Gawlick G.m.b.H.Liquidiert

Elsasser Straße 27, 28211 Bremen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 4816 HB
Eingetragen
24.8.2005
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
die Beteiligung an anderen Unternehmungen, die Verwaltung dieser Beteiligungen und der Betrieb aller damit im Zusammenhang stehender Geschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Horst Gawlick
seit 26.5.2016
Liquidator

Konzern- und Jahresabschlüsse

agineo GmbH

Aachen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht

Inhaltsverzeichnis:

Grundlagen des Unternehmens

a) Geschäftsmodell

b) Ziele und Strategie

c) Steuerungssystem

1 Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

b) Geschäftsverlauf

c) Ertragslage

d) Finanzlage

e) Vermögenslage

f) finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2 Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung

a) Chancen- und Risikobericht

b) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

3 Prognosebericht

4 Bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft

Grundlagen des Unternehmens

a. Geschäftsmodell

Die agineo GmbH gehört zu den führenden Anbietern von IT-Dienstleistungen im Umfeld von ServiceNow- und AixBOMS-Projekten in Deutschland. Agineo ist größter Anbieter für Enterprise Service Management auf Basis der Technologieplattform ServiceNow in der Region DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz).

In der Materna Gruppe ist die agineo GmbH als 100%-ige Tochtergesellschaft verortet. Sie hält zum 31.12.2019 unmittelbare Anteile in Höhe von 50% an der snacc-it GmbH in Aachen.

Im Ausland hält sie 100% der Schweizer agineo AG, Bern.

Organisatorisch erstreckt sich die agineo GmbH über einen großen Projektbereich mit mehreren Teams sowie der o.g. Unternehmensbeteiligungen. Damit ist die agineo GmbH über mehrere Branchen hinweg aufgestellt und kann durch die Bündelung von umfangreicher Fach- und Technologieexpertise gezielt und schnell auf Marktanforderungen im Bereich IT Service- und IT-Object Management reagieren.

Der Projektbereich bietet Kunden aus Unternehmen und Behörden ein Komplettangebot aus Beratung und Technologie für Digitalisierung der Unternehmensprozesse, die effiziente Gestaltung und der sichere Betrieb der jeweiligen IT-Landschaft im Fokus. Dabei liegt der Fokus darauf, die Wettbewerbsfähigkeit der Kundenunternehmen in einem immer schnelllebiger werdenden Markt sicherzustellen.

Unternehmensbeteiligungen agineo AG Schweiz und snacc-it GmbH Aachen:

Für den Schweizer Markt ist die agineo AG Dienstleister für IT Enterprise Lösungen und hier auch im Bereich von Projekten im Umfeld von AixBOMS tätig.

Die snacc-it GmbH bindet Studierende in reale Kundenprojekte des Bereichs IT Service Management ein. Insbesondere werden dabei neue Ansätze und Technologien in bestehende Produkte integriert, sowie innovative Ideen vorangetrieben. Die erbrachten Leistungen und Erfahrungen bieten wir vornehmlich Unternehmen aus dem Bundesland NRW an. Die Organisation und Koordination werden dabei von angelernten und fest übernommenen Studierenden geleistet.

b. Ziele und Strategie

Als anerkannter und erfolgreicher IT-Dienstleister berät und begleitet die agineo GmbH ihre Kunden in allen Belangen des IT Enterprise Managements und liefert maßgeschneiderte Lösungen für agile, flexible und sichere IT-gestützte Prozesse. Ein umfangreiches Branchen- und Fach-Know-How sowie das Experten- und Methodenwissen in IT-Technologien setzt die agineo GmbH gezielt ein, um das Potential ihrer Kunden optimal zur Entfaltung zu bringen. Die agineo GmbH agiert dabei als Realisierungspartner sowohl für den gehobenen Mittelstand als auch für große Konzerne.

Die Strategie der agineo GmbH ist es, die bestehende Wettbewerbsposition im Markt zu behaupten und auszubauen. Aufgrund des Portfolios, das ausschließlich im B2B-Geschäftsmodell vertrieben wird, sind Behörden, große Mittelständler und Konzerne aus diversen Branchen Zielgruppe der agineo GmbH.

c. Steuerungssystem

Zur laufenden Steuerung des Unternehmens im Sinne der Zielerfüllung, der Chancennutzung und der Umsetzung der strategischen Ziele nutzt die Geschäftsführung der agineo GmbH das auf das Unternehmen zugeschnittene umfassende Informationssystem, das mit Monats- und Quartalsberichten Aufschluss über alle relevanten Kennzahlen liefert. Dazu zählen insbesondere der Auftragseingang, Umsatz und das EBIT, sowie die Auslastung.

Routinemäßig werden die Monatsberichte für Auswertungsgespräche des Controllings mit dem Management eingesetzt. Quartalsberichte werden mit Consulting Direktoren beraten.

1. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft konnte den mittlerweile seit 2010 anhaltenden Trend fortführen und in 2019 erneut wachsen. Nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes ist das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts mit 0,6 % jedoch deutlich geringer als noch in den Vorjahren. Somit hat die deutsche Wirtschaft deutlich an Schwung verloren. Insgesamt stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt zwar um 0,6 %, damit jedoch merklich schwächer als in den letzten zehn Jahren. Grundsätzlich bleibt die Entwicklung der Wirtschaft zweigeteilt: Einer robusten Binnenwirtschaft - gestützt durch steigende Einkommen, steuerliche Entlastungen und dynamische Staatsausgaben - steht die konjunkturelle Schwäche der exportorientierten Industrie gegenüber.

Zum Start in das Jahr 2020 deutete sich zunächst eine Belebung der Wirtschaftsaktivität an. Mit der Ausbreitung des Coronavirus ist die Wirtschaftsentwicklung seit März 2020 zunächst merklich gedämpfter verlaufen. Das Coronavirus setzt der deutschen Wirtschaft zu. Wie stark und wie lange ist gegenwärtig noch nicht belastbar abzuschätzen, weil noch keine aussagekräftigen konjunkturellen Daten verfügbar sind. Aufgrund der sehr dynamischen Entwicklung des Coronavirus muss aber mit relevanten negativen konjunkturellen Auswirkungen gerechnet werden. Dabei war die deutsche Wirtschaft gerade dabei, ihre seit Anfang des Jahres 2018 anhaltende Schwächephase zu überwinden, die im Zusammenhang mit der globalen industriellen Rezession und den Handelskonflikten steht. Die kommende konjunkturelle Entwicklung wird davon bestimmt, wie die weitere nationale und globale Ausbreitung des Coronavirus verlaufen wird. Die deutsche Wirtschaft wird voraussichtlich auf der Angebotsseite durch mögliche Störungen von Lieferketten und arbeitsunfähigkeitsbedingte Produktionsausfälle sowie auf der Nachfrageseite durch geringere Exportnachfrage und national durch deutliche Konsumzurückhaltung betroffen sein. Pandemien können sich in Wellen über die Welt verbreiten, in den einzelnen Regionen verlaufen sie nach den bisherigen Erfahrungen aber eher kurz und heftig. Es wäre demnach mit einer merklichen Abschwächung der Konjunktur im zweiten, aber gegebenenfalls bereits wieder mit einer Stabilisierung im dritten Quartal des Jahres 2020 zu rechnen, sofern Lieferketten alsbald wieder funktionieren.

Die Bitkom gibt das Wachstum im ITK Markt für das Jahr 2019 mit 2,9 % an. Der Umsatz der agineo GmbH stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 18 % im Vergleich zum ITK Markt weit überdurchschnittlich. Dies ist insbesondere auf die sehr gute Entwicklung des ServiceNow-Markts zurückzuführen. Für das Jahr 2020 rechnete die Bitkom noch mit einem erneuten Wachstum von 2,7 % für den ITK Markt. Die Stimmung in der Digitalbranche hat im Februar jedoch einen leichten Dämpfer bekommen. Der Bitkom-ifo-Digitalindex gab um 0,8 Punkte auf 24,9 Punkte nach. Entscheidend dafür war, dass die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage nicht mehr ganz so positiv bewerteten wie noch im Januar. Zu beachten ist, dass sich in diesen Zahlen von Februar 2020 die jüngsten Auswirkungen der Corona Krise noch nicht widerspiegeln.

b. Geschäftsverlauf

Die agineo GmbH realisierte im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von T€ 17.249. Damit wurde der Vorjahresumsatz von T€ 14.614 um 18 % übertroffen und der geplante Umsatz von T€ 18.000 um 4,2 % verfehlt. Hierbei profitierte die agineo GmbH im Geschäftsjahr 2019 erneut von einer durchgängig guten Auslastung. Zudem konnten einige Projekte mit größerem Volumen umgesetzt werden, die so nicht im Budget eingeplant waren. Der Hauptteil des Umsatzes wurde im Bereich Beratung (92,41 %) erzielt.

c. Ertragslage

Die Umsatzsteigerung um T€ 2.635 auf T€ 17.249 abzüglich der Bestandsveränderung in Höhe von T€ 123 resultiert in einer Gesamtleistung in Höhe von T€ 17.126.

Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf höhere Beratungsumsätze (+ T€ 2.380) sowie auf einen Verkauf von IP-Adressen zurückzuführen. Ausschlaggebend für die gestiegenen Beratungsumsätze ist eine durchgehend hohe Auslastung im Geschäftsjahr 2019.

Die Erhöhung des Personalaufwands um T€ 88 oder 1,1 % auf T€ 7.959 (Vj. T€ 7.871) ist neben einem notwendigen Personalaufbau aufgrund der guten Geschäftsentwicklung auch auf das gute Ergebnis im Geschäftsjahr 2019 und damit verbunden einem Anstieg der leistungsbezogenen Bezüge zu erklären. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei T€ 2.491 und damit um T€ 36 oder 1,5 % über dem Vorjahresniveau (T€ 2.455). Der Anstieg ist im Wesentlichen durch höhere Raumkosten, Softwarekosten und Schulungen begründet. Gegenläufig konnten aber auch Einsparungen von insgesamt ca. T€ 213 bei Fremdarbeiten vorgenommen werden.

Durch den Verkauf eines nicht mehr benötigten IP-Netzwerkes wurde ein einmaliger Erlös in Höhe von T€ 524 erzielt.

Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahresniveau um T€ 49 rückläufig.

Der EBIT des Geschäftsjahres 2019 lag bei T€ 5.209 und damit T€ 2.300 über dem Vorjahreswert. Die EBIT-Marge liegt in 2019 bei 30,2 % und somit um 10,3 %-Punkte über der bereinigten EBIT-Marge des Vorjahres. Die positive Entwicklung ist im Anstieg der Gesamtleistung und der hohen Auslastung zu begründen, die zu großen Teilen bis in den EBIT durchgereicht werden konnte.

Das Beteiligungs- und Finanzergebnis lag bei -T€ 18 und damit T€ 3 über dem Vorjahresniveau. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus höheren Ausschüttungen von Tochterunternehmen (T€ 5) sowie verminderten Abzinsungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fielen in Höhe von T€ 1.692 an und lagen somit T€ 732 über dem Vorjahr. Der höhere Steueraufwand ist in der positiven Geschäftsentwicklung begründet.

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2019 mit einem Jahresüberschuss von T€ 3.481 ab, nach einem Jahresüberschuss von T€ 1.916 im Jahr 2018.

Im Berichtsjahr 2019 waren bei der agineo GmbH im Durchschnitt 101 Mitarbeiter beschäftigt (Vj. 100 Mitarbeiter).

Insgesamt ist die Geschäftsführung mit dem Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres zufrieden.

d. Finanzlage

Die Bilanz der agineo GmbH zeigt zum Stichtag 31. Dezember 2019 ein Eigenkapital in Höhe von T€ 7.337 (Vj. T€ 3.855). Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von 90,3 %. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt 57,9 % (Vj. 45,9 %).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf T€ 3.170 und ergibt sich im Wesentlichen aus dem positiven Periodenergebnis in Höhe von T€ 3.481 bereinigt um Abschreibungen in Höhe von T€ 246. Des Weiteren wurde der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit durch den Aufbau des Working Capital geprägt.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf T€ -115 und wird im Wesentlichen durch Anlagenzugänge geprägt.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug T€ 0, da es im Jahr 2019 weder zu einer Kapitalerhöhung noch zu Auszahlungen an die Muttergesellschaft kam. Des Weiteren waren keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vorhanden, so dass sich heraus ebenfalls keine Finanzierungstätigkeit ergab.

Sämtliche Investitionen in das immaterielle und das Sachanlagevermögen wurden aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit geleistet. Der übersteigende Betrag führte zu einem Mittelzufluss von T€ 3.054 gegenüber dem Vorjahr.

Im Geschäftsjahr 2019 erhöhte sich die Bilanzsumme um T€ 4.269 auf T€ 12.667 (Vj. T€ 8.398). Die liquiden Mittel lagen mit T€ 6.474 aufgrund der beschriebenen Effekte über dem Vorjahresniveau von T€ 3.419. Die liquiden Mittel betragen 51,1 % der Bilanzsumme.

Die sehr gute Liquiditätsausstattung bildet weiterhin eine gute Grundlage zur Finanzierung der laufenden Geschäftsaktivitäten, der planmäßigen Bedienung von Verbindlichkeiten sowie dem Abfedern von Auslastungsschwankungen in gewöhnlichem Umfang. Die Liquiditätslage der agineo GmbH ist weiterhin sehr gut.

e. Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände sanken im Geschäftsjahr 2019 um T€ 126 auf T€ 282. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch geringe Investitionen im Geschäftsjahr 2019. Die Abschreibungen mit T€ 246 übersteigen die Investitionen von T€ 158 und führen insgesamt zu einer Abnahme. Das Finanzanlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2019 nicht verändert.

Die Anlagenintensität liegt im Geschäftsjahr 2019 bei 2,8 % und somit um 3,0 % unter dem Vorjahreswert. Der Deckungsgrad I des Anlagevermögens stieg um 1.243,1 %-Punkte auf 2.035,0 % und zeigt somit eine fristenkongruente Finanzierung des Anlagevermögens durch das Eigenkapital auf.

Das Umlaufvermögen stieg um T€ 4.053 auf T€ 11.812. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen korrespondierend zum organischen Wachstum der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+T€ 1.223). Die Umlaufintensität stieg insgesamt um 0,9 %-Punkte auf 93,3 %.

Das Fremdkapital sank um T€ 444 auf T€ 1.534. Dies vor allem aufgrund der geringeren erhaltenen Anzahlungen (-T€ 880). Bei einer um T€ 4.269 höheren Bilanzsumme verringerte sich die Fremdkapitalquote (ohne Berücksichtigung der Rückstellungen und passiven Rechnungsabgrenzungsposten) um 11,4 %-Punkte auf 12,1 %.

Die Gesamtkapitalrentabilität, definiert als Jahresüberschuss vor Fremdkapital-Zinsaufwendungen (T€ 3.482; Vj. T€ 1.916) im Verhältnis zum Gesamtkapital stieg um 4,7 %-Punkte auf 27,5 %. Die Rentabilität bezogen auf das Eigenkapital betrug 47,5 % (Vj. 49,7 %).

Die Entwicklung von Gesamtkapitalrentabilität (+ 4,7 %) und Eigenkapitalrentabilität (- 2,2 %) sind trotz Verminderung der Eigenkapitalrentabilität positiv zu betrachten.

f. finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

In der agineo GmbH werden als finanzielle Leistungsindikatoren und zur internen Steuerung im Wesentlichen die Kennzahlen gebuchte Projektstunden, der Umsatz und Auftragseingang sowie das Betriebsergebnis verwendet.

Die agineo GmbH bediente sich ebenfalls nicht finanzieller Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des Unternehmens beitragen. So stellte die Ausbildung von Nachwuchskräften einen wesentlichen Bestandteil der Personalpolitik dar. Im Geschäftsjahr 2019 waren durchschnittlich 15 Auszubildende im Unternehmen beschäftigt (Vj. 13 Auszubildende). Ebenso war die Weiterentwicklung der Mitarbeiter ein wichtiger Erfolgsfaktor der agineo GmbH. Das Weiterbildungsangebot wurde kontinuierlich ausgebaut und gab den Mitarbeitern die Chance, neue Kenntnisse zu erwerben. Zudem wurden Mitarbeiter über individuelle Zielvereinbarungen ermutigt, ihre Qualifizierungen zu erweitern und zu vertiefen. Diese Maßnahmen sollen die Nachhaltigkeit des Personalkörpers und die eigene Innovationskraft sichern.

Ebenso wurden Auswertungen über arbeitnehmerseitige Kündigungen und regelmäßig stattfindende Feedbackgespräche zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit herangezogen. Die agineo GmbH arbeitet kontinuierlich daran, die Werte noch weiter zu steigern und die Positionierung für bestehende und für zukünftige Mitarbeiter ausbauen zu können.

2. Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung

a. Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Zu seinen Aufgaben gehört es, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Die agineo GmbH verfügt über ein Risikomanagement, das sich als Methodik durch die gesamte Prozesskette von der Angebotsphase im Rahmen des Akquisitionsprozesses, über die Umsetzungsprozesse während der Prozesslaufzeit bis zu den nachgelagerten Prozessen zieht. Hierbei sind, je nach Phase, die Verantwortlichen und ihr Vorgehen genau bestimmt. Ferner wird mithilfe eines Projektrisiko-Dashboards bei der Identifikation von potenziellen Risiken und ihrer Dokumentation, Analyse und Bewertung unterstützt. Darauf basierend werden Maßnahmen zur Behandlung des Risikos abgeleitet und ihre Umsetzung nachfolgend überwacht. Des Weiteren beobachtet das Unternehmen Risiken hinsichtlich der Kalkulation und Abwicklung von größeren Projekten.

Geschäftsimmanenten Risiken begegnet die agineo GmbH mit Hilfe eines monatlichen Reportingsystems, das einen Überblick über die Entwicklungen zu Umsatz, Auftragseingang, EBIT sowie der wesentlichsten Aufwandsarten durch Plan/Ist- und Vorperiodenvergleiche ermöglicht. Darüber hinaus wird durch tägliche Liquiditätsübersichten bei der agineo GmbH die Liquiditätsentwicklung überwacht. Ebenso werden Risiken bezüglich der Abhängigkeit von ertragskritischen Volumen als maßgeblicher Erfolgsfaktor für die Unternehmensentwicklung beobachtet.

Die agineo GmbH bietet ihr Dienstleistungsspektrum im Ausland über eine Tochtergesellschaft an, was mit entsprechenden Risiken hinsichtlich des Geschäftserfolges dieser Gesellschaft und dem damit zusammenhängenden Erfolg der Investitionen der agineo GmbH verbunden ist. Mit einem standardisierten Reporting der Tochterunternehmen hat die agineo GmbH Vorkehrungen getroffen, um mögliche finanzielle Risiken frühzeitig zu erkennen bzw. zu minimieren.

An den Risikomanagement-, Projektinitialisierungs- und Projektcontrollingprozessen werden kontinuierlich Verbesserungen vorgenommen. Diese Instrumente sind nach Ansicht des Managements dazu geeignet, eine rechtzeitige Identifizierung und Quantifizierung sämtlicher Risiken, die die agineo GmbH und ihre Gesellschaften treffen könnten, zu gewährleisten und zugleich die Steuerung erforderlicher Gegenmaßnahmen jederzeit zu unterstützen.

Risiken können sich bei der Abwicklung von Werkverträgen und Festpreisen ergeben im Falle einer Überschreitung der budgetierten Zeitraster und Kosten. Durch ein engmaschiges Projektcontrolling, das die wichtigsten KPIs überwacht, sollen diese Risiken minimiert und ein frühzeitiges Gegensteuern ermöglicht werden. Aktuell sind keine Umstände bekannt, die aus diesem Vorgang einen wesentlichen negativen, zukünftigen Einfluss auf die agineo GmbH haben könnten.

Weitere Chancen ergeben sich aus dem wirtschaftlichen Wandel und der einhergehenden Digitalisierung. Der IT Markt mit einem voraussichtlichen Umsatz von 95,4 Milliarden Euro und einem Wachstum von 2,7 % ist nach Angaben der Bitkom aus Januar 2020 nach wie vor ein Wachstumstreiber der ITK-Branche. Als anerkannter erfolgreicher IT-Dienstleister ist die agineo GmbH gut aufgestellt und bietet maßgeschneiderte Technologien für ein agiles IT Enterprise Management. Inwieweit diese Prognosen unter den gegebenen Umständen eintreffen werden ist fraglich. Je länger die Corona Krise andauert, desto schwerer ist es, die Folgen für die Gesamtwirtschaft und die ITK-Branche abzuschätzen. Die agineo GmbH ist mit einem inländischen Umsatzanteil von 95,4 % und einem diversifizierten Kundenstamm über alle Branchen hinweg gut aufgestellt.

Unverändert bleibt der Fachkräftemangel in der ITK Branche auf absehbare Zeit der limitierende Faktor für Wachstum bei Dienstleistungen. Mitarbeiterbindung und Weiterbildung von Führungskräften und Mitarbeitern sind daher Schwerpunktthemen bei der agineo GmbH. Die duale Ausbildung in den IT-Berufen stellt daher einen wichtigen Schwerpunkt für die agineo GmbH dar. Speziell für Hochschulabsolventen gibt es Trainee-Programme und für erfahrene Mitarbeiter Schulungen im Bereich der sozial-methodischen Kompetenzen sowie fachspezifische Weiterbildungen.

Die agineo GmbH arbeitet außerdem mit Schulen und Hochschulen zusammen und ist Partner der Aachener Fachhochschule. Neben der dualen Ausbildung beteiligt sich die agineo GmbH auch an dualen Studiengängen, in denen parallel eine duale Ausbildung bei der IHK und ein Studium mit Abschluss Bachelor erfolgen. Mit allen Maßnahmen verfolgt die agineo GmbH das Ziel, die Arbeitgeber-Attraktivität für Schul- und Hochschulabsolventen nicht nur in Aachen, sondern auch deutschlandweit, zu steigern.

b. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen und Bankguthaben. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und Mahnwesen.

3. Prognosebericht

Das Management der agineo GmbH plant für das laufende Geschäftsjahr Umsatzerlöse mit rund 15,2 Mio. €, die sich unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2019 bewegen. Ebenso wird für das Geschäftsjahr 2020 mit einem EBIT in Höhe von 2,5 Mio. € gerechnet. Dies entspricht in etwa einem Rückgang um 28 % gegenüber dem EBIT 2019. Die geplante EBIT Marge liegt bei etwa 16 %. Der Rückgang ist in einem anderen Produktmix in der Planung gegenüber dem Ergebnis in 2019 begründet. Die konservative Planung geht von einer geringeren Anzahl an margenstarken Projekten aus. Die Planung konnte im Verlauf des Geschäftsjahres 2020 übertroffen werden.

Etwaige Auswirkungen der Corona Krise sind im ersten Quartal 2021 weder in der Auslastung noch in den Ergebnissen zu merken. Die rückläufigen Konjunkturprognosen für 2021 und die hohe Unsicherheit aufgrund des Coronavirus machen eine Prognose für das gesamte Jahr 2021 kaum möglich. Angesichts der durch die Bundesregierung eingeführten Maßnahmen, die mit gravierenden Auswirkungen auf das soziale Leben und Teile der Wirtschaft verbunden sind, ist mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung für das komplette Jahr 2021 zu rechnen. Sollte sich die Auftragslage verschlechtern oder Kundenaufträge verschoben oder beendet werden, sind Leerlaufzeiten mit entsprechenden Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage die Folge. Die agineo GmbH hat zusätzliche Prozesse zur Risikofrüherkennung eingerichtet, um Trends rechtzeitig festzustellen. Hierzu gehören detaillierte wöchentliche Analysen zur Auslastung der produktiven Mitarbeiter, dem Status aller laufenden Projekte, zum Zahlungsverhalten von Kunden, zum Auftragseingang und Belastbarkeit des vorhandenen Auftragsbestandes.

Für die Folgejahre wird für die agineo GmbH grundsätzlich weiterhin von einem internen und externen ertragsorientierten Wachstum ausgegangen. Gerade die eingeleiteten Maßnahmen zur höheren Flexibilität und Kundennähe, aber auch der forcierten Neukundenakquisition sollen zu diesem Wachstum und zur weiteren Ausweitung von Marktanteilen beitragen. Nichtsdestotrotz ist die Entwicklung der agineo GmbH auch von politischen und konjunkturellen Gegebenheiten abhängig. Ebenso hängt das Wachstum von den am Markt verfügbaren Fachkräften ab, die hierfür benötigt werden. Je länger jedoch die Corona Krise andauert, desto schwerer sind die wirtschaftlichen Folgen absehbar. Der Branchenverband Bitkom geht in seiner Januar Prognose für das Geschäftsjahr 2020 noch von einem Wachstum im ITK Markt von 2,7 % aus und einem Zielwert für das Marktvolumen von 95,4 Mrd. €.

Ein gezielter Ausbau der Vertriebsaktivitäten und eine verstärkte unternehmensübergreifende Zusammenarbeit der verschiedenen Vertriebsteams bieten zusätzliche Chancen bei Kunden mit Bedarf in verschiedenen Anwendungsfeldern. Die Materna-weite Nutzung der vertrieblichen Erfahrungen und der jeweiligen Kundenzugänge offeriert echte Synergien, die zur Stärkung der jeweiligen Wettbewerbsposition eingesetzt werden. Darüber hinaus wird das interne technische Know-How im Rahmen von regelmäßigen und konzernübergreifenden Arbeitsgruppen gebündelt, um weitere Potentiale in den Bereichen Qualität zu heben. Dem nächsten Geschäftsjahr sieht die Geschäftsführung positiv entgegen, da durch den Digitalisierungstrend aufgrund der Coronakrise von einem wachsenden Geschäft ausgegangen wird.

Für das Geschäftsjahr 2020 sind keine den üblichen Rahmen überschreitenden Investitionsverpflichtungen bekannt und keine konkreten Investitionen geplant.

4. Bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft

Die agineo GmbH hat folgende Zweigniederlassungen im Inland.

Region Büros Mitarbeiter inkl. Auszubildende

Deutschland Nord Aachen, Berlin, Dortmund, Dresden, Hamburg, Wolfsburg 115
Deutschland Süd Bad Vilbel, Erlangen, München, Stuttgart 26

 

Aachen, 9. Februar 2021

Thomas Haveneth, Geschäftsführer / CEO

Uwe Scariot, Geschäftsführer / CEO

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 360.521,53 486.834,67
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 39.543,85 82.773,24
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 39.543,85 82.773,24
II. Sachanlagen 242.692,54 325.776,29
1. technische Anlagen und Maschinen 119.262,56 184.901,40
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 123.429,98 140.874,89
III. Finanzanlagen 78.285,14 78.285,14
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 65.785,14 78.285,14
2. Beteiligungen 12.500,00 0,00
B. Umlaufvermögen 11.812.076,69 7.759.147,49
I. Vorräte 196.952,42 0,00
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 0,00 284.876,36
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.141.603,81 4.339.966,66
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.325,64 493.512,13
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.352,64 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 5.107.925,53 3.846.454,53
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.473.520,46 3.419.180,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 494.391,88 152.210,30
Bilanzsumme, Summe Aktiva 12.666.990,10 8.398.192,46

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 7.336.517,17 3.855.017,44
I. gezeichnetes Kapital 601.000,00 601.000,00
II. Kapitalrücklage 904.529,21 904.529,21
III. Gewinnvortrag 2.349.488,23 433.601,92
IV. Jahresüberschuss 3.481.499,73 1.915.886,31
B. Rückstellungen 3.351.493,93 2.432.723,47
C. Verbindlichkeiten 1.533.695,52 1.977.146,49
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 138.191,28 169.763,14
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 39.087,80 0,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.356.416,44 1.807.383,35
D. Rechnungsabgrenzungsposten 445.283,48 133.305,06
Bilanzsumme, Summe Passiva 12.666.990,10 8.398.192,46

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Rohergebnis 15.898.855,51 13.529.802,95
2. Personalaufwand 7.958.577,83 7.870.645,23
a) Löhne und Gehälter 6.896.000,04 6.918.842,72
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.062.577,79 951.802,51
davon für Altersversorgung 73.987,64 59.765,93
3. Abschreibungen 246.272,72 295.483,23
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 246.272,72 295.483,23
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.490.505,32 2.454.807,93
5. Erträge aus Beteiligungen 5.232,64 0,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 66,69 3.980,84
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.887,84 24.417,06
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.692.461,69 960.924,94
9. Ergebnis nach Steuern 3.493.449,44 1.927.505,40
10. sonstige Steuern 11.949,71 11.619,09
11. Jahresüberschuss 3.481.499,73 1.915.886,31

Anhang zum Geschäftsjahr 2019

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 n.F. HGB. Sie hat ihren Sitz in Aachen und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Aachen (HR B 4816).

Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind unter Beachtung der Änderungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) erstellt worden. Soweit es die geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches ermöglichen, sind die im Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze für mittelgroße Kapitalgesellschaften beibehalten worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden Ausweisänderungen hinsichtlich des Beteiligungsunternehmens snacc-IT GmbH, Aachen, vorgenommen. Die Anteile, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der snacc-IT GmbH werden in separaten Bilanzposten ausgewiesen. Die Vorjahresausweise wurden ebenfalls angepasst.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden aktiviert, sofern es sich um ein selbständig bewertbares Wirtschaftsgut handelt und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige lineare Abschreibungen zeitanteilig vermindert. Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge sind zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB angesetzt und umfassen neben den aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungseinzelkosten und den Sonderkosten der Fertigung auch die angemessenen Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Wahlweise einzubeziehende Aufwendungen werden nicht einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips (§ 253 Abs. 4 HGB).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos werden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1 % (Vorjahr: 1 %) auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die erst nach dem Bilanzstichtag aufwandswirksam werden.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected Unit Credit Method gebildet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Die Rückstellungen für Jubiläen werden nach dem modifizierten Teilwertverfahren gem. dem versicherungsmathematischen Gutachten ermittelt. Für die Abzinsung wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer pauschalen restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,97 % (Vorjahr: 2,32 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen werden mit 5,0 % (Vorjahr: 2,5 %) und erwartete Erhöhungen der Beitragsbemessungsgrenzen mit 2,5 % (Vorjahr: 2,5 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wird mit einer Rate von 7 % (Vorjahr: 10 %) berücksichtigt.

Den Risiken durch die Inanspruchnahme aus Gewährleistungsverpflichtungen wird durch eine Rückstellung in Höhe von 0,5 % des gewährleistungsbehafteten Umsatzes des laufenden Geschäftsjahres Rechnung getragen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt (Netto-Methode).

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie zu Erträgen nach dem Bilanzstichtag führen.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie entsprechende Erträge bzw. Aufwendungen werden mit dem am jeweiligen Buchungstag maßgebenden Umrechnungskurs gebucht. Zum Bilanzstichtag bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und gegebenenfalls Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der agineo GmbH in Höhe von 32 % (Vorjahr: 32 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden für den Überhang aktiver Steuerlatenzen zum 31. Dezember 2019 keine aktiven latenten Steuern bilanziert.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel (Seite 8) zu entnehmen.

Unter der Bilanzposition "Anteile an verbunden Unternehmen" ist eine 100%ige Beteiligung an der agineo AG, Könizstr. 60, CH-3000 Bern 5, Schweiz (eingetragen im Handelsregister des Kantons Bern, Firmennummer CHE-101.272.168) ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 beträgt das Eigenkapital der Gesellschaft gemäß dem lokalen, nach schweizerischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten, Jahresabschluss EUR 266.124,66 (Vorjahr: EUR 245.695,57). Sie hat im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss von EUR 11.649,61 (Vorjahr: EUR 37.889,63) erzielt.

Die Bilanzposition "Beteiligungen" beinhaltet eine 50%ige Beteiligung an der snacc-it GmbH, Pascalstr. 25, 52076 Aachen (Eintragung im Handelsregister: Amtsgericht Aachen, HRB 19417). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 betrug das Eigenkapital des von der Gesellschaft aufgestellten Jahresabschluss EUR 72.314,12 (Vorjahr: EUR 47.061,46). Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss von EUR 35.717,94 (Vorjahr: EUR 10.465,28) erzielt.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Restlaufzeit
bis 1 Jahr
in EUR
größer 1 Jahr
in EUR
Summe
EUR
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.030.197,00 0,00 5.030.197,00
(Vorjahr) (3.807.035,52) (0,00) (3.807.035,52)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.325,64 0,00 27.325,64
(Vorjahr) (491.655,73) (0,00) (491.655,73)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.352,64 0,00 6.352,64
(Vorjahr) (1.856,40) (0,00) (1.856,40)
Sonstige Vermögensgegenstände 77.728,53 0,00 77.728,53
(Vorjahr) (39.419,01) (0,00) (39.419,01)
Summe 5.141.603,81 0,00 5.141.603,81
(Vorjahr) (4.339.966,66) (0,00) (4.339.966,66)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von EUR 11.802,29 (Vorjahr: EUR 484.290,15) Forderungen gegen die Gesellschafterin, die aus Lieferungen und Leistungen resultieren.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected Unit Credit Method gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

- durchschnittlicher Marktzins von 2,71 % (Vorjahr: 3,21 %) für eine Laufzeit von 15 Jahren

- Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

- Die zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie die Rentensteigerungen werden mit 0 % (Vorjahr: 0 %) angenommen.

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von EUR 54.785,81. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wird demgemäß 1/15, also jährlich rd. EUR 3.652, der Pensionsrückstellung zugeführt und als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31.12.2019 beträgt EUR 20.088 (Art. 67 Abs. 2 EGHGB).

Das zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienende sog. Planvermögen wurde mit der Pensionsrückstellung gem. § 246 Abs. 2 HGB zum 31. Dezember 2019 verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände (der gleichzeitig den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht) beträgt zum 31. Dezember 2019 TEUR 644,2. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt per 31. Dezember 2019 TEUR 856,6. Die Erträge aus der Verzinsung des Planvermögens betragen TEUR 0,4, die Zinsaufwendungen aus der Pensionsverpflichtung der Altzusagen TEUR 21,4.

Die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen sind nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB i.d.F. 2016 sind mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Geschäftsjahre abzuzinsen (vorher 7 Jahre). Der hieraus resultierende Abstockungsgewinn aus der unterschiedlichen Abzinsung (bei 7 Jahren = 1,97%; bei 10 Jahren = 2,71%) unterliegt einer Ausschüttungssperre. Der Abstockungsgewinn beträgt EUR 61.070,00 (Vorjahr: EUR 74.011,00).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit EUR 1.702.434,31 im Wesentlichen die Rückstellungen für Mitarbeiterprämien (EUR 1.189.853,88), Jubiläumsaufwendungen (EUR 91.778,00), Gewährleistungsverpflichtung (EUR 76.401,00), Spätrechnungen (EUR 122.570,00), Abschluss- und Prüfungskosten (EUR 49.850,00), Urlaubsverpflichtungen (EUR 55.283,13) und sonstige Rückstellungen, die der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzuordnen sind.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Restlaufzeit
bis 1 Jahr
EUR
>1 Jahr
EUR
davon >5 Jahre
EUR
Summe
EUR
Verbindlichkeiten
erhaltene Anzahlungen 38.033,00 0,00 0,00 38.033,00
(Vorjahr) (918.003,34) (0,00) (0,00) (918.003,34)
aus Lieferungen und Leistungen 474.484,72 0,00 0,00 474.484,72
(Vorjahr) (156.664,68) (0,00) (0,00) (156.664,68)
gegenüber verb. Unternehmen 138.191,28 0,00 0,00 138.191,28
(Vorjahr) (150.253,08) (0,00) (0,00) (150.253,08)
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 39.087,80 0,00 0,00 39.087,80
(Vorjahr) (19.510,06) (0,00) (0,00) (19.510,06)
Sonstige 843.898,72 0,00 0,00 843.898,72
(Vorjahr) (732.715,33 (0,00) (0,00) (732.715,33
Summe 1.533.695,52 0,00 0,00 1.533.695,52
(Vorjahr) (1.977.146,49) (0,00) (0,00) (1.977.146,49)

Der unter der Position Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von EUR 82.270,62 (Vorjahr: EUR 97.114,30) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Materna Information & Communications SE, die aus Lieferungen und Leistungen resultieren.

Der Gesamtbetrag aller Verbindlichkeiten, der durch Pfandrechte oder ähnliche Sicherheiten der Gesellschaft gesichert ist, beträgt EUR 0,00.

Zum 31.12.2019 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):

2020
TEUR
2021
TEUR
2022
TEUR
2023
TEUR
2024
TEUR
Gesamt
TEUR
Leasingverpflichtungen 170 150 58 0 0 378
Mietverpflichtungen 382 215 0 0 0 597
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (165) (0) (0) (0) (0) (165)
Gesamt 552 365 58 0 0 975

Die Leasingverpflichtungen umfassen im Wesentlichen PKW Leasing für das operative Geschäft. Bei den Mietverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um nicht gekündigte Dauerschuldverhältnisse mit einer jährlichen Verpflichtung i.H.v. TEUR 165.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge aus dem Verkauf eines nicht mehr benötigten IP-Netzwerkes in Höhe von TEUR 524 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Zuführungsbeträge zur Pensionsrückstellung enthalten, die aufgrund der Umbewertung nach den neuen Rechnungslegungsvorschriften nach BilMoG erforderlich und gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB in jedem Geschäftsjahr zu mindestens 1/15 zuzuführen sind.

Die Steuern vom Einkommen und von Erträgen betreffen im Wesentlichen das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres.

V. Sonstige Pflichtangaben

Anzahl Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 101 Arbeitnehmer, davon Verwaltung 14 (Vorjahr: insgesamt 100, davon Verwaltung 13), beschäftigt.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2019 sind - bis auf die bekannten Entwicklungen infolge der Corona-Pandemie - keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch:

- Uwe Scariot, Diplom-Informatiker, Dortmund

- Thomas Haveneth, Geschäftsführer, Roetgen

Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemeinsam oder mit einem Prokuristen.

Zu Gesamtprokuristen, die gemeinsam mit einem Geschäftsführer die Gesellschaft vertreten, waren im Geschäftsjahr bestellt:

- Dr. Roger Jakobs, Aachen

- Ludger Koslowski, Dortmund

Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde hinsichtlich der Angaben zu § 285 Abs. 9 a HGB in Anspruch genommen.

Für ehemalige Organmitglieder sind Rückstellungen für Pensionen in Höhe von EUR 858.641,87 (Vorjahr: EUR 792.431,49) gebildet worden. Diese wurden mit dem Deckungsvermögen für den Bilanzausweis in Höhe von EUR 644.179,25 (Vorjahr: EUR 630.031,53) verrechnet, so dass der Überhang von EUR 212.462,62 (Vorjahr: EUR 162.399,96) passiviert wurde.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Materna Information & Communications SE, Dortmund, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wurde im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Gewinnverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Aachen, den 9. Februar 2021

gez. Uwe Scariot

gez. Thomas Haveneth

Geschäftsführer Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2019
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 532.118,90 49.691,00 137.439,35 0,00 444.370,55
532.118,90 49.691,00 137.439,35 0,00 444.370,55
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 790.872,69 34.728,00 172.965,59 0,00 652.635,10
Andere Anlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 420.324,71 73.122,44 173.339,27 0,00 320.107,88
1.211.197,40 107.850,44 346.304,86 0,00 972.742,98
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 78.285,14 0,00 0,00 0,00 78.285,14
78.285,14 0,00 0,00 0,00 78.285,14
1.821.601,44 157.541,44 483.744,21 0,00 1.495.398,67
Abschreibungen
Stand 01.01.2019
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 449.345,66 92.920,39 137.439,35 404.826,70
449.345,66 92.920,39 137.439,35 404.826,70
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 605.971,29 90.513,07 163.111,82 533.372,54
Andere Anlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 279.449,82 62.839,26 145.611,18 196.677,90
885.421,11 153.352,33 308.723,00 730.050,44
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.334.766,77 246.272,72 446.162,35 1.134.877,14
Buchwert Buchwert
31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.543,85 82.773,24
39.543,85 82.773,24
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 119.262,56 184.901,40
Andere Anlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 123.429,98 140.874,89
242.692,54 325.776,29
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 78.285,14 78.285,14
78.285,14 78.285,14
360.521,53 486.834,67

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.03.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wir weisen darauf hin, dass Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen wurden und der Bestätigungsvermerk sich auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die agineo GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der agineo GmbH, Aachen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der agineo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, 16. März 2021

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