Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 136284
Eingetragen
25.8.2011
Branche
Filmverleih und -vertrieb, nicht an private HaushalteBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von sonstigen Videofilmen, von Filmen und Fernsehprogrammen
Gegenstand
Der Betrieb von Kinos und Filmhandel, Beschaffung, Herstellung und Veräußerung von Film- und Fernsehproduktionen und Erwerb und Vergabe von Rechten aller Art daran sowie die Wahrnehmung einer Holdingfunktion für Unternehmen jeder Art und unterschiedlicher Rechtsformen durch die Beteiligung, den Erwerb, die Gründung, das Halten, die Verwaltung, die Veräußerung und Verwertung anderer Unternehmen sowie von Unternehmensbeteiligungen. Weiterhin der Erwerb, die Produktion, der Verkauf und die Vermietung von Digital Versatile Discs (DVDs) und Blu-Ray Discs, Audio- und Videobändern und Platten aller Art, die Produktion von Filmen und anderen audiovisuellen Produkten, der Verleih und Vertrieb von Filmprodukten und von sonstigen audiovisuellen Trägern aller Art, der Handel mit Lizenzen sowie die Vergabe von Rechten aller Art an Film- und Fernsehproduktionen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lutz Rippe
seit 19.6.2025
Geschäftsführer
Hooman Afshari
seit 19.6.2025
Geschäftsführer
Prokura
Sonia Glamazdine
seit 2.2.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Studiocanal société par actions simplifiéeFRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Euromedien Beteiligungs GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

STUDIOCANAL GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 54.745.332,62 52.255.127,79
2. Abnahme (i. Vj. Abnahme) des Bestands an fertigen Erzeugnissen -355.259,93 -356.155,01
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.365.459,86 1.488.596,99
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 11.112,95 (i. Vj EUR 41.334,09 ) -
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Komponenten -2.100.213,42 -2.356.142,29
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -19.988.733,97 -22.088.947,39 -17.536.414,41 -19.892.556,70
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.336.780,50 -5.056.365,63
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.118.626,75 -6.455.407,25 -1.022.094,50 -6.078.460,13
- davon für Altersversorgung EUR 59.115,48 (i. Vj. EUR 55.378,55) -
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -75.761,66 -75.956,08
b) auf Filmvermögen -9.414.097,08 -9.489.858,74 -16.385.792,78 -16.461.748,86
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.894.800,25 -12.715.395,50
- davon Aufwand aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (i. Vj EUR 556.085,80) -
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.900.259,75 931.112,29
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.396.170,75 (i. Vj. EUR 210.821,31) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.591.115,63 -975.804,19
- davon an verbundene Unternehmen EUR -2.590.921,92 (i. Vj. EUR -973.644,06 ) -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
11. Ergebnis nach Steuern 5.135.663,04 -1.805.283,32
12. Sonstige Steuern -768,92 -5.486,13
13. Erträge aus Verlustübernahme 1.810.769,45
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -5.134.894,12 0,00
15. Ergbnis 0,00 0,00
16. Gewinnvortrag 3.467.050,78 3.467.050,78
17. Bilanzgewinn 3.467.050,78 3.467.050,78
Betriebsergebnis Ergebnis vor Steuern 4.826.518,92 -1.760.591,42

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Markenrechte 6.386,35 8.630,85
2. Entgeltlich erworbene Software 17.152,19 23.538,54 25.035,09 33.665,94
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.796,80 160.835,91
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.255.635,00 12.280.635,00 12.255.635,00 12.280.635,00
12.454.970,34 12.475.136,85
B. Filmvermögen
I. Filmvermögen 11.402.784,89 9.920.266,54
II. Geleistete Anzahlungen 8.474.104,07 5.137.863,32
19.876.888,96 15.058.129,86
C. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Komponenten 104.938,12 147.029,04
2. Fertige Erzeugnisse 309.219,20 414.157,32 622.388,21 769.417,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.238.098,96 9.096.327,54
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 65.817.008,94 64.476.988,81
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.482.539,46 78.537.647,36 1.145.839,33 74.719.155,68
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.079.789,42 339.108,16
80.031.594,10 75.827.681,09
D. Rechnungsabgrenzungsposten 19.344,94 19.344,94
112.382.798,34 103.380.292,74
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnrücklage
Satzungsmäßige Rücklage 250.000,00 250.000,00
III. Gewinnvortrag 3.467.050,78 3.467.050,78
3.967.050,78 3.967.050,78
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 397.559,00 423.673,00
2. Sonstige Rückstellungen 17.406.786,53 18.146.521,54
17.804.345,53 18.570.194,54
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.531.064,39 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.967.339,70 1.443.660,03
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 63.138.836,40 55.424.752,33
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 23.885.571,44 23.885.571,44
5. Sonstige Verbindlichkeiten 88.590,10 89.063,62
- davon aus Steuern EUR 78.385,36(i. Vj. EUR 79.424,98) -
90.611.402,03 80.843.047,42
112.382.798,34 103.380.292,74

Anhang zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die STUDIOCANAL GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Registernummer HRB 136284 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtszeitraum wie bereits im Vorjahr das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Das Gliederungsschema der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie in den Vorjahren gemäß § 265 Abs. 5 HGB um den Posten "Filmvermögen", "Komponenten" bzw. "Aufwendungen für Komponenten" und "Abschreibungen auf Filmvermögen" erweitert.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde die Angabe im Anhang gewählt.

Zur Beschreibung der Abweichungen der genannten Bilanzwerte beziehungsweise Werte der Gewinn- und Verlustrechnung zum Vorjahr oder zu künftigen Erwartungen werden für Abweichungen zwischen 0 % und 5 % der Begriff "sehr leicht", zwischen 5 % und 15 % der Begriff "leicht", zwischen 15 % und 25 % der Begriff "deutlich" zwischen 25 % und 40 % der Begriff "stark" sowie über 40 % der Begriff "sehr stark" benutzt."

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und über einen Zeitraum von drei Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 1 und 19 Jahren.

Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten in einer Höhe von höchstens EUR 250,00, die selbständig nutzbar sind, werden direkt im Jahr der Anschaffung als Aufwand gebucht.

Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten in einer Höhe zwischen EUR 250,01 und bis zu EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt worden.

Vor dem Hintergrund der Klarheit im Bilanzausweis wurden Lizenzrechte in einem eigenen Posten gemäß § 265 Abs. 5 HGB zwischen Anlagevermögen und Umlaufvermögen als Filmvermögen ausgewiesen.

Die im Posten "Filmvermögen" ausgewiesenen Rechte werden zu Anschaffungskosten aktiviert, umfassen in der Regel die gesamte Verwertungskette und werden über einen Zeitraum von drei Jahren ab Erstveröffentlichung linear abgeschrieben, sofern sich nicht zusätzlicher Abwertungsbedarf aufgrund von unzureichenden Auswertungsmöglichkeiten ergibt. Soweit abweichend bei einzelnen Filmen die Auswertungsfenster kürzer als drei Jahre sind, wird die Nutzungsdauer bzw. Abschreibungszeit entsprechend reduziert.

Als zukünftiges Erlöspotenzial werden

a) noch nicht als Umsatz realisierte, aber kontrahierte Verkaufserlöse der Erstverwertungsmöglichkeiten,

b) die geplanten bzw. erwarteten Verkaufserlöse der Erstverkaufsmöglichkeiten sowie

c) die erwarteten Verkaufserlöse von möglichen Zweitverkäufen

angesehen.

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens und des Filmvermögens verweisen wir auf den beigefügten Anlagenspiegel.

Das Vorratsvermögen enthält den Posten Komponenten für die DVD und Blu-Ray Herstellung, der den Posten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe branchenspezifisch konkretisiert, sowie fertige Erzeugnisse und wird unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert, abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen, angesetzt.

Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfall- und Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden zum Nennwert, abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen, angesetzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nominalwert.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Stammkapital sowie die satzungsmäßige Rücklage werden zum Nennwert angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer individuellen restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,48 % (Vj. 1,47 %) verwendet. Es handelt sich um den von der Deutsche Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz. Die von § 253 Abs. 2 S. 2 HGB abweichende durchschnittliche Restlaufzeit wurde unter Berücksichtigung unternehmensspezifischer Gegebenheiten ermittelt. Bei der Bestimmung der Höhe der Rückstellung werden zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei geht die Gesellschaft derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,00 % (Vj. 2,00 %) bei den Renten aus.

Auf die Pensionskasse wurde nicht ausreichend Vermögen übertragen, so dass diese die Pensionsverpflichtung nicht vollständig erfüllen kann. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 0,6 (Vj. TEUR 9,4) und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Erträge und Aufwendungen aus der Auf- oder Abzinsung der Pensionsrückstellungen, die Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes sowie die Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung der verrechneten Vermögensgegenstände, werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Alle übrigen Komponenten der Pensionsaufwendungen werden im Personalaufwand erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die übrigen sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Latente Steuern wurden aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Euromedien Beteiligungs GmbH, Berlin, nicht bilanziert.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 0 enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben.

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden zum jeweiligen Kurs am Transaktionstag bilanziert. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden am Bilanztag gemäß § 256a HGB bewertet.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, werden ökonomische Sicherungsbeziehungen durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Mit Hilfe der Durchbuchungsmethode werden sich ausgleichende positive und negative Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung brutto erfolgswirksam erfasst.

Die Umsatzrealisierung wird vorgenommen, wenn der Gesellschaft keine Rechte und Pflichten mehr im Zusammenhang mit der verkauften Ware bzw. Rechten und Lizenzen verbleiben, die mit dem Eigentum bzw. Rechte- und Lizenzübergang einhergehen.

Branchenspezifisch sind in dem Posten 4 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen in der Gewinn- und Verlustrechnung insbesondere Lizenzaufwendungen und sonstige mit den Filmrechten und deren Verwertung verbundene bezogene Leistungen enthalten.

3. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1. Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens und des Filmvermögens im Geschäftsjahr 2023 wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen.

Die STUDIOCANAL GmbH ist zum Bilanzstichtag mit einem Anteil von 100 % am Stammkapital im Nennwert von TEUR 25 an der STUDIOCANAL Film GmbH, Berlin, beteiligt. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 der Gesellschaft belief sich auf TEUR -2.542 und der Jahresfehlbetrag 2023 beträgt TEUR 204

Die Finanzanlagen betreffen langfristige Darlehensforderungen gegen die Gesellschafterin.

3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen insbesondere sonstige Forderungen aus dem Rahmenvertrag über die mittelbare Beteiligung an einem Cash- Pool-System TEUR 56.164 (Vj. TEUR 53.731) sowie Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1.811), da in 2023 ein Gewinn erzielt wurde und dieser unter den Verbindlichen ausgewiesen wird. Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 139 (Vj. TEUR 139) eine Restlaufzeit von über einem, aber unter fünf Jahren. Die übrigen Posten der sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3.3. Stammkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 250.

3.4. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 398 (Vj. TEUR 424) decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern ab.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Lizenzgebühren TEUR 7.544 (Vj. TEUR 7.472), ausstehende Rechnungen TEUR 5.746 (Vj. TEUR 6.317) sowie Rückstellungen für bedingt rückzahlbare Fördermittel TEUR 3.470 (Vj. TEUR 3.797).

Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen:

Abrechnungen und Zahlungen der vertraglich vereinbarten Lizenzgebühren an unsere Lizenzgeber erfolgt in der Regel erst mit Geldeingang, also später als die Umsatzrealisierung. Ausgehend von den Umsätzen sind daher Rückstellungen zu bilden.

Den Kunden im Bereich Home Entertainment steht ein Retourenrecht auf nicht veräu- ßerte Waren zu. Die Kalkulation der Rückstellung erfolgt auf Grundlage der durchschnittlichen Retourenlaufzeit und Retourenquote.

Rückstellungen für bedingt rückzahlbare Fördermittel werden aufgrund erhaltener Darlehen von Fördermittelgebern gebildet. Die Rückzahlung der Darlehen erfolgt regelmäßig zwischen 5 und 10 Jahren und ist an den wirtschaftlichen Erfolg der Filme gekoppelt. Die Rückstellungen wurden zum marktüblichen Zinssatz abgezinst.

3.5. Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Art der Verbindlichkeit
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.531 1.531 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.967 1.967 0 0
(Vorjahr) (1.444) (1.444) 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 63.139 63.139 0 0
(Vorjahr) (55.425) (55.425) 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 23.886 0 23.886 0
(Vorjahr) (23.886) 0 (23.886) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 89 89 0 0
(Vorjahr) (89) (89) 0 0
Summe Geschäftsjahr 90.611 66.726 23.886 0
Summe (Vorjahr) (80.843) (56.958) (23.886) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten die saldierten Verpflichtungen aus dem im Berichtsjahr 2008 abgeschlossenen Cash-Management- Agreement zwischen der VIVENDI S.A., Paris, Frankreich, und der STUDIOCANAL GmbH in Höhe von TEUR 57.103 (Vj. TEUR 54.588).

Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 6.036 (Vj. TEUR 837) und beinhalten hauptsächlich Verbindlichkeiten aus dem Gewinnabführungsvertrag zwischen der Studiocanal GmbH und der Euromedien Beteiligungs GmbH, Berlin, Deutschland.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um ein Darlehen aus 2018 der Euromedien Beteiligungs GmbH, Berlin, Deutschland.

3.6. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse und die Veränderung der fertigen Erzeugnisse sowie die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen fast ausschließlich das Inland und setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Kinoerlöse 17.662 7.253
physisch Home Entertainment 6.532 6.422
Digitalerlöse Home Entertainment 8.622 8.196
Lizenzverkäufe 22.297 28.142
davon TV 9.194 14.724
davon SVOD 13.103 13.419
Sonstige Umsatzerlöse 2.642 3.374
Summe 57.756 53.388

Im Berichtsjahr 2023 sind die Umsätze im Bereich Lizenzverkäufe deutlich zurückgegangen, im Gegensatz dazu sind die Umsätze in Kino stark gestiegen. Der Anstieg ist auf die erfolgreichen Veröffentlichungen von Ladybug und Räuber Hotzenblotz zurückzuführen. Der Bereich Home Entertainment blieb stabil zum Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere Erträge aus Fördermitteln TEUR 1.115 (Vj. TEUR 233), Schadensersatzleistungen TEUR 662 (Vj. TEUR 708), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.493 (Vj. TEUR 302) und sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 24 (Vj. TEUR 97).

Die Abschreibungen auf Filmvermögen enthalten keine (Vj. TEUR 0) außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, die dadurch begründet sind, dass die Umsatzerwartungen nicht realisiert werden konnten.

Das Finanzergebnis von TEUR 309 (Vj. TEUR -45) resultiert im Wesentlichen aus dem Cash-Pool mit der VIVENDI S. A.. Im Rahmen des Cash-Management-Agreement stehen den Zinserträgen in Höhe von TEUR 1.396 (Vj. TEUR 211) Zinsaufwand von TEUR 2.591 (Vj. TEUR 974) gegenüber.

4. Sonstige Angaben

4.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (ohne Nebenkosten)

Fällig innerhalb eines Jahres TEUR 733
Fällig zwischen einem und fünf Jahren TEUR 2.760
Fällig über fünf Jahre TEUR 336

Genehmigte Investitionen im Filmvermögen

Fällig innerhalb eines Jahres TEUR 923
Fällig zwischen einem und fünf Jahren TEUR 50

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen ausschließlich gegenüber Dritten.

4.2. Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigt im Jahresdurchschnitt 87 Festangestellte (FTE), davon sind 5 leitende Angestellte (ohne Geschäftsführer). Zum Stichtag (31.Dezember 2023) beschäftigt die Gesellschaft 74 (Vj. 73) Angestellte in Vollzeit und 12 (Vj. 13) Teilzeitkräfte.

4.3. Organe der Gesellschaft

Die Euromedien Beteiligungs GmbH, Berlin, eine Gesellschaft aus dem Konzern der VIVENDI S.A., Paris, Frankreich, ist alleinige Gesellschafterin der STUDIOCANAL GmbH.

Aus dem Ergebnisabführungsvertrag vom 2. Dezember 2008 in der Fassung des Änderungsvertrages vom 26. November 2009 resultiert ein Aufwand aus Gewinnabführung in Höhe von TEUR 5.135 (Vj. Ertrag aus Verlustübernahme TEUR 1.811).

4.4. Mitglieder der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung des Unternehmens wahrgenommen durch

Karl-Helmut Friz (ausgeübter Beruf, Geschäftsführer).

Der Geschäftsführer war im Wirtschaftsjahr 2023 alleinvertretungsberechtigt.

Frau Alexandra Bauermeister und Frau Sonia Glamazdine waren im Geschäftsjahr 2023 Prokuristen der Gesellschaft. Sie vertreten die Gesellschaft gemeinschaftlich mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen.

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

4.5. Angaben zur Konzernzugehörigkeit

Zum 31. Dezember 2023 werden 100 % des Stammkapitals der Gesellschaft von der Euromedien Beteiligungs GmbH, Berlin, gehalten. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen der VIVENDI S.A., Paris/Frankreich, und ihren unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften.

Die Gesellschaft hat mit Verweis auf § 291 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses verzichtet. Der befreiende Konzernabschluss wird von VIVENDI S.A., Paris, Frankreich, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) nach den durch die Europäische Kommission anerkannten internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) aufgestellt.

Dieser Konzernabschluss ist erhältlich am Sitz der Gesellschaft oder zur Einsichtnahme im Bulletin Officiel des Annonces Civiles et Commerciales (BODACC).

4.6. Honorar des Abschlussprüfers

Die STUDIOCANAL GmbH ist nach dem deutschen Handelsrecht verpflichtet das Honorar für die Abschlussprüfung von EY GmbH & Co KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein Honorar in Höhe von TEUR 106 vereinbart.

4.7. Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 wurde die Prokura von Frau Alexandra Bauermeister gelöscht. Neu aufgenommen wurden Hooman Afshari und Lutz Rippe beide vertreten jeweils zusammen mit Frau Sonia Glamazdine die Gesellschaft gemeinschaftlich.

 

Berlin, 08,07.2024

Karl-Helmut Friz

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlage- und Filmvermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Markenrechte 143.870,00 0,00 0,00 0,00 143.870,00
2. Entgeltlich erworbene Software 1.042.650,60 0,00 0,00 0,00 1.042.650,60
1.186.520,60 0,00 0,00 0,00 1.186.520,60
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.977.421,33 55.595,15 0,00 0,00 2.033.016,48
1.977.421,33 55.595,15 0,00 0,00 2.033.016,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.255.635,00 12.255.635,00
12.280.635,00 0,00 0,00 0,00 12.280.635,00
15.444.576,93 55.595,15 0,00 0,00 15.500.172,08
B. Filmvermögen
I. Filmvermögen 568.207.719,65 7.843.368,47 3.053.246,95 0,00 579.104.335,07
II. Geleistete Anzahlungen 5.137.863,32 6.389.487,70 -3.053.246,95 0,00 8.474.104,07
567.376.069,36 14.232.856,17 0,00 0,00 587.578.439,14
582.820.646,29 14.288.451,32 0,00 0,00 603.078.611,22
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Markenrechte 135.239,15 2.244,50 0,00 137.483,65
2. Entgeltlich erworbene Software 1.017.615,51 7.882,90 0,00 1.025.498,41
1.152.854,66 10.127,40 0,00 1.162.982,06
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.816.585,42 65.634,26 0,00 1.882.219,68
1.816.585,42 65.634,26 0,00 1.882.219,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
2.905.695,90 75.761,66 0,00 3.045.201,74
B. Filmvermögen
I. Filmvermögen 558.287.453,10 9.414.097,08 567.701.550,18
0,00 0,00
II. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
558.287.453,10 9.414.097,08 0,00 567.701.550,18
561.193.149,00 9.489.858,74 0,00 570.746.751,92
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Markenrechte 6.386,35 8.630,85
2. Entgeltlich erworbene Software 17.152,19 25.035,09
23.538,54 33.665,94
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.796,80 160.835,91
150.796,80 160.835,91
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.255.635,00 12.255.635,00
12.280.635,00 12.280.635,00
12.454.970,34 12.475.136,85
B. Filmvermögen
I. Filmvermögen 11.402.784,89 9.920.266,54
II. Geleistete Anzahlungen 8.474.104,07 5.137.863,32
19.876.888,96 15.058.129,86
32.331.859,30 27.533.266,71

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

1 Geschäftsmodell

Die STUDIOCANAL GmbH ist als Muttergesellschaft der STUDIOCANAL Germany Gruppe in folgenden Leistungsbereichen tätig:

Akquisition von Filmrechten

Vertrieb selbst akquirierter Filmrechte auf der Basis von Vertriebsvereinbarungen

Beteiligung an Filmproduktionen (Koproduzent)

Halten einer Beteiligung

Erbringung von kaufmännischen und juristischen Dienstleistungen für das Tochterunternehmen.

Die Serviceleistungen aus der Holdingfunktion gegenüber der Beteiligung beinhalten insbesondere Buchhaltung, Controlling, Lizenzabrechnung, allgemeine Verwaltung, rechtliche Beratung und Materialdienstleistungen. Die Filmverwertung erfolgt durch die STUDIOCANAL GmbH, während das Tochterunternehmen vorrangig als Lizenzgesellschaft und Koproduzent von Filmwerken fungiert.

Der Teilkonzern steht unter dem beherrschenden Einfluss der STUDIOCANAL GmbH. Der Teilkonzern ist in die Strukturen des Vivendi Konzerns eingebunden und wird in den Konzernabschluss der VIVENDI S. A., Paris, Frankreich, einbezogen.

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind für die Gesellschaft wie im Vorjahr die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Gewinnabführung. Der bedeutendste nichtfinanzielle Leistungsindikator für unsere Branche ist die Anzahl der Kinobesucher. Diese wirkt sich auch maßgeblich auf nachfolgende Verwertungsstufen aus.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Kinomarkt

In 2023 setzte sich der Erholungstrend im Kinomarkt fort: es wurden 95,7 Mio Tickets verkauft, das ist ein Anstieg von 23 % zum Vorjahr. Das entspricht einem Umsatz von 929 Mio. EUR 1.

Im Vergleich zu 2019, dem letzten Corona-freien Jahr, liegen die Besucherzahlen noch um 19,4 %, der Umsatz ist noch 9,3 % unter 2019.

Die unterschiedlich schnelle Entwicklung zwischen Ticketverkäufen und Umsatz liegt an weiter gestiegenen Eintrittspreisen. Der durchschnittliche Eintrittspreis lag in 2023 bei € 9, 71 und damit 4,9 % über 2022.

Der fast vier Monate dauernde Streik der Screen Actors Guild - American Federation of Television and Radion Artists (SAG AFTRA) und Writers Guild of America (WGA) in den USA führte zu Verzögerungen und Verschiebungen bei Produktionen und schlussendlich auch bei Kinostarts, so dass einige große Blockbuster nicht in 2023 ins Kino kamen, andere werden nicht in 2024 ins Kino kommen, da sie nicht wie geplant fertiggestellt werden konnten.

Erfreulicherweise gab es in 2023 seit 2019 wieder 3 Filme, die über 5 Millionen Besucher zählten: Barbie, Avatar: The Way of Water und Der Super Mario Bros Film. Ganze 24 Filme schafften es auf über 1 Million Besucher und diese Filme kamen aus unterschiedlichen Genres wie Comedy (Barbie) und Oppenheimer (Drama) und wurden sowohl in Programmkinos, als auch in Multiplexen gespielt.

2.1.2 Home Entertainment Markt

Insgesamt konnte sich der Home Entertainment Markt trotz der starken Inflation gut halten und wuchs um 13 %. Allerdings setzten sich die Veränderungen des Konsumentenverhaltens auch im Jahr 2023 fort. Während SVOD (Subscription-Video-on-Demand) wieder zweistellig um 13 % zulegen konnte und mittlerweile 77 % des Gesamtmarktes ausmacht, war das Bild im transaktionalen Geschäft gemischt, das insgesamt stabil blieb bei einem Umsatz von 771 Mio. EUR 2.

Die physischen Umsätze gingen um 13,5 % zurück auf 301 Mio. EUR. DVD Verkäufe sanken um 14 % und Blu-ray Verkäufe um 7 %. Ein positives Bild ergab sich in den digitalen Bereichen:

1 FFA Das Kinojahr 2023, S.3
2 GFK Der Home-Video-Markt im Jahr 2023, S.9

EST (Electronic-Sell-Through) wuchs um 11 % an und TVOD (Transactional-Video-on- Demand) konnte um 5 % zulegen 3.

Während das Segment "New Releases" um 1 % anstieg, wuchs Library um 6 % 4.

2.1.3 TV-Markt

Auch in Zeiten großer Veränderungen im Sehverhalten der Nutzer, bleibt das lineare Fernsehen in 2023 an der Spitze aller Medienformen. Zwar ist die Reichweite in den letzten Jahren zurückgegangen, aber immer noch steht Fernsehen mit 79 % Reichweite in der Bevölkerung an erster Stelle, gefolgt von Streaming Anbietern, deren Reichweite mittlerweile auf 43 % gestiegen ist. 5

Ausschlaggebend dürfte hier unter anderem das hohe Durchschnittsalter der Bevölkerung sein. Denn während bei den jüngeren Altersgruppen (14-29), der Nutzungsanteil des Fernsehens auf 16 % gesunken ist, dominiert bei der Gruppe 50+ das Fernsehen immer noch mit einem Nutzungsanteil von 77 %. 6

Die Nutzung der Online-Angebote der Fernsehsender, sei es Mediatheken oder kostenpflichtige Angebote ist gestiegen. Die liegt einerseits an der Weiterentwicklung und Vermarktung dieser Angebote, andererseits an einem sich ändernden Konsumverhalten. Die Anteile der Bewegtbildformen sind in den Altersgruppen sehr unterschiedlich, wie die Graphik zeigt.

3 GFK Home-Video im Jahr 2023, S.11
4 GFK Home-Video im Jahr 2023, S.16
5 ARD/ZDF-Onlinestudie 2023 Massenkommunikation Trends (S.14)
6 ARD/ZDF-Onlinestudie 2022 Massenkommunikation Trends (S.19)

2.2 Geschäftsverlauf

Aus dem operativen Geschäft wurde ein positives EBIT erzielt. Der geplante Jahresüberschuss wurde übertroffen, insbesondere durch Kosteneinsparung und Verschiebung von Film auf 2024.

Zur Beschreibung der Abweichungen der genannten Bilanzwerte beziehungsweise Werte der Gewinn- und Verlustrechnung zum Vorjahr oder zukünftigen Erwartungen werden für Abweichungen zwischen 0 % und 5 % der Begriff "sehr leicht", zwischen 5 % und 15 % der Begriff "leicht", zwischen 15 % und 25 % der Begriff "deutlich" zwischen 25 % und 40 % der Begriff "stark" sowie über 40 % der Begriff "sehr stark" benutzt."

Der Verlauf in den einzelnen Verwertungsstufen stellt sich wie folgt dar:

2.2.1 Kino

STUDIOCANAL GmbH hatte den größten Erfolg des Jahres mit dem Start des Animationsfilms "MIRACULOUS: LADYBUG & CAT NOIR - DER FILM" im Juli, der im Laufe seiner Auswertung fast 1,3 Mio Besucher einsammelte. Der im November gestartete Horrorfilm "SAW X" übertraf die Erwartungen mit einem Ergebnis von über 480 Tsd. Besuchern und wurde der drittgrößte Horrorfilm des Jahres.

Auch der im April gestartete französische Film "IM TAXI MIT MADELEINE" erzielte ein besseres Ergebnis als erwartet mit über 220 Tsd. Besuchern. Daneben gab es leider auch zwei deutsche Produktionen, die nicht wie erwartet funktionierten. Das Drama "DER VERMESSENE MENSCH" lief im März an und erreichte nicht ganz 100 Tsd. Besucher. Die Komödie "ENKEL FÜR FORTGESCHRITTENE", erzielt auch nur ein enttäuschendes Ergebnis von um die 210 Tsd. Besucher und blieb deutlich hinter dem ersten Teil zurück. Der in Berlin gedrehte Actionfilm "RETRIBUTION" mit Liam Neeson erfüllte mit etwa 95 Tsd. Besuchern auch nicht die Erwartungen, ebenso die britische Komödie "WHAT'S LOVE GOT TO DO WITH IT" mit weniger als 110 Tsd. Besuchern. Gute Zahlen lieferte "PAST LIVES - IN EINEM ANDEREN LEBEN" mit einem Ergebnis von über 185 Tsd. Besuchern. Auch die erfolgreiche Veröffentlichung von "RÄUBER HOTZENPLOTZ" brachte 850 Tsd. Besucher in Geschäftsjahr 2023.

Für den Verleih Prokino brachte STUDIOCANAL auch in 2023 einige Titel wie "AS BESTAS - WIE WILDE TIERE" und "DAS NONNENRENNEN" ins Kino.

Für den Verleih Plaion Pictures brachte STUDOCANAL die Filme "DIE FRAU IM NEBEL", den Oscar Gewinner "THE WHALE", den Kinderfilm "PONYHERZ", ALL THE BEAUTY AND THE BLOODSHED", "RODEO", "DIE WANDERNDE ERDE II" in die Kinos.

Insgesamt erreichte STUDIOCANAL einen Marktanteil von 3,1 % des Umsatzes bzw. 3,8 % der Besucher 7 , das ist in beiden Fällen eine deutliche Steigerung zum Vorjahr (1,86 % bzw. 2,3 %).

2.2.2 Home Entertainment

STUDIOCANAL erzielte im physischen Markt einen Jahresumsatz von knapp 6,5 Mio. EUR, der nur 2 % unter Vorjahr lag. Damit konnte STUDIOCANAL besser performen als die allgemeine Marktentwicklung war, die um 13,5 % zurückging. Das lag vor allem an sehr starken Library Umsätzen, die sich auf über 5,2 Mio. EUR beliefen. Während die New Releases mit Umsätzen von gut 1,1 Mio. EUR eher schwach waren.

Insgesamt lag der physische Marktanteil bei 2,7 % und damit gleichauf mit dem Vorjahr, was verdeutlicht, dass STUDIOCANAL sich in einem herausfordernden und rückläufigen Marktumfeld behaupten kann.

Nicht überraschend wurde der Umsatz in 2023 vor allem wieder durch eCommerce Händler wie Amazon erzielt, da sich der allgemeine Trend hin zum Onlinehandel fortsetzte. Der stationäre Handel konnte zwar wieder Boden gutmachen, liegt aber dennoch zurück.

7 Comscore Auswertungen zum Kinomarkt Gesamtjahr 2023, S.9

Im digital-transaktionalen Markt (EST & TVOD) erzielte STUDIOCANAL einen Umsatz von 8,6 Mio. EUR (VJ 8,2 Mio. EUR). Davon entfielen über 90 % auf die führenden Plattformen Amazon und iTunes. Damit lag der Umsatz knapp 5 % über dem Vorjahr.

Besonders erfolgreich war in 2023 weiterhin die Actionfilme "JOHN WICK" und "CASH TRUCK".

Physisch war "MIRACULOUS: LADYBUG & CAT NOIR - DER FILM" der erfolgreichste Titel von 2023, aber auch Library Titel wie "DIE GROßE LOUIS DE FUNES COLLECTION" oder "DIE LÜMMEL VON DER ERSTEN BANK" konnten signifikante Umsätze erzielen.

Sehr positiv entwickelt haben sich auch die SVOD-Channel entwickelt und Abonnentenzahlen sind für "ARTHAUS+", "ALLSTARS" und "MOVIECULT", auf über 140 Tsd. angestiegen.

Auch der YOUTUBE Kanal von STUDIOCANAL hat sich weiterhin positiv entwickelt und konnte neue Kunden anziehen. Mittlerweile hat der Kanal 146 Tsd. Abonnenten. Der Kanal konnte insgesamt 163 Mio. Views generieren.

Außerdem wurde eine eigenständige App entwickelt und gelauncht: "ARTHAUS+" startete am 17. Oktober 2023 und konnte seitdem etwa 700 Abonnenten verzeichnen.

2.2.3 TV Markt

Die TV-Auswertung ist traditionell die letzte Stufe, die im Lifecycle eines Films durchlaufen wird; somit ist das TV-Geschäft jenes, das am spätesten unter Marktirregularitäten zu leiden hat. Im Jahre 2020/2021 wurde die Filmbranche aufgrund der Coronapandemie massiv ausgebremst; die Nachwirkungen bekamen wir besonders 2022, aber auch 2023 noch zu spüren. Nur sehr wenige First Run Deals konnten abgeschlossen werden, da hierfür die nötigen Driver fehlten.

Wesentlich besser sah es hingegen im Library-Sektor aus. Obwohl der Trend zu einer stärkeren digitalen Ausrichtung ganz besonders von den öffentlich-rechtlichen Kanälen forciert wird, hat das keinen folgenreichen Impact auf den Abschluss vieler Library-Pakete gehabt; wir konnten einige Deals abschließen, angeführt von einem großen DEGETO-Paket, das 17 Titel umfasst und FTV-Rechte für 4 Jahre überträgt. Aber auch die Dritten, RTL2 und TELE 5 erwarben bei uns zahlreiche Filmrechte, so dass die Library-Umsätze die der letzten Jahre übertrafen. Das soll allerdings nicht über die Probleme im TV-Business hinwegtäuschen. Der Schwund an Zuschauer nimmt weiterhin zu, Mediatheken werden für TV Sender immer wichtiger, die Tage der klassischen linearen Auswertung sind gezählt. Besonders lässt sich das im PTV feststellen, der immer mehr von on Demand-Angeboten verdrängt wird; so konnten wir 2023 keinen einzigen nennenswerten Verkauf für diese Auswertungsstufe vorweisen.

3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

3.1 Ertragslage

Auf Gesellschaftsebene ist festzustellen, dass sich Umsatzerlöse und die Veränderung der fertigen Erzeugnisse sowie die sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 4.368 gegenüber dem Vorjahr erhöht haben, was einem Anstieg von 8 % entspricht. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus höheren Erlösen im Bereich Kino.

Die Umsatzaufteilung auf die einzelnen Verwertungsstufen hat sich dabei gegenüber dem Vorjahr verändert. Der Anteil aus der Kinoverwertung stieg stark gegenüber dem Vorjahr an. Er betrug 2023 30,6 % (Vj. 13,6 %), der physischen Home Entertainment Umsatz lag stabil bei 11,3 % (Vj. 12,0 %) und der digitale Home Entertainment Umsatzanteil blieb ebenfalls stabil bei 14,9 % (Vj. 15,4 %): Mit dem TV und Lizenzhandel konnte nur ein Umsatzanteil von 38,6 % (Vj. 52,7 %) erzielt werden. Sonstige Umsätze entsprechen einem Anteil von 4,6 % (Vj. 6,3 %).

Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.196 auf TEUR 22.089 erhöht, die Materialaufwandsquote ist auch leicht auf 40,3 % (Vj. 38,1 %) gestiegen.

Die Personalaufwandsquote ist konstant bei 11,8 % (Vj. 11,6 %).

Die Nutzungsdauer der Lizenzrechte wird mit 3 bzw. 2 Jahren angesetzt. Die Abschreibungen auf das Filmvermögen sind um TEUR 6.972 auf TEUR 9.414 gesunken. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Filmvermögen (Vj. TEUR 0) notwendig.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 2.179 auf TEUR 14.895 gestiegen. Bezogen auf den Umsatz ist die Quote auf 27,2 % (Vj.24,3 %) gestiegen.

Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 6.587 auf TEUR 4.827 (Vj. TEUR -1.761) deutlich gestiegen, was im Wesentlichen auf den höheren Einnahmen zurückzuführen ist.

Das Finanzergebnis hat sich auf TEUR 309 (Vj. TEUR -45) in 2023 verbessert. Dieses Ergebnis beruht gesunkenen Verpflichtung aus dem Cashpool gegenüber verbundenen Unternehmen.

Der abzuführende Gewinn in 2023 an die Gesellschafterin Euromedien Beteiligungs GmbH beträgt TEUR 5.135 (Vj. Ertrag aus Verlustübernahme TEUR 1.811).

3.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber 2022 um TEUR 9.003 auf TEUR 112.383 gesunken.

Mit dem Fokus auf deutsche und europäische Produktionen ist das bilanzierte Filmvermögen um TEUR 4.819 auf TEUR 19.877 gestiegen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um TEUR 1.340 erhöht.

Der Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist um TEUR 2.142 auf TEUR 11.238 gestiegen. Im Dezember 2023 wurden hohe Umsätze aus Verkäufen realisiert, welche im Q1 2024 von den Kunden bezahlt wurden.

Die Rückstellungen sind um TEUR 766 gesunken.

Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen zum Erwerb von Filmvermögen in Höhe von TEUR 973 (Vj. TEUR 7.809).

3.3 Finanzlage

Die Finanzierung wird über den operativen Cashflow sowie die Einbindung in das Cashpool System des Vivendi Konzerns gewährleistet. Zum Bilanzstichtag wurde die Finanzierungszusage von Vivendi S.A. in Höhe von 2,4 Mio. EUR in Anspruch genommen. Die Gesellschaft war damit jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verbindlichkeiten fristgemäß zu bedienen und ihre Tochtergesellschaften wiederum ebenfalls mit ausreichender Liquidität auszustatten.

Die Unternehmensgruppe ist dem Cashpool System des Vivendi Konzerns angeschlossen. Die Zinskonditionen haben sich gegenüber dem Vorjahr für Entnahmen aus dem Cashpool von 1,45 % auf 1,0 % über 1 Monats EURIBOR verringert. Im Übrigen blieb der Zinssatz unverändert. Das Zinsergebnis betrug in 2023 TEUR 309 (Vj. TEUR -45). Für Investitionen und Umsätze in Fremdwährung schließt die STUDIOCANAL GmbH Währungstermingeschäfte ab. Zusätzlich zu den Vivendi-internen Kreditlinien hat die Gesellschaft von Kreditinstituten Sicherheiten in Höhe von TEUR 139 erhalten.

Der Cashflow der STUDIOCANAL GmbH stellt sich im Jahr 2023 wie folgt dar:

CF aus laufender Geschäftstätigkeit: 7,3 Mio. EUR (Vj. 9,4 Mio. EUR)
CF aus Investitionstätigkeit: -14,3 Mio. EU (Vj. -6,1 Mio. EUR)
CF aus Finanzierungstätigkeit: -7,7 Mio. EUR (Vj. -3,2 Mio. EUR)
Die Finanzmittel zum Ende der Periode: 1,1 Mio. EUR (Vj. 0,3 Mio. EUR).

4 Gesamtaussage

Das operative Geschäft war in 2023 für die STUDIOCANAL GmbH sowie für die Unternehmensgruppe positiv. Im Jahr 2023 sind die Gesamterlöse im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 leicht gestiegen (6 %). Dabei konnten im vergangenen Geschäftsjahr nur knapp 7 Mio. EUR im FreeTV erzielt werden. Das entspricht einem Rückgang von 44 %. Dies sind unteranderem die Spätfolgen der Corona Pandemie. Die fehlenden Kinoveröffentlichungen in 2021 spiegeln sich in 2023 in fehlenden TV-Verkäufen wider.

5 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

5.1 Prognosebericht

Der IWF erwartet für das Jahr 2024 einen leichten Aufwärtstrend in der Weltwirtschaft jedoch wird für den Euroraum ein schwächeres Wachstum prognostiziert. 8 Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein höheres Umsatzniveau als 2023, durch ein stärkeres Line-up im Hinblick auf die erwarteten Besucher (ca. 4 Mio. Besucher, ca. +25 % versus Vorjahr). Im Bereich HE physisch und digital werden stabile Umsätze erwartet. Die Geschäftsführung geht von einem positiven Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) in Höhe von zwischen 6 Mio. EUR und 7 Mio. EUR aus und plant einen Umsatz für 2024 zwischen 60 Mio. EUR bis 65 Mio. EUR.

Um erfolgversprechende, große Blockbuster zu akquirieren, wird eine weitere Zusammenarbeit über 2023 hinaus mit internationalen Produktionsstudios durch Akquise verfügbarer Lizenzen für den deutschsprachigen Markt angestrebt sowie ein stärkerer Fokus auf Eigenproduktionen innerhalb der Gruppe gelegt. Die Studiocanal GmbH hat in 2024 Investitionen in Höhe von 6,4 Mio. EUR geplant davon 3,6 Mio. EUR für deutsche Produktionen.

5.1.1 Kino

Der Wandel des Kinomarktes im Zuge der Digitalisierung wurde durch die Pandemie dramatisch beschleunigt und der Druck auf den Kinomarkt ist weiter gestiegen. Im Wettbewerb um Aufmerksamkeit, Geld- und Zeitbudget der Zuschauer konkurriert das Kino mit zahlreichen digitalen Formaten, die vom Lockdown weiter profitierten. Aber das Jahr 2023 hat gezeigt, dass die Besucherzahlen wieder steigen - wenn auch langsamer als in anderen Ländern, wie zum Beispiel Frankreich. Darüber hinaus konzentrieren sich Kinogänger wie auch im letzten Jahr vor allem auf große Blockbuster Filme (Must-see Filme) und bekannte Franchises, während eine Vielzahl an Filmen es schwer hat größere Besucherzahlen zu erreichen.

8 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/03/10-globale-wachstumsperspektive.html#:~:text=Vor%20diesem%20gemischten%20Hintergrund%20prognostizierte,2%20Prozentpunkte%20(PP)%20angehoben.

Für 2024 besteht das Risiko wieder rückläufiger Besucherzahlen aufgrund eines Mangels an Filmen, der auf den langen Streik der Drehbuchautoren in den USA in 2023 zurückzuführen ist. Bisher allerdings bewegen sich die Zahlen nur leicht hinter dem Vorjahresniveau.

STUDIOCANAL wird auch dieses Jahr wieder eine Reihe an attraktiven Filmen ins Kino bringen, darunter der Kinderfilm "ELLA UND DER SCHWARZE JAGUAR", der bereits überaus erfolgreich gestartet ist, außerdem kommt für das junge Publikum die Verfilmung der Besteller Buchreihe "WOODWALKERS" als deutsche Produktion ins Kino. Ein weiteres Highlight wird "BACK TO BLACK" sein, ein Film über das Leben und Schaffen von Amy Winehouse.

Starke Arthouse Filme wie "KLEINE SCHMUTZIGE BRIEFE", die deutsche Produktion "DER BUCHSPAZIERER" und "DIE FOTOGRAFIN" sind auch im Lineup enthalten.

Außerdem wird STUDIOCANAL die Reihe "BEST OF CINEMA" auch dieses Jahr fortsetzen und zusammen mit anderen Verleihern wieder jeden Monat einen Filmklassiker für einen Tag zurück ins Kino bringen.

5.1.2 Home Entertainment

Der gesamte Home Entertainment-Markt ist auch in 2023 vor allem durch den Erfolg der SVOD Anbieter wie Netflix, Prime und Disney+ um 13 % auf 4,3 Mrd EUR gewachsen 9. Dieser Trend wird sich wohl, wenn auch in einem langsameren Tempo, fortsetzen. Das ist vor allem für die Arthaus+ Kanäle und die ARTHAUS+ App von STUDIOCANAL ein positiver Ausblick.

Allerdings hat diese Entwicklung natürlich auch Auswirkungen auf den transaktionalen Bereich und vor allem auf die physischen Produkte, deren Absatz weiter sinken wird. Die GFK prognostiziert einen Rückgang von gut 12 % für den physischen Markt. 10

Auch digitale Transaktionen sind von der steigenden Zahl an Streaming Abos, die die Kunden abschließen, betroffen. Dennoch wird für diesen Wachstumsmarkt von der GFK ein Wachstum von 4 % Wachstum für 2023 11 erwartet.

9 GFK Home-Video im Jahr 2023 S.7
10 GFK KinoHome-Video Forecast 2024
11 GFK KinoHome-Video Forecast 2024

5.1.3 TV

Die Veränderungen in der Art und Dauer des Medienkonsums werden auch in den kommenden Jahren weitergehen und bereits dieses Jahr weiteren Einfluss nehmen auf das TV-Geschäft.

Das starke Wachstum der Streaming Anbieter und die damit einhergehende steigende Nachfrage nach Produkten (Filmen, Serien, etc) bieten die Chance für STUDIOCANAL den eigenen Lineup mit oder ohne TV bestmöglich zu lizenzieren.

Gleichzeitig wächst aber auch die Konkurrenz auf der Angebotsseite und viele Fernsehsender investieren zunehmend in eigene Produktionen um unabhängiger von Lizenzeinkäufen zu werden und das Angebot gezielter für das eigene Publikum maßzuschneidern.

5.2 Chancen- und Risikobericht

Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens hängt von verschiedenen branchenüblichen Chancen und Risiken ab, deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage intern nicht quantifiziert werden, da ihre Eintrittswahrscheinlichkeit nur schwer prognostizierbar sind und nicht bzw. nur bedingt gezielt gesteuert werden können. Zu diesen branchenüblichen Risiken und Chancen gehören in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für das Unternehmen: Geschäfts- und Marktrisiken, die mit dem Erwerb und der Verwertung von Filmrechen und Lizenzen zusammenhängen, der Wettbewerb in der Branche, das Medienverhalten der Nutzer in einem zunehmend digitalisierten Umfeld, das Knowhow und die Erfahrung unserer Mitarbeiter, Chancen und Risiken aus Währungskurs- und Zinssatzänderungen sowie Risiken aus künftigen steuerlichen Betriebsprüfungen und Rechtsstreitigkeiten.

Die STUDIOCANL GmbH ist weiterhin bemüht die Synergien innerhalb der STUDIOCANAL Gruppe weiterauszubauen und somit das Umsatzniveau zu halten und die Profitabilität zu optimieren. Zusammen mit STUDIOCANAL TV GmbH aus München wird der Fokus auf die eigene Produktion von Filmen und TV Serien verstärkt.

Neben diesen branchenüblichen Risiken stellen auch geopolitische Spannungen Risikofaktoren für die Weltwirtschaft und damit das Unternehmen dar. Allen voran ist der Krieg in der Ukraine zu nennen. Es ist derzeit nicht abzuschätzen, wie er sich weiterentwickelt und wie sich die Folgen des Krieges auf die Weltwirtschaft auswirken. Es besteht das Risiko, dass die Auswirkungen auf die globale Konjunktur erheblich sind. Dies könnte dann auch die Geschäfte der Gesellschaft negativ beeinflussen.

Wechselkursrisiken aus längerfristigen Kauf- und Verkaufsverträgen in USD mit Beträgen von mehr als 1 Mio. EUR werden durch Hedging-Maßnahmen mit der VIVENDI S.A. abgesichert, die im Falle von Über- und Unterabsicherungen an die tatsächlichen Zahlungsströme angepasst werden. Die Gesellschaft bewertet die hieraus resultierenden Risiken daher als gering. Die Grund- und Sicherungsgeschäfte werden im Jahresabschluss als Bewertungseinheit abgebildet.

Zur Finanzierung noch entstehender Verpflichtungen greift die Gesellschaft auf das bestehende Cash-Management-Agreement zu. Die Vereinbarungen zum Cashpool-Vertrag stellen sicher, dass bis Ende 2025 die bestehende Kreditlinie weder reduziert noch gekündigt werden kann. Ein Liquiditäts- bzw. Finanzierungsrisiko wird durch die vorhandenen Vereinbarungen daher insgesamt als sehr gering eingeschätzt.

Die Gesellschaft verfügt über ein Risikomanagementsystem, das auf die Belange und Anforderungen des Mutterkonzerns Vivendi S.A. sowie auf die individuellen Risiken des Lizenzhandels zugeschnitten ist. Die Gesellschaft und der Konzern werden die Entwicklung weiterhin analysieren und bei Bedarf die entsprechenden Maßnahmen anpassen bzw. ausweiten.

Weiter entscheidend für die wirtschaftlichen Entwicklung ist die Marktentwicklung. Das wird sich in den nächsten Jahren zeigen, wie sich der Markt entwickelt. Aufgrund des Line-ups für 2024, eines gesicherten starken Katalogs aus dem Konzernverbund sowie der langjährigen Branchenkenntnis des Unternehmens mit einem soliden Gesellschafterhintergrund und der fortdauernden Einbindung in das Cash-Management-System der Vivendi Gruppe sieht die Geschäftsführung die Risiken der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft als gering an.

Die STUDIOCANAL GmbH versucht die Risiken mit Chancen auszugleichen, dazu gehören unter anderem neue Deals im Lizenzbereich und die Akquisition von kleineren Filmen.

Insgesamt sind keine bestandsgefährdenden Risiken bekannt.

 

Berlin, am 08.07.2024

Karl-Helmut Friz

Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die STUDIOCANAL GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der STUDIOCANAL GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STUDIOCANAL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 8. Juli 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Philipp Canzler, Wirtschaftsprüfer

Stephan Schmidt,Wirtschaftsprüfer

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