Ottofond Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hermann- Josef Schulte seit 14.11.2024 | Geschäftsführer |
Markus Wibbe seit 12.9.2003 | Geschäftsführer |
Mechthild Kürpick seit 12.9.2003 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ottofond GmbHWünnenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang 2022I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Bad Wünnenberg und ist in das Handelsregister unter HRB 1183 beim Amtsgericht Paderborn eingetragen. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) in der Fassung des BilRUG aufgestellt. Im Anhang wurde von den Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Zugänge von Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird in jedem Geschäftsjahr mit einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst (§ 6 Abs. 2a EStG). Die unter dem Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Genossenschaftsanteile werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung mit den niedrigeren Zeitwerten bewertet. Die bestehende Rückdeckungsversicherung wird mit dem von der Versicherungsgesellschaft mitgeteilten Aktivwert angesetzt. Für die Ermittlung des Aktivwertes wurde das Deckungskapital gemäß koordiniertem Ländererlass vom Februar/März 1963 berechnet. Aufgrund des Saldierungsgebots gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wird diese mit der passivierten Pensionsrückstellung verrechnet. Vorräte sind mit den Anschaffungskosten unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt mit dem Nennbetrag. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 3,0 % auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Unter den aktiven Rechnungsposten werden im Voraus gezahlten Aufwendungen für das Folgejahr ausgewiesen. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung wurde mittels der PUC-Methode ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Folgende weiterer Annahmen liegen der Bewertung zugrunde: Rechnungszins: 1,78 % Gehalts- bzw. Anwartschaftstrend: 0,0 % p.a. Rententrend: 0,0 % p.a. Fluktuationstrend: 0,0 % p.a. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist im Anlagenspiegel der Ottofond GmbH dargestellt (Anlage zum Anhang). Zum Bilanzstichtag betrug der Depotwert der Finanzanlagen insgesamt € 7.443.863,34. Die Gesellschaft hat auf eine außerplanmäßige Abschreibung verzichtet, da nicht von einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung auszugehen ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 153 (Vorjahr: TEUR 153) und ist voll eingezahlt. 4. Pensionsrückstellungen
Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB ergibt sich wie folgt:
Der Betrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Archivierung (T€ 31), Gewährleistungen (T€ 34), Urlaub (T€ 136), Beiträge (T€ 16), Prämien (T€ 120), Boni (T€ 7) und Jahresabschluss- und Prüfungskosten (T€ 56). 6. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 5.078,52 (Vorjahr: € 0,00) ausgewiesen. IV. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB bestehen nicht. Die Gesellschaft hatte zum Bilanzstichtag noch 11 abgeschlossene Leasingverträge mit Restlaufzeiten zwischen 12 und 46 Monaten. Zweck der Leasinggeschäfte ist die Nutzung der betreffenden Vermögensgegenstände bei Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung. Zum Bilanzstichtag noch offene Zahlungsverpflichtungen bis zum Ablauf aller Leasingverträge betragen T€ 263. Zum Bilanzstichtag bestanden noch offene Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen für die Räumlichkeiten Graf-Zeppelin-Straße 42, Bad Wünnenberg-Haaren. Der Mietvertrag vom 01.10.2008 hat eine Laufzeit bis zum 30.09.2023, so dass noch offene Zahlungsverpflichtungen in Höhe von T€ 162 bestehen. 2. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
3. Geschäftsführung Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 war Herr Markus Wibbe, Kaufmann. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Bad Wünnenberg, den 15. November 2023 Markus Wibbe, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022
Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Ottofond GmbH, Bad Wünnenberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ottofond GmbH, Bad Wünnenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ottofond GmbH, Bad Wünnenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 15. November 2023 ADKL
AG
Peter Volprecht, Wirtschaftsprüfer Tobias Polka, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Grundlagen des Unternehmens Die Ottofond GmbH mit Sitz in Bad Wünnenberg-Haaren ist ein Lieferant von Acrylbadewannen, -duschwannen, Whirlpoolsysteme und Wannenträger für namhafte deutsche Baumärkte sowie autorisierte Fachhändler. Darüber hinaus werden auch Exportgeschäfte nach Luxemburg, in die Niederlande, Schweden, Frankreich, Österreich, Schweiz und vereinzelt Polen getätigt. B. Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsverlauf (einschließlich Geschäftsergebnis) und Rahmenbedingungen 1.1. Geschäftsverlauf (einschließlich Geschäftsergebnis) Entsprechend den Erwartungen ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dementgegen erzielte die Gesellschaft im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 925 nach T€ 902 im Vorjahr. Bei einem Umsatzrückgang und gleichzeitiger Minderung des Materialaufwands reduzierte sich das Rohergebnis (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) insgesamt um T€ 96 auf T€ 6.408 (Vorjahr T€ 6.504). Die Rohertragsmarge erhöhte sich geringfügig um 1,4 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern beträgt unverändert T€ 1.310. Zu Einzelheiten verweisen wir auf die nachfolgenden Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. 1.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2022 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 3,88 Billionen Euro. Preisbereinigt wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent. Die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland schlossen das Jahr 2022 mit einem Gesamtumsatz von 21,92 Mrd. Euro ab, was einer Steigerung von +7,8 (auf bereinigter Fläche +7,2) Prozentpunkten entspricht (Quelle: BHB Pressemitteilung vom 23.März 2023). Das reale Wachstum betrug +0,9%. Der Neustart nach schwieriger Pandemiephase war schon in greifbarer Nähe - dann sorgte der russische Angriffskrieg auf die Ukraine für drastische Veränderungen der Welt und löste eine bislang ungekannte Energiekrise und eine heftige Inflation mit Preissteigerungen teils in zweistelliger Höhe aus. Eine Entwicklung, an der auch die DIY-Branche in Deutschland nicht vorbeikam. C. Ertragslage Die Entwicklung der Ertragslage korrespondierte mit der vorstehend beschriebenen Branchenentwicklung im Geschäftsjahr 2022. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 595 bzw. 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf T€ 13.263 gesunken und werden zu 85 Prozent im Wesentlichen im Inland erzielt. Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse, aufgegliedert nach Produktgruppen, stellt sich wie folgt dar:
Der Materialaufwand, der im Wesentlichen Aufwendungen für die Beschaffung von Waren enthält, ist überproportional zu den Umsatzerlösen um 6,8 Prozent auf T€ 6.855 gesunken. Die Materialaufwandsquote betrug 48,3 Prozent nach 46,9 Prozent im Vorjahr. Der Personalaufwand in Höhe von T€ 2.580 ist im Vorjahresvergleich um T€ 55 bzw. 2,1 Prozent gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von T€ 2.655 im Vorjahr um T€ 43 bzw. 1,6 Prozent auf T€ 2.612 vermindert. Die Minderung ist im Wesentlichen auf gesunkene Vertriebs- und Verwaltungskosten zurückzuführen. Das EBIT verminderte sich somit von T€ 1.254 im Geschäftsjahr 2021 auf T€ 1.250 in 2022. Der Ertragssteueraufwand verminderte sich um T€ 21 auf T€ 376. Insgesamt erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 925 nach T€ 902 in 2021. D. Finanzlage Der Bestand an liquiden Mittel zum Bilanzstichtag erhöhte sich insgesamt von T€ 3.510 um T€ 1.085 auf T€ 4.595 und macht 27 Prozent des Gesamtvermögens aus. Die Ottofond GmbH ist aufgrund der hohen Liquidität einerseits und der geringen Verbindlichkeiten andererseits jederzeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. E. Vermögenslage Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich insgesamt von T€ 16.073 im Vorjahr um T€ 829 auf T€ 16.902 erhöht. Das langfristig gebundene Vermögen macht 50 Prozent des Gesamtvermögens aus und hat sich von T€ 8.457 im Vorjahr auf T€ 8.250 vermindert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen in Vergleich zu Vorjahren niedrigeren Investitionen in das Finanzanlagevermögen. Das kurzfristig gebundene Vermögen einschließlich der liquiden Mittel hat sich von T€ 7.615 im Vorjahr auf T€ 8.514 erhöht. Der Anteil des Vorratsvermögens und der kurzfristigen Forderungen an der Bilanzsumme ist mit 23 Prozent (Vorjahr 25 Prozent) nahezu unverändert. Das Eigenkapital hat sich um den Jahresüberschuss des Berichtsjahres von T€ 15.098 auf T€ 16.023 erhöht. Die Eigenkapitalquote ist geringfügig von 94 Prozent auf 95 Prozent gestiegen. F. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Ottofond GmbH wird intern im Wesentlichen auf Basis der Umsatzerlöse, getrennt nach Artikelgruppen, der Rohertragsmarge sowie dem Ergebnis vor Steuern gesteuert. Die betriebswirtschaftlichen Auswertungen führen zu zeitnahen monatlichen Ergebnissen, die relevante Abweichungen und Schwachstellen zeigen. G. Risiko-, Chancen und Prognosebericht 1. Risikobericht Absatzrisiken Die Risiken für unser Unternehmen ergeben sich aus der Struktur unseres Abnehmermarktes, der von wenigen marktbeherrschenden Unternehmen bestimmt wird. Die geringe Anzahl, der unseren Absatzmarkt dominierenden Unternehmen beschränkt im Falle einer Auslistung oder eines deutlich verminderten Bestellvolumens die Ausweichmöglichkeit auf andere Abnehmer. Der konjunkturell und inflationsbedingte Nachfragerückgang und die schwer abschätzbaren Auswirkungen auf den weiteren Konjunkturverlauf und die Nachfrageentwicklung stellen ein weiteres Risiko dar. Diesen Risiken versuchen wir insbesondere durch eine hohe Qualität unserer Produkte, einer hohen Lieferbereitschaft und stabile Absatzpreise entgegenzutreten. Beschaffungsmarktrisiken Die Risiken auf dem Beschaffungsmarkt betreffen im Wesentlichen Lieferantenausfall- sowie Beschaffungspreisrisiken. Es zeichnen sich eine enorme Rohstoffverknappung durch überdimensionale Nachfrage, dadurch bedingt auch eine eingeschränkte Materialverfügbarkeit ab. Nach ersten Prognosen sollen Produzenten und Handel mit historischen Preiserhöhungen konfrontiert werden. Durch die Auswahl mehrerer Lieferanten versuchen wir diesen Risiken zu begegnen. Dennoch besteht das Risiko, Preiserhöhungen am Beschaffungsmarkt nicht unmittelbar weitergeben zu können. Dem Risiko eines allgemeinen Preisverfalls mit der Gefahr für die Erzielung kostendeckender Preise begegnen wir mit einem engagierten Kostenmanagement. Liquiditäts-/Adressausfallrisiken Liquiditätsrisiken bestehen aufgrund der Liquiditätsausstattung der Gesellschaft nicht. Aufgrund der Kundenstruktur und unseres Forderungsmanagements traten Forderungsausfälle bisher nur in unbedeutender Größe auf. Sonstige Risiken Andere als die vorgenannten Risiken, die sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken oder den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 2. Chancenbericht Die langfristigen Perspektiven für den Erhalt einer stabilen Ertragslage bleiben aufgrund unserer Spezialisierung im Acrylprogramm und Whirlpool Bereich unverändert günstig. Die kontinuierliche Anpassung und Ergänzung der Wannenmodelle an die Marktgegebenheiten sowie der gute Service, die Kundenbetreuung und die ständige Lieferbereitschaft bilden weiterhin eine solide und überzeugende Basis. Wir beherrschen die Ein-Stück-Logistik mit dezentraler Anlieferung und stellen uns den Herausforderungen des Webshop Handels. Beim sogenannten Versand ab Lieferant (VAL) haben wir uns gut etabliert. Ottofond wird sich erfolgreich, wie auch in vergangenen Jahren, den Branchen üblichen Herausforderungen stellen. 3. Prognosebericht Die deutschen Bau- und Gartenmärkte verzeichneten im ersten Kalenderhalbjahr 2023 nach Angaben der GfK einen Anstieg des Gesamtbruttoumsatzes im Vorjahresvergleich um nominal 14,9% auf 11,52 Mrd. €. Der sehr hohe zweistellige Anstieg aus dem ersten Quartal, der aus dem direkten Vergleich zu Lockdown-Phasen in Deutschland 2021 resultierte, relativiert sich im 2. Quartal deutlich und weist nun aktuell eine Quasi-Stagnation (+0,4 Prozent) aus. Für den übrigen Jahresverlauf wird eine weiterer Nachfragerückgang erwartet. Unter Berücksichtigung der bisherigen Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 und der derzeitigen Auftragslage erwarten wir für das Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Umsatzrückgang. Bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Kosten gehen wir von einem deutlichen Ergebnisrückgang aus.
Bad Wünnenberg-Haaren, den 15. November 2023 Markus Wibbe, Geschäftsführer |
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