Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 1183
Vorher
Ottofond Armaturen Vertriebs GmbH
Eingetragen
19.2.1985
Branche
Großhandel mit SanitärkeramikGroßhandel mit Installationsbedarf für Gas, Wasser und HeizungGroßhandel mit Flachglas
Gegenstand
Handel mit Acrylbadewannen, Acrylduschwannen, Whirlpools, Wannenträgern und entsprechendem sanitärem Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hermann- Josef Schulte
seit 14.11.2024
Geschäftsführer
Markus Wibbe
seit 12.9.2003
Geschäftsführer
Mechthild Kürpick
seit 12.9.2003
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hermann-Josef Schulte
Sundern
76.693 €
49.90%
Joachim Schulte
Sundern
76.693 €
49.90%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ottofond GmbH

Wünnenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85.401,30 67.302,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3,00 3,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.663,41 87.120,87
52.666,41 87.123,87
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 8.248.296,61 8.301.153,04
2. Genossenschaftsanteile 1.760,00 1.760,00
8.250.056,61 8.302.913,04
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.918.447,58 1.886.408,93
2. Geleistete Anzahlungen 153.675,58 210.901,12
2.072.123,16 2.097.310,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.683.832,15 1.818.975,40
2. Sonstige Vermögensgegenstände 137.844,61 164.245,95
1.821.676,76 1.983.221,35
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.595.337,59 3.510.399,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.000,60 24.941,19
16.901.262,43 16.073.211,02

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 153.387,56 153.387,56
II. Gewinnvortrag 14.944.590,06 14.042.695,58
III. Jahresüberschuss 924.615,76 901.894,48
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 275.074,00 281.992,00
2. Steuerrückstellungen 7.063,60 131.949,70
3. Sonstige Rückstellungen 398.513,88 376.809,84
680.651,48 790.751,54
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 143.530,43 139.233,83
- Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 143.530,43 (€ 139.233,83)
2. Sonstige Verbindlichkeiten 54.487,14 45.248,03
198.017,57 184.481,86
- Davon aus Steuern € 20.195,38 (€ 22.558,72)
- Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 899,78 (€ 894,94)
- Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 54.487,14 (€ 45.248,03)
16.901.262,43 16.073.211,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Rohertrag 6.407.753,10 6.503.545,72
2. Sonstige betriebliche Erträge 96.455,47 89.518,46
3. Personalkosten
a) Löhne und Gehälter 2.169.337,43 2.218.227,51
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 410.822,95 416.656,19
2.580.160,38 2.634.883,70
- Davon für Altersversorgung €16.558,76 (€14.013,20)
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 61.421,59 49.003,17
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.612.381,79 2.655.111,11
6. Sonstige Zinsen u. ähnliche Erträge 68.624,15 63.159,47
7. Zinsen u. ähnliche Aufwendungen 8.112,00 7.363,00
- Davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen €8.112,00 (€7.363,00)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 375.980,01 396.838,37
9. Ergebnis nach Steuern 934.776,95 913.024,30
10. Sonstige Steuern 10.161,19 11.129,82
11. Jahresüberschuss 924.615,76 901.894,48

Anhang 2022

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Bad Wünnenberg und ist in das Handelsregister unter HRB 1183 beim Amtsgericht Paderborn eingetragen.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) in der Fassung des BilRUG aufgestellt.

Im Anhang wurde von den Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Für Zugänge von Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird in jedem Geschäftsjahr mit einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst (§ 6 Abs. 2a EStG).

Die unter dem Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Genossenschaftsanteile werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung mit den niedrigeren Zeitwerten bewertet.

Die bestehende Rückdeckungsversicherung wird mit dem von der Versicherungsgesellschaft mitgeteilten Aktivwert angesetzt. Für die Ermittlung des Aktivwertes wurde das Deckungskapital gemäß koordiniertem Ländererlass vom Februar/März 1963 berechnet. Aufgrund des Saldierungsgebots gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wird diese mit der passivierten Pensionsrückstellung verrechnet.

Vorräte sind mit den Anschaffungskosten unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt mit dem Nennbetrag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach

Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 3,0 % auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Unter den aktiven Rechnungsposten werden im Voraus gezahlten Aufwendungen für das Folgejahr ausgewiesen.

Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung wurde mittels der PUC-Methode ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Folgende weiterer Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

Rechnungszins: 1,78 %

Gehalts- bzw. Anwartschaftstrend: 0,0 % p.a.

Rententrend: 0,0 % p.a.

Fluktuationstrend: 0,0 % p.a.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist im Anlagenspiegel der Ottofond GmbH dargestellt (Anlage zum Anhang).

Zum Bilanzstichtag betrug der Depotwert der Finanzanlagen insgesamt € 7.443.863,34. Die Gesellschaft hat auf eine außerplanmäßige Abschreibung verzichtet, da nicht von einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung auszugehen ist.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 153 (Vorjahr: TEUR 153) und ist voll eingezahlt.

4. Pensionsrückstellungen

Wert der Pensionsrückstellung 31.12.2022 379.612,00
Wert der Rückdeckungsversicherung zum 31.12.2022 104.538,00
Bilanzausweis zum 31.12.2022 275.074,00

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB ergibt sich wie folgt:

Wert der Pensionsrückstellung gem. § 253 Abs. 2 S.1 HGB a.F. 336.765,00
Wert der Pensionsrückstellung gem. § 253 Abs. 2 S.1 HGB n.F. 275.074,00
61.691,00

Der Betrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Archivierung (T€ 31), Gewährleistungen (T€ 34), Urlaub (T€ 136), Beiträge (T€ 16), Prämien (T€ 120), Boni (T€ 7) und Jahresabschluss- und Prüfungskosten (T€ 56).

6. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 5.078,52 (Vorjahr: € 0,00) ausgewiesen.

IV. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB bestehen nicht.

Die Gesellschaft hatte zum Bilanzstichtag noch 11 abgeschlossene Leasingverträge mit Restlaufzeiten zwischen 12 und 46 Monaten. Zweck der Leasinggeschäfte ist die Nutzung der betreffenden Vermögensgegenstände bei Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung. Zum Bilanzstichtag noch offene Zahlungsverpflichtungen bis zum Ablauf aller Leasingverträge betragen T€ 263.

Zum Bilanzstichtag bestanden noch offene Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen für die Räumlichkeiten Graf-Zeppelin-Straße 42, Bad Wünnenberg-Haaren. Der Mietvertrag vom 01.10.2008 hat eine Laufzeit bis zum 30.09.2023, so dass noch offene Zahlungsverpflichtungen in Höhe von T€ 162 bestehen.

2. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

2022 2021
Gewerbliche Arbeitnehmer 33 34
Angestellte 26 26
59 60

3. Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 war Herr Markus Wibbe, Kaufmann. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bad Wünnenberg, den 15. November 2023

Markus Wibbe, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 369.151,10 41.020,17 0,00 0,00 410.171,27
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 369.151,10 41.020,17 0,00 0,00 410.171,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 119.774,65 0,00 0,00 0,00 119.774,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 964.697,67 4.043,13 0,00 0,00 968.740,80
Summe Sachanlagen 1.084.472,32 4.043,13 0,00 0,00 1.088.515,45
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 8.301.153,04 1.387.048,33 1.439.904,76 0,00 8.248.296,61
2. Genossenschaftsanteile 1.760,00 0,00 0,00 0,00 1.760,00
Summe Finanzanlagen 8.302.913,04 1.387.048,33 1.439.904,76 0,00 8.250.056,61
Summe Anlagevermögen 9.756.536,46 1.432.111,63 1.439.904,76 0,00 9.748.743,33
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 301.848,97 22.921,00 0,00 0,00 324.769,97
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 301.848,97 22.921,00 0,00 0,00 324.769,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 119.771,65 0,00 0,00 0,00 119.771,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 877.576,80 38.500,59 0,00 0,00 916.077,39
Summe Sachanlagen 997.348,45 38.500,59 0,00 0,00 1.035.849,04
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.299.197,42 61.421,59 0,00 0,00 1.360.619,01
Zuschreibungen Buchwerte
Geschäftsjahr Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 85.401,30 67.302,13
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 85.401,30 67.302,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3,00 3,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 52.663,41 87.120,87
Summe Sachanlagen 0,00 52.666,41 87.123,87
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 8.248.296,61 8.301.153,04
2. Genossenschaftsanteile 0,00 1.760,00 1.760,00
Summe Finanzanlagen 0,00 8.250.056,61 8.302.913,04
Summe Anlagevermögen 0,00 8.388.124,32 8.457.339,04

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ottofond GmbH, Bad Wünnenberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ottofond GmbH, Bad Wünnenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ottofond GmbH, Bad Wünnenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 15. November 2023

ADKL AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peter Volprecht, Wirtschaftsprüfer

Tobias Polka, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Ottofond GmbH mit Sitz in Bad Wünnenberg-Haaren ist ein Lieferant von Acrylbadewannen, -duschwannen, Whirlpoolsysteme und Wannenträger für namhafte deutsche Baumärkte sowie autorisierte Fachhändler. Darüber hinaus werden auch Exportgeschäfte nach Luxemburg, in die Niederlande, Schweden, Frankreich, Österreich, Schweiz und vereinzelt Polen getätigt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf (einschließlich Geschäftsergebnis) und Rahmenbedingungen

1.1. Geschäftsverlauf (einschließlich Geschäftsergebnis)

Entsprechend den Erwartungen ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dementgegen erzielte die Gesellschaft im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 925 nach T€ 902 im Vorjahr.

Bei einem Umsatzrückgang und gleichzeitiger Minderung des Materialaufwands reduzierte sich das Rohergebnis (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) insgesamt um T€ 96 auf T€ 6.408 (Vorjahr T€ 6.504). Die Rohertragsmarge erhöhte sich geringfügig um 1,4 Prozent.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt unverändert T€ 1.310.

Zu Einzelheiten verweisen wir auf die nachfolgenden Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

1.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 3,88 Billionen Euro. Preisbereinigt wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent.

Die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland schlossen das Jahr 2022 mit einem Gesamtumsatz von 21,92 Mrd. Euro ab, was einer Steigerung von +7,8 (auf bereinigter Fläche +7,2) Prozentpunkten entspricht (Quelle: BHB Pressemitteilung vom 23.März 2023). Das reale Wachstum betrug +0,9%. Der Neustart nach schwieriger Pandemiephase war schon in greifbarer Nähe - dann sorgte der russische Angriffskrieg auf die Ukraine für drastische Veränderungen der Welt und löste eine bislang ungekannte Energiekrise und eine heftige Inflation mit Preissteigerungen teils in zweistelliger Höhe aus. Eine Entwicklung, an der auch die DIY-Branche in Deutschland nicht vorbeikam.

C. Ertragslage

Die Entwicklung der Ertragslage korrespondierte mit der vorstehend beschriebenen Branchenentwicklung im Geschäftsjahr 2022.

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 595 bzw. 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf T€ 13.263 gesunken und werden zu 85 Prozent im Wesentlichen im Inland erzielt. Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse, aufgegliedert nach Produktgruppen, stellt sich wie folgt dar:

65 Prozent Acrylwannen und Acrylduschwannen

25 Prozent Wannenträger, Armaturen, Zubehör und Sonstiges

10 Prozent Whirlpools und Sonstiges

Der Materialaufwand, der im Wesentlichen Aufwendungen für die Beschaffung von Waren enthält, ist überproportional zu den Umsatzerlösen um 6,8 Prozent auf T€ 6.855 gesunken. Die Materialaufwandsquote betrug 48,3 Prozent nach 46,9 Prozent im Vorjahr.

Der Personalaufwand in Höhe von T€ 2.580 ist im Vorjahresvergleich um T€ 55 bzw. 2,1 Prozent gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von T€ 2.655 im Vorjahr um T€ 43 bzw. 1,6 Prozent auf T€ 2.612 vermindert. Die Minderung ist im Wesentlichen auf gesunkene Vertriebs- und Verwaltungskosten zurückzuführen.

Das EBIT verminderte sich somit von T€ 1.254 im Geschäftsjahr 2021 auf T€ 1.250 in 2022.

Der Ertragssteueraufwand verminderte sich um T€ 21 auf T€ 376.

Insgesamt erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 925 nach T€ 902 in 2021.

D. Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mittel zum Bilanzstichtag erhöhte sich insgesamt von T€ 3.510 um T€ 1.085 auf T€ 4.595 und macht 27 Prozent des Gesamtvermögens aus.

Die Ottofond GmbH ist aufgrund der hohen Liquidität einerseits und der geringen Verbindlichkeiten andererseits jederzeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

E. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich insgesamt von T€ 16.073 im Vorjahr um T€ 829 auf T€ 16.902 erhöht.

Das langfristig gebundene Vermögen macht 50 Prozent des Gesamtvermögens aus und hat sich von T€ 8.457 im Vorjahr auf T€ 8.250 vermindert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen in Vergleich zu Vorjahren niedrigeren Investitionen in das Finanzanlagevermögen.

Das kurzfristig gebundene Vermögen einschließlich der liquiden Mittel hat sich von T€ 7.615 im Vorjahr auf T€ 8.514 erhöht. Der Anteil des Vorratsvermögens und der kurzfristigen Forderungen an der Bilanzsumme ist mit 23 Prozent (Vorjahr 25 Prozent) nahezu unverändert.

Das Eigenkapital hat sich um den Jahresüberschuss des Berichtsjahres von T€ 15.098 auf T€ 16.023 erhöht. Die Eigenkapitalquote ist geringfügig von 94 Prozent auf 95 Prozent gestiegen.

F. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Ottofond GmbH wird intern im Wesentlichen auf Basis der Umsatzerlöse, getrennt nach Artikelgruppen, der Rohertragsmarge sowie dem Ergebnis vor Steuern gesteuert. Die betriebswirtschaftlichen Auswertungen führen zu zeitnahen monatlichen Ergebnissen, die relevante Abweichungen und Schwachstellen zeigen.

G. Risiko-, Chancen und Prognosebericht

1. Risikobericht

Absatzrisiken

Die Risiken für unser Unternehmen ergeben sich aus der Struktur unseres Abnehmermarktes, der von wenigen marktbeherrschenden Unternehmen bestimmt wird. Die geringe Anzahl, der unseren Absatzmarkt dominierenden Unternehmen beschränkt im Falle einer Auslistung oder eines deutlich verminderten Bestellvolumens die Ausweichmöglichkeit auf andere Abnehmer. Der konjunkturell und inflationsbedingte Nachfragerückgang und die schwer abschätzbaren Auswirkungen auf den weiteren Konjunkturverlauf und die Nachfrageentwicklung stellen ein weiteres Risiko dar.

Diesen Risiken versuchen wir insbesondere durch eine hohe Qualität unserer Produkte, einer hohen Lieferbereitschaft und stabile Absatzpreise entgegenzutreten.

Beschaffungsmarktrisiken

Die Risiken auf dem Beschaffungsmarkt betreffen im Wesentlichen Lieferantenausfall- sowie Beschaffungspreisrisiken.

Es zeichnen sich eine enorme Rohstoffverknappung durch überdimensionale Nachfrage, dadurch bedingt auch eine eingeschränkte Materialverfügbarkeit ab. Nach ersten Prognosen sollen Produzenten und Handel mit historischen Preiserhöhungen konfrontiert werden.

Durch die Auswahl mehrerer Lieferanten versuchen wir diesen Risiken zu begegnen. Dennoch besteht das Risiko, Preiserhöhungen am Beschaffungsmarkt nicht unmittelbar weitergeben zu können.

Dem Risiko eines allgemeinen Preisverfalls mit der Gefahr für die Erzielung kostendeckender Preise begegnen wir mit einem engagierten Kostenmanagement.

Liquiditäts-/Adressausfallrisiken

Liquiditätsrisiken bestehen aufgrund der Liquiditätsausstattung der Gesellschaft nicht. Aufgrund der Kundenstruktur und unseres Forderungsmanagements traten Forderungsausfälle bisher nur in unbedeutender Größe auf.

Sonstige Risiken

Andere als die vorgenannten Risiken, die sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken oder den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

2. Chancenbericht

Die langfristigen Perspektiven für den Erhalt einer stabilen Ertragslage bleiben aufgrund unserer Spezialisierung im Acrylprogramm und Whirlpool Bereich unverändert günstig. Die kontinuierliche Anpassung und Ergänzung der Wannenmodelle an die Marktgegebenheiten sowie der gute Service, die Kundenbetreuung und die ständige Lieferbereitschaft bilden weiterhin eine solide und überzeugende Basis. Wir beherrschen die Ein-Stück-Logistik mit dezentraler Anlieferung und stellen uns den Herausforderungen des Webshop Handels. Beim sogenannten Versand ab Lieferant (VAL) haben wir uns gut etabliert. Ottofond wird sich erfolgreich, wie auch in vergangenen Jahren, den Branchen üblichen Herausforderungen stellen.

3. Prognosebericht

Die deutschen Bau- und Gartenmärkte verzeichneten im ersten Kalenderhalbjahr 2023 nach Angaben der GfK einen Anstieg des Gesamtbruttoumsatzes im Vorjahresvergleich um nominal 14,9% auf 11,52 Mrd. €. Der sehr hohe zweistellige Anstieg aus dem ersten Quartal, der aus dem direkten Vergleich zu Lockdown-Phasen in Deutschland 2021 resultierte, relativiert sich im 2. Quartal deutlich und weist nun aktuell eine Quasi-Stagnation (+0,4 Prozent) aus. Für den übrigen Jahresverlauf wird eine weiterer Nachfragerückgang erwartet.

Unter Berücksichtigung der bisherigen Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 und der derzeitigen Auftragslage erwarten wir für das Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Umsatzrückgang. Bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Kosten gehen wir von einem deutlichen Ergebnisrückgang aus.

 

Bad Wünnenberg-Haaren, den 15. November 2023

Markus Wibbe, Geschäftsführer

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