Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 168179
Vorher
Brillant 2150. GmbH
Eingetragen
23.6.2015
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Vermietung von Büroarbeitsplätzen und Bürodienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gili Shalita
seit 23.10.2023
Geschäftsführer
David Ariel Esquenazi
seit 8.10.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Lovesel LimitedCYP
50.00%
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
50.00%
Lovesel Limited
Cyprus
25.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mindspace Germany GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 214.581,00 10.834,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 214.581,00 10.834,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.652.299,00 6.486.183,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.763.520,01 6.305.675,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 621.435,94 1.927.616,88
Summe Sachanlagen 17.037.254,95 14.719.474,88
Summe Anlagevermögen 17.251.835,95 14.730.308,88
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.086.562,68 1.064.167,44
2. Sonstige Vermögensgegenstände 9.107.884,20 7.391.131,55
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.194.446,88 8.455.298,99
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.222.590,26 4.360.971,22
Summe Umlaufvermögen 12.417.037,14 12.816.270,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.372.378,11 2.720.192,39
SUMME AKTIVA 32.041.251,20 30.266.771,48

Passivseite

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 9.558.580,58 6.300.301,34
III. Jahresüberschuss 1.869.609,26 3.258.279,24
Summe Eigenkapital 11.453.189,84 9.583.580,58
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 335.087,50 974.250,19
2. Sonstige Rückstellungen 7.521.853,18 7.980.604,97
Summe Rückstellungen 7.856.940,68 8.954.855,16
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.255.528,20 1.135.751,53
2. Sonstige Verbindlichkeiten 6.783.955,66 6.612.270,30
- davon aus Steuern € 244.736,62 (im Vorjahr: € 106.937,68)
Summe Verbindlichkeiten 9.039.483,86 7.748.021,83
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.691.636,82 3.980.313,91
SUMME PASSIVA 32.041.251,20 30.266.771,48

Bilanzvermerk:

Die Gesellschaft hält zum 31.12.2023 erhaltene Mietkautionen in Höhe von T€ 5.450 (im Vorjahr: T€ 5.227) als Treuhandvermögen.

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
1 . Rohergebnis 16.305.418,59 16.534.897,12
2 . Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.985.102,44 -2.585.464,66
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -531.883,81 -422.646,78
Summe Personalaufwand -3.516.986,25 -3.008.111,44
3 . Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.657.466,82 -1.960.595,30
4 . Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.691.987,04 -4.580.864,49
Betriebsergebnis 3.438.978,48 6.985.325,89
5 . Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 514,00 736,16
6 . Zinsen und ähnliche Aufwendungen -769.040,67 -800.740,26
Finanzergebnis -768.526,67 -800.004,10
7 . Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -800.842,55 -2.927.042,55
8 . Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 1.869.609,26 3.258.279,24

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB und hat die größenabhängigen Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Mindspace Germany GmbH mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 168179 B eingetragen.

II. Bilanzierungsmethoden und Bewertungsmethoden

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 einen Überschuss im Eigenkapital von TEUR 11.453 aus. Da die Geschäftsführung davon ausgeht, dass durch Mieteinnahmen und Finanzierungen durch nahestehende Unternehmen auch in Zukunft ausreichende finanzielle Mittel zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung stehen und somit eine positive Fortführungsprognose besteht, wurden die Vermögensgegenstände und Schulden nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB bewertet.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB). Der Grundsatz der Vorsicht sowie das Realisationsprinzip und das Imparitätsprinzip wurden beachtet (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB).

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der Aktivseite werden nicht mit Posten der Passivseite sowie Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear, entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die voraussichtliche Nutzungsdauer entspricht im Wesentlichen den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Afa Tabellen.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennbetrag oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert. Nicht einbringliche Forderungen werden ausgebucht. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Flüssigen Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt.

Für Zahlungen vor dem Stichtag, die Aufwand/Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden aktive/passive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen werden nur im Rahmen des § 249 Abs. 1 HGB gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) bewertet. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Das Wahlrecht zur Abzinsung von Rückstellungen bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird nicht ausgeübt.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde nicht ausgeübt.

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 6.002 (Vorjahr: TEUR 7.257) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen wie im Vorjahr keine Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr vor.

Von den Bankguthaben sind TEUR 1.135 zugunsten zweier Vermieter verpfändet.

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für mietfreie Zeiten, Rückbauverpflichtungen, ausstehende Rechnungen und Personalrückstellungen enthalten.

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr größer 1 Jahr davon größer 5 Jahre
Art der Verbindlichkeit zum 31. Dezember 2023 EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.255.528,20 2.158.672,90 96.855,30 0,00
Vorjahr 1.135.751,53 1.012.469,53 123.282,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 6.783.955,66 946.052,94 5.837.902,72 0,00
Vorjahr 6.612.270,30 1.104.432,68 5.507.837,62 0,00
Summe Verbindlichkeiten 9.039.483,86 3.104.725,84 5.934.758,02 0,00
Vorjahr 7.748.021,83 2.116.902,21 5.631.119,62 0,00

Die Gesellschaft hält zum 31.12.2023 erhaltene Mietkautionen in Höhe von TEUR 5.450 (Vorjahr: TEUR 5.227) als Treuhandvermögen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge im Wesentlichen aus Nebenkostenabrechnungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 173. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen für Nebenkostenabrechnungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 287. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 167.

Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB bestehen nicht.

IV. Sonstige Angaben

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Herr David Ariel Esquenazi, hauptberuflicher Geschäftsführer, Berlin

Frau Gili Shalita, hauptberufliche Geschäftsführerin, Tel Aviv / Israel (seit 11. September 2023)

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 58 Mitarbeiter, davon 44 Frauen, 13 Männer und 1 diverse Person.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Gebäude in Höhe von insgesamt TEUR 124.281. Davon entfallen TEUR 18.600 auf 2024 und TEUR 105.681 auf die Jahre 2025 bis 2035. Darüber hinaus bestehen finanzielle Verpflichtungen für die Bestellung von Bauarbeiten für die neuen Standorte, die voraussichtlich in den Jahren 2024 und 2025 eröffnet werden, in Höhe von TEUR 2.884.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

In 2024 eröffnete das Unternehmen bereits einen neuen Standort in Düsseldorf. Das Unternehmen erwartet, dass dies positive Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens haben wird.

 

Berlin, den 8. August 2024

Geschäftsführung

David Ariel Esquenazi

Gili Shalita

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte mit Gesellschafterbeschluss vom 09.09.2024.

Anlagenentwicklung vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.746,14 216.996,21 0,00 0,00 268.742,35
51.746,14 216.996,21 0,00 0,00 268.742,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.995.207,83 3.820.725,00 0,00 318.983,10 14.134.915,93
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.493.620,93 1.107.259,05 0,00 1.021.211,47 14.622.091,45
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.927.616,88 34.018,59 0,00 -1.340.199,53 621.435,94
24.416.445,64 4.962.002,64 0,00 -4,96 29.378.443,32
24.468.191,78 5.178.998,85 0,00 -4,96 29.647.185,67
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.912,14 13.249,21 0,00 54.161,35
40.912,14 13.249,21 0,00 54.161,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.509.024,83 973.592,10 0,00 4.482.616,93
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.187.945,93 1.670.625,51 0,00 7.858.571,44
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
9.696.970,76 2.644.217,61 0,00 12.341.188,37
9.737.882,90 2.657.466,82 0,00 12.395.349,72
Buchwerte
Stand 01.01.2023 Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.834,00 214.581,00
10.834,00 214.581,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.486.183,00 9.652.299,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.305.675,00 6.763.520,01
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.927.616,88 621.435,94
14.719.474,88 17.037.254,95
14.730.308,88 17.251.835,95

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Mindspace Germany GmbH ("Mindspace" oder die "Gesellschaft") betreibt und unterhält Coworking-Standorte in verschiedenen deutschen Städten und meist in sehr guten Innenstadtlagen.

Die daraus resultierende Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist die Vermietung von Arbeitsplätzen mit einer Vielzahl von Dienstleistungen und Bürooptionen, vom Einzelarbeitsplatz im Großraumbüro bis hin zu dedizierten Büros.

Mindspace bietet eine breite Palette von Dienstleistungen an, um die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen, darunter Kommunikationsdienste wie Internet und Telefon, Druckdienste, Reinigung und Wartung, voll ausgestattete Küchen und vieles mehr.

Das Unternehmen betreibt derzeit 11 Standorte in den größten Städten Deutschlands in Top-Lagen, mit einer Gesamtmietfläche von 49.000 Quadratmetern und rund 7.000 Arbeitsplätzen. Das Unternehmen hat 3 Standorte in München, 6 Standorte in Berlin, einen in Hamburg und einen in Frankfurt.

Das Hauptziel von Mindspace ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Unternehmen und Selbstständige jeder Größe treffen und austauschen können. Aus diesem Grund wurden die Mindspace-Standorte sorgfältig konzipiert, um den Mitgliedern ein Gefühl der Gemeinschaft und eine erstklassige Büroumgebung zu bieten. Diese aus Sicht von Mindspace nahezu perfekte Umgebung soll Sie dabei unterstützen, sich auf die Entwicklung Ihres Unternehmens zu konzentrieren.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Im Jahr 2023 kam es zu einer Konjunkturabschwächung, die vor allem durch externe Ereignisse verursacht wurde, was zu einer Inflation und in der Folge zu Zinserhöhungen führte, so dass die Zinsen über einen längeren Zeitraum hoch blieben. Diese Ereignisse verringerten die Nachfrage nach Büroraum nach den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, was den Trend zum "Home Office" förderte.

Mindspace und die Coworking-Branche litten ebenfalls unter dem Rückgang der Nachfrage nach neuen Büroflächen. Die Flexibilität des Geschäftsmodells zieht jedoch weiterhin Unternehmen an, die im Vergleich zur traditionellen Immobilienbranche nach vorübergehenden oder anpassungsfähigen Optionen für ihre Tätigkeit suchen.

Das Unternehmen betrieb im Geschäftsjahr 2023 alle 11 Mindspace-Standorte inklusive eines in 2023 erfolgreich neu eröffneten Standortes, ein weiterer wurde in 2024 eröffnet, eine weitere Eröffnung ist für 2024 und eine weitere Eröffnung für 2025 geplant.

Trotz der Auswirkungen der Inflation und des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds sowie der Investitionen in neue Standorte schloss das Unternehmen das Geschäftsjahr 2023 mit einem Gewinn von 1,9 Mio. EUR ab. Der Jahresüberschuss hat sich wie im Vorjahreslagebericht prognostiziert deutlich verringert, die Umsatzerlöse liegen etwas oberhalb der Prognose.

Mindspace Deutschland beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 58 Mitarbeiter und rechnet im Folgejahr mit einer Aufstockung des Personals für den Betrieb der neuen Standorte und die Stärkung der bestehenden Standorte.

Darüber hinaus wurden 2023 weitere Standorte für eine Expansion geprüft und im Jahr 2023 wurden zwei zusätzliche Mietverträge unterzeichnet

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Mio. EUR und betrug zum 31. Dezember 2023 32,0 Mio. EUR.

Die Vermögens- und Finanzlage ist insbesondere durch die Investitionen in die Standorte des Unternehmens und deren Finanzierung geprägt. Dementsprechend beträgt der Anteil der langfristigen Vermögenswerte und aktiven Rechnungsabgrenzungsposten, die im Wesentlichen aus Mietzuschüssen bestehen, rund 61 % der Bilanzsumme (Vorjahr: rund 58 %). Das Anlagevermögen stieg zum 31. Dezember 2023 um 2,5 Mio. EUR auf 17,3 Mio. EUR (macht 54 % der Bilanzsumme aus), insbesondere aufgrund der Renovierung neuer Standorte, und besteht hauptsächlich aus Mietereinbauten sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Darüber hinaus sind auf der Aktivseite der Bilanz sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 9,1 Mio. EUR ausgewiesen, die insbesondere geleistete Kautionen für die Standorte des Unternehmens sowie Forderungen aufgrund von Steuervorauszahlungen beinhalten. Der Anstieg um 1,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf hohe Steuervorauszahlungen zurückzuführen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich um 2,1 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR.

Aufgrund des Jahresüberschusses 2023 ist es der Gesellschaft gelungen, das Eigenkapital aufgrund der anhaltend guten Geschäftsentwicklung auf 11,5 Mio. EUR (Vorjahr 9,6 Mio. EUR) zu erhöhen. Die weiteren wichtigen Posten der Passiva sind die sonstigen Verbindlichkeiten zusammen mit den Rückstellungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten insbesondere langfristige Darlehen von nahestehenden Unternehmen, die zur langfristigen Finanzierung von Investitionen in die Standorte der Gesellschaft zu marktüblichen Konditionen aufgenommen wurden.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für mietfreie Zeiten und Rückbauverpflichtungen. Darüber hinaus haben sich die Steuerrückstellungen aufgrund der gezahlten Steuern für Vorjahre um 0,6 Mio. EUR verringert.

Zusätzlich hat sich der passive Rechnungsabgrenzungsposten, der neben Vorauszahlungen von Kunden einen Vermieterzuschuss beinhaltet, leicht um 0,3 Mio. EUR auf 3,7 Mio. EUR reduziert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 hat das Unternehmen einen Jahresüberschuss von 1,9 Mio. EUR erwirtschaftet, verglichen mit einem Jahresüberschuss von 3,3 Mio. Euro im Vorjahr. Der Hauptgrund für den Rückgang im Jahr 2023 um 1,4 Mio. EUR sind höhere Verwaltungs- und Werbekosten sowie die deutlich höheren Miet- und Betriebskosten für die im Jahr 2022 und 2023 eröffneten und unterzeichneten neuen Standorte sowie inflationsbedingte Erhöhungen bei den bestehenden Standorten. Dies wurde durch einen Umsatzanstieg von 1,5 Mio. EUR, der aus den neu eröffneten Standorten resultiert, sowie überproportional gesunkene Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilweise ausgeglichen. Gleichzeitig ergab sich jedoch eine allgemein geringere Nachfrage im Vergleich zu den Vorjahren, die jedoch die Profitabilität des Unternehmens gewährleistete.

Der Materialaufwand, der im Wesentlichen die Miet- und Betriebskosten für die angemieteten Standorte beinhaltet, hat sich gegenüber dem Vorjahr (19,3 Mio. EUR) um 1,9 Mio. EUR auf 21,2 Mio. EUR erhöht (siehe oben).

Der Personalaufwand stieg aufgrund der höheren Mitarbeiterzahl moderat um 0,5 Mio. EUR. Die Abschreibungen erhöhten sich investitionsbedingt deutlich um 0,7 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen insbesondere aufgrund höherer Verwaltungs- und Werbekosten von 4,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 6,7 Mio. EUR.

Darüber hinaus blieben die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen auf dem Niveau des Vorjahres. Dagegen ist der Steueraufwand ergebnisbedingt und aufgrund höherer steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen im Zusammenhang mit der Bildung von Rückstellungen für mietfreie Zeiten im Vorjahr wieder deutlich um 2,1 Mio. EUR gesunken.

Der allgemeine Geschäftsbetrieb und die Investitionen wurden im Geschäftsjahr im Wesentlichen aus den liquiden Mitteln des laufenden Geschäftsbetriebes, Darlehen von nahestehenden Unternehmen sowie Vermieterzuschüsse finanziert.

Die für die Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die vorstehend in Bezug auf die im Jahresabschluss ausgewiesenen Beträge analysiert wurden, sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis.

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als zufriedenstellend.

4. Voraussichtliche Entwicklung, wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Laut einer Marktanalyse beträgt der Branchenumsatz von Co-Working-Spaces im Jahr 2024 22,44 Milliarden Dollar und wird voraussichtlich bis 2028 auf 40,4 Milliarden Dollar steigen.

Die Nachfrage nach flexiblen Büroflächen wird zwischen 2024 und 2028 signifikant zunehmen, und der Großteil der Büroflächen soll bis 2028 flexibel sein.

Im Jahr 2024 eröffnete das Unternehmen einen neuen Standort in Düsseldorf mit einer Gesamtfläche von 4.000 qm und plant, bis zum 4. Quartal 2024 einen weiteren Standort in Berlin zu eröffnen. Zudem ist für 2025 ein weiterer Standort in Berlin geplant.

Mindspace hat auch das Geschäftsjahr 2023 trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds erfolgreich abgeschlossen und einen deutlichen Jahresüberschuss erzielt. Für das kommende Geschäftsjahr 2024 erwartet das Management bei leicht steigenden Umsatzerlösen einen Jahresüberschuss auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Das Unternehmen arbeitet weiterhin an der Ausweitung seiner Geschäftsfelder und der erfolgreichen Umsetzung neuer, noch zu schaffender Standorte.

Risikobewertung

Mindspace bewertet seine Risiken anhand der folgenden Faktoren:

1.

die gesamtwirtschaftliche Lage und Nachfrage

2.

das Niveau des Wettbewerbs auf dem Markt

3.

Änderungen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen

Durch die Erstellung von Budgets für die folgenden Geschäftsjahre und deren regelmäßige Überprüfung sowie durch Soll-Ist-Vergleiche stellt das Management sicher, dass die Leistungsindikatoren konsequent und stets aktuell überwacht werden und sich daraus abzeichnende Geschäftsrisiken abgeleitet werden können.

Grundsätzlich ist das Unternehmen dem inhärenten Risiko einer sinkenden Nachfrage nach den von ihm angebotenen Coworking Spaces ausgesetzt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Ausbruch des Gaza-Krieges, anhaltende Angriffe auf die Schifffahrt im Nahen Osten und der anhaltende Ukraine- Krieg mit den daraus resultierenden Risiken in Form von u.a. Liefer- und Energieversorgungsknappheit sowie weiteren Preissteigerungen die europäischen Volkswirtschaften immer noch vor Herausforderungen stellen. Diesem Risiko begegnet das Unternehmen durch aus Sicht von Mindspace exzellenten Service in den Filialen, strategisch ausgerichtete Vertriebs- und Marketingmaßnahmen und die Schaffung eines sehr ansprechenden Arbeitsumfeldes, das durch den Community-Effekt Kunden bindet und durch Mundpropaganda neue Kunden gewinnt. Die Geschäftsführung stuft das Risiko eines Nachfragerückgangs als gering ein.

Aufgrund der langfristigen Finanzierung der Investitionen durch Darlehen von nahestehenden Personen und der sehr guten Geschäftsentwicklung in den Geschäftsjahren 2019 - 2023 sieht das Unternehmen keine Liquiditätsrisiken für das Unternehmen. Ebenso schätzt die Geschäftsführung das Ausfallrisiko von Kundenforderungen als gering ein.

Die Geschäftsführer der Gesellschaft schätzen das Risiko der Gesellschaft insgesamt unverändert als gering ein.

 

Berlin, den 8. August 2024

Geschäftsführung

David Ariel Esquenazi

Gili Shalita

Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Mindspace Germany GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mindspace Germany GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mindspace Germany GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 8. August 2024

FAIR AUDIT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Tobias Kannen, Wirtschaftsprüfer

Axel Backhus, Wirtschaftsprüfer

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