Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 432162
Eingetragen
19.3.1949
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
Die Herstellung, der Handel und der Vertrieb chemischer und pharmazeutischer Produkte sowie von Lebensmitteln, Haushaltswaren und ähnlichen Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Bernd Jung
seit 20.2.2025
Geschäftsführer
Günter Bernhard
seit 16.8.2024
Prokura
Thorsten Werner Weil
seit 31.1.2022
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kukident GmbH

Weinheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erstreckt sich auf die Herstellung von Zahnpflegeprodukten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Mitteln zur Pflege und Anwendung von Zahnprothesen. Diese Produkte werden an verbundene Unternehmen im In- und Ausland mit einem konzernweit gültigen Aufschlag abgegeben und von diesen vertrieben, zum größten Teil unter den Markennamen Kukident (Deutschland) und Steradent (außerhalb von Deutschland). Die Produktion erfolgt ausschließlich basierend auf den Kundenaufträgen der verbundenen Unternehmen.

In der Europäischen Union unterliegen unsere Produkte den Regelungen des Medizinprodukte- Gesetzes. Dementsprechend ist die Kukident GmbH nach ISO 13485 zertifiziert. Weiterhin ist die Kukident GmbH auch nach ISO 14001 und ISO 45001 zertifiziert.

2. Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung hat seinen Sitz im europäischen Forschungsschwer- punkt von Reckitt Benckiser in Hull/Großbritannien. Mit den Mitarbeitern in Weinheim besteht ein enger Erfahrungsaustausch.

II. Wirtschaftsbericht

1. Marktumfeld

Das Marktumfeld im Bereich Zahnpflegeprodukte im Hauptabsatzmarkt Deutschland entwickelte sich im Berichtsjahr positiv.

2. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.433 bzw. 8,7 % auf T€ 30.526 (Vorjahr T€ 28.094). Die Absatzmenge aus dem Produktionsgeschäft verringerte sich um 7,9% gegenüber dem Vorjahr, insbesondere aufgrund geringeren Volumens im Vereinigten Königreich, dass teilweise durch leicht erhöhte Mengen im Inland kompensiert werden konnte. Die Erhöhung im Umsatz kam in erster Linie durch Preisanpassungen zustande. Innerhalb der Produktgruppen erhöhte sich im Bereich Tabs der Umsatz um 5,1 % und im Bereich Creme um 26,1%.

In unserer Prognose gingen wir für das Jahr 2023 bei leicht erhöhtem Verkaufsvolumen von einer Umsatzerhöhung von 20 % aus. Diese Prognose wurde aufgrund geringerer Absatzmengen verfehlt.

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen erhöhten sich um T€ 1.439 bzw. 5,6 % auf T€ 27.236. Der Anstieg der Herstellungskosten trotz reduzierter Mengen ist vor allem auf Steigerungen der Einkaufspreise und erhöhter Energiekosten zurückzuführen. Die enthaltenen Materialaufwendungen erhöhten sich um 7,7% aufgrund verschlechterter Einkaufskonditionen.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg entsprechend um 43,3 % auf T€ 3.290 (Vorjahr T€ 2.296). Dies wurde in erster Linie durch die überproportional gestiegenen Umsatzerlöse verursacht. In unserer Prognose waren wir von einer leichten Erhöhung des Bruttoergebnisses gegenüber dem Vorjahr ausgegangen.

Unter Berücksichtigung des um T€ 320 gesunkenen Zinsaufwands hat sich der abgeführte Gewinn um T€ 1.986 auf T€ 2.976 verbessert (Vorjahr T€ 990).

Das Unternehmen führt permanente Kostenkontrollen durch, um dauerhaft eine optimale Kostenstruktur sicherzustellen.

3. Vermögens- und Finanzlage

Wesentliche Vermögenswerte sind das Sachanlagevermögen (insbesondere Fabrik inkl. technischer Anlagen in Weinheim) mit 15 % (Vorjahr 16 %) Anteil an der Bilanzsumme sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 80 % (Vorjahr 79 %) Anteil an der Bilanzsumme von € 50 Mio. (Vorjahr € 50 Mio.). Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen(über) verbundene(n) Unternehmen werden, soweit gesetzlich zulässig, saldiert.

Neben dem Eigenkapital sind die bedeutendsten Bilanzpositionen auf der Passivseite der Bilanz die Rückstellungen mit 34 % (Vorjahr 36 %) Anteil an der Bilanzsumme sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 14 % (Vorjahr 15 %) Anteil an der Bilanzsumme.

Die Gesellschaft ist zu 46 % mit Eigenkapital finanziert (Vorjahr 47 %). Die Liquidität wird über den Cash Pool mit der konzerninternen Gesellschaft Reckitt Benckiser Holding GmbH & Co KG (nachfolgend RB Holding KG), Heidelberg, sichergestellt. Das Cash Pool Guthaben hat sich gegenüber dem Jahresende des Vorjahres um € 2 Mio. auf € 34 Mio. (Vorjahr € 32 Mio.) erhöht.

4. Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl hat sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht verringert und lag im Jahresdurchschnitt bei 77 Beschäftigten. Es gilt der Tarifvertrag für die chemische Industrie.

5. Umweltbelange

Die Gesellschaft betreibt ein hohes Maß an Recycling. Die dadurch zurückgewonnenen Materialien werden im Produktionsprozess wiederverwertet; der Abfallfaktor wird erheblich minimiert. Weiterhin wird mittels einer Wärmerückgewinnungsanlage die in der Produktion entstehende Wärme zum Beheizen der Gebäude genutzt.

6. Gesamtaussage zum Wirtschaftsbericht

Aufgrund geringerer Absatzvolumen wurde die geplante Umsatzsteigerung nicht erreicht. Es konnten aber - u.a. durch Preissteigerungen - dennoch Umsatzsteigerungen und auch eine Erhöhung des Bruttoergebnis vom Umsatz erzielt werden, so dass der Geschäftsverlauf insgesamt dennoch zufriedenstellend war.

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse, das Verkaufsvolumen sowie das Bruttoergebnis vom Umsatz.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der Reckitt Benckiser Group plc, Slough/Großbritannien, eingebunden. Die von der Geschäftsführung in nachfolgendem Risiko- und Chancenbericht gesehenen Risiken und Chancen werden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft (Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung) beschrieben.

1. Chancen und Risikobericht

Die Gesellschaft hat mit der Reckitt Benckiser Detergents GmbH, Heidelberg, einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.

Wir sehen derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken. Auf die folgenden Risiken gehen wir im Speziellen ein:

Risiken liegen insbesondere in steigenden Rohstoffpreisen. Diese sind als ein mittleres Risiko einzustufen.

Währungsrisiken: Währungsrisiken sind als gering einzustufen, da aufgrund der Fakturierung der Umsatzerlöse in Euro und dem Bezug der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe vor allem im Euro-Raum praktisch kaum Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten vorliegen.

Forderungsausfallrisiken: Aufgrund unseres Geschäftsmodells bestehen fast ausschließlich Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Forderungsausfallrisiken sind daher zu vernachlässigen.

Liquiditätsrisiken: Aufgrund der Einbindung in das Cash-Pooling mit der Reckitt Benckiser Holding GmbH & Co. KG, Heidelberg, ist ständige Liquidität gegeben. Dieses Risiko ist daher zu vernachlässigen.

Chancen liegen insbesondere in einer Erhöhung der Absatzmengen (u.a. durch Innovationen) über die geplanten Mengen hinaus.

2. Ausblick (Prognosebericht)

Für 2024 erwartet die Gesellschaft bei leicht verringertem Verkaufsvolumen einen Umsatzrückgang von rund 4% zum Vorjahr. Aufgrund von leicht sinkenden Preisen in den Beschaffungsmärkten werden die Materialkosten ebenfalls zurückgehen. Für die übrigen Kosten geht die Gesellschaft von einer leichten Erhöhung gegenüber dem Vorjahr aus. Das Bruttoergebnis vom Umsatz wird aufgrund der weitgehend konstant erwarteten operativen Marge leicht unter dem Vorjahresniveau erwartet.

Insgesamt ist die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 optimistisch, dass sie ihre Ziele in einem stark wettbewerbsorientierten Umfeld erreichen kann, um ihren Kunden und dem Verbraucher den größtmöglichen Nutzen zu gewährleisten.

 

Weinheim, den 02.04.2024

Kukident GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
Sachanlagen 7.744.767 8.069.583
7.744.767 8.069.583
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 907.009 1.436.497
2. Unfertige Erzeugnisse 4.328 46.369
3. Fertige Erzeugnisse 122.500 131.897
1.033.837 1.614.762
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 40.548.397 39.343.650
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.094.681 1.003.119
41.643.078 40.346.769
42.676.915 41.961.531
50.421.682 50.031.115
31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.613.126 1.613.126
II. Kapitalrücklage 18.969.288 18.969.288
III. Gewinnvortrag 2.677.946 2.677.946
23.260.360 23.260.360
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15.556.619 15.448.569
2. Sonstige Rückstellungen 1.456.422 2.322.445
17.013.041 17.771.014
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.838.001 7.704.273
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.019.965 995.273
3. Sonstige Verbindlichkeiten 290.315 300.194
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 238.029; Vorjahr € 248.767)
(davon aus Steuern € 49.843; Vorjahr € 51.516)
10.148.281 8.999.740
50.421.682 50.031.115

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 30.526.230 28.093.683
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -27.236.295 -25.797.745
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 3.289.936 2.295.938
4. Allgemeine Verwaltungskosten -1.088.484 -1.044.077
5. Sonstige betriebliche Erträge 276.085 221.951
(Erträge aus der Währungsumrechnung € 6.625; Vorjahr € 3.646)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -76.816 -53.729
(Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 28.032; Vorjahr € 9.665)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 735.771 50.606
(davon aus verbundene Unternehmen T€ 736; Vorjahr T€ 51)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -160.463 -480.636
(davon an verbundene Unternehmen T€ 15; Vorjahr T€ 0)
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung T€ 145; Vorjahr T€ 481)
9. Ergebnis nach Steuern 2.976.029 990.053
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -2.976.029 -990.053
11. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Erläuterungen

Die Kukident GmbH hat ihren Sitz in Weinheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HR B Reg.-Nr. 432162).

Der Jahresabschluss der Kukident GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte, wie im Vorjahr, nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Im Interesse der Klarheit werden in der Bilanz die Posten des Anlagevermögens zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, abzüglich der aufgelaufenen Abschreibungen, angesetzt. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis netto € 800 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die im Rahmen der Einbringung des Geschäftsbetriebes der Zweigniederlassung Weinheim übernommenen Sachanlagen wurden ab dem Jahr 1994 über deren Restnutzungsdauern unter Zugrundelegung der von der damaligen Reckitt & Colman Holding GmbH festgelegten Gesamtnutzungsdauern abgeschrieben. Danach wurden die Abschreibungen linear über Nutzungsdauern von 50 Jahren (Gebäude), 15 Jahren (Außenanlagen) und 3 bis 10 Jahren (übriges Sachanlagevermögen) ermittelt. Das übrige Anlagevermögen wird über die Nutzungsdauern von 3 bis 10 Jahren linear abgeschrieben.

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel als Bestandteil des Anhangs dargestellt.

2. Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zunächst zu Standardkosten bewertet. Zum Bilanzstichtag wurden Umbewertungen auf die Ist-Kosten durchgeführt.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden ebenfalls zunächst zu Standardkosten bewertet. Diese umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und notwendige Gemeinkosten sowie Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen. Zum Jahresende wurden Umbewertungen auf die Ist-Kosten vorgenommen. Das Niederstwertprinzip findet Anwendung.

3. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen(-über) verbundene(n) Unternehmen

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Forderungen gegen die Gesellschafterin 0 0
Forderungen gegen sonstige verbundene Unternehmen 40.548 39.344
40.548 39.344
31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin 2.976 990
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen verbundenen Unternehmen 44 5
3.020 995

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden unverändert zum Vorjahr mit den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen saldiert, soweit dies nach den gesetzlichen Regelungen zulässig ist. Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten sind zu Nennbeträgen bzw. Erfüllungsbeträgen bewertet und haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Zum 31. Dezember 2023 betreffen die Forderungen gegen sonstige verbundene Unternehmen im Wesentlichen Forderungen aus dem Cash-Pooling gegen die Reckitt Benckiser Holding GmbH & Co KG, Heidelberg in Höhe von T€ 34.311 (Vorjahr T€ 32.163) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin zum 31. Dezember 2023 betreffen - wie im Vorjahr - die Verbindlichkeit aus der Gewinnabführungsverpflichtung für das aktuelle Geschäftsjahr in Höhe von T€ 2.976 (Vorjahr T€ 990). Die Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

4. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen, wie im Vorjahr, nicht mit den Pensionsverpflichtungen saldierte Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungsansprüchen, die auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit dem Deckungskapital zum Bilanzstichtag bewertet sind. Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 1.081 (Vorjahr T€ 1.004) haben unverändert eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

5. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital beträgt unverändert zum Bilanzstichtag des Vorjahres T€ 1.613 und ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist die Reckitt Benckiser Detergents GmbH, Heidelberg.

6. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method = projizierte Einmalbeitragsmethode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB), abgezinst. Der der Berechnung zugrunde gelegte Zinssatz von 1,83 % (Vorjahr 1,78 %) wurde in Höhe des von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten Zinssatz ausgewählt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,3 % (Vorjahr 2,3 %) zugrunde gelegt sowie eine durchschnittliche alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationsrate in Höhe von 4,5 % (Vorjahr 4,5 %) unterstellt.

Gemäß § 253 HGB ergeben sich zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 15.557. Diese liegen um T€ 202 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Die Gesellschaft betrachtet den Unterschiedsbetrag mit Verweis auf den Wortlaut des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB als nicht abführungsgesperrt.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden laufzeitadäquat abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen wurden hauptsächlich für ausstehende Rechnungen (T€ 1.254, Vorjahr T€ 2.079), Bonuszahlungen (T€ 90, Vorjahr T€ 68), Urlaubsansprüche (T€ 52, Vorjahr T€ 112), Jubiläumszuwendungen (T€ 21, Vorjahr T€ 24), Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie sonstige Verpflichtungen aus dem Personalbereich gebildet.

Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Method" = projizierte Einmalbeitragsmethode) unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G unter Anwendung eines Diskontierungszinssatzes von 1,75 % (Vorjahr 1,44 %) errechnet sowie eine durchschnittliche alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationsrate in Höhe von 4,5 % (Vorjahr 4,5 %) unterstellt. Der der Berechnung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus Jubiläumszuwendungen zugrunde gelegte Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten Zinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre herangezogen.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt und nicht besichert. Sie haben zum 31. Dezember 2023 wie zum Bilanzstichtag des Vorjahres eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

9. Latente Steuern

Es besteht für die Kukident GmbH als Organgesellschaft eine gewerbesteuerliche und körperschaftsteuerliche Organschaft mit der Organträgerin und Gesellschafterin Reckitt Benckiser Detergents GmbH, Heidelberg. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Organträgerin. Dementsprechend sind neben den tatsächlichen auch die latenten Steuern auf die temporären Differenzen zwischen den Bilanzansätzen der Handels- und Steuerbilanz der Organgesellschaft vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen.

10. Fremdwährungsumrechnung

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Entstehungskurs und am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag in Euro umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Absatzgebiet 2023
T€
2022
T€
Deutschland 11.750 9.729
Europa (ohne Deutschland) 18.725 18.307
Übriges Ausland 51 57
30.526 28.094
Produkte
Tabs 23.537 22.405
Creme 5.998 4.758
Sonstiges (Lizenzerträge) 992 931
30.526 28.094

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen in Höhe von T€ 179 (Vj. T€ 46) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 87(Vorjahr T€ 171).

3. Materialaufwand

2023
T€
2022
T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.682 16.484
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.096 272
18.778 16.756

4. Allgemeine Verwaltungskosten

Wie im Vorjahr beinhaltet die Position der allgemeinen Verwaltungskosten Aufwendungen für Grund- und Kraftfahrzeugsteuer in Höhe von T€ 21 (Vorjahr T€ 21).

5. Personalaufwand

Unsere Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 77 (Vorjahr 78) Arbeitnehmer, davon 49 (Vorjahr 51) gewerbliche Angestellte, beschäftigt.

Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:

2023
T€
2022
T€
Löhne und Gehälter 4.545 4.443
Soziale Abgaben 904 842
Aufwendungen für Altersversorgung 365 1.475
5.814 6.760

IV. Sonstige Erläuterungen

1. Konzernzugehörigkeit

Über die Reckitt Benckiser Detergents GmbH, Heidelberg, die zum Bilanzstichtag 100 % der Anteile an unserer Gesellschaft hält, sowie deren Muttergesellschaft Reckitt Benckiser Holding GmbH & Co. KG, Heidelberg, wird unsere Gesellschaft in den Konzernabschluss der Reckitt Benckiser Group plc, Slough/Großbritannien, einbezogen. Dieser ist unter www.reckitt.com erhältlich. Dieser stellt sowohl den kleinsten als auch den größten Konsolidierungskreis dar.

Alle in den Konzernabschluss der Reckitt Benckiser Group plc einbezogenen Unternehmen werden von unserer Gesellschaft als verbundene Unternehmen angesehen.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen bis zum Ablauf der Grundmietzeit T€ 82 (Vorjahr T€ 148), davon werden T€ 36 im Geschäftsjahr 2024 fällig. Das Bestellobligo im Rahmen genehmigter Investitionen betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2023 T€ 826 (Vorjahr T€ 1.108).

Derivative Finanzinstrumente bestanden und bestehen nicht.

Angabe zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften:

Die Gesellschaft hat mit Lieferanten Konsignationslagervereinbarungen abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Volumen der von diesen Vereinbarungen betroffenen Einkaufsmaterialien T€ 406 (Vorjahr T€ 458).

Diese Einkaufsmaterialien sind entsprechend der Regelungen der verschiedenen Vereinbarungen nicht im vorliegenden Jahresabschluss enthalten. Zweck dieser Vereinbarungen ist es, dass die Verfügbarkeiten der Materialien gegeben sind, die Kapitalbindung jedoch bis zur unmittelbaren Entnahme der Materialien aus den Konsignationslagerbeständen zu optimieren. Die wesentlichen Risiken bis zur Entnahme verbleiben bei den Lieferanten der Gesellschaft.

3. Geschäftsführung

Herr Alexandre Vyzas, Finanzdirektor der deutschen Reckitt Benckiser - Gesellschaften, kaufmännischer Geschäftsführer

Herr Michael Klingel, staatlich geprüfter Techniker (IHK), technischer Geschäftsführer (bis zum 8. September 2023)

Cristian Dulamea, Factory Supply Director, technischer Geschäftsführer (ab 8. September 2023)

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nicht alle Geschäftsführer Bezüge seitens der Gesellschaft erhalten.

An ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene wurden Zahlungen von T€ 8 (Vorjahr T€ 8) geleistet. Für diese Personengruppe sind T€ 142 (Vorjahr T€ 146) in den Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2023 enthalten.

4. Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Das Gesamthonorar einschließlich Auslagenerstattung des Abschlussprüfers des Geschäftsjahres 2023, KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, beträgt T€ 31 und umfasst ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Weinheim, den 8. März 2024

Kukident GmbH

Die Geschäftsführung

Alexandre Vyzas

Cristian Dulamea

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.314.024 0 0 186.280 11.500.304
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.987.257 0 43.850 510.500 16.453.907
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.863.498 0 0 119.461 1.982.959
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 872.516 565.142 0 -816.241 621.417
30.037.295 565.142 43.850 0 30.558.587
Abschreibungen
01.01.2023
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Abgänge
31.12.2023
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.219.248 292.193 0 6.511.441
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.436.164 370.651 16.809 14.790.006
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.312.299 200.074 0 1.512.373
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
21.967.711 862.918 16.809 22.813.820
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.988.863 5.094.776
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.663.901 1.551.093
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 470.586 551.199
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 621.417 872.516
7.744.767 8.069.584

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kukident GmbH, Weinheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kukident GmbH, Weinheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kukident GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 17. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Beyer, Wirtschaftsprüfer

Riascos Castañeda, Wirtschaftsprüferin

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