GDG GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Silviya Ivanova Kalchev-Stoeva seit 15.3.2018 | Geschäftsführer |
Thomas Geibel seit 15.3.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Geibel Transport GmbHHattersheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Geibel Transport GmbHI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Steuerungssystem II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamt- und branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 4. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren III. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 1. Angaben zum Risikomanagementsystem 2. Angaben zu einzelnen Risiken und Chancen IV. Prognosebericht I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Unser Betrieb ist seit seiner Gründung im Jahr 2018 im Bereich Logistikdienstleistungen angesiedelt. Mit unserem firmeneigenen Fuhrpark transportieren wir in erster Linie Pakete und machen zusätzlich Kurier-, Express- und Overnightfahrten. Unsere Kernaktivität umfasst die zeitkritische und zuverlässige Zustellung von Paketen. Wir sind in 3 Bundesländern an mehreren Standorten tätig. 2. Steuerungssystem Als wichtigste Steuerungsgrößen verwendet die Geibel Transport GmbH den Umsatz sowie das operative Ergebnis. Mit operativem Ergebnis ist das Ergebnis gemeint, das dargestellt wird in der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern (EBIT). Diese zentralen Kenngrößen werden regelmäßig und voll umfänglich monatlich erstellt und mit Planzahlen abgeglichen. Die gesamte Erfassung und Verarbeitung der entscheidungsrelevanten Daten erfolgt über ein internes Softwareprodukt, welches alle notwendigen Daten zur Unternehmenssteuerung zusammen mit den Buchhaltungsdaten aus der Datev-Software zusammenfügt und die Auswertung ermöglicht. Über klare Verantwortungsbereiche steuern wir die Umsetzung unserer Unternehmensziele. Die Auslastung der Transporte wird täglich ermittelt, um ein kurzfristiges Handeln optimieren zu können. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamt- und branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war für die deutsche Volkswirtschaft insgesamt von einer schwachen Konjunktur geprägt. Das Bruttoinlandsprodukt sank um 0,3 %. Deutschland befand sich damit in einer Phase der wirtschaftlichen Stagnation, die von mehreren strukturellen und globalen Belastungsfaktoren beeinflusst wurde. Die Inflationsrate lag im Jahresdurchschnitt bei rund 5,9 %, was zwar einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (2022: 6,9 %) darstellte, jedoch weiterhin deutlich über dem langjährigen Mittelwert. Preistreiber waren insbesondere Energie, Lebensmittel sowie Dienstleistungen. Dies führte zur Zurückhaltung im Konsumverhalten Die Energiepreise blieben auch 2023 auf hohem Niveau, insbesondere im ersten Halbjahr. Zwar entspannte sich die Lage im Vergleich zum Höhepunkt der Energiekrise 2022, jedoch mussten Unternehmen weiterhin mit erhöhten Strom-, Gas- und Kraftstoffkosten kalkulieren. Die Lieferkettenstörungen, die in den Vorjahren durch die COVID-19-Pandemie und den Ukrainekrieg verursacht wurden, nahmen zwar ab, hinterließen aber weiterhin Spuren in Form höherer Vorleistungskosten und gestörter globaler Logistikflüsse. Der deutsche Arbeitsmarkt blieb trotz konjunktureller Schwäche stabil. Die Arbeitslosenquote verharrte bei etwa 5,7 %, jedoch war in bestimmten Branchen - insbesondere im Transport- und Logistiksektor - ein signifikanter Fachkräftemangel zu beobachten. Die Nachfrage nach Fahrpersonal war 2023 erneut hoch, insbesondere bei Kurier- und Paketdiensten. Der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte führte zu steigenden Lohnkosten und zunehmendem Rekrutierungsaufwand. Die fortschreitende Digitalisierung beeinflusste auch 2023 weite Teile der Wirtschaft. Im Logistikbereich gewannen datenbasierte Tools, automatisierte Routenplanung, Echtzeit-Tracking und KPI-gestützte Steuerung weiter an Bedeutung. Für die Geibel Transport GmbH als Dienstleister im Bereich Kurierdienstleistungen bedeutete das gesamtwirtschaftliche Umfeld 2023 eine Kombination aus stabiler Auftragslage (bedingt durch die Konsumverlagerung in den Onlinehandel) und gleichzeitig stark gestiegenem Kostendruck. Die wirtschaftliche Unsicherheit und hohe Betriebskosten erforderten eine konsequente Steuerung operativer Prozesse, um die Rentabilität im Geschäftsmodell aufrechtzuerhalten. Die KEP-Branche (Kurier-, Express- und Paketdienste) verzeichnete 2023 ein geringes, aber stabiles Wachstum. Der Großkunde als führender Onlinehändler setzte weiterhin verstärkt auf Subunternehmer, die über standardisierte Prozesse und KPI-basierte Leistungssteuerung integriert werden. Die Anforderungen an Subunternehmer wurden 2023 weiter erhöht - insbesondere hinsichtlich Zustellqualität, Fahrzeugstandards und technischer Abläufe. Gleichzeitig standen die Unternehmen unter massivem Kostendruck bei konstanten Tourenpauschalen. 2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 konnte sich die Geibel Transport GmbH unter anspruchsvollen wirtschaftlichen und betrieblichen Rahmenbedingungen erfolgreich im operativen Tagesgeschäft behaupten. Als langjähriger Dienstleister war das Unternehmen maßgeblich an der regionalen Endkundenbelieferung in mehreren Bundesländern beteiligt. Trotz eines verhaltenen gesamtwirtschaftlichen Umfelds blieb die Auslastung auf hohem Niveau. Die Auftragsvergabe durch den Großkunden erfolgte im Berichtszeitraum kontinuierlich und ohne operative Unterbrechungen. Ereignisse wie Black Friday, Cyber Week und das Vorweihnachtsgeschäft wirkten sich positiv auf das Sendungsvolumen und die Fahrzeugauslastung aus. Die Geibel Transport GmbH konnte über das gesamte Jahr hinweg die vom Kunden vorgegebenen operativen Leistungskennzahlen erfüllen. Die Leistung wurde regelmäßig vom Auftraggeber überwacht und ausgewertet. Das Unternehmen führte eigene Monitoring-Prozesse ein, um bei Abweichungen frühzeitig gegenzusteuern. Die Personalsituation stellte auch 2023 eine große Herausforderung dar. Wie in der gesamten Logistikbranche war der Fachkräftemangel - insbesondere bei qualifizierten Fahrern - spürbar. Dennoch gelang es der Geibel Transport GmbH, durch gezielte Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung (leistungsbezogene Vergütung, strukturierte Einarbeitung, geregelte Arbeitszeiten) eine weitgehend stabile Fahrermannschaft zu sichern. Die Personalplanung wurde softwaregestützt durchgeführt, unter Einbeziehung der täglich wechselnden Tourenanforderungen seitens des Kunden. Die betriebswirtschaftliche Gesamtsituation war 2023 durch signifikant gestiegene Kosten geprägt. Insbesondere die Preisentwicklung bei Kraftstoffen, Kfz-Versicherungen sowie der zum 1. Januar 2023 erhöhte gesetzliche Mindestlohn wirkten sich spürbar auf die operativen Kostenstrukturen aus. Um diesen Entwicklungen zu begegnen, setzte die Geibel Transport GmbH auf eine konsequente Kostenkontrolle sowie eine gezielte operative Optimierung. Dazu gehörten unter anderem: - die Verdichtung von Touren zur Erhöhung der Effizienz, - Reduzierung von Leerzeiten, - Aufrechterhalten eines eigenen Fahrzeugcontrollings, - der verstärkte Einsatz digitaler Tools zur Tourenvorbereitung und Nachbearbeitung, - technologische Anpassungen. Trotz inflationsbedingter Belastungen, Fachkräftemangels und technischer Umstellungen verlief das Geschäftsjahr 2023 für die Geibel Transport GmbH operativ stabil. Die zuverlässige Umsetzung der Touren, die Einhaltung von Qualitätsstandards und die flexible Reaktion auf sich wandelnde Rahmenbedingungen bildeten die Grundlage für ein insgesamt solides Geschäftsjahr. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen konnte die Geibel Transport GmbH ihre Gesamtleistung um 3,61 % und das Rohergebnis um 1,34 % steigern. 3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Ertragslage Die Geibel Transport GmbH hat das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 857 T€ abgeschlossen (Vj.: Jahresüberschuss 475 T€). Die Umsatz- und Auftragsentwicklung der Geibel Transport GmbH im Jahr 2023 spiegelt das dynamische Geschäftsumfeld und die Herausforderungen wider, die mit der gestiegenen Nachfrage nach Kurierdiensten verbunden waren und demzufolge ein gegenüber dem Vorjahr um 310 T€ höheres Rohergebnis von 23.422 T€ realisiert wurde. Die Personalkosten haben sich entsprechend der gestiegenen Lohnkosten und Prämienzahlungen um 608 T€ auf 14.911 T€ erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt um 832 T€ auf 6.436 T€ gesunken. Die Struktur der Aufwendungen ist angemessen, das Betriebsergebnis (EBIT) konnte um 553 T€ auf 1.266 T€ (Vj.: 713 T€) gesteigert werden. b) Finanzlage Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen oder Skontozahlungsmöglichkeiten zu nutzen und Forderungen innerhalb vereinbarter Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft sind unverändert stabil. Die Liquidität verlief planmäßig und es bestehen jederzeit ausreichende Liquiditätsreserven durch Bestände an Bankguthaben. Die bedeutenden Investitionen in den Fuhrpark und Mitarbeiter während des Geschäftsjahres 2023 wurden von der Geibel Transport GmbH durch den Einsatz über Eigenmitteln ohne Aufnahme wesentlicher Kredite realisiert. Dieser Ansatz unterstreicht nicht nur die finanzielle Stabilität des Unternehmens, sondern auch seine strategische Ausrichtung auf nachhaltiges Wachstum und Investitionen in die eigene Infrastruktur. Geibel Transport GmbH nutzte vorhandene liquide Mittel und Gewinne aus laufenden Geschäftstätigkeiten, um einen erheblichen Teil der Investitionen in den Fuhrpark und neue Mitarbeiter zu finanzieren. Die Nutzung laufender Eigenmittel ermöglichte es dem Unternehmen, finanzielle Unabhängigkeit zu wahren und gleichzeitig eine solide finanzielle Basis für zukünftige Projekte zu schaffen. Durch die Verwendung von Eigenmitteln reduzierte Geibel Transport GmbH die Abhängigkeit von Fremdkapital und minimierte somit Fremdkapitalkosten. Dies führte zu einer insgesamt verbesserten finanziellen Effizienz und erhöhte die Rentabilität der getätigten Investitionen in den Fuhrpark. c) Vermögenslage Das Gesamtvermögen erhöhte sich um 1.042 T€ auf 7.185 T€. Diese Veränderung ergab sich im Wesentlichen durch die Erhöhung des Forderungsbestandes. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschusses für das Berichtsjahr auf 3.108 T€ oder 43,3 % der Bilanzsumme gestiegen. Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich um 257 T€ auf 3.877 T€ (Vj.: 3.620 T€). Die Veränderungen der Rückstellungen um insgesamt 479 T€ auf 986 T€ sind im Einzelnen aus dem Rückstellungsspiegel im Anhang ersichtlich. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 477 T€. Bei einem Jahresergebnis i.H.v. 857 T€ und unbaren Aufwendungen und Erträgen, die insbesondere Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen i.H.v. 809 T€ und Zunahme der sonstigen Rückstellungen i.H.v. 474 T€ betreffen, wurden Mittel dazu verwandt, das Nettoumlaufvermögen um 155 T€ aufzubauen. Aus Investitionstätigkeit sind Mittel für die Anschaffung von Sachanlagegegenstände (insbesondere LKW) von 1.487 T€ abgeflossen. Aus Finanzierungstätigkeit, Auszahlung an die Gesellschafter und Zinszahlungen ergab sich insgesamt ein Abfluss in Höhe von 34 T€. Die Veränderung des Finanzmittelfonds betrug - 877 T€. Die liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 1.186 T€ (Vj.: 2.063 T€), während die jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 1 T€ (Vj.: - 1 T€) betragen. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: • Gesamtleistung • Umsatzrendite (EBIT) • Cash Flow (Jahresergebnis +/- Abschreibungen +/- Rückstellungen) Die Gesamtleistung konnte um 3,6 % gesteigert werden und entsprach unseren Erwartungen. Die Umsatzrendite ergibt sich aus dem Betriebsergebnis (EBIT) im Verhältnis zu den getätigten Umsatzerlösen. Im Berichtsjahr lag die 70 % höher als im Vorjahr trotz der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen. Der Cashflow unter Einbezug des Jahresergebnisses und Erhöhung bzw. Verminderung von Abschreibungen und Rückstellungen beträgt T€ 2.150 und liegt damit T€ 1.124 über dem Vorjahreswert. Als nicht finanzielle Leistungsindikatoren verfolgen wir Kundenbelange sowie Arbeitnehmerbelange. Dabei ist es gelungen, auf Basis unserer exzellenten Dienstleistungen und der Kundenorientiertheit die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Den Arbeitnehmerbelangen wurde mit Hilfe der aktiven Personalpolitik Rechnung getragen und so eine überdurchschnittliche Arbeitnehmerfluktuation vermieden. III. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 1. Angaben zum Risikomanagementsystem Im Rahmen der seit Jahren durchgeführten Geschäftstätigkeit ist es vielfach unausweichlich Risiken einzugehen, da dies oft eine notwendige Voraussetzung dafür ist, Chancen wahrzunehmen. Risiken sollen von der Geschäftsführung überschaubar - und kontrollierbar sein. Daher ist ein vorausschauendes und wirkungsvolles Risikomanagement für das Unternehmen ein wichtiger Bestandteil der Geschäftsführung. Die Erfassung und Kommunikation von Risiken und Chancen ist Bestandteil des etablierten Steuerungs- und Controllingsystems. Unsere Organisation und das Controlling haben wir so aufgestellt, dass wir laufend über alle wesentlichen geschäftlichen Kennzahlen des Unternehmens informiert sind. Unsere Quartals- berichterstattung gibt uns einen zeitnahen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft und ermöglicht uns, die operativen Zahlen und den geplanten sowie erreichten Umsatz jederzeit mit dem Finanzbedarf ständig abzugleichen. 2. Angaben zu einzelnen Risiken und Chancen Die Geibel Transport GmbH agiert in einem stark dynamischen Marktumfeld. Der Onlinehandel als Haupttreiber des Zustellvolumens bleibt langfristig wachstumsorientiert, gleichzeitig ist jedoch die Branche stark reguliert, margenschwach und abhängig von konstantem technologischem und personellem Anpassungsvermögen. Der strukturelle Wandel im Konsumverhalten zugunsten des Onlinehandels setzt sich fort. Unser Großkunde als führender Marktteilnehmer verzeichnet weiterhin ein hohes Bestellvolumen, auch außerhalb klassischer Hochsaisons. Dadurch ist mittelfristig von einer stabilen bis leicht steigenden Auslastung für Subunternehmer im Last-Mile-Segment auszugehen. Subunternehmer, die dauerhaft hohe Zustellqualität und Prozesssicherheit liefern, haben die Möglichkeit, zusätzliche Touren zu übernehmen oder neue Gebiete zu erschließen. Gute KPI-Leistungen und die Bereitschaft, kurzfristige Kapazitäten bereitzustellen, können sich direkt in Form von Wachstumsmöglichkeiten auszahlen. Die zunehmende Digitalisierung im Logistikbereich eröffnet operative Chancen. Der gezielte Einsatz von Tools zur Routenoptimierung, Fahrersteuerung und Echtzeitüberwachung der Performance kann zu effizienteren Abläufen, geringeren Standzeiten und besserer Ressourcenplanung bei gleichzeitiger höherer Zustellqualität führen. Der Fachkräftemangel im Zustellbereich ist ein strukturelles Problem. Die Rekrutierung geeigneter Fahrer gestaltet sich zunehmend schwierig, was bei kurzfristigen Ausfällen oder in Hochzeiten wie dem Weihnachtsgeschäft zu erheblichen betrieblichen Belastungen führen kann. Die Einarbeitung neuer Fahrer ist ressourcenintensiv, zudem wirken sich hohe Fluktuationsraten negativ auf die Zustellqualität und die KPI-Erfüllung aus. Die Branche ist durch steigende Betriebskosten gekennzeichnet: Kraftstoffpreise, Leasingkosten, Versicherungssummen sowie gesetzliche Mindestlohnanpassungen führten auch 2023 zu steigenden Aufwendungen. Gleichzeitig sind die Tourenpreise in vielen Fällen vertraglich festgeschrieben. Die Differenz zwischen Kostenentwicklung und Einnahmen stellt ein erhebliches Margenrisiko dar. Unser Auftraggeber aktualisiert regelmäßig seine Systeme, Prozesse und technischen Anforderungen - etwa im Bereich der Fahrer-App, Zustelldokumentation oder Fahrzeugausstattung. Diese Veränderungen müssen kurzfristig umgesetzt werden und können temporäre operative Unterbrechungen oder Zusatzkosten verursachen. Unternehmen mit begrenzter technischer Infrastruktur oder Schulungskapazität stehen hier vor Herausforderungen. Subunternehmer agieren gegenüber dem Endkunden als Teil der Kunden-Servicekette. Fehler, Verspätungen oder Beschwerden wirken sich unmittelbar auf das Bewertungsprofil der Fahrer und des Unternehmens aus. Schlechte Performance kann zu Tourenkürzungen oder Ausschluss aus dem Partnerprogramm führen, auch wenn äußere Umstände (Wetter, Staus, Paketmengen) dafür mitverantwortlich sind. Die Geibel Transport GmbH sieht sich einem anspruchsvollen, aber potenzialreichen Marktumfeld gegenüber. Durch konsequente Qualitätssicherung, strategische Fuhrparkplanung und gezielte Digitalisierung können bestehende Chancen genutzt werden. Gleichzeitig bleibt das Geschäftsmodell durch externe Abhängigkeiten und strukturelle Herausforderungen verwundbar, was ein hohes Maß an Flexibilität, Prozesskompetenz und wirtschaftlicher Resilienz erfordert. Geibel Transport GmbH ist sich der potenziellen Risiken bewusst, die mit der Abhängigkeit von einem Großauftraggeber verbunden sind. Das Unternehmen legt großen Wert auf den Aufbau enger Kundenbeziehungen und die Bereitstellung erstklassiger Dienstleistungen. Durch eine hohe Servicequalität und kundenorientierte Lösungen stärkt Geibel Transport GmbH die Bindung zu seinem Großauftraggeber und minimiert so das Risiko von Vertragsverlusten. Ein Frühwarnsystem wurde implementiert, um mögliche Unstimmigkeiten oder Änderungen in den Anforderungen des Großauftraggebers frühzeitig zu erkennen. Durch ein effizientes Vertragsmanagement werden eventuelle Risiken rechtzeitig identifiziert und proaktiv angegangen. IV. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geibel Transport GmbH mit einer insgesamt stabilen, jedoch weiterhin herausfordernden Geschäftsentwicklung. Der strukturelle Trend zum Onlinehandel, insbesondere die Marktdominanz des Großkunden im Versandhandel, lässt auch im kommenden Jahr eine kontinuierliche Auslastung im Bereich der Last-Mile-Zustellung erwarten. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der Kunde weiterhin in hohem Maße auf externe Zustellpartner zurückgreifen wird, um die operative Last-Mile-Kapazität flexibel zu gestalten. Die Wachstumsprognosen für den E-Commerce in Deutschland bleiben trotz gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten positiv. Zwar ist nicht mit einem explosionsartigen Anstieg des Sendungsvolumens zu rechnen, jedoch wird von einem stabilen bis leicht steigenden Niveau ausgegangen - insbesondere in den Ballungsräumen und im Rahmen zeitkritischer Lieferoptionen (Same Day, Next-Day-Delivery). Für die Geibel Transport GmbH ergibt sich daraus die Aussicht auf gleichbleibende oder leicht steigende Tourenzuweisungen durch unseren Auftraggeber, abhängig von den jeweiligen KPI-Leistungen. Die Anforderungen seitens des Großkunden an die operativen Prozesse, die Zustellqualität und die digitale Abwicklung der Touren werden aller Voraussicht nach weiter zunehmen. Die Geibel Transport GmbH plant, frühzeitig in Schulungskonzepte und interne Qualitätssicherungsmaßnahmen zu investieren, um diesen Anforderungen proaktiv zu begegnen. Darüber hinaus wird die Gesellschaft ihre Fahrereinsatzplanung weiter digitalisieren und interne Kontrollmechanismen systematisieren, um Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit im Tagesgeschäft zu erhöhen. Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor bleibt die Entwicklung der Betriebskosten. Es ist davon auszugehen, dass sowohl Kraftstoffpreise als auch Löhne weiter steigen werden. Insbesondere die Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns und die Erhöhung der Lohnnebenkosten wirken sich direkt auf die Kostenstruktur aus. Die Geibel Transport GmbH strebt für die Zukunft ein operativ nachhaltig positives Ergebnis mit einer stabilen Marge an. Voraussetzung hierfür ist eine durchgehend hohe Auslastung, geringe Fahrerfluktuation und eine reibungslose Tourenabwicklung. Die Entwicklungsperspektive der Geibel Transport GmbH hängt weiterhin maßgeblich vom partnerschaftlichen Verhältnis zu unserem Großkunden ab. Chancen ergeben sich insbesondere durch überdurchschnittliche KPI-Leistung, kurzfristige Übernahme zusätzlicher Touren in Hochzeiten und eine proaktive Anpassung an technologische Anforderungen. Gleichzeitig bleiben Risiken wie Fachkräftemangel in der Branche und die Unsicherheit der Kostenentwicklung bestehen. Die Gesellschaft wird daher ihre organisatorische und wirtschaftliche Resilienz gezielt weiterentwickeln. Die Integration von Innovationen und die Anpassung an neue Marktanforderungen, die in den vergangenen Jahren praktiziert wurde, trägt dazu bei, dass die aufwärtsgerichtete Geschäftsentwicklung auch zukünftig beibehalten wird. Die Umsatzprognose liegt bei einem Anstieg um 5 %.
Hattersheim, im März 2025 Geibel Transport GmbH Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 31. Dezember 2023Geibel Transport GmbH, HattersheimA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Geibel Transport GmbH wurde auf der Grundlage der geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 (2) HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Der Sitz der im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt unter der HRB 111241 eingetragenen Gesellschaft ist in Hattersheim. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Abzug erhaltener Preisnachlässe und planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear entsprechend der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Wirtschaftsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennbeträgen, abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Auf die nicht einzelwertberichtigten Netto-Kundenforderungen wird zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und der durch verspätete Zahlungseingänge von Kunden entstehenden Zinsverluste eine Pauschalwertberichtigung i.H.v. grundsätzlich 0,5% gebildet. Die Bewertung der übrigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nominalwert. Wertpapiere Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktwerten. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die nach dem derzeitigen Erkenntnisstand voraussichtlich zu leistenden Zahlungen. Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst. Eine Abzinsung bei Archivierungskosten ist aus Geringfügigkeitsgründen unterblieben. Verbindlichkeiten Der Ansatz erfolgt jeweils mit dem Erfüllungsbetrag. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel. C. Erläuterung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen - § 268 Abs. 8, § 284 Abs. 3, § 285 Nr. 28 HGB Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den als Anlage 5 beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände - § 268 Abs. 4 HGB Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 57 T€ (VJ: 89 T€). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von 214 T€ (VJ: 97 T€) Steuererstattungsansprüche. 3. Sonstige Rückstellungen - § 285 Nr. 12 HGB Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen worden.
4. Angaben zu Verbindlichkeiten - § 285 Nr. 1+2, § 251, § 268 Abs. 5 + 7 HGB
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt. Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern bestehen i.H.v. 745 T€ (Vorjahr: 837 T€), aus sozialer Sicherheit i.H.v. 1 T€ (Vorjahr: 86 T€). Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, liegen nicht vor. D. Sonstige Pflichtangaben - § 285 HGB 1. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer - § 285 Nr. 7 HGB - Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 352 (Vorjahr: 397). 2. Bezüge von Mitgliedern der Geschäftsführung - § 285 Nr. 9a HGB - Von dem Wahlrecht des § 286 HGB wurde Gebrauch gemacht. 3. Forderungen / Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und Geschäftsführern- § 285 Nr. 9c HGB, § 42 Abs. 3 GmbHG - Gegenüber den Gesellschaftern und Geschäftsführern bestanden am 31.12.2023 Forderungen in Höhe von 43 T€ (Vorjahr: 96 T€). 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen - § 285 Nr. 3 a HGB Die Gesellschaft hat aus diversen Mietverträgen zum Bilanzstichtag monatlich Verpflichtungen von durchschnittlich 14 T€. Die kumulierten Mietverpflichtungen bis zum Ende der Vertragslaufzeiten belaufen sich insgesamt auf 58 T€. 5. Alle Mitglieder des Geschäftsführungsorgans - § 285 Nr. 10 HGB - Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt: Herr Thomas Geibel, Bonn Frau Silviya Ivanova Kalchev-Stoeva, Mainz 6. Honorar des Abschlussprüfers - § 285 Nr. 17 HGB - Die Gesellschaft hat für das Berichtsjahr ein Honorarvolumen i.H.v. insgesamt 22 T€ für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei ausschließlich um die Kosten für Abschlussprüfung. 7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag - § 285 Nr. 33 HGB - Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, sind - auch unter Berücksichtigung der weiterhin unsicheren geopolitischen Lage in Osteuropa und im Nahen Osten entsprechend den Ausführungen im Lagebericht - nicht eingetreten. 8. Vorschlag über die Ergebnisverwendung - § 285 Nr. 34 HGB -Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Ergebnisverwendung aufgestellt. Der Vorschlag zur Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss beträgt 856.810,24 €. Die Geschäftsführung schlägt den Gesellschaftern vor, den - nach einem Jahresüberschuss i.H.v. 856.810,24 € einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags zum 1.1.2023 i.H.v. 2.510.070,16 € und bereits erfolgter Vorabausschüttung i.H.v. insgesamt 271.646,87 € - ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 3.095.233,53 € auf neue Rechnung des Geschäftsjahres 2024 vorzutragen.
Hattersheim, den 10. März 2025 Geschäftsführung sonstige Berichtsbestandteile
Geschäftsführer Thomas Geibel, Bonn Silviya Ivanova Kalchev-Stoeva, Mainz Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 07.04.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS"An die Geibel Transport GmbH, Hattersheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Geibel Transport GmbH, Hattersheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Geibel Transport GmbH, Hattersheim, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen, d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Neuss, den 4. April 2025 WISBERT-TREUHAND
GmbH
Andreas Hahn, Wirtschaftsprüfer |
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