green | connector GmbHLiquidiert

45131 Essen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 28434
Eingetragen
28.8.2017
Branche
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur VerteilungGroßhandel mit PhotovoltaikmodulenElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern ohne Verteilung
Gegenstand
Die Entwicklung, Vermarktung und Vertrieb von Produkten, Technologien, Verfahren und Dienstleistungen in den Bereichen der dezentralen Energieerzeugung und speicherung sowie der Elektromobilitätsladeinfrastruktur, ferner die Optimierung von Lastflüssen und die Beschaffung, Vermarktung, Vermittlung und Lieferung von Energie und Energieprodukten an Endkunden und Weiterverteiler.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Nico Meyer
seit 18.9.2019
Prokura
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

con|energy AG

Essen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die con|energy AG umfasst als Konzern eine Gruppe von Unternehmen, die mit ihren Dienstleistungen fast ausschließlich in der Energiewirtschaft tätig sind.

Die con|energy AG hält Beteiligungen an der con|energy agentur GmbH, an der energate GmbH, an der con|energy Unternehmensberatung GmbH sowie an der green|connector GmbH zu jeweils 100 %. Weitere Beteiligungen bestehen an der nymoen strategieberatung GmbH zu 47 % an der HKCF Corporate Finance GmbH zu 56,22% (bis Juni 2021 zu 51,65 %) und an der KKI Kompetenzzentrum für Kritische Infrastrukturen GmbH zu 25,1 %.

Seit 2016 investiert die con|energy ag vermehrt in Start-ups sowohl direkt als auch indirekt über Fonds. Direkte Beteiligungen werden dabei zunächst über ein Wandeldarlehen eingeleitet, welches bei einer nächsten Kapitalrunde der Gesellschaft in Eigenkapital gewandelt wird.

Ein Start Up ist die Vesputi GmbH, Magdeburg, an der die con|energy AG seit Oktober 2020 eine 11,22 %ige Beteiligung durch Wandlung eines Darlehens und Übernahme von 3.159 Geschäftsanteilen im Rahmen einer Kapitalerhöhung der Gesellschaft hält.

Darüber hinaus hält die con|energy agentur GmbH seit Februar 2021 - ebenfalls durch Wandlung eines Darlehens und Übernahme von zusätzlichen 1.446 Geschäftsanteilen - eine Beteiligung in Höhe von insgesamt 7,26% an der Innoloft GmbH, Aachen.

Die con|energy agentur GmbH ist zu 50 % an der E-world energy & water GmbH beteiligt und erbringt für diese Gesellschaft die Konzeption und Organisation der jährlich in Essen stattfindende "E-world energy & water" und akquiriert die Aussteller und Fachbesucher der Messe.

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist für unsere Gruppe in dem Maße relevant, wie die Energiewirtschaft davon abhängig ist. Die deutsche Wirtschaft hat sich im Sommer 2021 von der Corona Pandemie geringfügig erholt, die gestiegenen Fallzahlen und die damit verbunden Corona-Maßnahmen zum Ende des Jahres haben sich jedoch wieder negativ auf das Wachstum ausgewirkt. Insgesamt ist das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 % 1 gestiegen, aufgrund des Krieges in der Ukraine seit Ende Februar 2022 ist eine Prognose für 2022 mit hohen Unsicherheiten verbunden, zuletzt wurde von der Bundesregierung ein Wirtschaftswachstum von 2,7% 2 für 2022 prognostiziert.

1 Gemeinschaftsdiagnose: Prognose zur Entwicklung des BIPs bis 2023 | Statista, www.statista.com
2 Gemeinschaftsdiagnose: Prognose zur Entwicklung des BIPs bis 2023 | Statista, www.statista.com

Die Energie- und Umweltbranche steht seit Jahren vor großen Herausforderungen. Im Zusammenhang mit dem Klimawandel stehen die hohen Treibhausgasemissionen des Energiesektors dem Umweltschutz gegenüber. Die Energiewende ist daher eine zentrale Maßnahme der Klimapolitik. Der Umstieg von konventionellen, fossilen Energieträgern zur erneuerbaren Energie trägt wesentlich zur Emissionsreduzierung bei. Die Ressourcenschonung und eine Steigerung der Energieeffizienz sind ebenso entscheidende Kernthemen der Energiebranche.

Durch den Ukrainekrieg hat sich diese Entwicklung noch einmal verändert, verschärft und beschleunigt. Die angestrebte Unabhängigkeit der Europäischen Energieversorgung von Russland und die regionale Diversifizierung der Energiebezugsquellen wird die Transformation der Deutschen Energiewirtschaft auf eine stärkere Elektrifizierung und den schnelleren und umfangreicheren Einsatz regenerativer Energieträger beschleunigen. Aktuell hat sich das Preisniveau für Energie erheblich erhöht. Daraus ergeben sich vielfältige Implikationen für Verbraucher aber auch für die Energieversorger.

Der Fokus unserer Kunden liegt derzeit darauf, diese Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite zu managen und die aktuellen politischen Vorgaben zur Energiewende umzusetzen. Investitionen in die Förderung erneuerbarer Energien sowie der Ausbau der Stromnetze sind aktuell die Kernaufgaben der Branche. Die Geschäfte unserer Kunden sind somit sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite erheblichen Veränderungen ausgesetzt. Diese Veränderungen werden auf absehbare Zeit andauern.

Diese Marktänderungen bieten auch für die con|energy Gruppe neue Chancen.

Für die con|energy AG ist es wichtig, die bisherige Klientel bei der Bewältigung der Herausforderungen durch veränderte Rahmenbedingungen zu begleiten.

B. Geschäftsverlauf der Konzernunternehmen

1. Entwicklung in der con|energy AG

Seit 2010 gibt es in der con|energy AG, die ausschließlich als Holding fungiert, keine am Markt agierenden Bereiche mehr.

Die con|energy AG erbringt für die energate GmbH sowie für die con|energy Unternehmensberatung GmbH, die con|energy agentur GmbH, die nymoen Strategieberatung GmbH und die green|connector GmbH teilweise Stabsfunktionen wie das Controlling, Rechnungswesen, Personal und EDV und erhält dafür eine Vergütung entsprechend der verursachten Kosten ohne etwaige Aufschläge.

Der Rohertrag von T€ 790 lag im Jahr 2021 mit T€ 39 unter dem Niveau des Vorjahres (T€ 830). Die Veränderung resultiert zum einen aus den um T€ 18 leicht rückläufigen Umsatzerlösen auf T€ 843 sowie aus gleichzeitig gestiegenen Aufwendungen für bezogene Leistungen um T€ 22 auf T€ 53. Der Betriebsaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 165 auf T€ 2.419 gestiegen, entsprechend hat sich das Betriebsergebnis von T€ - 1.424 auf T€ - 1.629 reduziert. Die Ursachen dafür sind neben den üblichen Preissteigerungen ein erhöhter Beratungsaufwand auf der einen Seite und reduzierten sonstigen betrieblichen Erträgen auf der anderen Seite. Das Beteiligungsergebnis beinhaltet die Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften und fällt im Jahr 2021 mit T€ 1.420 um T€ 1.524 geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Die Corona Pandemie und damit verbunden der Ausfall der jährlich stattfindenden Energiemesse "E-world of energy & water" ist hierfür verantwortlich. Das Jahresergebnis ist trotz eines gestiegenen neutralen Ergebnisses von T€ 36 um T€ 1.454 auf T€ 199 gesunken.

2. Entwicklung der Beteiligungsunternehmen und der verbundenen Unternehmen

2.1 con|energy Unternehmensberatung GmbH

Die con|energy Unternehmensberatung GmbH bietet strategische und spezielle energiefachliche Beratungsleistungen für im Energiemarkt tätige Unternehmen an.

Der Rohertrag im Geschäftsjahr 2021 konnte in erheblichem Maße um T€ 507 auf T€ 1.710 gesteigert werden (2020: T€ 1.203).

Die Maßnahmen der Geschäftsführung, den negativen Trend bei Umsätzen und Ergebnissen der Unternehmensberatung umzukehren, ist im Berichtsjahr gelungen. Obwohl die Marktsituation weiter angespannt ist und die Vergabe von Beratungsprojekten - in zweiten Jahr der Corona Pandemie - weiterhin sehr zurückhaltend ist, konnte die Gesellschaft erstmalig wieder höhere Umsatzerlöse erzielen. Durch Kooperation mit der nymoen Strategieberatung GmbH konnten zusätzliche Beratungsleistungen akquiriert werden.

Die im Jahr 2017 in der Schweiz gegründete con|energy swiss GmbH i.L, eine 100%ige Tochter der con|energy Unternehmensberatung GmbH in Olten, ist mit Wirkung zum 01.07.2020 aufgelöst und zur Liquidation beim Handelsregister für den Kanton Solothurn angemeldet worden. Im Berichtsjahr hatte die Gesellschaft kein operatives Geschäft mehr. Die endgültige Löschung im Handelsregister des Kantons Solothurn ist mit Wirkung vom 5.4.2022 erfolgt.

Der Fluktuation von Mitarbeitern im Vorjahr konnte durch gezielte Personalakquise im Berichtsjahr entgegengewirkt werden, dementsprechend sind die Personalaufwendungen um T€ 303 auf T€ 1.255 (2020: T€ 952) gestiegen. Insgesamt konnte ein positives Betriebsergebnis erzielt werden. Es liegt mit T€ 106 um T€ 205 über dem Vorjahreswert (2020: T€ - 99).

Das Jahresergebnis der con|energy Unternehmensberatung GmbH ist entsprechend von T€ -78 um T€ 229 auf T€ 151 gestiegen.

2.2 energate GmbH

Im Jahr 2021 hat sich - genau wie im Vorjahr - der Informationsdienst für den deutschen Energiemarkt "energate messenger" mit einer weiteren Umsatzsteigerung als wichtigste Erlösquelle etabliert, gleiches gilt auf entsprechend niedrigerem Niveau für das Produkt für den Schweizer Energiemarkt "energate messenger Schweiz". Beide Produkte wachsen nachhaltig auf dem Niveau der Planungen. In diesen Produktgruppen konnten auch wie im Vorjahr nennenswerte Werbeeinahmen erzielt werden. Der im Jahr 2020 gestartete Informationsdienst für den österreichischen Markt konnte erste Erlöse beitragen, die Erlöse der im Herbst 2021 begonnenen "English Edition" für den internationalen bzw. nicht-deutschsprachigen Markt hingegen sind noch nicht nennenswert.

Das Magazin "emw - Energie, Markt, Wettbewerb" musste wie im Vorjahr leichte Einbußen beim Abonnentengeschäft hinnehmen. Diese Publikation wird ab 2022 in ein neues Vertriebsformat, den "energate Club" überführt. Die Erlöse für Anzeigen und Werbung konnten hingegen gesteigert werden, insbesondere bei digitalen Anzeigenformaten. Der Monatsbericht "energate Gasmarkt" konnte entgegen den Erwartungen sogar leicht zulegen.

Bei individuellen Kundenprojekten und -lösungen musste der Bereich "energate Agentur" einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen, ebenso wie Umsätze aus Content- und IT-Lösungen.

Im Jahr 2021 liegt das Ergebnis von T€ 1.230 (+T€ 68) über dem des Vorjahres (T€ 1.162) und entspricht den Erwartungen. Der Rohertrag ist mit T€ 4.206 um T€ 292 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Betriebsaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 2.971 angestiegen, dies entspricht einer Steigerung von T€ 213, die in aller erster Linie auf gestiegene Personalkosten zurückzuführen ist.

2.3 green|connector GmbH

Die green|connector GmbH hat 2021 insgesamt 20 Neukunden gewonnen und damit die Kundenbasis um über 50% auf 52 Kunden gesteigert, wobei über 95% der Bestandskunden gehalten und weiterentwickelt werden konnten. Es wurde aus dem Stadtwerkeumfeld ein Großkunde akquiriert, der alle vier IT-Standardprodukte der green|connector GmbH einsetzt. Abschlüsse und Marktfeedback zeigen, dass die green|connector GmbH über relevante Produkte für den Markt verfügt. Das Projekt- und vertriebliche Umfeld war weiterhin herausfordernd, insbesondere im neuen Kundenumfeld "automotive" haben pandemiebedingte Standortschließungen und die Halbleiterkrise (begrenzte Verfügbarkeit von E-Autos) das Interesse an den Produkten der green|connector GmbH gedämpft. Im zweiten Halbjahr 2021 haben über 50% der operativen Entwicklungsmannschaft das Unternehmen verlassen. Als direkte Konsequenz des massiven Produktivitätsverlusts gab es einerseits Verzögerungen bei Projekten sowie bei der Weiterentwicklung der Produkte, andererseits konnten nicht alle Vertriebsopportunitäten weiterverfolgt werden.

Als Folge der genannten Effekte konnten auch 2021 die Planungsziele nicht erreicht werden. Mit T€ 737 lag der Umsatz deutlich unterhalb der Planung (T€ 1.175). Damit wurde auch der Vorjahresumsatz (T€ 854) unterschritten. Der Umsatz für das Produkt mobility|portal konnte um T€ 82 auf T€ 234 gesteigert werden. Der E-Commerce-Shop green|portal hat aber auch im Jahr 2021 mit T€ 55 nur ein minimales Umsatzwachstum gegenüber 2020 erzielt und hat die Planzahlen für den Produktumsatz um über T€ 183 verfehlt.

Das Betriebsergebnis lag mit T€ - 586 deutlich unter dem Planwert von T€ -292.

2.4 con|energy agentur GmbH und E-world energy & water GmbH

Die con|energy agentur GmbH ist eine Agentur für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, deren größtes Projekt die Vorbereitung, Organisation und Durchführung der jährlich stattfindenden Messe E-world energy & water ist. Daneben erbringt die con|energy agentur GmbH Kommunikationsdienstleistungen für die Unternehmen der con|energy Gruppe sowie für die con|energy AG. Zu den externen Kunden zählen vornehmlich Energiemarktteilnehmer, aber auch zunehmend lokale und regional ansässige Unternehmen. Ebenfalls unter dem Dach der con|energy agentur GmbH agiert die con|energy Akademie, die energiewirtschaftliche Weiterbildungen an verschiedenen Standorten in Deutschland anbietet.

Der Umsatz der con|energy agentur GmbH beträgt in 2021 T€ 2.136 und ist damit um T€ 992 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Der Rückgang ist vorrangig durch den Ausfall der Messe und dem damit fehlenden E-World-Geschäft begründet. Nochmals konnte der Materialaufwand um T€ 79 auf T€ 207 gesenkt werden, außerdem sind die Personalaufwendungen ebenfalls um T€ 207 auf T€ 1.393 gesenkt worden. Das Betriebsergebnis ist trotz dieser Einsparungen mit T€ 157 um T€ 657 deutlich niedriger als im Vorjahr.

Die E-world energy & water GmbH ist eine gemeinsame Gesellschaft mit der Messe Essen GmbH und der con|energy agentur GmbH. Beide Gesellschafter sind zu 50 % beteiligt. Die E-world energy & water GmbH veranstaltet jährlich in Essen die internationale Messe E-world energy & water mit begleitendem Fachkongress.

Die Messe konnte in 2021 pandemiebedingt im Februar nicht stattfinden und auch der Versuch, zu einem späteren Zeitpunkt, nämlich im Mai 2021, die Veranstaltung durchzuführen scheiterte. Die Absagen im Februar wie auch im Mai waren lediglich auf die hohen Infektionszahlen zurückzuführen. Das Aussteller- und Besucherinteresse an der Veranstaltung ist nach wie vor als sehr hoch einzuschätzen, wie auch die Vorbereitungen für die Messe im Jahr 2022 bestätigen.

Aufgrund der fehlenden Umsätze aus der Veranstaltung in 2021 mussten die Gesellschafter Maßnahmen ergreifen, um das Fortbestehen der E-world energy & water GmbH zu sichern. Dazu gehörte der Verzicht auf die Ausschüttung des Jahresüberschusses aus dem Bilanzjahr 2020 und die Stundung von Honoraren aus Dienstleistungsverträgen der Gesellschafter. Die E-world energy & water GmbH hat im Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag von T€ 301 erwirtschaftet, dieser wurde mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr verrechnet. Eine Vergleichbarkeit der Bilanzjahre ist aufgrund der Einschränkungen des Geschäftes nicht gegeben.

Das Ergebnis der con|energy agentur GmbH betrug im Jahr 2021 insgesamt T€ 159 und fiel somit im Vergleich zum Vorjahr (T€ 1.855) deutlich niedriger aus.

2.5 nymoen strategieberatung GmbH

Die nymoen strategieberatung GmbH ist ein Beratungsunternehmen, welches seine Leistungen im Bereich der Energie- und Versorgungswirtschaft anbietet. Zielkunden sind neben den Stadtwerken in erster Linie die Städte und Kommunen selbst. Die Beratungsleistungen der nymoen strategieberatung GmbH sind strategische Beratung von Unternehmen, Unterstützung bei Konzessionsverfahren sowie die Interessensvertretung der Energieunternehmen im politischen Raum. Das Unternehmen verfügt über explizite Kenntnisse im Wärmemarkt.

Im Jahr 2021 konnte die Gesellschaft ihre Umsätze in erheblichem Maße wieder steigern und liegt mit T€ 3.241 Umsatzerlösen um T€ 689 über dem Vorjahreswert (2020: T€ 2.552). Gleichzeitig ist der Materialaufwand überproportional um T€ 557 im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 628 gestiegen (Vorjahr 2020: T€ 71). Und auch eine Steigerung des Personalaufwandes um T€ 129 auf T€ 1.907 hat dazu geführt, dass die Gesellschaft mit einem annähernd gleichbleibenden Jahresergebnis 2021 von T€ 275 im Vergleich zum Vorjahr (2020: T€ 279) abgeschlossen hat.

2.6 HKCF Corporate Finance GmbH

Die con|energy AG ist direkt und indirekt mit insgesamt 56,22 % (bis Juni 2021 mit 51,65 %) an der HKCF Corporate Finance GmbH mit Sitz in Köln beteiligt. Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung insbesondere von Institutionen und Unternehmen aus dem Bereich der Energiewirtschaft (einschließlich erneuerbarer Energien) bei Veräußerung und Erwerb von Beteiligungen, Unternehmensteilen und -vermögen (Mergers & Aquisitions), die Beratung bei Kooperationen und Privatisierungen von Unternehmen des öffentlichen Sektors, die Beratung von Kapitalmarkttransaktionen, die Erbringung weiterer transaktionsspezifischer Dienstleistungen, die Restrukturierungsberatung und die Beratung strukturierter Finanzierungen von Unternehmen und Infrastrukturprojekten (debt advisory). Geschäftsführer sind Dr. Frank Karbenn und Jan Martin Lawin.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten erneut visible Transaktionen erfolgreich begleitet werden. Auch wurden bedeutende Projekte im Bereich des debt advisory erfolgreich umgesetzt.

Die Gesellschaft konnte dennoch im Jahr 2021 das geplante Umsatzziel nicht erreichen und auch das Jahresergebnis liegt im Berichtsjahr mit T€ 477 unter den Erwartungen und um T€ 66 unter dem Niveau des Vorjahres.

2.7 KKI Kompetenzzentrum für krisenbehaftete Infrastrukturen GmbH

Die con|energy AG hält eine 25,1 %ige Beteiligung an der Berliner KKI Kompetenzzentrum für kritische Infrastrukturen GmbH (im Folgenden kurz: KKI GmbH). Hauptgesellschafter mit 74,9 % ist die Netzgesellschaft Berlin Brandenburg GmbH (NBB). Die KKI GmbH ist in ihrem Kern die von der NBB ausgegründete Meldestelle, ein Teilbereich des Entstörungsdienstes für Berlin und Brandenburg. Geschäftszweck der KKI GmbH ist das bundesweite Angebot von Störungs-, Notfall- und Krisenmanagement für Kritische Infrastrukturen in den Bereichen Wasser und Energie. Die Gesellschaft betreibt die Meldestelle für die NBB.

Das Geschäft der KKI GmbH hat sich auch im Jahr 2021 weiter geringfügig verbessert, die Umsatzerlöse konnten um T€ 42 auf T€ 3.221 (Vorjahr 2020: T€ 3.179) gesteigert werden. Die Preissteigerungen bei den Betriebsausgaben sowie die üblichen Erhöhungen der Personalkosten hat das geführt, dass ein positives Jahresergebnis von T€ 503 erzielt werden konnte, welches annähernd dem Vorjahresergebnis gleicht (Vorjahr 2020: T€ 499).

3. Mitarbeiter

Im Jahr 2021 waren im Konzern insgesamt 142 Mitarbeiter (Vorjahr: 143 Mitarbeiter) beschäftigt, davon 25 (Vorjahr: 25) studentische Hilfskräfte. Das Durchschnittsalter der Festangestellten betrug 37 Jahre (Vorjahr 36 Jahre), mit Studenten, Praktikanten und geringfügig Beschäftigten 36 Jahre (Vorjahr: 35 Jahre). Der Anteil der beschäftigten Frauen stieg auf 36,62 Prozent (Vorjahr: 33,8%). Die con|energy AG unterstützt weiterhin die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zu unseren Angeboten zählen individuelle Teilzeitarbeitsmodelle, Vertrauensarbeitszeit sowie die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. Die Teilzeitquote liegt weiterhin konstant bei 27%. Aufgrund der Corona-Pandemie arbeiteten auch im Jahr 2021 ca. 90 % der Mitarbeiter an einem mobilen Arbeitsplatz zu Hause.

Die Fluktuationsrate der festangestellten Mitarbeiter des con|energy Konzerns sank auch im Jahr 2021 weiter auf 10,22 % (Vorjahr: 10,79 %).

4. Investitionen und Finanzierung

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen im Jahr 2021 von insgesamt T€ 156 wurden zum einem für die Anschaffung von Hardware und zum anderen für Migrationen von Software in die Cloud getätigt. Die im Berichtsjahr andauernde Pandemie hat dazu geführt, dass weiterhin viele Mitarbeiter überwiegend im Home Office tätig waren und dafür weitere Ausstattung angeschafft werden musste. So wurden im Jahr 2021 T€ 44 in EDV-Hardware (Laptops, PCs, Bildschirme etc.) investiert. Ansonsten wurde in einer üblichen Größenordnung von rd. T€ 16 in Lizenzverlängerungen investiert. Für den Umzug des CRM-Systems in die cloud wurden in 2021 T€ 86 als Anzahlung geleistet. Das Projekt und damit der vollständige Umzug in die cloud ist im April 2022 zum größten Teil abgeschlossen worden. Für die Ladesäulen im Innenhof der Norbertstraße wurde für rd. T€ 2 die Software upgedatet. Die Erlöse aus Sachanlagenverkäufen betrugen im Berichtsjahr T€ 1.

Für die im Jahr 2017 erworbene Fondsbeteiligung an der Linse Capital RED LCC, Kalifornien in Höhe von USD 350.000 erfolgte im März 2020 eine weitere Einzahlung von 2%, dies entspricht USD 7.000 (T€ 6). Mit dieser Einzahlung ist diese Fondsbeteiligung in Höhe von TUSD 350 in voller Höhe eingezahlt worden. Dieses Unternehmen hält ausschließlich eine Beteiligung an dem Energieeffizienzunternehmen Redaptive Corp. in San Francisco, CA.

Im November 2018 wurde eine weitere Fondsbeteiligung an der Linse Capital CPV, LCC in Höhe von TUSD 300 gezeichnet. Es handelt sich um eine Beteiligung an der Charge Point Corp. mit Sitz in Kalifornien, USA. Von den TUSD 300 sind in 2018 95% (TUSD 285) eingezahlt worden. Eine weitere Einzahlung in Höhe von 1% der gezeichneten TUSD 300 erfolgte im März 2020 (TUSD 3). Im Juli 2021 ist die Gesellschaft ChargePoint Corp. in eine Aktiengesellschaft umgewandelt worden, sie wird seitdem an der Börse in den USA gehandelt. In 2021 sind von Anteilen der Linse Capital CPV, LCC erstmalig Chargepoint Aktien verkauft worden. Die Erlöse wurden anteilig den Fondsinvestoren zugeteilt. Die con|energy AG hat dadurch TUSD 130 respektive T€ 110 vereinnahmt. In zwei Tranchen wurden darüber hinaus Aktien an die Investoren verteilt. Die con|energy AG hat 4.353 Aktien erhalten und diese zu TUSD 97 respektive T€ 84 verkauft. Weitere 2.902 Aktien hält die con|energy AG in Ihrem Bestand. Die Linse Capital CPV, LCC hält durchgerechnet weitere 46.186 Aktien an der ChargePoint Inc. für die con|energy AG.

Im Geschäftsjahr 2019 hat sich die Gesellschaft mit einer Kommanditeinlage in Höhe von T€ 200 an der Smart Infrastructure Ventures Fund I GmbH & Co KG (SIV Fund I) beteiligt. Im Jahr 2019 wurde eine Einlage in Höhe von T€ 20, im Folgejahr von T€ 10 geleistet. Im Berichtsjahr erfolgte eine weitere Einlage von 15% (TEUR 30). Der Abruf der verbleibenden T€ 140 wird für die nächsten Jahre erwartet.

Im Februar 2020 wurde eine weitere Fondsbeteiligung an der Levitate Capital, L.P. in Höhe von TUSD 250 gezeichnet. Es handelt sich um eine Beteiligung an der Levitate Capital, L.P. mit Sitz in San Juan, Kalifornien. Von den TUSD 250 sind im Februar 2020 50% (TUSD 125) eingezahlt worden. Eine zweite Einzahlung von 23% (TUSD 58) erfolgte am 28.01.2021 und die dritte Einzahlung von 25,5% (TUSD 64) wurde am 19.04.2021 in die USA transferiert.

Im September 2020 wurde das Darlehen an der Vesputi GmbH in eine Beteiligung umgewandelt. Der Umwandlungsbetrag inkl. aufgelaufener Zinsen betrug zu diesem Zeitpunkt T€ 110. Darüber hinaus wurden im Zuge der mit der Wandlung verbundenen Kapitalerhöhung der Vesputi GmbH im Oktober 2020 weitere T€ 3 Anteile an der Gesellschaft erworben. Ein weiteres Wandeldarlehen in Höhe von T€ 28 wurde der Vesputi GmbH im April 2021 gewährt.

Im Februar 2021 hat sich die Gesellschaft mit einer Kommanditeinlage in Höhe von T€ 80 an der MobilityFund GmbH & Co KG beteiligt. Die erste Einlage in Höhe von T€ 60 erfolge im April 2021, die zweite Einlage von T€ 3 im Mai 2021 und die dritte Einlage von T€ 2 wurde im November 2021 geleistet. Der Abruf von weiteren Einlagen wird in den nächsten Jahren erwartet.

Im April 2021 wurde eine weitere Fondsbeteiligung an der Linse Capital Fund I LP, USA, in Höhe von TUSD 500 gezeichnet. Dieser Fonds investiert in Energie, Mobiltäts- und Infrastrukturunternehmen. In 2021 wurde durch den Fonds eine Beteiligung an der Skydio, Inc. USA, erworben. Von den TUSD 500 sind im April 2021 14% (TUSD 70) eingezahlt worden. Weitere Einzahlung in diesen Fonds werden in den folgenden Jahren erwartet.

C. Lage

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse des con|energy Konzerns setzen sich aus den konsolidierten Umsätzen der con|energy AG als Holding sowie der Beteiligungsunternehmen energate GmbH, con|energy Unternehmensberatung GmbH, con|energy agentur GmbH, green|connector GmbH und der HKCF Corporate Finance GmbH zusammen. Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist die con|energy swiss GmbH i.L. nicht mit in den Konzernabschluss einbezogen worden.

Der Rohertrag hat sich im Jahr 2021 mit T€ 11.674 um T€ 751 gegenüber dem Vorjahr (T€ 12.425) verringert. Obwohl der Betriebsaufwand um T€ 83 verringert werden konnte, konnte dennoch nur ein negatives Betriebsergebnis von -T€ 35 erzielt werden (Vorjahr 2020: T€ 633). Dabei stehen den positiven Ergebnissen der con|energy agentur GmbH, der ener|gate GmbH, der con|energy Unternehmensberatung GmbH und der HKCF Corporate Finance GmbH, die Verluste von green|connector und der con|energy AG gegenüber, die diese im Berichtsjahr nicht überkompensieren können.

Die Beteiligungsergebnisse verringerten sich in 2021 gegenüber dem Vorjahr um T€ 620 und betragen nunmehr - T€ 22 nach T€ 598 im Vorjahr.

Das neutrale Ergebnis liegt mit T€ 160 (Vorjahr 2020: T€ 130) wieder über dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür ist in erster Linie die Zuschreibungen auf das Darlehen an die KKI GmbH. Wertberichtigungen auf ausgegebene Darlehen waren im Berichtsjahr nicht notwendig.

Insgesamt ergibt sich im Berichtsjahr ein Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von T€ 367 (Vorjahr 2020: T€ 1.405). Die Verschlechterung um T€ 1.038 liegt hauptsächlich an den Auswirkungen der Corona-Pandemie und den damit verbunden wirtschaftlichen Einbußen, vor allem im Agenturgeschäft (Ausfall der Messe E-world of energy & water in 2021).

Der Steueraufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf T€ 232 (Vorjahr: T€ 315).

Das Jahresergebnis liegt im Berichtsjahr dementsprechend mit T€ 135 weit unter dem des Vorjahres (2020: T€ 1.090). T€ 209 entfallen auf den Anteil Dritter am Konzernergebnis und somit auf die anderen Gesellschafter der HKCF GmbH. Nach Abzug der Minderheitenanteile an der HKCF GmbH schließt die con|energy AG das Jahr 2021 mit einem Verlust in Höhe von T € 74 ab. (Vorjahr: Jahresüberschuss T€ 768).

Daraus errechnet sich pro Aktie ein Ergebnis von € 0,27 (Vorjahr: € 2,20).

Zur Darstellung der Ertragslage sind die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres im Folgenden nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliedert und zur besseren Vergleichbarkeit denen des Vorjahres gegenübergestellt:

ERTRAGSLAGE

2021 2020 Veränderung
T€ % T€ % T€
Umsatzerlöse 12.537 100,0% 13.371 100,0% -834
Bestandsveränderung 0 0,0% 0 0,0% 0
andere aktivierte Eigenleistungen 0 0,0% 0 0,0% 0
Gesamtleistung 12.537 100,0% 13.371 100,0% -834
Materialaufwand 863 6,9% 946 7,1% -83
Rohertrag 11.674 93,1% 12.425 92,9% -751
Personalaufwand 9.848 78,6% 9.827 73,5% 21
Abschreibungen 190 1,5% 224 1,7% -34
Sonstige betriebliche Aufwendungen abzgl. sonstige betriebliche Erträge 1.670 13,3% 1.744 13,0% -74
Sonstige Steuern 1 0,0% -3 0,0% 4
Betriebsaufwand 11.709 93,4% 11.792 88,2% -83
Betriebsergebnis -35 -0,3% 633 4,7% -668
Beteiligungsergebnis -22 -0,2% 598 4,5% -620
Erträge aus Wertpapieren 247 2,0% 0 0,0% 247
übrige Finanzerträge 23 0,2% 45 0,3% -22
Finanzaufwendungen 6 0,0% 1 0,0% 5
Finanzergebnis 242 1,9% 642 4,8% -400
Neutrales Ergebnis 160 1,3% 130 1,0% 30
Ergebnis vor Ertragsteuern 367 2,9% 1.405 10,5% -1.038
Ertragsteuern 232 1,9% 315 2,4% -83
Jahresergebnis 135 1,1% 1.090 8,2% -955

2. Finanzlage

Zur Erläuterung der Veränderung der Finanzlage wurden nachfolgend die Abschlusszahlen in Form einer Kapitalflussrechnung zusammengestellt:

2021 2020
T€ T€
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 397 1.546
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -659 -249
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -820 -852
Entwicklung der Liquidität
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -1.082 445
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -68 0
Finanzmittel am Anfang der Periode 7.153 6.708
Finanzmittel am Ende der Periode 6.003 7.153

Die Liquidität des Konzerns hat sich um T€ 1.150 verringert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist ebenfalls gesunken und liegt im Berichtsjahr bei T€ 397. Die Finanzierungstätigkeit umfasste im Wesentlichen die Dividendenzahlung in Höhe von 1,00 €/Aktie bzw. insgesamt T€ 494 an die Aktionäre der con|energy AG und in Höhe von T€ 316 an die Minderheitengesellschafter der HKCF GmbH. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug im Jahr 2021 T€ -659. Es resultierten liquide Mittel in Höhe von T€ 6.003 zum 31.12.2021 (Vorjahr: T€ 7.153). Darüber hinaus bestehen zum Abschlussstichtag nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von T€ 900.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Jahr 2021 um T€ 928 auf T€ 11.711 verringert. Das Eigenkapital ist um T€ 747 auf T€ 8.745 gesunken. Auf das Eigenkapital entfallen T€ 545 auf die Minderheitenanteile konsolidierter Unternehmen.

VERMÖGENSLAGE

AKTIVA 31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
T€ % T€ % T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 240 2,0% 214 1,7% 26
Sachanlagen 329 2,8% 391 3,1% -62
Finanzanlagen 2.238 19,1% 1.845 14,6% 393
Anlagevermögen 2.807 24,0% 2.450 19,4% 357
Vorräte 1 0,0% 2 0,0% -1
0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.826 24,1% 2.963 23,4% -137
Liquide Mittel 6.003 51,3% 7.153 56,6% -1.150
Rechnungsabgrenzungsposten 74 0,6% 71 0,6% 3
Umlaufvermögen/RAP 8.904 76,0% 10.189 80,6% -1.285
Summe Aktiva 11.711 100,0% 12.639 100,0% -928
PASSIVA 31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
T€ % T€ % T€
Gezeichnetes Kapital 494 4,2% 494 3,9% 0
Kapitalrücklage 504 4,3% 544 4,3% -40
Erwirtschaftetes Eigenkapital 7.202 61,5% 7.736 61,2% -534
Minderheitenanteile 545 4,7% 718 5,7% -173
Eigenkapital 8.745 74,7% 9.492 75,1% -747
Rückstellungen 1.692 14,4% 1.803 14,3% -111
Verbindlichkeiten 975 8,3% 1.275 10,1% -300
Rechnungsabgrenzungsposten 299 2,6% 69 0,5% 230
Umlaufvermögen/RAP 2.966 25,3% 3.147 24,9% -181
Summe Passiva 11.711 100,0% 12.639 100,0% -928

D. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren des con|energy Konzerns sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst. Dem sind die Vergleichszahlen des Vorjahres gegenübergestellt.

Das Ergebnis vor Ertragssteuern betrug 2021 T€ 368 (Vorjahr: T€ 1.405), der Jahresüberschuss lag bei T€ 135 (Vorjahr: T€ 1.090). Das Finanzergebnis lag bei T€ 242 (Vorjahr: T€ 642), das EBIT lag bei T€ 126. Die berechneten Kapitalrentabilitäten basieren auf den Jahresanfangswerten des Kapitals.

Die Kapitalrentabilitäten sind aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkenen Ergebnisse zwar weiterhin positiv, aber deutlich gesunken.

Das Eigenkapital ist in 2021 ebenfalls gesunken. Die Eigenkapitalquote liegt bei 74,7 %. Ohne Minderheitenanteile beträgt das Eigenkapital zum 31.12.2021 T€ 8.200. Die korrespondierende Eigenkapitalquote ohne Minderheitenanteile beträgt 73,43%.

Die Nettoverschuldung liegt bei T€ 0. Die Gesellschaft hat kein verzinsliches Fremdkapital aufgenommen. Der Nettoverschuldungsgrad liegt somit ebenfalls bei 0 %.

2021 2020
Umsatzerlöse 12.537 13.371 T€
Ergebnis vor Ertragssteuern 368 1.405 T€
Finanzergebnis 242 642 T€
EBIT 254 760 T€
Eigenkapitalquote 74,7 75,1 %
Eigenkapitalrentabilität 1,55 11,48 %
Gesamtkapitalrentabilität 1,15 8,62 %
Nettoverschuldung 0 0 T€
Netto-Verschuldensquote 0 0 %
Nettoumlaufvermögen 5.938 7.042 T€

Der Vorstand ist mit der Geschäftsentwicklung des Jahres 2021 insofern zufrieden, als dass das Ausmaß der Corona-Pandemie in einigen Bereichen weniger Auswirkungen hatte als befürchtet. Dennoch hat der coronabedingte Ausfall der Messe E-world energy & water im Jahr 2021 das bislang schlechteste Ergebnis in der Geschichte der conenergy AG beschert. Die Planungen konnten mit Ausnahme von ener|gate GmbH und der con|energy unnternehmensberatung GmbH von allen Tochterunternehmen nicht erfüllt werden.

III. Prognosebericht

A. Konzern

Das Ziel des con|energy Konzerns besteht darin, die Führungsposition als Anbieter für umfassende Informations- und Beratungsleistungen in der Energiewirtschaft zu bestätigen. Weitere Branchen stehen zunächst nicht im Fokus.

Die Zielkunden des con|energy Konzerns sind in erster Linie die größeren kommunalen und regionalen Strom- und Gasversorgungsunternehmen, inzwischen verstärkt auch neue Marktteilnehmer, die als Quereinsteiger mit Komplettlösungen, vornehmlich zu den aktuellen Themen Regenerative Energien, Energieeffizienz und Smart Energy ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten.

Der regionale Zielmarkt bleibt nach wie vor der deutschsprachige Raum. Die Ausdehnung in andere regionale Märkte wird vorrangig von der energate GmbH in der Schweiz und Österreich vorgenommen. Weitere Versuche, im Markt außerhalb der DACH Region tätig zu werden, waren bislang nur mäßig erfolgreich und werden in den nächsten Jahren nicht weiter unternommen.

In 2021 hat sich das Betriebsergebnis der konsolidierten Unternehmen und der Beteiligungen gegenüber dem Vorjahr erheblich verschlechtert.

Für 2022 wird mit einem deutlich besseren Ergebnis gegenüber 2021 gerechnet. Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona Pandemie stimmen zuversichtlich, dass im Jahr 2022 die Messe "E-world energy & water" wieder stattfinden kann, wenn auch terminlich verschoben auf den Juni 2022. Die negativen Ergebnisse bei green|connector GmbH sind dringlich weiter zu reduzieren.

B. Verbundene Unternehmen

In der nachfolgenden Übersicht finden sich die Plan- und Istwerte der Jahresüberschüsse/-fehlbeträge vor Ergebnisabführungsverträgen der einzelnen Unternehmen für die Jahre 2021 und 2020. Die tatsächlichen Ergebnisse 2020 sind aus informatorischen Gründen und zur Verbesserung der Vergleichbarkeit ebenfalls abgebildet. Die Summation der einzelnen Werte erfolgt ohne Konsolidierung. Ein Vergleich mit den Konzernzahlen ist deshalb nicht zulässig.

IST Vergleich 2020-2021 IST/Plan Vergleich Plan 2022
Ergebnisse IST 2020 (a) lt. GuV IST 2021 (a) lt. GuV Abw. IST 2020/21 lt. GuV Plan gesamt 2021 (a) Abweichung IST /Plan 2021 (a) Plan gesamt 2022 (a)
T€ T€ T€ T€ T€ T€
con|energy ag -1.638 -1.585 53 -1.600 15 -1.535
con|energy unternehmensberatung GmbH -78 151 229 144 7 0
con|energy swiss GmbH -41 0 41 -5 5 -5
con|energy agentur GmbH 831 159 -672 149 11 973
ener|gate GmbH 1.162 1.230 68 1.235 -5 1.400
nymoen Strategieberatung GmbH (disquotal, anteilig 40%) 131 128 -3 196 -68 302
HKCF (anteilig 56,22 % ab Jun21; bisher 51,65 %) 337 268 -69 280 -12 197
E-world GmbH (anteilig 50%) 468 -151 -619 -15 -136 916
green connector GmbH -499 -589 -90 -292 -297 -990
KKI, Berlin (anteilig 25,1%) 125 126 1 58 68 83
Summen 798 -263 -1.061 150 -413 1.341

Die con|energy AG als Holding hat in 2021 besser als im Vorjahr und besser als geplant abgeschlossen. Dennoch haben die anhaltende Corona Pandemie und dem damit verbundenen Ausfall der Messe E-world energy & water sowie das schlechte Ergebnis der green|connector GmbH zu einem negativen Betriebsergebnis von T€ 1.585 geführt.

Für die con|energy Unternehmensberatung GmbH wurde für 2021 wieder ein positives Ergebnis von T€ 144 geplant, welches mit T€ 7 besser als geplant ausgefallen ist. Für das Jahr 2022 ist eine Fusion mit der nymoen strategieberatung GmbH geplant, so dass die Gesellschaft für 2022 keinen eigenen Erfolgsplan aufgestellt hat.

Die ener|gate GmbH konnte ihren Umsatz um T€ 276 auf T€ 4.636 (+6,3 %) steigern. Umsatzsteigerungen konnten bei den täglichen Informationsdiensten "energate messenger" für Deutschland und die Schweiz, bei Anzeigenerlösen und beim Report "energate Gasmarkt" verzeichnet werden. Umsatzrückgänge gab es hingegen bei Vertriebserlösen des Fachmagazins "emw" "Content- und Datenlieferungen" sowie bei Leistungen im Bereich "energate Agentur". Dem Mehrumsatz stehen gestiegene Aufwände gegenüber, so dass der Jahresüberschuss um T€ 68 auf T€ 1.230 gestiegen ist.

Für das Jahr 2022 ist geplant, die positive Umsatzentwicklung der messenger-Produkte zu verstetigen und auch in allen anderen Bereichen die Erlöse zu steigern. Mit den beiden neuesten Informationsdiensten für Österreich und den internationalen Markt sollen neue Produkte der messenger-Familie aufgebaut werden. Insgesamt wird mit einem Umsatz von T€ 4.960 und einem Ergebnis von T€ 1.400 gerechnet.

Die Erlöse der con|energy agentur GmbH setzen sich neben den Umsätzen aus den Dienstleistungsverträgen mit der E-world energy & water GmbH, die weitgehend vordefiniert und konstant sind, aus den Kursgebühren der Teilnehmer an der con|energy Akademie sowie sonstigen Agenturerlösen zusammen. Der größte Teil des con|energy agentur Umsatzes und Ergebnisses resultiert aus der E-world GmbH. Die Messe musste erneut vom Februar in den Sommer (Juni) verschoben werden, wird im Jahr 2022 jedoch voraussichtlich stattfinden. Die Umsätze werden noch nicht wieder an das Niveau der letzten Veranstaltung (Februar 2020) heranreichen, so dass nicht mit Vermietungserlösen in Höhe der vergangenen Jahre gerechnet werden kann. Die Durchführung der Veranstaltung wird möglicherweise immer noch unter dem Einfluss der Pandemie stehen. Damit verbunden sind gegebenenfalls niedrigere Besucherzahlen und damit niedrigere Erlöse aus Eintrittsgeldern sowie höhere Kosten für Zutrittsprüfung und Hygienemaßnahmen. Gleichwohl kann für 2022 wieder mit einem positiven Jahresergebnis der E-world energy & water GmbH gerechnet werden und somit auch für die con|energy agentur GmbH mit einem im Vergleich zu 2021 deutlich verbessertem Ergebnis.

Die nymoen strategieberatung GmbH hat in 2021 minimal schlechter als im Vorjahr und um T€ 68 schlechter als geplant, abgeschlossen. Das Jahresergebnis 2021 liegt, bezogen auf die 47%ige Beteiligung der con|energy AG bei T€ 128. Für das Jahr 2022 wird aufgrund der Fusion mit der con|energy Unternehmensberatung GmbH mit einem anteiligen Ergebnis für die con|energy AG in Höhe von T€ 302 gerechnet.

Die HKCF Corporate Finance GmbH hatte in 2021 einen leichten Rückgang des Geschäfts zu verzeichnen, die Planwerte für 2021 konnten in geringem Umfang nicht erreicht werden. Für 2022 wird mit einem positiven Geschäftsergebnis bezogen auf die 56,22%ige Beteiligung der con|energy AG in einer Größenordnung von ca. T€ 232 gerechnet. Es bleibt zu beachten, dass das Projektgeschäft bei den Transaktionen und den Finanzierungsberatungen sehr volatil und schlecht prognostizierbar ist.

Die KKI GmbH in Berlin befand sich 2021 im dritten Jahr nach der Neuausrichtung und Fokussierung auf die Meldestellendienstleistungen. Das Jahresergebnis liegt mit T€ 126 auf Vorjahresniveau, bezogen auf den con|energy AG Anteil von 25,1%. In 2022 dürfte erneut ein positives Jahresergebnis erreichbar sein, wenngleich sich die Corona-Krise weiter bemerkbar machen wird. Bei ansonsten positivem Geschäftsverlauf wird mit einem positiven Ergebnis in Höhe von ca. T€ 83 gerechnet.

Bei der green|connector GmbH konnten die Personalabgänge im Entwicklungsumfeld Anfang 2022 kompensiert werden. Für weiteres Wachstum ist ein massiver Personalaufbau (Ziel: Nettozuwachs von 4-5 Mitarbeiter in der Entwicklung) geplant. Der Personalaufbau und die damit verbundenen Investitionen sind erforderlich, um die Wettbewerbsfähigkeit und Vertriebschancen der Produkte weiter zu verbessern. Außerdem wird die Abwicklungsplattform green|factory 2.0 neu entwickelt. Voraussetzung für eine erfolgreiche und fristgerechte Entwicklung der green|factory 2.0 ist aber der oben aufgeführte Personalzugang von Entwicklern, der im aktuell schwierigem Recruiting-Markt sehr zeitaufwändig (wenig Angebot) und sehr kostenintensiv, durch den erforderlichen Einsatz von Headhuntern.

Für 2022 plant die green|connector mit einem Umsatz von T€ 1.296, einem Betriebsaufwand in Höhe von T€ 2.222 und einem operativen Ergebnis in Höhe von T€ -989. Das größte Risiko für das Erreichen der Umsatzziele besteht dabei in einem zu langsamen Personalzuwachs, denn für 2022 sind aktuell ca. T€ 300 Umsatz aus der Entwicklungspartnerschaft mit der STA-WAG AG eingeplant, der Abruf an bestimmte Entwicklungsziele gebunden ist.

IV. Chancen- und Risikobericht

A. Risikobericht

In den kommenden Jahren liegen die Geschäftsrisiken der con|energy AG im Wesentlichen in der Entwicklung des Energiemarktes. Sparzwänge und Kostensenkungsmaßnahmen der Energieversorger würden sich zwangsläufig negativ auf die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen auswirken. Bislang ist dies noch nicht festzustellen. Vorbeugend werden wir die Vertriebsaktivitäten massiv verstärken und dabei insbesondere versuchen, neue Marktteilnehmer als Kunden zu gewinnen, die inzwischen zunehmend in den Markt eintreten. Zudem wurde das Produktportfolio wie schon im vergangenen Jahr neu bewertet.

Nach wie vor ist es wichtig, die Bedürfnisse der Kunden und damit die am Markt benötigten Produkte frühzeitig zu erkennen und für deren Angebot die erforderlichen Kompetenzen rechtzeitig zu entwickeln.

Das größte Risiko wäre sonst, die aktuellen Trends und Entwicklungen der Branche zu verpassen und damit Aufträge und Kunden wegen fehlender Kompetenzen zu verlieren bzw. nicht halten zu können. Ein wesentliches Augenmerk der con|energy AG liegt deshalb in der ständigen Beobachtung des Energiemarktes und relevanter vergleichbarer Märkte. Zu diesem Zweck ist es besonders wichtig, das bestehende Netzwerk in der Energiewirtschaft weiter auszubauen und zu pflegen, denn auf diesem Weg werden die wichtigsten Marktinformationen und damit Ansätze für künftig erfolgreiche Produkte gewonnen.

In den letzten beiden Jahren war die Corona Krise ein unerwartetes Risiko, das sich erheblich auf das wirtschaftliche Umfeld der con|energy ausgewirkt hat. Sämtliche Geschäftsbereiche der con|energy AG waren davon betroffen. Unmittelbar und am meisten gefährdet war und ist die E-world GmbH mit ihrer Messe e-world energy & water, die im Februar 2022 stattfinden sollte und nun erneut auf den Juni 2022 verschoben werden musste. Mittlerweile ist von der Durchführung der Veranstaltung im Juni 2022 wenngleich auf einem deutlich geringeren Flächen- und Teilnehmerniveau als zuletzt in 2020 auszugehen. Die Veranstaltung wird aus Sorge vor einer vermehrten Ansteckungsgefahr durch das Corona Virus künftig stets im Mai eines Jahres stattfinden.

Die con|energy AG hat zur Begegnung der Risiken durch den Corona-Virus einen Krisen- und Planungsstab gebildet, der einen Pandemieplan zur Coronaprävention erarbeitet hat. Dieser informiert die Mitarbeiter fortlaufend. Es wurden Maßnahmen ergriffen, die eine möglichst stabile Auftragslage und genügend Liquidität für die Gesellschaft gewährleisten sollen. Insbesondere wird versucht, einen ständigen digitalen Kontakt zu den Kunden zuhalten. Darüber hinaus wird ein striktes Liquiditätsmanagement eingehalten. Außerdem wurden die Mitarbeiter

fast ausnahmslos verpflichtet, im Homeoffice zu arbeiten, um so das Infektionsrisiko gering zu halten. Diese Maßnahmen werden in verminderter Form weiter fortgeführt. Die Gesellschaft hofft, durch die getroffenen Maßnahmen, die Auswirkungen der Corona-Pandemie möglichst gering zu halten.

Operationale Risiken liegen in den Adressausfallrisiken, der Möglichkeit von Daten- und Knowhow Verlust und den personellen Risiken in Form von Fluktuation, sowie schuldhafte oder fahrlässige Nicht- oder Schlechterfüllung von Beratungsaufträgen bzw. administrativen Fehlern.

Die con|energy AG hat ihr umfassendes RM-System in den letzten Jahren weiterentwickelt. Alle geplanten Systeme sind seit einigen Jahren im Einsatz. Das Risikomanagementhandbuch wird dann weiterhin ergänzt und angepasst werden.

Zum Management der bilanziellen Risiken nutzt der Vorstand ein Informationssystem, das ihn über die wesentlichen Kennzahlen, Auftragsvolumen, Erlöse, Bearbeitungsstand in den Projekten und in allen Unternehmensbereichen wöchentlich informiert. Auf täglicher Basis sind Umsatzvolumen, halbfertige Arbeiten, Angebotssituation, Ressourceneinsatz und wesentliche Kostengrößen, Bankbestände und Liquidität verfügbar. Monatlich werden die Daten unter Berücksichtigung kalkulatorischer Größen zusammengeführt und daraus eine Ergebnisprognose abgeleitet.

Für alle relevanten Größen gibt es Planzahlen, die ebenfalls auf monatlicher Basis zusammengeführt werden. Sämtliche Auswertungen und Reports stehen immer kurzfristiger und aktueller zur Verfügung.

Zum Management der operativen Risiken hat der Vorstand Richtlinien erlassen, die insbesondere umfassen:

Erfassung der geleisteten Arbeiten

Angebotskalkulation, Projektcontrolling und Projektabrechnung

Frühwarnsystem über Angebots- und Auftragssituation

Ressourcenplanung und Beratereinsatzplanung

Reisekostenrichtlinie

Bestellwesen

Buchhaltung, Kassenführung und Überweisungen (Funktionentrennung und 4-Augenprinzip)

Zeichnungsberechtigung und Handlungsvollmachten mit Limitierungen

Qualitätskontrolle

Betriebsgeheimnisse

Weiterhin existieren für die wesentlichen Unternehmensfunktionen Arbeitsanweisungen und Prozessbeschreibungen.

Das Datennetzwerk bestehend aus onPremise und cloud Systemen ist so konzipiert, dass ständig für den Totalausfall eines Servers der Weiterbetrieb aller Unternehmensbereiche möglich ist. Für die Datensicherung werden auf täglicher Basis Sicherungen aller Systeme durchgeführt. Die Aufzeichnungen werden mit unterschiedlichen Fristen und an unterschiedlichen Standorten aufbewahrt. Die "Elektronische Datenbank Organisation" (ELO) wurde auch im vergangenen Jahr weiterentwickelt, die sowohl Datensicherheit verbessern als auch die Prozesse der Dokumentenverarbeitung noch mehr beschleunigen wird.

Die Zugangsberechtigungen zum Netzwerk sind hierarchisch geregelt. In Abhängigkeit von der Position des jeweiligen Mitarbeiters und der Vertraulichkeit der Daten sind verschieden ausgeprägte Nutzungsrechte vergeben.

Die Gesellschaft hat zum Schutz verschiedener operativer Risiken, ausgelöst durch Schäden der Mitarbeiter, ein individuell zugeschnittenes Versicherungspaket abgeschlossen, das die Belange der Personal-, Management-, IT-Beratung und der Messeorganisation abdeckt. Die Versicherungen sind im vergangenen Jahr noch einmal den veränderten Risiken angepasst worden.

Dem Schutz vor Knowhow-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation wird durch verschiedene präventive Personalbindungs- und Personalentwicklungsmaßnahmen Rechnung getragen. Dazu zählen neben der Mitarbeiterbeteiligung, die con|energy-Kultur mit freundlicher Arbeitsumgebung, ein leistungsgerechtes Entlohnungssystem und entsprechende Bindungsklauseln in den Arbeitsverträgen.

Generell werden zur Begrenzung der personellen Risiken des Knowhow-Verlustes durch Fluktuation wichtige Funktionen und Kompetenzen im Unternehmen auf mehrere Mitarbeiter verteilt. Das Knowledge-Management wurde deshalb weiter ausgebaut und soll in Zukunft noch weiter verbessert werden.

B. Chancenbericht

Die con|energy AG hat sich in all ihren Geschäftsfeldern eine gute Markposition erarbeitet und sich als feste Größe sowohl am Beratungsmarkt für Energieunternehmen als Informationsanbieter und mit der Leitmesse E-world energy & water etabliert.

Die Leistungsverflechtungen zwischen den Unternehmen der con|energy Gruppe bieten eine hervorragende Möglichkeit zum Cross Selling. In dem Netzwerk der con|energy AG befinden sich immer mehr Personen in verantwortungsvollen Leitungspositionen. Die Möglichkeiten zur Akquisition haben sich dadurch deutlich verbessert und es besteht die Chance, in den kommenden Jahren ein stabiles Auftragsvolumen akquirieren zu können.

Die neuesten Trends der Branche sind schlagwortartig: Beschleunigung der Energie- und Mobilitätswende, Regenerative Energien, Energieeffizienz, "Smart Systems", dezentrale Energieversorgung und Elektromobilität. Auf diesen Gebieten engagiert sich und investiert die con|energy AG.

C. Gesamtaussage

Sämtliche Risiken, denen die con|energy Gruppe im Einzelnen ausgesetzt ist, werden mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit bei einem überschaubaren Schadenspotenzial bewertet. Darüber hinaus führt die Diversifizierung der Geschäftsfelder durch Unternehmensbeteiligungen zu einer Verstetigung des Geschäftsverlaufs und damit zu einer Verminderung der Geschäftsrisiken.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Das Wechselkursrisiko der in USD gezeichneten Fondsbeteiligungen wurde nicht abgesichert, allerdings erfolgt eine laufende Beobachtung.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele und - soweit vereinbart - überwiegend unter Ausnutzung von Skontoabzügen beglichen.

Derivative Finanzinstrumente werden nicht vom Unternehmen gehalten.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Im Jahr 2021 hatte die ener|gate GmbH eine Zweigniederlassung in Olten, Schweiz.

VII. Sonstige Angaben

Angabe zu eigenen Aktien

Im Anhang erfolgt eine Angabe nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG.

 

Essen, 12. Mai 2022

con|energy AG

Dr. Niels Ellwanger

Dr. Roman Dudenhausen

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

der con|energy AG, Essen

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 41.143,51 57
2. Geschäfts- oder Firmenwert 113.530,98 157
3. geleistete Anzahlungen 85.595,00 0
240.269,49 214
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 328.766,69 383
2. geleistete Anzahlungen 0,00 8
328.766,69 391
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.814,06 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 19.870,14 0
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 683.066,27 836
4. Beteiligungen 281.312,26 139
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.156.561,33 871
6. Sonstige Ausleihungen 78.808,96 0
2.238.433,02 1.846
2.807.469,20 2.450
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Werbegeschenke 1.288,29 2
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.158.585,56 954
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 98.935,11 99
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 1.295.091,40 1.250
4. Sonstige Vermögensgegenstände 273.510,80 660
2.826.122,87 2.963
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.002.659,79 7.153
8.830.070,95 10.118
C. Rechnungsabgrenzungsposten 74.241,46 71
11.711.781,61 12.639

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 494.453,00 494
eigene Anteile -200,00
eingefordertes Kapital 494.253,00
II. Kapitalrücklage 504.356,99 544
III. Erwirtschaftetes Eigenkapital 7.201.848,08 7.736
IV. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 545.073,53 718
8.745.531,60 9.492
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 216.088,00 219
2. Sonstige Rückstellungen 1.475.613,89 1.584
1.691.701,89 1.803
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.187,00 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 273.766,59 258
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 119.080,25 119
4. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierte Unternehmen 21.324,80 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 560.410,72 898
- davon aus Steuern: € 371.795,42 (Vj.: T€ 703)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 9.502,27 (Vj.: T€ 6)
975.769,36 1.275
D. Rechnungsabgrenzungsposten 298.778,76 69
11.711.781,61 12.639

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2021

der con|energy AG, Essen

2021 2020
T€
1. Umsatzerlöse 12.536.732,30 13.371
2. Sonstige betriebliche Erträge 453.224,41 244
12.989.956,71 13.615
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen -272.962,13 -169
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -589.995,06 -777
-862.957,19 -946
12.126.999,52 12.669
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.549.942,07 -8.547
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.297.525,31 -1.279
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -190.437,96 -224
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.835.503,08 -1.858
-11.873.408,42 -11.908
253.591,10 760
7. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -21.655,13 598
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 246.776,06
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.795,67 45
davon an verbundene Unternehmen: € 0,00 (Vorjahr: € 376,68)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Anlagevermögens -127.228,09 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.082,60 -1
114.605,91 642
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag -232.084,09 -315
13. Ergebnis nach Steuern 136.112,92 1.087
14. Sonstige Steuern -861,00 3
15. Konzernjahresüberschuss 135.251,92 1.090
davon: Anteile Dritter am Konzernergebnis -209 -322
davon: Anteil Gesellschafter des Mutterunternehmens am Konzernergebnis -74 768

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

der con|energy AG, Essen

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der freiwillige Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 der con|energy AG, die beim Amtsgericht Essen unter der Nr. HRB 13834 eingetragen ist, wurde auf der Grundlage der Bilanzierungsvorschriften des HGB in der zum Abschlussstichtag gültigen Fassung aufgestellt.

Das Geschäftsjahr für den Konzernabschluss und der konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind grundsätzlich im Anhang aufgeführt.

Zur Gliederung der Vorräte wurde von der Regelung des § 265 Abs. 6 HGB Gebrauch gemacht. Die Postenbezeichnung wurde wie folgt angepasst: Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Werbegeschenke.

II. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft con|energy AG, Essen, folgende Unternehmen einbezogen:

Name Sitz Anteil am Kapital
Verbundene Unternehmen
energate GmbH Essen 100,00 %
con|energy Unternehmensberatung GmbH Essen 100,00 %
con|energy agentur GmbH Essen 100,00 %
green|connector GmbH Essen 100,00 %
HKCF Corporate Finance GmbH Köln 47,16 %

Die con|energy AG verfügt seit Juli 2019 über die formale Stimmrechtsmehrheit von 51,61% an der HKCF Corporate Finance GmbH, Köln. Durch den Ankauf von eigenen Anteilen von einem Gesellschafter hat sich die formale Stimmrechtsmehrheit der con|energy AG in 2021 auf 56,22 % erhöht, während die Beteiligungsquote unverändert 47,76% beträgt.

Der Konzern ist hinsichtlich der Ausübung seiner Stimmrechtsmehrheit dauerhaft beschränkt, macht aber von seinem Vollkonsolidierungswahlrecht, ab dem Zeitpunkt der Erlangung der Stimmrechtsmehrheit, nach § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB Gebrauch.

Die folgenden Unternehmen mit einer Beteiligungsquote von mehr als 50% sind aufgrund untergeordneter Bedeutung nach § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden:

Name Sitz Anteil am Kapital
con|energy swiss GmbH i.L. Olten, Schweiz 100,00 %

Die con|energy swiss GmbH i.L. ist gem. Gesellschafterbeschluss vom 01.07.2020 zum 01.07.2020 aufgelöst worden. Zur Liquidatorin wurde die Geschäftsführerin Frau Rachel Mende, Uertenen-Schönbühl, benannt. Die Eintragung im Handelsregister des Kantons Solothurn erfolgte am 12.08.2020 unter der Firmennummer CHE-490.844.853.

Die nachfolgenden assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode gemäß § 312 HGB berücksichtigt:

Name Sitz Anteil am Kapital
Assoziierte Unternehmen
E-world energy & water GmbH Essen 50,00 %
nymoen strategieberatung GmbH Berlin 47,00 %
KKI-Kompetenzzentrum Kritische Infrastrukturen GmbH Berlin 25,10 %

III. Konsolidierungsmethoden

Bei der Kapitalkonsolidierung wurde die Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB) angewandt. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum Zeitpunkt der Übernahme der Anteile an den einbezogenen Unternehmen. Die Anteile konzernfremder Gesellschafter an den einbezogenen Unternehmen werden in Höhe ihres Anteils am Kapital innerhalb des Postens Eigenkapital gesondert ausgewiesen.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Da die Eliminierung der Zwischengewinne für den Konzern von untergeordneter Bedeutung ist, wurde im Konzernabschluss unter Bezugnahme auf § 304 Abs. 2 HGB auf die Zwischenergebniseliminierung verzichtet.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

Die assoziierten Unternehmen sind in der Konzernbilanz mit dem Buchwert angesetzt worden und zwar auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile an dem assoziierten Unternehmen. Der aus der Equity-Methode resultierende Unterschiedsbetrag beträgt € 188.444,38 (VJ: € 341.409,64).

IV. Angaben zu Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden - zum Vorjahr unveränderten - konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden auf der Grundlage der Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten bewertet und - soweit sie einer Abnutzung unterliegen - vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entsprechend dem steuerlichen Wahlrecht sofort abgeschrieben.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert (T€ 114, Vj. T€ 157) setzt sich aus dem entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwert der green|connector GmbH mit einem Buchwert zum 31.12.2021 in Höhe von T€ 30 sowie aus dem aus der Erstkonsolidierung der green|connector GmbH resultierenden Unterschiedsbetrages in Höhe von T€ 40, der zum Abschlussstichtag 2021 mit einem Buchwert in Höhe von T€ 20 bilanziert wird. Darüber hinaus wird der fortgeführte Geschäfts- und Firmenwert der HKCF in Höhe von T€ 64 ausgewiesen. Aufgrund der erwarteten Nutzungsdauer von Reputation, des Know-How sowie der bestehenden Kundenbeziehungen werden die Geschäfts- oder Firmenwerte über eine Nutzungsdauer von acht Jahren linear abgeschrieben.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen, Wertpapiere des Anlagevermögens und Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode gemäß § 312 HGB bilanziert, wobei der aus der Erstkonsolidierung enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert über acht Jahre abgeschrieben wird. Die Nutzungsdauer wird damit begründet, dass die erworbenen Kundenbeziehungen und das Firmen Know-How aufgrund von Erfahrungswerten in der betrachteten Unternehmensbranche über acht Jahre genutzt werden können.

Unter den Vorräten werden zu Anschaffungskosten bilanzierte Werbegeschenke ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Einzelwert- und Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

V. Angaben zur Konzernbilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Wertberichtigungen wurden auf die Forderungen vorgenommen, bei denen Zahlungsausfälle erwartet wurden.

Das im Handelsregister eingetragene, voll eingezahlte Grundkapital der con|energy AG beträgt wie im Vorjahr € 494.453,00. Es ist zerlegt in 494.453 auf den Inhaber lautende Aktien mit einem Nennbetrag von je € 1,00. Durch Beschluss der Hauptversammlung wurde der Vorstand zum Erwerb und der Einziehung von bis zu 31.319 Aktien der Gesellschaft ermächtigt. Das Grundkapital wurde durch Erwerb eigener Anteile am 23. September 2015 im Wege der Einziehung auf € 494.453,00 herabgesetzt.

Mit Vertrag vom 17. November 2021 hat die Gesellschaft 200 Nennbetragsaktien erworben. Die eigenen Aktien € 200 werden in der Bilanz offen von dem gezeichneten Kapital abgesetzt.

Im Geschäftsjahr 2021 wurde keine Zuführung zur gesetzlichen Rücklage gemäß § 150 Abs. 1 und Abs. 2 AktG vorgenommen, da die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklage zusammen 10% des Grundkapitals übersteigen.

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2020 in Höhe von € 1.654.049,05 wurde in Höhe von € 494.453,00 an die Aktionäre ausgeschüttet. Der Restbetrag von € 1.159.596,05 wurde den anderen Gewinnrücklagen zugeführt.

Der in das erwirtschaftete Eigenkapital einbezogene Bilanzgewinn/Bilanzverlust (-) hat sich wie folgt entwickelt:

Stand am 1. Januar 2021 1.482.295,45
Ausschüttung -494.453,00
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen -1.159.596,05
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote 37.240,98
Einstellung in den Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter -208.976,71
Jahresüberschuss 2021 135.251,92
Stand am 31. Dezember 2021 -208.237,41

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Tantiemen, Sonderzahlungen für Mitarbeiter, Urlaubsverpflichtungen, Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen sowie Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Berufsgenossenschaftsbeiträge und Aufsichtsratsvergütungen.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet in voller Höhe abgegrenzte Erlöse, die im Folgejahr realisiert werden.

VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Umsatzerlöse des Konzerns wurden in Höhe von T€ 11.401 im Inland und in Höhe von T€ 1.136 im Ausland erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Zuschreibung des Finanzanlagevermögens in Höhe von T€ 139 enthalten.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen (Vorjahr: T€ 0).

VII. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen über T€ 1.008. Die Verpflichtungen setzen sich aus Mietverträgen in Höhe von T€ 876, Leasingverträgen in Höhe von T€ 90 sowie sonstigen Dienstleistungsverträgen in Höhe von T€ 42 zusammen.

Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur, zur Schonung der Liquidität und zur Verbesserung der Eigenkapitalquote wurden von der Gesellschaft Leasingverträge abgeschlossen. Das Risiko aus den bestehenden längerfristigen Vertragsbindungen durch die Leasingverträge wird als sehr gering eingeschätzt. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2022 und 2024.

Anteilsbesitz

Angaben zum Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB:

- Tochterunternehmen:

1. con|energy Unternehmensberatung GmbH, Essen

Beteiligungshöhe: 100,0%
Eigenkapital zum Stichtag: T€ 100
Ergebnis des letzten GJ: Ergebnisabführung

2. con|energy agentur GmbH, Essen

Beteiligungshöhe: 100,0%
Eigenkapital zum Stichtag: T€ 502
Ergebnis des letzten GJ: Ergebnisabführung

3. energate GmbH, Essen

Beteiligungshöhe: 100,0%
Eigenkapital zum Stichtag: T€ 850
Ergebnis des letzten GJ: Ergebnisabführung

4. green|connector GmbH

Beteiligungshöhe: 100,0%
Eigenkapital zum Stichtag: T€ 94
Ergebnis des letzten GJ: Ergebnisabführung

5. HKCF Corporate Finance GmbH, Köln

Beteiligungshöhe: 47,76%
Stimmrechte: 56,22%
Eigenkapital zum Stichtag: T€ 1.245
Ergebnis des letzten GJ: T€ 477

6. con|energy swiss GmbH i.L., Olten, Schweiz

Beteiligungshöhe: 100,0%
Eigenkapital zum Stichtag: TCHF - 58
Ergebnis des letzten GJ: TCHF - 0

- Assoziierte Unternehmen:

1. E-world energy and water GmbH, Essen

Beteiligungshöhe: 50,0%
Eigenkapital zum Stichtag: T€ 710
Ergebnis des letzten GJ: T€ -301

2. nymoen strategieberatung GmbH, Berlin

Beteiligungshöhe: 47,0%
Eigenkapital zum Stichtag: T€ 165
Ergebnis des letzten GJ: T€ 275

3. KKI-Kompetenzzentrum Kritische Infrastrukturen GmbH, Berlin

Beteiligungshöhe: 25,1%
Eigenkapital zum Stichtag: T€ -2.943
Ergebnis des letzten GJ: T€ 503

Es bestehen Beteiligungen, deren Angaben für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind.

Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses

Folgende Tochterunternehmen, mit denen für das Geschäftsjahr ein Ergebnisabführungsvertrag bestand, wurden in den Konzernabschluss einbezogen:

con|energy Unternehmensberatung GmbH, Essen

energate GmbH, Essen

con|energy agentur GmbH, Essen

green|connector GmbH, Essen

Von den Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB wurde für diese Gesellschaften Gebrauch gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 49 und entfällt mit T€ 20 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie mit T€ 25 auf Steuerberatungsleistungen.

Vorstand

Dr. Niels Ellwanger, Unternehmensberater, Essen

Dr. Roman Dudenhausen, Unternehmensberater, Leipzig

Die Angabe der Vorstandsbezüge unterbleibt mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Dieter Schmitt (Vorsitzender), Universitätsprofessor i.R., Hürth

Dr. Peter Jänsch (stellvertretender Vorsitzender), Kaufmann, Essen

Dr. Thorsten Radensleben, Vorstandsvorsitzender Badenova AG & Co KG, Gundelfing (ab dem 09.02.2021)

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 142 Arbeitnehmer beschäftigt, darin enthalten sind 25 studentische Teilzeitkräfte.

VIII. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres eingetreten und weder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt sind, bestanden nicht nach § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB.

 

Essen, 12. Mai 2022

con|energy AG

Dr. Niels Ellwanger

Dr. Roman Dudenhausen

KONZERN-ANLAGENSPIEGEL 2021

der con|energy AG, Essen

Anschaffungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrchte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 548.078,94 16.443,36 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 564.082,27 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 85.595,00 0,00
1.112.161,21 102.038,36 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1. Büroeinrichtung und Betriebsausstattung 1.031.760,65 44.165,01 52.301,26
2. GWG Sammelposten 8.196,19 0,00 832,72
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter 18.023,48 9.876,53 2.009,64
1.057.980,32 54.041,54 55.143,62
2. geleistete Anzahlungen 7.637,41 0,00 0,00
1.065.617,73 54.041,54 55.143,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.814,06 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 19.870,14 0,00 0,00
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.764.452,40 0,00 0,00
4. Beteiligungen 25.001,20 383.540,15 0,00
5. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.150.000,00 0,00 200.000,00
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 984.725,69 248.960,22 77.124,58
7. Sonstige Ausleihungen 0,00 78.808,96 0,00
3.962.863,49 711.309,33 277.124,58
6.140.642,43 867.389,23 332.268,20
Anschaffungskosten
Abgänge aufgrund von Konsolidierungskreisänderungen Umbuchungen 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrchte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 564.522,30
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 564.082,27
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 85.595,00
0,00 0,00 1.214.199,57
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1. Büroeinrichtung und Betriebsausstattung 0,00 7.637,41 1.031.261,81
2. GWG Sammelposten 0,00 0,00 7.363,47
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00 25.890,37
0,00 7.637,41 1.064.515,65
2. geleistete Anzahlungen 0,00 -7.637,41 0,00
0,00 0,00 1.064.515,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 18.814,06
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 19.870,14
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 1.764.452,40
4. Beteiligungen 0,00 0,00 408.541,35
5. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 950.000,00
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 1.156.561,33
7. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 78.808,96
0,00 0,00 4.397.048,24
0,00 0,00 6.675.763,46
Abschreibungen
01.01.2021 Abschreibungen Gj. Zuschreibung
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrchte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 491.260,43 32.118,36 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 406.998,64 43.552,65 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
898.259,07 75.671,01 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1. Büroeinrichtung und Betriebsausstattung 648.593,45 104.890,42 0,00
2. GWG Sammelposten 8.196,19 0,00 0,00
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter 18.018.48 9.876,33 0,00
674.808,12 114.766,95 0,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
674.808,12 114.766,95 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.813,06 0,00 -18.813,06
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 19.869,14 0,00 -19.869,14
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
4. Beteiligungen 1,00 127.228,09 0,00
5. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.150.000,00 0,00 -200.000,00
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
7. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
1.188.683,20 127.228,09 - 238.682,20
2.761.750,39 317.666,05 -238.682,20
Abschreibungen
Abgänge Abgänge aufgrund von Konsolidierungskreisänderungen 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrchte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 523.378,79
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 450.551,29
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 973.930,08
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1. Büroeinrichtung und Betriebsausstattung 50.983,75 0,00 702.500,12
2. GWG Sammelposten 832,72 0,00 7.363,47
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter 2.009,64 0,00 25.885,37
53.826,11 0,00 735.748,96
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
53.826,11 0,00 735.748,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00
4. Beteiligungen 0,00 0,00 127.229,09
5. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 950.000,00
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
7. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 1.077.229,09
53.826,11 0,00 2.786.908,13
Buchwerte
Veränderungen aus Equity Bewertung kumuliert 31.12.2021 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrchte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 41.143,51 56.818,51
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 113.530,98 157.083,63
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 85.595,00 0,00
0,00 240.269,49 213.902,14
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1. Büroeinrichtung und Betriebsausstattung 0,00 328.761,69 383.167,20
2. GWG Sammelposten 0,00 0,00 0,00
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 5,00 5,00
0,00 328.766,69 383.172,20
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 7.637,41
0,00 328.766,69 390.809,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 18.814,06 1,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 19.870,14 1,00
3. Anteile an assoziierten Unternehmen -1.081.386,13 683.066,27 836.031,54
4. Beteiligungen 0,00 281.312,36 25.000,20
5. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 1.156.561,33 984.725,69
7. Sonstige Ausleihungen 0,00 78.808,96 0,00
- 1.081.386,13 2.238.433,02 1.845.759,43
-1.081.386,13 2.807.469,20 2.450.471,18

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2021

der con|energy AG, Essen

2021 2020
T€ T€
1. Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis 135 1.090
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 178 224
Sonstige wesentliche zahlungsunwirksamen Aufwendungen (+) / Erträge (-) 152 548
Cashflow 465 1.862
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -108 -407
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -170 -432
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -70 243
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -6 14
Zinsaufwendungen (+) / -erträge (-) -17 -44
Ertragsteueraufwand (+) / -ertrag (-) 232 315
Ertragsteuerzahlungen 71 -5
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 397 1.546
2. Investitionstätigkeit
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -102 -37
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 0
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen Anlagevermögen -54 -146
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögen 1 2
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -711 -135
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Finanzanlagevermögen 184 22
Änderungen zum Konsolidierungskreis 0 0
Erhaltene Zinsen (+) 23 45
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -659 -249
3. Finanzierungsstätigkeit
Auszahlungen aus Aktienverkäufen des Mutterunternehmens -4 0
Gezahlte Zinsen -6 -1
Gezahlte Dividenden (-) (an Gesellschafter des Mutterunternehmens) -494 -494
Gezahlte Dividenden (-) (an andere Gesellschafter) -316 -357
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -820 -852
4. Veränderungen der Liquidität
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 397 1.546
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -659 -249
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -820 -852
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -1.082 445
5. Entwicklung der Liquidität
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -1.082 445
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -68 0
Finanzmittel am Anfang der Periode 7.153 6.708
Finanzmittel am Ende der Periode 6.003 7.153
6. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds 31.12.2021 31.12.2020
T€ T€
Liquide Mittel 6.003 7.153

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL

der con|energy AG, Essen

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stammaktien Eigene Aktien Summe nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
1 2 3 = 1+2 4 5
Stand 31. Dezember 2019 494.453,00 0,00 494.453,00 543.780,38 0,00
Gewinnausschüttungen an Aktionäre 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellungen in die anderen Gewinnrücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Verkauf eigener Aktien 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellungen Ausgleichsposten andere Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2020 494.453,00 0,00 494.453,00 543.780,38 0,00
Gewinnausschüttungen an Aktionäre 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellungen in die anderen Gewinnrücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kauf eigener Aktien 0,00 -200,00 -200,00 -39.423,39 0,00
Einstellungen Ausgleichsposten andere Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2021 494.453,00 -200,00 494.253,00 504.356,99 0,00
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Erwirtschaftetes Eigenkapital
gesetzliche Rücklage andere Gewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn/-verlust der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe Summe
5 6 7 8 = 5 + 6 + 7 9 = 3 + 4 + 8
Stand 31. Dezember 2019 15.015,33 6.343.567,15 1.103.642,91 7.462.225,39 8.500.458,77
Gewinnausschüttungen an Aktionäre 0,00 -104.693,04 -389.759,40 -494.452,44 -494.452,44
Einstellungen in die anderen Gewinnrücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Verkauf eigener Aktien 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellungen Ausgleichsposten andere Gesellschafter 0,00 0,00 -321.574,84 -321.574,84 -321.574,84
Jahresüberschuss 0,00 0,00 1.089.986,78 1.089.986,78 1.089.986,78
Stand 31. Dezember 2020 15.015,33 6.238.874,11 1.482.295,45 7.736.184,89 8.774.418,27
Gewinnausschüttungen an Aktionäre 0,00 0,00 -494.453,00 -494.453,00 -494.453,00
Einstellungen in die anderen Gewinnrücklagen 0,00 1.159.596,05 -1.159.596,05 0,00 0,00
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote 0,00 0,00 37.240,98 37.240,98 37.240,98
Kauf eigener Aktien 0,00 -3.400,00 0,00 -3.400,00 -43.023,39
Einstellungen Ausgleichsposten andere Gesellschafter 0,00 0,00 -208.976,71 -208.976,71 -208.976,71
Jahresüberschuss 0,00 0,00 135.251,92 135.251,92 135.251,92
Stand 31. Dezember 2021 15.015,33 7.395.070,16 -208.237,41 7.201.848,08 8.200.458,07
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste Summe
10 11 12 = 10 bis 11 13 = 9 + 12
Stand 31. Dezember 2019 140.650,21 612.500,32 753.150,53 9.253.609,30
Gewinnausschüttungen an Aktionäre 0,00 -357.078,83 -357.078,83 -851.531,27
Einstellungen in die anderen Gewinnrücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote 0,00 0,00 0,00 0,00
Verkauf eigener Aktien 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellungen Ausgleichsposten andere Gesellschafter 0,00 321.574,84 321.574,84 0,00
Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 1.089.986,78
Stand 31. Dezember 2020 140.650,21 576.996,33 717.646,54 9.492.064,81
Gewinnausschüttungen an Aktionäre 0,00 -315.757,21 -315.757,21 -810.210,21
Einstellungen in die anderen Gewinnrücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote 0,00 -37.240,98 -37.240,98 0,00
Kauf eigener Aktien 0,00 -28.551,53 -28.551,53 -71.574,92
Einstellungen Ausgleichsposten andere Gesellschafter 0,00 208.976,71 208.976,71 0,00
Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 135.251,92
Stand 31. Dezember 2021 140.650,21 404.423,32 545.073,53 8.745.531,60

Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2021

der con|energy AG

Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2021 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben in vollem Umfang wahr.

Mit Datum der Hauptversammlung am 31.08.2021 wurde Herr Dr. Thorsten Radensleben in den Aufsichtsrat gewählt.

Der Vorstand berichtete regelmäßig mündlich und schriftlich über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung, Investitionsmaßnahmen und Finanzplanung.

Seine Aufgaben erfüllte der Aufsichtsrat in zwei Sitzungen, die am 7.06.2021 (informative Sitzung ohne Beschlussfassungen) und 31.08.2021 (im Rahmen der Hauptversammlung) stattfanden. Unter Pandemiebedingungen handelte es sich um Telefonkonferenzen bzw. hybride Meetings. An diesen Sitzungen haben Herr Dr. Jänsch, Herr Dr. Radensleben und Herr Professor Schmitt teilgenommen. Ebenfalls haben stets alle Vorstandsmitglieder an den Sitzungen teilgenommen. Auch in Einzelgesprächen stand der Aufsichtsrat dem Vorstand beratend zu Seite.

Alle Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. So befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Planung der Unternehmensergebnisse und den Maßnahmen zur Erreichung der vorgegebenen Ziele.

Anhand der mündlichen und der schriftlichen Berichte des Vorstandes hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Gesellschaft laufend überwacht.

Der Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss 2021 der con|energy ag wurde der Dr. Wassermann Audit GmbH erteilt.

Konzernabschluss und Konzernlagebericht der con|energy AG als Muttergesellschaft für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 einschließlich der Buchführung wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten gesetzlichen Bestätigungsvermerk versehen.

Herr Dr. Jänsch, Herr Dr. Radensleben und Herr Prof. Dr. Schmitt erhielten rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 24.5.2022 die Jahresabschlussunterlagen und den Bericht des Abschlussprüfers.

Die Abschlussprüfer Herr Dr. Heller und Frau Böckhorst nahmen an den Verhandlungen des Aufsichtsrates in der Bilanzsitzung teil, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und beantwortete Fragen.

Die Beschlussfassungen zum Jahresabschluss und die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrates ergehen an die Hauptversammlung, diese ist geplant für den 11.07.2022.

Die Tagesordnungspunkte der Hauptversammlung am 11.07.2021 sind diesem Bericht als Anlage beigefügt.

 

Essen, 24.05.2022

con|energy AG

Der Aufsichtsrat

Dr. Peter Jänsch

Dr. Thorsten Radensleben

Prof. Dr. Dieter Schmitt, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Konzernabschlussprüfers

An die con|energy AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der con|energy AG, Essen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der con|energy AG, Essen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 12. Mai 2022

Dr. Wassermann Audit GmbH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Dr. Bernd Wassermann, Wirtschaftsprüfer

Dr. Boris Heller, Wirtschaftsprüfer

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