KATHREIN SE
Rosenheim
Jahresabschluss zum 31. Dezember
2022
Bilanz zum 31. Dezember 2022
A k t i v a
|
31.12.2022 |
31.12.2021 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
| gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche |
|
|
|
| Rechte
und Werte sowie Lizenzen |
|
|
|
|
| an
solchen Rechten und Werten |
10.770,00 |
|
9.604,00 |
|
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
0,00 |
10.770,00 |
3.400,00 |
13.004,00 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche |
|
|
|
|
| Rechte
und Bauten einschließlich der |
|
|
|
|
| Bauten
auf fremden Grundstücken |
794.495,00 |
|
910.805,00 |
|
| 2.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
5.833,00 |
800.328,00 |
49.399,00 |
960.204,00 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
94.499.284,45 |
|
98.209.028,51 |
|
| 2.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
0,00 |
94.499.284,45 |
50.000,00 |
98.259.028,51 |
|
|
95.310.382,45 |
|
99.232.236,51 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
|
| I.
Forderungen und sonstige |
|
|
|
|
| Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
58.362,59 |
|
196.219,27 |
|
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
16.998.849,26 |
|
13.840.249,97 |
|
| 3.
Sonstige Vermögensgegenstände |
305.440,20 |
17.362.652,05 |
5.092.503,38 |
19.128.972,62 |
| II.
Kassenbestand und Guthaben |
|
|
|
|
| bei
Kreditinstituten |
|
4.595.817,42 |
|
9.456.099,77 |
|
|
21.958.469,47 |
|
28.585.072,39 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
256.005,00 |
|
92.283,01 |
| D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag |
46.306.250,98 |
|
44.876.090,11 |
|
|
163.831.107,90 |
|
172.785.682,02 |
P a s s i v a
|
31.12.2022 |
31.12.2021 |
|
EUR |
EUR |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
300.000,00 |
300.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
248.520.136,63 |
248.520.136,63 |
| III.
Verlustvortrag |
-293.696.226,74 |
-302.922.600,01 |
| IV.
Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) |
-1.430.160,87 |
9.226.373,27 |
| V.
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
46.306.250,98 |
44.876.090,11 |
|
0,00 |
0,00 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
6.345.369,06 |
6.087.161,06 |
| 2.
Steuerrückstellungen |
546.310,00 |
546.310,00 |
| 3.
Sonstige Rückstellungen |
3.036.696,06 |
3.536.174,60 |
|
9.928.375,12 |
10.169.645,66 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
20.780.323,99 |
21.836.858,63 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.964.409,29 |
2.666.620,71 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
131.121.798,22 |
138.007.473,10 |
| 4.
Sonstige Verbindlichkeiten |
28.923,96 |
105.083,92 |
| -
davon aus Steuern |
|
|
| EUR
27.187,23 (i. Vj. EUR 38.655,46) - |
|
|
| -
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
|
|
| EUR
943,32 (i. Vj. EUR 915,74) - |
|
|
|
153.895.455,46 |
162.616.036,36 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
7.277,32 |
0,00 |
|
163.831.107,90 |
172.785.682,02 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2022
|
2022 |
2021 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
|
346.033,65 |
|
582.630,70 |
| 2.
Sonstige betriebliche Erträge |
|
4.168.618,58 |
|
42.003.141,89 |
|
|
4.514.652,23 |
|
42.585.772,59 |
| 3.
Materialaufwand |
|
|
|
|
| Aufwendungen
für Roh-, Hilfs- und Betriebs- |
|
|
|
|
| stoffe
und für bezogene Waren |
|
0,00 |
|
-40.000,00 |
| 4.
Personalaufwand |
|
|
|
|
| a)
Löhne und Gehälter |
-938.425,65 |
|
-1.079.462,76 |
|
| b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für |
|
|
|
|
| Altersversorgung
und für Unterstützung |
-930.753,03 |
-1.869.178,68 |
-482.922,08 |
-1.562.384,84 |
| -
davon für Altersversorgung |
|
|
|
|
| EUR
-844.566,65 (i. Vj. EUR -374.073,01) - |
|
|
|
|
| 5.
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegen- |
|
|
|
|
| stände
des Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
-131.292,00 |
|
-639.137,00 |
| 6.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
|
-5.509.962,88 |
|
-12.536.705,20 |
| 7.
Erträge aus Beteiligungen |
|
8.364.910,53 |
|
1.840.249,81 |
| -
davon aus verbundenen Unternehmen |
|
|
|
|
| EUR
8.364.910,53 (i. Vj. EUR 1.840.249,81) - |
|
|
|
|
| 8.
Erträge aus anderen Wertpapieren |
|
17.471,44 |
|
1.939,62 |
| 9.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
|
933.228,15 |
|
1.868.815,94 |
| -
davon aus verbundenen Unternehmen |
|
|
|
|
| EUR
921.715,15 (i. Vj. EUR 1.868.676,94) - |
|
|
|
|
| 10.
Abschreibungen auf Finanzanlagen |
|
-6.408.000,00 |
|
-19.669.070,31 |
| 11.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
|
-1.348.334,20 |
|
-2.070.333,22 |
| -
davon an verbundene Unternehmen |
|
|
|
|
| EUR
-943.533,34 (i. Vj. EUR -859.445,02) - |
|
|
|
|
| -
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen |
|
|
|
|
| EUR
-111.654,00 (i. Vj. EUR -140.710,00) - |
|
|
|
|
| 12.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
|
11.345,44 |
|
-546.347,53 |
| 13.
Ergebnis nach Steuern |
|
-1.425.159,97 |
|
9.232.799,86 |
| 14.
Sonstige Steuern |
|
-5.000,90 |
|
-6.426,59 |
| 15.
Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) |
|
-1.430.160,87 |
|
9.226.373,27 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2022
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Firma KATHREIN SE hat ihren Sitz in Rosenheim und
ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Traunstein
unter der Nummer HRB 24848 eingetragen.
Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen
Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften und den
ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes und der
SE-Verordnung unter der Prämisse der
Unternehmensfortführung aufgestellt.
Bis April 2023 und damit auch zum 31. Dezember 2022
stellte sich die Situation wie folgt dar.
Die im Sanierungsgutachten geplante
Rückführung der Verschuldung konnte eingehalten
werden, die Rückführungstreppe zum 31. Dezember
2022 zeigte eine positive Entwicklung, es kann von einer
positiven Unternehmensfortführung ausgegangen werden.
Vor dem Hintergrund der bis zum Bilanzstichtag
geplanten Verkäufe der Geschäftsbereiche
Solutions und Broadcast sind im Zuge der Sanierung des
KATHREIN-Konzerns am Bilanzstichtag folgende Risiken zu
beobachten und zu bewerten.
Das Kaufpreisrisiko wird eine zentrale Rolle
einnehmen. Um die Fortführung und Restrukturierung der
KATHREIN SE und des KATHREIN-Konzerns erfolgreich
umzusetzen, ist es entscheidend, die geplanten Kaufpreise
für den Verkauf der Bereiche Solutions und Broadcast
zu realisieren. In diesem Zusammenhang wird auf eine
Unsicherheit in Bezug auf mögliche Auswirkungen aus
dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hingewiesen,
hier sind vor allem Versorgungsengpässe,
rückläufige Märkte sowie ein
verändertes Verbraucherverhalten, steigende
Preise, erhöhte Energiekosten und eine hohe Inflation
zu nennen.
Daneben stellt auch der zusätzliche
Liquiditätsbedarf der zum Verkauf stehenden
Gesellschaften bis zum Zeitpunkt des Verkaufs ein schwer
kalkulierbares Risiko dar, ebenfalls bedingt vor allem aus
den möglichen Auswirkungen des Konflikts zwischen
Russland und der Ukraine. Die Organe der Gesellschaften
haben jeweils dezidierte Maßnahmen entwickelt und
umgesetzt, um die unternehmerischen Risiken zu minimieren.
Sowohl diese Maßnahmen als auch die vom
Bankenkonsortium genehmigte Verschiebung der Verkäufe
der operativen Gesellschaften in das Jahr 2023 dienen der
Verringerung des Risikos, die Wertansätze der
Rückführungstreppe nicht zu realisieren.
Das Winddown-Risiko ist ebenfalls zu beachten.
Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem Verkauf des
Geschäftsbereichs Products in 2019 um einen "Asset
Deal" handelte, verbleibt der Großteil der
Konzerngesellschaften ohne aktiven Geschäftsbetrieb,
welche abzuwickeln und zu liquidieren sind. Hier kann
es zu erhöhten Kosten in der Abwicklung und
Liquidation kommen.
Das Risiko aus Steuern und Gewährleistung ist
ebenfalls zu beleuchten. Aus der Vergangenheit können
Gewährleistungs- und Steuernachforderungen entstehen,
die aktuell nicht erkennbar sind.
In Bezug auf das Liquiditätsrisiko hat das
Bankenkonsortium mit Vertrag (Verzichts- und
Besserungsabrede) vom 23. Dezember 2019 im Rahmen der
Fortführung und Restrukturierung des KATHREIN-Konzerns
auf einen Teil der Forderungen (TEUR 21.100) aus dem
Sanierungskreditvertrag verzichtet. Insgesamt wurde von den
finanzierenden Banken ein bedingter Teilforderungsverzicht
mit Besserungsabrede in Höhe von bis zu TEUR 45.000,
davon TEUR 10.000 (Reduzierung zum 1. Januar 2022 auf TEUR
1.000) Risikopuffer aus einer noch nicht in Anspruch
genommenen Kreditlinie, zugesagt.
Ein Liquiditätsrisiko besteht dann, wenn die
vorgenannten Risiken (Kaufpreisrisiko, Winddown-Risiko,
Risiko aus Steuern und Gewährleistungen, Risiko aus
dem Betrieb und der Verwertung der Konzerngesellschaften)
eintreten oder teilweise eintreten sollten.
Für die Veränderungen der
Finanzierungssituation sowie der damit verbundenen Chancen
und Risiken verweisen wir auf die Ausführungen zu V.
Sonstige Angaben/Nachtragsbericht.
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden
nach den Vorschriften der §§ 266 ff. und 275 ff.
HGB gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung
wurde die Darstellung nach dem Gesamtkostenverfahren
gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden
gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.
Immaterielle
Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten,
vermindert um planmäßige und gegebenenfalls
außerplanmäßige Abschreibungen,
sofern dauerhafte Wertminderungen vorliegen, bewertet.
Für die Abschreibungen von immateriellen
Vermögensgegenständen wurden folgende
Abschreibungsmethoden angewandt:
|
Abschreibungsmethode |
Durchschnittliche
Nutzungsdauer |
|
|
in Jahren |
| Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
linear |
5 |
Sachanlagen
Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und
gegebenenfalls außerplanmäßige
Abschreibungen, sofern dauerhafte Wertminderungen
vorliegen, bewertet. Für die Abschreibungen von
Gegenständen des Sachanlagevermögens wurden
folgende Abschreibungsmethoden angewandt:
|
Abschreibungs-
methode |
Durchschnittliche
Nutzungsdauer |
|
|
in Jahren |
| Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
linear |
9 bis 20 |
| Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
linear |
4 bis 19 |
Geringwertige abnutzbare
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens wurden im Geschäftsjahr bei
Anschaffungs- und Herstellungskosten bis zu einem
Netto-Einzelwert von EUR 250 im Zugangsjahr direkt im
Aufwand erfasst und bei Anschaffungs- oder
Herstellungskosten ab EUR 250 bis EUR 1.000 als
geringwertiges Wirtschaftsgut in einem Sammelposten
bilanziert. Der Sammelposten wird im Jahr der Bildung und
in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem
Fünftel abgeschrieben.
Finanzanlagen
Die
Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere des
Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bzw.
zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Die
Überprüfung, ob gegebenenfalls eine
dauerhafte Wertminderung der Anteile an verbundenen
Unternehmen eingetreten ist, erfolgte auf Basis der
Vermögens- und Finanzlage unter
Berücksichtigung von Sondereffekten durch einen
Reinvermögensvergleich je Gesellschaft.
Sofern der Grund für die dauernde Wertminderung
entfallen ist, erfolgte eine Zuschreibung auf den
beizulegenden Wert, jedoch höchstens bis zur Höhe
der historischen Anschaffungskosten.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände wurden
mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden
durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Der
Kassenbestand sowie die
Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihren
Nennwerten angesetzt.
Rechnungsabgrenzungsposten
Die
Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen den
zeitanteilig vorgeleisteten Beträgen.
Eigenkapital
Das
Eigenkapital wurde zum Nennwert bilanziert.
Rückstellungen
Die
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen
wurden versicherungsmathematisch im Wesentlichen unter
Zugrundelegung der biometrischen "Heubeck-Richttafeln 2018
G" (Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln) nach dem
modifiziertem Teilwertverfahren ermittelt:
|
31.12.2022 |
31.12.2021 |
|
% |
% |
| Zinssatz |
1,78 |
1,87 |
| Rentendynamik |
2,00 |
1,75 |
| Biometrische
Grundlagen |
Richttafeln 2018 G |
Richttafeln 2018 G |
Die Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR
6.573 (i. Vj. TEUR 6.315) werden mit Deckungsvermögen
nach § 246 (2) Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 228
(i. Vj. TEUR 228) saldiert.
Die
Steuerrückstellungen wurden in Höhe der
zukünftig, für abgelaufene Geschäftsjahre zu
erwartenden Steuernachzahlungen für
Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag,
Gewerbesteuer und Quellensteuer gebildet.
Sonstige Rückstellungen
Rückstellungen für Resturlaub wurden auf
Basis der jeweiligen Entgelte der Mitarbeiter
zuzüglich der Sozialversicherungsbeiträge auf
Tagesbasis berechnet.
Rückstellungen für Gewährleistungen
wurden pauschal gebildet, da die KATHREIN SE nicht mehr
operativ tätig ist, sondern eine reine
Holding-Funktion ausübt.
Die übrigen
sonstigen Rückstellungen berücksichtigen
alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten
und wurden jeweils in Höhe des Betrages angesetzt, der
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendig erscheint. Für Rückstellungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde eine Abzinsung
vorgenommen.
Verbindlichkeiten
Die
Verbindlichkeiten wurden mit den
Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Fremdwährungsumrechnung
Auf
fremde Währung lautende
Vermögensgegenstände und
Verbindlichkeiten wurden gemäß §
256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs
zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr wurden dabei das
Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2
HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1
Satz 1 HGB) beachtet.
III. Angaben zur Bilanz
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
|
|
Restlaufzeit |
|
Gesamt |
bis zu
einem Jahr |
über
ein Jahr |
|
31.12.2022 |
31.12.2021 |
31.12.2022 |
31.12.2021 |
31.12.2022 |
31.12.2021 |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
58 |
196 |
58 |
196 |
0 |
0 |
| Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
16.999 |
13.840 |
11.869 |
8.710 |
5.130 |
5.130 |
| - davon aus Lieferungen
und Leistungen - |
2.316 |
2.080 |
2.316 |
2.080 |
0 |
0 |
| Sonstige
Vermögensgegenstände |
305 |
5.093 |
215 |
5.005 |
90 |
88 |
| Gesamt |
17.363 |
19.129 |
12.142 |
13.911 |
5.220 |
5.218 |
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind
nominale Nachrangdarlehen vor Wertberichtigungen in
Höhe von TEUR 14.000 (i. Vj. TEUR 33.014) enthalten.
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (§ 152 Abs. 1 AktG)
Das als Grundkapital ausgewiesene
gezeichnete Kapital entspricht dem Grundkapital laut
Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung
und ist vollständig einbezahlt. Es ist eingeteilt in
300.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem
rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00.
Kapitalrücklage (§ 152 Abs. 2 AktG)
Die Kapitalrücklage wurde nach § 272 Abs. 2
Nr. 4 HGB dotiert. Die Kapitalrücklage beträgt
zum Stichtag EUR 248.520.136,63.
Entwicklung Bilanzverlust (§ 158 Abs. 1 AktG)
Der
Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:
|
2022 |
2021 |
|
TEUR |
TEUR |
| Bilanzverlust 1.
Januar |
-293.697 |
-302.923 |
| Jahresfehlbetrag (i. Vj.
Jahresüberschuss) |
-1.430 |
9.226 |
| Bilanzverlust 31.
Dezember |
-295.127 |
-293.697 |
Ausschüttungsgesperrte Beträge nach § 253
Abs. 6 HGB
Die ausschüttungsgesperrten Beträge setzten
sich wie folgt zusammen:
|
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
|
Pensionsrückstellungen aus der Anwendung des
7-Jahres Durchschnitts-Zinssatzes |
6.749 |
|
|
Pensionsrückstellungen aus der Anwendung des
10-Jahres Durchschnitts-Zinssatzes |
6.573 |
|
| Unterschiedsbetrag nach
§ 253 Abs. 6 HGB |
|
176 |
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betragen zum 31.
Dezembern 2021 TEUR 3.037 und im Vorjahr TEUR 3.536.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeiten
sind folgender Übersicht zu entnehmen:
|
|
|
Restlaufzeit |
|
Gesamt |
von bis zu
einem Jahr |
|
31.12.2022 |
31.12.2021 |
31.12.2022 |
31.12.2021 |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
20.780 |
21.837 |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
1.964 |
2.667 |
1.964 |
2.667 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
131.122 |
138.007 |
131.122 |
138.007 |
| - davon aus Lieferungen
und Leistungen - |
10 |
63 |
10 |
63 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
29 |
105 |
29 |
105 |
| - davon gegenüber
Gesellschafter - |
0 |
0 |
0 |
0 |
| Gesamt |
153.895 |
162.616 |
133.115 |
140.779 |
|
Restlaufzeit |
|
von einem
bis zu
fünf Jahren |
von
über fünf
Jahren |
|
31.12.2022 |
31.12.2021 |
31.12.2022 |
31.12.2021 |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
20.780 |
21.837 |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
0 |
0 |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
0 |
0 |
0 |
0 |
| - davon aus Lieferungen
und Leistungen - |
0 |
0 |
0 |
0 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
0 |
0 |
0 |
0 |
| - davon gegenüber
Gesellschafter - |
0 |
0 |
0 |
0 |
| Gesamt |
20.780 |
21.837 |
0 |
0 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind
in Höhe von TEUR 20.780 (i. Vj. TEUR 21.837) besichert
durch:
| ― |
Globalzessionsvertrag mit der
KATHREIN SE sowie in-/ausländischen
Konzerngesellschaften
|
| ― |
Verpfändungsvertrag und IP
Confirmation Agreements mit der KATHREIN SE und
|
| ― |
in-/ausländischen
Konzerngesellschaften
|
| ― |
Verpfändungsverträge
betreffend Bankkonten der KATHREIN SE und
ausländischen
|
| ― |
Konzerngesellschaften
|
| ― |
Anteilsverpfändungsvertrag
mit der KATHREIN SE, Julia und Anton Kathrein
sowie
|
| ― |
in-/ausländischen
Konzerngesellschaften
|
| ― |
Sicherungsübereignungsvertrag der KATHREIN SE
sowie in-/ausländischen
Konzerngesellschaften
|
| ― |
Persönliche Bürgschaft
von Herrn Anton Kathrein
|
| ― |
Globalsicherheitenvertrag
ausländischer Konzerngesellschaften
|
| ― |
Aktienpfandvertrag
ausländischer Konzerngesellschaften
|
| ― |
Forderungsabtretungs-/Forderungsverpfändungsvertrag
ausländischer Konzerngesellschaften
|
Für die Veränderungen von gegebenen
Sicherheiten für Bankverbindlichkeiten verweisen wir
auf die Ausführungen zu V. Sonstige Angaben /
Nachtragsbericht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
|
|
|
Restlaufzeit |
|
Gesamt |
bis zu
einem Jahr |
von einem
bis
zu fünf Jahren |
über
fünf
Jahre |
|
2022 |
2021 |
2022 |
2021 |
2022 |
2021 |
2022 |
2021 |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Mietverträge |
883 |
1.429 |
162 |
256 |
553 |
927 |
168 |
246 |
| Gesamt |
883 |
1.429 |
162 |
256 |
553 |
927 |
168 |
246 |
Haftungsverhältnisse
Es bestehen seitens der Gesellschaft folgende
Haftungsverhältnisse:
|
Gesamt |
Davon gegenüber
verbundenen
Unternehmen |
|
TEUR |
TEUR |
| Avale und
Bürgschaften |
77 |
0 |
| Gesamt |
77 |
0 |
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse im aktuellen Geschäftsjahr
betragen TEUR 346 und im Vorjahr TEUR 583.
Sonstige betriebliche Erträge
|
2022 |
2021 |
|
TEUR |
TEUR |
| Erträge aus
Zuschreibungen des Anlagevermögens |
2.351 |
5.450 |
| Erträge aus
Weiterbelastungen an Konzerngesellschaften |
605 |
813 |
| Auflösung von
Rückstellungen |
411 |
980 |
| Forderungsbewertungen
und Erträge aus abgeschriebenen Forderungen |
369 |
21.080 |
| Erträge aus der
Währungsumrechnung |
205 |
299 |
| Erträge aus
Abgängen des Anlagevermögens |
7 |
13.067 |
| Sonstige periodenfremde
Erträge |
210 |
97 |
| Laufende
Erträge |
11 |
6 |
| Erträge aus der
Herabsetzung von Verbindlichkeiten |
0 |
211 |
| Gesamt |
4.169 |
42.003 |
Abschreibungen
|
2022 |
2021 |
|
TEUR |
TEUR |
| Planmäßige
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände und
Sachanlagen |
131 |
639 |
|
Außerplanmäßige Abschreibungen auf
Finanzanlagen |
6.408 |
19.669 |
| Gesamt |
6.539 |
20.308 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen
|
2022 |
2021 |
|
TEUR |
TEUR |
| Laufende Aufwendungen
und Aufwendungen aus der Zuführung zu
Rückstellungen im Zusammenhang mit
Rechtsstreitigkeiten |
1.898 |
2.743 |
| Aufwendungen aus der
Währungsumrechnung |
1.712 |
2.863 |
| Aufwendungen für
Beratungs-/Rechtsberatungskosten |
1.127 |
1.808 |
| Einzel- und
Pauschalwertberichtigungen |
496 |
2.796 |
| Aufwendungen aus
Abschreibungen auf Forderungen |
49 |
19 |
| Verluste aus
Abgängen des Anlagevermögens |
36 |
294 |
| Sonstige periodenfremde
Aufwendungen |
192 |
2.015 |
| Gesamt |
5.510 |
12.537 |
Beträge von außergewöhnlicher
Größenordnung und/oder Bedeutung
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im
Wesentlichen Erträge aus den Zuschreibungen von
Finanzanlagevermögen (TEUR 2.351) enthalten.
Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind
folgende außerplanmäßige Abschreibungen
vorgenommen worden: KATHREIN Broadcast GmbH, Rohrdorf (TEUR
4.887), Romkatel S.R.L., Bukarest/Rumänien (TEUR
1.045), KATHREIN Sales SE, Rosenheim (TEUR 323), und
KATHREIN Electronics GmbH, Rosenheim (TEUR 103).
V. Sonstige Angaben
Mitarbeiteranzahl
In der Gesellschaft waren im Jahresdurchschnitt
fünf (i. Vj. sieben) angestellte Mitarbeiter
beschäftigt.
Konzernzugehörigkeit
Die KATHREIN SE, Rosenheim, ist
Konzernmuttergesellschaft i. S. d. § 290 Abs. 1 HGB
der KATHREIN-Gruppe, stellt den Konzernabschluss auf und
wird in diesen Konzernabschluss einbezogen. Der
Konzernabschluss wird nicht im Unternehmensregister
veröffentlicht.
Gesellschaftsorgane
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres
gehörten folgende Personen der Geschäftsleitung
an:
Mitglieder des Vorstandes
| ― |
Harald Johanning-Meiners,
Köln, Dipl.-Kfm.
|
| ― |
Jochen Vogt, Rohrdorf,
Dipl.-Verww. (bis 30. September 2022)
|
Mitglieder des Aufsichtsrats
| ― |
Dietmar Binkowska, Ratingen,
selbständiger Unternehmensberater (bis 19. Juni
2023)
|
| ― |
Dr. Benjamin Jahn, Augsburg,
Rechtsanwalt (bis 20. Juni 2023)
|
| ― |
Anton Kathrein, Brannenburg,
Ingenieur, Vorsitzender (seit 19. Juni 2023)
|
| ― |
Andreas Köglmeier,
Oberaudorf, Bilanzbuchhalter
|
| ― |
Dr. Stephan Kolmann, Regensburg,
Rechtsanwalt (seit 19. Juni 2023)
|
Nachtragsbericht
Der Sanierungskredit der KATHREIN-Gruppe über
ursprünglich EUR 344.495.829,00 in Form des
Sanierungskreditvertrags vom 24. Mai 2018, der Anpassung
durch die sog. B5-Änderungsvereinbarung vom 29.
August 2019, der B5-Corona-Anpassungsvereinbarung vom 26.
August 2020 und der
B5-Verkaufsprozesse-Anpassungsvereinbarung vom 26. Mai 2021
wurde im April 2023 durch die Ablösung sämtlicher
Verpflichtungen gegenüber dem Bankenkonsortium
beendet.
Gleichzeitig wurde mit der Sparkasse
Rosenheim-Bad Aibling eine neue Finanzierungsvereinbarung
für die KATHREIN SE und damit auch des
KATHREIN-Konzerns geschlossen. Die Eckpunkte der neuen
Finanzierung sind wie folgt: Tilgungsdarlehen über EUR
8,0 Mio mit Tilgungsende zum 30. Juni 2028 mit erstmaliger
Tilgung zum 30. Januar 2025.
Aus dem Mittelzufluss durch die neue
Finanzierungsvereinbarung mit der Sparkasse
Rosenheim-Bad Aibling, Eigenmittel der KATHREIN SE in
Höhe von EUR 4,0 Mio und einer Einlage in die
Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB mit
Beschluss vom 21. April 2023 über EUR 5,4 Mio durch
die Gesellschafter der KATHREIN SE wurden die bestehenden
Konsortialverbindlichkeiten in Höhe von EUR 17,4 Mio
zurückgeführt. Zudem haben die Konsortialbanken
auf eine weitere Forderung in Höhe von EUR 3,3 Mio
verzichtet. Die bisherige Konsortialfinanzierung ist damit
final beendet.
Dadurch sind auch alle unter III. Angaben zur
Bilanz/Verbindlichkeiten genannten
Haftungsverhältnisse erloschen.
Weiterhin wurde im Zuge der Beendigung der bisherigen
Konsortialfinanzierung das verpfändete Bankkonto des
Tochterunternehmens Tiroler Elektronik Holding (EUR 10,3
Mio) freigegeben. Als Sicherheit für die neue
Finanzierung mussten davon EUR 8 Mio bei der KATHREIN SE
auf ein Sperrkonto bei der Sparkasse Rosenheim-Bad
Aibling einbezahlt werden.
Mit der Rückführung der bisherigen
Konsortialfinanzierung und der damit veränderten
künftigen Ausrichtung stellen sich die Chancen und
Risiken der KATHREIN SE und des KATHREIN-Konzerns wie folgt
dar.
Der Verkauf von Tochtergesellschaften ist nicht mehr
geplant, damit besteht auch kein Kaufpreisrisiko mehr. Die
KATHREIN SE wird auch künftig als Holding-Gesellschaft
mit zentralen Funktionen, insbesondere Konzernfinanzierung
sowie Leitungs- und Planungsaufgaben, agieren. Nicht mehr
geplant ist, dass die Gesellschaft nur noch Markennamen
lizenziert.
Winddown-Risiko, Risiko aus Steuern und
Gewährleistungen, Risiko aus dem Betrieb der operativ
tätigen Gesellschaften sowie Risiko aus dem Konflikt
zwischen Russland und der Ukraine bleiben unverändert
bestehen.
Das Liquiditätsrisiko aus der
Konsortialfinanzierung besteht durch die
Rückführung des Darlehens nicht mehr. Ein neues
Finanzierungsrisiko entsteht nicht, da die Finanzierung der
Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling durch eine Einzahlung
auf ein Sperrkonto abgesichert ist. Weder einzeln noch
aggregiert sind für die KATHREIN SE und die
Unternehmen des KATHREIN-Konzerns derzeit
bestandsgefährdende Risiken erkennbar.
Rosenheim, den 31. Juli
2023
Harald
Johanning-Meiners
Vorstand
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