Stammdaten

Register
Amtsgericht Recklinghausen HRB 2898
Eingetragen
4.5.1992
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von sowie der Handel mit Kunststofferzeugnissen aller Art, insbesondere von Kunststoffrohren.

Historie

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Management

NameRolle
Fabian Puyn
seit 6.5.2016
Prokura
Thomas Finkewirth
seit 9.2.2006
Geschäftsführer
Volker Grafe
seit 2.9.2003
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Becker Plastics GmbH

Datteln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

EUR 31.12.2011
EUR
31.12.2010
TEUR
A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14.025,00 1
II. Sachanlagen 4.722.497,64 4.736.522,64 4.539
B. Umlaufvermögen:
I. Vorräte 3.732.520,15 4.252
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.332.341,30 1.754
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 39.936,13 5.104.797,58 53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 122.017,84 150
D. Aktive latente Steuern 29.021,00 17
9.992.359,06 10.766

Passiva

EUR 31.12.2011
EUR
31.12.2010
TEUR
A. Eigenkapital:
I. Gezeichnetes Kapital 3.500.000,00 3.500
II. Gewinnvortrag 1.252.829,69 1.223
III. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) - 739.909,81 4.012.919,88 30
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 55.520,00 63
C. Rückstellungen 2.411.005,00 2.355
D. Verbindlichkeiten 3.512.914,18 3.595
davon aus Steuern: EUR 55.847,29 (84)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 32.384,02 (23)
9.992.359,06 10.766

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011

EUR EUR 2011
EUR
2010
TEUR
1. Rohergebnis 10.252.503,84 11.181
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.805.419,03 5.839
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.153.042,44 1.166
davon für Alterversorgung: EUR 39.752,70 6.958.461,47 (28)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 344.351,52 324
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.451.286,85 3.510
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 0,00 10.754.099,84 (2)
- 501.596,00 342
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 227.177,92 243
davon an verbundene Unternehmen: EUR 18.249,05 (27)
davon aus Aufzinsung: EUR 103.227,00 - 227.177,92 (105)
7. Fehlbetrag aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Vorjahr: Überschuss) - 728.773,92 99
8. außerordentliche Erträge 0,00 1
9. außerordentliche Aufwendungen - 28.530,00 - 28
10. außerordentliches Ergebnis - 28.530,00 - 27
11. erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Vorjahr: Steueraufwand) 29.981,80 30
darin verrechneter Ertrag aus latenten Steuern: EUR 11.798,00 (17)
12. sonstige Steuern 12.587,69 17.394,11 12
13. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) - 739.909,81 30

Anhang 2011

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungsmethoden

Wir sind nach den in § 267 Abs. 2 HGB bestimmten Größenmerkmalen eine mittelgroße Kapitalgesellschaft und nehmen die für diese Gesellschaft bestehenden größenabhängigen Erleichterungen für die Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2011 in Anspruch und haben diesen vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

2. Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, selbst erstellte Sachanlagen zu Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden wie folgt vorgenommen:

Nutzungsdauer Jahre Abschreibungsmethode
• immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 5 linear, im Zugangsjahr pro rata temporis
• abnutzbares, unbewegliches Sachanlagevermögen 10 - 33 linear
• bewegliches Sachanlagevermögen 2 - 14 linear, im Zugangsjahr pro rata temporis

Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerlichen Regelungen mit dem höchstzulässigen Betrag abgeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten bewertet. Wertminderungen jeglicher Art sind durch Abwertungen berücksichtigt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten. In die Herstellungskosten wurden Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten sowie Mieten, Pachten, Leasinggebühren für und Abschreibungen auf das der Fertigung dienende Sachanlagevermögen und Fremdkapitalzinsen einbezogen. Die unfertigen Erzeugnisse sind entsprechend dem Fertigungsgrad bewertet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Bestehende Ausfallrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist der Unterschiedsbetrag zwischen Aus- und Rückzahlungsbetrag aufgenommener Kredite und sind mit dem Vorauszahlungsbetrag Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Aufgrund von Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bewertungsvorschriften ergeben sich aktive latente Steuern.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse beinhaltet erhaltene Zuschüsse für den Erwerb von Anlagegütern. Er wird entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände bzw. bei Veräußerung aufgelöst.

Rückstellungen für Pensionen sind seit 2010 - soweit es sich um Anwartschaften handelt - nach der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet worden. Rückstellungen für bereits laufende Renten sowie unverfallbare Anwartschaften ausgeschiedener Mitarbeiter sind mit dem Barwert der Verpflichtungen zum Bilanzstichtag angesetzt. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgt mit einem Rechnungszinssatz von 5,14 % für Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren und auf Basis der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Rentensteigerungen sind mit einer jährlichen Steigerung von 1,0 % bis 1,5 % berücksichtigt worden.

Es ist zu berücksichtigen, dass gem. Artikel 67 Abs. 1 EGHGB von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht wird, von dem Übergangsbetrag aus der geänderten Bewertung des Anwartschaftsrechts auf Pensionen nur ein Fünfzehntel ertragswirksam zu erfassen. Im Geschäftsjahr betrug die vorgenommene Zuführung TEUR 28 (2010: TEUR 28), so dass zum 31. Dezember 2011 ein noch nicht in der Bilanz ausgewiesener Rückstellungsbetrag von TEUR 371 (2010: TEUR 399) verbleibt.

Die Steuerrückstellungen entsprechen den sich voraussichtlich ergebenden Nachzahlungen an Betriebssteuern.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle dem Grund und der Höhe nach ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in der Höhe angesetzt, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren Risiken angemessen abdecken.

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu Erfüllungsbeträgen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden entsprechend § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

II. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagengitter:

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die zusätzlichen Angaben sind aus der folgenden Aufstellung ersichtlich:

31.12.2011 31.12.2010
Restlaufzeit Bilanzansatz
TEUR
Restlaufzeit Bílanzansatz
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
mehr als 1 Jahr
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
mehr als 1 Jahr
TEUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 497 0 497 713 0 713
davon aus Lieferungen und Leistungen (497) (713)
übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 816 19 835 923 118 1.041
Gesamtbetrag 1.313 19 1.332 1.636 118 1.754

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio von TEUR 44 (2010: TEUR 52).

4. Eigenkapital

Das Eigenkapital enthält aus der Aktivierung latenter Steuern nach § 274 HGB einen Betrag von TEUR 29 (2010: TEUR 17), der einer Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB unterliegt.

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und weitere Angaben ergeben sich aus der nachstehenden Übersicht:

31.12.2011 31.12.2010
Restlaufzeit Bilanzansatz
TEUR
Restlaufzeit Bilanzansatz
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 250 125 1.375 250 375 1.625
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.241 0 1.241 1.022 0 1.022
davon gegenüber Gesellschaftern (1.241) (1.022)
übrige Verbindlichkeiten 895 0 897 944 0 948
Gesamtbetrag 2.386 125 3.513 2.216 375 3.595
davon gegenüber Gesellschaftern (1.241) (1.022)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 1.375 (2010: TEUR 1.625) sind durch Grundschulden gesichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren.

6. sonstige finanziellen Verpflichtungen

Für Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Pachtverträgen werden voraussichtlich folgende Beträge fällig:

Gesamtbetrag
31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
2012 1.060 1.722
2013 bis 2016 2.607 4.969
3.667 6.691

III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. sonstige betriebliche Erträge

In den im Rohergebnis enthaltenen sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 8 (2010: TEUR 9) aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen erfasst.

2. außerordentliche Erträge

Die außerordentlichen Erträge enthielten im Vorjahr den Auflösungsbetrag für die Anpassung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen zum 1. Januar 2010 aufgrund der Umstellung des Bewertungsverfahrens durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz von TEUR 1 sowie die Anpassung zum 1. Januar 2010 einer Lieferantenverbindlichkeit in fremder Währung an den Devisenkassamittelkurs.

3. außerordentliche Aufwendungen

Der Ausweisbetrag enthält die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen aufgrund der Umstellung des Bewertungsverfahrens durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz. Die Möglichkeit der Fünfzehntel-Regelung nach Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde in Anspruch genommen.

IV. sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

2011 2010
gewerbliche Arbeitnehmer 107 106
Angestellte 44 43
151 149

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2011 die Herren

 

Diplom-Ingenieur (BA) Thomas Finkewirth, Lüdenscheid, und

 

Diplom-Betriebswirt (FH) Michael Mohr, Datteln.

3. Pensionsverpflichtungen für ehemalige Geschäftsführer

Gegenüber ausgeschiedenen Geschäftsführern ergeben sich Pensionsrückstellungen von TEUR 164 (2010: TEUR 167). Davon sind unter Berücksichtigung der Fünfzehntel-Regelung TEUR 141 (2010: TEUR 143) passiviert. Die Pensionszahlungen an ehemalige Geschäftsführer betrugen TEUR 1 (2010: TEUR 1).

4. Angaben zum Mutterunternehmen

Die Gesellschaft wird als Tochterunternehmen der Roth Industries GmbH & Co. KG, Dautphetal, in den von diesem Unternehmen aufzustellenden Konzernabschluss einbezogen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses beim elektronischen Bundesanzeiger erfolgt zu HRA Nr. 2500 des Amtsgerichts Marburg.

 

Datteln, im März 2012

Thomas Finkewirth

Michael Mohr

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Vorstehender zur Offenlegung bestimmter Jahresabschluss nebst Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zum vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 und Lagebericht 2011 der Becker Plastics GmbH, Datteln, haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Becker Plastics GmbH, Datteln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Eschenburg, 24. April 2012

Siegwolf, Wirtschaftsprüfer"

Lagebericht 2011

I. Darstellung des Geschäftsverlaufes

Entwicklung der Branche

Die Branche befindet sich nach wie vor im Spannungsfeld von Ländern, die einerseits aufgrund rückläufiger Immobilienmärkte kein Wachstum erwarten lassen und andererseits aufgrund der unbeschadeten Bewältigung der europäischen Immobilienkrise eine positive Entwicklung verzeichnen. Ferner ist die europäische Schuldenkrise sowohl eine faktische als auch eine psychologische Größe, deren Verlauf schwer einzuschätzen ist.

Unternehmen

Die Becker Plastics GmbH, Datteln, stellt Kunststoffrohre und Kunststoff-Metall-Verbundrohre her, die vorwiegend in der Haustechnik eingesetzt werden. Darüber hinaus handelt unser Unternehmen mit Komponenten für Rohrleitungssysteme in der Heizungs- und Trinkwasserinstallation. Ein Wettbewerbsvorteil unseres Unternehmens ist das hohe Maß an Flexibilität, mit der die typischen Anforderungen marktführender Kunden erfüllt werden.

Auftrags- und Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse befanden sich in 2011 über Vorjahresniveau. Ähnlich wie im Jahr zuvor lagen die bewerteten Auftragseingänge der letzten Monate leicht unter dem Durchschnitt der Auftragseingänge des Gesamtjahres.

Gegenüber dem Vorjahr ist der Umsatzanteil inländischer Kunden von 57,0 % auf 57,8 % leicht angestiegen. Entsprechend hat sich der direkte Exportanteil von 43,0 % auf 42,2 % verringert. Da eine Großzahl der Kunden unseres Unternehmens wiederum exportiert, erfolgt die Verarbeitung der Erzeugnisse überwiegend im Ausland.

Unterschieden nach Produktbereichen entwickelten sich die Umsätze wie folgt:

- Kunststoffrohre + 7,9 %
- Kunststoff-Metall-Verbundrohre - 11,6 %
- Handelskomponenten + 8,4 %

Beschaffung

Die Rohstoffpreise wichtiger Kunststoffe waren gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Die Steigerungsraten betrugen teilweise über 20 %. Dabei waren die Preisschwankungen im Verlauf des Jahres 2011 nur gering. Zwischen erster und zweiter Jahreshälfte fiel die absolute Preisentwicklung je nach Rohstoff unterschiedlich aus.

Im Bereich metallischer Rohstoffe fand ebenfalls eine Verteuerung gegenüber dem Vorjahr statt, wobei im Vorjahresvergleich die Steigerungsraten in der ersten Jahreshälfte höher ausfielen. Im Verlauf des Jahres 2011 lagen die Preise in der zweiten Jahreshälfte absolut auf höherem Niveau als im ersten Halbjahr.

Insgesamt führte die Rohstoffpreissituation zu einer Verschlechterung der Materialkostenquote gegenüber dem Vorjahr.

Investitionen und Finanzierung

Die im Geschäftsjahr durchgeführten Investitionen beliefen sich auf TEUR 541. Die investierten Maßnahmen dienten überwiegend dem Erhalt bzw. dem Ersatz bestehender Sachanlagen. In geringem Umfang wurde im Bereich immaterieller Wirtschaftsgüter investiert.

Personal- und Sozialbereich

Die Zahl der im Unternehmen durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug 151 (Vorjahr: 149). Davon waren 44 Angestellte mit kaufmännischer bzw. technischer Berufsqualifikation, sowie 107 gewerbliche Arbeitnehmer. Die Mitarbeiter sind für ihre jeweiligen Einsatzbereiche entsprechend ausgebildet und qualifiziert. Die gewerblichen Mitarbeiter weisen vorwiegend Facharbeiterqualifikationen auf. Am Jahresende waren insgesamt 10 Auszubildende in unterschiedlichen Ausbildungsberufen beschäftigt.

Umweltschutz

Produkte und Arbeitsabläufe des Unternehmens entsprechen den aktuellen Umweltschutzerfordernissen.

II. Darstellung der Lage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme reduzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 744 auf TEUR 9.992. Bei gleichzeitigem Anstieg der Sachanlagen gegenüber dem Vorjahr resultiert die Verringerung insgesamt sowohl aus einer deutlichen Reduzierung der Warenbestände als auch aus den geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 44,4 % auf 40,4 %

Finanzlage

In 2011 wurden keine weiteren Kredite aufgenommen. Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Kontokorrentkredite sind nur temporär in Anspruch genommen worden. Das Unternehmen nimmt am Cash-Pool der Roth-Gruppe teil.

Die finanziellen und liquiditätsmäßigen Verhältnisse der Gesellschaft sind geordnet und durch die Unterstützung der Muttergesellschaft jederzeit so bemessen, dass alle anstehenden finanziellen Transaktionen abgewickelt werden konnten.

Ertragslage

Bei vergleichbarem Umsatz und einer geringfügig niedriger ausfallenden Gesamtleistung als im Jahr zuvor, ist im Geschäftsjahr 2011 ein Fehlbetrag von TEUR 740 entstanden. Bei nahezu unveränderten Kostenquoten für Personal- und Sachkosten begründet sich der Verlust wesentlich durch den gesunkenen Rohertrag.

III. Voraussichtliche Entwicklung und sich daraus ergebende Chancen und Risiken

Chancen

Für das Geschäftsjahr 2012 erwarten wir eine Steigerung der Umsätze in den traditionellen Märkten. Chancen ergeben sich für Becker Plastics überwiegend aus der fortgesetzten Verbreiterung der internationalen Kundenbasis im Allgemeinen und mit aussichtsreichen Key-Accounts im Besonderen.

Finanzrisiken

Bestehende Finanz- und Liquiditätsrisiken werden durch Teilnahme am zentralen Konzern-Cash-Pool-Management der Firmengruppe minimiert. Zur Absicherung von Forderungsausfällen besteht eine Warenkreditversicherung. Daneben wird das Zahlungsverhalten der Kunden mit den üblichen Buchhaltungsinstrumentarien beobachtet. Bonitätsbeurteilungen, insbesondere neuer Kunden, werden erstellt.

Beschaffungs-, Produktions- und Umsatzrisiken

Beschaffungsrisiken begegnen wir mit ausreichender Bevorratung der benötigten Rohstoffe und einer größeren Zahl langjähriger, zuverlässiger Lieferanten und längerfristigen Lieferverträgen. Unser Unternehmen unterliegt jedoch Preisänderungsrisiken bei den bezogenen Rohstoffen. Diese ergeben sich, wenn Preiserhöhungen auf den Beschaffungsmärkten über Absatzmärkte nicht zeitnah ausgeglichen werden können.

Daneben werden im Personalbereich bevorstehende Tariferhöhungen erwartet.

Den hohen Qualitätsanforderungen an unsere Produktpalette begegnen wir durch permanente Optimierungen der Produktionsprozesse und einem zertifizierten Qualitätssicherungssystem mit systematischen Kontrollen. Zusätzlich wurden in den Kernfertigungsbereichen wesentliche Verbesserungsprojekte erarbeitet oder stehen kurz vor der Realisierung.

IV. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

Forschung und Entwicklung

Mit Blick auf die Anwendung der Erzeugnisse wird der Entwicklung von marktfähigen Produkten weiterhin eine wesentliche Bedeutung beigemessen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres und vor der Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht eingetreten sind, haben sich nicht ereignet.

 

Datteln, im März 2012

Geschäftsleitung

Ergänzende Informationen:

Der Jahresabschluss wurde am 23. Mai 2012 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.


Anschaffungs-/Herstellungskosten

01.01.2011
EUR
Zugänge Abgänge 31.12.2011
EUR

U = Umbuchungen

EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
(entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte) 201.598,65 15.939,95 0,00 217.538,60
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 6.292.484,65 0,00 0,00 6.292.484,65
2. technische Anlagen und Maschinen U 9.006,89

468.125,87 222.809,36 0,00 699.942,12
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 227.478,50 277.867,32 0,00 505.345,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau U 9.006,89

34.206,89 24.413,56 0,00 49.613,56

U 9.006,89 U 9.006,89

7.022.295,91 525.090,24 0,00 7.547.386,15

U 9.006,89 U 9.006,89
insgesamt 7.223.894,56 541.030,19 0,00 7.764.924,75

kumulierte Abschreibungen

01.01.2011
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2011
EUR


I. Immaterielle Vermögensgegenstände
(entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte) 200.998,65 2.514,95 0,00 203.513,60
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 2.247.306,57 191.683,00 0,00 2.438.989,57
2. technische Anlagen und Maschinen

114.976,87 97.666,25 0,00 212.643,12
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 120.768,50 52.487,32 0,00 173.255,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

0,00 0,00 0,00 0,00


2.483.051,94 341.836,57 0,00 2.824.888,51

insgesamt 2.684.050,59 344.351,52 0,00 3.028.402,11

Buchwert

31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR


I. Immaterielle Vermögensgegenstände
(entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte) 14.025,00 600,00
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 3.853.495,08 4.045.178,08
2. technische Anlagen und Maschinen

487.299,00 353.149,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 332.090,00 106.710,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

49.613,56 34.206,89


4.722.497,64 4.539.243,97

insgesamt 4.736.522,64 4.539.843,97

PROTOKOLL der Gesellschafterversammlung der Becker Plastics GmbH, Datteln am 23. Mai 2012 in Datteln

I. Alleinige Gesellschafterin der im Handelsregister beim Amtsgericht Recklinghausen unter HRB Nr. 2898 eingetragenen Becker Plastics GmbH, Datteln, ist die Roth Industries GmbH & Co. KG mit Sitz in Dautphetal. Am Stammkapital der Becker Plastics GmbH, Datteln, von EUR 3.500.000,00 ist die Roth Industries GmbH & Co. KG, Dautphetal, mit einem Geschäftsanteil im Nennbetrag von EUR 3.500.000,00 beteiligt.

II. Der erschienene gesetzliche Vertreter der Roth Industries GmbH & Co. KG, Dautphetal, Herr Diplom-Volkswirt Manfred Roth, Dautphetal, erklärt unter Verzicht auf die Einhaltung sämtlicher Form-, Frist- und Ladungsvorschriften, eine Gesellschafterversammlung der Becker Plastics GmbH, Datteln, abzuhalten und fasst folgenden Beschluss:

Der Jahresfehlbetrag 2011 von EUR 739.909,81 wird mit dem bestehenden Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von EUR 1.252.829,69 verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Datteln, 23. Mai 2012

Roth Industries GmbH & Co. KG

Manfred Roth

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