farmermobil Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörn Osterkamp seit 21.10.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
farmermobil GmbHLaerJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäfts und Rahmenbedingungen a) Entwicklung des Marktes und der allgemeinen Wirtschaft Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld gestockt. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise in der gesamten Wirtschaft dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Die Erzeugung von Konsumeiern in Deutschland ist im abgelaufenen Jahr 2023 leicht zurückgegangen. Während die Produktion 2022 noch bei 14,8 Mrd. Eiern lag, wird für 2023 eine Produktion von 14,2 Mrd. Eiern erwartet. Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland veränderte sich voraussichtlich mit 230 Eiern von 2022 auf 2023 nicht. 2022 gab es deutschlandweit mehr als 3 Mio. mobile Legehennenplätze. Marktexperten gehen von knapp 4 Mio. aus. Die Betriebe konzentrieren sich maßgeblich in den alten Bundesländern. Wir gehen in Übereinstimmung mit Marktexperten davon aus, dass der Markt für Mobilställe im Jahr 2023 in Deutschland stagniert hat und dieses Niveau gehalten wurde. Die kontinuierlichen Kapazitätserweiterungen bei Mobilställen der Vorjahre, oftmals durch Neueinsteiger realisiert, setzten sich in 2022 und auch in 2023 nicht fort. Branchenkenner berichten zwar weiter von vereinzelten Stallaufbauten, gerade in Regionen mit geringer Mobilstallkonzentration in verbraucherfreundlicher Lage, aber auch von Betriebsaufgaben oder übergangsweise leeren Ställen. Maßgeblich geschuldet sind letztere den stark gestiegenen Produktionskosten (Futter, Energie, Junghennen, Tierarztkosten). Nicht anhaltend und nicht in allen Regionen des Landes sind die Verbraucher bereit, diese über die Bezahlung eines höheren Eierpreises mitzutragen. Zwar steht die regionale Erzeugung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen immer noch stark im Fokus, die gesamtgesellschaftlichen Probleme der Jahre 2022 und 2023 führten aber zu einer Verhaltensänderung hin zum Kauf von preiswerteren Eiern. Auslandsmärkte wie Belgien, Frankreich, Irland, Großbritannien, Osteuropa, Österreich oder die Schweiz bieten grundsätzlich Potenzial für Mobilställe, benötigen jedoch einige Jahre Anlaufzeit, bis ein signifikantes Marktniveau erreicht ist. Infolgedessen verzeichnete der Absatz von Mobilställen aller Hersteller, aber auch von farmermobil, im Jahr 2023 einen massiven Einbruch. Das niedrige Niveau verkaufter Ställe des 2. Halbjahres 2022 hat sich im gesamten Jahr 2023 verstetigt. War das erste Quartal des Jahres 2022 noch durch die Fertigstellung und Auslieferung von Bestellungen aus der Boom-Phase des Jahres 2021 gekennzeichnet, führt eine Fortschreibung der Geschäftszahlen des 2. Halbjahres 2022 zu einem weiteren Rückgang der Geschäftszahlen in 2023 verglichen mit dem Gesamtjahr 2022. farmermobil hat bereits im Jahr 2022 begonnen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Erschließung internationaler Märkte wurde forciert und im Jahr 2023 fortgesetzt. Traditionell ist farmermobil in Österreich und der Schweiz aktiv. Für Frankreich, Belgien, Irland, Großbritannien und ausgewählte Länder in Ost- und Nordeuropa wurden in 2022 und 2023 Vertriebspartner gewonnen. Diese Strategie zeigt in 2023 erste Erfolge. Die Märkte in Belgien und Frankreich sind angesprungen und dieser Länder tragen signifikant zum Umsatz in 2023 bei. Dennoch können die internationalen Verkäufe den außergewöhnlichen Einbruch der Verkaufszahlen in Deutschland nicht kompensieren. Auf der Kostenseite hat farmermobil daher den bereits 2022 eingeschlagenen Weg fortgesetzt. Wurde 2022 bereits eine einschneidende Personalmaßnahme ergriffen, so musste diese im Sommer 2023 wiederholt werden. Des Weiteren wurde die gesamte Produktion und Lagerhaltung auf deutlich weniger Fläche konzentriert. Da sich die Absatzkrise auf dem Mobilstallmarkt in Deutschland im Jahr 2023 fortgesetzt hat, wurden zudem auf der Konzernebene umfassende Anstrengungen der Gesellschafter wie auch der finanzierenden Banken erforderlich, um die Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu sichern. b) Umsatz-, Rohertrags- und Geschäftsergebnisentwicklung Der Trend in der sinkenden Nachfrage aus dem Vorjahr setzte sich unvermindert im Geschäftsjahr 2023 fort. Demzufolge sank der Umsatz um 47% gegenüber dem Vorjahr. Die Rohertragsmarge blieb bei einem Niveau von 39% relativ konstant, die Beschaffungsseite zeichnete sich durch ein unterjährig annähernd gleichbleibendes und zum Jahresende leicht fallendes Preisniveau gegenüber dem Vorjahr aus. Eine Kostenanpassung der Fixkosten konnte nicht mit gleicher Geschwindigkeit relativ zum Nachfragerückgang vorgenommen werden, sodass das Geschäftsergebnis wie im Vorjahr erneut negativ war. c) Produktion und Beschaffung Aufgrund der Anpassung auf der Kostenseite kam es zu erheblichen Störungen im gesamten internen Ablauf, sodass die Produktion mit organisatorischen Herausforderungen neben dem Tagesgeschäft zu kämpfen hatte. Die Lagerumstrukturierung führte auch beschaffungsseitig zu Effizienzverlusten, sodass sich Liefertermine im Jahresverlauf verlängerten. d) Investitionen Investitionen außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebes wurden nicht in signifikanter Höhe vorgenommen. Gleichwohl wurde der Bestand an Miet- und Messeställen weiter erhöht. e) Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Aufgrund der unvermindert andauernden Absatzkrise wurde ein umfangreiches Finanzierungskonzept mit Gesellschaftern, Banken und Beratern erarbeitet und im letzten Quartal 2023 umgesetzt, um die Liquidität der Gesellschaft sicherzustellen. Dazu erhielt die Gesellschaft ein zusätzliches Gesellschafterdarlehen, um die mittelfristige Liquidität zu sichern. f) Personal- und Sozialbereich Die Anzahl der Mitarbeiter ist zum Stichtag 31.12. im Jahr 2023 von im Vorjahr 74 auf 40 gesunken. Ursächlich hierfür ist der starke Rückgang des Absatzes. Hierzu wurden im Rahmen der Anpassung der Personalstruktur an geringere Absätze betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen und im Juli 2023 eine sozialverträgliche Massenentlassung durchgeführt, um die Personaldecke dem Absatzniveau anzupassen. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage: Die Rohertragsmarge im Jahr 2023 betrug 39%, was im Vergleich zum Vorjahr ein ähnlich hohes Niveau bedeutet. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich aufgrund des gesunkenen Absatzes und der nachlaufenden Personalanpassung auf ca. 50%. Das absolute Betriebsergebnis weist einen negativen Betrag von TEUR -2.897 aus und hat sich gegenüber dem Vorjahr erneut verschlechtert. Vor allem getrieben durch den nachhaltigen und unerwarteten Absatzeinbruch. Die Effekte aus der Anpassung der sonstigen Kosten, welche im Jahr 2023 bereits begonnen wurden, haben im Jahr 2023 aufgrund der verzögertem Wirksamkeit Einfluss auf das Ergebnis. Aufgrund erhöhter Vertriebsaktivitäten und stetiger Erschließung europäischer Absatzmärkte wird mit spürbar ansteigenden Umsätzen für das Jahr 2024 gerechnet. Auch wenn eine wesentliche Reduzierung der Verlustsituation im Folgejahr erwartet wird, wird erst ab dem Geschäftsjahr 2025 mit einem positiven Jahresergebnis gerechnet. Vermögenslage: Das Anlagevermögen verringerte sich im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr (TEUR -32) unwesentlich (-2%) und das Vorratsvermögen wurde von TEUR 3.114 auf TEUR 1.917 (TEUR -1.197) abgebaut. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 5.169; Vj.: TEUR 1.556) resultieren aus der Verlustübernahme der Gesellschafterin. Diesen Forderungen stehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 4.100; Vj.: TEUR 952) aus Finanzierungsmaßnahmen gegenüber. Das Eigenkapital in Höhe von TEUR 3.814 ist gegenüber dem Vorjahr unverändert und die Eigenkapitalquote hat sich mit steigender Bilanzsumme von 58% auf 40% verringert. Finanzlage: Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist getrieben durch das operative Jahresergebnis im Jahr 2023 wie im Jahr 2022 weiterhin negativ. Die Finanzierung erfolgte im Wesentlichen durch den Abbau des Vorratsvermögens sowie den Aufbau des Gesellschafterdarlehens. 3. Risikobericht a) Risikomanagementsystem Seit 2021 wird ein datenbankbasiertes Controlling-System genutzt. Das Controlling-System erlaubt Soll-Ist-Vergleiche. Es liefert zudem eine Vorausschau aller relevanten Kapitalfluss-Kennzahlen. Durch die verstärkte Digitalisierung der Buchhaltung im Jahr 2021 liegen die monatlichen Kennzahlen frühzeitig vor und Risiken können schnell erkannt werden. Ein Monitoring der Anfragesituation erlaubt zudem eine sehr gute Vorhersage der Auslieferungen in den kommenden Monaten, sodass sehr früh in allen relevanten Bereichen auf eine veränderte Situation reagiert werden kann. b) Preis- und Beschaffungsrisiken Der Beschaffungsmarkt im Jahr 2023 ist geprägt durch ein unterjährig konstantes und zum Jahresende leicht fallendes Preisniveau, vor allem zum Ende des Jahres 2023. Hohe Lagerbestände aus den Vorjahren hingegen werden in der Zukunft für einen positiven Effekt beschaffungsseitig führen. Der Effekt des Absatzeinbruches auf die Lagerbestände ist nach wie vor wie im Vorjahr vorhanden, sodass der Lagerbestandsabbau nur langsam zu positiven Liquiditätseffekten führt. Begrenzte Liquiditätsressourcen erfordern ein sehr zielgenaues Beschaffungsmanagement und eine sehr eng am Bedarf orientierte Lagerhaltung. c) Marktrisiken Es besteht das Risiko, dass sich die Absatzkrise auf dem Mobilstallmarkt in Deutschland im Jahr 2024 fortsetzt. Neben den weiter anhaltenden Effekten durch den Ukrainekrieg, Inflation und Zinsrisiken könnten sich für den Absatz von Mobilställen in Deutschland anhaltende Sättigungseffekte verstetigen, die sich durch eine Intensivierung der Aktivitäten auf internationalen Märkten kurzfristig nicht kompensieren lassen. d) IT-Risiken Die IT-Systeme sind geschützt durch moderne IT-Sicherheitstechnik. Es werden regelmäßig IT-Sicherheitsschulungen durch einen externen Dienstleister abgehalten. Die IT-Systeme verfügen über mehrstufige, ausfallsichere Back-Up-Systeme. Darüber hinaus bestehen keine signifikanten Risiken für die IT-Systeme. e) Risiken im Personal und -Sozialbereich Das COVID-19 Infektionsgeschehen hatte bereits im Jahr 2023 keinen signifikanten Einfluss mehr auf den Personalbereich. Durch die Absatzkrise auf dem Mobilstallmarkt und den damit einhergehenden Personalmaßnahmen besteht die Gefahr einer weiteren Abwanderung von Fach- und Führungskräften zu anderen Unternehmen. Aufgrund des Fachkräftemangels in Deutschland besteht ein großes Interesse an gut ausgebildeten und erfahrenen Fach- und Führungskräften. Die in 2023 erforderlich gewordene Personalmaßnahme kann bei einem leichten Wiederanziehen des Markttes einschränkend auf die Produktionskapazitäten wirken. Personalmaßnahmen in anderen Bereichen könnten zudem die Geschwindigkeit einschränken, mit der Produktoptimierungen und Neuentwicklungen umgesetzt werden können. 4. Chancenbericht farmermobil hat auf den Absatzrückgang in Deutschland vertriebsseitig umgehend mit der Ausweitung seiner Vertriebsaktivitäten im angrenzenden europäischen Ausland und auch in Übersee reagiert. Zudem wurden die Messeaktivitäten intensiviert. Die Erschließung weiterer europäischer Märkte aus den Top 5 der europäischen Märkte für die Legehennenhaltung ist für das Jahr 2024 geplant. Wir gehen davon aus, dass mit dem Verkauf erster Mobilställe in Irland und Uk, die als Referenzen dienen, auf diesen Märkten in 2024 weitere Verkäufe folgen. Nach unserer Einschätzung könnte diese Region mittelfristig vergleichbares Potential wie Frankreich und Belgien bieten. Des Weiteren ist geplant, die Modellpalette zu kleineren Ställen hin erweitert und die fm Serie komplett überarbeitet. Die internationale Ausweitung der Vertriebsaktivitäten erschließt neues Absatzpotential. Die Abrundung der Modellpalette nach unten kann auf dem deutschen und den internationalen Märkten neue Kundengruppen erschließen. Die überarbeitete fm-Serie, die als "fm-XL-Serie" 2023 erfolgreich in den Markt eingeführt wurde, stößt auf reges Interesse und stärkt die Wettbewerbsposition und den Absatz auf allen Märkten. 5. Prognosebericht Die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen über zukünftige Entwicklungen beruhen auf Einschätzungen der Geschäftsführung nach bestem Wissen und Gewissen zum Zeitpunkt der Erstellung. Diese Aussagen sind naturgemäß einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen, die, falls sie eintreffen, zu anderen Ergebnissen als vorausgesehen führen können. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Absatzkrise auf dem Mobilstallmarkt in Deutschland im Jahr 2024 anhält und keine signifikante Erholung einsetzt. Durch die angestoßene Intensivierung der Aktivitäten auf internationalen Märkten wird sich der Absatzrückgang in Deutschland kurzfristig nicht kompensieren lassen. Die Entwicklung in Frankreich oder Belgien zeigt jedoch, dass Auslandsmärkte nach einer gewissen Anlaufphase signifikant zur Entwicklung des Unternehmens beitragen können. Erste Abschlüsse und das Interesse an Mobilställen in Irland und Großbritannien lassen den Schluss zu, dass diese Region mittelfristig einen ähnlichen Beitrag zur Gesamtleistung des Unternehmens beitragen kann wie Belgien und Frankreich. Weitere europäische Märkte aus den Top 5 der Märkte für die Eierproduktion in Europa befinden sich in der Erschließung. Die aktuelle und zukünftige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft ist vom Ukraine-Krieg, der daraus resultierenden Inflationsspirale und den aufgrund des aktuellen Zinsniveaus gestiegenen Finanzierungskosten mittelbar bzw. unmittelbar betroffen. Die Geschäftsführung hat diverse Maßnahmen eingeleitet, um die negativen Folgen des Krieges und der Inflationsentwicklung abzufedern. Wie stark die Gesellschaft von den beiden Ereignissen im Jahr 2024 und in den Folgejahren noch betroffen sein wird, ist derzeit nicht absehbar. Wir gehen dennoch davon aus, dass sich im Geschäftsjahr 2024 eine erste leichte Erholung der Umsätze bemerkbar machen wird. Die Kennzahlen des Jahres 2023 weisen keinen weiteren Trend nach unten aus. Vielmehr ist seit dem Herbst 2023 in Bezug auf den Absatz ein erster, leichter Aufwärtstrend zu verzeichnen. Um diesen Trend zu verstetigen, setzen wir auf eine konsequente Erschließung weiterer Auslandsmärkte. Auf der Kostenseite wurden in 2023 weitere Personalmaßnahmen durchgeführt und Einsparungen im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen realisiert. Gleichwohl liegt aufgrund der aktuellen Verlustsituation der Gesellschaft eine wesentliche Unsicherheit vor. Sofern zukünftig keine adäquaten Jahresüberschüsse sowie ein ausreichend positiver Cash Flow aus der operativen Tätigkeit erzielt werden, besteht das Risiko, dass die Gesellschaft ihrer Muttergesellschaft zukünftig keine ausreichende Liquidität zur Verfügung stellen könnte, damit diese ihre eigenen Verbindlichkeiten bedienen kann. Dieses hätte zur Folge, dass die farmermobil GmbH für die unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesenen Verbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens unmittelbar einstehen müsste und die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen nicht liquiditätswirksam werden. Damit könnte auch ein wesentliches Risiko im Hinblick auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gegeben sein. Auf Konzernebene wurden bereits umfassende Anstrengungen der Gesellschafter wie auch der finanzierenden Banken ergriffen, um die Fortführung der Unternehmenstätigkeit über das Jahr 2024 hinaus zu sichern. Abgeleitet aus den zuvor beschriebenen Rahmenbedingungen erwarten wir für unsere Leistungsindikatoren Umsatz, EBIT und operativen Cashflow folgende Entwicklung für das Geschäftsjahr 2024: Gemäß unseren Planungen und der Erschließung neuer Auslandsmärkte gehen wir davon aus, dass es zu einer wesentlichen Umsatzsteigerung kommt. Damit einhergehend wird sich auch das EBIT signifikant verbessern und der erwartete negative operative Cashflow wird sich stark erholen, aber im Geschäftsjahr 2024 zunächst noch negativ bleiben. 6. Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Entwicklung wird durch die unternehmenseigene Konstruktionsabteilung geleitet. Dabei werden zum einen laufende Optimierungen und Anpassungen der aktuellen Modellserien vorgenommen. Darüber hinaus werden neue Mobilstallmodelle und Fahrzeugkonzepte rund um die Direktvermarktung entwickelt. Im Jahr 2023 lag der Fokus auf der Entwicklung und Optimierung der fm-Serie für den professionellen Nutzer. Forschungskosten sind dabei nicht angefallen. Es wurde die komplett überarbeitete "fm XL-Serie" erfolgreich in den Markt eingeführt und erste Ställe in Betrieb genommen, die eine sehr positive Resonanz erhielt. Im Jahr 2023 wurde die Serienproduktion der "fm-XL-Serie" aufgenommen.
Laer, 25. März 2024 gez. Jörg Andreas Boden, Geschäftsführer gez. Dr. Stefan Sattler, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Die farmermobil GmbH hat ihren Sitz in Laer und ist in das Handelsregister Steinfurt eingetragen (HRB 10463). Zum Bilanzstichtag ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 264 ff. HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte entsprechend den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung fand. Die Wertansätze in der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit den Wertansätzen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung des Jahresabschlusses, entspricht der des Vorjahres. Die erhaltenen Anzahlungen wurden im Berichtsjahr, wie im Vorjahr, von den Vorräten offen abgegrenzt. 2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen der Gegenstände des Sachanlagevermögens erfolgten pro rata temporis nach der linearen Methode. Die im Berichtsjahr angefallenen Entwicklungskosten für Prototypen wurden mit den Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Steuerrechtlich besteht ein Aktivierungsverbot. Im Berichtsjahr wurde die selbstgeschaffene Bankiva App fertiggestellt und mit den Entwicklungskosten, vermindert um lineare Abschreibung, bewertet. Steuerrechtlich besteht ein Aktivierungsverbot. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 netto wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Zinsen für Fremdkapital wurden bei keinem Posten des Anlagevermögens aktiviert. Die Roh-, HiIfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Zeitwerten (Durchschnittspreisen) bewertet. Der Inventurwert der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurde zu Herstellungskosten ermittelt. Die Herstellungskosten beinhalten die Materialkosten, Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten, angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens und angemessene Teile der Verwaltung. Vertriebskosten sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden vorgenommen, soweit diese erforderlich waren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie entstehenden Zinsverlusten, Bearbeitungskosten und Skontiabzügen wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert bewertet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der abzugrenzenden Beträge angesetzt und stellen Aufwand für die Folgejahre dar. Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken sowie alle bekannt gewordenen ungewissen Verbindlichkeiten und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Dabei erfolgte die Bildung einer pauschalen Gewährleistungsrückstellung in Höhe von 0,50 % des garantiebehafteten Umsatzes der letzten zwei Jahre. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung vorgenommen. Als handelsrechtliche Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß der Rückstellungsverzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Im Berichtsjahr gab es keine abzuzinsenden Rückstellungen. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. 3. Angaben zu den Posten der Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der Anschaffungskosten und der kumulativen Abschreibungen für das Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagenspiegel dargestellt. In Höhe der ausgeübten handelsrechtlichen Wahlrechte und der damit verbundenen Ansatzunterscheide zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. 3.2 Weitere Aktivposten Es besteht eine Forderung gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.168,8 (Vorjahr: TEUR 1.556,1). Diese Forderung ergibt sich aus dem im Februar 2022 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags, nachdem die Gewinne und Verluste an die Muttergesellschaft abgeführt bzw. übernommen werden. Gleiches gilt für die Körperschaft- und Gewerbesteuer für Veranlagungszeiträume ab dem Jahr 2022. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ausschließlich Forderungen gegen die Alleingesellschaftlerin. Im Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind keine Forderungen enthalten, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt. 3.3 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 25.000,00 ist in voller Höhe erbracht worden. Die Kapitalrücklage resultiert aus der Verschmelzung zur Aufnahme von zwei Schwestergesellschaften im Jahr 2021 in Höhe von EUR 378.262,74. Der Gewinnvortrag beträgt EUR 3.401.568,63. 3.4 Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschaftlerin enthalten. Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Insgesamt sind Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 307.094,08 (Vorjahr: EUR 265.914,26) durch geschäftsübliche Eigentumsvorbehalte sowie im Vorjahr zusätzlich durch Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sicherungsübereignung von Anlage- und Umlaufvermögen abgesichert. 3.5 Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltete Zuschüsse der BAFA für Elektrofahrzeuge, die über die Laufzeit der Leasingverträge verteilt werden. 4. Sonstige Angaben 4.1 Haftungsverhältnisse Für die Verbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens haftet die Gesellschaft in Höhe von TEUR 3.000,00. Als Sicherheiten wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Versicherungen und sonstige Geldforderungen abgetreten. Ebenso erfolgte die Sicherungsübereignung des Anlage- und Umlaufvermögens. Da der Schuldner eine positive Fortführungsprognose hat, wird das Risiko einer Inanspruchnahme als gering eingeschätzt. Des Weiteren sind weder Gegebenheiten aus der Vergangenheit noch gegenwärtige Anzeichen bekannt, die gegen diese Einschätzung sprechen. Neben Haftungsverhältnissen im Sinne des § 251 HGB hat ein Versicherungsunternehmen Bürgschaften zur Absicherung von Verpflichtungen aus erhaltenen Anzahlungen mit einem Gesamtlimit von TEUR 1.000,00 (begrenzt auf TEUR 75 pro Einzelstück) bereitgestellt, wofür diese Freistellungs- und Regressansprüche im Fall der Inanspruchnahme haben. 4.2 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen Verpflichtungen bestehen aufgrund von Dauerschuldverhältnissen, insbesondere Miet- und Leasingverträgen sowie Bestellobligo und betragen insgesamt TEUR 657,33 (Vorjahr: TEUR 1.034,29). Vom Gesamtbetrag sind TEUR 521,91 innerhalb eines Jahres fällig. Hintergrund der eingegangenen Leasing- und Mietverträge ist die bilanzneutrale Verwendungsmöglichkeit von Vermögensgegenständen, die ansonsten dem Anlagevermögen zuzuordnen wären. Durch die Geschäfte wird zudem eine Konvergenz zwischen Erträgen und Aufwendungen aus der Verwendung der Vermögensgegenstände erreicht. Ebenso dienen sie der Diversifikation zur Finanzierung und damit zur Stärkung der unternehmerischen Unabhängigkeit. Ein Vorteil ist, dass die Eigenkapitalquote und der Verschuldungsgrad durch die Leasingfinanzierung im Wesentlichen unberührt bleiben. Die Risiken aus diesen Verträgen bestehen in der Verpflichtung, die bereits zum Bilanzstichtag eingegangenen zukünftigen Mittelabflüsse mit positiven Cashflows bedienen zu können. 4.3 Arbeitnehmer Die Belegschaft - ohne Geschäftsführer und Auszubildende - setzt sich wie folgt zusammen:
4.4 Organvergütung Auf die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführer wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4.5 Gesellschaftsorgane Bestellt als alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft sind seit dem 12.07.2021 Herr Jörg Andreas Boden, Köln, Betriebswirt sowie Herr Dr. Stefan Sattler, Bornheim, Dipl.-Physiker. 4.6 Mutterunternehmen Die farmermobil Beteiligungs GmbH mit Sitz in Hamburg stellt für den kleinsten Kreis von Unternehmen freiwillig einen Konzernabschluss auf. 4.7 Forschungs- und Entwicklungskosten Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten gemäß § 285 Nr. 22 HGB beträgt TEUR 9,91 und entfällt vollständig auf selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Forschungskosten sind insoweit nicht entstanden. 4.8 Ausschüttungssperre In Höhe der ausgeübten handelsrechtlichen Wahlrechte und der damit verbundenen Ansatzunterschiede bei den selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Die Ausschüttungssperre beträgt gemäß § 285 Nr. 28 HGB TEUR 132,26 (Vorjahr: TEUR 121,21). 4.9 Latente Steuern Aufgrund der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft zwischen der farmermobil Beteiligungs GmbH (Organträgerin) und der farmermobil GmbH (Organgesellschaft) werden die zu latenten Steuern führenden Differenzen bei der Organträgerin berücksichtigt. 4.10 Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Im Berichtsjahr sind einmalige, außergewöhnliche Aufwendungen gemäß § 285 Nr. 31 HGB in Höhe von TEUR 745,17 angefallen. Darin enthalten sind einmalige Abschreibungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 444,30, Aufwendungen aus Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 242,82 sowie Aufwendungen für zu leistende Abfindungen sowie die zugehörige Rechtsberatung in Höhe von TEUR 58,05. 4.11 Nachtragsbericht Die ersten Monate des Jahres 2024 bestätigen die Annahme, dass sich das die Absatzkrise auf dem Mobilstallmarkt in Deutschland im Jahr 2024 fortsetzt. Es ist aber durchaus zu spüren, dass die angestoßene Intensivierung der Aktivitäten auf internationalen Märkten zunehmend an Bedeutung für das Geschäft des Unternehmens gewinnen. So haben sich die Auftragseingänge in den ersten Monaten aus den neu erschlossenen internationalen Märkten sehr gut entwickelt. Vor allem die Neukundengewinnung der Zukunftsmärkte Frankreich, Belgien und auch Großbritannien bestätigt den positiven Trend. Auch die ersten Aufträge aus dem Nahen Osten lassen weitere Kundenpotenziale in diesen Märkten für die mittelfristige Zukunft erschliessbar erscheinen. Wir gehen weiter davon aus, dass sich im Geschäftsjahr 2024 eine erste leichte Erholung der Umsätze bemerkbar machen wird. Um diesen Trend zu verstetigen, setzen wir auf eine konsequente Erschließung weiterer Auslandsmärkte. Gleichwohl besteht weiterhin eine angespannte Liquiditäts- und Ertragslage, womit ein wesentliches Risiko hinsichtlich der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gegeben sein könnte. Ergänzend verweisen wir auf den Lagebericht, insbesondere auf die Risiko- und Prognoseberichterstattung. 4.12 ErgebnisverwendungsvorschlagAufgrund eines im Februar 2022 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags wird der Jahresfehlbetrag von der Muttergesellschaft übernommen. Ein Ergebnisverwendungsvorschlag ist aus diesem Grund nicht notwendig.
Laer, 25. März 2024 gez. Jörg Andreas Boden, Geschäftsführer gez. Dr. Stefan Sattler, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023farmermobil GmbH, Laer
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 04.06.2024 festgestellt. Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die farmermobil GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der farmermobil GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der farmermobil GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeits Wir verweisen auf die Angabe 4.11 im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 1 a), 3 und 5 des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Ertrags- und Liquiditätssituation befindet. Wie in Anhangsangabe 4.11 und Abschnitt 1 a), 3 und 5 des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesent liche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, den 30. Mai 2024 BZG
GmbH
gez. Zinth, Wirtschaftsprüfer |
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