil am geschäftlichen Erfolg tragen und aus diesem Grund wird auf deren Weiterbildung besonderen Wert gelegt. In allen Berufsgruppen werden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen so aus- und fortgebildet, dass dauerhaft alle notwendigen Qualifikationen in ausreichender Zahl abgedeckt sind. Durch die Anbindung der Kliniken sowie die Kooperation mit dem Max-Planck-Institut wird hier gleichzeitig ein besonderes Qualitätsmaß gefordert. 6. Zweigniederlassungen Es bestehen Zweigniederlassungen in Berlin, Münster, Bennewitz, Solingen und Norderney. 7. Prognose-, Chancen und Risikobericht 7.1. Prognosebericht Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts hat die Belastung durch die Covid 19-Pandemie spürbar abgenommen. Diese erfreuliche Entwicklung hat es den Akutkrankenhäusern erlaubt, zu normalen Betriebsabläufen zurückzukehren. Insbesondere auch die Zahl der Operationen auf orthopädischem Gebiet befindet sich wieder auf dem Niveau wie vor der Corona Pandemie. Dadurch hat sich auch die Belegung unserer Abteilungen zum Vorjahr weiter erhöht und wird voraussichtlich im Jahr 2023 das Vor-Corona-Niveau wieder erreichen. Insgesamt rechnen wir damit, dass die Belegung unserer Kliniken in 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht steigen wird, mindestens jedoch auf hohem Niveau stabil bleibt. Durch die erwarteten positiven Auswirkungen des sog. Tariftreue-Gesetzes (GVWG) rechnen wir für das Geschäftsjahr 2023 mit einer Auslastung unserer Pflegeheime auf dem Vorjahresniveau. Die Inflation, die wegen der Lieferschwierigkeiten sowie hoher Energiepreise sprunghaft gestiegen ist, wird sich weiterhin auf einem hohen Niveau bewegen und zu Kostensteigerungen führen. Als Folge dessen, gehen wir für das Geschäftsjahr 2023 von einem leicht geringeren Konzernjahresergebnis aus. Die Prognose spiegelt auch die weiter verschärften und gestiegenen regulatorischen Eingriffe des Gesetzgebers, wie beispielswese die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV), das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG9) und GKV-Finanzstabilisierungsgesetz wider. Wir weisen darauf hin, dass unser Ausblick unter dem Vorbehalt etwaiger regulatorischer Eingriffe mit Auswirkungen auf die Vergütungsstruktur im Jahr 2023 steht. Weiterhin geht der Konzern von einer geordneten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das Jahr 2023 aus. 7.2. Chancen- und Risikobericht Grundlegend für den Konzern sind Risiken infolge von Änderungen im Gesundheitswesen und Pflegebereich. Dies sind insbesondere die Entwicklung neuer Produkte und Therapien sowie die größere Verfügbarkeit von Produkten durch Wettbewerber, die Finanzierung der Gesundheitssysteme und die Rückerstattung. Insgesamt ist der Gesundheitssektor und der Pflegebereich durch Preisdruck, Wettbewerb und Kosteneinsparungen gekennzeichnet. Dies könnte geringere Umsatzerlöse zur Folge haben und sich nachteilig auf das Geschäft sowie die Finanz- und Ertragslage auswirken. Die Gesellschaften versuchen möglichen regulatorischen Risiken über Leistungssteigerungen und Kostenreduktionen entgegenzuwirken. Das traditionell gute Preis-Leistungsverhältnis unserer Kliniken und Pflegeheime trägt dazu bei, dass unsere Häuser regelmäßig eine hohe Auslastung haben. Die hohe Auslastung der verfügbaren Betten ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Konzern. Aufgrund der langjährigen Branchenerfahrung ist der Konzern in der Lage, frühzeitig die veränderte Marktentwicklung zu erkennen, um dann die notwendigen Anpassungen durch Bereitstellung der attraktiven Angebote zu gewährleisten. Das ermöglicht dem Konzern, die in den Veränderungen liegenden Chancen optimal zu nutzen. Der Konzern sieht darin die Chance, Kapazitäten noch besser zu nutzen, um somit die Ertragssituation zu verbessern. Unter Risiken verstehen wir Ereignisse und mögliche Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Konzerns, die sich negativ auf die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele, die künftige Aufgabenerfüllung sowie auf Qualität und Reputation des Konzerns auswirken könnten. Die wichtigsten Risiken sind für uns diejenigen, die den Fortbestand bedrohen. Am 24. Februar 2022 begann der russische Angriffskrieg in der Ukraine. Dies führte bereits kurze Zeit später zu einer Verknappung wichtiger Rohstoffe, vor allem von Erdöl, Erdgas und Getreide. Dies und die restriktive Coronapolitik in China führten zu Unterbrechungen von Lieferketten mit in der Folge rasanter Preissteigerungen in Deutschland. Zudem sind etliche Produkte nicht mehr jederzeit und zuverlässig verfügbar. Ein Ende der Preisspirale und der Produktverknappung ist derzeit nicht absehbar. Die resultierende wirtschaftliche Belastung unserer Unternehmen ist nicht unerheblich. In anstehenden Vergütungsverhandlungen mit Krankenkassen und der Deutschen Rentenversicherung werden wir alles daransetzen, eine Gegenfinanzierung der explodierenden Preise durchzusetzen. Ein vom Konzern nicht zu beeinflussendes Risiko besteht in der Entwicklung der Anfrage auf Leistungen der medizinischen Rehabilitation sowie der Bewilligung entsprechender Maßnahmen. Der Konzern schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos und die damit verbundene Beeinträchtigung der Ertragslage für sehr gering ein. Darüber hinaus wird in den Pflegeberufen auch in den nächsten Jahren, insbesondere aufgrund der demografischen Entwicklung, ein drastischer Fachkräftemangel erwartet. Bereits jetzt ist es für viele Einrichtungen nicht einfach, alle Pflegestellen zu besetzen. Aktuell wirkt der Konzern diesem Risiko durch das Anwerben von ausländischen Fachkräften entgegen, die, falls notwendig, durch die Konzerngesellschaften ausgebildet oder geschult werden. Zudem hat die Sachsenklinik GmbH hat im November 2022 ein weiteres Unternehmen erworben. Dieses Unternehmen firmiert unter MBF Michels Bildungsforum für Gesundheitsberufe im Verbund der Sachsenklinik GmbH und verfolgt als Unternehmensgegenstand die Aus- und Weiterbildung von Personen in Gesundheitsfachberufen. Das Bildungsforum nimmt im Herbst 2023 den Betrieb seiner Pflegefachschule, in angemieteten Räumen der Muldental Therapie und Pflege GmbH in Bennewitz, auf. In der Vergangenheit konnte der Konzern dem durch das Überangebot an Reha-Betten sowie durch die chronische Unterfinanzierung der Sozialträger bedingten Preisdruck standhalten. Auch vor dem Hintergrund allgemeiner Kostensteigerungen verfolgen wir ein striktes Kostenmanagement. Die kontinuierliche Überprüfung und Verbesserung des Leistungsangebots sowie der Kostenstruktur stellt eine Chance dar und trägt zur hohen Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns bei. Derzeit besteht ein Sicherungsgeschäft in Form eines Zinsswaps, der im Anhang erläutert ist. Bei diesem derivativem Finanzinstrument ändert sich der Wert in Abhängigkeit von einer Bezugsgröße, in der Regel fallen keine oder nur geringe Anschaffungskosten an und es wird erst zu einem späteren Zeitpunkt beglichen. Der ausgewiesene Zeitwert (= Marktwert) entspricht dem Preis, zu dem Dritte die Rechte oder Pflichten aus den Finanzinstrumenten übernehmen würden. Risiken bestehen in diesem Bereich hauptsächlich unter finanziellen Aspekten durch Veränderungen von Wechselkursen und Zinsen. Der Konzern ist im normalen Geschäftslauf Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten und Gerichtverfahren hinsichtlich verschiedener Aspekte der Geschäftstätigkeit. Risikobezogene Informationen werden regelmäßig analysiert. Bestehende Risiken aus dem operativen Bereich werden bis zu einer bestimmten Versicherungsdeckungssumme durch Versicherungen abgedeckt. In der Vergangenheit sind keine Schadensfälle bekannt, die diese Versicherungsdeckungssumme überschritten haben. Der Konzern geht davon aus, dass die Deckungssummen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch in der Zukunft nicht ausgeschöpft werden. Auch das Management von Risiken ist eine fortwährende Aufgabe. Die Fähigkeit, Risiken zu erfassen, zu kontrollieren und zu steuern, ist ein wichtiges Element solider Unternehmensführung. Hierzu gehören die ständigen Marktbeobachtungen sowie das Halten der engen Kontakte zu Kunden, Lieferanten und Behörden. Das sind die notwendigen Maßnahmen, um die Veränderungen in dem Umfeld des Konzerns zeitig zu erkennen und darauf zu reagieren.
Leipzig, 16. November 2023 gez. Kurt-Josef Michels, Geschäftsführer gez. Kai-Uwe Michels, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sachsenklinik GmbH Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Wir haben den Konzernabschluss der Sachsenklinik GmbH, Leipzig, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Konzern-Kapitalflussrechnung sowie dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Sachsenklinik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchst. a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 16. November 2023 Stolze
- Dr. Diers - Beermann GmbH
gez. Wagner, Wirtschaftsprüfer gez. Prof. Dr. Fischbach, Wirtschaftsprüfer HRB 27862 Feststellung des Konzernabschlusses Der Konzern-Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 30.11.2023 festgestellt. Beschluss über die Verwendung des ErgebnissesDie Gesellschafterversammlung beschließt, den Konzern-Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von EUR 9.265.758,20 unter Berücksichtigung des Ergebnisanteils der nicht beherrschten Anteile, unter Verrechnung des Gewinnvortrags zum 31.12.2021 und nach Abzug der Gewinnausschüttungen im Dezember 2022 als Konzernbilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. |
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