Mühlberger GmbHLiquidiert

55252 Wiesbaden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 4581
Eingetragen
30.5.1979
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
der Handel (Groß- und Einzelhandel), die Herstellung, die Vermarktung, die Veredelung und der Verkauf von Erzeugnissen der Industrieausrüstung, Rohrleitungssystemen, Pharmatechnik, der Persönlichen Schutzausrüstung sowie von Industriebedarf aller Art einschließlich der damit im Zusammenhang stehenden Serviceleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Cosalter
seit 15.4.2025
Geschäftsführer
Gerald Fitz
seit 15.4.2025
Geschäftsführer
Harald Stix
seit 30.9.2019
Geschäftsführer
Martin Widawski
seit 26.6.2006
Prokura
Sascha Gutsmüthl
seit 22.3.2004
Prokura

Beteiligungen

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mühlberger GmbH

Wiesbaden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bilanz zum 31. Dezember 2019 (zur Veröffentlichung)

Aktivseite

Stand 31.12.2018
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene EDV-Software 35.629,00 34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.704,00 12
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 591.078,50 499
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0
600.782,50 600.782,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.708.489,82 4.708
2. Beteiligungen 76.729,18 77
3. Sonstige Ausleihungen 2.950.774,98 2.704
7.735.993,98 7.735.993,98
Summe Anlagevermögen 8.372.405,48 8.372.405,48 8.034
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.200,00 2
2. Waren 4.806.634,51 4.608
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 143
4.808.834,51 4.808.834,51 4.753
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.574.674,72 4.044
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.000.000,00 3.248
3. sonstige Vermögensgegenstände 185.111,81 188
7.759.786,53 7.759.786,53 7.480
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.018.896,42 618
Summe Umlaufvermögen 13.587.517,46 13.587.517,46 12.851
C. Rechnungsabgrenzungsposten 52.941,35 58
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 136.460,78 69
22.149.325,07 21.012

Passivseite

Stand 31.12.2018
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.333.300,00 2.333
III. andere Gewinnrücklagen 40,12 0
IV. Gewinnvortrag 10.810.812,35 9.474
V: Jahresüberschuss 627.669,26 1.337
Summe Eigenkapital 13.771.821,73 13.771.821,73 13.144
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 0
2. Steuerrückstellungen 369.596,88 847
3. sonstige Rückstellungen 934.411,86 1.347
Summe Rückstellungen 1.304.008,74 1.304.008,74 2.194
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.650.000,00 1.994
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.488,51 3
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.122.865,06 919
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 1.479
6. sonstige Verbindlichkeiten 4.299.141,03 1.279
davon
a) aus Steuern: € 296.287,28 (Vorjahr: T€ 489)
b) im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 2.644,25 (Vorjahr: T€ 2)
Summe Verbindlichkeiten 7.073.494,60 7.073.494,60 5.674
22.149.325,07 21.012

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019 (zur Veröffentlichung)

2018
T€
1. Rohergebnis 9.578.923,00 10.753
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.996.433,69 -4.273
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.153.433,90 -1.048
- davon für Altersversorgung: € -441.602,97 -(357)
-5.149.867,59 -5.149.867,59 -5.321
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -167.325,67 -139
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.079.632,98 -3.300
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 239
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 118.617,39 122
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 118.344,45 (122)
- davon von Gesellschaftern: € 0,00 (0)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -224.813,53 -269
- davon aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen: € -98.912,00 -(97)
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 0,00 (0)
- davon an Gesellschafter: € 0,00 -(63)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -444.354,04 -741
9. Ergebnis nach Steuern 631.546,58 1.344
10. sonstige Steuern -3.877,32 -7
11. Jahresüberschuss +627.669,26 +1.337

Anhang zum 31. Dezember 2019

der Firma Mühlberger GmbH, Mainz-Kastel

A) Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Mühlberger GmbH hat ihren Sitz in Mainz-Kastel, Fritz-Lenges-Str. 11. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Wiesbaden unter der Nummer HRB 4581 eingetragen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

B) Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Gemäß § 42 III GmbHG wurde die Bilanz um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" erweitert.

Von der Möglichkeit, Angaben statt in der Bilanz im Anhang zu zeigen, wurde weitgehend Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 II HGB gegliedert.

C) Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Gliederungsschemata der §§ 266, 275 HGB erstellt

Die Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 I Nr. 2 HGB).

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände bemessen und unter Beachtung der steuerlichen Vorschriften grundsätzlich linear und in geringem Umfang geometrisch degressiv vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von € 800,00 wurden im Geschäftsjahr in voller Höhe abgeschrieben (§6 11 EStG).

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Hinweise zur Bildung einer außerplanmäßigen Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert waren nicht gegeben.

Für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde gemäß § 240 III HGB ein Festwert gebildet.

Die Warenvorräte werden mit den gleitenden Durchschnittswerten ihrer Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt und am Absatzmarkt und unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeiten der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden zum Nominalwert angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,00 % auf die Netto - Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen wurden im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von € 0,00 gebildet.

Die liquiden Mittel lauten auf € und sind mit dem Nominalwert angesetzt (§ 253 I HGB).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Voraus gezahlte Versicherungen, Kraftfahrzeugsteuern, Beiträge und Gebühren sowie sonstige Zahlungen, die Aufwendungen des Folgejahres darstellen.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Von dem Wahlrecht aktive latente Steuern nicht in der Bilanz anzusetzen wurde Gebrauch gemacht (§ 274 I S.2 HGB).

Die Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I S. 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 II S. 2 HGB).

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II S. 1 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 I S. 2 HGB).

D) Erläuterungen zur Bilanz

Aktivseite

a) Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Geschäftsjahr ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (§ 284 III HGB).

b) Anteile an verbundenen Unternehmen/Beteiligungen

Die Gesellschaft ist an der MSR Schlauchtechnik GmbH, Mülheim an der Ruhr, beteiligt.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt: € 76.800,00
Hiervon hält die Mühlberger GmbH: 33,33 %
Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2018 betrug: € 241.397,82
Die MSR GmbH hat in 2018 einen Jahresüberschuss erzielt von: € 88.725,28

Die Gesellschaft ist an der MLS Safety GmbH (vormals: Mühlberger Lerch Arbeitsschutz GmbH), mit Sitz in Mainz-Kastel mehrheitlich beteiligt. Die MLS Safety GmbH hat Niederlassungen in Hannover, Frankfurt am Main, Hamburg und Berlin:

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt: € 1.000.000,00
Hiervon hält die Mühlberger GmbH zum Bilanzstichtag: 75,00 %
Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2019 betrug: € 8.229.421,61
Die MLS Safety GmbH hat in 2019 einen Jahresüberschuss erzielt von: € 1.297.919,35

c) sonstigen Ausleihungen

Im Rahmen des mit der Orestes Immobilienleasing GmbH & Co. Projekt Wiesbaden KG, Frankfurt, geschlossenen Immobilien-Leasingvertrages ist ein monatlich zu zahlendes unverzinsliches Mieterdarlehen in Höhe von derzeit € 20.563,92 (01 bis 12/2019) zu gewähren. Das Mieterdarlehen wird am Ende der Laufzeit des Leasingvertrages mit dem Kaufpreis (=Restbuchwert des Objektes) verrechnet.

d) Forderungen

Unter den Forderungen gegen verbunden Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 48,5) enthalten. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 6) enthalten. Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) enthalten.

e) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Stand 01.01.2019 -3.059.153,00
Zuführung - Personalanteil der Zuführung zum Erfüllungsbetrag -429.230,00
- Zinsanteil der Zuführung zum Erfüllungsbetrag -98.199,00
Stand 31.12.2019 -3.586.582,00
Abzüglich Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 3.723.042,78
Stand 31.12.2019 (=Aktivwert) 136.460,78

Vgl. auch die Erläuterungen zur Position Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Passivseite

a) Eigenkapital

Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:

Stand 01.01.2019 Zugang Abgang Stand 31.12.2019
Gezeichnetes Kapital (= Stammkapital) 2.333.300,00 0,00 0,00 2.333.300,00
andere Gewinnrücklagen 40,12 0,00 0,00 40,12
Gewinnvortrag 9.473.538,71 1.337.273,64 0,00 10.810.812,35
Jahresüberschuss 1.337.273,64 627.669,26 1.337.273,64 627.669,26
13.144.152,47 1.964.942,90 1.337.273,64 13.771.821,73

In der Gesellschafterversammlung vom 11. April 2019 wurde der Vorjahresabschluss einstimmig festgestellt. Der Geschäftsleitung wurde in vollem Umfang Entlastung erteilt. Der Jahresüberschuss wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2019 beträgt € 627.669,26. Er wird nach Vorschlag der Geschäftsführung an die Gesellschafter ausgeschüttet.

b) Rückstellungen

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind durch Vermögensgegenstände gesichert, die in Rückdeckungsversicherungen angelegt sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden nach § 246 II S.2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des angelegten Vermögens wurde aus den Wertnachweisen der beteiligten Versicherungen am Abschlussstichtag abgeleitet. Es entsteht zum Bilanzstichtag ein Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Die Zusammensetzung und Entwicklung zeigt folgende Tabelle:

Stand 01.01.2019 Z= Zuführung Zinsen Stand 31.12.2019
429.230,00
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.059.153,00 Z= 98.199,00 3.586.582,00
Saldierung Aktivwert Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen -3.128.020,11 -595.022,67 -3.723.042,78
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche -68.867,11 -165.792,67
Verpflichtungen (Saldierter Wert) Z= 98.199,00 -136.460,78

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit dem nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

Durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre von 2,72 (Vorjahr: Durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre 3,21 %) für eine Laufzeit von 15 Jahren (Bekanntmachung durch die Deutsche Bundesbank),

Gehaltssteigerungen von 2 % nach den Erfahrungswerten der Vergangenheit und

die Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G".

Zum Ende des Geschäftsjahrs bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt € 570.683,00 (Vorjahr: € 600.754,00) die in voller Höhe auf den Unterschiedsbetrag gemäß § 253 VI HGB zwischen dem Erfüllungsbetrag bei Anwendung des Durchschnittssatzes der vergangenen sieben bzw. zehn Jahre ergeben. Er wird wie folgt ermittelt:

Erfüllungsbetrag
Bei der Anwendung Durchschnittsatz 7 Jahre (1,97 %) 4.157.265,00
Bei der Anwendung Durchschnittsatz 10 Jahre (2,72 %) 3.586.582,00
Unterschiedsbetrag gemäß § 253 VI HGB (=Ausschüttungssperre) 570.683,00

Die Position "Steuerrückstellungen" enthält Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbsteuer des Berichtsjahres in Höhe von T€ 104.

Die Position sonstige Rückstellungen umfasst im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, für Gewährleistungsansprüche und für Bonusverpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz (Bekanntmachung durch die Deutsche Bundesbank) der vergangenen sieben Geschäftsjahre nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst (§ 253 II HGB).

c) Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in folgendem Verbindlichkeitsspiegel zusammengefasst dargestellt.

Restlaufzeit
Verbindlichkeiten Stand 31.12.2019 bis zu einem Jahr mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren mehr als fünf Jahren
- gegenüber Kreditinstituten 1.650.000,00 300.000,00 1.200.000,00 150.000,00
- Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.488,51 1.488,51 0,00 0,00
- aus Lieferungen und Leistungen 1.122.865,06 1.122.865,06 0,00 0,00
- gegenüber verb. Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
- sonstige 4.299.141,03 4.299.141,03 0,00 0,00
7.073.494,60 5.723.494,60 1.200.000,00 150.000,00

Gegenüber den Geschäftsbanken COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Nassauische Sparkasse, Wiesbadener Volksbank e.G. und Deutsche Postbank AG sind keine besonderen Sicherheiten festgelegt worden. Neben den in den allgemeinen Geschäftsbedingungen der jeweiligen Bank vereinbarten Pfand- und Sicherungsrechte wurde mit den o. g. Banken in den geschlossenen Kreditvereinbarungen die Gleichbehandlung untereinander von Seiten der Gesellschaft zugesichert. Dies bedeutet, dass den anderen beteiligten Kreditinstituten keine weiteren Sicherheiten überlassen werden, die nicht auch in gleicher Weise und dem jeweiligen Kreditanteil entsprechend den anderen Kreditinstituten zur Verfügung gestellt werden.

E) Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Berichtsjahr sind unter der Position "sonstige betriebliche Erträge" neutrale Erträge in Höhe von T€ 130 und unter dem GuV- Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" neutrale Aufwendungen in Höhe von T€ 15 ausgewiesen. Von der größenabhängigen Erleichterung des § 288 II S.1 HGB wurde Gebrauch gemacht.

F) Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich bei unserer Gesellschaft nicht ereignet.

G) Sonstige Angaben

a) Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer)

2018 2019
Ø 31. März 30. Juni 30. Sept. 31. Dez. Ø
Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl
Angestellte 96,00 101,0 101,0 96,0 93,0 97,75
Aushilfen 6,50 4,0 3,0 2,0 4,0 3,25
Auszubildende 4,25 4,0 3,0 6,0 6,0 4,75
106,75 109,0 107,0 104,0 103,0 105,75

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Vertragserfüllungsbürgschaften von T€ 24 (Vorjahr: T€ 24). Die finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen sind der folgenden Aufstellung zu entnehmen:

Monatlich Gesamtverpflichtung zum 31.12.2019
T€ T€
Leasingvertrag (Mietzins) Immobilie 42 1.695
Mieterdarlehen *) Immobilie 21 823
Verwaltergebühren Immobilie 2 53
Mietverträge Lager, Freifläche, Büro 17
Leasingvertrag **) Photovoltaikanlage 6 258
Sonstige Leasingverträge Betriebs- und Geschäftsausstattung, LKW, PKW 10 143
Sonstige Mietverträge Betriebs- und Geschäftsausstattung <1

*) Das Mieterdarlehen wird ratierlich über die Laufzeit des Leasingvertrages Immobilie aufgebaut und mit dem Kaufpreis (=Restbuchwert des Objektes) bei der Übernahme der Immobilie verrechnet. Der Aktivwert zum Bilanzstichtag beträgt T€ 2.951 (Vorjahr: T€ 2.704).
**) Dem Leasingvertrag Photovoltaikanlage (ursprünglich 15 Jahre) steht der 20-jährige Liefervertrag zur Einspeisung von Strom nach dem EEG in mindestens gleicher Höhe gegenüber. In 2019 betrug die Einspeisevergütung T€ 84 (Vorjahr: T€ 90)

c) Angaben über die Mitglieder der Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2019 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch die Geschäftsführer:

Herrn Dipl.-Kfm. Peter Mühlberger Herrn Bankfachwirt Rüdiger Weber Herrn Mag Harald Stix
Ab 11.10.2019 (Tag der Eitragung)
Georgenborner Straße 5 Karl - Kuhn-Straße 5 Kuefsteinstraße 27
65187 Wiesbaden 55543 Bad Kreuznach A-3107 St. Pölten-Traisenpark

Die beiden erstgenannten Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Vorschüsse und Kredite wurden nicht gewährt und es sind auch keine Haftungsverhältnisse zugunsten der Geschäftsführer eingegangen worden.

Die Gesellschaft hat von der Schutzklausel des § 286 IV HGB Gebrauch gemacht und auf die Angabe der Bezüge im Anhang verzichtet.

 

Mainz-Kastel, den 31. Januar 2020

Mühlberger GmbH, die Geschäftsführung

Dipl.-Kfm. Peter Mühlberger, Geschäftsführer

Bankfachwirt Rüdiger Weber, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens Stand 01.01.2019 Zugang Abgang Stand 31.12.2019
1 2 4 5 6
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 254.762,71 15.071,00 0,00 269.833,71
Summe I. 254.762,71 15.071,00 0,00 269.833,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken andere Bauten 21.279,40 0,00 0,00 21.279,40
21.279,40 0,00 0,00 21.279,40
2. Betriebs- und Geschäftsaussttung
a) PKW/LKW 61.894,79 37.385,00 4.330,00 94.949,79
b) Geschäftsausstattung 330.604,08 6.014,32 0,00 336.618,40
c) Fassaden Werbung 3.992,00 0,00 0,00 3.992,00
d) EDV - Anlage 855.638,27 151.250,69 61.176,52 945.712,44
e) Büromaschinen 14.245,86 0,00 0,00 14.245,86
f) Einrichtung Verkaufsraum 78.354,03 9.681,92 0,00 88.035,95
g) Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 295.010,86 27.089,23 0,00 322.100,09
h) Bereitstellungslager 312.969,68 0,00 0,00 312.969,68
i) GWG bis € 800,00 1.490,04 11.992,51 11.992,51 1.490,04
1.954.199,61 243.413,67 77.499,03 2.120.114,25
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe II. 1.975.479,01 243.413,67 77.499,03 2.141.393,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.708.489,82 0,00 0,00 4.708.489,82
2. Beteiligungen 76.729,18 0,00 0,00 76.729,18
3. Sonstige Ausleihungen 2.704.007,94 246.767,04 0,00 2.950.774,98
Summe III. 7.489.226,94 246.767,04 0,00 7.735.993,98
Gesamtsumme: 9.719.468,66 505.251,71 77.499,03 10.147.221,34
Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens Stand 01.01.2019 Zugang Abgang Stand 31.12.2019
1 7 9 10 11
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 220.970,21 13.234,50 0,00 234.204,71
Summe I. 220.970,21 13.234,50 0,00 234.204,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken andere Bauten 9.447,40 2.128,00 0,00 11.575,40
9.447,40 2.128,00 0,00 11.575,40
2. Betriebs- und Geschäftsaussttung
a) PKW/LKW 58.074,29 3.812,00 4.329,50 57.556,79
b) Geschäftsausstattung 231.627,08 17.735,32 0,00 249.362,40
c) Fassaden Werbung 3.991,50 0,00 0,00 3.991,50
d) EDV - Anlage 788.436,27 55.679,69 61.175,52 782.940,44
e) Büromaschinen 13.957,36 106,50 0,00 14.063,86
f) Einrichtung Verkaufsraum 43.309,03 5.913,92 0,00 49.222,95
g) Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 194.177,86 22.578,23 0,00 216.756,09
h) Bereitstellungslager 119.507,68 34.145,00 0,00 153.652,68
i) GWG bis € 800,00 1.489,04 11.992,51 11.992,51 1.489,04
1.454.570,11 151.963,17 77.497,53 1.529.035,75
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe II. 1.464.017,51 154.091,17 77.497,53 1.540.611,15
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe III. 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme: 1.684.987,72 167.325,67 77.497,53 1.774.815,86
Restbuchwert
Posten des Anlagevermögens Stand 01.01.2019 Stand 31.12.2019
1 12 13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 33.792,50 35.629,00
Summe I. 33.792,50 35.629,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken andere Bauten 11.832,00 9.704,00
11.832,00 9.704,00
2. Betriebs- und Geschäftsaussttung
a) PKW/LKW 3.820,50 37.393,00
b) Geschäftsausstattung 98.977,00 87.256,00
c) Fassaden Werbung 0,50 0,50
d) EDV - Anlage 67.202,00 162.772,00
e) Büromaschinen 288,50 182,00
f) Einrichtung Verkaufsraum 35.045,00 38.813,00
g) Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.833,00 105.344,00
h) Bereitstellungslager 193.462,00 159.317,00
i) GWG bis € 800,00 1,00 1,00
499.629,50 591.078,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe II. 511.461,50 600.782,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.708.489,82 4.708.489,82
2. Beteiligungen 76.729,18 76.729,18
3. Sonstige Ausleihungen 2.704.007,94 2.950.774,98
Summe III. 7.489.226,94 7.735.993,98
Gesamtsumme: 8.034.480,94 8.372.405,48

Lagebericht 2019

1. Grundlagen des Unternehmens

Das Unternehmen wurde 1926 als Technischer Handel in der ehemaligen Tschechoslowakei durch die Familie Mühlberger gegründet. Nach dem Krieg zog das Unternehmen um nach Wiesbaden, wo sich bis heute die Firmenzentrale befindet. Durch organisches Wachstum aber auch durch Zukäufe insbesondere im PSA-Bereich hat sich die Mühlberger-Gruppe zu einem der führenden Unternehmen des Produktionsverbindungshandels im deutschsprachigen Raum entwickelt. Die Mühlberger GmbH fungiert dabei als Holding, bei der administrative und logistische Aktivitäten der Gruppe konzentriert sind und zusätzlich werden alle "technischen" Geschäftsfelder (Rohrleitungs-, Pharma- und Industrietechnik) von der Mühlberger GmbH bearbeitet.

Mit unseren rund 220 Mitarbeitern in der Gruppe betreuen wir unsere Kunden in ganz Deutschland sowie im benachbarten Ausland. In unserem Technischen Segment bestehen kundenseitig Schwerpunkte bei der Prozessindustrie (Chemie, Pharma) sowie deren Dienstleistern (Anlagenbauer, Instandhalter etc.), beim Arbeitsschutz betreuen wir Kunden quer durch alle Branchen. Namhafte börsennotierte Konzerne schenken uns seit vielen Jahren ihr Vertrauen und konzentrieren immer mehr Geschäft auf unsere Unternehmens-Gruppe.

Neben der reinen Warenversorgung unserer Kunden stellen wir rund um unsere Produkte eine Vielzahl von zusätzlichen Dienstleistungen zur Verfügung. Wir gewährleisten u.a. eine breite Palette von Qualitätssicherungsmaßnahmen inklusive Dokumentation, hochmoderne e-Procurement-Systeme sowie eine just in time-Belieferung für mehrere zehntausend lagerhaltig geführte Produkte. Die hohe Versorgungsicherheit ist wesentlicher Bestandteil unserer Servicegarantien für unsere Kunden.

Obwohl das Arbeitsschutzgeschäft der Mühlberger-Gruppe grundsätzlich bei der MLS Safety GmbH gebündelt und bilanziert wird, werden nicht unerhebliche Umsätze im Bereich Persönliche Schutzausrüstung (PSA) über die Mühlberger GmbH abgewickelt. Dies liegt daran, dass die meisten unserer Konzernkunden, die bereits Technische Produkte bei uns beziehen, nicht bereit sind, für die MLS Safety GmbH ein neues Lieferantenkonto zu eröffnen. Da wir diese Kunden nicht verlieren wollen, wird ein Teil des Arbeitsschutzgeschäftes über unsere Gesellschaft abgewickelt. Sämtliche Umsätze aus dem PSA-Geschäft sind jedoch bei der Mühlberger GmbH durchlaufende Posten und werden ertragsseitig in den Zahlen der MLS Safety GmbH dargestellt.

Die Gesellschafter der Mühlberger GmbH und unserer Tochtergesellschaft, der MLS Safety GmbH, haben im Juni 2019 insgesamt 50 % ihrer Anteile an die Haberkorn Holding AG mit Sitz in Wolfurt verkauft. Die verbliebenen Anteile gehen zum 01.01.2024 an Haberkorn über, so dass dann die Haberkorn-Gruppe alleiniger Gesellschafter der Mühlberger-Gruppe wird.

Die Haberkorn-Gruppe ist einer der größten technischen Händler in Österreich, Deutschland, Schweiz sowie Osteuropa und erwirtschaftet mit ca. 2.200 Mitarbeitern und einem Sortiment von mehr als 100.000 Lagerartikeln für Industrie und Bau einen Umsatz von 615 Mio. Euro.

Neben einer Verbesserung unserer Marktkonditionen versprechen wir uns durch den Einstieg der Haberkorn-Gruppe insbesondere eine Unterstützung bei allen Anforderungen rund um die Themen "Digitalisierung" und "Industrie 4.0".

2. Wirtschaftsbericht 2019

2.1 Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft wächst noch immer, das zehnte Jahr in Folge, aber so gering wie 2019 war das Wachstum seit 6 Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt legte laut Statistischem Bundesamt 2019 nur noch um 0,6 % zu. Quelle des Wachstums waren im vergangenen Jahr vor allen der Konsum (+1,6 %) sowie die anhaltend boomende Bauwirtschaft (+3,8 %).

Ein hartes Jahr hat hingegen die exportorientierte deutsche Industrie, eine unserer größten Kundengruppen, hinter sich. Die Handelsstreitigkeiten und das Drama um den Brexit verunsicherten Kunden und bremsten Investitionen. Deutsche Schlüsselbranchen wie der Auto- und Maschinenbau sowie die Elektro- und Chemieindustrie bekamen das deutlich zu spüren. Die Industrie rutschte deswegen sogar im Jahresverlauf in eine handfeste Rezession.

Die Vorhersagen für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland für das Jahr 2020 schwanken sehr stark und liegen je nach Quelle zwischen +0,6 % (OECD) und +1,4 % (DIW). Die Bundesregierung erwartet eine Zunahme des preisbereinigten BIP in Höhe von gut 1 % im laufenden Jahr. Dabei geht die Bundesregierung davon aus, dass die konjunkturelle Dynamik zum Jahresauftakt 2020 noch verhalten bleibt, aber im weiteren Verlauf wieder leicht an Fahrt aufnimmt. Bei diesen Vorhersagen ist die aktuell (01/2020) grassierende Pandemie (Coronavirus) in China nicht berücksichtigt. Deren Auswirkungen auf die weltweite wirtschaftliche Entwicklung im laufenden Jahr sind derzeit noch nicht absehbar.

Der Technische Handel hatte für das Jahr 2019 vorsichtig optimistisch geplant (+3,9 %), doch das Jahr hielt nicht, was es versprach. Während das I. Quartal 2019 noch recht gut startete, haben sich danach die Umsätze im Vergleich zu 2018 immer stärker rückläufig entwickelt. Am Ende blieb ein Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr von -1,8 % (Quelle "Technischer Handel", Vincentz Verlag).

2.2 Geschäftsverlauf

Unser Produktbereich "Technisches Geschäft" hat im vergangenen Jahr sehr darunter gelitten, dass die von unseren Kunden avisierten Projekte überwiegend in das Jahr 2020 verschoben worden sind. Aufgrund der fehlenden Umsätze aus diesen Projektgeschäften ist die Betriebsleistung im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um etwas mehr als 4 % gesunken. Während der Bereich "Arbeitsschutz", der über unsere Gesellschaft abgewickelt wird, noch leicht zulegen konnte, hat der Produktbereich "Technisches Geschäft" knapp 8 % Umsatz im Vergleich zum Vorjahr verloren.

Bei der Darstellung unseres Geschäftsverlaufs ist zu berücksichtigen, dass trotz der Konzentration des Arbeitsschutzgeschäftes bei unserem Tochterunternehmen unsere Gesellschaft weiterhin PSA-Produkte verkauft. Aus diesem Grund sind gewisse Kennzahlen nicht mit den Branchenwerten vergleichbar, da zwar der PSA-Umsatz durch die Bücher der Mühlberger GmbH läuft, die Erträge jedoch vollständig bei der MLS Safety GmbH abgebildet werden.

2.3 Ertragslage

Die in 2019 fehlenden Projektgeschäfte haben sich bei der Ergebnisentwicklung deutlich bemerkbar gemacht. So fehlen nicht nur die Roherträge aus dem Warengeschäft, sondern auch die mit den Projekten verknüpften Dienstleistungsgeschäfte sind ausgeblieben. Zudem mussten wir bei einigen Kunden zusätzliche Rabatte bzw. Jahresboni gewähren, die wir in der Höhe nicht geplant hatten. In Summe ist das Jahresergebnis vor Steuern auf T€ 1.072 zurückgegangen.

2.4 Kapitalstruktur, Finanzlage und Liquidität, Investitionen

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. Euro 1,1 Mio. erhöht, was im Wesentlichen auf die stichtagsbedingt gestiegenen Bankguthaben (+ T€ 400) sowie die im Rahmen unseres Cash Management Systems MLS Safety zur Verfügung gestellte Liquidität (+ T€ 750 Forderungen gegen verbundene Unternehmen) zurückzuführen ist. Finanziert wurde die Erhöhung der Aktiva aus Mitteln der "ehemaligen" Gesellschafter Peter Mühlberger und Rüdiger Weber, die ihre Darlehen an die Mühlberger GmbH auf Euro 4 Mio. aufgestockt haben. Da die Herren Mühlberger und Weber ihre verbliebenen Anteile an unserer Gesellschaft an die MB Solutions GmbH übertragen haben, sind deren Darlehen formal nicht mehr als Gesellschafterdarlehen zu bewerten und werden unter den "sonstigen Verbindlichkeiten" passiviert.

Die bilanzielle Eigenkapital-Quote konnte trotz der Erhöhung der Bilanzsumme unverändert bei guten 62 % gehalten werden.

Die Finanzlage stellt sich somit problemlos dar. Alle Lieferantenverbindlichkeiten werden so weit möglich skontiert. Unsere Kapitalstruktur ist ausgewogen, die langfristigen Verbindlichkeiten sind fristenkongruent refinanziert.

Investitionen erfolgen regelmäßig in die Instandhaltung unserer Firmenzentrale, sowie insbesondere in die Hard- und Software unserer IT-Systeme. Die Ausgaben werden vornehmlich aus dem laufenden Cash-Flow finanziert.

2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren legen wir großen Wert auf gute bilanzielle Verhältnisse, um damit den notwendigen Handlungsspielraum zu haben, unser Geschäft weiter ausbauen zu können. Mit einer Eigenkapital-Quote von mehr als 60 % der Bilanzsumme sind wir für ein mittelständisches Unternehmen, das zudem in den letzten Jahren stark gewachsen ist, sehr solide finanziert.

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren liegt ein Schwerpunkt auf den Dienstleistungen, die wir neben dem reinen Verkauf der Produkte zusätzlich unseren Kunden zur Verfügung stellen können. Dies sind u.a. die Beratung und Umsetzung von strukturierten Systemen für die Materialversorgung, komfortable elektronische Kataloge, scannerbasierte Konsignationslager bis hin zu Eigenentwicklungen im Bereich der PSA-Ausgabeautomaten sowie der elektronischen Bestellsysteme (Easy Order-Tool). Diese Dienstleistungen werden wir in Zusammenarbeit mit unserem neuen Mitgesellschafter, der Haberkorn-Gruppe, weiter ausbauen.

Daneben sind die umfangreichen Qualitätssicherungsmaßnahmen und deren Dokumentation nach wie vor ein sehr wichtiges Verkaufsargument, das unsere Kunden insbesondere in der Prozessindustrie sehr schätzen.

Und nicht zuletzt haben wir unsere Lagerkapazitäten in der Mühlberger-Gruppe stetig weiter ausgebaut, damit wir eine hohe Versorgungssicherheit für unsere Kunden gewährleisten können.

2.6 Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir unverändert als gut ein, die Bilanzstruktur ist ausgewogen und unter Berücksichtigung der zugesagten Kreditlinien unserer Hausbanken war jederzeit eine bei weitem ausreichende Liquidität zur Bedienung der fälligen Verbindlichkeiten vorhanden.

3. Prognosebericht

Während die Wirtschaftsforschungsinstitute für das laufende Jahr noch von einem soliden Wachstum in Deutschland ausgehen, rechnet der "Technische Handel" nur mit einer Seitwärtsbewegung mit einem minimalen Umsatzplus. Trotz der in unserer Branche angespannten Wirtschaftslage und der unsicheren Zukunftsaussichten wird ein weiterer Anstieg der Einkaufspreise von +1,4 % erwartet. Auch auf der Kostenseite wird mit einem Plus von rund 1 % gerechnet. Bei der Personalentwicklung wird ein leichter Rückgang prognostiziert. Investiert wird überwiegend in den Bereich "Digitalisierung" (Quelle "Technischer Handel", Vincentz Verlag).

Wir streben in der Mühlberger-Gruppe für 2020 im Bereich "Technik" ein zweistelliges Umsatzwachstum an, da wir davon ausgehen, dass die im Jahr 2019 zurückgestellten Projekte im laufenden Jahr umgesetzt werden. Im Segment "Arbeitsschutz" planen wir aufgrund der verhaltenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich vorsichtiger und gehen von einem Umsatzwachstum von ca. 3 % aus. In Summe rechnen wir in 2020 in beiden Bereichen mit einem Ergebnis über Vorjahreshöhe.

4. Chancen- und Risikobericht

Die grundsätzlichen Chancen und Risiken eines Groß- und Außenhandelsunternehmens verändern sich von Jahr zu Jahr nur gering, soweit der Geschäftszweck und die Unternehmensstruktur annähernd gleichbleiben. Dies ist bei uns der Fall. Dennoch gehen wir wie in den Vorjahresberichten nachfolgend detailliert auf die einzelnen Bereiche ein:

4.1 Risikobericht

Sollten sich die weltweiten wirtschaftlichen, politischen und gesundheitlichen Krisen (z.B. zunehmender Protektionismus in den USA evtl. mit Zöllen auf deutsche Autoimporte oder Pandemien, die die weltweiten Versorgungs- und Transportsysteme massiv stören, etc.) weiter verschärfen und sollte sich dadurch die Konjunktur generell abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten beeinträchtigen. Weiterhin sind negative Entwicklungen bei unseren Kunden im Automotivesektor wegen des möglichen Ausstiegs aus dem Verbrennungsmotor denkbar, da damit ein Verlust von industriellen Arbeitsplätzen verbunden sein wird. In der Chemie- und Pharmaindustrie, eine wichtige Kundenbranche im Bereich "Mühlberger Technik", verzögern sich unverändert Projekte wegen fehlender Planungskapazitäten und sich eintrübender Absatzerwartungen.

Aus diesen negativen Rahmenbedingungen können für uns dann Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen, auf die wir nur wenig Einfluss nehmen können.

Wir gehen davon aus, dass die Wettbewerbsintensität und die Konsolidierungsanstrengungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette unserer Branche weiter zunehmen und dass zusätzlich völlig neue Wettbewerber in unseren Markt drängen werden. Dieser Trend ist bereits spürbar. Dies wird den Druck auf die Marge noch mehr erhöhen. Wir wirken dem entgegen, in dem wir unsere Prozesse kontinuierlich verbessern und unsere Dienstleistungspalette mit Mehrwerten für unsere Kunden weiter ausbauen.

Nach wie vor bestehen auf der Beschaffungsseite immer wieder nicht vorhersehbare Lieferengpässe bei diversen Lieferanten, was unsere Lagerdisposition nicht erleichtert, so dass bedauerlicherweise Lieferverzögerungen unsererseits zu unseren Kunden nie ganz vermieden werden können (siehe aktuell die Lieferengpässe bei der Beschaffung von Atemschutzmasken). Soweit wir von absehbaren Lieferproblemen oder IT-Systemumstellungen bei unseren Lieferanten erfahren, erhöhen wir vorsorglich unsere Lagerbestände und damit das Working Capital, selbst wenn dies zu Lasten der Rentabilität des Unternehmens geht.

Aufgrund von internationalen Krisen oder Restriktionen z.B. durch Pandemien könnten die Versorgungswege aus Fernost logistisch abgeschnitten werden, was den deutschen Produktionsverbindungshandel massiv treffen würde, da bei der Beschaffung vieler von uns gehandelten Produkte oftmals keine Alternativen in Europa mehr bestehen. Dieses Risiko lässt sich allenfalls durch eine hohe Lagerverfügbarkeit abmildern. Um dem Rechnung zu tragen, haben wir unsere Lagerkapazitäten in den vergangenen Jahren mehrfach durch zusätzliche Flächen erweitert.

Ein hohes Vorratsvermögen kann aber auch betriebswirtschaftliche Risiken beinhalten. So ist einerseits eine hohe Verfügbarkeit von Ware und eine schnelle Belieferung unserer Kunden eminent wichtig, andererseits führt dies aber zu einer wachsenden Kapitalbindung und noch viel kritischer auf lange Sicht zu "Langsam- und Nulldrehern" im Lager, die nur mit hohen Abschlägen oder z.T. überhaupt nicht mehr zu veräußern sind.

Da verbindliche Abnahmeverträge für Standard-Lagerartikel in unserer Branche unüblich sind, haben wir das Controlling unserer Lagerhaltungsdaten immer effizienter gestaltet und die Optimierung dieses Bereiches als wesentliches Ziel bei unseren Führungskräften fixiert. Dennoch wird sich die Verschrottung von Ware nicht gänzlich vermeiden lassen. Deshalb führen wir seit Jahren nach klar festgelegten Kriterien Abwertungen auf die Warenbestände für "Langsam- und Nulldreher" durch, um bilanziell Vorsorge für diese Thematik zu treffen.

Der zunehmende Fachkräftemangel sowohl im kaufmännischen Bereich als auch im Lager und der Logistik erschweren uns den Ausbau unseres Geschäftes, da es immer schwieriger wird, geeignete Kräfte zu finden. Der Fachkräftemangel in Deutschland wirkt sich weiterhin immer mehr auch indirekt auf unser Geschäft aus, da es z.B. für Unternehmen im Bereich der Paketbeförderung kaum noch möglich ist, überhaupt zuverlässige Arbeitskräfte zu finden. Die Folge sind vermehrte Reklamationen und nicht angekommene Pakete bei der Auslieferung an unsere Kunden. Zudem verstopfen die Transportwege aufgrund der z.T. maroden Infrastruktur in Deutschland immer mehr. Deshalb ist es mittelfristig geplant, dass sich die Unternehmen unseres neuen Mitgesellschafters, der Haberkorn-Gruppe, logistisch mit uns vernetzen und wir dann mit diesen Lagerstandorten in ganz Deutschland flächendeckend vertreten sind.

Aufgrund der guten Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Mühlberger-Gruppe finanziert sich überwiegend aus eigenen Mitteln bzw. Darlehen der Gesellschafter. Zudem stehen Kreditlinien in ausreichender Höhe durch unsere Hausbanken zur Verfügung.

Liquiditätsengpässe sind deshalb nicht zu erwarten. Währungsrisiken bestehen nicht, da wir alle unsere Geschäfte in Euro abwickeln.

4.2 Chancenbericht

In der Prozessindustrie sowie bei deren technischen Dienstleistern (Anlagen- und Rohrleitungsbau) sind wir als Spezialist für Piping-Produkte Marktführer im Rhein-Main-Gebiet, insbesondere im High-End-Bereich. Wir können nahezu die gesamte Breite des benötigten Warensortiments in diesem Bereich abbilden, was dem Trend der Lieferantenkonzentration bei unseren Kunden entgegen kommt. Diese gute Ausgangslage im heimischen Markt macht uns auch für andere Standorte der Chemie- und Pharmabranche sowie deren Dienstleister in Deutschland und dem angrenzenden Ausland interessant. Hier sehen wir zusammen mit unserem neuen Mitgesellschafter interessante Expansionsmöglichkeiten bei den Kunden der Haberkorn-Gruppe. Zudem ist eine stabile Entwicklung der Investitionstätigkeit in der Life-Science-Branche zu erwarten, was eine kontinuierliche Nachfrage nach unseren "Technischen" Produkten bedeutet.

Nach der Übernahme des PSA-Geschäftes der Sattelmacher KG durch unsere Tochtergesellschaft MLS Safety GmbH haben wir als einer der Marktführer im beratenden PSA-Geschäft in Deutschland eine Größenordnung erreicht, die es uns ermöglicht, auch große Konzernunternehmen mit vielen Betriebsstätten flächendeckend zu betreuen. Durch den Einstieg der Haberkorn-Gruppe können wir unsere Leistungen nunmehr auch in Zentral- und Osteuropa diesen Kunden anbieten. Mit einem PSA-Umsatzvolumen von mehr als Euro 200 Mio. ist die Haberkorn-Gruppe einer der europäischen Marktführer in diesem Produktbereich.

4.3 Zusammenfassung

Aufgrund der sehr soliden bilanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse unserer Gesellschaft und der Mühlberger-Gruppe insgesamt sowie der marktkonformen Geschäftsstrategie und der zusätzlichen Chancen und Möglichkeiten unter dem Dach der Haberkorn-Gruppe, sehen wir uns in dem nicht einfachen Wettbewerbsumfeld gut positioniert.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

5. Risikobericht und Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Bei der Nassauischen Sparkasse hat die Mühlberger GmbH ein Darlehen aufgenommen, bei dem der variable Zinssatz durch einen Swap mit einem festen Zinssatz abgesichert wurde. Das Darlehen wird kontinuierlich getilgt und wird bis zum 30.06.2025 vollständig zurückgeführt. Der Swap wurde hinsichtlich der Tilgung und der Laufzeit gleichlautend zu den Darlehensmodalitäten abgeschlossen. Da die Zinsen seit dem Abschluss des Swap leicht gesunken sind, errechnet sich für dieses Zinsderivat ein negativer Marktwert von T€ 8 zum 31.12.2018 (der Wert per 31.12.19 liegt zum Erstellungszeitpunkt noch nicht vor). Da der Swap eine Bewertungseinheit mit der Finanzierung darstellt, haben wir auf die Bildung einer Rückstellung für dieses Geschäft verzichtet.

Weitere Finanzinstrumente, abgesehen von kurzfristigen Geldmarktkrediten (Laufzeit 1 - 3 Monate), bestehen nicht.

6. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält Fach- und Abholmärkte in den Industrieparks "Kalle Albert" (Wiesbaden) und "Höchst" (Frankfurt am Main) sowie Niederlassungen über unsere Tochtergesellschaft MLS Safety GmbH in Hamburg, Berlin und Hannover.

 

Mainz-Kastel, den 31.01.2020

Rüdiger Weber, Geschäftsführer

Peter Mühlberger, Geschäftsführer

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Mühlberger GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mühlberger GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mühlberger GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III S.1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweis für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Kreuznach, den 21. Februar 2020

Gez. Solzbacher, Wirtschaftsprüfer

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