Semcoglas GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Flachglas
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andre Hagengers seit 26.9.2024 | Prokura |
Klaus Köttering seit 4.1.2016 | Geschäftsführer |
Hermann Gerold Sch Müller seit 4.12.2013 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Semcoglas Holding GmbHWesterstedeKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022der Semcoglas Holding GmbHWesterstedeAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022der Semcoglas Holding GmbHWesterstede
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022der Semcoglas Holding GmbHWesterstedeÜber die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung gibt folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss:
Registergericht: Amtsgericht OldenburgRegisternummer: HRB 111266Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Angaben Der vorliegende Konzernabschluss wurde gem. den §§ 290 ff. HGB sowie den Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit (§ 265 Abs. 3 HGB) zu anderen Posten der Bilanz im Anhang gemacht. B. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Semcoglas Holding GmbH, Westerstede, folgende Gesellschaften:
Folgende Beteiligungsgesellschaften wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB aufgrund ihrer - auch zusammen - untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen:
Folgende Gesellschaft wurde gem. § 311 Abs. 1 HGB at equity bilanziert:
C. Konsolidierungsgrundsätze Grundlagen des Konzernabschlusses der Semcoglas Holding GmbH, Westerstede, sind die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Bei den in den Konzernabschluss der Semcoglas Holding GmbH einbezogenen Gesellschaften stimmt der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses überein. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Absatz 1 Satz 2 HGB. Als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurde der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss gewählt. Der sich aus dem Erwerb der Anteile der Scanglas AS, Dänemark, in 2022 ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 2.936 wird als Geschäfts- oder Firmenwert linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Der sich aus dem Erwerb der Anteile der Semcoglas GmbH, Westerstede (Zweigniederlassung Surwold ehem. Hockmann GmbH & Co. Glas- und Tischlerbedarf KG, zum 31. Dezember 2021 an die Kommanditistin Semcoglas GmbH, Westerstede, angewachsen) in 2021 ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 140 wird linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Der sich beim Erwerb von 51 % der Anteile in 2013 der Semco Glasdesign GmbH & Co. KG ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 166 sowie der sich aus dem Erwerb von 49 % der Anteile in 2015 ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 149, werden linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Der sich bei der Erstkonsolidierung der Semcoglas Photovoltaik-Betriebs GmbH ergebende passive Unterschiedsbetrag von T€ 3 wurde 2012 in die Konzern-Gewinnrücklagen aufgenommen. Im Konzern-Anlagenspiegel ist das Anlagevermögen der einbezogenen Gesellschaften hinsichtlich der Anschaffungs- und Herstellungskosten mit den historischen Werten und hinsichtlich der Abschreibungen mit den kumulierten Werten enthalten. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus Konzernlieferungen wurden nach § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Soweit erforderlich, wurde bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen eine Steuerabgrenzung vorgenommen. Die Umrechnung des auf fremde Währung lautenden Abschlusses der Scanglas A/S erfolgte nach § 308a HGB. D. Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds ist definiert als Summe aus Zahlungsmitteln (Barmittel sowie täglich fällige Sichteinlagen) sowie Kontokorrentkrediten bei Kreditinstituten. Er setzt sich zusammen aus Kassenbestand (T€ 26), Guthaben bei Kreditinstituten (T€ 8.385) sowie Kontokorrentkrediten bei Kreditinstituten (T€ 49). E. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung I. Allgemeine Angaben Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Für die Semcoglas Glastechnik GmbH, Neubrandenburg, wurde eine Handelsbilanz II aufgestellt, um die Darstellung von Investitionszuwendungen konzerneinheitlich zu gestalten. Auch für die Scanglas A/S wurde eine Handelsbilanz II aufgestellt. Bei der Euroglas AG, Osterweddingen, wurde auf die Anpassung an die konzerneinheitliche Bewertung verzichtet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Euroglas AG entsprechen im Wesentlichen denen des Konzerns, es werden die Vorschriften des HGB beachtet. Die Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte werden ansonsten im Konzernabschluss in der gleichen Weise ausgeübt wie in den Einzelabschlüssen. II. Aktiva Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um die lineare Abschreibung, bewertet. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung (1 bis 15 Jahre) planmäßig abgeschrieben. Die in den immateriellen Vermögensgegenständen enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus Einzelbilanzen werden planmäßig unter Zugrundelegung einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 15 Jahren unter Berücksichtigung von Artikel 66 Absatz 3 Satz 2 EGHGB abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 bzw. 20 Jahren abgeschrieben. Die der planmäßigen Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde gelegte Nutzungsdauer basiert auf Einschätzungen zur voraussichtlichen Bestandsdauer der Unternehmen unter Berücksichtigung von Art, Branche und Produktion der Unternehmen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Herstellungskosten (sämtliche aktivierungsfähige Entwicklungskosten seit 2013 sowie Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB ohne Ansatz von Fremdkapitalzinsen) angesetzt und über den Zeitraum der Nutzung (5 Jahre) planmäßig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgte grundsätzlich unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (1 bis 33 Jahre). Die Technischen Anlagen und Maschinen werden aufgrund der Nutzung im Mehrschichtbetrieb seit 2017 über acht statt bisher zehn Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich werden Abschreibungen vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Konzernanschaffungskosten oder mit den niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Werten angesetzt. Die Konzernanschaffungskosten werden ermittelt anhand des letzten Einkaufspreises. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Konzernherstellungskosten (ohne Verwaltungsgemeinkosten, soziale Aufwendungen oder Fremdkapitalzinsen) angesetzt. Der beizulegende Wert wurde aufgrund retrograder Methode vom erwarteten Verkaufspreis ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 4 % (Vorjahr: 4 %) auf den Netto-Forderungssaldo nach Abzug der einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet. Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag angesetzt. III. Passiva Das gezeichnete Kapital und die Rücklagen sind zum Nennbetrag angesetzt. Soweit Investitionszuschüsse und -zulagen vereinnahmt wurden, wurde hierfür der passivische Ansatz "Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen" gewählt. Der Ansatz erfolgt zum Nennbetrag, die Auflösung anhand der Nutzungsdauer der geförderten Investitionsgüter. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,78 % bei der Bewertung zu Grunde gelegt. Der Rententrend wurde in Abhängigkeit von der Zusage teilweise mit 0 %, 1 % und 2 % angesetzt. Lohn- und Gehaltssteigerungen, Karrieretrend sowie Fluktuation wurden mit 0 % angesetzt. Aus der nach den Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) geänderten Bewertung der Pensionsverpflichtungen war eine Zuführung zu den Rückstellungen erforderlich. Der Auflösungsbetrag wird über 15 Jahre angesammelt, der Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2022 T€ 17. Es besteht ein verpfändetes Bankkonto zum 31. Dezember 2022 in Höhe von T€ 312. Da dies dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dient, wird es mit dem beizulegenden Wert bewertet und mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,78 %) und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,44 %) ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von T€ 182. Dieser Betrag ist nach § 253 Abs. 6 HGB für eine Ausschüttung gesperrt. Die sonstigen Rückstellungen wurden auf der Grundlage der neuen Fassung des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB. Kosten- und Preissteigerungen wurden berücksichtigt. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins abgezinst. Bei den Jubiläumsrückstellungen wurden insbesondere Annahmen über die Fluktuation der Mitarbeiter berücksichtigt. Die Bildung (Ermittlung) der pauschalen Gewährleistungsrückstellung erfolgt auf Basis des Umsatzes mittels gewichteter Spartenreklamationsfaktoren der gruppeninternen Qualitätssicherung. Der Ansatz der pauschalen Gewährleistungsrückstellung erfolgte mit den Selbstkosten. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. IV. Gewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. Geschäftsvorfälle in fremden Währungen werden im Laufe des Geschäftsjahres mit aktuellen Kursen umgerechnet. Die Stromkosten wurden von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen im Materialaufwand umgegliedert. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurde der Vorjahreswert ebenfalls umgegliedert. V. Vergleichbarkeit nach Erstkonsolidierung Scanglas A/S, Hvidovre, Dänemark Aufgrund des Erwerbs der Scanglas AS, Dänemark zu Beginn des Jahres 2022 ist die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahr eingeschränkt. Bei einer Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2021 hätten sich die wesentlichen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung in einer Pro-Forma-Betrachtung wie folgt entwickelt:
F. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten I. Posten der Bilanz 1. Einzelposten des Konzernanlagevermögens Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel. Konzern-Anlagenspiegel
Unter den Finanzanlagen sind Anteile an den folgenden Gesellschaften ausgewiesen: Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Die Semcoglas Holding GmbH, Westerstede, ist mit 29 % am Nennkapital von TEUR 5.480 der Euroglas AG, Osterweddingen, beteiligt. Die Beteiligung an der Euroglas AG wird nach § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB nach der Equity-Methode bilanziert (Buchwertmethode). Zwischen der Euroglas AG und der Glas Trösch Holding GmbH, Bad Krozingen, wurde mit Wirkung ab 2011 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Nach dem Ergebnisabführungsvertrag erhält die Semcoglas Holding GmbH seit 2011 Ausgleichszahlungen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 11.626 haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen assoziierte Unternehmen in Höhe von T€ 52 (Vorjahr: T€ 32) enthalten. Von den Forderungen gegen assoziierte Unternehmen haben T€ 10.578 (Vorjahr: T€ 1.384) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen von T€ 4.490 haben T€ 0 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen assoziierte Unternehmen enthalten in Höhe von T€ 356 (Vorjahr: T€ 436). 3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagio-Beträge von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. 4. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung
Der aktive Unterschiedsbetrag bei der Semco Glasdesign GmbH & Co. KG, Bad Zwischenahn, aus den Anteilserwerben in 2013 (51 % der Anteile) sowie in 2015 (49 % der Anteile) wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear aufgelöst. Der sich aus dem Erwerb der Anteile der Scanglas AS, Hvidovre, Dänemark, in 2022 ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 2.936 wird linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die am 31. Dezember 2022 verbleibenden aktiven Unterschiedsbeträge von T€ 2.784 werden zusammen mit derivativen Geschäfts- oder Firmenwerten von T€ 44 aus den Einzelabschlüssen der Semco Glasdesign GmbH & Co. KG, Bad Zwischenahn, der FINIGLAS Veredelungs GmbH, Dülmen, der Semcoglas GmbH, Aschaffenburg, und der Semcoglas GmbH, Surwold, als Geschäfts- oder Firmenwert im Konzernanlagevermögen ausgewiesen. 5. Gewinnrücklagen Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen enthalten satzungsmäßige Rücklagen von T€ 491 und andere Gewinnrücklagen von T€ 3. 6. Konzernbilanzgewinn Der Konzernbilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
7. Rückstellungen Unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist der gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldierte Betrag aus verpfändeten Bankkonten (Verpfändung zur Sicherung der Ansprüche des Versorgungsberechtigten) und Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wie folgt ausgewiesen: Die Anschaffungskosten des verpfändeten Bankkontos betragen T€ 313, der beizulegende Zeitwert beträgt T€ 312. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt T€ 3.845 zum 31. Dezember 2022. In 2022 betrugen die Aufwendungen aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung T€ 47. Die sonstigen Rückstellungen von T€ 21.585 gliedern sich wie folgt:
8. Verbindlichkeiten
Art der Sicherheit:
1 Grundschulden, Sicherungsübereignungen
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Bankengleichbehandlungserklärungen geregelt. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen von T€ 218 (Vorjahr: T€ 325) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von T€ 6.207 (Vorjahr: T€ 457) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 97 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. 9. Latente Steuern Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen zwischen den Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden in der Neubewertungsbilanz bei Erstkonsolidierung, Differenzen zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz durch die steuerliche Berücksichtigung von Sonderabschreibungen, degressiver AfA und Investitionsabzugsbeträgen, dem handelsrechtlichen Ansatz von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen und Pensionsrückstellungen sowie der Aktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge. Aktive latente Steuern von T€ 2.075 wurden mit passiven latenten Steuern von T€ 2.538 saldiert. Die Bewertung der körperschaftsteuerlichen Latenzen erfolgte mit einem Steuersatz von 15 % (Deutschland) bzw. 22 % (Dänemark). Die Bewertung der gewerbesteuerlichen Latenzen erfolgte mit einem Steuersatz von 15 %. Der Posten wurde mit dem Posten nach § 274 HGB zusammengefasst.
Als Steuersatz wurde die Körperschaftsteuer und/oder die Gewerbesteuer unter Berücksichtigung des voraussichtlichen Gewerbesteuerhebesatzes angesetzt. Die latenten Steuern haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 517 (Vorjahr: T€ 650), Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens von T€ 255 (Vorjahr: T€ 284), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens von T€ 506 (Vorjahr: T€ 642) sowie periodenfremde Erträge von T€ 279 (Vorjahr: T€ 272) enthalten. Erträge aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf T€ 30 (Vorjahr T€ 0). 3. Personalaufwand Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung von T€ 692 (Vorjahr: T€ 204). 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von T€ 616 (Vorjahr T€ 351), Aufwendungen aus der Einstellung von Einzel- und Pauschalwertberichtigung von T€ 295 (Vorjahr: T€ 10), Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen von T€ 272 (Vorjahr: T€ 0) sowie Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB in Höhe von T€ 14 (Vorjahr: T€ 14) enthalten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf T€ 13 (Vorjahr: T€ 0). 5. Beteiligungsergebnis aus assoziierten Unternehmen In dem Beteiligungsergebnis aus assoziierten Unternehmen konnten Erträge von T€ 11.813 (Vorjahr: T€ 1.880) verzeichnet werden. 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 9), Zinserträge aus der Aufzinsung von Forderungen in Höhe von T€ 22 (Vorjahr: T€ 2) sowie Zinserträge aus assoziierten Unternehmen in Höhe von T€ 31 (Vorjahr: T€ 29) enthalten. 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen an Kreditinstitute in Höhe von T€ 203 (Vorjahr: T€ 125), Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 1), Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 222 (Vorjahr: T€ 22) sowie Zinsen aus der Zuführung zur Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 75 (Vorjahr: T€ 274) enthalten. 8. Steuern vom Einkommen und Ertrag In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von T€ 1.194 (Vorjahr: Aufwendungen von T€ 374) sowie Aufwand aus Steuern Vorjahre in Höhe von T€ 15 (Vorjahr: Ertrag von T€ 124) enthalten. 4. Sonstige Pflichtangaben 4.I. Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 14 HGB Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr angefallenen Entwicklungskosten beträgt T€ 8,0 davon wurden T€ 0 aktiviert. Der Bilanzansatz der selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte beträgt T€ 15. II. Außerbilanzielle Geschäfte Es wurden Leasingverträge abgeschlossen. Die künftigen Finanzmittelströme aus den Leasingverträgen ergeben sich folgt:
Die Leasinggeschäfte beziehen sich ausschließlich auf Fahrzeugfinanzierungen. Zweck ist die Kontinuität der Fahrzeugfinanzierung. Vorteile ergeben sich aus der Vermeidung des Restwertrisikos sowie der Schonung liquider Mittel. Risiken ergeben sich aus der festen Vertragslaufzeit. III. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus am Bilanzstichtag bestehenden Leasing- und Mietverträgen sowie aus Lieferverträgen:
IV. Bewertungseinheiten
Die Bilanzierung der Bewertungseinheit erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Effektivität der Bewertungseinheit wurde mittels der "short-cut"-Methode überprüft. Es besteht eine 100 % Effektivität. Der Nachweis erfolgt nach dem "critical terms match". Es besteht Identität von Nominale (T€ 8.000), Zahlungszeitpunkten und Zinsfixierungszeitpunkten (Quartalsende) sowie der Laufzeit (bis Dez. 2023). Des Weiteren bestehen gegenläufige Risikofaktoren (3-Monats EUR-EURIBOR). Der nicht bilanzierte beizulegende Zeitwert der Zinsswaps zum 31. Dezember 2022 beträgt T€ -8. Die Bewertung gibt die Einschätzung über den Wert des betreffenden Finanzinstrumentes unter den vorherrschenden Marktbedingungen wieder und leitet sich ab mittels der Discounted-Expected-Cashflows-(Rates)-Methode zum Geschäftsschluss am relevanten Finanzplatz am Bewertungsstichtag 31. Dezember 2022. Der sich zum Abschlussstichtag ergebende negative Marktwert der Zinsabsicherung ist aufgrund des Vorliegens der Bewertungseinheit nicht zu passivieren, da sich über die Gesamtlaufzeit des Darlehens kein Zinsrisiko ergibt. V. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Der Konzern hat während des Geschäftsjahres 2022 innerhalb des Konsolidierungskreises durchschnittlich 1.733 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt (Vorjahr: 1.601).
Von den Arbeitnehmern sind 141 in Teilzeit beschäftigt. VI. Befreiung nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB Die zum Konsolidierungskreis gehörenden deutschen Tochterunternehmen der Semcoglas Holding GmbH in der Rechtsform der Kapitalgesellschaft haben von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Das zum Konsolidierungskreis gehörende Unternehmen Semco Glasdesign GmbH & Co. KG, Bad Zwischenahn, nimmt das Befreiungswahlrecht des § 264b HGB insoweit in Anspruch, als keine Abschlussprüfung erfolgt, kein Anhang und kein Lagebericht aufgestellt wird und keine Offenlegung des Einzelabschlusses gemäß § 325 HGB erfolgt. VII. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses beträgt für das Geschäftsjahr 2022 für die an die Semcoglas Holding GmbH und ihre Tochterunternehmen erbrachten Abschlussprüfungsleistungen T€ 93, für Steuerberatungsleistungen T€ 58 sowie für sonstige Leistungen T€ 11. VIII. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Geschäfte durch Diplom-Kaufmann Hermann Schüller, Edewecht, als Vorsitzender der Geschäftsführung, Diplom-Betriebswirt Bernhard Feldmann, Rastede, als Geschäftsführer Region Nord, Diplom-Ingenieur Klaus Köttering, Nottuln, als Geschäftsführer Region West, Diplom-Kaufmann (FH) Michel Schüller, Aschaffenburg, als Geschäftsführer Unternehmensentwicklung, staatlich geprüften Glasbautechniker Alexander Akgül, Gehrden, als technischer Geschäftsführer und Diplom-Kaufmann Thorsten Trippler, Oldenburg, als kaufmännischer Geschäftsführer geführt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 1. August 2022 wurde Herr Achim Haag, Hatten, zum weiteren Geschäftsführer Vertrieb berufen. Die Vergütung der Geschäftsführer betrug im Geschäftsjahr T€ 1.123 (Vorjahr: T€ 875). IX. Konzernabschluss des Mutterunternehmens Die Semcoglas Holding GmbH, Westerstede, stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wird im elektronischen Bundesanzeiger unter dem Amtsgericht Oldenburg, Registernummer HRB 111266, veröffentlicht. X. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor. XI. Vorschlag über die Ergebnisverwendung des MutterunternehmensEs wird vorgeschlagen, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Westerstede, 26. April 2023 Semcoglas
Holding GmbH
gez. Hermann Schüller, Geschäftsführer gez. Bernhard Feldmann, Geschäftsführer gez. Michel Schüller, Geschäftsführer gez. Klaus Köttering, Geschäftsführer gez. Alexander Akgül, Geschäftsführer gez. Thorsten Trippler, Geschäftsführer gez. Achim Haak, Geschäftsführer Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns Der Semcoglas-Konzern umfasst 18 Gesellschaften, die unter der Führung der Semcoglas Holding GmbH stehen. Zur Gruppe gehören 2 weitere Gesellschaften, welche aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen werden. Die Gesellschaften sind im Konzernanhang im Abschnitt B. einzeln aufgeführt. An insgesamt 22 Standorten werden Gläser für den Einsatz in Fenstern, Fassaden und im Interieur hergestellt und vertrieben. Die Aktivitäten des Konzerns werden in folgende Geschäftsfelder unterteilt:
2. Forschung und Entwicklung Der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Berichtszeitraum lag im Geschäftsfeld Coating am Standort Neubrandenburg. Die Zusammenarbeit mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Kooperationspartnern u. a. bei der Weiterentwicklung der Schichtsysteme wurde im Berichtszeitraum fortgesetzt. Verschiedene weitere Projekte zur Weiterentwicklung und Optimierung betrieblicher und kaufmännischer Prozesse wurden mit guten Ergebnissen bearbeitet. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine sowie der verschärften Material- und Lieferengpässe, massiv steigender Preise, Fachkräftemangel und andauernder Corona-Pandemie. Insgesamt lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Jahr 2021. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP um 0,8 % höher (Veränderung preisbereinigtes BIP gegenüber der Vorjahre 2021: +2,6 %, 2020: -3,7 %, 2019: +1,1 %, 2018: +1,0 %, 2017: +2,7 %, 2016: +2,2 %). Im Baugewerbe hat sich der in 2021 beginnende Rückgang der Wirtschaftsleistung deutlich erhöht. Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen haben zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung um -2,3 % geführt. Andere Wirtschaftsbereiche wie Handel, Verkehr und Gastgewerbe sowie Information und Kommunikation hatten dagegen Zuwächse zu verzeichnen. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stiegen als Nachholeffekt im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen um +4,6 % und waren dadurch die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich moderat um +1,1 %, da die Gelder im Wesentlichen für die Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten Verwendung fanden. Die Bauinvestitionen nahmen bedingt durch fehlende Baumaterialien sowie Fachkräftemangel insbesondere im Hochbau und bei Wohnbauten preisbereinigt um 1,6 % ab. Der negative Trend verstärkte sich im Jahresverlauf 2022 durch zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland lag gemäß Statistischem Bundesamt bei 45,6 Millionen Personen. Das waren 1,3 % bzw. 589.000 Personen mehr als im Vorjahr. Das Baugewerbe verzeichnete trotz des Fachkräftemangels einen kleinen Beschäftigungszuwachs. Die beiden größten Bauverbände, der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), gehen für 2022 von einem Umsatz im Bauhauptgewerbe in Höhe von 151 Mrd. EUR nach 143,5 Mrd. EUR in 2021 (nominal +5,5 %) aus. Bei einer veranschlagten Preisentwicklung für Bauleistungen von jahresdurchschnittlich 4 % bedeutet das einen realen Zuwachs von 1,5 %. Die Umsätze im Wohnungsbau haben eine Steigerung zum Vorjahreswert um nominal +7 % auf 59,3 Mrd. EUR (Vorjahr 55,4 Mrd. EUR) erfahren. Die Nachfrage im Wirtschaftsbau blieb unbeständig. Für 2022 wird ein Umsatz von 53,3 Mrd. EUR (+ 6 % nominal) erwartet. Die Anzahl der Baugenehmigungen von neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden ging gegenüber dem Vorjahr um 5,7 % auf rd. 322.000 zurück. Diese als besorgniserregend bewerteten Entwicklungen gehen insbesondere auf die starken Preisanstiege zurück, die die Bauherren und Unternehmen verkraften mussten. Energieintensive Baumaterialien verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr erheblich (Stabstahl + 40,4 %, Blankstahl + 39,1 %, Betonstahlmatten + 38,1 %). Auch für weitere Materialien sind hohe Preisanstiege ein nach wie vor großes Problem. Ferner belastete die Unterbrechung der Lieferketten u. a. als Folge der Materialknappheit die Produktivität. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet für 2022 einen Rückgang des Bauvolumens von real -2,1 % (inflationsbereinigt). Der Wohnungsbau entwickelt sich unterdurchschnittlich mit real -2,2 % (inflationsbereinigt). Das Bauvolumen stieg zwar nominal in 2022 um rd. 13,6 %, doch der Zuwachs ist allein dem Anstieg der Baupreise geschuldet. Der für das Geschäft der Semco-Gruppe bedeutende Fenster- und Türenmarkt entwickelte sich nach Auskunft des Verbandes Fenster + Fassade im Berichtszeitraum leicht rückläufig. Mit 15,7 Mio. Fenstereinheiten (FE) beträgt der Rückgang -1,0 %. Die Fenstereinheiten verteilen sich mit rd. 6 Mio. FE auf den Neubau (-2,6 %) und 9,7 Mio. FE auf Modernisierung (+0,1 %). Die Entwicklungen im Außentürenmarkt sind vergleichbar. 2. Geschäftsentwicklung Mit der Integration der per Jahresanfang 2022 wirksam gewordenen Übernahme der dänischen Gesellschaft Glassolutions A/S haben wir einen wichtigen Schritt für ein stärkeres Wachstum außerhalb Deutschlands getan. Das inzwischen wieder unter SCANGLAS firmierende Unternehmen beschäftigt rd. 160 Mitarbeiter an den Produktionsstandorten Kjellerup und Esbjerg sowie den regionalen Vertriebsbüros in Aalborg, Arhus, Odense und Kopenhagen. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns sind die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis. Der Konzernumsatz der Semcoglas Holding GmbH ist gegenüber dem Vorjahr um 39,6 % gestiegen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Integration Scanglas und die realisierten Preissteigerungen zurückzuführen. Der Konzernjahresüberschuss liegt über dem Ergebnis des Vorjahres und hat die Erwartungen übertroffen. Die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern stellt sich wie folgt dar: Geschäftsfeld Isolierglas Der Schwerpunkt unserer Investitionsaktivitäten im Geschäftsfeld Isolierglas lag in diversen Investitionen zur Erneuerung und Erweiterung von Produktionskapazitäten in den Bereichen Glaszuschnitt, Rahmenbau und Isolierglasfertigung. Dadurch konnte die produzierte Menge oberhalb der Marktentwicklung ausgebaut werden. Geschäftsfeld Sicherheitsglas Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Büroräume in Sennfeld ist im Dezember termingerecht abgeschlossen worden. Ein steigender Absatz beim Sicherheitsglas ist u. a. auf die wachsende Nachfrage im Anwendungsbereich Interieur sowie die Anforderungen des Gesetzgebers im Hinblick auf den Einsatz entsprechender Gläser zurückzuführen. Geschäftsfeld Curved Glass Die Geschäfte mit gebogenen Gläsern haben im Berichtszeitraum einen deutlichen Zuwachs zu verzeichnen. Die Inbetriebnahme der neuen Büro- und Produktionsräumlichkeiten in Dülmen ist erfolgreich umgesetzt worden. Geschäftsfeld Glasdesign In diesem Geschäftsfeld (Standorte Bad Zwischenahn und Gießen) entwickeln und produzieren wir hochwertige Lösungen für den konstruktiven Glasbau sowie für Glasanwendungen im Interieur. Geschäftsfeld Coating Mit einer Beschichtungsleistung von 5,5 Mio. qm bewegte sich die Mengenleistung unseres Werkes in Neubrandenburg um 2 % oberhalb des Vorjahres-Niveaus. 3. Lage a. Ertragslage Der Umsatz stieg im Berichtsjahr vor dem Hintergrund der Integration Scanglas sowie der erzielten Preissteigerungen um 39,6 % auf 308 Mio. EUR. Der überwiegende Teil der Erlöse wird im Inland erzielt, wobei die Erlöse im EU-Ausland im Geschäftsjahr gesteigert werden konnten. Die Exportquote beträgt 29,1 % (Vorjahr 18,2 %). Die Preiserhöhungen für Basisglas und sonstige Materialien haben die Materialeinsatzquote um insgesamt 7,5 %-Punkte ansteigen lassen. Die Erhöhung der Personalkosten ist auf die wachsende Beschäftigtenzahl sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Insgesamt haben die Mehrmengen und die mit den steigenden Einkaufspreisen im Zusammenhang stehenden Preiserhöhungen sowie die Beteiligungserträge dazu geführt, dass sich der Jahresüberschuss von 11 Mio. EUR auf 20 Mio. EUR erhöht hat. b. Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit der Gruppe war durch freie Mittel und nicht ausgenutzte Kreditlinien bei verschiedenen Banken jederzeit gewährleistet. Die Entwicklung des Cashflows ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt. Im Geschäftsjahr 2022 ist der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf T€ -543 (Vorjahr: T€ 24.645) zurückgegangen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, zurückzuführen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit hat sich aufgrund der Einzahlungen aus Begebung von Anleihen und Aufnahme von Finanzkrediten sowie einer im Vergleich zum Vorjahr höheren Ausschüttung auf T€ -2.449 (Vorjahr: T€ -9.677) verringert. Die außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Eine Darstellung der nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte ist dem Anhang zu entnehmen. c. Vermögenslage Die um 29,4 Mio. EUR gegenüber 2021 gestiegene Bilanzsumme ist u. a. Folge der höheren Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der angestiegenen Forderungen aus Beteiligungen. Auch im Geschäftsjahr 2022 gab es umfangreiche Investitionen in Höhe von rd. 11,2 Mio. EUR (Vorjahr 12,5 Mio. EUR). Das Vermögen der Gesellschaft ist in einem angemessenen Verhältnis durch Eigen- und Fremdkapital finanziert. Dabei werden die Grundsätze der Fristenkongruenz, der Flexibilität und der Wirtschaftlichkeit beachtet. Zur Begrenzung der Zinsrisiken wurden die in Abschnitt C.3 beschriebenen Maßnahmen getroffen. 4. Berichterstattung nach § 315 Abs. 3 HGB: Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren In gruppenweiten Programmen werden unsere Mitarbeiter systematisch auf weitergehende Herausforderungen und zukünftige Anforderungen vorbereitet. Diese Programme sowie weiterentwickelte Team-Entwicklungsmaßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag, die Fähigkeiten der Mitarbeiter gezielt zu entwickeln und sie langfristig an die Gruppe zu binden. Zur Sicherstellung der erforderlichen Fachkräfte werden rd. 110 Auszubildende in neun gewerblichen und kaufmännischen Berufen ausgebildet und aktiv in ihrer beruflichen Entwicklung gefördert. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prognostiziert für das Jahr 2023 weniger Wachstum und ein hohes Maß an Unsicherheit. Ein globales Wachstum von +2,2 % für 2023 sowie +2,7 % für 2024, welches bei Energie-Engpässen noch schwächer ausfallen könnte, wird erwartet. Hinsichtlich der deutschen Konjunktur wird für das Jahr 2023 ein Rückgang von -0,3 % und für das Jahr 2024 ein Wachstum in Höhe von +1,5% erwartet. Deutschland gilt damit als einer der Nachzügler im internationalen Vergleich. Die dänische Wirtschaft wird voraussichtlich ein Wachstum von +0,1 % in 2023 und +1,1 % in 2024 (2022: +3,1 %) erreichen. Ein erhebliches Abwärtsrisiko für die kommenden Jahre bringt die durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Energiekrise mit möglichen Gasrationierungen in den nächsten beiden Wintern mit. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet für 2023 ein nominales Wachstum von +4,1 %, davon +3,8 % für den Wohnungsbau. Unter Berücksichtigung der Inflation liegt es real jedoch bei -1,9 % in der Bauwirtschaft insgesamt und bei -2,2 % im Wohnungsbau. Erst für 2024 wird auch ein reales Wachstum in Höhe von +2,4 % insgesamt bzw. +2,0 % für den Wohnungsbau erwartet. Für 2023 gehen die Verbände aufgrund der steigenden Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten von einer deutlich rückläufigen Nachfrage nach Bauleistungen aus. Für 2023 wird im Bauhauptgewerbe mit einem Umsatz von knapp 155 Mrd. EUR gerechnet, was einem nominalen Rückgang um -2 % und bei der veranschlagten Preisentwicklung von +5,5 % einem realen Rückgang um -7 % entspricht. Bezüglich der Wohneinheiten im Wohnungsbau wird mit einem Minus von 12,5 % gerechnet, während in 2022 rd. 280.000 Wohneinheiten fertig gestellt wurden, geht man für 2023 von rd. 245.000 Wohneinheiten aus. Stützend wirken hier zunächst noch die hohen Auftragsbestände. Für 2023 geht der Verband von einem Rückgang des Umsatzes im Wohnungsbau von -4,5 % aus und für 2024 von -10 %. Im Wirtschaftsbau wird mit einem realen Umsatzrückgang um -6 % gerechnet, was bei der veranschlagten Preisentwicklung von +5,5 % einem nominalen Rückgang um -1,0 % entspricht. Im öffentlichen Bau wird mit einem realen Rückgang beim Umsatz in Höhe von -4,5 % gerechnet, was bei der veranschlagten Preisentwicklung von +5,5 % einem nominalen Zuwachs um +1,0 % entspricht. Bei den Beschäftigten erwartet die Branche einen Abbau auf ca. 910.000 Beschäftigte (2022: 917.000 Beschäftigte). Der Verband Fenster + Fassade erwartet einen Rückgang auf insgesamt 15,5 Mio. FE (2022: 15,7 Mio. FE). Aufgrund der hohen Sanierungsbereitschaft wird für 2023 ein Anstieg auf 10,1 Mio. FE im Bereich der Modernisierung (2022: 9,7 Mio. FE, +3,6 %) und ein Rückgang auf rd. 5,5 Mio. FE im Neubau (2022: 6,0 Mio. FE, -8,6 %) erwartet. Vermehrte Ausführung von 3-fach-Verglasung wird ein wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz. Nach umfangreichen Investitionsmaßnahmen zur Erneuerung und Erweiterung der Verarbeitungskapazitäten werden für 2023 notwendige Investitionen getätigt werden. Die Investitionen betreffen insbesondere Projekte zur weiteren Automatisierung der Produktionsprozesse sowie zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie. Durch Auftragsüberhänge aus dem Vorjahr sowie einen guten Auftragseingang in den ersten Wochen des neuen Jahres, sind wir gut in das neue Jahr gestartet. Mit der Übernahme von SCANGLAS haben wir einen wichtigen Schritt für internationales Wachstum geschaffen. Unsere Planung für 2023 geht unter Einbeziehung der dänischen Tochtergesellschaft von einem konstanten Umsatz und einem operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau aus. Um für weiteres Wachstum gerüstet zu sein, wurde das Management des Konzerns Mitte 2022 um einen Geschäftsführer erweitert. Unsere Aussagen über die zukünftige Entwicklung basieren auf den uns gegenwärtig vorliegenden und bekannten Informationen. Einzelne Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlich eintretenden Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Finanz- und Ertragslage der Semco-Gruppe von der Prognose abweichen. 2. Chancen und Risiken In den zurückliegenden Jahren hat die Semco-Gruppe umfangreiche Investitionen getätigt und dadurch die Fertigungskapazitäten in allen Geschäftsbereichen erneuert, ausgebaut, modernisiert und automatisiert. Damit wurde eine wichtige Voraussetzung geschaffen, die Marktpositionen in den von uns bearbeiteten Regionalmärkten zu verteidigen und gezielt auszubauen. Umweltschutzkonzepte und Nachhaltigkeit stehen im Fokus. Der Krieg in der Ukraine hat die schon seit einem Jahr bestehenden Lieferengpässe mit entsprechenden Preissteigerungen bei Baumaterialien und insbesondere bei Energiepreisen deutlich verstärkt und zu Verzögerungen bei einzelnen Bauprojekten geführt. Preissteigerungen von Lieferanten und fehlende Preiszusagen erschweren die Angebotsabgabe für Projekte, bei denen das Risiko besteht, Preissteigerungen nicht weitergeben zu können. Zinssatzerhöhungen führen zu Auftragsstornierungen und Verschiebungen. Die in der Semco-Gruppe gelebte werteorientierte Team- und Familienkultur hat geholfen, in diesen Krisen noch stärker zusammenzurücken. Vor dem Hintergrund steht die Fortsetzung der werteorientierten Team- und Führungskräfteentwicklung im Mittelpunkt der Personalentwicklung. Diese von allen Führungskräften unterstützte Kultur ist für uns das Fundament für Zusammenarbeit und Wachstum. Neben der seit Jahren betriebenen systematischen Personalentwicklung werden die Themenfelder Digitalisierung, Qualitätssicherung, Prozess-Stabilität und Innovation im neuen Jahr konsequent weiterentwickelt. Die in der Semco-Gruppe weit fortgeschrittene Digitalisierung hat auch in der Corona-Krise einen großen Anteil daran gehabt, dass Arbeit nicht nur im Schichtmodell, sondern auch im Home-Office schnell möglich gemacht wurde. Die Digitalisierung unserer Prozesse und Services wird stetig ausgebaut. Das zwischenzeitlich etablierte Beratungs- und Kompetenznetzwerk, von dem unsere Kunden profitieren, wird weiter ausgebaut. Ein Kundenbeziehungsmanagement wird installiert. Durch das komplette Produkt-Portfolio an nahezu allen Standorten sind wir in der Lage, unsere Kunden flexibel und marktkonform beliefern zu können. Übliche Risiken aus Gewährleistungen, Rechtsstreitigkeiten oder anderen Vertragsverhältnissen werden im Rahmen unseres Qualitäts- und Risikomanagements laufend überwacht. Bei Bedarf werden im Rahmen der Risikovorsorge Rückstellungen gebildet. Ein wesentliches Risiko stellt die rückläufige Baukonjunktur dar. Zu erwarten ist ein harter Preiswettbewerb mit der Folge der Konsolidierung der Branche. Den Fenster- und Glasimporten aus Osteuropa, insbesondere aus Polen, sind geeignete Strategien entgegenzustellen. Weiter entwickelte Konzepte im Bereich Vertriebsunterstützung sollen helfen, gemeinsam mit unseren Kunden eine klare Positionierung und Abgrenzung gegen preisaggressive Wettbewerber u. a. aus dem Ausland vorzunehmen. Neben dem Ausland nimmt der Online-Wettbewerb zu. Dem begegnen wir einerseits mit der kontinuierlichen Verbesserung unserer ohnehin schon sehr hohen Qualität und Liefertermintreue. Ein weiteres Risiko stellt die immer anspruchsvollere Suche nach qualifiziertem Personal dar. Dies betrifft sowohl den gewerblichen als auch den kaufmännischen Bereich. Durch Schulkooperationen, insbesondere mit Förderschulen, wird Kontakt zu Schülerinnen und Schülern aufgenommen, mit dem Ziel, Jugendlichen eine Chance zu geben, sich beruflich zu orientieren. Dadurch gewinnen wir Auszubildende insbesondere im gewerblichen Bereich. Weitere Risiken sehen wir durch steigende Kosten für Energie, Fracht- und Speditionsleistungen sowie Personal, die nicht ausreichend weitergegeben werden und das Ergebnis negativ beeinflussen können. Schließlich sehen wir Risiken durch mögliche Lieferengpässe bei verschiedenen Materialien, denen wir mit der Umsetzung von Mehr-Lieferantenstrategien begegnen. 3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzierungsinstrumenten Zinsrisiken wird in der Semco-Gruppe mit Zinssicherungsgeschäften (antizipative Zins-Swaps mit Laufzeit- und Volumenkongruenz) sowie dem Abschluss mittel- und langfristiger Finanzierungen begegnet. Eine detaillierte Darstellung der gegen die Zinsrisiken eingesetzten Finanzinstrumente ist dem Anhang zu entnehmen. Dem durch sich abschwächende Konjunktur zunehmenden Liquiditäts- und Ausfall-Risiko wird durch ein systemgestütztes Forderungsmanagement sowie einer Absicherung höherer Risiken durch Warenkreditversicherung begegnet.
Westerstede, 26. April 2023 Semcoglas
Holding GmbH
gez. Hermann Schüller, Geschäftsführer gez. Bernhard Feldmann, Geschäftsführer gez. Michel Schüller, Geschäftsführer gez. Klaus Köttering, Geschäftsführer gez. Alexander Akgül, Geschäftsführer gez. Thorsten Trippier, Geschäftsführer gez. Achim Haak, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Semcoglas Holding GmbH, Westerstede PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der Semcoglas Holding GmbH, Westerstede, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Semcoglas Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leer, 8. Mai 2023 BDO
DPI AG
Jan Königshoven, Wirtschaftsprüfer Carsten Feldmann, Wirtschaftsprüfer In der Gesellschafterversammlung vom 15.05.2023 wurde der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 gebilligt. |
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